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Tja, meine Damen und Herren, da sind wir wieder.
Sie werden sich sicher an uns erinnern, wenn Sie zu den 30 Millionen gehören,
die die ersten drei Schulmädchen -Reportfilme in 28 Ländern zu einem
machten.
Dennoch, kaum ein Film wurde je so angegriffen wie jeder einzelne dieser
Dabei sind fast alle gezeigten Szenen authentischen Unterlagen entnommen.
Das Leben schreibt nun mal die interessantesten Drehbücher.
Natürlich wollen wir nicht behaupten, dass sich alle Schulmädchen so
wie wir es ihnen zeigen.
Aber es wäre auch unsinnig, vor Tatsachen die Augen zu vergließen.
Schulmädchen heute.
Sie haben Probleme wie alle vor Ihnen, aber sie kommen manchmal zu Lösungen,
ihre Eltern nie für möglich gehalten hätten.
Ich heiße Elfi, ich bin 18.
Ich mache das Abitur. Ich habe ein Riesenproblem.
Mathematik.
Also, meine Herrschaften, die letzte Arbeit war leider wieder einmal eine
einzige Katastrophe.
Ich habe Ihnen gesagt, dass diese Arbeit gewissermaßen als Generalprobe für das
Abitur anzusehen war.
Sagen Sie, Elfie, wie haben Sie sich bei dieser schwachen Leistung eigentlich
Ihre Zukunft vorgestellt?
Oh, eigentlich ganz einfach.
Ein schicker Luxuswagen, eine Villa mit heißem Swimmingpool, zwei, drei
Reitpferde und einen Generaldirektor.
Sie sehen, ich bin ganz bescheiden.
Dann sehen Sie mal zu, wie Sie das bekommen.
Mit Ihren mathematischen Fähigkeiten jedenfalls könnten Sie nicht einmal
Würstchen standhalten.
Eine so verhauene Arbeit habe ich überhaupt noch nicht erlebt.
Wenn ich lauter solche Schülerinnen hätte, hätte ich Lust, meinen Beruf
aufzugeben. Das tut mir aber leid.
Aber ich mache Ihnen einen Vorschlag. Geben Sie mir im Abi einen Dreier und
finden Ihren Seelenfrieden wieder.
Elfie gibt sich sehr selbstsicher.
Woher hat sie diese Selbstsicherheit?
Das gibt überhaupt nicht.
Kein Wunder, dass man seekrank wird, wenn du so stürmisch bist. Was meinst
was das für eine Windstärke war?
Vielleicht so vier bis fünf.
Du Hexe, das war ein ausgewachsener Orkan. Ja, glaub so.
Warum gibst du mir nur so schlechte Zensuren?
Oh, schuld, weil jetzt erinnerst du mich schon wieder an die Penne und schon ist
die Stimmung im Eimer.
Nimm es nicht so tragisch. In einem Vierteljahr hast du es hinter dir und
kann ich die Schule machen. Hoffentlich.
Das habe ich letztes Jahr auch gedacht. Ergebnis, ich durfte das Jahr nochmal
machen. Wenn es diesmal nicht klappt, ist der Ofen für mich aus. Ich muss es
irgendwie schaffen.
Vergiss es. Sei noch ein bisschen lieb zu mir. Nein, bitte nicht.
Komm, wir rudern zurück.
Die scheiß Mathematik klaut mir noch den letzten Nerv.
Was ist, geht es heute Nachmittag bei dir?
Bei mir geht es immer. Ich sage nur Windstärke 12.
Ahoi.
Guten Appetit. Danke.
Danke. Du, mit dem rede ich mal. Der ist doch so verkalkt, der versteht dich
bestimmt nicht. Da bin ich anderer Meinung. Die Pauker, die so streng tun,
haben meistens einen Herz weich wie Butter.
Wenn der ein Herz wie Butter hat, kriege ich einen Krampf.
Trotzdem, ich brauche in Mathematik eine 3.
Naja, es ist so, Herr Studienrat.
Ich muss das Abitur unbedingt schaffen.
Einmal kleben bleiben reicht. Da versteht mein Vater keinen Spaß mehr.
mich glatt in die Fabrik zum Arbeiten schicken.
Und was habe ich damit zu tun?
Sie haben doch Beziehungen zum Kultusministerium.
Ich muss die Abituraufgaben für Mathematik haben.
Und zwar vorher.
Und den Weg?
Wissen Sie eigentlich, was Sie da von mir verlangen, Elfi?
Vorausgesetzt, ich hätte wirklich genügend Beziehungen, dann ist Ihnen
klar, dass ich mit einer solchen Handlungsweise meine ganze Existenz
Von mir erfährt es bestimmt niemand.
Und außerdem, Sie sollen es ja nicht umsonst tun.
Sie wollen mich bestechen?
Nein, nicht bestechen.
Jedenfalls nicht mit Geld.
Wo soll ich das hernehmen?
Sagen Sie bloß, Sie wollen mir anbieten... Warum denn nicht?
Machen Sie sofort, dass ich... Glauben Sie bitte nicht, dass es ein Opfer für
mich wäre.
Ich finde Sie sehr nett.
Ganz im Ernst.
Sie sind wahnsinnig.
Warum denn?
Ich müsste Sie aus der Schule hinauswerfen.
Aber als Studierende... Bitte gehen Sie, Elfi.
Sie werfen mich also doch aus?
Ich werfe Sie nicht hinaus.
Aber ich bitte Sie zu gehen.
Sie sollen ja die Katze nicht im Sack kaufen.
Elfi, ich habe Sie gebeten zu gehen. Also gehen Sie. Sie sagen also nein?
Sie hören auch von mir.
Ja, Kultusministerium.
Bitte verbinden Sie mich mit Ministerialdirektor Malzahn.
Herr Studienrat, darf ich Sie einen Moment sprechen? Ja, bitte.
Also?
Sie sind feige.
Sie sind kein Mann.
Ich sollte zu Ihnen kommen, Herr Studienrat.
Gehen Sie doch bitte zum Schreibtisch.
Was soll da sein? Da, hinter den Büchern.
Ich habe für die meine Existenz aufs Spiel gewippt.
Die Matheaufgaben.
Sie sind ein feiner Kerl.
Ich bezweifle, ob das der Feind von mir ist.
Ich werde ganz lieb zu dir sein.
Und es erfährt bestimmt niemand. Ich bin doch kein Schuf.
Wie soll ich das machen?
Ich kann es schon ganz gut. Du.
so gern?
Ich mag sie auch.
Ich bin verrückt.
Ich weiß, ich bin verrückt.
Nein, ist der süß.
Und da gibt es Schüler, die sagen, du wirst verkalkt.
Komm.
Du,
ich habe dich schon immer geliebt.
Du darfst nicht mehr von mir weggehen.
Weißt du... Es gibt viele Lehrer, die ihre Schülerin geheiratet haben.
20 Jahre Unterschied.
Was ist das schon?
Du musst immer bei mir bleiben.
Gratuliere, Elfie.
Da hast du mehr Schwein als Verstand gehabt.
Was heißt Schwein? Ich war schon immer ein Mathematik -Sinni. Das hat bloß
keiner erkannt. Hauptsache, dass wir das jetzt alle mal können.
Wie du das hingekriegt hast, den matten, glatten Dreier.
Also ehrlich, das ist ein Wunder.
Ach, Wunder oder nicht Wunder, was macht's? Ich hab meinen Dreier und damit
Master. Du, wir machen doch heute Abend einen drauf. Wann kann ich dich abholen?
Herr Studienrat, ich wollte mich bei Ihnen bedanken.
Ohne Sie wäre es bestimmt schief gegangen.
Hauptsache, Sie haben es zu guter Letzt noch geschafft.
Trotzdem, ohne Sie wäre ich geplatzt.
Ansehen wir uns wieder.
Heute Abend bei mir?
Herr Studienrat, wie kommt Sie denn darauf?
Unser Geschäft ist abgewickelt.
Sie hat nie einen Spaß und ich habe mein Abitur. Oder haben Sie sich etwa
eingeredet, ich würde auch weiter mit Ihnen schlafen?
Dafür habe ich meinen festen Freund. Tschüss.
Fälle dieser Art stehen alle paar Wochen in den Zeitungen.
Sie sind darauf zurückzuführen, dass viele Schulmädchen heute ganz genau
welches Kapital sie in ihren körperlichen Reizen besitzen.
Zu diesem Thema gehört auch der Missbrauch dieser Reize aus Übermut.
