All language subtitles for In.Frankfurt.sind.die.Naechte.heiss.1966.German.DL.1080p.BluRay.x264-SAVASTANOS

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Original subtitles

Leg eine andere Platte auf, Schatz.

Ich beeile mich.

Jetzt wirst du erst richtig verwöhnt, Schätzchen.

Ich weiß noch ein paar Sachen, dass dir Hören und Sehen vergeht.

Ich mach mich nur wieder frisch und schnuckelig.

Und dann schenkst du mir ein bisschen was drauf, gell?

Oder bist du schon KO?

Wie?

Hast du heute Ärger gehabt?

Sag's der kleinen Vera und sie wird lieb zu dir sein.

Sehr lieb.

Bist gar nicht so ein Fisch, wie du immer tust, Schätzchen.

Hast nur Komplexe.

Bist du enttäuscht?

Du bist aber komisch.

Was heißt das?

Wer hat dich überhaupt reingelassen?

Wo ist denn...?

Mach sofort, dass du wegkommst!

Du hast wohl 'nen Zacken los?

Bleib stehen!

Oder ich schrei!

Nein! Bitte tu's nicht!

Frankfurt, Hauptbahnhof.

Es ist Dienstagfrüh, 5 Uhr und 43 Minuten.

Ungefähr dreieinhalb Stunden, nachdem in dieser Stadt ein schreckliches Verbrechen verübt wurde.

Um diese Zeit etwa besteigt ein junger Mann eine Taxe,

nachdem er sich in den Waschräumen des Bahnhofs gereinigt und erfrischt hat.

Dem Fahrer nannte er als Fahrziel Großherz Straße 81.

Hallo.

Vera.

Was...? Aber...

Nein...

Aber das ist doch...

Vera.

Pardon, aber die Tür war offen.

Wollte nicht stören, nur etwas mit der Dame besprechen.

Moment mal.

Aber... Nestchen...

Vera.

Das ist ja...

Ich war's nicht. Ich habe sie so gefunden.

Du Schwein! Du... elendes Schwein!

Ich war's nicht! So glauben Sie doch!

Wer bist du Saukerl?

Ich war mit Vera verlobt. Ich heiße Peter Seitz.

Wie ist das passiert?

Ich weiß nicht. Komm gerade aus Wien...

Die Tür war offen...

Dann habe ich sie gesehen.

Grauenvoll.

Dann bist du der Bursche,

wegen dem Nestchen aufhören wollte.

Sie soll schon paarmal drüber gesprochen haben.

- Ich versteh nicht. - Zu ihren Freundinnen.

Deshalb wollte ich heute mit ihr reden.

- Wer sind Sie eigentlich? - Ich bin...

Egal.

Auf jeden Fall war ich mal mit Vera befreundet.

Wir sind ein paar Leute, die aufpassen, dass die Mädchen in Ruhe arbeiten können und dass...

Dann stimmt es also.

Was?

- Dass die Vera... - Auf 'n Strich gegangen ist? Na klar.

Sie war die größte Anschafferin von allen.

Dir hat sie natürlich was anderes erzählt, oder?

Ja.

Aber ich hab's nicht mehr geglaubt.

Bist deshalb gekommen, hast gesehen, was hier los war

und bist in der Wut über sie hergefallen, stimmt's? Gib's zu, du Lump!

Vielleicht waren Sie es selbst und spielen mir nur Theater vor!

Idiot. Denkst du, unsereins lässt sich in so was ein?

Wir müssen sofort abhauen. Ich kann's mir nicht leisten, da hineingezogen zu werden.

Und dir wird die Polizei die Chose als Ersten anhängen. Kapiert?

- Mir ist schlecht. - Reiß dich zusammen. Komm, ich bring dich weg.

Wir können sie auch nicht wieder lebendig machen. Wir müssen verduften.

- Nein. - Mach schon, oder willst du noch eins in die Fresse?

- Wie bist du reingekommen? - Die Tür war offen.

Dann bleibt sie besser offen.

Ich habe einen Wagen unten.

Wo hast du sie kennengelernt?

Letztes Jahr, da kam sie nach Wien.

Richtig.

Hatte eine gute Saison, wollte den Kies anlegen. Ein Haus, oder so was Ähnliches.

Damals sagte sie,

sie muss Stoff für ihren Chef einkaufen.

Was? Koks?

Davon hat sie nie erzählt.

Nein, sie gab sich doch als Directrice eines großen Modesalons aus.

Und du hast das gefressen?

Warum auch nicht? Sie fuhr einen schicken Wagen und war eine charmante, intelligente Frau.

Das war sie.

Durch das Auto habe ich sie überhaupt kennengelernt.

Ich bin in einem Kaufhaus angestellt,

hatte mein freies Wochenende

und ging am Heldenplatz spazieren.

- Oh, hoppla... - Entschuldigen Sie vielmals.

Keine Ursache.

Es war meine Schuld. Wenn Sie mich nicht gestützt hätten,

- wäre ich ganz schön auf die Nase gefallen. - Oder auf was anderes.

Darf ich Ihnen tragen helfen?

Ja, gern. Dort steht mein Wagen. Bitte.

- Danke schön. Auf Wiedersehen. - Ja, hoffentlich.

Fräulein!

Hallo!

Hallo, Sie! Fräulein! Warten Sie!

- Fräulein, hier! Das haben Sie verloren. - Um Gottes willen!

- Wie konnte das passieren? - Rausgefallen vermutlich.

Wäre unangenehm mit dem vielen Geld.

- Ach, Sie haben reingesehen? - Ja, wegen einer Adresse.

Aber als ich die Tausender gesehen habe, bin ich vielleicht losgerannt.

Ich weiß gar nicht, wie ich Ihnen danken soll.

Erlauben Sie, das war doch eine Selbstverständlichkeit.

Für Sie. Ich hätte auch an jemand anderen geraten können.

- Sind Sie aber nicht. - Aha, das nennt man Wiener Charme?

Ach, ich glaube, ehrliche Menschen gibt es auch woanders.

Oh, verzeihen Sie, ich wollte keinen Fauxpas begehen.

Können Sie einer hilflosen Fremden noch einmal verzeihen?

Sind Sie das erste Mal in Wien?

Ja, ich kenne mich überhaupt nicht aus.

Aber ich. Wenn Sie es nicht als Aufdringlichkeit empfinden,

- ich würd' Sie gern ein bisschen herumführen. - Ja, kommen Sie. Schnell, steigen Sie ein.

So hat es angefangen.

Und wie hast du erfahren, was wirklich mit ihr los war?

Erst vorige Woche. Durch einen Schulfreund, der hier in Frankfurt wohnt.

- Ich konnte es einfach nicht glauben. - Na, jetzt weißt du es.

Und ich will auch keine weiteren Einzelheiten mehr hören.

Steig in den nächsten Zug und verschwinde aus Frankfurt.

Vergiss, dass du hier warst. Vergiss mich, vergiss Vera.

Sonst kommst du noch mehr in die Scheißgasse.

Raus! Und merk dir eins, Kumpel:

Du kennst mich nicht und ich habe dich nie gesehen, egal, was passiert!

Und wenn du nicht folgst, geht's dir schlecht! Los!

Hallo, Sie...!

Tag, Kleiner.

Na?

Was sagst du denn zu meinem neuen Knilch?

Fies, wie immer. Wo ist Felix?

Hinten, an eurem Klotisch.

- Moin Chef! - Ciao, mein General!

So spät? Stehst du nicht mehr auf unsere Piepen an, großer Boss?

Seid nicht so dämlich, ihr Pflasterziegen.

Er hat ja mich, da klappt der Laden immer.

Da fällt kein einziger Groschen unter Mamas Nachttopf, stimmt's?

Apropos, von wegen unserer Beiträge.

Wenn wir euch noch weiter unsere Piepen reinschieben sollen,

dann haltet uns gefälligst das Amateurgesocks von der Pelle.

- Was? Schon wieder die Babynutten? - Genau.

Die Wanzen pfuschen schon in der City rum.

Wird immer schlimmer mit den Gören, sind prima organisiert.

Wahrscheinlich vom Heroin-Harry und vom schnellen Kurt.

Was heißt organisiert? Holt die Polizei ran. Die haben doch alle kein Buch, diese Kanaillen.

Sind diese dreckigen Kindertreiber auch wieder im Land?

Reg dich nicht auf, Großfürstin, wird prompt erledigt.

Was anderes.

Ich brauche für die letzten drei Stunden ein eisernes Alibi.

Heiße Sache?

- Könnte es werden. - Warum? Ist was los?

So was fragt man nicht. Wer nichts weiß, kann nichts verpfeifen.

- Also? - Was schaut dabei raus?

- 10 große Blaue. - Gemacht!

Ich bin erst vor 'ner Viertelstunde gekommen, hatte vorher zwei Amis auf der Bude.

- Gut, und du? - Ich war bis vor 'ner halben Stunde zu Hause.

Okay, dann haben Lilo und ich bei dir gepokert. Klar?

Meinetwegen. Jetzt brauche ich aber 'nen scharfen Schluck.

Ich auch, mein Junge, ich auch.

- Ja? - Guten Tag.

Guten Tag.

Kann ich bitte Herrn Schimek sprechen?

- Geschäftlich? - Wir waren Schulfreunde.

Aha. Na ja, bitte kommen Sie.

Ja?

Ein Freund von dir.

Entschuldige bitte die Störung.

Ja, das ist eine Überraschung!

