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- Ist irgendwas mit Miri? - Sie ist verschwunden.
Sie hat sich wohl mit einer anderen Teilnehmerin
von der Bergtour getrennt.
Offenbar sind die M�dchen auf eigene Faust los.
Ich blute!
Du blutest von innen. Das ist gar nicht gut.
Ich schlie�e mich einfach der Bergrettung an.
Niemand wird uns finden.
Sie werden uns finden. Mein Vater wird uns finden.
Der kennt sich aus.
Und? Hast du Schiss gehabt?
- Wegen der Lawine? - (Michael) Ja.
(Tobias) Die Emilie war ziemlich geschockt.
Ich habe Verantwortung f�r eine Familie, vielleicht hat sie recht.
Wann ist genug genug?
Das kann ich dir genau sagen:
Sobald hier drau�en niemand mehr verloren geht, dann h�ren wir auf.
Was ist mit Ben? Der hat doch nicht nur verpennt, oder?
OVielleicht denkt der so wie du? - Ich wei� es nicht.
Er sagt nicht, was er hat. - Sorgen hat der.
So Typen wie Ben reden immer erst, wenn es zu sp�t ist.
Der braucht 'ne Frau.
- Setz mal die Emilie drauf an. - Bitte?
Zum Reden. Nur zum Reden.
Herrgott noch mal, was denkst du denn?
Es hat schon wieder geschneit, keine Spuren.
So finden wir die M�dchen nie.
- Wo ist Markus? - Bessere Hinweise sammeln.
Nein, Doktor Winkler haben Sie verpasst.
Der ist auf dem Weg nach oben. - Nach oben?
Unsere Forschungsgruppe hat mehrere Spots in den Bergen.
Doktor Winkler hat eine H�tte oben, wo alle Messdaten zusammenkommen.
- Zu der H�tte ist er hin? - Das nehme ich an.
Ich habe ihn kurz gesehen.
Er macht die Tests und ersten Auswertungen meistens vor Ort, das kann ein paar Tage dauern.
- Tests mit Sprengungen? - Schon.
An markanten Punkten braucht es in unserem Gebiet nicht viel Energie.
Wir positionieren sie im Herbst und lassen sie dann einschneien.
Dann ist die Arbeit in der Hochsaison nur noch ein Knopfdruck.
Wo ist denn die H�tte?
Ungef�hr ... hier.
Okay, das ist weit, aber machbar.
Wissen Sie, ob Dr. Winklers Tochter ihn mal zur H�tte begleitet hat?
Keine Ahnung, wieso ist das wichtig?
Sie sucht ihren Vater, vielleicht denkt sie, dass er da ist.
Puh, kann schon sein.
Wir verstehen die Zusammenh�nge von Witterung, Schneefall, Temperaturen
und geologischen Strukturen mittlerweile sehr viel besser,
also passen Sie auf in Ihrem Suchgebiet, aber wem sag ich das?
Wem geh�rt denn der graue Wagen da drau�en?
Der verbeulte Kombi?
Dem Chef, ist bei Eis in den Graben gerutscht.
Das ist der Wagen vom Dr. Winkler?
Mhm, der Jochen hat ein Auto vom Institut genommen
und hat sich das Schneemobil f�r den Aufstieg mitgenommen.
Ich leih mir das mal aus.
- Okay. - Danke.
Alex, wach auf!
Jetzt Alex, bitte.
Ja, hier ist der Michi.
"Servus Michi, der Markus hier."
Du, h�r mal, an der Westseite vom Gamskogel, da m�sste 'ne kleine H�tte sein.
Ja, fast direkt an der Brettner Alm. Magst du da mal hinfliegen, bitte?
Alles klar, bis sp�ter!
(ruft) Miriam! Alexandra!
Miri!
Jesus Maria.
Hey, Franz!
Pass auf, ich war bei dir im Gesch�ft.
- Ja, was brauchtest du denn? - Eine Erkl�rung.
Du kneifst vor dem gro�en Herbrechter, gibst dich geschlagen.
Ja, dem B�rgermeister geh�rt das Haus.
Seine H�tte, meine Miete.
Und die bin ich ihm schuldig.
Ich helf dir.
Mit dem Laden? Die Vertr�ge sind eindeutig.
Keine Miete bis zur n�chsten Woche - fristlose K�ndigung.
Typisch. Typisch Herbrechter.
Und du bist zurzeit in einem Engpass. Pleite.
Es l�uft halt nicht besonders.
