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1808. HICKS COLLEGE
Horcht auf, Herrschaften!
Seine Majestät der Kaiser!
Eure kaiserliche Majestät! Die besten Studenten unserer Hochschule stehen vor Ihnen.
Nur einer kann der Beste sein.
Sie sind alle gute Studenten, Eure Majestät!
Eure Majestät! Ich bin der beste in Arithmetik, Rhetorik und Latein.
Ist das nur deine Meinung oder stimmt dem jemand zu?
Das ist die Wahrheit.
Voltaire sagte: Freiheit ist die Gleichheit aller vor dem Gesetz.
Bist du damit einverstanden? - Nein, Ihre kaiserliche Majestät!
Freiheit ist die Chance, seinen eigenen Weg zu gehen.
Ich erlaube es mir, diesen Gedanken fortzusetzen. Bevor man seinen eigenen Weg geht,
wäre es gut, ihn überhaupt zu kennen.
Die Freiheit, von der Sie sprechen, ist sehr selten. - Ja.
In der Antike sagte man: Die Nation, die auch nur einen freien Menschen hervorbringt, ist eine große Nation.
Sind wir Franzosen eine große Nation?
Ja. Aber ich bin Russe.
Sergej Murawjof-Apostol, Sohn des russischen Botschafters.
Ich wünschte, ich hätte einen Sohn wie ihn.
St. Petersburg 1826
Murawjof-Apostol Sergej Iwanowitsch, 29 Jahre alt.
Ich erinnere mich an Sie aus dem Semjonowski-Regiment.
Adelig. Aufgewachsen in einem College in Paris. Alleinstehend.
Christ nach dem griechischen Ritus.
Seit 1821 nicht mehr an Beichte und Kommunion teilgenommen. Warum?
Hatten Sie Angst, dass Sie über Ihre Pläne sprechen würden?
Ich hatte nichts zu beichten.
- Und jetzt? - Nicht einmal jetzt.
Heißt das also, dass ich dich gehen lassen muss?
Du hast also kein Verbrechen begangen?
Ich kann euch nicht verstehen. - Sie können uns leicht verstehen.
Sie sind wie wir. - Nein.
Zwischen den legitimen Machthabern und den Selbsternannten, die sich als Retter des Vaterlandes inszenieren,
gibt es einen Unterschied. - Es gibt keinen Unterschied.
- Erklären Sie! - Ihre Ziele und unsere Ziele sind ehrwürdig,
aber die Methoden sträflich.
18. MÄRZ 1814.
Majestätische Musterung der Russischen Armee zu Ehren der Eroberung von Paris
- Serjosha! - Beeil dich, der Kaiser wird kommen! - Wie? Der Kaiser?
Der Kaiser ist gleich hier!
Vielen Dank, Mademoiselle!
Sergej Iwanowitsch! Du lebst! - Ich lebe! Hier, Champagner!
Lass uns dem Kaiser vorschlagen, mit uns anzustoßen! - Bist du betrunken? Das ist unmöglich!
Wir haben Napoleon besiegt. Nun, alles ist möglich, Fürst! Der Kaiser!
Antreten!
- Vielen Dank für Ihren Dienst! - Es ist uns eine Ehre!
- Ich bin stolz, im selben Regiment zu dienen! - Hurra! Hurra! Hurra! Hurra!
Befehlen Sie die Verhaftung, Eure Majestät?
Lass es! Viktoria!
ST. PETERSBURG, 1820.
- Ich glaube Ihnen nicht, das kann nicht wahr sein! - Genau deshalb ist es die reine Wahrheit!
Ich wäre fast aus der Garde rausgeflogen. Es ist strengstens verboten, mit Champagner zum Kaiser zu laufen.
Die Wache des Winterpalastes hatte Befehl zu schießen, wenn sie dich mit einer Flasche sah.
Anna. Stören Sie die Aufführung nicht!
Mutti! Da ist die Bühne!
Die Bühne ist überall!
GRAF Miloradowitsch Generalgouverneur von St. Petersburg
- Und was hat Euch gerettet? - Die Tollheit der notorisch frivolen Pariser Luft.
Aber der heimatliche Nordwind hat mich abgekühlt.
Dann sind Sie also tollkühn? Oder aufrichtig?
Ich war glücklich. Ehrlichkeit ist Tollheit.
Napoleon sagte tatsächlich, dass er einen Sohn wie Sie wollte?
Einen Vater wie ihn hätte ich nicht gewollt.
Er wollte die ganze Welt.
Ich will mehr.
Ich liebe Euch.
Wie schwungvoll! Stimmt es, dass sie Kyrgiesin ist?
Meine Herren! Sie müssen sofort zu ihrem Regiment gehen!
Es tut mir Leid, aber ich muss Sie nun verlassen.
KASERNE Regiment der Semjonowski-Garde
- Stopp! Stopp! - Stopp! Stopp! - Halt, sagte ich!
- Was? - Das Regiment hat revoltiert. - Wie?
Die Soldaten wollen Schwarz zurichten.
Die Offiziere wurden vertrieben. Sie lassen niemanden durch, bevor ihre Beschwerde über Schwarz nicht angenommen wird.
MIHAIL BESSTUZSEV-RYUMICH Unterfähnrich des Semjonoswsy-Regiments
Ich habe versucht, eine Einigung mit ihnen zu erzielen, aber das ist unmöglich.
Meine Herren! Wir haben die Kavallerie gerufen. Sie wird die Ordnung wiederherstellen.
- Wir sind die Garde, wir sind die Ordnung! - Als ob. Eure Soldaten rebellieren hinter dieser Mauer!
Wartet auf die Kavalleriegarde!
Sergej, wohin gehst du? Sergej Iwanowitsch!
Komm raus!
Komm raus!
Bestuzhew, die Veranda!
Halt! Geh weg! Weg da!
Halt! Einstellen, sagte ich! Lasst mich los!
Schluss damit! Hört auf! Hör auf, sage ich! Hört auf! Hört auf!
Was habt ihr euch gedacht? Das ist ein Aufstand! Was wollt ihr?
Wir wollen Schwarz anfackeln.
Er hat Boichenko mit einem Flegel gepeinigt.
Hört auf damit! Aufhören, sage ich!
Ihr! Ihr seid alle Soldaten der Garde. Und kein betrunkenes Gesocks!
- Schweigt, edler Herr! - Aufhören, sage ich! Sie stehen vor einem Offizier!
- Ist das die Wahrheit, Boichenko? - Ich hatte nach einem "großen Geschäft" meine Hose nicht schnell genug zugeknöpft.
Und ich diene schon ganze 15 Jahre! Ich habe Bonaparte besiegt!
Hier ist, was ich dafür bekommen habe!
- Ruhe! Ruhe! - Nein! Nein!
Der Kaiser ist Mitglied unseres Regiments.
Soll er erfahren, was hier geschieht.
Erinnert ihr euch, wie wir ohne Offiziere geordnet zur Therme marschiert sind?
Also, stellt euch zu Hunderten auf und macht euch auf den Weg zur Festung! Die ganze Stadt soll es sehen!
Die ganze Garnison soll es sehen! Der Kaiser selbst soll es erfahren!
Dass ihr diese Sache selbst zu seinem Gericht gebracht habt, statt dem Kommandanten das Leben zu nehmen.
Vielleicht könnten Sie uns ja anführen, Euer Gnaden!
Nein, Jungs! Nein. Das müsst ihr selbst. Sonst... Bekomme ich eine Medaille,
und ihr bleibt Rebellen.
- Euer Gnaden, Graf Miloradowitsch! - Eure Exzellenz! - Haben Sie die Drahtzieher des Aufstands identifiziert?
Es handelte sich nicht um einen Aufstand, sondern um ein Missverständnis.
Die Soldaten legten freiwillig ein Geständnis ab und begeben sich in Bewachung.
Und die Offiziere, die sie beruhigten, warten auf eine Audienz mit dem Kaiser.
GROSSHERZOG Nikolai Pawlowitsch
Berichtet Seiner Majestät, dass, Gott sei Dank, alles in Ordnung ist!
ALEKSEJ ORLOW Kommandeur der Kavalleriegarde
Das ist Sache des Souveräns, zu entscheiden, ob alles in Ordnung ist, oder nicht.
Russland besiegte Napoleon und wurde einige Jahrzehnte lang zur größten Weltmacht.
