All language subtitles for Sodom.und.Gomorrha.1962.GERMAN.dTV

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Original subtitles

Sodom und Gomorrha (1962) dTV - WDR - 30. August 2015

(Musik)

SODOM UND GOMORRHA

(Musik)

Sagenhafte Reichtümer hatten sich in Hunderten von Jahren

hinter den Mauern von Sodom und Gomorrha angesammelt,

in diesen Städten der Sünde und des Lasters ohne Grenzen.

Die Gier nach Macht und Reichtum hatte auch die Wüstenstämme erfasst,

die immer drohender auftraten.

Ihr mächtiger Anführer war der Fürst der Helamiten.

Selbst wenn so viele Unterführer Eurem Prinzen treu ergeben sind,

darf unser Angriff erst erfolgen,

wenn meine Reitertruppe zurückgekehrt ist.

Sagt Eurem Prinzen, ich freue mich auf den Tag,

an dem wir das Blut unserer Feinde vergießen werden.

Ich danke Euch, Fürst.

Nehmt Euch in Acht vor den Spähern der Sodomiten.

(Musik)

Da ist sie! Hinter ihr her!

Schneller!

Schneller! - Halt!

Halt!

Halt an! - Nein!

Runter vom Pferd! Runter! - Nein.

Wer hat dich zu den Elamiten geschickt?

Lasst mich los! - Wer hat dich geschickt?

Tamar, die geheime Botin des Prinzen.

Sie wird reden.

Wir müssen dem Prinzen Nachricht bringen.

Während in Sodom und Gomorrha Verrat und Intrige herrschten,

wanderte ein friedliches Volk durch die Wüste, die Hebräer.

Sie waren auf der Suche nach Weideplätzen für ihr Vieh

und nach Nahrung für sich selbst.

Es waren beieinander die Stämme Abrahams und Lots,

und das Land konnte es nicht ertragen,

dass sie beieinander wohnten, denn ihre Zahl war groß.

Da sprach Abraham zu Lot:

Willst du zur Linken, so wandere ich zur Rechten,

oder willst du zur Rechten, so wandere ich zur Linken.

Und Lot wählte und zog mit all seinem Volk gegen das Jordantal.

Der Weg war lang und mühselig.

Durst, Hunger und Erschöpfung überfiel Lots Volk.

Hoffnungslosigkeit breitete sich aus und säte Zwietracht.

Nur die Kranken sollen davon trinken, sagt Lot.

Bist du nicht krank, Isaak?

Fühlst du dich wohl? - Schneid sie auf.

Los, lass das kühle Nass über deine Hände laufen, dein Gesicht.

Benetzte deine Lippen und deinen Mund. - Nein, nein, bitte.

Sollte Lot böse werden, dann sagst du: Aber, Lot, ich bin krank.

Sieh her, ich verdurste. Hier.

Nein. - Nimm schon.

Nein, nein. Ich bitte dich. - Los.

Los doch. - Nein.

(Stimmengewirr)

Halt ein, Isaak. Halt ein.

Bitte, lass mich trinken. Ich bin krank, Lot.

Das Wasser ist für die Kranken. Bitte gib mir zu trinken.

Helft ihm. - Wer hat ihn krank gemacht?

Wer hat ihn so weit gebracht, dass er sich nicht beherrschen kann?

Lot ist schuld. Lasst uns umkehren. - Umkehren?

Jetzt, wo wir in ein paar Tagen am Ziel sind?

Vielleicht in wenigen Stunden.

Er ist nicht fähig, uns zu führen. Wir haben genug erduldet.

(Mann) Er hat recht.

Es ist nicht Brauch, solche Fragen mit der Waffe zu entscheiden.

Gib Befehl, dass wir umkehren.

Wir Ältesten haben Lot zu unserem Führer erwählt, Melchior.

Du hast die Pflicht, zu gehorchen. - Dieser Stab gehört in meine Hand.

Ich würde euch besser führen.

(Stimmengewirr)

Da Melchior auf Taten brennt, kann er mich auf einem Gang begleiten.

Wir werden erkunden, wie weit wir es noch haben.

Komm, Melchior.

(Melchior) Wasser.

Kommt. Trinken.

Wartet.

Wo in der Wüste Wasser ist, ist auch Gefahr.

(Musik)

Zurück mit euch! (Frau) Lass sie näher kommen.

Was tut ihr hier? - Wir hoffen, Wasser zu finden.

In dieser Oase gibt es kein Wasser, seit 3 Jahren nicht mehr.

Ihr seid die Hebräer? - Ja.

Unsere Kundschafter haben uns über euer Kommen unterrichtet.

Es heißt, eure Männer würden Bärte tragen, aber Ihr seid rasiert.

Wieso?

Während der Trauerzeit rasieren sich unsere Männer.

Ihr trauert? Um wen?

Um einen Günstling? - Meine Gattin.

(lacht) Die Gattin. Eine Ehefrau ist leicht zu ersetzen, hab ich recht?

Wo bekommen wir Wasser? Viele sind krank vor Durst.

Vielleicht brauchen sie nicht nur Wasser, auch Salz.

Salz? Salz macht noch mehr Durst.

Es ist ein Geheimnis so alt wie unsere Stadt.

Wenn man vor Durst und Hitze schwach und erschöpft ist, braucht man Salz.

Leider habe ich mein Salz weggegeben für die Sklaven.

Ich habe sie für die Königin gekauft.

Sie haben 4-mal ihr Gewicht in Salz gekostet.

Arme Kreaturen.

Bin ich auch eine arme Kreatur?

Bricht Euch meinetwegen auch das Herz?

Ich bin auch eine Sklavin,

die oberste der königlichen Leibsklavinnen.

Menschen als Eigentum zu besitzen, ist Unrecht, übel.

Übel?

Was habt Ihr nur für Ansichten?

Wo ich herkomme, da ist nichts übel.

Alles, was Vergnügen bereitet, ist gut.

Woher kommt Ihr?

Nicht von weit her.

Ein Stück geradeaus.

Sodom und Gomorrha.

Ihr Leute von Sodom und Gomorrha, hütet euch.

Eure Sünden schreien nach Vergeltung.

Ihr kauft Männer und Frauen, als wären sie aus Stein.

Ihr behandelt sie als Gegenstände eures Vergnügens

oder wie Maschinen für eure Arbeit.

Ihr zwingt sie, euren kostbaren Bodenschatz zu fördern,

das weiße Salz.

Nur um den Wohlstand eurer ruchlosen Städte zu mehren.

Eure ganze Macht und euren Wohlstand verdankt ihr dem Salz.

Und dieses Salz erkauft ihr mit dem Blut eurer Sklaven.

Hört auf mich, Leute von Sodom.

Der alte Narr!

Stopf ihm den Mund! Ich muss den Prinzen warnen.

Hey. Hey.

Eines Tages werden sie euch vernichten,

ebenso wie euer Prinz sogar seine eigene Schwester vernichten würde.

Hüte deine Zunge. Du hast den Bruder der Königin öffentlich verlästert.

Wie kann dieser Mensch Ergebenheit verlangen?

Wie kannst du es wagen, davon zu sprechen?

Ihr habt das Monopol auf den kostbaren Rohstoff,

der in Afrika wertvoller ist als Gold.

Auf das Salz.

Ihr benutzt diesen Stoff,

um einen ganzen Erdteil grausam im Würgegriff zu halten.

Ihr tauscht euer Salz gegen Edelsteine, Duftstoffe und Sklaven,

nur um die unersättliche Gier eurer Königin und ihres ruchlosen Bruders

zu stillen.

(Geschrei)

(Musik)

Wir haben uns beeilt, um Euch zu warnen.

Wir waren voller Sorge, dass wir zu spät kommen würden.

Man hat sie noch nicht hierhergebracht.

Es war gut von Euch, sofort herzukommen.

Ich werde euch dafür belohnen.

Jetzt wird es Zeit, andere Mittel zu finden, wirksamere.

Nach einer Niederlage auf dem Schlachtfeld

würde man sie verachten.

Ihre Ermordung würde als große Tat gefeiert werden.

Wer sie töten würde, wäre der neue König von Sodom und Gomorrha.

Meine Schwester.

Sie bildet sich ein, sie könnte ebenso gut herrschen wie ein Mann.

Sie hat einen vorsichtigen Frauenverstand.

Ich könnte einen Staat gründen, ein Weltreich.

Sie versucht nur zu halten, was wir schon haben,

unsere 2 vereinigten Städte.

Nein, lasst mich los. (Mann) Rein da!

Da ist sie, dummes Geschöpf.

Tamar, Tamar.

Hier oben. Fürchte dich nicht.

Ich werde dich beschützen, hab keine Angst.

(Geschrei)

Ruhe.

Welche Botschaft hast du mir mitgebracht?

Dass die Ankunft der Hebräer manches ändert.

Er glaubt, die Zeit ist noch nicht reif.

Ruhe, habe ich gesagt.

Atme tief.

Atme, hörst du?

Er ist blind. - Blind?

Was für ein hübscher Einfall.

Du hast eine entzückende Fantasie.

Dadurch wird der Fall interessanter.

Eine ausgezeichnete Verfeinerung, Maleb.

Das sollte diesem treulosen Luder die Zunge lösen.

Weißt du den Namen?

Dann werden deine Schwestern sterben.

Wenn sie es mit ansehen müssen, werde ich ihn sagen.

Von allen meinen Sklaven habe ich dir meine Gunst geschenkt.

Bist du nicht glücklich gewesen?

Und nicht einmal dankbar.

Was für Botschaft hast du ins Lager der Helamiten gebracht?

Seit wann dürfen sich Mörder zu Richtern aufspielen?

Seit wann haben Verräter das Recht, Fragen zu stellen?

Wer hat dich dorthin geschickt?

Ich möchte, dass sie ihr Leben behalten.

Was ist mein Vermächtnis an Euch und Sodom?

(Mann) Nein. Bist du wahnsinnig, Tamar?

Ruhe!

Tamar?