Pass auf, wir schlagen den Miethai mit seinen eigenen Mitteln.
Geld.
Ich hab Geld gespart, meine Pension l�uft ganz gut.
Ich steig in deinem Gesch�ft ein.
Wir verkaufen immer noch Sportausr�stung?
Ja klar.
Stopp, seid mal kurz leise!
Ich dachte, ich h�tte was geh�rt. Weiter!
Dr. Jochen Winkler, noch nie geh�rt?
Nein, den Namen kenn ich nicht.
Wir versuchen, eine Verbindung zwischen Alexandra und Miriam Winkler herzustellen.
Also diesen Mann haben Sie wirklich noch nie gesehen?
Wer hat Sie eigentlich gestern nach Hause gefahren?
Das ist Phillip, mein Freund.
- Seid wann kennen Sie sich? - Ja, seit zwei Jahren etwa.
Was soll das, warum fragen Sie das alles?
Herr Kofler, was hat das zu bedeuten, reden Sie mit mir.
Ihr Freund Philip ist, Dr. Jochen Winkler.
Es tut mir leid, aber er hat eine Familie, einen anderen Namen,
ein anderes Leben und er ist der Vater von Miriam Winkler.
Aber er ist mit mir zusammen, wir lieben uns.
Ich behaupte auch nicht das Gegenteil.
Das kann ich nicht glauben.
Alexandra konnte das wahrscheinlich genauso wenig glauben wie Miriam.
Die beiden haben sich zuf�llig getroffen,
sind �ber die Verbindung gestolpert und wollten Gewissheit haben,
deshalb sind sie zusammen los. - Aber wohin?
Ich denke, in die Berge. Zu Jochen Winkler, der ist Lawinenforscher.
Ja, das wei� ich.
Er ist auch immer wochenlang unterwegs und deswegen k�nnen wir uns nicht sehen.
Alex, jetzt sag doch was!
Alex, bitte.
Der Brief. Der Brief von deinem Vater.
Die Schreibmaschine. �berleg doch, warum wir hier sind.
Die Spur, komm, wir wollten zur H�tte, Alex, bitte.
"Liebe Alexandra, Sweety!"
Dein Vater hat dich Sweety genannt?
Alex? H�rst du das?
Hilfe! Hilfe!
- Papa! - Miriam!
Um Himmels willen, was ist passiert?
Komm mal her, oh Gott! Alles wird gut, mein Liebes.
Ich bin da, alles wird gut.
Ich glaub, sie ist tot.
Was? Alexandra. Wo ist sie?
- Da. - Kannst du mir den Weg zeigen?
Zeig mir den Weg!
Bring mich zu ihr.
Komm, komm schon, komm.
Und?
Ich hab drei Suchtrupps in f�nf verschiedene Gruppen eingeteilt.
Die Lawinenwarnung wurde f�r alle aktualisiert.
Das Gebiet ist aber trotzdem noch ziemlich gro�.
Ich hoffe nur, dass Tobias und Michael mehr Gl�ck haben an der H�tte.
Hier. Jochen Winkler.
Lawinenforscher, verheiratet und der Freund von der Mutter der Freundin.
- Wie, der f�hrt zweigleisig? - Ja, seit zwei Jahren schon.
Da hat sich die Frau ja schnell wieder gefangen.
Alexandra Marbach, da gab's einen Vermisstenfall vor drei Jahren.
Thorsten Marbach, ihr Vater und der Ehemann von...?
Sonja Marbach. Die ist Witwe.
Ich hab's auch nur durch Zufall erfahren, als ich die Daten ins System eingespielt habe.
Thorsten Marbach gilt seit drei Jahren als vermisst,
die Kollegen vom Kallach-Tal haben ihn nie gefunden. Bis heute nicht.
Die Aufnahme sieht ja aus, als ob sie 100 Jahre alt w�r. Was hat 'n der da an?
Er hat historische Bergwanderrouten kartographiert und immer Fotos f�r diese geschossen.
Das sind seine B�cher, er war Autor.
"Vermisst seit 2012, 2014 f�r tot erkl�rt."
Das war im Kallach-Tal, wie gesagt. Also ganz woanders.
Da vorne ist die H�tte.
Lawinenforschung, was soll das sein?
Es schneit, der Mist geht ab und rutscht talw�rts,
fertig ist die Lawine. - Bring uns einfach runter, o
Da ist niemand, keine Spur von den M�dchen.
Aber vielleicht waren sie ja hier, nachschauen kostet nix, komm.
