All language subtitles for Stoertebeker Teil 1 deutsch

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Original subtitles

Am Ende meines Lebens angekommen, möchte ich Zeugnis ablegen auf

diesem Pergament, auf das die Ereignisse um den Mann niemals in

Vergessenheit geraten mögen, der mein Leben verändert hat im Jahre

1400 des Herrn.

Sein Name war Störtebeker.

Der berühmteste Pirat am West - und Ostsee.

Dies ist seine Geschichte.

Mögen seine Abenteuer zur Legende werden.

Oh, mein Schwert.

Gibst du auf?

Dann kämpfen wir eben so weiter.

Womit denn?

Ich weiß nicht, womit du kämpfst.

Ich kämpfe mit den Waffen deiner Frau.

Mein Sohn.

Nun ist es vorbei.

Du gehst wie vorgesehen nach Hamburg.

Und wirst Kaufmann.

Und Klaus?

Klaus wird ins Kloster gehen.

Erst wenn wir wissen, dass ihr beide euch in Sicherheit befindet, wird mir

ums Herz.

Das sind gefährliche Zeiten.

Da müssen wir aufs Schlimmste gefasst sein.

Dann heißt es wohl nun, Abschied zu nehmen.

Wo ist Klaus?

Komm mit, zeig doch.

Was ist das? Ein Schatten.

Die sind schön.

Woher hast du die?

Gefunden am Strand.

Das ist Bernstein.

Einen schenke ich dir.

Aber vorher musst du mir was versprechen.

Kommt drauf an, was?

Dass du auf mich wartest, bis ich aus dem Klotzer komme.

Gut.

Ich warte auf dich.

Versprochen?

Versprochen.

Geh mit ihm, mit Bruder Wigbold.

Und mach deinen Namen niemals Schande.

Woher weiß ich, was Gott für mich vorgesehen hat?

Geduld, mein Junge. Gott wird dir deinen Platz im Leben schon zuweisen.

Heißt das, Gott hat für jeden bestimmt, ob er Seefahrer, Kaufmann, Bettler oder

König wird? Wir müssen das Beste aus uns machen, wenn jeder an jenem Ort, den

Gott für ihn vorgesehen hat.

Zuerst musst du Demut, musst du Gehorsam lernen.

Das ist uns Mönchen heilig.

Das möchte ich auch mal.

Auf so einem Schiff bis ans Ende der Welt segeln. Gott in seiner

Gnade möge dich davor bewahren.

Das sind Seeräuber.

Wie könnt ihr das sehen?

Weil sie so weit draußen fahren.

Das würde sich eine Kaufmannskogge nie trauen. Die bleiben immer schön in

Ufernähe.

Was ist das denn?

Los! Warte!

Los!

Seid jetzt ermordet!

Ja, in der Nähe.

Wie heißt du, mein Junge?

Was ist mit dem Jungen los, Bruder Wittbold? Kann er nicht sprechen?

Er ist völlig verstört, seitdem er mit ansehen musste, wie seine Eltern

umgebracht wurden.

Hier, trink erst mal.

Aber langsam, das ist Bier.

Na, wie heißt der Junge, Bruder Wigbold?

Klaus stürzt den Becher.

Wie?

Der Junge heißt Klaus Störtebecker.

Ja, Klaus Störtebecker ist mein Name.

Heißt Störtebecker, verträgt aber nichts.

Willkommen im Kloster St. Thomas.

Ich werde meine Eltern reichen.

Du hast ein Löwenherz, mein Junge, das weiß ich.

Aber nun gilt es, deine Sinne zu schärfen. Deinen Verstand zu schulen.

dann... Dann werde ich dich lehren, wie man kämpft.

Hiermit.

Und hiermit.

So.

Aber jetzt ist Schlafenszeit.

Morgen beginnt ein neues Leben für dich.

Glaubst du, Bruder, dann?

Gut.

Ich weid auf dich.

Versprochen.

Versprochen.

Ich hab's gefallen.

Das läuft jetzt im WG. Im WG.

Jetzt schau dir diese kümmerlichen Pflanzen an.

Das ist jetzt schon das dritte Jahr hintereinander, mit einer, Verzeihung,

aber mit einer beschissenen... Und die Bauern zahlen brav ihren Zehnten. Ich

frage mich, wovon... Immerhin erteilt dem Vater Emilius der Verabstitution von

uns in der Quittdruckruhe. Dabei wird er selbst immer fetter und fetter. Und uns

predigt der Messium.

Kein Wunder.

Tellerat verdünnt es mit Wasser.

Seit wann?

Seit der Abt mich befohlen hat und ich ihm dabei zur Hand gehen musste.

Und warum verschweigst du mir das? Ein schöner Freund bist du, Bruder Klaas.

Gehorsam ist unsere erste Regel, gefolgt von Nadine.

Demut, Demut. Wie soll man denn Demut empfinden, wenn einem der Magen knurrt

man Durst hat?

Der Abt hat gestern ein neues Fass Wein bekommen.

Und Wildtret.

Woher weißt du denn das schon wieder?

Er hat den Tellerat geholfen, es in den Vorratskern zu schleppen.

Mit leckerem Käse und den anderen drei Füßen.

Und warum erzählst du mir das alles, Bruder Klaus?

Willst du mich, Herr, verzeih mir, aber willst du mich verarschen?

Der heilige Benedikt sagt, du sollst die Alten lehren. Und ich bin nun mal der

etwas Ältere.

Er sagt aber auch, du sollst dich nicht zu Papen das Zorneschen reiten.