Ich heiße Angelika, ich bin 16.
Ah, da ist der Rolf.
Er ist mein Freund.
Grüß dich.
Verdammter Mist, meine Eltern haben den Urlaub abgeblasen. Jetzt kannst du nicht
zu mir kommen.
Da müssen wir uns irgendwas einfallen lassen.
Zu mir können wir auch nicht.
Du, hast du das neulich nicht auch in der Zeitung gelesen? Das mit dem
angeblichen Schularzt?
Schularzt? Na ja, da hat sich einer als Schularzt ausgegeben, damit er an junge
Mädchen rankommt.
Ja und, hat er es geschafft?
42 Mal.
Guten Tag.
Tag, Meier, Dr.
Meier. Ich komme vom Schulamt, ärztlicher Betreuungsdienst.
Es ist eine Epidemie ausgebrochen. Ich muss eine vorsorgliche Untersuchung
durchführen. Kann ich wohl Ihre Eltern sprechen?
Meine Eltern sind nicht zu Hause.
Aber sie kommen doch sicher bald wieder zurück.
Trotzdem sind zwei Stunden.
Sollen wir auch recht sein. Schließlich habe ich nicht den Auftrag, deine Eltern
zu untersuchen, sondern dich.
Bitte nehmen Sie doch Platz.
Vielen Dank, aber ich habe noch jede Menge Schülerinnen vor mir. Und eine
Epidemie greift rasch um sich. Kommen wir also schnell zur Sache. Bitte mach
dich frei.
Ich weiß nicht recht.
Aber Kindchen, du wirst dich doch nicht genieren.
Vor allem Arzt. Natürlich nicht.
Damit wir alles auf einen Ruck hinter uns bringen, wäre es vielleicht
zweckmäßig, wenn du dich ganz frei machen würdest.
Bei uns genießt der Arzt ein so hohes Ansehen, dass ich Betrüger risikolos
häufiger als Onkel Doktor ausgeben kann.
Na? Aber, aber, hast du dich noch nie von einem Arzt frei gemacht?
Na also.
Tja, so geht es.
Ausgezeichnet. Jetzt werden wir gleich wissen, was mit dir los ist.
Hat sich vielleicht da eingeschlichen?
Das muss man ganz behutsam machen.
Tut es weh, wenn ich da rankomme?
Ausgezeichnet.
Nein, da ist alles in Ordnung. Der Luftdruck stimmt.
Gehen wir mal auf die unteren Organe los.
Huste mal.
Der Resonanz.
Nochmal.
Die Niere ist auch gut.
Nochmal.
Tut es weh, wenn ich da hinten drankomme?
Ist ja auch interessant.
Und wenn ich es so mache?
So?
Oder so?
Ist das für dich unangenehm oder angenehm?
Ich meine, wenn ich es weiter so sanft mache.
Eher angenehm.
Machst du dir's selber?
Braves Kind.
Gut.
Das Schlimme an Epidemien ist, dass sie dich überall verstecken.
Am besten, du legst dich schnell mal dahin.
Das haben wir ganz schnell hinter uns gebracht.
Ich bin gespannt, wie wir hier aussehen.
Sagst du da?
Ein bisschen.
Und da?
Ein bisschen.
Und wenn ich dich ganz sanft streichle, so, und wenn ich dich dann
tiefer streichle, da, ist ja ganz schön geschwollen.
Mach mal die Augen zu.
Und versuch das jetzt richtig zu empfinden.
Und wenn ich dich da so streichle, empfindest du da Lust?
Oder empfindest du da Schmerz?
Nein, Schmerz nicht.
Und wenn ich dich noch so am Fleisch streichle?
Nein, ich finde es schön.
Ausgezeichnet.
Endlich bist du in der Stimmung, in der ich dich am besten behandeln kann.
Leg dich bitte auf den Bauch.
Heb das Gerät ein klein bisschen an.
Jawohl. So ist es ausgezeichnet.
So. Und jetzt lass dich gehen.
Ganz locker.
Aber bitte, bitte nicht wehtun, Herr Doktor. Ich wäre ein schlechter Arzt,
ich mit Schulmädchen nicht umgehen könnte.
Herr Doktor, ist das Ihr Thermometer?
Ja.
Ich habe gar nicht gewusst, dass es so dicke gibt.
Und warum schieben Sie es dauernd hin und her?
Na, damit es schneller die richtige Temperatur anzeigt.
Können Sie Ihr Thermometer nicht hier lassen, Herr Doktor?
Das geht leider nicht.
Ich habe bloß eins.
Das brauche ich selber.
Das ist wirklich ein dicker Hund.
Aber eine fabelhafte Idee.
Wieso? Ja, ich komme auch als Schularzt zu dir.
Für Spezialbehandlung.
Du, die Sache ist aber schlecht ausgegangen. Die Eltern sind nämlich
überraschend früher zurückgekommen.
Da war der Doktor natürlich geplatzt.
Den haben sie für eine Weile aus dem Verkehr gezogen.
Uns werden sie nicht erwischen.
75 .000 Zuschauer hier im Stadion. Sie hatten einen heißen Kampf zweier
Favoriten erwartet. Aber abgesehen von Sobek Alleingang in der dritten
Spielminute sind die erwarteten großen Aktionen, die kühnen Angriffe, die
frechen Durchbrüche bis zum Augenblick ausgeblieben. Die 75 .000 sind unruhig.
Der Idiot muss ausgerichtet jetzt kommen.
Wenn das wieder jemand für Angelika ist, dann schmeiß ihn raus. Die soll sich
gefälligst um ihre Schularbeiten kümmern.
Einwurf ausgeführt von Rohr. Er ist einer, der weniger bei dieser bisher zu
fachlosen Begegnung noch nicht enttäuscht hat.
Ja, bitte. Guten Tag, gnädige Frau. Guten Tag. Ich komme vom Städtischen
Schulamt, ärztlicher Betreuungsdienst, Dr. Müller.
Ich möchte Ihrer Tochter Angelika einen Besuch abstatten.
Um Gottes Willen, Herr Doktor, wo fiel es denn hin? Kein Grund zur
gnädige Frau.
Nur eine Routinesache.
Es sind nämlich Anzeichen einer Epidemie ausgetreten.
Wir sind gezwungen, eine Vorsorgeuntersuchung zu machen.
Faktisch, Dieter Müller.
Das ist mein Mann, Herr Dr. Müller vom städtischen Schulamt.
Wenn Sie Müller heißen, sind Sie herzlich willkommen.
Vorwärts mit unserem Bomber?
Bitte, Aure, nein.
Ich habe die Pflicht, Ihre Tochter zu untersuchen. Nein, nein, Sie brauchen
nicht aufzureden. Das ist eine reine Vorbeugungsmaßnahme.
Auf! Da soll man sich nicht aufwägen. Da, gucken Sie sich das an, diese
Flaschen! Nun schießt doch endlich!
Aber kassiert!
Also, Doktor, tun Sie, was Sie nicht lassen können.
Am besten meine Frau bleibt dabei.
Kommen Sie, Herr Doktor. Aber ich bitte Sie, gnädige Frau, ich möchte Sie nicht
von Ihren Pflichten abhalten. Nein, nein, es ist schon besser, wenn ich
bin. Unsere Angelika ist nämlich noch ein richtiges Kind und ein bisschen
Also was die Scheu anbetrifft, die habe ich bei Ihrer Tochter gleich weg.
Vor allem, wenn ich mich allein mit ihr befassen kann.
Wie Sie meinen, Herr Doktor, dann werde ich Sie nur schnell mit Angelika bekannt
machen. Mutter, hörst du denn nicht? Das Kaffeewasser!
Wirklich, gnädige Frau, ich kann mich schon selber bekannt machen.
Hier sind wir, Herr Doktor.
Und lassen Sie uns bitte allein, wegen der Ungezwungenheit.
Das gehört ja bestraft. So auf Boden, lose, reich.
Die spielen ja nicht Fußball, die spielen Indianer. Das ist ja schön. Ist
der Kantine.
Haben Sie es dir abgekauft?
Herein.
Guten Tag, ich bin Dr. Müller vom Schulamt.
Guten Tag, Herr Doktor.
Donnerwetter, der geht ja ran, dass die Fresse fliegt.
Ich weiß nicht, ich hätte vielleicht doch besser dabei bleiben sollen.
Ach, Unsinn.
Ein Arzt vom Schulamt. Für den ist das doch nur eine trockene Routine
Und wer soll dieser blöde, gefummelte Gut sein?