Was machst denn du in Frankfurt?

Ich muss dich dringend sprechen.

Allein.

Geht euch baden, Kinder.

Jetzt bin ich baff.

Dass du zu mir kommst, nach dem Wirbel, den du damals gemacht hast wegen der Vera.

Was hast du denn? Ist dir nicht gut?

Vera ist ermordet worden.

Acht Uhr dreißig.

Während Peter Seitz dem Bekannten aus Wien seine Schilderung der letzten Stunden gibt,

sind im Haus Großherz Straße zwei dort wohnende spanische Gastarbeiter

auf die offene Wohnung der Paterny aufmerksam geworden.

Der Kellner Pablo behauptet, dass ihm die geöffnete Tür bereits vor 3 Stunden aufgefallen sei.

Sein Freund Manuel sagt das Gegenteil.

Der andere zögert, die Wohnung zu betreten.

Er hatte eine Differenz mit der Inhaberin.

Dann aber lässt er sich überreden...

Frau Paterny?

Hilfe! Hilfe! Polizei!

- Hilfe! Hilfe! - Was ist?

Die Paterny haben sie umgebracht!

Hilfe! Polizei! Mörder! Hilfe! Polizei!

Funkstreife anrufen, schnell!

- Jemand muss die Funkstreifen anrufen. - Sie liegt im Wohnzimmer! Ganz voll Blut!

Die Spanier haben sie umgebracht!

- Was? - Da! Da sind sie!

Ich habe sie drinnen bei ihr erwischt.

Alles voll Blut. Alles...

Yo no comprendo. Una desticha.

Wir nicht gewesen. Bitte Sie mir glauben.

Ir a busca policía. Wir sehen Tür, nichts...

- sagen Kamerad. - Si, si, er mich holen. Wir schauen drinnen,

- gleich kommen Frau und schrei. - Sie haben's gemacht.

- Sie haben's gemacht! - Nunca!

- Cielo bondadoso! - Hunde, verdammte!

Das könnt ihr der Polizei erzählen! Vorwärts, los!

Alles musst du der Polizei erzählen.

Der Kerl in der Wohnung kann nur Alphons gewesen sein.

Der kontrolliert die Weiber.

Vielleicht hat er sie umgelegt, weil sie abspringen wollte.

Dass du Depp deinen Koffer in der Wohnung vergessen hast...

- Ich war völlig durcheinander. - Also mich schreib ab.

Ich hab genug Zores mit der Kiberei.

Die Polizei da ist scharf wie Reibsand.

Du bist doch der einzige Mensch hier, der mich näher kennt.

Ich brauch keinen Stunk.

Bei der geringsten Kleinigkeit schiebt man uns Ausländer ab.

Entschuldige bitte, dass ich dich belästigt habe.

Jetzt spiel noch die beleidigte Leberwurst. Was soll ich dir denn raten?

Soll ich vielleicht sagen, dass ich sie abgestochen habe?

Ich wollte mich ja nur mit jemandem aussprechen.

Schön, das hast du getan, jetzt schleich dich.

Und dass du mir niemanden herschickst, der bei mir da zum Herumstieren anfangt.

Natürlich nicht.

Ich fahre jetzt in ihre Wohnung zurück und rufe die Polizei an.

Was sagst, wo du in der Zwischenzeit warst?

Ich bin ziellos durch die Straßen gelaufen,

- weil ich so konfus war. - Ich halte dir die Daumen.

So ein Mist, so ein elendiger.

Hallo, bitte die Mordkommission.

9 Uhr 15. Die alarmierte Funkstreife ist kaum eingetroffen,

als kurz darauf auch unser Kommando der Mordkommission am Tatort erscheint.

Zunächst ist nicht zu klären, wer der anonyme Anrufer im Dezernat war, der uns verständigt hat.

Dessen ungeachtet beginnen sich die Räder der Polizeimaschinerie zu drehen.

Während die Untersuchungen anfangen, unterzieht mein Assistent Bosse

die Hausbewohner den ersten Verhören.

Zwei Stockwerke tiefer befasse ich mich zunächst selbst mit den wichtigsten Zeugen.

Ich heiße Joachim Reinisch und bin leitender Kommissar der Abteilung 3 im Frankfurter Polizeipräsidium.

Wer soll's denn sonst gewesen sein? Jeden Tag liest man was in der Zeitung

von dem Ausländergesindel, dem dreckigen!

- Aufhören! - Wir kein Gesindel!

- Wir anständig! - Messerstecher seid ihr! Banditen!

Wir arbeiten und schuften,

damit die Deutschen können sich leisten noch mehr freie Zeit.

- Unverschämter Dreckfink! Zigeuner! - Wir plagen uns,

damit Sie können auf Urlaub fahren, zu die dreckigen Zigeuner.

Für die Deutschen, Ausländer immer nur sind lästige Fremde.

Was glauben Sie, wie denken man woanders über die Deutschen?

- Frecher Lump, ich werd dir... - Schauen Sie, wie rabiat der Mensch ist.

Bringen Sie den Mann in seine Wohnung, damit er sich beruhigt.

Zu Hause haben sie nichts zu fressen und hier soll man kuschen vor ihnen. So weit kommt's noch!

Na, Doktor, fertig?

Stiche in Halsschlagader und Herz. Es muss gegen 3 Uhr früh geschehen sein.

Den genauen Bericht bekommen Sie nach der Obduktion.

Danke, Doktor.

Sie waren also nur kurze Zeit in der Wohnung?

- Si. Ja. - Wir die Wahrheit sagen. Wirklich.

Jedenfalls hatte der eine, der Pablo, ein Verhältnis mit der Paterny.

- Das ist nicht Wahrheit! - Lügen Sie doch nicht!

- Er schuldet ihr doch sogar Geld! - Ja!

Na, wie war das?

- Also ich nix verstehen, Herr Kommissar. - Wir nicht wissen.

Ob Sie ihr Geld schuldig waren?

Natürlich, sie weiß es.

Vorgestern haben sie miteinander deswegen gestritten!

Es war am Nachmittag. Ich habe zufällig auf dem Gang Kleider ausgebürstet.

Ich habe jedes Wort gehört.

- Na? - Señorita...

- Sag bloß, dass du das Geld nicht hast? - Tut mir leid.

Bambino ist krank. Ich muss Geld schicken meiner Frau nach Cordoba.

Bambini! Bambini!

Wer schafft euch denn an, dass ihr euren Weibern dutzendweise Kinder anhängt,

- wenn ihr sie nicht erhalten könnt? - Señorita,

nächste Monat ich zurückzahlen, hm?

Ich pfeif auf nächsten Monat.

Ich habe deinen Schuldschein.

Wenn du das Geld nicht binnen 3 Tagen zurückgezahlt hast,

geh ich zu deinem Chef und zur Fremdenpolizei.

Und jetzt fuera! Verschwinde!

Señorita, Sie doch waren immer so freundlich.

Ich Ihnen gelernt bisschen Español.

Dafür habe ich dich auch extra bezahlt, hm?

Ja, ja. Si. Aber ich die Lokal ich nicht können verdienen so viel. 1000 Mark.

- Ich nicht können! - Dann borg's dir woanders aus!

Hättest du dein Gehalt nicht verzockt!

Ich war betrunken. Man hat mich betrogen!

Sie nicht gehen dürfen zu meine Chef, er mir werfen hinaus!

Das ist mir egal!

Ich lass mich nicht um meine ersparten Kohlen bringen! Capito?

Ich bringen Geld.

Nächste Woche.

Wenn Sie gehen zu meine Chef,

es geschehen Unglück!

Was? Du willst mir drohen?

Du fieser Kneipenkuli?

Mach, dass du rauskommst!

Ramera sin corazone. Sie seien keine Frau,

Sie seien Bestie!

Si, es ist wahr.

Aber ich reden in colera. In Zorn

Man da nix wissen, was man redet.

Pablo nix haben Liebe mit Señorita. Er mir alles erzählen.

- Oh, also bitte... - Lassen Sie mal.

Wann sind Sie nach Hause gekommen?

Unser Lokal sperren um drei. Ich sofort gehen.

Und da war die Tür da oben also offen?

Si.

Sie sind vorbeigegangen und haben sich nichts dabei gedacht?

No.

Wie spät war es eigentlich, als Sie zur Arbeit gingen?

Halb sieben.

Und da war die Tür da oben zu?

Si, si.

Wieso waren Sie eigentlich zwei Stunden später wieder zurück?

In Fabrik haben Streik gemacht heute, mich nach Hause geschickt.

- Und da war die Tür wieder offen? - Si!

Bringen Sie die zwei ins Präsidium.

- Sie müssen das zu Protokoll geben. - Horribile, mondo sucio!

Herr Kommissar, wir haben diesen Koffer gefunden.

Scheint jemand bei ihr vergessen zu haben.

Peter Seitz?

- Kennt den jemand im Haus? - Nee.

- Nein. - Nein.

Schade.

Ja, aber das gibt's doch gar nicht. Ich habe sie doch gestern noch gesehen!

- Hier können Sie jetzt nicht herein. - Aber ich muss, ich hab doch hier die Wäsche.

Tu dir nichts an, gib das Zeug einstweilen zu mir.

- Aber das ist doch gar nicht möglich. - Was ist hier los?

Herr Kommissar, der Mann ist von der Wäscherei, welche für die Tote gearbeitet hat.

Das ist der Dieter Lorenz. Der kommt schon seit zwei Jahren ins Haus.

