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Dahinter geht es noch weiter.
Da kann man sehen, mit was für Werkzeug sie gearbeitet haben.
Vor 4.000 Jahren.
Gib mir mal die Pinsel.
Khnoum Khoufou.
Farouk,
das ist Cheops.
Weißt du, was das heißt?
Ein Reservekopf. Ein magischer.
Das heißt, vielleicht ist die Königskammer dahinter.
"Gefunden an diesem Ort.
Und nach Frankreich gebracht. 2. Thermidor im Jahr VII"
Was heißt das? Von wem ist das?
- Einem Touristen? - Einem Touristen? Ich bitte dich.
Ein Tourist aus dem Jahr 1799.
Da war der Feldzug in Ägypten.
Damals wurden überall Inschriften hinterlassen wie Graffiti.
Was ist denn das da für ein Käfer?
Was denkst du? Eine Art Fliege?
Sag mal, kommt dir das nicht auch so vor,
als hättest du das schon irgendwo mal gesehen?
Was denn? Eine leere Höhle? Davon haben wir viele gesehen.
Nein, das meine ich nicht. Ich meine das hier.
Das wurde zugemauert.
- Komm schon. Yallah. - Oh nein, Christian.
Das Werkzeug reicht dafür nicht.
Ich habe 30 Jahre gewartet. Jetzt nerve mich nicht mit dem Werkzeug.
- Na, los. Komm schon, komm schon. - Das ist kompliziert.
Ich bitte dich.
Probier es. Na, los. Na, los.
Was ist das? Riechst du das?
Komm mir nicht damit. Das reicht jetzt.
Dann mach ich es eben selber. Gib mir den Vorschlaghammer.
Stopp!
Mist! Das tut weh!
So ein Mist. Mir geht es gut.
Mir geht es gut. Bei dir alles okay?
Verschwindet! Raus hier!
Beeilt euch! Weg! Weg mit euch!
Ich hab doch gesagt, dass das nicht das richtige Werkzeug ist.
- Du warst wirklich clever, Farouk. - Trotzdem Mist.
Seit 4.000 Jahren suchen alle nach dem Schatz.
Ist dir klar, auf was für einer sensationellen Spur wir vielleicht sind?
- Und wo fahren wir jetzt hin? - Zum Museum. Beeil dich.
DIE JAGD NACH DER MUMIE VON PARIS
Kommen Sie her. Bitte hierher.
Bitte. Bitte alle zu mir. Hierher.
Die Touristen sind wahrhaftig eine Plage in Ägypten, oder?
- Professor Robinson? - Nein, der bin ich nicht.
Entschuldigen Sie. Schönen Tag noch.
Da ist sie ja. Keine Sorge, ich erklär ihr alles.
Die verrückten Schatzsucher. Also wirklich. Bravo.
- Was ist in Sie gefahren? - Beruhige dich. Niemand hat uns erkannt.
Von wegen. Ganz Kairo kennt dich.
Wenn ich in der Gegend suchen dürfte,
worum ich dich schon seit drei Jahren bitte, wär das nicht passiert.
- Du endest im Gefängnis. - Diesmal ist es ernst.
- Christian hat recht. - Christian hat recht. Recht womit?
- Habt ihr etwa das Königsgrab gefunden? - Nein, aber den Beweis dafür,
dass der Schatz des Cheops woanders hingebracht wurde.
In mein Büro.
Um Plünderungen zu verhindern. Sethis I. und Ramses II.
Überleg doch mal. Wo wurden ihre Grabschätze gefunden?
Und jetzt bei Cheops ist es ganz genau dasselbe.
Mit der Geschichte liegst du mir seit Jahren in den Ohren.
Du hörst ja nicht zu. Du hörst einfach nicht zu.
Also, raus damit. Was habt ihr gefunden?
Den Reservekopf von Cheops.
- Den Reservekopf des Cheops? - Ja.
Ja. Das ist der Beweis, dass der Kopf woanders hingebracht wurde.
- Ja, das hab ich schon verstanden. - Ja, aber er wurde zweimal verlegt.
Zweimal. Verstehst du?
Einmal in der Antike und beim zweiten Mal nach Frankreich,
während des Ägypten-Feldzuges von Bonaparte.
- Nach Frankreich? - Nach Frankreich.
Bist du ganz sicher?
Die Polizei.
Hallo.
FINDE HERAUS, WOHIN SIE IHN IN FRANKREICH GEBRACHT HABEN. IM JULI 1799.
Professor Robinson?
Bist du wahnsinnig? Die Polizei war das!
Die rufen wieder an. Siehst du?
Hier wurde er gefunden und nach Frankreich gebracht.
Am 2. Thermidor des Jahres VII.
Und was heißt das? Das bedeutet, Juli 1799.
Und was fanden sie? Was fanden sie?
Genau, den Kopf des Cheops.
Eine Entdeckung, die wirklich absolut unglaublich ist.
Sensationell! Mit sowas hätte ich nie gerechnet.
- Ich muss da rangehen. - Die Engländer hinterließen eine ähnliche
Inschrift auf dem Stein von Rosette.
Faiza, die Restitution.
Du bittest die ganze Welt darum, dass sie euch eure Schätze zurückgeben.
Ich kann dir versprechen, sollte der Schatz des Cheops in Frankreich sein,
dann bring ich ihn eigenhändig nach Ägypten zurück.
Ja, Kommissar.
Ja, das ist merkwürdig. Wir wurden unterbrochen.
Wie bitte?
Ein Zeuge hat ihn erkannt?
Aha. Die Adresse von Robinson.
3 El Tabia.
Auf Wiedersehen, Monsieur le Commissaire.
Vielen Dank.
Ich hoffe, du hältst dein Versprechen.
Jetzt verschwinde aus Kairo.
Ich will dich hier nicht mehr sehen.
Wir fahren erst mal nach Alexandria.
Ich werde mich da verstecken. Ich hab da einen Freund...
Was machst du denn da? Wir müssen uns beeilen!
- Na also. - Weißt du, was ich wegen dir riskiere?
Siehst du?
- Die Fliege. - Von wegen Fliege. Es ist eine Ameise.
Und das Markenzeichen von...
D.V.D.?
Dominique Vivant Denon! Ganz genau.
Dominique Vivant Denon. Er hat Bonaparte nach Ägypten begleitet.
Ich bin sicher, hörst du, dass er die Nachricht geschrieben hat.
Dominique Vivant Denon kehrte mit Bonaparte 1799 nach Frankreich zurück,
während alle anderen Gelehrten in Ägypten blieben.
Und wieso ist er nicht auch dort geblieben?
Das ist die Frage. Warum?
Warum?
Noch erstaunlicher ist: Als er nach Frankreich zurückkehrte...
Wo ist dein Pass?
...hat Napoleon ihn zum ersten Direktor des Louvre gemacht.
Das war eine Beförderung, die keiner verstand.
- Na und? - Vielleicht wollte er ihm danken.
Vielleicht wollte er ihm dafür danken,
dass sie zusammen diesen Schatz hergebracht hatten.
Christian, das ist ganz super. Aber wir müssen jetzt wirklich weg.
Na, los! Los!
Ja, genau!
- Jetzt hab ich's. - Wie? Was hast du?
Ich weiß, warum ich das Gefühl hatte, ich hätte das Versteck schon mal gesehen.
- Warum? - Weil ich es schon mal gesehen hab.
Aber wo?
In Paris!
Sieh her.
- Mist. Ich war sicher. - Ja. Das ist genau das, was...
Ich weiß, aber ich verstehe es trotzdem nicht.
Wir hätten schon vor drei Tagen was finden müssen.
Wer sind die zwei da?
Zwei Nervensägen des regionalen, archäologischen Dienstes.
Von der DRAC?
Wegen der drei kleinen Teile, die wir fanden?
Was zum Teufel wollen die noch da?
Hey! Aufhören!
Da sind Leute, verdammt!
Ich sag dir, wenn ihr weitermachen könnt. Kapiert?
Werden Sie noch lange brauchen?
Es ist wie vermutet.
Das ist ein galloromanischer Teelöffel aus dem 3. Jahrhundert.
Und das hier stammt von einer Schüssel aus derselben Epoche.
Ach, wirklich? Eine Schüssel und ein Löffelchen. Ganz super.
Tja, da fehlen ja nur noch die Schokopops.
Nun, das kann man ja wohl kaum eine Jahrhundert-Entdeckung nennen, oder?
Wie schön. Die Einschätzung eines Spezialisten.
Immer gerne.
Wir werden den Stopp der Bauarbeiten beantragen.
- Machen Sie, was Sie wollen. - Pardon?
Wir haben hier eine Baustelle, die fertig werden muss.
Wir werden also den Präfekten einschalten,
so wie immer, und das war es dann für Sie. Also...
Immer das Gleiche mit dem Bau der Metro.
Sie wühlen sich durch die Erde wie ein Maulwurf auf Ecstasy.
Sie kommen sich wohl besonders groß vor mit ihren Maschinen?
Ja.
Und potent?
Also dann...
Los, an die Arbeit!
Mist auch.
So ein Scheiß!
Hey, Isis. Alles klar?
Nein.
Was ist?
- Mein Vater ist in Paris. - Mist.
Ja.
Hätten Sie die Herkunft nicht überprüfen sollen,
- bevor Sie die Statuen aufstellen? - Das tun wir immer, Frau Ministerin.
In diesem Fall haben sich leider alle geirrt.
Die Authentifizierungs-Zertifikate waren perfekt.
- Perfekt gefälscht. - Das haben wir ja verstanden.
Legen Sie nicht noch den Finger in die Wunde.
Warten Sie, Frau Ministerin.
Ich würde gerne kurz über das Problem der Restitution reden.
Ich ersticke in Anträgen, besonders aus Ägypten.
Denken Sie daran, was heute in diesen Ländern gestohlen wird,
im Vergleich zu dem von vor 200 Jahren.
Geben wir alles zurück, was gefordert wird, wäre der Louvre fast leer.
Ja, verstehe. Aber was soll ich denn tun?
- Ich schlage vor, nichts. - Wirklich?
Das wird nicht mehr Ihr Problem sein, denke ich.
Was heißt das?