Immer mehr Menschen im Land erhofften sich große Veränderungen, welche auch Zar Alexander wollte.
Verabschiedung der Verfassung, Befreiung der Leibeigenen, Abschaffung des 25-jährigen Militärdienstes,
Justizreform. Dutzende von Bünden wurden gegründet mit dem Ziel Russland umzugestalten.
Viele dieser Bünde waren geheim. In St. Petersburg haben die Offiziere der Garde
ebenfalls einen Geheimbund gegründet. Sie nannten ihn
Bund der Errettung
Na also, geht doch! Warten Sie, Herr Pestel!
Und nun... Wer weiß, wie man, mit einer Hand hinter dem Rücken,
dieses Glas austrinkt? - Wenn ich Sie wäre...
SERGEJ TRUBEZKOI Hauptmann des Semjonowski-Regiments
Ich hätte mich nicht für Schwarz eingesetzt. - Kondratij Fjodorowitsch, bitte!
- Ich passe. - Schwarz ist ein berüchtigter Kommandant, aber auch ein Mensch. Ich kann dich nicht verstehen.
Warum läuft der Wein nicht aus? - Magie. Hexerei.
Wenn die Soldaten unseres Regiments den Kommandeur getötet hätten,
wäre der Kaiser nachdenklich geworden und hätte angefangen, Dinge zu ändern.
PAWEL PESTEL Adjutant des Befehlshabers der 2. Armee
Vielleicht sollte der Wein in die Untertasse gegossen werden, obwohl... da passt nicht mal ein Drittel rein.
- Kalt, Herr Pestel. Kalt. - Aber jetzt ist dank deines Mutes alles wieder gut.
Und er kann weiterhin mit ruhigem Gewissen Europa und Paraden bereisen.
- Wie? Keine Herausforderer mehr? - Vielleicht war es gut, dass du nicht dabei warst.
- Ich werde mal besser zuschauen. - Meine Herren? - Ich bin nicht dabei.
Sie sind ein Magier.
Nimm es! Nimm es! Nimm es!
- Das ist schön! Bravo! - Serjosha!
Du kanntest das doch schon! Wie, hatte ich es dir mal gezeigt? - Ich habe dir das gezeigt. Du hast das nur vergessen!
Herr Rilejew, kann ich diese Untertasse haben?
KONDRATIJ RILEJEW Dichter, Journalist
Ja, natürlich! Aber wozu brauchen Sie die, Pawel Iwanowitsch?
Ich will sie... deshalb.
- Interessieren Sie sich für kaiserliches Porzellan, Pawel Iwanowitsch? - Eine vergehende Epoche!
In der Tat, wenn plötzlich die Soldaten unseres Regiments, oder jemand anderes,
die Waffenkammern öffnen, dann beginnt etwas, meine Herren,
das die europäischen Revolutionen wie ein Weihnachtsfest wirken lassen wird.
Und soll es doch... es wird wie in Frankreich sein. Wobei, besser noch wie in den amerikanischen Staaten.
In Frankreich wurden die Aristokraten an Laternenpfählen aufgehängt.
Wenn es hier wie in Frankreich ist, dann werden wir alle hängen.
Nun, Fürst! Deshalb müssen in Russland die Aristokraten die Revolution
kurz und ohne großes Blutvergießen machen. - Aber trotzdem eine Revolution?
- Herr Rilejew! Eine militärische Revolution. - Sie haben sich im Süden in einen echten Jakobiner verwandelt, Pawel Iwanowitsch.
Erst wollten Sie Russland erretten. Und was nun?
Wollen Sie eine Revolution? - Das ist ja gerade die Errettung!
Man trennt mit einem Schlag den Kopf ab und übernimmt die Macht.
Auf unser Glück!
Meine Herren, der Bund der Errettung!
Ja.
Alexander I, Alleiniger Herrscher und Kaiser aller Russen,
und so weiter, und so weiter, und so weiter...
Oberst Fjodor Jefimowitsch Schwarz wird,
für seine Unfähigkeit, sein Regiment zu führen,
zum Tode verurteilt. Wegen Meineids und Verstoßes gegen militärische Vorschriften
wird das Regiment der Semjonowski-Garde aufgelöst. Alle Offiziere werden aus der Garde entlassen
und der 1. und 2. Armee in Kleinrussland zugeteilt,
ohne Abwesenheitsgenehmigung oder Rückzugsrecht. Hauptmann Trubezkoi
verbleibt bei der Garde und wird dem Generalstab zugeteilt,
weil er zum Zeitpunkt des Verbrechens nicht beim Regiment war.
In Anbetracht der tadellosen Leistungen von Oberst Schwarz in der Vergangenheit,
wird die Todesstrafe in eine Pensionierung ohne Gehalt umgewandelt.
Seine Majestät, der Kaiser aller russischen Landen, hat seine Unterschrift gesetzt.
- Fjodor Jefimowitsch! - Helfen Sie ihm!
- Meine Herren! - Fjodor Jefimowitsch!
Eure Exzellenz! Michail Andrejewitsch! Die Strafe ist übertrieben.
Die Soldaten haben gebüßt! Sprechen Sie mit dem Kaiser.
- Verzeihen Sie mir, Sergej Iwanowitsch. - Der Kaiser dient in Ihrem Regiment.
Wie kann er Ihnen jetzt noch vertrauen?
Es gibt keine Entschuldigung für Gesetzlosigkeit. - Nach welchem Gesetz wurden wir denn bestraft?
Der höchste Wille ist das Gesetz.
Nehmen Sie Ihr Schicksal mit Ehre an.
FÜNF JAHRE SPÄTER der Bund hat sich in einen nördlichen und einen südlichen Teil geteilt
UKRAINE, GOUVERNEMENT KIEW 1825.
Das Land ist groß, die Menschen in Dunkelheit. Es muss gebrochen werden,
Oder wir werden zerbrechen. Immer und überall ist es eine Minderheit, die Umstürze durchführt.
Das Wichtigste ist jetzt der Erstschlag.
OBERST ARTAMON MURAWJOW Kommandant der Ahtirskij-Husaren
ARKADI MAIBORODA Hauptmann des Viatskij-Regiments
Er kann und muss jetzt hier durchgeführt werden. Es sind genügend Kräfte vorhanden.
Mitglieder unseres Unternehmens aus St. Petersburg glauben,
in anderthalb Jahren wird alles bereit sein. Aber wir fangen jetzt an.
Und es wird ihnen leichter fallen, unsere Initiative dann aufzugreifen.
Während seiner gesamten Regierungszeit hat Seine Majestät kein einziges Manöver verpasst.
Auch dieses Mal wird er nicht fehlen.
Er wird die komplette militärische Führung und einen der Großherzöge bei sich haben.
Was ist das für ein Manöver?
Oberstleutnant Gebel, das ist doch Ihre Tschernigow-Einheit!
Attacke!
Oberstleutnant Murawjow!
- Sie müssen gehen! Ich bitte Sie, gehen Sie! - Bitte, folgen Sie mir!
Tretet zurück! Oberst, halten Sie die Soldaten auf! Zurück mit euch! Zurück mit euch!
Meine Herren! Sie sind verhaftet!
Herr Oberst, ist das ein Staatsstreich?
Nein, Monsieur! Dies ist eine Revolution.
Wer ist das?
Wenn der Kaiser überlebt, werden Millionen von Adligen und Soldaten,
als auch die einfachen Leute ihn schützen wollen. Und dann können wir nicht gewinnen.
Der Mörder des Souveräns muss sofort getötet werden.
Er wird dies schon vorher wissen, und ist bereit, sich für unsere Sache zu opfern.
Wir werden die Eskorte verhaften, weil sie es zugelassen hat, dass der Kaiser getötet wurde.
Dann werden die uns treu ergebenen Einheiten in die Hauptstadt aufbrechen.
Der Rest wird Ihnen folgen müssen.
- Aber Ihr Plan hat einen Makel. - Und zwar?
- Wie viele Menschen werden Sie auf dem Weg in die Freiheit töten? - So viele wie nötig.
Und Sie?
Sie haben Angst, sich schmutzig zu machen. Nun, ich werde es ohne Sie tun.
Ohne meine Tschernigower, die Husaren von Ahtirsk und die Poltawer?
Wie Sie wollen. - Ich verstehe nicht, wovon Sie mehr haben:
Naivität oder Stolz. Wollen Sie gewinnen oder ein Held sein?