Das ist doch furchtbar.

Und gerade die. Die war immer so nett zu mir.

Sie haben die Paterny gut gekannt?

Gut... Meine Güte, ich habe sie halt gekannt.

Einmal in der Woche bin ich gekommen und habe die Wäsche geholt und gebracht.

Die war immer so nett zu mir, hat mir immer 1 oder 2 Mark Trinkgeld gegeben.

Sagt Ihnen der Name Peter Seitz etwas?

Peter Seitz?

Nein, warum?

Wir suchen ihn.

- Sie sind der Kommissar? - Ja.

Mein Name ist Peter Seitz, ich habe eine Aussage zu machen.

Der da! Der da hat sie umgebracht!

- Beruhigen Sie sich doch! - Du, du Mörder!

Mörder! Mörder!

Mörder!

Herr Seitz...

Gehen wir.

Erst die Nitribitt,

dann die arme Helga Matura

und jetzt die Paterny.

Und da soll die Couchakrobatik auch noch Spaß machen.

Spaß soll das Geschäft auch noch machen? Na, du bist gut.

Was ist, Schwestern? Ruhetag?

Du kannst mich mal.

Uns bringen heute kein zehn Pferde mehr auf die Rennbahn.

Es sind auch schon Friseusen umgebracht worden, ohne dass die anderen gestreikt haben.

Wir sind aber keine Friseusen, du Abkocher.

Der gehört schon längst ein Tritt in den Hintern.

An diesem Abend sind nicht bloß die Sperrbezirke von gewissen Fräuleins gemieden,

auch in den erlaubten Gässchen lässt sich kaum eine der käuflichen Damen sehen.

Eine Art Panik ist ausgebrochen. Wer wird die Nächste sein?

In bestimmten Vierteln und Quartieren gibt es keinen anderen Gesprächsstoff.

Aber auch woanders greift dieses Verbrechen in die Schicksale von Menschen ein.

Keine Angst, meine Liebe, in sechs Monaten ist alles vorbei.

So was soll ja schon dagewesen sein.

Lassen Sie sich in einem Monat noch mal anschauen.

Auf Wiedersehen. Und Kopf hoch.

- Danke, Fräulein Dora, ich brauche Sie nicht mehr. - Ist recht, Herr Doktor, gute Nacht.

Gute Nacht.

- Guten Abend, Frau Doktor. - Guten Abend.

Lies.

Hm...

- Ich versteh nicht... - So?

Vera Paterny...

Deine Patientin. Die Frau eines angesehenen Fabrikanten, den du im Club kennengelernt hast.

Das ist ja entsetzlich.

Ich hab ja keine Ahnung, dass sie eine...

Feine Praxis hast du. Ich bin richtig stolz auf dich.

Also, ich finde das unerhört.

Nicht nur du, mein Lieber.

Wir essen um halb neun.

Hallo? Ja, bitte Herrn Staatsanwalt Visenius.

Hier ist Doktor Freytag.

Hallo Viktor? Ja.

Ja, ja, ich habe es eben gelesen.

Unangenehm? Na, und wie.

Ja, gibt's irgendwelche Anhaltspunkte? Warum? Na, das interessiert mich natürlich.

Wir sitzen im selben Boot, mein Lieber.

Ja.

Na, ich weiß es eben.

Also gut,

du rufst mich an.

Ja gut, danke. Bis dann.

Andere Position.

Gut.

Linksherum.

Sehr gut.

Neue Position.

Ja.

- Wirst du abgeholt? - Nein.

- Ah! Nanu, Herr Direktor. - Ja.

- Haben Sie das gelesen? - Von der Paterny, ja. Pech, nicht?

- Dann wissen Sie ja, warum ich da bin. - Keine Ahnung.

Oh-hoho.

- Bitte? - Aber,...

- Sie haben doch auf diesen blöden Parties... - Wo Sie dabei waren.

Ja... ja.

Also, diese Bilder möchte ich gerne haben.

- Welche? - Ja, heißt das...

Ich habe sie nicht mehr. Ich meine, ich kann sie natürlich besorgen,

aber das kostet eine Stange Geld.

Also Geld spielt keine Rolle. Wo sind die Bilder?

Ein Freund von mir hat sie. Privatsammler.

Aber warten Sie, ich rufe ihn mal an.

Ist was?

Nichts. Kundschaft.

Bin gleich wieder da.

- So... Er ist einverstanden. - Na, was ist?

- Gott sei Dank. - Zwanzigtausend.

Hm? Wie?

Ja, die Presse zahlt noch mehr dafür.

Natürlich erscheinen Ihre Bilder mit einem schwarzen Balken über dem Gesicht.

Na ja, aber Sie wissen doch, einen Herrn Nickel erkennt man doch auch so.

Und Ihre Gattin. Mich an Ihrer Stelle, würde dieser Gedanke sehr beunruhigen.

Ja. Ich... äh...

Ich überlege es mir noch.

Aber schnell. Womöglich bis morgen, hm?

Haben Sie den Alphons Tewes holen lassen, Bosse?

Bereits unterwegs. Das sind die Adressen,

die wir aus dem Notizbuch der Paterny ermittelt haben.

Ihre Tante wird verständigt.

Na?

Haben Sie sich die Sache überschlafen, oder bleiben Sie bei Ihrer gestrigen Aussage?

- Ich bleibe dabei. - Auch dabei, dass Sie erst um 5:30 Uhr

in der Früh in Frankfurt angekommen sind?

Die Toilettenfrau am Bahnhof und der Taxichaffeur müssen das bestätigen.

Was? Dass Sie nicht schon mit einem früheren Zug hier eintrafen?

Ich war vorgestern Nachmittag noch in Wien.

Es gibt andere, schnellere Möglichkeiten hierherzukommen, als die Bundesbahn.

Reden wir von was anderem.

Sie waren also mit ihr verlobt,

obwohl die Paterny der gewerblichen Unzucht nachging?

Wie oft soll ich denn noch sagen, dass ich davon zum ersten Mal vor ein paar Tagen erfahren habe?

So oft wir Sie danach fragen. Das ist nun mal so bei der Polizei.

Ihr angeblicher Freund hat Ihnen nachher von dem Gespräch erzählt, dass er mit Ihrer damaligen

Braut hinter Ihrem Rücken geführt hat.

Ja, aber erst später.

Vorher trafen wir uns zufällig am Trabrennplatz in Wien.

Vera war gerade zu Besuch...

Zwei Coca bitte.

Ah, herrlich ist es hier.

Ich fühle mich wie eine Schneekönigin.

Sieh mal. Setzen wir auf den da. Armor. Der muss uns ja Glück bringen.

Seid doch nicht aufs Hirn gefallen.

So ein Leben könnt ihr draußen haben.

- In einem halben Jahr seid ihr Millionärinnen. - Ach, übertreib nicht.

- Und in Frankfurt, ich weiß nicht. - Aber ich.

Ich kenne ein paar Mädchen, denen habe ich geholfen, hat heute schon jede ihren eigenen Wagen.

In Frankfurt.

Dreimal was mit Orangengeschmack.

Ja, Peter! Servus! Das ist eine Überraschung.

Der Harry Schimek. Ich dachte, du bist in Deutschland.

Na, eh, ich wohne in Frankfurt, ich bin auf einen Abstecher da.

Und wen treffe ich? Dich!

Ein Schulfreund, Vera Paterny, meine Verlobte. Sie lebt auch in Frankfurt.

Ach...

Es freut mich sehr, Sie kennenzulernen.

Na ja, der Peter hat ja schon immer einen sehr guten Geschmack gehabt.

Küss die Hand.

Vera ist Directrice in einem großen Modesalon.

Ah, da bin ich baff.

Modebranche, hm?

Sehr interessant.

Ja, sehr.

Komm, ich möchte gerne setzen gehen.

- Tja, ich muss erst zahlen. - Darf ich die Gnädige begleiten?

Ich bin ein ausgesprochenes Glücksschwein.

Bin gleich wieder da.

- Setzt auch für mich 'nen Zehner auf Sieg. - Achtung, Achtung!

Rennen Nummer 4, der große Preis vom Wienerwald, wird in wenigen Minuten gelaufen.

Die Pferde begeben sich zur Parade.

- Was soll der Quatsch? - Ich wollte ein paar Worte mit dir allein sprechen.

Dein Kavalier ist doch stolz, dass ich so galant bin.

Er hat keine Ahnung! Wehe, wenn du...

Wink ihm doch. Servus.

Wenn der Alphons das mit der Verlobung erfährt, haut er dich krumm und schief.

- Wer soll ihm das verpfeifen? - Ich zum Beispiel.

Ein billiger Penner bist du.

Stimmt, deshalb will ich mich verbessern.

Wie wär's, wenn du für unser Team am Aufriss gehst?

- Mir fehlt was Attraktives. - Ich werde dein Angebot an Alphons weitergeben.

Besser nicht, wenn du nicht willst, dass dir was passiert.

Misch dich nicht in mein Bier, ich habe keinen Schiss. Aber zur Not eine Rasierklinge,

mit der ich dir in die Visage fahren kann.

Was da gesprochen wurde, hat mir Harry erst am nächsten Tag verraten,

als er mir am Westbahnhof auflauerte.

Vera war an diesem Wochenende ohne Auto gekommen

und ich hatte sie gerade zum Zug gebracht.

Achtung, Achtung. Der Personenzug nach Linz über St. Pölten, Amstetten,

Abfahrt 1 1 Uhr 25 auf Gleis 3.

