All language subtitles for Schulmadchen-Report 2

af Afrikaans
ak Akan
sq Albanian
am Amharic
ar Arabic Download
hy Armenian
az Azerbaijani
eu Basque
be Belarusian
bem Bemba
bn Bengali
bh Bihari
bs Bosnian
br Breton
bg Bulgarian
km Cambodian
ca Catalan
ceb Cebuano
chr Cherokee
ny Chichewa
zh-CN Chinese (Simplified)
zh-TW Chinese (Traditional)
co Corsican
hr Croatian
cs Czech
da Danish
nl Dutch
en English Download
eo Esperanto
et Estonian
ee Ewe
fo Faroese
tl Filipino
fi Finnish
fr French Download
fy Frisian
gaa Ga
gl Galician
ka Georgian
de German
el Greek
gn Guarani
gu Gujarati
ht Haitian Creole
ha Hausa
haw Hawaiian
iw Hebrew
hi Hindi
hmn Hmong
hu Hungarian
is Icelandic
ig Igbo
id Indonesian
ia Interlingua
ga Irish
it Italian
ja Japanese
jw Javanese
kn Kannada
kk Kazakh
rw Kinyarwanda
rn Kirundi
kg Kongo
ko Korean
kri Krio (Sierra Leone)
ku Kurdish
ckb Kurdish (Soranî)
ky Kyrgyz
lo Laothian
la Latin
lv Latvian
ln Lingala
lt Lithuanian
loz Lozi
lg Luganda
ach Luo
lb Luxembourgish
mk Macedonian
mg Malagasy
ms Malay
ml Malayalam
mt Maltese
mi Maori
mr Marathi
mfe Mauritian Creole
mo Moldavian
mn Mongolian
my Myanmar (Burmese)
sr-ME Montenegrin
ne Nepali
pcm Nigerian Pidgin
nso Northern Sotho
no Norwegian
nn Norwegian (Nynorsk)
oc Occitan
or Oriya
om Oromo
ps Pashto
fa Persian
pl Polish
pt-BR Portuguese (Brazil) Download
pt Portuguese (Portugal)
pa Punjabi
qu Quechua
ro Romanian Download
rm Romansh
nyn Runyakitara
ru Russian
sm Samoan
gd Scots Gaelic
sr Serbian
sh Serbo-Croatian
st Sesotho
tn Setswana
crs Seychellois Creole
sn Shona
sd Sindhi
si Sinhalese
sk Slovak
sl Slovenian
so Somali
es Spanish
es-419 Spanish (Latin American)
su Sundanese
sw Swahili
sv Swedish
tg Tajik
ta Tamil
tt Tatar
te Telugu
th Thai
ti Tigrinya
to Tonga
lua Tshiluba
tum Tumbuka
tr Turkish
tk Turkmen
tw Twi
ug Uighur
uk Ukrainian
ur Urdu
uz Uzbek
vi Vietnamese
cy Welsh
wo Wolof
xh Xhosa
yi Yiddish
yo Yoruba
zu Zulu

Original subtitles

Jugend von heute.

Jugend, die selbstkritisch ist und rebellisch. Jugend, die sachlich ist und

romantisch zugleich.

Jugend, die die Revolution der Sexualität herbeigeführt hat.

Und so konnten Sie im Cool Mädchen Report alles erfahren über die

über Petting, also spielerische sexuelle Körperkontakte.

über Defloration oder Entjungferung, über den Vollzug des Beischlafs und über

die gleichgeschlechtliche Liebe.

Mit einer Fülle von sensationeller Information hat dieser Film so vielen

die Augen geöffnet, dass wir uns gezwungen sahen, erneute Untersuchungen

anzustellen, neues Material zusammenzutragen, sodass wir Ihnen heute

aufzeigen können, über die selbst die Jugend nur ungern spricht.

Meine Damen und Herren, mein Name ist Friedrich von Thun.

Im ersten Teil des Schulmedienreports habe ich die Befragungen durchgeführt.

Damals war noch kein zweiter Teil geplant.

Doch die Flut der Zuschriften, die uns erreicht hat, veranlasste uns, eine

Fortsetzung zu drehen.

1665 Einsendungen flatterten uns auf den Brief.

Und aus diesen selbsterlebten, wahren Begebenheiten haben wir die

interessantesten ausgesucht und sogar einige Einsender zu uns gebeten, damit

sie Ihnen persönlich vorstellen können.

Ich heiße Annemarie Schmidt, bin 40 Jahre alt und Doktor der Philosophie.

unterrichte an einem Mädchengymnasium in München.

Können Sie uns bestätigen, dass die Fälle, die wir im ersten Teil des

Schulmädchenreports gefiltert haben, typisch für unsere heutige Jugend sind?

Natürlich sind längst nicht alle Schulmädchen so. Das hat übrigens der

soviel ich weiß, nie behauptet.

Aber dass unsere Jugend, was Fragen der Moral betrifft, andere Ansichten hat als

die ältere Generation, das kann niemand bezweifeln.

Ich entnehme Ihren Worten ein gewisses Verständnis für die Handlungsweise Ihrer

jungen Mädchen. Man kann ja wohl auch schlecht vor den Tatsachen die Augen

versiegen.

Das ist zweifellos richtig.

Aber die heute viel früher eintretende Geflechtsreife macht die jungen Mädchen

noch längst nicht seelisch erwachsen.

Ich denke da an einen Fall, den ich als Klassenlehrerin in einer

Abiturientenklasse erlebt habe.

Herr Dr.

Kurz -Malinger, du stößt.

Hoffentlich erkennt er seine Handschrift nicht wieder. Quatsch, den habe ich

doch mit der Maschine geschrieben.

Und der Friedrich Wilhelm ist sowieso unleserlich.

Den machen wir fertig, dass er in keinen Frack mehr passt.

Achtung, er kommt.

Na, meine Damen, der Unterricht findet im Klassenzimmer statt.

Entschuldigung.

Bitte ordnen Sie Ihre Kleidung. Das wollte ich ja, aber mir ist ein Knopf

abgegangen. Das ist doch bloß menschlich.

Naja, ist ja kein Beinbruch. Und jetzt auf die Plätze.

Herr Dr. Malinger.

Das soll ich Ihnen von meinem Vater übergeben.

Kann Ihr Vater denn nicht zum Elternsprechtag kommen?

Leider nicht, Herr Dr. Marlinger.

Es geht nur morgen Nachmittag.

Dann muss er schon wieder wegfliegen.

Er hat nun mal so einen komischen Beruf.

Aber Bauingenieur ist doch kein komischer Beruf.

Auch wenn es in Afrika ist.

Na gut, ich werde eine Ausnahme machen. Sagen Sie Ihrem Vater, ich komme morgen

gegen vier bei ihm vorbei.

Okay, Herr Dr. Marlinger. Moment mal, Elfie.

Führen Sie uns den heutigen Versuch gleich vor. Dann kann ich Ihrem Vater

was Positives über Ihre Leistung sagen.

Ich bitte um Aufmerksamkeit. Wir beschäftigen uns heute mit dem Prinzip

Reibung, sprich Erwärmung elektrisch leitender Körper.

Und wie man sich diese physikalische Tatsache zunutze machen kann. Ich will

Ihnen gleich vorwegnehmen, es geht hier um die Arbeitsweise der elektrischen

Sicherung.

Was haben Sie denn, Christoph?

Gar nichts.

Mich triffelt es nur jetzt schon.

Naja, der Strom ist ja noch nicht eingeschaltet.

Noch nicht.

Elfi, die Leitung mit Tram gespannt? Ich spann schon.

Seien Sie nicht albern, passen Sie lieber auf.

Es wird Ihnen sicher in Ihrem Leben helfen, wenn Sie nach der vielen Theorie

eine Ahnung von den praktischen Vorgängen haben, mit denen Sie... Aber

Der Strom fließt doch in die falsche Richtung.

Sie haben gerade ganz schön gezuckt, Herr Dr. Malinger.

Wenn Sie so griffig sind, dann gebe ich Ihnen den guten Rat, öfter mal kalt zu

baden, aber ohne mit dem Strom in Berührung zu kommen.

So etwas kann nämlich böse enden.

Eins zu null.

Sind Sie so weit, Elsie?

Ich bin immer so weit, Herr Doktor.

Na also, dann schalten Sie rein.

Da Sie so besonders an Strom interessiert zu sein, Herr Christoph,

Sie doch mal den Versuch.

Naja, es geht ja wohl darum, wenn elektrischer Strom durch eine Leitung

dann ist das ja Reibung. Und je mehr man jetzt Elektrizität durch hat, umso mehr

wird der Draht gerieben und umso heißer wird er.

Und ich meine, es kommt ja ganz drauf an, wie dick er ist, der Draht.

Irgendwann wird er heiß.

Och, das ist aber schade, dass Sie ihn schon wieder ausgeschaltet haben. Jetzt

hängt er.

Und jetzt wird er ganz rot.

Machen Sie weiter, Siegfried.

Je mehr Saft er kriegt, umso roter wird er.

Roter? Na ja, roter oder röter, das ist seine Sache.

Junge, leck mich an oben.

Bumm. Das hat der Arme niedergekoscht.

Fingen wir das Resümee an.

Aus diesem Versuch kann man ersehen,

Dass auf dem Höhepunkt immer die Sicherung durchbrennt.

Christa, sind Sie denn von allen guten Geistern verlassen?

Ich muss mal raus.

Bitte.

Diese Szene hat sich in der Physikstunde tatsächlich abgespielt.

Versetzen Sie sich nur in die Lage eines Lehrers.

Na ja, und dann war ja der Bericht von Elfies Vater.

Und so ging die Geschichte weiter.

In die Startlöcher. Und wenn es nicht hinhaut. Und wie das hinhaut. Nichts

ins Vergnügen.

Ah,

guten Tag, Herr Dr. Malinger.

Schön, dass Sie überhaupt gehalten haben.

Ich habe mich leider ein bisschen verspätet.

Danke.

Ich habe es leider ziemlich eilig.

Sie wissen ja, die Physikarbeiten der neuen B.

Aber bitte nehmen Sie doch Platz, Herr Doktor.

Ein Cognac oder ein Whisky?

Mein Vater hat Ihnen der Bar allen vor, auf die Appetit haben.

