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Meine Herren:
Dies ist eine Leiche
Traditionsgemäß glauben Studenten, dem Tod mit Humor zu begegnen
würde vieles erleichtern.
Das ist nicht so.
Über den Tod im Abstrakten mag es gute Witze geben, ich habe noch keinen gehört.
Aber der Tod an sich,
bitte glauben Sie mir, hat nichts Heiteres.
Ich bin schon über fünfundzwanzig Jahre Pathologe,
aber ich habe bis jetzt noch nie über ihn lachen können.
Das mag für einige von Ihnen unerfreulich sein
und für ein paar vielleicht unerträglich.
Sie müssen sich darüber klar sein, dass dies vor sieben Stunden noch eine lebende Seele war
die in einem Hause wohnte, das der fähigste Baumeister aller Zeiten konstruiert hat.
Das werden Sie jetzt zerstören.
Und wenn sie das tun,
dann erleichtern Sie es sich als Arzt und Heiler unendlich,
wenn Sie es in Ehrfurcht und mit Liebe tun.
Heute ist es unsere Aufgabe, die Todesursache festzustellen.
Wir folgen der Methode Rokitanskys und entfernen die Eingeweide unversehrt.
Zuerst kommt der kreuzförmige Einschnitt vom Rippenwinkel bis zur Schamfuge,
und dann der zweite Schnitt querverlaufend.
Sehen Sie? So!
"Noch vor sieben Stunden war das eine lebende Seele".
Mein Entschluss steht fest: ich lasse mich nicht sezieren.
Machst Du Witze? Vielleicht sterbe ich gar nicht erst!
Dieser Aarons macht aber auch eine große Show daraus, oder?
Ja, aber niemand lacht.
Schon gut. Ich war eben nervös.
Ist schon okay. Ist du mit uns, Marsh?
Leider nicht. Ich muss das Labor aufräumen.
Wir kennen Schwestern, wir könnten dir auch eine besorgen.
Hübsch? Wen interessiert's! Die leben jedenfalls!
Ich warte lieber, bis mir die richtige über den Weg läuft.
Bis später zuhause, Al. Auf Wiedersehen, Brundage.
Es muss hart sein, mit beiden Mayo-Brüdern zusammenzuleben.
Luke ist in Ordnung. Das Labor macht er sauber, damit er was zu essen hat.
Ja, aber trotzdem, irgend etwas stimmt nicht mit ihm. So lebt keiner von uns.
Er will eben Arzt werden.
Was wollen wir den werden? Anstreicher?
Aber er will es mehr. Viel mehr als wir alle.
Wie geht's, Kristina?
Meine Füße tun weh.
Lange Operation?
Schwierige Schilddrüsenresektion. Hat vier Stunden gedauert.
Oh, das ist doch nicht lang.
Letzte Woche hatten wir eine Bauchoperation, die dauerte über sechs Stunden.
Wir mussten sogar den Assistenzarzt austauschen, weil er...
Ist das alles, was Sie essen?
Oh, ich habe keinen großen Hunger.
Sie sollten essen!
Bei Ihrer Größe brauchen Sie das doch. Ich hab' einfach keinen Appetit.
Hier, bitte, essen Sie das. Nein danke, Kris, wirklich, Ich mag nicht essen.
Ich habe Sie heute morgen da oben gesucht.
Ist das wahr?
Ja, ich wollte Sie um etwas bitten...
Lettering soll doch am Montag eine Laminectomie machen.
Wäre es möglich, dass Alfred und ich dabei zusehen?
Nun, eigentlich darf ich das nicht zulassen.
Miss Hedwigson zum Operationssaal B bitte!
Das wird schon klappen am Montag. Ich sorge dafür. Danke, Kristina.
Na schön. Also was hast du erlebt?
Nichts. Nichts? Ein Tiger wie du?
Das reizende Kind ist leider nicht ganz normal.
Sie hängt wie besessen an ihrer Jungfräulichkeit.
Du meinst, sie hat dich abblitzen lassen?
Ich glaube, sie hat 'ne Schilddrüsen-Unterfunktion.
Da schwimmen noch viele andere Fische im Meer.
Schon, aber für diesen Fisch habe ich achtzehn Dollar in einem Nachtclub ausgegeben.
Was ist das?
Todd und Sanford- "Laboratoriums-Untersuchungen".
Ach ja. Ich hab' mir von Brundage eine Zusammenfassung gekauft, die kann ich dir leihen.
Du kannst nichts über Bluttests aus einer Zusammenfassung lernen, Al.
Und wenn du nicht aufpasst, werfen sie dich raus.
Ja, Vater.
Oh - hast du wieder Geldsorgen, Luke?
Wieso? Von der Verwaltung.
Worum geht's?
Ärger.
Ich muss mit meinem Vater reden.
Was hast du damit gemacht?
Luke, Ich...Was hast du mit dem Geld gemacht?
Lass mich erklären...Ist noch etwas da oder hast du alles genommen?
Das war das Geld meiner Mutter!
Das hat sie für mein Studium gespart!
Bitte, Luke - bitte sei doch nicht so...
Du - Säufer!
Ich weiß, was ich bin.
Ja, ich hab' dein Geld genommen
Aber ich bin nicht bloß ein alter Mann, den du hier allein gelassen hast.
Ich bin ein Mensch - ein lebendes Wesen.
Das hat deine Mutter nie begriffen - und du verstehst es auch nicht.
Du wirst es nicht schaffen, Luke.
Du willst Arzt werden.
Schon als kleiner Junge bist du ihnen nachgelaufen,
bloß um ihre Tasche zu tragen.
Es tut mir Leid für dich.
Ich glaube nicht, dass du es jemals schaffen wirst.
Dir fehlt etwas Wichtiges, Luke.
Es reicht nicht, klug zu sein,
man braucht auch ein Herz.
und Ihre Arbeiten über den Stoffwechsel möchte ich bitte
morgen früh auf meinem Schreibtisch haben.
Das wäre für heute alles, meine Herren.
Du, Al.
Ja. Erinnerst du dich an die Dias? Ich hätte sie gern zurück.
Ich mach sie sauber und bring sie dir heute nachmittag. Alles klar.
Wo warst du? Du hast drei Vorlesungen verpasst.
Ich hab' versucht, Geld aufzutreiben. Montag ist es fällig.
Hast du mit deinem Vater gesprochen? Vergiss es!
Und was ist mit dem Stipendien-Fonds? Die haben Geld in...
Ich war dort. Die geben erst im vierten Jahr. Ich war überall..
Ich hab' heut mein Geld von zuhause bekommen. Hier - nimm!
Es würde nichts helfen, Al. Ich brauche vierhundert.
Nimm es! Als Grundlage!
Al!
Komm, sei nicht albern. Dann werde ich eben auch einen Monat in der Mensa essen.
Du musst gehen. Die Vorlesung fängt an.
Bis nachher!
Du, Al? Ja?
Kannst du nicht deinen Vater fragen?
Sicher - ich könnte ihn fragen.
Weißt du, was er sagen würde?
Er hat für alles ein Sprichwort parat.
Er würde sagen: Junge, das Geld wächst nicht auf den Bäumen...
die Wurzel allen Übels: wer Geld verleiht, verliert den Freund.
Und nebenbei gesagt: er kann's auch nicht. Ehrlich!
Geh jetzt - du kommst zu spät.
Warum ich? Wieso kommen Sie zu mir?
Sie haben mir die Arbeit im Labor gegeben und mich ermutigt
und mir gesagt, ich wäre begabt.
Wissen Sie eigentlich, was ich verdiene?
Ich würde sagen so etwa acht- bis neuntausend Dollar.
Genau richtig. Und davon habe ich drei Kinder zu ernähren.
Die werden mich hinauswerfen!
Könnten Sie mir nicht wenigstens Vorschuss auf mein Gehalt geben?
Selbst wenn ich das könnte:
Wovon wollen Sie dann leben?
Das ist doch ganz egal. Ich muss nur mein Studium bezahlen.
Dann müssen Sie ein Jahr aussetzen und sich das Geld verdienen.
Ich kann doch nicht ein ganzes Jahr verlieren! Nein, das kann ich nicht.
Aber natürlich können Sie das!
Sie tun fast so, als würde die Welt einstürzen.
Marsh, Sie schwelgen in Selbstmitleid.
Ich will Ihnen mal was sagen. Ich war auch ein vielversprechender Student.
Ich hatte dieselben Probleme wie Sie, und noch mehr.
Sie sind wenigstens kein Jude.
Ich gehöre zu den fünf Prozent, die sie hier zulassen,
weil es ihnen peinlich wäre, uns ganz auszusperren.
Jetzt bemitleide ich mich auch schon selbst...
Haben Sie keine Familie?
Nur meinen Vater.
Und kann er nicht helfen? Er ist ein Trinker.
Also gut - fünfundsiebzig Dollar. Mehr kann ich Ihnen nicht geben.
Zahlen Sie es Montag ein und sagen Sie denen, dass Sie eine Tankstelle ausrauben werden.
Versuchen Sie alles! Lügen Sie!
Erzählen Sie irgendwas. Bringen Sie sie dazu, Ihnen mehr Zeit zu geben.
Hier!
Sir - wie kann ich Ihnen nur danken?
Ich muss zur Vorlesung.
Dies ist keine staatliche Einrichtung. Wir müssen da sehr genau sein.
Ich kann da keine Ausnahmen machen.
Ich werde den Betrag als Anzahlung buchen.
Wenn der Rest nicht in dreißig Tagen bezahlt ist,
müssen wir Sie von den Vorlesungen ausschließen.
Ja, Sir.
Marsh...
glauben Sie, dass sie das schaffen werden?
Das werde ich!
Ich dachte schon, du kommst nicht. Wie ist es gelaufen?
Ich habe dreißig Tage Galgenfrist. Dann muss ich zahlen - oder gehen.
Gut - und jetzt entspann dich. Sie hat das alles für dich arrangiert, weißt du?
Meine Herren,
wenn wir den Tumor entfernen können, ohne das Rückenmark zu verletzen
besteht die Hoffnung, dass der Patient wieder gehen kann.
Erste Operation? Nein, Sir.
Daran gewöhnt? Ziemlich.
Wenn Sie ohnmächtig werden, fallen Sie bitte rückwärts.
Schläft er schon? Ja, Herr Professor.
Meine Herren, der Patient ist ohne Bewusstsein
und müsste normalerweise auf Hautreize reagieren. Nadel bitte!
Miss Hagen?
Ohne jede Reaktion!
Jetzt wollen wir sehen, was wir tun können.
Tuchklammern...
Tiefer!
Ja, Sir.
Messer, bitte!
Kommen Sie her, meine Herren, damit Sie etwas sehen können.
Wir machen einen vertikalen Medianschnitt.