Na ja, wegen dieser Schmuggelaffäre muss wohl ein Kopf rollen.
Verstehen Sie?
Guillaume!
Oh nein.
Wie schön, Guillaume.
Christian, was machst du hier? Bist du nicht mehr in Kairo?
Nein, ich bin nicht in Kairo. Guten Tag.
- Sie kommen aus Kairo? - Ja, ich komme aus Kairo.
Wie interessant. Wir sprachen grade über Ägypten.
- Ach, wirklich? - Kommandantin Camille Consolati, OCBC.
Die Abteilung, die sich mit Kunstschmuggel beschäftigt?
- Ganz genau. - Ja.
Darf ich vorstellen? Mein Schwiegervater Christian Robinson, Ägyptologe.
Das ist wirklich interessant. Und Sie wohnen in Kairo?
Ja. Ich wohne da.
Mir haben Sie gar nichts davon erzählt.
Weil ich nicht dachte...
Ich müsste ganz dringend mit dir unter vier Augen sprechen.
- Das ist jetzt grade... - Entschuldigen Sie bitte.
- Pardon. - Auf Wiedersehen.
Entschuldigen Sie mich. Was soll denn das?
Ich hab überall versucht, dich zu erreichen, aber du antwortest nicht.
- Kennen Sie diesen Robinson? - Ich habe viel von ihm gehört.
- Und? - Brillant, doch ein Aufschneider.
Etwas zwielichtig.
Es passt grad nicht.
Du kommst immer ungelegen. Besonders heute.
Monatelang war Funkstille und dann überfällst du mich einfach so.
- Hörst du mir zu? - Ja.
Mein Büro ist da unten. Wo willst du hin?
- Ich will ja auch zu Vivant Denon. - Pardon?
Ich kenne den Louvre in- und auswendig.
Was willst du denn im alten Büro von Denon?
Ich hab für solche Sachen keine Zeit, Christian.
Also, der Schatz des Cheops wird in Frankreich versteckt?
Da bist du sprachlos, hä?
Nein, sprachlos bin ich nicht, nur konsterniert.
Das ist völlig absurd.
Das ist fantastisch.
Alles ist immer noch genauso, wie Vivant Denon es 1815 verlassen hat.
Ich fühle noch seine Anwesenheit. Das ist erstaunlich.
Also, Christian, was machen wir hier?
Christian?
Bingo in Monaco.
Bingo in Monaco!
Ich wusste, dass ich das schon irgendwo gesehen habe.
Und es ist das gleiche Datum. Komm her!
Was denn?
Der Schatz des Cheops.
So hat ihn Dominique Vivant Denon 1799 in Kairo gezeichnet,
bevor alles nach Frankreich gebracht wurde.
Warte! Das hätte keiner bemerkt, obwohl es seit 200 Jahren im Louvre hängt?
Darauf konnte keiner kommen. Hier ist kein Hinweis auf Cheops.
Als Denon diesen Schatz gezeichnet hat,
war das Geheimnis um die Hieroglyphen noch nicht gelüftet.
Das gelang erst 1822 durch Champollion.
Erst da fing man an, mehr zu verstehen.
Aber sieh dir mal aufmerksam den Sarkophag an.
Dann siehst du, dass der Boden aus Stein ist, nicht Holz.
Aus Stein!
Das ist Calcit.
Calcit aus dem Alten Königreich. Das ist Cheops.
Und? Kann ich damit rechnen, dass du mich unterstützt?
Ich weiß nicht. Ich halte das für keine gute Idee.
Warum nicht?
Selbst wenn ich wollte, kann ich nicht helfen.
- Aber wieso denn nicht? - Weil ich gefeuert werde. Deshalb.
- So ein Mist! - Ja.
Isis verlässt mich.
Ach ja?
Und ausgerechnet jetzt wird ihm gekündigt.
Ja, Scheiße. Und ich glaub, sie hat einen anderen.
Wirklich erstaunlich.
Hat er dich erkannt?
- Ich glaube nicht. - Wie bitte?
War ein Witz. Klar hat er mich erkannt.
Ah, Mist.
Kinder, kniet vor dem Kochari nieder!
Wirklich lecker.
Kniet vor dem Kochari nieder!
Was soll denn das? Keine Ahnung, was das bedeuten soll.
Ich auch nicht. Hast du gehört, dass er nach dem Schatz des Cheops sucht?
- Was? Er sucht noch immer? - Er denkt, er ist in Paris versteckt.
Ah, jetzt in Paris.
Jetzt hör mal, du darfst nichts von dem glauben, was er erzählt.
Gar nichts. Klar? Du kannst mir vertrauen.
Mein Schatz, da bist du ja. Meine große, kleine Tochter.
Ich freue mich so, dich zu sehen.
- Hallo Papa. - Oh, mein Schatz.
Aber ich sagte doch, du sollst vor dem Kochari niederknien.
Das darf doch wohl nicht wahr sein.
- Und was kochst du da? - Das ist Wasser für Juliens Nudeln.
Dein Kochari wird ihm nicht schmecken.
Was? Das ich mit viel Liebe gekocht hab?
Du denkst, dass dir das Kochari nicht schmeckt?
Du solltest es probieren. Du wirst daran nicht sterben.
Das Kochari ist zu stark gewürzt.
Und die liebe Mama? Was macht sie da?
Sie kocht ihm sofort kleine Nüdelchen.
Kleine Nüdelchen mit etwas Butter und Salz.
Für das kleine Bübchen, das so zart ist,
das die Gewürze des Orients nicht verträgt, ebenso wenig wie Abenteuer.
Ich will mich ja nicht einmischen, aber du verhätschelst ihn zu sehr.
Du hast recht. Misch dich nicht ein.
Sag mal, wieso hast du mir nicht gesagt, dass du dich von Guillaume trennst?
Ich weiß nicht.
Vielleicht weil wir nicht miteinander reden?
Wir haben uns vier Jahre nicht gesehen. Liegt es daran?
- Das ist doch nicht vier Jahre her. - Willst du jetzt Eindruck schinden?
Ich weiß, du denkst in Jahrtausenden, was sind da vier Jahre?
Dein Zeitgefühl ist anders, aber trotzdem.
Es ist köstlich. Willst du nicht mal probieren von meinem Kochari?
Nein, ich mag das nicht.
Wie bitte? Du magst das nicht?
Seit wann magst du das nicht mehr?
Ich weiß nicht, aber ich mag es nicht mehr. Es stinkt.
Na ja, ich finde, es schmeckt vorzüglich.
- Wie schön, wenn es dir schmeckt. - Na ja,
der Empfang ist ja wirklich außerordentlich herzlich.
Sag mal, ich weiß, dass du viel zu tun hast,
aber du hättest mich fragen können, ehe du mein Zimmer in Beschlag nimmst.
Wo soll ich denn jetzt schlafen?
Du warst ja verschwunden, also entschuldige bitte.
Und was sagst du, wo ich jetzt bin? Also, ich bin wo? Ich bin hier.
Also gut, komm. Vergessen wir das. Lass uns nicht streiten.
Ich bin wirklich sehr glücklich, meine große Tochter zu sehen.
Ja, wie schön.
Gut. Jetzt pass mal auf.
Wir machen Folgendes:
Du setzt dich jetzt hin, du ruhst dich aus und ich kümmere mich um alles.
Aber ich muss dir noch was erzählen.
Ich muss es dir erzählen. Es ist ganz erstaunlich.
Cheops.
- Ah, Cheops. - Ja!
Polizei!
- Los, sieh dahinten nach! - Steh auf! Steh auf!
- Sind dahinten noch mehr? - Wir kontrollieren das.
Durchsucht alles.
Willst du immer noch nicht reden? Wem gehört das hier?
AN INTERPOL MELDEN
Gut. Nehmt sie mit.
Gestohlen in Kairo, 2011. Und die Venus hier, die ist aus Palmyre.
- Da wohnt meine Mutter. - Und hier, siehst du?
Sie haben den Diebstahl gefilmt.
Warst du es, der uns verpfiffen hat?
Ich verpfeife niemanden.
Ich weiß aber, dass du der Polizei die Adresse gegeben hast.
Wolltest du dich nicht um alles kümmern?
- Ja, ja, gleich, gleich. - Oh, das ist Mami.
Ja. Weißt du, deine Mutter war in deinem Alter, als...
Wie alt bist du denn überhaupt?
Na ja, 16.
Ah ja.
Nein, deine Mutter war damals noch viel jünger.
Als ihre Mutter starb, war sie erst 12.
- Bei einem Autounfall? - Ganz genau.
Sag mal, hat deine Mutter einen Freund?
Tja, weiß nicht. Ich glaube, nicht.
Sie sagt, Papa und sie hätten nicht mehr viel gemeinsam.
Abgesehen von mir, aber das weißt du ja auch.
Deine Mutter war wie geschaffen fürs Abenteuer, doch dann
entschied sie sich für archäologische Büroarbeit. Völlig unverständlich.
- Julien, komm, deine Nudeln werden kalt. - Ja, ich komme gleich.
Du musst nichts weiter tun. Ich kümmere mich um alles.
- Ich bin in fünf Minuten da, hörst du? - Na los, komm schon.
Ich habe gesagt, du musst nichts tun.
Oh verdammt.
Verdammt!
Isis?
"Isis Robinson, 3B. Geheimes Tagebuch."
Was immer das heißt.
ÄGYPTOMANIE - JAHRESKATALOG DER SAMMLUNGEN - 1989
Es ist sechs Uhr morgens. Fahndungserfolg in Paris.
Gestern wurden in Paris Antiquitäten in großer Menge
in einer Lagerhalle im Osten von Paris beschlagnahmt.
Seit Monaten ist die Polizei Objekten auf der Spur,
die mit gefälschten Zertifikaten aufgetaucht sind.
Die Objekte, sogenannte Blutantiquitäten, wurden in Auktionshäusern
und Antiquitätenhändlern angeboten.
Das Geld dient dazu, terroristische Gruppen zu unterstützen.
Ich habe was über Robinson gefunden.
- Weißt du, was er in Ägypten getan hat? - Nein.
Heimliche Ausgrabungen.
Wieso siehst du mich so an?
Du hast mit der Polizei geredet.