Warte mal kurz, das m�sst ihr euch anschauen.
Der Michi D�rfler mit 'nem Werkzeug in der Hand.
Tu dir nicht weh.
(Tobias) "Das w�rd dem Rudi Spa� machen."
"Gib mir mal den Schraubenzieher."
"Das ist ein Phasenpr�fer, kein Schraubenzieher."
"Ein Phasenpr�fer."
Also, zwei M�dchen wollen den Mann zur Rede stellen,
weil er der Vater von der einen ist
und der Geliebte von der Mutter der anderen?"
- "Richtig?" - Ja, aber da muss noch mehr sein.
Die beiden M�dchen sind ohne gro�e Vorbereitung da hoch,
sind da drau�en ziemlich �berfordert,
das hat f�r sie keine Rolle gespielt.
Okay. Wir glauben zwar nicht, dass die hier waren,
aber wir schauen auf jeden Fall mal nach.
So.
Das war's, ich bitte einzutreten.
Wieso jetzt ich zuerst?
Ab hier ist es Einbruch und Einbruch ist eine Straftat, nur zur Info.
Das macht mir jetzt aber Sorgen, da seh ich dich zum ersten Mal
mit 'nem Werkzeug in der Hand
und dann kennst du dich auch noch mit Einbruch und so was aus.
Keine Angst.
Ich bin seit Ewigkeiten auf dem Pfad der Tugend unterwegs.
"Leute, macht mal hinne, bitte, ja?"
- Ganz sch�n guter Empfang da oben. - Ist 'ne Forschungsstation.
Hier ist niemand, hab ich dir doch gleich gesagt.
"Habt ihr geh�rt?"
Also ich verstehe ja, dass die M�dchen nicht da oben sind,
der Schnee ver�ndert die Landschaft und die kennen sich nicht aus.
Aber warum ist der Lawinenforscher nicht da?
Der ist da so gut wie zuhause, auch bei der Wetterlage.
"Ja, das stimmt schon."
Also heut war der mit Sicherheit noch nicht hier.
Das w�re sein erster Anlaufpunkt, der sucht seine Tochter und die seiner Freundin.
Im Prinzip wei� er ja.
"von dir, dass wir die beiden hier suchen."
Ja, eben. Also warum ist er nicht da?
"Stopp!"
Was denn?
Warte mal, geh mal zur�ck ans Fenster!
Auf die Schreibmaschine.
Siehst du das?
Das ist die Schreibmaschine vom vermissten Thorsten Marbach.
Tobias, pack die Schreibmaschine ein und bring sie mit runter. - Okay.
Und jetzt kommt zum Einbruch auch noch Diebstahl dazu.
"Einbruchdiebstahl" nennt man das bei Gericht.
Dann verlasse ich jetzt den Pfad der Tugend.
Jetzt ist er nicht rangegangen, jetzt hat er keinen Empfang.
Das kann doch nur hei�en, dass er auch da oben ist!
Genau, und er wei� irgendwas, was wir nicht wissen.
Er hat Steigeisen mitgenommen.
Wie bitte?
Schei�e, da h�tt ich gleich draufkommen sollen.
Was?
Als er bei mir im Laden war, hat er nagelneue Steigeisen mitgenommen.
Welche Route zur H�tte klettert man am Eis?
Na ja, wo im Sommer Wasser ist, da ist im Winter Eis.
Er wird H�henunterschiede abk�rzen wollen, �ber gefrorene Wasserf�lle.
Zentrale an alle Suchmannschaften, haltet Ausschau nach einem Fahrzeug
der Lawinenforschung, ich wiederhole,
haltet Ausschau nach einem Fahrzeug der Lawinenforschung. Over.
Dann wei� er also, wo die M�dchen sind.
Besser. Ich glaub, er hat sie schon gefunden.
Alexandra, kannst du mich h�ren?
Ich bin's. Alles wird gut.
Ich bin jetzt bei dir, alles wird gut!
Die W�rmefolie aus dem Rucksack. Vielleicht k�nnen wir verhindern, dass sie ganz ausk�hlt.
Du kennst ihren Namen?
Das hei�t, du kennst sie. Also stimmt es.
Das ist doch jetzt nicht der richtige Zeitpunkt.
Komm her, Sweety, zieh die Jacke �ber, komm schon.
So ist gut.
Und jetzt die Folie, bitte.
Hier in der N�he haben wir eine kleine Wetterstation.