Dann glaub's nicht! Es war ja nur ein Hinweis, weil wir schließlich miteinander befreundet sind.

Du lügst, wir wollen doch heiraten. Vera will ihr Geld in einen gemeinsamen Betrieb investieren.

Ja, die Marie, die sie am Strich verdient hat.

Sag das nicht noch mal!

Ich liebe diese Frau und sie liebt mich, ich weiß es.

Warum nicht? Ab und zu braucht so eine auch was fürs Herz.

Und morgen geht sie dann mit einem von ihren dicken Freiern in die Heia

und spielt ihm für einen Hunderter die sinnliche Salome vor.

Verschwinde, du Drecksack!

In Frankfurt heißt sie Nestchen, weil sie mit jedem ins Bett hüpft.

Sag, spinnst du?!

(Wildes Durcheinander)

Der Ritter ohne Furcht und Tadel.

Vorgestern haben Sie sich plötzlich entschlossen, hier mal nachzusehen.

Vera wollte nie, dass ich sie besuchen komme. Ich... Ich war unglücklich.

Beunruhigt.

- Ich wollte Sie überraschen... - Und Sie haben sie überrascht! Mit wem?

Bitte glauben Sie mir doch.

Es gibt Leute, die können glauben, was sie wollen,

das sind glückliche Geschöpfe.

Ja?

Führt sie rein.

Alphons mit Gefolge.

Sie werden ihn jetzt identifizieren.

Moin.

Guten Morgen.

Noch früher hätten Sie mich wohl nicht holen können, was?

Hier ist bessere Luft als in euren Bumsläden um diese Zeit.

Geschmacksache.

- Nun? - Jawohl, das ist er!

Meint der mich, Herr Kommissar?

Es scheint so.

Aha. Ich habe ihn nämlich noch nie gesehen.

Sie müssen die Wahrheit sagen. Ich habe den Herren alles erklärt.

Ist Ihnen nicht wohl in der Birne? Ich kenne Sie nicht.

- Ich schwöre Ihnen... - Keine Faxen, Tewes!

Der Mann hier war mit der Paterny verlobt.

Er behauptet, Sie in der Wohnung getroffen zu haben.

Hat eine genaue Beschreibung von Ihnen geben können.

Ach, daher weht der Mief!

Kann ja sein, dass Nestchen mal von mir gesprochen hat. War ja mal ganz gut mit mir.

Keine Opern, Alphons!

Für Sie immer noch Herr Tewes, Herr Kriminalminister.

Vielleicht hat der Kleine mich in der Kneipe beobachtet und will mir was anhängen.

- Warum? - Was weiß ich, Eifersucht...

- So sagen Sie es doch! - Pfoten weg, Gammler!

Lieber Herr Tewes,

haben Sie ein Alibi für die gestrige Nacht?

Aber natürlich, lieber Herr Kommissar. Die beiden hier können bezeugen...

Schon gut, schon gut.

Na, dann können wir ja wieder abzwitschern.

Mit Ihnen hätte ich mich noch gern unterhalten.

Kann ich mir vorstellen. Das wollen andere auch.

Nur müssen die dafür bezahlen.

Du wartest draußen, Schwester.

Die Herren Kavaliere können abziehen.

Sagen Sie, Tewes, haben Sie gestern die Mordkommission verständigt?

Aber Herr Kommissar, wofür halten Sie mich?

Dann war es Harry. Harry Schimek!

Herr Kommissar, auf Wiedersehen.

Worauf Sie sich verlassen können.

- Herr Kommissar, ich schwöre Ihnen... - Ja, ja, das tun alle.

Lassen Sie ihn in seine Zelle führen.

So eine miese Laus. Hackfleisch sollte man aus dem machen.

Jetzt wissen wir doch wenigstens, wer uns das eingebrockt hat.

Den doofen Wiener hat er doch auch auf dem Gewissen.

Trommel für heute Abend die Jungs zusammen.

Denen werde ich zeigen, was sie davon haben, wenn sie uns dauernd in die Quere kommen.

Wo treffen wir uns? Bei dir?

In der Garage, bei Emil.

Auch die Puppen sollen kommen. Wir brauchen zwei bis drei Wagen.

- Und die Kanonen. - Oioioi, mit Feuerwerk.

- Was willst du denn machen? - Aufräumen.

- Alles klar? - Alles.

Der Herion-Harry und sein Kroppzeug werden 'nen duften Abend haben.

Dann los. Toi, toi.

- Wagen 3 ist fertig. - Emil soll sich beeilen.

Komm.

Okay.

- Die falschen Nummern sind montiert? - Montiert.

Gut Holz.

Schönen Gruß von Alphons!

- Schnell, weiter! - So eine Drecksau!

Was wollt ihr von uns? Lass mich los!

Polizei!

Hilfe!

Hör auf! Du sollst aufhören!

Ihr Schweine!

Hilfe!

Kommt! Schnell, beeilt euch!

Könnt ihr schwimmen, ihr zwei Windelgören?

- Klar. Was willst denn du, du gefärbte Dose? - Geh doch selber ins Wasser, Wasserstoff-Jule!

(Wildes Geschrei)

- Ein Hunderter halt. - Für jede natürlich.

So, nehmt das, ihr dreckigen Biester!

Auf euch singen wir, ihr halben Kinder!

Nein! Stop!

Nein! Aufhören! Bitte nicht!

Ja, ich habe verstanden, danke!

Am Scharfen Eck haben sie uns auch die Zähne gezogen.

Jutta und Heidi überfallen. Organisierter Zoff!

- Alphons? - Nein, nein, der Erzbischof.

So unternimm doch was. Wir verlieren ja unser Gesicht.

Was soll ich denn machen? Profinutten verprügeln?

Lass dir was einfallen, Partner.

Du bist der Fachmann, ich bin stiller Teilhaber.

- Privatmann. - Von deiner verhungerten Autovertretung

kannst du dir auch nicht den Playboy leisten.

Wer mitverdienen will, muss auch mitarbeiten.

Ja!

Ja, Maradana, wie seht denn ihr aus?

- Angezündet haben sie uns! - Mit Eiern bombardiert!

- Und du sitzt rum in deiner Bude! - Bravo, der feine Kurt sitzt da rum,

während wir Spießruten laufen!

- Feiglinge! - Kusch!

Geht euch baden, Kinder.

Die Konkurrenz.

Und wenn das nicht reicht, blasen wir euch noch 'nen ganz anderen Marsch!

Für dich habe ich noch ein paar Überraschungen, du Gruftspion.

Alphons, das finde ich aber gar nicht nett unter Kollegen.

Wir sind keine Kollegen, du Stinker. Das war die letzte Warnung, kapiert?

Hmm. Na, da wäre es doch das Beste, wenn wir die Sache bereinigen.

Und zwar bald, damit Ruhe ist.

Einverstanden.

Aber unter uns, wenn du bei den Polypen wieder singst, dann...

Mach dir nicht in die Hosen, wir kommen nur mit unserem Club.

Fein, wird ein Mordsspaß.

- Um fünf bei der Raffinerie. - Ich werde dort sein.

Die wollen uns rammen!

Das können sie haben! Wir steigen aus, okay, Kurt?

Okay! Aber schnell!

- Das ist nicht Alphons, das sind Schläger von ihm! - Hinterfotzige Bagage!

- Pass auf, dass du nicht unsere Leute triffst! - Na klar.

Die haben eine MP! Los, weg!

Die wollen abhauen, komm!

Na los, wir ziehen ab! Nun mach schon!

Wir müssen verduften, jeder in eine andere Richtung! Ich zum Westhafen!

Sie flitzen! Der Harry ist zum Westhafen!

Ihr Flaschen!

Da unten rennt er!

Komm, fahren wir weiter! Wir schneiden ihm den Weg ab!

Bleib stehen, du Miststück!

Hier ist die Wasserschutzpolizei!

Bleiben Sie sofort stehen, oder wir schießen!

Halt! Stehenbleiben! Halt!

Die Polente!

Hat's dich erwischt? Scheiße! Komm, dahinten ist mein Wagen!

Die kriegen uns nicht!

Na komm schon.

Das arme Nestchen.

Und du, Sappho, du kennst vielleicht den Mörder.

Kannst nicht sprechen.

Ich werde dich zu mir nehmen, als Andenken an Frauchen.

Dass der Schwule so an der Paterny gehangen sein soll.

Fritzchen Klee schmecken alle Suppen.

Er hat zugegeben, sie schon eine Ewigkeit gekannt zu haben.

Kunststück, als Teilhaber von mindestens fünf Nepplokalen.

Leider hat er ein Alibi für die Nacht.

Mein armes Kätzchen.

Jetzt kriegst du halt eine neue Mutti.

Wir werden die Vera immer besuchen.

Sie ruhe in Frieden.

Wenn der warme Bruder nicht seine Schnauze hält, weckt er den ganzen Friedhof auf.

- Was seid ihr bloß für Menschen? - Na, na, na, na!

Es ist eine Schande, wie Sie sich hier aufführen.

Mir geht's eben zu Herzen, Sie Rohling.

Nur ihre Tante, sonst keine Angehörigen.

- Herr Kommissar... - Na, Herr Lorenz?

Dieser Bursche aus Wien, hat er endlich gestanden?

Wir überprüfen gerade seine Aussagen.

Kann sein, er war es wirklich nicht.

Nicht?

Aber... Wer war es denn dann?

Das ist es ja, was wir rauskriegen wollen.