Na gut, dann nehme ich einen Cognac. Okay.

Und dann sagen Sie bitte Ihrem Herrn Vater, dass ich hier bin.

Das ist Französisch.

Danke, ich mache das schon selbst.

Sehen Sie, das kommt dabei heraus.

Entschuldigen Sie, aber ich dachte, Sie hätten die Flasche fest in der Hand

gehabt.

Das gibt Flecken.

Ja, ja, gibt Flecken.

Jetzt ziehen Sie Ihre Jacke aus. Ich hole halt das Wasser und ein Handtuch.

Nein, nein, nein, lassen Sie nur. Sagen Sie lieber Ihrem Vater, dass ich da bin.

Erst müssen die Flecken raus, sonst kriege ich Ärger mit meinem Vater.

Und wie soll es jetzt weitergehen?

Das wird sich schon merken.

Gib mir schnell ein Handtuch, zweite Schublade.

Klopfen wie ein Hühnerauge.

Platz lieber auf, was er macht.

Sie hatten recht mit dem Handtuch, Elfie.

Deshalb habe ich es hier geholt. Wollen Sie es haben?

Nehmen Sie es, Herr Dr.

Malinger.

Das ist ein schönes Handtuch.

Sind Sie verrückt geworden?

Das ist eine ungeheure Frechheit.

Denn Ihr Vater kommt.

Na ja, was glauben Sie, was der wohl sagt?

Sie halb ausgezogen, die ganze Wohnung stinkt nach Cognac.

Und ich?

Na?

Ziehen Sie sich sofort wieder an.

In was für eine Situation bringen Sie mich denn?

Wovor haben Sie denn Angst?

Sie haben gar keinen Grund.

Mein Vater ist vor drei Tagen nach Afrika geflogen und meine Mutter hat

Skat -Tag.

Wir sind dann so lang.

So, Herr Dr. Merling, die ganze Klasse ist scharf offen.

Sie sind so rührend hilflos.

Unserem Lehrer, der sich so viel Mühe gibt, einem Physik beizubringen, muss

doch mal Dankeschön sagen.

Sie haben mich in eine ekelhafte Falle gelockt.

Herr Schornsteinfeger, die ganze Masche von jetzt um. Das tut mir richtig leid.

Aber erst einmal dein Kasten.

Herr Doktor, Sie müssen es mir machen. Sie müssen es mir ein paar Mal machen.

Davon habe ich jede für sieben Stunden geträumt.

Ich habe es gerne jetzt ein bisschen mit dem Mund.

Na ja, also, es geht doch wohl darum.

Wenn elektrischer Strom durch eine Leitung geht, dann ist das doch heuse.

Und je mehr man jetzt Elektrizität durchjagt, umso mehr wird der Draht

Und umso heißer wird er.

Es kommt ganz drauf an, wie viel Geld.

Der Draht.

Irgendwann wird er heiß.

Heute Nachmittag kommt Bier bei mir zu Hause, Herr Dr. Marlinger.

Meine Eisen sind auch nicht da.

Wissen Sie, was Sie da tun, Sibylle?

Natürlich weiß ich das, Herr Doktor.

Dann wissen Sie wohl auch, dass ich nicht daran denke, mich von Ihnen auf

Art und Weise erpressen zu lassen.

Nicht?

Schade. Ich bin auf dem Sofa bestimmt genauso gut wie Alfie.

Er ist doch ganz hübsch getroffen, oder?

Ich finde Ihnen das Foto.

Ich habe noch mehr davon.

Also, was ist nun? Kommen Sie? Guten Morgen, Herr Doktor.

Morgen, Herr Doktor.

Morgen.

Wir haben gestern von Reibung gesprochen.

Gestern haben wir von Reibung gesprochen.

Natürlich haben wir gestern von Reibung gesprochen.

Von Leistungen, von Elektrizität.

Und heute haben wir die Fotos von dir. Jeder hat die Fotos.

Wird noch jemand eine Sex treiben?

Werden sie alle wegen einer schlechten Note in Physik das Abitur verbauen?

Wir wissen ja jetzt alle, was sie für einer sind. Wir wissen, wie sie Bett

Was heißt Bett? Sie haben sie ganz primitiv über das Sofa gelegt.

Was wollen Sie uns noch erzählen?

Was können Sie uns denn noch erzählen, Herr Dr. Malink?

Im ersten Teil des Schulmädchenreports habe ich meine Befragungen in München

-Schwabing durchgeführt.

Diesmal stelle ich meine Fragen in Berlin am Kurfürstendamm. Sind Sie etwas

dagegen, dass ich Ihnen ein paar Fragen stelle zum Film Schulmädchenreport 2

Datei? Aha.

Können Sie sich vorstellen, dass Sie mit einem Ihrer Lehrer ein Verhältnis

anfangen? Oh, das kommt auf den Lehrer drauf an.

Nee, kann ich mir nicht vorstellen.

Warum nicht?

Na, weil es bei uns in der Schule die Lehrer also bestimmt nicht.

Das weiß ich nicht.

Da habe ich mir eigentlich noch keine Gedanken drüber gemacht.

Hm, das wäre zu sagen, es kommt auf den Lehrer an, würde ich sagen.

Ja, wir haben auch ein Verhältnis.

Können Sie sich vorstellen, dass Sie mit Ihrem Lehrer ein Verhältnis anfangen

würden? Können Sie sich vorstellen, dass es Schülerinnen gibt, die das tun,

mit dem Hintergedanken, bessere Noten zu bekommen?

Ja,

ganz bestimmt.

Doch, ja.

Möglich.

Besser einmal mit dem Lehrer schlafen, als sitzen bleiben.

Warum nicht? Wenn es so clever ist.

Finden Sie, dass ein Lehrer, der mit einer Schülerin ein Verhältnis

hat, bestraft werden sollte?

Nein, warum?

Vergewaltigt würde er sie nicht haben. Sie haben ja beide ihren Spaß dran

gehabt.

Auch wenn das Mädchen Minderjährige ist.

Wieso? Das muss das Mädchen ja selber wissen.

Würden Sie eher ein Verhältnis mit einem älteren oder mit einem gleichaltrigen

Mann anfangen?

Gleichaltrigen. Mit einem älteren. Und warum?

Sie sind sehr glücklich und haben mehr Erfahrung als die Jungen und wissen, wie

eine Frau schneller zum Orgasmus kommt.

Herr Gebhardt, Sie sind Rechtsreferent im Städtischen Zuland.

Ist Ihnen der Fall Dr. Malinger bekannt?

Ja. Wie beurteilen Sie diesen Fall rechtlich?

Zunächst einmal nach dem Strafgesetzbuch.

§ 174 besagt, mit Freiheitsstrafe nicht unter sechs Monaten wird bestraft, wer

einen seiner Erziehung, Aufsicht oder Betreuung anvertrauten Menschen unter 21

Jahren zur Unzucht mitbraucht.

Aber die, die missbraucht hat, war doch das Mädchen. Ich meine, die Initiative

ging doch von ihr aus.

Das spielt keine Rolle, was die Strafwürdigkeit der Handlung anbelangt.

Erzieher ist immerhin eine vollmündige Verstandesperson.

Der Gesetzgeber bestimmt in § 174 eine Mindeststrafe von sechs Monaten.

Sollte das Gericht zu einer höheren Strafe kommen und auf über ein Jahr

Freiheitsentzug erkennen, verliert der Lehrer automatisch seine Rechte als

Beamter.

Das heißt, er muss sich einen anderen Beruf suchen?

Ja.

Achtung! Guten

Morgen,

Herr Direktor.

Guten Morgen.

Bitte setzen Sie sich.

Ihr Physikprofessor, Herr Dr.

Malinger, wird Sie nie mehr unterrichten.

Er ist heute Morgen tot in seiner Wohnung aufgefunden worden.

Ich weiß, dass diese Nachricht Sie genauso erschüttert wie uns Lehrer.

Umso mehr, als die Polizei ermittelt hat, dass es sich unzweideutig um einen

Selbstmord handelt.

Um den Selbstmord eines Mannes, dem sein untadeliges Verhalten immer

ausgezeichnet hat.

Ich bitte Sie, Herrn Studienprofessor Dr. Eberhard Malinger, ein ehrenvolles

Andenken zu bewahren.

Ich danke Ihnen.

Zweieinhalb Minderjährige hat einen Lehrer zum Selbstmord getrieben.

Minderjährig. Das gilt in unserer Leistungsgesellschaft als eisernes Tabu.

Weshalb? Vielleicht weil wir, die Erwachsenen, für unser eigenes

eine Entschuldigung brauchen.

Die Unschuld des Kindes. Wie sieht die Unschuld des Kindes aus, wenn es findet,

dass ich in Unschuld zu entdecken versuche?

Die Betroffenen des folgenden Falles sind Schüler einer dörflichen

Gemeinschaftsschule. Ich hab immer gemeint, bei den Mädeln kommt's hinten

Pepe! Oh je, der Huber!

Komm her.

Du, sag mal, was habt ihr denn da gemacht?

Nichts haben wir gemacht, Vater.

Na, irgendwas habt ihr doch da gemacht.

Ich nicht. Und der Hansi auch nichts.

Die Kamita Tensi hat was gemacht.

Na also.

Und was hat die Kamita Tensi gemacht?

Pippi.

Na und, was habt ihr dabei besucht?

Na, zugeschaut haben wir.

Sauber, verdammter.

Wieso denn? Da ist doch nichts dabei. Wenn die Kühlen die Gelbe abwischen

müssen, da sehen wir doch auch immer, die brunzen viel mehr als die Zensi. Das

Alter der Entdeckung des eigenen Körpers.

Unschuldige Spiele.

Muss man denn dazu immer ganz nackert sein?

Ja, mei, ich glaub schon.

Nicht zu fest drücken, da tut's bloß weh. Magst du nicht hohlnassen?

Und zieh du erst deine aus.

Nein, lieber du selbst.

Komm, du kriegst eine richtige Gänsehaut.

Er geht bis in die Zeh. Und das ist nett, wie er das einmal krammelt.

Fasst er die auch selber ran?

Meine Mutter sagt, das machen nur Schweine. Der Vater fasst der Mutter

einen Brust.

Die dürfen ja, die sind ja deswegen verheiratet.

