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-Was trinkst du? -Milch. Die mag ich am liebsten.
-Und du liest gerne Comics? -Ja, die finde ich total lustig.
Wenn ich Zeit habe, lese ich "Phantom" und "Buster". Die sind gut.
Mit 17 Jahren spielt er das schwierige Spiel Tennis fast auf Weltklasse-Niveau.
Könnte deine Karriere als Sportler in die Binsen gehen?
Nein, ich glaube nicht.
-Hast du nie Angst vor der Zukunft? -Nein.
Keine Angst, dass du mal keine Lust mehr auf diesen Stress haben wirst?
Nein, kein bisschen.
Jeden Tag immer wieder eiserner Wille und angespannte Nerven?
-Nein. -Du willst das. Es ist dein Leben.
Ja, es ist mein Leben. Ich habe meine Chance ergriffen und will weitermachen.
-Martin? -Ja?
Du musst mir etwas versprechen.
-Ich werde vorsichtig sein. -Das meine ich nicht.
Bleib heute Nacht hier bei mir. Das wäre mir sonst echt unangenehm.
-Kannst du das tun? -Morgen vielleicht.
Morgen bin ich schon nach Frankreich unterwegs.
Kannst du das tun?
Na?
Es geht einfach nicht.
Ich kann nicht.
DER HIMMEL IST UNSCHULDIG BLAU
(Schnüffeln)
Tschüs.
Einen Augenblick. Mensch, du kannst ja hoch schaukeln.
(Kinderlärm)
(Kinderweinen)
Hallöchen.
Hallo! Hej! -Zieht eure Jacken aus.
Guten Morgen.
Hallo. Hej!
Ach, eine Nähstube gibt es hier auch?
Wieso bist du abgehauen?
Ich musste nach Hause.
Ich kapiere das nicht. Du hattest doch freie Bahn.
Es fühlte sich nicht richtig an.
-War was mit deinem Vater? -Nee, Papa geht's gut.
Du hättest doch mit ihr schlafen und dann trotzdem nach Hause fahren können.
-Mach's gut. Schönen Sommer. -Tschüs.
(Jubel)
Wollen wir...?
Was machst du denn da? Ich meinte das doch nicht ernst.
Ach, was soll's. Es sind eh nur Vieren.
(kräht wie eine Krähe)
Warte. Ich wollte doch nach Sandhamn.
-Ist der echt? -Von Papas Zeit in den USA.
-Du warst doch auch schon mal dort? -Three times.
Weißt du, wie man den wirft?
-Wie lange bleibst du in Sandhamn? -Den ganzen Sommer. Wie immer.
-Ist es schön da draußen? -Kennst du ein Mädchen aus Tyresö?
Da sind unzählige Mädels aus Tyresö. Die sind verdammt geil und süß.
Wieso gerade die Mädels aus Tyresö?
Es klingt komisch, aber die Mädels aus Tyresö sind etwa geiler und etwas süßer.
-Als alle anderen Mädels? -Ja.
Was machst du denn im Sommer?
(Autohupe)
Runter mit dem Bier. Meine Alten kommen. Runter mit dem Bier, verdammt!
Runter damit!
Hast du mal überlegt, ob deine Eltern nicht eine echten Eltern sind?
Da muss im Krankenhaus was schiefgelaufen sein.
Wir haben Pizza mitgebracht. Es reicht auch für dich, Martin.
-Nein, wir essen im Restaurant. -Ach, das ist ja mal was. -Nein, nein.
Das ist ein Farbfernseher für die Küche. Nimm den alten mit in dein Zimmer.
In meinem Zimmer steht schon ein Fernseher.
Willst du ihn haben, Martin? Ihr habt doch noch schwarz-weiß zuhause?
-Ihr habt immer noch schwarz-weiß? -Ja.
Hättest du Lust, im Sommer mit uns nach Sandhamn zu fahren?
Ulf hat dir dort schon einen Sommerjob besorgt.
Dann können Micke und du den ganzen Sommer zusammen verbringen.
-Das wäre echt toll. -Willst du den Fernseher jetzt haben?
Wir werfen ihn sonst weg. Nicht den hier, sondern den alten.
-Ja, bitte? -Ja...
Ich nehme ein Wasser.
-Lass uns erst das Essen bestellen. -Das Angebot mit vier kleinen Gerichten...
Kann man das mit Pommes haben?
Nein, leider nein. Wir servieren dazu nur Reis.
-Was möchten Sie trinken? -Ich nehme ein Wasser.
-Wasser. -Wasser.
Ich nehme auch ein Wasser, bitte.
Alles Gute zum Geburtstag.
Das ist auch von Martin.
Ich glaube, das sind die, die Ann-Louise auch hat.
Entschuldige, ich muss kurz...
Wenn jetzt was passiert, verschwinde ich.
Mama? Mickes Vater, Ulf, hat mir einen Sommerjob in Sandhamn besorgt.
-Aha. -Ich weiß nicht...
Das könnte vielleicht schwierig werden?
Du hilfst mir ja immer im Sommer.
Sonst kann ich keine zusätzlichen Kinder aufnehmen.
Und wir brauchen das Geld ja.
Ja.
(Schwedisches Geburtstagslied)
-Hipp, hipp. -Hurra, hurra, hurra, hurra!
Guten Abend.
(Musik)
(Telefon tutet)
(Die Musik erstirbt, Glas zerbricht)
Verdammter Mist! Wir organisieren jetzt ein richtig großes Fest hier.
Wir machen eine Party. Wir laden alle ein zu der Party.
Hier haben wir...
Wir brauchen...
-Bitte, Papa, hör auf damit. -Es soll doch schön aussehen hier.
Wir müssen den Tisch decken. Deck ihn, damit es schön ist, wenn sie kommen.
Papa, hör jetzt auf damit!
Jetzt wird gefeiert!
-Papa... -Jetzt freu dich doch mal, verdammt!
Jetzt kriegst du deine Feier! Verfluchte Muschelschalen!
-Papa, hör jetzt auf. Komm. Komm. -Was?
-Geh einfach ins Bett, Papa. -Ich gehe jetzt nicht ins Bett, Martin.
-Ich muss doch... -Geh einfach ins Bett.
-Ich muss das Festessen für Mama kochen. -Mach das morgen. Komm jetzt, Papa.
