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Wo hast du das gelernt?
Weiß ich nicht. Meine Möse ist magisch, glaube ich.
-Solche Worte nimmst du in den Mund? -Bist du etwa eine Kleinstadt-Mimose?
Ich bin's jedenfalls nicht. Ich bin anders.
In mir steckt ein Stadtmädchen.
Ich rauche, ich hure herum…
Ich bin zu groß für diese Kleinstadt.
Adeline!
Sprich leiser.
Herrje, legst du einen Ton an den Tag!
Ich will nicht lernen, wie man eine gute Hausfrau wird.
Es ist aber wichtig, Liebes,
dass du lernst, wie man einen Haushalt führt,
wenn du einen Mann finden und eine Familie gründen willst.
Hat dir ja viel gebracht.
Wo ist dein Mann, Mutter?
Das habe ich überhört.
Ich musste dich großziehen!
Ich verwaltete die Anzeigen für die Lokalzeitung.
Ich war ganz allein.
Und genau dieses Leben möchte ich dir ersparen, Adeline.
Ich weigere mich. Am Strickzirkel nehme ich auch nicht teil.
Ich gehe sowieso weg.
Gut.
Viel Glück.
Verschwinde.
Ich kann noch nicht gehen. Mir fehlt es an Geld, Mutter.
Dann gehst du zum Treffen.
Wenn du unter meinem Dach lebst, lernst du Haushaltsführung.
Und zwar jeden Mittwochabend bei Eleanor Adams.
Na schön!
Du hältst dich also für besser als alle anderen?
Ja. Das bin ich wirklich.
Man munkelt, dass nicht nur ich in den Genuss deiner magischen Möse komme.
Man sah dich mit Ed Gein. Du gehst mir doch nicht fremd?
Nein.
Wobei dich das nichts anginge.
Es ist modern und urban, Freunde zu haben, Randy.
Aber damit kennst du dich eh nicht aus.
Die Sonne geht auf.
Hast du keine Kühe zu melken?
Wirfst du mich raus?
Ja.
Ich werde hier sitzen und lesen.
Bald bin ich weg, Randy.
Such dir lieber eine andere zum Vögeln.
Immerhin bist du Farmarbeiter.
Sicherlich wird dir ein Schwein unterkommen.
Oder ich erzähle allen von uns, Adeline. Wie würde dir das gefallen?
Dann sage ich, dass du dir auf dem Markt eine Sau zum Ficken gekauft hast.
Die Hinterbeine steckst du in die Stiefel, damit sie nicht flieht,
während du ihre kleine Schweinemöse fickst.
Mit dir stimmt doch was nicht.
Tja, nichts, was ein Tapetenwechsel nicht richten könnte.
Mach's gut, Randy.
MONSTER DIE GESCHICHTE VON ED GEIN
Es war ein wirklich schöner Tag.
Der schönste überhaupt.
Es ist schön, einem Menschen nah zu sein.
Bei dem man ganz man selbst sein kann.
Ehe du noch etwas sagst…
Wir wollen ja sowieso heiraten,
wir könnten es mit dem Kindermachen probieren.
Wir könnten heute damit beginnen.
Nein, Ed, dafür habe ich keine Zeit.
Was sagst du da?
Ich muss zu Eleanor Adams, da findet ein Nähzirkel statt.
Deshalb habe ich nichts gegessen.
Hauswirtschaftslehre nennen die das.
Wer schreibt dir vor, dass du dorthin musst?
Mutter. Sie zwingt mich dazu.
Sie hat dir nichts vorzuschreiben.
Ich will dir Dinge vorschreiben.
Ok.
Du lässt dich ganz schön bitten.
Nein, Eddie! Ich werde das nicht tun.
Ich dachte, du willst.
Vielleicht hebe ich mich ja für die Ehe auf, Eddie Gein.
Bitte, Adeline. Meine Eier platzen bald. Sie tun weh.
Sie sind geschwollen wie ein Euter.
Dann geh kalt duschen.
Bis später.
-Man muss von allem etwas nehmen. -Ja, das muss man.
-Auch die Wursttaschen probieren. -Die sind…
-Sind die nicht hübsch? -Sie sind hübsch. Wunderschön.
Was ist los? Ich sagte, iss vorher nichts.
Habe ich nicht, aber ist das zu glauben?
