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Mrs. Gein?
Mrs. Gein?
Adeline!
Adeline!
Mutter!
BEIM GEMEINDEESSEN. BRATEN IST KALTGESTELLT.
Ich weiß, was du bist.
Ich weiß, was du bist!
Setz dich.
Wofür ist das?
Das ist für dich.
Du bist doch der, der meine Unterwäsche stiehlt, oder?
Ich weiß, wie viele du hast. Ich bestelle sie bei Sears & Roebuck.
Du hast etwas Düsteres an dir, Eddie Gein.
Na, das sagt die Richtige.
Da hast du recht. Aber du warst nicht ehrlich zu mir, Eddie.
Ich gebe dir eine letzte Chance, ehrlich zu sein.
Und lügst du mich an,
so wahr Gott mein Zeuge ist, ist es vorbei.
Ich habe die Leiche gesehen, Eddie.
Ist das die Leiche deiner Mutter?
Nein.
Sie ist es nicht.
Sag mir die Wahrheit.
Das tue ich.
Wo hast du sie her?
Ausgegraben.
Warum?
Wohl aus Interesse.
Sie sagte, sie bräuchte nur die Knochen.
-Wer sagte das? -Mutter.
So nennst du die Leiche?
Ja. Na ja, sie ist es ja auch. Das ist Mutter. Sie…
Sie ist in ihr.
Ich kann es nicht beschreiben.
Diese Leiche ist Mutter.
Ich verstehe.
Du bist wirklich makaber, Eddie Gein.
Wie war es, als du das erste Mal das Fleisch berührt hast?
Es war noch recht frisch.
Sie war erst eine Woche tot.
Ich sah mal ein Foto von Weegee.
Eine ist von der Brooklyn Bridge gesprungen.
Beim Fund der Leiche war das Gesicht zerschmettert
wie eine Kürbislaterne in der Höllennacht.
So zermatscht sah das Gesicht aus.
Ist sie auch so gestorben?
Nein.
Sie starb natürlich, denke ich.
Warum sind alle so empfindlich, was den Tod angeht?
"Asche zu Asche, Staub zu Staub." So steht es in der Bibel.
Nichts Menschliches widert mich an.
Wenn ein Mensch etwas vermag,
dann ist es faszinierend.
MONSTER DIE GESCHICHTE VON ED GEIN
-Nehmen Sie die zum Essen ein. -Ja.
Ja, geben Sie schon her, Albert. Danke.
Alles in Ordnung?
Ich habe vergessen, dass du da bist.
Mir geht's gut. Beachte mich nicht.
Ich möchte noch mehr Kalk.
Wofür in aller Welt brauchst du so viel Kalk?
Mir ist eine weitere Färse weggestorben. Sie war jung.
-Ja. -Noch fast ein Kalb.
Ja, Kalk beschleunigt die Verwesung.
Das macht 29 Cent, bitte.
So ein Mist.
Ich habe nur einen Vierteldollar. Ich packe was zurück.
Ach, Eddie.
Ich übernehme den Restbetrag.
-Ich zahle es Ihnen zurück. -Ach, schon gut.
Es ist immer so schön, wenn du herkommst.
Du bist der einzige Mensch, der freundlich zu mir ist.
-Das stimmt doch gar nicht. -Doch!
Und aufrechte Freundlichkeit bringt mich immer zum Weinen.
Sieh mich nur an.
Ich bin mit den Nerven am Ende.
Ich stehe kurz vor einem Zusammenbruch.
-Sie sehen wirklich etwas blass aus. -Ja.
-Haben Sie gegessen? -Ich habe keinen Appetit.
Ich vergesse zu essen, seit ich die Medikamente nehme.
Aber meiner Figur hat es sehr geholfen.
Wohl wahr.
So schlank war ich das letzte Mal, als ich noch zur Schule ging.
Aber ich bin die ganze Zeit so nervös.
Ich hätte einen Vorschlag.
Sie machen eine Stunde den Laden zu, und ich lade Sie zum Essen ein.
Was?
Oh nein, Eddie. Ich habe dein letztes Geld bekommen.
Wir gehen zur Drogerie. Dort lasse ich anschreiben.
Kommen Sie. Ich lasse keine Lady weinend zurück.
Wir besorgen Ihnen etwas zu essen.
Weißt du was?
Das mache ich, Eddie Gein. Ich nehme die Einladung an.
Bernice Worden arbeitet zu viel.
Ganz recht.
Im Namen Jesu, Amen.
Amen.