Rademacher.

Ich wusste gar nicht, dass Sie ein alter Kunde von uns sind.

Jetzt wärmen Sie bloß nicht den alten Käse auf, das ist vorbei.

Drei Vorstrafen wegen Notzucht ist kein Käse!

Vielleicht fällt Ihnen doch noch was ein, was für mich interessant wäre.

Kann sein, mir fehlt ein Universalschlüssel.

Ist mir erst gestern aufgefallen, den hat mir wer aus der Loge geklaut.

Wieso wissen Sie, dass er geklaut wurde?

Ach, Gefühlssache, habe noch nie was verloren.

Ein Universalschlüssel für sämtliche Wohnungen?

Als Hausmeister?

Sehen Sie noch mal nach. Wenn Sie ihn finden, sagen Sie es mir.

Ja.

Ganz guter Dreh von ihm, was?

- Vielleicht stimmt's. - Vielleicht.

Aber jetzt knöpfen wir uns den Doktor mal vor, dessen Rezepte sie so hübsch aufgehoben hat.

- Au! - Mensch, halt still!

Wegen so 'nem winzigen Kratzer ließe ich mir nicht mal ein Heftpflaster draufkleben.

Ich schon. Ich bin ja nicht James Bond.

Halt die Schnauze, du freches Aas!

Dazu habe ich dir nicht vor der Polente geholfen.

Nein, sondern weil du nicht wolltest, dass sie mich ausquetschen.

Hast leider kein Format, du Zwerg. Nur 'nen vollen Rüssel.

Für dich und deine Sorte ist kein Platz in Frankfurt, merk dir das.

Übersiedel meinetwegen woanders hin.

- Sehr großzügig. - Stimmt!

Und wenn du uns noch mal ärgerst, gibt's 'ne Party im Leichenschauhaus.

Komm, Felix.

Du bist ein Schatz!

Du gehörst vergraben.

- Guten Tag Herr Direktor. - Tag.

- Also, haben Sie die Bilder? - Ja, das heißt...

- Na, ja oder nein? - Ein Teil.

Mein Freund möchte 5000 dazu.

Was denn? Ihr wollt mich wohl ausnehmen wie 'ne Weihnachtsgans?

- Das sind Erpressermethoden! - Ich kann doch nichts dafür,

ich bin doch nur der Vermittler!

Ich muss die Bilder haben! Samt den Negativen, alles!

Haben Sie das Geld?

- Ja, die vereinbarte Summe. - Und die 5000?

Werde ich morgen bringen, aber keinen Heller mehr! Lieber lasse ich alles auffliegen!

Aber das ist doch nicht nötig, Herr Nickel, ich besorge Ihnen schon, was Sie von mir brauchen.

Rufen Sie mich morgen Mittag an und wir treffen uns irgendwo.

Spielen Sie nicht mit mir, Zerling.

Ich lasse mir mein Leben nicht verpfuschen.

Ich hätte gleich zu Ihnen kommen sollen, Herr Kommissar.

Dass ich mich an Doktor Visenius gewandt habe, war zweifellos ein Fehler.

Das war naheliegend, da er doch auch zum Bekanntenkreis dieser... der Toten gehört.

Ja, ich habe das erst vor drei Tagen erfahren.

Doktor Visenius hat sich nach dem Stand der Ermittlungen bei uns erkundigt.

Als ich ihm sagte, dass wir seinen Namen bei den Aufzeichnungen gefunden haben,

stellte er uns unaufgefordert ein Alibi zur Verfügung.

Er hat sich inzwischen beurlauben lassen.

Ja, er ist ein korrekter Mann, ich kenne ihn vom Golfclub.

Die Paterny war also Ihre Patientin.

Ja, aber Sie werden verstehen, dass meine ärztliche Schweigepflicht auch jetzt noch...

Natürlich. Darum geht es im Augenblick auch nicht. Noch nicht.

Ja, wer oder was Fräulein...

Frau Paterny wirklich war, weiß ich erst seit drei Tagen.

Ja, ich zweifel nicht daran.

Sie sagten mir, die betreffende Person wurde Ihnen von einer anderen Patientin empfohlen.

Mh, richtig. Sie sagte mir, sie sei die geschiedene Frau eines Industriellen.

Sie kam regelmäßig zu Routineuntersuchungen.

Schön.

Aber jetzt mal ganz unter uns Pastorentöchtern.

Wie war das an diesem Dienstagabend?

Ähm...

Ich kam von einer Tagung

im Frankfurter Hof, hatte etwas getrunken,

ließ meinen Wagen stehen, wollte noch etwas frische Luft schnappen.

Als ich an den Taunusanlagen vorbeikam...

- Hallo, Doktorchen... - Ja, guten Abend Frau Paterny.

Sie können ruhig Vera zu mir sagen, wir sind doch nicht in Ihrer Praxis.

Na kommen Sie, steigen Sie ein, ich beiße doch nicht.

Ja, ich wollte eigentlich ein bisschen spazieren gehen.

Aha!

Sich die flotten Rehlein ansehen, was?

Na, na, na! Ich bin doch verheiratet.

Ach, das sind die Ärgsten.

Na, ich habe immer die Ansicht vertreten, dass jede Frau heiraten sollte,

- aber nie der Mann. - Jede Ehe wird über kurz oder lang stinkfad.

Ist nur eine Zeitfrage.

Bitte keine Philosophie um diese Zeit. Was machen Sie denn noch so spät unterwegs?

Sind Sie so naiv, oder tun Sie bloß so?

Wovon glauben Sie, dass ich mir mein Leben leisten und noch was auf die Kante legen kann?

Na, Ihr geschiedener Gatte, dachte ich.

Die paar Mark hat er mir schon beim ersten Freund nach der Scheidung streitig gemacht.

Ach, so ist das.

Ja, so ist das.

Ich sorge für mich selbst. Das Leben ist hart

und ich will es genießen.

Aber nicht als abgehärmtes Luder in irgendeiner Fabrik,

oder 'nem verstunkenen Laden.

Ja, da gibt's doch noch andere Möglichkeiten.

Ist es nicht egal, wofür man sich ins Bett legt?

Die einen tun's für Kleider, Schmuck, Autos, Titelfotos und Filmrollen,

die anderen tun's für Bargeld.

Ich findere letztere Sorte zwar nicht vornehm,

aber ehrlicher.

Äh, von Liebe halten Sie nichts?

Sind Sie in jede Frau, mit der Sie was gehabt haben, bis über die Ohren verliebt gewesen?

Na also.

Erotik hat selten etwas mit Liebe zu tun.

Sie sind sehr sachlich.

Ich bin es geworden.

Schon als Kind habe ich gelernt, dass ich mein Dasein

mehr einem sexuellen Unfall als der Liebe meiner Eltern zu verdanken habe.

Und daraus haben Sie die Konsequenz fürs Leben gezogen.

Teils, teils.

Die Männer scheinen überdurchschnittliches Vergnügen an mir zu finden.

Und es ist nun einmal so, dass sich die Herren der Schöpfung ihren Spaß

seit eh und je was kosten lassen müssen.

Schwachheit, dein Name ist Mann.

Ich denke, Sie wollten nicht philosophieren um diese Zeit?

Kommen Sie auf einen Drink zu mir.

Ich habe auch Zigaretten zu Hause.

Irgendwie hat mich dieses Gemisch von Sachlichkeit und Raffinement fasziniert.

Ja, sie erzählte mir eine der üblichen Geschichten,

wie es bei ihr dazu gekommen war.

Freundinnen, schlechte Gesellschaft,

egoistische, brutale Männer,

einige Enttäuschungen...

Ja!

Es ist halb elf, das Wartezimmer ist voll.

Oh Verzeihung, wir haben uns verplaudert.

Kommen Sie heute Nachmittag bei mir vorbei, Doktor?

- Natürlich, Herr...? - Reinisch.

Joachim Reinisch.

Gnädige Frau, ich empfehle mich.

Guten Tag.

- Polizei? - Ein paar belanglose Fragen.

Kann ich mir denken.

Ich werde die Scheidung einreichen, Karl-Heinz.

Mach dich doch nicht lächerlich.

Ich finde deine Beziehungen zu Patientinnen dieser Sorte gar nicht lächerlich.

Ich verbiete mir deine Unterstellungen!

Dein Hang zu geschniegelten Nichtstuern und verblödeten Parties mit diesen Angebern

und ihren stupiden Weibern, ist auch keine Tugend.

Eben. Wir haben uns auseinander gelebt.

Wenn du Schwierigkeiten machst, werde ich dich zur Scheidung zwingen.

So. Und dass du mir hübsch auf den Laden aufpasst, Mädel.

Und mach ein bisschen Umsatz, wir sind ja schließlich keine Wärmestube.

Apropos. Ich komm nachher noch mal vorbei, falls Richard anruft.

- Ich gehe nur mit Armand ins Kino. - Au!

- Ciao. - Wiedersehen, Chef.

- Wenn die wüsste. - Ach, hör doch auf.

Wo kommt man denn hin, wenn man dauernd solche Sachen denkt?

- Ist es gestattet, Schwalben? - Ach, der Frageonkel vom Präsidium.

Bei uns ist alles in Ordnung, wir waren erst gestern bei der Kontrolle.

Ich bin nicht von der Sitte.

Wollen Sie unser fröhliches Dasein studieren? Die lustigen Sisters in der Kneipe?

Die Fragen stelle ich, Künstlerin.

