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Liselotte von der Pfalz (1966) dTV - MDR - 22. April 2012
Heitere Musik
Er kommt! Schnell! Die Pferde weg!
Was ist los? Sind wir da? - Nein, Euer Durchlaucht!
Warum halten wir dann? - Hier ist ein Bach.
Hat er keine Br�cke? - Sie ist weg.
He, du!
Meint Ihr mich? Wen sonst?
Glaubst du, das Schwein? Wom�glich!
Was wollt Ihr von mir? Komm her, du L�mmel!
Geh hin, wenn Seine Durchlaucht dich ruft!
Hier bin ich! Was soll ich, Durchlaucht?
Wo ist das Schloss? Geradeaus �ber dem Bach!
Wie komme ich ohne Br�cke dar�ber? Richtig! Der M�ller nahm sie weg.
Wir hatten gestern ein Unwetter. Hinter dem Busch liegen die Bohlen.
Die Bohlen liegen hinter dem Busch.
Los! Fass mit an! Ich muss auf die Sau aufpassen.
Sonst bestraft mich mein Kurf�rst. Z�hlt er jedes Schwein? Mein Kelch!
Jedes Schwein und jede Kuh! Dem Koch z�hlt er die Kartoffeln in den Topf.
Der Kurf�rst ist offenbar geizig. Er ist arm und hat viele Kinder.
Beeilt euch!
Die Prinzessin hat auch noch keinen Mann.
Hat sie keine Bewerber? Bewerber! St�ndig kommen welche.
Aber bisher waren sie schnell wieder weg.
Warum? Erstens ist sie h�sslich.
Zweitens hat sie keine Mitgift. Soso! Kennst du sie so gut?
Genug, um Euch Auskunft zu geben!
�brigens... Finger weg!
Es kommt wieder ein Freier. Er ist vielleicht so dumm und nimmt sie.
Tja, ich...
Wir k�nnen fahren!
Kleiner geht es nicht mehr!
Ich vertragt Euch mit den Kurf�rst. Wie bitte?
Heitere Musik
Liselotte!
Ja, Herr Vater! Wie siehst du aus?
Was f�r Lumpen hast du an? Die alten Kleider des Erbprinzen.
Wir sollen die Sachen der �lteren Geschwister auftragen.
Du wei�t, dass ich das anders meinte! In f�nf Minuten bist du umgezogen!
Ja, Herr Vater! Das reicht!
Zieh das neue Kleid an! Das blaue, das ich vor zwei Jahren machen lie�!
Kinder, stellt euch auf! Wo sind die Pagen?
Du bist da. Wo ist Rudo? - Hier bin ich.
Zieh dir die Str�mpfe hoch!
Durchlaucht!
Seine Durchlaucht der Herzog von Kurland!
Mein lieber Herr Vetter!
Darf ich dir den Herzog von Kurland vorstellen, meine Liebe?
Mein Sohn Karl! Unsere Kinder!
Und jetzt stelle ich Euch meine liebe Tochter Elisabeth-Charlotte vor.
Es ist mir ein Vergn�gen, eine so reizende...
Bekanntschaft... Zu machen!
Kommt! Ihr habt sicher Hunger. - Ja.
Wo ist dein Zahn? Er ist weg.
Mist! Ohne Zahn nimmt dich nicht mal der Kurl�nder.
Heitere Musik
Heitere Musik
Mach den Mund auf! Dir fehlt kein Zahn! Wie hast du das gemacht?
Mit Farbe! Du! Den N�chsten heiratest du!
Oder du gehst ins Kloster! Ich heirate den, der mir gef�llt!
Romantische Musik
Schnell! Komm ins Schloss! Sofort! Ach!
Mach weiter, Rudo! Ich bin gleich wieder da.
Geh in dein Zimmer! Zieh dich erst mal an!
Warum? Sie sieht reizend aus.
Komm her, mein Kind!
Dies ist deine Tante: die Prinzessin Palatine.
Sie ist eigens deinetwegen aus Paris zu uns gekommen.
Meinetwegen?
Elisabeth-Charlotte, dir steht ein gro�es Gl�ck bevor.
Du sollst die zweite Gemahlin des Herzogs von Orleans werden.
Des Bruders Ludwigs XIV.!
Ich? Ja, du hast eine gl�nzende Zukunft.
Du wirst nach der K�nigin die erste Frau am Hof sein.
Aber wie kommt man gerade auf mich? Das verstehst du nicht.
Wenn du den Herzog heiratest, sind alle Sorgen um die Pfalz behoben.
Das verstehe ich sehr gut. Eine Aufmerksamkeit des Herzogs!
Und hier ist sein Bild.
Darf ich mich jetzt umziehen? Ja, Kind!
Dumm, dass Ihr sie so gesehen habt. In ihrem blauen Kleid ist sie h�bsch.
Das �u�ere spielt bei einer politischen Heirat keine Rolle.
Romantische Musik
Was steckt dahinter, meine Tante? Wieso? Was soll dahinterstecken?
Warum will so ein m�chtiger Mann gerade mich heiraten?
Der K�nig will, dass sein Bruder sich wieder verm�hlt.
Deshalb schlug ich meine Nichte vor.
Ich zeigte dem K�nig dein Bild und du hast ihm gefallen.
Und der Herzog? Hat ihm mein Bild auch gefallen?
Da es dem K�nig gefiel, gefiel es auch ihm. Du kannst zufrieden sein.
Man sagt, seine erste Frau soll vergiftet worden sein.
Mein Kind, man sagt vieles!
Man sagt, er habe einen unmoralischen Charakter.
Was nennst du unmoralisch?
Er schl�ft jede Nacht woanders. Die Ehe war sehr ungl�cklich.
Sie verstand es nicht, einen Mann zu fesseln.
Aber sie war sch�n!
Du wirst auch sch�n sein. Du wirst die kostbarsten Kleider tragen.
Und Schmuck! Du wirst all die Kniffe lernen, um verf�hrerisch zu wirken.
