All language subtitles for 1972 - Hochzeitsnacht-Report

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Original subtitles

Obwohl Statistiken beweisen, dass die überwiegende Mehrheit vorehrlichen

pflegt, hat die sogenannte Hochzeitsnacht kaum an Bedeutung im

verloren.

Der Zauber der Tradition lässt sie immer wieder ein Fest der ersten Vereinigung

werden. Vielleicht deshalb, weil die Liebenden durch das Ereignis der

legalisierten Verbindung die Hingabe zueinander in jener Nacht bewusster

vollführen, das Fest, das sich schenkensgravierender dargestellt wird.

als im Alltag der Triebbefriedigung.

Dass es naturgemäß bei solch gezielten Paarungen auch zu heiteren oder

Erlebnissen kommt, zeigt an einigen Einzelfällen dieser Film, der trotz

Frivolität moralisch verstanden werden will.

Freiherr von Saum, bist du bereit, die hier anwesende Hälfte von Langbein zu

deinen Weiben zu machen und ihr Zeitlebens im Guten und im Bösen

ihr getreu zu halten?

Mein lieber Graf, konzentrieren Sie sich besser auf das Glück Ihrer Tochter und

nicht auf Ihr eigenes.

So, pass doch auf!

Dieter, Freiherr von Saum.

Bist du bereit, die hier Anwesende, Helfe von Langbein, zu deinen Weiden zu

machen? So antworte laut und deutlich Ja.

Ja.

Helfe von Langbein, bist du bereit, den hier Anwesenden, Dieter von Saum,

zu deinen Mannen zu machen?

So antworte laut und deutlich Ja.

Ja.

Wenn jemand der Anwesenden schwerwiegende Gründe gegen diese

vorzubringen hat, so möge er dies jetzt tun.

Ja, ich... Dann

lasst

uns den ewigen Bund der Ehe schließen.

Auf Schloss Ottenstein. Das geht nicht. Warum?

Weil es wegschwimmt ist, gell?

Was, der Schloss?

Nein, die Brücken.

Aber wie kommen wir denn dann heim?

Ja, überhaupt nicht. Da hat es so langes Regen zum Sonnenblick rüberfahren.

Sonnenblick. Jetzt bin ich gut bei den Metern.

In einem Gasthof die ganze Nacht?

Raum ist in der ganzen Hütte.

Sonst als Rückfahren ungefähr 500 Meter. Ja, danke. Ich weiß, was das ist.

Unsere Hochzeit hat eine Naturkatastrophe heraufbeschworen.

Also, Pfiat euch. Ja, danke schön. Wiedersehen.

Was wollt ihr denn? Ist doch prima hier. Ein gemütlicher Schuppen. Kommt rein,

Kinder. Na komm, muss man nur ein bisschen aufrollen. Man fühlt sich

bei Muttern. Na nun, stellt mal die Tisch und Stühle zusammen und dann

wir uns mal innerlich ordentlich ein. Ist doch ganz egal, wo wir die Hochzeit

feiern. Ob hier im Gasthof oder irgendwo auf dem Schloss. Na, das Ding läuft

doch. Komm, den Tisch dann nicht mehr verspaut. Na nun, schlepp mal los.

Ja, richtig. Gut so.

Was heißt du denn?

Schau mal, wie ich aussehe.

Schrecklich. So habe ich mir meine Hochzeit nicht vorgestellt. Nehmen Sie

nicht so tragisch.

Hauptsache, die Hochzeit hat geklappt.

Der Bräutigam ist rechtzeitig erschienen und hat Ja gesagt.

Mich hat er einmal sitzen lassen.

Ich bin tot unglücklich, wenn ich an unsere Tafel daheim denke.

Wenn dir jetzt noch eine Speisenrohrpost von Ockenstein rüberkriegen, wäre das

prima. Oh, das wollt ihr alles trinken?

Schau mal, ob die das wohl alle schaffen.

Na, dann Prost.

Hallo, Hein.

Hey, Dieter. Wo hast du denn Elphi gelassen? Wie ich dich kenne, hat sie

schon in einem Hochzeitsbett untergebracht.

Was habt ihr denn noch zu trinken hier?

Ja, wir hätten einen Gumbelskirchen.

Gumbelskirchen, das ist gut. Ich frage die Leute, ob sie noch was anderes

Jetzt komm her und setz dich dahinter. Platz für den Bräutigam.

Ah,

die Braut.

Danke, Thomas. Das wäre doch was zum Tanten. Aber der erste Tanz gehört immer

dem Brautpaar.

Ich muss immer an die Tafel denken.

Ist doch alles verdorben. Ich hab sowieso keinen Hunger.

Oh, jetzt müsst ihr was trinken. Los, Kinder, setzt euch hin und trinken Bier.

Bier schafft Kraft für die Hochzeitsnacht.

Prost. Na, nun trinken wir Ex, ja, Mädchen?

Hey, Frau Wirtin, wenn das so weitergeht mit dem Gewitter, dann müssen Sie noch

ein Brautzimmer vorbereiten.

Ja, wir haben ein schönes Zimmer. Zu uns kommen viele Hochzeitsgäste. Hast du

gehört? Wir haben ein bunt verlegtes Brautzimmer.

Wo willst du denn die Hochzeitsnacht verbringen? Draußen vielleicht?

Schau, Dieter, du musst mich verstehen.

Wochenlang habe ich nach einer rosa Tapete für unser Schlafzimmer gesucht.

Bettüberzüge hat mir Silvia aus London geschickt, weil ich nirgends passende

gefunden habe.

Und die Hochzeitstafel hat ein berühmter Künstler entworfen.

Ich weiß, Liebling, aber es liegt nicht an mir, sondern an denen da droben.

Ich kann mir das einfach nicht vorstellen, in einem ordinären

aber, Kinder, auch darin kann man auf seine Konten kommen.

Nicht wahr, Liebling? Erinnerst du dich noch an unser altes Bauernvetto?

Das war sowas wie eine Karanwelle zwischen uns. Und gekracht hat das Ding

jeder Bewegung.

Aber verwirrt sich.

Nimmst dich so tragisch, mein Kind.

Bei uns mag es schöner sein.

Aber auch hier sollst du glücklich bleiben.

Die Umgebung ist doch nicht wichtig.

Schau mal, ich habe im Krieg geheiratet.

Sowas kennt ihr nicht. Wer ein Traum.

Wenn es nachher draußen fertig ist, kriegst du das Zimmer hier aus.

Ist doch noch gar nicht klar aufgeblieben.

Bei dem Wetter bleiben die Leute.

Wenn ihr ihn vermutet, dann tut er es gründlich. Und, was ist dann mit den

anderen? Geht, so ein Hochzeitgeschäft, die gehen nicht so schnell ins Bett.

Fahrt da schon ihr?

