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EINE NETFLIX ORIGINAL SERIE
Danke, dass du an diesem besonderen Abend hier bist, Eduard.
Nein, Elisa!
Elisa, ich bin hier! Hier oben!
Ich bin's, Elisa! Hier!
Elisa!
Elisa!
Ich bin hier! Ich bin hier!
Es könnte Jahre, Minuten Oder drei Wochen anhalten
Doch in dieser Sekunde...
Hey. Gehst du schon?
Ich hab's eilig.
-Willst du Elisa nicht Hallo sagen? -Nein, später.
-Seid ihr wieder zusammen? -Lass mich jetzt bitte gehen.
Warst du bei ihr?
-Was kümmert dich das? -Eine ganze Menge!
Weil sie erbärmlich singt.
Sie singt ganz wundervoll.
Nein, erbärmlich!
-Erbärmlich bist nur... -Was willst du nach all den Jahren?
Was denkst du, wer so eine tolle Sängerin aus Elisa gemacht hat? Du?
Wenn dem so wäre, würdet ihr jetzt zu Hause
über eure Kinder streiten.
Und darüber, wer die Spülmaschine einräumt.
Ja, hau ab. Geh zu deiner Frau und deinen Kindern.
Dort gehörst du hin.
Hey, Sie! Warten Sie!
Edu?
-Nein, Sie verwechseln mich. -Nein, Moment!
Warten Sie!
Warten Sie!
-Wer sind Sie? -Lass mich los.
-Raus mit der Sprache! -Òscar, das genügt!
-Sie kennen meinen Namen? -Ja, bitte...
Warum? Warum sehen Sie aus wie Eduard?
Elisa hat Sie angesehen, als sie gesungen hat. Warum?
Ich bin ein Verwandter.
Nein, ich habe Sie noch nie gesehen.
-Er wird es erklären... -Ja, vor Ihnen.
Ich will ihn nicht sehen.
-Warum? -Wir haben uns überworfen.
Schluss damit!
Haltet ihn auf!
Was soll das?
Sie bleiben hier, bis das geklärt ist.
Was soll das? Sie greifen ihn einfach so an?
-Bitte, lassen Sie mich gehen. -Beruhigen Sie sich.
Frag ihn, ob er Anzeige erstatten will. Ich bleibe bei ihm.
Hören Sie, Sie machen einen Fehler.
Lassen Sie mich los. Ich will doch nur nach Hause.
Wenn er keine Anzeige erstattet, dürfen Sie gehen.
Halten Sie still!
Was ist das?
Was? Nehmen Sie die Waffe runter.
-Ist das eine Bombe? -Bitte nehmen Sie die Waffe runter.
-Das ist nur eine Prothese. -Ich habe so was noch nie gesehen.
Eine Bombe? Denken Sie, ich bin ein Terrorist?
-Warum nicht? -Nehmen Sie die Waffe runter.
Geben Sie es mir und ich erkläre alles. Ganz ruhig.
SCHMETTERLINGSFLÜGEL
Edu, komm her.
-Òscar! -Komm her.
-Wo warst du? -Komm her und ich sage es dir.
-Hast du das gesehen? -Ja, aber hör mir zu.
Nur eine Minute, Edu.
Edu, da ist ein Mann, der genauso aussieht wie du.
Er sieht genauso aus wie du und hat mich geschubst.
Er wollte mich verletzen. Er ist zehn oder 15 Jahre älter als du.
Er sagt, er sei ein Verwandter. Aber ich kenne ihn nicht.
Er hat mich auf der Treppe geschubst. Und einen Wachmann auch.
Sekunde.
Wo ist der Mann, der mich geschubst hat?
-Der von vorhin? -Ja.
Wir haben ihn dort drüben...
Kommen Sie bitte mit.
Es stützt also Ihre Knochen?
Ja, es kommt aus Japan.
Und jetzt geben Sie es mir bitte zurück, sonst fällt mein Arm auseinander.
Auseinander?
Warum haben Sie keine Narbe?
Wenn es in Ihrem Arm war, wo ist es dann rausgekommen?
Doch, ich habe eine. Sehen Sie, hier.
Einen Moment.
Was? Nein, hören Sie...
Geben Sie es mir zurück. Ich brauche es!
