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15. AUGUST 2009
Wieso das Outfit?
Heute ist ja das Tempelfest.
Was machst du?
Ich bin zum Helfen da.
Ist schließlich unser Fest und ich bin die Itsukihime.
Ist Kaoru nicht bei dir? Sie wollte doch auch zum Fest kommen.
Sie war diesmal schon anderweitig verplant.
Du hast dir aber echt Mühe gegeben. Sogar extra im Yukata.
Das ist kein Yukata, sondern ein Kimono.
Aber na ja …
Klar, dass ich mir Mühe gebe.
Es ist ein ziemlich altes Versprechen mit einem alten Freund.
Etwa … ein Mädchen?
Gut erkannt.
Ist sie niedlich?
Natürlich. Schließlich ist sie eine Himmelsmaid.
Gut, dann mach ich mich mal auf den Weg.
He, wart…
Himmelsmaid?
Originalwerk: Motoo Nakanishi
SWORD OF THE DEMON HUNTER KIJIN GENTŌSHŌ
Planung: Mihoko Shibata, Shinichirō Mutaguchi
Story-Bearbeitung: Deko Akao
Werbeproduktion: Yoshiaki Maeda
Charakterdesign & Chefanimationsregie: Tarō Ikegami
Kolorierung: Mineyo Ōnishi 2D-Arbeiten: Hiroyuki Yazaki
3D-Regie: Michiru Fujiwara Kinematografie: Ryōhei Miyasaka
Schnitt: Kiyoshi Hirose, Yuka Yamajō
Tonregie: Noboru Haraguchi Musik: Ryūichi Takada
Ausführende Produktion: Hirō Maruyama, Yasuyuki Iwanami
Produktion: Hiroyuki Aoi, Akane Taketsugu
Opening-Song: „Ash“ Performt von Alexandros
Originalwerk-Assistenz: Atsushi Daitō
Animationsstudio: Yokohama Animation Lab
Regie: Kazuya Aiura
Produktion: „Sword of the Demon Hunter“- Produktionskomitee
JAHR 5 DER MEIJI-ÄRA, 8. AUGUST
Tempelfest?
Jo. Am 15. August gibt’s
beim Aragi-Schrein haufenweise Buden.
Also wie wär’s, wenn du mit Nomari hingehst?
Darfst dir auch mal was gönnen.
Und?
Du kapierst schnell, das ist echt hilfreich.
Ich hab ’ne interessante Geschichte aufgeschnappt.
Willst du sie hören?
Kennst du die Legende vom Federgewand?
Auch beim Aragi-Schrein, wo der Fuchsgott verehrt wird,
gibt’s eine Geschichte
über eine Himmelsmaid, nur läuft die ein bisschen anders ab.
Die Himmelsmaid verliert ihr Federgewand
und wird die Frau eines jungen Schmieds,
aber sie erkrankt.
Also will der Schmied sie selbst in den Himmel zurückbringen.
Damals hat er einen Spiegel benutzt, der Himmel und Erde verbindet.
Das soll der Eisenspiegel gewesen sein, das heilige Symbol des Aragi-Schreins.
Ein Spiegel, der sie zurück in den Himmel brachte …
Jetzt wird’s spannend.
Gestern Nacht soll nämlich Licht aus dem Hauptschrein gedrungen sein,
in dem der Spiegel aufbewahrt wird.
Laut dem Mann, der das gesehen haben will, war auch eine Gestalt zu erkennen.
Ist das nicht eine Geschichte nach deinem Geschmack?
Stimmt, klingt tatsächlich interessant.
Ich akzeptiere die Geschichte als Bezahlung.
Das ist nett von dir.
Ein Tempelfest, wie?
Entschuldigen Sie die lange Wartezeit.
Ich bin Kōdai Kunieda, der Priester dieses Schreins.
Ich heiße Jinya Kadono.
Ich betreibe ein Soba-Restaurant an der Sanjō-Straße.
Also, wegen dieser Sache …
Sie meinen den Eisenspiegel, richtig?
Selbst wenn Sie hören möchten, was passiert ist …
Der gestrige Vorfall war wohl doch ein gewöhnlicher Diebstahl.
Zugegeben, man sagt, der Eisenspiegel verbinde Himmel und Erde,
aber eine Legende bleibt eben eine Legende.
Solche Dinge geschehen nicht regelmäßig.