Essen gut, Fleisch gut, Gott ist lieb, jetzt wird gefuttert.
Albert, bekomme ich noch mehr Kaffee?
Ich sagte ja schon,
ich bin stolz auf meinen Sohn, er ist immerhin der Sheriff's Deputy,
aber er kommt mich nie besuchen.
Er führt jetzt sein eigenes Leben. Ich war 17, als ich ihn bekam.
Ich war noch fast ein Kind,
und plötzlich bekam ich ein Baby, ich steckte in der Falle.
Sie essen Ihr Rindersteak gar nicht.
Ja, ich brauche nur eine Zigarette,
und dann kommt der Appetit gleich wieder.
Bernice… Ich glaube, irgendetwas stimmt nicht.
Nein, nein. Es…
Tut mir leid. Aber…
Aber du erinnerst mich an ihn.
-An wen? Ihren Sohn? -Nein, an Bert.
Der Mann, in den ich so wahnsinnig verliebt war.
Er kam in den Laden.
Mein Mann Leon war damals bereits etwa ein Jahr tot.
Er wollte Stauchkopfnägel, wusste aber die Größe nicht.
Und ich bin Expertin in Sachen Stauchkopfnägel.
Und im nächsten Moment redeten wir Stunden über Stunden
und haben uns wahnsinnig ineinander verliebt.
Und er sagte, dass er mit mir davonläuft, wenn ich das wollte.
Und ich sagte: "Bert", sagte ich. "Ich werde kein liederliches Weib sein.
Mein Sohn ist Deputy, um Himmels willen.
Und dies ist meine letzte Chance. Ich will etwas Ernstes.
Ich darf nicht als unflätiges Weib im Eisenwarengeschäft enden."
Und er machte ernst.
Wirklich. Er verließ seine Frau, und er zog bei mir ein.
Er sagte: "Trudy.
Trudy, ich bin in die Frau aus dem Eisenwarengeschäft verliebt.
Und ich war nie glücklicher."
Was ist dann passiert?
Sie hat Bleichmittel getrunken, Eddie.
Sie hat sich umgebracht.
Oje.
Und wissen Sie, wo sie begraben ist? Nur aus reiner Neugierde.
Ach, Eddie, es war so skandalös.
Er konnte das Gerede nicht ertragen,
und dass man sich die Mäuler zerriss, und alle machten mich verantwortlich.
"Nagelflittchen" hat man mich genannt.
Und plötzlich hat er mich verlassen. Puff, weg war er.
Jetzt nehme ich diese Pillen.
Ohne sie habe ich Angst,
dass ich nicht zurechtkomme und verrückt werde.
Bestaunst du meinen Busen, Ed Gein?
Tut mir leid.
Nicht doch.
Entschuldige dich doch nicht.
Was ist das für ein Büstenhalter?
So viel Spitze habe ich noch nie gesehen.
Bert hat ihn mir gekauft.
Obwohl die Erinnerung an ihn schmerzt, trage ich ihn dennoch.
Zu Ehren unserer verlorenen Liebe.
Dürfte ich ihn mal tragen?
Bitte was?
Darf ich?
Nun ja…
Ja.
Du warst immer so lieb zu mir.
Wie könnte ich dir das verwehren?
Du bist genau wie er.
Du bringst mich dazu, unanständig zu sein.
Du bringst mich dazu… schamlos zu sein.
Riech daran.
Er riecht nach meinem Parfum.
Das ist ja ein interessanter Abend geworden, Eddie.
-Er soll nicht enden. -Das muss er nicht.
Ich bin etwas aus der Übung.
In der Ruhe liegt die Kraft.
Das stimmt.
Oh, hi.
Wer ist das?
Niemand.
Ich hole uns eine Limonade.
Schön!
ERFRISCHUNGEN
Zwei Cola, bitte.
Aus der ließe sich ein wunderbares Sofa machen.
Ach, Eddie.
Das war einfach magisch.
Ich bin ewig nicht mehr Rollschuh gelaufen.
Dank dir fühle ich mich wieder jung.
-Sie sind jung, wenn ich Sie so ansehe. -Bin ich nicht!
Wissen Sie, wie es noch schöner wird?
Einmal hab ich etwas schön Prickelndes getrunken.
Und zwar Wein.
Nun, wenn es Wein ist, den Sie wünschen, Mister Gein…
Ich weiß, wo wir welchen herbekommen.
Oh ja!
-Oh ja. -Oh ja!
Der prickelt schön.
Ach ja?