Was, ich? Aber nein.
Wollen Sie vielleicht nicht mehr für mich reisen?
Aber ja doch. Ich verstehe nicht, wie Sie auf so eine Idee kommen.
Ihr schönes Geschäft verdanken Sie nur mir.
- Ich weiß. Ich verstehe das aber nicht. - Ich verlange Dankbarkeit von Ihnen.
Aber ich...
Ich erwarte von Ihnen ein schönes Zertifikat für diese Vase.
Und mindestens drei oder vier Vorbesitzer,
die glaubwürdig sind.
Isis. Wie schön, dass du mich anrufst.
Alles okay?
Nein, Papa, es ist nichts okay.
Du hast mich jetzt zehnmal aus Versehen angerufen.
Du beschwerst dich doch immer, dass ich dich nicht anrufe.
Ja, aber es reicht. Salut.
Ich meine, irgendwie hat er ja Recht, oder?
- Christian? - Catoche.
- Oh, wie schön, dich zu sehen. - Was machst du denn hier?
Na ja, da du nie nach Kairo kommst, muss ich ja wohl herkommen, oder?
- Geht es dir gut? - Ich habe zu tun. Was führt dich her?
Was für eine tolle Adresse für deinen Laden.
- Vielen Dank. - Eine Spitzengegend hier.
Du hast es also wirklich nach ganz oben geschafft.
- Das ist unglaublich. - Genug. Was führt dich her?
Hör zu. Du erinnerst dich doch an die Ausstellung,
- die du organisiert hast. Ägyptomanie? - Ja.
- Da gab es auch einen Charles Marguerite. - Ja, Charles.
- Er hielt damals eine Rede. - Ja. Und weiter?
- Ich würde ihn gerne treffen. - Ach, ja? Und wieso?
Na ja, ich habe in Kairo ein Königsgrab entdeckt.
Und in diesem Königsgrab gibt es eine Inschrift.
Die Inschrift ist auf Französisch.
Datiert auf den 2. Thermidor des Jahres VII.
Das Datum lässt darauf schließen, dass Dominique Vivant Denon
einen Schatz gefunden hat, und zwar den des Cheops,
und brachte für Napoleon den Schatz nach Frankreich.
Ich bin völlig durch den Wind.
Was ist das? Bist du nicht allein?
- Bin ich nicht. - Was ist?
- Willst du ihn mir vorstellen? - Habe ich nicht vor.
Er ist eifersüchtig.
Na ja, er wird mich ja sicher nicht gleich umbringen wollen.
Gut. Ich rufe Charles an und dann sag ich dir Bescheid.
- Versprochen? - Ja, versprochen.
Charles Marguerite, das ist sehr wichtig. Versprich es mir.
Ja, natürlich. Ich verspreche es.
Ciao.
Interessante Theorie hat Ihr Freund.
Der Schatz des Cheops. In Frankreich.
Entdeckt von Napoleon. Das ist wohl ein Witz.
Ja.
- Unglaublich, wenn das stimmen würde. - Ja, aber nein, nein, nein.
Mein Freund ist etwas exaltiert und ein richtiger Träumer.
Und ein großer Ägyptologe. Ich habe ihn erkannt.
Ich weiß, wer Monsieur Robinson ist.
Sie unterstützen ihn.
Aber ich... Was? Unterstützen? Aber wie denn?
Ach, was? Wirklich?
Oh, das ist wunderbar.
Das vergesse ich dir nie. Ich bin dir unendlich dankbar.
Ich verstehe ja, dass dein Vater nicht ganz einfach ist,
- aber er ist sympathisch. - Ist er am Anfang immer.
- Hat ein bisschen was von Indiana Jones. - Ganz genau.
Ich finde es sexy.
Du weißt aber, dass du jetzt ein Problem hast?
Wer ist das, Catoche?
Das ist eine Ex von deinem Großvater.
Catoche. Ich würde sie "Schlampe" nennen.
Es ist alles geregelt. Es ist Verlass auf Catoche?
Sie hat für mich ein Treffen organisiert
mit dem größten Spezialisten für Dominique Vivant Denon.
Das ist großartig. Und Julien nehme ich mit.
Kommt nicht in Frage.
- Wieso nicht? - Wieso nicht?
Weil Julien noch in die Schule geht?
- Aber er kann doch mal einen Tag fehlen. - Das wird nicht passieren.
Aber das sind die wirklichen Abenteuer, die es gibt.
Die finden nicht in der Schule statt.
Das sind die Abenteuer, die überall auf dich warten, wie Cendrars schon sagt.
Das ist die Schule des Lebens.
Aber ich ziehe für ihn die Schule vor.
- Wie kannst du nur so engstirnig sein? - Vielen Dank.
Weißt du, als du klein warst, da warst du lebendig und so interessiert.
Doch kaum fing die Schule an, wurdest du so ernst und geradezu traurig.
- Das war nicht Schuld der Schule. - Ja, das lag an der Schule.
- Ah ja. - Die Schule verwandelt die Kinder.
Die Jugendlichen sind anfangs voller Leben und total sensibel.
Und dann, kaum dass sie in der Schule sind, ist es vorbei.
Ich hab mir den Wind um die Nase blasen lassen
und den Kopf in den Sand gesteckt.
- Soll ich dir davon erzählen? - Ja, unbedingt.
Sag mal, weißt du, was das Beste für einen Ägyptologen ist?
- Nein. - Ein Stück Papyrus!
Julien, kannst du bitte mal herkommen?
Du musst nicht immer gehorchen, verstehst du?
- Ein bisschen Courage. - Ja, ich weiß doch.
- Und morgen erzählst du mir vom Schatz. - Ja. Ich erzähle es dir.
Ich find das sehr gut. Man braucht ein bisschen Courage.
Ich habe es verstanden.
Ich möchte Ihnen danken für Ihr Verständnis.
Herzliches Beileid.
Ich habe es nicht verstanden. Wer ist gestorben?
Na, los doch!
IN DIESEN MAUERN, DIE DEN WUNDERN GEWIDMET SIND,
EMPFANGE UND BEWAHRE ICH DIE WERKE DER WUNDERBAREN HAND
DES KÜNSTLERS, DER SEINEM DENKEN EBENBÜRTIG IST
UND MIT IHM RIVALISIERT
Du weißt, Mama wird sehr sauer sein.
Aber du musst ihr ja nicht alles erzählen.
Oder macht man das heutzutage anders?
Erzählt sie dir manchmal von mir, deine Mama?
- Klar. Was denkst du denn? - Sie ist wütend?
Eigentlich war sie auch immer ganz schön wütend auf dich.
- Das heißt natürlich nicht, dass... - Nein, ich weiß.
Und irgendwie verstehe ich das, aber...
Die Wut, dass ihre Mutter gestorben ist?
Nein, mehr allgemein.
Zum Beispiel, wenn sie nach Ägypten kam und du keine Zeit für sie hattest.
Aber was sind denn das für Geschichten?
Ich habe sie mitgenommen in alle Museen und zu all meinen Ausgrabungen.
Na ja, das weiß ich schon.
Catoche. Darf ich vorstellen? Mein Enkel.
- Guten Tag. - Hallo
- Catherine. - Julien.
Gut. Gehen wir. Hier ist es schon.
Bitte kommen Sie rein.
Ich werde Ihnen zuerst mal die Schlüssel von Dominique zeigen.
Hey. Nur ansehen, junger Mann.
Also, der Körper des Kaisers war noch nicht richtig erkaltet,
als man diese Maske anfertigte.
Auf seinem Sterbebett in St. Helena.
Oh, direkt nach seinem Tod, vor der Totenstarre.
Und Napoleon war ein schlechter Liebhaber im Gegensatz zu manch anderem.
Oh, ja. Und dazu war er Korse und ein überzeugter Soldat.
Das heißt, Wildschweine, Eicheln und alles, was dazu gehört.
Und er nannte Josephine gerne sein großes, wildes Tier.
Er war bekannt dafür, dieselbe Strategie in der Liebe
- wie in der Schlacht einzusetzen. - Ja.
Meinst du, dass Vorspiel und Angriff viel zu schnell vonstatten gingen?
Und wir haben das Ergebnis in Waterloo gesehen.
Ja. Während Denon, so heißt es, ein außergewöhnlicher Liebhaber gewesen ist.
Ja, ja, ja. Ein Meister der Erotik.
Selbst Josephine de Beauharnais wäre darauf hereingefallen.
Genau.
Hier sind die Schlüssel.
Und alle gehörten Dominique.
- Und wer ist Dominique? - Denon.
- Dominique Vivant Denon. Dominique. - Ja. Vivant Denon. Kurz D.V.D.
Ja, Dominique Vivant Denon. Gut. Weiter?
D.V.D. Ja. Also...
Ich war grade auf dem Friedhof Père Lachaise,
als Catherine mich angerufen hat.
Wissen Sie, wir sind eine kleine Gesellschaft,
die sich um die Pflege seines Grabes kümmert.
Ja, Sie haben mir schon von dieser besonderen Gesellschaft erzählt...
Und zurück zu den Schlüsseln.
Ja.
Diese Schlüssel, na ja...
Mein Großvater, der diese Sammlung angelegt hat,
hat mir oft von einem Schatz erzählt.
Den Dominique für Napoleon in Paris versteckt hat.
- Einen Schatz? - Wirklich, Charles?
Du hast mir nie etwas davon erzählt.
Ein unglaublicher Schatz, den Napoleon wohl später dafür benutzt hat,
um über seinen Aufenthalt auf St. Helena zu verhandeln.
- Ach, tatsächlich? - Ja.
Und sein Plan war ein Bestechungsversuch an Poppleton.
- Poppleton? - Ganz genau.
Poppleton?
Einer seiner englischen Aufseher.
Aber dann hat die Tochter
von Poppleton angeblich in einer Tabakdose
eine geheime Nachricht von Dominique an Napoleon gefunden.
Und vermutlich ging es dabei um den Schatz.
- Ich verstehe nichts. - Nicht so wichtig.
Mach unbemerkt ein paar schöne Fotos.
Wissen Sie, was aus dieser Nachricht geworden ist?
Nun, die Tochter von Poppleton ist auf mysteriöse Weise verschwunden,
im Jahr 1787.
