All language subtitles for Der.Graf.von.Monte.Christo.Teil1.1954.GERMAN.dTV.XViD

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Original subtitles

Der Graf von Monte Christo - Teil 1 dTV - MDR - 27. Mai 2012

Edmond Dantes, 1. Offizier des Segelschiffes "Pharao"

Gerard de Villefort, Staatsanwalt Caderousse, 2. Offizier der "Pharao"

Mercedes, Verlobte von Dantes Jacopo, Schmuggler

Mercedes, die "Pharao" kam nicht zur�ck.

Sie ist bestimmt gesunken. Das ist schlimm f�r dich.

Wer sagt das? Der Hafenkommandant.

Ich glaube das nicht. Ich glaube ihm nicht.

Er sieht �berall Katastrophen, seit seine Frau ihn betr�gt.

Glaube, was du willst. Ich wei�: Dantes kommt zur�ck.

Egal. Du wirst trotzdem meine Frau, nicht seine.

Ach ja? Bestimmt.

Ich bin ein Dicksch�del, wie alle Mondegos.

Ich auch. Ich bin deine Cousine. Ich bekomme immer, was ich will!

Vor 18 Monaten ging ich zur Armee. Ich besa� nichts. Das ist vorbei.

Ich bin jetzt Unterleutnant. Napoleon begann auch so.

Napoleon! Du hast einen Eid auf Ludwig XVIII. geschworen.

Macht nichts. Napoleon war auf Ludwig XVI. vereidigt.

Der Erfolg ist wichtig. Man muss sich anpassen.

Dann heirate eine reiche Frau. Nein! Ich heirate dich.

Wir beherrschen eines Tages Paris! Armer Fernand! Du bist wahnsinnig.

Und du wartest auf ein gesunkenes Schiff!

Fernand! - Jawohl, gesunken!

Ein Rat! Schau nicht nur nach dieser Seite des Horizonts.

Wir m�chten etwas sagen, Kapit�n. - Wir sind zufrieden.

Wieso? Nur so. Wir sind einfach zufrieden.

(zornig) Der "Kapit�n" Dantes �ndert den Kurs und rudert an Land.

Wir versp�ten uns nur um 36 Stunden. Wir sind schon jetzt zu sp�t.

Ich bin nur 2. Offizier und muss Disziplin halten.

Was ist mit euch los? Fein machen f�r den Landgang? An die Arbeit!

Dantes ist nicht an Bord. Jetzt bin ich Kapit�n!

Ich lege euch in Ketten, wenn ihr nicht gehorcht.

Probieren Sie, Herr Kapit�n!

Warum warten wir hier? Ich spendiere ein Fass Wein, wenn jemand das wei�.

Pr�sentiert das Gewehr!

Fanfarensignal

Sie erwarten sicher den Kapit�n der "Pharao".

Ja. Wo ist er? Er starb vor einer Woche am Fieber.

Er beauftragte mich, Ihnen das zu �bergeben.

Der arme Kapit�n!

Ich wollte ihn um einen Dienst bitten.

Keine Angst! Nichts Politisches.

In Paris denkt man, wir sind Verschw�rer. Das sind wir nicht.

Hier ist der Beweis. Lesen Sie das! Ja, ja. Lesen Sie!

(liest) Monsieur, Ihr Auftrag wird ausgef�hrt.

50 Fass Wei�wein und 50 Fass Rotwein werden am 28. Februar verladen.

Ein Reeder bef�rdert sie nach Paris. Dort werden sie am 20. M�rz ankommen.

Das sind normale Gesch�fte. Herr Gro�marschall...

Der Kapit�n sollte diesen Brief unserem Korrespondenten geben.

Ich sollte nur einen Brief bringen. Meine Mission ist beendet.

Gut. Reden wir nicht mehr davon.

Lassen Sie sich nicht st�ren!

Ihre Schiffe segeln unter der Flagge mit den k�niglichen Lilien.

Sie machen einen Umweg um Elba. Die Welt hat wohl Angst vor mir.

Ich freue mich sehr �ber den Besuch eines franz�sischen Seeoffiziers.

Wie hei�en Sie? Edmond Dantes.

Ich kannte einen Dantes. Er war... Tambour des 2.Garderegiments, Sire.

Er war mein Cousin. Diese Tambours waren die Besten.

Wurde Ihr Cousin ausgezeichnet?

Nein, Sire. Bedauerlich.

Auf Wiedersehen. Sie haben Gl�ck, dass Sie die "Pharao" f�hren.

Sch�nes Schiff. Wer ist der Reeder? Monsieur Morrel.

�bermitteln Sie ihm meine Gl�ckw�nsche!

Herr Gro�marschall, ich bef�rdere das Schreiben.

Wie ist die Adresse? Der Brief wird abgeholt.

Wei� man, dass ich ihn habe? Ja. Sie sind Nachfolger des Kapit�ns.

Wer holt ihn ab? Ein Mann namens Noirtier. Gute Fahrt.

Segeln Sie sofort! Dann sind Sie �bermorgen in Marseille.

Alle Mann in die Wanten!

Refft die Segel!

(Junge) Die "Pharao" ist da!

Monsieur Morrel, sie ist da! Sie l�uft ein!

Wer ist da? - Die "Pharao"!

Die "Pharao" ist da! Ich wusste es. Sei kein Dickkopf. Komm mit, Fernand!

Sei nicht eifers�chtig! Ich habe keine Zeit.

Monsieur Dantes! Monsieur Dantes!

Was ist los? Warum redest du nicht? Ich habe Angst um Ihr Herz.

Was ist? Ihr Sohn ist wieder da!

Kommen Sie! Ziehen Sie sich an! Wo ist Ihr Hut?

Da ist er. Und eine Krawatte.

Ich binde sie unterwegs um. Wo ist mein Stock? - In Ihrer Hand.

Traurig... Er war ein guter Kapit�n. Was ist mit der Ware?

Hatten Sie eine Havarie? Antworte! Du bist jetzt Kapit�n.

Nein, keine Havarie. Hier sind die Schiffspapiere.

Die Inventur war in Ordnung.

Klopfen

Monsieur Dantes, Ihr Vater wartet mit einer Dame.

Dann schnell! - Das Logbuch.

Sie erz�hlten schon alles. Gehen Sie nur!

Darf ich das Logbuch weglegen? Ja, ich lese es sp�ter.