Da bringen wir sie hin, ist ganz in der N�he.
- Wieso nicht zur H�tte? - Na, weil das zu weit weg ist.
Ist das wirklich der Grund?
Alexandra wird erfrieren.
In der Wetterstation, da ist sie gesch�tzt.
Der Raum ist klitzeklein, den kriegen wir schnell aufgew�rmt.
Okay, mehr k�nnen wir hier nicht tun.
Los, auf geht's, Schatz.
Tja.
War vielleicht doch keine so gute Idee, herzukommen.
Die Bergrettung stuft das Verschwinden unserer T�chter
jetzt als Notfall ein.
- Sonja. - Bitte.
- (Tobias) Und, wie sieht's aus? - Nichts.
Ganzen Tag durch den Tiefschnee.
Die Kollegen sind auch an der Grenze.
Okay, pass auf.
Ich hab noch mal mit Markus telefoniert.
Wir m�ssen uns jetzt auf das Gebiet zwischen Helderlinpass und Forschungsh�tte konzentrieren.
Da gibt es keinen direkten weg, das sind mehrere M�glichkeiten.
Aber daf�r k�nnen wir den s�dlichen Teil schon komplett ausschlie�en.
Das sind wir auch alles abgeflogen.
Aber jetzt mal ganz ehrlich, wie lange h�lt man das �berhaupt aus,
bei der Witterung und den Temperaturen?
Schlecht ausger�stet, unge�bt, wom�glich noch verletzt.
Ja, was denn?
Die Statistik ist auch nicht auf unserer Seite, oder?
- Was meinst du, wie lang haben wir noch? - Nimmer lang.
Ich sag's euch ehrlich, mein n�chster Flug geht runter ins Tal.
Ja, okay.
Dann brechen wir ab f�r heute.
Ein paar Kollegen schlagen die Zelte auf, dann verlieren wir morgen fr�h keine Zeit.
Ja, ja, das ist sie!
Das ist die Schreibmaschine meines Mannes!
Miriam, Sweety, sei vern�nftig.
Nicht so viel bewegen, denk an deine Verletzung!
Verdammt noch mal!
Gibt's hier nirgendwo Feuer?
Kein Feuerzeug, gar nichts.
Seit wann hast du ein Feuerzeug?
Sag mal, rauchst du heimlich?
Reden wir jetzt echt �ber meine kleinen Geheimnisse?
Ich verspreche dir, in ein paar Sekunden
ist es hier genauso muckelig warm wie in einer finnischen Sauna.
Was machst du da?
Das wird vielleicht eine kleine Weile dauern,
aber irgendwann werden die unten im B�ro merken,
dass die Station keine Daten mehr liefert.
Dann schicken die jemanden hoch, der das checkt.
Und der wird uns finden, ganz einfach.
Sobald es hell wird, k�nnen wir doch das Schneemobil nehmen.
Das ist keine gute Idee, du hast viel Blut verloren.
Und schau dir Alexandra an, nein, nein, nein.
Das ist keine Option.
Wir m�ssen einsch�tzen k�nnen, was Ihr Mann vor hat,
zu was er f�hig ist, Frau Winkler.
- Was meinen Sie? - Er hat ein Geheimnis, schon lange.
Er hat Sie beide systematisch belogen und betrogen.
H�ren Sie, dass er ein Verh�ltnis hat in der Konstellation,
das ist kein Zufall, das ist... - krank?
Oder wollen Sie damit sagen, dass mein Mann gef�hrlich sein k�nnte?
Er ist verschwunden und ich denke, er hat die M�dchen bereits gefunden.
Er hat keinen Kontakt zu uns gesucht, im Gegenteil.
Er hat Sie angelogen, uns wichtige Informationen vorenthalten, also was hat er vor?
- Ich wei� es nicht! - Wei�t du was?
Ich glaube, es wird alles wieder gut werden.
- Echt? Glaubst du das wirklich? - Ja.
Ich will wissen, ob du fremdgehst?
Ich will es von dir h�ren.
Sag mir, ob Alex recht hat.
Phillip, ich meine Herr Winkler, ist sehr gut zu mir gewesen.
Ja, Jochen ist ein verdammter Samariter.
Ja, das ist er.
Er wird niemals irgendjemandem etwas zuleide tun,
das ist vollkommen ausgeschlossen, da bin ich ganz sicher.
Ich bring Ihre M�dchen nach Hause, ich versprech's.
Sie kommt zu sich.