Wäre es vielleicht möglich,
mir diesen Eisenspiegel mal anzusehen?
Es tut mir sehr leid,
aber der Spiegel ist für die Allgemeinheit nicht zugänglich.
Verstehe.
Liebling.
Ach, Chiyo.
Verzeihung, dass ich mitten im Gespräch störe.
– Ein Besucher ist eingetroffen. – In Ordnung.
Herr Kadono, entschuldigen Sie mich bitte.
Ich muss mich nun verabschieden.
Nein, im Gegenteil. Ich danke Ihnen für Ihre Mühe.
Herr Jinya, wenn Sie wieder etwas brauchen,
kommen Sie bitte jederzeit vorbei.
Vielen Dank. Dann verabschiede ich mich nun auch.
Verborgener Gang.
Wo bin ich hier?
Hört ihr mich, Kadono, Miyaka?
Zeigt euch doch bitte.
Wusste ich doch, dass ihr hier seid!
Endlich hab ich euch gefunden!
Ähm … Also …
Warum?
Was genau soll ich darauf antworten?
Aber …
Wie auch immer. Ich sollte mich wohl zuerst vorstellen.
Ich heiße Jinya Kadono.
Wieso stellst du dich plötzlich vor?
Ich blick nicht ganz durch, aber gut.
Ich möchte dich trotzdem etwas fragen.
Okay.
Aber davor würd ich auch gern was wissen. Geht das?
Warum hast du so was an?
Ist irgendwas daran seltsam?
Also … Ich finde, es steht dir, aber …
Moment … Sag mal …
Wo sind wir hier?
Das ist der Aragi-Inari-Schrein.
Ich meine nicht den Namen des Schreins,
sondern wie die Gegend hier heißt.
Das ist die Sanjō-Straße in Kyōto.
Und wenn es dir schwerfällt, musst du nicht höflich sprechen.
Danke.
Kyōto …
Noch was, welches Jahr haben wir?
Es ist das fünfte Jahr der Meiji-Ära.
Ähm, danke …
Ich glaub, jetzt hab ich’s verstanden.
Schon bitter, dass ich so was
inzwischen einfach hinnehme …
Gut. Dann auch eine Frage von mir. Was tust du hier?
Ähm …
Erst war da plötzlich dieses grelle Licht,
und im nächsten Moment stand ich hier.
Ich hab keine Ahnung, wieso ich ausgerechnet hier bin.
Eine Frage: Wo lebst du?
Weiß ich selbst nicht so genau.
Den Weg zurück kenn ich auch nicht.
TŌFU
Was für Häuser! Irgendwie total retro.
Lauter traditionelle Schirme!
DÄMONEN-SOBA
Darum haben Sie sie also mit nach Hause gebracht.
Offenbar mögen Sie es ja, Frauen zu sich einzuladen, Herr Kadono.
Hallo. Freut mich!
Bitte nennen Sie mich Kaneomi.
Dürfte ich auch nach Ihrem Namen fragen?
Mein Name … Ähm …
Sie ist eine Himmelsmaid.
Ähm …
Kadono?
Du willst deinen Namen wohl nicht verraten.
Ja, fühlt sich an, als ob sonst irgendwas Komisches passieren würde.
Aber Himmelsmaid ist schon etwas übertrieben …
Wie wäre es dann mit Asagao?
Asagao?
Das ist dein Name, solange du hier bist.
Meinte er das damit, dass wir uns ähnlich sind …?
Ist das für dich in Ordnung?
Ach so …
Ja!
Wenn du nirgendwohin gehen kannst, darfst du eine Weile hierbleiben.
Geht das wirklich?
Macht mir nichts aus.
Du kannst doch sonst nirgends hin.
Ja …
Ich bin nur ein geduldeter Gast, darum habe ich mich zu fügen.
Da das Gespräch nun wohl vorbei ist, werde ich mich verabschieden.
Ich habe eine Verabredung.
Eine Verabredung?
Ja, ein Stelldichein mit einem Herrn.
Sie ist schwer zu durchschauen.
Verzeih, ich bin abgeschweift.
Also, was wirst du tun?
Ähm, also …
Ist das wirklich in Ordnung?
Ich mein, wenn ich ehrlich bin, wirke ich doch total verdächtig.
Unterschätz mich nicht.
Du bist echt nett, Kadono.
