All language subtitles for 1973 - Hausfrauen-Report 5

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Original subtitles

Die meisten von Ihnen werden sich noch an unsere Hauptforenreporte 1, 2 und 3

erinnern. Diesmal haben wir uns entschlossen, unsere Recherchen auch auf

Ausland auszudehnen. In jedem Land lebt man anders, liebt man anders.

Tradition und Entwicklung bestimmen den ethischen Wert, den man der Ehe

beimisst. Herr Mittler, mittlerweile Herr Dr.

Mittler und auch stolzer Vater, wie ich gehört habe, gratuliere noch

nachträglich. Ebenfalls. Und der schon bei unseren ersten Untersuchungen dabei

war, wird unsere internationalen Recherchen leiten. Und meine

Sie jetzt gleich mit dem nötigen Material versorgen. Darf ich Sie bitten,

die Unterlagen für die diversen Anländer abzuholen?

Sie beginnen mit Budapest. Hier ist die Adresse des Instituts, das mit Ihnen

zusammenarbeiten wird.

Wenden Sie sich an ein Hegedisch.

Gut, weiß Ihre Frau schon von Ihrem Glück? Bis jetzt noch nicht. Dann wird

aber Zeit. Wir haben Ihren Flug für übermorgen gebucht. Einverstanden?

Was heißt denn das?

Das heißt, ja, danke schön.

Was heißt denn das?

Auf Wiedersehen heißt das in Ungarn.

Also, wir sind... Schönen Rheinbeißen.

Es schmeckt.

Hallo. Du, Bernd, der kann schon mit einer Hand schwingen. Oh, erstaunlich.

dem Alter fängt man gewöhnlich mit den Beinen an. Idiot. Ich meine,

selbstverständlich. Er braucht sich nur mit einer Hand festzuhalten.

In einer Woche schafft er es, ohne sich festzuhalten.

Wetten? Okay, wetten. Ein Fürst -Bückle -Eis auf dem Fernsehturm. Du kannst mir

ja vorführen, wenn ich wieder zurück bin.

Wieso? Fährst du weg?

Habe ich dir das nicht erzählt? Ich muss nach Budapest.

Hausfrauenreport international.

Ach. Ach, armes Schweinchen.

Dafür soll ich dich wohl noch bedauern. Wenn du meinst, ich habe mich um diesen

Job gerissen.

Ach, woher denn?

Bekanntlich sind die ungarischen Frauen durch die Bank vollkommen reizlos und

uninteressant.

Brigitte spricht der Herr Papa.

Ich gehe aus und du bleibst da.

Hör zu, ich hätte dich bestimmt mitgenommen, wenn ich der Junior gehe.

Sei recht ordentlich und freundlich nach Hause, ich wiederkomme. Jetzt werde ich

dir mal was sagen.

Was nicht für die Ohren von Junior bestimmt ist.

Noch weniger für seine Pupillen.

Typisch, Mann. Statt Argumente plumper Handgreiflichkeiten.

Habe ich damit etwa keinen Erfolg?

Darf ich Sie was fragen, bitte? Man sagt, die Ungarin wäre außerordentlich

klutvoll und sehr temperamentvoll. Was meinen Sie dazu?

Und was meinen Sie dazu, bitte? Ja, in der Liebe muss

keiner richtig mitreden, wenn er eine richtige Ungarin gehabt hat.

Darf ich Sie was fragen, bitte?

Die ungarische Frau gilt als sehr temperamentvoll. Wie ist das nach der

Ach, das hängt ja wohl davon ab, was der Mann auf dem Kasten hat.

Danke. Sie leben in einem sozialistischen Staat. Wie ist das denn

Scheidung?

Solange sich jemand einordnet und am Aufbau mitarbeitet, mischt sich die

nicht ein.

Das ist Chandor, der Zigeuner -Primasch. Mit seiner Geige vermag er nicht nur

sein Publikum, sondern auch sich selbst zum Schluchzen zu bringen.

Ein Mann mit Herz, mit Seele, ja, mit Temperament.

Genau so stellt man sich den feurigen ungarischen Liebhaber vor.

Vielleicht macht ihn das stärker.