Ich hätte noch gern was über Nestchen gewusst.

Lasst sie doch endlich in Frieden, ihr Schnüffler!

Wir suchen einen Mörder, Schwalbe!

- Hatte sie in letzter Zeit mit jemandem Verdruss? - Mit wem nicht?

Die war doch unausstehlich. Unberechenbar.

Bei unserer letzten gemeinsamen Party...

Hey, du! Dicker!

Hey!

Ja! Komm, meine Süße!

Oh!

Komm, ich geb' einen aus!

Guck sie dir doch mal an!

(Durcheinander)

Ja, komm her! Mach ein paar hübsche Bildchen von meinen kleinen Miezen hier!

Ach, diese Hüften!

Wenn ich an meinen dürren Klepper zu Hause denke...

Na komm, gib uns was zu trinken!

Aber gern!

Da hast du's! Prost, Dicker!

I love you, darling.

Fine.

Lecker, dein Schokoladenbaby, Veralein.

Würde ich auch gern mal dran naschen.

Lästig, die Tunte da drüben.

Du Mohnblume, du.

Werd' nicht kess.

Sonst kannst du dir deine Spritzchen künftig woanders besorgen

Ach, komm lieber tanzen, Mohnblume.

Ja, Schätzchen!

Ihr beiden, du!

Komm, lassen wir die Kerle.

Gehen wir ein bisschen nach nebenan, hm?

Ich komm nicht mit einer aus!

Du bist süß! Komm mal bisschen ins Bad, Zuckerpuppe!

Ja, so ist's gut!

Jetzt kommst du unter die Brause, vor unserer kleinen Sause!

Das ist heute ein Ringelpiez, was?

Hm, was ist denn, Blacky?

Blacky... Sei doch mal lieb zu mir, Blacky.

Get away from me.

Scram!

Was ist denn, Blacky?

- Komm, gehen wir da rein. - Nein!

In mein Schlafzimmer geht niemand rein!

Ich lass mir meinen letzten Winkel nicht noch von euch versauen!

Was willst du, du Biest?

Miststück, du verdammtes!

- Geh weg! - Gib's ihr, Veralein!

Fass mich bloß nicht an, du Luder!

Finger weg, du Kuh!

Ich bring dich um, du Aas!

Fein, Schwestern, gebt's euch!

Lilo, lass dich doch nicht unterkriegen! Komm, mach schon!

Gib's ihnen doch, Veralein!

- Ja, richtig so! - Raus!

- Raus mit euch! Raus! - Weiter!

Hey!

- Raus! Raus! Raus! - Ja, aber Vera...

Raus, du Schwein, du altes!

Raus! Raus! Raus!

Raus! Verschwindet!

Schweine! Raus! Alle!

Tja, Bosse, solche Exzesse gibt's halt.

Nicht nur in Großstädten, in jedem Provinznest passiert das.

Direktoren, Kaufleute, Ingenieure, Künstler,

hohe Beamte und kleine Angestellte,

manchmal sogar mit ihren Frauen.

Gibt es denn keine normalen und anständigen Menschen mehr?

In unserem Job haben wir nur selten mit ihnen zu tun.

Prost Mahlzeit.

Seit wann sind Sie denn Moralist?

Prostitution und Perversität hat es doch immer schon gegeben.

Heutzutage regt man sich nur mehr darüber auf.

Man liest und spricht darüber, weil es ein so schön verruchtes Thema ist.

Wir alle sind mehr oder minder schlecht.

Übrigens, die zwei Spanier habe ich heute entlassen.

Wie der eine die geschlossene Tür sah, müssen gerade Seitz und Tewes

- in der Wohnung gewesen sein. - So glauben Sie auch dem Seitz?

Ja, ich schicke in morgen nach Hause.

Dann können wir doch den Tewes festsetzen,

wegen wissentlich falscher Aussage.

Den hebe ich mir noch auf.

Vielleicht nutzt er uns noch.

Der Kahn bleibt stecken.

Hier, lesen Sie.

Doktor Freytag war hier. Das hat er vor einer halben Stunde zu Protokoll gegeben.

In der Wohnung der Paterny trank ich dann noch einige Glas Whisky.

Mir war ein bisschen dusselig zumute und ich habe...

Weißt du eigentlich, dass dein Freund Viktor mich auch manchmal besucht, Doktorchen?

Der Visenius?

Na schau mal an.

Das hat er mir gar nicht gebeichtet, der alte Schlawiner.

Du bist mir aber viel sympathischer.

Wirklich.

Wie oft flunkerst du das deinen Gönnern vor?

Ach, sei doch nicht albern.

Magst du mich?

Mh-hm.

Ein bisschen.

Wir werden uns sehr gut vertragen.

Ich mag dich sehr.

Du bist nicht so wie die anderen.

Ich bin ein ganz ausgekochter, abgebrühter Bursche, du.

Angeber.

Willst du es nicht ein bisschen bequem haben?

Es ist heiß.

Sehr heiß.

Jetzt wirst du erst richtig verwöhnt, Schätzchen.

Ich weiß noch ein paar Sachen, dass dir Hören und Sehen vergeht.

Mach mich nur wieder frisch und schnuckelig.

Und dann schenkst du mir noch ein bisschen was drauf, gell?

Oder bist du schon KO?

Wie?

Hast du heute Ärger gehabt?

Sag's der kleinen Vera und sie wird lieb zu dir sein.

Sehr lieb.

Mir wurde übel und ich ging. Und Sie haben ihn laufen lassen?

- Das ist doch endlich ein Anhaltspunkt. - Das erklärt vieles, aber nicht alles.

- Sie meinen... - Ich meine, dass er nicht der Täter ist.

Er ist viel zu intelligent, um es so unkompliziert gemacht zu haben.

Niemand begeht je ein Verbrechen, ohne etwas Dummes zu tun.

Kommen Sie mir doch nicht mit Binsenweisheiten.

Mit Beweisen, Fakten!

Wir können doch nicht jeden Verdächtigen einsperren.

Ob seine Frau Wind von der Sache bekommen hat?

Soviel ich weiß, hat die andere Interessen.

- Ich sagte ihm, dass ich mich scheiden... - Weiß er von mir?

- Du spinnst. - Es wäre immerhin möglich gewesen.

Ich habe das Versteckspiel aber bald satt. Jetzt brauche ich deinen Freund.

- Hast du was vereinbart? - Ja, er wird die Mädels auftreiben,

die gegen deinen Alten aussagen, allerdings...

Kostet das was. Ich habe mein Scheckbuch bei mir.

- Wann kann ich ihn sprechen? - Er erwartet dich.

Ich kann leider nicht mitkommen. Ich muss gleich zurück ins Geschäft,

- wir haben Steuerprüfung. - Du willst, dass ich allein...

Er weiß Bescheid, es ist doch nichts dabei.

Komm, ich begleite dich ein Stück.

Tag Süßer.

- Rutsch mir den Buckel runter. - Na hör mal.

Ist dir was übers Leberchen gelaufen?

Du, was ich dich schon lange mal fragen wollte.

Kannst du mir ein paar Bilder von den Partys bei Nestchen verschaffen?

Unverkäuflich. Das Geschäft mache ich schon selber.

Noch einen Pernod auf Haus. Damit unser Fränzchen bessere Laune bekommt.

Du...

Wenn du einen Mörder kennst,

was würdest du tun?

Ich?

Ich würde versuchen, es schnellstens zu vergessen.

Das wäre ja schauderhaft.

Vielleicht hast du recht.

Bitte sehr.

Bitte, wollen Sie nicht ablegen, gnädige Frau?

- Danke. - So.

- Bitte nehmen Sie Platz, Madame. - Danke. Herr Jost hat mir gesagt...

Ja, ja, der Kurtl redet bisschen viel. Wir werden die Sache schon schupfen.

- Hat er mit Ihnen über die Summe gesprochen? - Ungefähr. Ich bin einverstanden.

Ja? Na dann wunderbar.

Na, das müssen wir doch begießen, nicht?

Ja, der Kurtl hat mir schon viel über Sie erzählt.

Und ich muss sagen, er hat nicht übertrieben.

Na ja, es geht eben nichts über eine verheiratete, hübsche, vernachlässigte Frau.

- Prost. - Wie meinen Sie das?

Na, wenn sich jemand mit dem Jost einlässt...

Das haben doch Sie nicht nötig.

Pardon.

Der richtet Sie doch hinten und vorne aus.

- Lassen Sie mich bitte gehen. - Aber, aber, warum denn so schüchtern?

Der Kurtl hat Sie mir ganz anders geschildert.

- Loslassen! - Warum glauben Sie, dass wir beiden Hübschen

jetzt hier allein sind?

- Lassen Sie mich los! - Aber ich denke gar nicht dran!

Au! Sind Sie...

Sie Schwein!

Na warte, du Luder!

Hilfe! Hilfe!

Hilfe!

Aufmachen! Polizei!

Wenn Sie ein Wort sagen, blamiere ich Sie bis auf die Knochen!

Ja, ja, ich komm schon!

Aufmachen!

Kriminalpolizei.

So? So... da bin ich baff.

Was gibt's denn?

- Was war hier los? - Nichts, nichts.

Nur eine kleine Meinungsverschiedenheit mit meiner Freundin.

- Womit kann ich dienen? - Ziehen Sie sich an und kommen Sie mit.

Warum denn? Was habe ich denn ausgefressen?

Sie werden zu Protokoll geben, dass Sie der anonyme Anrufer waren,

der die Mordkommission wegen der Paterny verständigt hat.