Ich will als Held gewinnen.
Sie haben sich geeinigt. Nun befehlen sie uns zu warten. Die Jahre vergehen, ich habe 3 Kinder.
Ich bin ein Oberst und immer noch heimgesucht von diesen Träumen.
- Wartet Murawjow immer noch auf das Signal aus der Hauptstadt? - Ja.
Wenn es nach Trubezkoi ginge, könne man den Kaiser bestimmt am Leben lassen.
UKRAINE, TULTSCHIN Hauptquartier der 2. Armee
Die Familie kennt Murawjow seit Jahren.
Fangen wir ohne ihn an, er wird sich uns anschließen. Das gilt auch für Trubezkoi.
Er wird nicht als Verräter dastehen wollen. Ist es, was ich vermute? - Seh's dir an.
Der Weg nach Petrograd ist frei. Wir kontrollieren den Proviant der 2. Armee. Aber wie?
Dürre. Die Futter- und Lebensmittelpreise sind sehr hoch.
ALEXEI JUSSEWSKI Oberquartiermeister der Zweiten Armee
Aber hier in Kleinrussland ist alles im Überfluss vorhanden. Ich schlug nur vor,
um bei den öffentlichen Geldern zu sparen, hier einzukaufen.
Und ebenso hier ein Lager einzurichten, weit weg von der Grenze. In der Nähe der Hauptstadt.
- Entlang der Straße von Rzhew. Du bist ein Zauberer. - Nur der Schatzmeister der Armee.
Deshalb bitte ich dich: Kümmere dich um das Defizit im Regiment, bitte.
Die Inspektionen sind im Gange. Es wäre dumm, wenn unsere Pläne durch eine Kleinigkeit zum Scheitern gebracht werden.
- Eure Exzellenz! - Bleiben Sie sitzen, Herr Maiboroda.
Sie haben Schulden, Hauptmann! Alle Fristen sind bereits abgelaufen.
Ja, sind sie. Was soll man machen?
Suchen Sie! Aber zuerst... schreiben Sie eine Quittung!
Hier, bitte sehr!
Was für eine Quittung?
Dass Sie für Ihren eigenen Bedarf der Offizierskasse 6400 Rubel entnommen haben.
- Aber ich habe es nicht entnommen. - Na ich habe es entnommen.
Um Ihre Veruntreuungen zu vertuschen.
Dann schreiben Sie doch.
Wie?
Natürlich, das Geld kommt aus der Staatskasse. Aber ich habe doch viel mehr Gutes für unsere Sache getan.
Es ist eben... der Lohn für das Risiko.
Um Ärger zu vermeiden, könnten wir uns doch etwas einfallen lassen.
Seien Sie beruhigt. Wir lassen uns etwas einfallen.
Pawel Iwanowitsch! Das ist doch nicht so viel Geld, dass wir uns streiten müssten.
Worüber streitest du mit mir?
Ich gebe es Ihnen zurück, Pawel Iwanowitsch! Ehrlich, ich schwöre es!
- Ich habe es nur gerade jetzt nicht. - Schreiben Sie die Quittung, Hauptmann.
Ich werde es Ihnen geben.
Ich mache es, keine Sorge!
Herzlichen Dank!
Die aufgelisteten Verschwörer dienen in Kleinrussland, in der 1. und 2. Armee.
Zarskoe Selo (Der Sitz des Zaren)
Werden Sie die Majestätische Beschauung absagen?
KAISER ALEXANDER I
IWAN DIBITSCH Feldmarschall, Generalstabsvorsitzender
Oder wollen Sie erst einmal Ermittlungen einleiten?
Wozu Ermittlungen?
Es ist doch alles klar.
Denn Infanterie-Hauptmann Maiboroda hat die Wahrheit geschrieben.
Herr Pestel und seine Mitstreiter wünschen sich das Wohl des Landes.
Eine Verfassung, wählbares Parlament, das Wohl der Bauern.
- Das will ich ja auch. - Sie planen aber, Sie zuerst in Gefangenschaft zu nehmen.
Oder gar zu töten.
Eure Majestät!
Ich werde mir etwas einfallen lassen.
Ignorieren Sie diese Sache!
Was ist mit dem Kaiser?
Macht Ihnen Sodbrennen vom Schweinespeck Kummer?
- Eure Exzellenz, bisher hatte ich nicht das Glück, dies zu überprüfen. - Nun, dann hat es sich jetzt ergeben.
Sie fahren nach Kiew!
Ja.
Na los!
ALEXEI SCHERBATOW, General, Kommandant des 4. Infanteriekorps
Erlauben Sie mir, Oberst Amfelt vorzustellen.
Er wurde aus Petersburg zu uns geschickt,
auf besonderen Befehl von General Dibitsch, des Kriegsministers.
Meine Herren! Sie haben sich fast ein Jahr lang vorbereitet. Ich weiß. Allerdings,
seine kaiserliche Majestät, der Souverän, hat die Majestätische Beschauung abgesagt.
Das ist alles, was ich sagen wollte.
Ich glaube,
Sie werden verstehen, warum ich gerade Ihnen diese Nachricht zuerst überbracht habe.
Ich bin nicht Amfelt, daher spreche ich direkt.
Nach russischem Recht, wird man für das, was ihr euch ausgedacht hattet,
gevierteilt.
Gehen Sie zurück auf Ihre Positionen!
Geschichte wird in St. Petersburg geschrieben. Hier... stirbt sie.
Bringen Sie ihn mir!
Ich bin seit 25 Jahren an der Macht. Und Schweizer Kantone kamen nicht zustande.
Alle wollen sie Freiheit.
Aber niemand will dafür bezahlen.
Merk dir das!
Hier ist mein Testament.
Du wirst nach mir Kaiser sein.
Und fortsetzen, was ich begonnen habe.
Und zu Ende führen, was mir nicht gelang.
Warum ich? Und nicht Konstantin? Nach dem Gesetz ist der ältere Bruder der Thronfolger.
Mein Wille ist das Gesetz.
Und Konstantin...
Und Konstantin wird abdanken.
Das Volk liebt mich nicht. Die Garde steht zu Konstantin.
Die Garde steht zum Kaiser.
Aber es wird nicht morgen passieren. Wir werden uns vorbereiten.
Meine Frau ist krank. Ich fahre nach Taganrog.
Die Ärzte empfehlen das Klima dort. Ich werde zurückkehren, wann Gott es zulässt.
Ich habe meine Entscheidung im Senat bekannt gegeben.
Die Hauptstadt, obwohl ich sie liebe, ist künstlich und hektisch.
Aber hier ist es wirklich einfacher. Die Menschen leben im Einklang mit der Natur.
Und so habe ich mein Glück in diesem einfachen Leben und in diesem Bund gefunden.
Was könnten Sie sonst tun, Bruder? Sie wurden hierher geschickt.
Sie spielen Rousseau. Aber in Wirklichkeit sind Sie ein Fuchs aus Esopus.
Petersburg ist deswegen schlecht, weil es weit weg ist.
Und daher zähle ich nur die Tage bis zur Abreise. - Eure Exzellenz!
An der Türschwelle wurde das hier mit einem Zettel hinterlassen.
Onkel, geben Sie es lieber mir!
Was ist das?
Hier steht:
Tollkühne Menschen verändern die Welt.
Leider bin ich davon immer mehr überzeugt.
WASILKOW Kiewer Gouvernement
Erster Trupp, rechte Schulter, Vorwärts!
Halt!
Halt!
- Offiziere! - Achtung!
GUSTAV GEBEL, Oberst, Kommandeur des Tschernigoswski-Regiments
Leutnant, lassen Sie uns allein!
Sergej Iwanowitsch, bringen Sie sich in Ordnung!
- Weitermachen! - Wir werden weitermachen!
Auf geht's, Sergej Iwanowitsch!
Nun bitte, Sie können sehen. Ehemaliger Major, jetzt Gefreiter in Ihrem Battalion, Baranow.
Er hat Befehle missachtet, als Sie in Kiew waren.
Der Suffkopp hat sich betrunken. Fragen Sie doch mal, warum ihm der Mund geknebelt ist.
Ich habe es befohlen.
Denn er hatte eine Menge zu sagen. Ich habe es gehört, und andere auch.
- Was hat er denn gesagt, dass man ihn knebeln muss? - Er sagte, er würde seinen Rang bald zurückbekommen.