Guck mal.

Du, das ist schön.

Das wird groß, merkst du's?

Das wird hart wie ein Zementstöpsel, sagt mein großer Bruder.

Das soll einem verdammt gut tun, wenn man so ein Mädchen in ein Loch setzt.

Und manche Mädchen, die das so gut tun, das ist einfach nicht.

Wenn man es langsam macht und schön oben, dann kitzelt es ganz drehbar.

Woher weißt du denn das?

Ich hab mal da rumgepielt.

Das ist ganz schön.

Was hast du denn da unten dran?

Na, das Säcke.

Was hast du denn da Hartes drin?

Na, die Eier.

Das ist schön, dass du das machst.

Gleich kommt's.

Bei mir steckt was auf.

Und was ist das auch? Das macht die Kinder.

Meine Mutter ist da weg.

Du weißt, mein Herz, der schlägt ganz wild.

Du, was sagst du zu dem Ding?

Meine Mutter hat zu mir ein Himmelsgipfel geschickt.

Sie hat in ihren Leuten einen kleinen Schwanz dazu.

Meine Mutter hat immer gesagt, halt deine Katze sauber.

Und dass niemand an die Brüste ist.

Schöne Brüste.

Und du?

Das ist ja kein verrücktes Gefühl.

Bei mir, wenn ich die Uhr baue, wird mein Zipfel richtig zum Wirsen.

Magst du mein Herz heißen?

Schönes Kratzen.

Schönes Bein.

Bleib ganz still stehen.

Weißt, ich hab schon immer mal ein Mädchen sehen wollen, so wie sie.

So mit den Brüsten, mit den Katzen und mit den Augen.

Und das alles, das hab ich immer komplett bekommen wollen.

Weißt du, ich möchte mich richtig reinkriechen als Mann.

Lass mich ein bisschen machen.

Ja. Du, ich tue meins und deines.

Ja.

Das ist aber dünn. Das ist ja gar nicht so.

Aber jetzt, das ist es.

Was machen die anderen?

Sie vögeln.

Was geht hier vor, ihr verdammten Schweine? Ihr Uhren, ihr Böcke, vögeln

der Scheune rum.

Aber wir haben das bloß ausprobiert, wie es in der Zeitung immer steht. Die

Zeitung, ich werde euch zeigen, ich werde euch anzeigen, solche Sauereien

es nicht da, wo ich bin.

Wann meinen Sie, sollte ein junges Mädchen aufgeklärt werden?

Mit zwölf Jahren.

Ja, so früh wie möglich, ne?

Wann war es bei Ihnen?

Dreizehn. Dreizehn, zwölf, dreizehn. Finden Sie, das ist die richtige Zeit,

aufgeklärt zu werden? Ne, ne, früher.

Noch früher? Mit wie vielen Jahren?

Naja, es kommt ja drauf an.

Neun, zehn.

Mit neun oder zehn Jahren? Ja.

Wie wurden Sie aufgeklärt? Von Ihren Eltern oder in der Schule? Nein, nein,

nein.

Durch Freundinnen und so, ja.

Haben die Eltern Sie aufgeklärt oder die Schule oder Spielkameraden auf der

Straße? Meine Freundinnen haben mich aufgeklärt mit Doktorspielen und

und so.

Frau Dr. Hollmann, Sie sind Psychologin und Sie sind beim Jugendamt.

Sie haben sich mit diesem Fall beschäftigt. Was halten Sie davon?

Also, für mich ist es nun einmal grundfalls, dass was in der Scheune

ist, einen Fall zu nennen. Ein Fall setzt eine strafbare Handlung voraus.

dass junge Menschen versuchen, ihren Körper zu entdecken, kann doch wohl kaum

strafbar sein.

Also, Sie finden, dass die jungen Leute in der Scheune sich richtig verhalten

haben. Wieso?

Dem ursprünglichen menschlichen Wesen. Da haben sie sich selbstverständlich

richtig verhalten.

Wollen Sie das bitte erklären? Ganz einfach. Das Kleinkind nimmt die Kultur

Menschheit und seine Sprache infolge seines Nachahmungstriebes auf. Das gilt

auch für die Entdeckung der Sexualität.

Aber wieso hat der Gendarm sich dann so falsch verhalten können?

Das Leben der Erwachsenen erzieht immer mehr zur Selbstverleugnung.

Religiöse Vorurteile spielen eine Rolle um Gesellschaftsfläche. Als ob das

heranwachsende Kind, das versucht, sich selbst zu entdecken, dadurch schuldig

wird. Ich weiß, meine Antwort zockiert Sie, aber sie ist trotzdem richtig.

Sehen Sie, diese Szene in der Scheune, sie hat sich nur deshalb abspielen

können, weil die Lehrerin der Kinder sich geweigert hatte, sie nach dem

Sexualkundeablass aufzuklären. Wenn jemand schuldig ist, dann Sie.

Herr Müller, Sie sind 45 Jahre alt und Architekt.

Finden Sie, dass die sexuelle Freizügigkeit unserer heutigen

Diskussionen häufig überbetont wird?

Ja. Und vieles, was diese Mädchen anrichten, geschieht aus reiner

Was zum Beispiel die Geschichte der beiden Ausreißerinnen Monika und Emy

beweist. Sie haben ein Landgymnasium besucht. In der Obersekunde sind sie

ausgerissen. Sie haben ihren Eltern einen Zettel hinterlassen. Die Schule

scheiße. Wir wollen frei sein, haben sie geschickt.

Na, was soll's denn sein?

Wir hätten gern zwei bulgarische Joghurts.

Wir haben nur einen bayerischen. Und den haben wir auch nicht.

Aber da hinten, da haben Sie doch welche. Eine Tiefkühltruhe.

Nein, die können Sie leider nicht haben. Der ist reserviert.

Wir haben nur einen duftenden Handkäse. Ach gut, den nehmen wir. Ja, das tust

du.

Durch eine Menschheit verdrückte Dreisäcke. Der Werfer kann's das.

Ja, nimmst mir gut.

Ich mag das nicht mehr. Ich will heim. Ich geh zur Polizei.

Bei dir piepst's wohl. Ich denk, wir wollen jetzt endlich frei sein.

Frei schon.

Aber nicht vogelfrei. Gib's doch zu, Monika. Du hast genauso die Schnauze

wie ich.

So, so.

Also klauen und dann wieder nach Hause wollen.

Na, erzähl's mal.

Das war doch gar nichts geklaut.

Das war doch bloß Mundraub.

Naja, ich heiße Monika Reinhardt.

Ich bin 16 Jahre.

Ich heiße Emily Stratmann. Ich bin auch 16.

Ich bin nach München gefahren, weil da wenigstens was los ist.

Kommt in der Kleinstadt, da tritt man ja durch.

Wir wollten eine Freundin besuchen.

Aber natürlich hatten wir die Adresse verschmissen.

Am Telefon hatte sie auch keinen.

Ja, wir hätten jetzt zum Einwohnermeldeamt gehen können.

Aber das Licht ist uns erst zu spät aufgegangen.

Jedenfalls haben wir in der Bahnhofshalle rumgestanden, sie bestellt

abgeholt.

Naja, und da ist es dann passiert.

Hier gibt es doch sicher eine Stelle, wo man erfahren kann, wo es in München

einen Plan gibt.

Ja, das scheint da drüben zu sein.

Koffer weg und meine Sparwechsel von über 500 Mark.

Schöne Bescherung.

Die erste Idee war, zur Polizei zu gehen.

Da sind wir jetzt gelandet.

Aber was hätten Sie dann gemacht?

Sie hätten uns doch Postwänden heimverfragt.

Na ja, und da lernten wir Uschi kennen.

Die hat natürlich mitgehört, dass wir nicht wussten, wohin.

Sie war wirklich ganz reizend.

Na ja, wenn es weiter nicht ist.

Schlafen können Sie erst mal bei mir.

In München ist noch keiner unter die Räder gekommen.

Sie sind wirklich rasend liebenswürdig. Machen wir noch keine Umstände? Aber

wieso denn?

Also los.

Uschi, wie sie sich nannte, hatte eine ganz süße Wohnung.

Wir sollten uns bei ihr wie zu Hause fühlen, hat sie gemeint.

Aber wir wollten ja gar nicht die Fußsaugen verschlägen.

So, und jetzt trinken wir erstmal einen.

Und dann könnt ihr auch baden, wenn ihr wollt.

Es war übrigens eine prima Idee von euch, nach München zu kommen.

Ich muss leider nochmal weg.

Aber ein Freund von mir kommt vorbei und der wird euch schon unterhalten.

Er hat uns auch unterhalten, der Freund.

Mensch, baut man manchmal ein Mist.

Er hat uns aufgezogen.

Wir wären blöde Gänse vom Land.

Wir hätten keine Ahnung, wie die Menden in der Großstadt zueinander sind und so.

Das wollte ich mir natürlich nicht nachsagen lassen.

Den schafft er, habe ich mir gedacht.

Aber da habe ich mich ganz gewaltig in der Schuhnummer verdammt.

Er hat mich geschafft.

Und dann ist er auf Emi los.

Sie wollte bloß ein bisschen mit mir spielen lassen. Warum will das nicht?

Warum nicht?

Wahrheit ist Wahrheit.

Sollen sie es doch wissen, dass sie damals noch kein Geld hatte.

Dass er dich entjungfert hat. Dass er dich ganz einfach genauso geschafft hat

wie mich.

Er war wirklich ein toller Mann.

So einen wie Egon habe ich nie wieder gehabt.

Ich glaube schon, dass er ein Mädchen für immer sehr glücklich machen kann.

Habe ich jedenfalls in der Nacht gedacht.

Aber am nächsten Morgen wollte uns Egon überreden, für ihn auf den Strich zu

gehen.

Dann könnten wir für immer bei ihm bleiben, hat er gemeint.

Das haben wir natürlich nicht gemacht.

Und wir haben uns verdrückt.

Wir saßen wieder auf der Straße.

Und ewig Geld hat der Mistur natürlich auch heimlich weggenommen.

Na ja, dann sind wir zu den Gammlern. Die haben uns wirklich ganz doof

Und sie haben sich natürlich revanchiert, nicht wahr?

Man hat ja schließlich Erziehung, oder?