1787? Aber das ist ganz unmöglich. Ehrlich, Charles.
- Hat man mich da belogen? - Das meine ich nicht.
Aber wenn es um Poppletons Tochter geht,
dann müsste das ungefähr 1800 gewesen sein.
Mit den Jahreszahlen bin ich etwas vergesslich.
Wissen Sie, ich mache gerne mal einen Scherz.
Nach so langer Zeit tut das ja auch keinem mehr weh.
Das stimmt. Aber jetzt zurück zu den Schlüsseln. Sie sagten, die Schlüssel...
Mein Großvater war überzeugt davon,
dass einer davon das Versteck des Schatzes öffnen würde.
Aber welches Versteck? Und welcher Schatz?
Ich habe dabei immer an den Schatz der Templer gedacht.
Oh nein.
Es handelt sich um den Schatz des Pharaos Cheops.
Wirklich?
Wären Sie so freundlich, mir zu sagen,
ob Sie eins dieser Objekte wiedererkennen?
Nehmen Sie sich Zeit dafür. Es ist ausgesprochen wichtig.
- Das sagt mir alles nichts. - Wollen Sie eine Brille aufsetzen?
- Nein, ich sehe gut. - Sie müssten sich deswegen nicht schämen.
Das sagt mir alles nichts.
Aber Sie wollten sich doch eigentlich die ägyptische Sammlung
von Dominique ansehen, nicht wahr?
- Da haben Sie Recht. - Aber ich denke nicht, dass Sie da viel...
Was ist denn das da?
Das ist ein mumifizierter Fuß eines jungen Mädchens,
die bestimmt nicht viel älter war als du.
Cool.
Nicht anfassen, und aufpassen.
Ich habe ihm gesagt, er soll aufpassen und nichts anfassen.
Mist.
Was hast du denn?
Nichts.
- Haben Sie gefunden, was Sie suchten? - Das ist wunder...
- Was hast du gemacht, Julien? - Oh lala!
- Ich ahnte es. Ich hasse junge Leute! - Es tut mir leid.
- Was hast du gemacht, Julien? - Das ist keine Absicht gewesen.
Erinnere mich daran, dass ich dich nie wieder mitnehme. Nie wieder!
Du wolltest, dass ich Fotos mache!
Ich sagte, du sollst Fotos machen
und nicht irgendwas runterschmeißen! Das ist eine Katast...
Pardon.
Ich bitte dich. Was ist denn plötzlich?
Was hast du? Rede mit mir.
Tut mir leid, ich muss los. Ich muss jetzt.
Und ich bin sehr froh, dass wir nichts gefunden haben.
Geh du der Antiquitätenhändlerin nach. Ich übernehme den Opa.
Lassen Sie mich!
Fassen Sie mich nicht an! Ich steig ja ein. Ich steig ein.
- Wir haben hier ein Problem. - Welches?
Die Antiquitätenhändlerin wurde entführt.
Na los. Was soll das?
Das war richtig scheiße, das weißt du. Das kann jedem passieren.
Na, komm. Das Leben geht weiter.
Ich ärgere mich nur. Weiter nichts.
Wegen deiner Freundin habe ich nichts gesagt. Sie kennt doch den Mann.
Das habe ich neben dem Fuß der Mumie gefunden.
Als der Fuß runterfiel, habe ich das Kästchen gesehen.
Und das war da drin versteckt.
Das ist Ägyptisch, oder? Das sind doch Hieroglyphen.
Was hast du?
Was ist denn plötzlich mit ihm?
Und ich Idiot habe mit dir geschimpft. Du bist genial, hörst du?
Du bist echt ein Genie. Weißt du, was das ist?
Das ist das Siegel des Cheops. Und das hast du da gefunden. Das...
Das war in einem kleinen Kästchen, versteckt unter getrockneten Blüten.
DIE GETROCKNETEN ROSEN VON JOSÉPHINE DE BEAUHARNAIS - 1814
Das habe ich in dem Kästchen gesehen, als alles runterfiel.
MAMA
- Mist! - Geh nicht ran. Wir haben keine Zeit.
- Ist das da ein Schlüssel? - Ja, ist es.
Ein Schlüssel mit einer Blume. Der Schlüssel zu einem Versteck.
Aber wenn Dominique Vivant Denon
den hier unter getrockneten Rosen von Malmaison versteckt hat,
dann öffnet er dort vielleicht irgendein Versteck.
Der Schatz des Cheops.
Ist er dort versteckt worden? Nach der Rückkehr aus Ägypten.
Nein, ich hab gesagt, geh bloß nicht ran.
- Was ist dieses Malmaison? - Ein Schloss in der Nähe von Paris.
Das Schloss von Joséphine de Beauharnais.
Das war die erste Frau von Napoleon.
Rose war ihr richtiger Vorname, deswegen die Blumen, verstehst du?
Joséphine war gut befreundet mit Vivant Denon.
Sie hat es in die Wege geleitet,
dass Vivant Denon Bonaparte nach Ägypten begleiten durfte.
Wer ist Bonaparte?
- Ich muss doch sehr bitten. - Klar kenne ich den.
Du hast mir Angst gemacht.
Sieh mal, da ist doch noch was.
- Da. - Ja, du hast recht.
Aber sieht nach Altgriechisch aus.
Lethe.
- Lethe. - Und das bedeutet?
Lethe, das heißt so viel wie "vergessen". Ein Geheimnis vielleicht?
Wo willst du hin?
Zu Joséphines Schloss. Das gibt es doch noch, oder?
Ja, aber vielleicht rufst du vorher mal bei deiner Mutter an.
Nein, sie würde es nicht erlauben. Na los, beeil dich!
Markus. Was ist das für ein Benehmen? Was sollte das denn?
Wieso gehen Sie nicht ran, wenn ich anrufe?
Na ja, weil ich...
Wieso war heute Vormittag das Geschäft nicht geöffnet?
Ich habe mich mit Robinson getroffen.
Sie wollten doch, dass ich ihm helfe.
Geben Sie mal her.
Wo ist er denn jetzt, unser Schatzsucher?
Ich hab keinen blassen Schimmer.
Lügen können Sie nicht besonders gut.
Catoche, ich habe hier einen hübschen, kleinen Schlüssel
unter einer Blume versteckt und dem Siegel von Cheops.
Ruf mich schnell zurück. Ich flehe dich an.
Aber ich...
Nein, wirklich. Ich, ich, ich...
Ich war die ganze Zeit bei ihm.
Ich verstehe das wirklich nicht diese Geschichte mit dem Schlüssel.
Rufen Sie ihn an.
- Was? Jetzt hier? - Ja. Sofort.
Die Mailbox.
Aber ich kenn mich nicht aus mit so was.
Papa? Julien?
Ich ruf zurück.
Ich glaube, La Malmaison ist an der Haltestelle Rueil Malmaison.
Wäre doch logisch, oder?
Ich glaube, La Malmaison...
Aber...
- Störe ich dich? - Ich sagte doch:
Ich ruf dich an, wenn es was Neues gibt.
- Ah ja? Dein Sohn ist verschwunden... - Er ist nicht verschwunden, Guillaume.
- Die Schule sprach mir ihr Beileid aus. - Ist dir das jetzt etwa unangenehm?
Ich geh jetzt nach oben. Du glaubst, das tu ich nicht?
Deinem Typen werde ich jetzt ordentlich die Fresse polieren!
- Aber nein, Guillaume! - Fickt einfach meine Frau...
- Guillaume! - ...während mein Sohn verschwunden ist.
Ich warne dich. Ich habe Judo gemacht.
Guillaume, ist alles in Ordnung?
Wo ist das Arschloch?
Guillaume?
- Wer ist der Typ? - Welcher Typ denn?
Der Typ, der oben war.
Du hast da oben jemanden gesehen?
Soll das heißen, du hast eine existenzielle Krise?
Während ich seit zwei Wochen bei meinen Eltern schlafe.
Ich war wirklich sowas von naiv.
Wieso hast du nicht gesagt, dass du einen Neuen hast?
- Du spinnst doch. - Nein, ich spinne nicht.
Du bist verrückt.
Du machst allen das Leben schwer.
Das Verschwinden unseres Sohnes ist ein Hilferuf, merkst du das nicht?
Aber das ist doch kein Hilferuf.
Er ist nicht verschwunden! Dahinter steckt mein Vater.
- Wo ist er? - Ach, leck mich doch!
Schiebe es mal wieder auf deinen Vater.
Setz dich dahin, mein Junge.
Gehen wir denn nicht ins Schloss?
- Zuerst machen wir eine Zeitreise. - Ehrlich?
Ja, du wirst sehen. Mach die Augen zu, mein Lieber.
- Okay. - Sehr gut.
Gut. Heute ist Montag, der 25. März.
Ein Montag des Jahres 1814, vor mehr als 200 Jahren.
Es ist 3 Uhr nachmittags, genau wie heute.
Die Farbe des Himmels war dieselbe.
Das Rauschen des Windes war auch ganz genau dasselbe.
Der Gesang der Vögel war derselbe.
Die Temperatur, wie sie sich anfühlt, ist ganz genau dieselbe.
Und jetzt öffne die Augen. Sieh den Himmel an.
Sieh den Himmel an.
Es ist derselbe Himmel wie 1814.
Sieh die Rose an.
Es ist genau dieselbe Rose wie 1814.
Hast du den Atem der Vergangenheit gespürt?
- Sagt mal, spinnt ihr? - Mama?
- Ah, du hast uns gefunden. - Es reicht!
- Ich glaube, ihr seid verrückt - Nein, das ist...
- Ich bitte dich, Isis! - Gut. Ich erkläre es dir, Papa.
Das ist mein Sohn. Alles, was du mit mir gemacht hast, machst du nicht mit ihm.
Ganz ruhig. Jetzt reg dich nicht so auf. Es ist ja niemand gestorben.
- Wir gehen. - Nein, Mama. Ich wollte hierherkommen.
Jetzt hör auf. Ich kenn seine miesen Tricks.
Ich schwöre es. Das hier haben wir gefunden.
Hör zu. Du hörst jetzt sofort damit auf.
Mit dem Siegel des Cheops.
