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Liebling, ich habe Hunger.
Ich gehe jetzt arbeiten, dann gibt es... Ich bin total abgeschlafen.
Hoffentlich nur auf der Leiter und nicht auf dem Bett.
Du, fordere meinen Pinsel nicht heraus.
Welchen Pinsel? Du Pinsel.
Dieses junge Paar sind Bernd und Birgit Mittner.
Soeben 14 Tage verheiratet, schwer ineinander verknallt und gerade mit der
Wohnung im Schuss.
Bernd studiert Soziologie und taugt schwer an seiner Doktorarbeit.
Thema, Gesellschaftsprobleme der modernen Ehe.
Dafür macht er Straßenbefragungen und quetscht Ehemänner aus.
Berit hilft ihm dabei und interviewt die Damen.
Mit allem, was sie hat.
Und was jetzt, mein Mädchen?
Hoffentlich fragst du mich nicht wieder mittendrin, ob ich die Pille genommen
habe. Hast du sie auch genommen?
Natürlich, weil ich ein Schaf bin.
Aber Schafe nehmen keine Pille.
Dann nehme ich auch keine mehr.
So, von jetzt an bin ich dabei, wenn du die Pille nimmst.
Grüß Gott, bitte. Guten Tag, Sie haben da so rosa Lutschpastillen im Fenster.
Kann ich die auch in weiß haben? Weiß? Aber der Geschmack ist doch dasselbe.
Rosa ist doch eine typische Mädchenfarbe. Ich wünsche mir einen
Die da sehen genauso aus wie die Antibabypille. Aber das sind doch
Schati? Das macht fast gar nichts.
Laute kleine weiße Schati.
Ich werde dir geben, mich zu kontrollieren.
Was machst du denn so lange?
Ich nehme die Pille.
Augenblick, ich habe doch gedacht, ich will dabei sein.
Und jetzt ein Wachstum.
Zufrieden?
Ich gehe schon ins Bett. Ich komme gleich.
Wenn man nicht aufpasst, machen die Weiber nur Dummheiten.
Bernd! Bernd!
Komm schon. Du hast eigentlich ein wahnwitziges Glück.
Glück? Wieso?
Dass du mich bekommen hast.
und Birgit haben schon in verschiedene Ehen hineingesehen, um möglichst
interessantes und originelles Material für die Doktorarbeit Berns zu bekommen.
Auffallend ist es, dass in der letzten Zeit die Frau es ist, die den ersten
Schritt zur Untreue hin macht.
Wo liegt die Ursache dieser Zerrüttung? Merkst du, dass immer die Frau dran
schuld ist?
Nein, ich finde, schuld sind die Männer.
Die Männer?
Warte mal eine Straßengefragung ab. Es kommt immer darauf an, wer die
haben soll. Das Männchen oder das Weibchen?
Darf ich Sie bitte etwas fragen?
Wer soll in einer Partnerschaft die Initiative ergreifen? Der Mann oder die
Frau? Der Mann natürlich.
Die Frau hat die gleichen Rechte. Der Mann muss sich genauso emanzipieren wie
die Frau.
Wer sollte Ihrer Meinung nach die Initiative übernehmen? Der Mann oder die
Ich bin Karolin, heute Schule.
Kommst du noch, Liebling?
Ja, natürlich, wenn du willst.
Brigitte interviewt heute diese Dame, die wir soeben gesehen haben.
Frau Gudula Hansen, die Gattin des Buchhändlers Dr. Paul Hansen. Ein Mann,
die Dinge des Lebens nicht so sieht, wie sie sind, sondern wie er sie haben
möchte. Dazu gehört auch, dass Hansen die sexuelle Initiative ausschließlich
seiner Frau erwartet.
Verstehen Sie, ich habe ja nichts dagegen, für ihn die Verführerin zu
Aber manchmal möchte ich auch gern verführt werden.
Wenn ich diese Situation gar nicht mehr aushalten konnte, ging ich dann zu
Katinka, einer Freundin in der Boutique.
Katinka ist kein Kind von Traurigkeit. Guten Tag.
Guten Tag.
Hallo, Katinka.
Oh, Runde, Lannitin. Ja, grüß dich.
Du kennst ja meinen Kummer.
Tja, was soll man dir da raten? Ich werde dir jetzt mal zeigen, was
ist. Du kommst jetzt gleich mit. Wir erreichen ihn noch, denn so gehst du mir
vor die Hunde. Wo bist du denn hin? Johnny abholen.
Ich bekam Herzklopfen.
Diese vielen stark geboten Kerle.
Männer.
Männer wie Tiere, die nach Schweiß rochen.
Und die bestimmt auch zupackten.
Angriffen wie Tiere.
Und ich?
Ich kannte bisher nur Paulchen.
Mir war ganz heiß geworden.
Ich war in einem ganz eigenartigen Zustand.
Ich war wie eine Muschel, die sich öffnete, immer weiter.
Hallo!
Ich nahm sofort die Einladung zum Turnier an.
Paulchen hatte heute Geburtstag.
Ich hatte es jetzt vergessen.
Ich wollte es vergessen.
Hier ist Max von AFN Munich.
Ja, sie hatte seinen Geburtstag vergessen.
Hatte ihn vergessen, hatte ihre Ehe vergessen.
Hatte dafür einen Mann kennengelernt, der das belass, was dem Dr. Hansen
Initiative.
Gudula!
Du musst entschuldigen, Paulchen.
Gudula!
Wo bist du denn so lange gewesen?
Ach, nirgends. Ich war bei meiner Freundin. Na, nirgends ist doch wohl
Antwort.
Also gut, ich war bei den Catchern mit Katinka.
Ah,
tja.
Gut, Ulla.
Jawohl. Ab und zu verspüre ich das Bedürfnis, mit richtigen Männern
sein. Du!
Willst du damit sagen, dass ich kein Mann bin?
Ach, lass mich. Du tust mir weh. Das ist mir jetzt auch völlig egal geworden.
Bin ich ein Mann oder bin ich keiner?
Zeig's mir doch, Paulchen. Zeig's mir doch.
Das werde ich auch.
Endlich wurde Dr. Hansen initiativ und aktiv.
Endlich ein Mann.
Er hatte an diesem Abend seines Geburtstages seine Ehe für immer
Die Farbe wird häuslich spitze. Vielleicht kannst du noch einen
den Palast investieren.
Morgen musst du das Zimmer pinseln.
Morgen das Zimmer und heute dich.
Anweber, Platz hätten wir bereits für Setschbrösslinge. Aber du bist ein
fauler Kerl.
Meinst du nicht, wir könnten uns ein ganz kleines Baby lassen? So ein ganz
winziges? Wenn du glaubst, wie ob diese Weise abkochen zu können, Liebling,
dann... Ich meine doch nur, wo du doch so viel Geld verdienen wirst und du
eine große Wohnung haben.
Auf keinen Fall von meinem Dr.
Mauser.
Nicht,
dass du glaubst gegen die Macher von Soziasi. Nein.
Ihm gefällt mir sogar ganz ausgezeichnet.
Wie ausgezeichnet?
Ja, glaubst du mir denn nicht?
Oh, nicht aufhören. Es ist so schön, hier zusammen zu sein.
Sie
haben
mit 19 geheiratet und der Mann ist zwölf Jahre älter als Sie. Hat sich der
Altersunterschied ausgewirkt?
Ach, wissen Sie, mein Mann, der ist im Außendienst. Wenn der abends heimkommt,
dann will er seine Ruhe haben.
Herr Menke vernachlässigt seine junge Frau, kümmert sich immer weniger um sie,
kennt nur seine Arbeit und die Ehe wird immer eintöniger. Das ändert sich eines
Tages mit einem Schlag.
Frau Sabine Menke gewinnt bei einem Hausfrauenquiz den ersten Preis.
Sie schafft es noch gar nicht.
Glücklich und glücklich.
Ich meine also, wenn du dir frein nimmst, dann können wir doch auch zu
fahren.
So viel mehr kann das nicht kosten. Außerdem habe ich ja noch mein Sparbuch.
So kurz vor der Schlussbilanz?
Außerdem ist das Ausland sowieso nicht mein Fall.
Wenn du willst, kannst du ja allein fahren.
Vielleicht wird es dir gut, wenn du mal auf andere Gedanken kommst.
Die Amore, die klingt auf Deutsch nicht halb so schön.
Ja, wenn Sie es aussprechen.