Wenn du schon am Ball bist, dann greif doch wenigstens an.
So lieb bin ich noch nie untersucht worden.
Na, eigentlich sind sie sich einig geworden.
Na, schneller, siehst du, jetzt geht's doch wie geschnürt.
Na, misch, du Donnern, doch rein!
Tor! Tor!
Eine Minute vorm Schlussbild! Sieg! Sieg!
Was hast du denn, Otto Schaaf?
Meine Bandscheibe ist auf einmal ausgeschnappt. Moment, ich hole dir den
Schularzt. Moment, Moment.
Herr Doktor, Herr Doktor, kommen Sie bitte schnell, denn mein Mann braucht
Ja, natürlich, ich bin gerade fertig geworden.
Lassen Sie mich nur noch schnell einpacken. Ja, natürlich, Herr Doktor,
warte. Du, ich habe dich ganz furchtbar lieb.
Ich dich auch.
Und morgen steckst du dir ein Bonbon hinter die Packung.
Da untersuche ich dich auf Halsschmerzen.
Herr Doktor, mein Mann braucht Sie dringend.
Also, gnädige Frau, Sie können ganz beruhigt sein. Ihre Tochter ist absolut
Ordnung. Die Untersuchung hat mich sehr befriedigt.
Das freut mich, Herr Doktor. Aber da Sie einmal da sind, könnten Sie vielleicht
bei der Gelegenheit nach meinem Mann sehen. Er kann sich plötzlich nicht mehr
bewegen. Ich weiß nicht, wie das auf einmal gekommen ist, aber mein Kreuz tut
furchtbar weh.
Was können wir da bloß machen, Herr Doktor? Wissen Sie was? Da gibt es nur
einen. Ja? Lassen Sie sich einen Arzt kommen. Ja, natürlich, Herr Doktor. Das
ist die Idee.
Auf Wiedersehen, Herr Doktor.
Otto!
Ich
bin
Caroline Aschauer.
Ich bin 17.
Caroline Aschauer ist ein Adoptivkind.
Ihr Adoptivvater ist Ingenieur.
Er hat bis vor zwei Jahren mit seiner Frau in Afrika gelebt.
Und da dem ungewöhnlich kinderlieben Paar eigenes Kinderglück versagt blieb,
haben sie Caroline am Kindesstatt angenommen.
Das Mädchen war damals 18 Monate alt. Sie haben dem aufgeweckten,
Kind alle erdenkliche Fürsorge angedeihen lassen.
Wieder in Deutschland haben sie Caroline aufs Gymnasium geschickt, um ihr für
ihr Leben eine ordentliche Bildung mitgeben zu können.
In der Familie Aschauer ist alles in Ordnung.
Caroline kann ohne Sorgen in der häuslichen Geborgenheit aufwachsen.
Wie sieht es aber außerhalb des Elternhauses aus?
So geht es jeden Tag.
Die Mädchen hassen mich, weil ich nicht so bin wie sie.
Sie sind neidisch auf meinen Körper.
Und die Jungs?
Sie betrachten mich als exotisches Lustobjekt.
Mensch, die spielt mit einem Einsatz, das ist irre. Die ist ganz große Klasse,
sag ich dir.
Was denkst du, wie die erst da ist, wenn es ums Bumsen geht?
Beim Bumsen laufen die Schwarzen erst richtig zur Hochform auf.
Die können nie genug haben.
Ach, gib doch nicht so an.
Du würdest doch nie trauen, mit ihr zu gehen. Schon wegen der Leute.
Was heißt dir gehen? Natürlich würde ich nicht mit ihr gehen. Aber ficken würde
ich die bei Nacht und Nebel.
Klar, oder im Kohlenkeller.
Achtung, Jungs, reden wir von was anderem.
Hans trägt einen Blutrausch, wenn wir über seine Mieze herziehen.
Hans ist mein Freund.
Er ist der Einzige, der mich wirklich versteht. Die Mädchen schneiden mich, wo
sie können. Dabei bin ich immer sehr freundlich, sehr zurückhaltend gewesen.
Aber trotzdem verhalten Sie sich immer noch so ablehnend wie am ersten Tag. Das
wird eine ganz runde Sache.
Mein Alter hat ein Hundertes spendiert. Das gibt's doch gar nicht. Das ist doch
sonst so knausig.
Oder hast du ihn auf seiner Freundin erwischt?
Nee, nee, die hat er abgelehnt.
Sei doch nicht so hysterisch. Ich will dir doch bloß ganz harmlos den Rücken
waschen. Oder meinst du vielleicht, ich werde plötzlich lecker?
Aber um nochmal auf die Party zurückzukommen, das wird ein ganz großer
Ihr werdet es erleben.
Ich hab mir was einfallen lassen, da werde ich dir bloß so mit den Ohren
schlackern. So?
Sag mal, spinnt die?
Du, Caroline, kommst du morgen auch zu meiner Party?
Das ist doch nicht dein Ernst.
Hättest du uns gesagt?
Jetzt bist du zwei Jahre bei uns und jetzt sollten wir uns eigentlich
Also, dann bis morgen Abend um acht.
Ich komme gern.
Und ich bin sehr froh, dass du mich eingeladen hast. Das war du längst
Danke, ciao.
Ciao.
Sag mal, bist du bescheuert?
Die Megaminze einzuladen?
Der schwarze Mistvieh hat bei uns nichts verloren.
Ich lasse mir doch von der nicht die Party vertrauen. Du hast den Knall. Also
wenn die kommt, sage ich dir gleich ohne mich.
Ihr habt sie wohl nicht alle. Die stinkt mir genauso wie euch.
Ich habe sie bloß eingeladen, um mir endlich mal ein Ding zu verpassen.
mich doch nicht für blöd. Bei deinen Spinnereien ist man da nie sicher.
Sie können sich gar nicht vorstellen, wie ich mich gefreut habe.
Endlich wollten sie mich aufnehmen.
Wie so oft bin ich an diesem Nachmittag mit Hans hinausgefahren.
Die zwei, drei Stunden mit Hans sind für mich immer das Schönste gewesen.
Hans war so ganz anders als die anderen.
Er war zärtlich.
Er war lieb.
Er redete nicht so ordinär wie die anderen.
Wenn ich mit Hans zusammen war, hätte ich vor Glück die ganze Welt umarmen
können.
Was würde ich ohne dich anfangen?
Es war so schön. So schön war ich noch nie.
Bist du auch so glücklich?
Na klar.
Du kommst doch morgen Abend mit auf die Party. Ich möchte nämlich nicht gerne
allein hingehen, weißt du.
Das kommt darauf an. Ich muss mit meinem Vater morgen Abend nach Grünwald.
Schade. Ich habe mich so gefreut, mit dir da hinzugehen.
Aber du holst mich doch wenigstens ab.
Wenn es geht. Ich hoffe, dass es klappt.
Guten Abend.
Ich wollte... Ist schon gut. Komm nur.
Häng dich da auf.
Ist noch niemand da? Guck dich doch um.
Was soll denn das?
Das wirst du gleich merken.
Was soll das heißen?
Warum macht ihr das mit mir? Ich habe euch doch nichts getan.
Warum? Das fragst du noch? Weil du ein Negerflickchen bist. Weil du die Jungs
verrückt machst mit deinem verdammten braunen Körper.
Und dann möchten wir nur mal sehen, ob du wirklich besser bist als wir. Ob du
mehr aushältst.
Guck mal, wen wir da haben.
Und weißt du auch wozu?
Die Mädchen haben uns gefragt, ob wir dich mal ficken möchten.
Und wir möchten dich ficken.
Wir finden den Mädchen nicht gut genug zum Bumsen, also wollen wir es dir mal
richtig machen.
Entartete Schülerinnen werden sie sagen und hinzufügen, das würde meine Tochter
nicht machen.
Irren sie sich nur nicht.
Für den Psychologen ist der Fall klar.
Den weißen Mädchen passt es nicht, dass die Jungen der Schwarzen mehr sexuelle
Aufmerksamkeit widmen als ihnen.
Sie müssen die vermeintlichen Prozüge der Fremden zerstören.
Erst dann ist ihre Welt wieder in Ordnung.
Ich weiß gar nicht, was die Jungs an ihr gefressen haben. Wenn die drei sich
jetzt in ihre Titten doch hin... Was glaubst du, dass die in zehn Jahren so
einen fetten Arsch hat? Außerdem sollen Negerinnen beim Vögeln stinken. Und
schwitzen.