Ach so!

Hat der Seitz gequatscht?

Na ja bitte, ich habe nur meiner Anzeigepflicht Genüge getan. Sonst noch was?

Ihre Ausweisung.

Wegen dauernden Missbrauchs des Gastrechtes.

Sie haben das Bundesgebiet innerhalb von 24 Stunden zu verlassen.

Na da bin ich aber baff, hm...

Hey, was sehen denn meine Plüschaugen?

Ist das nicht der wilde junge Mann vom Friedhof?

Na, besser gelaunt heute?

Ach lassen Sie mich doch in Ruhe, mit mir ist nichts zu wollen.

Sag das nicht, Süßer.

Reine Sympathiefrage.

Na, wie wär's denn?

Willst du mich nicht mal in einem meiner Lokale besuchen? Ich lad dich ein.

Ich mag solchen Typen nicht wie Sie.

Selber 'ne Type. Und 'ne Widerliche noch dazu.

Es würde mich gar nicht wundern, wenn so ein Lackel wie Sie das Nestchen um die Ecke gebracht hätte.

Sagen Sie das nicht noch mal. Sonst könnte mir nämlich einfallen,

dass es einer von euch scheinheiligen, widerlichen Tunten gewesen ist. Sie zum Beispiel!

April, April!

Pissbruder!

Ich werde mich noch mal mit Franz Zerling unterhalten, der weiß angeblich, wer es war!

Ah, Edith?

- Du bist schon zurück? - Wie du siehst.

Wir können in einer Stunde abendessen.

Ja...

- Wenn du dich noch mit mir zusammen an... - Karl-Heinz.

Wir haben beide Fehler gemacht. Ich auch.

Wollen wir nicht einen Strich darunter ziehen?

Hallo, ja?

Ja bitte, kann ich Herrn Nickel sprechen?

Er ist schon weg?

Zu einer Verabredung?

Aha. Ja.

Ja, er wollte sich nämlich mit mir treffen.

Danke, ja. Ja, dann beeile ich mich.

Mein Name?

Äh...

Hallo!

Zerling!

Zerling, wo sind Sie?

Ach da.

Sie, Zerling!

Schlafen Sie nicht, ich bin's, Nickel.

Herr Zerling ist mit einem Stilett in den Rücken gestochen worden.

Ich weiß, was Sie sich denken.

Eine wunderbare Paralelle zum Fall Paterny.

Etwa nicht?

Ich stoß mich nur an dem "wunderbar".

Das haben Sie gesagt, genau wie dass wir alle schlecht sind.

Ich wollte keine Komplexe in Ihnen wecken.

Es ist nicht meine Schuld, dass wir in einer so abscheulichen Zeit leben.

Alles ist schuld daran. Die Emanzipation, träge Herzen,

der Wohlstand und die Gier danach,

die Überbewertung von Sex und Erotik, das Verhältnis der Erwachsenen zur Jugend.

Und die Jugend selbst.

Sie rebelliert mit langen Mähnen und mit Gewalttaten gegen unsere Ordnung.

Sie ist frühreif und infantil zugleich.

Sie ist nur aufgeputscht.

Jedes Kind kann sich doch an so einem Stand Lektüre beschaffen.

Tja, und dann liest es eben die Nackedeistorys, Mordprozesse, Nuttengeschichten

Bettgeheimnisse, Skandalaffären

und Sex und Erotik und Erotik und Sex.

Natürlich.

Presse und Polizei sind immer an allem schuld.

Schundliteratur mit Anleitung zum Töten ist jedem Steppke zugänglich.

Nein, Herr Kommissar,

Kinder sind heute keine Kinder mehr.

Nicht die Jugendlichen sind schuld, sondern wir.

Die heroischen und katastrophalen Beispiele.

Da, auf den Bildern, die der Zerling bei sich gehabt hat,

ist auch dieser Nickel drauf.

Ganz schöne Sauerei.

Ich war in Sachen Paterny bereits bei ihm.

Ja, ja, er hat ein Alibi, und Manschetten vor seiner Alten.

Vielleicht wollte ihn der Zerling erpressen.

Möglich.

Wenn er aber der Täter gewesen wäre, hätte er auch die Fotos mitgenommen.

Und wenn er gestört wurde?

Hm...

Kein schlechter Gedanke.

Schmeckt scheußlich. Schau, da geht der Seitz, der von Nestchen.

Hallo!

Na, Sie trübe Pastete, schon raus aus dem Kahn?

- Wir kennen uns von der Uni. - Hast du mir doch erzählt.

Das ist Tina, Arbeitskameradin.

- Guten Tag. - Tag.

- Einen Espresso bitte. - Bitte sehr.

Sie und Ihr Chef, Sie haben mir sehr geschadet.

Keine Schnulzen aus dem Altertum. Ist doch sowieso jetzt alles in Butter, oder?

- Tja, ich werde morgen nach Hause fahren. - Das möchte ich auch gerne.

Die Frau ohne Herz.

Pa! Jetzt langt's mir aber.

Aber mir nicht. Ich kann sie nämlich nicht vergessen.

Für mich war sie ein Mensch mit Herz.

Mit einem Herz, das sie verschenken wollte.

Ich vergesse nie einen Tag in Wien...

Peter...

Peter, Peter...

Wien ist schön.

Das Leben ist schön.

Die Liebe ist schön.

Ich bin glücklich.

Dann bleib doch da.

Immer zusammenbleiben?

Es wird schon werden, Peter. Ich tu bestimmt alles, damit es möglich wird.

Du kannst auch hier arbeiten. In der Modebranche steht dir jedes Haus offen.

Hier kann ich nicht so viel verdienen, wie in Deutschland.

Ein Jahr noch, dann habe ich genug gespart.

Immer Geld und wieder Geld.

Ich habe doch auch mein Gehalt, und wenn wir nicht zu leichtsinnig leben...

Ohne Geld ist die Ehe nur eine Krankheit.

Du musst Geld ausgeben können, wenn du welches verdienen willst.

Da bin ich anderer Meinung.

Wenn man sich wirklich liebt.

Wirst du mich in einem Jahr noch lieben, Peter?

Ich werde dich immer lieben.

Mit und ohne Geld.

Ich mach's schon richtig, Peter.

Wir werden uns ein Häuschen kaufen, mit Garten.

Vielleicht eine kleine Fremdenpension an einem See,

mit Blumen vor den Fenstern und Blick auf die Berge.

Ach Peter, ich muss raus aus dieser Atmosphäre.

Weg von diesen Menschen.

Ich hab's so satt.

Du solltest ausspannen.

Das ganze Leben ist eine einzige große Lüge.

Aber wir beide,

wir werden glücklich werden. Du und ich.

- Wir werden Kinder haben. - Tja, mindestens ein Dutzend.

- Willst du eine ganze Fußballmannschaft? - Ja, wenn schon, denn schon.

Und einmal im Jahr machen wir eine schöne Reise.

- An den Neusiedler See. - Ist das nicht zu weit?

Doch. Genau 20 Kilometer von hier.

Küss mich, Peter.

So war sie für mich.

Und so will ich sie auch in Erinnerung behalten.

Leben Sie wohl. Adieu.

Adieu, und gute Reise!

Der letzte Mord schreckte die ganze Unterwelt auf.

Razzien und Kontrollen brachten Unruhe und Unsicherheit.

Viele kleine und etliche große Gauner blieben in den Maschen der Polizei hängen.

Das Geschäft der Dienerinnen der Liebe geriet gewaltig ins Stocken.

Da beschlossen Alphons und seine Freunde, den Fall Vera Paterny selbst,

auf eigene Faust und hinter dem Rücken von uns zu Ende zu bringen.

Man dachte, dem Problem mit anderen Methoden zu Leibe rücken zu können,

als wir, die Hüter der staatlichen Ordnung.

Hallo Joe!

Hallo.

I'm waiting since half an hour.

Get on this side, better I drive.

Okay.

What a surprise, baby.

This must be my lucky day.

I could use a little loving.

Got a light?

Not for you, honey!

Seit wann muss ich dem Saft nachrennen?

Der Schwule schickt's mir doch sonst immer in den Laden.

Na ja, die Jungs sind neu und haben die Hosen voll.

Na komm schon, du Pfeife.

- Ist er das? - Ja, der liebe Spritzen-Erik.

- Wie viele Ampullen? - Eine!

Die letzte Mode, Boy.

Innen Leder,...

außen Sandpapier.

Hautsympathisch.

What do you want? Gone crazy, or something?

Ich möchte mich mit dir über Veras Tod unterhalten.

- Das hat die Polizei schon. - Aber nicht auf unsere Art!

Sie können mich killen, ich weiß nichts davon.

Ich lieben, nicht töten.

Believe me!

Okay.

Vergiss alles, Bosambo. Der Main schmeckt nach Schwefel und Scheiße.

Das ist keine Freude, ihn als Schlaftrunk auszusaufen.

Bringt ihn zurück.

Ja... Ja, ja, was ist denn?

- Herr Nickel? - Ja, der bin ich,

- aber was zum Teufel... - Kriminalpolizei.

Wir sollen Sie zum Kommissariat bringen.

Ja, was, mitten in der Nacht? Ich kann nicht...

- Ich bin allein im Haus, meine Frau ist verreist... - Umso besser, kommen Sie mit!

Ich kann doch nicht in diesem Aufzug...

- Wo ist überhaupt Ihr Ausweis? - Hier!