Warum bleiben Sie eigentlich nicht hier, Sabine? Für immer.
Ach, was denken Sie? Ich habe meine Pflichten daheim.
Sabine, Sabine, es ist geschehen. Ich habe mich unsterblich verliebt.
Es ist ein einziges Mal passiert, am letzten Italientag. Ach du, dass das
noch so schön geworden ist.
Sag mir, dass du hier bleibst.
Ja, weißt du, ich... Ich liebe dich, aber es geht nicht.
Irgendwie kommst du mir verändert vor.
Ja? So bist du nie gewesen.
So feurig war ich.
Vielleicht habe ich dich mit einem heißblütigen Italiener betrogen.
Ich gebe zu, ich bin in der letzten Zeit kein sehr aufmerksamer Liebhaber
gewesen.
Dafür hast du dich aber jetzt schwer gebessert.
Ich glaube, Sabine wird nie mehr fremd. Ja, weil sich der Mann wieder am Riemen
gerissen hat.
Klar, selbstverständlich. Die Krone der Schöpfung.
Du,
schon halb acht. Ich habe Hunger.
Das ist gut. Dann gehen wir noch aus.
Nein, wir müssen früh schlafen gehen. Oder auch nicht.
Ach du, wir müssen früh aufstehen. Wir haben doch wieder Befragung.
Ich habe morgen Straßenbefragung.
Kapitel Eifersucht.
Und was hast du morgen für ein Thema?
Ich bin bei der Gattin von einem Friseurmeister.
Keine Probleme.
Nee, nicht ein einziges. Albert war und ist der Leiter im Geschäft und in
unserer ganz privaten Sphäre.
Danke. Ah, Herr Nachbar, was kriegen wir denn heute?
Perfekter Service? Ah, keinen rasierenden Piret. Bitte sehr, bitte
So, jetzt.
Im Fragebogen haben Sie angegeben... Dass Sex keine allzu große Rolle spielt.
Liegt das am Altersunterschied? So groß ist er gar nicht. Ich meine, es kommt
immer darauf an.
Seit Ihrem Fragebogen ist ja alles ganz anders geworden.
Gut, Sie wirken jetzt. Halten Sie endlich mal still. Sie sollten sich mal
Frau suchen.
Ich glaube, Sie sind nicht ganz ausgelastet.
Sex ist die beste Medizin. Ich verstehe Sie.
Ja, ja, ja, kapito.
Der Sex, wissen Sie, der Sex.
Schauen Sie mich an. Habe ich ein Zug im Gesicht? Nein, ich zucke ganz woanders.
Und warum habe ich kein Zuck im Gesicht, weil ich ein geregeltes Sexleben habe?
Mein Mann ist immer der aktive Teil.
Die meisten jungen Mädchen haben heute Erfahrungen vor der Ehe.
Daraus ergeben sich gewisse Vergleichsmöglichkeiten. Bei mir war das
notwendig. Was glauben Sie, wie glücklich ich in meiner Ehe bin?
Sogar in den Mittagspausen.
Ich liebe meinen Albert, er ist wie ein stürmischer Zuchtbulle.
Geh zu, Bertil, was strampelst dich ab? Es geht in der Nacht nichts mehr und in
der Mittagspause auch nichts mehr zusammen.
Aber ich verstehe nicht, was soll ich Ihnen denn verheimlichen?
Eine Frau weiß manchmal mehr von einer anderen Frau als der Mann. Birgit
dass da noch ein anderer Mann im Spiel gewesen war. Und der schlaue kleine
hatte auch einen Weg gefunden.
Ein Loch in der Wand.
Das Loch zum Loch.
Ein Mauerdurchbruch, der vom Nebenhaus direkt in den präparierten
unserer Friseurmeistersgattin führte.
Vielleicht eine etwas eigenartige Umleitung, aber dennoch eine
Verkehrserleichterung. Und auf den Verkehr kam es ja den beiden an. Auf den
Stoßverkehr und die Verkehrsspitze.
Wir haben mindestens eine Stunde Zeit. Bert ist beim Steuerberater.
Sempre moderato, eine Stunde, mindestens zehn numero.
Berg in Flammen.
Jetzt sehe ich wieder, die Leidenschaft ist über dich gekommen.
Du machst mich ganz konfus. Ich möchte singen vor Glück.
Singen, singen.
Oh, Sohle mio.
Oh, mio Sohle.
Die Sonne geht auf.
Oh, Sohle mio. Jetzt kommt der kleine Sonnenstich.
Super Potenzin, dem reibungsbeständigen Ständerol, macht müde Männer munter.
Davon nehme ich ein Dutzend. Und von den anderen Sachen auch noch ein Pröbchen.
So, also, dann wünsche ich Ihnen recht viel Erfolg und viel, viel Spaß.
Ja, bis zum nächsten Mal.
Weibchen, Weibchen!
Was hast du denn?
Was soll ich denn haben?
Das Hose runter, das Hemd da rauf, das ist der schönste Lebenslauf.
So, jetzt wirst du dich gleich spüren.
So, das
hätten
wir. Und was ist aus diesem Italiener geworden, den Sie?
Viermal monatelang geküsst haben. Und ich. Das war ja damals nur die Not, die
mich dazu getrieben hat.
Ich frage ja immer bei diesen Diver -Leuten, wer mir da nicht die Hosen
oder aus.
Auf Wiedersehen. Ja, was machen Sie denn für grobe Augen?
Ich sagte ja, Sie müssten mal zu einem guten Doktor gehen.
Berti.
Ja, Weibi. Sie sind sowieso schon fertig.
Bepi, Kasse.
Tja, wer anderen Damen eine Grube gräbt.
Was halten Sie von eifersüchtigen Männern?
Ja, ein bisschen Eifersucht gehört schon dazu, sonst...
Weiß man ja gar nicht, ob er einen noch gern hat. Wenn Sie eifersüchtig sind,
sind Sie eifersüchtig. Was halten Sie von eifersüchtigen Ehemännern?
Doch, was tue ich? Und Sie?
Von einem eifersüchtigen Ehemann, der nur läuft, bis er weiter wie der Pfeffer
wächst. Genau dorthin, in das Land, wo der Pfeffer wächst, wünscht Frau Steffi
manchmal ihren Mann Oskar.
Er hat eine kaum reparable Veranlagung. Er ist eifersüchtig, grundlos und bis
zur Brutalität.
Guten Abend, Oskar. Wo hast du dich denn rumgetrieben?
Aber ich war doch nur mit der Heidi.
Mit der Heidi?
Ja, wir sind an einem Kino vorbeigegangen.
Da gab es einen Film mit der Romy Schneider. Mit der Heidi.
Oh,
du bist nicht gemein. Jetzt steig mit der Heidi ins Kino.
Oh, ich will nicht noch mit der Heidi ins Kino.
Du hast es also schon versucht.
Ich will wissen, wie er heißt.
Wie er heißt, will ich wissen.
Ich habe dir schon tausendmal gesagt, du sollst dich nicht mit der Heidi
rumhalten. Eine Frau gehört ins Haus.
Und wenn er tätlich wird?
Mei, dem darf ich dann schon helfen dafür.
Ja, wenn er einen echten Grund hätte.
Ich bat ihm, sei gewarnt und ausbettet.
Das ist normal, finde ich.
Hinterher hat es ihm dann immer leid getan. Es war jedes Mal so.
Und Sie? Haben Sie ihm jedes Mal verziehen? Die Versöhnung war immer das
Schönste.
Und am anderen Tag kam er mit dem Pudel an einem süßen Viecher mit schwarzen
Knopfaugen und einem schwarzen Lädchen.
Bubi hieß er. Ich weiß nicht, wohin Oskar her hatte, aber er war ganz
Der Hund flog wild auf Autos.
Bubi!
Bubi, sollst du herkommen? Aber schnell!
Bubi, was machst du denn da?
Ach, entschuldigen Sie bitte, er ist noch ganz neu, der Bubi.
Vielleicht wird er gerne Autofudeln mögen, so was.
Entschuldigen Sie nochmals, komm, Bubi.
Ein Laub.
Zuerst dachte ich mir, na ja, die Dame hat ihn vielleicht an ein früheres
Frauchen erinnert.
So, mach schön, Bubi.
Bubi! Was ist denn so blöd? Bubi!
Bubi, was fällt dir ein?
Entschuldigen Sie, mir ist das so peinlich. Der will in jedes Auto rein.
fairer Bursche. Haben Sie so abgerichtet?