Ich freue mich schon. Vielleicht wundern Sie sich auch.

Was hei�t das? Fahrt unterbrochen f�r zwei Stunden, auf offener See?

Ja, in der N�he einer kleinen Insel.

Der alte Kapit�n sollte dort ein P�ckchen abgeben. Verstehen Sie?

Dantes f�hrte nur den Auftrag aus. Sie sagen, Disziplin ist wichtig.

Ja, ich wei�. Ich bin nur ehrlich.

Sie kennen mich. Ich sage, was ich denke.

Ihr heiratet in einer Woche! Ich bestelle das Aufgebot.

Er tut, als ob er selbst heiratet. Das ist fast so. Wir sind Freunde.

Wir sprachen nur von dir. Und von Viktor.

Wer ist Viktor? Dein erster Sohn wird so hei�en.

Er muss es wissen. Das wird ein schlimmer Lausejunge!

Ich sehe ihn schon vor mir. Mit zerrissenen Hosen...

Wei�t du noch dein Versprechen? Ja. Verlobung bei meiner R�ckkehr.

Wir laden alle Freunde ein.

Dantes! Ich suchte Sie. Das ist meine Braut.

Wir kennen uns. Seit einem Jahr sprechen wir von der Verlobung.

Ich lade mich ein und fahre Sie nach Hause.

Aber der Zoll, die Begleitpapiere... Caderousse erledigt das. Gehen wir!

Caderousse! Komm zu uns heute Abend! Ja, ich komme!

Er hat das Gl�ck gepachtet. (ver�chtlich) "Gl�ck gepachtet"!

Hast du noch von dem gestrigen Wein? Nein, alles eingeschlossen.

Der Zoll kommt. Jetzt kannst du Kapit�n spielen.

Napoleon begr��te Sie! Er dr�ckte mir sogar die Hand. So.

Wie gefiel ihm die "Pharao"? Er gratuliert Ihnen dazu.

Er kennt mich! - Ja. Er sagte...

Morrel geh�rt zu den besten Reedern.

Ich hoffe, ich kann bald rufen: Es lebe...

...die Braut.

Etwas Schlimmes? Eine Nachricht von Cousin Fernand.

Ich wollte ihn dir vorstellen. Was ist denn?

Er muss weg. Wir sehen ihn noch, wenn wir uns beeilen.Komm zur Postkutsche!

(spricht mit) An den Herrn Staatsanwalt...

Schreiben Sie immer so langsam? Sie sagten, mit links schreiben.

Als Freund von Krone und Kirche warne ich Sie.

Stimmt es, dass man �ber mich lachte? Ja, am hinteren Tisch.

Einer sagte: Ehe Caderousse Kapit�n wird, lernen die Fische fliegen.

Schweinebande!

Edmond Dantes, Offizier der "Pharao"...

Noch eine Flasche!

...brachte vorgestern ein Schreiben...

Sagen Sie: Warum muss die Sache anonym bleiben?

Namen sind unwichtig. Ist es die Wahrheit?

Nat�rlich. Na also.

Ja, die Wahrheit braucht keine Unterschrift.

Sie hatten genug. Ich habe nie genug.

Im Wein liegt Wahrheit. Ich bin der Beweis.

...brachte vorgestern ein Schreiben auf die Insel Elba.

Achtung! Sie kommen. Ich will sie nicht sehen.

Guten Tag, Kapit�n.

Hallo, Kapit�n! Du musst mich nicht so nennen.

Kennen Sie Fernand Mondego? Sahen Sie ihn hier?

Er fuhr gerade weg. In einem Armeewagen.

Schade. Dann feiern wir ohne ihn.

Tut es dir leid? Etwas.

Trinkt ihr ein Glas Wein mit mir? Wir treffen uns doch gleich.

Wir haben eine Bitte. Wollen Sie unser Brautf�hrer sein?

Oh bitte, Monsieur Caderousse.

Tust du das f�r uns? Einverstanden?

Ich bin �berrascht... Einverstanden. Danke, alter Junge.

Daf�r bekommen Sie einen Kuss. Ich?

Nat�rlich du. Bis heute Abend.

O Gott, o Gott, o Gott.

Ich will nicht weiterschreiben. Er gab mir eben noch die Hand...

Die Rechte wei� nicht, was die Linke tut.

Das M�dchen ist noch h�bscher als voriges Jahr. Der Mann hat Gl�ck.

Seien Sie still! Sie sind bestimmt am Strand. Er h�lt sie im Arm...

Also: Insel Elba!

Er hatte dort eine Zusammenkunft mit Napoleon und empfing einen Brief.

...empfing einen Brief.

Glaubst du, was die Handlinien zeigen? Unser Schicksal steht darin. Alles.

Das auch? - Ja, bestimmt.

Ich kann die Zukunft nicht lesen, wenn du mich immer k�sst.

Lies sie morgen.

Was ist das? - Ach, nichts.

Ein Unfall? Nein. Bitte frag nicht.

Wie du willst.

Ich tat das. Ich hatte einen schlimmen Traum.

Du gingst f�r immer fort.

Ich wachte auf. Du wei�t, dass ich abergl�ubisch bin.

Ich f�gte mir diese Wunde zu, damit der Traum gebannt ist.

Der b�se Traum erf�llte sich nicht. Du bist hier.

Romantische Melodie

H�rst du? Unser Lied! Kennst du es noch?

Ich schloss die Augen bei seinem Klang, als du fort warst.

Ich war dann in Gedanken bei dir.

Wir m�ssen zur�ck. Warum? Ist es nicht sch�n?

Wir kommen zu sp�t zur Feier.

Ich entf�hre dich! Wir mieten eine Kutsche und verstecken uns irgendwo.

Wir k�nnen das tun, wenn die Feier zu Ende ist.

Er klopft an.

Verschlie�en Sie nie die T�r? - Nein, nie.

Wohnt hier Edmond Dantes? - Ja.

Ich m�chte ihn sprechen.

Mein Sohn ist nicht da. - Hinterlegte er einen Brief?

Ich hei�e Noirtier. - Nein, er hinterlie� nichts.

Mercedes! Was ist?

Hinterlie� Edmond einen Brief? Nein.

Tut mir leid, Monsieur.

Feiern Sie ein Fest? - Ja, Verlobung.

Dazu geh�rt Mut im Jahr 1815. Na gut, ich komme wieder.

Auf Wiedersehen.