Damit diese blöde Fotze endlich einmal zufrieden ist!
-Jetzt koche ich doch mal was! -Bitte, Papa.
-Blöde Fotze. -Papa.
Guck mal.
Was machst du denn da?! Wir wollen doch feiern!
Es gibt Kartoffeln und so.
Mal sehen...
-Nein, Papa. Geh jetzt ins Bett. -Mach das Essen nicht kaputt.
-Papa... -Verdammt nochmal!
Bitte, Papa, geh jetzt ins Bett, ja?
Bitte geh ins Bett, Papa.
Bitte.
Willst du etwa frech werden?
Ich versuche nur, was zu kochen und es uns schön zu machen.
Geh zur Seite.
(Weinen)
(Flasche zerbricht)
(Kinderlärm)
So...
Ach ja, Martin...
Hilfst du Mama heute ein bisschen? Sie sieht etwas erschöpft aus.
Tschüs, Schatz!
Raus in die Sonne mit euch. Eins, zwei, drei... vier. Sind alle da?
Danke.
Guck mal.
Martin...
Ich habe deine Reisetasche gepackt. Sie steht unten.
Ich habe dir Proviant und Geld für die Reise dazugelegt.
Du musst aber selbst herausfinden, wann die Fähren fahren.
-Du sagtest doch, dass es nicht geht. -Es wird schon gehen.
-Hast du mit Papa geredet? -Aber sicher.
Das wird super werden. Ich werde arbeiten, Geld verdienen und sparen.
Du wirst es gut haben. Ich kümmere mich um alles, versprochen.
-Hauptsache, du kommst wieder zurück. -Ja, versprochen. Danke, danke, danke.
Ich muss noch mit Micke reden.
Micke!
-Alles gut? -Toll, dass du da bist.
Moin, Martin. Willkommen auf unserer niedlichen, kleinen, süßen Insel.
Sollan? Wir schauen nachher mal bei euch vorbei, okay?
Erklär ihm, wie hier alles abläuft.
Wenn du was brauchst, komm bei uns vorbei. Das Haus liegt im Dorf.
Komm einfach vorbei.
Was wollte ich noch sagen...? Ja, eins noch: Toll, dass du da bist.
-Micke, komm jetzt! -Ich komme.
-Das sind meine Segel-Kumpels. -Okay.
-Wir fahren mit dem Motorboot? Cool. -Nein, das ist nur für mich.
Ich wohne im Segellager auf der anderen Seite der Insel.
Wohne ich dann bei deinen Alten?
Nein, du wohnst mit den anderen vom Gasthaus in den Personalbaracken.
Bis bald! Wir feiern, du und ich!
(Freizeichen)
Aufstellung!
Hallo! Stellt euch in einer Reihe auf.
Also...
Jeden Morgen um Punkt 10 Uhr stellt ihr euch hier in einer Reihe auf.
Ich überprüfe Kleidung, Hygiene und Allgemeinzustand.
Und mit "Allgemeinzustand" meine ich Nüchternheit.
Wenn jemand betrunken oder verkatert ist, fährt er sofort zurück nach Stockholm.
Die Wurzeln des Seglerhotels der KSSS reichen bis zur Jahrhundertwende zurück.
Es hat Stil und Klasse. Ich möchte Leute anlocken, die es sich leisten können.
Wenn jemand von euch versucht, die Gäste über den Tisch zu ziehen,-
-wird derjenige es bereuen. Das verspreche ich euch.
Aber wir werden auch Spaß haben.
Wir werden in diesem Sommer Spaß haben. Wir werden Partys machen; eine Disco.
Mag denn keiner von euch Disco?
Gut. Dann bist du jetzt die Discochefin. Einen Applaus für die neue Discochefin!
Mag jemand große Motorboote?
Gut. Dann kannst du heute Nachmittag mein Boot schrubben. Das war's fürs Erste.
Und du riechst nach Alkohol. Gute Fahrt mit dem Boot zurück nach Stockholm.
Jetzt legt endlich los! Es gibt viel zu tun!
Entschuldigen Sie mich. Ich bin gleich zurück.
-Entschuldigung. Ich bezahle das. -Vergiss das. Komm mit.
Siehst du die Frau in der Uniform? Sei vor ihr bei Göstas Haus.
Vor seinem Haus rufst du dann: "Conair, Conair!"
Dann weiß er Bescheid. Jetzt lauf schon!
Conair!
Conair!
Conair!
-Danke. -Schatz...
-Hallo. -Hallo.
Nimm mich nicht in den Arm. Ich bin ganz durchgeschwitzt.
Wer ist denn nicht verschwitzt?
(Stimmen im Hintergrund)
Hey!
Moin.
-Hallo. -Du musst die Koje wechseln.
Was? Ich hab das Bett doch schon bezogen.
Du bist ganz schön langsam darin.
(Bierflasche wird geöffnet)
Gute Nacht.
(Rülpsen)
Schläfst du schon?
Du willst dich nicht mit mir unterhalten?
Du glaubst doch nicht, dass wir Kumpels sind, nur weil wir uns ein Zimmer teilen?
-Nein. -Gut.
Das denken nämlich viele.
Mein zweiter Sommer. Ich hab keinen Bock, die Fragen der Anfänger zu beantworten.
-Ist das so? -Was denn?
-Willst du was wissen? -Nein.
Gut.
Wenn es nichts Großes ist, beantworte ich es natürlich.
(Schnüffeln)
Gut. Dann legen wir los.
Diese große Bestellung... Es kommen zehn weitere Gäste.
Wieso lernt ihr's nicht? Pack deine Sachen, dann erreichst du noch die 12-Uhr-Fähre.
Meine Güte! Wir haben doch heute den großen Willkommens-Cocktail.
Servieren kann doch jeder. Nimm den da.
Du, Junge mit dem Glas. Spargel. Komm her.
Ja, du. Komm.
Du wirst Kellner.
Saubere Arbeit.
Hat jemand meinen Kaviar entwässert?
Danke.
Moin, Martin. Läuft's gut?
Ich schäme mich richtig. Wir müssen uns mal treffen.
Das ist ein guter Bursche.
Mensch, Martin! Ich hab dich gar nicht wiedererkannt.
Schick siehst du aus.
-Findet ihr nicht? -Er sieht aus wie ein Pinguin.
-Das ist Marketta, Göstas Frau. -Verlobte.