So, das war's.
Sie können ihn verbinden. Narkosestadium?
Stadium zwei, Herr Professor. Ich möchte ihn fast wach haben.
Anatomisch gesehen ist die Operation geglückt.
Jetzt wollen wir sehen, ob sie Erfolg hatte.
Ziehen Sie das Pflaster nicht zu fest. Wie ist der Blutdruck?
120 zu 80. Gut.
Höchst dramatisch, nicht wahr meine Herren? Männer in weiß im Kampf gegen den Tod.
Blitzende Messer, fließendes Blut, Magie - wie im Fernsehen!
Lassen Sie sich nichts vormachen. Das ist alles Handwerk.
Vor hundert Jahren stand der Mediziner noch im Mittelpunkt.
Die Chirurgie war den Badern überlassen.
Das ist ein beliebter Scherz von ihm.
Essen Sie gern Schwedenplatte?
Für heute bin ich bedient.
Nächsten Samstag gebe ich bei meiner Freundin Bruni ein echtes schwedisches Abendessen.
Wollen Sie kommen? Wir würden uns freuen!
Also Samstag, acht Uhr.
Ich warte vor dem Schwesternheim auf Sie.
Das wirst du noch bereuen!
Warum sollen wir nicht höflich sein? Sie war uns auch gefällig.
Sag nicht, ich hätte dich nicht gewarnt. Sie hat dich angesehen wie eine Schwedenplatte.
Luke, möchten Sie wirklich nichts mehr? Nein, danke.
Und Sie? Nein danke, es geht nicht mehr.
Ich dachte - zwei junge, tüchtige Ärzte wie Sie,
vielleicht können Sie mir sagen, was los ist?
Abends bin ich immer todmüde und schlafe wie ein Klotz.
Auch nachmittags nach dem Essen werde ich ganz schläfrig und kann nicht arbeiten.
Und morgens habe ich den ganzen Bauch voll Luft.
Was ist denn da nicht in Ordnung?
Ich habe keine Ahnung.
Ich könnte es Ihnen aber genau sagen!
Luke, wie war das mit dem Witz, den Sie uns erzählen wollten?
Ja, Luke - du wolltest doch vorhin einen Witz erzählen?
Bitte erzählen Sie ihn, Luke.
Also gut. Ein junges Paar reitet morgens spazieren.
Das Pferd der jungen Frau bäumt sich auf, der Mann packt es beim Zügel,
droht ihm mit der Faust und sagt: Das war einmal!
Was? Das war einmal!
Einmal, Oley. Zum ersten Mal! Ja, zum ersten Mal. Was?
Das Pferd bäumt sich zum ersten Mal auf!
Oley, das ist doch noch gar nicht die Pointe.
Weiter, Luke.
Also, nach einer Weile bäumt sich das Pferd wieder auf.
Der Mann reitet hin, droht ihm wieder mit der Faust
und sagt: Das war zweimal! Gut! Gut!
Als das Pferd sich zum dritten Mal aufbäumt, nimmt der Mann einen großen Revolver
Ja, einen Pferde-Revolver!
Ja!
Er erschießt das Pferd. Seine Frau fragt: Warum hast du das getan?
Ein armes, dummes Tier einfach zu erschießen?
Der Mann dreht sich um, sieht ihr in die Augen und sagt: Das war einmal!
Verstehst du, er warnt das Pferd, und dann erschießt er es,
und jetzt warnt er seine junge Frau auf dieselbe Art.
Ja, ja, das ist wirklich komisch!
Iss noch ein bisschen von dem Hering, Luke.
Gefällt Ihnen die schwedische Küche, Luke? O ja!
Das hat alles Kristina gemacht. Die ganze Nacht bis zum Morgen stand sie am Herd.
Sie kocht gut, nicht wahr? Wunderbar!
Sie ist auch eine gute Schneiderin. Das Kleid, das sie anhat - das hat sie selbst gemacht.
Sogar ihre Unterwäsche näht sich manchmal selbst.
Glauben Sie mir, sie hat das Zeug, eine gute Ehefrau zu werden...Bruni!
Der Mann, der dich mal heiratet, der spart viel Geld.
Und wissen Sie, was sie noch tut?
Jeden Monat bringt sie mindestens die Hälfte ihres Gehaltes auf die Bank! Ich bitte dich, Bruni!
Wieviel hast du jetzt, Kristina? Drei- bis viertausend Dollar ganz sicher.
Kristi, das brauchst du doch jetzt nicht zu machen. Das hat doch Zeit.
Hallo? Mr. Revere, bitte.
Mr. Revere, hier ist Luke Marsh. Ist mein Darlehen genehmigt worden?
Hören Sie, wenn ich ein Auto hätte und hundert Dollar pro Woche, dann bräuchte ich Sie nicht!
Genau das. Auf Wiedersehen.
Was dagegen, wenn ich Sie begleite? Nein. Wohin gehen Sie? Zur Geschäftsstelle.
Was finden Sie denn so komisch?
Sie und die Kleine mit dem Pferdeschwanz! Oh, woher wissen Sie...Und noch einige andere!
Ich war mal an einem Krankenhaus, wo sich ein Student
die Namen aller fünfundsiebzig Schwestern
von A-Z aufgeschrieben hatte. Er wollte nach dem Alphabet gehen.
Und was ist dann passiert?
Er flog raus, als er noch bei "G" war.
Ich...ich wollte Ihnen noch danken für neulich Abend.
Oh, das ist doch nicht nötig. Doch, es war wirklich reizend und es hat mir sehr gut gefallen.
Ich wollte Sie fragen, ob ich Sie heute einladen darf.
Luke - Ich weiß, es war ziemlich furchtbar. Erst hat man Sie gemästet wie eine Weihnachtsgans.
Sie haben sich zu Tode gelangweilt. Die haben nicht einmal über Ihre Witze gelacht.
Wirklich, Sie müssen mich nicht zum Essen einladen.
Ich möchte Sie aber gern einladen!
Ich warne Sie. Es könnte wieder langweilig werden.
Sie werden mich nie langweilen.
Wollen wir jetzt irgendwo essen? Ich würde lieber ein paar Schritte gehen. Gern.
Woran denken Sie?
Früher waren mir solche Frauen entsetzlich unsympathisch.
Welche Frauen?
Wie die Frau in dem Film. Ich hielt das für sehr unfair.
Wenn es auf der Welt gerecht zuginge, müssten alle Frauen so hübsch sein.
Sie sind doch eine hübsche Frau. Sie haben eine gute Figur...Oh!
Sie verstehen mich doch... bei Ihnen passt alles so zusammen
wie Sie gehen, wie Sie sprechen, und wie Sie sich bewegen.
Die anderen Schwestern nennen mich "Die schwedische Nachtigall".
Und warum sind Sie Schwester geworden?
Oh - ich war sechs Jahre alt, und da sah ich eines Tages eine Schwester in einem blauen Cape
Und in dem Moment habe ich mich entschieden.
Und jetzt bin ich Krankenschwester und spreche immer noch Minnesota-Dialekt.
Mir gefällt es, und ich langweile mich kein bisschen.
Sind Sie ehrlich? Aber natürlich.
Ich dachte, Sie hätten mich gern, Kris? Ich bin nicht Dorothy, Luke!
Was hat sie damit zu tun?
Sie hat viele Freunde unter den Studenten und geht oft aus.
Ich habe das noch nie getan. Es hat aber auch noch keiner gefragt.
Ich bin ja auch nicht so reizvoll wie sie.
Aber was reden Sie da - Sie wissen doch gar nicht, wie Sie sind.
Was wollen Sie von mir?
Kris - ich bin gern mit Ihnen zusammen. Sehr gern.
Ich möchte Sie gern oft sehen. Luke? Ich meine es ernst! Ja?
Ja, gern.
Und von jetzt an vergessen wir die Worte "langweilig","hässlich" und "nicht reizvoll".
Ich habe ja gesagt.
Dann ist alles gut.
und sein rechtes Auge schwillt zu...
Wie oft hast du ihn getroffen? Wen? Wen fragst du!
Drei oder vier mal. Seit letzten Samstag? Uhm.
Was macht ihr? Spazierengehen - und reden. Ist das alles?
Küsst er dich nicht?
Sag die Wahrheit!
Ein wenig.
Magst du ihn, Kristi?
Oh Bruni, Ich liebe ihn - ich habe ihn von Anfang an geliebt.
Schon vor Wochen, als ich ihn zum ersten Mal im Krankenhaus gesehen habe.
Ich weiß nicht, was ich tun soll. Tun? Liebe ihn!
Das verstehst du nicht, Bruni. Er will Arzt werden!
Und das füllt ihn so aus, dass er an nicht anderes denkt.
Vielleicht ist das der Grund, warum ich ihn so liebe.
Was soll ich dir da schon raten, du weißt es ja selbst.
Wenn du merkst, dass er dich nicht liebt, darfst du ihn nicht mehr sehen.
Aber wenn er zu dir gehört, dann kommt es, wie es kommen muss!
Aber - aber ich möchte doch...Du willst das, was alle Frauen wollen. Und das wollte ich auch.
Und gekriegt habe ich...Oley, mach das bitte leiser!
Kopf hoch, Kristi. Alles wird gut!
Ja, Kopf hoch, Kristi. Alles wird gut!
Was hast du denn, Luke?
Mmmm? Was meinst du?
Du bist schon den ganzen Abend so bedrückt. Was ist es?
Oh, ich denke bloß nach...
Kris, ich habe mir die ganze Zeit überlegt, wann und wie ich es dir sagen werde.
Ich liebe dich, Kris.
Ich weiß nicht, seit wann und wieso, aber ich liebe dich.
Sag jetzt kein Wort über Studenten und Schwestern und über Langeweile.
Das wollte ich auch gar nicht, Luke. Sag mir nur eins: was du empfindest.
Nein, das kann ich nicht. Doch, du kannst. Sag es mir. Ich kann nicht. Ich weiß nicht.
Du weißt nicht, ob du mich liebst?
Natürlich liebe ich dich. Ich dachte, du weißt das.
Ich dachte, alle wissen es. Siehst du das denn nicht?
Ich liebte dich schon, bevor du zwei Worte mit mir gesprochen hattest.
Das wollte ich von dir hören. Ich möchte, dass du meine Frau wirst.
Aber - ich bin im Augenblick in einer furchtbaren Lage, und ich...
Was ist denn? Was ist passiert? Sie wollen mich rauswerfen!
Hast du irgend etwas gemacht? Nein. Aus welchem Grund dann?
Weil mir das Geld fehlt, um die Studiengebühren zu bezahlen.
Ach - ist das alles?
Alles, sagst du? Es geht nur um Geld?
Ich hatte Angst, es wäre wirklich etwas Schlimmes.