Monsieur! Monsieur! Wie war Ihr Name?

Noirtier.

Roter Bart, schwarzer Mantel, Hut, Band der Ehrenlegion.

Sein Name? Er �ndert ihn t�glich.

Er kam aus Paris? Mit der Kutsche.

Ist er jetzt in Marseille? Ja. Unser Agent sagt das.

Und der Unbekannte? Er ist ein Agent Napoleons!

Der Minister sagt, alle Spuren f�hren nach Marseille. - Der Minister?

Sie sind zuverl�ssig, obwohl Ihre Familie revolution�r ist. - Wie bitte?

Ihr Vater war Offizier des Kaisers. Ich sehe ihn nie.

Ich bin mit der Tochter des Marquis de Saint-Meran verlobt.

Diese Verbindung wird gern gesehen.

Grundlage dieser Verbindung sind Herz und Gesinnung.

Beides geh�rt zu einem Ehrenmann. Ganz meine Meinung.

Ich unterwarf mich dem Korsen. Auch ich tat das.

Ich rief nie: "Es lebe der Kaiser!" Ich auch nicht. Niemals!

Deshalb k�nnen wir uns stets... ...aufeinander verlassen.

Vater! Du sollst nicht hierherkommen. Es ging nicht anders.

Die Stra�en von Marseille sind �de. Man braucht eine Zuflucht.

Wurdest du wieder verfolgt? Ja, man gew�hnt sich daran.

Ich sah den Justizpalast und erinnerte mich an dein B�ro hier.

Ich versp�rte sofort Vatergef�hle f�r den Zweiten Staatsanwalt Noirtier.

De Villefort! Ich glaube, ich gew�hne mich nie an diesen angeh�ngten Namen.

Ich wollte deiner bonapartistischen Vergangenheit entfliehen.

Du kennst meine Meinung. Sie passt zur jeweiligen Regierung.

Und du bist ein Verschw�rer. Jawohl!

Es ist Verrat, wenn ich dich nicht ausliefere.

Verrat? - Ich habe ein Gewissen.

Das ist gut, gen�gt aber nicht. Jemand wie du braucht zwei.

Eins f�r heute und eins f�r morgen. Heute ist dein Verlobungstag.

Soll der Marquis lesen: "Vater von Staatsanwalt Noirtier verhaftet"?

De Villefort. Ja, ja, schon gut!

Heute ist der Doppelname n�tzlich. De Villefort kann Noirtier retten.

Und er tut es.

Anklopfen

General Noirtier hilft de Villefort, falls der Kaiser wiederkommt.

Entscheide dich! Was ist?

Du hast recht. Ein Sohn muss seinen Vater retten. Dort hinein.

Entschuldigung, Herr Staatsanwalt. Wir verfolgen einen Verd�chtigen.

Er floh in den Justizpalast. Das ist nicht Ihr Ernst!

Ich bin Staatsanwalt des K�nigs! Das ist uns klar. Befehl ist Befehl.

Wohin f�hrt diese T�r? Privateingang zu meinem B�ro.

Ein Eingang kann auch Ausgang sein. Ich habe den Schl�ssel stets bei mir.

Verzeihung, mein Sohn. Ich wusste nicht, dass du noch Besuch hast.

Ich will jetzt nicht st�ren. Halten Sie ihn bitte nicht auf.

Er muss mit seiner Verlobten heute den Ball er�ffnen.

Denke an Talleyrands Worte: "Blinder Eifer schadet nur." Gr�� den Marquis!

Entschuldigung.

Wie gesagt: Blinder Eifer schadet nur!

Lassen Sie sich nicht st�ren! Tun Sie Ihre Pflicht.

Sie sehen, niemand ist da. Wir durchsuchen die anderen B�ros.

Tun Sie das! Der Sekret�r der Wache sagt mir Bescheid, was es Neues gibt.

Monsieur de Villefort? Was wollen Sie?

(alle singen) "Ich wei� ein M�gdelein mit wundersch�nen Augen."

"Sie soll die n�chste sein."

"Und dieses sch�ne M�dchen mit bl�tenwei�er Haut ..."

"... wird unsre n�chste Braut, wird unsre n�chste Braut."

"Wem wird sie angetraut, wem wird sie angetraut?"

Jubel und Bravorufe

Mein guter Dantes! Gl�cksg�ttin Fortuna beschenkte Sie reich:

Mit dem besten Schiff und dem sch�nsten M�dchen Frankreichs.

Ich m�chte heute gern mit Ihnen kurz tauschen.

Dann w�sste ich, wie Gl�ck sich anf�hlt.

(drau�en) �ffnen, im Namen des K�nigs! - Das ist bestimmt ein Streich.

Wer von den Herren ist Edmond Dantes?

Was wollen Sie von mir?

Ich verhafte Sie im Namen des K�nigs.

Warum? Sie erfahren es beim Verh�r.

Das ist seine Verlobungsfeier! - Ich habe einen Befehl.

Wir kennen uns gut. Verraten Sie mir, um was es geht.

Ich darf es nicht. Ich bin Beamter der Polizei.

Das ist sicher ein Irrtum! - Dann kl�rt es sich schnell.

Ohne Zweifel. Hast du keine Ahnung, Junge?

Nein, Papa. Beeilen Sie sich!

Auf Wiedersehen.

Monsieur Morrel... Bis gleich.

Caderousse... - Bis gleich.

Ich wette, er ist gleich zur�ck! Los, los! Es wird Zeit.

Fangt schon an zu tanzen!

Bleib hier! Verlass mich nicht! Ich muss den Mann heute verh�ren.

Monsieur de Villefort tut seine Pflicht.

Er verhindert vielleicht ein Komplott der Bonapartisten.

Ich feiere aber nur einmal Verlobung. Zerst�re mir nicht den Abend, Vater!

Dein Gro�papa starb auf dem Schafott! - Wir lebten 10 Jahre in Emigration!

Ich musste Klavierstunden geben! - Ihr sprecht immer nur dar�ber.

Ich tanzte heute Abend nur ein einziges Mal!

Hoffentlich h�rt Monsieur de Villefort nicht auf dich.

Ich beantrage gegen einen Agenten Napoleons immer die Todesstrafe.

Tun Sie das auch dieses Mal. - Aber Vater!

Renee! Was sind das f�r neue Neigungen zu humaner Gesinnung?