Tamar.

Tamar, die Sklavin.

Nein, nein. Nein!

Mach es kurz, bitte. Du hilfst mir damit.

Hab Mitleid mit mir.

Es wird mir weniger Schmerzen bereiten. Hab Mitleid, bitte.

Nein. - Den Namen.

Bitte, Arlok. Bitte.

Sie wird sterben, ohne zu reden.

Gib ihr den Rest, wenn sie nicht spricht.

Rede. Sag mir den Namen!

Wer hat dich zu den Helamiten geschickt?

Sprich, bevor es zu spät ist. Sprich.

Ah.

(Schrei)

Ah!

Ich muss dich loben.

Deine Wildkatze stellt deinem Geschmack das beste Zeugnis aus.

Danke, Herrin.

Stolz ist sie auch.

Nach dir das 1. Mädchen, das jeden Schrei unterdrückt hat.

Ich bewundere Stolz. - Besser für sie, wenn sie dir nicht gefällt.

Wenn man Tamars Beispiel nimmt.

Die Lebensaussichten deiner Lieblingssklavinnen

sind außergewöhnlich gering.

Du bist ihnen begegnet? Diesen Hebräern? - Mhm.

Das ist meinem Bruder nicht gelungen.

Trotzdem wird er nicht müde, mich vor ihnen zu warnen.

Ich möchte wissen, warum.

Diesen Hebräern kann man nicht trauen.

Sie wollen, dass alle sich so verhalten,

wie ihr Glaube es vorschreibt.

Und du sagst mir, sie sind nicht gefährlich.

Gefährlich? Wem sind sie gefährlich?

Uns.

Hast du nicht gesagt, sie wären unbewaffnet? - Die ich gesehen habe.

Ich möchte mich davon überzeugen, warum sie dir bedrohlich erscheinen.

Wenn meine Pläne fertig sind, werden wir sie aufsuchen.

Geliebte Schwester, ich lebe nur, um deinen Befehlen zu gehorchen.

Wie immer denkt er nicht weiter als seine Schwertspitze.

Er glaubt, dass diese Leute eine Gefahr für uns sind.

Aber in Wirklichkeit

kann ihre Anwesenheit nützlich sein.

Sollten wir angegriffen werden von den Helamitern.

Und in Friedenszeiten machen sie sich nützlich als Sklaven.

Für niedere Arbeiten. - Nicht als Sklaven.

Ihr Anführer Lot sagt,

kein Mensch kann einen anderen Menschen besitzen.

Wer keine Sklaven besitzt, der muss wohl sehr arm sein.

Arm?

Das stimmt.

Aber sie scheinen von ihrer Armut nichts zu wissen.

Wenn dieser Lot es vorzieht, keine Sklaven zu halten,

liegt es in seinem Ermessen.

Häufig kann man es nicht verhindern, selbst einer zu werden.

Besonders wenn man verführt wird von Tricks,

die so alt sind wie Sodom und so bewährt wie Gomorrha.

Wie oft haben wir auf unserem Marktplatz schon gehört:

Die Hebräer halten ihr Wort, auf die Hebräer ist Verlass.

Verstehst du, zwischen dem großen mächtigen Reich,

von dem mein Bruder träumt, und uns

stehen die Hebräer mit ihrer neugeborenen Religion.

Und zwischen den Hebräern und dem Rest der Welt nur Sodom.

Und du, Ildith? Fürchtest auch du, meine Favoritin zu sein?

Der Jordan. - Wie schön.

Hier wird unser Glaube auf die schwerste Probe gestellt werden.

Kein Hebräer darf in diese Städte gehen, nicht einmal in ihre Nähe.

Nein.

Gib Anweisung, dass keiner den Fluss überschreitet.

Niemand darf den Fluss überschreiten. Niemand.

Ihr meine beiden mutigen Töchter.

Unsere lange Wanderschaft ist nun beendet.

(Musik)

Sagt allen Bescheid, dass sie nicht zu viel auf einmal trinken.

"Herr, ich danke dir für unsere Errettung und bitte dich demütig,

mir den weiteren Weg zu weisen."

(Musik)

Also los jetzt. Ho! Vorwärts!

Der alte Alabias hat, glaube ich, noch gelebt.

(Musik)

Welch grässlicher Ort ist das. Welch entsetzliche Gotteslästerung.

Tote und Sterbende.

Gebleichte Knochen unter Gottes hellem Himmel,

unter seiner strahlenden Sonne.

Du wirst wieder gesund. Wir werden für dich sorgen.

Hier, trink.

Langsam, trink.

Was ist das für ein Ort?

Das Leichenfeld der Sklaven von Sodom und Gomorrha.

Mit dem Fleisch von diesen Knochen

sind diese frevlerischen Städte erbaut worden.

(Musik)

Vorwärts.

Schneller.

Schneller, vorwärts.

Das auserwählte Volk, so nennen sie sich.

Von wem auserwählt?

Halt.

Du hast recht, Ildith.

Wenn es einem ärmlich gegenübertritt,

hält man das Rohe leicht für eine Tugend.

Oder man begeht den Fehler und hält es für Schwäche.

(Musik)

Melchior.

Warne unser Volk. Niemand darf den Fluss überqueren.

Du musst für uns die Verhandlungen führen.

Sieh dich vor.

Keine Sorge.

Mein Sohn und ich sind Sklaven der Königin.

Wir haben Befehl, euch hinüberzutragen.

Ich habe selbst 2 Beine. - Bitte.

Damit ich mit Euch sprechen kann.

Ihr habt keine Sklaven?

Nein. Wir sind alle nur Diener unseres Herrn im Himmel.

Wenn mein Sohn und ich zu Euch fliehen könnten,

würdet Ihr uns Zuflucht gewähren?

Das würde ich tun.

Danke.

Sodomitenkönigin. - Lot.

Herr der Hebräer.

Überall gibt es Platz für Euer Volk.

Was glaubt Ihr, hier zu finden, was Euch die Wanderschaft machen ließ?

Das Land sei fruchtbar. - Für Feldfrüchte?

Oder für Eure Religion? - Vielleicht beides?

Wenn dieses Land Euer wäre, würdet Ihr bereit sein,

dafür zu kämpfen?

Ihr werdet merken,

dass die Nomadenstämme nicht friedfertig sind.

Wir sind kein Kriegervolk, aber wir würden kämpfen,

um zu verteidigen, was unser ist. - Dann nehmt es in Besitz.

Das ganze Jordantal für jährlich 100.000 Talente Getreide.

Für, sagen wir, 10 Jahre.

In Eurem Interesse warne ich Euch,

das Land ist unfruchtbar und trocken.

Es ist uns unmöglich, diesen Preis aufzubringen.

75.000 Talente, nicht weniger.

50.

Einverstanden.

Für, sagen wir, 7 Jahre.

Auch einverstanden.

Meine Tochter Shuah bringt ein Geschenk für die Königin,

um den Handel zu besiegeln.

Zum Trocknen Eurer Füße.

Ich möchte Euch eine Gegengabe überreichen.

Meine beste Sklavin, Ildith. - Aber ich will nicht.

Lieber will ich sterben.

Habe ich dafür so viel gelernt? Um bei diesem Hirtenvolk zu leben?

In Hütten von stinkenden Fellen?

Du bist erzogen worden, um das zu tun, was mir gefällt.

Ich muss Euer Geschenk ablehnen.

Es ist gegen unseren Glauben, andere als Eigentum zu besitzen.

Ist es Euch durch Euren Glauben auch verboten, sie zu befreien?

Lebt wohl.

Und viel Glück.

(Musik)

(singen)

Beeil dich. Komm.

Es wird Ärger geben.

Die Frauen, v.a. die Ehefrauen, werden diese Frau ablehnen.

Sie ist eine Sklavin aus Sodom.

Ich werde vorm Altar des Tabernakels

auf die Pflicht zur Gastfreundschaft hinweisen.

Ich danke dir.

Wir haben sie gekleidet, wie du befohlen hast.

Sie ist unzufrieden mit der Kleidung,

aber sie wird sich daran gewöhnen,

wie wir alle uns daran gewöhnt haben. - Danke.

Wie du befohlen hast.

Na? Willst du dein Werk nicht mal bewundern?

Ein edles Gewand und so schmiegsam an der Haut.

Gefällt es dir besser als das Seidengewand?

Für den Zweck, dem es dienen soll, ja.

Für welchen Zweck? Ein Vogel hat bunte Federn, um andere anzulocken.

Sieh dir das an!

Ich denke, dass du mir zustimmen wirst. - Durchaus nicht.

Frauen tragen Kleider als Schutz vor der Sonne, vor der Kälte.

Das erklärt die Form Eurer Kleider.

Ihr Hebräer verwechselt Kleider mit Zelten.

Sie sitzen locker, damit sie bei der Arbeit nicht behindern.

Welcher? - Frauenarbeit.

Kochen, Spinnen, Saubermachen, Arbeit auf den Feldern.

Und ihr sagt, ihr seid gegen die Sklaverei? - So ist es.

Trotzdem verlangst du von mir Arbeiten,

die ich nie zuvor verrichten musste.

Arbeit ist der Preis der Freiheit. Die Arbeit für dich selbst.

Wenn du selbst bestimmt, was und wo du arbeiten willst.

Dadurch wirst du erst richtig frei.

Wenn das ein sonnenverbranntes Gesicht bedeutet, rissige Hände,

schmutzige, raue Kleider wie dieses, dann bin ich lieber Sklavin.

Ich auch, wenn es köstliche Düfte bedeutet und seidene Kleider.

Fühl nur. Weich wie Engelsflügel.

Und diese herrlichen Schuhe.

Du wirst sie brauchen.

Wie kannst du dich so zeigen. Was hätte deine Mutter gesagt?

Was hätte sie gesagt, wenn sie die Frau in unserem Zelt gesehen hätte?

Wir wissen, warum du sie aufgenommen hast.

Ein Mann, der seine Frau verloren hat,

muss sich deswegen nicht schämen. - Unverschämtheit.

