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Original subtitles

(Wachmann) Stehen bleiben! Blick nach unten!

(Wachmann) Weitergehen!

(Wachmann) Anrede "Herr Hauptmann".

(Wiesler) Herein!

(Wiesler) Setzen Sie sich.

H�nde unter die Schenkel, Fl�chen nach unten.

Was haben Sie uns zu erz�hlen?

Ich hab' nichts getan.

Ich wei� nichts.

Sie haben nichts getan, wissen nichts?

Sie glauben also, dass wir unbescholtene B�rger einfach so einsperren...

aus einer Laune heraus?

Nein, ich...

Wenn sie unserem humanistischem System so etwas zutrauen,

dann h�tten wir schon Recht sie zu verhaften, auch wenn sonst gar nichts w�re.

Wir wollen ihrem Ged�chtnis ein wenig nachhelfen...

H�ftling 227.

Ihr Freund und Nachbar, ein gewisser Pirmasens Dieter

hat am 28. September Republikflucht begangen

und wir haben Grund zu der Annahme, dass ihm geholfen wurde.

Ich wei� dar�ber gar nichts.

Er hat mir nicht mal gesagt, dass er r�ber wollte.

Ich hab's erst im Betrieb erfahren.

Beschreiben Sie mir doch bitte einmal,

was sie an diesem 28. September gemacht haben.

(H�ftling) Das hab' ich doch schon zu Protokoll gegeben.

Bitte noch einmal.

Ich war mit meinen Kindern im Treptower Park spazieren.

Dort traf ich meinen alten Schulfreund Max Kirchner.

Wir gingen zusammen zu ihm nach Hause und haben

bis in die sp�ten Abendstunden Musik geh�rt.

(H�ftling) Er hat ein Telefon, sie k�nnen ihn anrufen.

(H�ftling) Er wird ihnen das alles best�tigen.

(H�ftling) Ich kann Ihnen gern die Nummer geben.

Die Gegner unseres Staates sind arrogant.

Merken Sie sich das.

Wir m�ssen Geduld haben mit ihnen. Etwa 40 Stunden Geduld.

Spulen wir ein wenig vor.

Ich m�chte schlafen...

Bitte lassen sie mich schlafen...

Die H�nde unter die Schenkel.

Schildern Sie mir noch einmal

wie Sie den 28. September verbracht haben.

Bitte... ich will nur eine Stunde... nur ein bisschen... schlafen.

(Wiesler) Sagen sie mir noch einmal, was sie an diesem Tag gemacht haben.

(H�ftling weint)

Warum m�ssen sie Ihn so lange wach halten?

Ich meine... das ist doch unmenschlich.

Ein unschuldiger H�ftling wird mit jeder Stunde,

die man ihn l�nger da beh�lt, zorniger,

Wegen der Ungerechtigkeit, die ihm widerf�hrt.

Er schreit... und tobt.

Ein Schuldiger wird mit den Stunden ruhiger... und schweigt...

...oder weint.

Er wei�, dass er zurecht dort sitzt.

Wenn sie wissen wollen, ob jemand schuldig ist oder unschuldig,

gibt es kein besseres Mittel als ihn zu befragen

bis er nicht mehr kann.

(H�ftling) Schulfreund Max Kirchner.

Wir sind zu ihm nach Hause gegangen...

und haben Musik geh�rt bis in die sp�ten Abendstunden.

Er hat ein Telefon, sie k�nnen ihn Anrufen.

Er wird das alles best�tigen.

F�llt Ihnen etwas auf an seiner Aussage?

Er sagt das gleiche wie am Anfang.

Er sagt das SELBE wie am Anfang.

Wort f�r Wort

Wer die Wahrheit sagt, kann beliebig umformulieren...

und tut das auch.

Ein L�gner hat sich genaue S�tze zurechtgelegt,

auf die er bei gro�er Anspannung zur�ckf�llt.

227 l�gt.

Wir haben zwei wichtige Indizien...

und k�nnen die Intensit�t erh�hen.

Wenn Sie uns den Namen des Fluchthelfers nicht nennen,

muss ich noch heute Nacht ihre Frau verhaften lassen.

Jana und Nadja kommen in eine staatliche Erziehungsanstalt.

Wollen Sie das?

Wie hei�t der Fluchthelfer? Wer war es?

- Gleske - (Wiesler) Nochmal, deutlicher!

(H�ftling) Gleske, Werner Gleske.

- Werner... Gleske.

(Gemurmel) - (Wiesler) Ruhe.

Ruhe! H�ren Sie.

Kann mir jemand sagen, was das ist?

Die Geruchskonserver f�r die Hunde.

Sie ist bei jedem Gespr�ch mit Untersuchungsh�ftlingen abzunehmen...

und nie zu vergessen.

Bei Verh�ren arbeiten sie mit Feinden des Sozialismus

Vergessen Sie das nie. Guten Tag.

(Klatschen)

Das war gut, das war richtig gut!

(Grubitz) Erinnerst du dich noch...

wie wir hier zusammen sa�en... vor 20 Jahren?

Wei�t du, dass sie mir eine Professur angetragen haben?

Du siehst, es kommt nicht nur auf gute Noten an im Leben...

obwohl meine ja dank Dir gar nicht so schlecht waren.

(Wiesler) Was steht an?

Warum glaubst du eigentlich immer, dass ich mit einem Hintergedanken zu dir komme?

- Ich wollte dich nur ins Theater einladen - Ins Theater?

Ich habe geh�rt, dass Minister Bruno Hempf heute Abend ins Theater geht.

Da sollte ich als Leiter der Abteilung f�r Kultur Pr�senz zeigen.

Es geht um 19 Uhr los... wir sollten gleich aufbrechen.

Bruno Hempf auf 1 Uhr, Parkett.

Du wei�t, dass er beim MFS war...

bevor sie ihn in die Kulturabteilung des ZK holten?

(Grubitz) Hat ziemlich aufger�umt in der Theaterszene damals.

(Grubitz) Georg Dreymann, der Dichter.

(Wiesler) Das ist genau der arrogante Typ, vor dem ich meine Studenten immer warne.

(Grubitz) Arrogant, aber linientreu. Ich mein', wenn alle so w�ren wie der,

w�r' ich arbeitslos. Das ist so ziemlich unser einziger Autor,

der nichts Verd�chtiges schreibt und den man trotzdem im Westen liest.

F�r ihn ist die DDR das sch�nste Land der Welt.

Pass mal auf.

Mein Liebes Kind was hast du? Ein neues Gesicht?

Sprich Martha, bitte sprich!

Dein Arthur... lebt nicht mehr.

- Arthur? Kannst du dich das eine Mal nicht irren? - Nein, Schwester, glaube mir.

Er ist gest�rzt... in seinen Tod.

Das gro�e starke Rad hat ihn zermahlen.

Ich sehe es...

und w�rd' doch jeden Schrecken lieber sehen.

Warum bleibt mir dies Sehen nicht erspart?

(Musik)

(Applaus)

Und wie hat's dir gefallen?

- (Grubitz) Guter Mann der Dreyman, was? - Ich w�rde ihn �berwachen lassen.

�berwachen? Das Unterrichten verdirbt deinen Instinkt, Wiesler.

- Die �berwachung w�rde ich sogar selbst �bernehmen - Aber ich sage dir doch, der ist sauberer als sauber...

sogar Hempf kommt zu seiner Premiere. Wenn man so einen �berwacht,

dann schneidet man sich ins eigene Fleisch. Ich geh kurz hinunter.

(Musik)

- (Hempf) Ich h�re viel �ber Ihre Arbeit.

Die Kultur ist in guten H�nden, sagt man.

Ja, ihr Name f�llt oft in der Partei.

Wir sind Schild und Schwert der Partei, Herr Genosse Minister.

(Grubitz) Das ist mir zu jedem Augenblick bewusst.

(Hempf) Was halten Sie von Ihm?

Georg Dreyman?

Vielleicht ehm...

(Hempf) Vielleicht was?

Vielleicht ist er nicht so... so sauber wie's scheint?

(Hempf lacht) Grubitz, deshalb sind M�nner wie Sie und ich an der Spitze

Ein normaler Stasitrottel h�tte jetzt gesagt:

"Einer der Besten unseres Landes, linientreu..."

Und den ganzen K�se... aber wir sehen mehr.

Sie werden's ganz nach oben schaffen, Grubitz.

(Hempf) Jaja, an dem ist was faul. Das sagt mir mein Bauch... und der l�gt nicht.

(Hempf) N�chste Woche Donnerstag ist bei Dreyman eine Feier,

da kommen einige dubiose Leute, Hauser und das ganze Gesocks.

Versuchen Sie bis dahin was aufzubauen.

Diskrete �berwachung. Ma�nahmen, A und B.

Nur in seinen R�umen. Nichts auff�lliges, er hat m�chtige Freunde.

Es darf niemand was von der �berwachung mitbekommen...

bis wir 'was gefunden haben.