Ich lasse dich nicht mehr von alleine, du Streut. Entschuldigen Sie bitte. Auf
Wiedersehen. Ach nein, ich meine guten Tag.
Mir ging das natürlich im Kopf rum, was der Herr gerade angedeutet hatte. Ein
Hund, der darauf dressiert war, Herrenbekanntschaften zu vermitteln.
Ubi! Ubi! Wo kommst du denn her, braves Kerl? Ubi!
Entschuldigen Sie bitte, es ist wirklich nicht meine Schuld. Ich hätte auch nie
gedacht, dass Sie ihn darauf abgerichtet haben. Hey, Sie!
Sie waren das! Ah, steigen Sie schnell ein, die lünden uns sonst.
Niedliche, feuchte Schnäuzchen, das seidenweiche Fältchen. Gefällt es Ihnen?
So könnte ich stundenlang streicheln.
Ich kann mir schon denken, was Sie meinen. Was denn zum Beispiel?
Aber wie die das erraten. Kluges Kindchen, mein Frauchen.
Aha, kenne ich nach dem schärfsten Sprint.
Lecker, lecker muss das gut sein.
Haben die was eingebaut?
Mann, oh Mann, wer geht dran?
Menschen so wie wir.
Oh, wie viel Uhr ist es?
Erst fünf.
Fünf? Aber dann müsste ich ja längst zu Hause sein.
Aber du hast doch nur den Hund ausgeführt.
Das schon, aber es war länger als eine Stunde.
Was, ein richtiger Hund? Der braucht mindestens zwei Stunden, um sich richtig
aufzulaufen. Wie bist du es? Wieso hast du jemand anderen erwartet?
Sag mal, was hast denn du für einen Pummel an? Pummel, was du schon davon
verstehst.
Wo du das her hast, habe ich dich gefragt. Aus dem Schlossverkauf. Das
mindestens schon zehnmal an mir gesehen.
Ich glaube, ich habe mir den Fuß verknackst. Aber ich kann gar nicht
Mach dir halt einen Umschlag.
Der Hund ist ja auch noch da. Warst du schon unten mit ihm? Nein, noch nicht.
Dann gehe ich mit ihm runter. Komm du und zieh.
Renn rum, Bubi.
Bubi!
Was soll denn das? Was bist du denn für einer?
Bubi, spinnst du verrückt? Das scheint ja ein richtiger Autohund zu sein.
Autohund? Ich habe kein Auto.
Bubi, wo rennst du denn schon wieder hin?
Ja, Bubi, da bist du ja, Bubi. Wo ist denn die süße Steffi heute?
Steffi hat sich den Fuß verknackst.
Das tut mir aber leid. Dir auch.
Die Not können Sie behalten. Und die Steffi dazu.
Natürlich hat er mich nicht behalten. Aber gewarnt hat er mich wenigstens. Und
das war meine Rettung. Und als mein Mann nach Hause gekommen ist, da war ich
schon über alle Berge. Und wäre es zur Scheidung gekommen, wenn er ihm Bubi
nicht geschenkt hätte?
Ja, nie.
Der Bruder ist an allem schuld.
Es sind sehr oft psychische Gründe.
Seelisch bedingte Ursachen, die bei vielen Männern zu Potenzschwierigkeiten
führen.
Der zeitweilige Verlust der Liebesfähigkeit ist nur sehr selten eine
Schwäche. sondern meistens durch seelische Komplexe verursacht.
Eugen Tramp ist so ein Fall.
Als Schriftleiter einer Illustrierten, die sich immer mehr auf Sex
spezialisiert, ist er frustriert und allergisch gegen die normale, anständige
Frau geworden.
Hast du die Heizung abgestellt?
Ich kann ja das Kaminfeuer anmachen.
Ja, bitte.
Wie viele?
Wie viele Dreier hast du denn heute schon gehabt? Vier oder fünf.
Was ist mit dem Geld?
Hast du die Salami mitgebracht?
Ja, meine Manteltasche.
Ja, Sie haben richtig getippt. Die blonde Dame ist keine Prostituierte.
Frau Uschi Tremp ist seit zwei Jahren die Ehefrau des Herrn Tremp.
Damals konnte sie noch nicht wissen, was sie sich eingehandelt hat.
Als ich meinen Mann kennenlernte, studierte ich Germanistik im zweiten
Er war Schriftsteller und wollte es damit so weit bringen, dass er davon
konnte. Also nicht die ganz große Liebe, sondern mehr eine beruflich -geistige
Bindung. Wir hatten es uns so schön vorgestellt. Ein eigenes Heim, in dem
gemeinsam unseren Berufen nachgehen konnten.
Vielleicht wäre auch alles gut gegangen, wenn er nicht diesen Job angenommen
hätte, bei dieser Sexillustrierten.
Haben Sie was gegen Sex?
Das hat ihn kaputt gemacht. Vorher war er vollkommen normal, soweit ich das
beurteilen kann.
Aber dann... Das ist doch kalter Kaffee, das ist doch nicht Sex, das ist doch
Kinder -Mickey -Maus.
Lasst euch doch mal was wirklich Erotisches einfallen. Morgen.
Ich hab da was knipsen lassen, paar neue Tittenweiber. Vielleicht wird das der
Auflage. Aber mach einen Punkt, Johnny. Heute sind doch nicht mehr Titten
gefragt. Wie wär's denn mal mit ein paar schicken Arschbacken? Darauf steht doch
kein Arsch mehr.
Dann rein in die Vollen.
Dann müssen wir eben ein paar leckere Muschis her.
Besser noch mit strammem Penis.
Allmählich würde mich interessieren, machen wir eine Illustrierte oder eine
Wichsvorlage? Ich konnte direkt beobachten, wie es im Bett immer weniger
Zum Schluss war gar nichts mehr da.
Wenn jemand so mit Sex und Porno überfüttert ist, dann... Vielleicht
ihm auch nicht genug bieten. Oder ich war einfach nicht reif genug, um ihm in
dieser Situation und von mir aus helfen zu können.
Und trotzdem kamen Sie auf die Idee, seine Libido auf diese Weise
Ich? Als er das erste Mal damit kam, habe ich gar nicht gewusst, was er
Ich habe ihn ausgelacht. Aber dann habe ich gemerkt, dass es im Ernst war damit.
Damals liebten Sie ihn noch.
Sex kann etwas sehr Schönes sein.
Aber plötzlich war alles ins Gegenteil verkehrt.
Ich konnte mir selbst nicht mehr ins Gesicht sehen.
Na los, komm schon.
Nein, ich kann nicht mehr.
Geh zu einer richtigen Note.
Oder geh zu einem Psychiater. Aber lass mich bitte endlich in Frieden.
Glaubst du, ich bin krank?
Ich weiß es nicht.
Ich könnte keine Ruhe ertragen.
Ich will dich. Das weißt du doch.
Und wie soll es weitergehen?
Was bleibt uns denn noch?
Geh.
ließ mich wieder überreden.
Es war kalt und ich zitterte von Nervosität, dass eine Polizeistreife
mich ein Mann anpöbeln könnte.
Dann sah ich seinen VW.
Er stieg aus.
Wie, Eugen?
Moment, warte mal.
Komm rauf in die Redaktion. Wir haben eine spitze Idee.
Ausgeschlossen, ich habe keine Zeit. Ich sage euch doch, ich habe keine Zeit.
Was heißt keine Zeit? Der Boss wartet, da komm schon.
Komm, mein Gott, hinterlass mich doch. Mensch, mach doch keine Zicken, Mann.
Das wäre die Masche, du Typ.
Jetzt,
das Model ist auch da.
Ich warte mir nur weg.
Nur weg, nur nach Hause.
Einmal ist es mir wenigstens erspart geblieben.
Nie wieder, sagte ich mir.
Hier ist das Sperrgebiet. Das wissen Sie doch.
Wo haben Sie denn Ihre gelbe Karte? Was wollen Sie von mir? Ich habe nur auf
meinen Mann gewartet.
Schön ist es.
Jetzt kommen die Huren schnell in den Stock.
Jetzt bringen Sie mir endlich Ihre Gelbe, ich warte.
Gehört die Dame zu Ihnen? Sicher, meine Frau, wir hatten einen Streit. Sie ist
weggelaufen, so wie sie war.
Komm, sonst holst du hier noch eine Erkältung.
Moment, die Dame hat öffentlich jetzt irgendwas erregt. Aber warte, Meister,
sowas kann doch mal passieren.