Heitere Musik
Trink langsam! Ach, ich verdurste!
Das ist die Aufregung? Bekomme ich noch etwas von dem K�se?
Badischen K�se werde ich so bald nicht mehr bekommen.
Daf�r andere Dinge, die sicher genauso gut sind!
Franz�sischer K�se stinkt zu wenig!
Wir kommen gleich zur Grenze.
Lass anhalten! Gib her!
Ich will euch hier Lebewohl sagen. Sonst heule ich vor den anderen.
Herr von Ohlsdorf, ich danke Ihnen f�r alles!
Sagen Sie zu Hause, dass ich vergn�gt bin!
Und meine besten W�nsche f�r Papas Gesundheit!
Komm rein, altes Schaf! Ich will dir einen Kuss geben.
Gr��e die Hunde von mir! Und die Pferde!
Und �berhaupt alle! Sie sollen mich nicht so schnell vergessen!
Los, weiter!
Hast du kein Taschentuch? Es geht auch so!
Sie kommen! Die Wagen sind da, Euer Gnaden!
Prinzessin Palatine muss sich jetzt wieder an eine Herzogin gew�hnen.
Sie sieht in dem M�dchen aus der Pfalz keine Rivalin.
Was f�r ein Aufwand! Sie haben sogar zwei Pferde vorgespannt.
Chevalier de Lorraine!
Im Auftrag des Kurf�rsten �bergebe ich die Prinzessin Ihrem Schutz!
Ich habe die Ehre, Euch im Namen des K�nigs in Frankreich zu empfangen.
Melancholische Musik
Wo sind wir hier? Sie befinden sich in Frankreich.
Das wei� ich! Sind wir schon in Burgund?
Ich glaube, wir sind in Lothringen.
Der K�nig hat sich ein sch�nes Land unter den Nagel gerissen.
Unter den Nagel gerissen? Er eroberte es erst im vorigen Jahr.
Danke!
Stimmt es, dass Sie verbannt waren? Das stimmt.
Man sagt, Ihre Verbannung hatte mit dem Tod der ersten Herzogin zu tun.
Sie starb in Versailles aus unerkl�rbaren Gr�nden.
Da brauchte man jemanden, den man verd�chtigen kann.
Diesmal traf es mich! Und was machen Sie jetzt am Hof?
Nun, ich lebe! Ich lebe am Hof in der Umgebung des Herzogs.
Und welche Aufgaben hat der Herzog? Der K�nig hat keine mehr f�r ihn.
Kann er ihn nicht leiden? Im Gegenteil: Er liebt ihn hei�.
Aber der Herzog beging einen Fehler: Er war erfolgreich.
Deshalb stellte der K�nig ihn kalt.
L�sst er sich das gefallen? Er entdeckte andere Freuden.
Und ich sorge daf�r, dass er keine Langeweile hat.
Wie machen Sie das? Ich mache kleine Feste f�r ihn.
Ich begleite ihn auf die Jagd und...
Ich stehe ihm immer zur Verf�gung und wenn er W�nsche hat...
Ich verstehe! Wenn ihn ein Floh bei�t, m�ssen Sie ihn kratzen.
Euer Durchlaucht haben sehr originelle Formulierungen.
Wenn es Eurer Durchlaucht recht ist, k�nnen wir weiterreisen.
Ach, essen macht m�de!
Heitere Musik
Durchlaucht, Sie m�ssen still stehen!
Atmen Sie aus! Das Kleid geht sonst nicht zu.
Wenn ich esse, platzen die N�hte! Essen in einem solchen Kleid?
Bine, wie sehe ich aus? Du bist etwas blass.
Das nennen Sie blass?
Das Dekollete ist eine Katastrophe! Finger weg!
Ich heirate nicht nackt! Wie Sie w�nschen!
Durchlaucht!
Sie sehen zauberhaft aus! Warum nennen Sie mich "Durchlaucht"?
In einer Stunde mache ich einen Hofknicks vor Ihnen.
Wie scheu�lich! Danke, dass Sie mir Ihre Zofe �berlassen haben!
Hoffentlich werden Sie mit Paulette zufrieden sein!
Vom K�nig!
Seine Majest�t erwartet offenbar viel von Ihnen.
Wenn das so w�re, dann w�re er bei der Hochzeitsfeier dabei.
Durchlaucht, es ist soweit!
Beten Sie, meine Tante, dass ich ihm gefalle! Macht schnell!
Madame! Monsieur!
Wir m�ssen den Ehevertrag unterzeichnen.
Orgelmusik
Orgelmusik
Beschwingte Tanzmusik
Monsieur, es ist soweit. Jaja!
Musik aus dem Ballsaal
Musik verstummt.
Meine Damen und Herren! Ich bitte zum Defilee!
Stimmengewirr
Stimmengewirr
Die Vorbeischreitenden unterhalten sich weiter.
Madame! Monsieur!
Madame, die Zeremonie ist vorbei. Ich w�nsche eine angenehme Nacht!
Monsieur!
Warum haben Sie mich geheiratet? Auf Befehl der Majest�t des K�nigs!
Darf ich mich jetzt zur�ckziehen?
Sie finden mich abscheulich! Ich habe Sie noch nicht angesehen.
Dann tun Sie es doch endlich! Dazu habe ich noch oft genug Zeit!
Ich habe Sie heute nicht erwartet. Ich habe dir gesagt, dass ich komme.
Ich habe es nicht geglaubt.
Unschuldige junge M�dchen machen M�nner deines Alters verr�ckt.
Du wei�t: Diese unerfahrene Gans l�sst mich im Bett v�llig kalt.
Sie kichert.
Sie tut mir leid! Sie hat sich diese Nacht bestimmt anders vorgestellt.
Du l�gst! Du bedauerst keine Frau, mit deren Mann du im Bett liegst.
Jagdhorn spielt eine heitere Melodie.
Ist heute eine Jagd? Ja. Die Hofjagden beginnen.