Du hast vergessen, dass dein Vater der Gebieter ist.

Ich habe gelernt, dass der Gebieter nie etwas Falsches tut.

Lauft, lauft! Kommt herüber, wir werden euch schützen!

Haltet die Sodomiter auf. Rettet die Sklaven. - Ah!

Das Netz, das Netz!

Hau ab! Hau ab!

Komm.

(Musik)

Wartet.

Gewährt uns Zuflucht. Schützt uns.

(Musik)

Gebt unsere Sklaven heraus.

Beim Wort Eurer Schwester ist das unser Land.

Gebt sie heraus. - Nein.

Halt.

Hört auf zu kämpfen.

Ismael. Willst du einen wehrlosen Mann umbringen?

Willst du das? Also.

Helft ihm.

Sag deiner Königin, wir werden für ihren Bruder sorgen,

bis er so weit ist, um alleine zurückzukehren.

Bring ihn in unser Zelt.

Sagt ihr auch, dass diese Männer jetzt frei sind.

Sie stehen unter unserem Schutz.

Und jetzt verlasst unser Land.

Zurück nach Sodom. - Die Sodomiter werden Euch das nie verzeihen.

Wir brauchen sie nicht zu fürchten. Wir sind Diener des Herrn.

Wir sind in seinem Namen hier.

Sie sollten sich fürchten.

(singen)

Die Ältesten und Lot beten zu Jehova.

Für unser Tun erbitten sie Hilfe.

Betet lieber um Schwerter, Speere und Lanzen.

Ihr begreift es nicht. Die Sodomiter sind eure Feinde.

Gefährlich, skrupellos.

Sieh dich vor bei diesem Mann, ganz gleich wie süß seine Worte sind.

Du musst wachsam sein.

(Musik)

Du denkst oft an mich, Shuah.

Nicht wahr?

Nein.

Auch nachts nicht?

Überhaupt nicht.

Gib es zu.

Du denkst oft an mich.

Ist meine Haut noch so weich wie an jenem 1. Tag,

an dem du mich gesalbt hast?

Duftet mein Haar noch immer so süß?

Zittert deine Hand noch immer, wenn du mich berührst?

Mein Vater hat aufgetragen, für dich zu sorgen.

Ich gehorche ihm, nicht mehr.

Nicht mal nachts?

Zeltwände sind dünn, und du schläfst nicht weit weg.

Ich höre dich.

Was du im Traum gesagt hast,

war sehr aufschlussreich.

Was habe ich gesagt?

Was habe ich gesagt? - Soll ich es wiederholen?

Soll ich?

Warum bist du nicht wie alle anderen?

Was ist es?

Deine Haut?

Der Duft deiner Haare?

Warum tue ich das?

Warum kann ich nicht aufhören, so zu fühlen?

Aufhören zu fühlen heißt sterben. Dazu bist du zu jung.

Denk wieder an deinen Traum.

Die Antwort

liegt darin.

Er hat dir nicht gesagt, dass er fort will?

Nein. - Warum sollte er?

Du bist nur ein Zeitvertreib gewesen.

Du weißt, wie Ildith ausgesehen hat, als sie zu uns gekommen ist.

Das sind die Frauen, an die er gewöhnt ist.

(Musik)

So wird er breit genug sein.

So müsste er standhalten. - Wie lange werden wir brauchen?

Wenn unsere Männer so arbeiten wie Eber

sind wir zur Frühjahrsbestellung fertig.

Eine Überraschung für die Königin von Sodom.

Wie erfreut wird sie sein, wenn es grünt und sprießt.

Das Land der Hoffnung für jeden Sklaven in Sodom.

(Musik)

Kennst du diese Wurzeln?

Dieses Gewächs findest du hier überall in den Bergen.

Wenn du es anschneidest, dann tritt ein Saft aus,

mit dem wir uns die Nägel färben, so wie jetzt.

Siehst du?

Je mehr man nimmt, desto dunkler wird die Farbe.

Was geht hier vor? - Das Mädchen hat Füße wie ein Tier.

Ich habe ihr etwas gezeigt. - Das sehe ich.

Shuah.

Es ist spät. Tränke das Vieh.

Mein Vater will nicht, dass ich anziehend bin.

Wieso kann Maleb das Vieh nicht tränken?

Soll sie deine Arbeit zusätzlich tun? Nun geh schon.

Mein Töchter sind schön genug, wie die Natur sie geschaffen hat.

Sie brauchen keinen Zierrat.

Vielleicht ist es am raffiniertesten,

gar nichts zu machen.

Wahrscheinlich übt diese braune, vom Wind gegerbte Haut

einen ganz besonderen Reiz aus.

Von dem wir in Sodom nur nichts ahnen. - Denkst du?

Oh.

So ein Lehmboden hat auch Vorzüge. Auf Marmor wäre das zerbrochen.

Das ist merkwürdig.

Hm?

Zeig deine andere Hand.

Lass uns ans Licht gehen, damit ich es besser sehen kann.

Das sind nicht die Hände eines Bauern.

Wieso nicht?

Das sind die Hände eines bedeutenden Mannes.

Deine Lebenslinie ist lang und klar.

Meine Lebenslinie ist kurz.

D.h. ich werde jung sterben.

Glaubst du an solche Dinge?

Wieso? Du nicht?

Wir glauben, dass nur Gott unsere Zukunft kennt.

Dieser Glaube verleiht uns die Kraft, Berge zu versetzen.

Bald wirst du sehen, was unser Glaube zustande bringt.

Er verwandelt dieses ganze Land.

Wenn du dieses Bauwerk zum Himmel wachsen siehst,

wirst du unseren Glauben eines Tages teilen.

Nach dieser schönen Rede willst du nun draußen schlafen? - Nein.

In Ismaels Zelt.

Darauf hätte ich kommen müssen.

Hier ist es warm und bequem.

Zu bequem vielleicht.

Du musst den Männern des Stammes ein gutes Vorbild sein.

Selbst wenn du hierbleiben wolltest, würdest du es nicht wagen.

Gute Nacht.

Du bist vielmehr ein Sklave deines Glaubens als jeder Sklave in Sodom.

(Musik)

Obwohl Euer Besuch überraschend gekommen ist, Prinz Astaroth,

haben wir noch diese bescheidene Schau unserer Fuß- und Reitertruppen

zu Wege gebracht.

Sie ist gewiss nicht bescheiden zu nennen.

Die Elite aus allen meinen Wüstenstämmen.

Beobachtet, wie die Reitertruppen durch die Krieger hindurchreiten.

Ein Beispiel für gute Beherrschung der Pferde.

Der Angriff einer gut geführten Reitertruppe

schlägt die beste Fußtruppe.

Sie sollen noch 1 h weiter reiten.

Ich verstehe nicht, warum Ihr nicht handelt. - Geduld.

Eure Schwester hat neue Verbündete. - Verbündete?

Die Hebräer leben in Zelten aus Fellen, die Männer sind unbewaffnet.

Sie hätten sogar den Bruder der Königin vom Pferd geholt.

Zufall.

Sie sind ein friedliches Völkchen.

Jedenfalls will ich mir zunächst selbst ein Bild machen

von diesem friedlichen Völkchen.

Jede Sache braucht den richtigen Zeitpunkt.

Ich habe abgerichtete Leoparden.

Nach dem Ziehen am Halfter kann ich beurteilen,

wann das Tier zum Sprung bereit ist.

Dieser Moment ist noch nicht da.

Ich werde warten.

Zu mir.

Ah.

Bitte, bitte.

Ihr habt mir einen versprochen.

Du bist viel zu langsam.

Schluss jetzt.

Hast du meinen Bruder gesehen? - Nein, meine Herrin.

Also, in Kürze.

Wir müssen immer in Bereitschaft sein

und immer mehr Kämpfer auf unsere Seite bringen.

Wenn der Angriff erfolgt,

müssen wir den Streitkräften der Königin in den Rücken fallen.

Welch hübscher Anblick.

Wie erfreut ist mein Herz, so viele meiner getreuen Unterführer

derart überzeugt von unserer kriegerischen Stärke zu sehen,

dass sie es sich leisten können,

ihre Zeit mit dem Lieblingsspiel meines Vaters zu verbringen.

Und so sinnig.

Man spielt vor seinen sterblichen Überresten.

Damit erweist ihr ihm und unseren anderen Vorfahren

eine äußerst würdige und geschmackvolle Ehrung.

Hinaus!

Wir waren nicht müßig.

Nein? Etwas genauer bitte.

Haben deine Vertrauten festgestellt,

welches Vergnügen die Hebräer in diesem Steinbruch suchen? - Ja.

Bevor du kamst, habe ich geäußert, dass diese Granitblöcke,

die uns beunruhigt haben, für einen Tempel bestimmt sind,

mit dem sie ihren Gott freundlich stimmen wollen.

Ich will es genau wissen.

Hier, Ihre 1. Bitte um Salz.

Sie haben für jedes Körnchen einen Pfandschein zu unterschreiben.

Vielleicht findest du eine nützliche Hilfe in Ildith.

Frage sie, was die Hebräer bauen.

Ein Besuch im Lager der Hebräer?

Wie hübsch.

Ja, Lots junge Tochter.

Es gibt Zeiten,

in denen ich euch Männer um eure Handlungsfreiheit beneide.

Um sonst nichts? - Um viele Dinge.

Wie du,

du allein, vielleicht sehr wohl weißt.

Süß ist der Bruder,

ältester und liebster meiner Feinde.

Das ging bis aufs Blut. - Hier.

Es bereitet dir keine Freude mehr.

Nicht einmal Schmerz.

Geh! Führ meinen Befehl aus.

Alles, was du wünschst, süßeste Schwester.

(Musik)

Ah.

Die Sodomiten glauben, wir bauen einen Tempel zu Ehren Jehovas.

Für Jehova? Nein. Die meinen einen heidnischen Tempel, fürchte ich.

Für die Fruchtbarkeit.

