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Es gibt etwas, das ich Rettungsmusik nenne.
Popmusik, die sehr erfolgreich und außerdem noch gut ist.
In der Highschool waren die Fugees meine Rettungsmusik.
Als "The Score" herauskam, war es sehr erfolgreich
und eine der besten Platten aller Zeiten.
Auf Partys lief viel beschissene Musik.
Aber zwischen den furchtbaren CDs lag eine der Fugees,
die mir das Leben rettete.
Ich werde nie vergessen, wie ich "The Score" hörte.
Ich dachte nur: "Wow!"
Ich wusste lange nicht, dass es ein Sample ist.
Aber zehn Jahre später oder so
waren wir eines Abends auf einer Dachparty in Manhattan
nach unserem Auftritt. Jemand spielte die Fugees.
"The Score" lief und wir hörten zu.
Jemand fragte: "Kennst du den Song,
von dem das Sample kommt?"
Ich fragte: "Was meinst du?"
Er antwortete: "Er ist von Cymande. Er heißt 'Dove'."
Wir saßen auf dem Dach in Manhattan und er spielte "Dove".
Das hat mich für immer verändert.
Dieser Song war so zutiefst bedeutsam für mich,
dass er fast alles andere überstrahlt.
Es ist wie ein Zauberspruch. Er hat mich wirklich verzaubert.
Er ist wirklich wie aus einer anderen Welt.
Es fühlt sich an, als wäre er auf einem Raumschiff gekommen.
Er kommt von einem anderen Ort. Und das fühlt man.
Er berührt dich. Da passiert etwas.
Manchmal ist Musik mehr als einfach nur Musik.
Und du fragst dich: "Warum ist diese Band nicht berühmt?"
Wie fanden diese Menschen zueinander und erschufen etwas so Unglaubliches,
und fast niemand kennt sie?
So wie es klingt, hätte die Popkultur es aufgreifen müssen.
Und dann erfährst du, es war nicht so.
Für ihren Beitrag zur Musik sollte man diese Typen kennen.
Damals kamen die Leute und feierten.
Hast du das aufgelegt, war es vorbei.
Du willst und brauchst jetzt nichts anderes.
Spiel einfach dieses Stück.
Ich hatte eine neue Art Musik entdeckt und wollte meine Freunde dafür begeistern.
Dieser Sound brachte alle zusammen.
Er transzendiert alle Generationen.
Wenn er deine Seele berührt, nimmst du etwas davon mit.
Und ich dachte: "Ich muss etwas damit machen."
Für so viele von uns gaben sie den Ton vor.
Jede neue musikalische Bewegung hat ihre Musik hochgehalten, bis heute.
Ich kannte alle Songs, wusste aber nicht, dass sie es sind.
Dann merkte ich, dass sie überall sind.
Gut sichtbar versteckt.
Das machte dieses Mysterium noch merkwürdiger.
Warum kenne ich diese Band nicht?
Du willst verstehen, warum sie unterdrückt wurde.
Warum sie nicht die Freiheit hatte, die sie hätte haben sollen.
Es gibt immer noch so viele unbeantwortete Fragen.
Wer waren die Typen?
Wo kamen diese Typen her? Wo gingen sie hin?
Was ist ihnen passiert? Was war ihr Untergang?
NOCH EINMAL VON VORN DIE GESCHICHTE VON CYMANDE
Musik ist reine Magie.
Eine der schönsten Arten, Liebe zu teilen.
Erfolg kommt nur, wenn du tust, was du im Herzen hast.
Wenn du es aus deinem Herzen in die Welt trägst und es selber liebst.
SÜDLONDON
Das ist mein Spaziergangang.
Die Lungen produzieren zu viel Kohlendioxid.
Also komme ich hierher und versuche, Sauerstoff von den Bäumen zu bekommen.
Ich komme her, so oft ich kann.
An manchen Tagen schafft man es nicht.
An anderen Tagen schon.
Manchmal sitze ich hier und genieße die Sonne.
Ich nehme das Vitamin D auf, das tut mir gut.
Wir hätten Millionen verkaufen können.
Wenn ich von Cymande spreche, geht es nicht nur um unsere Musik.
Wir standen für etwas.
Seit dem Krieg hat sich dieses Land fast bis zur Unkenntlichkeit verwandelt.
Dazu gehörte der massive Zustrom hunderttausender farbiger Immigranten.
Wir kamen alle aus der Karibik. Verschiedene Länder, aber dieselbe Region.
Mit sich brachten sie neue, oft unvereinbare Kulturen,
Bräuche und Gepflogenheiten.
England war nicht einfach das Mutterland,
sondern der Ort, wo wir unser Potenzial ausreizen wollten.
Als ich in England ankam, war ich sechs, fast sieben.
Hierherzukommen war traumatisch.
Ich weiß noch, dass ich fröstelte, dabei war es Sommer.
aber im Vergleich war es für uns kalt.
Ich hatte diese Vorstellung im Kopf,
an einen fantastischen Ort zu reisen, der mit Gold gepflastert ist.
In Wirklichkeit war es kalt, trist, elend.
Alles sah gleich aus.
Man verlief sich, im Nebel sah man nicht, wo man hinging.
Man sah die Hand vor Augen nicht, aber man gewöhnte sich daran,
denn man musste ja irgendwie überleben, egal wie.
Unsere Eltern waren berufstätig, gut ausgebildet.
Sie gingen davon aus, dass man hier ein berufliches Fortkommen finden könnte.
Aber als wir hier ankamen...
SCHWARZE RAUS
...fanden wir eine Gesellschaft vor, die Schwarze nicht akzeptierte.
Es ist eine Tragödie für Großbritannien und die Briten.
Wir haben nicht genug Wohnungen, Jobs und Schulen für uns,
schon gar nicht für Immigranten, schwarz, braun, gelb oder grün.
Man sollte uns die Würde lassen,
unter unseresgleichen leben zu können.
Hier sind lauter lärmende Ausländer, das mögen wir nicht.
Die Hoffnungen und Träume meiner Eltern für sich und für uns
gingen sehr schnell zu Bruch.
In Jamaika war mein Vater Bäcker gewesen.
Als wir herkamen, ging er zu einer der Brotfirmen.
Sie sagten: "Hier können Sie nicht backen."
Warum?
Weil es nicht erlaubt ist.
Als Schwarzer darfst du deine Hand nicht in den Teig stecken.
Nach diesen Erlebnissen sah ich meinen Vater sehr schnell altern.
Es war schwer, die Leute waren nicht an dich gewöhnt.
Sie starrten dich an oder sagten etwas.
Dann trafst du dich mit Freunden, und wir gaben einander Kraft.
TRAUTES HEIM
Das war unser Treffpunkt, der gemeinsame Treffpunkt für die Gruppe.
Hier war es. Hier ist alles passiert.
Ich wohnte in der Nummer 15 und Steve wohnte in der Nummer 23.
Und von diesem Tag an bis heute wohnen wir nah beieinander.
- Weißt du noch? Ich bekam ein Piano. - Ja.
Wir bekamen es nicht durch die Tür.
Also sagte der Schlaukopf hier: "Wir müssen es zerlegen."
- Und wieder zusammensetzen... - ...im Hof.
Du hast auf die Tasten gedrückt.
Da kam kein einziger Ton raus. Das war das Ende des Pianos.
Steve fand den Namen.