Dann lass ich mir wohl ein bisschen von dir helfen.
DÄMONEN-SOBA
Ähm, freut mich,
Nomari!
Also … Ich heiße Asagao.
Schon wieder?
Nomari.
Ich bin Nomari.
Verzeih, dass ich das einfach erlaubt hab.
Wenn du es so entschieden hast …
Wollen wir als Wiedergutmachung demnächst zusammen was unternehmen?
Ehrlich?
In Aragi soll bald ein Fest stattfinden.
Mal die Stände abzuklappern, schadet sicher nicht.
Ein Fest?
Schauen wir morgen am besten nach einem Yukata, den du dort tragen kannst.
Ja!
Das ist ein Versprechen, Papa!
Ich dachte, das wäre nur Spaß oder so,
aber du bist ja wirklich Vater.
Hab ich doch gesagt.
Wo …?
Ach ja.
Ich bin in der Meiji-Ära gelandet.
Ich hab in der Meiji-Ära einen Jungen aus meiner Klasse getroffen.
So was würde mir doch eh keiner glauben.
Dass er ein Dämon und über 100 Jahre alt ist, stimmt also wirklich.
Kadono, guten Morgen!
Du bist also wach.
Ähm, ich würde mir gerne das Gesicht waschen.
Hinten im Garten gibt es einen Brunnen. Benutz den.
Einen Brunnen?
Natürlich, ein Brunnen!
Ob Kaneomi oder andere, junge Mädchen heutzutage sind schwer zu durchschauen.
Willkommen!
Nanu? Sind wir im falschen Laden gelandet?
Somegorō?
Ach, wo ist Kaneomi?
Auf einem Stelldichein mit einem Herrn, heißt es. Also, was nehmt ihr?
Ich nehm Kitsune-Soba. Und du, Heikichi?
Tempura-Soba.
Hier, bitte sehr.
– Vielen Dank. – Danke.
Echt gut …
Aber jetzt muss ich doch mal nachhaken …
Hey!
Eine Himmelsmaid also …
Auf der Welt gibt’s echt merkwürdige Sachen.
Ausgerechnet du solltest das wohl nicht sagen.
Da hast du allerdings recht …
Ähm …
Ach, du bist so niedlich, da musste ich dich einfach anstarren.
Vielen Dank …
Ich hab mich ja noch nicht vorgestellt.
Ich bin Somegorō Akitsu, sein bester Freund.
Von wegen bester Freund.
Typisch, wie du dich zierst.
Ich bin Asagao. Freut mich sehr.
Ebenfalls!
Du auch, Heikichi.
Sie ist im Licht erschienen? Was für ein Quatsch.
Vielleicht ist sie auch ein Dämon.
Ähm, also …
– Hör mal! – Autsch!
Entschuldige bitte, Asagao. Der hier ist halt ein Idiot.
Was soll das denn, Meister?
Wenn du nicht weißt, warum du dir eine gefangen hast, dann halt die Klappe.
Ähm, also … Herr Akitsu? Ich bin doch gar nicht böse.
Asagao, du bist ein braves Mädchen.
Aber ich bin gar nicht wütend,
weil er dich einen Dämon nannte.
Ob Himmelsmaid oder Dämon, man muss mit ’nem Lachen vor sie treten.
Fehlt dir die Größe, Reines wie Unreines anzunehmen, steck ich in der Patsche.
So einem Mann könnte ich den Namen Somegorō Akitsu nicht übergeben.
Meister!
Aber wirklich, du bist ja ganz schön umtriebig.
Was soll das heißen?
Trotz Tochter bringst du gleich zwei Frauen ins Haus.
Das muss ich wohl Ofū erzählen.
War doch nur Spaß, nur ein Scherz.
Wer ist denn Ofū?
Eine Wohltäterin. Sie hat mir vieles beigebracht.
Dass ich heute so bin, wie ich bin, verdanke ich zweifellos ihr.
Also war sie jemand Besonderes für dich?
Nein, eher eine Freundin, fast wie eine ältere Schwester …
Ich kann es nicht recht in Worte fassen.
Was ist?
Irgendwie überrascht mich das. Und dann hast du auch noch einen besten Freund.
Ich hab doch gesagt, dass das nicht stimmt.
Jaja, schon klar.
Bin wieder da!
Ach, Kleine!