Kommt, kommt. Wir bringen das Salz, um das eure Anführer gebeten haben.

Wir bringen auch Dinge, die euch das Leben leichter machen werden.

Weiche Schlaflager und Decken aus Wolle.

Metallschalen und kunstvollen Zierrat,

womit ihr eure Hütte schöner machen könnt als die eurer Nachbarn.

Guten Tag.

Freust du dich nicht, mich wiederzusehen?

Sag mir, findet dieser Lot keinen Gefallen an dir?

Soweit ich das sagen kann, doch.

Gut.

Was bauen die Hebräer?

Ich habe keinen Grund gehabt, das festzustellen.

Es ist deine Aufgabe. - Wieso?

Sag mir das.

Du bist nur hier, um für uns die Augen offen zu halten

und um Lot zu unseren Gewohnheiten zu verführen.

Ihn zu bekehren. Wie Malek die Frauen zu unseren Sitten bekehrt.

Sagt Eurer Schwester, ich weiß nichts.

Wenn ich etwas wüsste, würde ich es für mich behalten.

Du weißt, meine Schwester schätzt unfreundliche Worte nicht sehr.

Sie hat mich weggeschickt. Ich gehöre Eurer Schwester nicht mehr.

Ich bin frei. Ich kann tun, was mir gefällt. Ich gehöre mir selbst.

Glückwunsch zu diesem Besitz.

Shuah.

Der Vogel, den Ihr sucht, hat sich versteckt.

In dem hohen Schilf.

Danke.

Deine Treue zu Lot hat etwas Rührendes.

Du verbirgst dich vor mir?

Bin ich ein Fremder? Bist du böse, weil ich ohne Abschied gegangen bin?

Du willst dich nicht zeigen.

Gut.

Das macht das Spiel spannender. Ich muss deine Spur finden.

Du hinterlässt Spuren, absichtlich. Du willst es so.

Damit ich dir folgen kann.

Und dich finde.

Selbst für einen mittelmäßigen Jäger ist es einfach,

eine Spur im Schilf zu verfolgen, beste Shuah.

Das weißt du genau.

Ich finde die Spur.

Und ich finde dich.

Wozu brauchst du so viel, Melchior?

Wozu so viel?

Du wolltest, dass ich dich finde. - Nein.

Du wolltest es. Gib es zu. - Nein, nein.

Das Salz ist für jeden bestimmt.

Es ist frei. Wie die Luft, wie das Wasser.

Im Namen der Ältesten wird Nako unterschreiben, für uns alle.

Und du, geh jetzt.

Geh! - Ah! Lot!

Lot! Lot!

Astaroth, Shuah, ich war nicht wachsam.

Vergebt mir.

Unten am Schilf.

Lass mich. - Warum willst du nicht?

Gehe ich zu sanft mit dir um? - Nein.

Du Hund!

Weg hier.

Lass mir mein Vergnügen oder stirb.

Also töte mich.

Du wirst nicht lebend nach Sodom zurückkehren.

(Shua) Nein!

Du willst, dass ich ihn verschone? - Ja.

Um deiner Tochter willen schone ich dich.

Damit ist unsere Rechnung glatt.

Bei unserem nächsten Treffen gibt es keine Rücksicht mehr.

Gnade wird nicht gegeben.

Um Gnade wird nicht gebeten.

Wenn du meine Tochter noch einmal anrührst, einmal, sage ich,

bei Jehova, ich bringe dich um.

Lot, sieh. - Was sind das für Reiter?

Nomaden. Helamiten. - Vielleicht seht Ihr es nun ein.

Besser, Ihr verschwindet.

Wir werden den Rat einberufen und uns vorbereiten.

(Musik)

Unsere Wache ist zu Ende.

Gut, Sarah.

Sind die Ersatzwachen auf dem Posten? - Wie du es angeordnet hast.

Auf allen Gipfeln in Hörweite voneinander. - Gut.

Seit Tagen haben wir nichts gesehen.

(Musik)

Das muss man dem Teufel lassen, oder der Teufelin.

Sie hat diese Woche wie eine von uns gearbeitet.

Was beweist schon eine Woche.

Sie beobachten uns. Ich gehe lieber.

Warte.

Seht ihn euch an. Bald lässt sie ihn ihr Zelt ausfegen.

Lasst ihn in Ruhe.

(Musik)

Lot.

Lot, warte.

Ich muss dich etwas fragen. Es geht um Maleb und mich.

Wir möchten gerne heiraten. - Heiraten?

Selbstverständlich nicht sofort. In etwa 6 Monaten.

Ismael.

Wenn ein Mann und eine Frau sich lieben,

sollten sie nicht zu lange getrennt leben.

Ich habe Gründe zu warten.

Mein Anteil der Ernte, ein neuer Hausstand muss gegründet werden.

Ihr habt meinen Segen.

Geh und gib ihr einen Kuss.

(Musik)

Du hättest mir nicht folgen sollen. - Nein?

Nicht in mein eigenes Zelt am hellen Tag?

Das ist es ja gerade.

All diese Frauen am Fluss. In 10 min weiß man es im Lager.

Der Atem des Ärgernisses.

Du hast eine geringe Meinung von mir. - Glaubst du?

Du machst keinen Unterschied zwischen mir und meinem Amt.

Lot, der Anführer des Stammes würde nie dieses oder jenes tun.

Der Mann Lot ebenfalls nicht.

Jetzt steht der Mann Lot vor dir.

Er hat Herzklopfen wie ein dummer Junge.

Er wollte nicht in das Zelt, aber seine Füße haben ihn getragen.

Lot.

So.

Soll man es ruhig überall im Lager wissen.

Muss ich mir versagen,

was für andere Männer selbstverständlich ist?

Ja, musst du.

Du musst für dein Volk ein guter Mann bleiben. - Ein guter?

Warum nicht ein trübseliger,

grauer, alter, langweiliger?

Das habe ich nicht gemeint.

Was hat ein Guter-Mann-Sein damit zu tun,

dass ich mit dir in meinem Zelt bin?

Bitte, Lot.

Bitte.

Hat es damit was zu tun, dass du glaubst, ich bin ein guter Mann

und du keine gute Frau.

Weil du früher in Sodom gelebt hast?

Du kannst dir das Leben in Sodom nicht einmal vorstellen.

Ich will dich zu meiner Frau machen. - Du darfst mich nicht lieben!

Du darfst mich nicht lieben! - Warum nicht?

Das weiß ich nicht. - Mein liebes Weib.

Nicht wegen der Dinge, die ich getan habe.

Wegen der, die ich vielleicht tun werde.

Vielleicht werde ich niemals an diesen Jehova glauben.

Du wirst.

Vielleicht werde ich nie in solchen Kleidern glücklich sein. - Du wirst.

Vielleicht wird etwas in mir uns verraten.

Und ich werde wünschen, wieder in Sodom zu leben.

Darauf will ich es ankommen lassen.

(Musik)

Warum stört Ihr mich?

Was habt Ihr mir zu sagen?

Ist nicht eine Gefälligkeit immer eine andere wert?

Hat Euch Melchior nicht den Weg zu Lots Tochter gezeigt?

Ich habe die Absicht, Euch weitere Gefälligkeiten zu erweisen.

Vielleicht sind wir Euch gleichgültig,

als die ersten Hebräer, die den Wunsch haben,

Bürger von Sodom zu werden.

An erwiesene Dienste erinnern wir uns mit Wohlwollen.

Zukünftige Dienste werden wir zu belohnen wissen.

Wir heißen Euch in unseren Mauern willkommen.

Öffnet die Tore.

Melchior hat uns verraten. - Habt Ihr sonst noch was zu sagen?

Zu Sodomiten nichts, aber zu Hebräern, die uns verraten, viel.

Jehova wird euch verstoßen. - Hohle Worte einer anmaßenden Religion.

Ich würde euch für verrückt halten,

hätte ich nicht gesehen, was ihr gebaut habt.

Hilfe, hilf mir.

Helft mir. Lasst mich los.

Nein! Nein! Lasst ihn in Ruhe!

Wir sind keine Sklaven. Nein!

Du bist so klug gewesen, so schlau.

Du hast ihnen eine Falle gestellt und dich selber drin gefangen.

Du hast die Hebräer überredet, ein ödes Stück Land teuer zu bezahlen.

Und jetzt?

Mit diesem Damm, den sie gebaut haben,

wird dieses wertlose Stück Land so viel einbringen,

dass sie es in 2 Jahren bezahlt haben.

Jetzt arbeitet die Zeit für sie.

Meine allergnädigste Schwester.

Aber Melchior hat auch andere Nachrichten mitgebracht.

Na.

Dass Lot die Absicht haben soll, Ildith zu heiraten.

Du hälst es nicht für wichtig?

Es beweist mir, dass der Anführer dieses unüberwindlichen Volkes

nicht ganz so unüberwindlich ist.

Für mich arbeitet die Zeit.

Sprich.

Meine Herren, der Anführer der Hebräer, Lot,

wartet mit einer Gruppe seiner Berater.

Sie wünschen, Euch zu sprechen.

Ich werde mit ihm sprechen, aber allein.

Das ist großartig.

Er gibt sich selbst in deine Hand.

Mit einem Schlag können wir Lot erledigen.

Ohne ihren Obersten ist das Volk hilflos.

Und Sodom ohne Verbündete.

Dein Eifer, mir zu dienen, rührt mich.

Leg deine Waffe ab und warte draußen.

Warum musst du mich immer wie ein Kind behandeln.

Ich will mit Lot allein sein!

Mein Bruder leidet an einem Anfall von verletztem Stolz.

Bitte gebt nichts darauf.

Ihr wollt Melchior zurückfordern? - Mir liegt nichts an Verrätern.

Aber wo sind die ehemaligen Sklaven,

die Ihr mit seiner Hilfe entführt habt?

Für einen klaren Kopf

und zur Beruhigung Eurer Nerven. - Wo sind sie?

Ich will sie wiederhaben.