Jesus Maria und alle Heiligen.

Wie hast du das gemacht?

Ich hatte einen guten Meister.

Was steht hier vor?

Ich habe Bruder Wigbold nur gezeigt, was man mit einer Hake so alles anstellen

kann, herrwürdiger Vater.

Ihr seid bis auf Weiteres von Tisch und Oratorium ausgeschlossen.

Ihr werdet in Buße und Kontemplation verharren.

Bis ich es euch sage.

Ein Nagel.

Das ist kein Nagel.

Das schließt die Freiheit.

Was faselst du da?

Für mich ist die Zeit der Demut abgelaufen.

Versündige dich nicht, Bruder Klaus.

Scheltsam hast du nicht immer gesagt, dass ich dir selbst behilfe.

Was hast du denn vor?

Wo soll ich meine Eltern rächen?

Mein ist die Rache, spricht der Herr.

Euer Hof ist abgebrannt.

Die Mörder sind spurlos verschwunden. Deine Eltern sind tot.

Lass sie doch in Frieden wohnen.

Das kann ich nicht.

Aber zunächst einmal werde ich hier im Kloster für ein bisschen Ausgleich in

Gerechtigkeit sorgen.

Du kannst hierher bleiben, wenn du willst.

Klaus!

Bruder Klaus!

Jederzeit soll sich der Mensch frei halten von Sünden und Fehlern, aber auch

den Begehren des Fleisches.

Wer von euch aber gesündigt hat, im Kleinen wie im Großen, der kann sich mit

Gaben an die Heilige Mutterkirche loskaufen von der Sünde.

Meldet euch beim Zellerat Bruder Philipp und bringt ihm eure Opfer da.

Denn wie sagt Gott der Herr, wer mit freudigem Herzen gibt, der wird der

im Himmelreich dafür doppelt.

Blut wird.

So lange können die Menschen nicht warten.

Was steht da?

Ihr seid vom Teufel gesessen.

Ihr seid so verrückt. Auf damit!

Ihr sollt damit aufhören! Ich werde euch aus unserer Gemeinschaft ausschließen!

So verliert man mit einem Wimpernschlag alles, was einem lieb und teuer ist.

Freie Unterkunft, freie Verpflegung, eine sichere Heimstatt in unsicheren

Zeiten. Was hast du denn? Die ganze Welt steht uns offen.

Wo gehen wir denn eigentlich hin? Nach Hamburg.

Weißt du, wie weit das ist?

Du kannst doch stehen.

Das ist schon eine Torheit.

Ich weiß wirklich nicht, was du hast.

Wie lange wir jemals dort ankommen, ohne Kleid anleiten.

Verdammt will ich sein, wenn nicht auch hier in Hamburg irgendjemand eines

Seelentrösters bedürfte.

Ich jedenfalls bedarf endlich wieder eines Jahres über den Kopf.

Und ich brauche ein Bier.

Ja,

sag ich das noch, ihr Hornhocks, aber auf diesem Schiff wird die Ladung

gleichmäßig verteilt.

Brauchst du immer noch alles an einem Fleck? Hey, du da, wem gehört das

Was?

Die Kogge, wem gehört? Nämann Prehn, die zwei Ballen kommen da oben aufs

Vorschein.

Kaufe mal einen Prehn mit deiner Tochter namens Elisabeth.

Was ist?

Bist du auf Frauensuche oder willst du ihr anheuern?

Würde ich für mein Leben gerne auf dieses Schiff. Steh mal!

Wo du dich anheuerst, sage ich dir lebwohl.

Warum?

Der Herr, als er mich zu schaffen gedachte, hat keine Kiemen für mich

vorgesehen. Und das weite Meer da draußen ist nicht für Bruder Wittmann.

Danke für alles,

was du mir beigebracht hast.

Von nun an musst du auf eigenen Füßen stehen.

Gott segne und beschütze dich, mein Junge.

Gott segne und beschütze dich,

mein Junge.

Gott segne und beschütze dich, mein Junge. Gott segne und beschütze dich,

Junge. Gott segne und beschütze dich, mein Junge.

Gott segne und beschütze dich, mein Junge.

Gott segne und beschütze dich, mein Junge.

Gott segne und beschütze dich, mein Junge.

Gut, einen kann ich noch brauchen.

Hast du aber festgehabt, mein Freund.

Ach ja, und warum?

Weil nämlich ich auf dieses Schiff kommen werde.

Hört mir zu, Steuermann.

Ich bin ein erfahrener Seemann, der schon sämtliche Weltmeere durchkreuzt

mehrfach den Rand der Erdscheibe erblickt hat. Auf so einen wie mich

gar nicht verzichten.

Einen von euch nehme ich.

Wer zuerst oben auf der Rahl ist, der bekommt die Heuer.

Naja, ihr seid wohl besser bei den Gaukelern aufgehoben.

Du bleibst.

Nein, nehmt ihn.

Darauf kommen wir zurück.

Und hoffentlich den Preis weg. Wir nehmen ihn. Aber denk an dein

Ja, ja.

Hey,

du Hornhaut, pass doch auf.

Du hast doch keine Augen im Kopf.

Mein schönes Brot, das gibt's doch nicht.

Wer soll mir das jetzt noch abkaufen?

Was habt ihr da in eurem Beutel, mein liebes Fräulein? Gebt ihn meinem

oder stecht eure Freundin ab wie eine Sau.

Lass sie los.

Sofort. Hier mit dem Beutel.

Den hier willst du?

Ja.

Hier mit dem Beutel.