Mir verging der Appetit, als ich dieses Festmahl vor mir sah.
Tja, mehr für mich.
Ach, typisch Gladys.
Zum Schreien komisch.
Wir danken dir für deine Gaben,
allmächtiger Gott, der ewig lebt und herrscht.
Und gegenüber der Seelen der Toten
soll Gott Gnade walten lassen, so ruhet in Frieden.
Amen.
Amen.
Das wird so gut schmecken.
Das duftet köstlich.
Himmlisch.
-So gut. -Man kann sich nicht satt essen.
Seht euch nur das ganze Wachs an.
Und das stammt allein von den Kerzenenden.
Daran erkennt man, wie viel Wachs man wegwirft.
Unglaublich.
Also…
Wir nehmen einen Docht,
und dann tauchen wir den Docht ein.
Rein und raus,
rein und raus,
dazwischen lässt man es trocknen.
Frage. Ich mag dicke Dochte. Kann ich dicke Dochte eindippen?
Ja, warum denn nicht? Siehst du? Ich ziehe ihn raus, eine neue Schicht!
Verzeihung. Was ist mit langen Dochten?
Meine Kerze muss mindestens 30 cm lang sein.
Die passt in die wenigsten Kerzenhalter.
Mein Kerzenhalter fasst das.
Und der braucht eine große, fette Kerze.
So, das reicht.
-Sie ist frech. -Adeline.
Du nimmst die Sache schon von Anfang an nicht ernst.
Hat ja lange gedauert, dumme Kuh.
Sie machen einen auf Hausfrau des Jahres, aber lügen wegen Ihres Triebtäter-Sohns.
Raus aus meinem Haus! Du fährst zur Hölle!
Dann werde ich mich dort um Ihren Sohn kümmern.
Ich lache auf Ihrer Beerdigung.
Ich sagte doch, alle tragen Schwarz.
Ich habe "grelle Farben" verstanden.
Ich schäme mich für dich.
Kreuzt wie eine Bordsteinschwalbe bei der Beerdigung einer Mitbürgerin auf,
die wegen der Taten ihres Sohnes einen Herzinfarkt erlitten hat.
Irgendwas stimmt nicht mit dir.
Tja, bald wird das kein Problem mehr sein.
Ich ziehe nach New York.
Oh, wow.
Das ist viel Essen!
-Das geht auf mich. -Na gut.
Schmeckt gut.
Isst du gar nichts?
Eddie, ich muss dir etwas sagen.
Ich gehe fort.
Ach ja?
Ich habe mich beworben.
Beworben?
Du hast Arbeit?
Erst ist das Bewerbungsgespräch.
Was zum Kuckuck… Was für eine Arbeit ist es denn?
Bei Weegee.
Der Fotograf aus New York.
Da ziehe ich hin. Und kriege ich den Job, kommst du nach.
Nach New York?
Was soll ich denn da?
Dort kann man viel unternehmen. Dort gibt es alles.
Ich habe oft daran gedacht, diese kalte Gegend zu verlassen.
Zu reisen, die Familie zu besuchen.
Du wirst New York lieben. Dort gibt es Gerbereien, das liebst du so.
Ich soll Gerber in New York werden, meinst du?
Ich zeige den Stadtjungen, wo es langgeht.
Und es gibt ein Fleischfabrikviertel.
Du liebst Fleischerhaken und Dinge aufzuschlitzen.
Hast du je einen Wolkenkratzer gesehen?
Nicht im echten Leben.
Eddie, die kratzen am Himmel.
Ich weiß, das ist ein großer Schritt, aber für mich würdest du es doch tun?
Ich halte es hier einfach nicht mehr aus. Hier wartet nichts auf mich.
Wenn du mich wiedersehen willst, musst zu zum Big Apple kommen.
Das heißt so. Weiß auch nicht, warum.
Jetzt sei doch nicht so ein Trauerkloß.
Natürlich ist es traurig, dass ich weggehe.
Ich bin das einzig Schöne an dieser Stadt.
Aber ich hab was für dich. Als Beschäftigung, während ich weg bin.
Oh, wow.
Über Christine. Die magst du doch so.
Sie ist richtig erfolgreich.
Ja.
Danke schön.
Es hat viele Seiten. Ich weiß nicht, ob ich das schaffe.