Ilona fühlt sich schon seit einiger Zeit sträflich vernachlässigt.

Was, du bist schon auf?

Zieh den Mantel auf, der Kaffee ist gleich fertig. Kaffee macht mich nur

Ich lege mich lieber hin.

Ja, aber dein Frühstück?

Du kannst mich um drei Uhr wecken. Aber koch was Anständiges, nicht wieder so

einen Schweinefraß.

Vielleicht ist er am Samstag nicht mehr so müde oder am Sonntag.

Hoffentlich kriegt sie einen Rostbraten beim Fleischer oder ein gutes Gulasch.

Dann ist Chandor guter Laune.

Trotzdem will sie an diesem Morgen noch versuchen, ihn herumzukriegen, wie man

so sagt.

Ich möchte schlafen.

Ich brauche Liebe. Ich bin eine junge Frau.

Ich möchte schlafen. Ich bin ein alter Mann.

Du liebst nur deine Geige.

Was willst du? Von der leben wir beide.

Ich möchte schlafen.

Und wenn du mich nicht in Ruhe lässt, gehe ich in die Küche schlafen.

Du musst auf den Friedhof schlafen gehen. Da gehörst du hin.

Welch eine Verschwendung.

Tausende von Männern wären froh, ihr aus der Verlegenheit helfen zu können.

Ilona, was machst du denn da?

Wenn du glaubst, ich gehe mit dir nach Hause, dann bist du im Irrtum.

Das kommt überhaupt nicht in Frage.

Weißt du, wann du zum letzten Mal mit mir geschlafen hast?

Vor einem Monat.

Der Istvan besteigt seine Marika mindestens zweimal am Tag.

Du Luffus.

Na ja, bitte.

Wenn du so wild aufs Bumsen bist, dann frag ihn doch mal. Vielleicht kommt es

ihm auf einmal mehr oder weniger nicht an.

Marika? Ja?

Störig? Sie wollten mir doch das Rezept für das Gulasch geben. Natürlich ist das

ein Vorwand.

Was Ilona sucht, ist die Nähe von Istvan.

Ich habe sie Ihnen aufgetrieben.

Zuerst geben Sie Tomaten und Zwiebeln in einen Topf und lassen sie eine ganze

Stunde lang dünsten.

Sehr nett.

Manchmal beneide ich Sie.

Ihnen gelingt einfach alles.

Während bei mir... Na hören Sie, ich wollte, ich hätte einen Mann, der ein

Essen zu schätzen weiß.

So wie Ihr Schandorf.

Als wenn ich es darauf ankenne.

Na sehen Sie mich an.

Was habe ich davon, dass ich den ganzen Tag in der Küche stehe und koche und

mache und gebe mir Mühe?

Jedenfalls ist er ein guter Futterverwerter. Was meinen Sie, wie oft

Braten im Rohr verkohlt?

Tom ist ja im Haus, will er es wissen.

Mir tut schon alles weh.

Nicht zu fassen. Ich könnte rein verzweifeln.

Ich auch, das können Sie mir glauben.

Am nächsten Sonntag hatte sie, während Shandor seinen an diesem Tag üblichen

Geigenunterricht gab, ein gutes Gulasch für ihn.

Nach dem Rezept von Marika.

Nein, das halte ich nicht aus.

Blöder Hund.

Riecht ja nicht schlecht.

Lass mal probieren.

In einer halben Stunde können wir essen.

Und dann werde ich baden.

Da findest du noch Paprika.

Aber es ist keiner mehr da.

Vielleicht hat Marika welchen.

Marika?

Ich will kochen. Ich will kochen.

Nein!

Ich will kochen.

Bist du wahnsinnig geworden?

Das ist doch die reinste Saline.

So ein Schweinefraß.

Wenn ich da an Marika denke, das ist eine Frau.

Dann geh doch hin zu ihr und lass dich von ihr bekochen.

Mir gewünscht.

Die sehnt sich doch nach einem, der bloß frisst und frisst und sie sonst in Ruhe

lässt.

Himmelarsch und Gulasch, du denkst immer nur an diesen vergumsten Kerl, den

Ischwan. Na schön, wenn dir so die Muschi juckt.