Er stammt aus dem Refrain eines bekannten Calypso-Songs.
Wir wollten etwas Außergewöhnliches. Der Name an sich
sollte ausstrahlen, wo wir herkommen.
Cymande begann zu sechst.
Das erste Kernmitglied, das wir kontaktierten, war Mike.
Einer meiner ersten Gigs als Flötist war bei Ginger Johnson.
Dort lernte ich Patrick Patterson und Steve Scipio kennen.
Sie luden mich ein, mit ihrer Band in Brixton zu spielen.
Man nannte mich Bammi.
Schon seit meiner Schulzeit in Jamaika, und dabei blieb es.
Keine Ahnung wieso.
Ich prügelte die Drums eher, als dass ich sie spielte, als Therapie.
Wie viele von uns war ich damals voller Zorn.
Damals war ich nicht gut darin, mich mitzuteilen,
also ließ ich das Schlagzeug für mich sprechen.
Patrick, Steve und Bammi hatten eine Jazzband.
Sie hatten einen Gig, aber ihr Drummer konnte nicht.
Jemand hatte von einem Typen gehört,
der ein bisschen trommelte, und so kam ich zu dieser Band.
Wir sind alle Autodidakten.
Unsere Art zu spielen war originell.
Viele Bassisten lieferten nur ein Fundament.
Ich wollte immer, dass der Bass als Instrument spricht.
Patrick hat einen anderen Stil an der Gitarre.
Er ist nicht virtuos, aber hat die richtigen Zutaten.
Wenn es Raum gibt, spielt er nicht einfach den Rhythmus, sondern setzt Akzente.
Er kann zwei Noten spielen, die alles sagen.
Ein anderer spielt eine Million Noten und sagen nichts.
Ich wohnte um die Ecke von da, wo sie probten.
Sie waren einfach ein paar junge Typen.
Sie waren so etwas wie Brüder.
Derek und Sam waren Cousins,
also war es fast eine Familienangelegenheit.
Ich spielte mit einem Pianisten.
Eines Abends war Patrick im Publikum. Er kam zu mir und fragte,
ob ich in seine Band einsteigen will?
Ich sagte: "Du kannst ja hören, ob ich gut genug bin."
So fingen wir an.
Wir wussten alle, was wir erreichen wollten.
Wir wollten Musikstile vermischen.
Damals brachte ich Pablo Gonsales aus Catford
in den Proberaum in Brixton.
Ich begleitete Bammi zur Probe und fing an zu spielen.
Patrick sagte: "Ja, das ist der Sound."
Das war das fehlende Element.
- Ist das "Zion I"? - Ja.
Ich habe das Trommeln nie gelernt, alles kommt von innen.
Diese Gabe haben mir meine Vorfahren geschenkt, weißt du?
Ich wurde damit geboren.
Und es ist spirituell. Die Musik und das alles, eine spirituelle Sache.
Damals hatte es mit Reggae noch gar nicht richtig angefangen.
Aber zu der Community hier gehörten auch Rastafaris.
Wir wollten die Trommeln und Gesänge und Hymnen der Rastas einbeziehen.
Und dazu kommen die Gesänge.
Die Rasta-Trommeln, der Funk, die Jazz-Einflüsse,
aus alldem wurde Cymande.
Unser Ziel ist, die vielrassige Gesellschaft zu zerstören
und Großbritannien wieder einrassig zu machen.
Unsere Partei will die rassische Reinheit unserer Nation bewahren.
Anfang der 50er Jahre folgten wir dem Aufruf hierherzukommen,
um beim Aufbau des Landes zu helfen.
Ein sofortiger Stopp der Einwanderung von Farbigen
und danach die gestaffelte Rückführung aller Immigranten,
ihrer Kinder und Angehörigen in ihre Ursprungsländer.
- Und wenn sie nicht gehen? - Sie werden gehen.
Die Zeit war politisch höchst angespannt.
Wir wollten eine Band sein, die für etwas stand.
Es war wichtig für uns als Band, dass wir eine Botschaft hatten
und sie mit unserer Musik kommunizierten.
Frieden und Liebe sind wichtig, aber leider aus dem Blickfeld geraten.
- Sind wir unzivilisiert? - In Bezug auf das Miteinander schon.
Mit Zivilisation meine ich nicht die Technik eurer Autos.
Ich rede vom Respekt vor der Menscheit.
Cymande brachten etwas Neues mit sich.
Sie brachten etwas Einzigartiges mit,
etwas aus der Windrush-Generation.
Selbstbewusst.
BRITEN ZUERST
Ja, ich bin Rassist. Warum?
NIGGER RAUS
Wer machte mich dazu?
Jeder stinkende Stadtrat, der für den Nigger eintritt.
Ich stehe zu meinen Worten,
weil ich diese Leute nicht mag, werde ich auch nie.
Das ist meine Kindheit als Schwarzer Brite.
"Drück auf den Nigger ab." "Peng, Randale auf der Straße."
Cymande sprach all das an.
Politisch und kulturell bin ich stolz,
weil sie aufstanden und für uns eintraten
und sagten: "Das sind wir."
So wie der Engländer glaubte,
das Recht zu haben, Afrika zu zivilisieren,
glaube ich, dass wir euch wieder lehren, Menschen zu sein.
Auftritte waren an Orten wie Ronnie Scott's Upstairs,
dem 100 Club und anderen kleinen Läden.
Wir traten sogar in Arbeitervereinen im Norden auf,
das war ein Erlebnis.
Aber nach ein paar Jahren wollten wir einen Plattenvertrag.
Als Band im Musikgeschäft voranzukommen war außerordentlich schwierig.
Man rannte immer gegen eine Mauer.
Schwarze Musik wurde blockiert.
Sie verwiesen auf kommerzielle Künstler und sagten:
"Wie wäre es mit so etwas?"
Sie bezeichneten Schwarze Musik als Dschungelmusik.
"Das ist nicht das, was unsere Plattenfirma verkauft."
Wir holten Schwarze Gruppen aus den USA,
aber Schwarze britische Künstler ignorierten wir.
Eine goldene Ära Schwarzer britischer Musik
gab es nie, weil man sie nie zuließ.
- Das ist es. - Das ist es.
De Lane Lea, hier.
Sollen wir rein und sagen: "Wir haben hier aufgenommen"?
Die rufen die Polizei. "Raus hier!"
Ohne John Schroeder
wäre die Musik nicht so bekannt geworden.
Ich war eigentlich wegen einer anderen Band hingegangen.
Aber diese Band war nicht da.
Aber da war Lärm. Ich öffnete die Tür und es war voll.
Eine Menge Leute wippten zur Musik.
Ich konnte die Band nicht sehen.
Aber ich merkte, dass die Rhythmen,
die ich hörte, sehr ansteckend waren.
Ich dachte: "Das gefällt mir. Ich will mit ihnen was im Studio machen."
John wollte die Musik aufnehmen, so wie sie war.
Wie er die Band zum ersten Mal gehört hatte,
genau so wollte er es auf Vinyl gepresst haben.
Wenn man genau hinhört, ist es nicht ganz sauber.
Es ist live. Wir hatten Spaß.
Es war wie im Traum. Ich spielte einfach. Ich erinnere mich nicht mehr daran.
Mir war nicht klar, dass ich es wieder in Fokus bringen muss,
indem ich es euch erzähle.
Ehrlich gesagt erinnere ich mich überhaupt nicht mehr daran.