Dass bald Gerechtigkeit herrschen würde. Und so als ob Sie es ihm versprochen hätten...
Sergej Iwanowitsch, ja. Er sagte sogar, dass der Militärdienst verkürzt werden würde.
Dass wir nach der Verfassung leben würden. Nun, vieles hatte er angedroht. Eine ganze Menge.
Welche Veränderungen brauchen Sie? Sie sind der Sohn eines Senators. Sie sind wohlhabend.
Sie dienen, und haben Männer, die Ihnen unterstehen. Was brauchen Sie denn zu ändern?
Nun, wenn man auch nichts ändert, kann man doch das, was man hat, verlieren.
Wer wird mir etwas wegnehmen?
Sie? Baranow?
Probieren Sie es aus, Sergej Iwanowitsch!
St. Petersburg November 1825
DIMITRI SCHEPIN-ROSTOWSKI Stabshauptmann des Moskauer Regiments
"Das Schicksal hat mich bereits verurteilt, wo, sag mir,
hat man sich ohne Opfer
die Freiheit erkauft? Ich werde sterben für mein Heimatland,
Ich fühle es, ich weiß es. Und freudig, heiliger Vater,
nehme ich mein Schicksal entgegen."
JEWGENI OBOLENSKI, Leutnant, Adjutant des Gardekorps
Herzlichen Dank, meine Herren! Lasst uns darauf anstoßen! Mein Herr!
Sergej Petrowitsch!
Fürst!
Sag Trubezkoi, wenn er sich nicht entschließen kann, werden wir es selbst tun.
PJOTR KACHOWSKI Leutnant im Ruhestand
MICHAIL BESSTUTSEV Stabshauptmann des Moskauer Regiments
- Sag ihm, wir sind bereit! - Überzeugen Sie ihn! [ungelenker Reimversuch]
Diese Sache nur deswegen beginnen, weil man euch entlarvt hat, werden wir nicht.
Sie hätten umsichtiger sein müssen. Ihre Aufgabe ist es jetzt, unterzutauchen.
Oder man sollte den südlichen Bund komplett auflösen.
- Was meinen Sie, Kondratij Fjodorowitsch? - Ich persönlich glaube Pawel Iwanowitsch nicht.
Und zwar schon lange nicht mehr. - Kondratij Fjodorowitsch!
Sie sollten wissen, dass man mit gewissen Worten nicht einfach so um sich wirft. - Erbarmen, Pawel Iwanowitsch!
Habt Erbarmen! Denken Sie nichts dergleichen!
Ich verstehe vollkommen, dass Sie nicht lügen, und nie lügen würden.
Aber Sie haben gerade den wichtigsten Punkt übersehen. Wenn wir hier in St. Petersburg
unvorbereitet loslegen, dann werden wir scheitern.
Und es wird unbedingt Verluste geben. Und was für welche. Aber hier sind Sie, Pawel Iwanowitsch!
Wir, ich und Sergej Petrowitsch, sind ein Streichholz. Es zündet alles an oder verbrennt selbst.
Nicht wahr? - Ihre Worte beleidigen vor allem Sie selbst.
Schande über jeden, der so denkt.
Ich habe die Ehre.
Eines verstehe ich nicht. Wenn alles offen liegt, warum wird dann niemand verhaftet?
Fürst! Oberst Pestel hat nur versucht, uns zu erschrecken.
Doch es sieht so aus, dass die Garde bald ein paar Worte sprechen müsste.
Wir müssen die Vorbereitungen beschleunigen. Sehr bald wird es Veränderungen geben.
Ich habe jetzt Verbindungen zu Leuten, die dem Thron nahe stehen.
Ich erhalte direkt von dort Nachrichten. Als einer der ersten.
TAGANROG 19. November 1825.
Man sagt, als Bonaparte begraben wurde,
war nicht er im Sarg.
Sondern ein Doppelgänger. Er sah ihm noch nicht einmal ähnlich.
Davon habe ich nichts erfahren, Eure Majestät.
Das ist ja gerade der Punkt. Dass niemand davon erfährt.
Bartrasur.
Licht. Mehr Licht!
Eure Majestät!
Unser Souverän, der Kaiser,
ist gestorben.
Wir müssen nun unsere wichtigste Pflicht erfüllen:
Den neuen Herrscher einschwören,
und zwar Konstantin Pawlowitsch.
Eure Exzellenz!
Man kann den russischen Thron nicht per Testament vererben.
Und unveröffentlichte Dekrete sind nur Papier. Nikolai Pawlowitsch!
Nach dem Gesetz ist Konstantin Pawlowitsch Kaiser aller russischen Landen.
Ihr älterer Bruder.
Und sollte jemand anderes wollen, dann...
...wäre das ein Usurpator. - Warum tun Sie das?
Ich werde Ihnen helfen, keinen Fehler zu begehen.
Ich bin bei Ihnen und Ihrer Familie, bis zum Tod.
Hier ist meine Hand!
- Sie haben ihn genötigt! Das hier ist nicht legal! - Das ist richtig.
Von nun an ist der Herrscher Russlands ein echter Soldat.
Ein Ritter. Und kein Brigadekommandeur, den niemand ausstehen kann.
Weder seine Untergebenen noch seine Vorgesetzten.
Der Senat wird den Eid nicht ablegen. Das verspreche ich Ihnen.
Der Senat entscheidet nicht. Sondern die Garde.
Ich habe hier... 60.000 Bajonette auf der Brust.
Und Sie?
Ich habe die Ehre.
Konstantin Pawlowitsch, dem nach Nikolai das gesamte Reich den Eid schwur,
blieb in Warschau, wo er die polnische Armee anführte. Er lehnte den russischen Thron ab,
schrieb aber keine Abdankung. Abdanken konnte seiner Meinung nach nur ein Kaiser, der er aber nie geworden ist.
Das Reich blieb führungslos.
TAGANROG
Unter den Papieren des verstorbenen Kaisers befand sich ein Bericht über die Verschwörer in der 2. Armee
Jetzt könnten sie die Aktion starten. Das Land befindet sich in völliger Unsicherheit.
- Spezialkuriere der Post zu mir! - Verstanden!
Wir dürfen nicht zögern!
Fahren Sie zur Südarmee, zu den Verschwörern, und verhaften Sie den Anführer.
- Eure Exzellenz! - Dies ist eine geheime Botschaft für Warschau.
Für seine Hoheit Konstantin Pawlowitsch!
Stellen Sie sicher, dass er sie liest! - Verstanden!
Sie fahren mit der gleichen Botschaft nach St. Petersburg und übergeben sie persönlich an Nikolai Pawlowitsch.
Verstanden!
Manchmal bringt das Leben auch angenehme Überraschungen.
Der Schöpfer vergebe mir.
Sie und ich, Sergej Iwanowitsch, haben die Bitterkeit des Opals gekostet
mit dem verstorbenen Kaiser. Jetzt ist er weg, und das neue Reich gibt uns neue Hoffnung.
Die Hoffnung wird in unseren Herzen von selbst geboren.
Und was sagt Ihnen denn Ihr Herz?
Dass mein Schicksal hier und jetzt entschieden wird, von mir abhängt.
- Jekaterina Pawlowna! - Guten Tag! - Jekaterina Pawlowna,
Ich bitte um die Hand Ihrer Tochter.
Was hat sie gesagt?
Sie gab uns ihren Segen.
Vorausgesetzt, ich kehre nach St. Petersburg zurück.
Ich werde bei dir sein!
Das verspreche ich dir!
Pawel! Pawel!
UKRAINE Linzi, Pestel's Haus
Pawel! Fährst du nach Tultschino? Gut, dass ich es noch geschafft habe.
Sie haben dich zur Verhaftung ausgeschrieben. Wenn wir nicht sofort handeln, gehen wir alle drauf!
Man hat uns verraten.
- Wer? - Hauptmann Maiboroda.
Pawel! Pawel, was ist los mit dir?
Pawel! - Warum... warum?
- Was ist los mit dir? - Nichts.
Ich habe schon die ganze Woche Schmerzen. Das ist die Gehirnerschütterung. Das geht gleich wieder weg.
Wir haben noch ein paar Tage Zeit. Wir werden allen Bescheid sagen. Wir warnen Murawjow.
Wir versammeln so viele Einheiten wie möglich. Wir ergreifen den Generalstab. Los geht's!