Dachten Sie, ich glaube Ihnen?
Bitte geben Sie es mir zurück! Bitte!
-Ganz ruhig. -Hören Sie, ich...
Gut, ich sage Ihnen die Wahrheit.
Dann mal los.
Ich...
Ich kann damit durch Universen reisen.
Sicher.
Ich komme aus einem anderen Universum. Ich suche die Frau, die ich verloren habe.
Sie ist gestorben.
Das tut mir leid.
Aber in diesem Universum lebt sie. Darum bin ich hier.
Haben Sie sie gefunden?
Ja, sie ist die Sängerin, die hier auftritt. Elisa Montcalm.
Ah, eine unglaubliche Frau.
Aber ich muss jetzt gehen. Er darf mich nicht finden.
-Er? -Mein anderes Ich.
Sie haben ein anderes Ich?
Ja, natürlich.
Wo haben Sie das her? Wer hat Ihnen das gegeben?
Eine alte Wissenschaftlerin.
Klar, Sie kommen bestimmt aus einem Universum,
das ganz anders und fortschrittlicher ist als unseres.
Denn in einem Universum wie dem unseren
sieht man solche Gerätschaften höchstens in Star Trek-Filmen.
Das dachte ich auch. Das habe ich ihr...
Schluss mit dem Unsinn,
oder ich rufe die Polizei und Sie wandern in den Knast!
Wie erklärst du dir das?
Sieh doch.
Elisa? Komm mal bitte kurz mit.
-Was ist denn los? -Es geht um Eduard. Komm mit.
Ich rede erst, wenn ich es zurückkriege.
-Und die Handschellen ab sind. -Was hast du ihm abgenommen?
Eine "Prothese".
Zuerst sagen Sie uns, wer Sie sind.
-Und warum... -Warum ich wie du aussehe?
Sie duzen mich?
Warum nicht?
Kennen wir uns?
Sie sehen absolut gleich aus!
Sie sind sicher verwandt. Sie sehen aus wie Zwillinge.
Aber der eine ist älter als der andere. Wenn sie nicht...
Er kommt aus einem anderen Universum und sucht seine Geliebte.
Ich hab's! Dieses Zwillings-Ding von Einstein.
Wenn der eine für eine Zeit mit Lichtgeschwindigkeit reist,
ist für ihn viel mehr Zeit vergangen, wenn er zurückkehrt.
Darum ist er älter.
Sie könnten leicht Zwillinge sein.
Ja, vor allem, da sich der andere nicht an einen Zwillingsbruder erinnert.
Haben Sie einen Zwillingsbruder?
Siehst du? So viel zu deiner Theorie.
Sie sind Brüder, aber keine Zwillinge. Sie wurden bei der Geburt getrennt...
Halten Sie jetzt bitte mal die Klappe?
Hören Sie...
Wir machen einen Deal.
Er bekommt zurück, was Sie genommen haben,
und Sie sagen uns, wer Sie sind und was Sie wollen.
Wenn wir uns sicher sind, dass Sie uns nichts tun wollen,
lassen wir Sie gehen.
Klingt das okay?
Ja.
Eduard?
Hallo, Elisa.
-Òscar. Hallo. -Hallo.
Und wer bist du?
Ich bin Eduard.
Du hast mich reingelegt.
Dieser Arsch sagte, er sei krank.
Darum hast du dich an nichts erinnert, du Hurensohn.
Ist schon gut, Eduard.
Wir sind verwandt.
Inwiefern verwandt?
Ich bin der jüngere Bruder deines Vaters Manel.
-Warum hat er nie von dir erzählt? -Siehst du?
Er lügt, das ist offensichtlich.
Ich bin vor vielen Jahren gegangen.
Kurz nachdem er deine Mutter Maria geheiratet hatte.
Eine tolle Frau. Ich liebe sie sehr.
Du meinst, du hast sie geliebt.
Sie sind beide tot. Sie auch.
Ja, ich weiß. Der Unfall.
Du lügst. Mein Vater war ein Einzelkind.
Das hat er dir vielleicht erzählt. Pere wurde geboren.
Und als deine Mutter schwanger mit dir war...
...lief ich weg.
Ich war 15 Jahre alt, ein Rebell. Manel hat mir nie verziehen.