Willkommen zurück, Nomari!
Danke.
Papa, erinnerst du dich noch, was du versprochen hast?
Ja, natürlich.
Ich hab gewartet, dass du zurückkommst.
Ich mach mich gleich fertig!
Kadono, ich lass dann für dich die Ladenvorhänge runter.
Aber …
Alles gut, mach schon! Geh ruhig los,
Papa!
Und dabei sagtest du, ihr habt euch erst gestern getroffen …
Sieht eher nach langjähriger Freundschaft aus.
– Ein schöner Stoff! – Den nehm ich!
KLEIDUNGSSTOFFHÄNDLER
Was willst du, Nomari?
Entscheide du, Papa!
Dann …
Diesen Yukata.
Das Muster, mal sehen …
Haben Sie Abendblüte?
Selbstverständlich.
Meinst du echt, das passt?
Aber gewiss.
Mutter, danke dir.
Schon gut.
Was ist das?
Das ist eine Schleife.
Ein Stoffband aus dem Westen, um das Haar zu binden.
Noch ist es nicht allgemein verbreitet,
doch die modebewussten Damen haben es bereits für sich entdeckt.
Dann nehme ich auch so eine Schleife.
Gibt es keine Wunderblume?
Vielleicht Kirschblütenrosa?
Ja.
Sag mal, Papa …
Was für ein Mensch war meine Mutter?
Schwer zu sagen …
Deine Mutter hieß Yūnagi.
Yūnagi war eine Lügnerin.
Eine Lügnerin?
Ja.
Sie behauptete zum Beispiel, sie könne Kinder nicht leiden.
Doch wenn sie dich hielt, lag Sanftheit in ihren Händen.
So sehr sie auch log, die Liebe zu dir konnte sie nicht verbergen.
So eine unbeholfene Frau war sie.
Nomari ist der Name der Wunderblume.
Ich wählte deinen Namen in Erinnerung an Yūnagi.
Da ich selbst ohne Mutter aufgewachsen bin,
weiß ich nicht, wie eine „echte Mutter“ sein soll.
Aber Yūnagi hat dich aufrichtig geliebt.
So jemanden wie sie würde man wohl eine echte Mutter nennen.
Verstehe.
Danke, Papa. Ich hab mich nur manchmal gefragt,
wie meine richtige Mutter wohl war.
Du wusstest es?
Ich hab’s gespürt.
Es stimmt.
Ich bin nicht dein leiblicher Vater.
Für mich bist du mein Papa.
Natürlich wollte ich immer wissen, wie meine Mutter war …
oder warum ich keine habe …
Aber ich hab ja dich, das reicht mir.
Du bist für mich mein echter Papa.
Nomari …
– Gehen wir zurück? – Ja!
Ist etwas?
Weißt du, Papa … Ich will überhaupt keine Mutter.
Was soll das heißen?
Ich mein wegen Kaneomi oder Asagao.
Sei unbesorgt.
Ehrlich?
Ich lüge nicht.
Mit meinem jetzigen Alltag hab ich schon genug zu tun.
Ich hab nicht vor, auch noch zu heiraten.
Na dann!
Papa, du hattest also auch keine Mutter?
Ja.
Weißt du was? Wenn ich groß bin, werd ich einfach deine Mutter!
Was soll das denn jetzt?
Weil du mein Papa geworden bist,
werd ich deine Mutter, wenn ich groß bin,
und verwöhn dich reichlich.
So ist das …
Dann freu ich mich darauf.
Ja!
DÄMONEN-SOBA
Asagao, wir sind wieder da!
Willkommen zurück. Was Schönes gefunden?
Ja! Ich zeig’s dir nachher, Asagao.
Was ist mit ihr?
Ach,
so ist sie eben.
Wegen morgen …
Ich werde ausgehen. Was hast du vor?
Wohin gehst du?
Zum Aragi-Schrein.
Der Fuchsspiegel soll die Himmelsmaid in den Himmel zurückgeführt haben.
Das will ich untersuchen.
Jinya: Taku Yashiro Nomari: Shion Wakayama
Kaneomi: Yumiri Hanamori Miyaka: Hina Yomiya
Kaoru/Asagao: Sayumi Suzushiro Somegorō Akitsu: Kōji Yusa
Übersetzung: Steffi Petrik
Spotting: Baptiste Martin Revision: Nino Singer
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