Dann wurde uns die Ecke zu heiß.

Wir klickten raus, dass unsere Eltern uns suchen müssen.

Na ja, und sie wissen ja, wie scharf ihre Kollegen auf Gammler sind.

Aber dann haben Roland uns in seiner Bude auf.

Wo hast du denn die beiden Mütter aufgerissen? Größere Tränen hättest du

nicht kriegen können.

Ach Quatsch, bin ich so blöd.

Macht euch gemütlich. Habt ihr wenigstens Mäuse?

Was? Er fragt, ob ihr Geld habt.

Das hätte ich mir gleich denken können.

Hast du die Amundil gehört?

Das ist doch Triefmusik. In der Grotte spielen die Englos Sexen. Der lesbische

Hammond Organistin und zwei schwule Gitarristen. Französik als Trammer. Die

knallen dir ganz schön einen vom Pfosten, wenn die loslegen.

Weißt du, ein bisschen anders habe ich mir München eigentlich doch vorgestellt.

Weiß nicht, soll dir der hocken bleiben bis morgen früh?

Ich wollte dich am Pater schnupfen.

Ja, A sagt, was auch B sagt.

Dass die Jungs alle nur wumpfen wollen, das hat sich ja langsam rumgesprochen.

Das klingt vielleicht blöd, aber an dem Abend habe ich mir gedacht, wenn man

lange verheiratet ist, dann sagt der Alte doch auch bloß noch, na was ist.

Egal, ob er besoffen ist oder was weiß ich.

Da muss man sich ja auch hinlegen, wenn man eine brave Frau sein will. Du musst

sie nicht schlecht machen. Die haben sich menschlich ganz prima genannt.

Ich wäre jedenfalls gern länger bei Ronald geblieben.

Und die Klamotten, die wir anhaben, haben wir uns schließlich auch

Aber dann auf einmal, das war so ungefähr nach zwei Monaten, da hat es

angefangen, die beiden zu jucken.

Irgendeiner hat ihnen was eingeredet von neuer Freiheit, von neuer Gemeinschaft,

von der Verantwortung des Menschen.

Da waren sie nicht mehr zu halten.

Wir haben Ihren ganzen Ramm gegen den Feuerstuhl eingetaucht und sind ab in

Richtung Süden.

Sie wollten ein halbes Jahr nach Israel in Kibbutz.

Wenn Sie da keine Lust mehr haben sollten, wollten Sie sogar nach

Sie wissen ja, die Stadt da im Himalaya, da sollen sich im letzten Jahr über 200

.000 junge Leute getroffen haben.

Dort soll man wirklich ein besserer Mensch werden können, wenn man dort

die Blumenkinder glitzt.

Wir waren wieder weg vom Fenster und die Pennerei auf einer Baustelle, das ist

für uns wirklich nicht die Erfüllung.

Und der Rest war Hunger.

Na ja, da sind wir eben in diesem Laden und haben die Besitzerin mit dem Joghurt

-Trick von der Ladentafel weggelost, damit wir hinlangen konnten.

Und jetzt habt ihr euch endlich entschlossen, wieder in die Schule zu

nehme ich an. Ja.

Was heißt, wenn wir uns überhaupt wieder aufnehmen?

Ich glaube schon.

Und natürlich spielt immer wieder die größte Rolle der unfertige Mensch.

Junge und Mädchen, beide gleich alt. Die mit 17 sexuell vielleicht schon eine

fertige Frau.

Er misst die Szenen manchmal noch ein bisschen.

Und so kommt es zu beiden Szenen wie der folgenden, die wir ganz bewusst von der

humorigen Seite sehen wollten.

Was meinst du?

Sollen wir nicht doch lieber ins Kino gehen?

Aber das kommt doch überhaupt nicht in Frage.

Du hast mir gesagt, wir fahren in den Wald und machen Liebe. Und jetzt sind

im Wald, also machen wir Liebe.

Man muss nämlich halten, was man einer Frau verspricht.

Weißt du, dass du die Erste für mich bist?

Gerade hast du mir doch gesagt, du bist so ein großer Bumser.

Ich habe das Gefühl, du wirst mich hinterher nicht mehr wollen.

Ich bin nämlich wirklich ein ganz steiler Finger, weißt du?

Deshalb freut mich ja auch schon so wahnsinnig auf dich.

Ich glaube, das dauert noch ein bisschen.

Ich weiß, dass du mir Sachen versprochen hast, die du gar nicht halten kannst.

Mein Vögelchen wird gleich zwitschern. Da leg sie nieder.

Obenrum tust du es ja schon ganz gut, aber unten hast du wohl die ewige

Funkstelle.

Ich werde über dich herfallen wie ein Sturmwind.

Der Donnerschlag der Liebe wird dich treffen.

Du wirst sehen, gleich raus zum Karton.

Bis jetzt brauchst du gar nichts. Ich muss mich erst noch aufbauen.

Na dann bau mal.

Irgendwas lenkt mich ab.

Aber lass nur.

Vielleicht kommt mein Otto höchstpersönlich.

Und dann, dann sag ich dir, dann, dann, dann...

Du, unsere Sachen sind weg.

Grüß Gott, Fernand.

Geben Sie sofort unsere Sachen wieder her.

Alles schön, der Rainer.

Die kriegst du erst wieder, wenn du das Lied singst.

Ich bin doch nicht verrückt. Geben Sie die sofort wieder her.

Aber Heini, jetzt sing schon oder sollen wir nackt nach Hause gehen?

Los, fang an.

Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm.

Es hat von lauter Purpur ein Männlein um.

Sage, mag das Männlein sein, das da steht im Wald allein mit dem

purpurroten Männlein.

Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm. Schnell, Kim. Es hat von

lauter Purpur ein Männlein um.

Und du ruf ein bisschen Liebe, wenn du das kannst, ruf mich an. Tschüss.

Miststück! Und für sowas hätte ich beinahe meine ganze Unschuld

Ich habe das Gefühl, irgendwo habe ich einen Hänger.

Da oben kommt Ceci. Sie ist gerade 16 geworden, damit ist sie jenseits der

größten Barriere des Jugendschutzgesetzes. Sie darf nach 21

Lokalen sein, im Begleiter.

Sie hat in Schwabing zwei junge Männer kennengelernt, sie haben Tessie

gemacht und sie hat eine Party mitgenommen.

Allerdings, was sie sich unter Party vorstellen, das wird auch sie entsetzen.

Weiter.

Halt, hinsetzen.

Na so, gleich kriegst du Riesenspaß.

Wo sind wir denn hier?

An der Tür zum Himmel.

Geh drüber.

Und hier soll die Party sein?

Hier ist doch gar keiner.

Die kommen schon noch. Die sind nie pünktlich.

Siehst du, du musst das immer tief reinschießen.

Nicht so viel, ich brauche auch.

Wer das Zeug erfunden hat, der müsste einen Orden kriegen.

Was hast du denn bezahlt diesmal?

50 Reihen. Ganz toller Kurs für einen Trip.

Ist ja billiger als ein Puff.

Meinst du, dass wir der kleinen Mo was abgeben sollten?

Na klar.

Sie ist doch erwachsen.

Was ist?

Willst du auch mal probieren?

Was ist denn das?

Das ist eine ganz harmlose Sache. Aber du kriegst ein Gefühl wie acht Tage

Weihnachten.

Wo bleiben denn die anderen?

Das ist doch scheißegal.

Die haben sich vielleicht schon erfahren oder sonst was.

Ah, dann gib mir schon deinen Arm.

Und jetzt machen wir ein feines Schleifchen wie beim Onkel Doktor.

Sie ist prompt drauf reingefallen. Die Puppe ist gescheit.

Komm, wir legen sie auf die Matrasse, das Volk hält nicht mehr mit.

Dort schneller, Genosse.

Willst du die Projekte?

Ich bin noch kein Büchsenöffner.

Aber nicht so lange.

Suzanne macht mich immer wahnsinnig geil.

Wir können ja jeder ein paar Mal.

Du hast diesmal aber eine tolle Problematik.

Das hat mal wieder prima hingehauen.

Jetzt aber nichts wie weg.

So wie Tessie wurden innerhalb von fünf Wochen zwölf blutjunge Schülerinnen von

der Polizei aufgefunden.

Geschändet und unter dem Einfluss von Rauschkist.

Fred und Charlie hatten ihre Opfer immer nach der gleichen Methode gefügig

gemacht. Sie hatten den Mädchen starke, süße Cocktails zu trinken gegeben, bei

denen man den Alkohol nicht schmecken konnte.

Sie hatten sie mit dem Versprechen, zu einer Party zu gehen, abgeschleppt. Sie

hatten ihnen vorgegaukelt, sich selbst Drogen zu spritzen.

In Wirklichkeit aber hatten sie ihre Opfer in einen Rauschzustand versetzt.

Statistiken sprechen eine erschreckende Sprache.

Gerade Schulmädchen erliegen in alarmierendem Umfang der Sucht nach

der Gefahr unserer modernen Zeit.

Haben Sie gewusst, dass jedes vierte Schulmädchen in der Bundesrepublik schon

mal Hasch geraucht hat?

Naja, ich hab's mir gedacht.

Haben Sie schon mal Hasch genommen?

Ja. Haben Sie schon mal Hasch genommen? Ja.

Finden Sie es richtig, dass junge Menschen Rauschgift nehmen?

Nein. Das Garten ist ja viel mehr durchgreifend.

Glauben Sie, dass Mädchen, die haschen, auch größere sexuelle Interessen haben?

Bestimmt. Das enthemmt und macht reif das Bett.

Ja, es kommt ganz drauf an.

Man hat immer irgendwie ein anderes Gefühl beim Erschrauben.

Sie glauben nicht, dass es gesundheitliche Schäden haben könnte?

Fall. Glaube ich schon.

Schulmädchen von heute sind auch nicht zimperlich, wenn es um materielle

Vorteile geht. Wie der folgende Fall beweist.

Sie heißen Frau Ingeborg Bayer, sind 35 Jahre alt und Hausfrau.

Ich habe so einen Fall mit meiner eigenen 16 -jährigen Tochter erlebt.

Er kommt häufiger vor, als wir Eltern es wahrhaben wollen.