Er ist wenigstens ein Mann.

Ja,

so kam das, dass die Paare die Bäumchen wechselten.

Schmeckt's? Mhm, prima.

Hans, seit wann geigst du denn? Und noch dazu so schön.

Ja, da staunst du, was? Ein Ständchen zur Begrüßung. Ich bin immer ein

Naturtalent und das Geigen liegt mir im Blut. Du alter Schwindler.

Na, was ist?

Hörst du deine Rassel?

Auch nicht?

Na, kleiner Mann, willst rumkrabbeln? Auf Entdeckungsreise gehen?

Na, komm.

Sag mal, Bernd, hast du nicht vergessen, mir noch andere Sachen aus Ungarn zu

erzählen? Ja, war da noch feidige ungarische Gräfin? Was hat mich

ihr Verlieb? Seit wann nennt man das Verlieb?

Hast du viel gegeigt in Budapest? Es geht.

Ich hab dir auch was mitgebracht.

Für dich ist das nicht.

Du bist noch viel zu klein.

Oh, das ist ja fantastisch, Kaviar.

Soll ja mächtig die Potenz steigern.

Ich hatte schon überlegt, ob ich ihn allein wegputzen soll, prophylaktisch

sozusagen. Aber ich bin der in Form.

Das musst du erst beweisen.

Aber gerne.

Apropos Geigen, wo hast du den Kasten da eigentlich mitgeschleppt? Ach, so,

vielleicht kann ich der Junior später mal brauchen. Oh, du Spinner.

Sag mal, hast du dir nicht schon immer einen echten Schottenrock gewünscht?

Wie kommst du denn plötzlich darauf?

Es kann sein, dass ich 14 Tage nach London muss.

Oh, das kostet dich aber mehr als einen Schottenrock.

Halt nur ab!

Das

ist

Grace Stevenson, seit sechs Jahren verheiratet.

Ihr Mann Richard Stevenson ist Abteilungsleiter bei Lloyds in London.

Sie muss sich beeilen.

Richard ist nicht nur zuverlässig, sondern auch ungemein pünktlich. Er lebt

sozusagen nach dem Sekundenzeiger. Es ist wirklich undenkbar, dass Richard

jemals verspäten würde.

Es wird behauptet, dass selbst der Sex von dem nebelig -trüben Klima in England

beeinflusst wird. Stimmt das?

Sorry, meine Wohnung hat Klimaanlage.

alle englischen Männer steif, sehr korrekt und überaus zurückhaltend.

Ich würde sagen, das ist ein sehr dummes Märchen.

Sie sollte mal Jimmy erleben. Von steif kann da gar keine Rede sein.

Sind Sie Ihrer Frau treu, oder dass es in Ihrer Ehe schon andere Frauen gibt?

Frauen? Nein, niemals.

Aber ein paar sehr nette junge Männer.

So wie Sie.

Ist die englische Hausfrau im Allgemeinen treu?

Das kommt auf die allgemeine Umstande an.

Nun, wie war der Tag, Darling?

Danke, sehr schön.

Und bei dir?

Oh, nichts Besonderes.

Harold Burton hat ein Baby bekommen.

Ich meine natürlich seine Frau.

Wirklich?

Eigentlich müsste Grace heute Herzklopfen haben.

Wenigstens ein ganz klein wenig.

Denn heute ist ihr Tag.

Jeden Mittwoch pflegt Richard es mit großer Pünktlichkeit, mit ihr zwischen

Tee und dem Dinner zu tun.

Wirklich hervorragend, deine Sandwiches, Darling.

Darf ich nachher zuerst ins Bad?

Natürlich, Darling. Ich muss sowieso noch den Tisch abreiben.

So, ich bin soweit, Darling.

Danke, Richard.

Richard war einmal als Student bei einem französischen Buchclub abonniert

gewesen. Er kennt sich aus, was Liebestechnik betrifft.

Ist was?

Es ist immer wie beim allerersten Mal.

Darling.

Darling.

Vergiss bitte nicht, du würdest uns kommen am Mittwoch zum Dinner.

Ja, ich würde Handelfleisch mit Minzsoße machen.