Oh, und sieh mal.
Deine liebe Freundin Ilse.
DAS BIEST VON BUCHENWALD
Da liegst du richtig.
Da. Du bist vorbeigefahren.
Ich bringe dich nicht zu dir. Ich fahre mit dir zu mir.
-Ich bringe dich nach Hause. -Nein. Ich muss den Bus kriegen.
Nein. Jetzt hörst du mir mal zu.
Wenn du nach New York abhaust
und willst, dass ich hier die Stellung halte,
dann ist es an der Zeit, dass wir uns vereinen.
Im Bett.
Ich war bisher nicht bereit,
Vater zu sein, aber jetzt bin ich mehr als bereit.
Nein, Eddie.
Adeline, davon will ich nichts hören.
Es ist dein Duft. Ich halte es nicht mehr aus.
-Halt an. -Nein, Adeline.
Lass mich der Mann sein.
Eddie, halt an!
Verflixt noch eins.
Ich habe darüber nachgedacht.
Und wir müssen uns unterhalten.
Eddie, unsere Beziehung ist… etwas sehr Besonderes.
Aber genügt das?
Was?
Eddie, du drängst zu sehr auf Sex.
Das ist etwas, über das ich bestimmen muss,
und du nimmst mir diese Wahl.
Du hast mich doch dazu gedrängt.
Nur der Gedanke an Mutter machte mich nervös und lenkte mich ab,
weil ich dachte, sie schimpft mich aus, aber…
…das ist nicht länger meine Sorge.
Es tut mir leid, Eddie.
Ich bin nicht bereit.
Was zum Henker soll ich denn jetzt machen?
Ich habe große Gefühle für dich.
Na ja…
Ich bin noch nicht bereit für Sex.
Bin ich einfach nicht.
Und ich habe gedacht, dass wir uns verlobt haben.
Wozu soll das dann gut sein?
Dafür bin ich auch noch nicht bereit.
Oh.
Such dir eine andere, wenn ich weg bin.
-Stille den Hunger. -Wen denn?
Ich mag die anderen hier nicht,
und die mögen mich auch nicht.
Nun…
Mach's mit einer, die nicht Nein sagen kann.
Mit einer Toten.
Das hab ich auch schon überlegt.
Aber ich konnte nicht.
Warum nicht?
Eddie, die sind tot.
Es spielt keine Rolle.
Die hier ist frisch.
Sie ist diese Woche gestorben.
MUTTER ELEANOR M. ADAMS
Ja.
Schau, wer neben ihr liegt.
MUTTER AUGUSTA W. GEIN
Das ist doch ein Zeichen, oder?
Kannst du noch eine Woche warten? Samstag ist das Eisteichfest.
Der Teich ist zu, alle treffen sich zum Schlittschuhlaufen.
Tut mir leid. Ich bewerbe mich in der Großstadt.
Ich werde dich sehr vermissen. Das wird jeder.
Die Jungs auf jeden Fall.
Wer? Randy? Der ist so blöde, der merkt nicht mal, dass ich weg bin.
Und Ed… Er klammert zu sehr. Ich brauche den Abstand.
Ich habe ihm eine Freundin gesucht.
Das ist aber großmütig.
Wünsch mir Glück.
Suzette, ich muss dir was sagen.
Was denn?
Ich kehre nie wieder.
Was?
Ich verlasse diese Stadt.
Und auch du wirst mich nie wiedersehen.
Was? Darf ich dich nicht besuchen?
Suzette, es tut mir leid. Aber du passt nicht in die große Stadt.
Du bist nicht kultiviert genug.
Mach's gut!
Christine Jorgensen, einst George, sorgte für Aufruhr,
als sie aus Kopenhagen nach New York zurückkehrte.
Christine machte Schlagzeilen nach einer Reihe OPs in Dänemark,
die sie von einem Mann in eine Frau verwandelten.
Mich beeindrucken die vielen Leute.
Freuen Sie sich, daheim zu sein?
Natürlich. Welcher US-Bürger wäre nicht froh?
Wurde Ihnen ein Filmvertrag angeboten?
Ja, aber ich lehnte ab.
Haben Sie Schauspielpläne?
Ich denke nicht, nein.
Werden Sie weiter fotografieren?
Ich hoffe es, ja.