Die Verführung zum Kaufen, der wir alle unterliegen, verleitet Schulmädchen zur

Handlung, dass einem die Spucke wegbleibt.

Guck mal die, die ist klasse.

Was meinst du, was die kostet? Was weiß ich, brauchst doch nicht zu fragen.

Sieht so blöd aus. Aber Verkäufe sind doch dazu da, dass man sie fragt.

Also geh rein.

Warum ich? Gefällt dir die Perücke oder mir?

Also dann nicht, liebe Tante.

Was willst du eigentlich mit so einem Ding machen? Das ist doch schick und mal

was Neues.

Meine Mutter will jetzt lange Haare tragen und die kann ich mir doch

abschneiden, oder?

Die möchte mich am liebsten mit Zöpfen sehen.

So ein Käse. Wenn ich nur wüsste, dass ich an ein bisschen Geld komme.

Vorsicht, fang das mit. So, der Typ am liebsten.

Was darf das sein?

Zwei Schoko -Sahne und 2 .000 Kaffee. Ja.

Ich hör ab, Margot, der will was von uns.

Ich habe keinen Grund, gleich abzuhauen.

Du bist mir zu alt. Nein, es geht. Du kannst ja bleiben.

Du hast wohl eine Meise. Wenn, dann komme ich nicht.

Du, Margaret, ich habe kein Pfennig Geld bei mir. Kannst du mir das pflanzen?

Ich habe auch kein Pfennig mehr. Das wolltest du gerade fragen.

Mach keine Witze. Guck lieber nochmal nach.

Greif du mal einen nackten Mann in die Tasche.

Meine Damen, darf ich Sie dazu einladen?

Kommt überhaupt nicht in Frage.

Bekommen Sie ihn dazu? Für wen halten Sie uns?

Für zwei sehr nette Mädchen.

Es kann doch jedem mal passieren, dass er nicht genug Geld einstecken hat.

Da hat er recht.

Aber nur, wenn wir Ihnen das Geld wiedergeben können.

Können Sie unbedingt teilen?

Jasper, ist das ein Vorname oder ein Nachname?

Künstlername.

Fotoatelier. Sind Sie Fotograf?

Das ist nicht zu verheimlichen.

Machen Sie auch so Sachen so nackt und so?

Ja, nackt und so mache ich auch.

Und das kommt dann richtig in die Illustrierten? Wenn die Modelle so

wie Sie beide zum Beispiel.

Und dafür bekommt man Geld?

Ja, dafür bekommt man Geld.

Wieso, haben Sie Lust?

Ich? Nie im Leben.

Wo täten Sie hin?

Ja, warum sind Sie dann eigentlich gekommen?

Ja, ich dachte mehr an ein Porträt, nur ein Kopf.

Es gibt doch Zeitschriften, die so etwas wie das Bild der Woche veröffentlichen.

Und Sie glauben, Sie sind so ein Bild der Woche, bei 5 Millionen Mädchen in

Deutschland und 500 Millionen auf der Welt. Dann schauen wir mal, was sich

machen lässt.

Das habe ich mir doch gedacht.

Was bitte haben Sie gedacht?

Mehr als ein Kopf ist bei Ihnen nicht drin, Margot.

Wie meinen Sie denn das?

Tja, mehr geben Sie nicht her.

Als ein Kopf?

Na hören Sie mal, ich habe eine prima Figur.

So, ich habe sie nicht gesehen. Dann müssen Sie mir mehr zeigen.

Ganz hübsch. Aber nur von hinten knicken.

Warum denn nur von hinten?

Haben Sie einen Hängebusen?

Ich und Hängebusen? Na ja, es gibt Mädchen, da muss man ein Handtuch drüber

hängen. Bei mir nicht.

Na also, es kommt doch gar nicht nötig, was zu verstecken. Im Gegenteil, das ist

ein Busen, der ankommt.

Gehen Sie mal ins Licht.

Ja, so ist es gut.

Nee, so geht es nicht.

Warum nicht?

Mit dem Slip, das sieht gemein aus.

Nee, den zieh ich nicht aus.

Eben, das ist ein altes Gesetz.

Halb ausgezogen sieht aus wie Porno. Nur die völlige Nacktheit ist natürlich.

Da haben wir eben Pech gehabt.

Ziehen Sie sich wieder an.

Wollen Sie mich denn so gar nicht fotografieren?

Nee, das hat keinen Zweck.

Auch nicht, wenn... Wenn was?

Wenn ich das Ding da ausziehe? Na, dann ziehen Sie es doch aus.

Sie müssen sich aber dabei umdrehen.

Ich bin doch nicht in dich verknallt, Mädchen.

Außerdem sehe ich jeden Tag so viel Fleisch, dass man dabei langsam Appetit

Spaghetti kriegt.

Sieh mal hinein.

Das wird eine ganz hübsche Sache.

Schauen wir mal.

Das kann sich schon sehen lassen.

Das ist das Beste.

Jawohl. Jetzt guck mal genau her.

Jetzt hol mal ein bisschen Luft.

Und sehr schöne Augen.

Du hast einen herrlich schlanken Hals.

Und nochmal die Augen.

Und jetzt lassen wir uns was einfallen.

So, das wird ganz toll.

Und jetzt ein bisschen verbrennen.

Und hersehen.

Und jetzt die Ruhe nach dem Dorf.

Du, was hast du denn? Komm doch mal her.

Du

hast

ja eine Perücke auf. Sag bloß, du hast dich von den Fotografen nackt

fotografieren lassen. Geht sich das was an? Du bist ein...

Guten Morgen. Guten Morgen.

Guten Morgen. Guten Morgen, Herr Taschner.

Sie

wünschen?

Grüß Gott, ich bin auch gekommen.

Ah ja, und was möchten Sie?

Ich möchte mir auch das Geld für eine Verrückte verdienen. So wie Margot sich

das bei Ihnen verdient hat. Ja, sehen wir mal.

So wie Margot bin ich allemal. Schlanker bin ich auch.

Ich müsste auf den Bildern ganz gut rauskommen. Ich wäre genau der Zeittyp,

man mir gesagt. Hallo? Sie haben ja nicht mal den Hügel genommen.

Oh, ich habe mir gedacht, lässt es gleich wirken. Es muss ja sowieso

heißen Sie denn? Jutta.

Gefallig Ihnen?

Guten Morgen, Herr Taschner.

Guten Morgen.

Guten Morgen.

Guten Morgen. Guten Morgen.

Guten Morgen.

Guten Morgen.

Guten Morgen.

Guten Morgen.

Guten Morgen.

Guten Morgen, Herr Taschner.

Was ist denn mit den Mädeln?

Die Busen sind echt, aber die Haare sind falsch.

Also da legt sie nieder.

Wenn ihr nicht genau wisst, dass das schwedische Pornomadlen sind, könnte ich

meinen, das sind welche von den unterigen.

Aber die Schülmädel sind ja noch unschuldig.

Da lege ich meine Hand dafür ins Feuer.

Würden Sie von sich Axtfotos machen lassen?

Schon möglich.

Vielleicht bin ich zu weit.

Haben Sie schon mal Axtfotos von sich machen lassen? Von mir selbst.

Wie alt sind Sie?

Achtund. Würden Sie von sich Aktfotos machen lassen?

Warum nicht? Ich habe eine gute Figur.

Ja, ich habe es bis jetzt noch nicht getan, würde es aber tun. Vor allen

wenn es gut bezahlt ist.

Besitzen Sie Aktfotos von sich? Ja, klar.

Haben Sie Aktfotos von sich?

Ja, aber die kann ich Ihnen nicht zeigen. Die sind zu scharf.

Sind Sie für die Aufhebung des Pornografieverbots?

Ja, ab 8 .00 Uhr soll jeder machen, was er will.

Nö, finde ich nicht.

Eigentlich nicht. Jeder Mensch soll ja wissen, was er für richtig hält.

Ich möchte sagen...

Dass es aufgehoben werden sollte, ja.

Und je mehr man es verbietet, umso mehr macht man es ja trotzdem.

Ja, ich meine, da es wahrscheinlich sowieso schon viele illegal eingeführt

werden, könnte man das eigentlich ruhig machen.

Sind Sie für die totale Aufhebung oder würden Sie schon eine Einschränkung

machen, sagen wir ab 18?

Ja, also Einschränkung würde ich schon machen. Aber nicht ab 18, ich würde

also ab 16.

Ja, mit Altersbeschränkung vielleicht so 16 oder 18 Jahre.

Nein, die jungen Mädchen sollen arbeiten oder studieren und nicht ihre Zeit mit

diesen Schweinereien verbringen.

Werden Sie durch Pornografie sexuell erregt? Nein.

Werden Sie durch Pornografie sexuell erregt?

Nein.

Ja, aber wenn ich dadurch zu sehr in Stimmung komme, mache ich es mir lieber,

als dass ich mit irgendeinem Mann ins Bett gehe.

Wie leicht haben es heranwachsende Schulmädchen heute oder wie schwer?

Sie können sich zum Beispiel über ihre Probleme sachlich informieren.

Dieses Mädchen habe ich in einem Sexshop getroffen. Aber was erfährt es hier?

Es wird hier mit technischen Hilfsmitteln konfrontiert, an denen sich

möglicherweise die Eltern erfreuen. Das junge Mädchen aber braucht sie nicht. Im

Gegenteil, seine Liebesbeziehungen können nur erschwert werden.

Interessiert Sie das?

Ja, ich finde es ganz lustig.

Zum Kaufen? Nee, zum Ansehen.

Werden Sie dadurch sexuell angeregt?

Sie haben aber Fragen.

Offen gestanden nicht sehr.

Sagen Sie mal, wie alt sind Sie eigentlich?

Raten Sie mal.

18.

Dankeschön, ich bin 15 ,5.

Sagen Sie, würden Sie mir erzählen, wann Sie Ihren ersten sexuellen Kontakt

hatten?

Meinen Sie als Kind?

Doktorspiele? Oder meinen Sie recht?

Richtig.

Vor einem halben Jahr.

Also mit 15?

Ja. Finden Sie, dass das zu spät ist?

Nein, nein.

Wollen Sie mir etwas darüber erzählen?

Das ist aber eine ganz ungewöhnliche Geschichte.

Umso besser.

Ich gehe auf eine Mittelschule, 10.

Klasse.