(Hempf) Wenn sie gegen den was finden, dann haben sie

einen ganz dicken Freund im ZK.

(Hempf) Sie verstehen, was ich meine?

(Grubitz) Genosse Minister, einen sch�nen Abend.

(Jazzmusik)

Warum schaut der uns immer so an?

(Dreyman) Was macht der �berhaupt hier?

Ich glaube, er hat einen Narren an dir gefressen. (Christa lacht)

Ich kann es mir nicht nehmen lassen heute Abend...

noch auf das Wohl unserer Kulturschaffenden zu trinken.

Ein gro�er Sozialist, ich wei� nicht mehr genau wer, hat einmal gesagt:

"Der Dichter ist der Ingenieur der Seele"

Und Georg Dreyman ist einer der bedeutendsten Ingenieure

unseres Landes.

- Reizend, deine Bettgenossen. - Paul, was soll das?

Und nat�rlich Christa-Maria Sieland, sie ist die sch�nste Perle

der Deutschen Demokratischen Republik

da dulde ich keinen Widerspruch.

Also erheben wir alle unsere Gl�ser auf

Christa-Maria Sieland. Sie lebe hoch, hoch, hoch!

- Dass so jemand �berhaupt das Wort an dich richten darf... - Bleib bei mir, bitte.

(Saxophonist) Und jetzt wieder etwas f�r's Gem�t.

Ich darf doch?

- Wie hat ihnen denn meine kleine Rede gefallen? - Vielen Dank.

Ihr St�ck hat mir auch gut gefallen.

- Nein wirklich, war gut. - "Ingenieur der Seele"

- Das war Stalin, den Sie zitiert haben. - (Hempf) Ah ja?

Tja, ich provoziere eben auch mal gern, Hauser.

Aber anders als Sie, wei� ich genau wie weit ich dabei gehen darf.

Ich bin da eher wie unser lieber Dreyman.

Er wei�t zwar, dass die Partei den K�nstler brauch,

der K�nstler die Partei aber daf�r mehr.

Also wenn ihr nur �ber Politik reden wollt,

dann muss ich mir jemand anders zum tanzen suchen. - (Hempf) Na ich bin bereit!

Zu sp�t, zu sp�t.

Wissen sie, ich verfolge ja die Entwicklung

unseres Theaters schon seit langem - (Hauser) Ja, fr�her haben Sie sie ja beruflich verfolgt, nicht?

- Paul - Ist schon in Ordnung, Dreyman,

Herr Hauser und ich, wir kennen uns schon viele Jahre. Herr Schwalber!

Auch sie haben heute Abend ganze Arbeit geleistet.

Dreyman, ich bin zufrieden,

dass sie jetzt mit solchen Regisseuren arbeiten.

Es hat auch andere Zeiten gegeben.

Sie sprechen von Jerska?

Ich bin ja der Meinung, dass sie ihn zu hart beurteilen.

Sicher, er hat mit seinen �u�erungen �ber die Str�nge geschlagen.

Keine Frage...

Aber... versetzen Sie sich doch f�r einen Moment in seine Lage.

Sie als Ehrenmann.

Er kann seine Unterschrift von dieser Erkl�rung nicht zur�ckziehen.

Genosse Hempf, der Mann k�nnte im Westen in jedem Theater arbeiten.

Aber er will hier nicht weg...

weil er fest an den Sozialismus glaubt...

und an dieses Land.

- Sein Berufsverbot ist absolut... - Wer redet denn von Berufsverbot?

(Hempf) So 'was gibt's doch gar nicht bei uns.

Sie sollten vorsichtiger sein in Ihrer Wortwahl.

Genosse Hempf, das sage ich jetzt nur Ihnen.

Meine St�cke sind nicht so gut,

als dass ein Schwalber sie inszenieren k�nnte.

Ich brauche Jerska.

- Ich glaube, dass Sie ihn zu hart beurteilen - Ja, sehen Sie, und ich glaube das nicht.

Aber das lieben wir ja auch alle an Ihren St�cken.

Die Liebe zum Menschen. Die guten Menschen.

Den Glauben, dass man sich ver�ndern kann.

Dreyman,

ganz gleich wie oft Sie das in Ihren St�cken schreiben,

Menschen ver�ndern sich nicht.

Aber wie geht es ihm denn?

Er ist voller Hoffnung, dass sein Berufs... dass er bald wieder arbeiten darf.

- Darf er hoffen? - Nat�rlich darf er hoffen, so lange er lebt.

Und sogar noch l�nger... denn sie wissen ja, Dreyman,

die Hoffnung stirbt immer zuletzt. (lacht)

Der OTS steht ab morgen fr�h

auf dein Zeichen f�r die Verwanzung bereit.

Wichtig ist nur, dass bis Donnerstag alles steht.

Ansonsten hast du Feierabend. Kriegst du das hin?

Gute Nacht.

(Musik)

(Fernseher)... und sp�ter Fl�chen f�r die Kleinviehhalter an.

Dort allerdings mit bestem Nutzen.

Die �konomische Strategie des 10. Parteitages

bew�hrt sich im Leben. Dass jetzt erst recht alles zur...

(Musik)

- Ich muss nach oben, sonst krieg' ich �rger. - (Kind) Von wem?

Von meiner Freundin.

(Kind) Na gut.

20 Minuten.

- Ja? - Frau Meineke, ein Wort zu irgendwem

und Ihre Marsha verliert morgen ihren Medizinstudienplatz.

(Wiesler) Haben Sie das verstanden?

Ja.

(Wiesler) Schicken sie Frau Meineke zur Anerkennung

f�r ihre Verschwiegenheit ein Geschenk.

Schon wieder Donnerstag.

Die Zeit vergeht so schnell.

Is' ja auch gut so.

(Hund bellt, Ehepaar streitet)

- Wie geht's dir? - Garnicht so schlecht. (T�r knallt)

Der L�rmpegel ist nicht immer so.

- (Dreyman) Ich wei�, nur an Donnerstagen. - (Jerska lacht) Ja.

Wir haben dich vermisst bei der Premiere.

Hatte Schwalber etwa einen guten Einfall?

Was gut war, hat er von dir geklaut.

So bleibe ich lebendig.

Nimm's mir nicht �bel, aber ich kann den Anblick von diesen fetten,

aufgetakelten Menschen bei so 'ner Premiere nicht mehr ertragen.

Das klingt nicht nach mir, wenn du's so sagen willst.

Aber vielleicht klingt gerade DAS nach mir,

vielleicht war das damals der falsche Jeska.

Freundlich und menschenlieb durch das Kraftfutter des Erfolgs...

den ich der Gn�digkeit der Bonzen zu verdanken hatte.

Aber ich werd' nicht mehr lange jammern.

In meinem n�chsten Leben werde ich einfach auch Schriftsteller.

Ein Gl�cklicher Schriftsteller, der immer schreiben kann.

Wie du.

Was hat ein Regisseur, der nicht inszenieren darf?

Nicht mehr als ein Filmvorf�hrer ohne Film,

ein M�ller ohne Mehl, er hat gar nichts mehr.

Gar nichts mehr.

Albert... auf der Premierenfeier war auch der Minister Hempf.

Ich habe mit ihm �ber dein Verbot gesprochen.

Es sieht gut aus.

Er hat mir Hoffnung gemacht, ganz... w�rtlich, ganz konkret.

(Jerska) Wirklich?

Das ist sch�n.

(Christa) Billiger georgischer Wein, Marke Jerska.

Und wie geht's unserem heiligen Trinker, kommt er?

Hab' vergessen ihn zu fragen.

Du bist stark und kraftvoll und genauso brauch' ich dich.

- Hol dir nicht diese Kaputtheit in dein Leben. - Albert ist mein Freund.

Und du bist meiner.

Sieht aus wie zum f�nfzigsten, dabei bin ich doch 40, oder?

Und vergiss nicht, dass du mir versprochen hast,

dass du zu deinem Geburtstag einen Schlips anziehst.

Das w�rd' ich ja gerne machen, ich hab' leider keinen.

Bon anniversaire!

- Ein Schlips? - Du hast doch gesagt du willst keine B�cher.

Oder kannst du am Ende gar keinen Schlips binden, du alter Arbeiterdichter?

Ich kein Schlips binden?

Ich bin mit Schlips geboren.

Du vergisst, dass ich mich mit eigener Kraft von den Fesseln

des B�rgertums freik�mpfen musste.

Dann lege sie nur f�r mich noch ein Mal an... die Fesseln.

So...

Schlips binden...

Kleinigkeit.

Frau Meineke, kommen sie f�r einen Moment rein?

Sie k�nnen doch sicher einen Schlips binden?

Sie haben keine Ahnung wie dankbar ich ihnen bin.

- F�hlen sie sich nicht gut? - Doch, mir geht's gut.

Fertig?

Gro�artig, der ist perfekt, besser geht's nicht.

Das muss aber unser Geheimnis bleiben. Sie k�nnen doch ein Geheimnis bewahren?