Aber sie werden mich rauswerfen! Werden sie nicht - ich habe doch Geld.
Du? Ja, ich. Du hast doch gehört, was Bruni neulich gesagt hat.
Ich habe genug Geld auf der Bank.
Oh nein! Wieso denn nicht? Weil es dir gehört!
Das ist wirklich albern von dir, Luke, das ist falscher Stolz.
Jetzt hör mal zu - und widersprich mir nicht.
Ich liebe dich so sehr - Ich liebe dich! Ich habe ein Recht darauf, dir zu helfen.
Kris..
Was ist los mit dir, Luke?
Drei Uhr nachts, mitten in der Woche?
Du musst dir einen anderen Mitbewohner suchen, Al.
Ach, red' doch nicht. Du kratzt das Geld schon irgendwie zusammen.
Ich werde morgen heiraten!
Was wirst du? Ich werde morgen heiraten.
Du Idiot. Du kannst doch nicht... Hast du nicht schon genug Schwierigkeiten?
Und wen heiratest du? Kristina.
Hedvigson? Die Schwester? Genau die!
Bist du verrückt geworden? Ich weiß, was ich tue.
Nein, das weißt du nicht. So eine Frau wie die heiratet man doch nicht!
Aber ich heirate sie!
Luke - die Frau eines Arztes bringt die Patienten.
Sie muss eine gute Schule besucht haben, ihre Eltern sind Mitglied im richtigen Club.
Sie muss charmant sein und gut erzogen. Kristina passt zu einem Farmer.
Bist du fertig? Ich glaube, du hast mich nicht verstanden.
Ah, ich verstehe. Du tust es, um auf der Schule bleiben zu können.
Um dein Studium zu finanzieren, heiratest du sie.
Sie bezahlt für dich. Stimmt das? Ja oder nein?
Ja, das stimmt.
Das Schönste an euch Idealisten ist, dass man nie weiß, wozu ihr fähig seid.
Ich bin ein berühmter Zyniker, aber das könnte ich einfach nicht.
Weil du einen Vater hast, der für dich bezahlt!
Also gut. Du brauchst das Geld? Nimm es und gut!
Aber warum musst du sie gleich heiraten?
So ist das nicht, Al. Ich heirate, weil ich es will. Ich nehme und gebe dafür.
Dann ist das Ganze ein Betrug, weil du sie nicht einmal liebst.
Aber das weiß sie ja nicht und wird es auch nie erfahren.
Das ist ja widerlich und scheußlich, was du da vorhast.
Du nützt doch nur ein armes Mädel aus, das sich fürchtet, als alte Jungfer zu enden.
"Sich aushalten lassen" nennt man sowas!
Es tut mir leid. Das hätte ich nicht sagen sollen.
Alles in Ordnung? Ja, alles bestens.
Hübsches Benehmen! Und sowas will Arzt werden.
Was ist? Ich hatte gehofft, dass du mein Trauzeuge würdest.
Na schön - dann werde ich's eben.
Es ist nicht alles so, wie es klingt, Al. Sie ist..
na ja - nichts ist nur schwarz oder weiß.
Verstehe.
Gute Nacht, Luke.
So da sind wir. Ja, da sind wir.
Und ich glaube, die Nachbarn wissen jetzt auch, dass wir angekommen sind.
Gut Nacht, Al. Gute Nacht, Ihr zwei. Ich hole euch morgen früh um acht ab.
Ist gut, Al. Und im Kühlschrank steht noch eine Überraschung! Danke, Oley.
Mein kleiner Liebling.
Gefällt es dir, Luke? Ja - sehr nett.
Die Küche ist zwar klein, aber ich habe alles untergebracht.
Und...das Schlafzimmer habe ich umgestellt.
Ich finde, das hast du wunderbar gemacht. Was ist das da auf dem Kissen?
Oh - das ist Immergrün. In Schweden sagt man, das bringt gesunde Kinder.
Das müssen Oley und Bruni da hingelegt haben.
Was hat Oley wohl mit der Überraschung gemeint? Na, ich seh' mal nach.
Champagner! Oh - das ist wirklich eine süße Idee von ihnen.
Wahrscheinlich haben wir gar keine Champagner-Gläser.
Ich hoffe, er schmeckt auch aus diesen.
Fühlst du dich jetzt anders, Luke?
Anders? Ich meine - fühlst du dich verheiratet?
Ja natürlich!
Ich kann immer noch nicht so richtig glauben, dass es wahr ist.
Es ist wahr! Hoffentlich tut es dir nicht leid, Luke.
Ha - wie kannst du sowas sagen!
Das fragt wahrscheinlich jede Frau ihren Mann in der Hochzeitsnacht.
Trink jetzt deinen Champagner.
Oh, Luke - Ich liebe dich! Ich liebe dich über alles.
Ich liebe dich, Kris...
Wir haben hier einen Patienten, der seine Uhr verschluckt hat,
und wir müssen herausfinden, wo sie jetzt tickt.
Skalpell bitte! Oooh - das leichte, bitte!
Und jetzt machen wir den einfachen Kreuzschnitt vom Rippenwinkel bis zur Schamfuge
und dann schneiden wir seitlich. So!
Jetzt holen wir die Eingeweide heraus.
Das ist ein ziemlich dicker Herr - nimmt kein Ende!
Jetzt suchen wir so lange, bis wir die Uhr finden.
Nur noch zwei Sekunden!... Ah-ha!
Billige Uhr - geht 4 Sekunden nach.
So, meine Herren, jetzt machen wir ihn wieder zu. Die Eingeweide stecken wir wieder rein.
Wir müssen alles wieder so einräumen, wie es vorher lag.
Dabei müssen wir sehr behutsam mit dem Patienten umgehen.
Danke, Herr Doktor.
Ich hatte gehofft, dass im vierten Semester alle Möglichkeiten,
über die Chirurgie Witze zu machen, bereits erschöpft seien.
Wenn Sie gestatten, mache ich weiter. Bitte das erste Bild.
Leukoplakia - sie ist das häufigste Warnsignal des Mundkrebses.
Wenn Sie das sehen, dann ist es Zeit, meine Herren,
das heißt, manchmal noch Zeit, nach einem Entzündungsherd zu suchen.
Vielleicht hilft ihnen dieses Bild einmal, ein Leben zu retten. Vergessen Sie es nicht!
Nehmen Sie Ihr Mikroskop. Sehen Sie sich die Präparate an.
Wir können sie nicht mehr vorführen.
Nächstes Bild, bitte.
Ganz schönes Tempo hat der! Beruhige dich.
Keiner erwartet, dass du mehr als siebzig Prozent behältst.
Schluss! Ausschalten!
Aufschlagen!
Welche Seite? Welche Sie wollen!
917. Thema? Der Hirnnerv.
Der Hirnnerv...
Der Hirnnerv. Der Hirnnerv..
Der Hirnnerv versorgt den rectus lateralis oculi.
Seine Wurzeln liegen im oberen Teil der fossa rhomboidis unter dem colliculus facialia.
Durch die Brücke läuft er in die Furche zwischen ihrem unteren Rand
und dem oberen Pyramidenende der medulla oblongata.
Der Nerv durchdringt die dura mater. War das wörtlich?
Absolut, Sir. Gut.
Sie werden Ihr Examen nur bestehen,
wenn Sie fünfzehntausend Seiten genau so auswendig gelernt haben.
Meine Herren, wenn es ein Synonym für den Begriff Arzt gibt, dann lautet es Gedächtnis!
Die Überlebenden dieses Kurses
werden die einzigen Mitglieder der menschlichen Gesellschaft sein,
die unter dem Schutz des Gesetzes Totschlag begehen dürfen.
Und darum werden Sie alles lernen! Nicht nur siebzig Prozent - sondern alles!
Andernfalls werden Sie durchfallen.
Das wär's für heute, meine Herren.
Will jemand Jura studieren?
Toll - "nicht siebzig Prozent, sondern alles".
Was soll das? Will er uns mit diesem Totschlagsgerede Angst machen?
Ich weiß nicht.
Mir kann er mit sowas nicht imponieren. Ich werde Hautarzt.
Was Sie nicht sagen, Herr Doktor! Solche Patienten sterben nie und werden nie gesund
und rufen einen nie bei Nacht.
Und zahlen auch nie, weil sie ihre Krankheit für unwichtig halten.
Geburtshilfe ist das Richtige. Für die lieben Kleinen wird immer gern gezahlt!
Aber du kannst nicht schlafen. Keine Frau bekommt ihr Kind nachmittags um drei.
Ich bin für die Chirurgie.
Seht euch Dr. Dietrichs da unten mal an. Wisst ihr, was der fährt?
Was? Einen Bentley! Kostet siebzehntausend Dollar!
Der Kerl holt keinen Splitter für weniger als tausend Dollar raus.
Ich bin für Hals-Nase-Ohren.
Der Schnupfen ist des Doktors bester Freund. Nenne es Virus und du verdienst mehr Geld!
Wenn die Kinder genug geredet haben, wird euch Vater sagen, worauf es ankommt:
Es ist egal, was ihr praktiziert. Nur das Wo zählt!
Wie meinst du das? Ich habe dieses Problem mal näher untersucht.
Das Durchschnittseinkommen eines Arztes beträgt elftausend - im Süden weniger, im Westen mehr.
Pebble Beach, Colorado Springs, Beverly Hills... da wohnen Reiche, denen fehlt dauernd was.
Ihr verschwendet eure Zeit hier. Werdet doch Buchmacher.
Hör doch auf! Wisst Ihr, für mich wäre eine Kleinstadt das Richtige.
Oh, da rate ich dir ab. Keine Neurotiker und kein Geld.
Großstädte: Cadillacs. Das ist das, was mein Vater auch sagt.
Du stehst genauso leicht für einen fünfzig Dollar Ulcus wie für einen zehn Dollar Ulcus auf.
Leichter! Mit anderen Worten: wenn einer keine fünfzig Dollar hat, lasst ihr ihn einfach sterben.
Was ist mit Ihnen, Marsh. Haben wir Sie beleidigt?
Nein, beleidigt haben Sie mich nicht. Mir wird nur schlecht von dem Gerede, das ist alles.
Also dann! Auf zur Chirurgie bei Dr. Kildare!
Schlussnaht!
Ich kann nicht verstehen warum er den Vagus nicht gekappt hat.
Nicht so laut. Er hört dich doch:
Sie können die Haken rausnehmen. Fertig, Doktor - nähen Sie ihn zu!
Ja, Sir. 3.0-Faden. Ja, Sir
Achten Sie darauf, wie besonders sorgfältig Dr. Radcliff näht.
Diesem Patienten hier entstehen keinerlei Kosten.
Aber von meinen Privatpatienten erhalte ich mehr als tausend Dollar für diese Operation.