- Und jetzt? - Also, Opa und ich glauben,
dass das der Schlüssel zu einem Versteck im Schloss ist.
- Richtig, oder? - Verstehe. Und du denkst,
das ist der Schlüssel zu einer Geheimtür, hinter der sich ein Schatz befindet.
- Ja, es wäre möglich. - Ich wusste es doch.
Aber Mama. Selbst wenn, es wäre doch superblöd hier zu sein
und nicht nachzusehen. Oder?
Na schön. "Lethe". Ja. Und was ist "Lethe"?
Lethe, Lethe, das ist die Blume des Vergessens. Vielleicht?
Ja. Aber es bedeutet auch "Geheimnis".
"Vergessen" und "Geheimnis".
Wir haben jetzt die Chance, Isis.
Gut, wir sehen uns kurz um. Aber höchstens fünf Minuten, ist das klar?
Also, dann los.
Bravo. Sehr gut gemacht.
Wie hast du uns eigentlich gefunden?
Dein Handy. Du hast mich rund 300-mal aus Versehen angerufen.
KAMPF UM DIE PYRAMIDEN
- Ich mach das nur wegen Julien. - Aber ja doch.
Lass das.
Hör auf, hör auf, hör auf.
- Guten Tag. - Guten Tag.
Guten Tag.
Hör auf.
Nein, nein, nein, Papa.
Nein! Oh mein Gott!
Oh Mist!
- Wo ist der Mann hingegangen? - Hören Sie.
- Das ist nicht erlaubt. - Ja, machen Sie sich keine Sorgen.
Er gehört zu mir. Und im Übrigen arbeiten wir für die DRAC.
Wir machen eine Inspektion für die SRA...
Aber ich wurde darüber nicht informiert.
Oh, tut mir leid. Dann erkundigen Sie sich. Ich find das nicht normal.
Ich weiß nicht. Das ist wirklich merkwürdig.
Da ist nichts.
Diese große Bibliothek ist das Werk des Architekten Pierre Fontaine.
Es befindet sich dort hinten in der Ecke eine kleine, enge Hintertreppe,
die es Napoleon ermöglichte,
direkt in seine Gemächer im ersten Stock zu gelangen.
Das mag ja alles sein, aber vergessen Sie nicht, Madame,
dass Napoleon die Sklaverei wieder einführte.
Wir schließen.
Ja, er führte die Sklaverei wieder ein.
Wir gehen jetzt alle zum Ausgang. Dort treffen wir uns wieder.
Wir schließen, Monsieur.
Sie werden uns hier einschließen!
Aber nein.
Ganz im Gegenteil. Beruhige dich, mein Lieber.
Und die Alarmanlagen und Wächter?
Hier passt nachts keiner auf. Und das Alarmsystem ist alt.
Da kann es immer mal einen Kurzschluss geben.
Und es ist erschreckend, wie schlecht diese Baudenkmäler gepflegt werden.
Ja, das ist überall so.
Damit es keinen Kurzschluss gibt, wird nachts der Strom abgestellt.
Woher weißt du das?
- Na, weil ich gefragt hab. - Weil sie gefragt hat.
Wir haben hier eine Inspektion gemacht.
Du bist ja gut informiert. Da musst du dich nicht ärgern.
- Keine Überwachungskameras? - Nein.
Hier ist nachts keiner da, der die Kameras überprüft, Julien.
Also, was wird das?
- Oh, ich habe Hunger. - Ja, ich auch.
Haben wir nicht noch ein Sandwich?
So ist das immer bei den Expeditionen von Professor Robinson. Man hat Hunger.
Ich hab doch alles, was man braucht.
Tut mir leid. Hier nimm das. Für dich.
Raider? Was ist das?
Raider? Das ist mindestens 30 Jahre alt.
Na ja, wenn du es nicht willst, dann...
Du spinnst doch.
Echt eklig. Sogar das Essen ist uralt.
Also, wir sind jetzt schon fünf Minuten hier.
Was soll denn das? Das ist Joséphines Bett. Steh auf.
Hast du was?
- Und? - Nichts.
- Nur ein sehr großer Schrank. - Lass mal sehen.
Hey, das ist komisch.
Was?
- Komm her. - Hast du was gefunden?
Hier.
Zweimal der Buchstabe Alpha.
Du hast recht.
Wenn man im Altgriechischen das Wort
"Alpha" mit dem Wort "Lethe" zusammensetzt, dann erhält man "Alethea".
Dann wird aus "Vergessen"
das Wort "Offenbarung".
Das hier ist offen. Das lässt sich öffnen.
- Gib mir den Schlüssel. - Aber den hast doch du.
Alethea.
Yallah!
Aber hier ist nichts.
Ja, wirklich nichts.
Hier.
Seht ihr? Die Kinder.
Ich hatte Recht.
Was ist das?
Der Beweis, dass der Schatz des Cheops hier gewesen ist.
Hier in diesem Zimmer.
- Na endlich. - Aber ja, endlich.
Seht nur. Das ist Kalzit.
Alle Sarkophage der 4. Dynastie waren aus Kalzit.
Wer ist denn das?
Scheiße, wer ist das?
- Ist das Cheops? - Rede nicht so einen Unsinn.
War ein Scherz.
Ist das Joséphine?
Aber nein. Joséphine liegt seit 1814 auf dem Friedhof.
Ich würde sagen, das Kleid ist jünger.
Ende des 19. Jahrhunderts, würde ich schätzen.
Sie ist komplett mumifiziert.
Hier ist ein kleines Heft. Siehst du?
Sie heißt Henriet Poppleton.
Ihr Vater war Hauptmann des 53. Regiments.
Er war Ordonnanzoffizier in Longwood.
Er war einer der Wächter von Napoleon auf der Insel St. Helena.
Poppleton! Den Namen hat doch der alte Sammler erwähnt.
Sie hat den Schatz gesucht. So wie wir.
Hier. Dominique Vivant Denon. Papa,
siehst du?
"Eine Nachricht geschickt durch Dominique Vivant Denon,
an unseren Kaiser im Exil."
Das ist die verschlüsselte Nachricht über das Versteck des Schatzes.
Wer ist das denn?
- Wo? - Da!
Als sie hier eingesperrt starb, im Dezember 1873,
war das Schloss nicht mehr bewohnt.
Das Wort "Schatz" taucht hier überall auf.
Die letzten Worte, die sie schrieb, waren: "God save the Queen!
Napoleon, Jobbernowl."
Und was heißt das?
Das heißt: "Es lebe die Königin! Napoleon, Arsch!"
Also, fassen wir zusammen. Der Schatz wurde hier versteckt.
Sicherlich nach dem Tod von Joséphine. Das heißt, nach 1814.
Was für ein reiselustiger Schatz das war.
Wieso bin ich nicht gleich darauf gekommen?
Diese Hieroglyphen hier, die wurden erst viel später hier eingraviert.
Seht ihr, das sieht man, wenn man sich das Metall genau ansieht.
- Ja, das stimmt. Siehst du? - Aber ja!
Das muss nach 1820 gewesen sein.
Aber was heißt das, Papa? Was bedeutet das?
Das heißt, dass der Schatz hier noch immer ist.
- Ich verstehe nichts. - Ich kann dir auch nicht mehr folgen.
Hört gut zu.
Der Schatz wurde hier versteckt in diesem Zimmer.
Wahrscheinlich nach der Rückkehr aus Ägypten.
Soweit sind wir uns einig?
Soweit sind wir uns einig? Doch das sind wir.
Ein Geschenk des Kaisers überbracht von Dominique Vivant Denon,
der, wie wir wissen, sehr gut befreundet war...
Ich bin nicht ganz sicher, aber fast sicher,
dass er auch Joséphine de Beauharnaises Liebhaber war.
Wir wissen keine Details, aber ich bin sicher.
Die Rosen, der kleine Schlüssel, der als Andenken aufbewahrt wird.
Und der Schatz blieb, meiner Meinung nach, hier bis 1815.
Gut. Also, 1815, was ist da passiert? Da waren die 100 Tage.
Aber ja. Napoleon kehrt zurück nach Frankreich.
Die berühmten 100 Tage von Napoleon.
Und außerdem ist Joséphine gestorben.
Was macht Napoleon?
Er unternimmt eine kleine Pilgerfahrt nach Malmaison.
Alles sehr emotional. Schnief, schnief... Er weint, ist überwältigt.
Aber vor allem beauftragt er Dominique Vivant Denon damit,
den Schatz zu verlegen.
Vielleicht sogar in den Louvre.
Angenommen, es war so. Und dann?
Leider ist die Rückkehr von Napoleon von kurzer Dauer.
1815 fällt das Kaiserreich.
Und noch was war 1815.
Dominique Vivant Denon wurde aus dem Louvre geworfen.
Wie Papa.
Wieso denn wie Papa?
Ganz genau. Rausgeworfen wie dein Papa. Wie Vivant Denon.
Moment. Könnt ihr mir mal sagen, was passiert ist?
Dazu kommen wir noch. Wie dem auch sei.
Er hatte Qualitäten, Fehler, war empfindlich,
aber er hatte auch Stärken, genau wie Guillaume.
Also, Vivant Denon verliert seinen Posten im Louvre.
Aber den Royalisten den Schatz zu überlassen, kam nicht in Frage.
Was tat er also? Er musste den Schatz in Sicherheit bringen.
Und er schickte eine verschlüsselte Nachricht an Napoleon im Exil,
in der stand, wo der Schatz versteckt war. Ganz einfach.
Als Nächstes müssen wir die Nachricht in dem Heft entschlüsseln.
Na los, lasst uns diese deprimierende Gruft hier verlassen.
- Einverstanden? - Was wird mit der Engländerin hier?
Ach, die Engländerin, die Engländerin.
Ich denke, dass sie die Nachricht erst viele Jahre später gefunden hat.
Vielleicht war sie abenteuerlustig oder es gab Probleme mit der Mitgift.
Sich in den Kopf einer Engländerin aus dieser Zeit zu versetzen,
ist nicht grade einfach.
Aber als sie sich auf die Suche nach dem Schatz machte,
war er schon lange nicht mehr hier.
Aber wieso ist sie hier nicht wieder rausgekommen?