Hör auf zu brüllen. Wir wollen doch bloß von dir wissen, wie gut du es kannst.
Und Schluss. Ran, Charlie. Du kannst mir als Erste vernaschen.
Nein, Charlie.
Nein, Charlie. Mach das nicht. Bitte nicht, Charlie.
Stoß dich, Charlie.
Du bist doch kein Schwein. Du bist doch kein Lump. Nein.
Wir halten es für außerordentlich wichtig, Ihnen diese Szene in aller
Deutlichkeit zu zeigen.
Sie steht symbolisch für die Vielfalt der Probleme zwischen Rassen und
mit denen selbst die klügsten Politiker bisher nicht fertig geworden sind.
Ihr Schweine! Ich schlag euch tot!
Du Großnauter!
Wir sind aber ganz schnell fertig!
Du hast sie doch auch bloß gepickt!
Los, mach ihn fertig!
Meine Karolin.
Hau doch ab mit deinen schwarzen Flittchen.
Wegen der Negerin so einen Zirkus zu machen.
Ihr Schweine.
Ihr gottverdammten Schweine.
Ich kann euch genau sagen, warum ihr das gemacht habt. Aus Angst.
Sie könnte was Besseres sein als ihr.
Ihr seid ja so mies.
Ich schäme mich für euch.
Hans hat recht.
Das war mies.
Du kommst schon drüber weg.
Wir sind ja nicht alle so.
Du meinst es gut mit mir. Ich danke dir.
Hans hat es wirklich gut mit ihr gemeint. Aber was hat es genützt?
Die Geschichte hat sich herumgesprochen. Und irgendwann war es leid, immer
gehänselt zu werden.
Er hat sich zurückgezogen.
Und Caroline war wieder allein.
Auf welche Ideen man in der Schule kommen kann, werden Sie in der folgenden
Geschichte erleben.
Das ist Dietlinde. Sie ist 16.
Ihre Eltern haben uns gebeten, keinen Familiennamen zu nennen und auch den
Wohnort nicht bekannt zu geben.
Glauben Sie ja nicht, dass diese Geschichte erfunden ist. Sie hat sich
tatsächlich abgespielt.
Die Mannigfaltigkeit der Charaktere kann man besonders schön an den Frauen
gestalten sehen.
Da haben wir zuerst einmal die Gertrud Staubwache.
Sie ist tapfer und klug und sie hat das Herz auf dem rechten Fleck. Darum lässt
der Dichter sie auch wahren.
Wüsste ich mein Herz, anzeitlich gut gefesselt.
Den Brand wirf ich hinein mit eigener Hand.
So sieht es bei uns in der Schule aus. Freund Koller hört sich gern reden. Das
ist, glaube ich, das Einzige, was im Unterricht interessiert. Klar, dass wir
ausnutzen. Wir machen, was wir wollen.
Sie machen, was sie wollen.
Schuld ihrer Lehrerin.
Sie ist in doppeltem Sinne schuld an den Auswüchsen, denn sie hat das Einfachte
nicht begriffen.
Nämlich, dass die Jugend immer versucht hat, zu den Grenzen des Erlaubten
vorzusturten und diese Grenzen weiter hinaus zu rücken. Das ist ihr gutes
Wie entwickeln sich aber Schulmädchen, wenn ihnen niemand, in diesem Falle die
Lehrerin, Grenzen setzt?
Sie werden immer wagemutiger und sie fangen bald an, das für Freiheit zu
was für die Gesellschaft bereits verwerflich ist oder sogar schon den
Staatsanwalt interessiert.
Wegeinsel aufzufinden, wenn sie nicht hier ist, in der Unschuld landet.
wir die Sprachbilder.
Wegeinsel, das Land der Unschuld. Wie überhaupt Schiller im Gegensatz zu
immer der gewesen ist, der die Aussagen auf den Punkt führte, der keinen
Spielraum lief für Missverständnisse. Nehmen wir zum Beispiel 1. Aufzug, 2.
Szene, Seite 15 und hier lässt Schiller den markigen Staubacher wahren.
Wer solch ein Herz an seinen Busen drückt, der kann für Herd und Hof mit
fechten. Und auf derselben Seite oben liegt die Initiative wieder ganz auf
Gertrud. Also sie sagen jetzt, ihr seid auch Männer, wisstet eure Axt zu führen
und dem Mutigen hilft Gott.
Und schon zwei Zellen später spricht wieder ihre ganze Fraulichkeit, als
sagt, ertragen muss man, was der Himmel sendet.
Unbilliges erträgt kein edles Herz.
In allen Dramen schillert haben die Frauen viele Gesichter. Sie sind ganz
erhebende Niederinnen, aber sie halten auch das Heft in der Hand.
Nun, Schiller ist nicht nur ein großer Poet, er ist auch ein großer Taktiker
Theaters. Und auch, denn gerade an den Frauenfiguren, die er zeichnet, können
wir sehen, wie Schiller immer das Große durch den Gegensatz noch erhöht. Ist
diese Schulklasse verdorben? Man muss sich hüten von Auswützen auf die
Allgemeinheit zu schließen.
Aber dass diese Dinge vorkommen, darüber berichten Schulbehörden, Jugendfürsorge
und Gerichte.
Scheiße, wenn mein Vater dahinter kommt, dass ich seine Karre heimlich genommen
habe und sie kaputt gefahren habe, dann schlägt er mich tot.
Wo bekomme ich jetzt die 1300 Mark für die Reparatur her? Und wenn wir
zusammenlegen? Ich habe noch ungefähr 15 Mark.
Ich habe noch 20.
Kinder, ihr habt doch sicher Geld dabei.
Könntet ihr Josef was leihen?
Her mit den Mücken. Aber er braucht doch bloß shoppen zu gehen, dann hat er
Mäuse genug. Ich bin radikal pleite. Ich kann dir 50 Merker geben, das ist mein
ganzes Kapital.
Aber du hast noch viel mehr.
Ich verstehe sowieso nicht, dass ihr ewig mit euren paar Kröten in der Tasche
rumhängt, wo ihr Kohlen in Matten haben könntet.
Hört mal, wenn wir uns einig wären...
Könnten wir dem Josef helfen und uns außerdem jede Menge Geld verdienen, um
endlich mal das zu kaufen, was jeder gerne möchte.
Willst du etwa einen Bankeinbruch inszenieren?
Ach, Quatsch. Ich habe einen viel besseren Vorschlag.
Einen viel ungefährlicheren.
Die Mädchen brauchen bloß mitzuspielen. Was denn?
Na, weißt du, Otti, du bist eigentlich nicht besonders dafür geeignet. Warum
nicht? Wegen der Männer.
Die werden dabei ein ganz schönes Wörtchen mitreden. Wie meinst du Diesel?
Idiot. Hast du dir die Mädchen schon mal angeguckt? Ein Mädchen hat doch von
Natur aus ein prima Kapital.
Zwischen den Beinen und auch oben.
Und Kapital soll man doch arbeiten lassen, oder?
Und? Naja, und wenn ihr das Angenehme mit dem Nützlichen verbindet?
Du meinst, wir sollen... Klar, wir sollen uns pumsen lassen und den Jungs
Geld dafür geben.
Wir sind doch keine Nutten.
Quatschnutten. Das ist alles eine Einstellungssache.
Überleg doch mal.
Wir Jungs reißen euch ein paar zahlungskräftige Typen auf, die scharf
Schulmädchen sind.
Und das reinkommende Geld wird ehrlich geteilt.
Und das Vergnügen habt ihr doch auch noch, oder? Du bist ja verrückt.
Ich weiß nicht, ein paar Kohlen könnte ich schon ganz gut gebrauchen. Meine
Eltern halten mich viel zu knapp.
Und mich jetzt?
So blöd ist der Gedanke eigentlich gar nicht. Warum eigentlich nicht?
Also ich mach mit.
Ich auch.
Fabelhaft.
Dann bin ich auch kein Frosch.
Das ist ein Wort.
Ich mache auch mit.
Ottilein, aber dich können wir doch nicht verkaufen. Das musst du doch
verstehen. Wenn die Typen dein Puddinggesicht sehen, vergeht denen ja
Appetit. Du bist gemein.
Blödsinn. Ich denke nur realistisch, Schau. Wir wollen dich gerne beteiligen,
aber... Das Geld interessiert mich nicht. Ich will auch was davon haben.