Es ist uns ein Vergnügen, Euch zu erfreuen.

Erlaubt, dass wir es Euch bequem machen.

Ihr vergeudet Eure Zeit.

Ich bin nicht hier, um im Wein ertränkt zu werden.

Ich bin der Anführer der Hebräer.

Ich bin hier,

um Wichtiges zu bereden mit der Herrscherin der Sodomiter.

Lasst uns allein.

Ihr wollt, dass ich nicht als Frau spreche,

sondern als Herrscherin von Sodom?

Dann sprecht auch als Anführer der Hebräer

und nicht als selbsternannter Prophet einer imaginären Gottheit.

Lasst uns unsere Masken herunterreißen.

Wollt Ihr die Sklaven sehen, die wir zurückerobert haben?

Kommt.

Wohin reitet er mit einem so grimmigen Gesicht?

Wohin er gehen mag, es wird ihm nicht gefallen.

Der Zorn unseres großen Generals ist erweckt.

Keiner der Sünder kann sich entziehen.

Ein Mensch auf freiem Land ist ein freier Mensch.

Wenn das nicht so ist, sind wir nicht Herren des Landes.

In diesem Fall werden wir weiterziehen.

Wer hat Euch gesagt, dass es mir nicht gleichgültig wäre?

Vielleicht Ildith? - Niemand hat mir das gesagt.

Damals habt Ihr gefragt, ob wir bereit sein würden,

für dieses Land zu kämpfen.

Seitdem habe ich angenommen,

dass unsere Anwesenheit in Eure Pläne passt.

Aber vielleicht habe ich mich geirrt.

Wartet, Lot.

Ich kann es mir leisten, großzügig zu sein.

Die 3 wieder eingefangenen Sklaven sind freizulassen.

Sie dürfen zu den Hebräern zurück. - Ja, meine Herrin.

Und unser Recht, Zuflucht zu gewähren?

Wenn Ihr darauf besteht, dass es zum Erwerb des Bodens gehört,

auch das.

Vorhin habt Ihr Euch geweigert, mit mir zu trinken.

Trinken wir jetzt zur Feier des Bundes zwischen 2 guten

Feinden.

Wir sind doch Feinde?

Unsere Völker, nein.

Unsere Lebensphilosophien, ja.

(Geschrei)

Habt Ihr einen Mangel an Mut entdeckt? Sagt offen Eure Meinung.

Nichts als Tapferkeit. Heißes Blut.

Ich beglückwünsche Euch.

Aber wenn es getan werden soll, muss es jetzt getan werden.

Ihr habt mich nie nach meinem Preis gefragt.

Ich weiß, dass alles seinen Preis hat.

Seit Jahren haben wir Nomadenstämme für das Salz aus Sodom

schreckliche Tribute an Euch abführen müssen.

Jetzt ist unsere Stunde gekommen.

Die Hälfte von Sodoms gesamtem Gewinn an Salz.

Einverstanden.

Der Leopard zerrt an seinem Halfter.

Wenn ich ihn loslasse,

habt Ihr für die Beute innerhalb der Mauern zu sorgen.

Meine Schwester?

Meine Schwester.

Auf eine solche Jagd habe ich lange gewartet.

(Musik)

Ich bin so froh, dass du meines Vaters Frau geworden bist.

Danke schön.

(Musik)

Lass mich der Erste sein, der Euch Brot bringt

und das Salz des Lebens.

(Musik)

Meine Glückwünsche, Lot. - Danke. Du und Maleb, ihr seid die Nächsten.

Lebt glücklich. - Danke.

Viel Glück von Herzen. - Werdet glücklich miteinander.

Mein Glückskamm.

Weißt du noch, wie er mir geholfen hat, dich einzufangen?

Verlier ihn nicht, Ildith.

(Pferdegetrappel)

(trillert)

(trillert)

(trillert)

Die Helamiten!

Ildith, führe die Frauen und Kinder nach Sodom. Verlange Obdach für sie.

Beruhigt euch.

Ruhe, bewahrt Ruhe.

Wir haben gewusst, dass das geschehen könnte.

Wir haben versprochen, dass wir dieses Land verteidigen werden,

unser Land.

Wir sind vorbereitet, also bewaffnet euch.

Gehe jeder auf seinen Posten.

(Musik)

Beeilt euch. Wer weiß, wie schnell sie hier sind.

Es ist besser, wir können sie in Ruhe erwarten.

Keiner kann wissen, wann sie hier sind.

Sie sind noch über 1 h entfernt, beruhigt euch.

Alles geht, wie Lot es geplant hat.

Haben wir das alles nicht oft genug geübt?

Ruhig. Habt Gottvertrauen, Freunde.

Es tut mir so leid, an deinem Hochzeitstag.

Ruhig, Maleb.

Was sollen die anderen Frauen denken?

Er kommt wieder.

Shuah, du und deine Schwester,

ihr helft Ildith bei den Frauen und Kindern. - Ja.

Meine beiden Töchter werden dir folgen, als wärst du ihre Mutter.

(Musik)

Wir müssen handeln.

Die Helamiten sind nur noch 5 Meilen entfernt.

Wie vereinbart steht Ihr unter Lots Befehl. Greift an.

Darf ich vorschlagen, dass unsere zuverlässigsten Unterführer

mit ihren Abteilungen die Stadt besetzt halten?

Als Leibwache ihrer Königin.

Wie du meinst. Wähle sie aus.

Lasst sie in die Stadt.

(Musik)

Die Männer zu deinem Schutz reiten aufs Kampffeld.

Da sie die zuverlässigsten sind,

haben wir sie mit dieser Ehre ausgezeichnet.

Dann darf ich bitten, sie anzuführen.

Du wirst dienen, wo es mir gefällt.

Hier.

An meiner Seite.

Zu meinem persönlichen Schutz.

(Musik)

Vorwärts. Greift das Hebräerlager an!

Tod den Hebräern!

Vernichtet ihr Lager!

Tod den Hebräern!

(Musik)

(Geschrei)

(Musik)

Unsere hebräischen Verbündeten kämpfen nicht mal um ihr Lager.

(Musik)

Die Hebräer sind verschwunden.

Sie sind weg, entflohen.

Wir werden sie finden.

(Musik)

Selbst in Sodom

ist die sodomitische Reitertruppe für ihre Verräterei bekannt.

Ich hoffe, sie ist nicht zu wichtig. - Wir halten sie in Reserve.

Wenn wir Glück haben, brauchen wir sie nicht.

Lot! Lot!

Die Helamiten haben unser Lager vernichtet.

Zelte, Getreide, alles verbrannt.

Unsere Männer sind alle auf ihren Plätzen.

Fertig.

Angenommen, die Helamiten tun uns nicht den Gefallen,

da anzugreifen, wo wir wollen.

Dafür haben wir Lockvögel.

Gib das Zeichen, dass sie auf uns zukommen.

(Musik)

Die Hebräer!

Wie Ratten, so rennen sie in ihre Schluchtwinkel.

Gefangene werden nicht gemacht!

Die Losung des Tages heißt: Tod den Hebräern!

Öl!

In die Verstecke! - In die Verstecke!

In die Verstecke! - In die Verstecke!

(Musik)

Wie Ihr seht, mein Freund, sie sind vorbereitet.

(Musik)

Zurück! Zurück! Alles zurück!

(Musik)

Ah!

(Musik)

Ah! Ah!

(Musik)

(wiehert)

Hilfe!

Die Verbündeten Eures Prinzen scheinen in der Falle zu sitzen.

Der Schlüssel zu dieser Falle steckt da oben.

Wenn wir den umdrehen, drehen wir den Verlauf der Schlacht um.

Ihr nehmt den Behälter, ich den anderen.

Treibt sie hinaus!

Vorwärts!

(Musik)

Ismael!

(Musik)

Zurück!

Zurück, Helamiten!

Rettet euch, Helamiten!

Zurück! Zurück!

(Musik)

Das Feuer, es geht aus.

Sieh nach, was geschehen ist.

(Musik)

Melchior, komm zurück! Komm her, du Verräter.

Komm zurück! - Ah!

Ah! Helft mir!

Helft mir!

Ich hör deine Stimme nicht.

Tote können nicht sprechen.

Helft mir! Ah!

Die werden uns niedermetzeln. Befiehl den Rückzug.

Unsere Männer müssen sie aufhalten.

Damit wir Zeit gewinnen, den Damm zu durchbrechen.

Den Damm? - Nein, Lot, nein.

Es ist die einzige Hoffnung für die Zukunft unseres Volkes.

Was können wir sonst tun? Nichts. Wir haben unser Wort gegeben.

Befiehl unseren Leuten zu kämpfen, bis sie das Horn hören.

Wenn sie das Horn hören, sollen sie sich zurückziehen.

Der Weg ist frei! Vorwärts!

(Musik)

Du verteidigst mit deinen Männern die Südfront, ich diese.

Helft den Hebräern!

Ich übernehme das Kommando. Rückzug. Rückzug!

Rückzug, Sodomiter! Zurück! Zurück!

Kämpft weiter, bis ihr das Horn hört.

Hinterher. Sie ziehen sich wie Ratten zurück.

Verfolgt sie! Vernichtet sie!

Eber, versuch, das mittlere Stück des Dammes zu durchbrechen.

Wir werden sie so lange wie möglich aufhalten.

Los, Eber, los.

Lauft, lauft!

Alle nach oben!

Wissen alle, was sie zu tun haben, wenn er ins Horn stößt? - Ja.

Sie wollen uns ersäufen.

Lasst die Männer absitzen.

Absitzen!

Vorwärts!

(Musik)

Halt, halt. 1. Gruppe vorwärts.

Angriff auf den Damm von Süden. - Angriff auf den Damm von Süden.

Vorwärts.

2. Gruppe greift von Norden an.

Unberittene vorwärts.

Verteilt euch. Säubert die Schlucht.

(Musik)

Ah!

Ah!

(Musik)

Durchschlagt die Taue. Durchschlagt sie.

Los, durchschlagt sie.