Stinkt nach Morphium, wie 'ne ganze Fabrik.

- Hat er Schwierigkeiten gemacht? - Bei uns?

Lasst mich los! Ihr Schweine!

Soll er dir noch eine knallen?

Was fällt euch überhaupt ein?

Das war für die Schweine.

Und jetzt sing, Nachtigall!

Ich weiß nicht, was ihr von mir wollt!

Wir wollen hören, was du über den Mord an Vera weißt.

Ich? Nichts. Gar nichts!

Woher soll ich denn was wissen?

Komm, Sonja, mach deinen Liebling ein bisschen munter.

Schütt' ihm ein Eimer Wasser über den Kürbis.

Der kommt schon wieder zu sich.

Also, mach dich nicht so schön, Kleines.

Sonst fliegen die Kerle auf dich und klein Fritzchen muss leider wieder eifersüchtig werden.

Hach, Schwester.

Hau ab, ich habe mit dem da zu reden!

Also ein Benehmen ist das, wie bei Proletens.

- Alphons will dich sehen. - Jetzt?

Der hat wohl 'ne kleine Meise unterm Pony, ich hab was vor.

Keine Zicken, Schätzchen.

Du niederträchtiger Penner! Du Gorilla, du Untermensch! Au!

Also, das sage ich deinem Chef, kannst du Gift drauf nehmen!

Du spinnst wohl?!

Was fällt Ihnen ein? Das ist Freiheitsberaubung!

Ich werde Ihnen schon zeigen, wer ich bin!

Eine Niedertracht!

Sie halten die Fresse und reden, wann Sie gefragt sind!

- Was unterstehen Sie sich? - Das, du geile Fettsau!

Sonst nicht unsere Art, Kunden in die Zange zu nehmen.

Aber drei tote Puppen in den letzten Jahren ist auch kein Spaß, oder?

So mit mir umspringen kann niemand! Auch du nicht, Alphons!

Sag deinem Gorilla, dass er mich zufriedenlässt!

Ist das ein schlechter Scherz, oder...

Bist ja sehr munter, Fritzchen.

Dann werden wir dich zuerst verarzten. Weg!

Mich? Ja, wieso denn?

- Was geschieht denn hier? - Wirst schon sehen.

Vielleicht hast du ja heute Sprechtag. Wir wollen nämlich 'ne Menge von dir wissen.

Na, beschwer dich jetzt!

- Nicht schlagen, bitte. - Warum nicht?

Manche mögen's heiß!

Das dürft ihr nicht! Bitte, ich sag alles!

- Raus damit! - Ich war's. Ich habe die Fotos geklaut.

- Dann hast du ihn auch umgebracht! - Nein! Nein, das war ich nicht!

Ich bin nur bei ihm eingestiegen, als er weg war.

Beinah hätte er mich erwischt, ich konnte gerade noch davonkommen mit den Fotos.

- Von Zerling? - Ja.

- Ich wollte das Gleiche damit machen, wie er. - Erpressen.

Da.

Felix, kennst du den?

- Wen? - Hinter dem Wagen von der Vera.

Ich weiß nicht, warum? Ein harmloses Bild von Nestchen,

vor ihrem Haus mit dem neuen Impala.

Ich glaube, ich bin dem Kerl schon mal im Haus von der Rosemarie begegnet, bevor sie...

Ja, natürlich. Und in der Oswaldwohnung war er auch, als ich gerade kassieren war.

Der? Den kenne ich doch. Der lungert immer auf der Promenade rum

und schaut so komisch.

Mensch Meier, mir dämmert's.

Der hat mich so gelöchert, dass ich Kundschaft werden soll.

Der kommt morgen zu mir.

Wann?

So um fünf. Bei der Vera ist er aus- und eingegangen.

Pass auf, Lilo,

wir müssen es riskieren.

Ja, du kannst reinkommen, es ist nicht abgeschlossen.

Komm nur, Hasemann.

Oh! Ich dachte, es ist ein Freund von mir.

Ich habe jemanden erwartet.

Oh, entschuldigen Sie, aber

Sie haben gesagt, ich soll kommen, die Wäsche holen.

Und jetzt bin ich da.

Das sehe ich. Aber es passt mir im Moment nicht. Jeden Augenblick kommt ein Bekannter.

Eine Kundschaft?

Kommt der Liebe machen?

Was geht denn dich das an, du Klotz?!

- Da hört sich doch alles auf. - Aber ich lass mir gern davon erzählen.

Die anderen haben mir auch immer alles erzählt.

Wer? Welche anderen?

Alle.

Die Frauen, für die ich immer die Wäsche gefahren habe.

Die Vera, die Rose.

Alle, zu denen sie immer gekommen sind, Liebe machen.

Stier mich nicht so dämlich an, du Stinkwarze!

Mach, dass du rauskommst!

Aber...

ich möchte auch Liebe machen.

Sie sind so schön.

Diese Haut, diese Brust...

Du... Du bist ja übergeschnappt.

Du, du... Du Kretin!

Nicht lachen!

Nicht auslachen. Ich vertrage das nicht.

Die anderen haben auch immer alle gelacht

und ich habe so sehr darunter gelitten.

Und da musste ich mich rächen,

weil sie mich so sehr gequält hatten.

Ich habe immer gelauert und gewartet,

bis ich gewusst habe, jetzt, jetzt ist wieder einer bei ihr und treibt's mit ihr.

Ich bin keine dumme Stinkwarze.

Ich bin sogar sehr klug. Die Wohnungsschlüssel habe ich mir immer verschafft.

Und dann, kurz nachdem die Herren gegangen waren,

habe ich mich reingeschlichen.

Aber mit mir wollten sie's nicht treiben.

Da bin ich wütend geworden.

Ich will auch Liebe machen!

Weg! Geh weg, du Scheusal!

- Liebe machen! - Mörder!

- Liebe machen! - Gib's auf, Bestie!

So ein Monstrum! So ein Tier!

Benno, Hermann!

Nein, nein, ich war's nicht. Alles nur erfunden.

Ich habe ihr Angst einjagen wollen, damit sie's mit mir treibt.

Gemeines Aas, wir wissen es jetzt, auch das mit Zerling.

Der schwule Klee hat dir gesagt, dass der Fotograf etwas über den Mörder weiß.

Du hast ihm aufgelauert und ihn kaltgemacht!

Stehenbleiben!

Au!

Hilfe! Ich bin eingeklemmt!

Hilfe! Stehenbleiben!

Halt! Halt! Anhalten! Hilfe!

Anhalten! Anhalten!

Aaaaaaah!

Anhalten! Stehenbleiben!

- Da vorne, einer ist unter die Räder gekommen. - Entsetzlich! Dem ist nicht mehr zu helfen.

Inzwischen hat Lilo die Polizei alarmiert. Als wir am Verschubbahnhof eintreffen,

ist es aber bereits zu spät.

- Dahinten, ein Unfall. - Er ist tot.

Los! Na, Alphons, diesmal sind Sie dran.

Freiheitsberaubung, unerlaubter Waffenbesitz,

Anstiftung zur gewerblichen Unzucht, Nötigung. Willst du noch mehr hören?

Einmal kommt jeder dran. Wem verdanke ich das Vergnügen?

Ihr unterschätzt eben die Polizei.

Eine unheilbare Krankheit von euch Dösköppen.

Wir haben ein Dutzend Zeugen, von Nickel bis Klee.

Wir liefern Ihnen den Mörder.

- Wir haben sein Geständnis. - Wo?

Er hat uns... Wir haben gehört, was er gesagt hat, wie er auf Lilo losgegangen ist.

Ach hört mir doch auf mit eurer Wahrheitsliebe. Habt ihr Beweise?

- Handfeste Fakten? - Sinnlos, mit Ihnen zu debattieren.

Euch käme doch jeder zu Pass, um euer eigenes Gesindel reinzuwaschen.

Los, einsteigen.

Ach, der Tag ist sowieso schon verdorben.

Du wirst doch deinen besten Busenfreund in seinem schwersten Jahr nicht allein lassen.

- Wo hat denn der 'nen Busen? - Du kriegst 'ne prima Zelle

mit Aussicht auf ein paar schöne Mülltonnen.

Sie gefallen mir, Herr Kriminalingenieur, Sie haben Humor.

Nur mit dem Benimm hapert's.

Die Polizei wird die Angaben von Alphons und seiner Clique überprüfen.

Sie kann den Fall Paterny jedoch nicht abschließen,

ehe lückenloses Beweismaterial vorliegt.

Inzwischen werden neue Gewalttaten die Öffentlichkeit erregen.

Jährlich werden etwa 1,8 Millionen Verbrechen im Bundesgebiet begangen.

Jeden Tag geschehen 4 Morde oder Totschläge, 17 Notzuchtsdelikte,

15 mal pro Stunde wird irgendwo eingebrochen,

fast täglich passiert in Westdeutschland ein Raubüberfall.

Kriminalität aus Müßiggang und Begehrlichkeitsverbrechen

steigen weiterhin sprunghaft an.

In Frankfurt ist jeder 16. Einwohner straffällig, in anderen Städten ist es nicht besser.

Den Luxuswagen der ermordeten Vera hat eine Kollegin gekauft.

Und so geht auch auf der Kaiserstraße für die Lebenden das Leben weiter.

Könnten wir aber nicht alle mehr dazu beitragen,

überall die Kriminalität zu behindern und Verbrechen verhüten zu helfen?

Wir alle. Auch Sie!

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