Mist!
- Was hast du getan? - Mach die Tür auf.
- Ich habe nichts getan. - Mach die Tür auf.
Was hast du denn nur gemacht?
Ich habe wirklich gar nichts gemacht.
So ein Mist!
- Sie sind da durch. - Es ist hübsch hier.
- Der passt nicht. - Da haben wir es.
Das ist die Antwort auf deine Frage.
Der Schlüssel öffnet nicht von innen.
Wir sitzen ganz schön in der Scheiße. Das wolltest du doch hören, hä?
Wie ist die Engländerin denn da reingekommen ohne Schlüssel?
Nein, aber das Schloss war leer, die Tür stand offen.
- Vielleicht hat es irgendwie gezogen... - Ist doch scheißegal,
wie das mit der Engländerin war. Oh, Mist!
Nein, bitte nicht!
Tut mir leid.
Nicht deine Schuld. So ist das immer bei deinem Großvater.
Tut mir leid. Es ist wirklich seine Schuld.
Nein, es ebenso deine.
Wir sterben hier wie die alte Engländerin.
Aber nein, so was darfst du nicht sagen.
Damals war das Schloss verlassen. Jetzt kommen Besucher her.
Da wird man uns hören.
Ein Schloss, das verlassen ist.
Er weiß es nicht mehr.
Aber es ist diese Nacht, diese Nacht.
Verlassen!
Verlassen!
Aber was hast du getan?
Wieso? Ich habe nichts getan.
Aber wer ist denn das?
- Polizei! - Polizei!
Alles okay?
Hallo. Ist da jemand?
Wir sind hier!
Wir sind eingeschlossen!
Hallo.
Na komm schon.
Es lohnt sich nicht, ihm alles zu erzählen.
Ihr habt offensichtlich nichts gefunden.
- Ganz offensichtlich. - Na ja...
Das kannst du nachher erzählen. Los, los, steig ein.
- Aber danke dafür. - Hatte dein Freund keine Zeit?
Das ist es. Vielleicht hat er ja keinen Führerschein.
Kannst du so was bitte lassen?
Nein, ich geh nicht zur Schule. Ich bin erledigt.
Tja, nach dem kleinen Abenteuer wirst du heute Nacht gut schlafen.
Beeil dich. Nimm deinen Rucksack und komm schon.
Du willst doch nicht zu spät kommen.
- Ich weiß nicht, wo der Rucksack ist. - Dann such ihn.
Ich geh jetzt. Ich muss arbeiten.
Was? Mein Vater ein Schmuggler?
Das ist doch lächerlich, Vincent. Hat jemand Beweise dafür?
Na ja, weißt du, in Ägypten war er wohl in heimliche Ausgrabungen verwickelt.
Was? Heimliche? Also ehrlich?
Oh lala...
Eigentlich ist das gar nicht seine Art.
Mein Vater ist jemand, der sich ganz genau an die Regeln hält.
Es geht nicht nur um deinen Vater.
Dein Mann ist auch ins Fadenkreuz geraten.
Im Rahmen einer Untersuchung wegen internationalem Antiquitätenhandel.
Ist das dein Ernst? Wirklich? Nein.
- Das findest du lächerlich? - Nein, überhaupt nicht.
Nein, aber Guillaume. Das ist wirklich unmöglich.
Hör zu, Isis. Bist du sicher, dass du immer alles mitbekommst?
Dein Vater in Ägypten bei geheimen Ausgrabungen und dein Mann im Louvre?
Leuchtet da nicht eine kleine Warnlampe auf?
Du glaubst, dass mein Vater und Guillaume zusammenarbeiten?
- An einem illegalen Projekt? - Ja.
- Nein, das ist unmöglich. - Also ehrlich, Isis.
Was ist los mit dir? Du machst erfundene Inspektionen.
Lässt dich nachts in einem Schloss einsperren?
Die Polizei muss dich befreien. Das geht nicht.
Das tut mir leid. Kommt nicht mehr vor.
Es tut mir auch leid, aber ich hab keine andere Wahl, als dich...
- Als dich... - Als mich...
- Ich muss dich suspendieren. - Was?
- Aber nein. - Aber ja.
- Nein. - Doch.
Jedenfalls, bis die Untersuchung abgeschlossen ist.
Oh, Catoche. Wie schön, dass du hergekommen bist.
Los, ich mach dir auch einen frischen Karkadé-Tee.
Aber ich hab keine Zeit, Christian. Gib mir einfach das Heftchen.
Wenn ich es übersetzt habe, dann ruf ich dich an.
Hast du nicht zugehört? Du bist wirklich schwer von Begriff.
Ich habe es doch gesagt, ich gebe es nicht aus den Händen.
Aber was soll denn das? Lassen Sie mich!
Wer ist denn das?
Markus Gasburger.
- Kennst du ihn? - Ja, ein Belgier.
Ein Antiquitätenhändler. Macht Milliardenumsätze.
Na, los!
Markus, du hast mir versprochen, dass du ihm nichts antust!
Lassen Sie mich los! Wie kannst du mir so etwas antun?
Ich hatte keine Wahl. Es tut mir leid, Christian.
Mach es nicht noch schlimmer und gib mir das Heftchen.
Was für ein Heftchen?
Mach dich nicht lächerlich. Sie arbeiten mit Terroristen zusammen.
Sie Arschloch!
Ich weiß von euren miesen Geschäften.
Und ich weiß ganz genau, wer Sie sind.
Tja, umso besser.
Dann kennen Sie ja auch meine Methoden.
Was wollen Sie denn?
- Dasselbe, das Sie wollen. - Dasselbe, was wie ich will?
- Den Schatz. - Den Schatz?
- Des Cheops. - Des Cheops?
Wollen Sie alles wiederholen, was ich sage?
Aber Sie wiederholen doch alles, was ich sage.
Hinsetzen!
Ich habe gesagt, hinsetzen!
Was ist das denn? Ist da oben jemand?
Julien, ruf die Polizei! Beeil dich!
Markus, ich bitte dich.
"Versteckspielen" ist doch was Schönes.
Scheiße, wo ist das Telefon?
Eins...
Julien!
Zwei...
Drei...
Vier...
Fünf...
Sechs...
Sieben...
Acht...
Neun...
- Das ist doch der vom Louvre. - Der hat uns ja grade noch gefehlt.
Oh, ich glaube es nicht.
Mist. Er hat uns entdeckt.
Warte.
Er ist schon wieder da.
Wartest du auf meine Frau?
Na, komm. Komm, raus da.
Was willst du von mir?
Verdammte Scheiße!
Na, komm.
- Los. - Ich mach dich fertig!
Das ist meine Frau, du Arsch!
Papa!
Julien!
Gefunden.
Gib mir das Heft.
Na los!
Gib es her!
Julien!
Was machen die da? Sollen wir nicht eingreifen?
Nein, wir warten noch ab. Gasburger interessiert mich sehr.
Geht es wieder?
Was haben Sie mit ihm gemacht?
- Julien? - Nein, nein.
- Du wartest hier. - Okay.
- Wer sind Sie denn? - Lassen Sie mich los!
Schön weitergehen.
- Was ist denn passiert? - Ein Verrückter da vorne.
Er hat mich angegriffen.
Er denkt, ich ficke seine Frau.
Aber wieso brauchen Sie mich? Sie haben doch das Heft.
Ja, aber es muss dechiffriert werden.
Na los, wir folgen ihnen.
Wir haben kein Eis mehr, Papa.
Danke, Julien.
Was ist denn hier los gewesen?
Was ist passiert? Gab es eine Schlägerei?
- Nein, nein, nein. Das... - Also das alles hier war meine Schuld.
Alles ist meine Schuld.
Ich fasse es nicht.
Mamas Klavier.
- Was hast du wieder angestellt? - Nein, Mama.
Du verstehst das falsch. Wir wurden angegriffen.
Sie wollten das Heft der Engländerin.
Ein belgischer Krimineller.
Aber dein Mann konnte es ihm wieder abnehmen.
Und dein angeblicher Liebhaber ist gar nicht dein Liebhaber.
Also wirklich: Stopp!
- Habt ihr die Polizei gerufen? - Aber das ging nicht.
- War zu gefährlich. - Sie arbeiten mit Daesch.
Daesch?
Wo bist du jetzt wieder reingeraten?
Dann stimmt es also, dass ihr beide schmuggelt?
- Was denn schmuggeln? - Deswegen will der Louvre dich feuern.
Was redest du da? Wir beide schmuggeln doch nicht.
Wovon ich rede? Das werde ich dir erklären. Sieh dir das hier an.
Hier sieht es aus wie nach einem Überfall. Und er war nicht in der Schule.
Das hier ist keine Familie mehr, sondern eine Gang.
Oh, beruhige dich, Isis. Ich bitte dich, beruhige dich.
Du bist müde. Wir haben nicht geschlafen.
- Ich kenne dich, wenn du müde bist. - Nein, du kennst mich nicht, du Egoist.
- Und du bist auch schuld an Mamas Tod. - Wie du meinst, Isis.
Du bist unerträglich, toxisch und nervst mich.
Kaum tauchst du auf, geht alles kaputt.
Ein Gefühl von Sicherheit gibt es mit dir nicht.
Und jetzt will ich, dass du hier verschwindest.
Und du lässt das los. Hör auf!
Das ist doch jetzt schon alles eine Katastrophe.
Ich muss sagen, ich finde das jetzt etwas übertrieben.
- Na los, verschwinde endlich! - Ich bitte dich, Mama.
- Mama! - Du gehst mit deinem Vater mit. Los!
Guillaume? Ich habe deinen Schlafsack von den Pfadfindern gefunden.
Ich leg ihn dir in dein Zimmer.
Ja. Vielen Dank, Mama.
Macht keinen Krach, ja? Und geht rechtzeitig schlafen.
Schon wieder dein Vater.
Er kann mich mal.
Weißt du, ich habe mich mit meinem Vater auch nicht gut verstanden.
Aber jetzt lebt er nicht mehr. Und ich bedaure es.
Mal sehen, wie es ist, wenn er tot ist.
Deine Mutter ist bei einem Autounfall gestorben?
Ja.
Wieso hast du gesagt, es war seine Schuld?