(Horn)

Ab nach oben! Beeilt euch!

Zurück, zurück.

(Musik)

(jubeln)

Eure Botschaft?

Sieg.

Triumphaler Sieg.

(jubeln)

Gefährlich. So hattest du doch wohl die Hebräer genannt.

Mein lieber Leibwächter.

Ist es dir nicht vergönnt gewesen, mich zu beschützen?

Holt Wasser und Verbandszeug für die Verwundeten.

(Musik)

Zwischen Sodom und der Welt.

Nur die Hebräer.

(Musik)

Ruhe! Die Königin will zu euch sprechen.

Hebräer und Sodomiten, ich grüße euch.

Die Gastfreundschaft unserer Stadt erwartet die Sieger.

Auch euch, tapferer Lot, und euer ganzes Volk.

Die Stadt erwartet euch mit Essen und Trinken

und mit allem, wovon tapfere Männer träumen.

Milde Gaben.

Milde Garben von den Sodomiten.

Wir können Sodom einnehmen und die Sklaven befreien.

Gib uns den Befehl zum Angriff

und wir brennen Sodom bis auf die Mauern nieder.

Nein.

Wir werden es annehmen müssen.

Wir haben keine andere Wahl.

Hört mich, Königin.

Wir nehmen die uns angebotene Gastfreundschaft an.

Aber nur bis unser niedergebranntes Lager wieder aufgebaut ist.

Kommt.

Ich kümmere mich um die Verwundeten.

(Musik)

(Gesang)

"Oh Herr Jehova, gib mir ein Zeichen,

dass ich Wohl getan habe in deinem Angesicht.

Dass ich die richtige Wahl getroffen habe.

Weise mir den rechten Weg und zeige mir, was ich tun soll,

um dir demütig zu dienen."

Wo können wir Wasser bekommen? - Da vielleicht.

(Gesang)

Versuch es da, ich sehe hier nach.

Maleb.

Unsere Arbeit vernichtet.

Weggespült von demselben Wasser,

von dem wir glaubten, es wäre ein Segen für uns.

Dies Wasser wird neue Frucht wachsen lassen.

Lot.

Das Wasser.

Salz. - Dieses Land ist verflucht.

Das glaube ich nicht.

Das glaube ich ganz und gar nicht.

Ein ganzer Berg von Salz.

Die Flut und ein Erdrutsch hat das Salz freigelegt.

Auf unserem Boden gedeiht nichts mehr.

All das ist auf unserem Land.

Was nützt Wasser einem Land, was vergiftet ist?

Tod.

Besser, wir gehen dahin zurück, wo wir hergekommen sind. - Nein.

Wir werden das Angebot annehmen. Wir werden in Sodom leben.

Getrennt von ihnen, aber in den Mauern ihrer Stadt.

In Sodom leben?

Das ist das Zeichen, um das ich gebeten habe.

Jehova hat mich erwählt, mein Volk von den Feldern fortzuführen.

Wir werden Handel treiben. Ehrlich wiegen, gut messen.

Die sodomitische Tyrannei hat ein Ende.

Kaufleute, die Sodom gemieden haben, werden kommen.

Wir haben in einem Jahr unser Land bezahlt.

Was werden wir verkaufen?

Salz.

Und so kam es,

dass die Hebräer in den Mauern von Sodom und Gomorrha lebten.

Sie hatten ihr einfaches Leben als Bauern und Hirten aufgegeben

und waren Salzhändler geworden.

Um unser Land zu bezahlen oder für dich? - Um Sklaven zu befreien.

(Stimmengewirr) Ruhe bitte.

Es ist die Stunde, da Richter Lot sein Mittagsmahl hält.

Kommt morgen wieder. Er wird eure Sorgen anhören.

Früher hat Lot nie eine Arbeit unterbrochen, nur um zu essen.

Dem Fleißigen schmeckt eine Kruste Brot besser

als dem Faulen eine reiche Mahlzeit.

In jenen Tagen hat Lot gesagt, das Salz sei frei wie die Luft.

Jetzt verkaufen wir es für Gold.

Die Steuer, die ich an einem Tag eingesammelt habe.

Damit bezahlen wir der Königin unser Land.

Wir verkaufen so viel, weil wir einen gerechten Preis verlangen.

Die sodomitischen Sklaven werden dafür gepeitscht.

Sie müssen immer schneller arbeiten.

Lot hat einen großen Sieg errungen.

Jetzt bringt er euch Reichtum, uns Gerechtigkeit.

Kann es sein, dass wir Sodomiten mehr von ihm halten als ihr?

Wir bewundern euern Lot. - Ihr bewundert ihn. Wir lieben ihn.

Unsere Liebe verpflichtet uns, ihn daran zu erinnern,

dass er ein Diener Jehovas ist.

Dein Zorn ist maßlos, Ismael. - Wie soll Zorn sonst sein?

Wenn du sagen könntest,

was du mit solch rücksichtslosem Handel zu erreichen hoffst.

Begreifst du nicht, es kann so nicht weitergehen.

Du meinst, wir sollen offen mit den Sodomitern brechen?

Sie würden es nicht merken. - Worum geht es?

Wir haben das Wort der Königin,

dass in hebräischen Behausungen jeder Sklave Schutzrecht genießt.

Du willst die Königin um ihr Eigentum betrügen?

Eigentum.

Sind Fleisch und Blut, Menschen für dich plötzlich Eigentum?

Wie hast du dich verändert.

Ich bin ein Mann des Friedens.

Ich muss die Lebensweise meiner Nachbarn achten.

Was sie erworben haben, können wir nicht stehlen.

Wenn wir es tun,

verliert unsere Anwesenheit jede moralische Grundlage.

Der Grund unserer Anwesenheit ist die Befreiung der Sklaven.

Wir sind in Sodom, um die Menschen für Anstand zu gewinnen.

Während Sklaven verrecken?

Du müsstest es wissen, was es heißt, in Sodom Sklave zu sein.

Sags ihm!

Ein Arbeitssklave? Was weiß ich. Ich bin nie so etwas gewesen.

Ich glaube, dass ihre Freiheit nicht so wichtig ist

wie unser Friede mit Sodom.

Ismael, ich befehle dir,

ohne mein Einverständnis nichts zu unternehmen.

Warum leben wir dann hier?

Ist es so schwer zu verstehen?

Wenn wir in der Achtung der Sodomiter weiter steigen,

erwirken wir eines Tages auf gesetzlichem Wege alles,

was wir wollen, rechtmäßig.

All das würdest du durch eine unüberlegte Tat aufs Spiel setzen.

Sie ändern uns mehr als wir sie. Ihre Verderbtheit steckt uns an.

Sieh dich hier um. Deine Kleider, dieses Essen, dieses Haus.

Wir wohnen in einem schöneren Haus,

weil die Ältesten es gewünscht haben.

Und Shuah, die ihr Gesicht bemalt, kaum nach Haus kommt?

Und meine Maleb, die meinem Blick ausweicht.

Ist das wahr? - Shuah verbringt ihre Zeit wie andere Mädchen.

Was Maleb betrifft,

wenn du an sie ebenso viel denken würdest wie an die Sklaven,

gäbe es keine Schwierigkeiten zwischen euch.

Wie kannst du Unschuld beurteilen?

Wenn du meine Frau oder mich

irgendwelcher Vergehen beschuldigen willst, bringe es vor die Ältesten.

(lacht) Die Ältesten.

Verzeih ihm.

Er ist zornig auf mich.

Es ist ihm nicht klar, wie greifbar nah wir dem Erfolg sind,

ohne dass wir Gewalt anwenden müssen.

Hat Lot dich angehört? - Angehört ja.

Mehr ist nicht zu erwarten. Er weigert sich zu handeln.

Die Königin sagte mir einst,

zwischen den Hebräern und der Welt stünde nur Sodom.

Glaubst du das auch?

Ja, das tue ich.

Wen hältst du zurzeit für den mächtigsten Hebräer?

Meinen Onkel, Abraham.

Und solltest du Sodom bekehren,

wer wäre dann der mächtigste?

Lot.

Ich wäre so stolz auf dich.

Stolz? - Mhm.

Wenn das geschehen würde,

dann wäre es der Wille Jehovas.

Ich bin nichts weiter als sein Werkzeug.

Sein Werkzeug?

Nein.

Es wäre das Verdienst von Lot, dem Mann.

Du hast es noch immer nicht verstanden.

Dir fehlt der wahre Glaube.

Dass all die großen Dinge, die du vollbringst,

nicht dein Verdienst sind

und du sie nur diesem unsichtbaren Jehova verdankst?

Es gibt sicher Zeiten, da weißt auch du, wessen Leistung es wirklich ist.

Verwirrt dich deine frühere Sklavin?

Verärgert sie dich? - Nein.

Aber ich sorge mich um dich.

Wenn uns wieder Entbehrungen und Gefahren begegnen sollten,

dann bist du verloren ohne Glauben.

Dann bin ich eben verloren.

Ich kann nicht an etwas glauben, das ich nicht sehen kann.

Entbehrungen und Armut werde ich nie wieder ertragen.

Das weiß ich, nie wieder.

Aber das brauche ich auch nicht.

Denn du beschützt mich.

Genügt das nicht

fürs Erste?

Dass ich an dich glaube?

(Musik)

Deine Schwester Maleb.

Nein.

Nein.

Nein, das glaube ich einfach nicht.

Weil es dich wütend macht. Deswegen?

(Musik)

Maleb ist zu jung,

zu unschuldig.

Zu süß, um so verdorben zu sein.

Wie ich es war.

Jünger ja.

Und vielleicht,

vielleicht auch

süßer.

Du lügst.

Wenn das stimmt, wenn du sie auch geliebt hast,

wieso solltest du es mir erzählen? - Warum nicht.

Ist es mir nicht gelungen,

dich eifersüchtig zu machen?

Gib es ruhig zu.

Du bist eifersüchtig.

Wenn ich es nur wüsste. Wenn ich es nur wüsste.