Die haben ja schließlich was vor. Ja, wenn die erst einmal unsere Sprungbäder

nehmen, dann spüren sie, dass wir Lust mehr haben zum Tralala.

Na, du sei doch nicht so ungeduldig, mein kleines Bräutchen. Das Bett läuft

doch nicht weg, hm? Jetzt ist es bald soweit, die das Gnädigste bekommen muss

auf die hohe Nacht. Wollte ich mal nachsehen, ob das Zimmer schon fertig

Prost, Prost. Wir könnten doch mal zur Brücke vorfahren.

Wohin? Zur Brücke.

Ach, zur Brücke, ja.

Es genügt, wenn einer sich opfert. Karl fährt schon.

Puh, da habt ihr es, der dressierte Mann.

Also, wenn ich in einer halben Stunde nicht da bin, könnt ihr ja die Feuerwehr

verständigen.

Ich fahre lieber mit, um deine Promille ein bisschen unter Kontrolle zu halten.

Ich gebe euch einen Tipp, nehmt Wasserski mit.

Guckt euch das an, Kinder. Ich glaube, da haben zwei die Hochzeit nach

unser Hochzeitpaar. Was meinst du, Gideon?

Auf Leckwurst, ihr beiden Hübschen. Ich war's.

Du bist ein netter Kerl, Heinz. Du hast nur einen großen Nachteil.

Und der wäre, wenn ich fragen darf? Du bist sein Mann.

Dann gehen wir mal einen Versuch an. Vielleicht schmeckt dir die Sache. Eva

es schon mal andersrum ausprobiert. Und dann ist die Abwechslung gar nicht

schlecht. Kein Quatsch.

Ihre Frau ist mir auch gleich aufgefallen.

Dann haltet euch zurück, Kinder. Wenn dann nur in meinem Fall.

Was macht denn der eigentlich Mama?

Das ist die wenigste Fruchtbarkeit.

Na ja, das ist ja Blödsinn.

Ich weiß nicht.

Ich weiß nicht, was du gegen unser Betten hast.

Da drin sind ganze Generationen Zeug geworden.

Und keine schlechten.

Na ja, musst du aber zugeben, dass mit dem Alu ist der kleine Depp

runtergefallen ist.

Das war, weil sein Vater damals gesoffen war.

Und nicht wegen dem Bett.

Du bist zu schnell. Gut, steige ich halt auf die Bremse.

Ja.

Geh schnell nach hinten. Wir werden schon sehen, was da passiert.

Komm.

Du musst trinken wie dein Vater.

Ex. Ex.

Ein kräftiger Zug.

Ich mache mir Sorgen um Silvia.

Sie müsste doch schon auf Ottenstein sein.

Sie wird offensichtlich durchgekommen sein.

Freunde, mein sechster Sinn sagt mir, dass wir da bleiben und auf die Sintflut

warten müssen.

Und da es schade wird, diese herrlichen Göttergetränke dem Wasser zu überlassen,

bin ich dafür, dass wir sie vernichten.

Also wer soll's? Ein neues Glas und noch ein paar Dosen Pull. Ich bin dafür,

dass wir die Nacht hier verbleiben und ordentlich ein - auf die Lampe. Ist das

Zimmer schon fertig?

Ja, Nummer sieben. Das ist schon dick.

Nichts, meine Zahnbürste hab ich mit. Im Zweifelsfall nimmst du einen Zauber ab

den kleinen Fingern.

Ich glaube, du... Du hast auch das Bett dringend nötig. Ja, aber ich weiß noch

nicht, wer von den Damen mich hier begleiten wird.

Oh ja.

Das ist immer sieben.

Sehr angenehm.

Nach Ihnen, gnädige Frau.

Ach, auch das noch.

Ganz schön schwer.

Oh ja. Du lässt mich doch endlich los, mein schönes Kleid.

Du tust mir weh. Ich habe schon lauter blaue Flecken.

Die ganze Zeit bist du da, als wärst du von einem Neandertaler zur Hochzeit

gezwungen worden.

Lass mich, oder ich schreibe Papa zu Hilfe.

Dein Papa hat mir die Hochzeitsnacht befohlen. Hat er mir eben noch gesagt.

Über meinen Körper bestimme ich.

Entschuldigung.

Untertitelung. BR 2018

Ohne Angabe kannst du wohl nicht leben, wie?

Dieter wollte doch nur einmal runterkommen. Die Elfie hat ganz schön

verloren. Ich kann sie verstehen. Sie hat sich solche Mühe gegeben, alles zu

arrangieren und jetzt muss sie in einem Gasthof übernachten.

Da lachst du noch. Mir ist da eben ein Witz eingefallen. Weißt du, wie ein

Ostfriesen Mäuse fängt?

Er jagt sie unter den Schrank und sägt die Beine ab.

Ein Telegramm. Gib her.

Na los schon. Ein Telegramm.

Herzlichen Glückwunsch zur Vermählung.

Wenn auch nicht mit mir, denn noch immer dein Mausischwänzlein. Aufgegeben in...

Nein, geschäftlich.

Warum frisst du es denn auf, als wäre es streng geheim?

Der ist ein Mausischwänzlein. Das ist belanglos, ein Irrtum.

Da hat sich jemand einen Scherz erlaubt.

Vielleicht eine Freundin von dir.

Du bleibst da.

Hier, ich erzähle euch jetzt die letzten Ostfriesenwitzen. Warum sitzen die

Ostfriesen immer am Jadebusen? Sie warten auf die Pornogel.

Ach du, meine kleinen albernen Witzen. Die haben ja Bärte wie Kaiser Barbarossa

im Untersberg.

Wird es nicht was anderes sein?

Natürlich fällt mir was anderes ein. Freuen Sie mich mal jetzt ein

Ach du, immer mit deinem scheiß Fenderspiel.

Überall wie mein Mann Fenderspiele macht. Und warum?

Er sieht so gern Nackte um sich herum sitzen.

Einmal, da waren wir alle noch ziemlich angezogen. Nur er ist nackt herum

gesessen und hat sich geärgert.

Das haben wir da gelacht. Was kann man sich dagegen machen, wenn das Schicksal

auf einen fällt?

Hör mal her, ich weiß was.

Was denn?

Wir gehen schlafen.

Immer schlafen. Endlich ist mal was los mit dem Schlafen gehen.

Lass mich doch gehen, ich bin ja noch da.

Ich habe schon ein paar Tricks auf dem Lager und ich sage es dir, wenn meine

Frau mal draußen ist.

Kino, pass mal auf, der Wolkenbruch wird uns die ganze Weile dauern, nicht?

Und so lange müssen wir irgendwas unternehmen. Frau, ja, dann schnapp sie

hier nochmal.