Aber er hat dich nach mir benannt,
denn in seinem Herzen hat er mich geliebt, und ich ihn.
Wo warst du, als sie starben, wenn du sie so geliebt hast?
Edu, nicht jetzt.
Warum kommst du jetzt?
Antworte mir!
Lass uns woanders weiterreden, Eduard.
Nimm mir die Handschellen ab und wir gehen.
Denkst du, ich habe Interesse daran?
Wir müssen über so viele Dinge reden, Eduard.
Und worüber?
Das Leid, das uns auf Schritt und Tritt verfolgt.
Ich weiß nicht, wovon du redest.
Natürlich weißt du es.
Der Unfall, den du verursacht hast.
Es quält dich Tag für Tag.
Es sind viele Jahre vergangen, aber du fragst dich jede Nacht:
"Wie kann ich es ändern?"
"Was, wenn ich es nicht getan hätte?"
"Wenn ich was anderes gesagt oder mich anders entschieden hätte?"
Und so weiter. "Dann würden sie noch leben."
"Die Menschen, die ich am meisten liebe. Die, die wegen mir gestorben sind!"
-Du Hurensohn! -Hey.
Lass ihn, Òscar. Er hat recht.
Er hat absolut recht.
Warum weinst du?
Ich habe Frau und Kinder verloren. So wie du deine Eltern verloren hast.
Ich würde dir gern sagen, dass es nicht deine Schuld ist.
Aber das kann ich nicht.
Ich kann es nicht.
Eduard?
Wollen Sie ihn nun anzeigen oder nicht?
-Was machst du? -Ich rufe die Polizei.
Nein, warte.
Ich will erst die Wahrheit erfahren.
Und mit diesem kleinen Ding...
...können Sie durch Universen reisen?
Was tun Sie denn da? Glauben Sie diesen Unsinn etwa?
Was ist es dann?
-Eine Bombe. -Eine Bombe?
-Die Handschellen. -Ja, sofort.
-Die Handschellen! -Gleich!
Beeilung!
Was tust du da?
-Bleiben Sie, wo Sie sind. -Gut.
Wir gehen.
Ist ja gut.
Komm. Ich tue dir nichts. Vertrau mir.
Und Sie halten die Klappe!
Beeilung!
Hilf mir hier raus. Gibt es einen Hinterausgang?
Zuerst sagst du mir, wer du bist.
-Ich bin Eduard. -Bitte...
Der, der dich vor vier Jahren nicht allein gelassen hat.
Mit dem du Carla und Jan, zwei tolle Kinder, bekommen hast.
Tu mir das nicht an.
Leider habe ich nicht zugelassen, dass du so eine tolle Sängerin wirst.
Als wir gestern zusammen waren, dachte ich...
-Ich muss gehen. -Warte!
Ohne mich bist du besser dran.
Weißt du, was ich dachte, als wir miteinander geschlafen haben?
-Soll ich es dir sagen? -Nein.
"Das ist er nicht. Das ist nicht Eduard."
So wie gestern mit dir habe ich mich mit ihm nie gefühlt.
Ich weiß nicht, wer du bist. Und es ist mir egal.
Aber ich liebe dich.
Hast du das während des Konzerts nicht bemerkt?
Hast du es nicht in meinen Augen gesehen?
Ich habe noch nie so für jemanden empfunden.
Nicht mal für Eduard, den ich so sehr geliebt habe.
Als ich ihn vorhin wiedersah, erkannte ich,
dass du zwar wie er, aber doch anders bist.
Wenn ich je etwas für ihn empfunden habe, habe ich es vergessen.
Was du in mir geweckt hast, war viel tiefer.
Ich spüre es in mir.
Verlass mich nicht.
Bleib bei mir. Für immer.
Ich habe dich nie verlassen, Elisa.
Halt! Stehenbleiben!
Nicht schießen!
Eduard, geh da lang.
Bitte.
Bitte.
Eduard. Eduard!
Eduard!
Eduard!
Eduard, bitte!
Eduard!
Eduard!
Jetzt verlässt du mich doch.
Elisa...
Keine Bewegung!
Nein, nein, nein! Keine Bewegung!
Keine Bewegung.
Rufen Sie einen Krankenwagen! Schnell!
Nein, warten Sie!
Elisa...
Stehenbleiben!