Diese jungen Egel, da teilst du da. Das war ein Unverkehr.
Plötzlich waren wir in seiner Wohnung.
Das heißt, in seinem Foto -Atelier.
Dort war ein Segelboot aufgebaut.
Das ist die Windmaschine.
Da kommt das Meeresrauschen.
Und das hier ist die Atmosphäre. Und was passierte dann?
Er hörte sich meine Geschichte an und verstand einfach alles.
Und das war es ja, was ich im Augenblick brauchte.
Also, jetzt trinken wir einen.
Also... Ja, dann haben wir ganz viel Champagner getrunken. Ich bin überzeugt,
glaubte mir kein einziges Wort.
Und wie ging es dann weiter? Dann hat er mich sehr glücklich gemacht.
Als ich den Hausschlüssel hervorholte, war ein 100 -Mark -Schein in meiner
Handtasche.
Ja, ja, blond.
Wie alt?
20 Jahre alt.
Kleidung? Ja, trägt schwarzen Persianer.
Hallo, sind Sie noch da? Die Polizei wird sehen. Hallo.
Wo kommst du her?
Vom Strich.
Und was habe ich verdient?
Bitte mach dich nicht lustig über mich.
Wo bist du gewesen?
Du hast mich doch darauf dressiert.
Uschi.
Uschi, wo willst du hin?
Uschi.
Noch am selben Abend habe ich meinen Mann verlassen und bin zu einer Freundin
gegangen.
Vielleicht wäre alles ganz anders verlaufen, wenn wir ein Kind gehabt
Auf alle Fälle bin ich mit meinem jetzigen Leben gut.
Wie würden Sie reagieren, wenn Ihr Mann seine Potenz verliert?
Tja, wenn er kein richtiger Mann mehr ist, wozu soll ich dann noch die Socken
stopfen? Einmal hört alles auf. Es ist sehr traurig für ihn. Und Sie? Für ihn
schon auch, für seine Frau wahrscheinlich noch trauriger.
Ach, jetzt würde ich am liebsten lange Ferien mit dir machen auf dem Land sein
und schlafen. Du, ich auch.
Am liebsten gleich.
Du auch. Kannst du dir nur ans Bumsen denken?
Ich meine wirklich auch schlafen und spazieren gehen. Weißt du, das
ist, wenn ich dich ansehe, fällt mir immer nur Bumsen ein. Höchstens noch die
Raten für unseren neuen Schlitten fallen mir noch ein.
Komm mal.
Morgen bekommst du die Geschichte von der Lehrerin, die mit dem Arzt
ist. Der über seinen Beruf zufrieden ist.
Was anstrengend in der Klinik?
Müde? Abgespannt? Nein.
Feine machen uns einen wunderschönen Abend. Wir zwei, ganz allein.
Hoffentlich war er nicht wieder so müde, dass wieder alles kaputt ging.
Er schlief.
Milan.
Bitte, iss wenigstens die Suppe.
Nein, danke. Ich habe gar keinen Hunger.
Lass mir lieber ein heißes Bad ein, ja? Es war über vier Wochen her, dass wir
miteinander geschlafen hatten. Kein Wunder, dass ich ein bisschen
war. Oder war da eine Krankenschwester?
Liebling, du musst den Wecker noch stellen.
Um halb fünf.
Aber ich habe gedacht, du würdest hierbleiben. Über Sonntag. Du, ich habe
früh um acht Uhr eine Operation.
Mein Kollege ist krank geworden.
Und ich habe mich so auf das Wochenende gefreut.
Komm, Irina, sei nicht sauer. Glaubst du, mir macht es Spaß, Wochenende zu
schuften?
Ich wäre auch lieber bei dir.
Ich wusste natürlich, dass er jetzt mit mir schlafen würde.
Aber ich wollte auch, nur um mir einen Gefallen zu tun. Und so sperrte ich mich
innerlich. Und dann, dann ging mir der Gedanke nicht aus.
Er war ständig von Krankenschwestern umgeben.
Jungen Mädchen. Tag und Nacht.
Er schlief sofort ein.
Ich hörte jede Stunde.
Wie sollte das mit unserer sogenannten Ehe weitergehen?
Ich glaubte ihm wie abstinent nicht.
War da nicht doch eine Krankenschwester? Oder zwei?
Oder ein Paar sogar?
Als ich ihn besuchte, war es wie ein Spießrutenlaufen.
Betrogen?
Ich wollte ihn fragen.
Aber dann nahm er mich mit einer solchen Leidenschaft, dass ich alles andere
vergaß. Es war wie damals in Dubrovnik, als wir uns zum ersten Mal am Meer und
im Sand geliebt hatten.
Herr Dr.
Stolkowitsch, zum OP bitte.
Herr Dr.
Stolkowitsch, zum OP.
Ja, ja, bin gleich treten.
Irina, ich muss gehen.
Entschuldige, Irina, ich muss zum Operationssaal.
Du musst doch auch eine Stunde für uns haben, Milan. Und für mich, so kann ich
doch nicht weitergehen. Ja, ja, ja, entschuldige, Irina, es tut mir leid,
das musst du verstehen. Ich muss zu einer wichtigen Operation.
Es geht immer wieder um mein Menschenleben.
Warum hast du auch einen Arzt geheiratet? Einen Ausländer, den man
kann, wie du als Lehrerin deine Schüler.
Die Gymnasiasten, die ich unterrichtete, waren schon junge Männer.
Da ich gerade Villon, den französischen Dichter und Rebellen, durchnahm, kam es
zu heiklen und schwülen Situationen. Das mir mein Arsch, die Muschi.
Wie kommen Sie denn auf den Unsinn? Hier steht doch Q.
Q heißt doch aber Hals, wie Sie wissen.
Bitte, Proll.
Machen Sie weiter.
Dass mir mein Hintern noch den Hals langreckt, weil der in einer hanfenden
Schlinge steckt.
Mir ist etwas nicht klar. Hier im Refrain steht, il y a pas bouche sa
Wie verstehen Sie das?
Das ist doch sehr einfach.
Das heißt, dass man nirgendwo so ein Mundwerk hat wie in Paris.
Bouche, das heißt doch in erster Linie Mund, Zunge.
Villon hat es eben auf alle Touren getrieben.
Und ganz bestimmt auf Französisch.
Ich bitte Sie, ich habe volles Verständnis dafür, dass Sie Ihren
Aggressionen Luft verschaffen müssen.
Nur eines wundert mich sehr, dass keiner von Ihnen so erwachsen ist, um mich vor
solchen Anpöbelungen in Schutz zu nehmen.
Kann ich Ihnen helfen?
Wenn Sie mich begleiten würden?
Ihre Sache ist selbstverständlich.
Gerd war wirklich der Netteste aus der Klasse.
Der einzige Verbündete.
Einziger Kavalier.
Ich mochte ihn.
Er gefiel mir.
Oh, das Telefon.
Ja?
Lieb von dir, dass du mich anrufst.
Nein, ich glaube, das würde sich nicht lohnen.
Das wäre auch viel zu anstrengend für dich.
Ja, aber das nächste Mal wird das ganz bestimmt klappen. Tschüss.
Oh, danke, Susi.
Lieb.
Mein Mann, er ist so beschäftigt. Tut mir leid, dass Sie weiterhin die Witwe
spielen müssen.
Wissen Sie, dass ich nachts nicht mehr einschlafen kann, weil ich daran denken
muss, wie Sie im Bett liegen und sich genau dasselbe wünschen wie ich. Und
nehme ich Sie in den Arm und sage Ihnen, dass ich Sie liebe und dass Sie gar
nicht so alleine sind.
Lassen Sie mich los. Ich weiß, dass Sie jemanden brauchen. Kein Mensch kann es
auf die Dauer aushalten. So ganz ohne jemanden, der Ihnen liebt.
Du musst gehen.
Versteh mich doch. Du musst gehen.
Und wann sehen wir uns wieder?
Privat nie mehr.
Erst ein Verrückmachen und auf einmal soll alles vorbei sein.
So einfach geht das aber nicht.
So einfach nicht, Madame.
Voilà.
Nicht gärteln.
Bitte nicht.
Habe ich recht gehabt?
Ist das alles?
So ein Mann, das wird was. Wieso? Der ist doch geil wie Affenscheiße.
Er ist gut.
Der Typ geht ran.
Wenn sie jetzt mit der Wut kann, dann ist doch auch mal ranlassen.