Ich habe euch zum Sieg geführt, nicht zur Schlachtung. Wir haben es nicht geschafft.
Pawel, warte! Es muss etwas geben, was wir tun können.
Ja, ja, natürlich. Ich gehe nach Tultschino und stelle mich.
Wir konnten nicht mit Ehre gewinnen, also müssen wir darüber nachdenken, wie wir mit Nutzen verlieren können.
Aber wenn du dich ergibst...
...dann werden wir alle sterben!
Wer hat dir das Recht gegeben, für alle zu entscheiden?
Warum bist du hier, wenn ich nicht das Recht habe, für alle zu entscheiden?
So ist es sogar noch besser. Am Ende wirst du es verstehen.
Wir haben keinen einzigen Tropfen ihres miesen Blutes vergossen.
Und selbst wenn sie uns hinrichten, sind wir Märtyrer für die Freiheit unseres Landes.
Wir sind die ersten Opfer des großen Krieges.
Und das bedeutet, der Krieg hat begonnen.
Herzlichen Glückwunsch!
Brief aus Taganrog von Baron Dibitsch, dem Kriegsminister.
Hier ist das Testament des verstorbenen Kaisers. Bringen Sie das zum Senat.
Und beruft den Rat ein. - Es ist untersagt, etwas von hier mitzunehmen!
- Komm schon, trink aus! - Varenka, meine Tochter! Ich kann nicht mehr. - Trink!
- Es ist so schwer, mein Mädchen! - Trink! - Ich will aber nicht!
- Das macht dich aber gesund! - Kondratij, trink! Für Varenka ist Schlafenszeit!
Mordvinov ist gekommen. - Wie? Er ist hier?
Seine Majestät Kaiser Konstantin Pawlowitsch wird sich der Sache befassen,
wenn er dünkt persönlich aus Warschau einzutreffen.
Papiere, bitte!
Konstantin Pawlowitsch wird nicht kommen.
Und er ist... nicht der Souverän. - Nikolai Pawlowitsch!
Morgen früh wird sich Nikolai Pawlowitsch im Senat zum Kaiser erklären.
- Und was ist mit Konstantin? - Was soll mit ihm sein?
- Ist er am Leben? - Ja, natürlich!
Beruhigen Sie sich, alles ist in Ordnung! Er hat abgedankt.
Und haben Sie es nicht eilig, Ihren Eid zu brechen.
Ich habe die Ehre!
Es gibt eine Verschwörung in diesem Land.
Ich weiss, dass sich junge Offiziere hier in Ihrem Haus versammeln,
die dem Schicksal ihres Landes nicht gleichgültig gegenüberstehen. Ist das so?
- Ich verstehe nicht, wovon Sie sprechen. - Lass Sie es! Sie verstehen alles.
Mit der Erlaubnis des verstorbenen Monarchen hat man Ihnen sogar zu träumen erlaubt.
Eine Verschwörung gegen die Grundlagen des Staates.
Eine Verschwörung mit dem Ziel der Ermordung der Zarenfamilie.
Meiner Mutter.
Meiner Kinder. Meiner Frau.
Befehlen Sie uns etwa, das einfach abzuwarten?
Wir müssen uns gegenseitig helfen, umso mehr, als es Kräfte gibt,
die nicht wollen, dass der junge Kaiser gekrönt wird. Er braucht unsere Unterstützung.
Verstehen Sie das?
Davon habe ich keine Kenntnis. Aber wir haben ausreichend Kräfte, um jegliche Attentate zu verhindern.
Wie wollen Sie uns denn schützen?
Vor dem, wovon Sie nichts wissen?
Dibitsch, in Taganrog, zum Beispiel, weiß es.
Ja. Und Sie haben die Garde, die Polizei, die Gendarmerie und Sie...
...wissen es nicht.
Petersburg ist voll von Verschwörern.
Vielleicht... wissen Sie sogar sehr viel?
Ja, Nikolai Semjonowitsch. Das hätte ich nie gedacht,
dass Sie so sehr an die Monarchie glauben. - Ich glaube an das Gesetz.
- Ach was? - Ich sehe ein Fundament, auf dem alles aufgebaut
und Bestand haben kann.
Ich bitte Sie, verstehen Sie doch! Die Zukunft...
...entscheidet sich jetzt.
Das verstehe ich schon.
Die Zukunft wird jetzt entschieden!
Werden Sie gesund.
Schon drei Wochen lang haben wir in unserem Land dank Ihnen keine herrschende Macht.
Ich werde sie wiederherstellen!
Ich bin der Souverän, Kaiser aller Russen!
- Gleich... - Meine Herren! Warum kommen Sie nicht hoch? - Fürst! Es ist ein Notfall!
Bitte! Der morgige Tag ist für die Krönung vorgesehen, aber es fehlt eine schriftliche Abdankung.
Sie sind schwach wie nie zuvor! Wir dürfen diese Chance nicht vergehen lassen.
Wir müssen schnell agieren. - Wissen Sie, wer den Eid ablegen wird?
- Nikolai, während Konstantin noch lebt! - Jetzt ist es an der Zeit zuzuschlagen!
Russland wird erst in 100 Jahren wieder eine solche Chance bekommen, Fürst!
- Sie müssen die Revolution anführen! - Sie sind unser Verhandlungsführer!
Morgens gehe ich zum Palast und erschieße Nikolai.
Wenn Blut vergossen wird, gewinnt niemand.
Serjosha!
Was stehen die da rum? Kommen Sie in den Salon, meine Herren! - Jekaterina Iwanowna
Guten Abend! Bitte entschuldigen Sie mich sehr großzügig! Wir wechseln nur ein paar Worte miteinander.
Ich komme gleich, geh ruhig wieder rein!
Morgen führt ihr die Streitkräfte zum Senat, bevor sie den Eid schwören.
Geht in die Kaserne und überzeugt die Soldaten, zu ihrem früheren Schwur auf Konstantin zu halten.
Versprechen Sie ihnen, dass die Dauer des Militärdienstes verkürzt wird,
eine Gehaltserhöhung. Gar das Himmelsreich. Aber führt sie alle heraus!
Dann fangen wir also an, Fürst?
- Ich erscheine auf dem Platz und gebe selbst die Anweisungen. - Wunderbar!
- Tun Sie nichts ohne mich. - Ja, natürlich!
Gustav Iwanowitsch, kommen Sie herein!
- Gustav Iwanowitsch! - Sagen Sie mir, ist Oberst Pestel ein Freund von Ihnen?
- Ja. Warum fragen Sie? - Er wurde verhaftet.
Ich möchte wissen, ob ich das auch erwarten muss.
- Haben Sie Angst, verhaftet zu werden? - Schluss damit!
Sofort aufhören!
Ja... Setzen Sie sich doch.
Sergej Iwanowitsch! Falls Sie verhaftet werden,
leugnen Sie alles.
Ich beschreibe Sie als einen eidestabilen, vertrauenswürdigen Offizier.
Ich bitte Sie, nein ich verlange, dass Sie alle Tätigkeiten,
die nicht in den Vorschriften vorgesehen sind, einstellen.
Sergej Iwanowitsch! Geben Sie mir Ihr Wort!
14. Dezember
- Was machst du denn da? - Väterchen! Ich komme mit!
- Mein kleines Mädchen! - Du wirst noch krank.
- Ich werde bald zurück sein. Ich bin bald wieder da. - Dein Hals, Kondratij. Ich hole dir einen Schal.
Lass es, es ist nutzlos. Liebling, lass es. Auf Wiedersehen. Ja, auf Wiedersehen.
Ich gehe zur Kaserne des Moskauer Regiments!
Gute Gesundheit, Gardisten!
Kraft und Gesundheit, Eure Kaiserliche Majestät!
Das Preobraschenski-Regiment ist ebenfalls vereidigt, Eure Majestät!
Der Senat ist vereidigt, Eure Majestät!
Alles ist gut.
Bleiben Sie liegen, mein Herr.
Der Generalmajor ist ein Schwurbrecher!
Konstantin Pawlowitsch, der Kaiser, liebt euch, das Moskauer Regiment!
Er verkürzt die Dienstzeit auf 15 Jahre! Hurra!
In Formation stellen!
- Bruder! - Bruder! - In Formation stellen!
Bestuzhew!
Schnell, bevor der Senat den Eid schwört!