Ich glaube, wir sind uns schon einmal begegnet.
Wer ist das eigentlich, dieser neue Gastwirt?
Was sagt der Vorstand?
Ich hatte ihn vorgeschlagen. Er hat viele interessante Ideen.
Und er hat alles in bar bezahlt.
Bin gleich fertig.
Schenk sie nur bis zum Konvex voll. Falls du weißt, was das ist.
Da, wo Ein- und Auswölbung aufeinander treffen.
Ja.
-Die nächste! -Danke.
-Name? -Katarina Nilsson.
-Trinkgeld. -Danke.
Das wird immer geteilt. Das ist dein Anteil.
Du weißt doch, dass alle Neuen am ersten Zahltag einen ausgeben, oder?
-Wir gehen zur Bar. -Ich treffe mich mit einem Freund.
Er sagte doch, dass er nicht kann. Hörst du schlecht?
Hast du einen Babysitter dabei? Also, was ist jetzt?
-Nein. -Du willst mit einer Tradition brechen?
Ich glaube, du weißt nicht, was du da tust.
Jenny! Weißt du, wo das Segellager ist?
Ich kann ihnen ja einen ausgeben. Ich mache das dann ein andermal.
Wieso? Es ist doch besser, das Geld zu sparen.
Stimmt eigentlich.
-Sparst du? -Was?
-Sparst du? -Ja. Alles.
Wofür?
Ich will reisen. Von hier verschwinden.
Da. Siehst du's?
Danke fürs Mitnehmen.
-Dann bis... morgen. -Ja. Okay.
-Tschüs. -Tschüs.
Die Wellen platschen und der Motor tuckert
Muggevigge muggevigge, tuff-tuff-tuff - das ist unser Seemannslied.
Schläfst du?
Wollen wir zusammen den Playboy lesen?
Ich will nur nett sein.
Das kapierst du ja.
Könntest du mir bei etwas helfen?
Martin? Hilf hier mal mit.
Danke.
-Ist das Bier okay? -Ja, ja.
Heute ist eine kleine Feier bei der Personalbaracke.
-Mm, ich weiß. -Kommst du?
-Vielleicht. -Wäre toll.
Es ist ja Mittsommer.
Martin.
-Hier. -Freibier ist 'ne feine Sache.
Herrlich.
Super.
Bitte.
(Gesang: "House of the Rising Sun")
(Stöhnen)
-Verzieh dich, verfluchter Gaffer! -Geh!
Martin? Diese Jenny war hier und hat nach dir gefragt.
-Gerade eben. -Sie hat nach mir gefragt?
Wo ist sie hin gegangen?
Da lang.
Jenny!
Hallo. Toll, dass du da bist.
Wie ihr heute ausseht!
Nehmt jetzt Haltung an.
Also, Leute...
Es gab gestern offensichtlich eine Feier.
Aber es waren nicht alle eingeladen. -Warst du eingeladen, Fritz?
-Nein, ich war nicht eingeladen. -Nein. Ich auch nicht.
Wieso habt ihr mir nicht eingeladen? Ich liebe Partys; das wisst ihr doch.
Hattet ihr denn Spaß? Ja, sieht ganz danach aus.
Interessanterweise wurde hier gestern vor der Feier eine Menge Bier gestohlen.
Weiß irgendjemand etwas darüber?
Die Diebe treten jetzt mal vor, damit wir das aus der Welt schaffen können.
Jetzt kommt schon. So schlimm ist das doch nicht?
Wenn du verrätst, wer noch mitgemacht hat, darfst du bleiben.
Na gut. Grüß Stockholm von mir. -An die Arbeit.
Komm mit mir mit.
-Håkansson. -Hallo, ich bin's.
-Hallo, Martin. Wie geht es dir? -Gut.
Geh da runter. Runter vom Regal, sagte ich!
-Hast du zuhause viel zu tun? -Nein, es geht schon.
-Sind alle nett zu dir da draußen? -Ja.
Aber... Einige wurden auch schon wieder nach Hause geschickt.
Aha.
Aber dich schicken sie doch wohl nicht weg?
-Nein, nein. -Das wird jetzt teuer für dich.
-Okay. -Wir legen jetzt auf.
Tschüs.
Kannst du mir bei etwas helfen?
Das wurde langsam Zeit.
Wir leben schon seit einer Woche mit diesem Gestank. Der ganz Flur riecht.
Hol die Putzsachen aus dem Bad. Warte hier, bis ich dich rufe.
(Husten)
(Telefon klingelt)
Martin? Du kannst jetzt kommen!
Wisch den Schrank aus, aber fass da nicht rein.
-Das stinkt ja. Was ist das? -Rattengift.
Wir waren uns doch einig, dass wir das vermeiden wollen.
Das fermentiert bei dieser Hitzewelle im Schrank.
Nein, ich kümmere mich jetzt selbst darum.
Sei am Anleger, wenn ich komme.
Ich muss noch die Kasse holen. Geh zum Boot; wir treffen uns dann am Anleger.
-Okay. -Gut.
So, komm jetzt an Bord.
Bleib auf der richtigen Seite. Gut so.
Ich hab natürlich kapiert, dass du das Bier nicht allein gemopst hast.
Du musst mir noch bei einer weiteren Sache helfen.
Hier. Leg die Tasche in den Kofferraum-
-und hol dann einen Briefumschlag aus dem Handschuhfach.
Kriegst du das hin? Ich muss telefonieren.
Ja. Na... nimm beide!
Ja!
(Er singt "Bang-A-Boomerang" mit)
Vielen Dank für deine Hilfe. Da vorn fährt die Straßenbahn.
Aha.
Ich kann dich nicht nach Hause fahren. Ich muss nach Hause, die Blumen gießen.
Tschüs.
Warte mal!
Du kriegst natürlich was dafür. Danke für deine Hilfe.
Danke.
Also, äh...
Vielleicht...
Wenn du nicht willst, dann...
Du kannst noch eine Weile mit mir rumhängen.
Wenn du Lust hast, mir zu helfen.
-Nettan? -Gösta! Du bist aber früh dran.
Ich habe es tausendmal gesagt: Keine Stilettos auf dem Parkett!
Und was ist mit der Toilette? Wann reparierst du die Toilette?
Gießt ihr die Blumen nicht? Das sind lebendige Wesen.