Der Spinatstecker ist dir doch um zwei Nummern zu groß.
Der fliegt aus wie ein Abstritt.
Herzlöste, bitte.
Das kann doch nicht wahr sein.
Der Schweine!
Na los!
Komm endlich.
Lass uns doch ein bisschen... Oh, Nettel, steh doch endlich auf.
Nein, nein, nein, nein. Aber doch nur ein paar Minuten.
Ach,
du Gartenzwerg, du.
Ich habe heute die Chefin vom Gessler -Konzern. Das schaffe ich sonst nicht.
Ach, beeil dich.
Ach, du liegst ja immer noch im Bett. Oh, jetzt aber raus. Komm her, du
Mitarbeiterin. Ich muss dich mal gründlich interviewen, du sexy Typ.
Ganze Toast verbrennt. Das hast du nun davon.
Das ist die Strafe, weil du dich hier... Komm, lass mich das machen.
Wir haben heute wahnsinnig viel zu tun.
Diese Frau Gessler, die betragst du doch als erste.
Frau Beate Gessler, die jetzige Alleinchefin.
Als Tochter eines Porzellanfabrikanten aus der Provinz wurde sie ohne ihr
Dazutun mit 18 Jahren verheiratet. Ihr Mann war der wichtigste Großabnehmer der
Fabrik. Und das Motto ihres Vaters war, Geld gehört zu Geld.
Natürlich konnte das nicht gut gehen. Ich war noch zu jung und unerfahren.
Herr Gessler fragt an, ob er Sie wegen des Vertrages Willemann sprechen kann.
Sagen Sie ihm, er möge das mit der Rechtsabteilung erledigen.
Ich zog mich so gut es ging aus der Affäre.
Eigentlich war ich ganz zufrieden mit mir.
Bis ich mit einem Melosmentraum erwachte.
Schau dich doch an.
Was hast du gelernt?
Wer bist du überhaupt?
Was hast du vorzuweisen?
Wenn ich Gäste habe, bringst du den Mund nicht auf. Um über Export und Import zu
reden? Du kannst nicht repräsentieren. Du kannst kein großes Haus führen. Du
nicht einmal frisieren kannst du dich anständig. Da, schau dich doch an im
Spiegel. Sag das deiner Geliebten, du Gemeiner. Ah, gut.
Gut.
Gut, dass du das gesagt hast.
Wir werden endlich mit diesem verdammten Schwebezustand Schluss machen.
Morgen reiche ich die Scheibung ein.
Selbstverständlich werde ich dich großzügig abfinden.
Meine gesamte Mitgift steckt in deinem Geschäft und das steht beinahe vor der
Pleite. Mein Anwalt hat mir die Situation genau erklärt. Das kommt
selbstverständlich in Ordnung.
Vielleicht beherrsche ich eure Geschäftspraktiken nicht und kann mich
frisieren. Aber rechnen kann ich. Gut, du sollst deine Scheidung haben.
Aber erst, wenn die Bilanz in Ordnung ist. Willst du hier vielleicht
stellen? Bis dahin solltest du jeden Skandal vermeiden.
Und wenigstens in der Öffentlichkeit auf deine Adeline verzichten. Ich verbiete
dir ein für allemal, Adeline.
Die Freunde, die dir aus deinen Schulden heraushelfen könnten, stehen nämlich
alle auf meiner Seite.
Es ist also auch in deinem Interesse, wenn du den Schein warst. Meine
Bring mir meine Tabletten.
Bitte legen Sie das Gespräch zu Dr. Bergmann.
Etwas Gutes hatte der negative Vergleich mit Adeline.
Ich fing an, Sprachen zu büffeln und an mir zu arbeiten.
War das Ihr Mann eben? Ich meine, Herr Gessler, der Sie schon zweimal sprechen
wollte. Er ist es doch.
Vielleicht überrascht es Sie, aber wir haben uns geeinigt.
Tja, nach einer unserer nächtlichen Auseinandersetzungen bekam er einen
Herzanfall und musste dann ins Sanatorium.
Jetzt hatte ich plötzlich alle Entscheidungen zu treffen.
Das nahm mir niemand ab.
Auch nicht der Rechtsanwalt. Ja, liebe Beate, ich möchte Ihnen doch raten,
Vergleich zu machen, damit wenigstens ein Teil Ihres persönlichen Vermögens
davon bewahrt bleibt, in die Konkursmasse zu geraten.
Sie wissen doch, wie es in der Branche ist. Wenn der erste Wechsel geplatzt
dann ist meist die Lawine nicht mehr aufzuhalten.
Vielleicht haben Sie recht, Richard.
Aber für eine Frau gibt es noch andere Mittel.
Ich gab eine große Party, für die ich die wichtigsten und finanzkräftigsten
Geschäftsfreunde mit ihren Damen eingeladen hatte. Ich hatte für diesen
eine Überraschung angekündigt. Alle waren gekommen.
Sicher nicht aus Anhänglichkeit oder Mitgefühl für meinen Mann. Nur aus
Ich hatte einen bestimmten... Freunde, wenn ich Sie jetzt stören muss...
Vielleicht ist es meine letzte Rede in diesem Haus, in dem wir so viele
harmonische Stunden verbracht haben. Sie alle, ich und mein Mann, dem wir so
viel schulden.
Schulden ist gut.
Das Einzige, was ihm in diesen schwersten Stunden seines Lebens helfen
das Gefühl, Freunde zu haben, die zu ihm stehen.
Tja, ich selbst kann nicht mehr tun, als ihm das zurückzugeben, was er mir
einmal in glücklichen Tagen geschenkt hat. Das ist eine ungeheure Schau, die
Dieter abzieht. Vielleicht möchten Sie als Freunde ein kleines Andenken mit
Hause nehmen.
Ich überlasse es Ihnen, dass es Ihnen wert ist. Passt auf, wie unsere Männer
gleich rennen, um ihre Schecks loszuwerden.
Richard, der Anwalt, spielte sofort mit.
Betten, dass wir den gesamten Schmuck...
Na bitte, was habe ich gesagt? Keiner rührt den Schmuck an. Ich kenne meine
Pappenheimer. Raffiniert eingefädelt von unserer Beate. Richard Schreck gab ich
ihm natürlich später zurück, aber von den anderen wollte sich aus Eitelkeit
keiner lupen lassen. Zusammen mit meiner Mitgift, die zwar nur auf dem Papier
stand, sicherte ich mir bei der Firmenumbildung die Mehrheit. Dr.
Brauner setzte einen entsprechenden Vertrag auf. Und Ihr Mann unterschrieb
Guten Tag, Beate. Guten Tag.
Beate, das ist mein Sohn Dirk. Guten Tag.
Guten Tag.
Freut mich.
Am besten ist wohl, ich werde erst mal das Terrain sondieren. Mein Sohn kann
ja in der Zwischenzeit gesellschaftlich... Nein, ich möchte
Ich fürchte nur, die Auseinandersetzung wird ein bisschen unerfreulich sein.
Gerade das möchte ich ja vermeiden. Ja, das verstehe ich. Also gehen wir.
Ich konnte nicht ahnen, dass mein Mann gerade Besuch hatte.
Und dass sich Adeline rührend mit ihm beschäftigte.
Es wäre zweckmäßiger, in solchen Fällen die Terrassentür abzuschließen.
Ja, das nächste Mal.
Bitte. Sie können ganz über ihn verfügen.
Und Sie haben recht, Dr. Braune. Das Geschäftliche können Sie auch allein
regeln. Wir sehen uns später.
Unter diesen Umständen blieb ihm nichts anderes übrig, als den Vertrag sofort zu
unterschreiben. Ab nun war ich der Boss.
Es gelang mir nicht einmal, mich darüber zu freuen.
In der Nacht fand ich keinen Schlaf und irrte im Hotel herum.
Niemand war mehr wach. Nur in der Schwimmhalle brannte noch Licht.
Alles war so perfekt sinnlos.
Was war das für ein Leben?
Ein Leben in einer gleichgültigen Welt mit einem Mann, zu dem ich keinerlei
Beziehung mehr hatte.
Dann spürte ich plötzlich, dass ich nicht mehr allein war.
Ich wollte vor dem Schlafen gehen und eine Runde schwimmen. Anscheinend hatten
Sie dieselbe Idee.
Ich hoffe, es stört Sie nicht, ich bat immer Nacht.
Wir haben
das ganze Bad für uns.
Alle schlafen schon.