Bitte, ja zu ihm.

Keine Angst, ich kenne diesen Mann.

Ich danke dir.

Beinahe wäre ich der erste Mann gewesen, der mir mit einem Fisch totgeschlagen

hätte.

Elisabeth.

Du weißt ja, wenn wir kämpfen, dann mit dem Lauf meiner Frau.

Das habe ich schon mal gehört.

Wir dachten, du bist längst tot, Klaus Brodersen.

Störtebecker. Mein Name ist jetzt Störtebecker.

Du lebst. Ich bin dir so froh.

Und die Dame, die so neugierig lauscht, ist Maria.

Maria, bring die Einkäufe nach Hause. Ich gehe noch ein paar Schritte mit

Was ist mit meinem Bruder?

Lebt er noch bei euch?

Ja, er ist die Rechterin meines Vaters.

Wo hast du nur all die Jahre gesteckt?

Ich war gut aufgehoben. Im Kloster.

Ich habe jede Nacht an dich gedacht.

Und während des Tages?

Musste ich arbeiten und dazwischen beten.

Hat es geholfen?

Nicht immer.

Es war eine lange Zeit.

Ja, sehr lange.

Hast du deine noch?

ich an dein Versprechen.

Willst du es immer noch einfordern, jetzt als Mönch?

Ich bin kein Mönch mehr.

Warum warst du nur all die Jahre hinter Klotzermauern eingesperrt?

Das ist doch jetzt nicht so wichtig.

Viel wichtiger, dass wir uns wiedergefunden haben.

Oder findest du mich?

Nein.

Ich darf dich nicht küssen.

Mein Herz gehört dir, aber es darf nicht sein zwischen uns beiden.

Hermann Prehn hat sich all die Jahre um mich gekümmert. Er hat mich aufgenommen

wie einen Sohn. Mir ein neues Zuhause gegeben.

Ich bin jetzt Kaufmann.

Hast du nie versucht herauszufinden, wer hinter dem Tod unserer Eltern steckt?

Es ist nicht gut, alte Wunden aufzureißen.

Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie unsere Eltern ermordet wurden.

Wir wissen nicht, wer das getan hat.

Ich werde sie finden und ich werde sie töten.

Erzähl mir von Elisabeth.

Wo seid ihr nun wieder mit euren Budanken?

Er ist jemand aus meiner Vergangenheit.

Was vergangen ist, sollte auch vergangen bleiben.

Ja.

Denn was man sich ans Versprochen hat, sind nur kindische Torheiten.

Ist es denn nicht so?

Der Verstand sagt ja, aber das Herr?

Beides sollte jedoch Simon von Wallenroth gehören.

Ohne Einschränkung.

Ihr werdet es ihm und euch selbst so lieben.

Ich weiß sehr wohl um meine Pflichten.

Simon von Wallenroth versprochen.

Aber ihr scheint nicht glücklich darüber.

Was ist schon Glück?

Soll ich mich an ein Versprechen halten, das ich als junges Mädchen gegeben

habe?

Mein Vater stirbt in Gram und Ammen.

Jetzt übertreibt sie aber.

Maria, wenn ich Simon von Wallenroth nicht heirate, ist die Existenz der

Prehn nicht nur gefährdet.

sondern vernichtet.

Ich wusste nicht, dass es so schlimm steht.

Einen Moment, Vater.

Hör du, kein Wort davon zu meinem Vater. Versprich mir das. Er hat schon mehr

als genug Sorgen.

Hast du Angst, deine Tochter wird nicht rechtzeitig fertig?

Ist jemals eine Frau rechtzeitig fertig geworden?

Wie findest du mein Kleid?

Oh.

Wundervoll.

Dein zukünftiger Ehemann wird hingewiesen sein.

Elisabeth, ich habe deiner Mutter auf dem toten Bett versprochen, dass ich dir

niemals einen Ehemann aufzwingen werde.

Das tust du doch nicht weiter.

Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du mit ihm glücklich wirst.

Simon und du, ihr beiden seid die Zukunft des Hauses Pren.

Ich möchte dir für dein Vertrauen danken, Vater.

Und ich werde alles tun, um es zu rechtfertigen.

Ich weiß nicht, Kim.

Wie bist du so sicher, dass du Elisabeth Pren erobern kannst?

Ich weiß, wie man mit einer Frau ihres Standes umzugehen hat.

So.

Und woher willst du das wissen?

Sie gilt als aufmüpfig und rebellisch.

Sie nennt mich wirklich an deine Mutter.

Außerdem muss sie ja wohl für die Ehe erst noch gezähmt werden.

Ich habe ein angeborenes Talent dafür.

Außerdem weiß ich doch, wie wichtig diese Hochzeit für dich ist.

So.

Wir müssen uns mit einer anerkannten Patricia -Familie verbinden.

Und dein Traum endlich erfüllt.

Wovon sprichst du eigentlich?

Vom Amt des Bürgermeisters.

Wir müssen gehen.

Vielleicht haben wir mehr gemein als die Liebe, Vater.

Vergiss das Kolje nicht.

Darf ich Sie euch umhängen?

Ist es eure Art, ohne Umschweife zur Sache zu kommen?

Wollen wir uns nicht zuerst ein wenig kennenlernen?

Ich kann euch versichern, ich kenne euch gut.

Ihr beherrscht seit langem meine Träume.

Es gibt große Unterschiede zwischen Traum und Wirklichkeit.

Es liegt an euch, ob mein Traum Wirklichkeit wird.