Wo prickelt es denn, Eddie?
Wo prickelt es denn?
Ja?
Oh, wow.
Das ist so schön.
Du bist dran.
Ok.
Du bist mir aber ein unanständiger Bursche, was?
Hast du den in der Eislaufhalle angezogen?
Gefällt es dir?
Ja.
Komm her.
-Du hast mich an der Angel. -Ja.
Komm zu Mama.
Wenn du es mir ordentlich besorgst, Eddie Gein…
…lass ich dich mein Höschen tragen.
Oh. Abgemacht.
Ja.
Ich ziehe mein Höschen aus.
Gleich kommt es.
Und da ist es schon.
Komm, Eddie.
Komm, Eddie.
-Ok. -Ja.
Ich komme.
Oh ja!
Oh, Eddie!
Das ist so gut!
Komm, Eddie! Mach weiter, Eddie!
Oh ja!
-Ok. -Du darfst mein Höschen tragen.
Oh ja, das darfst du.
Oh, Eddie!
Ok… Ja…
Gut. Ich bin bereit.
Oh ja, oh ja!
Oh, Eddie!
Es ist etwas eng, aber ich finde, es sieht gut aus.
Lass mal sehen.
Sieh dich nur an! Du unartiges kleines Ferkelchen.
Und…
Was machen wir jetzt?
Nun…
Wir gehen nach oben und…
…du küsst mich, und wir kuscheln, wir machen das Licht aus und…
…morgen gehst du nach Hause, packst deine Sachen und ziehst hier ein.
-Ich soll hier einziehen? -Natürlich!
Es steht fest. Du kannst nicht in deinem Haus bleiben.
Wir könnten auf Mackinac Island ziehen
und bis ans Lebensende
im Sonnenschein baden…
Am Lavender Lake.
Das war so ein zauberhafter Tag.
Ja.
Warte.
-Was ist? -Ich muss dir etwas sagen.
Was?
Ich bin vielleicht verliebt.
In eine andere. Du kennst sie bestimmt nicht.
Was meinst du mit "vielleicht"?
Ich glaube, ich war verliebt, aber…
Ich weiß nicht.
Sieh mich an.
Einem geschenkten Gaul guckt man nicht ins Maul.
Geh nach Hause und packe.
Du ziehst hier ein, Eddie Gein. Du gehörst mir!
-Jawohl, Ma'am. -Ja!
Jawohl, Ma'am.
Meine liebe Mutter.
Hallo, Mutter.
Ich will dir etwas sagen.
Ich gehe.
Ich ziehe mit einer Frau zusammen.
Nicht mit der, die ich mit nach Hause brachte.
Einer anderen. Einer Dame, wie du eine bist.
Die würdest du mögen.
Ich kenne sie.
Du erwartest, dass ich dir sage, dass sie eine unflätige Hure ist,
aber das weißt du bereits, nicht wahr?
Ich muss es dir nicht sagen.
Ich muss akzeptieren, dass ich dich schlecht erzogen habe, ich habe versagt.
Das stimmt nicht.
Herrgott, was gab ich mir Mühe.
Die Lust hat dich geblendet. Genau wie deinen Bruder.
Und jetzt verlässt du mich. So wie er es getan hat.
Du brichst mir das Herz, so wie er.
-Ich besuche dich täglich, zwei Mal. -Nein. Verschwinde jetzt.
Geh und lass deine arme alte Mutter allein.
Eines verspreche ich dir: Diese Frau wird dich hintergehen.
Und die nächste auch. Sie verlassen dich, wie du mich verlässt.
Ich würde dich nie verlassen.
Verdient habe ich es damit, dass ich mich für dich aufgeopfert habe.
Ok. Es ist entschieden.
Ich bleibe.
Nein. Geh. Raus. Jetzt.
Das Herz hast du mir sowieso schon gebrochen…
-Zieh es nicht unnötig in die Länge. -Ich will dich nicht verlassen, Mutter.
Das hast du bereits!
Sie ist das Kleinstadtluder!
Die Frau vom Eisenwarenladen.
Sie ist die Stadtschlampe. Jeder hat sie schon gehabt.
Sie hurte mit einem verheirateten Mann herum.
Trieb eine brave Christin in den Selbstmord.
Die schmort dafür ewig in der Hölle. Du weißt, wozu der Teufel dich anstiftete!
Er ist gerissen. Er hat dich reingelegt.
Des Teufels Wege sind unergründlich. Er hat dich geblendet. Reingelegt.
Was meinst du damit?