Der K�nig ist zur�ckgekommen.
Nehmen an den Hofjagden auch Damen teil?
Der K�nig h�tte keinen Spa�, wenn keine Damen dabei w�ren.
Monsieur! Kommen Sie herauf! Ich muss Sie sprechen.
Man ruft nach Ihnen.
Liselotte! Warte, bis dein Mann von selbst kommt!
Da kann ich lange warten! Man l�uft einem Mann nicht nach!
Zieh da alte Ding aus! Ich will mit meinem Mann reden!
Bin ich ein Stallknecht, nach dem man schreit? Ich bin in Eile!
Warten Sie! Ich ziehe mich an.
Wie ich h�re, hat der K�nig hat zur Jagd gebeten.
Richtig! Wurde Ihre Frau nicht eingeladen?
Doch! Ich habe Sie entschuldigt. Ich sagte, dass Sie krank sind.
Was? Ich platze vor Gesundheit! Das freut mich.
Aber Ihr Benehmen erlaubt nicht, dass Sie den K�nig sehen.
Ich will nicht, dass wir uns blamieren. Ich gehe.
Beauvais soll kommen!
Mein Jagdkleid! Schnell!
Wo bleibt Beauvais? Ich bin hier, Madame.
Lassen Sie ein Pferd satteln! Ein Pferd?
Dachten Sie, ich reite auf einem Ochsen?
Wollen Sie ausreiten? Ja. Und Sie begleiten mich.
Jagdhorn spielt eine Melodie.
Monsieur! Woran leidet Ihre Frau? Nichts Ernstes, Sire!
Ich schicke ihr meinen Leibarzt. Nicht n�tig!
Aber ich habe eine andere Bitte. Was w�nschen Sie?
Den Oberbefehl im Hollandkrieg. Der Oberbefehl ist schon vergeben.
Jagdhorn
Bleiben Sie zur�ck, Beauvais!
Hundegebell
Heitere Musik
Heitere Musik
Hundegebell
Wer war das? Eine Dame? - Das ist unm�glich, Sire.
Ein Page erlaubt sich einen Scherz. - Das ist eine Frau!
Der K�nig hat sein Wild gefunden!
Heitere Musik
Nebenan kichert eine Frau.
Heitere Musik
Es tut mir sehr leid, Madame! K�nnen Sie aufstehen?
Ich will nicht! Sie verfolgten mich!
Sie reiten besser als die M�nner des K�nigs!
Und weiter? Verschwinden Sie!
Madame! Zuerst will ich wissen, wer Sie sind.
Darf ich raten? Ihr Gesicht kommt mir bekannt vor.
H�ren Sie auf zu s�useln!
Warum sind Sie so ablehnend?
Sind Sie eifers�chtig auf die Dame im Pavillon?
Woher wissen Sie davon? Ich sah Sie den Pavillon betreten.
Vor dem Pavillon war ein Damenpferd. Es war schon eine Dame beim Herzog.
Nehmen Sie es leicht! Ich habe eine Stinkwut!
Diese falsche Kr�te! Ahnen Sie, wer es ist?
Als H�fling des K�nigs wissen Sie, wer hier wen als M�tresse hat!
Ich bin kein H�fling des K�nigs. Ist das wahr, was Sie sagen?
Als K�nig w�rde ich das verbieten! Den Damen oder den Herren?
Den M�nnern! Aber der K�nig ist genauso wie die anderen!
Der K�nig sollte... Ich will gehen. Helfen Sie mir!
Werden wir uns wiedersehen? Nicht schon wieder flirten!
Morgen bin ich gr�n und blau!
Nicht grinsen! Holen Sie mein Pferd! Jawohl! Sofort!
Sie reiten ein Pferd des Herzogs! Ja.
Dann sind Sie die Herzogin! Ja! Machen Sie den Mund zu!
Sie reiten ohne Begleitung! Ja. Ich kam heimlich hierher.
Ich wollte den K�nig sehen. Aber jetzt gehe ich lieber.
Dem K�nig gefallen angeblich nur aufgetakelte Frauen.
Das k�nnte wahr sein. Helfen Sie mir in den Sattel? Hopp!
Also!
Hopp! Hopp!
Vielen Dank, Monsieur!
Madame! Ja?
Sie nahmen an der Jagd teil! Lasst uns allein!
Richtig! Ich war auf der Jagd.
Sie sind vom Pferd gefallen. Hat Sie der K�nig gesehen?
Keine Sorge! Mich sah nur ein aufdringlicher Kavalier.
Wer war das? Er war kein H�fling des K�nigs.
Gehorchen Sie! Sonst werden wir zum Gesp�tt des Hofes.
Wenn Sie wieder mal reiten, dann auf einem alten Gaul!
Ein gutes Pferd ruinieren Sie nur! B�h!
Ein Brief vom K�nig? Her damit! Er ist f�r Madame.
F�r mich? Jawohl, Madame!
Eine unerfreuliche Nachricht f�r Sie: Der K�nig will mich sehen.
Diesmal verhindern Sie es nicht!
Feierliche Musik
Seine Majest�t, der K�nig!
Ich begl�ckw�nsche Sie zu Ihrer charmanten Gemahlin!
Madame! Machen Sie mir die Freude, das Souper mit mir zu nehmen!
Feierliche Musik
Der Hof hat eine neue Favoritin. Ich denke, wir m�ssen umlernen.
Seltsam! Wer h�tte das erwartet?
Ich lie� ein Kissen auf Ihren Sessel legen. Ist es weich genug?
Vielen Dank! Ich kann es brauchen.
Haben Sie Monsieur eine Szene gemacht?
Warum? Wegen des Pferdes vorm Pavillon.
Wegen eines Pferdes? Wovon sprechen Sie?
Das wissen Sie. Wegen der Dame, der das Pferd geh�rt!
Sire! Woher wissen Sie davon?
Ich sprach dar�ber nur mit einem frechen Kavalier.
