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Der Graf von Monte Christo - Teil 2 dTV - MDR - 28. Mai 2012
Edmond, Graf von Monte Christo Gerard de Villefort, Staatsanwalt
Caderousse, Str�fling Jacopo, ehemaliger Schmuggler
Mercedes, fr�here Verlobte von Edmond
Jacopo! Du erf�hrst jetzt, wen du vor einem Jahr aus dem Wasser zogst.
Ich war 20 Jahre alt und der gl�cklichste Mensch der Welt.
Ich war 1. Offizier der "Pharao". In Marseille wartete meine Verlobte.
Caderousse war 2. Offizier und wollte Kapit�n werden.
Er schrieb mit verstellter Schrift einen Brief.
Er bezeichnete mich darin als Napoleon-Anh�nger.
Fernand war der Cousin meiner Verlobten Mercedes. Er liebte sie.
Er brachte den Brief zum Staatsanwalt.
Das Ungl�ck begann am Abend meiner R�ckkehr. Ich wurde verhaftet.
Der Staatsanwalt de Villefort versprach mir die Freiheit.
Er hatte aber Angst, selbst Probleme zu bekommen.
Er gab darum den Befehl, mich ins Chateau d'If zu bringen.
Ich verlangte vergebens ein Urteil. Man wollte mich lebenslang einkerkern
Ich konnte Verbindung zu einem Mitgefangenen aufnehmen.
Ich w�re sonst wahnsinnig geworden. Er hie� Abbe Faria.
Er verriet mir einige Tage vor seinem Tod sein gro�es Geheimnis.
Er hatte vor Jahren auf der Insel Monte Christo einen Schatz gefunden.
Ich konnte fliehen, am Todestag von Abbe Faria.
Ich lie� mich im Leichensack in die See werfen. Du hast mich rausgefischt.
Du brachtest mich nach Monte Christo, wo ich den Schatz fand.
Ich werde ihn dazu benutzen, meine drei Feinde zu vernichten.
Sie nahmen mir die Braut, mein Schiff und meine Freiheit.
Ich begann mit Caderousse.
Ich verkleidete mich als M�nch und brachte ihm einen Diamanten.
Caderousse war noch am selben Abend erledigt.
Er und seine Frau versuchten, den K�ufer des Diamanten zu ermorden.
Er hat sein Schicksal selbst gew�hlt.
Jetzt sind noch zwei Rechnungen offen: Villefort und Fernand.
Villefort ist Staatsanwalt des K�nigs.
Fernand nennt sich jetzt General de Morcerf.
Er soll in die Pairskammer aufgenommen werden.
Haben Sie das Recht, sich nach so vielen Jahren noch zu r�chen?
Ich muss das mit Gott abmachen.
Pr�sentiert das Gewehr!
Gewehr ab! Rechts um! Abteilung marsch!
Meine Herren! Heute ist feierliche Einf�hrung von General de Morcerf!
Er erhielt soeben die W�rde eines Pairs von Frankreich.
Seine Laufbahn diente ausschlie�lich dem Wohl der �ffentlichkeit.
Ich bitte den General auf die Rednertrib�ne!
Meine Herren, ich danke Ihnen.
Ich versichere unserem K�nig Louis Philippe meine Treue und Ergebenheit.
Schreiben Sie den Bericht f�r die Nationalzeitung? Was notieren Sie?
Ich schreibe �ber Madame de Morcerf. Ihr L�cheln wirkt gezwungen.
Sie langweilt sich.
Ich sagte dir doch: Unser Schicksal ist darin vorgezeichnet...
Stumme Szene
Ich muss gehen. - Kommen Sie zum Opernball?
Ja. Ich wei�, welches Kost�m Madame de Morcerf tr�gt.
Bitte sagen Sie es! - Sie geht als Zigeunerin.
Orchester spielt einen Can-Can.
Der Scharfrichter sucht K�pfe zum Abschlagen.
Oder zum Verdrehen.
Er d�rfte mich gern k�pfen. - Er fand schon sein Opfer.
W�rde die sch�ne Zigeunerin mir die Zukunft sagen?
Die Zukunft eines Scharfrichters ist sehr interessant.
Eine seltsame Hand... Die Linie rechts zeigt, dass Sie logisch denken.
Diese Querlinie... Sie mussten eine geliebte Frau verlassen.
Sie finden sie, werden aber nicht mit ihr vereint sein.
Ich kenne diese Hand. Habe ich Ihnen irgendwann wahrgesagt?
Dann m�ssten Sie au�er der Zukunft auch meine Vergangenheit kennen.
Sie w�hlten Ihre Verkleidung sehr gut.
Vielleicht bin ich wirklich Henker und suche Opfer.
Auf dem Ball? Ich m�chte wissen, wer Sie sind.
Sie erfahren es noch fr�h genug.
(angstvoll) Wer sind Sie? Ich verrate es nicht.
Wiener Walzer
Ich h�rte Ihre Stimme schon einmal. Wo? Wann?
Ich wei� es nicht.
Ich m�sste glauben, Sie sind ein Geist.
Welche Erinnerungen weckt der Geist? Gute oder b�se?
Antworten Sie! Vielleicht kommen auch mir Erinnerungen.
Wenn ich diese Musik h�re, bin ich zwanzig Jahre alt. - Sie auch?
Ja. Vergleichen wir unsere Erinnerungen!
Erz�hlen Sie zuerst von Ihren. Das kann Sie unm�glich interessieren.
Sie benutzen den Tanz, um mich zum Sprechen zu bringen. H�ren wir auf!
Aufh�ren? Ich wei�, warum. Sie haben feuchte Augen.
Das macht die Hitze... Was haben Sie?
Woher kommt diese Narbe? Sie ist alt. Niemand beachtet sie.
Scharfrichter haben scharfe Augen.
Spanier wollen mit Verletzungen das Schicksal g�nstig stimmen.
Aber woher... Man entgeht seinem Schicksal nicht.
Begleiten Sie mich. Wollen Sie nicht mehr tanzen?
Ich habe das Gef�hl, meinen Erinnerungen untreu zu werden.
Auf Ihren Erfolg!
Sie werden sicher auch bald in die Pairskammer aufgenommen.
Warum l�cheln Sie? Ich denke 20 Jahre zur�ck.
Ja, ein gewaltiger Aufstieg. Ich verdanke Ihnen viel.
Auch die Stellung im Orient.
Sie haben das wiedergutgemacht nach Ihrer R�ckkehr.
Eine kleine Gruppe von Menschen k�nnte die ganze Welt besiegen.
Vorausgesetzt, etwas verbindet sie. Zum Beispiel ein Toter.
Ich muss mich wohl von Ihnen verabschieden.
General und Staatsanwalt verzeihen hoffentlich die Entf�hrung.