Ich will auch mal gebumscht werden.
Kommt, Kinder, wir gehen. Ich hau auch ab. Die Sache ist mir zu dreckig. Also
tschüss. Servus.
Servus.
Und was ist mit euch? Wir wollen mit dieser Zaurei nichts zu tun haben. Ach,
Damen sind von der Heilsarmee. Okay.
Mit müden Krähen und mit Trauerweiden können wir sowieso nicht.
Aber wenn ihr uns verpfeift, könnt ihr was erleben.
Verpfeifen? Wir haben noch niemanden verpfiffen.
Blöde Schnäpfen.
Wir wollten Josef helfen, zu 1300 Mark zu kommen. So waren sie am schnellsten
zusammenzukriegen. Die Mädchen ziehen sich jetzt erstmal aus.
Aber ganz.
Schließlich können wir ja keine Katze im Sack verkaufen.
Ist doch klar.
Ausziehen, nackig? Du spinnst wohl.
Na, hört mal, Egon hat völlig recht.
Wenn wir für euch Typen aufreißen sollen, müssen wir ja schließlich
ihr zu bieten habt. Weißt du doch. Bei dir schon, Christa, bei dir anderen.
Die Jungs haben vollkommen recht.
Na,
ist das wahre?
Mensch, Otti, dich können wir doch nun wirklich nicht gebrauchen. Da rutschen
die Kunden ja im Fett aus.
Dann macht euer Schallspiel ohne mich. Ich werde auch so gebummt.
Na also. So, und jetzt die anderen.
Nun spielt bloß nicht alle Plänzchen Rührmilch an.
Meinetwegen. Ich habe nichts zu verbergen. Das war ich. Na, ich schon
nicht. Wenn du in meinen Busen sitzt, wirst du mit den Ohren wackeln.
Das ist doch alles Dufte. Das schönste ist kein Fleisch.
Na, ist doch alles da.
Ich habe ein Problem.
Und das wäre?
Ich bin nämlich noch Jungfrau.
Da können Sie sich ganz schnell Abhilfe schaffen.
Spinnst du? Unser Kapital anrühren.
Angelika ist als Jungfrau beim ersten Mal glatten Hunderter Mehrwert.
Extrazuschlag. Unser Hauptquartier ist das Rio Espresso. Da reißen wir für euch
die Kunden auf.
Wenn ich Ihnen sage, garantiert noch Jungfrau. 16 -jährige Schulmädchen.
Schulmädchen? Würde mich reizen.
Können Sie mal sehen?
Da hinten links.
Ja.
Ruf Angelika. Sollen wir mal zeigen, was sie hat?
Angie,
schaukel dich mal an dem vorbei. Ich glaube, der wird's.
Und sie ist wirklich noch Jungfrau? Deshalb kann sie auch so viel verlangen.
Also wenn sie...
Okay, das Geschäft ist gemacht.
Sollen Sie zu Ihnen kommen, oder wie haben Sie sich das gedacht?
Am besten, ich nehme Sie gleich mit, ich habe meinen Wagen da drüben stehen.
Ich bringe Sie unauffällig rüber.
Ist das ein Wort?
Ja, ja, bestens.
Du, ich glaube, der will mich nehmen. Was mache ich jetzt?
Nur nicht kneifen, Augen zu und an die Kohlen denken. Na klar.
Also gut, wir haben auch bloß an die Kohlen gedacht, meistens jedenfalls.
Einmal 100 Mark.
Bei ausgefallenen Sonderwünschen natürlich ein bisschen mehr.
Wir sind sowas ähnliches wie ein Geheimtipp für Feinschmecker geworden.
Wann kriegt dein Mann schon mal ein Schulmädchen ins Bett?
Wir hatten jeden Nachmittag irgendein, manchmal auch zwei.
Als Jungs haben wir sogar mal einen Wettbewerb gemacht.
Wer von Nachmittag um drei bis abends um sieben die meisten kriegt. Das war ich,
ich hab's auf fünf gebracht.
Da war eine Ingenieurstagung mit vielen Teilnehmern aus dem Rheinland.
Ich bin in der Pension, wo sie wohnten, von einem Zimmer ins andere gereicht
worden.
Kasse hat allerdings Angelika am meisten gemacht.
Sie ist auf die Masche gereist, dass sie bloß halb in Jungfurt worden ist.
Einmal hat sie von einem Fabrikanten, der eine Tochter hatte, genauso alt ist
wie Angelika, hinterher Ohrfeigen bezogen und 5000 Mark im Bar gekriegt.
Wir haben geliebt und geliebt, das gibt's überhaupt nicht.
Auf einmal sind wir im Geld geschwommen.
Unsere Jungs und wir, wir konnten uns alles leisten. Wir brauchten endlich
niemanden mehr zu fragen.
Na, einsame Klasse. Bar bezahlt.
Die ist toll.
Kostet 490, 60.
Die nehme ich.
Soll ich sie anpacken? Ja, bitte.
Also das wären dann fünf Flaschen Sekt, da 34 macht 170.
Schreiben Sie 200, Sie sollen auch leben. Alles zusammen?
Klar, ich zahle alles.
Ein Schulmädchen, verstehen Sie? Gerade 16 geworden, einfach Zucker.
Ein Schulmädchen, gerade 16, einfach Zucker.
Wir meinen irregeleitete junge Menschen, gleichgültiges Elternhaus, eine
unfähige Lehrerin.
und draußen im Leben die modernen Verführer in Form von raffinierter
Kaufsucht erzeugt. Der ständige Vergleich mit dem, was der andere hat,
Rausch, abtodet zu sein.
Wie leicht ist das alles, wenn junge Menschen das Geld vor ihr eigenes
stellen. Es mag leichtfertig sein, oberflächlich. Es mag die krankhafte
nach Selbstbestätigung sein oder was auch immer.
Erschütternde Tatsache ist,
16 -jährige Schülerinnen und 16 -jährige Schüler sind von einem Tag auf den
anderen dirnen und zuhälter geworden.
Die Geschichte ist übrigens aufgeflogen, weil Ego und Angelika dem Vater einer
Mitschülerin vermittelt hat.
Es hat ein ungeheures Theater gegeben.
Die Schule hat verrückt gespielt, das Jugendamt, der Jugendrichter. Sie alle
haben uns klargemacht, wie verdorben wir sind.
Ich bin ja erst 16 und ich glaube, sie haben recht.
Was wäre das für ein Leben geworden?
Mir läuft's eiskalt den Rücken runter, wenn ich dran denke.
Wir mussten Ihnen diese Szenen zeigen, weil unser Bericht über die Gefahren,
denen Schulmädchen ausgesetzt sind, sonst nicht vollständig gewesen wäre.
wir meinen, dass Sie als Eltern nicht genügend darauf achten können, dass Ihre
Tochter nicht eines Tages zu viel Geld in der Tasche hat.
Hier handelt es sich um Margit, Ilona, Jessie und Doris. Sie
sind die vier besten Schülerinnen ihrer Klasse. Sie glauben, dass sie dazu
besonders... dreisten Extratouren berechtigt.
Also ehrlich, Kinder, mir war's bekannt.
Aber was soll's? Das spart mir wenigstens die Kosten fürs Eis.
Komm, schnell, halt's mal vor. Furchtbar, das nasse Zeug.
Das ist schon nicht leicht dran sterben.
Entschuldigung bitte.
Das war nicht so gemein.
Es ist ja schon alles wieder trocken.
Stellt euch mal vor, der Kerl hat mir richtig unters Badetuch geguckt. Er hat
jeden Millimeter von meinem Schmuckkästchen gesehen.
Was? Der hat sich dein Fläumchen angehört? Ja, mit Glotzauen.
Und weiter, was hat er dann gemacht? Was soll er gemacht haben?
Gekloppt hat er. Ohne Flak. Er hat mir drauf geguckt, als ob er am liebsten
hingelangt hätte.
Kinder, den bringen wir kurz ein bisschen auf 111, okay? Klar, das machen
Klasse. Der wird eine Weile an uns denken.
Bikini konnte an alles ein bisschen hinhalten.
Wie schnell er angesprungen ist.
Da kommt er.
Den halte ich gleich noch mehr ein.
Pass mal auf.
Ach bitte, könnten Sie mir nicht den BH zumachen?
Den BH war gern jederzeit.
Der Verschluss klemmt nämlich ein bisschen. Ich komme nicht ran.
Hey, sie kitzeln mich.
Das Wasser macht den Rico wieder kaputt.