Fordere besser von deinem Verlobten, unerbittlich zu sein. Also, tu es!

Gerard, sei unerbittlich.

Aber nicht zu sehr. Heute ist unsere Verlobung. Das ist meine erste Bitte.

Ich verspreche es dir.

Anklopfen

Herein!

Der Kommissar brachte Edmond Dantes. Er soll hereinkommen.

Monsieur Dantes!

Bitte kl�ren Sie dieses Missverst�ndnis schnell.

Meine G�ste warten. Was f�r G�ste?

Ich verlobe mich. Die St�rung ist sehr unangenehm.

Sie k�nnen sich das nicht vorstellen. Glauben Sie?

Warum bin ich hier? - Sie sind Edmond Dantes, Kapit�n der "Pharao".

Ja. Sie waren nie Bonapartist.

Ich umsegelte fast die ganze Welt. Aber Politik...

Haben Sie einen Feind? Ich wei� nicht.

Man wei� es nie. Lesen Sie dieses Schreiben. Es betrifft Sie.

Die Schrift ist verstellt.

Beweisen Sie, dass die Anschuldigung falsch ist.

Wenn Sie nie einen Brief aus Elba mitbrachten, sind Sie sofort frei.

Doch, Herr Staatsanwalt. Ich tat es. Hier ist das Schreiben.

Es geht um Weinf�sser, nicht um Politik.

Vielleicht ein verschl�sselter Brief. Aber keine Aufregung!

Man hatte von Ihnen einen guten Eindruck auf Elba.

Niemand traut Ihnen Schlechtes zu. Ihre Gutm�tigkeit ist Ihr Verbrechen.

Ich kann Sie daf�r nicht einsperren. Lassen Sie mich frei?

Bestimmt. Das freut mich f�r Sie und f�r mich.

Warum f�r Sie? Ich feiere heute auch Verlobung.

Das ist ein seltsamer Zufall. Lassen Sie mich wirklich frei?

Nat�rlich. Ein Verlobungsgeschenk f�r meine Braut.

Meine wartet bestimmt ungeduldig. Meine vermutlich auch.

Moment noch. F�r wen war der Brief? Er hatte keine Adresse.

Ein Monsieur Noirtier sollte ihn abholen.

Wie bitte? Noirtier.

Kennt noch jemand diesen Brief?

Nein, niemand. - Sehr gut.

Ich beweise Ihnen mein Wohlwollen und vernichte ihn.

Damit ist jede Spur beseitigt.

Zufrieden? Ich danke Ihnen, Herr Staatsanwalt.

In Marseille wissen nur wir beide von dem Brief.

Leugnen Sie alles! Dann kann Ihnen nichts passieren.

Ich habe diesen Brief nie gesehen.

Und Monsieur Noirtier? Ist mir nicht bekannt.

Schw�ren Sie auf die Bibel.

Heben Sie die rechte Hand! Ich schw�re es.

Darf ich jetzt gehen? (klingelt) Man bringt Sie zur�ck.

Noch etwas Geduld! Haben Sie Vertrauen und lassen Sie sich f�hren.

Vielen Dank, Herr Staatsanwalt.

Schlie�en Sie die T�r!

Der Befehl. Lesen Sie!

"Edmond Dantes soll im Chateau d'If eingekerkert werden."

"Strenge Geheimhaltung und Bewachung erforderlich."

Wohin bringt ihr mich? Du sollst ohne Widerspruch mitgehen.

Sie haben den Befehl, mich freizulassen. Was tun Sie?

Lassen Sie mich frei!

Fahren Sie mich nach Paris!

Sire, selbst auf Elba bleibt Bonaparte sehr gef�hrlich.

Aber nein, keine Sorge! Napoleon wirft zurzeit Steinchen ins Wasser.

Sehen Sie, unser Polizeiminister ist zuversichtlich.

H�ren Sie den Beamten aus Marseille an, wenn Sie mir nicht glauben!

Meinetwegen. Ich h�re ihn an.

K�nig lacht �ber Vogelgezwitscher.

Ein Geschenk meines Cousins, des Kaisers von �sterreich.

Beeilen wir uns!

Sehen Sie die Telegramme durch. - Ja, Sire.

Ich bekam Ausk�nfte, dass Napoleon... ...versucht, mich zu st�rzen.

Also kamen Sie sofort nach Paris, um mir das mitzuteilen.

Sie k�nnen nach Marseille zur�ckkehren.

�berbringen Sie dem Marquis de Saint-Meran meine besten Gr��e.

Sire! Ich bin in 5 Minuten abgesetzt. - Aber warum?

Napoleon landete am 1. M�rz! - Heute ist der 3. M�rz!

Sie mit ihrer ganzen Polizei sind wieder der Letzte, der etwas erf�hrt!

Ein Beamter aus Marseille wei� es eher! Wir vergessen Ihnen das nie.

Bin ich abgesetzt? - Ich verzeihe Ihnen ein letztes Mal.

Ich mag keine Dummk�pfe. Aber ich mag noch weniger neue Gesichter.

Bonaparte ist sicher schon verhaftet.

Wir lassen ihn vor Eurer Majest�t tanzen wie einen Jahrmarktsb�ren.

K�nstlicher Vogel zwitschert.

Begeisterte Rufe und Beifall von drau�en

An die Arbeit, meine Herren!

Volksmenge jubelt begeistert.

Vogel pfeift eine Melodie.

Der Kaiser landete vor 92 Tagen. Heute wird sein Bild aufgeh�ngt.

Der Dienstweg ist lang. Immer eine Regierung zu sp�t.

Staatsanwalt de Villefort? Noirtier, bitte.

Es handelt sich um Dantes. Der Vater, die Verlobte und Freunde sind hier.

Eine gro�e Delegation. Treten Sie ein!

Ja, Dantes. Warten Sie...

Er war angeklagt, Napoleon zu dienen. Der K�nig lie� ihn verhaften.

Heute kommen wir aber zum Kaiser. Ich beugte mich dem K�nig, wie alle.

Mein Vater ist rehabilitiert. Sie k�nnen sich auf mich verlassen.

Wenn Dantes nicht freigelassen wird, wende ich mich an den Kaiser!

Ich wei� nicht, wo er ist. Er wechselte mehrmals das Gef�ngnis.

Ich schreibe an die Direktoren und drohe mit dem Minister.

Dann muss man ihn freilassen. Vielen Dank.