Ich. Hab euch beobachtet beim sonntäglichen kirchgang oder beim reiten

und was steht wieder raus Dass mir die wirklichkeit ausnehmend gut

gefällt Oder soll ich lieber sagen dass die wirklichkeit

den traum noch bei weitem übertrieben

Der Sohn eines alten Freundes ist bei mir immer herzlich willkommen.

Schön, dich gesund wiederzudenken, glaube ich.

Bleib in meinem Haus, solange du willst.

Danke.

Ja,

das ist meine gute Wünsche.

Nennst du sich der Hansel? Ich weiß.

Ich würde alles tun, um auf so ein wunderbares Schiff zu kommen.

Ach. Alles.

Elisabeth.

Kennt sie einander noch?

Deutlich kaum verändert, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben.

Nun, was man von dir gerade nicht behaupten kann.

Und du?

Hast du inzwischen gelernt, richtig zu fechten? Ich weiß nicht.

Elisabeth ist einfach viel zu leichtsinnig.

Aber in der Ehe wird sie schon Zurückhaltung lernen müssen.

Warum hast du dich verlobt?

Wer ist dein Verlobter?

Er stammt aus einer angesehenen Hamburger Familie und er hat sehr gute

Vielen Dank.

Verehrter Herr Bürgermeister, Elisabeth, die

einzige Tochter unseres hochverehrten Ratsherrn Hermann Preen, wird am Sonntag

vor Pfingsten meinen einzigen Sohn Simon heiraten.

Nun zur Tagesordnung.

Die Seeräuberei von unserer Haustür.

ist zu einer unerträglichen Klage geworden.

Wir sitzen auf unseren Waren, weil unsere Schiffe nicht auslaufen können.

Meine Herren, das ist doch inzwischen ein... Gestattet mir einen Vorschlag.

Wir müssen mit Königin Margarete von Dänemark zu einem für beide Seiten

ehrenvollen Frieden kommen.

Dann können wir gemeinsam...

gegen die Piraterie in unseren Meeren vorgehen.

Und wie, wenn ich fragen darf, stellt ihr euch das vor?

Königin Margarete fühlt sich an keine Verträge gebunden.

Ein hohes Risiko.

Ich will es dennoch versuchen.

Wenn der Rat zustimmt, werde ich mich an Bord meines Schiffes Godewind begeben

und in Kopenhagen die dänische Königin aufsehen.

Pass mit dem Haken auf.

Ich werde in diesen Urkunden von dem Besitzer selbst auch bewahrt. Sie werden

nur vorgezeigt, wenn es Streitigkeiten um ein Stück Land gibt.

Wir verfügen aber auch manchmal über Abschriften der Originale. Und seht, die

habe ich gefunden. Von Gutbruderson.

Vergesst nicht, was hier geschieht. Es blieb unter uns.

Ich habe keine Lust, Bekanntschaft mit der Strickwang zu machen.

Du hast unser Wort.

Wie ist das?

Das ist Lateinisch.

Du bist der Mönch, was heißt das?

Das heißt, dass Konrad von Wallenroth in einer Woche mehrere Höfe erworben hat,

unter anderem gut Brodersohn.

Wann? Vor zwölf Jahren.

Das kann doch nicht stimmen.

Nein, das kann es nicht.

Was habt ihr mir gesagt?

Das bedacht gar nichts.

Unser Vater hat Gutborason nie verkauft.

Glaubt, ich bin nicht bereit, mir diese Verleumdungen weiter anzuhören.

Ihr müsst einsehen, dass ihr mit sowas eure Eltern nicht wieder lebendig machen

könnt.

Akzeptiert die Tatsachen, wie sie sind.

Diese Urkunde beweist... Weißt du, was sie beweist?

Das beweist sie.

Und jetzt habe ich zu tun.

Von Wallenroth.

Auf ein Wort.

Was willst du? Ich kenne dich nicht.

Keine Sorge, gleich werdet ihr mich kennenlernen.

Mein

Name

ist Dirk.

Ich kenne keinen Mann dieses Namens und ich habe auch nicht vor, ihn

kennenzulernen. Dazu fehlt mir Zeit, Geduld und jegliches Interesse.

Vielleicht erinnert ihr euch besser, wo das war.

Wer soll das sein?

Ihr erinnert euch wirklich nicht.

Nein.

Und jetzt geh mir auf den Weg.

Ich glaube, ich muss euer schlechtes Gedächtnis etwas aufwischen.

Halt!

Ich habe wirklich keine Ahnung, wovon du da fassest.

Aber meine Männer werden dir eine kleine Lektion in Manieren beibringen.

Du musst noch eine Menge lernen, Städtebäcker.

Sonst wirst du nicht mehr viel Gelegenheit haben. Nein!

Bist du verletzt?

Geh.

Hört nicht an. Ich will kein Wort mehr hören.

Verzeiht meinen unpassenden Auftritt.

Aber der Bursche ließ mir keine andere Wahl.

Klaus, du musst sofort verschwinden.

Der Weinholzmänner, der hat mich überall zugelassen. Er ist ein Feigling, ein

Wigner und er kämpft nicht ehrlich. Er ist ein Patrizier. Er hat mit dem Mord

unseren Eltern zu tun. Das kannst du nicht beweisen.

Glaubst du mir nicht?

Ich glaube dir.

Aber was willst du tun?

Willst du ihn anklagen?

Dann steht das Wort eines Patricias gegen deines. Und wer bist du? Ein

dahergelaufener Niemand.

Ich werde versuchen, alles über die Wallenrotz in Erfahrung zu bringen.