Wie haben Sie uns erkannt? Ein Scharfrichter erkennt jeden.
Dann nennen Sie auch Ihren Namen. Scharfrichter haben keine Namen.
Sie sind nur Werkzeuge des Schicksals.
Scharfrichter unterstehen der Justiz des K�nigs.
Ich gehorche vielleicht nur der Justiz Gottes.
Sie sind romantisch. Schw�rmen Sie f�r die Dramen Hugos?
Ich lehne sie nicht ab. Wir treffen uns sicher nie im Theater
Die ganze Welt ist ein Theater.
Man kann das St�ck nicht w�hlen, in dem man spielt.
Wir sehen uns wieder, wenn der Autor es will. Meine Verehrung, Madame.
Sorge dich nicht, Mama. Wir sind morgen fr�h zur�ck.
Wohin wollt ihr, mein Sohn? - In die Spelunke "Zur Glocke"!
Ihr werdet sehen: Hier ist es kein bisschen gef�hrlich.
Irgendwann f�hrt man die Fremden her und nimmt Eintritt wie im Museum.
Die reichen Knaben spotten �ber uns.
Wirklich malerisch! - Jedenfalls besser als in der Oper.
Ich liebe das einfache Volk. Trinkt ihr ein Glas Rotwein mit uns, Leute?
Nein! Es ist 5 Uhr fr�h. Jetzt habt ihr es mit richtigen Kerlen zu tun.
Was hei�t das? - Du erf�hrst es noch.
Rei�t euer feines Maul nicht so auf! - Herr Wirt, Sekt f�r alle!
Um diese Zeit bezahlt man im Voraus. - Lassen Sie das!
Nerv�s? Zeig uns das Geld! - Ich glaube, wir gehen besser.
Hier kommt man leichter rein als raus.
Wir wollten nur jemanden suchen. - Und mich habt ihr gefunden.
Wolltet ihr ein wenig die Nase in die Unterwelt stecken?
Lassen Sie mich durch! - Geh doch vorbei.
Vielen Dank. Darf ich um Ihren Namen bitten?
Ich bin der Graf von Monte Christo. Albert de Morcerf.
Meine Mutter wird sich freuen, Ihnen zu danken.
Monte Christo? Das ist italienisch. - Ja, aber er ist Amerikaner.
Er besitzt Goldminen. Er verlor im Kasino gestern fast eine Million.
Aber nein! Er ist ein Nachkomme des Kalifen von Bagdad.
Das klingt wie ein M�rchen aus 1001 Nacht.
Mama, das ist der Graf von Monte Christo.
Ich muss Ihnen danken. Ich h�tte ohne Sie meinen Sohn nicht wiedergesehen.
Ich danke Ihrem Sohn. Ich h�tte vermutlich sonst nicht die Freude,
schon heute vor Ihnen zu stehen.
Das ist auch f�r mich eine Freude.
Ganz Paris spricht vom Grafen von Monte Christo.
Ja. Woher er kommt, wer er ist, ob er verheiratet war...
Oder verlobt. Was kann das f�r Sie bedeuten?
Wenn man reich und gl�cklich ist, vergisst man leicht die Vergangenheit
Ja, wenn man das k�nnte...
Albert, widme dich unseren G�sten! Ich zeige dem Grafen das Gew�chshaus.
Guten Tag.
Guten Tag, Albert.
Guten Tag, Albert.
Edmond, Sie leben! Sie erschienen mir schon gestern Abend sehr vertraut.
Warum wolltest du nicht mit mir tanzen?
Ich hatte Angst, dass ich dann meinen Mann verlasse.
Zum Gl�ck habe ich mich besonnen.
Mein armer Freund, es ist zu sp�t. Nein!
Doch. 20 Jahre sind vergangen. Vergessen wir sie! Fliehen wir!
Kein Mensch wird wissen, wo wir sind. Daf�r ist es zu sp�t.
Nein, Mercedes! Ich habe 20 Jahre lang diesen Tag herbeigesehnt.
Jetzt bin ich endlich frei. Ich lasse mich nicht abweisen!
Ich bin unglaublich reich. Ich werde meinen Willen durchsetzen!
Mercedes, wir fahren heute Nacht. Man kann nicht alles ausl�schen.
Das w�re zu einfach. Was h�lt dich zur�ck?
Ich habe einen Sohn. Ich darf das nicht vergessen.
Wenn er h�rt, dass seine Mutter mit ihrem Geliebten floh...
Er wundert sich bestimmt schon, wo wir so lange bleiben.
Du denkst nur an deinen Sohn. Ich glaube, ich bin dir gleichg�ltig.
Ich bin nicht schuld, dass man Edmond Dantes totgesagt hat!
Du wei�t, wer diese L�ge verbreitete. Ich kann Fernand nicht verlassen.
Ich will alles vergessen, aber du offenbar nicht.
Ich will nichts mehr davon h�ren! Schlimm f�r den Schuldigen.
Entschuldigen Sie mich.
Verzeih die Versp�tung.
Albert erz�hlte, dass der Graf von Monte Christo hier war.
Er musste schon fort. Gut. Dieser Besuch gefiel mir nicht.
Albert ist ihm verpflichtet. Ein Pair muss seine G�ste ausw�hlen.
Monte Christo ist nicht von altem Adel.
Wir auch nicht. Umso mehr m�ssen wir uns zur�ckhalten
Der alte Adel w�rde nie so protzen.
Dieser Verschwender kaufte wieder ein gro�es Haus.
Monsieur de Morcerf ist tot. Nein, bei ihm warten wir noch.
Der Hauptschuldige soll vorher die anderen sterben sehen.
Das hei�t: Monsieur de Villefort.
Wollen Sie den Staatsanwalt vor die Pistole fordern?
Ich werde ein Duell nie verweigern, aber auch nie herausfordern.
Ich durchforsche seine Vergangenheit.
Ich finde bestimmt etwas, das ihn vernichtet.
Das wird schwierig. Im amtlichen Bericht steht:
Unbescholtener Beamter, guter Familienvater, geachteter B�rger.
Sonst ist nichts bekannt �ber Monsieur de Villefort.
Er hat vor 20 Jahren ein Haus gemietet, das er nie betrat.
Wei�t du, welches Haus? Auteuil, Rue la Fontaine 28.
Was wollen Sie in diesem Haus? Ich will es kaufen.
Kaufen! In diesem Viertel sind sch�nere H�user zu verkaufen.
Ich will aber gerade dieses Haus. Ich reise viel.
Ich brauche eine Vertrauensperson, die das Haus dann bewacht.
So wie Sie. Ich habe die Adresse des Notars.
Die ber�hmte Picard von der Comedie Francaise!