Eine Menge Leute trugen zur Entstehung unserer Musik bei.
Wenn wir auf Tournee waren, war Ray King unser Sänger.
Er konnte nicht weiter aufnehmen. Also holten wir Joey Dee dazu.
Joey war ein außergewöhnlicher Sänger, er ist auf den meisten Aufnahmen.
Nachdem er uns verließ, sang Jimmy Lindsey.
Ich hatte einen Draht zu einem gewissen Marvin Schlachter,
der das Label Janus in den USA hatte.
Marvin fragte: "Was machst du?"
Ich sagte: "Ich habe da eine Band, Cymande.
Ich habe eine Kassette." "Lass sie mir hier."
Ich sagte: "Okay." Und so fing es an.
Er war verrückt danach.
Die Musik erschien in Amerika.
Und wusch!
"The Message" kam an den Colleges unglaublich gut an.
Und dann knackte es die Charts.
Ich sagte: "Ich habe einen US-Manager für euch." "Was?"
"Ihr kommt in die Staaten." "Was?"
Sie hatten große Angst, so weit zu reisen
oder Ärger mit ihren Frauen zu bekommen.
Von Brixton aus kamen wir zum Flughafen John F. Kennedy.
Eine Limousine, wow!
Alles klar, oder?
Zuerst traten wir als Vorgruppe bei Konzerten von Al Green auf.
Damals war Al am Gipfel seines Schaffens.
Wir spielten in Stadien mit 40.000 Menschen.
Das war ein Augenöffner.
Es war laut und schrill, alle waren ganz ungezwungen.
Die Leute lebten sich aus, anders als in Großbritannien.
Du weißt, wie rhythmisch Cymande ist. Viel Percussion.
Die Hälfte der Zuschauer stand auf den Tischen,
mit Löffeln und Gabeln und Tassen,
und sie trommelten damit!
So viel Rhythmus im ganzen Laden!
Es war wirklich fantastisch, einfach unglaublich.
Die Leute reagierten auf uns und gaben uns eine Chance.
So etwas hatten wir noch nie erlebt.
Ich werde nie unsere Woche am Apollo mit Jerry Butler vergessen.
Mit diesem Idol unserer Jugend standen wir jetzt im Apollo auf der Bühne.
Hinterher schüttelte er uns die Hand. Ihm gefiel, was wir machten.
Mann, das tat gut.
Das war ein fantastisches Erlebnis,
wegen der Bedeutung des Apollo
für die Schwarze Musik in den USA.
Das folgende Album nahmen sie in Chicago auf.
Sie schrieben das Material auf der Tournee?
Sie waren sehr produktiv.
So etwas hörte man sonst nur
von anderen Leute. Aber jetzt erlebten wir es.
Wir erlebten es. Es war umwerfend.
EINE MUSIKALISCHE ALTERNATIVE
Wir traten vor großem Publikum auf
unsere Musik wurde geschätzt, aber dann ging's zurück nach Großbritannien.
Und die Realität holte uns ein.
Wir waren Al Greens Vorgruppe!
Al Green war berühmt!
Und dann kommst du zurück und willst auftreten,
aber niemand hat Interesse.
Publicity waren nicht nur Auftritte.
Publicity war auch, im Radio und Fernsehen zu laufen.
Man musste ins Fernsehen, aber das schafften wie nie.
Diejenigen, die das damals entschieden,
wollten keine Schwarzen aus Brixton.
Den Produzenten fehlt vielleicht ein Anreiz
oder eine Sanktion oder eine Strafe,
wenn sie nicht das tun, was sie mit meinen Gebühren tun sollen.
Warum sehe ich nicht mehr von mir im Fernsehen?
Es sind Vorurteile.
Wir hätten einen Teil der Bevölkerung repräsentiert.
Es tut weh, von diesem Glasdach aufgehalten zu werden.
Es ist, als würde niemand zuhören.
Sie waren die Schwarze Supergroup, die es nie gab.
Wir waren vier Jahre auf Tournee und hatten drei Alben eingespielt.
Das System hat uns fertiggemacht. Irgendwann war einfach Schluss.
Wir hatten viel Arbeit hineingesteckt, für die wir nicht belohnt wurden,
in finanzieller Hinsicht.
So konnten wir nicht weitermachen.
Es war... Ich will nicht "schwierig" sagen.
Es war nicht hinnehmbar.
Damals entschieden wir, dass eine Pause eine gute Idee sei.
Wir würden später darauf zurückkommen und weitermachen.
Also trennten wir uns.
Und das war's.
Aber man muss stark sein.
Wenn ich darüber nachgrübele...
Ich brauchte meine Energie für anderes.
Es war also sinnlos, oder? Das war's. Erledigt. Vorbei.
Weiter geht's.
Ich musste etwas tun.
Also gründete ich eine Firma für Elektroarbeiten.
Und das Saxofon legte ich weg.
Die Bronx war hart.
Die Armut war auf dem Höchststand.
Die Menschen waren verzweifelt.
Wir waren arm.
Nicht einmal arm, wir waren "ar", für das "m" reichte es nicht.
Aber für mich war es ein Spaß, es war der Schauplatz meine Jugend.
Mit die schönste Zeit meines Lebens.
Am Anfang von Hip-Hop hieß es nicht einmal Hip-Hop.
Wir spielten einfach.
Bevor es lange Strophen gab, und die komplexen Texte von heute
waren es einfach der DJ und die Musik.
Bevor ich zum Hip-Hop kam, schaute ich auf die Älteren.
Sie hatten Tanzveranstaltungen und Discos in Manhattan.
Sie spielten eine große Bandbreite, unterschiedliche Musik, mehrere Stile.
Einer der größten Hits war "Bra."
Eine neue Art von Musik erschien, tanzbarer Funk.
Tanzbarer R'n'B, so nannten wir es.
Er bewegte meine Füße, klar. Aber er bewegte auch meine Seele.
Gegen Ende des Jahres 1972
spielte ich überall in Harlem, und diese Platte kam heraus.
Sie war einfach wunderbar fett.
Bei "Bra" passiert sofort etwas mit dir.
Du stehst so da und es geht...
Sobald du das hörst, bist du gefangen.
Auch wenn du nicht tanzt, auch wenn du nicht Party machst.
Wenn du diesen Drop hörst, reißt er dich automatisch mit.
Wenn du sauer warst, bist du es nicht mehr.
Warst du glücklich, bist du es umso mehr.
Wenn du eine Kuhglocke hast, trommelst du los.
Alle hörten den Breakdown und den Basslauf.
Sie fragten: "Wow, was ist das?"
Es ist so funky, dass du aufspringen und tanzen willst.
Alle spielen Tambourin auf der Tanzfläche oder trommeln auf etwas.
Dann kommt die Kickdrum. Bumm, bumm...
Da sagt dein Körper: "Oh! Was? Oh!"
Ich machte es so laut, dass die Leute ganz aus dem Häuschen waren.
Erst tanzen sie normal.
Aber wenn der Break kommt, verlieren sie den Verstand.
Deswegen musstest du ihn wiederholen können.
Wir spielen den Song nicht von vorn,
sondern mixen ihn in der Mitte.
Mit zwei Exemplaren kann ich ihn verlängern.
Von einem Plattenspieler zum anderen.
So läuft der Sound weiter.
Es war so gut, dass man sagen musste:
"Ich spiele das noch einmal, ihr hört es noch einmal.