Vor einem halben Jahr war ich noch eine richtige Jungfrau.

Und bei mir war einfach nichts drin. Ich hatte einfach nicht das Bedürfnis.

Doof, was?

Aber wieso denn?

Sie sind doch noch sehr jung.

Das ist bei jedem Menschen verschieden.

Na, ich komme jedenfalls ziemlich doof vor.

Die Mädchen aus meiner Klasse hatten alle schon mal gebumst. Oder wenigstens

Petting gemacht. Oder gefummelt. Jedenfalls behaupteten sie das.

Am schlimmsten war es immer Montag.

Was sie so alles erzählten.

Wie und wo und mit wem sie es am Wochenende gemacht hatten. Ich konnte es

nicht mehr hören.

Du nimmst uns doch auf den Arm. Nimm ihn dir doch mal, dann wirst du es sehen.

Wenn doch nicht mit jedem.

Hör mal, du bist eine drollige Marke.

Wie willst du da jemals zu vergleichen kommen?

Also ich lasse es dir jetzt noch keinen auf. Und ich brauche jeden Tag einen.

Und ich brauche eben immer einen, bei dem es mir ein paar Mal kommt. Wie beim

Feger vom Bogenhausen. Ihr könnt mir ja mal auf dem Tablett servieren, den Feger

vom Bogenhausen. Dann wollen wir mal sehen, wie er bei mir kommt. Und wir

alle zu, sehen mit.

Zwei Tage später hatte ich längst vergessen, was ich eigentlich

hatte. Dass ich aus lauter Angeberei versprochen hatte, diesem

meine Unschuld hinzugeben.

Naja, aber sicher hat meine Klassenkameradin auch nur dummes Zeug

Ach, Elke, geben Sie mir nochmal den Zettel.

Geben Sie den Zettel heraus.

Stehen Sie bitte auf.

Als Lehrer darf ich ihn nicht in den Ausschnitt fassen.

Aber als Mann darf ich das.

Als Schülerin darf ich das zwar nicht, aber als Mädchen darf ich das.

Das nennt man wohl einen Ausgleichstreffer, nicht wahr?

Bitte weitermachen.

Und Samstagabend war es dann soweit.

Peter hatte wirklich die Party arrangiert.

Und der Fege von Bogenhausen ist gekommen?

Und ob.

Er hieß Günther und war gar nicht einmal so hässlich, wie ich geglaubt hatte.

Aber trotzdem, es war schon ein verdammt blödes Gefühl, seine Unfrüchten geben

zu müssen.

Bloß, weil man zu viel angegeben hat.

Trink erst mal einen, Günther. Ist ein prima Kai, was er zum alten Herrn

spendiert.

Prost auf den alten Herrn.

Wo ist er denn?

Der hat sich übers Wochenende mit Mutten zum Tegernsee verzogen. Er meint, es

wird ihm hier zu laut.

Na, dann können wir ja.

Hör auf zu schmusen. Leg mal eine Platte auf.

Okay.

Natürlich wussten sie alle, dass ich heute diejenige sein würde. Und

hatten die anderen ihn alles schon gehabt.

Am liebsten wäre ich gegangen.

Aber wenn ich das gemacht hätte, glauben sie mir.

Ich hätte in der Klasse kein Bein mehr auf die Erde gekriegt.

Na, wie gefällt dir das denn? Das kann ich bis jetzt noch nicht sagen. Das wird

sich spätestens im Bett rausstellen.

Ich hätte mich ohrfeigen können.

Schon wieder habe ich was ganz anderes gesagt, als das, was ich wirklich

Mir war ganz mies.

War das nur die Angst, oder?

Sag mal, Chris, habt ihr mir irgendwas ins Glas getan? Wie kommt es denn da

raus? Nichts ganz mies.

Ach nee, hör mal, wenn du kneifen willst, dann musst du es rechtzeitig

Ich kneifen?

Ich höre wohl nicht recht.

Den schaffe ich doch im Sitzen.

Na ja, und dann hat er mich mit auf seine Bude genommen.

Hoffentlich hatten die anderen ihm nicht erzählt, dass ich eine ganz Ausgekochte

wäre. Wenn der jetzt merken würde, das ist noch nie.

Und wenn er es dann weiter erzählt.

Komm, schmeiß den Mantel hin.

Willst du was trinken?

Was hast du denn?

Ich habe doch irgendwo noch eine Pulle Whisky stehen.

Magst du den? Nein, lieber nicht.

Also, machen wir es kurz.

Kurz? Na, hör mal.

Sie sind doch hergekommen, oder?

Bitte, wie du willst.

Kannst du nicht wenigstens das große Licht ausmachen?

Verdammt nochmal, hast du noch kein nacktes Mädchen gesehen?

Doch, schon.

Aber nicht so oft.

Ich denke, du bist der Pfleger von Bogenhausen.

So ein Quatsch. Das hat doch Goethe nur erfunden, um dich reinzulegen.

Was?

Nicht reinlegen?

Was machst du denn da?

Ich ziehe mich wieder an.

Das ist ja eine schöne Pleite.

Wer sagt das denn?

Fass mich ja nicht an!

Wenn ich auch nicht der Flieger von Bogenhausen bin, einen Setz bin ich noch

lange nicht.

Na ja, und dann ist es passiert.

Es war nicht der Flieger von Bogenhausen.

Gott sei Dank war es nicht der Flieger von Bogenhausen.

Es war ein ganz lieber Junge, der genauso unerfahren war wie ich.

Du hättest mir gleich sagen sollen, dass du noch Jungfrau bist.

Jetzt bin ich ja wohl nicht mehr.

Was war's?

Sind Sie jetzt enttäuscht?

Aber wieso denn?

Und die anderen Mädchen?

Denen haben wir am nächsten Morgen ganz schön was erzählt.

Übrigens. Ja?

Die haben es am Abend auch noch ganz schön getrieben.

Gitta hat es mir später erzählt.

Da habe ich eine Idee.

Das könnte vielleicht eine Sause geben.

Das ist überhaupt die Idee.

Na, geht schon.

Macht nicht so spannend. Okay, dann lasst euch überraschen.

Ihr müsst aber mitmachen.

Ich würde heute gleich die Eben nehmen. Wie auch gerade, kriegst ja doch keinen

mehr auf die Beine.

Taxizentrale. Könnten Sie vielleicht einen Wagen schicken in die Brunnstraße

Nummer 11?

Ja, danke.

Wie lange bitte?

Fünf Minuten.

Großartig.

Kommen Sie bitte, es war ein Irrtum. Ich gebe Ihnen die zwei Mark draußen, ja?

Wenn der an der Friedhofsmauer vorbeigeht, dann binden sich die Löhne,

hätten umdruckt.

Keine Panik, Herrschaften. Ich rufe einen Neuen.

Entschuldigung, die Damen.

Wo hätten Sie es denn gerne, dass es hingeht?

Die Sache ist nämlich die, wir brauchen ein Aktmodell, wissen Sie?

Ach was.

Doch. Ein richtiges männliches Modell.

Und nackt. Wir sind nämlich angehende Künstlerinnen.

Malerinnen. Verstehen Sie? Und wir brauchen unbedingt noch ein paar Studien

am lebenden Modell.

Ganz nackt?

Nicht nur so. Ich kann um halb ein.

Sie können sich einen schönen Basten Geld verdienen.

Um diese Zeit ist sowieso nichts mehr los.

Doch, schon.

Bei uns ist es doch gemütlicher, oder?

Ja.

Das schon, aber... Ein Hunderter muss schon drin sein.

Also abgemacht.

Gehen Sie hier ins Nebenzimmer und ziehen Sie sich schnell aus, ja?

Aufkommen.

Was ist nun?

Ich kann aber nicht malen.

Brauchst du auch nicht, du Schaf. So, hat jeder?

Na, sind Sie soweit? Ja.

Na, dann kommen Sie mal raus.

Wissen Sie was?

Bleiben Sie ruhig da stehen.

Das ist das Beste, nicht?

Sie,

das Handtuch muss aber weg.

Klar. Mit Handtuch haben wir Sie nicht engagiert.

Wenn das schon sein soll.

Kommt, Mädchen, den müssen wir trösten. Los, ausziehen. Alle ausziehen.

Malzeitgestaltung, eigene Wahl.

So, ob der uns alle vier übersteht? Na, so wie der gebaut.

Das ist der neue Weg zu Kraft und Schönheit.

Hallo Zentrale, hier waren 19.

Nein, ich bin noch nicht frei.

Mensch, das Kind schickt noch drei Kollegen her. Ich bin in einer riesigen

Notlage.

Nein, keine Polizei.

Eine menschliche Notlage.

Ja, drei Kollegen.

Aber Junge.

Und Kräftchen.

Wann finden Sie, sollte ein Mädchen den Erdentektor in Kontakt haben?

Wenn sie den richtigen Jungen gefunden hat, würde ich sagen.

Ist es nicht abhängig vom Alter?

Nö. Warum, wenn sie da irgendwie die Veranlagung schon und so hat?

Wann, glauben Sie, sollte ein Mädchen seine ersten sexuellen Kontakte haben?

Ab 16, wenn es merkt, dass es wieder online nicht geht und der normale

Geschlechtsverkehr doch das bessere ist.

Hatten Sie einen ersten sexuellen Kontakt, weil Ihr Freund es von Ihnen

hat?

Ja,

denn ich hatte Angst, ihn zu verlieren. Wenn ich Nein sage, tun es eben schon

100 andere.

Ihr Motiv für den ersten sexuellen Kontakt, sagen Sie.

Mein Motiv?

Es war ein Junge, der mir gefallen hat und den ich nicht fand und eben

daran hatte und irgendwie keine Bedenken mit ihm ins Bett zu steigen.

Was war das Motiv für den ersten Geschlechtsverkehr?

Ich war blau, ich bin regelrecht vernetzt worden, aber nachher hat es mir

richtig Spaß gemacht.

Hatten Sie auch Freude daran?

Beim ersten Mal nicht, aber später konnte ich es nicht mehr lassen.

Finden Sie es richtig, dass ein Mädchen unberührt in die Ehe geht?

Nö, warum denn?

Nein, das spielt heute keine Rolle mehr.

Im Gegenteil, alle Männer wünschen sich eine Frau, die was gelernt hat.