Sahen Sie die Picard auf der B�hne? Nein, aber ich kenne dieses Bild.
Ich bin die Picard! Nein!
Meine Karriere wurde unterbrochen. Ein Unfall?
Nein, ein Gardeoffizier. Ich bin nicht aus Holz. Ich ging ab vom Theater.
Ich fand zum Gl�ck eine Stellung bei einem jungen M�dchen.
Sie wohnte hier in diesem Haus. Aber sie ging bald fort.
Offenbar hatte sie Kummer. Irgendein Geheimnis steckte dahinter.
Fast so aufregend wie am Theater! War sie allein?
O nein! Der Mann nannte sich Baron Danglars.
Die arme Kleine war sehr nerv�s. Kein Wunder in ihrem Zustand.
Zustand? - Ja, nat�rlich. Sie war ein M�dchen aus den besten Kreisen.
Darum versteckten die zwei sich hier.
Wurden Sie nicht mitgenommen bei der Abreise?
O nein. Sie verschwanden irgendwann nachts. Ich habe geschlafen.
Pl�tzlich wurde ich wach durch L�rm im Garten. Dann Stille. Sie waren weg.
Haben sie nie geschrieben? Nein, nie.
Der Notar sagte, ich soll das Haus h�ten.
Wann geschah das alles? - 1817, in der Nacht vom 27. zum 28. September.
Gro�artiges Ged�chtnis! Kein Wunder.
Mein Liebhaber verlie� mich in derselben Nacht. Er hie� Bertuccio.
Er kam nicht in dieser Nacht. Er kam �berhaupt nie mehr.
Nicht leicht f�r eine Frau, die ganz Paris begeisterte.
Ich sah ihn nie wieder. Er arbeitet im Cafe Anglais.
Vielen Dank, Herr Graf.
Guten Abend, Herr Graf.
Etwas vergessen, Herr Graf? Ja, Bertuccio. Meine Uhr.
Oh! Ich sah keine. Hatten Sie die Uhr wirklich bei sich?
Ganz bestimmt.
Sie ist nicht auf dem Tisch und nicht unter dem Tisch.
Sehen Sie in Ihrer linken Westentasche nach.
Warum denken Sie, dass die Uhr sich gerade da befindet?
Ich sah gestern, wie mein Geldbeutel in derselben Tasche verschwand.
Ist sie das? Sie k�nnen beides behalten.
Sie sind sehr gro�z�gig.
Sie k�nnen in meinen Diensten noch viel mehr verdienen.
Sie sind ab heute mein Haushofmeister mit dem Gehalt eines Ministers.
Sie k�nnen es verdoppeln durch Ihre eigenen F�higkeiten.
Sie m�ssen mich nur bestehlen. Aber Herr Graf!
Ich warte, Monsieur Bertuccio.
Ich muss zur Direktion gehen. Nicht n�tig.
Wohin f�hren Sie mich dann? In mein neues Haus.
Auteuil, Rue la Fontaine 28.
Gef�llt Ihnen Auteuil nicht? Doch. Aber ich m�chte nicht dorthin.
Soll ich lieber die Polizei rufen?
Warum f�hren Sie mich dorthin? Damit Sie erz�hlen, was dort geschah.
In der Nacht zum 28. September 1817.
Damals verschwand das Paar, das in dem Haus wohnte.
Und Sie h�rten auf, Ihre Geliebte dort zu besuchen.
Denken Sie, ich besuchte die Dame nur um zu stehlen? Sie irren sich.
Ich habe nichts gestohlen! Also? Sagen wir: Sie h�tten es gern getan.
Ich bestreite das nicht. Aber es war keine gute Idee.
Was war also in jener Nacht?
Ich hatte mich im Garten versteckt. Ich sah einen Mann, der etwas vergrub.
Da dr�ben, an der Mauer.
Ich blieb ganz still, bis der Mann weg war.
Er kam wieder mit einer Frau am Arm. Das Gehen machte ihr M�he.
Sie fuhren weg, in einer Kutsche. Ich grub dann an der Stelle.
Ich hoffte, dass ich Gold finde. Oder Juwelen. Aber es war...
Es war was?
Ein S�ugling. Er gab einen winzigen Schrei von sich. Und dann...
Es war dumm von mir, aber ich lief mit dem Kind davon.
M�dchen oder Junge? Ein Junge.
Was ist aus ihm geworden? Ich hatte einen h�bschen Plan.
Ich h�tte den Papa gern erpresst. Den Baron Danglars.
Ja. Aber dieser Baron existierte nie.
Staatsanwalt de Villefort war der Vater.
Ich gab den Plan auf und brachte den Jungen zum Professor.
Wer ist dieser Professor? Er hat irgendwo eine Schule.
Wo ist die Schule? Im Lokal "Goldener Tropfen".
Jetzt du. Vorsichtig... Die Glocke bimmelt! Gleich noch einmal.
Langsam... Du darfst es nie mit Gewalt machen.
Pass auf, dass die Glocke nicht bimmelt. Vorsichtig!
Professor!
Was ist? Erkennst du den alten Bertuccio nicht?
Lange nicht gesehen. - 20 Jahre.
Das ist ein Freund. Er interessiert sich f�r diesen Jungen...
Den meine Schwester dir brachte.
Vor 20 Jahren... O ja, ich wei�! Er wurde "Bruno" getauft.
Erinnerst du dich an die gro�e Bettlerin Charlotte?
Sie wurde reich durch ihn. Er war sehr begabt.
Er konnte einem Polizisten unbemerkt die Hosentr�ger abkn�pfen.
Was wurde aus ihm? - Der Dummkopf verliebte sich.
Es war vorbei mit seiner Pr�zisionsarbeit.
Er wurde erwischt und wehrte sich gegen die Polizisten.
Darum sage ich immer: Niemals Gewalt anwenden! Bruno bekam zehn Jahre.
Ist er im Zuchthaus? Ja, in Toulon.
Was machst du da? An die Arbeit, aber schnell!
Du machtest dir sicher Gedanken �ber deine Herkunft.
Ja, manchmal. Ein Findelkind hat es schwer.
Es sucht seine Eltern und findet sie nicht.
Ich habe gute Nachrichten. Ist mein Vater auch ein Lump?
Im Gegenteil. Du stammst aus einer sehr angesehenen Familie.
Fein. Das hat einige Vorteile. Wie hei�t mein Papa?
Ich sage es dir sp�ter.
Verstehe. Moralpredigten, aber kein Geld.
Diesmal gibt es keine Predigt, aber sehr viel Geld.
Kann ich dann in der Kantine essen? Das ist nicht mehr n�tig.
Heute Nacht wartet eine Kutsche auf dich.
Fliehen? Der Posten schie�t sofort. Er bekommt viel Wein.
Was ist mit der Zelle? Die T�r ist offen.