Meine Herren, für einen solchen Betrag hat der Patient ein Recht auf eine hübsche Narbe.
Wie ich bereits sagte ist die Gastroenterostomie
eine Operation, die von den jeweiligen Umständen abhängt.
Die Gastrectomie - oder die Resektion fast des gesamten Magens -
wird auch gegen den Ulcus Duodeni angewandt.
Aber wie ich schon sagte: Die Umstände entscheiden.
Das ist alles. Hat jemand eine Frage?
Ich frage ihn doch nach dem vagus. Das kannst du nicht machen!
Ja?
Dr. Dietrich, soviel ich sehen konnte haben Sie den Vagus nicht gekappt.
Das ist richtig.
Stimmt es nicht, Sir, dass bei dieser Operation der Vagus durchschnitten werden muss
zur Verminderung saurer Sekretion, die einen Ulcusrezitiv begünstigt?
Wie heißen Sie? Lukas Marsh.
Nun, Marsh, ich habe diese Operation bereits über hundert mal ausgeführt
aber ich habe dabei nie den Vagus gekappt.
Natürlich kenne ich diese neue Theorie, aber... Das ist keine Theorie, Sir!
Die klinischen Beweise wurden schon vor über einem Jahr veröffentlicht.
Hören Sie, Marsh, ich habe nicht die geringste...
Verzeihen Sie, Herr Doktor, können wir die Instrumente wegräumen? Ja, ja.
Sie sind arrogant, Marsh - und Sie irren sich!
Ich habe die Berichte, Sir, falls Sie sie lesen wollen.
Wenn Sie wieder zu sich gekommen sind, Marsh,
und wieder wissen, wer Sie sind und wo Sie sind, können Sie sich bei mir entschuldigen.
Wie konnten Sie das wagen? Wer sind Sie denn eigentlich?
Sagen Sie mir nur eins: er war doch im Unrecht, oder...
Jetzt hören Sie mal zu! Sie werden sich bei Dietrich entschuldigen, oder sie werden...
War er im Unrecht? Ja, selbstverständlich.
Hören Sie nicht? Sie werden hier nicht mehr arbeiten!
Gut, dann eben nicht. Aber ich werde Dietrich nicht sagen, er hatte Recht,
wenn es nicht so ist. Ich werde schon noch ein anderes Krankenhaus finden.
Kein gutes Krankenhaus wird sie noch nehmen. Dietrich hat großen Einfluss!
Aber ich kann mich nicht entschuldigen.
Sie meinen Sie wollen nicht!
Richtig! Ich meine ich will nicht!
Guten Abend, Luke.
Guten Abend.
Das Essen ist in zehn Minuten fertig. Kannst du noch so lange warten?
Ich habe keinen Hunger.
Gut, dann setz ich mich noch ein bisschen zu dir.
Das war viel heute.
Schleichen wir nicht wie die Katze um den heißen Brei. Sag mir, was du sagen willst.
Ich will nicht mit dir streiten. Warum nicht? Alle haben es getan.
Was zu sagen wäre, hat dir Dr. Aarons schon gesagt.
Du sollst mich wohl ins Gebet nehmen.
Erspar dir die Mühe. Ich werde mich nicht entschuldigen.
Luke, er hat recht. Sie werden dich vom Krankenhaus verweisen.
Bitte, dann sollen sie das tun. Ich habe es satt!
Geld. Das ist alles, was sie im Kopf haben.
Brundage, sogar Al. Und der eingebildete Idiot,
der sich für einen Chirurgen hält, ist der Schlimmste.
Er kann sich ja nicht weiterentwickeln, er will ja nur Tausend-Dollar-Noten sammeln.
Ich habe Dietrich oft operieren sehen, er ist ein guter Chirurg!
Vielleicht ein wenig altmodisch, aber...
Verstehst du denn nicht, was ich meine? Du warst doch dabei!
Ja doch! Er hat den Nerv nicht durchschnitten,
und dann bildet sich bei zwanzig Prozent aller Patienten ein neuer Ulcus.
Du weißt das und nimmst trotzdem seine Partei?
Aber ich denke ja gar nicht daran!
Ich arbeite fast jeden Tag meines Lebens im Operationssaal,
und manchmal sehe ich Dinge, über die ich am liebsten schreien möchte.
Aber ich tu's nicht! Nein, du nicht. Ich tu's aber!
Und ich sage, wenn ein Arzt einen Fehler macht, dann darf er nicht mehr arbeiten!
Oh, Luke! Du verlangst zuviel!
Ein Arzt ist ein Mensch wie jeder andere.
Ich hab's die hundert mal gesagt: ein Arzt darf nicht sein wie jeder andere.
In seinem Beruf geht es um Menschenleben.
Um Menschenleben! Du kannst nicht so dumm sein, um das nicht zu verstehen!
Ich weiß, dass ich nicht sehr klug bin und dass du dich manchmal über mich ärgerst,
weil ich nicht so denke wie du.
Ich wollte dir das erst nächste Woche geben - an unserem Hochzeitstag.
Vielleicht ist es besser, wenn ich es dir jetzt schon gebe.
Ich habe Bruni versprochen, sie zu besuchen. Ich komme bald zurück.
Meine Herren, unser heutiges Thema ist die Operation der Gallenblase.
Wir wissen, dass Infektionen des Gallensystems eine Rolle bei der Bildung...
Ja, Marsh?
Ich bedaure den Vorfall, Sir. Bitte entschuldigen Sie.
Es ist gut, Marsh. Wir alle machen Fehler.
Tja, meine Herren. Hier hört die Schulweisheit auf, und die Praxis beginnt.
Was ich Ihnen jetzt sagen könnte, sollten Sie schon seit einem Jahr wissen.
Haben Sie keine Angst vor den Kranken und hofieren Sie die Schwestern,
sonst sind Sie verloren.
Das ist kein Witz! Thompson, Sie und Morgan Abteilung B. Abteilung C ist Ihr Reich.
Also dann - alles Gute.
Danke, Herr Doktor, Danke.
Tja...Auf Wiedersehen...Viel Glück...Nur Mut!
Hey - wie sehe ich aus? Großartig - wie Mr. Universum.
Nein, ich meine: Sehe ich wie ein Arzt aus? Du benimmst dich wie ein Patient.
Die schaffen wir schon da drinnen. Die Formulierung ist nicht sehr passend, Herr Doktor!
Guten Morgen, Doktor. Ich bin Schwester Katz, das ist Schwester Collier. Guten Morgen!
Tag, Süße.
Hier, Sie Heilkundiger, lesen Sie den Bericht, kommen Sie mit und
entscheiden Sie, wen Sie zuerst umbringen wollen.
Mr. Roberts ist Ihr erster Patient, Doktor. Chronische Colitis.
Wie fühlen Sie sich heute morgen, Mr. Roberts?
Scheußlich!
Morgen geht es Ihnen bestimmt besser. Wetten, dass nicht?
Mit der künstlichen Ernährung ist Schluss, Mr.Clyde. Jetzt gehen wir zur festen Kost über.
Wenn Sie erlauben, Herr Doktor, bleibe ich lieber dabei.
Das ging ja wunderbar, Mrs. Dayton. Sie kommen bald nach Haus.
Lassen Sie mich doch hier, Herr Doktor. Ich hab doch kein Zuhause mehr.
Ich lasse mich nicht operieren, Herr Doktor. Ich sage Ihnen das ein für alle mal.
Aber Sie haben doch schon zugestimmt.
Ist mir egal. Sie werden mich nicht aufschneiden!
Hören Sie, Mr. Burke. Sie bekommen ein Schlafmittel.
Dann gibt Ihnen ein Arzt, der das schon
hunderte Male gemacht hat, eine Spinal-Anästhesie.
Dann machen wir einen winzigen Schnitt unter dem Nabel und entfernen den Stein aus der Blase.
Das dauert keine zehn Minuten.
Sie werden schwach sein, es tut auch ein bisschen weh,
aber nachmittags können Sie bereits aufstehen.
Ist das wirklich so einfach? Ja, Sie können ganz beruhigt sein.
Uns können Sie nichts erzählen, Slocum.
Sie verkaufen Ihr Blut. Was kriegen Sie dafür?
Nur fünf Dollar pro halben Liter. Das ist Ihre letzte Transfusion!
Ach, Herr Doktor...Das ist mein Ernst!
Das ist hier keine Tankstelle.
Na los, Heidi - komm schon! Du weißt doch, dass du es kannst.
Versuch's!
Braves Mädchen!
Siehst du, Heidi. Ich hab' doch gesagt, du kannst es!
Vier Minuten und dreißig Sekunden. Operation geglückt - aber der Patient ist tot!
Luke - du glaubst nicht, was wir durchgemacht haben.
Sie hat das Baby unterwegs bekommen - ich schwör's dir, hier im Auto.
Und können Sie etwas gegen das Muttermal tun, es macht mich verrückt!
Es entstellt mich, Herr Doktor. Können Sie es nicht wegmachen?
Es ist besser, da nichts zu tun.
Können Sie denn wenigstens was bei meinem Bein machen? Es schmerzt bei jeder Bewegung
Und dann meine Blähungen und die Kopfschmerzen.
Und wissen Sie, was gestern passiert ist? Mir wurde schwindlig und ich wäre fast gestürzt...
Wir tun alles, was wir können, Mrs. Ferris.
Herr Doktor - Sie glauben, der geht's schlecht? Hören Sie mal: Ich...
Davon haben Sie uns nichts erzählt!
Babcock, Deaver, Goulet Retraktor, Rippen-Approximator.
Volkman Scharre, Richardson, Kelly. Gebogener Kelly. Sie fragen doch nur nach Kelly.
Das ist schlampig. Sage genau, was du willst, dann kriegst du es auch.
Ich weiß einfach nicht mehr, was ich mit ihm machen soll, Herr Doktor.
Wenn er nicht wie ein Wilder herumrennt und sich schmutzig macht,
stört er mich in der Küche oder ärgert seinen Vater an dessen freiem Tag
oder will, dass wir ins Kino gehen, und ständig blinzelt er und blinzelt und blinzelt
das macht mich verrückt und man muss doch etwas dagegen tun können, Herr Doktor.
Ich glaube fast, Mrs. Field, er hört auf zu blinzeln, wenn Sie aufhören zu reden.
Nichts mehr zu machen, Herr Doktor. Der Mann ist schon tot.
Oh, Doktor? Hier sind seine Sachen. Er ist unter einen Bus geraten.
Al! Möchtest du einen Kaffee? Nein, danke.
Was ist denn mit dir los?
Ich muss dir etwas sagen. Hm, was denn?
Ein Unfall ist gerade eingeliefert worden. Der Mann war aber schon tot.
Und?