Also, wir spielen jetzt ein kleines Spielchen. Dann nehmen wir jetzt diese

Flasche hier, legen die auf den Tisch, und dann drehen wir die Flasche so.

Aber ein guter Weiß macht keinen Sinn.

Komm, lass mich mal ran. Das Beste ist, du ziehst den Pummel gleich aus, wir

haben gleich das erste Pfand, nicht wahr? Aber hast du was dagegen?

Also pass mal auf, es ist für mich ein sehr hübsches Spiel hier. Auch wie in

Flasche heißt es hier, zeigt nicht, der muss einfach irgendwas ausziehen. Ein

intelligentes Spiel. Wir spielen die Stunde der Wahrheit. Und jeder, der

sieht was aus.

Einverstanden, die Herrschaften? Ja. Wir müssen das überprüfen. Oh, da habe ich

meine Erfahrung. Berühmter Schafblick.

Ja, ich bin für die Stunde der Wahrheit. Und welches Thema?

Das nächstliegende.

Jedes der hier anwesenden Ehepaare erzählt seine Hochzeitsnacht. Aber nur

Wahrheit und nichts als die Wahrheit. So, nun lassen wir es hier mal kreisen,

wollen mal sehen, ob wir die Flaschen halt sagen.

Und du fängst an. Immer ich, immer bin ich die Erste.

Soll ich wirklich die Wahrheit sagen?

Natürlich.

Wie war denn das eigentlich?

Ja, wie war denn das eigentlich?

Thomas und ich haben vor drei Jahren geheiratet.

Thomas hat damals noch studiert und unsere Hochzeitsgäste waren fast lauter

Studenten. Wir hatten natürlich allerlei Unsinn im Kopf.

Klar, dass wir auch die üblichen Konservendosen hinter uns herschleppen

Wir hatten nur wenig Geld und unsere Hochzeitsreise ging von einem Freund

Mannes zum anderen.

Oder zu Verwandten von mir.

In einer Kleinstadt war es das Hotel des Vaters eines Studienkollegen von

Thomas.

Wow! Sag mal, bist du verrückt geworden?

Ich mich vielleicht erschreckt. Herzlich willkommen.

Das Wiedersehen müssen wir mit einer Riesensau verheiben. Ich bin leider

hundemüde. Verstehst du? Hast du das gehört?

In eurer Hochzeitsnacht?

Du, Verena, wenn er versagt, dann ruf mich an. Ich helfe gern aus.

Da fällt mir ein, ich habe noch gar keinen Brautkost bekommen.

Hey, auseinander. Wenn du so auf deine Unkosten kommen wirst, bezahle ich das

Zimmer, lieber selber. Sei nicht so großzügig. Denk an unsere Kasse. Ihr

ein ganz besonders spezielles Brautgemisch.

Das Buchzimmer.

Entschuldige mal, das klingt aber nicht sehr komisch. Lass mich ausreden. Das

Charlotte Buchzimmer.

Goethe und die Buff haben hier mal übernachtet. Es soll eine seiner

Liebesnächte gewesen sein.

Und wenn ich dich so anschaue, dann komme ich zu der Überzeugung, dass man

dir keine Gedenktafel über eine Liebesnacht hier anbringen soll. Du

du!

Ja, das war wohl auch der Grund, weswegen man Wolfgang getauft hat. Weil

in diesem Bett mit seiner Geliebten gewumst hat.

Ich hoffe, es spukt hier nicht um Mitternacht.

Du musst mich über die Schwelle tragen.

In meinem Zustand?

Wenn ihr ganz still seid, dann könnt ihr vielleicht seine Stimme hören, wenn er

rezitiert.

Über allen Gipfeln ist Ruh.

In allen Wipfeln spürst du kaum einen Hauch.

Die Vöglein schweigen im Walde. Warte nur, bald ruhst du auch.

Ich halte euch beide Daumen und viel Vergnügen.

Und nochmals schönen Dank für das herrliche Abendessen.

Obwohl es bei uns nicht zum ersten Mal war.

Bumsen sagt man ja wohl heute dazu.

Ist es in der Hochzeitsnacht anders?

Man will es feierlicher machen.

Ist es doch fast wie zum ersten Mal.

Jetzt sind wir also bei der Hochzeitsnacht.

Ja.

Hast du vielleicht noch Hunger?

Nein.

Aber wir könnten was trinken.

Das ist eine gute Idee.

Ganz schön schwere Arbeit.

Das kann man wohl sagen.

Vielleicht werde ich mal einen anderen Verschluss erfinden.

Du musst deinen jetzt auch beim Stiel anfassen. Dann klingt es besser.

Prost. Prost.

Eigentlich mache ich mir ja nichts aus Sekt.

Ich auch nicht, nur so zum Feiern.

Trink doch.

Wenn ich so schnell trinke, bekomme ich leichten Slips.

Das ist doch der Zweck der Übung.

Auf deine Verantwortung. Du weißt, wenn ich einen Schwips habe, bin ich eine

sexuelle Null. Ich werde dich schon rechtzeitig bremsen.

Wir können uns ja schon ausziehen und dazwischen immer wieder ein wenig

Warum denn so sachlich?

Ich dachte doch, du würdest mich verführen.

Verena, im Zeitalter der Gleichberechtigung der Frau kann man das

erwarten.

Sagst du nicht mal, lieber Thomas, dass das Weib für sich allein schon

Verführung genug ausstrahlt?

Wie es sich gibt, wie es gekleidet ist? Ein einziger Exhibitionismus für den

voyeuristischen Mann.

Was? Sowas Kluges soll ich mal gesagt haben?

Da siehst du mal, was du für einen gescheiten Mann geheiratet hast.

Vielleicht hätte ich Philosoph werden sollen.

Nein, nein, lieber nicht. Ich glaube, Raketentechniker ist doch lukrativer.

Da sieht man wieder mal, wie materialistisch du doch eingestellt

Ich bin froh, dass es so etwas nicht mehr gibt. Diese Strafkarton hat mich

sowieso nicht erotisiert.

So ohne scheine ich dich aber auch nicht sehr zu interessieren, wie man an

diesem Beispiel hier sieht.

Du, übrigens, kennst du den Witz von den jungen Leuten, die es zum ersten Mal

machten und sie dann sagt, was, so viel haben wir schon verbraucht?

Hör mal, du wagst es mir in der Hochzeitsnacht diesen langen Bart

willst mich wohl ablenken, wie?

Vielleicht

brennt

es wo.

Merkwürdig, die Sirene muss...

Irgendwie vor unserem Fenster sein.

Es stehen Leute rundherum.

Komm, Liebling.

Jetzt oder nie.

Nee! Was ist denn mit dem lieben kleinen Putzimann los? Was ist denn los?

Das ist es ja nichts bloß. Und ich weiß auch, was los ist oder viel mehr war.