(Fr. Meineke) Doch.

Donnerwetter. Und ich dachte wirklich du kannst es nicht.

Du h�lst doch sonst nicht mit deinen F�higkeiten hinterm Berg.

Du ahnst ja nicht, was ich sonst noch alles kann.

(Klingeln)

(Christa) Der erste Gast.

(Klingeln) Unsere lieben braven Nachbarn haben mal wieder unten zugesperrt.

- Gehst du? - Ja, ich geh' schon.

(Musik) Meister! Unsere Gaben!

- Ich hab' doch ausdr�cklich gesagt keine B�cher. Danke.

Wollt ihr 'was trinken?

- Gerne, 'ne Selters. - F�r mich Vodka.

Ich hol euch was.

Was soll das, warum sitzt Albert dort ganz allein?

Er will nicht mit uns reden. Er hat uns alle abgewiesen.

Ich hab' dir auch etwas mitgebracht.

- Bist du wirklich hier hergekommen um zu lesen? - Ist immerhin Brecht.

Ich komm mir vor wie ein Hochstapler unter all diesen Leuten.

Hochstapler?

Albert, komm! Du verlierst den Bezug zur Realit�t.

Du wei�t doch wie wir dich bewundern,

wie alle dich bewundern.

Ja, f�r etwas, das ich vor 10 Jahren gemacht habe...

und wahrscheinlich garnicht mehr k�nnte.

(Hauer) Ah, mein Lieblingsregisseur, warte doch mal!

Ich muss mal mit dir reden!

Erkl�r' mir doch mal bitte genau wie du in diese Position gekommen bist, mh?

Durch Talent. Nat�rlich!

Aber was hast du sonst noch gemacht?

Das du Nichtsk�nner bei der Stasi bist, das wei� doch jeder!

- Das ist eine unglaubliche Unterstellung!

- Paul! - Was?

Schwalber, entschuldigen sie meinen Freund, er hat zu viel getrunken.

Was sollte denn das? Du wei�t doch, dass er bei der Stasi ist.

Nein, Paul. Wissen tu ich es nicht.

Du bist so ein j�mmerlicher Idealist, dass du schon fast ein Bonze bist.

Wer hat denn Jerska so kaputt gemacht? Genau solche Leute!

Spitzer, Verr�ter und Anpasser!

Irgendwann musst du Position beziehen, sonst bist du kein Mensch!

Wenn du je etwas unternehmen willst, dann melde dich bei mir.

Ansonsten brauchen wir uns nicht mehr zu sehen.

Viel Geschmack haben deine Freunde nicht.

Das ist wirklich ungerecht.

Hier... zum Beispiel der R�ckenkratzer. Ist doch wundersch�n!

(Christa) Das ist 'ne Salatgabel!

Trotzdem... wundersch�n. Guck mal hier.

Mit dem werde ich mein neues St�ck schreiben.

Du hast eben auch keinen Geschmack!

In manchen Sachen schon.

- Von Jerska. - Er hat dir nat�rlich doch ein Buch geschenkt.

Sie sind zu sp�t.

Entschuldigen Sie, Genosse Hauptmann. Ich bin in so'ne Rotphase geraten,

Da kann man leicht mal 4 Minuten verlieren.

Wissen sie ja, wie das ist.

Die sind ja schon bei der Sache! Das gibt's ja gar nicht! Diese K�nstler!

Bei denen geht's ab!

Wissen sie Kollege, deswegen �berwache ich lieber K�nstler

als Priester und diese... Friedensapostel.

Bis morgen fr�h 11 Uhr.

Albert Jerska, OV Engerling. Wiesler, wie gewohnt systematisch.

Ich lasse die Akte rausholen. Gehen wir Mittagessen.

(Durchsage) Die BSG Volleyballer treffen sich heute wie gewohnt um 19 Uhr in der kleinen Turnhalle.

Du warst lang nicht mehr hier. Der Stabstisch ist dort.

Irgendwo muss der Sozialismus doch beginnen.

Wegen deiner Autokennzeichenanfrage von der Limousine,

die Frau Sieland nachts heimlich nach Hause gebracht hat...

Es handelt sich um den Wagen von Minister Hempf.

Wiesler,

f�hrende Genossen d�rfen wir nicht erfassen. Ich hab' die Erw�hnung aus deinem Bericht gestrichen.

In Zukunft nichts schriftliches mehr dar�ber,

wenn es etwas gibt, dann m�ndlich.

Wir helfen also einem ZK Mitglied seinen Rivalen aus dem Weg zu schaffen.

Ich brauch' dir wohl nicht zu sagen, was es angesichts dieser neuen Information

f�r meine Karriere bedeutet. Und f�r deine.

Falls wir etwas finden...

Sind wir daf�r angetreten?

Wei�t du noch unseren Eid damals?

Schild und Schwert der Partei zu sein.

Was ist denn die Partei anderes als ihre Mitglieder?

Und wenn die gro�en Einfluss haben, umso besser.

Ich hab wieder einen neuen.

Honecker kommt fr�h morgens in sein B�ro,

�ffnet das Fenster, sieht die Sonne und sagt...

Was ist?

Oh, Entschuldigung... das war... ich hatte...

Nein, nein, ich bitte Sie, Herr Kollege, ich bitte Sie!

Man wird doch �ber den Staatsratsvorsitzenden noch lachen d�rfen!

Den Witz kenn' ich wahrscheinlich sowieso schon!

Na kommen Sie, erz�hlen Sie!

Also... Hone... also der Genosse Generalsekret�r

sieht die Sonne und sagt

- "Guten Morgen, liebe Sonne!" - "Guten Morgen liebe Sonne!" so.

Und die Sonne antwortet: "Guten Morgen, lieber Erich!"

Und am Mittag geht Erich wieder zum Fenster, macht es auf, sieht die Sonne und sagt:

"Guten Tag, liebe Sonne!" Und die Sonne sagt: "Guten Tag, lieber Erich!"

Und Abends, nach Feierabend, geht Honecker wieder ans Fenster und sagt:

"Guten Abend liebe Sonne!"

Und die Sonne sagt nichts.

Also fragt er nochmal: "Guten Abend liebe Sonne. Was hast du?".

Und da sagt die Sonne: "Ach leck' mich doch am Arsch! Ich bin jetzt im Westen!"

Name?

Dienstgrad? Abteilung?

Ich?

Stigler.

Unterleutnant Axel Stigler. Abteilung M.

Ich brauch ihnen wohl nicht zu sagen, was das f�r ihre Karriere bedeutet....

was Sie da gerade getan haben.

Genosse Oberstleutnant, ich... ich hab' doch nur...

Sie haben doch nur... unsere Partei verh�hnt. Das war Hetze.

Und sicher nur die Spitze des Eisberges.

Das werd' ich dem B�ro des Ministers melden.

Das war doch nur Spa�! Der war gut, mh?

Aber Ihrer war auch gut. Ich kenn' aber noch 'nen Besseren.

Was ist der Unterschied zwischen Erich Honecker und einem Telefon?

Hm? Na? Na keiner!

Aufh�ngen! Neu w�hlen!

- Kommst mit? - Nee du, ich muss nach Hause. Nacht.

(Hempf) Kalt?

(Hempf) Christa, du hast unsere Verabredung am Donnerstag vergessen.

Oder hatte dein Dichter vielleicht zwei Mal hintereinander Geburtstag?

Komm, steig ein!

Steig ein!

Du wei�t nicht, was gut f�r dich ist.

Sei unbesorgt.

Ich pass' schon auf dich auf.

Sag, dass du es nicht auch brauchst.

Sag ein Wort und ich lass dich sofort los.

Ich bin verabredet.

Was glaubst du, wo ich hinfahre?

Ich fahr' dich doch zu ihm! Da bist du nur noch schneller da!

Zeit f�r bittere Wahrheiten.

(Klingeln)

(Klingeln) (Dreyman) Ja.

(Klingeln) Diese Idioten!

(Hempf) N�chsten Donnerstag im Metropol.

(Hempf) Fahren Sie.

Christa?

Halt' mich einfach nur fest.

Guten Abend, Genosse Haupt...

Sie sind schon wieder f�nf Minuten zu sp�t.

Guten Abend. 11 Etage, rechter Gang.

(Frau) Ich bin schon oben.

(Wiesler) Wie sind sie denn ins Geb�ude gekommen?

Hier wohnen noch andere Jungs vom MFS.

Ich glaube bei dir war ich noch nie.

Das glaube ich auch nicht.

Na? Hat das gut getan?

- Bleib doch noch etwas bei mir. - Ich kann nicht,

ich hab' um halb den n�chsten Kunden.

Ich arbeite nach Termin.

Halb zwei, das schaffen Sie sowieso nicht mehr.

Klar schaff' ich das, mach dir mal keine Sorgen.

Und das n�chste mal l�nger buchen.

Tsch�ss.

Georg? Hast du schon geh�rt wegen Hauser...?

Nein, was denn?