Jetzt ist er ihm zum zweiten Mal zusammengefallen.
Den haben wir ganz schön fertig gemacht.
Ich habe ihn fertig gemacht.
Als er meinen Buden in der Hand hatte, war ihm rotzuck die Sicherung
durchgebrannt.
Was ist denn das eigentlich für ein Gefühl, so eine Männerhand auf dem
Wieso? Das kennst du doch längst.
Nö, ich habe mich bis jetzt noch nicht betatschen lassen.
Sag bloß, du hast es noch nie richtig gemacht.
Natürlich, ich bin doch kein Baby mehr.
Also ich, ich brauche mindestens dreimal die Woche. Dreimal die Woche? Da wäre
ich ja vor Hunger schon längst eingegangen.
Ich mache es mir jeden Tag, außerdem noch vier bis fünfmal selber. Hätte dir
längst den Finger gebrochen.
Das ist doch alles Angabe. Große Klatte und nichts dahinter.
Klar, wenn ich es euch sage. Ich brauche, dass wir andere Leute das Brot.
Das kannst du mir nicht erzählen.
Tja, was willst du denn machen? Ich bin eben durch und durch erotisch.
Da, unser Teddy kriegt einen Vogel.
Ich mache immer Bodybuilding. Mach einen schönen Mann.
Ach wirklich?
Ist ja aufregend. Ich trainiere für Wettbewerb. Möchte werden Mr.
Rimini. Komm ich nämlich von Rimini.
Werde ich erst Mr.
Rimini? Werde ich Mr.
Italia? Werde ich Mr. Europa?
Werde ich Mr.
Universum?
Donnerwetter. Die fühlen sich ja an wie Stahl.
Kinder, die müsst ihr mal anfassen. Die sind irre. Ehrlich?
Wirklich? Da muss ich auch mal hinlangen.
Das sind vielleicht Dinger. Der muss bei
Frauen wahnsinnigen Erfolg haben.
Dann mal hier hin.
Da fängt er langsam an zu zippern. Der ist noch echt. Wahnsinn, die Haare, wie
beim jungen Dackel.
Kinder, er hat ja noch ein paar andere Stellen. Wer weiß, vielleicht sind die
schwabbelig.
Wenn der wüsste, was ihm blüht, würde er bestimmt lieber zurück nach Rimini
fahren. Achtung, Kinder, der Spass geht los.
Ich möchte fahren bei ihm auf die Stange.
So was ist da durcheinander zu bringen.
Kommen Sie, mein lieber Herr Boddi. Wir kennen hier eine prima Abkürzung durch
den Wald. Da kommen wir viel schneller zum Ziel.
Hier ist
es schön gemütlich. Hier machen wir erst mal Rast. Was?
Rast? Na klar, oder hast du gedacht, wir sind unmenschlich? Wir wollen doch Mr.
Remini nicht kaputt. Aber was soll ich hier machen? Rast? Wofür?
Komm, Junge, leg deine Mühle hin.
So, Spaghetti, du hast uns doch vorhin deine Muskeln gezeigt.
Ich möchte sie gern noch mal sehen. Die habe ich vorhin gar nicht so richtig
erfasst. Und ich? Ich habe leider vorhin auch bloß immer an die falschen Stellen
gelangt. Die Brille brauchst du erst nachher wieder.
Nicht so schüchtern, Spaghetti, mit dem Macaroni. Die Spargelsaison hat
angefangen.
Immer noch so eisern wie vorhin. Und er versteckt noch immer so viel für uns.
Ui, was ein Muskel. Der schiefe Turm von Pisa.
Steht ja ganz allein rum, so was ist nicht erlaubt. Ein ganz schöner Otto.
Was hat sonst das kalte Wasser gelenkt?
Kinder, ich werde mich als Erste opfern.
Und was sagen die Leute? Die Itaker hätten nur einen kurzen.
Der geht ja los, den Wendel.
Der wird hier mal lieben.
Was ich mache in Deutschland?
Ich bin in Kanalisation.
Geht schon los.
Ist noch gar nicht tief. Ist jetzt Probe.
Aber warte. Wir gehen noch mal so tief.
Siehst du, so wird gelebt. Ich kann nicht mehr.
Mach dir Rieck draus.
Ich fange erst an.
Mein kleines bisschen Freunde.
Na, was sagst du da dazu?
Vier Weiber, die packen es müssen.
Ich meine, das ist kein armer Hund mehr, das ist ein armer Schwein.
Enrico!
Schau es nicht hin, Struppi. Da wirst du bloß verdorben.
Für die nächsten drei Jahre bin ich hinüber. Brando, die nächste.
Jetzt wird Enrico langsam warm.
Lieber gehe ich ins Wasser.
Dann nehme ich dich noch mal. Noch länger.
Hey, du, warum du gehst? Jetzt, wo gerade erst losgeht bei Enrico.
Guck hier.
Ich heiße Barbara Heimbach, ich bin 16.
Der Junge neben mir ist mein Bruder Wolfgang, er ist 18.
Wir gehen beide ins Gymnasium.
Sie gehen nicht nur beide ins Gymnasium, sie wohnen auch zusammen in einem
Zimmer. Der Weg zu besserer Bildung steht heute jedermann offen.
Aber auch der zu besserem Wohnen? Hier sind die Tatsachen.
Vater kaufmännischer Angestellter, Mutter Stundenkraft in einem
Industriebetrieb. Mehr als die Miete für eine Drei -Zimmer -Wohnung können die
Eltern nicht aufbringen.
Ich mag meinen Bruder. Wir sind unzertrennlich.
Selbst wenn einer von uns einmal zu einer Party eingeladen ist, gehen wir
natürlich beide.
Die 16 -jährige Barbara und der 18 -jährige Wolfgang müssen in einem Zimmer
leben. Und das in der gefährlichsten Entwicklungsphase ihres Lebens, in der
ihr Sexualbewusstsein bildet.
Schweinerei, wie sich Susi diese blöde Kuh an Wolfgang reinschmeißt.
Ist doch viel zu alt für ihn. Und er, er macht auch noch mit.
Jetzt ist es ein bisschen zu laut, wollen wir uns nicht verdrücken?
Was meinst du?
Komm schon.
Oder hast du Angst vor erwachsenen Frauen?
Das gibt's doch nicht.
Mein Wolfgang lässt sich von dieser Ziege einwickeln.
Du bist ganz mein Typ.
Wollen doch mal sehen, wie weit das geht.
Aber Unsinn, was mache ich mir für Gedanken?
Ich kenne doch meinen Wolfgang.
Ich war gern jung. ständige bürger
Warum bist du zu dir so zärtlich? Warum zu dir?
Du bist ja so wild.
Ich will es haben.
Du musst es mir machen.
Du machst mich ja so auf.
Du wüsstest, wie schön das ist.
ganz tief bei mir drin haben? Ja, Susi.
Dann gib es mir schon.
Ich will es haben.
Gib es mir.
Aber auch schnell.
Noch tiefer.
Warum machst du ausgerechnet sie glücklich?
Warum ausgerechnet sie? Bitte tiefer. Ja, tiefer.
Oh, du machst mich erst noch glücklich.
Oh, ja.
Ja.
Arme Barbara.
Mit ihrem Bruder auf engstem Raum aufgewachsen, kennt sie jede seiner
jede seiner Gesten. Und zu irgendeinem Zeitpunkt hat sie jede Einzelheit seines
Körpers wahrgenommen.
Als Barbara ihre Fraulichkeit entdeckte, war das Ziel ihrer aufkeimenden
Sehnsüchte prompt, ihr Wolfgang, der große Bruder.
Da sich das sexuell ganz normal veranlagte Mädchen von ihm keine
ihrer Neugier oder Lust erhoffen konnte, begann Barbara zu masturbieren.
Der Partner ist in ihrer Fantasie immer ihr Bruder geblieben, den sie oft
ertappt hatte, wie er sich ebenfalls selbst befriedigte.
Wolfgang musste notgedrungen das Traumbild ihrer sexuellen Erfüllung
denn bedingt durch die unzumutbaren Wohnungsverhältnisse hat sie nie ihre
Persönlichkeit entfalten können. Genauso wenig wie ihr Bruder, von dem sie bis
zur Stunde angenommen hatte, dass er unberührt war, wie sie.
Das Erlebnis dieser Nacht hat Barbara überfordert. Wie wird sie reagieren?
Seid ihr endlich?
Wer soll es denn sonst sein?