Wolf hat es mir erzählt und Wolfgang sagt mir alles, weil er mich noch immer

verehrt. Du hast offenbar einen sicheren Abgrund, ja?

Wolfgang hat mir verraten, dass du dich beim Abschiednehmen von deinen vielen

Freundinnen übernommen hast. Auf dem Präuterabend sollst du es noch mit

getrieben haben. Ich sehe nicht ein, dass ich jetzt dafür büßen soll.

Du wirst mich jetzt sofort verführen oder ich rufe Rolf, weil er sagt, ich

deine volle Manneskraft spüren. Das habe ich mir verdient, indem ich dir mein Ja

-Wort gegeben habe. Du hast jetzt Pflichten, mein Lieber.

Liebling.

Ich werde alles nachholen. Aber die lange Autofahrt, die Feier, der Alkohol,

bin so müde.

Du kommst sofort hervor, du Verräter, du scheinheiliger Fahnenflüchtiger, du!

Ich will heute Nacht einen Mann haben.

Ich sage dir noch einmal, Thomas, wach auf!

Ich habe nicht die geringste Lust, auf das zu verzichten, was mir von

und Kirche zugestanden worden ist.

Ich gewusst hätte, dass das solch eine Schinderei wird.

So eine Schinderei ist das für dich, mit mir ins Bett zu gehen. Gut, dass du mir

das jetzt schon sagst.

Wo willst du denn jetzt wieder hin?

Glaubst du, du kannst dich durch Flucht deiner Verantwortung entziehen, mich zu

einer glücklichen Frau zu machen? Komm sofort herunter!

handelt, die Weltsituation.

Meine Damen und Herren, zu diesem Thema meldet sich nun unser Chefkommentator.

Das ist gut.

Lass das.

Ist das nicht zum Einschlafen?

Das macht mich wach.

Oh, das ist gut.

Du, ich liebe dich.

Ich liebe dich.

Ich

liebe

dich. Deine wunderbare Haut.

Deine Krügelchen. Dein Nabel.

Was ist denn hier?

Direkt an meinen ganzen Haaren. Was ist denn hier?

Ich spüre es so gut. Ich dich auch.

Noch fest, aber es ist zu lieb.

Ich habe mir schon die ganze Zeit gedacht, da stimmt doch was nicht.

Sag mal was.

Was denn?

Irgendwas. Ich liebe dich.

Lauter. Ich liebe dich. Ich liebe dich.

Bravo. Bravo.

Bravo.

Ich glaube...

Kaum, dass noch ein anderes Paar die Hochzeitsnacht unter solch spontanem

Publikumsapplaus vollbracht hat wie Thomas und ich.

Das ist wirklich die reine Wahrheit.

Frau, prima Geschichte.

Ich glaube, Karl und Mia sind auch schon versunken.

Vielleicht sind sie schon auf dem Schloss und fressen die Tafel auf. Kann

So, und jetzt schreien wir zum neuen Dreh.

Mal sehen, ob wir die Busen die Flasche jetzt zeigen.

Vielleicht hätte ich dich doch nicht heiraten sollen.

Red doch keinen solchen Unsinn.

Doch, irgendwie habe ich es immer gefühlt.

Wir passen nicht zusammen.

Aber wir sind doch nicht zum ersten Mal beisammen.

Ja, jetzt sieht eben alles anders aus.

Mir hat schon manches früher nicht an dir gefallen.

Aber da habe ich dich eben mit anderen Augen gesehen.

So als hätte das nicht unbedingt etwas mit mir zu tun.

Das ist wie bei einem neuen Kleid.

Wenn ich die andere träge, stört man sich nicht daran, wenn es Fehler hat.

Erst wenn man es selber hat, werden die Fehler zum Problem.

Ich verstehe die Welt nicht mehr. Was ist denn nun plötzlich anders?

Was ist denn nun plötzlich anders?

Alles ist anders.

Oder glaubst du, ich kann das Telegramm so einfach vergessen?

Noch dazu, wenn du über die Absenderin, dein Mausischwänzlein, so hartnäckig

schweigst. Weil ich Kavalier bin, was aber für diesen Fall nicht zutrifft.

Ach, und der eigenen Frau gegenüber braucht man kein Kavalier zu sein.

Ich finde, dass du dich einfach nicht schickst, darüber zu sprechen, bei

Partner man seine Erfahrung gesammelt hat.

Das sagst du doch nur, weil du nicht haben willst, dass ich dich frage.

Aber mich kannst du ruhig fragen.

Ich habe nichts zu verbergen.

Frag mich nur.

Ich bin nicht indiskret.

Ich will nichts wissen.

Aha, und ich bin es.

Bei mir ist es schließlich etwas anderes.

Dieses Telegramm ist schamlos in unsere Hochzeitsnacht eingedrungen.

Lass ich nicht lachen, mir die Schuld zuzuschieben.

Es ist dein Fehler, dass du dich keiner Situation anzupassen verstehst. Ich

disponiere eben einfach um, wie ich das immer mache.

Bin ich in einem Gasthof, verlange ich auch nicht nach einem Butler, der mir

Schuhe auszieht. Ich schmeiße die Schuhe einfach gegen die Wand.

Den Augenblick genießen.

Das ist das wahre Leben.

Mit einer Vorstellung kann man die so leicht zur Illusion wirken.

Du versuchst nur mich abzulenken.

Die Flasche zeigt auf dich.

Ausgerechnet ich.

Als ob die Flasche wüsste, dass ich ein dankbares Objekt bin. Willst du auch.

Soll ich euch von unserer Hochzeitsnacht erzählen? Also nicht nur die, so lange

erzähl schon.

Natürlich, die mit euren Föhren, euch ewig ehemalig angetrauten Männern. Warum

nicht zwischen euch beiden, was ist neu? Bitte nicht, Liebster.

Also gut, dann werde ich euch von meinem unvergesslichen Lothar erzählen. Der

Ehe einer einzigen wilden Nacht.

Wir kannten uns eigentlich zu wenig.

Er war immer eigenartig gehemmt, wenn wir allein waren.

Schon als Junge bin ich gern nackt herumgelaufen. Immer dort, wo man mich

Augenblick hätte entdecken können.

Und das sag ich dir, das hat mich wahnsinnig erregt. Jeder Mensch ist mehr

weniger Exhibitionist. Es gibt Fälle, wo der Mensch nur in Extremfällen zum

Orgasmus kommt. Wenn er in Gefahr ist, beim Geschlechtsakt zum Beispiel

zu werden. Verstehst du? Warum hast du mir das nie gesagt? Ich hatte Angst,

zu verlieren.

Irre, das ist ganz irre.

Das ist ganz prima.

Wirklich, du musst es mal ausprobieren. Und du meinst, dass mir sowas Perverses

gefallen würde? Immer nach einem Polizisten schielen? Da kriege ich ja

Ich finde das Ganze gar nicht pervers.