Willkommen. Du willst zu Susanne, oder? Sie wartet da drin.
-Ich muss jetzt arbeiten. -Ja. Gut.
-Moin. Wie geht's? -Danke, gut.
Das ist Karl-Henrik, mein Neffe. Er singt in der Pfingstkirche.
-Das ist Lena, meine Vermieterin. -Hallo.
Also, es geht um die Beschwerden wegen der ganzen Lauferei im Treppenhaus.
Ja, das ist wirklich nervig. Ich vermiete an Mädchen unter,-
-die auch in Karl-Henriks Chor singen, aber die müssen jetzt ausziehen.
Nein, das wird wohl nicht nötig sein. Es muss nur Ruhe einkehren!
Nimm den Eimer und den Handgriff mit.
Hallo!
Das ist so ein selbst-fahrender. Zwei Geschwindigkeiten. Deutsch.
Vielen Dank.
-Brauchst du Hilfe, Martin? -Was? Nein, es geht schon.
-Du hattest doch neulich Geburtstag? -Nein, das war mein Bruder.
-Mein Geburtstag ist im Februar. -Dann kannst schon mal probefahren.
Sag mal... Sind die gut? Ich bräuchte eine Kaltmamsell.
Hallo.
Das ist mein Neffe Karl-Bertil. Er studiert BWL.
Guck dir mal diesen Schwachkopf an.
(Hupen)
Idiot!
Soll er doch zuhause bleiben, wenn er sich nicht benehmen kann.
Was machst du? Studierst du?
Ich bin auf dem Gymnasium. Auf dem Sozi-Zweig.
-Sozi...? -Sozialkunde.
Das ist hauptsächlich für Leute, die nicht wissen, was sie machen wollen.
-Wo wohnst du? -Auf Lidingö. Aber in einem Hochhaus.
-Wie jetzt, "aber in einem Hochhaus"? -Das sagt man so.
Damit die Leute nicht denken, dass man reich ist, weil man auf Lidingö wohnt.
Was ist denn so schlimm daran, reich zu sein?
So, wir verschwinden jetzt. Bist du satt?
Moin.
Sorry. Wer ist das da?
Die vom Gasthaus waren fies zu ihm; da hat er mit leid getan.
-Was hast du mit deiner Hand gemacht? -Ich bin in der Dusche ausgerutscht.
-Besorg dir ein Boot ohne Achterkabine. -So habe ich aber mehr Schlafplätze.
Die ist im Weg, wenn man angeln will.
-Hast du über unser Gespräch nachgedacht? -Ja. Und es gefällt mir nicht.
Und dann noch zu dem Zeug... Es fehlt ein Paket. Wo ist es?
Frag Kenta danach.
-Moin. Martin. -Ich nehme die.
-Nein, Martin hat sie doch. -Ja, ja.
Eine Flybridge wäre auch eine feine Sache.
Wir haben die Unterlagen von der Genehmigungsbehörde noch nicht erhalten.
Wenn wir die nicht bekommen, könnten wir die Schanklizenz verlieren, Gösta.
Das sieht ja richtig schick aus. Ist das Papas Boot?
-Nein. -Ich bin ganz allein hier draußen.
Meine Frau wollte nicht mitkommen. Sie hat knallhart abgelehnt.
Und dann haut sie mit einem anderen Kerl nach Göteborg ab - mit meinem Nachbarn.
Hat die Kinder und alles mitgenommen.
Jetzt bin ich ganz allein. Na, ich hab ja noch Betty.
-Schick. -Alle anderen finden sie hässlich. Danke.
Bist du nicht rausgeflogen?
Hallo.
Ich darf noch eine Weile bleiben.
Darf ich dir etwas anbieten? Da ist Limo. Gekühlt.
Nein, danke.
Was machst du hier?
Das weiß ich ehrlich gesagt nicht so genau.
Gösta sagte, dass ich noch eine Weile bleiben darf. Er ist echt ziemlich nett.
Möchtest du etwas haben?
-Nein, ich muss los. Tschüs. -Hallo.
Was wollte sie hier?
-Jenny? Hallo. -Hallo.
Findest du es blöd, dass ich für Gösta arbeite?
Nein. Das ist doch gut. Wieso?
-Ach, ich dachte nur. -Es ist doch gut, wenn du mehr verdienst.
Das ist doch super. Du, ich bin spät dran.
(Akkordeon)
-Hallo. -Schön.
Was machst du da?
-Was treibst du da? -Der Anleger ist etwas schmutzig.
-Wir verschwinden jetzt. -Nimm die Brille ab.
-Nimm die Brille ab, sagte ich. -Wieso?
Nimm die Brille ab.
Ich sage es nicht noch einmal.
-Martin, mach uns los. -Fahren wir mit unserem Boot?
Nein, wir fahren mit gar keinem Boot. Martin und ich machen das allein.
Wir beide fahren jetzt angeln. Das wird nett.
Okay, ihr fahrt also allein.
-Hast du es? -Ja, ja.
Es wäre schön, wenn ich wüsste, was ich tun soll.
-Auf jeden Fall. -Oder was du von mir erwartest.
-Was soll ich machen? -Stress mich nicht. Ich habe Pläne.
Was macht dein Vater?
Du weißt nicht, was dein Vater macht?
Arbeitet im Büro.
-Ist er denn nett zu dir? -Ja.
Mein Vater war ein Schwein.
(Martin stößt eine Schrei aus)
-Hast du einen dran? -Ja.
Also, Martin... Was hast du jetzt vor? Wie sehen deine Pläne aus?
-Als ich in deinem Alter war... -Ich will ins Ausland gehen.
Dazu muss man ein Sabbatjahr einlegen und haufenweise Kohle verdienen.
-Arbeite für mich. Dann verdienst du viel. -Was ist denn dann meine Aufgabe?
Nalle und Kenta sind gut.
Aber ich brauche jemanden, dem ich vertrauen kann.
Ich will ins Ausland gehen.
Das will ich.
-Okay, wir fahren jetzt nach Hause. -Wartest du nicht auf jemanden?
Ja, aber ich muss zurück zum Hotel.
-Ich kann bleiben. -Nein, wir packen zusammen.
Ich will bleiben.
Krone - du bleibst.
Du bleibst.