Nehmen Sie die Waffe runter.
-Weg mit der Waffe. -Keine Bewegung!
Ganz ruhig, ich mache nichts.
Was?
Elisa?
Elisa...
Elisa...
Elisa...
Ich bin es.
-Doktor. -Ist ja gut.
Es war furchtbar.
Jetzt sind Sie wieder hier. Ganz ruhig.
Es ist wieder passiert.
Ruhen Sie sich erst aus.
Erzählen Sie mir später davon.
Wie lang war ich weg? Eine Woche?
-Einen Monat? -Nur 20 Minuten.
Denken Sie, dass es ein Universum gibt, in dem meine Beziehung zu Elisa
nicht abrupt mit einem Unfall endet?
Genauer gesagt, mit einem Autounfall?
Vielleicht gibt es eines, in dem...
In dem was?
Nichts. Das sollte ich nicht sagen.
Was? Tun Sie mir das nicht an. Wenn...
Nach allem, was Sie mir erzählt haben...
...geht mir eine Sache durch den Kopf.
Was?
Eigentlich eine Frage.
Dann fragen Sie mich.
Warum? Nachdem Sie Ihnen sagte, dass sie Sie noch immer liebt...
Mehr noch als den anderen Eduard.
Warum? Nach dieser bedingungslosen Liebeserklärung,
die aus tiefstem Herzen kam, von dieser fantastischen Frau...
Warum?
Warum was? Sagen Sie schon.
Warum sind Sie nicht geblieben?
Warum hatten Sie sich schon vor Elisas schrecklichem Unfall
entschieden zurückzukehren?
Ich hatte nicht...
Sie sind vor dem Unfall vor ihr weggelaufen.
Sie wollten zurückkehren.
Nicht wahr?
Danke.
Ich denke, ich weiß jetzt die Antwort.
Egal. Wir reden ein andermal darüber.
-Sie sollten sich jetzt ausruhen. -Nein, ich muss es Ihnen sagen.
Ich habe nicht darüber nachgedacht.
Ich wusste, ich muss zurückkehren. Das ist alles.
Als sie dort lag...
...auf der Straße...
...und mir kurz vor ihrem Tod sagte...
...dass ich sie nun doch verlassen hatte...
...da dachte ich...
-Jetzt sage ich etwas Schreckliches. -Dass sie an ihrem Tod selbst schuld ist.
Nicht Sie haben ihn verschuldet.
Mit anderen Worten...
...Sie hätten sie nie so sehr geliebt wie Ihre Elisa.
Ja.
Sie hätten für sie nie auch nur annähend das empfunden,
was Sie für Ihre Frau empfunden haben.
Ja.
Ihr Tod war also nicht von allzu großer Bedeutung.
-Nein, nein. Ich... -Ist schon gut, Eduard.
Es ist okay, wenn Sie sich nicht für ihren Tod verantwortlich fühlen.
Vielleicht dürfen Sie sich sogar darüber freuen.
Vielleicht haben Sie ihr einen Gefallen getan.
In ihrem Universum wird sie jetzt zur Legende.
Nein, schon gut. Ich kann das schon selbst.
Eduard?
Du bist früher zurück als erwartet.
Deine Mutter dachte, du würdest wieder für Wochen oder Monate verschwinden.
Was machst du hier?
Ich habe ihr nach der Party noch geholfen.
Welche Party?
Die Party heute Abend.
Bei der du vor allen in die Luft gegangen bist.
Ja, entschuldige. Ich... Wo ist sie?
Sie schläfst. Willst du sie wecken?
-Nein. -Vielleicht freut sie sich.
-Es wird sie beruhigen. Na los. -Nein, ich bin müde. Ich muss schlafen.
Okay.
Clara?
Danke.
Gern geschehen.
FÜR PAPA
Guten Morgen.
Guten Morgen.
Ich habe mich sehr gefreut, dich zu sehen.
Ja.
Ich habe nicht bemerkt, dass du ihn weggenommen hast.
-Wen? -Ihn.
Er hilft mir auch beim Schlafen.
Als würde ich sie umarmen.
Meinen Jan, meine Carla.
Du hast gestern furchtbare Dinge gesagt.
Ich erinnere mich kaum.
Du würdest dich vor uns verstecken, um uns nicht zu verletzen.