Seine Vortragsreise in den Westen f�llt flach, er kriegt keinen Reisepass.

Wundert dich das?

Wenn er sich so arrogant verh�lt, dann muss er mit so etwas rechnen.

(Dreyman) W�rdest du den ausreisen lassen an deren Stelle?

Hast du eigentlich meinen gelben Brechtband gesehen?

- (Christa) Wie? - Den Brechtband.

(Christa) Ich wei� nicht wo der ist.

Komisch, ich h�tte schw�ren k�nnen...

An jenem Tag im blauen Mondseptember, still, unter einem jungen Pflaumenbaum

Da hielt ich sie, die Stille bleiche Liebe, in meinem Arm wie einen holden Traum

Und �ber uns im sch�nen Sommerhimmel

war eine Wolke, die ich lange sah.

Sie war sehr wei� und ungeheuer oben

und als ich aufsah, war sie nimmer da.

(Klingeln)

- Ja? - Georg? Wallner hier.

Georg, es geht um Jerska. Er ist tot, er hat sich letzten Abend erh�ngt.

Georg?

(Dreyman) Ich leg' jetzt auf, ja?

Ich musste daran denken, was Lenin �ber "Appassionata" gesagt hat.

"Ich kann sie nicht h�ren, sonst bring' ich die Revolution nicht zu Ende."

Kann jemand, der diese Musik geh�rt hat...

Ich meine wirklich geh�rt hat...

auch ein schlechter Mensch sein?

Bist du wirklich bei der Stasi?

Wei�t du �berhaupt, was das ist, die Stasi?

Ja, das sind schlimme M�nner, die andere einsperren, sagt mein Papa..

So...

Wie hei�t denn dein...

Mein was?

Ball! Wie hei�t denn dein Ball?

Du bist aber komisch, B�lle haben doch keinen Namen!

(Grubitz) Das ist alles geschehen, Genosse Minister.

(Grubitz) Die allerneuste operative Technik.

Unter jedem einzelnen Lichtschalter, sogar im Klo.

- Eingangsbreich mit Ma�nahme C... - (Hempf) Sie haben gesagt Sie finden etwas.

Finden sie 'was!

Ich will meinem schlimmsten Feind nicht geraten haben mich zu entt�uschen.

(Hempf) Jetzt verschwinden Sie!

Nowack, sie werden jetzt Christa-Maria �berwachen.

�ber jede Minute, die sie nicht mit mir ist, werden sie mir berichten, verstanden?

Wir haben Hauser die Ausreisegenehmigung f�r die Konferenz im Kulturabkommen nicht gew�hrt.

Vielleicht bringt das 'was ins Rollen. Die Beiden sind ja sehr eng.

Und? Wie l�uft's zwischen CMS und dem Minister?

Sie sind morgen Abend verabredet, wenn ich den Rhythmus richtig verstehe.

Gut! Sehr gut! Wir beide haben an dieser Liebesgeschichte viel zu gewinnen.

Oder zu verlieren.

(Grubitz) Vergiss das nicht.

Fr�her hatte ich immer nur vor zwei Sachen Angst.

Vor dem allein Sein und vor dem nicht schreiben K�nnen.

Seit Alberts Tod ist mir das Schreiben egal... und andere Menschen auch.

Jetzt habe ich nur noch Angst ohne dich zu sein.

Heute Abend darfst du dich aber nicht f�rchten.

Ich gehe n�mlich nur f�r ein paar Stunden weg.

Wohin?

Ich treffe eine Klassenkameradin, die gerade in der Stadt ist.

Wirklich, Christa?

- Wirklich?? - Was f�llt dir ein!

Ich wei� es.

Ich wei�, wo du hingehen willst.

Und ich bitte dich, gehe nicht da hin.

Du brauchst ihn nicht.

Du brauchst ihn nicht.

Und ich wei� auch von den Medikamenten.

Und wie wenig du deiner Kunst traust.

Aber vertraue wenigstens mir.

Christa-Maria.

Du bist eine gro�e K�nstlerin.

Ich wei� es. Und dein Publikum wei� es auch.

Du brauchst ihn nicht.

(Dreyman) Du brauchst ihn nicht.

(Dreyman) Bleib hier.

(Dreyman) Geh' nicht zu ihm.

Nein? Brauch' ich ihn nicht? Brauch' ich dieses ganze System nicht?

Und du?

Du brauchst es ja dann auch nicht. Oder erst recht nicht...

Aber du legst dich doch genauso mit denen ins Bett.

Warum tust du's denn?

Weil sie dich genauso zerst�ren k�nnen,

trotz deines Talents, an dem du noch nicht mal zweifelst.

Weil sie bestimmen, wer gespielt wird, wer spielen darf,

und wer inszeniert.

(Christa) Du willst nicht so enden wie Jerska.

(Christa) Und ich will es auch nicht.

(Christa) Und deshalb gehe ich jetzt.

(Dreyman) Du hast in so vielen Recht und ich will so viel anders machen.

Aber ich bitte dich...

Ich flehe dich an... geh nicht.

Na, Chef? Bin ich p�nktlich?

Lassen sie mich raten, was die gerade machen... "Zack, zack, zack".

Na kommen Sie, ich �bernehm' schon.

Ich kann doch nicht verantworten, dass Sie wegen mir �berstunden machen.

"Gehe nicht durch diese T�r."

Wo will sie denn hin?

Treffen mit einer alten Klassenkameradin.

Detaillierten Bericht k�nnen Sie morgen lesen.

Ich krieg' das hin.

Gute Nacht.

(Mann) Was glotzt'n so?

Selters.

Nein, �h... Vodka.

Doppelt.

Nochmal das gleiche.

(Christa) Bringen Sie mir einen Cognac, bitte.

Gn�dige Frau?

Bitte lassen Sie mich in Ruhe, ich m�chte alleine sein.

Frau Sieland.

Kennen wir uns?

Sie kennen mich nicht, aber ich kenne Sie.

Viele Menschen lieben Sie,

weil Sie sind wie Sie sind.

- Ein Schauspieler ist nie so wie er ist. - Sie doch.

Ich habe sie auf der B�hne gesehen.

Sie waren da mehr so wie Sie sind...

als Sie es jetzt sind.

Sie wissen wie ich bin?

Ich bin doch Ihr Publikum.

- Ich muss gehen. - Wohin gehen Sie?

Ich treffe eine alte Klassenkameradin. Ich...

Sehen sie? Da waren sie gerade gar nicht sie selbst.

Nein?

Nein.

Sie kennen sie also gut, diese Christa-Maria Sieland.

Was meinen Sie...

W�rde sie einen Menschen verletzen, der sie �ber alles liebt?

W�rde sie sich verkaufen f�r die Kunst?

Verkaufen f�r die Kunst? Die hat sie doch schon.

Das w�re ein schlechtes Gesch�ft.

Sie sind eine gro�e K�nstlerin.

Wissen Sie das denn nicht?

Und Sie sind ein guter Mensch.

"Bei meiner �bernahme streiten Lazlo und CMS dar�ber,"

ob CMS zu dem treffen mit der Klassenkameradin gehen soll.

Schlie�lich geht sie. Lazlo scheint hier�ber ungl�cklich.

Nach etwa 20 Minuten kehrt CMS aber schon zu Lazlo zur�ck,

zu seiner und meiner �berraschung.

Er scheint hier�ber sehr gl�cklich. Heftige Intimit�ten folgen.

Sie sagt, sie wird jetzt nie mehr weggehen.

Er sagt wiederholte Male: "Jetzt werde ich die Kraft haben, ich werde etwas tun."

Hiermit ist vermutlich gemeint, dass er ein neues Theaterst�ck schreiben wird.

Die St�ckeproduktion von Lazlo war n�mlich �ber die letzten Wochen von Schwierigkeiten geplagt.

Was sie mit ihren �u�erungen meint, ist unklar.

Vielleicht dass sie sich mehr um Lazlos Haushalt k�mmern will als zuvor.

"Der Rest der Nacht verl�uft friedlich."

Oh, Genosse Hauptmann..�hm... Das war nur, weil... er schl�ft auch noch...

Guter Bericht.

Echt jetz?

Ich wusste nicht, dass es so schlimm um ihn steht.

Ich auch nicht.

(Dreyman) "Von einem, der r�ber machte:"

Die staatliche Zentralverwaltung f�r Statistik in der Hans Beimler Stra�e

z�hlt alles, wei� alles.

Wie viele Schuhe ich pro Jahr kaufe: 2.3.

Wie viele B�cher ich im Jahr lese: 3.2.

Und wie viel Sch�ler jedes Jahr mit 1.0 ihr Abitur machen: 6347.

Aber eine z�hlbare Sache wird dort nicht erfasst.

Vielleicht weil solche Zahlen selbst B�rokraten weh tun...

und das ist der Freitod.