Wie sie zu ihrem Reichtum gekommen sind, mit wem sie Geschäfte machen, wer auf

ihren Lohnläppen steht, alles.

Was hast du vor?

Ich brauche Abstand.

Ich werde auf der Gude Wind nach Dänemark fliegen.

Soll ich hierbleiben und mit ansehen, wie diese Missgeburt Elisabeth weiter

Ruf macht?

Jetzt glaube ich wirklich, Hermann Brehn hat recht gehabt.

Du bist verrückt geworden.

Du schaffst es doch niemals auf die Grote Wind. Niemals!

Klaus!

Vorsichtig! Vorsichtig!

Ladung gehört gleichmäßig.

Du schon wieder.

Ich wette um 10 Pfennig. Wenn der Gürtelke Michels dich sieht, schmeißt er

direkt wieder von Bord.

Nehm ich an.

Was ist hier los?

Wenn du einen Vortrag halten willst, such dir ein anderes Ohr. Wir brauchen

keine Redner.

Und jetzt an die Arbeit, Seemann.

Ein drittes Mal lade ich dich nicht ein.

Alles da, Gödecke?

Alles an Bord, Herr. Wir können auslaufen.

Gut, Feuermann, ihr könnt den Befehl geben.

Wir legen ab.

Du hast es gesagt.

Micho hat für diese Reise das Kommando.

Elisabeth!

Was tust du denn hier? Wir wollen ablegen.

Ich habe mich entschlossen, dich zu begleiten.

Elisabeth, ich habe dir gesagt, das kommt nicht in Frage.

Ich dachte, ich hätte mich klar genug ausgedrückt.

Ich will aber an deiner Seite sammeln und mit der Königin sprechen.

Margarete ist unberechenbar.

Ja, eben darum.

Deshalb ist es wichtig, dass ich mitkomme, weil ich weiß, wer eine Frau

Aber ich offenbar nicht.

Man sieht es an dir.

Oh, bitte, ja?

Schon lange habe ich keine Mutter mehr.

Und nun möchte ich meinen Vater nicht auch noch verlieren.

Verzeihung, Herr, wir müssen auslaufen. Die Flut geht zurück.

Im Gottes Namen.

Aber du bleibst während der ganzen Reise in deiner Kajüte. Das ist ein Befehl,

Elisabeth. Schiff, eigener Gang, wie ebeli.

Güdeke, wir können auslaufen.

Was steht hier rum, wie die Ölgötzen?

Setz die Segel.

Wir legen ab.

Sieh mal an, wir haben es da schon wieder über den Weg

gelaufen.

Hab ein Auge auf ihn.

Weiß, was du tust.

Das war's für heute.

Ja, Herr.

Was macht dieser Mann auf meinem Schiff?

Ich habe ihn angeheuert.

Wollt ihr ihn sprechen, Herr?

Nein.

Ich will von meiner Tochter werden.

Vater, fühlst du dich denn schon etwas besser?

Du brauchst mich also nicht hier draußen.

Soll ich dann zurück in meine Kajüte?

Deine Wache.

Ich kann nicht.

Komm, Erik, du schaffst das. Mir ist so schlecht.

Du gehst jetzt raus.

Und ich verspreche dir, sobald es dunkel wird, übernehme ich deine Nachtwache.

Aber jetzt reiß dich zusammen. Komm.

also doch gefunden, Bruder Klaus.

Zum Teufel.

Verzeih mir, Herr. Was machst du hier?

Wolltest du dich nicht übersehen, Herr der Hamburger Wirte, verdient man?

Gottes Wege sind unergründlich.

Ich konnte dich doch nicht deinem Schicksal überlassen.

Also habe ich meine Skrupel überwunden und hier als Medikus angeheuert

Von nun an Magister Wigbold. Man hat allemal mehr Respekt vor einem

Pfaffen. Magister Wichbold.

Was ist denn eigentlich vorgefallen?

Dieser Mann!

Er hat gesehen, wie der Mann es gewagt hat, eure Tochter zu belästigen.

Ich hab's gesehen, ja.

Ist das wahr?

Aber nein, das ist nicht wahr. Es ist ein Missverständnis. Er hat mir

nichts getan.

Wie soll ich das denn noch sagen? Ich schlage vor, dass man den Mann fesselt,

bis wir den Sachverhalt aufgeklärt haben.

Dann lass mich gleich mitfassen, wenn du glaubst, dass ich eine Lügnerin bin.

Ja.

Wollen die Sache auf sich beruhen lassen.

Aber Herr... Habt ihr mich verstanden, Schiffshauptmann?

Herrschaften, auf ein Wort.

Dieser junge Novize aus dem Kloster St. Thomas hat es in seinem brevelhaften

Übermut gewagt, den Herkules der Hanse Götz aus Oldenburg herauszufordern.

Er wird am Ende auf der Wahlstadt bleiben. Die Wetten

stehen 5 zu 1 für Götz.

Könnte ich mir kurz Ihren Helm leihen, der Herr?

Wir wollen nicht so viel Zeit verlieren.

Der Kampf ist dann beendet, wenn einer von Ihnen unfähig ist aufzustehen.

Vielleicht, Herr Schisshauptmann, aber der Kampf läuft bereits.

Was redest du da, Kerl?

Wenn ich sage, ich wette auf Götz, dann wette ich auf Götz.

Oder hast du etwa Lust darauf, dass man dich Kiel holt?

Na, wenn Sie mich so nett fragen, dann kann ich natürlich gar nicht Nein sagen.