Wir sind nachts zusammengekettet. Deine Kette wird angefeilt sein.
Ich durfte dir ein Brot mitbringen. Ich muss es mit den anderen teilen.
Ich wei�. Behalte diese H�lfte f�r dich. Sie enth�lt eine Feile.
Ich muss gehen. Mache den Wachen keinen �rger an deinem letzten Tag.
Sie sind ein seltsamer M�nch. Sei klug und nutze die Gelegenheit.
Wie hei�t der M�nch? Busoni? Rede! Lass mich in Ruhe!
Gib mir die Feile oder ich rufe die Wache!
Still! Du wartest!
Das ist Caderousse. Nehmt mich mit, sonst schreie ich.
Dann m�sst ihr euch die Kleidung teilen.
Es sind zwei! Ich wei�. Ich kenne den anderen.
Bitte melden Sie mich an beim Generalinspektor der Gef�ngnisse.
Schreiben Sie ein Gesuch und warten Sie ab.
Lesen Sie diese B�cher? Nein.
Also liest der Inspektor sie. Nein, seine Frau. Sie liest sehr viel.
Melden Sie dem Herrn Generalinspektor Monsieur Honore de Balzac.
Monsieur Honore de Balzac m�chte Sie sprechen.
Bitte sehr.
Sind Sie wirklich der Romanschriftsteller Balzac?
Ja, aber sagen Sie es keinem.
Meine Freunde �berh�ufen mich sonst mit Einladungen.
Selbstverst�ndlich. Was kann ich f�r Sie tun?
Mein neuer Roman soll mit einem Gef�ngniskapitel beginnen.
Denken Sie an das Chateau d'If? Leider ist verboten, es zu zeigen.
Sie k�nnen mir aber davon erz�hlen.
Die Gefangenen f�hren ein hartes, aber gesundes Leben.
Ja, ich wei�. - Ich bin oft dort, notiere alle Beschwerden.
Ich h�rte davon. Gibt es nie Fluchtversuche?
Doch, das kommt vor.
Ich h�rte von einem Abbe... Faria. Das war 1833.
Sonderbare Umst�nde begleiteten den Tod dieses armen Kerls.
Einer seiner Mitgefangenen war ein Mann namens... namens...
Dantes! Ein gef�hrlicher Bursche. Er hatte Verbindung zu diesem Faria.
Er lie� sich in die Leinwand einn�hen anstelle des Toten.
Man warf ihn ins Meer. Gelang ihm die Flucht?
Nein. Er tauchte nicht wieder auf.
Eine Eisenkugel war an seinen F��en befestigt.
Ich w�re gern dabei gewesen, als er das merkte.
Kann ich mir vorstellen. Der Direktor sagte:
"Ich wusste, dass dieser Faria einen Sack voll List bereith�lt."
Ich bewundere den Witz in unseren Gef�ngnissen.
Ich glaube, er stammt von mir. Darf ich das durchsehen?
Bitte. Die Akten sind nicht mehr geheim, wenn die H�ftlinge tot sind.
Ich muss einige Briefe unterschreiben.
Ein Brief ohne Unterschrift? Das gibt es oft.
Versuchen Sie nicht, die Schreiber zu finden?
Manchmal. Das ist einfach. Man muss nur ermitteln, wem es n�tzt.
Ja, nat�rlich.
Hier ist mit Villefort und Noirtier unterschrieben. Dieselbe Handschrift.
Monsieur Noirtier de Villefort ist Staatsanwalt in Paris.
Sie kennen ihn bestimmt. Ich begegnete ihm vor Jahren.
Ich spreche mit ihm �ber den Fall Dantes, wenn ich ihn sehe.
Sind sie da? Ja, eben mit dem Schiff angekommen!
Exzellenz, das ist Haydee.
Die junge Sklavin, die El Cobir in seinen Briefen erw�hnte.
Er versteht Ihre Sprache nicht. Wer sind Sie?
Ich hei�e Fatima und war beim Pascha von Janina im Dienst.
Spricht im Befehlston
Was will er? Er sagt, sie soll Sie begr��en.
Sagen Sie ihm, er soll sie in Ruhe lassen.
Ich bin froh, dass Sie Haydee kauften Wurde sie geschlagen?
Haben Sie die Papiere?
Das ist die Urkunde �ber den ersten Verkauf vor 13 Jahren.
Quittung f�r den Sklavenh�ndler El Cobir �ber 1.500 Piaster.
Preis f�r das M�dchen Haydee, sechs Jahre, Tochter des Paschas von Janina
Unterschrift: Fernand Mondego.
Diese Urkunde bezeugt Haydees Herkunft. - Wunderbar.
Mein Verwalter wird Ihnen die Summe auszahlen.
Haydee! Du musst nicht freundlich zu mir sein, wenn du das nicht willst.
Aber glaubst du, dass wir Freunde werden k�nnen?
Ich... Ja, ich glaube es.
Herr Graf, Ihr Wagen steht vor der T�r. - Vielen Dank.
Ich entf�hre dich jetzt nach Paris. H�rtest du schon von Paris?
Mist! Ich sehe nichts von Paris! Du wolltest unbedingt mitkommen.
Ich bin Seemann, ich brauche frische Luft!
Bis dahin flie�t noch viel Wasser den Fluss hinab. - Wasser ist hier genug.
Die T�r ist offen. Niemand h�lt dich. Ja, damit die Polizei mich f�ngt!
Du bereitest dich vor auf das gro�e Wiedersehen mit deinem Vater.
Aber dann bin ich noch da und werde Geld brauchen!
Dar�ber sind wir uns einig. Ich rede sonst.
Ich wei�.
Ich habe Hunger. Wann bringt dein Freund das Essen?
Es wird schon serviert.
Schauen wir, was dein Freund uns bringt. Ich habe riesigen Hunger!
Was ist das? Das ist f�r Monsieur.
Schuhe? Ein Anzug? Das ist f�r Monsieur.
Handschuhe, Hut und Stock auch. Und was ist mit mir?
Darf ich Monsieur beim Umkleiden helfen?
Danke, nicht n�tig. - Was ist mit mir?
Ich bekam keinen Befehl, was Sie betrifft.
Bekomme ich nichts zu essen? Doch. Hier ist Ihr Fr�hst�ck.
Ist das alles? Ja.
Trockenes Brot? Essen Sie eine Zwiebel dazu.
Ein Brot ist f�r zwei zu wenig. Das Brot ist nur f�r Sie.
Monsieur wird in der Stadt essen.
Verspottet ihr mich? Endlich komme ich hier raus!
Was ist mit mir? Ich bin nur f�r Monsieur zust�ndig.
Feiner Pinkel! Achten Sie auf Ihre Ausdr�cke.