Sollten Sie in der Beimler Stra�e anrufen und fragen

wie viele Menschen die Verzweiflung zwischen Elbe und Oder,

zwischen Ostsee und dem Erzgebirge in den Tod getrieben hat,

dann schweigt unser Zahlenorakel.

Und notiert sich vermutlich genau Ihren Namen... f�r die Staatssicherheit.

Jene grauen Herren,

die f�r Sicherheit sorgen in unserem Land... und f�r Gl�ck.

1977 h�rte unser Land auf Selbstm�rder zu z�hlen.

"Selbstm�rder", so nannten sie sie.

Dabei hat diese Tat mit Mord doch gar nichts zu tun.

Sie kennt keinen Blutrausch, sie kennt keine Leidenschaft,

sie kennt nur das Sterben, das Sterben der Hoffnung.

Als wir vor 9 Jahren aufh�rten zu z�hlen,

gab es nur ein Land in Europa, dass mehr Menschen in den Freitod trieb:

Ungarn.

Danach kamen gleich wir. Das Land des real existierenden Sozialismus.

Einer dieser Ungez�hlten ist Albert Jerska.

Der gro�e Regisseur.

Von ihm will ich heute Erz�hlen..." (Klingeln)

Ich habe versucht Statistiken zu bekommen, die zeigen...

die zeigen wie viel erfolgreicher unsere Staatssicherheit arbeitet als wir so allgemein glauben.

(Musik) Ich Idiot habe meinen Vortrag f�r dr�ben hier geprobt.

Seitdem bin ich sehr musikalisch geworden.

Wir k�nnen uns auch bei mir treffen.

(Dreyman) Und? Jetzt sicher genug?

Mein eigener kleiner "Leibw�chter".

(Hauser) Ich nenn' ihn Rolf. Wahrscheinlich hei�t er auch so.

Schie�' los.

Hier.

Das willst du ver�ffentlichen?

Im Westen, mit deiner Hilfe.

Wirst du mir helfen?

Hast du Christa davon erz�hlt?

Nein.

Gut ich helfe dir

unter der Bedingung, dass du's auch weiterhin vor ihr geheim h�lst.

Was?

Georg, es ist doch auch um sie zu sch�tzen.

Das w�r' was f�r'n "Spiegel".

Mit einem der Redakteure bin ich ganz gut befreundet.

Gregor Hessenstein. Kennst du ihn?

Nicht pers�nlich.

(Hauer) Du musst ihn treffen.

(Hauer) Aber unter deinem eigenen Namen ver�ffentliche, kommt nicht in Frage.

(Hauer) Es sei denn, dich reizt die rein sportliche Herausforderung eines 48 Stunden Verh�rs.

Mir ist kalt.

Doch zu mir?

Bei mir ist keine Staatssicherheit.

Pers�nlicher Freund von Margot Honecker,

Nationalpreistr�ger, wenn ich daran erinnern darf...

Zweiter Klasse!

Meine Wohnung ist sauber, ich sag's euch.

Wenn man da irgendwie sicher sein k�nnte...

Ich h�tte schon eine Idee wie wir deine Wohnung �berpr�fen k�nnten.

Ihr kennt doch meinen Onkel Frank,

der jeden Samstag aus Westberlin zu Besuch kommt,

mit seinem dicken goldenen Mercedes.

Also Herr Hauser, mir erscheint das alles doch ziemlich riskant.

Ja, da muss ich Georg Recht geben.

Einfach die R�ckbank ausbauen und ihren Neffen darunter verstecken?

Ich wei� nicht.

Kommt schon, die schauen da nicht drunter.

Bisschen mit dem Spiegel unter die Achse, bisschen am Auspuff rumgekloppt,

und ab geht er, bin dr�ben und Paul auch.

Nee nee, das sind nicht die hellsten an der Grenze. Ihr seht das vollkommen falsch.

- An welchem Grenz�bergang fahren sie denn immer r�ber? - Heinrich-Heine Stra�e.

Immer Heinrich-Heine Stra�e.

Die kennen mich da schon, die Jungs, mich und meinen goldenen Mercedes.

Ich bin richtig befreundet mit den Grenzern.

Glaubt mir, in 2 Stunden ruf ich euch an,

mit 'ner Flasche Schultheiss in der Hand

und gebe euch die Botschaft durch:

Paul ist dr�ben. - Nein!

- Was ist eigentlich mit Pauls Stasimann?

Rolf... glaubt, dass Paulchen zu Hause sitzt.

So und jetzt muss ich los.

Nicht dass der Junge mir erstickt in der Karre, w�r' ja schade um den, nicht wahr?

Noch ein Bier?

(Grenzer) Grenz�bergangsstelle Heinrich-Heine Stra�e?

Teilnehmer?

Teilnehmer?

Das eine Mal, Freundchen.

(Klingeln)

Dreyman.

Okay, wie versprochen, Paul w�re dr�ben.

�berhaupt keine Kontrolle?

N�, keine besonderen Kontrollen.

Nur das �bliche, so schlimm sind die Jungs da gar nicht.

Also, er w�re dr�ben.

Na dann dank ich Ihnen vielmals, dass sie das f�r uns gemacht haben.

Keine Ursache, die Gefahr war nun wirklich nicht so gro�.

- (Dreyman) Ja, das stimmt auch wieder.

- Ja gut, dann bis bald und vielen Dank. - Tsch�.

Und was machen wir, wenn einer fragt, was wir hier eigentlich zusammen machen?

Dann sagen wir... also... wir sagen ihr helft mir ein St�ck zu schreiben.

Ein Theaterst�ck.

Zum 40. Jahrestag der DDR.

Ja.

Irgendwie stimmt das ja sogar.

Wer h�tte gedacht, dass unsere Staatssicherheit

so... unf�hig ist?

Wer h�tte gedacht, dass das solche Idioten sind.

Warte nur ab...

Guten Tag, Genosse Hauptmann. H�ren Sie sich das mal an.

Warum die Rate '67 am h�chsten war, das ist f�r uns fast noch verst�ndlich,

aber 1977...das m�ssen sie schon erkl�ren.

Sie m�ssen doch die sozialen Umst�nde deutlicher machen.

Es soll ein literarischer Text bleiben,

keine journalistische Hetzschrift.

Der Text ist gro�artig, wie er ist.

Ich will doch nur sicherstellen, dass er auch bei uns richtig verstanden wird.

Er wird Furore machen, so oder so.

- Das ist Hauser! - Na klar ist das Hauser.

Er ist ja gar nicht im Westen.

Die schreiben zusammen ein Theaterst�ck.

Zum Jubil�um, 40. Jahrestag.

Also... mir klingt das ja nicht nach Theaterst�ck.

Wonach klingt es denn f�r sie?

Ich wei� nicht, aber... nicht nach Theaterst�ck.

Sie machen sich viele Gedanken, Oberfeldwebel Leye.

Sie sind doch kein Intellektueller?

Ich? Nee... also... sowas bin ich nicht.

Dann verhalten Sie sich nicht wie einer.

Ich habe Sie f�r diese Aufgabe ausgew�hlt, weil es hie�, dass sie die Technik beherrschen

und keine Fragen stellen.

�berlassen Sie das Denken ihren Vorgesetzten.

Schon gut, Genosse Hauptmann... Ich geh' dann mal.

Sch�nen Tag noch.

Gute Arbeit... ich mein' ich w�nsche ihnen noch gute Arbeit.

(Dreyman) Das hier kann ich vielleicht anders schreiben.

Ich lasse Ihnen dann noch zukommen, was wir an Materialien haben.

2 Wochen, k�nnen Sie das schaffen?

Dann k�nnt' ich Sie noch in die erste M�rzausgabe hineinbringen.

Vielleicht sogar als Titel.

Das ist Christa.

Georg?

Christa, das ist Gregor Hessenstein.

- Christa Sieland. - Das wei� ich doch.

Und? Was macht ihr hier so verschw�rerisch?

Hauser und ich, wir wollen zusammen ein Theaterst�ck zum 40. Jahrestag der Republik schreiben.

(Christa) Ein St�ck zu zweit? - Der Spiegel will vielleicht dar�ber vorab berichten.

- Und wer spielt die Hauptrolle? - Ja, das wollten wir dich sowieso fragen.

Christa, wen w�rdest du lieber spielen?

Lenin? Oder seine liebe alte Mutter.

Du kannst es dir aussuchen.

Gut, ich seh' schon, ich bin hier nicht erw�nscht.

Ich geh kurz schlafen.

Ich finde Ihre Vorsicht l�blich.

Je weniger Menschen von diesem Projekt wissen, desto besser.

Mit der Stasi ist nicht zu scherzen.

In dem Zusammenhang habe ich Ihnen auch etwas mitgebracht.

Die ganze Torte w�re mir lieber gewesen. Ich habe schon eine Schreibmaschine.

...deren Schriftbild l�ngst von der Stasi erfasst ist.

Wenn dieser Text an der Grenze abgefangen wird,

mit ihrer Maschine geschrieben, dann sind sie am n�chsten in Hohensch�nhausen.