(Ein Fischerboot nähert sich)
(Die Männer auf dem Boot sprechen in einer fremden Sprache)
Björn Borg gewann gestern die French Open,-
-die inoffiziell als Weltmeisterschaft auf Schotter gelten.
So soll das aussehen.
Ich kann nicht noch mehr annehmen. Das wird auffallen.
Andererseits... Ich könnte es als Tageseinnahme abrechnen.
Hier ist die Genehmigung.
-Håkansson. -Ich bin's.
Ich wollte nur Bescheid sagen, dass es gerade richtig gut läuft.
-Wie geht's euch? -Muss ja. -Nils, mach die Tür auf.
-Ist Papa zuhause? -Ja, er ist krank geschrieben.
-Wieso? -Na, du weißt doch... Mach's gut.
Danke für deinen Anruf. Tschüs!
Jenny! Hallo.
Du siehst toll aus.
-Danke. -Wie geht's dir?
Ich habe viel für Gösta gearbeitet. Deshalb habe ich mich nicht...
...melden können. Oder mich mit dir treffen.
Aber... wie sagt man... Was hast du jetzt vor?
Wir könnten spazieren gehen.
Gösta möchte, dass ich heute Abend bei der Disco arbeite.
Ich bin da eine Art Chef.
Vielleicht kannst du da vorbeischauen? Dann können wir uns später treffen.
Vielleicht.
Micke! Micke!
-Moin, Martin. Moin. -Wie geht's?
-Schön, dich zu sehen. -Willst du rein?
-Das regele ich für dich. -Ich bin mit meinen Kumpels hier.
Die Kumpels... das geht nicht. Aber du kannst rein.
-Jetzt komm schon! -Da sind genug Minderjährige drin.
Vergiss es. Da sind eh nur alte Säcke und Tussies drin.
-Wollen wir mal zusammen essen? -Essen?
Jetzt kommt das letzte Lied, der letzte Tanz.
Endlich.
-Ja? -Hallo.
-Die Kasse von der Disco. -Gut. Bis morgen.
Warte, Gösta.
-Kann ich meinen Lohn haben? -Das regeln wir morgen. Gute Nacht.
Moin. Nalle und Kenta sind gleich hier. Es wäre schön, wenn du bald fertig bist.
Ich habe mir überlegt...
...ob ich... wie sagt man...
...ob ich vielleicht...
...ob ich vielleicht wieder im Restaurant arbeiten könnte.
Gefällst es dir nicht? Willst du mehr Geld?
Das ist kein Problem.
Es macht keinen Spaß, oder?
Ja, ich verstehe das.
Ich will auch damit aufhören. Wir werden mit diesem Mist aufhören.
Aber du musst dir keine Sorgen machen.
Schnappen sie uns, ist es nicht schlimmer, als über eine rote Ampel zu gehen.
(Klopfen) Wer ist da?
-Zwei Männer wollen zu dir, Gösta. -Die müssen warten.
Sie sagen, sie sind von der Polizei.
Ich komme.
-Hallo. Gösta Jansson. -Rune Eriksson.
-Sie wollten mich sprechen? -Emil Kåberg.
-Ein toller Sommer, oder? -Wir wollen eure Lokalitäten durchsuchen.
-Wir sind von der Kriminalpolizei. -Sicher.
-Wenn du nichts dagegen hast? -Nein, nein.
Das ist schnell erledigt. Wir haben ja Atos dabei, Schwedens besten Spürhund.
Er sieht etwas gefährlich aus, ist privat aber ein echt netter Kerl.
Einen Moment.
Ich muss etwas beichten.
Das ist mir peinlich...
Wir haben Ratten in der Küche. Wegen des Hundes...
Das müssen schon große Ratten sein, wenn sie Atos erschrecken wollen.
Jetzt kannst du suchen. Such!
Wenn da etwas ist, wird er es finden. Keine Sorge.
Du schüttest alles weg?!
Bist du völlig durchgeknallt? Hast du denn nichts in der Birne?
-Die Bullen sind hier. -Die Bullen?
Wenn du beim Anblick von Bullen so reagierst, bist du nicht dafür geeignet.
Du dummer Idiot! Wir schließen den Laden jetzt.
Wir schließen den Laden. Raus hier! Wir schließen den Laden. Raus hier.
Bleib stehen!
Ich habe ganz Sandhamn aufgebaut. Ich habe alles alleine aufgebaut.
Scheiße!
Au! Scheiße.
(Schlägerei)
-Wir machen dann in der Küche weiter. -Ja.
Eine Frage: Kann er zwischen Essens- und Drogengerüchen unterscheiden?
-Atos ist ein Sprengstoffspürhund. -Ein Sprengstoffspürhund?
Wir sind hier, weil der König an der Regatta "Gotland Runt" teilnimmt.
Ein schöner Hund. -Du bist ein ganz feiner.
Deshalb ist es mir eine Freude,-
-nun Seine Majestät und alle anderen-
-willkommen zu heißen zur Regatta Gotland Runt 1975.
Mein besonderer Dank gilt Direktor Gösta Jansson-
-für seine hervorragende Arbeit bei der Renovierung unseres Clubhauses.
Und nun: Auf den König!
(Gesang: Schwedisches "Königslied")
Ich höre.
Es ist wichtig, dass du alles nach den Grundwerten der KSSS weiterführst.
Rechtschaffenheit, Vernunft und gute Seemannschaft.
-Pocht es immer noch? -Ja, ein bisschen.
Gut.
Was machst du eigentlich bei denen?
Weißt ich nicht. Es ist quasi wie ein Sommerjob.
Schein ziemlich brutal zu sein.
-Wo wohnst du eigentlich? -Ich habe überall gewohnt.
Erst in Amerika, dann in England, dann in Belgien,-
-in Schonen und jetzt in Tyresö.
-Bist du ein Tyresö-Mädel? -Mm. Wieso fragst du das?
Nur so.
-Ziehst du wirklich weg, wenn du 18 bist? -Ich muss weg von hier.
Schade.
Tut mir leid.
Darf ich dich etwas fragen? Versprich mir, dass du nicht sauer wirst.
Versprochen. Jetzt frag schon.
-Triffst du dich derzeit mit jemandem? -Wieso sollte ich jetzt sauer werden?
Die Antwort ist nein.
-Triffst du dich mit Gösta? -Wieso sollte ich das tun?