Darf ich höflich fragen, woher ihr so spät herkommt? Von einer Party.
Ich wünsche nicht, dass ihr euch nachts herumtreibt. Verstanden?
Was ist denn an einer Party schon dran?
Sei doch nicht immer so streng zu den Kindern.
Erzähl du mir nicht, wie ich meine Kinder zu erziehen habe.
Streng, aber gerecht. Das nächste Mal seid ihr um zehn im Bett.
Gute Nacht.
Ging das etwa gegen mich? Aber wieso denn?
Euer Glück. Guten Abend.
Wie oft habe ich heimlich beobachtet, dass mein Bruder sich auszog.
Aber der Gedanke, ihn haben zu müssen, körperlich, verstehen Sie?
Der ist mir erst an dem Abend gekommen, als ich sah, wie er es mit der anderen
machte.
Ich hatte meinen Bruder immer angehimmelt, alles an ihm himmlisch
An diesem Abend war er für mich auf die Erde zurückgefallen.
Schläfst du schon, Wolf?
Hörst du nicht?
Ich habe dich etwas gefragt.
Wenn ich schlafe, kann ich dir was hören?
Aber du schläfst doch überhaupt nicht.
Na und?
War es denn so schön?
Lass mich in Ruhe.
War es schön? War es denn?
Das mit dem Mädchen.
Ach, da waren so viele Mädchen.
Also jetzt spiel nicht den harmlosen.
Du weißt genau, was ich meine.
Schließlich habe ich es ja miterlebt.
Blödsinn. Ich habe alles gesehen, von Anfang an. Was hast du gesehen?
Ich habe gesehen, wie ihr es gemacht habt.
Auf der Bank im Garten.
Ich habe gesehen, wie ihr euch verzogen habt. Und da bin ich euch einfach nach.
Du hast mir nachspioniert?
Nein.
Ich konnte ja nicht wissen, was ihr vorhattet.
Du hast wirklich zugeguckt?
Ja.
Ich wollte auch mal sehen, wie es ist.
Dann probier es doch mal.
Und mit wem?
Sei doch nicht verblönt. Es gibt genügend nette Jungs.
Warum machst du es nicht mit mir?
Du hast ja auch einen Knall.
Aber wieso denn? Ich bin bestimmt genauso hübsch wie diese blöde Kuh auf
Party. Ganz bestimmt. Aber leider bist du auch meine Schwester.
Aber erst mal bin ich ein Mädchen wie jedes andere auch.
Komm, Babsera, vernünftig.
Du hast dich heute Abend ein bisschen aufgeheizt.
Das gibt, wenn man zuguckt.
Und wenn schon, das geht vorbei.
Leg dich schlafen.
Du willst mich nicht verstehen.
Du hast was gegen mich.
Sag's doch gleich.
Für den erfahrenen Psychologen ist der Fall Barbara ein Bilderbuchbeispiel. Die
starke schulische Inanspruchnahme der nur mittelmäßigen Schülerin und das bis
dahin unbestimmbare Liebesgefühl zu ihrem Bruder haben in ihr ein
Sexualbewusstsein ausgelöst.
das in ihrer Traumwelt bereits perverse Formen angenommen hat.
Hab ich dir nicht gesagt, dass du ins Bett, ins Bett, ins Bett, ins Bett, ins
Bett, ins Bett, ins Bett, ins Bett.
Zieh dich aus, zieh dich aus, zieh dich aus.
Aber, aber du bist doch mein Vater.
du gar nicht auf der Welt. Du würdest gar nicht existieren. Zieh dich aus!
Zieh dich aus!
Zieh dich aus! Zieh dich aus!
Zieh dich aus!
Zieh dich aus!
Ich mache es dir.
Ich mache es dir.
Ich mache es dir.
Vater.
Vater.
Vater.
In Barbaras krankhafter Traumwelt lösen widerwärtigste Zerrbilder einander ab.
Susi Bergemann, bist angeklagt, Wolfgang Heimbach, dem Bruder der hier
anwesenden Barbara Heimbach, verführt zu haben. Du hast damit die göttliche
Liebe der Schwester zum Bruder zerstört. Das Urteil lautet tot.
Und jetzt vollstreckt das Urteil an Barbara Heimbach.
Es lautet auf Not.
Wegverbotener Bruderliebe.
Lade durch.
Legt an.
Feuer.
Orgiaktische Träume einer verirrten jungen Liebe, die sich des Unrechten im
Sinne des Wortes Schändlichen nicht mehr bewusst wird.
Schweißgebadet bin ich oft gemacht.
Nicht so oft.
Da hörte ich im Bad Geräusche.
Es war Wolfgang.
Ich wusste, wir waren allein.
Rutsch mal ein bisschen. Ich will auch.
Hämmerwapsi, kannst du nicht einen Augenblick warten?
Ich bin ja gleich fertig.
Stört es dich etwa?
Mich nicht.
Lass das, Babsi.
Was ist denn?
Ich habe gesagt, lass.
Ist der aber groß.
Barbara.
Du, jetzt ist aber Schluss.
Ich mag das nicht. Was hast du denn nur?
Warum wählst du dich gegen mich? Mit dem anderen Mädchen hast du doch auch...
Das war auch ein anderes Mädchen.
Weiß ich. Hä?
Fällt mich doch wenigstens einmal richtig an.
Batzi, du bist verrückt. Du bist komplett verrückt.
Ich bin auch viel hübscher als die andere, stimmt's? Diese jungen Menschen
der Versuchung erlegen.
Sie haben große Schuld auf sich geladen.
Aber sind sie allein schuldig?
Batzi!
Ja. Ja.
Aber mit dir war es viel schöner als mit dem Mädchen neulich.
Was ist denn daran so schrecklich, Wolfi?
Bitte sag mir, was du denkst.
Gar nicht.
Es ist ja sehr schlimm.
Aber trotzdem ein Verbrechen.
Es war wunderschön.
Barbara! Um Himmels Willen, Barbara!
Ihr seid ja auch schon auf.
Gibt's was Besonderes? Nein.
Wolfgang hat vom Aufstehen mit mir noch mal Chemie durchgenommen. Wir schreiben
heute eine Arbeit, weißt du?
Dass du nicht gewissen hast. Also dann bis heute Abend zum Essen, klar?
Klar.
Und dass ihr mir ja nicht auf den Gedanken kommt zu rauchen, nicht wahr?
Das sind nichts.
Ehrenwort, Papst, das war das erste und letzte Mal.
Das darf nie mehr vorkommen.
Okay?
Es ist auch nie wieder vorgekommen.
Barbara hatte Glück.
Sie lernte einen jungen Mann kennen.
Es war Liebe auf den ersten Blick.
Hat ein gütiges Schicksal einem weltlichen Urteil vorgegriffen? Diese
beantworten Sie sich bitte selbst.
Schulmädchen heute.
Frühreif. Mit bedeutend größeren Informationsmöglichkeiten als je eine
Generation davor.
Kritisch wie noch nie.
Aber auch romantisch wie eh und je. Trotz aller Offenheit, in der zum
über das bedeutsamste Problem aller heranwachsenden Mädchen gesprochen wird.
Defloration. Die Entjungferung.
Ich heiße Sibylle Redinger und bin 18 Jahre alt.
Ich heiße Anne Dorn. Ich bin gerade 17 geworden.
Ich war 18, als ich defloriert wurde. Ich war 16, als es passierte.
Ich wollte das blöde Problem hinter mir haben.
Ich habe sehr lange gezögert, bis es so weit war.
Ich hatte immer romantische Vorstellungen gehabt.
Ohne Liebe wäre es für mich unmöglich gewesen.
Seit fast drei Monaten habe ich einen Freund, Georg Holt. Er ist 27 und
Werbefachmann. Wir sehen uns eigentlich jeden Tag, aber wir haben noch nichts
miteinander gehabt.
Das passt Georg natürlich gar nicht.
Schätzchen, du musst zugeben, ich habe wirklich eine langsame Geduld, oder?
Darum mag ich dich auch, Georg. Weil du so viel Rücksicht nennst. Rücksicht
worauf? Auf mich, auf meine Eltern und darauf, dass ich gerade 18 bin.
Also, Punkt 1.
Rücksicht auf dich. Du hast eine komische Vorstellung von Rücksicht. Die
Mädchen nehmen es übel, wenn sie einer nicht will.
Und Punkt 2?
Rücksicht auf deine Eltern. Entschuldige, die sind mir in diesem
scheißegal. Ich will ja nicht sie, sondern dich.