Er versuchte, mit mir anzub�ndeln. "Anb�ndeln" nennen Sie das!
Er sagte, er sei kein H�fling des K�nigs.
Hat er gelogen?
Er sagte die Wahrheit auf eine heimt�ckische Weise.
Haben Sie etwas gegen Kavaliere, die mit Ihnen anbandeln wollen?
Ihr Hund unter dem Tisch soll sich benehmen!
M�gen Sie keine Hunde? Nur, wenn sie mir zu nahe kommen!
Feierliche Musik
Ich hoffe, dass der Herzog jetzt sein Leben �ndert.
Was erwarten Sie von mir? Soll der Herzog mir beim Stricken helfen?
Sie sollen ihn von seinen Gl�cksspielen abhalten.
Sire! Es gibt nur eine M�glichkeit, das Leben das Herzogs zu �ndern.
Geben Sie ihm eine Aufgabe! Hat er sich bei Ihnen beschwert?
Das war nicht n�tig. Jeder wei�, dass er keine Erfolge haben darf.
Madame! Sie f�hren eine k�hne Sprache.
Ich sage, wie es ist. Der Herzog errang schon einen Sieg f�r Sie.
Seitdem bekommt er kein Kommando mehr.
Sie wollen nicht, dass das Volk ihm zujubelt.
Ich habe Monsieur mit Wohltaten �berh�uft.
Von Wohltaten wird der Ehrgeiz eines Mannes nicht satt. Sire!
Ihr Glanz strahlt hell! Geben Sie Ihrem Bruder ein wenig davon ab!
Sie h�tten nicht viel von Ihrer Ehe, wenn der Herzog ein Kommando bek�me.
Von der Ehe bemerke ich noch nichts. Oh! Das ist mir nur rausgerutscht.
Dann vergessen wir es wieder.
Geh schlafen! Ich brauche dich nicht mehr.
Ich bin es, Madame. Berichten Sie nach Hause von Ihrem Triumph?
Ja. Ich schreibe meinem Vater. Das hat Zeit! Sie haben gesiegt.
Gehen wir in Ihr Schlafzimmer!
Ich habe Sie untersch�tzt. Sie sind raffiniert.
Sie kamen heimlich zur Jagd und machten sich an den K�nig heran.
Sie fielen vor ihm vom Pferd.
Woher wissen Sie das? Das wei� jeder.
Ich wusste nicht, wer das war. Jeder kennt den K�nig.
Ich bin nicht aus Frankreich.
Und Sie hielten mich vom K�nig fern. Kommen Sie ins Bett, Madame!
Frieren Sie, Madame? Nein.
Wo haben Sie das reizende Nachthemd her?
Von zu Hause. Das dachte ich mir.
Wir brauchen es nicht.
Hat mein Besuch beim K�nig Sie an unsere Ehe erinnert?
Ich sah am Hof viele Sterne steigen und fallen. Auch ich war beim K�nig.
Heute? Kurz nach Ihnen.
Er erwartet Nachkommen von uns. Madame! Tun wir unsere Pflicht!
Sie sind auf Befehl des K�nigs hier! �berrascht Sie das?
Sie haben sich bei ihm beklagt. Gehen Sie!
Sie wollten Ihr Bett mit mir teilen. Hier bin ich! Was wollen Sie noch?
Dass ich Ihnen meine Liebe erkl�re? Aber ich liebe Sie nicht, Madame.
Daran �ndert auch der K�nig nichts.
Verlassen Sie endlich mein Zimmer!
Er lacht.
Sie sind die erste Frau, die mich aus ihrem Schlafzimmer wirft.
Das ist etwas Besonderes, Madame!
Feierliche Orgelmusik
Was gibt es Neues? Der Herzog war bei ihr.
Im Schlafzimmer? Ja.
Die ganze Nacht? Nur kurz. Madame hat geweint.
Woher wei�t du das? Sie hatte rote Augen heute Morgen.
Danke, Paulette!
Sie k�nnen den Hengst billig haben. Der Marquis hat hohe Schulden.
Und du willst die Provision. Ein schmutziger Verdacht!
Kirchenglocken
Der K�nig l�sst mich Ihnen diese Urkunde zustellen.
Wer brachte den K�nig darauf? Ich nicht, Monsieur.
Ich wei�, Herr Kriegsminister. Ihre Gemahlin bat den K�nig darum.
Die Herzogin!
Haben Sie noch Platz f�r uns? Leider nicht, Monsieur.
Habt ihr das geh�rt? Madame mag uns nicht.
Monsieur! Ich platze vor Neugierde!
Seine Majest�t hat mir das Kommando im Krieg gegen Holland �bertragen.
Das bringt Geld! Holland ist reich.
Gebt Euer s��es Leben in Paris nicht f�r die M�hen eines Feldzuges auf!
Ihr bleibt hier. Haben wir das Madame zu verdanken?
Chevalier! Sie sprechen von der Herzogin von Orleans!
Offenbar bl�st ein neues L�ftchen.
Ich hoffe, die Quartiere in Holland sind nicht verwanzt.
Das ist egal. Ich schlafe im Zelt. Ich ziehe einen Gasthof vor.
Bleib hier! Der K�nig will, dass wir unsere Beziehungen einschr�nken.
Gab er dir das Kommando, um uns zu trennen?
Das verdanke ich der Herzogin. Der Herzogin?
Wegen ihr bekam ich das Kommando. Ich lebe von der Gunst der Frauen.
Wei� sie von uns? Unsinn!
Die betrogene Ehefrau erf�hrt davon erst, wenn schon alles vor�ber ist.
Wir werden uns nicht mehr sehen, meine Liebe. Ich reise morgen.
Danke!
Guten Appetit, Madame! Ich muss Sie st�ren.
Ich verabschiede mich. Leben Sie wohl!
Haben Sie mir sonst nichts zu sagen? Was m�chten Sie h�ren?
Sie k�nnten mir Erfolg w�nschen. Ich w�nsche Ihnen Erfolg, Monsieur.