Ihr fühlt es wohl noch nicht."
"Doch, jetzt fühlen wir es."
Der Song war fünf Minuten lang, aber er lief
fast zehn oder 15 Minuten ununterbrochen.
So macht man das. Lass es wieder von vorne laufen.
Du spielst die Stelle auf dieser Seite und mischst hier.
Du mischst hin und her.
Jetzt haben wir etwas.
Das war der Anfang von dem, was wir heute Hip-Hop nennen.
Der Break wurde für uns das ganze Stück.
Wir 11 DJs, die Disco aus der Taufe hoben, spielten es alle.
Wie man es auch betrachtet, dieses Stück gehört definitiv
als heilige Scheibe in die Archive des Hip-Hop.
Ohne Songs wie diesen hätte es Hip-Hop nie gegeben.
Es war eine der heiligen Scheiben von Disco.
Diese Platte ist immer noch König. Wenn sie auf den Teller kommt,
bewegen sich auch Leute, die sie noch nie gehört haben.
Leute, die sie schon gehört haben, sagen: "Oh! Das ist mein Hit!"
Jazzy Jay und Cymande zusammen.
Sie demonstrierten gegen die Todesschüsse durch die Polizei am Samstag.
Die Polizei stellte sich ihnen in den Weg, um sie aufzuhalten.
Ich spielte ihre Platten.
Ihre Text spiegelten den Kampf,
den es hier in den USA in den 70ern gab.
Gewalt brach aus. Einige brachten sich in Sicherheit.
Wir hörten Marvin und andere Musik,
die über die Zustände sprach, und sie gehörten dazu,
Die Anführer sagen, sie planen weitere Märsche,
weil sie die Ungerechtigkeiten gegenüber Schwarzen leid sind.
Man erkennt die Situation wieder, in der man selber steckt.
LONDON ANFANG DER 80ER
Cymande ging es um Bürger- und Menschenrechte
und den Kampf gegen das, was wir ertragen mussten.
Das System arbeitete gegen Schwarze.
Es gab Vorurteile in der Schule und im Job,
und vor allem gab es Vorurteile im Umgang der Polizei mit uns.
Als junger Mensch in den 60ern und 70ern
ging die Polizei mich an und trat mir auf die Zehen.
Sie provozierten dich geradezu,
um einen Vorwand zu haben, dich zu verhaften.
Ich fuhr bereits mit 17, 18 Auto.
Ich fuhr und wurde dauernd angehalten.
Viele junge Schwarze wurden kriminalisiert, es war leicht.
Sie brauchten eine angemessene Verteidigung.
Ich hatte immer vorgehabt, Anwalt zu werden.
Es war klar, dass ich Jura studiere.
Als die Band nicht mehr tourte, gründeten wir beide Familien.
Wir waren nicht länger nur für uns verantwortlich.
Wir konzentrierten uns darauf, weiterzukommen,
um so die Privilegien bieten zu können,
die uns vorenthalten worden waren.
Wir wollten nicht von der Stütze leben.
Wir fanden einfach einen anderen Weg, etwas für die Community zu tun.
Beim Notting Hill Carnival gab es Kämpfe zwischen Polizisten und jungen Schwarzen,
vermutlich aufgrund hoher Polizeipräsenz und von Rassenkonflikten.
Ein Polizeiwagen brennt
nach der versuchten Verhaftung eines Schwarzen an der sogenannten Front.
Autos wurden umgekippt, es gibt Molotow-Cocktails.
Wenn jetzt nichts getan wird,
wird das eine hochexplosive Situation.
Krawalle gab es jede Nacht seit über einer Woche.
Die aktuellen Krawalle begannen zunächst mit Protesten von Schwarzen.
Ich erinnere mich an die Krawalle in Brixton 1981.
Ich war ein junger Aktivist.
Bei den Notting Hill-Krawallen in den 70ern war ich dabei.
Ich sah aus erster Hand, wie es ist, wenn Menschen unterdrückt werden.
Damals war ich stark politisch motiviert.
Ich war wütend.
Und ich konnte sagen, was ich sagen wollte,
und meinen Standpunkt zeigen, indem ich diese Musik spielte.
Während die Hip-Hop-Kultur aufkam,
Anfang bis Mitte der 80er in den USA,
erlebten wir hier unsere eigene Renaissance der Musikkultur,
die ich ganz allgemein als "Rare Groove" bezeichnete.
Die Szene entstand aus meiner Radiosendung.
Ich hatte nie die Geschicklichkeit meiner amerikanischen Brüder,
aber ich hatte das Wissen.
Ich spielte Cymande seit den 70ern.
Meine Familie war groß.
Alle meine Brüder waren DJs oder bei einem Soundsystem.
Einige von uns wussten Bescheid.
Ich gehöre zur zweiten hier aufgewachsenen Generation.
Ich suchte nach meiner Identität in alten Plattenkisten
und in der Liebe zur Musik. Da kam Cymande.
Sie müssen für mich vom Himmel gefallen sein.
Ihre Musik war erdig und roh, für mich ist das echte Musik.
Sie ist echt, und in ihrer Kreativität liegt Tiefe.
Sie waren die erste Band, die alle meine kulturellen Knöpfe drückte.
Ihre Musik ist kein Wegwerfartikel.
Sie ist durchdacht und zeitigt Reaktionen, sie ist fordernd und konfrontativ.
Und du tanzt dazu.
Leute wie Norman und ich
waren die Anheizer, die diese Musik bekannt machten.
Darum ging es, denn wir hatten eine Plattform.
Manchmal konnten wir also fast bestimmen, was ein Hit wird.
Die BBC spielte keine Platten von Cymande.
Cymande würden hier nie bei Top of the Pops auftreten.
Aber ein paar von uns liebten sie
und brachten sie auf die Tanzflächen und versuchten etwas damit.
Und die Reaktion war positiv.
Es war wie ein Rausch.
Du füttertest die Leute mit solchen Songs.
Es war eine Geburt oder Wiedergeburt für die nächste Generation.
Das ist das Original einer Cymande-Aufnahme von "Zion I".
Ich glaube, das ist die einzige, die es von der Studio-Session noch gibt.
Ich habe sie von einem Freund von John Schroeder und mir.
Er fragte mich, ob ich eine Band namens Cyanide kenne.
"Sicher, dass es Cyanide heißt?" "Ja, ziemlich."
"Buchstabiere mal." Er buchstabierte es.
"Nein, das spricht man so aus."
"Woher weißt du das?"
"Ich spielte mit ihnen. Ich bin auf dem Album."
Ehrlich, ich hatte keinen Plan.
Ich wusste, ich wollte Musik machen, und ich hatte das Glück,
dass man mir die Chance gab, mich zu entwickeln.
Ich dachte nie daran, etwas anderes als Musik zu machen.
Als die Band sich auflöste,
spielten Steve Scipio und ich in der südafrikanischen Band Jabula.
Damals saß Nelson Mandela im Gefängnis,
und wir spielten auf vielen Anti-Apartheid-Konzerten.
Wir waren stolz darauf, etwas zur Sache der Südafrikaner beigetragen zu haben.
Als Jabula sich auflöste und Steve studierte, kam ich zu Aswad.
Um 1986, 1987 herum
bekam ich einen Anruf für Paul Simons Graceland-Tournee.
Dann gründeten Courtney Pine und ich die Jazz Warriors.