Was bildest du dir ein! Caderousse, werden Sie vornehmer.
Wenn es mir gut geht, dann geht es Ihnen auch gut. Ehrenwort.
Sag lieber: Ein Mann, ein Wort. Ein Mann, ein Wort.
Wir stammen eben aus verschiedenen Kreisen.
Versuchen Sie nicht, mich zu tr�sten. Ich werde mich umbringen.
Etwas Champagner tut Ihnen gut. Ich t�te mich trotzdem.
Ganz unauff�llig. Niemand erf�hrt es. Ich sterbe in Neapel aus Liebeskummer
Wie voriges Mal. Nein, das war in Palermo.
Wegen eines kleinen Prinzen. Aber nun ist es der Herzog von Sachsen.
Ich mache ihm keinen Vorwurf. Er muss heiraten, wegen der Nachkommen.
Aber das �ndert nichts. Ich werde es nicht �berleben.
Ich erfuhr, dass er Sie versorgt hat. Mit einer Perlenkette!
Reisen Sie heute? Ich muss abends noch auftreten.
Mein Schwanengesang. Sie wollen unbedingt sterben.
Es muss sein. Sie haben recht.
Es gibt nur zwei L�sungen: Tod in Neapel oder... Oder?
Ein neuer Geliebter. Nichts ersetzt den Herzog von Sachsen
Niemals? Au�er: Sie werden sein Nachfolger.
Wir w�rden uns gut verstehen. Es geht nicht um mich.
Um wen dann? Um einen jungen Grafen aus Florenz:
Andrea Cavalcanti. Ein bedeutender Name?
Ein ausreichender Name. Mit sehr viel Verm�gen.
Reich? Ich h�rte nie von ihm. Er besitzt das Geld erst seit Kurzem.
Er wurde als Kind vom Vater ausgesetzt und wuchs irgendwie auf.
Hei�t das, er hat keine Erziehung? Sie sollen ihm alles beibringen.
Ich bin kein Kinderm�dchen!
Dann muss ich ihn Armandine vorstellen.
Auf keinen Fall! Der Graf hat die sch�nsten Kutschen.
Paris wird nur Augen f�r Armandine haben.
Warum qu�len Sie mich? Sie wollen in Neapel sterben.
Das interessiert keinen Pariser.
Er bewundert lieber eine vornehme Kutsche in Paris.
Sie haben recht. Ich �berlege es mir. Es klopft... Herein!
Sind Sie bereit, Herr Graf? Das ist er. Ja oder nein?
Nat�rlich ja! Aber ich bin nicht vorbereitet!
Ich muss mich zurechtmachen. Nur einen Augenblick!
Was ist mit Caderousse? Er ist w�tend. Er begreift es nicht.
Ausgezeichnet. Bitte!
Mein Vater! Das ist der sch�nste Tag meines Lebens... Schlecht gespielt.
Sie haben diesen Satz einstudiert. Woher wissen Sie das?
Das ist kein Vorwurf. Ich sch�tze Ihre Bem�hungen.
Das Schicksal gibt Ihnen eine einmalige Chance:
Nutzen Sie diese! Und t�uschen Sie niemals Gef�hle vor. Noch nicht.
Ist die Lektion beendet? - Ja.
Lassen Sie sich anschauen...
Ich glaube, Sie machen eine gute Figur in der Gesellschaft.
Mir fehlt nur ein Name. Vielleicht Monte Christo?
Sie sind nicht mein Sohn. Aber ich wei�, wer Ihr Vater ist.
Ich habe Gef�hle f�r ihn, die ich schnell beweisen m�chte.
Ich will meinen Namen wissen. Sie erfahren ihn rechtzeitig.
Heute beziehen Sie Ihre Wohnung. Auteuil, Rue la Fontaine 28.
Unter welchem Namen? Sie hei�en Graf Andrea de Cavalcanti.
Damit Sie sich nicht l�cherlich machen:
Die Familiengeschichte Ihrer Vorfahren.
Oh! Zwei P�pste in meiner Familie!
Sie finden Ihren Stammbaum auf der letzten Seite.
Wo bin ich? Dritter Zweig links, ganz oben.
Das gen�gt nicht. Ein Graf muss �ber Geld verf�gen. Wie steht es damit?
Selbstverst�ndlich, Monsieur. Sie bekommen jeden Monat 15.000 Francs.
Kommt das Geld von meinem Papa? Nein, ich gebe es Ihnen.
Aber ich schulde Ihrem Vater viel. Wof�r?
Ich habe mein Verm�gen stark vermehrt durch eine kleine Reise.
Ihr Vater empfahl sie mir. Dann sahen Sie viel von der Welt.
Nicht �berm��ig viel.
Mademoiselle besteht darauf... - Ich wei�, dass Sie hier sind.
Darf ich Sie heute zur Vorstellung erwarten?
Ich bin leider verhindert. Aber Graf Cavalcanti bewundert Sie gern.
Oh... Ich habe nur eine winzige Rolle. Trotzdem bin ich aufgeregt.
Ich werde noch ausfahren. Der Graf wird Sie begleiten.
Seine Kutsche steht unten. Bitte, mein Freund. - Ja, aber...
Der Sohn ist so wenig wert wie sein Vater.
Orientalische Musik und Gesang aus dem oberen Stockwerk
Mein Gebieter... Haydee!
F�r mich sind Sie mein Herr und Gebieter.
Darum werde ich Sie immer so nennen. Ihre Besuche sind meine gr��te Freude
Hast du sonst keine Freuden? Doch.
F�r Sie die Wasserpfeife stopfen. Mit sehr viel Tabak.
Warum viel Tabak? Sagst du mir das? Nein.
(Fatima) Der Gast bleibt l�nger, wenn viel Tabak in der Pfeife ist.
Haydee, bist du gl�cklich? Ja und nein.
Gl�cklich, weil Sie da sind. Ungl�cklich, weil ich in Paris bin.
Warum? Warum, Fatima?
Ein M�dchen von 18 Jahren ist bei uns eine Frau. Hier ist sie noch ein Kind.
Du wirst eine Frau sein, wenn wir in den Orient zur�ckkehren.
Aber vorerst bleiben wir hier. Warum? Was h�lt Sie in Paris?
Wahrscheinlich eine Frau. Sie wollen es nicht sagen, aber ich wei� es.
Sie geben nur ihretwegen die gro�e Gesellschaft. Habe ich recht?
Wenn wir vor 20 Jahren geheiratet h�tten...
Dann w�ren wir die Stufen der Kirche hinabgeschritten, ich an Ihrem Arm.
Wir w�ren ein h�bsches Paar gewesen.
Vergessen wir, was nicht zu �ndern ist!
Vorsicht. Man beobachtet uns.