-Bitte werde jetzt nicht... -Sag mir, was los ist.
-Ich sah, wie du zu ihm rauf gingst. -Können wir bitte das Thema wechseln?
-Hast du ihn mal geküsst? -Ein Wort noch zu Gösta, und ich gehe.
-Lass es einfach. -Du wolltest nicht sauer werden.
-Es ist schön hier. -Mm.
-Wenn du etwas mit ihm getan hast... -Halt die Klappe!
Gösta ist mein Vater, mein scheiß Vater! Jetzt hast du alles kaputtgemacht!
Niemand sollte erfahren, dass er mein Vater ist!
Jenny! Entschuldigung!
-Pass doch auf! -Schnauze!
Was soll das werden?
Wieso hast du nichts gesagt?
Na? Wieso hast du nichts gesagt?
-Wieso hast du nichts über Jenny gesagt? -So ist das mit den Aushilfen.
-Du hast mich die ganze Zeit angelogen! -Ich habe dich nicht angelogen.
Ich habe nur nicht gesagt, wie es ist.
Außerdem wollte Jenny das so. Hast du dich geprügelt?
Dein Drogenkumpel Kenta hat mich verprügelt!
Reiß dich zusammen!
Ich? Es ist doch euer Drogengeschäft!
Alles in Ordnung, Martin? Bist du gestürzt?
Geh nach Hause zu Marketta und schlaf dort.
Ich penne heute auf dem Boot. Schaffst du das?
Morgen fühlst du dich besser.
Ich soll hier schlafen.
Habt ihr keinen Wein? Oder einen Schnaps? Ein Bier?
Was ist passiert? Wo ist Gösta?
Gösta ist ein verfluchter Idiot. Wusstest du, dass er mit anderen Frauen rummacht?
Er vögelt fremde Bräute.
Er ist so was von eklig.
Entschuldigung.
Das tut er nicht. Das hab ich nur so gesagt. Er ist einfach nur dumm.
Gösta hat dich sehr gern, Martin. Aber er hat auch eine andere Seite.
Und die ist nicht besonders schön.
So lange diese Seite existiert, darf ihm niemand zu nah kommen.
Du bist ihm gerade etwas zu nah, Martin.
-Ich arbeite ja für ihn. -Hör mir mal zu.
Wenn es anders wäre, hätte Gösta kein Problem damit, dich fallenzulassen.
-Er hat doch gesagt, dass wir... -Du musst weiter ziehen.
Wieso tust du es denn nicht?
Das werde ich. Ich muss nur die richtige Gelegenheit erwischen.
Wir müssen reden.
Nimm das Frühstück mit, sonst verpasst du die Fähre.
-Die Fähre? -Hallo.
Zieh dich an, Martin. Wir machen einen Spaziergang.
Und wo hat er letzte Nacht geschlafen?
Ich kann das nicht. Du bist später dran.
Komm jetzt, Martin.
Also, Martin...
Als ich so alt war wie du, bin ich von zuhause abgehauen.
In den USA lernte ich Jennys Mutter kennen. Sie sang dort in einem Hotel.
Aber dann starb sie plötzlich, und ich stand allein mit der kleinen Jenny da.
1000 Dollar kostete die Beerdigung. 1000 Dollar.
Martin, es...
Das mit Kenta tut mir wirklich leid.
Aber du musst doch verstehen, dass es passiert ist, weil...
Typen wie Kenta und Nalle kommen und gehen, aber solche wie du, Martin...
Ich kaufe jetzt das Hotel und übernehme das Gasthaus. Mir gehört die ganze Insel.
Aber ich will dich hier haben. Bist du dabei?
Kannst du das hier mit mir zusammen machen?
Der Nachteil am Dasein als Krimineller ist, dass man andere Kriminelle anzieht.
Buh!
Ein paar Schläge verträgst du doch wohl.
Dann kannst du deinen Kumpels daheim auf Lidingö was erzählen.
Reiß dich zusammen, Kenta.
-Sorry. -Du sollst es ernst meinen.
Das kann ich nicht. Ich bin müde.
Das muss reichen.
-Entschuldigung. -Dann vergessen wir das jetzt.
Wie viel haben wir verloren?
-Ich weiß es nicht. Vier, fünf, vielleicht. -Aber wir müssen die Polacken bezahlen.
Ich wusste, dass das irgendwann passieren würde.
-Wir könnten das Zeug selber mischen. -Nein, Moment mal. Das will ich nicht.
-Außerdem fehlt uns die Ausrüstung dafür. -Wir haben einiges zusammen gesammelt.
Ja, haben wir. Haben wir.
-Sogar fast alles. -Waren wir uns da nicht einig?
Wir wollten das nicht tun. Ihr ignoriert mich einfach.
Es ist aber ganz gut, dass wir das getan haben.
Zumindest diesmal.
Man könnte hier draußen ein Disneyland mit Saltkrokan-Thema bauen.
Mit Tjorven und Bootsmann, Teddy und Freddy...
Du meinst ein Saltkrokan mit Melcher,-
-der Ponyreiten mit dem Kleinen Onkel organisiert?
-Der gehört aber nicht zu Saltkrokan. -Das ist doch nicht so wichtig.
Du kannst doch nicht Michel mit Madita vermischen. Das gibt ein riesiges Chaos.
Entschuldigung.
Es war dumm von mir, dass ich nicht auf dich gehört habe.
Ich weiß, wie du dich fühlst. Mein Vater ist auch ein beschissener Vater.
Willst du wirklich fahren?
Wenn du meinen Vater auch für einen Idioten hältst,-
-wieso bist du dann ständig bei ihm?
Moin! Entschuldige das Durcheinander. Ich räume hier gerade auf.
Kaum zu glauben, was man so alles an Zeug hat. Guck mal.
-Wollen wir eine Kaffeepause machen? -Nein, danke.
Okay. Was war das für ein Sommer, oder? Einfach unglaublich.
Einfach unglaublich...
Scheiße!
Da bist du ja. Wir haben dich überall gesucht.
-Ist alles in Ordnung? -Ja, danke.
Du hast es aber schick hier!
Ann-Britt und ich laden zum Krebsessen ein. Kommst du?
Das ist Martin, Mikaels bester Freund.
Martin ist mit uns her gekommen. -Mikael ist gerade angekommen.
-Da bist du ja. -Moin.