Und dass ich gesund wiederkehre!
Dar�ber entschiedet Gott. Madame! Schlie�en wir Frieden!
Hatten wir Krieg?
Er lacht.
Warum setzten Sie sich f�r mich ein, wenn ich Ihnen egal bin?
Der K�nig wollte, dass ich Sie vom Spiel und den Weibern kuriere.
Ich sagte ihm: "Lassen Sie ihn seine Kraft auf eine andere Art beweisen!"
Bis wir uns wiedersehen, darf keine Frau in mein Bett. Au�er Diana!
Das hoffe ich! Kein Feldherr siegt, dem Weiber den Kopf verdreht haben.
Wir stimmen erstmals �berein.
Leben Sie wohl!
Er will keiner Frau unter den Rock greifen, solange er weg ist!
So? Ja!
Liselotte g�hnt laut.
Lesen Sie, Abbe! Ich h�re.
Aus den Spr�chen Salomonis, Kapitel 10, Vers 8 und 19!
"Wer weise von Herzen ist, nimmt die Gebote an."
"Wer ein Narrenmaul hat, wird geschlagen."
Und: "Wo viele Worte sind, da wird ges�ndigt."
"Wer aber seine Lippen h�lt, der ist klug."
Das ist sehr sch�n! Das merke ich mir.
Guten Morgen, Madame! Guten Morgen!
Raimond! Auf Sie habe ich gewartet! Der Herzog ist seit zwei Wochen weg.
Wir leben einfach. Warum verbrauchen Sie so viel Geld wie bisher?
Madame! Wer isst 24 Rebh�hner an einem Tag?
Ich a� nur eines. Wer die anderen? Sie sind alle geliefert worden.
Aber wer a� sie? A�t du Rebh�hner? Nein, Madame.
Madame! Haben Sie Rebh�hner gegessen?
Nein, Madame! Ich wollte... Du, Marcel? Nein? Wo sind sie?
Es fehlen 23 St�ck! Sie vergessen das Personal!
Habt ihr Rebh�hner gegessen? Nein, Madame!
Du auch nicht? Wo sind dann die Rebh�hner? Ich sage es Ihnen!
Sie kamen nie. Sie teilen das Geld mit der J�gerei. Still!
Wenn so etwas noch mal passiert, entlasse ich Sie. Gehen Sie!
So! Jetzt will ich Fr�hst�ck! Madame! Darf ich jetzt reden?
Ja. Was wollen Sie? Ich �berbringe eine gute Nachricht.
Der Herzog gewann eine Schlacht. Eine echte Schlacht?
Es war ein gro�er Sieg. Beauvais!
Toll! Bitte, Madame!
Er wei�, wie Frauen im Nachthemd aussehen. Wo ist meine Kassette?
Kommt! Ihr bekommt alle einen Louis d'or. Ihr seid vier.
Eins, zwei, drei vier! Ihr Vater s�he das nicht gern.
Er sieht uns nicht. Trinkt aufs Wohl des Herzogs!
Ich danke euch!
Warum seid ihr vergn�gt? Madame hat uns Geld geschenkt.
Weil der Herzog gesiegt hat! Er hat einen Sieg errungen!
Madame! Stehen Sie auf, meine Tante!
Ich habe die wundervolle Nachricht schon geh�rt. Ich bin gl�cklich.
Ich wei�, wie Sie mit mir f�hlen. Ja, das tue ich.
Bitte nehmen Sie Platz!
Sie sehen gut aus. Ausgeruht!
Es ist gut, dass gerade keine Feste am Hof sind.
Schlaf ist gut die Sch�nheit. Gl�ck auch, wie bei Euer Hoheit.
Warum sah ich Sie so selten bei mir? Ein junges Paar st�rt jeder Dritte.
Richtig! Aber ich habe Ihren Rat oft entbehrt.
Sie, Madame? Was kann ich Ihnen raten?
Sie haben die Gunst des K�nigs im Sturm erobert.
Ich wei�: Das stinkt einigen.
Aber manche Dinge kann eine Frau nur mit einer Frau besprechen.
Meine Tante! Der Herzog hat eine Maitresse.
Eine Maitresse?
Ich wei�: Das ist am Hof �blich. Aber ich will das nicht dulden.
Was haben Sie vor, Madame? Ich muss wissen, wer es ist.
Mir sagt keiner etwas, aber Sie finden das leicht heraus.
Glauben Sie nicht? Und wenn Sie es wissen?
Dann werde ich den K�nig bitten, diese Frau vom Hof zu verbannen.
Er macht das. Ihm liegt daran, dass meine Ehe gl�cklich ist.
Wenn man hier am Hof Damen loswerden will, steckt man sie in ein Kloster.
Wie finden Sie das?
Ausgezeichnet! Aber Sie haben bei Ihrem Plan den Herzog vergessen.
Wie ich ihn kenne, w�rde er Ihnen das niemals verzeihen.
Ach, Tante!
Mit den Verflossenen des Herzogs kann man ein Kloster f�llen!
Madame! Der Graf von Hessen will Sie sehen.
Rudo! Er ist hier!
Schnell! Bitte ihn ins Audienzzimmer!
Heitere Musik
Rudo ist gekommen!
Beauvais! Wie sehe ich aus? Aber Ihnen gefalle ich immer!
Beauvais!
Bine! Komm her! Ja!
Treten Sie n�her, Graf!
Aua! Du bist gemein! Du l�sst dich immer noch reinlegen!
Beauvais! Das ist Rudo. Ich habe Ihnen schon viel von ihm erz�hlt.
Chevalier de Beauvais! Er muss mich aus allen Fettn�pfchen retten.
Was machst du in Frankreich?
Vater hofft, ich bekomme in Paris gute Manieren.
Du kannst sie bei mir lernen. Selbst der K�nig lobt mich. Ich freue mich!
Heitere Musik
Komm! Schau dir das an!
Vielleicht baust du dir auch mal ein Lustschloss. Komm!