Fesselt ihn und seht zu, dass alles zum Kielholen bereit ist.

Was?

Was zum Himmelswillen habe ich denn getan?

Du hast uns getrogen. Auf übelste Art.

Mit deinen Spießgesellen hast du gemeinsame Sache gemacht und deine

hintergangen. Wer sagt das?

Genügt dir das?

Nein, das genügt nicht. Der Mann ist geschwächt. In diesem Zustand überlebt

das nicht.

Habt ihr nicht gehört, was steht ihr noch rum?

Führt sofort meine Befehle aus!

Schiffshauptmann!

Lasst Gnade vor Recht ergehen!

Also von mir aus.

Ich will großzügig sein. Sollte sich ein Mann finden, der bereit ist, die Strafe

auf sich zu nehmen, sage ich nicht nein.

Ich stehe da schon durch.

Los, zieht ihn unter dem Schiff durch.

Eins. Eins.

Eins.

Eins.

Eins.

Eins. Eins. Eins. Eins.

Holt sofort den Mann auf!

1,

2,

3!

Halt! Hört auf zu piepen!

Elisabeth, du kannst ihn doch nicht in deine Kajüte holen lassen. Er braucht

eine richtige Koje. Oder willst du das verstören?

Lass mich allein.

Ich kümmere mich schon um ihn. Hab Dank.

Du auch, Maria.

Lass mich allein, ja?

Aber ihr könnt doch nicht allein mit ihm hier.

Maries! Du bist halb tot. Was kann er mir denn anhaben?

Also, lass bitte keinen da rein.

Hast du gehört?

Niemand darf hier rein. Niemand.

Nein, ich weine doch nicht. Es ist niemals... Dir ist was ins Auge

Seit ich dich zum ersten Mal gesehen habe, habe ich dich nicht vergessen.

Jede Nacht bin ich wackelig und habe an dich gedacht.

Ich habe dich auch die ganze Zeit nicht vergessen, Claude, niemals.

mich, wenn ich fallen würde.

Aber ja doch, ich liebe dich. Ich liebe nur dich.

Vielen Dank.

Nun, Herr Malpren, was wollt ihr?

Majestät, wir befinden uns in einem sinnlosen Krieg, der den Handel auf

nordischen Meeren praktisch zum Erliegen gebracht hat.

Piraten... Majestät, schaut mal hier.

...fügen euch und der Hanse schweren wirtschaftlichen Schaden zu,

dem gemeinsam ein Ende zu machen.

Muss doch in unser aller Interesse liegen.

Wir haben keine gemeinsamen Interessen.

Die meisten Piratenschiffe fahren mit meiner ausdrücklichen Erlaubnis.

Ja, habt ihr mir sonst nichts anzubieten? Etwas, was für mich wirklich

Interesse sein könnte?

Ich... Ich kann euch nicht ganz folgen.

Es ist doch ganz einfach.

Ich will freien Zugang für meine Handelsschiffe zu sämtlichen Häfen der

Und wenn ich freien Zugang sage, dann meine ich ohne Zoll und ohne zeitliche

Begrenzung.

Könnt ihr mir jetzt folgen?

Zu solch weitreichenden Zugeständnissen habe ich keine Vollmacht, Majestät.

Das muss ein außerordentlicher Hanselrat entscheiden, der muss erst einberufen

werden. Tja, dann beruft ihn ein.

Und bis er entschieden hat, wird eure hübsche Tochter mir Gesellschaft

Das bedeuten ihr nämlich als beide?

Ihr seid ein kluges Kind.

Kaufmann Prien, ihr könnt nach Hamburg zurückfahren.

Maria, bleibst du hier bei Elisabeth?

Wie könnt ihr nur daran zweifeln?

Natürlich bleibe ich hier.

Danke.

Na, ich... Ich muss versuchen, den Hanserat so schnell wie möglich von

Margaretes Forderungen zu überzeugen.

Es ist alles meine Schuld. Ich hätte nie mitkommen dürfen. Mach dir keine

Vorwürfe. Ich bin sicher, du bringst das schon in Ordnung. Du wirst mit einem

Angebot des Rats zurückkommen.

Was immer geschieht, Elisabeth.

Ich... Du sollst glücklich sein.

Sie sind ausgelaufen. So ist es. Sie ist Königin Margaretes Geisel.

So lange, bis der Hanserat den Forderungen der Königin nachgibt.

Wir müssen Elisabeth haben.

Du redest im Fieberwahn.

Königin Margarete hat eine Garnison von 500 Soldaten beim Schloss.

Kannst du mir sagen, wo ich Stöttebäcker finde?

Unter Deck.

Gott.

Was ist denn passiert?

Mach dir keine Sorgen. Das wird wieder.

Er hat zumindest keinen Wundbrand. So viel ist sicher.

Hast du Neuigkeiten?

Hast du Neuigkeiten?

Ja.

Du hattest recht.

Die Wallenroths haben die Kaufurkunde unseres Gutshofes gefälscht. Ich habe im

Rathaus die Besitzurkunde unserer Eltern gefunden.

Vater hat sie bestätigen lassen. Nach dem angeblichen Kauf durch die

Wallenroths. Ich wusste es.

Und noch etwas.

Der alte Wallenroth hat seit Jahren Gelder aus der Stadtkasse unterschlagen.

Bleib liegen.

Du bist noch zu schwach.

Dann musst du zu Prehn und ihn davon unterrichten.

Diesmal muss er dir Glauben schenken.

Ich bitte dich darum, tu mir den Gefallen.