Es ist dein Vater, Luke.
Meinst du, ich sollte...Nein, lass ihn, Al.
Du weißt doch, wie Luke ist...
Er muss das mit sich allein abmachen.
Oh, Dr. Marsh. Ich darf nach Hause und wollte mich verabschieden.
Wie geht es, Mrs. Ferris? Sie sehen wohl aus.
Das ist sicher eine Überraschung für Sie, aber es geht mir gut. Keine Schmerzen. Wie schön!
Was ist das? Man hat ihr das Muttermal entfernt, Herr Doktor.
Man? Wer ist man? Na, der andere Doktor, Ihr Freund!
Luke, wir haben uns Sorgen gemacht und überall angerufen. Wie geht es dir? Es geht mir gut.
Hast du das Muttermal entfernt? Ja oder nein?
Ja. Wieso?
Es war kein Muttermal, es war ein Melanom! Was? Du hast richtig verstanden.
Du hast wohl während der Vorlesung über Melanome geschlafen.
Luke, du bist übernächtigt... Wie konntest du das ohne Chirurgen machen?
Durch deinen Eingriff sind jetzt vielleicht Krebszellen ins Blut übergegangen.
Ich glaube nicht, dass es ein Melanom war.
Kannst du das beurteilen? Du warst doch die meiste Zeit hinter den Schwestern her.
Das ist eine Schweinerei, dass du das jetzt sagst, das weißt du genau.
Al, das ist unverantwortlich... Luke, das könnt ihr doch später diskutieren!
Und wenn die Frau jetzt stirbt? Luke!
Du kannst dich selbst melden, oder ich mache es.
Und ich hoffe, dass du einen Denkzettel bekommst.
Ich melde es selbst.
Ich muss die Visite zu Ende machen.
Ich sagte, ich muss die Visite zu Ende machen.
Wie konntest du Al vor allen Leuten in dieser Form bloßstellen?
Du verstehst mich nicht, du wirst mich nie verstehen.
Ich verstehe nur soviel:
du hast zwei Menschen auf der Welt, die dich wirklich lieben.
Und einer davon ist er.
Ich wusste doch, dass du heute Bereitschaft hast.
Ja, habe ich. Hör mal, Al
Ich hab das nicht so gemeint vorhin. Du hattest aber Recht.
Aarons hat mich noch mehr zusammengestaucht.
Aber ich hätte dich nicht vor den Schwestern anschreien dürfen.
Ach, was soll's. Wir sind ja doch nur noch ein paar Wochen hier.
Ich muss immer an die arme Frau denken, die keine Ahnung davon hat.
Wer weiß. Vielleicht hab ich mich ja auch geirrt.
Ich könnte es nicht ertragen, wenn ihr wirklich etwas passiert.
Ich weiß...und ich hab's mit meinem dummen Gerede noch schlimmer gemacht.
Ein anderer hätte sowas nicht mit mir machen dürfen.
Aber dich kenne ich ja: ein Knopfdruck und du gehst hoch.
Ich weiß auch nicht. Manchmal drehe ich einfach durch.
Und ich möchte manchmal siebzig Pfund mehr wiegen und dir eine knallen!
Du! Ich weiß, wie schwer es für dich war, mir das zu sagen.
Okay?
Okay. Und jetzt los!
Tja, meine Herren. Ihr Praktikum ist beendet, Sie sind jetzt selbständige Ärzte.
Das ist unsere letzte Zusammenkunft.
Sie haben Ihre erste Sektion hier auf diesem Tisch gesehen.
und darum sage ich Ihnen von hier aus nun Lebewohl.
Der Pathologe hat meistens das letzte Wort,
aber in diesem Fall ist das letzte Wort schwer zu finden, weil...
wenn Sie es jetzt noch nicht wissen, wenn es nicht in Ihrem Herzen ist,
dann wäre es für mich zu spät, es Ihnen zu sagen.
Lebt wohl. Gott möge Euch beschützen.
Und - verordnen Sie keine Zigaretten!
Bitte, setzen Sie sich doch!
Ich wollte mich noch persönlich verabschieden.
Sie gehen also nach Hicksville? Greenville!
Klingt nach Provinz.
Farmergegend - da kennen sie keine Tausend-Dollar-Scheine.
Glauben Sie, dass deshalb die Luft reiner ist?
Ja, für mich schon.
Ja, natürlich.
Soll ich Ihnen sagen, wie Sie sich Ihr Leben dort vorstellen?
Eine Landstraße und ein alter Ford - nur für Sie ist der alte Ford ein weißes Ross.
Und Sie selbst der Ritter St. Georg - in schimmernder Rüstung.
Sie erreichen das Farmhaus. Ein Mann blutet sich zu Tode.
Sie sind allein, und ohne Instrumente, ohne Hilfe vollbringen Sie ein Wunderwerk an Operation.
Und Sie retten ihn, weil Sie ein so reines Herz haben.
Ich habe nie eine solche...
Sie fahren dorthin,
und wenn Sie dort sind, wissen Sie, was Sie dann finden?
Einen Mann mit einem Furunkel am Hintern. Verstehen Sie mich?
Am Hintern ein Furunkel!
Das öffnen Sie - und gehen heim.
Auf Wiedersehen, Herr Doktor.
Marsh!
Sie waren einer der begabtesten Studenten, die wir je hatten.
Aus Ihnen wird einmal ein großer Arzt.
Aber machen Sie Ihr Leben nicht zur griechischen Tragödie.
Sonst verpfuschen Sie es.
Danke!
Leben Sie wohl, Herr Doktor.
Willkommen in Greenville.
Dr. Runkleman - das ist meine Frau.
Ich freue mich, Herr Doktor. Ich habe schon viel von Ihnen gehört.
Lügen, alles Lügen.
Ist das alles? Das ist alles!
Nackt kommst du zur Welt, und nackt sollst du sie verlassen.
Besonders die Landärzte.
Da drüben steht mein Wagen.
Was Sie hier sehen, ist... Greenville.
Malerische Cafés, nett gekleidete Eingeborene.
Im Winter sehr kalt, dafür im Sommer zu heiß.
Guten Tag, Martha!
Sie spricht nicht mit mir. Vor dreißig Jahren gab ich noch 2 Monate zu leben.
Diagnosen sind meine Spezialität!
Sam! Oh - Tag, Herr Doktor!
Du sollst doch dein Bein schonen, sonst hast du nächsten Monat eins aus Holz!
Kümmern Sie sich lieber um Ihren Blutdruck, Dave, dann leben Sie länger,
Idiot!
Das ist hier ein komisches Volk.
Letzte Woche geriet ein Mann mit seinem Arm in eine Ackerfräse.
Er schleppte sich zu Fuß ins Krankenhaus.
Und was, glauben Sie, war seine erste Frage?
Was kostet das, Herr Doktor?
Sie sind ein Pointen-Töter.
Das müssen Sie sich merken bei unseren Farmern.
Zuerst wollen Sie immer wissen, was es kostet.
Ihre Frau ist nicht dumm! Oh nein!
Wir sind da. Hier werden Sie wohnen. Oh - das sieht aber nett aus.
Ja, nicht schlecht.
Den Wagen da habe ich für Sie besorgt.
Wenn Sie einen neueren fahren, heißt es gleich: Da fährt mein Blinddarm!
Ich hoffe, Sie werden sich hier wohlfühlen. Das werden wir bestimmt.
Ich habe hier sauber machen lassen.
Mein Beitrag zum kultivierten Luxus.
Was haben Sie bezahlt? Fünfundsiebzig Cents die Stunde. Man hat Sie betrogen, Doktor.
Ich muss jetzt in die Praxis. Ich erwarte Sie dann morgen früh, Luke. Acht Uhr?
Ja.
Schon gut! Geh nur, ich mach das schon. Kommen Sie, bevor sie sich's anders überlegt.
Miss Snow - Das ist Dr. Marsh.
Miss Snow ist es egal, wieweit Sie die Einwohnerzahl von Greenville dezimieren,
solange Sie ihre Termine nicht durcheinanderbringen. Stimmt's? Unsinn!
Die alte Frau Schoenmann hat angerufen. Bettruhe. 5 Käfergott-Tabletten, eine pro Stunde. Migräne.
Mr. Jergens hat wieder angerufen. Doppelte Dosis Amphojel.
Der Mann hat einen Ulcus.
Was ist in der Post? Rechnungen, Medikamenten proben und ein Liebesbrief von Mrs. Henderson.
Sehr lustig!
Das sind Sie überrascht, was?
Eine schöne Bibliothek!
Sie meinen, für einen Landarzt? Ja, man muss auf dem Laufenden bleiben.
Die Patienten kaufen Reader's Digest
und finden Krankheiten bei sich, die wir nicht einmal dem Namen nach kennen.
Was ist denn noch? Reden Sie!
Adam Jerner's Schmerzen im rechten Arm sind schlimmer geworden.
Das Gewicht stündlich für 5 Minuten abnehmen. Noch was?
Nein, im Augenblick nicht. Dann rein mit ihnen, rein mit ihnen.
Mr. Parrish, bitte.
Die Salbe morgens und abends auftragen, und möglichst wenig sitzen.
Ich bin Busfahrer. Ich werden den Bus im Stehen fahren.
Mein Professor hat mir prophezeit, mein erster Fall wäre ein Furunkel am Hintern
Nun, so ist es auch gekommen.
Hat er Ihnen auch gesagt, dass Sie wahrscheinlich kein Geld dafür bekommen?
Sagen Sie Ah!
Nochmal.
Nochmal.
Nochmal.
Nochmal.
Nochmal.
Aua! Das tut weh!
Ach - du bist doch kein Baby mehr.
Es interessiert mich nicht, was Ihr Frosch hat. Wenn ich Ihnen sage...Das ist unmöglich!
Also gut, Emma. Es ist unmöglich - aber sie bekommen ein Kind.
Das ist doch nicht Ihr Ernst? Doch, bitterer Ernst.
Ein großer Mann hat einmal gesagt: Das ist auch nicht schlimmer als ein Beinbruch! Ja, aber...
Nach jeder Mahlzeit eine, Gertrud. Danke, Doktor. Ich hoffe, sie helfen mir. Aber sicher!
Der fehlt doch überhaupt nichts!
Luke, wenn jemand kommt und Schmerzen hat, dann behandeln Sie Ihn.
Wenn sich jemand nur einbildet, dass er Schmerzen hat,
dann behandeln Sie ihn, als hätte er sie wirklich.
Sie müssen hier menschlich und nicht wissenschaftlich vorgehen.
Noch zwei Zentimeter!
Jetzt vorsichtig.
Jetzt!
Jetzt schließen!
Mein Junge hat eben für über achthundert Dollar Diamanten verschluckt!