So ein Bett sah ich noch nie. Auf Betten legt man hier viel Wert.
Ich wusste nicht, dass Sie herkommen. Sonst h�tte ich den Kamin angez�ndet.
Schlie� auf! Wir wollen gehen.
Tanzmusik
Tanz endet.
Liselotte lacht vergn�gt.
Du hast schon einen Schwips. Trink! Dann hast du auch einen.
Frechdachs! Lassen Sie mich los!
Mein Kleid ist aufgeplatzt.
Madame! Gratuliere! Ihr Brief hat gewirkt. Der Herzog ist hier.
Das ist unm�glich! Er h�tte mich doch benachrichtigt!
Ich sah seinen Ring. Er ertappt die Herzogin vielleicht in flagranti.
Rudo! Komm! Du musst mir helfen.
Suchst du mich? Warum hast du mich nicht benachrichtigt?
Du hast mir gefehlt! Ich hasse Sentimentalit�ten!
Gut, dass Sie eine Maske tragen! Aber Ihr Mund verr�t Ihre Wut.
Liselotte lacht.
Sie summt eine Melodie.
Monsieur! Sie sind hier! Ist der Krieg zu Ende?
Nein, Madame!
Sie lie�en Ihre Soldaten allein! Sie sind betrunken, Madame.
Ein h�ssliches Wort! Ich bin vergn�gt.
Paulette! Susanne! Ich habe Ihre Zofen weggeschickt.
Warum? Wollen Sie mich ausziehen? Ich muss mit Ihnen reden.
Ich h�re. Bleiben Sie hier!
Monsieur! Sie sind nicht im Feldlager.
Ich glaubte Ihnen Dank zu schulden f�r Ihre F�rsprache beim K�nig.
Aber Sie wollten mich nur zum Gesp�tt des Hofes machen!
Wovon reden Sie? Man klatscht �ber Sie.
Bisher klatschte man �ber Sie und spottete �ber mich.
Gut! Sie haben sich ger�cht. Das verstehe ich jetzt nicht.
Muss ich deutlich werden? Meine Perlen!
Sie sind zu weit gegangen! Vorsicht! Meine Perlen!
Sicher verbinden Sie Erinnerungen mit dem Grafen! Intime Erinnerungen!
Monsieur! Sind Sie etwa eifers�chtig auf Rudo?
Sie irren sich. Die Treue meiner Frau darf nicht in Zweifel stehen.
Acht, neun, siebenundzwanzig! H�ren Sie auf, herumzukriechen!
Antworten Sie! Haben Sie mich etwas gefragt?
Was suchten Sie in meinem Pavillon?
Raten Sie mal! Nat�rlich ein Liebesabenteuer!
Unsinn! Sie vergn�gten sich dort mit der Prinzessin Palatine!
Es ist egal, wo Sie mich betr�gen. Gestehen Sie!
Und wenn ich es gestehe? Ich bin eine Frau.
Und weiter? Sie haben einen Mann! Einen Mann? Wo?
Wo? Wo ist er denn? Wo ist mein Mann?
Raffinierte Person!
Sie lacht.
Ich bin die Herzogin von Orleans!
Wie geht das Kleid auf? L�uten Sie den Zofen!
Grobian! Zuerst die Perlen, und dann das Kleid!
Monsieur! Das wird eine teure Nacht. Monsieur!
Was wollen Sie bei der Herzogin? Ich komme auf Befehl das K�nigs.
Was w�nscht der K�nig? Dass Sie sich zur Truppe begeben!
Ich reise morgen fr�h. Unverz�glich! Ich hafte daf�r.
Der Reisewagen steht bereit.
Das ist Ihre Schuld! Der K�nig ist w�tend, dass ich das Heer verlie�.
Nat�rlich! Ich machte das Ihretwegen!
Schreien Sie nicht! Sie lie�en sich von einem Weib den Kopf verdrehen.
Sie wagen es, mich zu verspotten! Sie kennen mich noch nicht!
Was ist vorgefallen? Das wei� ich nicht.
Der Herzog schickte uns alle weg. Du horchst immer. Gab es Streit?
Das wei� ich nicht. Nur... Was? Sag, was du wei�t!
Der Herzog war sehr st�rmisch. Madames Kleid war zerrissen.
Ihre Perlen lagen auf dem Boden. Mach, dass du wegkommst!
Feierliche Musik
Stehen Sie auf, Madame! Danke! Mir zittern schon die Knie.
Ich bin nicht zu Scherzen aufgelegt.
Sie haben mich entt�uscht. Der Herzog verlie� die Truppe ohne Erlaubnis.
Ich rief ihn nicht. Werfen Sie mir den Ungehorsam des Herzogs vor?
Ja. Ihr Lebenswandel hat ihn dazu veranlasst.
Ich wusste nicht, dass Sie den Hofklatsch ernstnehmen.
Ein Mitglied der K�nigsfamilie darf dem Klatsch keinen Anlass geben.
Man sagte mir, dass der Graf von Hessen st�ndig bei Ihnen ist.
Sie reiten mir ihm oft aus ohne Begleitung.
Gestern verschwanden Sie vor aller Augen mit ihm in einer Nische.
Die meisten waren schon besetzt.
Mein Hosenband war gerissen. Hat der Graf es repariert?
Ja. H�tte ich meine Hose lieber verlieren sollen?
Ich will nicht mit Ihnen er�rtern, ob Sie Ehebruch begingen.
Geben Sie ab jetzt Ihrem Gemahl keinen Anlass zur Eifersucht!
Haben Sie ihn wenigstens entsch�digt?
Nein. Ihr Offizier kam zu fr�h. Oh!
Der Graf von Hessen wird aus Frankreich abreisen.
Sire! Ich habe entschieden.
Ich mache eine Reise. Sie bleiben in Ihrem Haus, bis ich wieder da bin.
Das ist ein Befehl, Madame. Ich verstehe. Ich habe Hausarrest.