Das Moskauer Regiment ist in voller Stärke. Die Rebellen gehen zum Senat.
Ich habe mit eigenen Augen gesehen, dass die Soldaten des Moskauer Regiments sich an ihre früheren Schwüre,
die sie Konstantin gegeben hatten, halten.
Man nennt Sie, verzeihen Sie mir, Eure Majestät, einen Usurpator.
- Haben wir Gardeeinheiten rund um den Palast? - Nein, Majestät!
Nur die Palastwache.
- Eure Majestät! Erlauben Sie mir zu sprechen. - Sprechen Sie, Oberst.
Geben Sie den Befehl, und ich werde zum Senat gehen und die nicht vereidigten Regimenter
aus der Stadt herausführen, damit der erste Tag Ihrer Herrschaft nicht in Chaos getaucht ist.
Und wie kommen Sie darauf, dass man gerade auf Sie hören wird?
Man kennt mich. Und ich werde sie mit dem locken, was sie sich wünschen.
Sie wünschen sich, dass ich abtrete.
Ist die Kavalleriegarde vereidigt? - Das sind sie, Eure Majestät!
- Fahren Sie zur Kaserne und sagen Sie ihnen, dass sie sich zum Senat begeben sollen! - Jawohl!
Pferde!
Bleiben Sie, wir könnten Sie brauchen.
Habt ihr mein Manifest gelesen?
Als Kette aufstellen! Gerader ausrichten!
Hierhin stellen! Niemanden durch die Kette lassen!
Gegenwehr leistende erschießen!
Worauf warten wir noch? Ergreifen wir den Senat und zwingen die Senatoren, die Verfassung zu unterschreiben!
Wir halten uns an den Plan. Ich sehe nach Trubezkoi!
- Es lebe Konstantin! - Es lebe die Verfassung! - Hurra! Hurra! Hurra!
Mit der Gnade Gottes verkünden wir, Nicholas I,
Kaiser und Herrscher über alle Russen, und so weiter, und so weiter,
allen unseren treuen Untertanen,
untröstlich und gedemütigt vor dem geheimnisvollen Willen des Allerhöchsten,
Eure Majestät! Die Soldaten auf dem Platz werden durch Ihre Lektüre nicht abziehen.
Sie haben das Recht, dies zu ignorieren. Aber nur... - Ich denke, Sie sind ein Soldat,
Generalgouverneur!
Schaffen Sie Ordnung!
Wir sind untröstlich, gedemütigt vor dem geheimnisvollen Willen des Allerhöchsten.
Alles ist fertig. Ich kann sie kaum noch halten. Nur noch ein Schritt bis zum Sieg!
Es geht nicht um die Menge, es geht um den Willen. Sie warten auf Sie, Fürst! Sie warten!
Schicken Sie sofort die Kuriere aus, um die noch nicht vereidigten Truppen alle zu versammeln.
Die Garde, das finnische Regiment und bringen Sie die Grenadiere hierher, zu mir!
Will er mir nicht zuhören, dann zwinge ich ihn eben.
Gute Gesundheit, Gardisten!
- Er ist für Nikolai. - Nein, nein! Es ist für Konstantin.
Warum schweigt ihr? Erkennt ihr micht nicht?
Dieses Schwert wurde mir von Kronprinz Konstantin geschenkt.
Hier steht "Für meinen Freund Miloradowitsch". Er ist mir ein Freund.
Und ich wünschte nichts eher, als ihn meinen Souverän nennen zu können.
Aber er hat abgedankt.
Habt ihr das gehört? Abgedankt.
Von nun an ist unser Herrscher: Nikolai Pawlowitsch!
Wir sind alle zusammen Bedienstete. Und unsere Pflicht ist es, dem Kaiser Russlands zu dienen.
Ich bitte euch, ich flehe euch an! Meine Brüder! Kommt zu euren Sinnen!
Kehrt in die Kaserne zurück und ich verspreche euch,
euch allen, hört ihr? Ich werde euch alle bei der Hand zum Herrscher führen!
Und er wird euch vergeben! Ich schwöre, ich werde euch nicht im Stich lassen!
Gehen Sie bitte weg und lassen Sie die Soldaten in Ruhe!
Strammstehen!
Links ab! Mir nach!
Zur Kaserne! Vorwärts, Marsch!
Meine Kinder! Denkt an eure Seelen!
Hurra, Konstantin!
Ich sagte: Es lebe Konstantin! Seid ihr etwa taub?
Bestuzhew!
Ich bin gekommen, um Bescheid zu geben, dass unsere Sache bereits im Gange ist, und wir nun aufbrechen müssen. - Nein!
Die Sache ist zu Ende!
Sergej! Wir sind aufgeflogen. Pestel ist verhaftet, in Petersburg eine reine Katastrophe.
Wir trinken jetzt Champagner und erschießen uns.
Wage es nicht! Hör mir zu! Wir haben nur noch sehr wenig Zeit: wir müssen aufbrechen,
Kiew umgehen und auf die Straße nach Rzhev kommen. In einem Monat sind wir in der Hauptstadt.
Nikolai hat seine Macht bisher nur in St. Petersburg gefestigt.
Geh zu deinen Offizieren. Sag ihnen, dass es begonnen hat.
Dass das Tschernigowsker Regiment nun aufersteht. - Ja. Gut.
Ich bin bereit.
- Was soll ich den Soldaten sagen, wohin wir gehen? - Motowilowka.
Wo ich mit den Leuten aus Tschernigow hingehen werde. Mein Bruder Artamon kommt auch dorthin.
Mit den Husaren von Ahtirski.
Wenn dies gelingt, wird es zu einem Bruderkrieg kommen.
Weißt du, was schlimmer als ein Bruderkrieg ist? Einen solchen Krieg zu verlieren.
Viktoria (der Sieg) ist jetzt unser Gott.
Oberstleutnant Gebel verhaften! - Ihr Schwert! - Nun... nun...
- Gut. Sehr gut, meine Herren. Sehr gut. - Gustav Iwanowitsch, Ihr Degen! - Ja, ja, ja.
- Gustav Iwanowitsch, das Schwert! - Nehmt ihm die Waffe weg! - Hauptmann Schepilo...
...gehen Sie mir aus dem Weg! - Gustav Iwanowitsch! - Was machen Sie denn da?
Gustav Iwanowitsch! Gustav Iwanowitsch!
Na dann ist das...
...Verrat! - Gustav Iwanowitsch!
- Verrat! - Gustav Iwanowitsch, bitte! Ich flehe Sie an!
Bitte! Was machen Sie da?
- Halt, Eure Exzellenz! - Aus dem Weg! Aus dem Weg, aus dem Weg!
Wegtreten, sagte ich!
Was?
Her damit!
Aufhören! Aufhören!
Lass das! Aufhören! Hört auf! Das Schwert in die Scheide!
Warum führen Sie die Befehle des Kaisers nicht aus? Herr General!
Auf dem Platz sind nunmal keine Türken...
Und auch keine Franzosen. - Sie haben Nicholas den Eid geschworen!
Die Kavalleriesoldaten essen gerade zu Mittag.
Willst wohl ein Verräter sein, Orlov?
General!
Einen Arzt! Holt einen Arzt, schnell!
- Eure Exzellenz! - Euer Exzellenz! - Hol' einen Arzt!
Wie? Wie ist das passiert?
Versammelt euch!
Ey, du, Selbsternannter!
Ruhigen Schritts,
Marsch!
Es lebe Konstantin!
Es lebe Nikolai!
- Es lebe Konstantin! - Es lebe Nikolai!
Es lebe Konstantin!
Es lebe Konstantin!
Nikolai ist hier. Stell dich zum Angriff auf!
Worauf warten wir noch? Da ist Nikolai. Wir schnappen ihn und alles ist vorbei.
Nein, mein Freund! Wir sind immer noch zu wenige.
Wir warten auf Trubezkoi, er bringt die Grenadiere hinzu.
Gott ist mit uns! Hurra!
Eure Majestät! Die Marinesoldaten bereiten sich auf den Angriff vor.
Eure Majestät! Ihr solltet besser gehen!
Sagen Sie Orlov, dass er den Angriff beginnen kann.
Zerstreuen. Zerstreuen Sie die Rebellen. Und bringen Sie die Artillerie her! - Verstanden!
- Es lebe die Verfassung! - Hurra!
- Es lebe Konstantin! - Hurra!