Das schadet ihm gar nicht. Ihm vielleicht nicht! Aber mir!
Folgen Sie ihm auf Schritt und Tritt, Harry, lassen Sie ihn nicht aus den Augen!
Dave, habe ich das, was ich glaube? Sagen Sie mir die Wahrheit! Ja, Ed.
Wird es weh tun? Nein, dafür sorgen wir.
Das sagen Sie so!
Sie sind jetzt siebenundsechzig Jahre alt, Ed, und haben nichts anbrennen lassen.
Das weiß ich selbst, Dave. Und ich bereue es auch nicht.
Sind Sie sicher, dass mir die Operation helfen wird?
Ja, wir machen einen neuen Menschen aus Ihnen.
Nun, wenn das gelingt - schicken Sie dem auch bitte die Rechnung.
Sehen Sie, die Leute zahlen immer, Luke. Kein Bargeld, aber jede Menge Geflügel auf dem Tisch.
Müde, Luke? Todmüde. Wir können in ein paar Minuten essen. Fein.
Das war wohl wieder ein schwerer Tag? Schwer?
Du ahnst nicht, was da los ist. Wie die Bienen schwärmen die Leute in die Praxis.
Nicht zu fassen, wo die vielen Menschen in so einem Nest herkommen.
Dieser Runkleman ist 'ne ein-Mann-Klinik, der macht einfach alles.
Herzsachen, Ohren, Schwangerschaften, eingewachsene Fußnägel.
Er ist ein richtig guter Arzt, Kris. Wirklich.
Ich glaube, wir haben in diese Woche über zweihundert Fälle behandelt.
Das hast du dir doch gewünscht, Luke.
Ja, aber so viele, in so kurzer Zeit..
So wie wir arbeiten bleibt einfach zu wenig Zeit.
Ich habe immer Angst, dass man nicht sorgfältig genug ist.
Die Leute erwarten doch keine Wunder!
Du kannst nicht den ganzen Tag arbeiten und dir nachts Sorgen machen.
Ja, ich glaube, du hast recht.
Du merkst es selbst gar nicht, weil du so in deiner Arbeit versunken bist.
Wir haben kaum Zeit, uns zu unterhalten. Und ich habe dir so viel zu sagen.
Ich habe mich noch niemals in meinem Leben so glücklich gefühlt.
Ich dachte, ich würde meine Arbeit vermissen, aber ich tu's nicht.
Den ganzen Tag sage ich mir selbst, wie wunderbar es ist, eine Frau zu sein...
deine Frau zu sein.
Und gerade weil ich dich so liebe,
möchte ich, dass es vollkommen ist.
Meinst du nicht, dass wir jetzt daran denken könnten...
Ich möchte eine Familie haben, Luke.
Was ich sagen will ist....na ja
Ja? Ja - Dr. Marsh ist zu Haus.. Ja, Mrs. Bassett.
Nein, auf keinen Fall bewegen. Ja, er kommt sofort. Sagen Sie mir noch, wie er fahren soll.
Zur Lang-Farm. Zuerst die nördliche Chaussee herunter,dann links ab. Danke schön!
Stallknecht Nat Bassett ist vom Pferd getreten worden.
Danke, Kris. Schlaf ruhig weiter.
Er schläft jetzt, Mrs. Bassett.
Er wird vor morgen früh nicht aufwachen, aber wenn er es tut,
müssen Sie unbedingt dafür sorgen, dass er liegen bleibt. Danke, Herr Doktor.
Ach, noch etwas, Herr Doktor. Das hätte ich fast vergessen.
Mrs. Lang bat darum, Sie möchten sie besuchen, bevor Sie heimfahren.
Um ein Uhr nachts? Sie ist noch auf!
Guten Abend. Ich bin Dr. Marsh.
Und ich bin Harriet Lang. Kommen Sie bitte herein, Dr. Marsh. Danke
Ich habe mir um Nat Bassett Sorgen gemacht. Wie geht's ihm?
Nun, ich weiß es noch nicht. Wenn sein Hüfte gebrochen ist, muss er für ein bis 2 Monate liegen.
Ich hab' ihn vor dem Pferd gewarnt. So?
Es ist ein Zuchthengst. Ich züchte nämlich Springpferde. Ich verstehe.
Darf ich Vorstellen? Das ist Ben Cosgrove... Dr. Marsh. Herr Doktor?
Nun, ich verabschiede mich bereits seit Stunden...
Ben ist das beste Kindermädchen - für Erwachsene. Ja!
Gute Nacht, Herr Doktor.
Entschuldigen Sie mich.
Was möchten Sie trinken?
Danke, nichts.
Ich mag dieses Lied. Manchmal lasse ich es stundenlang spielen.
Dave Runkleman hat mir von Ihnen erzählt.
Wirklich?
Sie fragen ja gar nicht, was er gesagt hat.
Also gut - was hat er gesagt?
Er sagt, sie wären der geborene Arzt.
Ich wollte Sie unbedingt kennen lernen - wirklich!
Ich schockiere Sie!
Nein - Sie schockieren mich nicht, Mrs. Lang. Ich bin nur müde.
Ich muss morgen früh um sieben operieren.
Es heißt immer, es wäre nicht gut, allein zu trinken,
aber keiner sagt einem, wie man Leute findet, die nachts mit einem trinken.
Es tut mir leid, dass Sie einsam sind, Mrs. Lang.
Das habe ich nicht gesagt. Ich konnte nicht schlafen, und...
Heute nacht werden Sie bestimmt schlafen!
Sie wollen mir damit höflich sagen, ich hätte zuviel getrunken.
Sie haben recht. Das habe ich.
Gute Nacht, Dr. Marsh.
Gute Nacht, Mrs. Lang.
Krankenhaus Greenville - Guten Morgen. Einen Augenblick, bitte!
Krankenhaus Greenville - Guten Morgen.
Guten Morgen, Mrs. Penrose, und wo sind die Medizinmänner?
Scheuern! Gesichtswasser, Hormoncreme, Lippenstift. Ich liebe Sie!
Übrigens - ich hörte, Sie waren gestern bei der Witwe Lang?
Ja - sie machte sich Sorgen wegen ihres Stallknechts. Und wie ist Ihr Eindruck?
Nun, auf den Röntgenbildern sieht man... Ich meinte nicht den Stallknecht! Oh?
Sagen Sie nicht, Sie hätten nichts bemerkt. Ja, Sie macht einen netten Eindruck.
Aha!
Tag, Herr Doktor. Ah, Lou. Ich hab' Ihr Wunder- mittel vom letzten Monat noch nicht ausprobiert.
Mal sehen, was ich brauche.
Vier Flaschen Zephiri - zwanzig Procain Penicillin
ungefähr tausend Zungenspatel - und ein paar Dutzend Bandagen. Das wär's!
Ich hab' noch was ganz besonderes. Oh nein! Dauert nur eine Minute!
Sagen Sie, Dave, wer ist dieser Ben Cosgrove?
Er ist ihr Anwalt, und sie ist ihm nicht gut bekommen! Und Vorsicht: das steckt an!
Die erste wirkliche Verbesserung des Stethoskops seit dreißig Jahren.
So eine Verstärkung haben Sie noch nie gehört!
Also los!
Sollen wir es kaufen? Ja, es ist wirklich gut, Dave? Kostenpunkt? Zweihundertdreißig.
Na schön, dann bringen Sie es ins Büro. Auf Wiedersehen.
Danke, Dave. Dr. Marsh, bis zum nächsten Mal.
Na, und? Was und?
Kommen Sie schon! Was haben Sie gehört? Gar nichts habe ich gehört.
Lügen Sie nicht! Raus damit! Also gut.
Systolisches Schwirren, klappernder zweiter Ton, unregelmäßiger Puls.
Schauen Sie nicht so schockiert.
Ich habe das selbst schon über hundert Menschen sagen müssen.
Seit wann wissen Sie das, Dave? Ein paar Monate - darum sind Sie hier.
Sie werden aufhören müssen, zu arbeiten.
Sehen Sie, ich habe schon Altersbeschwerden mit den Nieren und der Prostata.
Viel schönes habe ich sowieso nicht mehr zu erwarten, und wenn ich nicht arbeite...
Aber Sie könnten doch in New York Raermer oder Hamilton konsultieren.
Damit die anfangen, an mir herumzuschneiden? Nein danke!
Aber Sie müssen etwas für sich tun, Dave!
Luke, wenn's einen Riss gibt, geht es schnell. Was kann man mehr verlangen?
Das ist Dr. Snider - Dr. Marsh. Dr.Snider leitet das Krankenhaus.
Freut mich, Sie kennen zu lernen. Wie geht es Ihnen, Doktor?
Ist Dr. Snider Narkosearzt? Sie sind hier nicht in der Großstadt.
Wenn ein Patient sich keinen Narkosearzt leisten kann, macht es Dr. Snider.
Fertig, Clem? Fertig.
Atmung ist schlecht. Wie ist ihr Blutdruck? Sechzig zu Null. Sie ist cyanotisch!
Pentathol weglassen. Nur Kochsalz geben!
Endotrachealtubus - rasch! Sie ist ja völlig verkrampft und bekommt keine Luft!
Sie sperrt sich. Ich kriege den Tubus nicht rein. Machen Sie einen Luftröhrenschnitt!
Skalpell! Warten Sie, Dave. Curare! Ich glaube, das ist zwecklos.
Wenn Sie nicht entspannt, können Sie immer noch schneiden. Aber schnell!
Sie scheint zu reagieren. Versuchen Sie es nochmal mit dem Tubus!
Sauerstoff. Sauerstoff!!!
Neuen Mantel! Neue Handschuhe!
Sie hat schon wieder Farbe. Ich glaube, wir bekommen sie durch.
Vielen Dank, Kris. Sie tanzen wunderbar.
Sehen Sie ihn an - die Last der ganzen Welt. Ich weiß, was er hat.
Es bedrückt ihn schon den ganzen Tag, dass ich nicht über Dr. Snider rede.
Darüber versuche ich die ganze Zeit mit dir zu sprechen, Dave.
Die Sache mit dem Pentathol war einfach... Bitte Luke, nicht jetzt!
Das muss geklärt werden. Also gut, wenn Sie es durchaus wollen, dann sag' ich's ihm.
Er ist unsicher, und das weiß er selbst. Er ist nie ein begabter Arzt gewesen,
aber er ist der Chef hier. Und er ist unfähig! Ich weiß!
Ich passe auf ihn auf, aber wir müssen uns mit ihm abfinden.
Das ist ein parteipolitischer Posten, Luke, und dagegen kommt niemand an.
Jetzt wollen wir das aber vergessen und versuchen, uns zu amüsieren!
Das ist mein erster freier Abend seit Wochen.
Harriet! Hey!
Hallo Dave. Dave Runkleman ist da.