Und dass jeder, den du liebst, sterben muss.
Das ist wahr.
Nein, Eduard. Sieh mich an.
Sieh mich an. Ich will, dass du aufhörst, an so etwas zu denken.
Diese Tragödie bedeutet nicht, dass so etwas noch mal passiert.
Das Leben geht weiter. Du musst nach vorne schauen.
Tust du mir einen Gefallen, Mama?
Ja.
Machst du mir eine deiner Tortillas?
Du isst schon wieder, als hättest du jahrelang gehungert.
Ich esse so gut wie nie, wenn ich weg bin. Deshalb...
Wann warst du weg?
-Gestern Abend. -Ja.
Ein Abend ist mir wesentlich lieber als sieben Monate.
Warst du dort?
Warum war ich nicht dort?
-Weißt du das nicht mehr? -Nein.
Dein Chef hatte ein Meeting anberaumt, das du nicht absagen konntest.
Im Büro?
Ja. Zumindest hast du uns das erzählst.
Scheiße, Toni. Was soll das?
Ich bitte Sie, Eduard.
Narcís? Kannst du für mich zu diesem beschissenen Meeting gehen?
-Nein. -Bitte.
Hat Jan es mir übel genommen?
Dass du nicht dort warst?
Zuerst ja.
Er hat ständig den leeren Stuhl angestarrt.
War er gut?
Er war der Beste.
Er war so glücklich.
Ein schöner Tag.
Und das hat er dir gemalt.
Um mir ein schlechtes Gewissen zu machen.
Nein, ganz im Gegenteil. Sieh es dir an.
Alle sehen glücklich aus.
Bis auf ihn hier.
Er wollte dir kein schlechtes Gewissen machen.
Er wollte sein Glück mit dir teilen.
Ein schöner Tag.
Woran denkst du?
Verschweigen Sie mir etwas?
Was erhoffen Sie sich von der Reise?
Das sagte ich doch. Ich will nur meine Kinder sehen.
-Ich verstehe es immer noch nicht. -Was?
Dass ich sie ein letztes Mal sehen will?
Bisher haben Sie jedes Mal versucht...
Die Tragödie zu verhindern. Ganz genau.
All das waren besondere, wichtige Zeitpunkte.
Momente, die auf irgendeine Art mein Leben geprägt haben.
-Und vielleicht ist das der Grund... -Ja?
Das Leben besteht nicht nur aus diesen Momenten.
Haben Sie jemals einfach nur die kleinen Dinge genossen?
Das ganz normale Leben, den Alltag.
Momente, die unwesentlich scheinen, aber genauso zum Leben gehören
und ganz sicher mehr Bedeutung haben als die großen Dinge oder die Tragödien,
die "voller Klang und Wut" sind.
Wer hat das noch mal gesagt?
Shakespeare. In Macbeth.
"Das Leben ist ein Märchen, erzählt von einem Narren,
voller Klang und Wut, das nichts bedeutet."
Ja, genau.
Gedanken, die wir im Alltag verdrängen, um nicht verrückt zu werden.
Haben Sie je einen dieser Momente erlebt? So zart und wundervoll wie...
Wie ein Schmetterling?
Haben Sie oder nicht?
Als Sie jung waren. Als Sie studiert haben.
Als Sie einen normalen Job hatten.
Als Sie eine Beziehung mit irgendwem geführt haben.
Nein? Sie erinnern sich an keinen dieser Momente?
-Nein. -Tja, ich schon.
Und jetzt muss ich zu einem dieser Momente reisen.
Ein schöner Tag, der aufgrund meiner erbärmlichen Feigheit nicht schön wurde.
Ich komme gleich wieder zurück.
-Was ist? -Der Flügelschlag eines Schmetterlings.
Was?
Wir sprachen bereits darüber.
Ich habe Angst, dass am Ende alles aus den Fugen gerät.
Eine Reise ohne Konsequenzen gibt es nicht.
Ob es nun ein bedeutender oder unbedeutender Moment ist.
Die kleinste Abweichung bei der winzigsten Sache
könnte eine Kettenreaktion auslösen.
Das ist mir egal. Ich will meine Kinder sehen.
Verstehen Sie das? Nein, offensichtlich nicht.
Weil Sie nicht wissen, was es bedeutet.