Ich war wie vor den Kopf gestoßen.

Aber ich war auch verliebt in ihn.

Und ich wollte, dass auch er glücklich ist.

Und besonders am Hochzeitstag.

Und so sind wir umhergezogen.

Gott sei Dank war es ein warmer Frühlingstag.

Wir haben es an allen möglichen Orten versucht. Es war... naja, wie soll ich

sagen?

Das muss man eben ausprobieren.

Diese Episode behandelt eine ganz andere Variante der Triebbefriedigung, und

zwar die des Exhibitionisten.

Wir werden einen bedeutenden Sexualwissenschaftler bitten, dazu

nehmen.

Die sieht er sehr ähnlich. Das erregt mich schon wieder.

Aber Luther!

Da gibt es denn sowas?

Machen Sie sofort, dass Sie rauskommen. Ich hole die Polizei, aber raus mit

Ihnen. Los!

Und so landeten wir auf der Berg - und Talbahn.

Uns ja niemand so leicht rauswerfen konnte.

Wie ein Wilder ist er über mich hergefallen und hat immer geschrien, er

mich jetzt haben. In diesem Moment, hier in der Kurve.

Ich dachte, jetzt ist er übergeschnappt.

Ich bin doch nicht vollkommen wahnsinnig. Was hast du denn? Nein, ohne

Lothar.

Was willst du denn hier, Lothar?

Hier wohnt doch irgendein bekannter Komponist. Was willst du denn hier

Komm, da oben.

Was denn da oben?

Ja, da oben, da ist der richtige Platz.

Bist du sicher, dass du da oben auch Erfolg haben wirst? Da bin ich so

Ich glaub's dir gar nicht. Ja?

Hoffentlich. Ja, komm.

Ah,

der Sonntag.

Das ist aber anstrengend, Liebling.

Ich dachte schon, du wolltest ihn aufpassen.

Ich bin doch dein kleiner Kavalier.

Ach, wenn ich an mein schönes Bett zu Hause denke. An das Bettchen darfst du

jetzt nicht denken. Deine Eltern sind so gegen mich. Wenn die erst wüssten, was

jetzt passiert.

Ach, die denken sich ja ganz altmodisch darüber.

Wenn du das hier modern hältst. Zumindest nicht unmodern.

Oh, ich glaube, da kommt jemand.

Ja, das gefällt mir schon.

Schon besser.

Ich

glaube,

die guckt.

Lass noch.

Guckt sie noch immer?

Brauchst den Wecker nicht mehr abstellen. Musst sowieso draufstehen.

Schlaf nicht mehr.

Ich soll zu Hause sein. Du sollst zu Hause sein.

Der Kaffee steht auf dem Kochplatz.

Jetzt legst du es mir und machst es.

Gib es dir nicht.

Ich bin schuld, was ich denn los mache.

Ich habe es eben gelaufen.

Halt es mal.

Schau aus dem Fenster.

Was ist los?

Steigt es vielleicht?

Trampelgläder im Mai.

Der Gaslauf im Samen. So gucke ich träumen.

Du träumst, du sauberer Schande.

Befüßt so fertig.

Ich habe nur geträumt.

Ich habe gedacht, ich schlafe, Kinder.

Du,

heute war es besonders schön.

Das nächste Mal möchte ich es am liebsten auf dem Kirschturm

Wir müssen gehen, es ist schon ganz hell.

Sowas habe ich schon mal im Klassiker gelesen, Romeo und Julia.

Ja, mir tut der Rücken weh. Och, Mensch.

Eine Halluzination.

Süßer Wunder.

Das soll eine schlagen.

Aber das Möbelobstbaum ist spitze. Du, das müssen wir unbedingt auch mal

ausprobieren. Wir haben ja auch so ein kleines Apfelbäumchen im Garten.

Vielleicht jetzt gleich draußen im Regen.

Später, Liebling. Claudia, Sie sind dran.

Also, Kinder, ich glaube, jetzt ist es Zeit für mich, ins Bett zu gehen.

Was gibt's denn, Tensi?

Pflichtig ausfangen.

Also, viel Spaß und seid nicht zu laut. Da oben ist schließlich eine

Hochzeitsnacht im Gange, die nicht gestört werden will.

Gute Nacht.

Gute Nacht allerseits.

Da gehe ich am besten gleich mit. Gute Nacht.

Da kommt mir ein ganz toller Gedanke.

Ja, haut euch in die Klappe.

Also, Herrschaften, der Kliniker ist hier.

Wer nicht kapituliert, die Stunde der Wahrheit geht weiter.

Diesen Gedanken würde ich mir abschminken, lieber Graf.

Die sprechen ja.

Na und, die können ja nicht die ganze Nacht nur. Auch in meiner Zeit?

Was auch nicht anders.

Schließlich sind wir jetzt verwandt. Das gibt dir noch lange nicht das Recht,

mich hier einfach so abzukutschen. Ich finde das einfach dekotant.

Ja, trotzdem ist es schön.

Also dann schlaf recht schön und schnarch nicht so laut. Das Brautpaar

ruhen.

Ich und schnarchen?

Wir schlafen ja nur mit dir und nur von dir träumen.

Aber wenn ich an unseren Skiurlaub in Davos denke, da waren wir schon so gut

verlobt. Macht dich dir auch kein Skandal, als du mit der jungen

geschlafen hast? Das war vor unserer Hochzeit.

Wir waren frei. Ich habe dich ja auch nicht gefragt, ob du mit deinem Arzt,

dir bis zum heutigen Tag Blumen schickt, was sehr verdächtig ist, etwas gehabt

hast oder nicht.

Liberté. Er wollte sich sogar meinetwegen scheiden lassen.

Na, bitte.

Er hat es aber dann doch nicht getan. Weil ich es nicht wollte.

Oh, wie edelmütig von dir.

Auf jeden Fall hat er Takt und Verständnis für eine Frau.

Zartgefühl und Einfühlungsvermögen, was dir vollkommen fehlt.

Und für sowas wie mich hast du diesen Wunderknaben aufgegeben?

Nicht so fassen. Im Moment verstehe ich das auch nicht ganz.

Ach was.

Lassen wir doch diese Gerichtsverhandlung. Wir sind nun mal

Komm, gehen wir es nochmal an.

Siehst du, solche Worte hätte er in dieser Situation auch nicht gebraucht.

Also wir verbrachen unsere Hochzeitsreise natürlich in Italien.

Trevi, Forum Romanum, Castello di Angelo.

Wir waren unsagbar verliebt. Ich war damals gerade mit meinem Studium fertig

Eva kam aus dem Internat. Unsere ersten Erfahrungen hatten wir schon hinter uns.