Und dass das nicht gerade viel Spa� macht, davon kann Paul ein Lied singen, was?

Leider habe ich in diesem Miniformat nur ein rotes Farbband auftreiben k�nnen.

Macht es Ihnen 'was aus den Artikel in rot zu schreiben?

Daran soll's nicht scheitern.

Haben sie einen Ort, wo sie diese Schreibmaschine verstecken k�nnen, nach jedem Gebrauch?

- Ja, mir wird sicher 'was einfallen. - Nehmen Sie das nicht auf die leichte Schulter.

Ich will nicht den n�chsten Artikel dar�ber schreiben m�ssen,

dass niemand wei�, wo Georg Dreyman abgeblieben ist.

Keiner aus uns dreien darf wissen, dass es diese Maschine �berhaupt gibt.

(Hessenstein) Die Wohnung ist wirklich sicher?

Ja.

Diese Wohnung ist der letzte Ort in der DDR,

wo ich ungestraft sagen kann, was ich will.

Gut, dann lassen Sie uns darauf ansto�en.

Die Flasche ist n�mlich echt.

Auf dass Sie Gesamtdeutschland das wahre Gesicht der DDR zeigen.

Zum Wohl.

Zu Genosse Grubitz, Hauptmann Wiesler. Es ist dringend.

(Sekret�rin) Der fr�heste Termin ist leider erst morgen, 14.30 Uhr...

(Grubitz) Sag ihm, wenn er den IM enttarnt, dann wird seine ganze Kirche geschlossen!

So einfach ist das!

Soll der Papst anrufen und sich beschweren!

Ja, jetzt los, ich hab' mich lang genug mit diesem Bl�dsinn besch�ftigt.

Wiesler, gut, dass du da bist.

Ich muss dir 'was zeigen.

"Haftbedingungen f�r politisch-ideologische Diversanten der Kunstszene nach Charakterprofil."

Ist das wissenschaftlich?

Und schau' mal hier:

"Dissertation betreut durch Professor Anton Grubitz." Wie gef�llt dir das? Ist doch gro�artig, mh?

Ich hab' ihm zwar nur 'ne 2 gegeben...

Die sollen nicht gleich denken, dass promovieren bei mir einfach ist.

Aber es ist wirklich erstklassig.

Wusstest du, dass es unter K�nstlern zum Beispiel nur 5 verschiedene Typen gibt?

Deiner zum Beispiel, Dreyman,

das ist Typ 4, hysterischer Anthroprozentriker.

Kann nicht alleine sein. Muss immer reden und immer Freunde um sich haben.

Bei so einem darf man es auf keinen Fall zum Prozess kommen lassen.

Dann w�rde der aufbl�hen.

Das muss alles in der U-Haft ablaufen. Ganz ohne �ffentlichkeit.

Da wird man viel schneller mit dem fertig.

V�llige Einzelhaft, ohne ihm zu sagen wie lange er drin sein wird.

Kein Kontakt zu irgendwem in der ganzen Zeit, nicht einmal zu den W�chtern.

Beste Behandlung derweil,

keine Schikanen, keine Misshandlungen, Skandale...

Nichts, wor�ber er sp�ter schreiben k�nnte.

Nach 10 Monaten lassen wir ihn frei.

�berraschend.

Der macht uns keine Probleme mehr.

Wei�t du, was das Allerbeste ist?

Die meisten von diesem Typ 4, die wir so bearbeitet haben,

schreiben nachher �berhaupt nicht mehr oder malen nicht mehr oder was auch immer

so K�nstler tun. Und das ohne, dass wir irgendeinen Druck aus�ben.

Einfach so. Sozusagen...

als Geschenk.

Was f�hrt dich zu mir? Entwicklung im Fall Dreyman?

Dar�ber wollte ich mit dir sprechen.

Ich glaube es ist an der Zeit...

An der Zeit was?

...dass wir den Vorgang verkleinern.

Ich m�chte nicht Tages -und Nachtschicht f�r einen so... unsicheren Fall beanspruchen.

Unsicher, mh?

Du glaubst also nicht, dass wir etwas finden? F�r den Minister?

Vielleicht wenn wir den Fall verkleinern, beweglicher machen.

Wenn wir Lazlo auch au�erhalb seiner R�ume aufkl�ren k�nnen.

Soll ich Udo den Fall �bergeben?

Ich w�rde ihn gern selber weiterf�hren.

Warum?

Es k�nnte schon noch 'was dabei herauskommen.

Ich m�sste nur freier einteilen k�nnen.

Wann ich komme, wann ich gehe... Tags, nachts.

Vielleicht macht er ja 'was au�erhalb seiner Wohnung.

Irgendetwas gef�llt mir da nicht.

Irgendetwas sagst du mir nicht.

Also gut, ich ziehe Udo ab.

Ich kann ihn ganz gut verwenden f�r diesen Kirchenfall.

Reich' mir den Antrag ein, aber schriftlich. Und schreib als Begr�ndung: Mangelnde Verdachtsmomente.

(Grubitz) Und Wiesler?

Noch einen Rat:

Wir sind nicht mehr in der Hochschule.

Bei Projekten geht es nicht um Noten...

sondern um Erfolg.

(Musik)

"Die Zentralverwaltung f�r Statistik in der Hans-Beimler Stra�e"

z�hlt alles, wei� alles.

Wie viele Schuhe ich im Jahr kaufe: 2.3.

Wie viele B�cher ich im Jahr lese: 3.2.

"Und wie viele Sch�ler jedes Jahr mit 1.0 ihr Abitur machen: 6347."

- Es ist kein Theaterst�ck, was wir schreiben, Christa - Du brauchst es mir nicht zu erz�hlen.

- Ich m�chte es dir aber erz�hlen. Es ist ein Text... - Sag's mir nicht.

Vielleicht bin ich ja wirklich so unzuverl�ssig wie deine Freunde sagen.

Aber ich bin jetzt ganz bei dir.

Ganz egal was.

(Nachrichtensprecher) Bundesforschungsminister Riesenhuber, der den Bericht eingebracht hatte, betonte,

dass es zur Rettung bereits gesch�digter W�lder kein Patentrezept gebe.

Anspannung im deutsch-deutschen Verh�ltnis.

Das Nachrichtenmagazin der Spiegel ver�ffentlichte heute als Titelgeschichte den Text eines ungenannten

ostdeutschen Autors zum Selbstmord in der DDR.

Anlass war eine Reihe von Suiziden prominenter ostberliner K�nstler,

zuletzt des Theaterregisseurs Albert Jerska. Jerska hatte sich nach einem 7 Jahre anhaltenden

Berufsverbot am 5. Januar dieses Jahres das Leben genommen.

In 1977 h�rte die DDR auf ihr Selbstmordstatistik zu ver�ffentlichen.

In diesem Jahr hatte Ungarn als einziges europ�isches Land eine h�here Rate.

(Grubitz) Jawoll, Genosse Armeegeneral, wir haben...

Ja wir haben...

Genosse Armeegeneral wir haben durch einen I.M. in der Spiegelredaktion in Hamburg eine

Lichtpause des Originalartikels bekommen.

(General) Gratuliere! Wer hat es geschrieben?

Er wusste auch nicht, wer der Autor war, aber auf Grund des Schriftbildes der Schreibmaschine

k�nnen wir... (General) Sie k�nnen �berhaupt nichts!

Bringen Sie mir endlich Namen!

Das werde ich, Genosse Armeegeneral, sobald es Ergebnisse...

(General) Das will ich hoffen, sonst stell ich sie an die Wand.

Andrea, wo bleibt der Schriftexperte?

Und so komme ich zu dem Schluss, dass die Schreibmaschine nur eine f�r den Export bestimmte,

heimische Reiseschreibmaschine modernster Ausf�hrung sein kann.

Mit gr��ter Wahrscheinlichkeit das Modell "Kolibri" der VEB Groma B�romaschinen.

W�re die Vorlage in Schwarzer Tinte gewesen, k�nnte ich es noch bestimmter sagen.

Und wer hat so eine Schreibmaschine?

So eine Maschine ist in unserer Republik nirgends erfasst.

Was soll'n das hei�en? Auf was schreibt denn zum Beispiel Hauser?

Der Journalist Paul Hauser schreibt auf dem Modell 'Valentino' des Olivetti Betriebes.

- Bei diesem Modell w�re der Anschlagswinkel... - Ja ja ja, und Wallner?

Schreibt auf einer heimischen Optima Elite.

Georg Dreyman?

Schreibt seine ersten Entw�rfe per Hand und die Reinschrift dann auf einer

original Wanderer Torpedo.

Er hat noch nie auf irgendetwas anderem geschrieben.

Wie gro� w�re denn diese Kolibri Schreibmaschine?

Sie ist eine der kleinsten industriell hergestellten Maschinen.

19.5cm x 9cm x 19.55cm.

Also nicht schwerer zu schmuggeln als ein Buch.

Danke, Sie k�nnen gehen.