Das ist Ihre letzte Reise. Haben Sie mich verstanden?
Ja.
Ich reise ins Theater.
Ich will den Auftritt meines Sohnes sehen.
Keine Sorge, ich mische mich so wenig wie möglich ein.
Nur ein simpler Flügelschlag, mehr nicht.
Haben Sie sich je gefragt, warum die Flügel eines Schmetterlings...
...so wunderschön sind?
Was tust du hier?
Ich sagte ja, ich komme.
Das wird Folgen haben.
Ein Wort und ich breche dir den Arm. Verstanden?
Ja? Nein, jetzt ist es schlecht. Ist das klar?
-Er ist mein Zwillingsbruder. -Dein Zwillingsbruder?
Wenn du dich nicht benimmst, erzähle ich der Personalabteilung,
auf welchen Schmuddelseiten du so unterwegs bist.
-Klar? -Ist schon gut, versprochen.
-Scheiße, Toni. Was soll das? -Kommen Sie. Ich bitte Sie.
-Nein. -Das ist mal wieder typisch.
Narcís? Gehst du für mich zu diesem beschissenen Meeting?
Ja, natürlich. Ich komme gleich.
Danke, Narcís.
Eduard? Was soll das? Sie schicken Narcís zu diesem Meeting?
Er hofft auf eine Beförderung.
-Sie spielen mit dem Feuer. -Und? Bestrafen Sie mich doch.
Ich glaube es nicht. Eduard!
Ich habe Sie doch eben noch im Parkhaus gesehen.
Ich habe meine Schlüssel vergessen. Sie sehen toll aus.
Kommen Sie doch mal zum Essen zu uns.
-Guten Morgen! -Ja, guten Morgen.
Anhalten!
Was zum Teufel...
Ist alles okay? Gibt's ein Problem?
Für Erklärungen ist keine Zeit. Was Besseres fällt mir leider nicht ein.
Du solltest auf Elisa hören und mal ein paar Pfunde abspecken.
-Ist das ein Traum? -Ja.
Bring mich nicht dazu...
Du bist... ich? Ich bin... ich?
Wenn du nicht noch mehr Prügel willst, hältst du besser die Klappe.
Es dauert maximal eine Stunde.
Dann ist dein Albtraum vorbei, und nichts ist je passiert.
Klar?
Hilfe!
Scheiße, tut das weh. Ich habe dich gewarnt.
...und mit Verdruss Die Hausfrau atemlos sich buttern muss
Der oft bei Nacht den Wand'rer irreleitet Dann schadenfroh mit Lachen ihn begleitet
Doch wer dich freundlich grüßt Dir Liebes tut
Dem hilfst du gern Und ihm gelingt es gut
-Bist du der Kobold nicht? -Du hast's geraten!
Ich schwärme umher auf solche Taten Oft lacht bei meinen Scherzen Oberon
-Ich locke wiehernd mit der Stute Ton... -Jan! Toll! Ich bin hier!
Sehr gut! Ich bin hier!
Den Hengst, den Haber...
Mama. Tut mir leid, ich bin zu spät.
Auch lausch ich in der Gevatt'rin Glase Wie ein gebrat'ner Apfel, klein und rund
Was ist los mit dir?
Nichts.
Schön, dass ich da sein kann.
Dank mir muss Jan den Nachmittag nicht mit Malen verbringen.
-Hast du was genommen? -Nein!
-Er macht das echt gut. -Eduard.
-Sehr gut! -Das reicht!
Ich gleit ihr weg, sie setzt zur Erde sich
Auf ihren Steiß und schreit: "Perdauz!" und hustet
Der ganze Kreis hält sich die Seiten Und lacht, bis sich die Stimm' erhebt:
"Nein, solch ein Spaß Sei nimmermehr erlebt!"
Bravo, Jan! Du bist so toll! Bravo!
-Bravo! Wirklich großartig! -Eduard!
-Echt... -Eduard!
Mach Platz nun, hier kommt Oberon
Bist du heute Morgen so aus dem Haus gegangen?
Wo hast du die Klamotten her?
Darum liebe ich dich so sehr, weil dich momentan nur interessiert,
woher ich diese Klamotten habe. Ich liebe dich.
Hilfe!
Helft mir!
Hilfe!