Ich freue mich, wieder hier zu sein. Momentan habe ich keine Pläne.
Danke, dass Sie hier sind. Aber mir ist das zu viel.
Was machst du jetzt als Frau? Wo wirst du wohnen?
Herzlichen Dank.
-Nein! Wo willst du hin? -Danke fürs Kommen.
Nein!
Bleibst du da stehen und starrst?
Der Film ist vorbei.
Ja, was ist denn? Es ist hoffentlich wichtig.
Ich brauche ein anderes Zimmer. Ich friere.
Beheizte Zimmer sind zu teuer, du Landei.
Besorg dir Geld. Oder einen Mann. Ansonsten gewöhn dich dran.
Bitte, ich erfriere.
Du hast eine unbeheizte Wohnung. Ohne Wasser, ohne Heizung.
Was? Hältst du die Kaltfront nicht aus?
Du hast hier sowieso nichts zu suchen.
Keine Almosen!
Adeline hat mir die Schallplatte gekauft.
Das hört man in der großen Stadt.
Und siehst du die Flasche mit der Kerze darauf?
Das ist eine Weinflasche.
Man nennt den Wein Chianti.
Ich mag den Geschmack von kostspieligem Wein.
Er schmeckt romantisch.
Ich würde dir ja welchen anbieten…
Ok, gut…
Dann wollen wir mal.
Tut mir leid.
Ich kann das nicht.
Mir gefällt die Musik einfach nicht.
Ich habe lange nicht gespielt.
Ich bin etwas eingerostet, aber…
Die Musik gefällt mir.
Davon kriege ich gute Laune.
Sie beflügelt mich.
Ok, also…
Oh, du willst mich verführen, ja?
Wenn ich nicht gut bin, sei nachsichtig mit mir, ja?
Ich hatte noch nicht viel Übung.
Ist das so ok?
Das fühlt sich so schön an!
So schön!
So gut!
Du meine Güte.
Wie war's für dich?
Oh, hi.
Verzeihung, ich hatte mich verlaufen,
aber es ist mir eine große Ehre, Sie kennenzulernen, Mr. Weegee.
Wieso hast du mir so oft geschrieben? Ich bekomme nie so viel Post.
Letzte Woche waren es drei an einem Tag.
Tut mir leid, aber… Ich liebe Ihre Arbeit einfach so sehr.
Mich fasziniert wohl der Tod.
Und Ihre Fotos erinnern mich eben daran, dass wir alle sterben müssen.
Dass es egal ist, wie zerschmettert, verbuddelt oder blutig eine Leiche ist,
der Tod gehört einfach zum Leben.
Dadurch habe ich weniger Angst vorm Sterben, weniger Angst generell.
Es ist so, Ihre Fotos haben mich mutiger gemacht,
und unerschrockener und authentischer.
Ich will Ihre Assistentin sein.
Ich will keine Assistentin. Mir hat mal jemand ausgeholfen.
Eine Frau sprang vom Flatiron Building, ihr Kopf ist zerschellt.
Der Junge kotzte, als er das sah.
Plötzlich war da Kotze im Bild.
Würde ich nie tun. Ich liebe solche Dinge.
Dieses eine Foto vom Kopf, der wie ein Kürbis zermatscht war,
oder der Mann mit dem weggeschossenem Kiefer…
Diese Fotos haben eine gewisse Schönheit.
Ihre Arbeit ist unglaublich.
Sie ist wirklich bedeutsam.
Darf ich Ihnen meine Arbeiten zeigen? Sie kommen nicht an Ihre heran, aber…
Na gut.
Nur zu.
Leider ist es etwas unscharf.
Aber das Licht in der Scheune war zu schummerig.
Woher kommst du noch mal?
Aus Wisconsin.
Talentfreiheitshausen, Wisconsin?
Kleinstadt? Eine Einwohnerin?
Bitte?
Stammst du aus einer Stadt in Wisconsin namens Talentfreiheitshausen,
und bist du deren einzige Einwohnerin,
weil ich echt nicht weiß, was das für ein Scheiß sein soll.
Ein unscharfes Bild einer Rinderhälfte? Du spinnst doch wohl, oder?
-Das ist ein Mensch. -Nein, das ist nicht echt.
Das ist echt.
-Wer zerstückelt Menschen so? -Geht Sie nichts an.