Bleiben Sie noch lange in Paris, lieber Graf?
Ich gebe ein gro�es Fest, �ber das ich noch nicht sprechen will.
Danach verlasse ich Paris.
Wirklich? Ganz allein? Nein, mit meinem Sch�tzling.
Den Sie mir nicht vorstellen. Sp�ter vielleicht.
Sie haben sich schnell getr�stet. Scherzen Sie nicht. Sie ist ein Kind.
Knaben k�nnen Kinder sein. M�dchen sind immer Frauen.
W�ren Sie eifers�chtig? Ich glaube es fast.
Sagen Sie nur ein Wort, dann schicke ich die Kleine in ihre Heimat zur�ck.
Nein. Sie wissen, es ist unm�glich.
Warum verh�llst du dein Gesicht? Haydee ist ungl�cklich.
Sie bleiben bei der anderen Frau. Haydee ist au�erdem tief gekr�nkt.
Warum? Der Mann dort ist Fernand Mondego.
Er verriet Haydees Vater vor 12 Jahren.
Beruhige dich. Er ist auch mein Feind. Hilf mir, ihn zu bestrafen.
Ich lud ihn nur ein, damit du ihn wiedererkennst.
Glaubst du mir? Haydee!
Was machen Ihre Nachforschungen? Sind beendet.
Alle Banken Europas erkennen Monte Christos Unterschrift an.
Leider. Ich h�tte ihn gern verhaftet.
Stattdessen verkehrt ganz Paris bei ihm.
Monsieur de Monte Christo! Wir reden gerade schlecht �ber Sie.
Man schwatzt viel �ber den Grafen.
Zum Beispiel, dass er der reichste Mann der Welt ist.
Mein lieber Freund, ich will Sie jemandem vorstellen.
Einem Staatsanwalt. Das fehlt mir gerade noch.
Darf ich vorstellen: Graf de Cavalcanti.
Er interessiert sich f�r die Justiz. Ich verstehe das.
Ich freue mich, Sie beide zusammenzubringen.
Cavalcanti. Sehr alter Adel. Wir haben zwei P�pste in der Familie.
Ich kenne Ihren Namen auch. Er wird in meinen Kreisen viel genannt.
Man spricht oft von mir. Sie kennen die Gesetze.
Ich brauche Ihren Rat. Mein Freund ist unehelich.
Er sucht seinen Vater. Eine edle Gesinnung.
Der Mann ist offenbar reich. Was soll mein Freund tun? - Keinen Prozess!
Vielleicht eine kleine Erpressung? Gibt das �rger? - Seltsame Frage.
Sprechen wir nicht mehr davon. Ich muss eilig weg.
Eine T�nzerin wartet in der Oper auf mich.
Ich nehme Sie mit, wenn Sie m�chten. Nein, danke.
Es war mir ein Fest.
Hallo! Was ist los? Hast du Caderousse vergessen?
Ich habe keine Zeit. Bleib hier!
Fahre in die Oper! Sag Fr�ulein Emilienne, ich wurde aufgehalten.
Wir fahren in die Schenke "Zur Glocke". Dort k�nnen wir reden.
Ich habe kein Geld, Caderousse! Du verjubelst jeden Monat 20.000.
Die Rechnungen werden direkt bezahlt. Dein Wagen? Deine Villa?
Geh�rt mir nicht. Ich habe nichts. Du t�uschst mich nicht.
Wenn du mir nicht hilfst, verrate ich dich!
Ich habe eine Idee. Die Sache ist Gold wert.
Danach l�sst du mich in Ruhe!
Das Haus, aus dem ich herauskam: Es geh�rt einem sehr reichen Mann.
Er zieht jeden Freitag in sein Schloss. Sein Haus hier ist leer.
Im Schreibtisch im Arbeitszimmer ist sehr viel Geld.
Zeichne den Plan auf.
Das hier ist der Eingang...
Was machst du, Schatz? - Ich tue einem Freund einen Gefallen
Schreibt man Individuum mit i oder u? - Mit u, Schatz.
Es ist gleich halb zw�lf. Alles ist bereit.
Ich glaube, dem Einbrecher folgt gleich ein zweiter.
Geh in den ersten Stock und sage mir sofort Bescheid.
Der zweite kommt!
Scheibe zerbricht klirrend.
Spannende Musik
Guten Abend, Caderousse.
Pater Busoni!
Ich wusste genau, dass ich Sie wiedersehe.
Wir sind uns schon zweimal begegnet.
Beim ersten Mal schenkte ich Ihnen ein Verm�gen. Sie kamen ins Zuchthaus.
Beim zweiten Mal verhalf ich Ihnen zur Flucht. Sie wurden ein Dieb.
Das haben Sie gemacht aus diesen gro�en Chancen! Sch�men Sie sich!
Ja, Sie gaben mir zwei gro�e Chancen. Versuchen Sie es noch einmal mit mir!
Ich werde nie wieder r�ckf�llig! Rufen Sie nicht die Polizei!
Hast du nie einen Menschen der Polizei ausgeliefert?
Nie einen Unschuldigen einkerkern lassen?
Sie wissen es! Hat Dantes es erfahren? Ja, ich tat es.
Ich bin ein Schweinehund! Aber ich habe es bereut!
Ist das wirklich wahr? Ich schw�re, dass ich es bereue.
Gut, Caderousse. Ich gebe dir eine dritte Chance.
Du Dummkopf! - Auf was warten Sie? Rufen Sie die Polizei!
Ich bin nicht so ein Schuft wie du. Geh! Aber den Weg, auf dem du kamst.
Darf ich wirklich gehen? Ja. Aber pass gut auf dich auf!
Starre mich nicht an! Verschwinde! Ich glaube, ich sehe Gespenster.
Das ist nicht m�glich... Geh!
Lass ihn vorbei.
Leben Sie wohl, Pater. Lebe wohl, Caderousse.
Warum darf er gehen? Er verdient Strafe!
Gott wird entscheiden.
Schnelle, aufgeregte Musik
Schrei
Haltet den M�rder! Haltet den M�rder!
Ich wei�, wer mich ermorden wollte: Bruno, ein entflohener Str�fling.
Er lebt in Paris als Graf Caval... Cavalcanti. Cavalcanti!
Der Graf von Monte Christo bitte!
Leider muss ich Sie als vielbesch�ftigten Mann st�ren.
Aber es geschah vor Ihrem Haus. Die Spuren des Einbruchs sind sichtbar.
Ich muss Sie als Zeugen vernehmen.
Eine langweilige Angelegenheit, aber sie f�llt in meinen Amtsbereich.
Was wurde gestohlen? Geld oder ein Kunstwerk?
Nichts wurde gestohlen. Der Mord geschah also vorher.
Vermutlich ein Streit �ber den Anteil.