Sieh zu, dass du den guten Spültenkäse bekommst, ja?

Ja.

Ja, und vielleicht etwas Camembert.

Nur einmal war Grace aus dieser ehelichen Routine ausgebrochen.

Ein einziges Mal.

Doch dieses Abenteuer war nur kurz.

Es dauerte nur ein paar Tage.

Na, Marty, gefällt es dir hier?

Ja, nicht übel.

Damals besuchte sie der Sohn von Richards Bruder.

Marty sollte nach bestandenem College -Examen London kennenlernen.

Hier scheint die Hosen könnten mal ein Bügeleisen vertragen. Aber Jeans doch

nicht. Die trägt man doch so schlappig. Ja?

Da bin ich nicht kompetent. Richard kleidet sich immer sehr konventionell.

Er ist immer furchtbar ordentlich.

Nicht mein Fall.

Was willst du denn hier alles unternehmen?

Dad hat natürlich die Vorstellung, dass ich pausenlos in Museen und

Ausstellungen renne.

Aber mit Kultur und so bin ich völlig eingedeckt.

Und wo möchtest du hin?

Naja, also Whitechapel und Soho und die Künstlerkneipen und Hippies und

Popmusik. Naja, eben das richtige London.

Ich hoffe, du verstehst, was ich meine, Tante Grace.

Ja, Martin. Aber vergessen wir doch die Tante. Nenn mich Grace.

Einverstanden? Einverstanden, Tante. Ich meine Grace.

Nein, Martin, da lang gehen.

So schnell habe ich gelohnt und gar

nicht geholt. Ich sehe schon, du wirst hier gar nicht mehr wegholen.

Sie haben ja schon recht, wenn ich hierbleiben könnte.

Ja.

Ich bin richtig halber. Gar nicht wie ein Erwachsener überhaupt.

Ich will es jetzt so sehen. Und da habt ihr nicht einmal einen

Ausstellungskatalog mitgebracht.

Grace.

Marty ist durch seine Unerfahrenheit entschuldigt.

Aber von dir hätte ich etwas anderes erwartet. Aber sie hat mir alles ganz

erklärt. Ganz ausführlich.

Wenn man das Original vor sich hat, braucht man doch kein Geld für

auszugeben. Das ist ein Irrtum.

Mein lieber Junge, anhand eines Kataloges ergänzt man das künstlerische

durch exakte Daten über Künstler und Werk.

Was habt ihr morgen vor?

Ich weiß noch nicht.

Tja, was machen wir morgen, Martin? Was meinst du?

Ich würde sagen, ihr seht euch das Ägyptische Museum an.

Mumien.

Wir bringen dir einen Katalog mit.

Ich weiß nicht, was daran so komisch ist.

Nichts, Richard.

Ich habe heute meinen albernen Tag.

Ich auch.

Entschuldige.

Das Weg ist ja fast durch.

Ja, ja, ja.

Hast du eigentlich eine Freundin gehabt auf dem Kolleg? Ja, schon, zum Tanten

und so. Und wie sieht sie aus?

Oh, blond, mit blauen Augen und wenn sie lacht, dann sieht sie die Nase ein

bisschen graus. Sie trägt am liebsten weiße Stiefel und weiß gepunktete

Miniröcke.

Irgendwie kommt mir die Dame bekannt vor.

Ja? Ja.

Komm, wir gehen nach Hause.

Aber wir haben doch noch so viel Zeit.

Onkel Richard kommt doch erst um 17 .35 Uhr nach Hause.

Hast du noch nie mit einer Frau geschlafen?

Nein.

Noch nie.

Ich will es dir zeigen.

Wann geht dein Zug morgen fahren?

Um 10 .20 Uhr.

Aber ich will nicht weg.

Ich werde Daddy sagen, dass ich lieber hierbleiben will.

In London studieren.

Martin. Ich liebe dich.

Ich liebe dich.

Martin.

Ich... Sag es doch.

Nein.

Ich möchte nicht wegfahren, Grace. Ich will hierbleiben.

Marty, das geht nicht. Sei doch vernünftig.

Wie stellst du dir das vor?