Keinen Dank! Ich tue meine Pflicht. Ich k�mmere mich pers�nlich darum.

Waren Sie heute schon am Kaiserhof? Jawohl.

Gibt es Neuigkeiten von der Schlacht? Noch nicht.

Wo findet sie statt? Bei Waterloo.

Ein unbekannter Ort. Napoleon siegt bestimmt.

Sie feiern Dantes' Befreiung und den Sieg bei Waterloo am selben Tag.

Ist das f�r den Kurier? Das hat Zeit bis morgen.

Du wieder mit deinem Saufra�! Ich bin Beleidigungen gewohnt.

H�r zu!

Ich gebe dir 100 Silberst�cke. Du hast Geld!

In meiner Wohnung. Das ist alles, was ich besitze. Ich gebe es dir.

Du musst nur einen Brief abliefern. Dann sperrt man mich ein.

Ich schlage dir die Knochen kaputt, wenn du dich weigerst.

Dann lege ich mich vier Wochen ins Hospital und habe Urlaub.

Aber du wirst angekettet. Das ist schlimmer.

Ich will zum Gouverneur! Warum nicht gleich zum lieben Gott?

Ja, aber... Was soll ich machen? Abwarten.

Brausender Volksjubel

Das viele Umziehen geht mir auf die Nerven.

Wie geht es Ihnen heute? - Ich glaube, ich sterbe.

Aber was denken Sie denn?

Hier ist Ihre Suppe. Danke.

Danke, Monsieur Morrel. Hat er wieder alles bezahlt?

Ja, auch die Miete. Sie d�rfen das nicht.

Sie haben eigene Probleme. - Wer sagt das?

Sie verkauften ein Schiff. - Die "Pharao" bleibt f�r Ihren Sohn.

Ich hoffe noch. Meine Frau stickte diesen Geldbeutel f�r Sie.

Ich nehme ihn gern, aber ohne Geld. - Dann nicht.

Ich wollte gern noch meinen Enkel sehen.

Aber jetzt glaube ich nicht mehr daran.

Ermutigen Sie ihn, Monsieur Morrel.

Sie soll ihre Zeit nicht mit meiner Pflege verschwenden.

Und nicht auf meinen Sohn warten. Edmond kommt wieder.

Ich helfe dir... Siehst du, so.

Kommst du jetzt mit?

Schneide du mir ein St�ck ab.

Stumme Szene

Leutnant Mondego. Meinen Gl�ckwunsch. Ich kenne Sie... Ja, die Delegation!

Schweigen wir davon. Das war gegen meinen Willen.

Ich sah Sie schon vorher. Im Februar 1815.

Viele hatten Vorteile von dieser Begegnung.

Sie auch? - Als Staatsanwalt, in der Aus�bung meines Berufes.

Sagen Sie es mir, wenn Sie irgendwann Hilfe brauchen.

Vielen Dank. Ich beneide Sie. Um meine Bef�rderung?

Nein, um Ihre k�nftige Ehe. Ich m�chte auch gern heiraten.

Mercedes? Woher wissen Sie das?

Sie konnten sie damals nicht ansehen. Sie will mich nicht heiraten.

Sie wartet auf Dantes. Sie glaubt, dass er noch lebt.

Sie verlangen viel. Er muss nicht wirklich sterben.

Sie soll es nur glauben. Viele wurden erschossen nach dem Regierungswechsel

Damals gab es viele Tote ohne Totenschein.

Jetzt gibt es einen Totenschein ohne einen Toten.

Eine pr�chtige L�sung. Abgemacht. (sp�ttisch) Armer Dantes!

Bedauernswerter Dantes. Bedauernswerter Dantes.

Glocken l�uten, Kinder rufen Gl�ckw�nsche.

Jetzt zu Nummer 27, Herr Inspektor. Das ist...

Ich kann den Namen nicht lesen. Die Feuchtigkeit verwischte ihn.

Wie lange ist er hier? - 17 Monate.

Strenge Einzelhaft? - Ja.

Die Einzelhaft ist gut. Nach zwei Jahren sind die Gefangenen verr�ckt.

Sie leiden nicht mehr, wenn sie verr�ckt sind.

Der Gef�ngnisinspektor m�chte Ihnen einige Fragen stellen, Dantes.

Ich wei� schon, was Sie antworten. Ich h�re immer wieder dasselbe.

Sie sind unschuldig. Das Essen ist schlecht.

Dantes st�hnt.

Er setzt die Tradition fort. Das Essen ist mir egal.

Warum? - Er isst nicht mehr.

Ich will ein Urteil! Wurde er nicht verurteilt?

Ich will wissen, was ich getan habe! Wof�r werde ich bestraft?

Ich wei� es nicht. Ich pr�fe Ihren Fall.

Sie werden... meinen Fall pr�fen. Ja, nat�rlich. Aber essen Sie wieder!

Es ist nicht so gut wie im Restaurant, aber es schmeckt.

Sie sind bei meinem n�chsten Besuch hoffentlich verurteilt. Und kl�ger.

Wollen Sie noch etwas sagen? Ja. Welcher Tag ist heute?

Der 30. Juli 1816. Danke, Herr Inspektor.

Warum ist er hier?

Ich glaube, auf Befehl von Monsieur de Villefort.

Er lie� Dantes am Tag vor der Ankunft Napoleons einsperren.

Ein Bonapartist! Dann lassen wir den Fall besser ruhen.

Dantes lacht hysterisch.

Dantes h�rt in seiner Fantasie Wellen rauschen und Glocken l�uten.

Leise Klopfger�usche

Klopfen wird lauter.

Klopfen verstummt.

Schritte

Geht es dir besser?

Was ist mit dem Essnapf? Runtergefallen.

Das gibt Arrest. Habe ich schon.

Dein Gl�ck! Ich hole dir aber keinen neuen Napf.

180 Stufen hochklettern: Das f�llt mir nicht ein. Iss das irgendwie.

Alles in Ordnung? - Alles in Ordnung.

H�ren Sie mich? Sind Sie noch da?

Haben Sie Angst zu antworten? Was ist los?

(st�hnt) Habe ich mich verh�rt? Ich verlor wohl schon den Verstand.

Klopfen

Wer sind Sie? Antworten Sie! Und wer bist du?

Gefangener Nummer 27. Ich bin Nummer 34.

Hast du Werkzeug? Ein St�ck Eisen.