Kein Wunder bei meinem Charme. Die erste Lüge, mein Lieber. Ich war in Rom noch

vollkommen unberührt. Deine Erfahrungen hattest du wahrscheinlich mit anderen.

Ich hätte meiner Mutter schwören müssen, mich vor meiner Hochzeit von keinem

Jungen berühren zu lassen. Ein alberner Schwur kann ich heute nur sagen. Denn

ich musste auf viele schöne Stunden verzichten. Na ja, immerhin hast du dich

keinen Unwürden aufgehoben. Denn ich war damals auch noch unberührt.

Ich erinnere mich an einen Abend, als wir in einem feudalen Restaurant

und dann ins Hotel gingen. Die zweite Lüge. Das Restaurant war ein

Spirituskocher und das Hotel hatte verdammte Ähnlichkeit mit einem

Nein, danke.

Du zögerst noch.

Die Arme fallte rückwärts wie ein Gefangener der Liebe, mein Gefangener.

ja kriminell, was du da quatschst.

Die Arme fallte rückwärts wie ein Gefangener der Liebe, mein Gefangener.

Wie es geschah. Die Lampe soll es nicht sehen.

Du kommst ja nicht.

Bist du so ungeduldig? So soll auch nie.

Und doch.

Wenn's dich beglückt, so nimm und gib.

Nun aber musst du fort. Tero!

Nein, nein.

Scheiße, die tun ja nichts.

Da musst du mal meine Schwester mit ihrem Freund sehen.

Scheiße!

Wollen wir noch lesen, oder?

Sollten wir jetzt nicht lieber etwas anderes tun?

Was meinst du denn?

Na, was man eben so in der Hochzeitsnacht tut.

Du meinst?

Also gut.

Hat genau meine hohle Hand.

Bin lieb.

Sieht auch gut aus.

Hast du denn sowas schon oft gesehen?

Es läppert sich.

Porno oder in Natura?

Selbstverständlich nur im Kunsthistorischen Museum.

Ich möchte dich auch sehen.

Das war Heinz.

Ein Romantiker.

Was ist er heute?

Ein aufgeschwemmter Säuferklopf.

Ohne die geringste Spur von Fantasie. Also jetzt übertreibst du mal. Ich bin

auch immer der zarte Seide -Lyriker von damals. Nur siehst du mich jetzt mit

abgenützten Augen, meine liebe.

Hallo, ihr beiden.

Seid ihr durch den Fluss geschwommen?

Wir sind gar nicht bis dort hingekommen. Kart Promille haben uns in einen

Abgrund geschmissen. Da sind wir zu Fuß eingetippelt. So, das ist ein Trink für

die Tüppler.

Ja, da wärmt euch auch. Ich glaube, ihr habt euch diesen Pulswärmer schwer

verdient.

Ja, komm.

Wo wollt ihr denn hin?

Wir ziehen uns erstmal aus.

Nicht so laut, da oben ist ein zartbeseitiges Liebespartner. Was ist

Beinen? Da müsste doch längst der Putz von der Decke riesen.

Sei doch still, du Angeber.

Da fällt mir jetzt auch noch die Rothaarige ein, mit der du mich in

betrogen hast, du menschliche Bestie.

Wer weiß, was mir in der Ehe mit dir noch alles blüht.

Ich kann mich dir noch nicht so einfach hingeben, bevor alles geregelt ist.

Du spinnst ja, du bist total übergeschlafen. Ich bin sofort los, du

nur ablenken.

Wer lenkt denn hier ab außer dir? Immer wieder fällt dir irgend so ein Blödchen

ein.

Mir fällt überhaupt nichts mehr ein.

Ich bin vollkommen ausgelaugt.

Du willst es schweigen.

Wenn du nicht augenblicklich mit deiner Aggressivität aufhörst, hau ich dir den

Hintern voll, du bist ja die einzige Progressivität, bist du.

Das ist ein bisschen dumm, das Temperament, das ist wie von mir.

Wer ist deine Dame? Ich würde am liebsten durchs Schlüsselloch gucken,

bin eben eine Dame.

Lass mich zufrieden oder ich schrei um Hilfe. Gut, dass du mir das alles jetzt

noch sagst. Noch ist es nicht zu spät, die Zeit zu lassen.

So ein Blödsinn.

So was kann auch nur einer hysterischen Ziege wie dir einfallen. So was habe ich

ja noch nie gehört.

In der Hochzeitsnacht von ehemaligen Freundinnen zu quatschen.

Du nimmst mich eine hysterische Ziege. Das muss ich mir nicht gefallen lassen.

Ja, und tausendmal ja. Nichts kann man dir recht machen.

Ist ja ein Wunder, dass du wenigstens dem Pfarrer heute Nachmittag nicht ins

Wort gefallen bist.

Ich kenne meinen Bruder überhaupt nicht mehr. Ob wir uns da einmüssen? Nein, ein

früher Ehekrach ist besser als ein später.

Ein Gewitter darf die Atmosphäre reinigen.

Vielleicht hat es das wirkliche Gewitter so aufgeladen.

Also mich regt ein Gewitter wahnsinnig auf.

Ich bin doch kein Hund. Komm sofort her, sage ich.

Lass mich doch fort, da rein.

Und?

Hör auf zu

weinen.

Du bist ja total verrückt geworden.

Allah! Allah!

Ja, Sylvia!

Welche Sylvia? Wie kommst du hierher?

Ich dachte, hier ist deine Hochzeit und dein Mastenbein. Ja, wir haben noch ein

paar Billinen auf dem Gesicht.

Ich warte seit Stunden auf Ottenstein, auf euch. Mache mir Sorgen, versuche zu

telefonieren, setze mich schließlich in Elfies Wagen und fahre in Richtung

Stift. An der Brücke finde ich Pioniere, die setzen mich über.

Und mein charmanter Begleiter hier sagt mir, dass ihr hier seid.

Und da bin ich.

Hier kann man doch nicht fehlen, hier ist allerhand los.

Na, und ob hier was los ist?

Ich freue mich, dass Sie dort auskommen sind. Ah, Bayer.

Wissen Sie, was ein Bayer ist? Ein Bayer ist der missglückte Versuch, aus einem

Österreicher einen Preußen zu machen, die neu aber komisch ist.

Und wissen Sie, was die Bayern überhaupt sind? Die Bayern sind einer der

Nordseiten der Südalpen lebendes, listiges Völkchen, das sich nur mühsam

Jodel verständigt.

Wir haben da ein ganz tolles Spiel erfunden, nämlich die Stunde der

Hier erzählen wir uns eine Hochzeitsnacht. Und pass mal auf, kein

Boden, ein ganz gewöhnliches... Ich wünschte da noch jemanden, der auch was

Tolles erzählen könnte.

Wer ist das? Wir brauchen sowieso eine unerhörte Steigung.