(Schriftexperte) Wiedersehen, Genosse.

Andrea, verbinden Sie mich bitte mit Hauptmann Georg Wiesler.

- Ja? - Hast du von diesem Selbstmordartikel geh�rt?

- Im Spiegel? Ja. - Und woher?

Hauser hat Dreyman angerufen und ihm davon erz�hlt.

Wiesler, das ist hier sehr sehr wichtig, f�r meine Karriere und f�r deine Karriere.

Hat er irgendetwas erw�hnt, wer dahinter stecken k�nnte? Oder hast du Ideen?

Ich glaube nicht, dass er etwas erw�hnt hat, nein, er hat nichts erw�hnt.

Ein Spiegelredakteur hat am 27. unter verdecktem Namen im Grenz�bergang an der Bornholmer Stra�e passiert

und sich 4 Stunden hier aufgehalten. Gregor Hessenstein.

Die Abteilung 6 hat ihn bis zum Prenzlauer Berg verfolgt und dann aus den Augen verloren.

Hatte der irgendwie Kontakt zu Georg Dreyman?

- H�tte ich das nicht im Bericht vermerkt? - Ja ja, nat�rlich...

Aber irgendwie riecht dieser Text nach Schriftsteller.

Ich w�re erstaunt, wenn ich mich da irre.

Also halt' die Ohren offen.

Schei�e...

Steigen Sie ein.

Wenn Sie ein Mitarbeiter hintergeht, dann strafen Sie ihn nach Kr�ften oder etwa nicht?

Doch! Doch, doch!

Auch eine Frau... oder etwa nicht?

Selbstverst�ndlich.

Und ist nicht jeder, der einem gro�en Mann dient, sein Mitarbeiter?

Das k�nnte man so sagen...

M�sste man vielleicht sogar so sagen.

Dort wird sie ihre illegalen Psychopharmaka beziehen. Christa-Maria Sieland.

Ich denke sie sollten das wissen, es f�llt in Ihren Bereich.

Ob sie ihr das Genick brechen oder nicht, ist ihnen �berlassen.

Ich will sie auf jeden Fall nicht wieder auf einer deutschen B�hne spielen sehen.

Und jetzt verschwinden Sie...

T�r zu!

Frau Sieland? Bitte folgen Sie mir zur Kl�rung eines Sachverhalts.

Kommen Sie.

(Grubitz) Tja...

(Grubitz) Genossin Sieland, das Ende einer sch�nen Karriere, mh?

(Grubitz) Schade eigentlich. Sie waren gut.

(Grubitz) Sie waren sogar sehr gut.

Zwar nur ein bisschen kurz, nicht?

Setzen Sie sich doch.

Was macht eigentlich ein Schauspieler, wenn er nicht mehr spielt?

Bitte...

Gibt es nicht irgendetwas, das ich f�r sie tun kann?

F�r... f�r die Staatssicherheit?

Daf�r ist es etwas sp�t.

Ich kenne fast alle unsere K�nstler. Ich k�nnte viel f�r sie herausfinden.

Das glaube ich Ihnen. Aber es wird Ihnen nicht mehr helfen.

Vielleicht gibt es ja etwas anderes, was ich tun k�nnte?

Etwas, was uns beiden nicht ganz unangenehm w�re.

Leider haben Sie sich... naja wie soll ich sagen...

einen m�chtigen Mann zum Feind gemacht.

Ich bin deswegen weniger frei als ich es sonst w�re.

Gibt es denn irgendetwas, wodurch ich mich noch retten kann?

Bedaure, Gn�digste.

Es g�be da noch eine Sache...

Wenn Sie sich schon so viel mit Literaten und... K�nstlern umgeben...

Sie wissen nicht zuf�llig etwas �ber einen Artikel, der in der letzten Woche im Spiegel erschienen ist?

Ein Artikel �ber Selbstm�rder.

Staatssicherheit! �ffnen sie die T�r!

Aufmachen!

Er hat das Licht im Arbeitszimmer angeschaltet.

Brecht die T�r auf, bevor er Beweismaterial vernichten kann.

Brecheisen!

Ich glaube das wird nicht n�tig sein.

- Was ist denn los, Genossen? - Wir haben den Befehl Ihre Wohnung zu durchsuchen.

Hier die richterliche Best�tigung.

- Was suchen sie denn? - Geheimsache.

Boysen, M�ller: Schlafzimmer. Greska: K�che, Bad, WC, G�nge

Heise und Thomas: Wohnzimmer, Arbeitszimmer. Los.

Was verbrennen sie darin?

Schlechte Texte.

Reichlich Westliteratur, wie?

Der Band gerade ist ein Geschenk von Margot Honecker.

- Wie ist der Stand? - Alles l�uft nach Plan.

Nichts gefunden, allerdings verschiedene B�nde Westliteratur und Westzeitungen.

- Keine Spur von dem Gesuchten. - Waren sie auch gr�ndlich?

Jawohl, Genosse Oberstleutnant. Wie verfahren wir weiter?

- Genosse Oberstleutnant? - Ziehen sie Ihre M�nner ab.

Sollte widererwartend irgendetwas besch�digt worden sein, k�nnen Sie sich beim Ministerium melden.

Ich bin sicher es ist alles in bester Ordnung.

Ja bitte?

(Grubitz) Wiesler, ich erwarte dich morgen fr�h 9 Uhr in Hohensch�nhausen.

(Hauser) Gut, dann werd' ich mal sagen, was wir alle denken.

(Hauser) Es war Christa-Maria

Die Stasi hat sie geschnappt und sie hat dich verraten.

Sie war es nicht.

Woher willst du das wissen?

Du hast doch selbst gesagt, dass sie die letzte Nacht nicht bei dir war.

Sie kennt das Versteck.

Ja, sie kennt es.

Also wenn du Recht hast und die Durchsuchung wirklich auf sie zur�ckgeht,

dann ist sie unser gr��ter Schutzengel.

Zu Oberstleutnant Grubitz, Hauptmann Wiesler.

(Wache) Verh�rraum Nummer 76.

Ja! Komm rein.

Setz' dich.

Und?

Was sollte das?

Was sollte das? Das fragst du mich?

Wessen verd�chtigst du Dreyman?

Er ist der Autor des Spiegelartikels.

Wer hat das behauptet?

Komm' mit.

Hier.

Ich wei� zwar nicht durch welche Schlamperei dir das alles entgehen konnte,

aber ich kenn' dich auch anders. Vor allem als Befrager.

Und darum gebe ich dir eine letzte Chance.

Bringen sie H�ftling 662, sofort.

Bist du noch auf der richtigen Seite?

Ja.

Dann versau's nicht noch einmal.

Soll ich den Gefangen fixieren?

Sie ist keine Gefangene mehr, sie ist jetzt I.M., Sie k�nnen gehen.

Sie sind also mein F�hrungsoffizier?

Schreiben Sie.

Dann f�hren Sie mich.

Noch 10 Stunden...

Nein, eigentlich neun ein halb.

Wird Herr Roessing vor das Publikum treten und ansagen, dass sie wegen einer

Unp�sslichkeit leider nicht spielen k�nnen.

Und das wird das letzte Mal sein, dass man in der Theaterwelt von Ihnen gesprochen hat.

Wollen Sie das?

Sagen Sie uns, wo das Beweismaterial versteckt ist.

Es gibt keine Beweise, es gibt keine Schreibmaschine, das habe ich erfunden.

Ich hoffe nicht.

Denn dann m�ssen wir auch Sie hier behalten.

Eine Falsche Aussage im Verh�r ist gleichbedeutend mit Meineid. Das hei�t ungef�hr 2 Jahre Haft.

Dreyman muss sowieso ins Gef�ngnis. Daf�r gen�gt Ihre Aussage...

und das belastende Material, das wir bereits jetzt in der Wohnung gefunden haben.

Retten Sie jetzt wenigstens sich selber.

Sie w�rden nicht glauben wie viele Menschen hier

wegen sinnlosem Heroismus im Gef�ngnis sitzen.

Denken Sie an Ihr Publikum.

"Denken Sie an Ihr Publikum!" Dem f�llt wirklich auch was ein...

Denken Sie daran, was der Staat f�r Sie getan hat.

Ihr ganzes Leben lang.

Jetzt k�nnen Sie etwas f�r den Staat tun.

Und er wird es Ihnen danken.

Sagen sie mir, wo die Maschine versteckt ist.

Dreyman wird nie etwas erfahren.

Ich lasse Sie sofort frei

und wir schlagen erst zu, wenn Sie bei ihm sind.

Erstaunt zu spielen, das werden sie doch wohl schaffen.

Und heute Abend sind Sie wieder im Theater.

In Ihrem Element.

Vor Ihrem Publikum.

Sagen Sie mir, wo die Unterlagen sind.

Wo sind sie?

(Musik) Sie sind in der Wohnung.

Unter der T�rschwelle...

zwischen Wohnzimmer und Flur.

Man kann sie abnehmen.