Arbeite dich zu mir durch!

Hier? Nein, nicht ganz.

Hier? Ja. Das ist richtig.

Wer sind Sie? Ich bin... Ich war Abbe Faria.

Abbe Faria...

Ich bin es nicht mehr gewohnt, dass jemand meinen Namen ausspricht.

Faria war einst ein sch�ner Name.

Alle Revolution�re Italiens jubelten ihm zu.

Wer bist du? - Edmond Dantes.

Edmond Dantes... Mein Name h�rt sich auch fremd an.

Du bist noch nicht sehr lange hier. 17 Monate. Oder zwei Jahre?

Ich wei� nicht genau, wie lange.

Wie lange sind Sie hier gefangen? Zehn Jahre.

Verurteilt zu lebenslanger Haft. In Frankreich und Italien.

Warum? Weil ich die Freiheit liebe.

Sie waren ein Verschw�rer! Ja, Verschw�rer gegen alle Tyrannen.

Ich bin es immer noch. Der Hass gibt mir Kraft.

Du bist auch politischer Gefangener, du w�rst sonst nicht hier.

Erz�hl mir von deinen Feinden. Ich erz�hle von meinen.

Dann planen wir, wie wir uns r�chen. Ich will mich nicht r�chen.

Wenn Rache zur Gerechtigkeit f�hrt, gibt es nichts Sch�neres.

An wem soll ich mich r�chen? Ich habe keine Feinde.

Ich wurde hergebracht, ohne Urteil. Wer befahl das?

Niemand wollte mir das sagen. Wir erfahren es! Wenn du nicht l�gst.

Dann bestrafen wir die Schuldigen.

Ich bek�mpfe die Ungerechtigkeit mit allen Kr�ften.

Wir f�hren den Kampf in Zukunft gemeinsam. Wir haben die Mittel.

H�r genau zu! Du siehst nur einen zerlumpten Gefangenen.

Aber er ist vielleicht der reichste Mann der Welt.

Denkst du auch, ich bin wahnsinnig? Nein, ich bewundere Sie.

Woher dieser Mut, nach zehn Jahren? Ich arbeite jeden Tag. An der Flucht.

Ich versuchte alles. Ich t�uschte Krankheit vor.

Ich bestach die Wachen, bot dem Direktor mein Verm�gen an.

Alles umsonst. Dann stellte ich dieses Werkzeug her.

Seit �ber drei Jahren grabe ich. Viel Arbeit, um einige Steine zu lockern.

Wieder umsonst! Meine Berechnungen waren falsch.

Ich wollte unter der Gef�ngnismauer durch, an der oberen Felsenkante.

Die Felsen sind da! Ich behielt die Orientierung, als man mich brachte.

Wir beginnen wieder mit der Arbeit! Aber das dauert Jahre, auch zu zweit.

Die Zeit z�hlt nicht, wenn man Hoffnung hat.

Wir erleben den Tag gemeinsam, an dem wir das Meer sehen.

Das Meer...

Alle Segel setzen!

Kapit�n, ein Unwetter kommt. Ist mir egal. Hier befehle ich!

Sie sind streng. Ich bestimme hier. Und Gott.

Aber Gott beachtet uns beide nicht sehr. Wir w�ren sonst nicht hier.

Trinken wir auf Ihre schnelle Ernennung!

Ich bin zum t�rkischen Sultan kommandiert.

Darum bringe ich Sie nach Konstantinopel.

Wie bekamen Sie diesen wichtigen Posten?

Durch einen Beamten des K�nigs. Trinken wir auf sein Wohl!

Ich glaube, ich kenne seinen Namen. Zum Wohl!

Er f�hlt sich sicher wohl. Wohler als Dantes. Er musste so jung sterben...

Bedauerlich f�r ihn. Das ist Schicksal, mein Freund.

Die Araber sagen "Kismet". Das ganze Leben ist vorgeschrieben.

Bei Dantes mit der linken Hand. Sie reden zu viel!

Einer von uns kann sicher fliehen, auch wenn unsere Arbeit scheitert.

Wie?

Sie n�hen tote Gefangene ein in ein Segeltuch und werfen sie ins Meer.

Man muss nur den Platz des Toten einnehmen.

Aber in einem Sack ertrinkt man! Man muss ihn von innen aufschlitzen.

Dazu braucht man ein Messer. Das ist richtig.

Ich arbeitete lange daran. Pr�fe, ob die Klinge scharf genug ist.

Du siehst: Der �berlebende kann fliehen. Du bist der J�ngere.

Hast du genug Geduld, um auf diesen Tag zu warten?

Glauben Sie, ich werde Sie t�ten? Nein, du hast keine b�sen Gedanken.

Du kannst mir gerade ins Gesicht sehen.

Gott entscheidet zwischen uns.

Noch ein kleines St�ck! Dann m�ssen wir wieder rauf.

Eine Steinlawine prasselt.

Hochw�rden, sind Sie verletzt? Antworten Sie!

Sind Sie verletzt, Abbe Faria?

Faria st�hnt.

Ich kann mich nicht mehr bewegen. Bestimmt ist etwas gebrochen.

Ich rufe jemanden. Nein! Du sollst nicht rufen.

Sparen Sie Ihre Kr�fte bis zur Nacht. Ich erlebe die Nacht nicht.

Sie werden nicht sterben! Doch. Aber es tut mir nicht leid.

Meine Erfahrungen, meine Gedanken, mein Werk: Nichts ist verloren.

Ich �bermittelte dir alles. Du lebst. Du wirst mein Nachfolger.

Ich flehe Sie an... Ich verrate dir jetzt mein Geheimnis.

H�r zu, Dantes! Du wirst einmal der reichste Mensch der Welt sein.

Ich fand einen Schatz. Den Schatz des Cesare Spada.

Dieser Schatz liegt seit zwei Jahrhunderten bei Orbetello.

Auf der Insel "Monte Christo". An der Wand da... an der Mauer...

Eine Zeichnung.

Der Plan der Insel. Das Wappen der Familie Spada.

In der Grotte... Der Schatz. Der Schatz! (st�hnt laut)

Beruhigen Sie sich! Der Schatz.

Glaubst du mir nicht? Doch, aber Sie haben Fieber.

Schw�re, dass du hingehst! Ich schw�re es.

Du siehst, Gott hat entschieden.

Es ist sein Wille, dass du der Gerechtigkeit dienst.