Geschlechtskrankheiten.
Als Stadtmatratze krabbelt es auf ihr, und jetzt auch auf dir.
Bei mir krabbelt nichts.
Ich rieche es an dir.
Ekelhaft süß. Wie Eiter, den man aus einer Blase presst.
Lauf zu ihr, Eddie, lauf zu deiner Teufelsbraut.
Pflanze einen Dämon in ihren angestaubten Unterleib.
Wisch die Spinnweben von ihren schlaffen Eutern.
Vereinige dich mit deiner syphiliskranken Braut.
Er hat dich geblendet, Eddie.
Der Teufel hat dich geblendet.
Ich kann dir verzeihen.
Aber…
Wer weiß, ob Gott das auch tun wird.
Augenblick!
Ich hatte mich schon gefragt, wann du kommst.
-Hallo, Bernice. -Hey.
Ich wollte mit dir reden.
GESCHLOSSEN
GEÖFFNET
Warte, bis du siehst, was ich habe!
Du machst zu?
Heute beginnt die Jagdsaison. Es kommt sowieso niemand.
Deswegen auch das Martin. Ich überlege, auch zu jagen.
Geh nicht heute. Am ersten Tag wird immer jemand erschossen.
Und ich darf dich nicht verlieren, Eddie Gein.
-Was willst du denn jetzt da hinten? -Oh, wart's nur ab!
Trinken wir jetzt jeden Tag Wein?
Natürlich.
Das macht man so auf Mackinac Island.
Und ich habe uns italienische Brote mit Bratenfleisch gemacht.
Die haben wir damals gegessen, als wir Wein am Ufer tranken.
Aber ich denke nicht mehr an ihn.
Heute…
…denke ich nur noch an dich.
Mach es auf.
Das ist mein Lieblingsbüstenhalter.
Früher hätte ich nie zu träumen gewagt, mich davon zu trennen,
aber da ich ihn nun dir gebe…
Irgendwie hat mir das gefallen.
Ok.
Danke.
Auf uns.
Bernice…
Ich muss dir etwas sagen.
Ja?
Das muss ein Ende haben.
Was?
Ich sprach mit Mutter, sie hat mir etwas erzählt.
Über deine Geschlechtskrankheit.
Was zum Henker redest du denn da?
Sei still, bitte. Das fällt mir schwer genug.
Du verbreitest eine Seuche in der Stadt. Und nun habe ich sie auch.
Ich habe keine Geschlechtskrankheit.
Das ist ein bösartiges Gerücht.
Verbreitet durch lästernde Wichtigtuer,
die keine Ahnung von wahrer Liebe haben.
Ich sagte, sei still!
Du verbreitest eine Seuche, und mich hast du auch angesteckt!
Ich bin verdorben!
-Jetzt will mich keine mehr! -Das ist nur ein Gerücht!
Du hättest sagen sollen, dass du einen gewissen Ruf hast!
-Ich… -Oh wohl!
-Nein! -Doch!
Jetzt hast du Schande über mich gebracht.
Das bedeutet, dass…
Das bedeutet, ich habe Schande über sie gebracht.
-Wen? -Mutter!
Warum habe ich nicht auf sie gehört?
Warum habe ich mich verführen lassen?
Mein Gott, Eddie.
Sprich nicht so!
Er sieht mir dabei zu!
Wie ich Unzucht treibe, mit einer geschiedenen Frau.
Wie wir Wein trinken und sündhaften Aufschnitt essen.
Und du und deine Leibwäsche!
Du hast mich bezirzt, Bernice!
Und zu etwas gezwungen, das ich nicht wollte!
Unsinn, Eddie! Wie sollte ich dich zum Ficken zwingen?
Siehst du? Genau das meine ich!
Ich beging alle Todsünden an nur einem Tag!
Die Mieder und die Unzucht und der Wein!
Und? Bist du lieber ein Muttersöhnchen? Ist es das?
Und die Frau, diese arme Frau. Deinetwegen schmort sie in der Hölle!
-Die Bleiche getrunken hat! -Raus!
Ich gehe.
Du schmorst auch in der Hölle,
wenn du ständig Geschlechtskrankheiten verbreitest.
Ich sagte, raus!
Und gib meinen Büstenhalter wieder her!
Was brauchst du so lange? Meinung geändert? Zu spät!
Ich gehe auf die Hirschjagd.
Ich will das Martin sehen.
Ist das ein Witz? Nein!
Ich kann keine Hirsche mit einem .22er töten, Bernice.