Das Wasser ist gar nicht kalt. Haben Sie keine Lust?
Bis zu diesem Abend hatte ich nie gedacht, dass ich einmal in meinem Leben
so bewusst tun würde.
Ich war noch Jungfrau, als ich heiratete.
Das heißt, als ich von meinem Vater verheiratet wurde, bei Dirk konnte ich
selbst entscheiden.
Und wie reagierte Ihr Mann? Sie sehen es ja.
Jetzt sitze ich hinter seinem Schreibtisch. Mein Mann arbeitet in der
Versandung. Ist das Dirk?
Ja, das ist er. Er holt mich ab.
Er ist hier an der Uni.
Mit einem Grund, warum ich den Firmensitz hierher verlegt habe.
Man soll Frauen, denen man wehtat, nicht unterschätzen.
Du wirst mir nie wehtun, stimmt's? Das kommt auf dich an, du kleines Fies.
Und schau die Kühe. Denen werfe ich dich zum Frasen vor.
Mich brichst schon du.
Hätte ich mir bei dir nichts aus.
Bei Gewaltige, du jemand, die dir versteckt.
Ich steh auf.
Ich bin die Anna.
Mein Job ist Raumpflegerin.
Jetzt bin ich im Penthouse vom Herrn Generaldirektor Gutmann aus dem
Aber der ist nicht da.
Der geile Bock.
Der hat sicher noch andere Appartements.
Hier, die Spitze.
Der hat eine Eierkondition.
Eierkondition. Drei Badezimmer.
Und sogar vier Klosetts.
Wozu braucht der Mensch vier Häuseln?
Und Parfum hat der.
So viel kann man gar nicht stinken.
Ja.
Und eine Bomben -Stereo -Anlage hat er auch.
Und Schmalfilm -Protektor für Pornografen, glaube ich ja.
Da fühle ich mich ganz als Dame.
Da müsste einer kommen und küsst die Hand zu mir sagen.
Und gnädige Frau oder Mademoiselle.
Ja, Dame müsste man sein.
Danknädige Frau.
Wer sind Sie denn?
Mein Name ist Henrizzi.
Generaldirektor Gutmann ist ein guter Freund von mir. Er hat mir gestattet,
Wohnung hier zu benutzen.
Ich bin gestern Nacht hier angekommen, Mademoiselle.
Mademoiselle. Wenn ich gewusst hätte, dass Gnädigste in der Wohnung sind, da
hätte ich mir natürlich gleich ein Hotelzimmer genommen.
Es tut mir furchtbar leid, Ihnen Ungelegenheiten zu machen, Madame, und
zu inkommodieren.
Inkommodieren? Trinken wir ein Schlückchen auf den bezaubernden Zufall,
mit der noch reizenderen Freundin des Generaldirektors zusammengeführt hat und
auf ihn selbst.
Eigentlich dürfte ich das ja nicht.
Ach, nehmen Sie es so ernst mit der Treue, gnädigste?
Im Allgemeinen schon.
Und im Besonderen.
Im Vertrauen gesagt, Ihr Generaldirektor betrügt Sie gleichfalls.
Verraten Sie ihm auch bestimmt nichts.
Ein Kavalier genießt und schweigt.
Na ja, da haben wir halt gelassen. Der Kavalier und die, die haben mir sogar
Kissen unter den Arsch, äh, unter den Popo geschoben.
Wie bei einer echten Dame, einer gnädigen Frau, in der gewusst hätte,
eine Raumpflegerin bin.
Sagen Sie, Frau Anne, haben Sie das je Ihrem Mann erzählt?
Aber wo denken Sie denn hin?
Was man nicht weiß, macht einen nicht heiß.
Und außerdem, richtig betrügen kann man das ja nicht nennen. Ja, wirklich?
Ja, was würden Sie darunter verstehen?
Ja, wissen Sie, wenn man mit jemandem schläft, in dem man echt verliebt ist,
aber bei dem, ich habe mich nicht ein einziges Mal auf den Mund küssen lassen.
Also herrliche Sachen hast du da mitgebracht.
Hoffentlich hast du nicht zu viel Geld ausgegeben. Ich habe das ausgegeben, was
es kostet.
Und wie viel ist von unserem Geld noch übrig?
Das habe ich gern. Futtern, aber meckern.
Oh je, ich bin mit dem verschwenderischsten und wolligsten Teil
geschlagen. Und ich mit dem größten Feinschmeckermuffel aller Zeiten. Das
du.
Dass es in dieser Welt, in der man angeblich alles hat, auch heutzutage
Menschenverkauf gibt, sehen wir an dem Beispiel von Frau Loni Lansky.
Das ist der Alfons Spitzing, Spediteur und Besitzer dieses Hauses, in dem die
Lanskis wohnen und ihr Lebensmittelgeschäft haben. Guten Abend.
Ein kleines Schnäpschen gefällig.
Eine scharfe Pralinen von den Besten. Für meine Alte.
Bitte sehr, bitte gleich.
Pralinen am Abend erquickend und lahm. Zu sechs, zu neun oder zu 15 Mark.
Die kann ich besonders empfehlen.
Was ich noch sagen wollte, schaut euch lieber nach einem neuen Laden um. Das
Haus wird abgerissen für einen Supermarkt.
Kann man denn da gar nichts machen?
Ich habe es ja gesagt.
Schreiben Sie es auf.
Gute Nacht miteinander.
Gute Nacht. Schönen Abend noch, Herr Spitzing.
Verrecken soll die Sau.
Überleg dir lieber, was wir jetzt machen.
Er macht dir schöne Augen, fliegt auf dich.
Vielleicht könntest du mal mit ihm sprechen, dass er uns was in seinem
vermietet. Das mutest du mir zu?
Umsonst ist nichts in der Welt.
Ich könnte ihn am Umsatz beteiligen.
Zehn Prozent.
Und an mir ist er auch beteiligt. So meinst du das sicher?
Ja, so meint das Herr Lansky. Denn der Laden ist ihm am wichtigsten.
Na, wenn die neue Ringstraße direkt durch das Grundstück geht, da wäre ich
blöd, wenn ich das Haus abreiße.
Also, dann bis morgen und mach's gut. Und vielen Dank, Fritz.
Ja.
Guten Tag, Herr Spitz. Was verschafft mir dieses Vergnügen? Bitte sehr.
Es ist wegen des Mietvertrages. Wenn wir wirklich bei Ihnen raus müssen,
vielleicht könnten wir bei Ihnen im Neubau. Ach so, na ja, unter Umständen
Sie doch ab.
Mit ein bisschen gutem Willen müsste man sich doch einig werden. Meinen Sie
nicht? Sicher, wenn Sie den guten Willen haben. Na ja, ich wüsste dafür einen
Grund. Na, die Sache mit dem Mietvertrag.
Aber der sieht doch eine Kündigung eindeutig vor. Ich wollte Ihnen auch
Zweideutiges vorschlagen.
Aber wenn einer dem anderen entgegenkommt... Na, dann wollen wir mal
Ich bin kein Unmensch.
Was haben Sie denn so zu bieten?
Ich hätte schon ein paar Aktiva.
Zum Beispiel die Teilhabeschaft mit meinem Mann, wenn ich sie damit
würde. Reinnehmen, gar nicht schlecht.
Halbe, halbe.
Ohne Vorgrefsrecht.
Ja, das wäre zu überlegen.
Na, dann kommen wir mal zum Geist.
Hier der Fall des Bierfahrers Illing und seiner Frau Grete. Schau, da drüben, da
arbeitet mein Mann.
Drüben in der Brauerei.
Und mittags, da kommt er dann rüber und er will was von mir.
Wissen Sie, die haben ja nichts gegenseitig.
Manche Frauen wären vielleicht froh, wenn sie so einen Mann hätten, der sie
hernimmt. Wie lange dauert es denn noch, wenn man Mords Hunger hat? Schon
fertig. Willst du die Eier roh essen?
Das ist Gottlieb Illing, 42 Jahre alt. Seit 20 Jahren fährt er Bier.
Hast du den Knoppern dem Janker schon angenäht? Ja, Gottlieb, klar.
Magst du noch ein paar Spiegeleier?
Pro Tag trinkt er 20 bis 30 Halbe.
Mit seiner Frau verkehrt er durchschnittlich zweimal.
Innerhalb 24 Stunden.
Am Wochenende öfter.
Er nennt sich selbst lachend einen Bumsroboter.