Zum Angriff blasen!
- Feuer freigeben! - Feuer freigeben. Kugeln! Laden!
Bereithalten!
Zielt auf die Pferde!
Feuer!
Feuer!
Rückzug!
Rückzug!
Links um!
Anlegen!
- Feuer einstellen! - Feuer einstellen!
Hurra, Brüder und Schwestern! Sieg!
Wir werden siegen!
- Eure Exzellenz! - Was wollen Sie von mir, Oberst?
Ich würde gerne wissen, warum Sie den Verräter Murawjow immer noch nicht aufgehalten haben.
Und nach den Ereignissen in der Hauptstadt sehen auch einige allzu eindrückliche Menschen
sie fast als Helden an.
Sie fügten Oberstleutnant Gebel vierzehn Wunden zu. Vierzehn.
Es stellt sich heraus, dass sie keine Helden sind.
Es stellt sich heraus, dass sie Banditen und Mörder sind.
Nun wissen wir also, dass das Blut der unseren im neuen Reich kostbar ist.
Ich bitte Sie!
Löschen Sie das Feuer, bis es nicht alles erfasst!
Fürst!
Es wird auch Euch verbrennen.
MOTOWILOWKA Kiewer Gouvernement
Soldaten zum Wachposten! Wir bleiben die Nacht über hier.
Brüder, schnellen Schritts! Schneller, schneller!
Verteilt euch nicht! Wo wollt ihr hin? Halt! Halt! Halt, sagte ich!
Grenadiere!
Schnell, Beeilung. Ich hole euch auf.
Herr Oberst! Wie, Sie wollen gegen Ihren eigenen Kaiser vorgehen?
Die Garde ist gegen den Zaren! Selbst ihm treue Einheiten laufen zu uns über, sobald es dunkel wird.
Überreden Sie ihn, die Macht an Sie und den Senat zu übergeben
und wir werden alles verändern! Dies ist unser Traum!
Glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich spreche: Er stirbt eher, als dass er abdankt.
Was werden Sie tun? Ihn töten?
Seine Familie? Seine Kinder töten?
Dort... sterben Menschen.
Dort schießen Russen auf Russen! Daraus entsteht noch ein Krieg!
Ein sinnloser Krieg in unserem Vaterland.
Einen Krieg wird es nicht geben, Nikolai Semjonowitsch. Wir haben bereits gewonnen.
Fürst! Sie haben die Wahl!
Entweder Sie ziehen Ihre Soldaten vom Platz ab, oder alles wird in Blut getränkt werden.
Entscheiden Sie sich, Fürst!
Sagen Sie ihm, dass ich jetzt noch bereit bin, mit ihm zu verhandeln.
Aber in einer Stunde wird er niemandem mehr nutzen... Auch Ihnen nicht, Graf!
Meine Herren! Die Grenadiere! Gott ist mit uns!
Eure Majestät! Wir wissen nicht, auf welcher Seite sie stehen! Das ist gefährlich!
Nikolai Pawlowitsch!
Folgt dem Kaiser!
Halt! Halt, Grenadiere!
- Wir kämpfen für Konstantin! - Hurra!
Na wenn das so ist...
...dann gehen Sie eben!
- Für die Verfassung! - Hurra!
- Habt ihr noch Patronen für uns? - Der Sieg ist unser, Männer! Für Konstantin!
Es lebe Konstantin!
- Hier aufstellen! - Hurra! Hurra! Hurra! Hurra!
Ich habe gerade Seine Majestät getroffen.
Warum hast du ihn nicht umgebracht?
Wo ist Trubezkoi?
In Ordnung, ich werde ihn holen! Stelle deine Männer auf!
Aufstellen!
Wo ist dein Regiment, Ataman?
- Mein Regiment steht auf dem Weg nach Trilesov. - Wunderbar.
Eine Stunde auf dem Pferd von uns weg. - Uns ist eine Artillerie-Batterie angegliedert.
Wir haben den Befehl, euch ohne ein Wort zu töten.
Und? Wirst du den Befehl befolgen?
Ziehe ab! Durch Beloe Zerkov. Da ist niemand.
Weisst du, warum du hierher gekommen bist?
Du schämst dich! Dafür, dass du nicht mit uns gehen willst.
Denk doch, was du willst! Ich bin hier, um dir zu helfen.
Alarm! Alarm! Feuer! Alarm!
Was soll das? Hört auf damit!
Herr Oberst! Sie sagen, dass es unsere Leute waren, die den Brand gesetzt haben.
Sergej Alexejewitsch, da...
...brennt die Taverne.
Was habt ihr euch dabei gedacht?
Schluss damit! Aufhören!
Zur Seite! Macht Platz!
Aus dem Weg!
Was ist passiert? Aufhören!
Mit welchem Recht haben Sie die Uniform eines Offiziers angelegt?
Uniform ausziehen, Grenadier Baranow!
Major Baranow.
Ich war ein Major und bin immer noch ein Major. Und Sie?
- Sie wollen mir also widersprechen?! - Gott bewahre, Sergej Iwanowitsch!
Acht Jahre lang habe ich hiervon geträumt.
Acht Jahre.
Nein. Nicht wie Sie. Ich meine nicht die Verfassung und die Reformen.
Sondern, dass ich mir meinen Rang zurückholen und mich rächen kann. Das habe ich mir sehr gewünscht.
Und dafür bin ich Ihnen jetzt dankbar.
Wenn es sein muss, sterbe ich für Sie.
Morgen sterben wir alle oder wir gewinnen.
Beruhigen Sie die Soldaten! Morgen früh brechen wir auf.
Achtung!
Anna!
Tscherbatov hat dir dieses Reisedokument erstellt. Er sagte, es sei die einzige Sache, die er für dich tun könne.
Das hättest du doch nicht bringen müssen.
- Hätte ich nicht, nein. - Ich wünschte, du wärest morgen gekommen.
- Morgen? - Morgen siegen wir.
- Wer sind "wir"? - Der Bund der Errettung. So nennen wir uns selbst.
Wir müssen genau deshalb unbedingt siegen, damit alle ehrlichen Menschen wissen und sehen,
dass sie nicht allein sind. Dass es viele von uns gibt. Dass wir stark sind.
Andernfalls leben wir in einem schrecklichen Märchen.
Und warten nur darauf, zu sehen, wen der Menschenfresser als nächstes holt. - Serjosha!
Ich war bei Gebel.
Morgen wird sich alles ändern.
Alle lieben dich.
Als ich ging, ließen sie mich überall durch. Weil ich deine Braut bin.
Sie haben sich sogar verbeugt.
Ich bin zu dir gekommen,
aber du bist nicht hier.
Meine Herren, Kanonen!
Der Batallion des Preobraschenski-Regiments steht zu Ihrer Verfügung!
- Es sieht so aus, als würde es keine Scheinangriffe mehr geben. - Meine Herren! Lassen Sie uns der Wahrheit ins Auge sehen.
Wir sind umzingelt. Lassen Sie uns einen Verhandlungsführer aus unserer Mitte wählen und mit den Verhandlungen beginnen.
Was für Verhandlungen? Wir haben gerade auf sie geschossen.
Lass uns zu den Soldaten gehen. Wir warten, bis es dunkel wird. Los geht's!
Ich verlange. Nein! Ich flehe Euch an, Fürst! Gehen wir! Sie warten auf Euer Wort.
Auf Ihre Ruhmestaten. Auf geht's, verdammt noch mal! - Sie wollen mein Wort?
Hier ist es. Ich bin Ihnen dankbar.
Sie haben das Unmögliche geschafft. Auf dem Platz stehen die besten Garderegimenter,
Scharen von Schaulustigen. - Was hat dieses Gerede zu bedeuten, Fürst? - Hören Sie zu!
Sie sind der Schild, hinter dem die Zukunft Russlands geboren wird.
Warten Sie, bis es dunkel ist, es wird nicht mehr lange dauern. Dieser starrköpfige Mann glaubt, dass er euch umzingelt hat,
doch dabei hat er sich nur selbst in die Falle gestellt. Endlich wird er verstehen, was jeder schon längst verstanden hat.
Er muss abdanken. Und verhandeln.
Nikolai ist weniger als eine Schusslänge von uns entfernt. Ein guter Schuss und er wird mit niemandem verhandeln.
Auf geht's, kommt schon! Los geht's! - Verehrter Schriftsteller!