Kennen Sie diesen Cavalcanti schon l�nger?
Seit seiner Ankunft in Paris. Er ist sehr jung. Ich bitte um Nachsicht.
Rechnen Sie nicht damit. Ich bin ihm schon begegnet. Bei Ihnen.
Ich f�hlte gleich, dass er ein Gauner ist.
Eine Tatsache spricht f�r ihn: Sein Vater hat ihn als S�ugling ausgesetzt
Wir kennen solche Geschichten. Vielleicht ist es wahr.
Das hilft nichts. Ich beantrage sowieso die Todesstrafe.
(Mann) Der Graf von Monte Christo ist angeblich in die Sache verwickelt.
Der Ermordete wollte bei ihm einbrechen.
Klingel
Angeklagter, erheben Sie sich! Nennen Sie Namen, Alter, Geburtsort.
Welchen Namen? Ich habe mehrere. Mein erster Name war Bruno.
Meine Freunde im Zuchthaus nannten mich "Langfinger".
Dann bat man mich, mich "Graf de Cavalcanti" zu nennen.
Na ja, Graf oder nicht... Suchen Sie sich einen Namen aus.
Weiter! Wir kommen darauf zur�ck. Geboren...
Der Angeklagte ist ein Findelkind! Seine Angaben sind ungenau.
Gut. Angeklagter, Sie sagten: "Man bat mich, mich Graf zu nennen."
Das Gericht m�chte gern wissen: Wer ist "man"? Antworten Sie!
(Angeklagter) Der Graf von Monte Christo!
Tumult im Saal
Sehr interessante �berraschung. Der Graf ist als Zeuge anwesend.
Gerichtsdiener, f�hren Sie den Grafen herein!
Aufgeregtes Stimmengewirr, dann gespannte Stille
Mein Herr! Ich habe die Pflicht, Sie nach Namen und Geburtsdatum zu fragen
Edmond, Graf von Monte Christo. Geboren am 21.9.1793 in Marseille.
Sie sagen die reine Wahrheit. Heben Sie die Hand und schw�ren Sie.
Ich schw�re.
Sie verlangten vom Angeklagten, dass er sich Graf de Cavalcanti nennt.
Das ist die reine Wahrheit. Sie machen sich damit zum Mitt�ter!
Ja. Aber nur, was die F�lschung seines Namens betrifft.
Was bezweckten Sie mit der Namensf�lschung?
Ich wollte eine angesehene Familie sch�tzen und vor Schande bewahren.
Welche Familie? Verlangen Sie keine Antwort.
Sie beschw�ren einen Skandal herauf.
Einen Skandal bis in die h�chsten Kreise der Gesellschaft.
Ihr Schweigen ist ein gr��erer Skandal als die Wahrheit!
Nennen Sie den Namen des M�rders!
Der Angeklagte ist in der Nacht vom 27. zum 28. September 1817 geboren.
In Auteuil, Rue la Fontaine 28. Woher wissen Sie das?
Von drei Personen, die hier anwesend sind.
Bitte vernehmen Sie die drei, Herr Pr�sident.
Die Verteidigung stimmt zu.
Es geht um Monsieur Bertuccio, Madame Picard und Monsieur Mireille.
Die genannten Personen bitte vortreten!
Name? - Emile Bertuccio, 14.4.1790 geboren.
Gegenw�rtig im Dienst des Grafen von Monte Christo.
Was wissen Sie �ber die Herkunft des Angeklagten?
Ich war damals im Park des Hauses in Auteuil. Ich wollte einbrechen.
Sollen Einbrecher hier Beweise liefern?
Von Einbrechern wie mir k�nnten Sie nicht leben, Herr Staatsanwalt.
Ich habe in dieser Nacht nichts gestohlen.
Ich sah einen Mann. Er begrub ein Neugeborenes, das noch lebte.
Ich nahm das Kind sp�ter mit.
Diese Aussage ist nutzlos. Herr Pr�sident!
Ich stand in Diensten jenes Mannes. Er war der leibliche Vater des Kindes
Er nannte sich Baron Danglars. - Dann bin ich Baron Danglars!
Ein Baron Danglars existierte nie.
Er hat sich den Namen zugelegt: der Staatsanwalt de Villefort!
Lautstarke Emp�rung im Saal
Ruhe, oder ich lasse den Saal r�umen!
Monsieur de Villefort, treten Sie dieser furchtbaren Anklage entgegen!
Herr Pr�sident, diese Leute sagen die Wahrheit. Ich bekenne mich schuldig.
Ich stelle mich dem neuen Staatsanwalt zur Verf�gung.
Emp�rte Rufe
Ich kann Ihren Kopf retten.
Die Sitzung ist geschlossen! Wache, den Angeklagten abf�hren!
Warum verfolgen Sie mich? Was wollen Sie?
Erinnern Sie sich an einen Seemann, dem Sie die Freiheit versprachen?
Sie sperrten ihn lebensl�nglich ein. Ich erinnere mich.
Es war der Abend Ihrer Verlobung und seiner auch.
Das ist das Aktenst�ck mit Ihrer Unterschrift.
Edmond Dantes.
Leben Sie wohl, Monsieur de Villefort.
Der Staatsanwalt ist wahnsinnig geworden! Wir sehen ihn nicht wieder.
Urheber dieses Skandals: Der Graf von Monte Christo!
Was hast du? Ber�hrt die Sache dich so sehr?
Ich bin nur nerv�s und ersch�pft.
Ach! Man m�sste Paris und alles vergessen!
Albert, ich m�chte f�r einige Wochen verreisen.
Unm�glich! Vater hat eine Sitzung in der Kammer.
Was gehen uns die Skandale dieses Grafen an?
Wir m�ssen nichts bef�rchten. Du hast recht.
Aufgeregtes Stimmengewirr
Ich will unbedingt dabei sein! - Ich will sehen, wie er das erkl�rt.
Monsieur de Villefort? - Aber nein! Das war gestern.
Heute geht es um Monsieur de Morcerf.
Monsieur de Morcerf wagt nicht zu kommen.
Der Artikel beweist nichts.
Ich versichere: Sie haben unsere Sympathie.
Dieser Pressekrieg ist ein Skandal! - Wie in einer Republik!
Bitte die Pl�tze einnehmen! Die Sitzung beginnt.
Meine Herren, die Sitzung ist er�ffnet!
Die Presse schadet der Ehre unserer Pairskammer!
Was kann Monsieur de Morcerf auf die Anklagen der Journalisten erwidern?
Aber vielleicht ist er noch gar nicht bereit, darauf zu antworten?
Doch, meine Herren!
Einen Angriff zur�ckschlagen: Das duldet keinen Aufschub!
Hier geht es um Feinde, die wir alle kennen! Ich verlange Kl�rung!