Da ist eine Frau neben ihm.
Seien Sie auf der Hut! Sie k�mpft gegen Sie.
Ich wei� selbst ganz genau, dass ich eine Feindin habe.
Was wollen Sie dann, Madame? Sie sollen mir helfen.
Sie verlangen viel. Ich zahle auch viel.
Zeigen Sie mir Ihr Gesicht! Ich will wissen, ob ich Ihnen trauen kann.
Beten Sie heute beim Angelusl�uten im Kloster der Ursulinerinnen!
Dort wird Ihnen geholfen.
Kirchenglocken l�uten.
Das Gl�ck ist unseren Pl�nen hold.
Unsere Freundin machte sich den K�chenchef zum Feind.
Bedenken Sie! Den K�chenchef! Was bekommt er?
Er ist bescheiden. 100 Louis d'or! Bescheiden?
Ist Ihnen der Preis zu hoch f�r den Gewinn?
Geben Sie ihm das! Der Mann soll sich beeilen.
Es muss geschehen, solange der K�nig auf Reisen ist.
Da sind zwei Frauen mit einer Nachricht.
Vom Hof? - Das glaube ich nicht.
Ein Fuhrmann brachte sie. - Lassen Sie sie herein!
Was wollt Ihr? Bine! Sie Gute! Haben Sie einen Brief f�r mich?
Nein. Aber etwas Besseres! Liselotte! Wenn das herauskommt!
Keine Sorge! Ich bin die Zofe Paulette.
Ich kann besuchen, wen ich will! Sch�n, dass ich dich noch mal sehe!
Ach, Rudo!
Wann f�hrst du? Morgen fr�h mit der Post.
Dann essen wir noch mal in Ruhe. Du versprachst, nur kurz zu bleiben!
Ach, lass mich! Wer wei�, ob ich je wieder so gl�cklich sein werde!
Bine! Sag bitte dem Wirt, er soll noch zwei Gedecke bringen! Los!
Rudo! - Liselotte! Bine hat recht.
Danke, dass du kamst! Aber geh jetzt!
Ihr alle seid Hosenschei�er! Du bekommst sonst nur �rger.
Ach! Geh! Sonst trage ich dich runter!
Wirfst du mich raus? Liselotte!
Leb wohl, geliebtes Schaf!
Denk dir eine L�ge aus, warum du aus Paris weg musst!
Dass du mein Liebhaber bist, glaubt dir zu Hause keiner.
Der Fuhrmann dr�ngt. Die Stadttore werden geschlossen.
Wir kommen! Lebt wohl, Euer Gnaden! Komm, Paulette!
Gute Reise, Euer Gnaden!
Und hoffentlich auf ein baldiges Wiederkommen!
Madame!
Was ist geschehen? Paulette ist krank. Der Arzt ist da.
Wo ist sie? Im kleinen Salon!
Paulette, was ist los? Ich konnte ihr nicht mehr helfen.
Aber ich...
Fassen Sie sich! Es ging sehr schnell.
Was ist geschehen? Vor einer Stunde kam Madames Essen.
Paulette nahm es dem Diener ab und trug es in Ihr Schlafzimmer.
Sie rief: "Ich esse es selbst. Ich kann es nicht zur�ckgehen lassen."
Lachend a� sie die Vorspeise.
Dann wurde ihr schwarz vor Augen. Der Teller fiel ihr aus der Hand.
Sie klagte �ber starke Leibschmerzen. Ihr Befinden wurde immer schlechter.
Ich gab ihr die Sterbesakramente, noch bevor der Arzt hier war.
Gott hat seine sch�tzende Hand �ber Sie gehalten, Madame.
Kommen Sie, Madame!
Ich brauche das Geld! - Wof�r, du St�mper? F�r eine Zofe?
Ich muss fliehen. Er hat recht. Er muss verschwinden.
Hier! Und jetzt verschwinde! - Danke, Euer Gnaden!
Zeig ihm den Weg! - Sehr wohl, Euer Gnaden!
Chevalier, haben Sie noch Geld f�r Ihre eigene Flucht?
Fliehen? Warum sollte ich fliehen? Es ist nur eine Zofe ermordet worden.
Wenn man den Dummkopf erwischt und er redet, werden Sie verhaftet.
Und auch Sie bringt man zum Reden. Haben Sie Angst?
Wo ist der Koch? Weg! Niemand wei�, wo er steckt.
Madame, schicken Sie einen Boten an den K�nig!
Der K�nig wird den Schuldigen feststellen lassen.
Beauvais, Sie bringen dem K�nig den Brief, damit er ihn wirklich erh�lt.
Madame, der Anschlag tr�gt die Handschrift von Lorraine.
Dann muss er daf�r b��en. Lorraine ist ein Freund des Herzogs.
Soll er deshalb geschont werden? Es geht um seinen Kopf.
Er stellt sicher Behauptungen auf, die den Herzog belasten k�nnten.
So rettete er sich beim Tod der ersten Gattin des Herzogs.
Denken Sie an Madame! Wie wollen Sie sie in Zukunft sch�tzen?
Das ist ganz einfach, Beauvais. Man will mich aus dem Weg r�umen.
Ich gehe freiwillig. Ich verlasse Frankreich.
Unm�glich! Ihr d�rft nicht �ber die Grenze ohne die Erlaubnis des K�nigs.
Niemand wird mich erkennen. Ich bin eine Fremde in Frankreich.
Traurige Musik
Romantische Musik
Madame, ich muss Euch nach Paris zur�ckbringen.
Wer gab Euch den Befehl? Der Polizeiminister!
Steigen Sie bitte in diesen Wagen ein!
Sie d�rfen weiterreisen!
Nein, ich begleite die Herzogin. - Wie Sie w�nschen!
Schritte von drau�en, T�rklopfen
Abbe, haben Sie etwas ausgerichtet?
Gelobt sei Jesus Christus! In Ewigkeit! Reden Sie!
Ich sprach mit dem Beichtvater des K�nigs.