Nein, mehr sag ich nicht.

Trigger meinst du Evelyn?

Ich kann mir schon denken, wer das ist.

Du meinst wohl Dieter Droben.

Dieter und Elfie.

Ach, Dieter Droben.

Haben die sich ins Zimmer genommen?

Die haben sich mäuschenstill zurückgezogen. Und seitdem hörst du

mehr.

Was sein Unwetter nicht alles verschluckt.

Es gibt eben keine Leidenschaft mehr. Also weg was. Evelyn hat die Flasche

zweimal. Pass auf, zweimal auf deinem Platz gezeigt. Du bist dran.

Also gut, wenn es unbedingt sein muss.

Ich habe Dr. Waldmann geheiratet, weil ich mir einbildete, das große Glück zu

finden.

Ich war knapp drei Monate seine Sprechstundenhilfe.

Ich mochte seine feine Art und verliebte mich in ihn.

Und außerdem, das sollte ich sagen, reizte mich die Tatsache, endlich

zu sein.

Unsere Hochzeitreise begann am Tage unserer Trauung. In den Süden mit

und mit Chauffeur.

Komm, Schatz, setz dich zu mir nach hinten.

Du weißt doch, dass mir im Fond schlecht.

Aber es sind doch gar keine Kurven.

Das liegt nicht an den Kurven, sondern an der Federung.

Ach du, Waldi, ich freu mich schon riesig auf das Meer. Du auch, ja?

Ich auch.

Ich fragte mich die ganze Zeit, wo Bobby, unser Chauffeur, schlafen würde.

Aber ich wagte nicht zu fragen.

Schließlich hatte der Wagen Liegesitze.

Mein Mann machte die Hochzeitsreise nicht aus Ersparungsgründen mit dem

Wohnwagen, sondern um etwas zu erleben.

Er hatte in Genua eine kleine Yacht liegen und wollte damit eine Kreuzfahrt

machen. Der Wagen sollte vorausfahren.

und uns an bestimmten Stationen für Landfahrten zur Verfügung stehen.

Bitte halte mal, Bobby.

Mein Mann hat ein merkwürdiges, vertrautes Verhältnis zu unserem

mir ein bisschen zu feminin erschien. Sie dunsten sich auch.

Ich habe nun das unaufschiebare Bedürfnis, mit meiner lieben Frau die

nachts zu feiern. Daher begeben wir uns jetzt nach hinten.

Fahr bitte vorsichtig weiter und reg dich nicht auf.

Das haben wir notwendig gehabt.

Ein Arsch ist der ein Alter.

Sonst würde er mir so etwas nicht antun.

Eine Unvollschämtheit.

Aber damit will er sich sicher für meinen Seitensprung mit dem kleinen Rudi

rächen.

Ein kleinlicher Despot.

Aber das machen sie alle so, diese bisexuellen Brüder.

Autofahren stimuliert mich immer maßlos zur Erotik. Dich auch?

Ich weiß nicht.

Ich denke gar nicht darüber nach.

Ich bin eigentlich immer stimuliert.

Stört es dich, wenn wir es im fahrenden Wagen erleben?

Abgesehen davon, dass ich mir meine Hochzeitsnacht immer in einem Hotelbett

vorgestellt habe, stört es mich nicht sonderlich, mal was anderes.

Genau, es gibt ja keine Regel für die Liebe.

Niemand auf der Welt hat das Bett als Unterlage für die Liebe vorgeschrieben.

Denken wir an Adam und Eva, die hatten gar keinen.

Warum hast du dich denn wieder angezogen?

Ach, diese Missrehen.

Sieh es aus, du brauchst es jetzt nicht.

Gefällt es dir nicht?

Schon, aber es stört mich beim Akt, ehrlich gesagt.

Beim Akt stört es mich, ehrlich gesagt.

Ich hoffte, du würdest es mir ausziehen. Das kann sehr zärtlich sein.

Ich halte nicht viel von diesem sogenannten Liebesspiel mit versteckten

Du sagst das, als wäre ich eine Patientin, der du den Blinddarm

willst. Mag sein, dass mir als Mediziner der menschliche Körper zu vertraut ist,

dass er mich aufreizen könnte.

Aber gerade deshalb möchten dich doch gewisse Reizmittel anregen.

Ich brauche das nicht. Ich habe meine Fantasie und es genügt mir.

Du brauchst keine Angst zu haben. Ich stelle schon meinen Mann.

So, ein bisschen Bewegung in die Sache bringen.

Verfluchter Bobby, ich habe ihm doch gesagt, er soll vorsichtig fahren.

Hallo Bobby. Bobby, du fährst wie eine gesenkte Sau.

Entschuldige bitte.

Ich werde langsamer fahren.

Sonst alles in Ordnung?

Ja.

Vielleicht sollte ich aushelfen kommen.

Vielleicht. Wir werden sehen.

Als Krönung.

Hast du Unannehmlichkeiten gehabt? Nein, nicht der Rede wert.

Ist ihm das nicht genug, was ich ihm gebe?

Muss er auf allen Klavieren spielen?

Wie komme ich dazu,

dass ich diese geilen Böcke auch noch schockiere?

Ich fahre gegen den nächsten Baum.

Oder ich stürze sie in einen Abgrund.

Ich erschließe sie.

Alle beide, mitten im Akt.

Ein Vollidiot bin ich.

Wer weiß, was die da hinten rumpummeln.

Hallo, hier Triebwagen.

Fahr bitte beim nächsten Parkplatz raus.

Ich komme wieder nach vorne. Hier hinten wird einem ja speiübel.

Hat es nicht geklappt?

Ich bin ja nicht impotent, du Eselchen.

Ach, so eine Frechheit. Er fragt, ob es nicht geklappt hat. Du bist eben zu

vertraulich mit deinem Chauffeur.

Das wirst du noch verstehen lernen. Später.

Wenn was ist, rufst du uns an.

Schlaf gut. Ist gut. Fahrt vorsichtig.

Einziger Ausdruck von Eifersucht. Ich werde nicht dulden, dass sie sich

uns schiebt. Jawohl. Das tut sie auch nicht, Liebling. Ha, dass ich nicht

Sie ist meine Frau und du hast sie als solche zu respektieren.

Ich habe geheiratet, weil es meine Stellung verlangt und ich kein unnützes

Gerede haben will. Und eine Hochzeitsnacht bin ich ihr zumindest

dann kommen die ehelichen Pflichten, ich weiß.

Es wird genug für dich übrig bleiben. Ich ertrage das einfach nicht.

Ich werde fahren.

Du bist im Augenblick dazu nicht... Was ist denn da?

Bitte?

Ich war mit dem Wohnwagen unterwegs und die wussten nicht, dass ich ausgestiegen

bin und sind abgefahren.