Weil sie sehr unglücklich war.
Und er versucht, dem Thema immer auszuweichen.
- Gut. Versuchen wir es mal? - Ja.
Also es muss noch ein bisschen da rüber in die Ecke.
Warte. Da ist irgendwas.
- Was denn? - Sieh mal, was ist denn das?
Ein Päckchen Briefe. Verrückt.
Sie sind alle an meine Mutter adressiert.
"Meine liebe Babette, ich schreibe dir diese Worte heute..."
Von deinem Vater.
Nein, bestimmt nicht. Das ist nicht seine Handschrift.
Außerdem hat er sie nie Babette genannt.
"Mit all meiner Liebe. Takeshi."
Takeshi? Das ist doch Japanisch, oder? Wer ist das?
Ich weiß es nicht.
Wie lange willst du noch lesen?
Ich brauche meine acht Stunden Schlaf, sonst ist morgen der ganze Tag im Eimer.
Scheiße.
Das ist irre.
Was willst du jetzt machen?
Was ist das denn?
Was ist das?
Isis?
Aber das verstehe ich nicht.
Isis?
Wieso hast du mir nichts gesagt?
Du warst dabei, deine Mutter zu verlieren, Isis.
Aber später.
Ich war zu feige, um dir zu sagen, dass sie uns verlässt,
um zu ihrem Liebhaber zu ziehen.
Deswegen musste ich in ein Internat und durfte nicht mit dir nach Ägypten.
Für ein kleines Mädchen war das nicht die richtige Umgebung.
Und wie war dieser Takeshi so?
Na ja, ich bin dafür nicht der richtige Ansprechpartner.
Er war ein dunkler Typ und der Typ, der nicht viel redet und denkt,
dass er dadurch tiefgründig wär.
Ein richtiger Langweiler.
Und ich muss sagen, er ist genauso schlecht Auto gefahren,
wie er sein Orchester dirigiert hat.
Und wie läuft die Schatzsuche?
Na ja...
Sieh dir das an. Das war in dem Heft der Poppleton.
Ich habe es irgendwie eingesteckt als wir in Malmaison waren.
Sieh nur.
Es sind die gleichen Buchstaben wie in dem Notizheft.
Du meinst, es ist die Nachricht, die sie Napoleon geschickt hat?
Ein Scytale, Papa!
Ein Scytale! Aber für ein Scytale brauchen wir einen Stab,
- um den wir es wickeln können. - Vielleicht geht es da.
Das ist unglaublich.
Du bist wirklich genial, meine Tochter.
- Außergewöhnlich, ich weiß. - Nein. Hier funktioniert das nicht.
Der Durchmesser stimmt nicht.
Guten Tag, Madame.
- Nein. Nicht, Papa. - Darf ich ganz kurz stören?
Es dauert auch nicht lange. Geht ganz schnell.
Ich brauche einen Stab für ein Scytale.
Nein, das funktioniert auch nicht.
D.V.D.!
Wieso denn D.V.D.?
Überleg mal.
Na, also. Los.
Ich danke Ihnen vielmals. Auf Wiedersehen. Schönen Tag noch.
- Links lang. - Daran habe ich nicht gedacht.
- Sekunde. - Mach langsam.
Nein, nein, es ist nichts. Und schon geht es weiter.
"Untergebracht N4 im Louvre".
Papa, das funktioniert!
Papa!
Oh, Mist!
"Untergebracht N4 im Louvre".
- Alles in Ordnung. Ja. - "Untergebracht..."
- "Untergebracht N4 im Louvre" - Ich habe mir nichts gebrochen.
- Wir müssen Guillaume anrufen. - Versteht ihr euch wieder besser?
Ja.
Afrikanisch. Etruskisch.
Ägyptisch.
Hier ist es.
Das Verzeichnis der Sammlungen von 1815.
- Vielen Dank. - Was genau suchen Sie eigentlich?
"N4", mein lieber André. "N4".
Und warum?
"N4".
Hier. Ich glaube, ich habe es gefunden. "N4".
- Mach schon. Ich warte, ich warte. - Also,
"N4". Wir haben es. Also... Ja.
Also, es handelt sich um...
Da wird Bezug genommen auf eine Klassifizierung einer Mumie.
- Einer Mumie? - Einer Mumie?
Aber was soll das denn jetzt heißen?
Mitgebracht aus Ägypten von D.V.D..
- D.V.D.? - Dominique Vivant Denon.
D.V.D..
- Ja, schon gut. - D.V.D..
Ja, aber wo ist die Mumie?
Es tut mir leid. Diese Mumie existiert nicht mehr. Sie wurde zerstört.
Zerstört? Aber wieso hat man sie zerstört?
Na ja, schlecht konserviert und dann ist sie verfallen.
Das Museum hat sie dann begraben im Jahr 1828
in einem Massengrab in den Gärten des Louvre.
In den Gärten des Louvre? Dann könnte sie also noch dort sein, oder?
Nein, Papa. Die wurden zerstört, als sie die Pyramide bauten.
Und die Galerie, das Einkaufszentrum...
Da wurde alles zerstört, weißt du nicht mehr?
Mist!
Mist! Mist!
Und was heißt das? Es ist vorbei?
Wieso interessieren Sie sich für diese Mumie?
Das sind so Ideen meines Schwiegervaters.
Denon soll angeblich eine Schatzkarte darin versteckt haben.
Ist nicht das erste Mal, dass sowas passiert.
Aber egal. Ende der Geschichte. Danke jedenfalls.
Gern geschehen.
Hallo?
Oh, Mist.
Aber was macht sie denn?
- Mist! - Oh, verdammt! Los!
Polizei!
Okay. Alles gut.
- Oh, danke. - Kommen Sie. Schnell.
Danke. Ich werde Ihnen auch alles erzählen.
- Steigen Sie ins Auto. - Vielen Dank!
Verdammter Mist! Was für ein Irrer, dieser Vivant Denon!
Was für ein Irrer! Wirklich.
Der Mann bringt den Schatz des Cheops nach Frankreich und allez hopp,
nimmt er nebenbei auch noch eine kleine Mumie mit und stopft auch noch
alle Hinweise zum Wiederfinden des Schatzes in sie rein!
Aber die Idee war echt bescheuert.
Eine richtige Scheißidee, wenn ihr mich fragt!
Der Typ war richtig blöd.
Papa, beruhige dich. Er verarscht uns.
Er verarscht uns. Das ist doch wirklich bescheuert!
Wozu der ganze Zirkus?
Warum Napoleon nicht einfach eine Nachricht schicken, wo der Schatz ist?
Und sie ins Exil schicken?
Vielleicht musste er den Schatz schon einmal woanders hinbringen
und er dachte, es wäre so viel einfacher.
Viel einfacher? Das ist doch, als würde man sich eine Kugel in den Kopf jagen.
Und ich habe den Kerl mal bewundert.
Seine Raffinesse, seine Sammlung.
Ich dachte, er wäre was Besonderes.
Aber wie kann man nur so bescheuert sein?
Ja, ganz genau. Denn jetzt sind wir ja so richtig im Arsch.
Isis!
- Aber was hat sie denn vor? - Ja, ich weiß nicht.
Vielleicht ist deine Mumie noch nicht verloren, Papa.
Sie ist vielleicht dort.
Na, los. Na, los. Nein, nein.
Papa, Papa, Papa! Nicht da lang. Na, komm, komm. Hier.
Ja. Hier sind die Misérables von Victor Hugo.
Ja, genau. Und 1830 wurden einige der Märtyrer der Revolution,
die Toten der Barrikaden,
in einem Massengrab begraben in den Gärten des Louvre.
Der Garten des Infanten.
Das ist mir plötzlich wieder eingefallen.
Ja. Und weiter?
Sie wurden 1840 exhumiert und dann hierhergebracht.
Dahinter sind sie.
Ich verstehe gar nichts, Mama.
Dann hör einfach zu und halte den Mund.
Als man die Revolutionäre aus den Gärten des Louvre ausgegraben hat,
könnte es doch sein, dass sie die Mumie aus Versehen mit ausgegraben haben.
Du denkst also, der Hinweis, wo jetzt der Schatz ist,
könnte aus Versehen dort begraben sein.
Hinter dieser Mauer.
Vielleicht.
Wow. Das ist krass.
Bitte begeben Sie sich zum Ausgang. Wir schließen jetzt.
Nein.
Das machen wir nicht noch mal.
Diesmal machen wir es, wie ich es will.
- Los, los, los! - Wo wollen wir hin?
Ja, da ist es. Es ist die Tür da.
- Na, los doch. - André. Wartet, wartet!
- Der Eingang muss genau da sein. - Jetzt bin ich gespannt.
- Wieso denn? - Auf André.
Wie kommst du denn darauf, diesen Langweiler mitzubringen?
Er hat uns geholfen und wollte mitkommen.
Er ist der einzige noch Loyale im Museum. Die erste Expedition für uns.
- Und wir werden noch viele andere machen. - Wie ist der Plan?
Zuerst geht's ein Stück unter der Erde lang und dann...
- Das wird gut. Na, los. - Okay, okay...
Na kommt. Na kommt, kommt.
- André. - Ja. Ja, ja.
Wissen Sie, dass Paris aus dem Lateinischen kommt?
"Para Isis" gleich "für Isis".
Notre Dame wurde auf einem Tempel errichtet, der Isis gewidmet war.
Das stimmt nicht, mein Lieber.
Ich bitte um Verzeihung. Aber diese Hypothese stützt sich
auf die Lektüre der Inschrift des Pilier des Nautes.
Derzeit befindet sich im Museum de Cluny ein Votivbild der Parisii,
ein Handel treibendes, gallisch-keltisches Volk,
das auf der Île de la Cité wohnte.
Das ist eine vollkommen falsche Hypothese.
Das Heiligtum war Jupiter geweiht. Okay?
Und das Wort "Parisii" kommt von dem keltischen Wort "Per-iseu".
Ja, aber es gab doch einen Isis-Kult in Paris, oder?
Aber das hier ist doch nun wirklich kein Schulausflug
und auch keine geführte Besichtigung, verdammt noch mal!
- André. - Er irrt.
- Vorsichtig. - "Per-iseu". Das ist die Wurzel.