Du bist die Besitzerin dieses Ladens.
Willst du mit mir ins Geschäft kommen?
Sieh es dir an. Und dann sind wir zwei Geschichte.
Ich dachte, wir hätten etwas Besonderes.
Dass ich eine Chance auf ein neues Leben mit dir habe, Ed.
Du hast mich an ihn erinnert.
Das gleiche Gesicht. Die gleichen muskulösen Arme.
Das macht mich schwach.
Schwach und traurig.
Was kostet das?
Neunzehn Dollar.
Dann nicht.
Verschwinde jetzt. Ich will dich nie wiedersehen.
Das wirst du auch nicht.
ES IST JAGDSAISON REMINGTON
Man kann ruhig zugeben, wenn man sich verlaufen hat.
Ich habe mich nicht verlaufen. Ich muss mich nur orientieren.
Wie lange brauchst du dafür?
-Es wird dunkel. Ich will nicht erfrieren. -Hör zu.
Gehen wir weiter geradeaus, kommt irgendwann eine Straße.
Dann laufen wir die weiter und in die Stadt.
Ok, aber du klingst wie einer, der sich verirrt hat.
Ich meine ja nur.
Sieh mal!
Oh. Gott sei Dank.
Siehst du? Ich sag doch, wir haben uns nicht verlaufen.
Ist da jemand?
Ich sehe niemanden.
Hallo?
Wir kommen rein, ok? Wir wärmen uns kurz auf und ziehen weiter.
Hallo?
Ich bat euch nicht herein.
Entschuldigen Sie die Störung.
Wir waren auf Hirschjagd und verloren die Orientierung.
-Wie kommen wir zurück in die Stadt? -Travis?
-Was? -Sieh mal.
Das solltet ihr nicht sehen.
Ich habe etwas Schlimmes getan.
Zeig es mir.
Bei dem, was ich dir gleich zeige, würden viele Leute schreien.
Ich hoffe, du schreist nicht.
Ist das eine Mutprobe, Ed Gein?
Da entlang.
Eddie, ich sehe nichts.
Hat sie sich gewehrt?
Nein.
Sie wurde überrascht. Also nein.
Was machen wir jetzt?
Gar nicht. Du willst mir nur Albträume bereiten.
Nein. Frag meinen Dad.
Tobe! Jeff! Essenszeit!
Onkel Bill. Jeff sagte, du kanntest den Schlächter.
Stimmt.
Wohnte im Nachbardorf. Er wirkte wie ein ganz normaler Kerl.
War beliebt und babysittete sogar ein Kind, das ich kannte.
Bill, das ist kein Thema bei Tisch.
Was hat er getan?
Sag es ihm, Dad.
Er hat Menschen getötet.
Leichen ausgebuddelt, zerstückelt und gehäutet.
-Bill! -Moment. Warum hat er sie gehäutet?
-Er nähte daraus einen Anzug. -Bill!
Was hat er benutzt?
Wozu?
Zum Zerstückeln.
Eine Lombard-Kettensäge von 1940.
KETTENSÄGEN AUSVERKAUF ALLE HERSTELLER 149.95 DOLLAR
Halt!
Daher kam die Idee?
Ja, es war Weihnachtszeit im Montgomery Ward.
Ich dachte: "Damit hat die Wartezeit in der Schlange ein Ende."
-Echt abgefahren. -Aber… dieser Schlächter.
Ed Gein.
Wer?
Ed Gein. Hab ich dir doch erzählt. Der aus Wisconsin.
Wohnte bei meiner Tante und Onkel in der Nähe.
Hat mir als Kind Angst gemacht.
Wir unterbrechen das Programm für einen Sonderbericht.
Guten Abend, amerikanische Mitbürger.
In den letzten Wochen gab es zahlreiche Berichte
im Fernsehen, Radio und in Zeitungen
über die Lage in Südostasien.
Sticky, mach mal bitte den Scheiß aus.
Nein, Mann. Nixon zieht uns aus Vietnam ab.
Hör auf, mich Sticky zu nennen.
Moment, warte. Du sagst, die Geschichte stimmt?
Mehr oder weniger. Nicht gelesen? Es gibt ein Voiceover.
Ich hab's gelesen, aber dachte, mit dem Voiceover…
…streckt man der Regierung den Stinkefinger entgegen.
Ja, Mann. Genau das soll der Film ja sein.
Eine Frage.
Welcher Film hat dich das letzte Mal so richtig beeindruckt?
Die sind doch alle bedeutungslos.