Bitte fahren Sie zu.

Wir müssen Sie einholen.

Siehst du, so fährt man, wenn hinten jemand schläft.

Na, schau mal, im Nachthemd fahren sie jetzt schon Motorrad. Also diese Flampen

sind direkt vulgär. Hallo, hallo.

Das Nachthemd kenne ich doch. Das ist Evely. Ja, wie kommen die denn zu diesem

schicken Motorradfahrer?

Ach, Waldi.

Das war der Höhepunkt meiner Hochzeitsnacht.

Ja,

ja, so ist es.

Gehen Sie weiter.

Am Morgen waren wir an einem See.

Als ich von einem ausgedehnten Schwimmen zum Wohnwagen zurückkomme...

Ich

verstehe wirklich nicht, was du an diesem schwappenden Fleischklößen einer

weiblichen Brut findest, Waldi. Das Ganze ist doch... Schau mal, Evelyn,

und ich lieben uns. Kannst du verstehen, dass man zwei Geschlechter lieben kann?

Bobby hat ältere Rechte als du. Nein!

Also bleib doch da, wo willst du denn hin?

Ja,

so habe ich Bertha kennengelernt.

Und seitdem lieben wir uns.

Und mein ehemaliger Mann und Bobby kommen uns zuweilen besuchen.

Nein, nein, nein.

Sonst bremme ich alle die Zeche. Los, ich muss erzählen.

Nein, ich habe überhaupt nichts zu sagen.

Nein, schön war es schon, meine Hochzeitsnacht. Aber so gut erzählen

vielleicht nicht.

Josef Oberhofer, bist du gew...

Bist du gewillt, die hier anwesende Christentia Untermeier zu deinem Weibe

nehmen?

Zu deinem Weibe zu nehmen?

So antworte mit einem lauten und deutlichen Ja.

Ja.

Und du, Christentia Untermeier, bist du gewillt, den hier anwesenden Josef

Oberhuber zu deinem Manne zu nehmen?

So antworte mit einem lauten und deutlichen Ja.

Ja.

Wenn jemand der hier Anwesenden schwerwiegende Gründe gegen diese

hat, dann soll er das jetzt tun.

Ja, ich.

Schwerwiegende Gründe, habe ich gesagt.

Ja, logisch.

Ich habe nämlich das Mädel viel lieber als der Sepp, der Haderlump, der

Kreisliche. Der hat es doch nur auf ihr Gasthaus aufgesehen. Der will sich da

reinsetzen. So schaut es aus.

Das sind keine schwerwiegenden Gründe nicht. Huck dich hin und halt's mal.

So.

Huck dich hin, hab ich gesagt.

Ja, bitte schön.

Dann lasst uns also den Bund der Ehe vollstrecken.

Soweit ist es noch ganz gut gegangen.

Aber auf die Nacht, da hat uns Inverno eingesetzt.

...

Zenzi, du brauchst dich doch nicht

schämen vor mir.

Zenzi, willst du nicht rein?

Zenzi!

Aber Zenzi, du brauchst dich doch nicht schämen vor mir. Wir sind doch jetzt

verheiratet.

Du!

Da legst du dich nieder.

Ja, was magst denn du da?

Ja, sag einmal, was magst denn du bei meiner Zänzi?

Also, Zänzi.

... ... ... ... ... ... ... ... ...

Vielen Dank.

Das wird ja eine narrische Hochzeitsnacht, Sensei. Das wird keine

Hochzeitsnacht. Wenn die zwei da unten rauf sind, hören sie nicht auf, bis sie

sich die Sädel reingeschlagen haben.

Soll ich da zwischenfahren?

Lieber nicht, damit wenigstens einmal okay bleibt.

Mei, Sensei, ich bin doch gar kein Mann.

Und ob du ein Mann bist, ich glaube, das war sie besser als du, Johannes.

Ich muss in meine Hochzeitsnacht, lieber Herr Pfarrer.

Ich habe mich so drauf gefreut.

Schau, Zänzi, wenn die da drunten fertig sind, dann kriegst du schon wieder

deinen Mann.

Nein, den will ich jetzt nicht mehr.

Im Guten und im Bösen, habe ich gesagt.

Schon seit ich denken kann, mag ich dich, Johannes.

Johannes.

Mein Zänzi.

Johannes. Mein Zänzi.

Wo hat der Pfarrer Johannes sein Gelübde gebrochen?

Er ist mein Mann geworden. Er heißt jetzt statt Johannes Hans.

Der Sepp aber, dem ist das schon ein bisschen auf die Eier gegangen.

Der hat in seinem Zorn ein Vermächtnis abgelegt und auf dem Pfarrer studiert.

heißt jetzt statt Sepp Josefus. Und hat uns dann auch getraut und uns die Sünde

vergeben. Wenn jemand der hier Anwesenden etwas gegen diese...

Wenn jemand etwas gegen diese

Eheschließung...

irgendwelche Abgründe vorzubringen hat, so möge er dies jetzt... Schwerwiegende

Gründe.

Schwerwiegende Gründe einzuwenden hat, so möge er dies jetzt sagen.

Ja, ich... Ja, schiebe mich gut zu Tücken, Louis Viers. Legst uns aber alle

Arsch. Jetzt hau dich aber raus. Jetzt lass dich auch nicht mehr senken, Herr

Renner, gell?

Komm schon, jetzt schau, ob du es führen kannst.

Alles klar, fangen wir an.

Johannes Zumperberger, bist du gewillt, die hier anwesende

Crescenzia Untermeier zu deinem Weibe zu machen?

So, so.

So antworte ich.

Wie? Du musst so antworten.

So antwortet mit einem Lauten und mit was?

Und deutlich.

Ja. Mit einem lauten und deutlichen Ja. Wer? Ich?

Ja, du.

Ja.

Ja.

Ja, so war es.

Ich hätte den Arsch anziehen können.

Dann bleib in der Feuerwehr draußen.

Das schiebt sich gut.

Ich komme heute zu dir. Ja. Anfechten.

Es hat aufgehört zu regnen. Boah, Zeit, dann kommt er wieder heim.

Jetzt wollen wir gar nicht mehr.

Also dann noch mal herzlichen Glückwunsch und alles Gute. Ich werde

dass die Brücken fertig werden. Für dich. Geh.

Na? Der Mäuse -Schwänzlein, wo kommst denn du so plötzlich her?

Ominöse Mäuseschwänzlein. Meine beste Freundin, du Schwindler, jetzt bist du

entlarvt. Was musst du denn auch so blöd verpleppern? Was musst du auch so ein

blödes Telegramm schicken? Jetzt fängt alles wieder von vorne an.

Schaut mal, was es da draußen zu sehen gibt.

Das Finale einer neuen Episode.

Ich hoffe, sie findet ein Happy End.

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