Gott, hör auf, fahrst du erst heute Nacht zweimal. Na und, Britta, jetzt
schon. Also komm schon.
Und,
zwei, los.
Was ist denn? Lässt du dir den Kleider zumachen? Da kommen wir nicht an der
Maschine. Ja.
Der Wumms -Roboter!
Willen Sie manchmal nur die auf - und davonlaufen?
Andere haben wieder nicht zu viel Service, sondern zu wenig.
Wie zum Beispiel die Hüpfel -Männer.
Ich tue mal heute Wäsche ab. Freitags bin ich immer überladen.
Komm, vergiss die Gewitterung nicht.
Ja, klar.
Guten Tag, ich bringe die Wäsche.
Guten Tag, wo ist denn der andere?
Ich bin zur Aushilfe vom Studentenschnelldienst. Vom
Dann kommen Sie aber schnell herein.
Tja, ich weiß, heute ist Freitag, da warten viele auf die Wäsche.
Na, was ist denn? Hier kommt die Wäsche hin.
Na, mach schnell, du Schnelldienst.
Na, komm schon, es geschieht dir nichts.
Was ist denn mit dir?
Lass mal nachschauen. Nein.
Keine Angst, Kleiner.
Emil, Hilfe!
Emil, lass du dir die Quittung geben.
Na, du bist mir ja die schöne Hilfe.
Und wie bist du denn im Leben?
Tag, Nelly.
Na, packen wir's? Ja.
Na, da kommt mal wieder der kleine Tröster.
Na,
Service mit her.
Das ist Margit, 20 Jahre alt. Sie stammt aus Karl -Marx -Stadt und war vor einem
Jahr voller Illusionen und Hoffnungen in das freie Deutschland gekommen.
Kurz darauf hatte sie geheiratet. Seit ein paar Wochen lebt Margit von ihrem
Mann getrennt.
Ihr Mann Otto stammt ebenfalls aus dem Osten. Nach einem
Fußballfreundschaftsspiel ist er kurz entschlossen im Westen geblieben.
Hier traf er sich mit Margit, lernte sie kennen und lieben und alles schien,
nachdem sie geheiratet hatten, gut zu gehen.
Aber es kam anders.
Weshalb hat Ihr Mann die Freiheit gewählt? Die Freiheit war im Schnuppeln.
Auto wollte er haben.
Daheim hätte er acht Jahre warten müssen. Aber hier dagegen... Otto!
Leg doch endlich mal die Scheinprospekte weg. Ich bin doch auch noch da.
Du hast wohl nicht alle das in dem Schrank, wie du die Prospekte nass
Dann zeig mir wenigstens den Buckel ab. Ich will ins Bett.
Wie sau. Kannst du nicht mal von unserem Leben reden oder so?
Nun mach schon.
Den ganzen Tag das Gemähre von seinem Auto. Dabei hatte ich mir mein Eheleben
anders vorgestellt. Das können Sie mir glauben.
Ei, Frau Pipsch, wo ist er denn? Ich rechne gerade.
Nun warte, Kleine.
Dich werden wir schon wieder aufwecken.
Na, da ist er ja.
Wenn es dir auch Geld verdient, dann kommen wir mit den Raten gerade hin.
Ach, bitte.
Im Checkpoint ist die Garderobe zu verboten.
Oh, schön ist es.
Es wäre auch nicht vor langem. Ich kriege das Auto vor 24 Monaten.
Ja, ja, Otto, ich will ja alles für dich tun und für dein Auto.
Da redierst du ja im Achteck.
Oh, sehr schön, Otto.
Das war natürlich der Anfang vom Ende. Weil ich ihn so liebte, stand ich drei
Tage später im Jackpot für mich.
Also, also, ich habe auch nur zwei Hände.
Was ist denn die auch so?
Sind Sie glauben, Sie können mich vergackern, nur weil ich von drüben
gemacht bin? Also ich muss schon sagen... Geduld, Herrschaften, die Dame
sich schon noch einarbeiten. Danke, Herr Geschäftsführer.
Das Schlimmste war, dass wir keine richtige Ehe mehr führten. Wenn ich
heimgekommen bin, hatte ich gerade Zeit, den Frühstückscafé für Otto zu kochen.
Da musste er schon raus auf die Arbeit. Und mir taten die Füße weh.
Als dieses kopfverbütschte Auto endlich vor der Tür stand, lag ich mit
Windentzündung im Bette. Jeden Samstag und Sonntag war er unterwegs. Er hat
gesagt, er muss den Wagen einfahren. Und unter der Woche war er müde. Von
Eheleben keine Spur. Klar, wenn Sie in getrennten Schichten arbeiteten. Ich
hatte mich extra eine Woche länger krankschreiben lassen.
Nun ja, als dann wieder nichts passierte, machte ich mir meinen eigenen
drauf. Da bin ich zum Warten gegangen.
Warten!
Ach, da unten steckst du. Ja, was machst du für ein Gesicht?
Du Bastl, der Otto geht fremd.
Dabei gehört die Hälfte des Autos mir.
Zieh los, wir fahren ihm nach. Der Hohenbock.
So, Schätze.
Jetzt machen wir gleich noch ein paar Schnupperpäuschen. Aha. Und legen uns
ein bisschen im Biss an.
Wo liegen wir uns denn drauf?
Ich habe eine Decke dabei.
Aha.
Was du da noch könnest. Die Decke habe ich ihm persönlich gekauft. Na komm, dem
werden wir es zeigen. Komm. Der Hohenbock.
Hey, du bist so stürmisch. Das ist nicht meine Leidenschaft zu backen.
Du bist aber gut gebaut.
Bin ich, bin ich. Schön aber auf meine Sachen zu reden.
Der Saubi.
Dagegen ist auch nie mehr unter Kopfschmerzen.
Warte mal, geh mal her, mein Dampf.
Denen wird es ja so überhaupt nur sein.
Bei der Hitze. Gute Wastel, wir haben es nicht anders verdient.
Guck mal, fix.
Kleiner Waldlauf kann die B2 nicht schaden. Recht hast du, Wastel.
Umbringen könnte ich den Kerl. Rein und weg umbringen.
Die dämlichen Gesichter möchte ich sehen.
Willst du etwa so einkaufen gehen? Was soll ich denn sonst machen?
Jetzt müssen sie gleich kommen, während die sich aufholen.
Ach,
warum bist du schnell ins Auto?
Einfach fliegst du doch mal. Was mache ich denn?
Ich habe doch bloß eh noch Zeit.
Halt, halt, nun wart doch. Du kriegst doch keine Panik. Ich komme doch mit.
Hysterisches Luder. Nicht so zählend. Sei doch nicht so zählend.
Warte, ich komme ja nicht mit.
Oh nein, bitte.
Ich sehe mich so, wie jetzt der Försterkopf. Na, wenn es denn so mit
dicken Klümpel... Oh nein.
Was ist?
Ja, was ist?
Ich will einen Hammer, aber den allergrößten. Was willst du mit einem
du nur dein Auto kannst.
Was? Ich frage es.
Meine jetzige Partnerin, Frau Liesel,
war bis vor kurzem mit dem Grafen Ladenburg verheiratet und unglücklich.
Weshalb haben Sie überhaupt nach Ladenburg geheiratet?
Ich wurde halt standesgemäß geheiratet.
Damals war die Ansicht meiner Eltern noch so.
Heute denkt mein Vater, Sie waren 18 und haben eine große Enttäuschung? Ich
hätte genauso gut einen Manager heiraten können oder einen Börsenspekulanten.
Elisabeth ist immer noch nicht erschienen. Du musst sie mehr zur
erziehen, Kuhn. Ja, Mama.
Sprich mit dem Anwalt. Ja, ist Ihre Quelle auch sicher?
Hundertprozentig. Man hat mir fest zugesagt, auf der nächsten
wird das gesamte Gebiet hier als Bauerwartungsland eingestuft.
Aha, also Anstieg der Grundstückspreise um 100 Prozent, nicht wahr?
Kündigen Sie den Pächtern zum nächstmöglichen Termin.
Elisabeth weiß doch, dass sie zum Tee da zu sein hat.
Ja, Mama.
Ich sehe da nur eine Schwierigkeit.
Einer der Pächter ist vertrieben. Ein ziemlich rabiater Bursche.
Entschuldige bitte, ich habe den Plattener Baum getroffen. Ich sehe da
Zusammenhang, weshalb du uns hier warten lässt, mein Kind.