Die Kammer ist einverstanden. Graf de Morcerf, Sie haben das Wort.
Meine Herren! Ich war mit 36 Jahren General.
Ich diente meinem Vaterland mein Leben lang, war zweimal verwundet.
Eine Zeitung wagt es jetzt, meine Ehre anzutasten!
Aber wir wissen alle, wer hinter dieser Zeitung steht:
Ein Fremder, dessen riesiges Verm�gen ein Geheimnis ist!
Meine Herren, wem glauben Sie mehr: diesem Fremden oder mir?
Man wirft mir Verrat vor!
Man sagt, ich habe den Pascha von Janina seinen Feinden ausgeliefert!
Aber ich genoss sein Vertrauen!
Kurz vor seinem Tod hat er mir seine Frau und seine Tochter anvertraut!
Wo sind sie geblieben?
Beide sind leider umgekommen w�hrend der letzten K�mpfe.
Ihr Tod war f�r mich der schwerste Schlag meines Lebens.
Leider gibt es f�r diese Ereignisse keine lebenden Zeugen mehr.
Doch, einen gibt es! Er m�chte aussagen.
Kein Zweifel, dass Monsieur de Morcerfs Unschuld bewiesen wird!
Darum schlage ich vor, ihn anzuh�ren.
Zustimmende Rufe
Monsieur de Morcerf, nehmen Sie Ihren Platz ein.
Amtsdiener, holen Sie den Zeugen.
Das ist ein Betr�ger! Es gibt keinen Zeugen!
Madame, bitte nennen Sie uns Ihren Namen.
Haydee, Tochter des Paschas von Janina.
Verwunderung im Saal
K�nnen Sie Ihre Identit�t beweisen? - Ja. Hier ist meine Geburtsurkunde.
Au�erdem die Urkunde �ber den Verkauf der Prinzessin Haydee:
An den Sklavenh�ndler El Cobir, durch den Offizier Fernand Mondego.
Monsieur de Morcerf, erkennen Sie die Tochter des Paschas? - Nein!
Aber ich erkenne Sie! Sie haben meinen Vater betrogen, mich verkauft!
Er hat auf der Stirn noch das Blut meines Vaters!
Eine Untersuchung!
Alle verlangen eine Untersuchung.
(Graf) Das ist eine Beleidigung! - Sie verurteilen sich selbst!
Wer ist f�r eine Untersuchung?
Madame, Sie k�nnen gehen. Die Kommission wird Sie morgen vorladen.
Mein Herr, ich will eine Erkl�rung! Hier in der Oper?
Sie, Ihre Geliebte und Ihre Zeitung l�gen!
Leise, Monsieur de Morcerf. Sie k�nnten sich unsterblich blamieren.
Sie sind ein Betr�ger und ein Feigling!
Ihre Freunde finden mich nach der Vorstellung zu Hause.
Meine Herren, ich will Sie nicht aufhalten.
Acht Uhr, auf Pistolen. 20 Schritt Abstand, erster Schuss auf Kommando.
Ich habe Sie erwartet. Sie hatten keine andere Wahl als herzukommen.
Sie wollen mich bitten, dass ich Ihren Sohn morgen verschone.
Sie wollen mich durch Tr�nen zum Mitleid bewegen. - Ja, das will ich.
Sie w�ren jetzt sogar einverstanden, mit mir wegzufahren. - Ja.
Jetzt ist es zu sp�t, Mercedes. Ich bin morgen zum Duell verabredet.
Und ich gehe! Warum verfolgen Sie uns?
Fernand hat gelogen, als er von Ihrer Erschie�ung berichtete.
Ich verzeihe ihm das niemals. Aber wir waren f�reinander verloren.
Sie waren im Gef�ngnis. Aber durch wessen Schuld?
Bitte, lesen Sie.
Wegen dieser Zeilen verbrachte ich meine Jugend im Gef�ngnis.
Mein Vater starb, meine Verlobte heiratete einen anderen.
Der Brief ist anonym! Ja, zweifach.
Caderousse schrieb den Anfang. Der Schluss ist von Fernand Mondego!
Dann ist alles verloren. Alles. Sie k�nnen das nicht verzeihen.
Es war hart f�r mich. Aber es gibt noch Schlimmeres.
Eine ganze lange Nacht darauf warten, dass mein Sohn sterben muss...
H�ren Sie die Glocke? Zwei Uhr.
Noch sechs Stunden.
Ich glaubte, Sie lieben mich. Jetzt bezweifle ich das. - Mercedes!
Sie haben gewonnen. Ihr Sohn wird lebend zur�ckkommen.
Ich verspreche es. Gleichzeitig sind Sie von mir befreit.
Wenn ich ihn verfehle... Er trifft bestimmt. Er hat den zweiten Schuss.
Sie werden ihn nicht t�ten oder verwunden.
Ich gebe Ihnen mein Wort. Danke.
Monsieur de Morcerf teilte mit, dass er hierherkommt... Da ist er!
Man reitet nicht zu einem Duell! - Mit offenem Mantel!
Er ist verr�ckt.
Ich muss den Grafen von Monte Christo sprechen.
Das ist gegen die Regeln! - Kommen Sie bitte mit.
Monsieur de Monte Christo! Ich kannte gestern nur einen Teil der Wahrheit.
Ich erfuhr alles erst heute Nacht. Ich bitte Sie um Verzeihung.
F�r den Verrat, den Leutnant Mondego vor 23 Jahren an Ihnen beging.
Meine Zeugen denken hoffentlich nicht, ich bin feige.
Ich muss sonst das Gegenteil beweisen.
Mein lieber Morcerf!
Wir k�nnen uns hier trennen. - Ich komme mit.
Monsieur de Morcerf m�chte Sie sprechen.
Mein Herr! Mein Sohn lehnte es ab, aber ich duelliere mich mit Ihnen!
Dann sofort! Und hier!
Wird Ihnen klar, dass Edmond Dantes Sie besiegte?
Edmond Dantes...
F�hren Sie Graf de Morcerf hinaus! Mein Haus bleibt ihm verschlossen!
Bist du so weit? Sofort.
Schuss kracht.
Mutter, sei nicht mehr traurig! Dein Sohn wird Seeoffizier.
In f�nf Jahren bin ich bestimmt Kapit�n.
Wann f�hrt dein Schiff? Am Freitag, nach �gypten.
�ber Bastia, Malta und Tripolis. Dieselbe Strecke...
Was tue ich, bis du zur�ckkommst? Du wartest auf mich.
Du wirst an diesem Fenster sitzen. Ich bin das gewohnt.
W�hrend meiner ganzen Jugend wartete ich so und schaute auf das Meer...
Wehm�tige Musik
Untertitel: Rosemarie Streibig
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