Was macht das für einen Unterschied? - Sie ist meine Schwester.

Nun denn. Dann habt ihr jetzt noch mehr gemein.

Auch mit dem anderen Hebräer, der unser Sodom schätzt, deinem Vater.

Mein Vater ist gut.

Vollkommen ist er. - Sagte ich etwas anderes?

Er hat eine Frau von uns geheiratet.

Deinen Stamm in die Stadt geführt.

Was unterscheidet dich von ihm?

Oder Maleb.

Oder mich.

Erinnere ich dich an deinen Vater?

(Musik)

Hauptmann.

Tretet näher.

Ziehst du den Hauptmann vor?

Er ist sehr schön.

Nicht wahr?

Würdest du lieber ihn küssen?

Komm schon.

Hab keine Angst.

Komm schon.

Küss ihn.

Nur zu.

Ist sie nicht wunderschön?

Antwortet mir.

Los, nehmt sie in die Arme.

Antwortet mir.

Ich dachte,

jahrelange Treue Euch gegenüber

verdiente zumindest Respekt.

Respekt für einen heuchelnden Hund, der mit dem Schwanz wedelt?

Er geht und glaubt mich zu verraten.

Die Königin weiß bereits alles.

Ich bin dem Tode nahe.

(Musik)

Diese Tränen.

Für dich oder mich?

Für Maleb.

(Musik)

Ich werde dich heute Nacht sehr glücklich machen.

(Gong)

(Musik)

Sieh mal, die Tänzerin hier.

Die daneben ist besser. - Die andere ist anmutiger?

(Musik)

(Gong)

(Geschrei)

Verschaff mir Ruhe.

Gebt acht. Ich bitte um Ruhe.

Ich bitte um Ruhe für die Königin.

Meine treuen Untertanen, alte Bürger dieser Stadt

und neue.

Auf das treue Worthalten der Hebräer,

das uns heute wieder einmal bestätigt wird.

Durch die Abschlusszahlung auf ihr Land.

Auf ihren großen, hochgeschätzten Obersten, Lot.

Der Erste gegen die Helamiten, der Erste in der Gerechtigkeit,

den ich hiermit zu meinem persönlichen Berater ernenne.

Zum höchsten Würdenträger von Sodom.

(Applaus)

Meine ewige Dankbarkeit der Königin von Sodom.

Auf Frieden und Freundschaft.

Möge sie ewig herrschen zwischen Sodomitern und Hebräern.

Ebenso wie die Königin über beide Völker.

Sind die Wachen - Pst.

Wie viele bewachen das Lager? - 2. Die Sklaven sind bereit.

(Musik)

Macht Platz. Die Tore gehen nach innen auf.

Zurück. So kommt ihr nicht raus. Macht Platz! Zurück!

Macht Platz! Macht Platz!

(Sklaven jubeln)

Drängt sie zurück!

Ismael, hier lang!

(Musik)

Wenn ich dir einen wichtigen Dienst erweisen würde,

bekäme ich von dir die mir zukommende Stellung wieder?

Wie wäre es, wenn du mir erst den Dienst erweist und dann anfragst?

Es hat mal eine Zeit gegeben,

da ist Eure Frau auch eine so gute Tänzerin gewesen.

Sklaven, entflohene Sklaven!

Die Sklaven sind ausgebrochen.

Hier lang. - Sie werden uns berauben.

Schnell in eure Häuser. Beeilt euch.

(schreit)

(Musik)

Hier nicht. - Nehmt uns auf!

Hebräer, helft uns.

Sie töten uns. Lasst uns rein.

Lasst uns rein.

Sie bringen uns um. Sie töten uns.

Wir sitzen in der Falle. - Sie müssen uns reinlassen.

Nehmt sie fest.

(Applaus und Jubel)

Sie versuchen, Sklaven zu befreien.

Sag, sie sollen schweigen. - Hört her!

Hört her! Ich bitte um Ruhe!

Ein paar ehemalige Sklaven haben den Versuch unternommen,

ihren Freunden zur Flucht zu verhelfen.

Keine Sorge.

Dank der Treue unserer neuen hebräischen Bürger

konnten sie und ihre verräterischen Gönner gefasst werden.

Führt sie herein.

(Stimmengewirr)

Vorwärts!

Macht das Feuerrad bereit. - Nein, Lot, hilf uns!

Nein!

Als Anführer der Hebräer berufe ich mich auf unser Recht,

Zuflucht zu gewähren.

Euer Volk hat ihnen Zuflucht verweigert.

Sie haben vor uns die Türen zugeschlagen.

Sie haben uns den Wachen ausgeliefert.

Dieser Mann dort ist ein Hebräer.

Wenn er das Gesetz gebrochen hat,

erhebe ich Anspruch auf das Recht, ihn zu bestrafen.

Wie Ihr wollt. Ins Gefängnis.

Da mag er warten, was Lot beschließt. - Nein!

Ich will bei ihnen bleiben. Ich will bei ihnen bleiben.

Und was die anderen angeht,

Ihre Bestrafung wird uns eine willkommene Abwechslung sein.

Rette uns, Lot.

Weder ich noch mein Volk stimmen einem solchen Schauspiel zu.

Vielleicht befragt Ihr erst Euer Volk.

(Gemurmel)

Ich höre keinen Protest.

Sie scheinen der Meinung zu sein, dass die Strafe verdient ist.

Schafft sie weg. - Erhebt euch, Hebräer.

Ihr seid stärker als sie.

Lasst es nicht zu. Erhebt euch. Rettet die Sklaven.

Rettet sie!

Rettet sie! - Worauf wartet Ihr, Lot?

Rettet sie.

Lot, rette uns. Sieh nicht zu, wie sie uns umbringen.

Lot, rette uns.

Hilf uns, Lot!

Hebräer, helft uns.

Hebräer, lasst nicht zu, dass sie uns umbringen.

Wie könnt ihr von ihnen erwarten, dass sie Sklaven verteidigen?

Wenn sie wissen,

dass von Euch nicht mal die Tugend Eurer Familie verteidigt wird?

Euer Weib,

Euer Weib,

die eine der unseren gewesen ist und wieder sein wird.

Sie hats gewusst, aber sie hat es Euch verheimlicht.

Hör nicht auf ihn. Er missgönnt dir die Wertschätzung der Königin.

Er will dir eine Falle stellen.

Sie schützt Eure Tochter Shuah.

Ihr habt geschworen, den Mann zu töten, der ihr die Unschuld raubt.

Ich würde es tun.

Dann tötet mich.

Lies die Wahrheit aus ihrem Gesicht.

Und die andere, Maleb,

von der Ihr meint, sie wäre ein unschuldiger Engel,

rächt sie auch.

Halt!

Ein gleichwertiger Kampf

ist unterhaltsamer.

Tu es nicht, Lot.

Sie versuchen nur, dich herauszufordern.

(Musik)

Verschont mich, Lot.

Im Namen Eures Gottes, verschont mich.

Nein, Vater, nein!

Ich allein bin an allem schuld. Lass ihn am Leben!

Lass ihn am Leben.

(Shuah) Nein! Wie konntest du?

Du hättest ihn verschonen können, meinetwegen, aber das hast du nicht.

Das hast du nicht.

Shuah, weine nicht.

Ich habe gewonnen.

Ich habe dir versprochen, ich sterbe

in deinen Armen.

Weißt du noch? - Nein.

Du darfst nicht sterben. Das lasse ich nicht zu.

(schluchzt)

Ich gratuliere, Lot.

Wie köstlich ist es zu töten.

Zu sehen, wie das Leben aus dem Körper fließt.

Und zu wissen, das habe ich getan.

Ihr seid ein echter Sodomiter, Lot.

Willkommen.

Nein.

Nein. - Werft einen Blick auf Eure Hebräer.

Seht sie Euch an.

Hinter dem erregenden Vergnügen am Töten

kommt gleich das Vergnügen am Zuschauen.

Sie haben jeden Augenblick des blutigen Schauspiels genossen.

Ihr habt das auserwählte Volk bekehrt, Lot.

Zu Sodom.

Ich habe getötet.

Was sagt das hebräische Gesetz dazu?

Geh ihr nicht in die Falle. Sei vorsichtig.

Wie würdet Ihr einen solchen Mörder verurteilen, Richter Lot?

Nun sprecht, Richter Lot. Wir harren Eurer Worte.

Ich würde ihn zu Kerker verurteilen.

Für den Rest seinen Lebens.

Lass dich nicht in den Kerker werfen. Kämpfe.

Kämpfe, Lot.

Dein Volk will dir helfen. Glaube mir, sie werden dir helfen.

Gerechtigkeit ist ein leeres Wort. Kämpfe, wenn du mich liebst.

Verstehst du nicht, du hast das Recht gehabt, ihn zu töten.

Wenn du mich liebst, ich flehe dich an.

Kämpfe.

Verstehst du denn nicht?

Du verstehst nicht.

Lot.

Lot.

Lot, Lot.

Was ist geschehen? Warum bist du hier?

Was hat man dir angetan?

Lot!

Lot!

(Gelächter)

(Schreie)

Nein!

Nein!

Nein!

Schneller! Schneller!

(stöhnt)

Oh Herrgott Jehova.

Hilf mir.

Wie konnte ich mich so verirren

und so viel Schaden anrichten?

Wo ich nur Gutes wollte.

Ich habe mein Volk Versuchungen ausgesetzt,

denen niemand widerstehen kann.

Ich tat das mit deinem Namen auf den Lippen.

Aber in meinem Herzen war der Stolz.

Und nun ist es zu spät.

Die Königin hat recht.

Wenn wir alle so sündig sind, wie sie es sagt,

lass uns einander selbst vernichten, denn wir sind es nicht wert.

Mögen wir ausgelöscht werden vom Angesicht der Erde.

Ich frage dich, mein Herr und Gott:

Ist nichts mehr in unseren Herzen von dir?

Erhöre mich.