Nichts als Opium fürs Volk, Mann. Weißt du?
Als ich Washington im Januar 1961 verließ…
Wie Big Brother da, alles gelogen.
Erzählt uns, alles wird gut, dabei sehen wir zu, wie die Welt brennt.
…verloren 300 Amerikaner jeden…
Ich will den Leuten Angst einjagen.
Ich will… die ganze Welt schockieren.
Ich will alle aufrütteln!
Ja, Mann.
Das gefällt mir.
…und die US-Beteiligung an dem Krieg zu beenden…
Hast du den Film Psycho gesehen?
Der ist auch an Ed Gein angelehnt, an sein Leben.
Den hab ich im Filmstudium gesehen. Und weißt du was? Mir war langweilig.
Der Mist über seine Kackmutter. Wen kümmert's?
Eine Nacktaufnahme von Janet Leigh. Wo bleibt die Muschi?
Eine ewige Duschszene, und nicht eine Aufnahme ihrer Muschi.
Aber Ed Gein hat Leichen ausgebuddelt und gefickt.
Ed Gein kam nicht über Fotos aus dem Zweiten Weltkrieg hinweg.
Der Zweite Weltkrieg.
Diese Bilder machten ihn buchstäblich wahnsinnig.
…65.000 Amerikaner folgen…
Was wäre wohl, hätte er gesehen,
was wir in Vietnam anstellen, Hamburger Hill…
Mỹ Lai…
Die Leute sehen zu und fühlen nichts mehr bei all der Gewalt und Verdorbenheit.
Sie schalten ein und schalten ab.
-Ja, Mann. -Ich war in Vietnam.
Aber hör zu.
Man macht keinen Film über einen, der Leute mit Kettensägen massakriert.
Warum nicht? Die mähen ganze Dörfer nieder und zeigen es im Fernsehen.
Sie verbrennen Babys.
Ja, ich verstehe dich doch. Aber, Tobe…
Woher kriegen wir das Geld? Wer lässt uns das machen?
Niemand. Wir machen es selbst. Wir machen es einfach.
Kriege sind schrecklich.
Sonst sterbe ich.
-Ok. -…besonders furchtbar…
Dann machen wir wohl Head Cheese.
Nein.
Head Cheese klingt nicht gut.
Er heißt…
…Blutgericht in Texas.
Ich will nicht nerven.
Aber es stinkt zum Himmel. Ich hab fast gekotzt.
Wusste nicht, dass die echte Tiere benutzen.
Frag ihn mal.
Hey, Tobe, reden wir mal über den Gestank?
Tobe, du sollst die Masken absegnen.
Ja. Einen Moment.
Wenn man will, dass sich Schauspieler beschweren, gibt man ihnen einen Job.
Wie sieht's aus?
Was meinst du?
Oh mein Gott.
-Scheiße. -Wow.
Tobe, das macht mir Angst.
Nein.
Leatherface…
…hat drei Masken…
…und nimmt die Persönlichkeit jeder einzelnen Maske an.
Da wäre zum einen der Arbeiter.
Er schlachtet, trägt einen Kittel, und ihm missfällt es.
Er fühlt sich schuldig, hat aber Angst, dass ihm sonst die Familie etwas antut.
Dann gibt es da noch… die Hausfrau.
Die ist etwas blasser.
Sie hat eine weiße Perücke und ist die Frau im Haus.
Sie fühlt sich in der Küche am wohlsten.
Sie will für alle sorgen.
Und dann…
…gibt es noch die hübsche Lady.
Die hatte Ed Gein am liebsten.
Er setzte sich das Gesicht einer Toten auf.
Er zog sich ihre Kopfhaut wie eine Perücke über.
Aber jetzt kommt's.
Er war nicht queer.
Er fickte gerne Frauen.
Also, was bist du, Leatherface?
Ich bin Transvestit/Kannibale/Lesbe!
Ich mache keinen Film, den dieses Land will.
Ich mache den Film, den es verdient.
Die haben das erschaffen.
Die Hässlichkeit, die Gewalt…
Die Grausamkeit, die Verderbtheit, die Lügen…
Wir sind Menschen.
Doch menschlich sind wir nicht mehr.
Also bekommen sie das hier.
-Ton ab. -Ton läuft.
56, Take 4.
-Kamera ab. -Läuft.
Klappe.
Bereit!
Und… Action!
-Jerry! -Jerry!
-Jerry! -Jerry!
Hey!
MONSTER DIE GESCHICHTE VON ED GEIN
Can't find what you're looking for?
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