Aus den Reaktionen auf unsere Befragungen ergibt sich eindeutig, dass

die noch keinen Sexualverkehr gehabt haben, sich moralisch nicht besser

Ganz im Gegenteil. Mehr und mehr wird die Bewahrung dessen, was man früher als

Sexualehre bezeichnet hat, heute verurteilt.

Wie fragwürdig gerade in diesem Zusammenhang bestimmte

sein können, dokumentiert ein Fall, der vor einiger Zeit durch die Presse

gegangen ist. Ich habe diesen Fall genau verfolgen können. Und Sie werden

Verständnis dafür haben, dass ich die Namen der Beteiligten verändert habe.

Sie heißen Susanne Lippert?

Ja. Sie sind 15 Jahre alt und Fühlerin?

Ja, und zwar bin ich an einer Mittelschule. Ich mache nächstes Jahr

Reife. Und Ihr Vater ist Beamter?

Ja, beim Finanzamt. Meine Mutter ist nicht berufstätig.

Schön, Susanne. Sie wissen, warum Sie heute bei mir sind. Sie haben einige

hässliche Erfahrungen hinter sich. Ich möchte Ihnen helfen, darüber

hinwegzukommen. Das müssen Sie mir wirklich glauben.

Aber dann müssen Sie mir auch helfen. Das bedeutet, Sie müssen mir die

sagen. Wollen Sie das?

Ja. Ganz ehrlich, wann hatten Sie zum ersten Mal sexuellen Kontakt?

Da war ich gerade 14 ,5.

Das war so.

Meine Eltern hatten mir ausnahmsweise erlaubt, zu einer Beatparty zu einer

Freundin zu gehen.

Na ja, und da war auch ein Banklehrling.

Er war fast 19.

Er hat mich mitgenommen.

Mitgenommen? Wohin?

Zu sich nach Hause.

Sei leise, sonst wacht meine Mutter auf.

Schon passiert.

Wer ist denn das?

Das ist Susanne. Sie hat ihren Schlüssel vergessen, will ihre Eltern nicht mehr

aufwecken. Du spielst so einen Ritter und lässt sie bei dir schlafen, was?

Ach, schön. Mach dir lesen, was du tust.

Ich habe nichts gesehen, verstanden?

Und nichts gehört.

Und morgen früh ist die Kleine verschwunden.

In der Nacht ist es dann passiert.

Hat es dir gefallen?

Was heißt gefallen?

Ich habe überhaupt nichts gespürt. Von Orgasmus gar keine Rede.

Auch später nicht.

Was heißt das?

Naja, ich habe dann zwei andere gehabt.

Der eine war schon älter. Den hatte ich in einem Café kennengelernt.

Der andere war einer vom Gymnasium.

Du hattest auch bei diesen Männern nie Orgasmus?

Ich weiß gar nicht, was das ist.

Warum hast du es dann getan?

Das ist Ihnen das Verteufelte. Macht mir wahnsinnig Spaß, die Männer

aufzugreifen. Ich meine zu reifen. Wie zu reifen?

Ja, mit meinem Körper, wenn ich ihn herzeige.

Warst du mit diesen Männern oft zusammen?

Oft? Ich war eigentlich immer wieder mit ihnen zusammen.

Immer wieder.

Immer wieder.

Immer wieder.

Immer wieder.

Immer wieder.

Immer wieder.

Immer wieder. Immer wieder. Immer wieder. Immer wieder. Immer wieder.

wieder. Immer wieder.

Und immer wieder nicht.

Sag mal, Susanne, wie bist du eigentlich in der Schule?

Ich glaube, so bei der besseren Hälfte.

Meine Lieblingsfächer sind Deutsch und Geschichte.

Mathematik ist meine schwache Seite.

Und das ist eben das Verhängnis.

Verhängnis? Na, dieser Herr Doderer.

Als mein Bruder und dann meine Schwester heirateten und von zu Hause weggezogen

sind, stand unser großes Haus ziemlich leer.

Und da haben meine Eltern ein Zimmer vermietet. An diesen Herrn Doderer.

Und jetzt Versicherungsmathematiker.

Er könnte Susi doch ein bisschen Nachhilfeunterricht geben.

Wozu haben wir schon Mathematiker im Haus?

Da müssen wir Herrn Doderer was von der Miete nachlassen.

Jede Arbeit ist ihren Preis wert. Na und?

Ich meine doch nur, es ist wichtig, dass Susi in der Schule mitkommt.

Also mitkommen. So tut er gerade so, als ob ich eine schlechte Schülerin wäre.

Ein bisschen Mathe. Ist mehr als wichtig im Leben.

Ich werde mal mit Herrn Doderer sprechen.

Das ist ein grundsolider Mensch.

So kam es eben zu der Geschichte mit Herrn Doderer.

Bitte setzen Sie sich doch zusammen.

Sehen wir erst mal, wie weit Sie überhaupt sind.

Meine Eltern, die auf mir unbedingt eine Mathematikerin machen wollten, die

haben mich ihm nur zugetrieben.

Natürlich wollte ich auch auf ihn wirken.

Ist es bei Ihnen immer so heiß, Herr Doderer?

Also, fangen wir an.

Ich habe mit ihm gespielt wie eine Katze mit einer Maus.

Er hat es nur mit der Mathematik und ich, ich wollte ihn unbedingt klein

kriegen. Ich habe ihn bis zur Bewusstlosigkeit aufgeregt.

Und dann waren meine Eltern mal nicht zu Hause.

Da kam natürlich meine große Stunde.

Ich wusste, wann er gewöhnt ist, ins Bad zu gehen.

Also war für mich alles ganz leicht.

Kommen Sie doch ruhig rein, ich bin sowieso gleich fertig.

Wenn Sie mir den Rücken schrubben, dann bin ich noch schneller raus.

Das hätte er nicht machen sollen.

Jetzt muss ich ihn haben, egal wie.

Ja?

Warum sind Sie denn vorhin rausgegangen? Haben Sie noch nie was von Susanne im

Bad gehört?

Ich erwartete, dass er mich hinaufwarf, dass er mich schlug.

Das sollen Männer manchmal machen, wenn eine Frau sie so aufregt, dass sie nicht

mehr weiter wissen.

Bei ihm ist es mir zum ersten Mal gekommen.

Und er, ich glaube, so viel hat er noch nie von einem Mädchen gehabt.

Er war völlig in einer anderen Welt.

Und ich, ich habe mir so sehr gewünscht, noch mehr und immer noch mehr davon zu

haben.

Naja, um es kurz zu sagen, ich habe auch alles um mich herum vergessen.

Es war die große Zeit.

Sie, sie, verdammt!

Das war alles.

Leider war das nicht alles. Der empörte Vater glaubte, seine unschuldige Tochter

sei in die Hände eines Sittensträuchers geraten und erstattete deshalb Anzeige.

Der Angeklagte hat über ein Jahr bei euch gewohnt.

Da muss er doch gewusst haben, dass du noch keine 16 bist.

Ja, aber... Was aber?

Du meinst, er hat es nicht mit Gewalt getan?

Nein, nicht mit Gewalt.

Das ist ja gerade das Wesen der Verführung.

Sonst hätten wir es ja mit einer Vergewaltigung zu tun.

Selbst, na sagen wir mal, selbst wenn du nichts dagegen getan hättest, besteht

die Anklage zu Recht.

Kannst du das verstehen?

Na, das ist auch unerheblich.

Jetzt habe ich noch eine Frage, die sehr wichtig ist.

Hat der Angeklagte die Beischlafhandlung tatsächlich vollzogen?

Oder hat sich das nur oral oder manuell abgespielt?

Dann muss ich genauer fragen.

Hat der Angeklagte sein Glied, in deine Vagina eingeführt.

Ja.

Ich habe dich nicht verstanden. Kannst du nicht lauter sprechen?

Ja. Die Mühle des Gesetzes war in Gang gebracht worden. Von Eltern, die ein

vermeintliches Unrecht gewöhnt haben wollten und nur ein größeres verursacht

haben. Wer ein unbescholtenes Mädchen, welches das 16. Lebensjahr nicht

vollendet hat, zum Beischlafsatz führt, wird mit Gefängnis bis zu einem Jahr

bestraft. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Minderjährige durch ihr Verhalten

dazu beigetragen hat, die Beischlafhandlung selbst herbeizuführen

ermöglichen.

Nach der Beweisaufnahme scheint mir dieser Tatbestand erfüllt. Noch Fragen,

Stadtanwalt? Nein, danke.

Der Vertreter der Nebenklage?

Nein, keine Fragen.

Haben Sie noch Fragen, Herr Verteidiger? Ja, Herr Rat, ich habe noch einige

Fragen. Bitte.

Susanne, haben Sie außer mit dem Angeklagten auch mal mit anderen Männern

geschlechtlich verkehrt?

Herr Kollege, ich muss doch bitten. Warum quälen Sie das Mädchen mit den

unerhörten Fragen?

Friede geht sie erst 15 Jahre. Verzeihen Sie, Herr Kollege, das ist mir bekannt.

Aber ich habe nicht sie um Antwort gebeten, sondern ich habe die Zeugin

Das ist Unverschämtheit!

Das ist eine Verleumdung ohne Gleichen! Bitte, nicht aufregen. Das müssen wir

vorgehen. Nun, Susanne?

Verdammt, blöde Situation.

Was soll ich machen?

Sag ich jetzt nein, geht der Tod oder ins Gefängnis?

Sag ich ja, halten meine Eltern mich für eine Hure.

Susanne, du stehst hier als Zeugin.

Ich kann dich zwar noch nicht vereidigen, denn dafür bist du noch zu

Trotzdem musst du unbedingt die Wahrheit sagen.

Wenn du die Unwahrheit sagst oder etwas verschweigst, kannst du sehr hoch

bestraft werden.

Also, hast du mit anderen Männern Geschlechtsverkehr gehabt?

Ja. Das ist eine Lüge!

Bitte, Herr Lippold.

Mit wie vielen?

Mit dreien.

Außer dem Angeklagten?

Also noch mit drei anderen?

Ja.

Susanne, Sie geben also zu, dass Sie gleichzeitig mit vier verschiedenen

einschließlich dem Angeklagten geschlechtlich verkehrt haben.