Wie geht's Ihnen, Dave?
Guten Abend, Dr. Marsh.
Guten Abend, Mrs. Lang. Meine Frau. Mrs. Lang - Mr. Cosgrove.
Wie geht es Ihnen?
Freut mich, Sie kennen zu lernen.
Nehmen Sie noch einen...Oh, ich hatte schon mehr als genug...Einen noch!
Keine Sorge. So tanzt sie mit Ben schon seit vielen Jahren, das hat nie zu was geführt.
Ich mache mir keine Sorgen!
Aber ich wünschte, sie würde nicht so gut aussehen in dem Kleid.
Mit soviel Zeit und Geld wäre selbst ich hübsch.
Sie beide sind ein wunderschönes Paar.
Hey Kris, hoffentlich bekommt dir das! Das hab ich ihr verordnet, nicht einmischen!
Ich warne Sie vor ihm. Er ist ein gefährlicher alter Mann. Das bin ich. Trinken Sie!
Sie trinkt nicht mehr. Ihr Hausarzt erlaubt so etwas nicht.
Äh - wie heißt Gin und Wermut auf Latein, Herr Doktor?
Wie bitte? Jetzt geht das wieder los! Ben verabscheut Ärzte.
Er sagt, wir schreiben die Rezepte auf lateinisch, um die Patienten zu verwirren.
Oh - sollen Sie so einfach sein wie juristische Verträge?
Hören Sie - wir sind Waisenkinder gegen Euch Ärzte.
Ihr seid ein Geheimbund, ihr habt alles außer Schild und Schwert.
Ben - du bist betrunken - und du weißt nicht, was du redest.
Was weiß ich nicht? Ich bin gerade betrunken genug, um euch mal die Wahrheit zu sagen.
Wenn die Leute ahnen würden, wie wenig ihr wisst,
würdet ihr nicht mehr ungeschoren bleiben, wenn ihr sie umbringt.
Ich habe schon Patienten verloren - aber viel mehr habe ich gerettet.
Hören Sie, Cosgrove, wir wissen alle, dass gelegentlich...Was wissen Sie, Herr Doktor?
Ben - du wirst ausfallend! Und ausgesprochen dumm!
So? Sie wissen nicht, warum das Herz schlägt,
oder was ein Gedanke ist und warum die Nerven fühlen!
Sie wissen nicht einmal, warum eine Frau neun Monate schwanger ist und nicht zwölf.
Ihr wisst nicht mal...Nein, wir wissen nicht alles. Aber wir lernen dazu!
Lernen? Ihr lernt nicht - ihr werdet Spezialisten!
Der eine schnappt sich die Lungen, der andere den Magen und der dritte das Herz.
Und wenn sich die Interessen überlappen, wird der Verdienst aufgeteilt.
Es gibt sogar einen eigenen Namen dafür. Überweisungsanteil!
Ja - genau das. Und der Patient, das arme Schwein,
muss Sie beide bezahlen, ohne es auch nur zu ahnen.
Auf der Schwesternschule gab es einen schönen Witz.
Ärzte tragen Gummihandschuhe, um keine Fingerabdrücke zu hinterlassen.
Lass das, Kris! Das ist nicht sehr komisch. Genau, verbieten Sie ihr den Mund!
Der Geheimbund in Aktion! Warum hört ihr nicht auf, euch wie Quacksalber zu benehmen?
Warum hören Sie nicht auf, sich wie ein Winkeladvokat zu benehmen?
Sagten Sie Winkeladvokat? Hört auf - alle beide! Wisst ihr nicht, wo wir sind?
Oh, Verzeihung. Es ist wohl besser, wenn wir jetzt gehen.
Egal, was du sagst: du bist die Frau eines Arztes,
und wenn du nichts verträgst, dann trink eben nichts.
Aber ich trinke doch nie, Luke, das weißt du doch. Und darum...Sei wenigstens ehrlich!
Du hast zuviel getrunken und zuviel geredet,
weil du dich darüber geärgert hast, dass ich mit Harriet Lang getanzt habe.
Du sagst das, Luke, nicht ich.
Kris?
Was denn?
Es tut mir leid.
Schon gut. Es war genauso meine Schuld.
Nein, ich hatte eine Wut auf Snider und auf Cosgrove - und die habe ich an dir ausgelassen.
Wir sprechen zu selten miteinander, Luke.
Nicht, dass wir uns streiten.
Aber es scheint so, als hätte wir uns nicht viel zu sagen.
Manchmal wünschte ich...Kris, das war nur ein kleines Missverständnis.
Und ich habe mich entschuldigt.
Zwei Menschen sollten nicht so nebeneinander her leben.
Nein - sicher nicht.
Neulich Abend wollte ich es dir schon sagen, aber du warst so müde.
Für uns ist das Leben hier jetzt gesichert. Wir haben ein Haus.
Und wir sollten uns bald überlegen, ob wir nicht ein Kind haben wollen.
Dazu ist es noch zu früh, Kris. Ich habe gerade erst begonnen, hier zu praktizieren, und
wir können nicht alles auf einmal machen.
Aber soviel würde das doch gar nicht kosten, und ich könnte immer...Kris!
Lass uns ein andermal darüber sprechen.
Gute Nacht, Luke.
Gute Nacht, Kris.
Na sowas - der gute Onkel Doktor! Was führt Sie denn hier her? Ein Krankenbesuch.
Fertig für heute? Ja! Kommen Sie mit zum Haus, ich mache Ihnen was zu trinken.
Sie haben ja gar nicht mehr zu trinken...
Es hat keinen Sinn. Was meinen Sie damit - keinen Sinn? Ich meine, es hat keinen Sinn.
für mich!
Ich verstehe trotzdem nicht... Sie sagten, ich wäre einsam. Das bin ich auch.
Mein Leben besteht aus Pferden und zweimal pro Woche Abendessen mit Ben Cosgrove.
Das ist zwar nicht sehr aufregend, aber... aber sie wehren sich gegen jede neue Bindung.
Nur gegen die mit Ihnen. Sehen Sie - Sie arbeiten vierundzwanzig Stunden am Tag als Arzt.
und außerdem müssen Sie noch eine Ehe führen.
Sie würden doch nie Zeit für mich haben.
Warum baten Sie mich dann, mitzukommen?
Weil ich es wollte - und es war dumm. Ich kann es mir nicht leisten, mich in Sie zu verlieben.
Schön für Sie, dass Sie Ihre Gefühle so an- und abstellen können. Ich kann es nicht.
Dummkopf!
Nun, Al?
Blutdruck absolut normal, das Blutbild ausgezeichnet,
keine Spur von infektiösen Krankheiten
und Glückwunsch: Du bist im dritten Monat schwanger.
Danke. So etwa hab ich's mir auch ausgerechnet.
Lucas Marsh wird Vater. Das hätte ich nie von ihm gedacht.
War er aufgeregt? Was hat er gesagt? Er muss doch sehr stolz sein! Al!
Was ist los, Kris?
Ich habe Luke nichts gesagt.
Du hast es ihm verheimlicht? Das ist doch lächerlich!
So etwas kann man nicht geheimhalten, Kris.
Vor einem Arzt schon gar nicht. Warum tust du das?
Was ist denn los, Kris? Luke will kein Kind. Oh.
Die meisten Männer wollen keins... bis es soweit ist.
Dann rennen sie los und kaufen acht Monate vor der Geburt eine elektrische Eisenbahn.
Luke nicht.
Du weißt doch, wir führen keine Ehe im üblichen Sinn.
Ich danke dir, Al.
Kris! Sag es ihm. Was auch sein mag: sag es ihm!
Anne, habe ich irgendwann einen leichten Tag in dieser Woche
Donnerstag. Gut. Dann verlegen Sie alle Termine, ich bin nicht da.
Wird erledigt, Herr Doktor.
Er bekommt vielleicht ein bisschen Fieber nach der Spritze, aber das hat nicht auf sich.
Gute Nacht, Mrs. Bassett. Gute Nacht, Herr Doktor.
Guten Abend, Schwester O'Dell. Guten Abend, Herr Doktor.
Wer ist das?
Ein Sterbender - Lungenentzündung.
Messen Sie die Temperatur. Er hat hohes Fieber.
Das kann nicht sein, Herr Doktor. Der Puls war sehr langsam. Tun Sie, was ich sage!
Wie ist sein Name? Simmons, Carlisle Simmons.
Wo ist die Eintragung? Es war nichts einzutragen.
Hat ihn Dr. Snider gesehen? Natürlich.
Welche Anweisungen hat er gegeben? Keine. Das macht er nie in solchen Fällen.
In solchen Fällen?
Wenn ihre Zeit gekommen ist, sagt Dr. Snider, soll man sie in Frieden sterben lassen.
Der Mann hier erlebt den Morgen nicht mehr.
Wieviel?
Vierzig komma vier. Hier!
Sind diese Flecken schon bei der Untersuchung durch Dr. Snider dagewesen? Ja.
Bett rausfahren! Aber Herr Doktor! Fahren Sie das Bett raus!
Dr. Marsh. Das ist mein Patient. Was geschieht hier?
O'Dell - Ich brauche zwei Ampullen Chloromycetin und Sauerstoff.
Herr Doktor, ich muss auf die Station. Reden Sie nicht, ich brauche die Sachen.
Und rufen Sie meine Frau an - sie soll sofort kommen!
Der Mann hat Typhus. Wir dürfen keine Zeit verlieren.
Hören Sie, Dr. Marsh, ich weiß nicht...Gehen Sie aus dem Weg! Der Mann muss isoliert werden.
O'Dell, rufen Sie meine Frau jetzt an!
Dr. Marsh, hier bin ich Chefarzt, hören Sie auf, sich zu widersetzen.
Dr. Snider, Sie haben das Krankenhaus dem Typhus ausgesetzt. Das ist schlimm genug.
Aber dass Sie jemanden vorsätzlich sterben lassen, ist unglaublich.
Das ist ein alter Mann, der stirbt sowieso. Dem ist nicht mehr zu helfen. Sie sind Arzt!
Diese Entscheidung liegt nicht bei Ihnen. Sie müssen alles tun, um sein Leben zu retten!
Er hat einen Kollaps. Wo sind die Blöcke? Wir haben keine.
Das ist doch Zeitverschwendung. Ich weiß es aus Erfahrung.
Der Mann lebt morgen früh um sechs nicht mehr.
Scheren Sie sich raus, Snider, bevor ich Sie erschlage.
Sie sind wahnsinnig!
Hol die Sauerstoffflasche her.
Alkohol, bitte.
Und Blutkonserven.
Das mache ich schon. Hier, miss den Blutdruck
Darauf müsste er reagieren. Noch immer kein Druck. Cortison, hundert Milligramm.