Der K�nig gab all Ihre Eingaben ungelesen an den Herzog weiter.
Ungelesen? Ja, Madame!
Der K�nig legte Ihre Zukunft in die H�nde des Herzogs.
Aber sagten Sie nicht, dass ich nur in meine Heimat zur�ckkehren will?
Fassen Sie sich in Geduld! Hier im Kloster sind Sie in Sicherheit.
Ja, sicher wie im Grab!
Ich habe auch eine gute Nachricht. Marquis de Beauvais wartet ist da.
Ich sprach mit Rudo. In der Bastille? Wie geht es ihm?
Unver�ndert! Seine Aussage wird jeden Verdacht von Ihnen nehmen.
Was will er aussagen? Den wahren Grund Ihrer Flucht!
Das darf nicht geschehen. Unter keinen Umst�nden!
Nehmen Sie keine R�cksicht auf den Herzog! Der K�nig muss es erfahren.
K�nnen Sie noch mal zum Grafen? Erst am Abend, Madame!
Ich bestach eine Nachtwache.
Er muss einen Brief von mir vor seiner Aussage lesen.
Der Brief ist sehr wichtig. Niemand darf ihn sehen.
Ich verb�rge mich daf�r. Dann warten Sie hier!
Ich bin sofort zur�ck!
Marquis, bleiben Sie stehen! Sie sind verhaftet.
Ah!
Hoffentlich verstehen Sie vom Karten- spiel mehr als von den Menschen!
Ich verstehe nicht!
Sie sagten, Ihre Nichte ist harmlos. Aber sie ist undankbar und dumm!
Das betr�bt mich. Aber ich hoffe auf Ihre Gro�z�gigkeit.
Lassen Sie sie nach Hause! Das Kloster ist eine zu harte Strafe.
Sie floh mit ihrem Geliebten. Deshalb entscheidet ihr Ehemann �ber sie.
Wenden Sie sich an ihn! Sie wissen, wie sie mit ihm sprechen k�nnen.
Ausgezeichnet! Noch kennt niemand die Wahrheit.
Aber solange diese Frau im Land ist, sind wir nicht sicher.
Leider missgl�ckte die Flucht! Es ging viel schief. Tun Sie etwas!
Oder sind Ihnen die Mauern eines Klosters zu hoch?
Die Herzogin hat Verbindung mit dem Grafen von Hessen aufgenommen.
Wie war das m�glich?
Beim Vordringen zum Grafen wurde der Marquis de Beauvais gestellt.
Er widersetzte sich der Verhaftung. - Und?
Er wurde �berw�ltigt. - Die Herzogin hat treue Freunde.
Diesen Brief fanden wir beim Marquis. Er tr�gt das Siegel der Herzogin.
Mit Sonderkurier an den Herzog!
Capitain! Capitain!
Einen Wagen und die besten Pferde! Hut und Degen!
Der K�nig befiehlt mich nach Paris.
Reiten Sie voraus! Wir fahren ohne Aufenthalt!
Bine, kannst du nicht schlafen?
Aua! Ihr Schufte, lasst mich los!
Sie hustet.
Ich hoffe, man war nicht zu grob mit Ihnen.
Ich bin beinahe erstickt. Die Kerle sind grobe Arbeit gew�hnt.
Nehmen Sie Platz, Madame!
Was wollen Sie von mir? Warum haben Sie mich aus dem Kloster entf�hrt?
Zur Sicherheit! Ich wollte Ihren Feinden zuvorkommen.
Sie werden der Prinzessin Palatine und Lorraine nicht mehr begegnen.
Was hei�t das? Ich bat den K�nig, sie zu verbannen.
Und was veranlasst Sie zu dieser liebevollen Sorge?
Ich habe hier einen Brief.
Er ist nicht an mich gerichtet, sondern an den Grafen von Hessen.
"Rudo! Sag nicht, dass man mich vergiften wollte!"
"Der K�nig soll glauben, dass ich deine Geliebte bin."
"Sonst wird gegen meinen Feind ermittelt ..."
Genug! Hier steht noch etwas Wichtiges!
"Er soll nicht wieder in Ungnade fallen."
Ich h�tte ihn gern aufgehoben! Lassen Sie mich raus!
Gef�llt es Ihnen hier nicht? Ich hasse diesen Raum!
�ndern wir das? Ich bin hier nur mit Frauen, in die ich verliebt bin.
Frechheit! Ich bin nicht Ihre Geliebte! Ich bin Ihre Ehefrau!
Genau! Sonst w�ren Sie l�ngst meine Geliebte.
Nie! Geht jede mit Ihnen ins Bett? Nein, aber Sie taten es sofort.
Ich musste es tun. Ich hatte Sie geheiratet!
R�hren Sie mich nicht an! Warum?
Liebst du mich nicht mehr? Doch, nein! Doch!
Ich habe Hunger!
Essen Sie! Ihre Tafel war in den letzten Tagen sp�rlich.
Majest�t sind sehr gn�dig.
Sire, es ist soweit! - Sehr gut! Entschuldigen Sie mich!
Was ist los? Wer h�lt mich auf? Der K�nig, Monsieur!
Sie haben Schmuggelware im Wagen. Lassen Sie mein Gep�ck durchsuchen!
Schlaue Schmuggler verstecken nichts im Gep�ck. Was ist in dem Mantel?
Lasst mich schlafen! Ich st�re ungern Ihren Schlaf.
Aber ich wollte Sie endlich wieder mal sehen.
Jetzt entdecke ich neue Reize an Ihnen.
Ich wusste auch nicht, dass uns Wegelagerer �berfallen w�rden.
Vergeben Sie! Die Herzogin ist todm�de.
Sicher hatte sie eine anstrengende Nacht.
Wir hatten vieles nachzuholen. Adieu, Majest�t!
Ja! Dann gute Nacht, Madame! Und schlafen Sie wohl!
Romantische Musik
Untertitel: zeile 21 / Frank H. Richter
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