Er sagt, ihr solltet euch das noch einmal überlegen wegen des Zimsees. Der
Gemeinderat hat jetzt das Geld beisammen für ein modernes Strandbad.
Verzeih, aber ich schätze es ganz und gar nicht, wenn diese Leute dich als
Sprachrohr benutzen.
Darf ich daran erinnern, der See ist gräflicher Privatbesitz.
Aber der Gemeinderat will doch nur das Stück Westufer pachten. Ich finde, die
Leute haben ein Recht darauf.
Es ist doch das einzige Erholungsgebiet in der ganzen Gegend.
Das schon.
Ach, legt mir Marsch.
Kind, ich verstehe dich nicht. Deine Einstellung ist einfach unglaublich.
du den gesamten Pöbel in unseren schönen Wald ziehen lassen?
Übrigens, was diesen Vertriebenen betrifft, beauftragen Sie doch die Bank,
die Hypothek zu kündigen. Aber ihr könnt dem Mann doch nicht einfach die
Hypothek kündigen.
Möchtest du dich nicht umziehen?
Dein Aufzug ist wirklich nicht standesgemäß.
Ach, leck mich, Herr Mann. Haffo.
Ach, das werden wir gleich haben.
Hallo. Darf ich erfahren, was Sie hier treiben?
Ach, die Frau Gräfin. Sie wollen wohl den Tatbestand persönlich aufklären.
mich würde nur interessieren, warum Sie unter die Barrikadenstürme gegangen
sind. Also erstens, die Kuh vom Angermoser kann nicht kalben und das
der kürzeste Weg. Und zweiten?
Ja, Frau Gräfin, wenn Sie es unbedingt wissen wollen.
Ich halte es für eine Sünd' und Schand, dass ein paar privilegierte Natur und
Feld und Wald für sich in Anspruch nehmen und alle anderen müssen mit dem
vorlieb nehmen, was übrig bleibt. Das sollten Sie nicht mir erzählen, sondern
meinem Mann und der alten Gräfin. Das täte auch Not, dass Sie das mal hören.
Kommen Sie morgen um 15 .10 Uhr. Einverstanden?
Danke, Gräfin. Und gehen Sie ruhig aufs Ganze.
Zur Not bin ich auch noch da. Da lächeln Sie doch einmal.
Hervor! Weil man nicht so umgehen kann mit den Menschen.
Danke, das war sehr aufschlussreich.
Hast du den Herrn aufgefordert, mir das zu sagen?
Ja. Deshalb habe ich ihn zum Tee angeladen.
Nun, den haben Sie getrunken.
Sie entschuldigen mich bitte. Aber mit dem größten Vergnügen... Nein, bitte
bleiben Sie noch ein bisschen.
Diese Rauschkomplimentierung ist doch eine einzige Unverschämtheit.
Ja, Mama.
Es war ein Fehler von mir. Ich hätte Sie nicht heraufbitten dürfen.
Ich hätte wissen müssen, dass gegen Egoismus und Standesbünkel und Hochmut
Kraut gewachsen ist.
Dein Experiment, Herr Marsch.
Und in der gleichen Nacht haben Sie das Schloss verlassen? Ein richtig Sauwetter
ist es gewesen. Kalt war es, und ein Gewitter kam. Die beiden Garagen hatten
strafweise abgesperrt, damit ich nicht weg konnte.
Da habe ich einfach den Traktor genommen.
Unter diesem vornehmen Dach wollte ich keine Nacht mehr bleiben. Ich musste ins
verlassene Jagdhaus runter, denn ich wollte keinen Pfennig von denen
Plötzlich sah ich den Tierarzt, der denen so kräftig die Meinung gegeigt
Guten Abend.
Hallo, Gräbin. Wo wollen Sie denn heute Abend noch hin mit dem Traktor? Im
Schlosstag der Familienrat. Und da brauche ich ja nicht unbedingt dabei zu
Darf ich Ihnen mal einen Wagen anbieten? Damit kommen Sie schneller vorwärts.
Danke.
Der Jagdsaal war seit Jahren eigentlich nur mehr eine Abstellkammer. Ich war
entsetzt, wie es da aussah.
Na bitte, nett haben Sie es hier. Viel Vergnügen.
In diesem Gruselkabinett wollen Sie die Nacht verbringen? Was bleibt mir denn
anderes übrig?
Sie ist immerhin eine Gräfin Ladenburg, Mama.
Gewesen, Bruno.
Haben Sie sich wehgetan? Nein.
Wollen Sie mich denn gar nicht mehr loslassen?
Oh, oh.
Die Armfrau wackelt.
Jetzt helft mir mal. Mama, was hat das zu bedeuten?
Du, nein.
Oder Nachwuchs, Frau Gräfin.
Vielen Dank.
Der ist so unruhig.
Führ ihn lieber noch mal rum.
Ist nicht mehr nötig, die fliegen schon.
Ja, ja, so ist brav.
Gut so, Al.
Natürlich hat es
einen Riesentanz gegeben, bis die Scheidung durch war.
Aber daran denke ich schon gar nicht mehr.
In vier Monaten haben wir unser Kind.
Wie schön.
Ich bin jetzt immer sofort todmüde. Aber das kann doch nicht mehr normal sein.
Wir gehen jetzt zum Doktor.
Du, ich muss dir was gestehen. Hast du Geld verloren?
Nein, ich habe nur seit ein paar Wochen die Pille nicht mehr genommen.
Aber ich war doch immer dabei.
Das war ein Schachtezug.
Weißt du, wie bekommt man ein Baby?
Bist du sehr böse?
Birgit!
Wir bekommen ein Baby!
Erika Herbert machte einen eher zurückhaltenden Eindruck.
Sie war mit Regierungsrat Clemens Herbert verheiratet, einem Beamten
Fleiß, Korrektheit und Genauigkeit.
Neun Jahre Ehe, vollgepfropft mit Fleiß, Korrektheit und Genauigkeit, waren ein
bisschen viel.
Regierungsrat Herbert war ein gebildeter Mann und seine Frau bekam dies zu
spüren. Er war immer belehrend, immer dozierend.
Immer alles besser wissend. Jetzt, vor einer Spanienreise, musste sie
studieren, spanische Geografie, spanische Kultur, bis ihr alles nur mehr
Spanisch vorkam.
Alle überragte Velazquez, der den Impressionismus vorausnahm. Von bis?
1599 bis 1660.
Erika, was hast du denn plötzlich?
Ach, nichts.
Gar nichts. Warum läufst du nicht allein durch dein verdammtes Museum?
Ich kann nicht mehr.
Aber Erika... Ich will auch nicht mehr. Ich habe es sagt bis oben hin.
Aber Erika, bis jetzt habe ich immer geglaubt, unsere Reisen machen dir
Freude? Ja, wo dein Vater doch Künstler gewesen ist. Mein Vater hat in erster
Linie verstanden zu leben.
Ich habe dir Rom gezeigt und Paris.
Von Rom habe ich das Vatikanische Museum gesehen und von Paris nichts als den
Louvre. Nie war ich auf dem Montmartre, nie in einem schicken Restaurant.
Also gut, wir können ja eins der weniger bedeutenden Museen streichen und dafür
einen Tag ans Meer fahren.
Wirklich?
Oder zu den Zigeunern?
Ach, dann werden die einzigen Zigeuner, die ich zu sehen bekomme, aus Öl sein
und an einer Museumswand hängen. Und von da an hörte die Abfragerei auf?
Ja, mein Mann und ich einigten uns. Die Baudenkmäler und Kunstgegenstände waren
ab sofort seine Domäne. Und ich sollte dafür etwas Spanisch lernen.
Salud. Salud.
So, jetzt zeige ich Ihnen meinen tollen Einzug.
Fantastisch. Zauber.
Dieses Material.
Wer sich das anfühlt, da bekommt man so ein Kribbeln, ein Jucken,
so ein Gefühl.
Eine, einem, einer.
Jemand, jemandem, jemanden, jemandes.
Guten Abend, du kommst spät. Na, wie war's? Und was
heißt das?
Es gibt verschiedene Arten, eine Sprache zu lernen. Von jetzt auf werde ich
jeden Tag eine Stunde nehmen.
Das lobe ich mir. Brav, brav.
Una a uno de una.
Vielleicht kann man das schon hören.
Ach, der Dummkopf ist doch noch ganz winzig.
Dummkopf? Das sagst du zu einem Vater.
Dacht man doch. Wenn ich dich so sehr liebe.
Can't find what you're looking for?
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