Meinen Sie hier? Machen sie ein Kreuz auf die richtige Stelle.

Sie sehen bisschen mitgenommen aus. Vergessen Sie nicht, Sie sind jetzt I.M.

Das bedeutet Pflichten wie Konspiration und Verschwiegenheit,

aber auch Privilegien...

Wache!

Rufen Sie mir Wiesler!

(Wache) Hauptmann Wiesler hat das Objekt bereits verlassen, Genosse Oberstleutnant!

Achso!

Ja gut, ja, sie k�nnen wegtreten.

Was macht ein Reiter, wenn er abgeworfen wird?

Er steigt gleich wieder auf.

Geh' rein und schlaf' dich aus.

Es hat nichts mit dem Haus zu tun, was passiert ist.

Nein, aber mit dem ganzen Land.

Christa!

Komm' nicht n�her, ich war bei Kerschners und es gab kein Wasser, ich muss erst duschen.

Du hattest es ziemlich eilig von Hohensch�nhausen loszufahren!

- Noch l�uft ja der OV Lazlo. - Sind sie beide in der Wohnung?

Ja.

Der Bericht f�r heute.

Der letzte Tagesbericht des OV Lazlo.

Warum hast du mich nicht angerufen?

Wie?

Warum du mich nicht angerufen hast...

Ich war auf dem Land.

Reichst du mir die Nagelb�rste?

Die Stasi war da. Haben die Wohnung durchsucht.

Wer war da?

(Klopfen) Staatssicherheit! �ffnen Sie!

Bleib hier.

Guten Tag, Genosse Dreyman. Oberstleutnant Grubitz vom Ministerium f�r Staatssicherheit.

Ich wollte mit lediglich vergewissern, dass die Arbeit gestern Nacht sauber durchgef�hrt wurde.

Arbeitszimmer? Beginnen wir damit.

(Grubitz) M�nner, bl�ttern sie vorsichtig die B�cher nach Zetteln durch.

Na, was haben wir denn da?

Diese Schwelle scheint mir nicht ganz koscher.

K�nnte das ein Geheimfach sein? (Musik)

Lassen Sie, sie steht hier nicht unter Verdacht.

Die Schauspielerin...

Ich war zu schwach...

Ich kann nie wieder gut machen, was ich getan habe.

Es gibt nichts gut zu machen, verstehst du? Es gibt nichts gut zu machen.

Ich habe die Maschine...

Verzeih mir... verzeih mir... verzeih mir... verzeih mir...

Fahren Sie mit Ihren M�nnern zur�ck in die Zentrale.

Der Einsatz ist beendet.

Genosse Dreyman, wir haben wohl einen falschen Hinweis bekommen.

(Grubitz) Entschuldigen Sie.

Komm.

�ber eines solltest du dir keine Illusionen machen, Wiesler.

Deine Karriere ist vorbei.

Auch wenn du nat�rlich zu schlau warst um Spuren zu hinterlassen.

Du wirst h�chsten noch in irgendeinem Kellerloch Briefe aufdampfen.

Bis zu deiner Rente. Das sind die n�chsten 20 Jahre.

20 Jahre!

Eine lange Zeit.

Die Mauer ist offen!

Die Mauer ist offen!

(Radio) Die Grenzer �ffnen tats�chlich die Tore! Die Freude ist unermesslich, h�ren Sie den Jubel!

Die Menschen st�rmen zu tausenden heraus. Es ist unglaublich!

Ja, liebe Zuh�rer, der 9. November 1989 wird in die Geschichte eingehen!

Mein liebes Kind, was hast du?

Dein Arthur lebt nicht mehr.

Arthur? Kannst du dich dieses eine Mal nicht irren?

Ich habe ihn doch heute Morgen noch gesehen!

Nein, Schwester, glaube mir. Er ist gest�rzt.

Die treuen M�nner stehen um ihn wie ihr um mich.

und werfen ob der hohen Sonne

nur sieben kurze Schatten noch auf seinen edlen toten Leib.

Das gro�e starke Rad hat ihn zermahlen.

Ich sehe es... und w�rd' doch jeden Schrecken lieber sehen.

Warum bleibt mir dies Sehen nicht erspart?

Elena! Geh' nach Haus und lege Trauer an.

Ich werde deine Schicht zu Ende f�hren.

(Hempf) Zu viele Erinnerungen, was?

Mir ging es genau so, ich musste auch raus.

Aber was h�re ich von Ihnen?

Nichts mehr geschrieben seit der Wende?

Das finde ich nicht gut.

Nach Allem, was unser Land in Sie investiert hat.

Im Grunde verstehe ich Sie, Dreyman.

Was soll man noch schreiben, in dieser BRD?

Nichts mehr da, woran man glauben kann. Nichts, wogegen man rebellieren kann.

Das war sch�n in unser kleinen Republik.

Das verstehen viele erst jetzt.

- Eine Sache muss ich Sie doch noch fragen. - Alles, mein lieber Dreyman. Alles.

Warum wurde ich eigentlich nie abgeh�rt?

Sie haben doch jeden �berwachen lassen. Warum nicht mich?

Sie wurden komplett �berwacht!

Wir wussten alles �ber Sie.

Komplett �berwacht, sagen Sie?

Komplett verwanzt. Das volle Programm.

Das kann nicht sein!

Dann schauen sie bei Gelegenheit hinter Ihre Lichtschalter.

Wir wussten alles.

Wir wussten sogar, dass Sie's es unserer kleinen Christa nicht so richtig besorgen konnten.

Dass Leute wie Sie wirklich mal ein Land gef�hrt haben...

Sie m�ssen sich noch einen Moment gedulden, in Ihrem Fall sind es die eine oder andere Akte mehr.

Ich habe chronologisch ordnen lassen.

Die Alten sind hier oben und die Neueren hier unten.

Alle Achtung!

(Musik)

"Operativvorgang Lazlo, gegen Georg Dreyman, Deckname Lazlo, er�ffnet.

Hinweis auf Verdacht kam durch Minister Bruno Hempf."

(Wiesler) "Lazlo bekommt von einem Kurier ohne beh�rdliche Genehmigung t�glich die FAZ ins Haus geliefert."

Ich schlage vor den Kurier und Lazlo unbehelligt zu lassen,

damit kein Verdacht auf �berwachung entsteht.

Lazlo und CMS packen Geschenke aus, danach vermutlich Geschlechtsverkehr.

Bei dem Besuch handelt es sich um Paul Hausers Onkel aus Westberlin.

Sie erz�hlten Ihm von dem Theaterst�ck, das Hauser und Lazlo f�r den 40. Jahrestag

"der Republik schreiben wollen."

(Grubitz) "Wir erwarten genauere Angaben zum geplanten Jubil�umsst�ck."

Inhaltsangabe, etc."

(Wiesler) "Inhalt des ersten Aktes:"

Lenin ist in st�ndiger Gefahr.

Trotz steigendem Drucks von au�en, bleibt er bei seinen revolution�ren Pl�nen.

"Lenin ist sehr ersch�pft."

(Dreyman) HGW...

(Dreyman) HGW XX-7...

(Christa) "Ich, Christa-Maria Sieland",

verpflichte mich freiwillig inoffiziell mit dem Ministerium f�r Staatssicherheit zusammenzuarbeiten.

Dieser Entschluss beruht auf meiner �berzeugung, dass ich durch die Zusammenarbeit...

Georg Dreyman ist der Autor des Spiegelartikels "Von einem, der r�ber machte".

Mithelfer sind: Paul Hauser, der Journalist..."

(Grubitz) "Christa Maria Sieland wurde am 10. M�rz um 21.20 Uhr auf Hinweis von Minister Hempf"

wegen Drogenmissbrauchs inhaftiert und am 11. M�rz um 13.50 Uhr wieder in die Stadt gebracht.

Nachdem sie das Versteck von Lazlos Unterlagen offenbart und die I.M. Verpflichtung

"Deckname Marta unterschrieben hat."

13.50 Uhr...

Wann hat sie dann denn...

(Grubitz) "In Folge der erfolglosen Hausdurchsuchung am 11. M�rz 1985"

und des Unfalltodes der I.M. Marta wird der OV Lazlo eingestellt.

Zwischennotiz: Bef�rderungssperre von HGW wird heute Wirksam.

Pflichtversetzung in die Abteilung M.

"Verbunden mit der Empfehlung im fortan keine Aufgaben mit Eigenverantwortung anzuvertrauen."

(Wiesler) 10.50 Uhr. Aufnahme des Kontrollpostens vor Lazlos Haus.

Um 15.10 Uhr kommt I.M. Marta direkt aus Hohensch�nhausen zu ihm.

Hausdurchsuchung mit Ergebnisbericht folgt.

"Ende des OV Lazlo. HGW, 15.15 Uhr."

Wer ist HGW XX-7?

(Dreyman) Halt.

Zur�ck in die Hufeland Stra�e.

29,80.

Geschenkverpackung?

Nein, es ist f�r mich.

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