Irgendwie werden wir es schon schaffen.

Ich will mit dir zusammenleben.

Verstehst du das nicht?

Ach, Marty.

Das ist doch unmöglich.

Darf ich dir wenigstens schreiben?

Also gar nichts.

Na ja, Tante Grace, du hast deinen Spat gehabt, nicht wahr?

Das glaubst du doch nicht im Ernst.

Martin, verstehst du denn nicht?

Ich weiß nicht mehr, was ich glauben soll.

Martin. Ja?

Du musst jetzt einsteigen.

Ich habe schon verstanden, Tante Grace.

Ist eigentlich das ganze Leben so?

Vielleicht.

Die Brühe, Martin.

Wo ist Onkel Richard?

Darling.

schon fünf Minuten über die Zeit.

Donnerwetter.

Ich muss in den Club.

Heute war es besonders schön, Darling.

Für dich auch?

Ja, Richard.

Es war besonders schön.

Du musst unbedingt neue Zahnpasta kaufen, Darling.

Ja, Richard.

Mit Himbeergeschmack.

Ja, Richard.

Ach, wo sind denn die? Ach ja.

Darling, das Gesichtswasser ist auch bald auf.

Ja, Richard.

Ich besorg da rein.

Also,

Darling, bis später.

Es war doch sicher sehr

schön mit Marty.

Hallo. Und, wie siehst du denn aus?

In London läuft jeder seriöse Geschäftsmann so herum.

So, und nun weichte. Wie sind die Engländerinnen? Ich meine vom Standpunkt

Fachmanns aus.

Wenn Sie glauben, dass Sie auf diese Art und Weise etwas aus mir herausbringen,

gnädige Frau. Wieso?

Zur Meinungsforschung gehört doch, dass man gewisse Vergleiche anstellt. Fishing

for Compliments.

Ach, du Biest.

Du willst bloß erreichen, dass ich nochmal von vorne anfange.

Das muss nicht unbedingt von vorn sein.

Nur damit du siehst, ob ich auch fleißig gespart habe.

Apropos gespart. Wo ist eigentlich der Schottenrock, den du mir mitgebracht

hast? Shame on me. Den habe ich tatsächlich vergessen.

Aber ich bringe dir die schönste Mantilla mit, die sich auftreiben lässt.

eine Mantilla?

Weißt du, die wollen mich nach Spanien schicken.

Ach, du fährst nicht zufällig in das Land, wo der Pfeffer wächst. Dann kannst

nämlich gleich dort bleiben. Du?

Por favor, Caballero, verzeihen Sie vielmals.

Würden Sie uns sagen, wie Sie die Stellung der spanischen Frau sehen?

Con mucho gusto, señor.

Die Frau ist die Königin, selbstverständlich.

Sie hört über alles, und zwar unumfänglich.

Was werden wir erleben ohne Frauen?

Eine Truppe ohne Salz, ein Stierkampf ohne Stier. Die Frau ist für uns das

Höchste. Es besteht kein Zweifel.

In keinem Land auf der ganzen Welt wird die Frau mehr verlernt und geachtet als

bei uns in Spanien.

Nun, ich weiß nicht, ob die Herren der Schöpfung das so ganz aufrichtig meinen.

Nehmen wir zum Beispiel Don Geronimo, den Devotionalienhändler. Er ist

verheiratet und hat mit seiner Frau Donia Dolores vier Kinder.

Während der Mittagshitze schließt er sein Geschäft und begibt sich zur

Da bist du ja.

Endlich.

Geronimo, du musst ja ganz aufgelöst sein bei dieser Hüfte. Aus Sehnsucht

dir.

Ich habe die Orangen ausgepresst. Das wird dich erfrischen.

Ja, aber nicht so kalt, Candelaria.

Du weißt meinen Magen.

Sie haben richtig gehört. Das ist nicht Dona Dolores, die Frau Don Geronimo,

sondern Senorita Candelaria, die geliebte Don Geronimo.

Darf ich?

Na, so ist es doch viel bequemer.

Allerdings.

Sollten Sie Don Jeronimos Verhalten missbilligen, so denken Sie daran, dass

in Spanien sind.