Wenn wir Schatten euch beleidigt, O so glaubt und wohl verteidigt
Sind wir dann, ihr alle schier Habet nur geschlummert hier
Und geschaut in Nachtgesichten Eures eignen Hirnes Dichten
Wollt ihr diesen Kindertand, Der wie leere Träume schwand
Liebe Herrn, nicht gar verschmähn Sollt ihr bald was Bessres sehn
Wenn wir bösem Schlangenzischen Unverdienterweis entwischen
So verheißt auf Ehre Droll Bald euch unsres Dankes Zoll
Ist ein Schelm zu heißen willig Wenn dies nicht geschieht, wie billig
Nun gute Nacht! Das Spiel zu enden Begrüßt uns mit gewog'nen Händen!
Bravo!
Bravo!
Fantastisch, Jan. Bravo!
Fantastisch! Absolut fantastisch!
Bravo! Bravo!
Er war großartig. Wirklich großartig.
Sehr gut.
Du warst großartig!
Bravo! Bravo!
Willst du den ganzen Tag hier sitzen?
Nein.
Warum bist du so...
Emotional?
Jan auf der Bühne zu sehen, hat mich...
Das sehe ich. Ja, er war gut, aber...
Du weißt, woher er das Talent hat, oder?
-Nein. Woher? -Komm schon. Von dir.
-Von mir? -Absolut!
Diese Souveränität und dieses Talent...
Das haben nur Naturtalente. So etwas wird einem in die Wiege gelegt.
Bitte setz dich kurz, Elisa.
Ich weiß nicht, was passieren wird, wenn...
Wenn was?
Nichts. Du bist noch jung.
Hör auf, anderen zuzusehen. Die anderen sollten dir zusehen.
-Was? -Jan kommt nach dir.
Ohne jeden Zweifel.
Lass das Unterrichten. Fang wieder an zu singen.
Die Kinder sind alt genug.
Auf dich wartet eine Karriere als Sängerin.
Talent geht nie verloren, Liebes.
Sieh dir diesen Saal an.
Sieh dir die Bühne an.
Stell dir vor, wie du da oben stehst und für uns alle singst.
Das Publikum wäre begeistert.
Sie würden dir zuwinken und dich lieben.
Erzähl mir nicht, dass du nie davon geträumt hast.
Ich liebe dich so sehr.
Papa!
-Papa! -Jan!
-Hat es dir gefallen? -Es war großartig. Du warst der Beste!
-Wirklich? -Es war fantastisch.
Ich habe geweint und gelacht. Du bist der Beste!
-Wirklich? -Ja!
Ich habe was vergessen.
-Das hat niemand bemerkt. -Nein?
Überhaupt nicht!
Gratuliere, mein Schatz. Das hast du wirklich toll gemacht.
-Danke. -Du Künstler.
-Jetzt beruhige dich mal. -Was denn?
-Geht es dir gut? -Warum fragst du?
Ich habe dich schon ewig nicht mehr so gesehen.
Wie denn? So lebendig?
Ich hatte vergessen, dass wir auch mal die kleinen Dinge genießen müssen.
Die Liebe, die uns geschenkt wird. Die Gefühle, die wir in uns tragen.
Ja, aber warum jetzt?
Einfach so!
Weil ich dich liebe. Weil ich euch liebe!
Dich, Elisa, Jan, Carla, meinen Schwiegervater Joan...
-Trotz allen Ärgers. -Welcher Ärger? Habt ihr gestritten?
-Nein, nein. -Aber?
Nichts, Mama. Ihr sollt nur wissen, dass ich euch sehr liebe.
Ihr sollt es wissen, bevor möglicherweise etwas passiert.
Was denn?
Eduard, was ist los?
-Maria? War Jan nicht toll? -Das war er.
Ja, wirklich. Wir gehen jetzt Kaffee trinken.
Oh, gut. Ich...
Ich gehe jetzt Kaffee trinken.
-Ich muss los. -Ja.
Du Künstler.
-Was ist los? -Ist das unser Auto, Papa?
Nein, nein, nein!
-Da ist... -Nein, was?
Was ist hier los?
Das ist er!
Haben Sie sich je gefragt, warum die Flügel eines Schmetterlings
so wunderschön sind?
Untertitel von: Matthias Ott
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