Wie oft? Aber Herr Kollege, das geht doch wohl zu weit.

Wie können Sie in Gegenwart der Eltern solche Fragen stellen?

Wir sind hier vor Gericht, Herr Kollege.

Ich habe die Anzeige gegen meinen Mandanten nicht erstattet. Ich bin nur

um ihn zu verteidigen. Und ich muss Sie bitten, Herr Kollege, mich nicht dauernd

zu unterbrechen.

Also wie oft?

Ich weiß es nicht.

Nun, so ungefähr.

Ich habe doch nicht gezählt.

Zweimal?

Dreimal?

Viermal? Oder 20, 30, 40 Mal. Ja, vielleicht 40 Mal.

Ich glaube, das genügt. Der Paragraf 182 des StGB besagt, wer

ein unbescholtenes Mädchen und so weiter... Es steht nach Aussage der

Susanne Lippoldt außer Frage, dass dieses Mädchen kein unbescholtenes

Sinne des Gesetzes ist, Herr Staatsanwalt.

Der Angeklagte ist daher frei zu sprechen.

Die Namen.

Die Namen!

Die Namen!

Du sollst mir die Namen sagen.

Ich bringe den Männern ins Zuchthaus, da wo sie hingehören. Das ist nicht

unglücklich, Hermann. Du hast doch gesehen, was dabei herauskommt.

Was dabei herauskommt? Oh ja, das habe ich gesehen bei deiner Erziehung.

Das war eine Ruhe, die man nicht mit der Kneipzange anfasst.

Ich habe mich lächerlich gemacht, weil ich an die Unschuld meiner Tochter

glaubte.

Und die Gerichtskunden habe ich auch bezahlt.

Aber das darf ich dir. Du kommst in eine Erziehungsamtzeit. Dort dürfen wir dir

mit anderen Mitteln beibringen, dass Furcht und Ordnung ist.

Ich will dich nicht mehr sehen.

Schwer dich!

Geh auf dein Zimmer hin.

Vater wird sich schon wieder beruhigen.

Oh ja.

Halt du ihr noch die Stange.

Alba!

Dann tut sich eine Nutsche schon mal was an.

Er ist auf den Dachboden gegangen.

Ich weiß nicht mehr. Als ich wieder aufwachte, lag ich im Krankenhaus.

Mein Vater ist seit der Zeit sehr nett zu mir.

Die Diskrepanz zwischen der Wirklichkeit und den verstaubten Gesetzesparagraphen

interessiert das Gericht nur sehr wenig.

Immer wieder wird mit einer geradezu perversen Inbrunst von den Behörden das

Sexualleben der 14 - bis 16 -jährigen Mädchen durchforst.

Die Folgen sind Neurosen und andere psychische Defekte. Und diese Folgen

weitaus schwerer als jeder sexuelle Kontakt im jugendlichen Alter.

Glauben Sie, dass die Schulmädchen heute schlechter sind als die Schulmädchen

früher? Warum sollten sie schlechter sein? Wie leben die in moderner Zeit?

Nein, das stimmt nicht.

Schlechter sind?

Nö, die sind nicht schlechter. Warum sollen die schlechter sein? Weil sie

vielleicht freier sind.

Weil sie freier sind?

Nö, glaube ich nicht.

Machen genau dieselben Streiche wie wir, aber auf eine andere Art.

Glauben Sie nicht, dass die freiere Erziehung, das freiere Leben schlecht

Das kommt drauf an.

Es ist nicht bei jedem angebracht, die freie Erziehung, aber bei den meisten.

Die Zeiten haben sich geändert und mit ihr die Moral.

Wenn die jungen Leute auch heute früher sexuellen Kontakt haben, so sind sie

doch erstaunlich romantisch geblieben.

Im Fall, meine Damen und Herren, den wir Ihnen vorstellen wollen, Einsender ist

Herr Otto Langenbauer, 75 Jahre alt, verheiratet, kaufmännischer

Dieser Fall unterscheidet sich wohltuend von den anderen, die wir heute

kennengelernt haben. Er zeigt nämlich, dass durchaus nicht alle Eltern auf

längst überholten Moralvorstellungen beharren, sondern Verständnis und

Menschenverstand entwickeln. Wie im Fall der Barbara Martin.

So, und jetzt bleiben Sie schön liegen.

Und ruhen Sie sich mal ordentlich aus.

Es ist gar nicht weiter schlimm.

Das Wehwehchen ist gleich wieder weg.

Herr Doktor, was hat denn meine Barbara?

Nicht weiter als ein bisschen überlastete Nerven. Nicht von Bedeutung

Zustand. Das verstehe ich nicht.

Wart Sie unten helfen?

Ihr Zustand?

Das heißt? Ihre Tochter bekommt ein Kind.

Oh Gott.

Was wird nun mein Mann dazu sagen?

Mir bleibt die Luft.

Das und.

Früher hatten die Kinder Rotznasen.

Und heute haben die Rotznasen Kinder.

Mit Wollenwitzen kommen wir nicht weiter, Paulchen.

Was sollen wir denn machen?

Sag doch nicht immer Paulchen zu mir.

In einer solchen Situation, ich bin völlig verzweifelt. Brauchst du trinken,

denk an deine Leber.

Lass meine Leber aus dem Spiel, Helga.

Hier geht es nicht um meine Leber, hier geht es um unsere Barbara.

Knapp 18 Jahre ist sie alt und schon kriegt sie ein Kind. Ist das deine

Darf ich reinkommen?

Du!

Aber Paul, du... Schließlich geht es mich auch an.

Kannst du mir sagen, was du dir dabei gedacht hast?

Viel gedacht hast du bestimmt nicht.

Sonst wäre es nicht passiert.

Aber das hilft uns jetzt nicht weiter.

Wir müssen es eben durchstehen.

Durchstehen?

Durchstehen? Vielleicht bist du doch freundlich und verrätst mir, wer der

von dem Kind ist.

Den kennst du doch nicht.

So? Na, Hauptsache, du kennst ihn.

Und wann wollt ihr heiraten?

Heiraten?

Papi, sieh mal, das ist unmöglich.

Horst geht noch in die Schule.

Und ich habe ihm auch noch nichts davon gesagt.

Großartig. Aber heiraten willst du ihn nicht.

Ein Kind ist doch heutzutage kein Grund mehr zu heiraten. Wir wissen doch gar

nicht, ob wir zusammenpassen.

Das hättet ihr euch vorher überlegen können.

Aber keinen Funken von Verantwortungsgefühl.

Aber das, das ist die Jugend von heute.

Die Jugend ist immer von heute.

Oder hast du das schon vergessen, Paulchen?

Lass das.

Das gehört nicht hierher.

Und was ist mit der Schule?

Die schmeißen dich doch in hohem Bogen raus.

Und dein Studium kannst du abschreiben.

Mit der Schule gibt es keine Schwierigkeiten. Die sind nicht mehr so

früher. Bloß weil man ein Kind bekommt.

Bloß weil man ein Kind bekommt?

Himmel, Donnerwetter nochmal.

Und das sagst du so ganz ruhig?

Es ist nun mal geschehen, Papi. Ich kann es nicht ändern.

Und was das Haus und mir wird, das wird die Zukunft zeigen.

Die Zukunft?

Die Zukunft?

Eine Unverschämtheit ist das, mich mit Anfang 40 zum Opa zu machen.

Gibt es zum Donnerwetter denn keine Pillen, wenn sie unbedingt vögeln? Aber

Paulchen!

Möchtest du.

Wann ist es denn soweit?

In sieben Monaten.

In sieben Monaten?

Furchtbar. Aber glaubt ja nicht, dass ich dann den Bibisitter mache.

Sag mal, ich glaube, die Kleine will trinken.

Die hat heute schon mehr getrunken, als sie soll. Das hast du von deinem Vater.

Gott sei Dank.

Ich glaube, ich brauche jetzt einen Slivovix.

Das sind die Kühlen.

Das ist Horst.

Der Kindesvater.

Frau Pallmann, ja.

Wir kennen uns ja schon.

Und wir hätten uns am besten nicht kennengelernt. Aber Frau, es ist nicht

die alte Platte.

Mögen Sie einen kleinen Kleber mit? Ja, gerne, einen Doppel.

Übrigens, mit bestem Dank zurück.

Ich habe die Geburtsurkunde in Ihr Familienstammbuch eintragen lassen. Und

Vaterschaft anerkannt.

Ja, auch das.

Ich habe bei der Gelegenheit mal ein bisschen drin geblättert.

Na und? Ich finde, dass Sie kaum Grund haben, sich über Barbara und mich

aufzuregen.

Barbara ist ein Jahr vor ihrer Hochzeit geboren worden.

Naja, man muss ja nicht alles nachmachen.

Putz.

Mami, heißt es das nicht? Ja, meine liebe Babsi.

Manche Dinge, die ihr glaubt, entdeckt zu haben, hat es früher auch schon

gegeben. Frag mal Fabi.

Mami.

Wenn ich heute in die Biologie dran komme, bin ich total verraten. Lass dir

Pendel doch noch mal von Babsi erklären.

Ach was, Babsi, die blickt doch selber nicht durch.

Grüß euch. Grüß dich. Wie geht's, hab ich Spaß?

Ach, ich wünschte, ich hätte das auch mal so gut wie die Kleine.

Jedenfalls muss sie nicht in die Schule wie die Mami. Da hast du recht.

Was ist denn mit deinen Eltern? Haben die sich nun beruhigt? Ich glaube, die

haben sich nie richtig aufgerissen. Die sind vernünftig.

Na danke, wenn mir das passiert wäre. Mein Vater hat mich gelöhnt. Und meiner

erst. Löhnen ist gar kein Ausdruck.

Unsinn. Die Eltern, die tun das immer so. Dabei sind sie gar nicht so.

Na, ich weiß nicht. Es gibt so und solche.

Da gehen sie, die Schulmädchen von heute. Sie sind realistisch und

zugleich. Sie wollen eine neue Sachlichkeit und nennen sich selbst die

Generation der heißen Herzen.

Ist diese Jugend schlecht oder sind wir es, die sie schlecht machen?

Ist das, was Eltern nicht für möglich halten, nicht nur das, was Eltern nicht

verstehen wollen oder können?

Vielen Dank.

Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.