Oh, Gott sei Dank! Ruhig, ruhig. Ganz ruhig, hm?
Wie geht's dir? Wie geht's dir jetzt?
- Wo ist mein Vater? - Dein Vater?
Woher soll ich wissen, wo dein... -...du hast seine Sachen.
Was redet sie denn da?
- War mein Vater bei dir auf der H�tte? - Nein, nat�rlich nicht.
Ich kenn ihren Vater doch �berhaupt nicht.
Die Schreibmaschine, Papa.
- Welche Schreibmaschine? - Mein Vater ist weg.
Und ein Jahr sp�ter tauchst du auf. Und dann der Brief.
Welcher Brief?
Der wurde auf der Maschine geschrieben, die bei dir auf der H�tte ist.
Aber das ist doch vollkommender Unsinn. Woher willst du das wissen?
Du musst die Wahrheit sagen, wir haben ein Foto davon.
War mein Vater dort? - Nein.
Nein, nein, nat�rlich nicht. - Aber du musst Alex doch helfen.
Aber das hab ich doch versucht.
Das hab ich doch die ganze Zeit versucht.
Du hast den Brief geschrieben.
Es ging ihr schlecht.
Es ging ihr sehr schlecht.
Ich wollte einfach nicht, dass sie sich falsche Hoffnungen macht.
Warum sind die Hoffnungen falsch?
Warum?
Papa, was hast du getan?
Es hatte geschneit. Es war der perfekte Tag.
Es herrschten ideale Bedingungen. Alles war vorbereitet.
Wir mussten blo� auf das Okay der Beh�rden warten.
- (Miriam) Ja, und? - (Jochen) Ich wollte nicht mehr warten.
Ich konnte nicht mehr warten.
Ich musste wissen, ob unser Messsystem funktioniert.
(Jochen) Na und? Es war ja niemand da drau�en.
Niemand. Also...
...habe ich auf den Knopf gedr�ckt.
Du hast eine deiner Lawinen ausgel�st? Und weiter?
(Jochen) Meine erste Lawine. Ich erinnere mich genau.
Der 4. Februar vor drei Jahren.
Ich habe den Mann noch rennen sehen.
Ich habe gesehen, wie er um sein Leben rannte.
Aber meine Lawine war so gro�. So gewaltig.
Du hast meinen Vater umgebracht!?
Ich wei�, so was kann man nicht einfach wieder gutmachen.
Aber ich wollte deiner Mutter nur irgendwie helfen.
Wie konntest du das f�r dich behalten?
Meine Mutter und ich haben uns jahrelang Hoffnungen gemacht.
Nicht nur, dass du meinen Vater umgebracht hast und es verschwiegen hast.
Du hast uns mit dem Brief gequ�lt.
Das war nicht meine Absicht. Niemals, das musst du mir glauben!
Ich wollte dir beistehen, dir irgendwie helfen.
Mist!
Zelle vier sendet nicht mehr.
Warum ausgerechnet jetzt?
Lawinenforschung f�r Bergrettung.
(Tobias) Jedenfalls sagt Emilie, der Ben ist total pleite.
- Da kann niemand was f�r. - (Katharina) Doch, wir alle.
- Wieso? - �berleg doch mal!
Unser Vater sorgt daf�r, dass die Verwaltung jetzt online bestellt.
Anstatt weiter bei Ben einzukaufen.
- Ja, leider! - Ja, schei�e. Nicht leider!
Weil unser Senior ihm als Vermieter noch den Hahn abdreht.
- Regelt das mit ihm! - Ich habe einen besseren Vorschlag.
Andreas ist immer Touren gegangen als Bergf�hrer, so wie jeder von uns.
Der Startpunkt f�r die Touren war immer vor dem Laden, verstehst?
Nein.
Die Teilnehmer haben vor der Tour immer bei Toni eingekauft.
Das war eine Tradition. - Achtung, er kommt.
Sollte vielleicht auch f�r Ben gelten.
So, Leute, wir k�nnen!
(Katharina) Guten Morgen!
Wir wollen zu unseren Kindern, und ich will zu meinem Mann!
Das ist ein Rettungseinsatz. - Und das da oben ist meine Familie.
Herr Kofler meinte, es gibt eine Spur?
Bitte!
Danke.
Der Kollege von Winkler sagt, die Station liegt Richtung Osten.
Sind sie dort? - Hoffen wir das oder wissen wir das?
- "Die St�rung ist ein Hinweis." - (Michael) "Ich frage ja nur."