Massier ihm die Beine.
Er ist nicht mehr unter Schock. Hilf mir bitte mit dem Bett.
Wir brauchen mehr Kochsalz. Ich hole es. Mach nur weiter.
Er atmet nicht mehr!
Du hast es geschafft. Er atmet wieder. Ich werde ihm Coramin geben.
Ich mache weiter.
Ohne dich wäre es vorbei gewesen.
Du bist sicher müde? Ja, etwas.
Kris - ich muss dir etwas sagen.
Du warst wunderbar. Ich habe es immer gewusst, aber ich habe es nie gesagt.
Du bist großartig.
Als Schwester unersetzlich.
Du redest in letzter Zeit immer so viel über Hausarbeit und Familie - das ist nichts für dich.
Du musst zurückkommen ans Krankenhaus. Wir brauchen dich hier, Kris.
Ich bin müde, Luke. Ich gehe nach Hause.
Meine Damen und Herren, Sie hören Dr. David Runkleman.
Meine Damen und Herren: in Greenville ist Typhus ausgebrochen. Typhus ist äußerst ansteckend.
Wir können eine Epidemie verhindern, wenn Sie alle,
jeder einzelne von Ihnen, unsere Anweisungen genau befolgen.
Kommen Sie sofort zur Impfung ins Bezirkskrankenhaus.
Ich wiederhole: kommen Sie sofort zur Impfung ins Bezirkskrankenhaus!
Sehr gut, Harry. Lassen Sie das jede Stunde wiederholen. Machen wir, Doktor.
Kommen Sie zur nächsten Impfung in einer Woche wieder.
Kommen Sie zur nächsten Impfung in einer Woche wieder.
Sie sind Dr. Runkleman, stimmt's?
Und wer sind Sie? Mein Name ist Alfred Boone, Herr Doktor.
Ich...ich habe gehört, Sie haben einen Cadillac.
Ganz im Gegenteil - der Cadillac hat mich.
Ist Luke in der Nähe? Nein, er impft außerhalb.
Dann gehe ich rüber zu Kristina. Erst machen Sie den Arm frei!
Sie machen Witze! Machen Sie den Arm frei!
Na großartig!
Krankenhaus Greenville - Guten Abend.
Guten Abend, Mrs. Marsh. Ja, Ihr Mann hat gerade angerufen.
Er muss noch eine Impfung machen - auf dem Gut von Mrs. Lang
Danke schön.
Er macht nur noch einen Besuch und muss dann bald hier sein.
Willst du noch Kaffee? Nein, vielen Dank.
Du bist so still, Kris. Was ist los?
Luke weiß noch immer nichts von dem Kind, Al.
Willst du mir nicht alles erzählen?
Ich wollte es ihm sagen, aber ich konnte nicht. Du musst! Ich konnte es einfach nicht.
Als Luke mir damals erzählte, dass ihr heiraten wollt, hielt ich das für Blödsinn. Das weißt du.
Aber ich habe mich gewaltig getäuscht, und ich möchte euch helfen.
Und aus dem Grunde bin ich hergekommen.
Ich weiß, Al, und dafür danke ich dir. Aber dabei kann mir kein Mensch helfen.
Tja..
Denke bitte nicht, dass ich verhungere, aber...
was hast du im Kühlschrank?
Ich sehe nach!
Gute Nacht, Mrs. Lang. Gute Nacht, Clara. Und vielen Dank.
Woran denkst du jetzt?
An nichts. Sei ehrlich!
Also gut! Ich fühle mich irgendwie...schuldig?
Schon möglich. Ich habe es dir vorher gesagt.
Ja...
Ich fühle mich schuldig, und ich hasse das Gefühl.
Man hält dich für einen Mann, der sich nicht viel aus seiner Frau macht.
Ja.
Das macht gar nichts. Aber du hättest keine Schuldgefühle, wenn sie dir egal wäre, Luke.
Wozu sollen wir lange reden?
Du möchtest gehen. Warum tust du es nicht? Na los!
Harriet, so habe ich es mir wirklich nicht vorgestellt.
Das schafft keine Probleme, die nicht schon vorher da waren.
Du weißt doch: Pferde...morgen ein Abendessen mit Ben Cosgrove...das Leben geht weiter.
Gute Nacht, Harriet.
Hey!
Al! Was machst du denn hier? Steig ein!
Was tust du hier mitten in der Nacht?
Auf dich warten. Dann lass uns reingehen!
Da war ich die ganze Zeit - sechseinhalb Stunden.
Wies - was ist denn los?
Das ist eine gute Frage. Sag du es mir.
Sieh mal, Al...Spar dir die Mühe, mir zu sagen, das ginge mich nichts an!
Sie ist schwanger.
Sie hat mir kein Wort gesagt. Aber sie hat es ein paar Mal versucht.
Ja, das stimmt.
Du bist doch Arzt. Siehst du sie denn niemals an?
Tust du das?
Ich wünschte, ich hätte es.
Es ist immer noch Zeit - tu es jetzt.
Al, ich... schon gut! Auf Wiedersehen.
Kris...
Kris, Al hat draußen auf mich gewartet.
Ich hatte ja keine Ahnung. Wenn ich es nur gewusst hätte!
Kris - es tut mir leid. Es tut mir unendlich leid.
Alles wird wieder gut. Das verspreche ich dir.
Steh auf!
Es tut dir immer leid. Jedes Mal, wenn du mich verletzt hast, tut es dir leid.
Immer, wenn du etwas gut machen willst, spielst du mir vor, dass du mich liebst.
Das wirkt jetzt nicht mehr.
Ich weiß, wo du heute Abend warst.
Das kann ich dir nie verzeihen. Kris, hör mich an. Lass es dir erklären, bitte!
Ich weiß, es war nicht recht. Aber ich schwöre dir, ich schwöre dir...Nein!
Jetzt hörst du mir zu, und unterbrich mich nicht!
Nichts, nichts, was du sagst, kann noch etwas ändern.
Von Anfang an bin ich nicht klug genug für dich gewesen,
und nicht reizvoll und nicht weiblich genug, um deine Frau zu sein.
Und jetzt kommst du angekrochen, weil dir dein Freund gesagt hat,
dass ich ein Kind von dir bekomme..
Hör auf, mir etwas vorzuspielen. Ich hab's satt!
Ich brauche dich nicht, um dieses Kind zu bekommen.
Kris - du musst mich anhören. Nein!
Du brauchtest Geld, darum hast du mich geheiratet.
Du hast es geschafft...du bist Arzt. Du brauchst mich doch nicht mehr!
Und ich brauche dich auch nicht, weil ich nichts von dir habe.
Ich will nicht mehr mit dir leben, Luke. Ich bitte dich - lass mich allein!
Geh weg!
Verschwinde von hier, Luke!
Bitte!
Was für ein Tag!
Irgendwelche Nachrichten? Ja, Herr Doktor.
Dr. Marsh - das ist für Sie. Danke.
Was Neues von Kris? Nein. Ich war gestern bei ihr.
Es geht ihr gut. Ich dachte, sie würden heute von ihr hören.
Ich scheine meinen Instinkt verloren zu haben.
Jedenfalls danke ich Ihnen für den Versuch.
Guten Abend, Dr. Marsh. Wie geht's, Schwester Felton?
Sie sehen besser aus, Mr. Parker.
Dieselbe Dosis.
Geht's Ihnen gut, Charlie? Sehr gut, Herr Doktor.
Na, dann lassen Sie mal hören.
Marsh...
Er ist... Dave Runkleman!
Er griff sich an die Brust und brach zusammen.
Traf mich wie ein Blitzschlag... Demarol - hundert Milligramm - schnell!
Wir müssen operieren. Aorta-Riss. Er verblutet.
Sollten wir nicht lieber Stafford oder einen anderen Herzspezialisten kommen lassen?
Das dauert zu lange. Sie müssen mir assistieren.
Gut. Dann hole ich jemanden für die Narkose.
Luke, Sie nehmen das zu wichtig. Einmal erwischt es jeden.
Nicht sprechen, Dave.
Langsam und gleichmäßig. Er hält sich gut. Rechte Spitzklammer, bitte.
Da. Da ist der Riss.
Ductus-Klammer. Weiter spreizen, ich brauche mehr Platz.
Halten Sie bitte. Naht viermal null, arteriell. Lange Zange.
Tupfer. Das Ende knoten.
Blut wegtupfen.
Schere. Wie ist der Blutdruck?
In Ordnung - hundertzehn zu siebzig.
Kreislauf kontrollieren.
Gill foam, bitte.
So - das war das.
Hören Sie lieber auf.
Nein, noch nicht. Mehr Sauerstoff geben. Aufdrehen bitte!
Sie haben es geschafft. Die Blutung steht. Nähen Sie zu. Daumenzange!
Ich verstärke die Aorta. Ich will alles tun, was ich kann.
Sie müssen unten durch. Das will ich auch.
Sie ist sehr dünn. Ich würde es nicht tun, Marsh. Präparierschere!
Tiefere Narkose! Plastik!
Seien Sie vorsichtig. Ich muss es unten durchziehen.
Vorsicht, sie überdehnt sich.
Stoppen Sie die Atmung.
So, jetzt bin ich beinahe durch.
Aufpassen! Marsh - sie reißt!
Klammern - schnell!
Keinen Äther mehr, nur Sauerstoff!
McCray - alle Blutkonserven, die da sind! Schnell!
O'Dell - mehr Blut!
Halten Sie den Kreislauf in Gang, Barker. Skalpell!
Transfusion ins Bein! Ich muss den Schnitt vergrößern. Knochenzange!
Haken...Barker...Hemostat. Nein, den gebogenen!
Zange - Rheinhoff - Hält nicht!...Cushing! Hemostat, schnell
Wieviele Einheiten? Sechs, Herr Doktor. Ich brauche mehr, viel mehr!
Holen Sie alle, die Sie kriegen können.
Schwester, stellen Sie das Scope so hin, dass ich es sehen kann.
Linke Aneurysma-Nadel, Barker.
Er rutscht ab! Der Puls wird schwächer!
Bulbisch drücken! Machen Sie schon, Barker. Halten Sie den Haken hier!
Ziehen Sie weiter herüber. Weg damit! Snider, übernehmen Sie hier!
Mehr Klammern. Wir müssen schneller Blut heranbekommen.
Der Puls setzt aus. Ich kann ihn kaum noch fühlen.
Herzstillstand, Herr Doktor. Adrenalin - schnell! Geben Sie es, ich massiere!
Keine Reaktion.
Noch immer keine.
Doktor....
Doktor!
Er ist tot, Marsh.
Gott helfe ihm, er hat einen Fehler gemacht.
Kris!
Luke.
Kris - hilf mir! Um Gottes Willen - hilf mir!
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