-Moin, Martin. -Ist das schön, euch zusammen zu sehen!
(Lachen)
Martin? Ich habe gehört, dass du einen guten Draht zu Gösta aufgebaut hast.
Das ist gut für dich.
Er ist ein wundervoller Mann. Habt ihr Gösta kennengelernt?
Lennart, ihr habt doch Geschäfte gemacht. -Lennart leitet die Genehmigungsbehörde.
-Ja, ich bin der Genehmigungs-Chef. -Lasst uns singen. Sing!
Niemandem geht's so gut wie mir, außer meinem Vater.
Der liegt im Staatsmuseum, konserviert in Ether.
Prost!
Micke! Ihr beide habt euch im Sommer nicht so viel gesehen, oder?
Das wird im Herbst besser, wenn die Schule wieder losgeht.
Ich gehe im Herbst nicht mehr zur Schule.
-Machst du etwa ein Auslandsjahr? -Das weiß ich noch nicht.
Vielleicht lasse ich es ruhig angehen. Wir werden sehen.
Wir hatten deine Eltern eingeladen, Martin. Es wäre so schön, wenn sie hier wären.
-Es wäre echt toll gewesen! -Das würde wohl nicht funktionieren.
-Wir haben haufenweise Schlafplätze. -Und das Boot. Wir haben ein riesiges...
Mein Vater ist Alkoholiker. Er ist starker Alkoholiker.
Jetzt bist du etwas unfair gegenüber deinem Vater.
Wohl kaum. Er würde dich wahrscheinlich betatschen, Ann-Britt.
Und sich mit dir prügeln, Ulf. Und das Schlafzimmer vollkotzen.
Wenn er es denn dorthin schafft.
Danke für die Krebse. Es war sehr lecker.
Ich gehe dann mal. Es war schön wie immer.
Jetzt lasst uns singen!
Ich soll ein Direktoren-Boot überführen. Vom Feinsten!
Wäre toll, wenn du mitkommst. Nur du und ich. Wie immer.
-Was meinst du? -Ich bleibe noch.
Was ist los mit dir?
Wir können sofort los, wenn du willst. Na?
Glaubst du mir nicht? Wir können sofort los, heute Abend.
-Wollen wir los? -Komm schon.
-Was soll das heißen? -Komm schon. Es ist okay.
Okay.
Hallo.
Darf ich dich begleiten? Wenigstens ein Stück?
Es kann langweilig werden, wenn man allein reist.
Wir treffen uns bei der Fähre.
Na, moin!
Kannst du auch nicht schlafen?
-Was hältst du von einem Morgenkaffee? -Ich...
Ein Morgenkaffee!
Komisch, dass wir nie zusammen Kaffeepause gemacht haben, oder?
Obwohl wir den ganzen Sommer lang Nachbarn waren.
Das ist so typisch schwedisch. Man grüßt nicht und redet nicht.
Zucker steht da drüben.
So.
-Fährst du nicht bald nach Hause, Martin? -Woher kennst du meinen Namen?
Machst du Witze? Den habe ich den ganzen Sommer gehört: "Martin! Martin! Martin!"
-Die haben dich ganz schön gescheucht. -Wieso fährst du noch nicht nach Hause?
Na, ich habe den ganzen Sommer gearbeitet und meinen Urlaub noch vor mir.
Den habe ich schon gebucht. Wenn ich hier fertig bin, geht's ab nach Malle.
Wie hieß das doch gleich? Maga... Magaluf.
-Woran hast du denn hier gearbeitet? -Kapierst du es nicht? Bitte.
Okay, Junge, es sieht so aus:
Wir wissen alles über Gösta Jansson und seine Jungs. Und über dich auch.
Martin Håkansson. Du steckst echt in der Scheiße.
-Möchtest du auch eine Wurst? -Nein, ich muss mich zurückhalten.
Bosse? Hast du den zweiten Teil fertig?
So, jetzt reden wir beide mal.
Junge Dame? Wir legen jetzt ab.
Dann machen wir es wie besprochen.
Wir haben überall Fahnder. Du weißt, was passiert, wenn du vom Plan abweichst.
-Kapiert? -Verstanden.
-Wie bitte? -Verstanden.
Bosse? Bosse!
Wollten wir noch etwas mit ihm besprechen, bevor wir ihn gehen lassen?
-Nein, was denn? -Was weiß ich. Weißt du es?
-Nein. Geht es dem Jungen gut? -Ja. Er ist nur etwas down.
Aha. Na, wer ist das nicht?
(Die Fähre tutet zur Abfahrt)
Ja, wer ist das nicht...
Braver Junge. Verschwinde.
-Sehen wir uns nächsten Sommer? -Nein, dann ist Martin Maître d'hôtel.
-Nein... Als Gast, meinte ich. -Ja. Danke, Fritz.
-Pass auf dich auf. -Gleichfalls.
Nein, warte, verdammt!
Das hier muss auch nach vorn. Das Mikrofon wird da oben befestigt.
-Lass uns das Mikro testen. -Ja.
Zieh das Hemd an.
Sag etwas: "Eins, zwei, drei." -Eins, zwei, drei.
-Funktioniert. -Na dann, Martin.
Also, ähm...
Ich habe mit dem Staatsanwalt geredet.
Es wird wohl gut für dich ausgehen, weil du mit uns kooperiert hast.
Das wollte ich dich noch sagen.
Alles wird gut.
(Quietschen)
-Was war das? -Was hast du gesagt?
-Was war das für ein Geräusch? -Ein Igel.
Jetzt köchelt es gut vor sich hin.
Ich hab's doch gesagt.
Was zur Hölle war das?
(Er schnappt nach Luft)
Verflucht, hast du mich erschreckt. Du hättest doch rufen können.
-Wo hast du gesteckt? -Ich muss mit dir reden.
Nicht mit denen.
Jungs? Könnt ihr kurz mal raus gehen? Ich behalte das hier im Blick.
Etwas frische Luft wird euch gut tun.
Ja, ja.
Ja?
Was war denn so verdammt wichtig? Und wieso platzt du hier so rein?
Du darfst nicht hier sein, während wir arbeiten.
Ja, glotz ruhig! Jetzt hast du mal ein Drogenlabor gesehen!
Jetzt guck schon hin! Wir sind Drogendealer.
Und was willst du dagegen tun?