Gehen Sie nach Hause und behandeln Sie Ihre Erkältung. Das hier ist nichts für Sie.
Sie sind ein Feigling!
Sie sind ein Narr, Kondratij Fjodorowitsch! Aber trotzdem danke.
Ich bin ein Narr. Und Sie sind viel zu klug und umsichtig, Fürst!
Narren verändern die Welt. Napoleon ist ein Narr.
Brutus war ein Narr. Christus war ein Narr. Geht auf den Platz und werdet zum Narren!
Wenigstens einmal im Leben! - Geht nach Hause! Sie stören!
Seien Sie verdammt!
Eure Majestät! Die Rebellen sind umzingelt. Gebt den Befehl zum Feuern.
Eure Majestät! Ist es das, was Sie sich wünschen?
Wollen Sie, dass Ihre Herrschaft damit beginnt?
Grausamkeiten werden mir verziehen.
Schwäche wird nie verziehen werden. - Barmherzigkeit ist keine Schwäche.
Sondern das Recht des Stärkeren.
Sagen Sie ihnen, dass sie abziehen können.
Und:
Dass ich ihre Namen nicht wissen will.
Soldaten! Der Kaiser hofft, dass ihr zur Vernunft kommen werdet.
Der Monarch will eure Namen nicht wissen.
Hast du uns etwa die Verfassung mitgebracht?
Ich bin nicht hier, um zu verhandeln. Ich biete Ihnen Gnade an.
Eure Majestät! Lasst mich den Befehl geben!
Lasst mich der Schuldige an dieser Bluttat sein!
Alles Blut wird für immer an mir kleben.
Laden!
Wir sind die Garde! Gott, Recht und Gerechtigkeit sind mit uns. - Haltet Stand! - Sie wagen nicht, zu schießen.
- Sie wagen es nicht, zu schießen! - Wir werden siegen!
Feuer!
Feuer!
Befehl ausführen!
Nachladen!
Feuer!
Gott helfe uns!
Stehen bleiben!
Mir nach!
Halt! Halt!
Bleiben Sie, wo Sie sind! Haltet sie auf! Wir erobern den Senat!
Halt! Stehen bleiben, Soldat!
Halt! Trommel zur Versammlung!
Wir gehen zur Peter und Paul Festung! Dort schnappen wir uns die Waffen im Zeughaus!
Banner!
Sie formieren sich auf dem Eis, um die Festung einzunehmen.
Schießen Sie!
Aber nicht auf die Menschen. Brechen Sie das Eis!
Verstanden! Vorwärts!
Die Geschütze über den Platz bringen!
Geschütz! Vorwärts!
Aufhören! Brüder! Lasst uns zur Festung gehen!
Dort schnappen wir uns Waffen und Geschütze! - Es lebe Konstantin!
Es lebe die Verfassung!
Haltet die Stellung!
Mir nach!
Kondratij! Kondratij!
Hilfe!
Keine Panik!
Weshalb bin ich hier?
Ich habe hier...
...eine sehr heikle Angelegenheit mit Ihnen zu besprechen.
Sagen Sie mir, warum haben Sie das getan?
Warum?
Ich habe Ihnen vorgeschlagen, dass wir unser Ziel friedlich erreichen.
- Ich habe gewonnen, Nikolai Semjonowitsch. - Wie bitte?
Ich habe Russland für immer verändert.
Aber Freiheit kann nicht ohne Opfer erreicht werden. Ist das nicht so?
Nicht nur das Leben der Soldaten und Offiziere haben Sie geopfert. Sondern auch das ihrer eigenen Familie.
Weil es Ihnen gefallen hat, haben Sie sie dort auf dem Platz getrieben.
Und was jetzt? Wie werden sie ohne Sie existieren?
Ohne ein Dach über dem Kopf? Ohne Einkommen? Mit Ihrem Nachnamen oben drauf?
Haben Sie daran gedacht oder nicht?
Seien Sie beruhigt!
Ich werde Sie bei den Verhören nicht erwähnen. Und wissen Sie, warum?
Ich will keinen Helden aus Ihnen machen.
Bleiben Sie ein Träumer. Wie viel Leben haben Sie noch übrig?
Beneiden Sie mich! - Das reicht. Schluss.
So!
Ich verspreche, mich um Ihre Familie zu kümmern.
Doch Ihnen helfen...
...kann ich nicht. Und will es auch nicht.
3. JANUAR 1826.
Sie wissen, dass Napoleon nach Elba mit tausend Mann nach Paris zog.
Ja. Und wir haben jetzt ungefähr genau so viele.
Das ist doch ein Zeichen Gottes, oder?
- Regiment halt! - Regiment halt!
Kompanieführer, zu mir!
Es hat begonnen.
- Erlauben Sie mir, mit ihm zu verhandeln. - Wir haben mit Banditen nichts zu verhandeln.
- Eure Exzellenz! - Ich führe den Befehl aus. Das rate ich auch Ihnen.
Führen Sie den Befehl aus, bevor man Ihnen eine Beschwerde anhängt.
Es gibt vielleicht noch eine Chance. Lasst uns so tun, als ob wir uns ergeben.
Wir gehen näher ran und dann in den Nahkampf!
Hier ist die Grenze. Wenn wir sie überschreiten, beginnt der Krieg.
Bringt den Banner zu mir!
- Herr Oberst! Wovon reden Sie? - Bleiben Sie bei Ihren Soldaten! Bleibt bei ihnen!
Ich kann sie überzeugen, sich uns anzuschließen.
Serjosha!
Serjosha!
- Macht euch bereit! - Herr Major! - Sie haben den Befehl des Regimentskommandeurs gehört!
Wollen Sie, dass sie ihn einfach töten?
- Linke Schulter vorwärts! - Linke Schulter vorwärts! Los!
Schießen Sie!
Man nennt dich den Hauptschuldigen und Verhandlungsführer. Gibst du das zu?
- Ich gestehe. - Warum bist du dann nicht zu deinen Leuten gegangen?
Hast es dir doch noch anders überlegt? Oder warst du zu feige?
Ich wollte kein Blutvergießen.
Warum hast du dann Soldaten auf den Platz gebracht?
Ich dachte, das sei der Sinn meines Lebens,
die russische Führung vor ihre Untertanen zu stellen, und zur Diskussion zu zwingen.
Doch Sie... wollten uns nicht hören.
Du bist doch ein kluger Mann.
Wenn man einen Sourverän mit Gewalt zu etwas zwingen kann, was ist er dann für ein Souverän?
Vielleicht wollte ich Ihnen ja zuhören. Doch nun ist das unmöglich.
Nach dem, was passiert ist.
Wenn ich dann, nachdem ich Sie traf, zu den Truppen gegangen wäre,
und sie zum Palast geführt hätte...
Hätten wir dann reden können?
Das wars. Abtreten!
Müde?
- Ja. - Hast du Mitleid mit ihm?
Werden sie hingerichtet?
Sergej Iwanowitsch! Sergej Iwanowitsch! Du lebst! Du lebst!
Gut! Gut!
- Guten Tag, Semjonowianer! - Gesundheit und Kraft, Eure Kaiserliche Majestät!
Eure Majestät!
- Sieg, meine Herren! - Viktoria!
Hurra!
Am 13. Juli 1826 wurden Pawel Pestel,
Sergej Murawjow-Apostol, Kondratij Rilejew, Michail Bestuzhew-Ryumin,
und Pjotr Kachowski hingerichtet. Die drei, deren Galgenstricke rissen,
wurden erneut gehängt. Ihre Grabstätten sind unbekannt.
Sergej Trubezkoi hatte man die Todesstrafe zum lebenslangen Straflager umgewandelt. Im Jahr 1856 erhielt er eine Amnestie
und seine adeligen Rechte wurden wiederhergestellt. Drei Jahre später starb er in Moskau.
Nikolai I starb im Alter von 58 Jahren an einer Lungenentzündung.
Die fünf Dezembristen waren die Einzigen, die während seiner 30-jährigen Regierungszeit hingerichtet wurden.
Sein Sohn und Erbe Alexander II. führte die Reformen durch, die Alexander I. nicht beginnen konnte.
Er befreite die Leibeigenen und gestaltete Armee und Justizwesen um.
Am 1. März 1881 wurde er von Terroristen ermordet.
Ins Deutsche übersetzt von C.F.
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