Kein vernünftiger Mensch würde ihm zumuten, in dieser glühenden

weiten Weg nach Haus auf sich zu nehmen.

Hier, in dieser Wohnung, lebt Don Geronimo offiziell. Hier führt er sein

eheliches Familienleben mit seiner Frau Donia Dolores und seinen vier Kindern.

Kinder sind

ein Gotteswegen. Und so soll es auch sein.

Don Geronimo hat die vier nicht etwa zur Befriedigung seiner sexuellen Lüste

gemacht. sondern einzig und allein aus Fortpflanzungsgründen.

Bei seiner geliebten Candelaria ist der Fall mit den sexuellen Lüsten natürlich

ganz anders gelagert.

Donia Dolores ist von Don Geronimo erst für das nächste Jahr eingeplant. Bis

dahin hat Donia Dolores im Bett Pause.

Ein bisschen lang für eine junge, temperamentvolle Frau. Finden Sie nicht

Woran mag sie denken?

An ihren Mann natürlich.

Denn als verheiratete Frau darf sie nicht einmal den Gasableser allein

empfangen. Ob es ihr wohl gelingen wird, die strengen moralischen Grundsätze Don

Geronimos ins Wanken zu bringen?

Wenigstens ein einziges Mal müsste er es mit ihr tun.

Vielleicht heute Nacht?

Lange hält sie es nicht mehr aus.

Ja?

Gefall ich dir so?

Dolores.

Hast du die Blumenvase verschluckt? Was ist denn Unsinn?

Ist doch lächerlich.

Damals, als wir uns kennenlernten, hast du es aufregend gefunden.

Eine Rose im Mund.

Weißt du, was dein Tag heute ist?

Freitag?

Heute vor sieben Jahren.

Waren wir zum ersten Mal allein?

Unten am Fluss?

Bitte, bitte erinnere mich nicht an diese Sünde.

Ich hätte mich niemals dazu hinreißen lassen dürfen.

Aber jetzt ist es doch keine Sünde mehr.

Du vergisst, dass ich dich zur Mutter meiner Kinder gemacht habe.

Der Sinn jeden ehelichen Beischlafs ist, Kinder zu zeugen.

Aber vier Kinder haben wir doch schon, Geronimo.

Eben. Aber Geronimo...

Wenn sich das mit unserem Glauben nicht vereinbaren lässt.

Ich meine, wenn du Angst hast, da gibt es doch noch andere Möglichkeiten.

So?

Welche? Ich meine, du könntest mich vielleicht von... Du weißt schon.

Was?

Ich soll dich in den Hintern?

Ja, meinst du etwa, ich mache meine mir vor Gott angetraute Frau zum Gefäß

niedriger Lüfte?

Aber sind es nur normal?

Ich meine, nur einmal im Jahr.

Oder nur für Kinder.

Das ist einfach zu wenig.

Du wirst dich erkälten.

Nach dem Ostergeschäft werden wir uns mit dem Segen der heiligen Jungfrau ein

weiteres Kind leisten.

Und bis dahin kannst du es wohl noch erwarten.

Bitte verzeih mir meine unkauschen Gedanken.

Aber du wirst dich nicht mehr zu beklagen haben.

Gut.

Kommen Sie morgen um halb elf Uhr in den Damm. Donna Dolores.

Heilige Mutter Gottes, bitte für uns.

Kommen Sie doch ein bisschen näher.

Jetzt sind in der Stunde unseres Todes.

Heiliger Sebastian, heiliger Borromeus und alle 14 heiligen Nothelfer, wann

ich dich sehen?

Heiliger Isidor, bitte für uns.

Heiliger Supriano, bitte für uns.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Amen.

Heilige Mutter Gottes, bitte für uns arme Sünder.

Auf das wir Gnade finden vor dem Thron unseres allmächtigen Vaters.

Dolores, warst du heute in der Morgenmesse? Ja, und ich habe Schwester

Konzeption vom heiligen Herzen Jesu getroffen.

Ich habe ihr von meinen sündhaften Gedanken und Anfechtungen erzählt.

Ich weiß nicht, ob die heilige Mutter für solche Dinge zuständig ist.