Mit Jools Holland spiele ich seit 1999.
Ich konnte mit vielen berühmten Leuten spielen.
Oft habe ich diese bekannten Leute ausgefragt.
Die meisten sagten einfach: "Übe! Wenn du lernen willst zu spielen,
übe und hör dir Platten an, und übe noch mehr."
Also übe ich weiter.
Ich habe mit Tom Jones, Robert Plant und Gary Moore gespielt.
Einmal war ich in einer Band mit Ben E. King.
Mit Musik lebe ich auf.
Mir ist egal, ob es in der Eckkneipe
vor fünf Leuten ist, denen gefällt, was ich tue,
oder ob ich vor 50.000 Leuten spiele.
Lass mich spielen!
Dieses Jahr werde ich 70, und ich arbeite noch.
Ich habe immer noch Lust zu arbeiten.
Wenn ich es eines Tages körperlich nicht mehr kann,
werde ich wohl plötzlich ein sehr alter Mann werden.
Das macht mir Angst. Mehr als alles andere.
Eines ist sicher.
Ich hatte einen Anker, denn meine Frau hat immer gearbeitet.
Sie war immer die Ernährerin.
Eine Frau sagte meiner Frau: "Du bist verrückt.
Dieser Kerl redet von Üben, und du gehst arbeiten."
Ich weiß nicht, ich habe wohl Glück oder bin gesegnet.
Ich lerne immer noch zu spielen. Jeden Tag lerne ich dazu.
Ich suche immer noch die perfekte Note.
Eines Tages könnte ich sie treffen.
Cymande ist der Soundtracks zu meinem Leben.
Es fing mit meiner Mom an.
Samstagsmorgens beim Aufräumen oder Frühstück
lief das im Hintergrund.
Wir tanzten im Wohnzimmer.
Wir tanzten den Roboter und alles Mögliche.
Sie waren Teil meiner Kindheit.
Ich komme aus der Bronx, und in den Sozialsiedlungen
sah ich Jazzy Jay, Afrika Bambaata und Red Alert, die "Bra" spielten.
Die DJs hatten mobile Discos,
und "Bra" war einer ihrer Hits.
Sobald dieser Break kam, spielten alle verrückt.
Oh Mann, was das mit den Boxen machte...
Ich kann im Geiste die Subwoofer dabei sehen.
Wir wussten nicht, dass sie aus Großbritannien waren.
Wir vermuteten sie in New York.
Als wären sie in New York geboren, denn wir lieben diese Musik.
Wir spielten diese Platten. Wir rockten diese Songs.
Wir verbinden etwas, mit dem wir aufgewachsen sind,
mit dem, was uns heute gefällt, und gestalten den Song um.
Als wir für De La Soul sampelten,
suchten wir eine Möglichkeit, alles zusammenzubringen, was wir mögen.
Man glaubt es nicht,
aber auf diesen alten Platten findet man Sachen wie...
...Schlagzeugrhythmen.
Die Idee ist, Teile von anderen Platten zu nehmen.
Wir brachten das auf die nächste Stufe. Wir machten es auf unsere Art.
Es ist kein Diebstahl.
Wir holen alte Songs zurück und machen daraus neue Songs.
So mögen die Leute sie noch mehr.
Auf diesen Platten passiert so viel.
Du stehst in freundlichem Wettbewerb mit den anderen Leuten in diesem Genre.
Du hörst dir dieselbe Platte an und denkst:
"Das haben sie übersehen."
Das ist uns auch passiert.
Meine Mutter schlug Platten zum Samplen vor.
Bei "The Message" kam ich zu spät.
"Me and the Biz" war ein Hit.
Und sie sagte: "Ich hab's dir ja gesagt!"
Sie klatscht so. "Ich hab's gesagt!"
Auf jeden Fall. Ich sagte: "Ja, du hattest recht."
Das Sample für "Me and the Biz"
hatte ich bei Marley Marl gehört, als ich an meinem Album arbeitete.
Er spielte einen Loop, und ich fragte sofort: "Was ist das?"
Etwas in ihrer Musik sprach mich an.
Es passte zu meinen Ideen und meinen musikalischen Zielen.
Es klang nach Weihrauch, Lavalampen, Daschiki-Hemden und Afros.
Es hatte einen Vibe.
Ich weiß nicht, wie sie daran gekommen sind,
aber sie hatten ihn, und man verstand ihn hier definitiv.
Du hast mich auf Cymande gebracht. Ich kannte sie nicht.
Ich habe ein Album von ihnen gekauft.
Ich fühlte einen Vibe, eine kulturelle, seelische...
...eine Verbindung,
Ja, das bin ich.
Ich dachte: "Ich muss schreiben",
als ich das hörte.
Der Titel sprach mich an. "The Message". "Welche Botschaft, Andy?"
So ist das. Etwas an dieser Musik sagt: "Mach etwas Ernsthaftes."
Der Track inspirierte mich zum Text über diese Generation.
Es kam einfach.
Wir nahmen The Killer auf, das erste Album der Rap Assassins.
An diesem Tag kam Carson zu mir und sagte:
"Anderson hat einen Track über unsere Eltern. Komm, hör ihn dir an."
Und sofort war klar: "Wir müssen das aufnehmen."
Als ich das hörte, sagte ich: "Scheiße, Andy! Verdammt!"
Es ist so ehrlich und persönlich.
Es war nicht wütend. Es nannte bloß Fakten.
Es ist schön.
Man kann immer noch dazu grooven. Es hat immer noch Groove.
Funk kommt nie aus der Mode, Mann.
Auf Cymande stieß ich ein paar Mal im Lauf der Jahre.
Anfang der 80er, als ich Kermit traf.
Wir nahmen deinen ersten Rap auf,
für das Album UK Electro.
Darauf war ein Track namens "Real Time",
der sich auf Cymande bezieht.
"Real Time".
Das ist "Bra", oder?
- Ja. - Na bitte.
- Aus welchem Jahr ist das Album? - Vierundachtzig, Mann. 1984.
So viele von uns haben Cymande über die Jahre hinweg gesampelt.
Sie haben auch House Music beeinflusst.
Damit kam eine neue Generation zu Cymande.
Es gab eine Verbindung zu den Hörern.
Sie kannten sie nicht, aber ihre Platten.
...die aus New York zu uns kommen. Sie sind auf Platz 20.
Das ist "Jack the Groove". Raze.
Ihre Musik fühlt sich immer warm an.
Ihre Percussion und die Bassläufe sind perfekt für Tanzflächen.
Sie haben so viele Musiker und Produzenten beeinflusst,
aus verschiedenen Genres.
Die Hip-Hop- und Rap-Kultur, House Music, Tanzmusik, Jungle, Drum'n Bass.
Wer die DNS all dieser Genres sucht, findet sie hier.
Es ist Cymandes Musik.
Aber große Künstler
werden manchmal erst geschätzt, wenn sie nicht mehr da sind.
Ich habe noch nicht geschlafen.
Noch gar nicht.
- Wirklich nicht? - Nein.
Ich war die ganze Nacht wach und habe Keyboard gespielt.
Ich verbringe viel Zeit am Keyboard.
Schlecht an Cymande war nur, dass die Band sich auflöste.
Das fand ich sehr schade.
Die Wärme der Zuschauer und der Menschen zu spüren,
und wie sie auf die Musik reagierten.