Ich bin mit dem Angebot der Hanse bis zum Äußerten gegangen. Aber Königin

Margarete, es hat ihr nicht gereicht.

Ich fürchte, wir müssen tun, was sie von uns fordert.

Gibt es die Elisabeth?

Wie wird sie behandelt?

Eher als Gast, denn als Geißel.

Trotzdem, wir müssen der Königin entgegenkommen. Wenn wir auf ihre

eingehen, verlieren wir unsere Haupteinkünfte.

Wenn wir zu einem Frieden mit der Königin kommen wollen, muss die Hansel

der Saun Apfel beißen. Du hast doch überhaupt keine Ahnung, von was wir so

widersprechen. Aber ich weiß, dass ich von der Freiheit oder Gefangenschaft

meiner zukünftigen Ehefrau spreche. Ganz recht. Es geht in diesem Fall nicht nur

um Geld.

Wir können doch die Verluste der Hanse und unsere Verluste doppelt und dreifach

hereinholen, wenn wir mit der Königin Frieden fließen und gemeinsame Sache

machen gegen die Seeräuberei.

Nun gut.

Ich werde den Bürgermeister bitten, den Hanserat einzuberufen.

Und er wird dann im Rat berichten über eure misslungene Mission in Kopenhagen.

Und dann werden wir beraten.

Beraten?

Es gibt nichts zu beraten. Es geht um meine Tochter.

Um eure zukünftige Schwiegertochter.

Glaubt mir, wir werden alles tun, um den Rat zu überzeugen.

Aber es wird nicht leicht werden.

Ich verlasse mich auf euch.

Habe ich dir nicht gesagt, dass du mir vor anderen nicht widersprechen sollst?

Aber es geht doch um mich.

Nicht nur um Geschäfte.

Ich werde es bemerken, Vater.

Ja?

Was ist denn?

Auch mein Wort.

Muss das jetzt sein?

Die Sache duldet leider keinen Aufschub, Herr.

Was ist es denn da so Wichtiges?

Ich habe Nachforschung angestellt.

Ich habe eindeutige Beweise dafür, dass ich die Wallen rot... Jan!

dass sich die Wallenholz den Rutschhof unserer Eltern unrechtmäßig angeeignet

haben. Jan, ich habe dich gewarnt. Noch eine solche Verleumdung und ich weise

dir die Tür. Ihr Herr gab mir vor eurer Abreise nach Kopenhagen den Auftrag, die

Bücher der Stadt durchzugehen.

Und? Hast du was unter der Tatsache gefunden?

Das kann man wohl sagen.

Ihr Thema, Flüchtigkeitsfehler.

Wie viel geht es?

Ich würde sagen, insgesamt um etwa 10 .000 Barren in Milba.

Verrückt?

Das kann nicht sein.

Verzeih mir, wenn ich mich widerspreche. Aber es ist eine traurige Tatsache. Ich

habe es aufgelistet. Hier.

Es sind Gelder aus der Stadtkasse entnommen worden, um die

zu erneuern. Aber nichts ist geschehen.

Kein Pfennig davon ist je angekommen.

Nein, Degenhardt.

Halt euch bei diesem Sauwetter hier her.

Kommt doch rein.

Ihr habt Schande über Hamburg gebracht, Konrad von Weinroth. Und ihr habt

Schande über meinen Namen gebracht.

Und morgen werde ich vor den Hanselrat treten und euch anklagen.

Ich habe Martin Degenhardt als Zeugen mitgebracht.

Jetzt beruhigt doch doch um Gottes Willen.

Was hat euch überhaupt so in den Arsch gebracht?

Ihr fragt das.

Eure Unverschämtheit wird nur noch von eurer Heuchelei überboten. Wie könnt ihr

es wagen, über Jahre hinweg, Gelder aus der Stadtkasse auf die Seite zu

schaffen, zu eurer persönlichen Bereicherung?

Und gleichzeitig...

Um die Hand meiner Tochter anzuhalten.

Ihr habt nichts dazu zu sagen.

Dann sehen wir uns morgen vor dem Rat wieder.

Kommt.

Glaube ich nicht.

Ich lasse euch von der Stadtwache verhaften.

Ihr seid so gut wie tot, Konrad von Wallenroth.

Da verwechselt ihr etwas.

Da verwechselt ihr etwas ganz Grundsätzliches.

Ja.

Führung. Komm her.

Was hast du

gut gemacht?

Mein Sohn.

Jetzt schnell, Priester.

Ich bin jetzt der Höhle.

Du kannst mir keine Befehle mehr geben.

Du fährst jetzt sowieso direkt in die Hölle.

Ob mit oder ohne Ölung.

Wenn ihr mich

tötet, macht ihr einen großen Fehler.

Sagt mir einen Grund, warum ich es nicht tun sollte.

Weil ich der einzige Zeuge bin, der für euch aussagen kann.

Und der einzige, der euch zum Bürgermeister vorschlagen wird.

Das macht mich zum mächtigsten Mann in der Hand.

Das war's.

Noch eins?

Ihr müsst zurückkommen.

Ich habe einen Mord zu melden.

Was sagst du?

Hast du was getrunken? Nein.

Mein Herr, der Kaufmann Hermann Prehn, er ist ermordet worden.

Ich kenne ihn als sehr ehrbarer Mann. Wer soll ihn denn ermordet haben?

Simon von Wallenroth.

Im Hause der Wallenroths.

Simon von Wallenroth?

Du musst wirklich vertrunken sein.

Bitte, ihr müsst mir glauben.