Oh ja, sie hat sogar sehr viel Verständnis gekriegt.

Sie will mich sogar geistlich unterweisen.

Darüber bin ich sehr glücklich.

Ja, hast du denn jemanden, der dich zum Kloster begleitet?

Du kannst doch nicht allein dorthin gehen.

Natürlich nicht, Geronimo.

Als ich ihr sagte, wie schwierig das für mich wäre, war sie sofort bereit, die

Eindachten hier im Hause abzuhalten.

Backe der ehrwürdigen Mutter einen Kuchen. Oder noch besser, frage sie, was

gerne hätte.

Der weite Weg wird ihr sehr schwer fallen.

Ja, Geronimo.

Bis zum Abendmahl.

Gelobt sei Jesus Christus.

Die Ewigkeit, Amen.

Guten Tag, meine Tochter.

Scheiße.

Und ob ich eintreten werde.

In allen erdenklichen Öffnungen.

Ich traue keiner Frau über den Weg. Wir haben uns alle faustig hinter den Ohren.

Besonders, wenn sie so schön ist wie deine.

Und man sie so vernachlässigt wie du.

Kein Grund zur Besorgnis. Ich habe sie sehr gut repriert, meine Dolores.

Keine unkeuschen Anwanderungen mehr.

Keine sündhaften Gefühle.

Na?

Sie hat ihre Seele dem Himmel zugewandt.

Ach, was du nicht sagst. Und was tut sie mit dem Rest? Das kann man eh genau

wissen. Denn bei den Frauen sitzt ja bekanntlich der Teufel zwischen den

So ist es.

Und wozu, Freunde, verleiht uns die Kirche ihren Beistand?

Die ehrwürdige Mutter vom Heiligen Herzen, Jesu, wird ihre Sache schon

machen.

Gefällt dir das, mein Teufel?

Ja.

Ja. Meine armen, verirrte Seele.

Reiner, meine Anne muss eifersüchtig auf mich sein.

Warum werde ich immer gestört?

Da habt ihr Kinder.

Wer kann das sein?

Der Geronimo? Der hat doch eine Schlüssel. Ich komme.

Karin.

Nora, der Lorenz.

Moment.

Geben Sie ein.

Ich habe gehört, Ihr Vater handelt nicht in Ordnung. Ich habe gerade Besuch von

einer Schwester vom heiligen Herzen Jesu. Oh.

Glaubst du Jesus Christus? In Ewigkeit.

Amen.

Ebenfalls. Kommen Sie morgen wieder. Auf Wiedersehen. Geh hin in Frieden, mein

Sohn. Gerne.

Also bis morgen dann. Ja.

Buenas tardes. Buenas tardes.

Was ist denn nun schon wieder?

Mein Mann.

Ist er?

Ja, ja.

Zieh dich an.

Dolores.

Dolores.

Irgendwie, Jeronimo.

Gelobter Jesus Christus.

In Ewigkeit, Amen.

Ich beglückwünsche dich, mein Sohn.

Gott hat dich mit deiner guten Frau gesegnet. Ja, ich weiß.

Dolores, warum hast du die ehrwürdige Mutter nicht ins Wohnzimmer gebeten?

Das Bild unserer Schutzpatronin befindet sich in diesem Raum.

Sie soll mir beistehen.

Ja, natürlich.

Und jetzt geh. Geh mit Gott, mein Sohn.

Wir haben unsere Andacht noch nicht beendet.

Ziehe hin.

In Frieden, mein Sohn.

In aller Ewigkeit, Amen.

Also, ich will Sie noch einmal verzeihen, aber unter einer Bedingung.

verzichtest darauf, meinen Kimono aus Tokio mitzubringen oder einen Elefanten

aus Thailand und bleibst einfach mal eine Weile hier.

Hörst du nicht, dein Sohn ruft dich.

Brigitte, ich glaube, er hat die Strampelhose voll.

Na und?

Das ist bei Babys nun mal so. Oder hast du das etwa nicht gewusst?

Ih, auch noch groß.

Oh. Worauf wartest du noch? Du bist doch immerhin sein Erzeuger.