Vor allem, als wir in Amerika waren.
Wie man uns dort empfangen hat, Mann...
Jeder Musiker wäre frustriert.
Du hast gute Musik gespielt, aber deine Bestimmung nicht erfüllt.
Aber der Schöpfer hat einen jeden aus gutem Grund auf die Erde gesetzt.
Und ich bin noch nicht fertig mit dem, was ich tun soll.
Ich lerne es.
Autodidaktisches Lernen.
Meine Verbindung zu Cymande, kommt wohl vom Hip-Hop, ehrlich gesagt.
De La Soul sampelten "Bra".
Findest du etwas Neues, gerade im Hip-Hop, suchst du weiter.
Du willst wissen: "Woher stammt dieses Sample?"
Dann suchst du das Original.
Leute gehen alle deine Songs durch und forschen nach, was du benutzt hast.
Und dann tauchen sie noch tiefer ein
und merken, wie viel tolle Musik es zu entdecken gibt.
Hip-Hop ist der Grund dafür,
dass ich den Großteil meiner Lieblingsmusik entdeckt habe.
Den tollen Soul und Funk und Jazz, den ich liebe und jetzt höre,
kenne ich, weil Tribe oder DJ Premier oder Gang Starr ihn gesampelt haben.
Dann suchte ich in den Grabbelkisten im Plattenladen
oder bei den edleren Plattenbörsen und fand alles.
Als ich lernte, wie man sampelt
und wie Hip-Hop alte Musik aufgreift, schrieb ich alles auf.
Alle Songs, die ich finden musste, und trug die Liste bei mir.
Ich war süchtig nach East Coast-Hip-Hop.
Ich wollte alles über die Wurzeln lernen.
Wenn ich mit meiner Familie in den Osten reiste,
kaufte ich Schallplatten.
So entdeckte ich "Bra".
Ich erinnere mich nicht an Cymande, nur an "Bra".
Ich wusste, dass es mit C und Y anfängt.
Ich nannte sie immer "Symonade".
Wie Limonade. Ich wusste nicht, dass es Cymande ist.
Meine musikalischen Einflüsse waren The New Birth,
viel alter R'n'B, "Symonade", Dyke & The Blazers...
Die Jagd macht großen Spaß.
Ich ging immer gerne auf Flohmärkte
um suchte zwischen schmutzigen Platten nach einem Juwel.
Das ist bemerkenswert.
So ein Cover nimmt man als Sammler sofort mit.
Das Gefühl von Schicksal, wenn du etwas suchst,
und dann schaut es dich im Plattenladen an.
Für diesen Moment lebt man.
Als ich mir ihre Alben anhörte, dachte ich: "Wow, was ist das?
Was immer es ist, es ist unglaublich."
Ich hatte ein cooles, neues Ding entdeckt.
Man hört einen Rock-Einfluss.
Man hört einen Latin-Einfluss, man hört Funk. Verschiedenste Stile.
Und man hört ausgedehnte Klanglandschaften.
Es passt in keine Kategorie,
darum gefällt es mir.
Viele verschiedene Ideen und Dynamiken kamen hier zusammen
zu etwas Einzigartigem.
Einerseits denkst du: "Mann, so cool!" Andererseits: "Ich fühle mich dumm."
Wie lange habe ich geschlafen?
Jetzt entdeckst du die Magie von Cymande.
Es polarisiert nicht.
Es ist sehr angenehme Musik für alle.
Seit ich Bass spiele, ziehen mich Basslinien sowieso an.
Meistens fühlt man ihn mehr, als dass man ihn hört.
Aber ich finde, in Cymandes Musik spricht er tatsächlich.
Ich achte so sehr auf Bassmelodien wegen Cymande und Steve.
Dabei fühle ich etwas, emotional.
Darum war ich fest entschlossen, diese Band Wil-Dog von Ozomatli zu zeigen.
WIL-DOG LIEFERT DEN BASS
Es ist komisch, dass wir uns Anfang der 90er cool fanden,
weil wir Musik aus den 70ern hörten.
Wir waren cool, weil wir etwas Neues kannten.
Zwanzig Jahre später gab es diese Bruderschaft.
"Okay, mit dir kann ich mich abgeben."
- Es ist das das geheime Passwort. - Genau.
Wenn ich Cymande spielte, schaute ich, wer im Raum aufhorchte.
Ein kleiner Test, um zu sehen, wer Bescheid weiß.
Wenn du nach einer Party heimkommst
oder Gäste hast und es spät wird,
sagst du: "Jetzt werdet ihr staunen."
Wenn du so etwas findest, willst du sofort es teilen
oder jemandem sagen: "Schau, was ich Tolles gefunden habe."
Mein Kumpel spielte mir "Dove" vor.
Ich sehe es immer noch vor mir, so ein kraftvoller Moment war es.
So ein lebensverändernder Song ist etwas Heiliges, es ist Magie.
Was für ein Geschenk!
Dass man Cymande anderen vorstellte, hielt ihr Vermächtnis am Leben.
Es baute sich weiter auf und wurde stärker.
Man fand diese Platten, aber daraus wurde mehr.
Sie wurden Teil einer spirituellen musikalischen Welt
vieler verschiedener Menschen,
von Skatern zu Jazz-Fans zu Soul-Fans zu Folk-Fans.
Afrikaner, Jamaikaner, Engländer, ganz egal.
Ein Punk könnte zu dir sagen: "Diese Platte von Cymande ist die Bibel."
Ich würde sagen: "Genau!" Dabei höre ich Hip-Hop.
Nicht viel Musik wird so weitergegeben.
Sie ist nicht so tief und nicht so fett.
Ich fand sie. Ich ganz allein, in jungen Jahren,
entdeckte Musik, die nicht mal meine Eltern kannten.
Es war einfach das Internet. Ich hörte die Fugees und dann Cymande.
Ich fand sie auf 3 Feet High and Rising.
Von da kamst du über mehr Samples
bis zu dem Album, von dem die Samples stammen.
Aber das kannte ich noch nicht.
Für mich ist das die neuere Musik.
Cymande ist neuer für mich.
Meine Beziehung dazu ist jünger.
Und ich fühlte mich verpflichtet, ihnen mehr Gehör zu verschaffen,
damit sie hoffentlich noch jüngeren Künstler zeigen,
dass man sich treu sein und allgemein akzeptiert werden kann.
Wir sind heute mit Zugang zu Musik übersättigt.
Man kann alles hören, aus jeder Ära, wann immer man will.
Aber ihre Musik schwimmt weiter oben.
Leute fragen mich in Nachrichten immer noch: "Hast du das gehört?"
"Nein, hab ich noch nie gehört! Es ist wundervoll! Danke für den Hinweis!"
Man sagt: "Der Bogen der Geschichte neigt sich den Gerechten zu."
Die großartigen Sachen werden irgendwie entdeckt werden,
auch wenn es bei der Entstehung oder dem Erscheinen nicht so war.
Die Anerkennung all der Leute,
die erst später dazustießen, als alles vorbei war,
hat der Band neues Leben eingehaucht.
Die Musik war stark genug, um nicht zu sterben.
Mein ältester Sohn ist DJ.
Er rief mich an: "Dad! Ich hörte gerade 'Bra' oder 'The Message' in einem Club!"
Ich hatte oft Auftritte,
und sie spielten Cymande-Tracks, während ich einpackte.