Bestrafe die Schuldigen!

Aber... Das Messer! Nimm das Messer!

Schritte

Ich f�hre Ihr Werk zu Ende. Mein Sohn...

Er schl�ft schon wieder am Tag. Ich m�chte auch so ein faules Leben.

Abbe Faria st�hnt.

Bist du krank?

Faria st�hnt und r�chelt.

Das wird jetzt kalt im Wasser. - Er friert bestimmt nicht mehr.

Eins!

Zwei!

Drei!

Dumpfer Aufprall

Ihr habt es gut. Ihr schlaft den ganzen Tag und wir m�ssen arbeiten.

Fehlt dir etwas?

Hilfe!

Hilfe!

Das ist bestimmt eine Falle der Grenzer. - Ruder hart backbord!

Spinnst du, Jacopo? Ich lasse keinen Menschen sterben.

Der Zoll kommt bestimmt nicht zu uns. Ich sagte, hart backbord!

Hilfe!

Nahmst du ein Morgenbad? Woher kommst du?

Antworte! Wir nehmen nicht jeden mit.

Unser Schiff prallte heute Nacht auf die Felsen.

Felsen? Wo? - Da dr�ben.

Warum sahen wir nichts davon?

Wir sahen keine Schiffbr�chigen. Alles gelogen!

Sag uns lieber die Wahrheit! Nein.

Kanonensch�sse

Das ist die Kanone von Chateau d'If! Vielleicht entfloh ein Gefangener.

Hier! Das ist Rum. Du hast sicher viele Jahre keinen getrunken.

Welcher Tag ist heute? Der 28. Februar.

Welches Jahr? - 1833.

Ach, Unsinn. Ihr macht einen Scherz.

1833? Nein, ich glaube das niemals.

18 Jahre.

Trink! Hier an Bord bist du sicher. Lieber Fl�chtlinge als Zollbeamte.

Ihr wisst es!

Aber ja! Fl�chtlinge bekommen die gro�e Salve. 12 Kanonensch�sse!

Wenn sie dich einfangen, gibt es nur 12 Gewehrkugeln.

Sie werden dich nicht einfangen.

Besser, ich verlasse euch bald. Bei einer dieser kleinen Inseln.

Wann kommt Ihr wieder vorbei? In acht Tagen.

Holt mich auf der R�ckfahrt ab! Wohin willst du?

Auf die Insel Monte Christo. Einverstanden.

In acht Tagen! Ja, in acht Tagen!

V�gel zwitschern laut und vielstimmig.

Wasser gurgelt und klatscht an die Felsen.

Spannende Musik

(Gesang) "Ich wei� ein M�gdelein mit wundersch�nen Augen."

"Das soll die N�chste sein."

"Und dieses sch�ne M�dchen mit bl�tenwei�er Haut ..."

"... wird unsre n�chste Braut, wird unsre n�chste Braut."

"Wem wird sie angetraut? Wem wird sie angetraut?"

Bravorufe und Beifall

(Frauenstimme) Wartet! Jemand klopft.

Bitte sehr? Ich will nicht st�ren...

Ja, wir haben eine kleine Feier. Nur eine Frage!

Kennen Sie einen Monsieur Dantes? Er wohnte hier.

Monsieur Dantes? Ja, er wohnte hier. Aber er ist schon lange tot.

Und... Mademoiselle Irera?

Mercedes Irera? Das ist wohl schon lange her?

Fast 20 Jahre. Damals wohnten wir nicht hier.

(alle) Tante Helene, Tante Helene! - Sie rufen mich.

Wir wollen weiterfeiern. Man muss solche Gelegenheiten nutzen.

Was wurde aus Monsieur Morrel? Lasen Sie das Plakat?

Er ist beliebt. Darum ist das Haus noch nicht versteigert.

Die Gl�ubiger hatten Geduld. Aber alles war gegen ihn.

Die Konkurrenz, die Pr�fektur... Warum die Pr�fektur?

Wegen seiner Einstellung. Er hatte auch viel Pech.

Trinken Sie ein Glas mit mir. Gern.

Alles begann mit dem Untergang der "Pharao". - Ist sie gesunken?

Ja, bei Sch�nwetter. Das Schiff hatte einen seltsamen Kapit�n.

Einen Trunkenbold namens Caderousse. Caderousse?

Ja. Sein Vorg�nger wurde wegen politischer Umtriebe verhaftet.

Wie hie� er nur... Ist Caderousse noch Kapit�n?

Nein. Nach dem Schiffbruch musste er seinen Abschied nehmen.

Er ist jetzt verheiratet und Gastwirt am Pont du Gard.

Hier ist nichts los! Warum heiratete ich nur eine Kneipenbesitzerin?

Deine Schuld, dass keiner kommt! Du betr�gst!

Ich tue das wenigstens mit einem L�cheln.

Wo war dein L�cheln, als ich mir von dem Adjunkt Geld borgen wollte?

Ich hatte keine Lust, dich mit ihm zu betr�gen. - Alles nur Gerede.

Guckt ein armer Kerl mich an, bist du w�tend. Ist er reich, siehst du weg.

Reden wir davon, dass wir pleite sind. Wir sind arm, weil du feige bist!

Lass die Schmuggler ihre Waren im Keller verstecken!

Das ist gef�hrlich. Genau. Du bist ein Feigling.

Willst du Ohrfeigen? Versuche es nur! Feiger Kerl.

Du bist kein Mann!

Entschuldigung. Ich bin Pater Busoni. Ich will den Wirt sprechen.

Ich habe kein Geld. Ich bitte nicht um Almosen.

Dann setzen Sie sich. Das ist meine Frau.

Kannten Sie im Jahr 1815 einen Schiffsoffizier mit Namen Dantes?

Oh, sehr gut! Ich war Zweiter Offizier und sein bester Freund.

Ich war verzweifelt bei seiner Verhaftung.

Er wurde sp�ter erschossen. Wer sagt das?

Fernand Mondego. Kennen Sie ihn? Er war der Cousin von Dantes' Braut.

Er sagte 1816, dass Dantes tot ist. Glaubte Mercedes das?

Ja. Sie h�tte Fernand sonst nicht geheiratet.

Das war ein schlauer Kerl! Wurde Dantes etwa nicht erschossen?

Nein, er starb erst vor kurzer Zeit. Ich selbst segnete ihn.