Nein, das glaube ich nicht.
Super. Zum Glück der richtige Schlüssel.
Aber sag mal, wie kommst du denn zu den vielen Schlüsseln?
Na ja, archäologische Büroarbeit hat manchmal auch Vorteile.
- Pardon. - Natürlich.
Worauf wartet ihr? Gehen wir?
Ja, wir gehen. Aber der Typ da gefällt mir überhaupt nicht. Überhaupt nicht.
- Na, los! - Er ist ein Schleimer.
Du bist ein richtiger Abenteurer.
Ach ja?
Wo sind wir hier?
Hinter der Mauer ist direkt die Krypta der Toten.
Siehst du? Siehst du?
Du hast Recht. Mein lieber Guillaume.
Jetzt bist du dran.
- Jetzt bist du dran. Komm. - Also dann geh zur Seite.
Und wie viele Tote sind hier?
Vielleicht 500?
Die Krypta wurde in den Schacht eines Brunnens gebaut, der nie fertig wurde.
Eigentlich sollte er einen riesigen Elefanten darstellen.
Aber das ist der Elefant in den "Misérables" von Victor Hugo.
- Der Zufluchtsort von Gavroche. - Ja, ganz genau.
- Wer war denn Gavroche? - Das ist doch nicht wahr!
Man darf ja wohl noch fragen.
Gavroche flüchtete in dieses Gipsmodell eines lebensgroßen Elefanten.
Und das war der Tod von Gavroche.
Der beste Moment, wie ich finde.
Wie sagte er noch gleich?
Ich bin runtergefallen, und schuld daran ist Voltaire.
Die Nase im Wasser, das ist die Schuld.
Und diese winzige, große Seele ist dann weggeflogen.
Was ist das?
Die Geister vielleicht?
Aber nein, über uns fährt die Metro.
Na, kommt. Lasst uns versuchen, das aufzukriegen.
Anheben!
Und drehen!
Gut. Eins, zwei, drei.
Oh Mann!
Und da ist auch die Mumie?
Nein, das ist nicht möglich. Auch beschädigt würde man sie sofort erkennen.
Sie würde sich sehr unterscheiden von den anderen Knochenresten.
Versuchen wir es mit dieser hier.
Macht sie auf. Macht die hier auf.
Na los!
Eins...
Zwei...
- Und vorsichtig! - Aufmachen!
Na los, aufmachen.
Da ist nichts.
Jetzt die da.
Eins, zwei, drei...
Vorsichtig. Vorsichtig.
- Da ist auch nichts. Na, los! - Wartet!
Was?
Was?
Da ist sie.
Da ist sie.
Voilà
- Da ist irgendwas. - Ja, da ist es offen.
Ja. Ich kann was fühlen.
Wow!
Eine Dose.
Los, mach sie auf.
Was ist das?
Ein Brief von Vivant Denon.
Seht ihr? Seine Unterschrift.
- Siehst du, Papa? - Was steht da?
Aber das ist der Plan, der zum Schatz führt.
Warte.
Merkwürdig.
- Was? - Was ist denn los?
- Was steht denn da? - Dass der Schatz hier ist.
Hier?
Hier? Wo?
Er befindet sich hier unter der Bastille.
In dieser Krypta? Aber das ist doch unmöglich.
Als Vivant Denon die Anweisungen zum Wiederfinden des Schatzes versteckte,
war die Mumie doch noch im Louvre.
Und das hier hat es doch noch nicht gegeben.
Aber die Kanalisation für den Brunnen war schon da.
Ganz sicher?
Das Projekt betreute Vivant Denon für Napoleon.
Er kannte sich also perfekt aus mit der Kanalisation.
Also müsste er hier irgendwo sein.
Ein unterirdisches Netz, das nicht genutzt wurde.
Das ideale Versteck.
Ich sehe dahinten nach, Papa.
Der Eingang zur Kanalisation muss irgendwo hier sein.
Gut. Jetzt bist du dran, Guillaume.
Gut. Okay. Warte, warte.
Ordentlich drücken. Und jetzt alle drücken, okay?
Also los.
Sieh,
wir müssen da lang.
Komm. Kommt schon.
Wahnsinn.
Ich hielt es für eine Legende, Krokodile in der Kanalisation von Paris.
Ja, ich auch.
Sobek. Der Krokodil-Gott.
Der Gott begleitet die Seelen der Pharaonen.
- Hoffen wir, dass da nicht mehr sind. - Und macht euch keine Sorgen.
Wir bringen den Schatz auch zurück nach Ägypten.
Wir riskieren also absolut gar nichts.
Kommt her.
Yallah, Papyrus.
Wenn ich daran denke, dass wir das alles Ägypten zurückgeben...
Kommt mal her. Seht euch das an. Seht euch das an!
- Was? - Was?
Wisst ihr, was das ist?
Dieser goldene Falke repräsentiert nicht nur den Gott Horus,
sondern auch die göttliche Essenz von Cheops, verstehst du?
Er war auch ein Gott auf Erden. Und das ist ein Bild seiner Seele.
So ein Mist!
Hallo Markus?
Markus, hören Sie mich?
Markus, wir haben ihn gefunden.
Wir haben ihn gefunden.
Den Plan, ja, aber auch den Schatz!
Wen haben Sie angerufen?
Hast du mich gesucht?
Siehst du das?
Los, wir gehen.
- Wohin denn? - Na, los doch!
Lassen Sie mich los!
Ist das auch die Metro?
Leuchte mir mal.
Leuchte mal.
Ja.
Mist! Wieso habe ich darauf nicht geachtet?
Auf was?
Was ist denn los, Isis?
Wir sind viel zu dicht an der Baustelle der neuen Metro.
Verdammt!
Verdammt!
Was ist denn los, Isis?
Mist! Mist! Julien? Wo ist denn Julien?
- Julien? - Julien!
Julien! Julien!
- Julien! - Julien! Wo ist er denn nur?
Er ist nicht hier!
- Julien! - Los, schnell, Papa!
- Hier, sein Helm. - Julien!
- Julien! - Julien!
- Schnell, schnell, schnell! - Julien!
- Und was sagen Sie? - Hey, beruhige dich.
Das ist unglaublich.
Ganz ruhig.
- Lassen Sie mich los! - Micky!
Bring ihn weg!
- Julien! - Julien!
- Julien! - Julien!
Es hat aufgehört.
Julien! Wir hätten ihn nicht mitnehmen dürfen.
Wenn, dann bin ich dafür verantwortlich.
Du übernimmst Verantwortung? Das ist was Neues.
- Julien! - Siehst du?
- Julien! - Julien!
André?
Julien!
Nein, nein, wartet, wartet.
Na los, weiter.
- Polizei! - Waffe runter!
Runter mit der Waffe! Schnell, hier rüber!
Wer ist das?
Markus Gasburger.
- Pichard? - Pichard?
Als ich euch sagte, es gäbe einen Verräter...
- Wo ist mein Sohn? - Was für eine merkwürdige Familie.
Einen Jugendlichen mit hier runterzunehmen...
Ich hab die Nase voll von der Scheiße. Wo ist mein Enkelsohn?
Er ist oben. In Sicherheit.
Boris, pass auf sie auf.
- Na los. - Ja, schon gut.
Dieser Schatz gehört Ägypten.
- Hau ab! - Papa!
Die, die Frevel begehen, mögen bestraft werden.
Und es wird sie der göttliche Fluch überall hin verfolgen.
Er wird sie verfolgen, selbst über das Meer und selbst über die Berge.
Wie schrecklich.
- Was ist das? - Nur die Metro, Markus.
Das ist die Metro.
Das ist die Metro. Pardon.
Na, los, los, los.
Wir müssen uns etwas beeilen.
Los, Beeilung, Beeilung!
Los, weiter!
Los, los!
- Schatz? - Ich bin da.
Papa?
- Bei euch alles in Ordnung? - Alles okay. Alles okay.
- Wir müssen schnell hier weg. - Na los.
Keine Sorge. Sie kommen gleich.
Mama!
Mama!
- Geht's dir gut? Alles okay? - Ja. Alles okay.
Sondermeldung heute Morgen.
Es gab einen tragischen Unfall an der Metro-Baustelle in Paris.
Eine unglaubliche Entdeckung wurde in Paris gemacht.
Der Schatz des Pharaos Cheops wurde
von dem Archäologen Christian Robinson entdeckt.
AUF BAUSTELLE VON PARISER METRO WURDE EIN ÄGYPTISCHER SCHATZ GEFUNDEN. ZWEI TOTE.
DAS TEUFLISCHE TRIO DES ANTIQUITÄTENSCHMUGGELS
MISS POPPLETON MUMIFIZIERT WIEDERGEFUNDEN!
IRIS ROBINSON: UNTER PARIS GIBT ES EIN ZWEITES PARIS
NAPOLEON WAR ES, DER IHN GESTOHLEN HAT
DER FRANZÖSISCHE ÄGYPTOLOGE, DER CHEOPS IN PARIS GEFUNDEN HAT.
DIE ROBINSONS. EIN INTIMES PORTRÄT,
WÄHREND SIE DEN SCHATZ NACH ÄGYPTEN ZURÜCKBRINGEN.
Dies ist eine außergewöhnliche Nachricht.
Der Schatz des Cheops, der zu Napoleons Zeit gestohlen wurde,
kehrt endlich nach Ägypten zurück.
Ein berühmter, französischer Professor, Christian Robinson,
entdeckte ihn in Paris unter dem Place de la Bastille
und brachte ihn nach Ägypten zurück.
Unser teuerster und wertvollster Schatz befindet sich nun in unserem Museum.
Kommen Sie und sehen Sie ihn sich an.
Wie war das mit denen, die Frevel begehen?
"Der göttliche Fluch wird...
...wird sie überallhin verfolgen,
und das selbst über die Meere und in die Berge."
Das ist nicht aus Ägypten, oder?
Rascar Capac.
Was soll's?
Rascar Capac!
Was? Was ist denn das?
Das ist von Tintin.
- "Die sieben Kristallkugeln". - Oh, wie schön.
Wer ist Tintin?
FÜR MEINEN VATER, CHRISTIAN SCHULZ
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