Ich dachte: "Verdammt!" Brust raus. "Ja, darauf bin ich stolz."
Es verschwand einfach nicht.
Hin und wieder hörte man etwas.
Uns wurde langsam klar, dass etwas mit unserer Musik passierte.
Neues Interesse.
Wir wussten, dass Cymandes Material oft gesampelt worden war.
Ist es nicht schön, dass deine Musik auf diese Weise gewürdigt wird?
Es brachte auch etwas Geld ein, was nie verkehrt ist.
Aber die Anerkennung der Band durch ein Publikum und Fans,
das war eine Überraschung.
Wir fanden heraus, dass es viele Fans da draußen gab,
die diese Musik hören wollten.
Ich war seit Mitte der 80er nicht aktiv in Musik involviert.
In dieser Zeit hatte Jura absolute Priorität.
Aber was mit der Musik geschah und das Interesse daran...
...drängte uns dazu, etwas zu tun, was wir immer schon wollten.
Es war uns sehr wichtig, das zu ehren, was Cymande erreicht hatte.
Als wir in den 70ern aufhörten, fühlte es sich unfertig an.
Wir alle dachten dasselbe. Zunächst mal waren wir alle noch am Leben.
Das heißt, wir litten nicht an Arthritis.
Ich dachte immer, dass die Band wieder zusammenfinden würde.
Als es geschah, war ich nicht überrascht, denn das war meine Absicht.
Aber ich dachte nicht, dass es so lange dauert.
Bataclan.
Ich traf Pablo nach 17 Jahren in einer Kirche.
Ich sah ihn reinkommen.
Ich fragte: "Wie läuft's, Dread?"
"Na ja..." Und weg war er. Hat mich nicht erkannt.
Jemand sagte ihm, dass Derek drin ist.
Er fragte: "Ja?"
Dann kam er zu mir und fragte: "Hast du schon gehört?"
Die Jungs stellen die Band wieder zusammen.
Juckte mich nicht.
Ich habe 40 Jahre kein Saxofon gespielt.
Ich fragte: "Was heißt, du spielst nicht mehr?"
Das ist deine Berufung, Mann,
egal was du sonst tust, denn das bist du.
Er sagte, er habe kein Instrument. Ich sagte: "Kauf eines. Fang wieder an."
Er ließ nicht locker, und ich ging eh in Rente.
Es ist eine Beschäftigung.
Es war nicht leicht.
Es heißt, wenn man Rad fahren kann, verlernt man es nie.
Aber am körperlichen Teil musste ich natürlich arbeiten.
Einmal wachte ich am Tag nach einer langen Probe auf.
Ich schaute in den Spiegel und dachte:
"Verdammt, Mann. Mein Gesicht ist ganz geschwollen."
Aber ich übte so lange, bis ich es hinbekam.
Jemand sagte zu mir: "Stell dir vor, du bist wieder im Keller in Brixton.
lass dich nicht überwältigen, spiel einfach."
Unser allererster Auftritt war nicht, was ich erwartet hatte.
Okay, los geht's.
Als wir herauskamen, schaute ich hinaus und sah lauter Jugendliche.
Junge Leute, die unsere Musik gut kannten.
Und sie waren begeistert davon, die Band live zu erleben.
Darauf bin ich wirklich stolz.
Es war ein umwerfendes Erlebnis.
Ich dachte, dass lauter Omis und Opis kommen würden.
Wenn du die Leute tanzen siehst,
denkst du: "Hier gibt man dir etwas zurück."
Also machst du weiter.
Bitte begrüßen Sie auf der Bühne:
die großartige, historische, bahnbrechende Band Cymande.
Ich hätte nie gedacht, sie mal zu sehen.
Wenn man sie sah,
sah man die Freude und die Erkenntnis:
"Eure Musik wurde nie vergessen, eure Musik ist wichtig."
Die Leute sind hier,
weil ihr ihnen wichtig seid.
Ich habe nicht damit gerechnet, dich bei Cymande zu sehen.
Aber dann dachte ich: "Natürlich."
Ja, genau so ging es mir auch.
Es ergibt einfach Sinn.
Ich gehe sonst nicht mehr auf Konzerte.
- Ich auch nicht. - Gar nicht.
Wil-Dog stellte mich seinem Freund vor als "der Typ, der mich auf Cymande brachte".
Und ich dachte:
"Das war mein Job zu Anfang der 90er hier in L.A."
Ich hatte Wil lange nicht gesehen und erinnerte mich: "Ja klar,
wir haben diese Sache mit Cymande, das geheime Passwort.
Er weiß es noch.
Er hat es nicht vergessen." Das bedeutete mir viel.
Alle, die ich sah, sagten: "Niemand vergisst Cymande."
- Die sind für die Ewigkeit. - Ja.
Wenn du sie einmal kennenlernst, ist es eine Beziehung fürs Leben.
Wenn du die für dich wichtigsten Songs entdeckst,
weißt du, mit wem du sie geteilt hast.
Wir alle haben Erinnerungen daran, wenn das passierte.
Diese Musik hat wichtige Freundschaften und Beziehungen für mich geschaffen.
Uns alle verband etwas mit dieser Musik,
und jetzt sprechen wir die Sprache von Cymande.
Vielen Dank!
Bataclan!
Unsere Herzen sind bei euch!
Wundervoll!
Das ist "The Message".
Ein französischer Künstler hat "The Message" gecovert.
MC Solaar in the house!
Wenn der DJ Cymande spielte, war das wie eine Revolution für die Leute.
Die Franzosen wurden von eurer Musik überrascht,
weil sie anders war.
Als wir zum ersten Mal "Bouge de là" hörten,
zogen alle Franzosen, Schwarzen, Weiße und Araber los und kauften Hip-Hop.
Cymandes Musik wurde oft gesampelt.
Es gefällt uns, dass unsere Musik Menschen auf diesem Weg inspiriert hat.
Sie rockten von Anfang an den Laden.
MC und die anderen ermöglichten uns,
ein größeres, jüngeres Publikum zu finden, es ist fantastisch.
Ich danke euch, weil ich etwas repräsentiere.
Den französischen Rap.
Ihr seid ein Segen, denn der französische Rap existiert nur
wegen MC Solaar und diesem Song, "Bouge de là".
Danke. Vielen Dank.
Vielen Dank.
- Danke, Mann. - Danke, Bruder.
Vor 40 Jahren etwas geschaffen zu haben,
das heute noch von einer neuen Generation geschätzt wird,
ist ein fantastisches Gefühl.
Es verleiht unserer Arbeit Wert und Würde.
Die Craig Charles Funk and Soul Show auf BBC 6 Music.
Ich bin für niemanden zu sprechen.
Die Legenden Cymande sind im Studio. Wie geht es euch?
Toll!
Ich glaubte meinen Augen kaum.
Als alle anderen Pink Floyd hörten,
und Black Sabbath, hörte ich diese Jungs.
Sie, Sir, mit der Mütze.
- Wer sind Sie, was spielen Sie? - Derrick Gibbs.
Derrick Gibbs, Sie sind Saxophonist?
Ja, Alto.
Für mich ist das besser, als würden Earth, Wind & Fire hier
die Instrumente auspacken.
Bammi, du warst bei den Jazz Warriors, Courtney Pine, Jools Holland.
Wie ist es, wieder zusammen auf Tournee zu sein?
Meine Frau denkt, dass ich viel Spaß habe.