Zuerst hat sein Vater auf ihn eingestochen und dann er. Ja, ist ja

gut. Wir haben es gehört.

Ich gehe mal nach.

Du passt auf den Besoffenen auf.

Komm her. Na komm, lern dich auf, bis mein Kamerad zurückkommt.

Danke, ihr seid sehr freundlich.

Simon von Wallenroth.

Ja?

Kommt zu glauben, oder?

Nein, eigentlich nicht.

Hat er etwas mit eigenen Augen gesehen?

Er hat ihm sein Messer direkt in die Brust gestoßen.

Das ist er.

Dieser Mann hat Hermann Prehn und seinen Vater ermordet.

Nein! Er hat mich getötet! Schaffst ihn mir aus den Augen!

Hamburg im Jahre des Herrn

1396.

Ich, Hermann Prehn, bestimme Hebert.

dass mein gesamtes Vermögen im Falle meines Todes an Simon von Wallenroth

übergeht, den zukünftigen Ehemann meiner geliebten Tochter Elisabeth.

Mit eigener Hand gezeichnet, Hermann Prehn.

Wollt ihr mich sprechen, Herr?

Du wolltest doch mit diesem Städtebäcker abbrechen.

Ich warte nur auf euren Befehl dazu.

Der Zeitpunkt ist jetzt gekommen.

Aber wartet am Ende, bis ihr auf hoher See seid.

Konrad von Wallenroth und Hermann Prehn sind umgebracht worden.

Man hat deinen Bruder als Mörder verhaftet.

Das kann nicht sein. Was ist los?

Legen wir ab.

Macht auf, ihr faulen Hunde. Alle Mann an Deck.

Du auch.

Er ist noch zu schwach.

Du auch, habe ich gesagt.

Schiffshauptmann.

Die Godewind segelt ab sofort unter der Flagge Simon von Wallenroth.

Hermann Vreen ist tot.

Das kann doch nicht sein.

Konrad von Wallenroth ist auch tot.

Sie wurden heute Nacht beuglingsermordet.

Und zwar vom Bruder dieses Mannes.

Was steht ihr hier herum?

An die Arbeit, Leute.

Und du?

Mach, dass du auf den Mast kommst.

Ich mach das.

Scherzebecker!

Simon von Wallenroth sagt, Jan hätte Vater ermordet

und dass Klaus daran beteiligt war. Aber er sagt nicht wie.

Ich weiß nicht wie. Ich weiß nicht wie. Ach, mein armes Kind.

Unsere Zukunft liegt in den Händen von Simon von Wallenroth. Nein! Er ist

einzige Hoffnung.

Lass uns allein.

Was habt ihr mit mir vor?

Warum bringt ihr mich nicht gleich um?

Macht ihr keine großen Hoffnungen.

Mache mir eine Liste über alle Warenlager, die Hermann Prim besessen

Und über seine Handelsbeziehungen.

Im Übrigen, was seinen Bruder angeht.

Der dürfte längst Fischfutter sein.

Dafür habe ich gesorgt.

Weißt du, welche Strafe auf Kameraden -Diebstahl steht?

Wieso? Den habt ihr nämlich gestohlen.

Hier wird ein freches Grenzen gleich vergehen.

Was ist das hier?

Euer freites Auge vielleicht.

Das sind die gesamten Ersparnisse vom armen Götter.

Und wo, glaubst du, haben wir diesen Beutel gefunden?

Jetzt sagt bloß in eurem Wamm. Schluss mit dieser Vorstellung!

Zwischen deinen Sachen, du Schandmaul!

Und was habt ihr jetzt vor?

Ich statuiere ein Exempel.

Auf Kameraden -Diebstahl an Bord eines Schiffes stehen 50 Peitschliebe. Du

würdest das nicht überleben. Also will ich noch mal gnädig sein und werde dich

deshalb nur... ...blenden lassen.

Oh!

Da müsste ich euch ja eigentlich noch dankbar sein.

Rede nur weiter so.

Lange wirst du nicht mehr dein loses Maul wenden. Denn gleich, das verspreche

ich dir, wirst du um Gnade winseln.

Ihr wisst alle, dass unser Schiffshauptmann diese dreckige Lüge

sich an mir zu rächen. Und dass er glaubt, dass er damit durchkommt, weil

Schiffseigner tot ist.

Aber einmal muss Schluss sein mit der Willkür.

Glaubt ihr denn, ich bin der Letzte, mit dem er so umgeht? Wenn ich

ausgepeitscht, geblendet oder tot bin, dann bist es vielleicht du oder du oder

du. Jetzt ist Schluss. Ja, er hat recht. Wer greift den Kerl, Männer?

Halt!

Hört ihn an!

Wer greift ihn, habe ich gesagt?

Oder wollt ihr, dass ich euch alle teelholen lasse?

Er hat die Macht, jeden Einzelnen von uns vom Leben zum Tode zu befördern,

immer er will. Aber nur, wenn wir es zulassen. Und wir sollten es nicht

zulassen. Wenn wir zusammenhalten, sind wir stark, stärker als sie. Die

Pfeffersäcke, die Adligen, die Patricia, die uns aussaugen, damit sie immer fett

und fetter werden.

Nehmen wir uns das unsker.

Ich lasse mir nichts mehr.

Und ihr solltet das auch nicht. Dann sind wir frei und leben als Piraten.

Wer von euch sich uns anzuschließen bereit ist, ist willkommen.

Wer nicht?

Den droht der Tod.

Im Kapp.

Oder seid ihr gegen uns?

Gottes Freund.

Und aller Weltfeind.

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