Wenn da noch etwas in uns ist, das um das Leben kämpft,

inmitten von Tod und Verdammnis,

schenke ihm dein Ohr.

Sprich zu mir, Jehova.

Lass mich wissen, ob wir es wert sind zu überleben.

Haben wir ein Recht zu leben?

(schluchzt)

(Musik)

Wir bringen dir eine Botschaft.

Jehovas Zorn liegt über diesen Städten,

denn sie haben sein auserwähltes Volk verdorben.

In ihrer Sündhaftigkeit würden Sodom und Gomorrha

allen Geschöpfen Gottes Tod und Verderben bringen.

Du musst fortgehen. Lot.

Du musst dein Volk von hier fortführen.

Bei Sonnenuntergang wird die Rache des Herrn

Sodom und Gomorrha und alles, was dort lebt, vernichten.

Ich danke Jehova inbrünstig, dass er uns wert findet, gerettet zu werden.

Sein Werkzeug auf Erden zu sein.

Aber wird der Herr alle Sodomiter vernichten? Alle?

Schuldige und Unschuldige?

Die Unschuldigen hatten Zeit genug,

gegen die Schuldigen aufzustehen, und haben es nicht getan.

Aber Jehova ist gnädig.

Sollte er 50 Gerechte hier vorfinden,

verschont er den Ort nicht um ihretwillen?

Dann sucht nach diesen 50 Gerechten.

Wenn es unter den Sodomitern so viele gibt.

40 ganz sicher.

Jehova vernichtet nicht mit den Sündern 40 Gerechte.

Auch nicht 30, nicht aber 20 oder 10.

Wenn ich es schaffe, unter den Sodomitern nur 10 Gerechte

vor Sonnenuntergang zu finden, würde er den Rest nicht verschonen?

Jehova wird um 10 Gerechter willen alle anderen verschonen.

Aber wenn es die 10 nicht gibt, wird er diese Städte mit allem,

was in ihren Mauern ist, dem Erdboden gleichmachen.

Merke dir, Lot.

Wenn von denen, die du fortführst, welche zurückblicken,

weiß Jehova, sie bedauern es, das Leben in Sodom aufzugeben.

Und er wird sie vernichten.

Lass niemand zurückblicken.

Niemand.

Ich danke dir für deine Gnade, Jehova.

(Musik)

Lot.

Wo bist du? Ismael?

Lot.

Du darfst nicht im Gefängnis bleiben.

Du bist unser Anführer. Sag, was wir tun sollen.

Ein Wunder, ich bin frei.

Seht.

Meine Ketten sind abgefallen. Ich bin frei.

Lot auch. Er hat das Wunder gesehen.

Seht sein Gesicht.

Ich habe gesündigt.

In meinem Hochmut wollte ich mich selber strafen.

Aber jetzt weiß ich,

ein anderer wird mich nach seinem Willen bestrafen.

Melchior.

Wir müssen diesen Ort verlassen.

Ist es nicht besser zu bleiben? - Nein.

Aber wir wollten doch die Sodomiter bekehren.

Halt, im Namen der Königin.

Lasst uns durch.

Nun seid doch kein Narr.

Ich habe meine Befehle. - Er wird dich töten.

Im Namen Jehovas.

(alle schreien)

Meine Augen!

Meine Augen!

Wir müssen unserem Volk erzählen, was wir gesehen haben.

Aufhören.

Haltet das Rad an. - Haltet das Rad an.

Sie sind tot.

Es ist vorbei mit dem Vergnügen.

Macht Platz für den edlen Richter.

Oder sollte es erst anfangen?

Freunde.

Hebräer.

Diese Städte sind verflucht.

Wir müssen sie verlassen, bevor die Sonne untergeht.

(lachen)

Wache.

Ergreift diesen Mann. - Nein.

Macht ihm Platz. Lasst ihn sprechen.

Das wird unterhaltsam werden.

Lot, was hälst du von dem Feuerrad?

Diese Städte werden vom Erdboden verschwinden.

Zu Staub zerfallen.

Hebräer, hört mich an.

Ich habe euch hergebracht und geduldet,

dass ihr durch ein böses Volk verdorben wurdet.

Aber der Herr in seiner Barmherzigkeit

will uns noch einmal retten.

Kommt, folgt mir.

Verlasst diesen furchtbaren Ort.

Ein Wunder.

Ihr müsst glauben.

Seht, die Sonne, sie steht schon tief.

Uns verbleibt nur noch so lange Zeit, bis sie untergegangen ist.

Warum ihn nicht verbrennen?

Er ist wahnsinnig, irre.

Er kann uns nicht schaden.

Ihr Bürger von Sodom und Gomorrha.

Wenn sich unter euch 10 finden, die mit uns kommen,

wenigstens 10, dann wird Jehova um ihretwillen Gnade üben

und ihre Städte verschonen.

Nur 10.

10, die noch immer an das Leben glauben.

Und nicht an den Tod. (lachen)

Lacht nicht.

Entsagt euren unnatürlichen Vergnügungen.

Kommt! - Lot?

Ihr habt die Helamiter besiegt,

mich von meinem Bruder befreit, und jetzt wollt Ihr fortgehen?

Wollt Sodom verlassen,

das reicher an Salz ist als zur Zeit Eurer Ankunft?

Bitte, geht.

Wenn von meinem Volk 10 mit Euch gehen wollen,

sollen sie es tun.

Wendet Euch ab von Folterungen. Denkt an das Wohl Eures Volkes.

Was Ihr Sünde nennt, ist für mich Tugend.

Der machtvolle Tod, den Ihr verabscheut, ist mein Freund.

Ich wende Euch meinen Rücken zu, Lot.

Euch und Eurem schwächlichen Gott.

(Jubel)

Wolken, Blitze. Solche billigen Wunder lehrst du dein Volk fürchten.

Nicht aus Furcht verlässt mein Volk Sodom.

Aus Glauben an Gott.

Der Glauben an den, der mächtig genug ist,

uns im Schatten einer Wolke zu erscheinen.

Dessen Stimme im Donner zu uns sprechen kann.

Seht Euch diese Sonne lange an.

Ihr werdet sie nie wiedersehen. (Mann) Vor morgen früh nicht.

(Gelächter)

Folgt mir.

Hebräer, habt Vertrauen.

Betet.

Hört auf die Ältesten.

Ein heißer Wind aus der Wüste.

Es naht ein Sturm. Das wird wunderschön.

Kommt mit.

Folgt mir nach.

Ist es wahr, dass Sodom zerstört wird?

Ich gab nur weiter, was mir gesagt wurde.

Eine Kunde, auf die ich lange gewartet habe.

Kommt. Folgt den Ältesten.

Leb wohl. Leb wohl.

(Musik)

Unser Volk wartet. Wir müssen uns ihm anschließen.

Maleb.

Maleb.

(Musik)

Shuah, ich habe viel wiedergutzumachen.

Ich werde tun, was in meinen Kräften steht.

Nur jetzt gehorche mir bitte.

Geh mit deiner Schwester. - Ich gehe.

Ich gehe.

Weil ich mein Leben lang darauf warten werde,

dich schreien zu hören, wie ich geschrien habe.

Ich will dich zerschmettert am Boden sehen, kriechend.

Ehe ich das nicht gesehen habe, werde ich dich nicht verlassen.

Vater.

Ich habe mich nicht selbst befreit, Jehova hat es getan.

Nur er kann Sodom und Gomorrha überwinden. Komm.

Nur damit du erkennst, dass es alle erkennen.

Dass es Lot ist, der Gutes tut.

Dass es Lot ist, der Mut hat.

Komm.

(Musik)

Hört mich an. Hört mich an.

Wie es mir verkündet wurde, sage ich es jetzt euch.

Wenn wir die Stadt verlassen haben, blickt nicht zurück.

Wenn einer von euch zurückblickt, nur einen Blick auf Sodom wirft,

dann weiß Jehova,

dass es dem leidtut, das Leben in Sodom aufzugeben.

Und er wird ihn vernichten.

Lasst niemanden zurückblicken. Niemand.

Sagt es weiter, von Mund zu Mund. - Niemand darf zurückblicken.

Sagt es allen nach hinten weiter.

Nicht zurückblicken.

Zurück! Zurück!

Zurück mit euch!

Schließt die Tore!

(Astaroth) Zurück!

Ihr seid jetzt alle freie Menschen.

Kommt, schließt euch uns an.

(jubeln)

(Windpfeifen)

Seht!

Ein Wunder. Von unsichtbaren Händen geöffnet.

Es war Jehovas Hand. Jehova hat uns das Tor geöffnet.

Der Herr ist bei uns. - Ein Wunder? Nein, es war der Wind.

Der Wind hat das Tor aufgestoßen.

Blickt nicht zurück.

Nicht zurückblicken. Geht weiter.

(Musik)

Lauft! Lauft!

Lot, warte auf uns!

(Donner)

(Musik)

Komm.

(Musik)

Ildith, was hast du?

Ich kann nicht glauben. - Du musst.

Ich kann nicht. - Doch, du musst.

Ich habe es versucht. - Glaube.

(Musik)

Nach links.

Links.

(Musik)

Es ist nur ein heftiges Unwetter. Niemand braucht sich zu fürchten.

(Schrei)

(Musik)

Ah!

Ein Erdbeben. Das haben wir schon öfter gehabt.

Bleibt bei eurer Königin.

(Schreie)

(Musik)

Ah!

(Musik)

Ihr sollt bleiben! Du bleibst hier!

Wohin willst du gehen? Willst du dich verstecken?

Ah!

(Musik)

Nicht zurückblicken. Denkt an Lots Worte.

(Musik)

"Lots Name sollte auf ihren Lippen sein.

Ihm haben sie alles Gute zu verdanken,

das ihnen zuteil geworden ist.

Es gibt keinen Jehova."

Ildith, schau nicht zurück.

(Musik)

Nein!

Ildith!

(Musik)

Nein.

Nein.

Ildith!

(Musik)

(weint)

Mein Vater.

Komm, Vater.

(Musik)

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