Verlangst du, dass ich meine Eltern hintergehen soll? Was hat denn das mit
hintergehen zu tun? Deine Eltern fragen dich ja auch nicht um Erlaubnis, wenn
sie miteinander ins Bett gehen.
Du bist gemein, sowas zu sagen.
Quatsch. Und damit sind wir bei Punkt 3. Rücksicht auf dein Alter.
Immerhin bist du 18. Ich finde, das ist doch wohl alt genug.
Du fährst heute wieder wie ein Verrückter. Das ist außerdem keine Frage
Alters, sondern der Reife.
Erzähl mir nicht, du wärst unreif.
Danke fürs Kompliment. Aber ich bin eben kein Tier, das nur seinen Instinkten
nachgeht. Nein, du bist die Krone der Schöpfung. Pass nur auf, dass dir kein
Zacken aus der Krone rausbricht.
Von Liebe hältst du wohl nichts?
Doch, eine ganze Menge sogar. Sonst würdest du mich nicht auf die Palme
Das ist aber eine komische Liebe.
Zwei, die sich gern haben, die sollen sich auch körperlich lieben. Das ist nun
mal so.
Da bin ich aber anderer Meinung.
Das ist dein Fehler.
Von mir aus, dann haben wir uns eben nichts mehr zu sagen.
Man soll niemanden zu seinem Glück zwingen. Also, wo darf ich dich
Halt an!
Hier?
Ja, hier. Ich will dich nie wiedersehen.
Mach keinen Quatsch, Sibylle. Sonst hat es doch immer mit uns gestimmt.
Hoppla, da hat es aber Knies gegeben.
Eigentlich ein netter Junge.
Der könnte mir den Gefallen tun.
Der könnte mich von dem lästigen Häutchen da unten befreien.
Von dieser albernen Liebesbremse, um die die Leute so viel Theater machen.
Na bitte, er ist ja schon angesprungen.
Ist da noch ein Stuhl für einen müden Krieger? Bitte.
Hat wohl eben nicht geklappt, was?
Was soll's?
Bitte. Ein Espresso bitte. Du auch einen? Nein, danke. Ich hab schon die
Portion Eis hinter mir.
Bist du immer so spendabel? Wenn's so ein nettes Mädchen ist, schon.
Nettes Mädchen? Du meinst, wenn sie mit ins Bett geht?
Hallo, du legst ja ganz schön los.
Stimmt doch, oder?
Ich weiß nicht.
Na ja, ist bei mir auch nur Maulhurerei.
Ihr Espresso, 21, bitte.
Danke. Gut so. Vielen Dank. Was heißt Maulhurerei?
Wetten, dass ich noch Jungfrau bin?
Was heißt hier wetten? Wie soll ich Ihnen das feststellen können?
Aber das ist doch ganz leicht, davon zu überzeugen.
Vorsicht, mein Kleines, ich könnte dich beim Wort nehmen.
Gilt die Wette?
Also gut, ich steige ein. Und um was wollen wir wetten?
Natürlich um die Ehre.
Schuppenhauer hat gesagt, es muss schon eine komische Ehre sein, die die Frauen
so fest verteidigen und die noch nicht mal zwei Zoll vom Arsch entfernt ist.
Wie heißt du eigentlich?
Anne.
Ich heiße Georg.
Weißt du eigentlich, dass du verdammt hübsch bist?
Ist das wichtig?
Ich glaube schon.
Es erleichtert einiges.
Wieso machst du da nicht mit?
Muss man das?
Also sowas wie dich habe ich auch noch nicht erlebt. Redet wie eine Alte und
keine Ahnung. Langsam fange ich an zu glauben, dass du... Was denn?
Dass du noch Jungfrau bist.
Hab ich doch gesagt.
Willst du mich verscheißern? Nein, keine Bohne. Pass auf.
Du bist lustig.
Schneidest hier rein, redest Schuss, ziehst dich aus.
Heißt das, dass die Dame gerne bedient werden möchte?
Entschuldige, wir haben gewettet.
Ach ja, richtig.
Um die Ehre.
Leg dich schon hin.
Ich habe mich genau informiert, wie so eine Defloration vor sich geht.
Wenn man es geschickt macht, ist das Heutschi mit einem Ruck durch.
Es soll sehr wehtun.
Nach dem ersten Schmerz soll man langsam Lust empfinden.
Und wenn man sich richtig entspannt, soll man beim ersten Mal sogar zum
kommen.
Laut Statistik kommen allerdings beim ersten Mal nur 4 % der Mädchen wirklich
zum Höhepunkt.
Wenn der Partner nicht auf das Mädchen eingeht, soll es häufig auch zu
seelischen Fehlleistungen kommen.
Das werden dann die Frigiden.
Und wenn die Frau dabei Ekel empfindet, kann sie später auch lesbisch werden.
Ich finde es prima, dass man sich heute vorher so genau informieren kann.
Au!
Das hat ganz schön wehgetan.
Nun siehst du, jetzt bist du keine Jungfrau mehr.
Nimmst du eigentlich die Pille?
Nein, es ist doch das erste Mal.
Ist es gut so?
Es tut noch weh, aber ich kriege schon Gefühle.
Du redest über die Liebe wie über eine Schularbeit. Mach weiter, ich bin gleich
hoch.
Georg hat die Wette verloren und ich mein Jungfernhäutchen. Aber ich war
dass ich es hinter mir hatte.
Ich habe sie schließlich selbst gewollt.
Am Abend nach unserem Krach hat Georg angerufen. Er hat sich entschuldigt. Na
ja, und dann war wieder alles okay.
Das Thema wurde nicht mehr berührt.
Ich habe Georg seitdem nie mehr wiedersehen wollen.
Wir sind uns zwar manchmal noch über den Weg gelaufen. Das ist ja nun mal nicht
zu vermeiden. Aber er hatte ja seinen Zweck erfüllt. Also was soll's.
Ungefähr vier Wochen später mussten meine Eltern verreisen. Da bin ich mit
ein bisschen hinausgefahren.
Ins Grüne.
Es war ein herrlicher Tag.
Wir haben uns benommen wie die Kinder.
Abends hat Georg mich gefragt, ob ich mit zu ihm kommen wollte.
Ich bin mitgegangen.
Georg ist ein ungeheurer Musikfan.
Wir haben Platten gehört.
Wir sind beide eingeschlafen.
Dann bin ich aufgewacht.
Süß, wie er da liegt, dachte ich.
Im selben Augenblick war mir klar, jetzt ist es soweit.
Vielen Dank.
Ich habe ein bisschen Angst.
Dann... Komm.
Und was machen wir jetzt?
Da wüsste ich schon was.
Ich kenne dich, Pitt. Du willst doch immer nur bumsen.
Bumsen hat Zukunft.
Im Prinzip habe ich auch gar nichts dagegen, das weißt du ja.
Guck mal da, Georg.
Da reist er auf der romantischen Welle.
Das wisst ihr schon, dass die ihn nie gelassen hat.
Ein Mädchen darf sich ja nur hingeben, wenn es von ganzem Herzen und von ganzer
Seele liebt.
Von mir aus soll sie vertrocknen, die blöde romantische Ziege. Was sagst du
denn? Wenn ihr mal Romeo und Julia sehen wollt, bitte da drüben.
Mir kommt's kotzen.
Aber das ewige Durch -die -Gegend -Bumsen, wenn da nicht noch was dabei
ist auch nicht abendfüllend. Oder was meinst du?
Wenn nicht noch etwas dabei ist, ist das ewige Durch -die -Gegend -Bumsen auch
nicht abendfüllend.
Eine leere Phrase oder eine Erkenntnis?
Wir hoffen für Anne, dass es ihre ehrliche Überzeugung ist.
Denn das Renommieralter, in dem der Sex eine so große Rolle spielt, ist auch für
sie in ein paar Jahren vorüber.
Dann kommt die Sehnsucht nach dem Partner für alle Bereiche des Lebens.
Und dann ist die Sexualität allein wirklich nicht abendfüllend.
Schulmädchen heute.
Ihre Wünsche, ihre Sehnsüchte, ihre Fehler und ihre Tugenden.
Einmal mehr haben wir Ihnen Tatsachen aufgezeigt.
Tatsachen, die Eltern oft verzweifeln lassen.
Es sind Ausnahmefälle zugegeben.
Aber erst ihre Kenntnis macht das Bild der Schulmädchen von heute vollständig.
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