Mann, meine Mutter wird das lieben.
Ihr versteht das nicht. Ihr wart in der Plattensammlung meiner Mutter.
Bei Cymande war ich wie ein Kind im Bonbonladen.
Ihr seid hier!
Dass sie sich plötzlich wiedervereinen
und wir irgendwie der Auslöser dazu waren, das ist wunderbar.
Oh! Und?
Fass das an. Du und du auch. Bitte fasst das an.
Es ist unglaublich, euch hier in meinem Verlies zu haben.
Mir ist heute etwas sehr Cooles passiert.
Ich durfte die erste Band treffen, die ich gesampelt habe.
Ihr Name ist Cymande. Schon von ihnen gehört?
Wenn ich daran teilhatte, dass die Band wieder im Rampenlicht steht,
wenn meine Platten ihnen irgendwie die Türen geöffnet haben,
bin ich sehr froh darüber
und dass ich eine Rolle dabei spielte,
dass Cymande zurück sind und weitermachen
und auftreten. Auch wenn sie 70 Jahre alt sind,
sie machen ihr Ding und grooven.
- Gute Nacht! Gott segne euch! - Danke!
Danke!
Gute Nacht! Gott segne euch! Ihr seid wunderbar.
Danke fürs Kommen. Ihr seid Helden für mich und die Hörer.
Wir lieben euch, viel Glück!
Danke für die Einladung.
Ich bin heute nicht bei 100 %. Eher bei 75 %
Als Kind hatte ich Asthma, von Geburt an.
Wenn ich huste, kollabiert meine Lunge. Wenn ich niese, kollabiert sie.
So empfindlich ist meine Lunge.
Wisst ihr...
Atmen ist eine schlimme Sache.
Aber man muss diese Hürde überwinden.
Geist über Körper.
Bei einem Gig kam Pablo direkt aus dem Krankenhausbett,
um mit der Band zu spielen.
Da trägt er noch sein Krankenhausbändchen.
Und ich glaube, als wir zurück waren, ging er wieder ins Krankenhaus.
Ja.
Nein, das hält mich nicht auf.
Es versucht es.
Aber ich kämpfe.
Ich kämpfe seit meiner Geburt.
Weißt du?
Viele Jahre lang.
Viele Jahre.
Als wir nach langer Zeit die Band wieder zusammenstellten,
gab es uns Sicherheit, den alten Kern zu haben.
Aber wir brauchten weitere Musiker, die uns unterstützen.
Ich soll das signieren?
Ja, denn der Wert wird steigen,
ganz beträchtlich sogar, mit deiner Unterschrift.
Eine meiner ersten Platten.
Also ein großer Einfluss für mich,
der mich ermutigte, Musik zu machen.
Jahre später kam der Anruf, ob ich Teil der Crew sein will.
Was denkst du?
Zwei für eins?
Wir hatten das Glück, Leute zu finden,
die selbst Karrieren hatten
und sich einen Ruf als Musiker aufgebaut hatten.
Ich wurde in der Crawshay Road geboren, wo Cymande geprobt haben.
Auf dem Heimweg von der Schule
hörte man die Musik von draußen.
Ich war oft im Keller und saß da, ohne Einladung.
Ich saß auf der Treppe und staunte. Weil das anders war.
Das ist eine Wiedervereinigung zum 45. Jahrestag.
Wir sind nicht aus Amerika.
Viele dachten das, aber wir kommen aus Balham und Brixton.
Ein Segen! Das ist Cymande.
Es ist eine Schande, dass sie nicht so bekannt wurden wie andere Bands.
Aber dass wir heute über sie reden, spricht für sich.
Es gibt eine Milliarde Bands, über die niemand spricht.
Cymande geben mir Hoffnung, dass ich eines Tages mehr Leute erreiche
und für eine Generation relevant werde,
die zu meiner Zeit nicht da war.
Das ist schwer vorstellbar,
und ich hätte es nie für möglich gehalten. Bis sie kamen.
Ich witzele immer, dass in 1000 Jahren
ein Jugendlicher ein MP3 mit einem meiner Songs findet.
So kann ich heute versagen,
aber vielleicht bin ich in 1000 Jahren erfolgreich.
So grenzenlos ist Musik.
Die Energie zeigt, wie gut die Musik ankommt.
Es ist egal, in welcher Ära das passiert.
Das zu erleben ist schön.
Vor allem zeigt es, dass die Musikindustrie egal ist.
Gib den Leuten die Chance, dann sagen sie dir, was sie wollen.
Eine vielrassige Gesellschaft kann sich durch Kunst besser kennenlernen.
Großbritannien nahm viele Kulturen auf.
Jetzt versuchen wir, die Geschenke anzunehmen,
die uns Menschen aus der Karibik machen.
Sie zurückzuweisen macht nicht nur uns arm,
es frustriert auch die Geber,
die glauben könnten, zu geben sei unerwünscht.
Wie die Menschen, die sie machen,
will diese Kunst nur gehört und genossen werden.
Unsere Geschichte ist eine Erfolgsgeschichte.
Wir hatten Erfolg trotz aller Nachteile.
Darum geht es bei Erfolg.
So wie es für sie gelaufen ist, ist es am besten.
Wir haben gezeigt, was wir können und dass wir dranbleiben.
Wir müssen uns nicht verändern und so werden wie alle.
Ich glaube, dafür stehen wir.
Ich bin froh, dass sie sich treu blieben.
Sie holten die Musik wirklich aus ihrem Geist, ihrer Seele.
Und sie wird weiter generationsübergreifend sein.
Weil sie zeitlos ist.
Die Welt muss diese Band kennen.
Sie haben Musik für mich verändert. Und wenn du sie hörst,
verändern sie sie sicher auch für dich.
Ich spüre es noch nicht.
Aber ich denke, so bin ich einfach.
Aber wahrscheinlich werde ich Jahre später denken: "Das habe ich getan."
Es war eine lange Reise,
aber diese Reise soll jetzt noch nicht zu Ende gehen.
Sieht man jetzt die Reinkarnation von Cymande, ist es ein neuer Atemzug.
So viel Leben steckt in dieser Musik.
Sie kann nicht sterben. Sie steht nicht still.
Auch in der neuen Dimension hat Cymande noch diesen Sound.
Aus der Band wird noch was.
Wer weiß?
Gut möglich, dass ein neuer Hit kommt.
Wir schließen nichts aus.
Fortsetzung folgt.
Gute Nacht, London.
Danke euch allen.
Danke, London.
Ciao, Bruder.
- Exzellent, Sir. Ganz exzellent. - Gott segne dich.
Die Menschen. Es geht um die Menschen.
Alle Macht dem Volk, mein Bruder. Die Menschen sagen dir, was zählt.
Achte nicht auf mich, rede mit den Fans.
Sie wissen, was vor sich geht.
Sie diktieren.
Sie wissen, was sie wissen wollen. Was sie hören wollen.
Danke, mein Bruder.
- Gut gemacht, Pablo. - Ja, Sir.
- Danke. - Sag es ihnen, Pablo.
- Gut. - Alle Macht dem Volk, Mann.
Genau!
Sie wissen, was sie hören wollen. Sie diktieren.
Nicht ich. Nicht ihr.
- Die Menschen. - Alle Macht dem Volk, genau!
IN GEDENKEN AN PABLO GONSALES 1943-2020
Untertitel von: Jordi Lloveras
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