Wusste er, warum er eingesperrt war? Nein.

Was f�r Zust�nde sind das! Er starb also im Elend...

Nein, er hatte im Gef�ngnis einen reichen Freund.

Dieser vererbte ihm einen Diamanten. Einen Diamanten?

Einen echten? Hier ist er.

Wie viel ist er wert? 50.000 Franken. Mit Ring noch mehr.

Sind Sie der Erbe? Nein, der Testamentsvollstrecker.

Der Erl�s wird zwischen dem Vater, Mercedes und Caderousse geteilt.

Der Vater ist tot! Ich wei�. Es geht in zwei Teile.

Darf ich ihn ansehen? Bitte.

Wundervoll. Warum in zwei Teile? Mercedes bekommt eine H�lfte!

Das ist �berfl�ssig. Warum?

Sag es ihm! Sprich! Ich wei�, sie ist verheiratet.

Gibt es noch einen Grund? Viele Gr�nde.

Sie ist reich genug. Mondego machte Karriere und hat viel Geld.

Er hei�t jetzt Graf de Morcerf. Das ist kein Grund sie auszuschlie�en

Dantes wurde denunziert. Wissen Sie das genau?

Mondego war daran beteiligt. Still! Das ist nur eine Annahme.

Ja, dann... Es ist wahr!

Sei still!

Mein Mann sah, wie Fernand den Brief zu Ende schrieb. - Wer begann ihn?

Ich war betrunken! Fernand hat den Brief abgegeben.

Das erschwert die Erbschaft. Geben Sie uns den Stein.

Dantes hatte keinen besseren Freund als Caderousse.

Ich begrub seinen Vater.

Sie? Ich verkaufte die M�bel.

Wir hatten viel �rger damit. Der Tisch dort ist von ihm.

Die St�hle auch. - Und die Lampe.

Die Tischdecke und diese Geldb�rse. Wir haben ihn nicht vergessen.

Ein J und ein M? Das sind nicht seine Initialen.

Monsieur Morrel schenkte ihm die B�rse mit etwas Geld darin.

Dann ist alles klar. Der Diamant geh�rt rechtm��ig Ihnen.

Es ist sp�t. Ich muss gehen. Darf ich Ihnen etwas anbieten?

Ein Andenken an Freund Dantes? Ja, die Geldb�rse.

Nat�rlich nur, wenn sie leer ist. Wenn Ihnen das Freude macht...

Bitte sehr! Vielen Dank, Madame. Adieu!

Der Stein soll Ihnen Gl�ck bringen! Sie haben es verdient.

Hoffentlich ist er echt. Nat�rlich!

Ich gehe sonst nie mehr zur Kirche.

Wir fragen den Juwelier aus Paris. Er ist in der Stadt.

Niemand soll es erfahren. Die Leute sind geschw�tzig.

Ich reite los.

Sturm heult, Donner kracht.

Schnell! Was ist? Der Stein ist echt.

Aber er bietet nur 45.000. Mehr nicht?

Wir einigten uns nicht. Er will erst Sie fragen.

5000 verlieren? Wir sind daf�r zu arm.

Schade. Ich habe das Geld schon hier. - Wir finden einen anderen K�ufer.

Er wird sich wundern. So ein Diamant f�llt nicht vom Himmel.

Vielleicht alarmiert er sogar die Polizei. Aber wie Sie wollen...

Los, gib ihm den Ring! Dann bem�hten wir Sie nicht umsonst.

Hier ist Ihr Geld.

Essen Sie noch mit uns! - Nein, ich habe es eilig.

Monsieur, machen Sie uns die Freude! Ja, bitte.

Nein, ich muss zur�ck.

Warten Sie das Gewitter ab. - Das kann die ganze Nacht dauern.

�bernachten Sie hier! - Nein, ich habe zu tun.

Dann wollen wir Sie nicht aufhalten. Danke. Gute Nacht! Ist das finster!

Gehen Sie am Kanal entlang!

Warum lie�est du ihn gehen? Er hatte so viel Geld!

Ich wollte die 5000 sp�ter kassieren. Halte den Mund.

Du dachtest dasselbe wie ich. Aber du bist eben ein Feigling.

Was? - Du hast ihn weggelassen!

45.000 Franken sind viel. Du bist immer zufrieden.

Wir bedauerten Sie in dem Unwetter. - Das war auch kein Vergn�gen.

Hier ist es angenehmer. - Ganz bestimmt.

Das Unwetter hat aufgeh�rt. Nein, es f�ngt erst an.

Sie haben es hier warm und trocken. - Keine Umst�nde bitte.

Vorher gibt es ein gutes Abendessen.

Krachen

(Juwelier) Diebe! M�rder!

Glockenl�uten

Entschuldigung, sind Sie die Tochter des Reeders Morrel? - Ja.

Morgen 10 Uhr. Sie m�ssen dabei sein bei der Versteigerung Ihres Besitzes.

Ich wei�, das ist schmerzlich. Aber vielleicht m�chten Sie mitbieten.

Ich habe kein Geld, darum kam es so weit.

Ja, das ist wahr.

Vater!

Vater! Wir sind gerettet. - Gerettet?

Hier! Mach auf!

Ich soll dir das geben. Alle deine Schuldscheine sind darin!

Eingel�st! Wer gab dir das?

Monsieur Morrel!

Was ist los? - Der Hafenkommandant schickt mich.

Ein Schiff mit Ihrer Flagge und dem Namen "Pharao" kommt an.

Monsieur Morrel? - Ja.

Wieso tr�gt das Schiff meine Flagge? - Es geh�rt Ihnen.

Woher kommen Sie? - Aus Genua, von der Werft.

Wer lie� das Schiff bauen? - Eine Bank �berwies das Geld.

Aber niemand kennt den Auftraggeber.

Guten Tag, Jacopo. Trauerst du deinem fr�heren Gewerbe nach?

Ach, nein... Immer nur Tabak! Ich bin froh �ber die Ver�nderung.

Du bist nun der Verwalter des Grafen von Monte Christo.

Diese Urkunde macht mich zum Grafen.

Mein Herr Graf... Nenne du mich bitte nicht so!

Steig ein! Ich erkl�re dir alles.

Ich zahle 200 Louisdor, wenn wir bis Dienstag in Paris sind!

Ich sage dir jetzt, warum ich so eilig nach Paris will...

Untertitel: Claudia Streibig

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