Renn doch zu den Bullen. Bis die hier sind, sind wir schon lange weg.
Du neugieriger Mistkerl.
Wieso gehst du nicht einfach?
Hey!
Stavsnäs.
Moin, Gösta.
-Wie geht's? -Gut.
Die Kriminalpolizei hat Schwedens bestorganisierten Drogenring gesprengt.
Schwedens Drogenkönig ist nun hinter Gittern.
Wir haben definitiv einen Anführer mit fleißigen Mitarbeitern festgenommen.
Sie hatten Drogen, schnelle Autos und Rennboote unters Volk gebracht.
Es ist jetzt 15.15 Uhr, und das Verhör mit Martin Håkansson ist beendet.
-Was passiert jetzt? -Jetzt übernimmt der Staatsanwalt.
Er entscheidet, ob du inhaftiert wirst. Dann kommen Gerichtsprozess und Urteil.
-Komme ich ins Gefängnis? -Nicht ins Hochsicherheitsgefängnis.
Aber ins Jugendgefängnis wirst du wohl kommen.
Der Ermittler sagte, ich müsse nicht ins Gefängnis, wenn ich euch helfe.
Hat Stig diese Nummer mit dir abgezogen?
Tut mir leid. Du darfst nicht alles glauben.
Den Trick hat er sich von "Kojak" abgeguckt.
Buh! Was glotzt du denn so?!
Stell dich hier hin. Und bleib hier stehen.
Du bist frei.
Da ist der Ausgang.
(Fieses Lachen)
Die Polizei wollte nicht sagen, ob ein weiterer Haupttäter auf freiem Fuß ist...
Martin. Martin!
Der Mann soll der Liga geholfen haben, sich zu etablieren, aber laut Staatsanwalt-
-existiert er gar nicht, weshalb die Ermittlungen nicht ausgeweitet werden.
-Moin! Hast du alles dabei? -Ja.
Ich dachte, du hast bestimmt Hunger. Das Essen war sicher nicht das beste?
-Bin ich jetzt frei? -Ja, das könnte man so sagen.
Martin. Du musst erst einmal nachdenken, bevor du anfängst zu reden.
Du musst erwachsen werden und Verantwortung übernehmen.
-Wie hast du mich raus bekommen? -Ich habe meine Kontakte spielen lassen.
-Welche Kontakte? -Davon verstehst du nichts.
Aber du musst mir nicht dankbar sein.
-Ich bin kein bisschen dankbar. -Aha?
Du hattest Angst, dass ich ausplaudere,-
-dass du Gösta die Genehmigungen besorgt hast. Alle. Das habe ich kapiert.
Wie viel musstest du bezahlen? Was hat es dich gekostet?
Wie viel habe ich gekostet?
Der Staatsanwalt hat einen Liegeplatz in Sandhamn erhalten.
Und ein paar Kleinigkeiten, die nicht der Rede wert sind.
Aber du hast Recht. Ich sollte erwachsen werden und mehr Verantwortung übernehmen.
Das Leben ist nicht gratis.
LIEBHABERIN VERRÄT DROGENBOSS DAS LUXUSLEBEN DES DROGENCHEFS
Das Landgericht hat heute das Urteil gegen die Anführer der Sandhamnsliga verkündet.
Der Hauptangeklagte stritt alles ab und wurde zu acht Jahren Gefängnis verurteilt.
Die beiden Komplizen des Restaurant- Betreibers bekamen 4 bzw. 3,5 Jahre Haft.
Alle drei wurden wegen schweren Drogenverbrechen verurteilt.
-Martin! -Hallo, Mama.
Endlich! Wir haben uns so nach dir gesehnt.
Wir haben erst vor einer Stunde erfahren, dass du kommst.
Hallo, Martin.
-Wir müssen deine Heimkehr ja feiern. -Ja.
Prost.
Bist du immer noch krankgeschrieben?
Ja, er hat was mit dem Rücken. Aber sie können nichts finden.
-Als wäre da gar nichts. -Du weißt doch, dass ich Schmerzen habe.
-Ja, ja, so habe ich das nicht gemeint. -Nein. Aber du weißt es.
(Schlürfen)
Ich gehe ins Bett.
Aber es gibt doch Spaghetti mit Hackfleischsauce.
Gute Nacht.
(Klopfen)
Der ist für dich gekommen.
(Rumpeln)
Suchst du etwa die hier? Suchst du die hier?
Martin...
Hast du die etwa die ganze Zeit gehabt?
-Gib sie mir. -Nein, ich werde sie wegschütten.
-Nein. Mach keinen Unsinn, Martin. -Nils, geh wieder ins Bett.
-Halt die Klappe, alte Zicke! -Fass sie nicht an!
Entschuldigung. Gib sie mir einfach.
-Geh ins Bett, Papa. -Gib mir die Flasche.
-Gib mir die Flasche. Gib sie mir. -Geh ins Bett!
Was ist dann passiert?
Ich sah meinen Vater in der Garderobe. Er wollte nicht raus.
Dann prügelten wir uns.
Schlug er auch deine Mutter?
Ja, wenn ich mich richtig erinnere. Er war richtig aggressiv.
Dir ist bewusst, dass wir in diesem Fall das Sozialamt einschalten müssen?
Das bringt Probleme, aber auch Hilfe. Wenn du das denn willst.
Das ist wohl das Beste.
-Nils? -Mama!
Oh mein Gott...!
(Jenny:) Hallo, Martin. Wie geht es dir? Mir geht es sehr gut.
Ich hoffe, du bist mir nicht böse.
Ich hätte dir von Papa erzählen sollen, aber ich hatte mich nicht getraut.
Im Nachhinein muss ich sagen, dass das, was passiert ist, nur Gutes gebracht hat.
Papa und ich stehen wieder in Kontakt. Er ruft fast jeden Tag aus dem Knast an.
Ich hoffe, es geht dir gut. Vielleicht sehen wir uns mal wieder.
Kuss und Umarmung - Jenny.
Hallo!
Oh.
-Wie hast du hierher gefunden? -Die Karte.
Ich muss weiter arbeiten. Was hast du vor?
Was? Das weiß ich nicht.
Entschuldige.
Ich habe um sechs Uhr Feierabend. Dann können wir uns treffen, wenn du magst.
Mm.
Übersetzung: filmtiger
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