Wo ist mein Vater?
Wo hast du ihn ...
Ich habe deinen Vater so gut es ging begraben.
Begraben?! Hier in den Bergen?
Hier sind nur Felsen, du l�gst schon wieder!
(Jochen) Nein. Nein!
Richtung Westen.
Ungef�hr 500 Meter, vielleicht etwas mehr oder weniger.
Kurz vor dem Steilhang, da habe ich ihn... unter Steinen begraben.
- Du Arsch! - Ah!
Bleib hier! Alexandra! Die Kante!
Landen kann ich bei der kleinen H�tte nicht.
Ich schmei�e euch unterhalb des Vorsprungs raus. - Okay!
Du bleibst hier, du r�hrst dich nicht von der Stelle.
Ich k�mmere mich sp�ter um dich. Alexandra!
Alexandra! Halt durch!
Um Gottes willen, halt dich fest! Ich bin gleich da!
Alexandra, nimm meine Hand! - Hilfe!
Halt dich fest!
- Hilfe! - Ich hab dich!
- Zieh mich hoch! - Ich versuch's.
Sie sind zur Steilwand, ich habe sie schreien h�ren. Bitte!
Ich lass dich nicht los! Ich versprech's dir.
Schei�e! Da unten an der Kante. Los!
- Geh du! Du links, ich rechts. Okay? - Okay!
Ich schaff's nicht. Es tut mir leid.
- Ich verzeihe dir, h�rst du? - Was?
Ich verzeih dir!
Aber rede mit meiner Mutter. - Ich kann nicht mehr!
Nein, bitte nicht!
- Los, los, los, lauf! - Alex, nein!
Wir haben dich!
Ich bin der Markus. Alles klar? Das ist der Benjamin.
Es wird alles gut.
Es fehlt nur noch ein Klacks.
Das macht Spa�, hm?
Gott sei Dank!
- Miriam! - Mama!
Mama!
Wo ist der Papa?
Was ist denn mit ihr?
Wahrscheinlich innere Blutungen.
Ganz ruhig. Wir bringen dich runter, okay?
Tobias. Sie muss sofort ins Krankenhaus! Schnell!
Wahrscheinlich innere Blutungen. Ich �bernehme, was noch zu tun ist.
Alexandra! Alexandra!
Halt dich gut fest. (aus der Ferne) Alexandra!
Es hat irgendwie was Beruhigendes, endlich zu wissen, wo er liegt.
Das ist alles meine Schuld. Meine ganz allein.
Ich hab euch das angetan.
Kann ich bitte noch kurz allein sein?
Nat�rlich.
Mach's gut, Papa.
Mama, wir haben Papa gefunden.
Ist es das dahinten?
Wo ist Dr. Winkler?
Was will er denn dahinten?
Jochen!
- Warte, ich hol ihn. - Nein, warte.
Es ist zu sp�t.
Frau Winkler, reden Sie mit ihm.
Jochen, komm zur�ck!
Wir reden miteinander, wir kriegen das alle hin.
(Rufe aus dem Tal) Bitte! Jochen!
Verzeiht mir.
Jochen! Nein.
Bitte!
Ich schlage vor, ihr schaut euch drin nach was Passendem um.
Da oben wird's n�mlich kalt. Skijacken sind im Angebot. Habt ihr Lust?
Gut, dann kommt.
Sie sind nicht ausgezogen?
Was soll das werden, Herr Marasek?
Na, Winterschlussverkauf.
Sie haben die Miete �berwiesen?
Nein, ich.
Bitte, kommen Sie bitte rein, meine Herrschaften.
Ich hab die Miete �berwiesen, Peter. Ich bin n�mlich sein Partner.
Du?
Du bist ein krummer Hund und nichts anderes.
Was denkst du, wie schnell du hier baden gehst?
Na, wir haben ganz gute Ideen ...
Der Umsatz ist auch nicht schlecht.
Darf ich dir die Quittung gleich mitgeben? - Welche Quittung?
Die Bergretter haben bei uns ihre Ausr�stung gekauft.
Ich hab ihnen nat�rlich einen Nachlass gegeben. Hoffe, du freust dich.
Peter, ich w�rd gern l�nger plaudern, aber das Gesch�ft ist voller Leute.
Geht's noch.
Seid ihr so weit?
- Ja. - Gut.
- Dann packen wir's. - Viel Spa� miteinander!
Ja.
�eviri: Harun Ko�a
Can't find what you're looking for?
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