Dann hau ab. Du erlaubst dir was.
Im Bett wärst du sicher bombig,
aber man holt sich ja Tripper von irren Weibern wie dir.
Ruhe! Sei jetzt endlich still!
Halt die Klappe! Sei still!
Oh nein, nicht du schon wieder.
-Ich will mein Geld zurück. -Vergiss es.
Mir ist eine Träne eingefroren!
Das Stadtleben liegt dir wohl nicht. Zu schade.
Ich will mein Geld zurück!
Nur über meine Leiche!
DAS BIEST VON BUCHENWALD
Oh nein.
Wer?
Ilse Koch.
Sie werden beschuldigt, gemeinsam mit anderen
Kriegsverbrechen begangen zu haben.
Worauf plädieren Sie?
Ruhe im Gericht!
Ruhe im Gericht!
Ruhe im Gericht!
Soldat. Hallo. Pussy?
Noch mal Pussy, again?
Noch mal?
Das geht nicht.
Du hast mich bereits geschwängert. Komm her.
Verdammt.
Oh, mein Soldat.
Eddie! Oh, Eddie!
Ich habe mir dabei eine andere vorgestellt.
Ich weiß nicht, ob du das gemerkt hast.
Ach, ich habe etwas für dich.
Ich würde es ja Parfüm nennen, aber…
Auf der Flasche steht "Eau de Toilette".
Nein.
Ich wollte dich nicht verletzen.
Niemand riecht die ganze Zeit frisch, keiner von uns.
Ich helfe dir.
Mutter hat es auf ihr Handgelenk gesprüht.
Und dann…
Dann hat sie den Hals damit benetzt.
So.
Oh ja. Eine wahre Lady.
Sehr verführerisch.
Hallo?
Hallo?
Adeline!
Ich dachte, du kommst nie wieder.
Dachte ich auch.
Darf ich fragen…
…was du vorhattest?
In New York?
Wo hast du dich beworben?
Bei einem Fotografen.
Dann sagte er mir…
Er sagte, ich hätte kein Talent.
Es war schrecklich. Einfach furchtbar.
Adeline.
Ich will dir etwas erzählen.
Diese…
Diese Talentfreiheit.
Deine Unfähigkeit, hier sesshaft zu werden und… Wie würdest du das nennen?
Normal zu sein?
Die Angst, dass du eine Versagerin bist…
Das stimmt natürlich alles.
Dass du eigenartig bist, keinerlei weibliche Kompetenz hast…
Ich habe dir das angetan, glaube ich.
Als ich mit dir schwanger war,
war das… unerwartet.
Und ich war noch sehr jung, also habe ich…
Ich stürzte mich die Treppe hinab.
Mehrfach, weil ich wollte,
dass es eine Fehlgeburt auslöst.
Immer und immer wieder….
…stürzte ich mich hinab.
Was ehrlich gesagt recht schwierig ist.
Der Körper will das nicht zulassen,
aber ich wollte dich unbedingt loswerden.
Und… beim letzten Versuch, da hab ich die letzte Stufe ordentlich erwischt,
bei Gott, war das ein Bauchklatscher…
Der hat mir richtig zugesetzt.
Ich glaube, diese Treppe hat dir übel mitgespielt.
Darum bist du so eigenartig. Darum blamierst du dich so.
Und mich.
Es gibt keine andere Erklärung.
Du bist…
…abartig.
Ja.
Und…
…als Dank für all das Leid, was kriege ich da?
Nichts.
Also…
Iss dein Hinterwäldler-Essen, wofür du keinen Finger gerührt hast.
Dann reiß dich zusammen und such dir einen Ehemann,
der deinen durchgeknallten Scheiß aushält.
Und zwar schnell, denn eines sag ich dir: Es wird nicht leichter.
Ehe man sich's versiehst, bist du eine alte Jungfer.
Bloß ohne verblödete Idiotentochter, für die man sich schämt, anders als ich.
Also schätz dich glücklich.
Tut mir leid.
Was?
Was ist passiert?
Was ist denn? Das hast du doch gewollt?
Darf ich dir etwas sagen?
Darf ich ehrlich mit dir sein?
Darf ich dir was Ehrliches sagen?
Was?
Was?
Du bist zu warm.
MONSTER DIE GESCHICHTE VON ED GEIN
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