Oder hast du Angst, das Image eines Klobetrotters zu verlieren? Was die für

einen Unsinn redet, nicht?

Sie bildet sich wohl ein, dein Papi kann das nicht.

So, du kleine Scheißer.

Schön brav.

Na komm.

Schön die Beinchen hoch.

So ist es.

Und drinnen waltet die züchtige Hausfrau, die Mutter der Kinder. Ist es

nicht bekannt, dass sich auch noch andere Leute zur Gleichberechtigung der

geäußert haben? Komm, gib ihn mir.

Oh, doch.

Zum Beispiel die Megeren von Women's Loop in New York. Vielleicht lassen sie

dich ein bisschen mitmischen. Ach du,

das fehlt mir.

Und wer bügelt dir denn die Hosen, wenn du zwischendurch mal vorbeischaust?

Brigitte. Ach, ist doch wahr.

Na hör mal, du fängst ja früh an, Junior.

Na du.

Wir befinden uns hier im Herzen New Yorks.

Amerika ist das Land der Gegensätze, vor allem was die Stellung der Frau

betrifft. Auf der einen Seite Women's Lip und Emanzipation, auf der anderen

Frauenvereine mit den drei großen K's.

Kochtopf, Kinder, Kirchenchor.

Das ist Coxville, 42 Meilen von New York entfernt.

In Coxville wohnen mittlere Angestellte, Kaufleute und Beamte.

Da sind sie schon.

Das ist Dick.

Das ist Bob. Hallo, Bob.

Und das ist Jim.

Schönes Wetter heute.

Übrigens, hast du gestern Abend Fernsehen?

Basketball?

Äh, war müde. Ich hab geschlafen. Bis dann.

Bob! Hallo, Bob, hörst du mich?

Machst du mir Helm und Eck zum Frühstück? Wenn's nicht kommt, nix, ist

Kaffee schon fertig? Hast du die Milch schon reingeholt und Bananenbrei für die

Kleinen? Sie müssen in die Schule. Nun mach schon, wir müssen uns beeilen.

Ja. Ich freu mich ja so auf unsere Party. Die wird bestimmt furchtbar nett.

Ja, bestimmt, Liebling.

Bist du bald soweit?

Ja, sofort, Liebling, sofort.

Nun mach schon.

Kommst du noch zu spät ins Büro? Die Kinder müssen weg. Ja, ich hab's ja

Sheila.

Für Jesse Tomatensaft, nicht?

Hier, Junge, selbst.

Du musst jetzt nicht aufhören, dann wirst du nicht fertig.

Das ist doch scharfen, scharfen, scharfen.

Ach Gott, bleibst du, wenn die Kinder fahren? Nein, entschuldige. Ach, also

beeil dich doch.

So,

Mami. Morgen, Mami. Morgen, Mami. Oh, hier sind die Eier, Mami. Ich kann kein

Wort mehr sehen.

Heute Abend möchte ich gern sehen.

Sie hat nämlich einen Boxkampf heute.

Ich muss meinen Freunden einen Ausfall. Da soll ein Superwettkampf laufen.

Ihr macht ja noch mehr Kraft als das Radio.

Endlich die neuen Comics.

Na,

wir müssen los.

Die

Männer

sind sogenannte Commuter. Zu deutsch Pendler.

Morgens um 8 .05 Uhr werden sie von ihren Frauen nach New York zur Arbeit

gefahren. Abends um 18 .10 Uhr kommen die Männer mit dem Zug zurück.

Ein langer Tag.

Nicht leicht, auch für die anderen Frauen in Coxville, ihn auszufüllen.

Das Einkaufen bringt eine kleine Abwechslung. Aber auch nur ein-, zweimal

Woche. Die Gerichte sind vorgekocht.

Man braucht bloß die Aluminiumfolie abzuziehen und sie aufzuwärmen.

Immerhin ein Trost, dass es für alle Frauen in der Nachbarschaft das

gibt. Hast du von dem Neger gelesen, der vorgestern in Lenox freigesprochen

wurde? Ich finde das unerhört, eine Unverschämtheit. Dieser Richter scheint

wirklich der größte Versager zu sein, der heutzutage in der freien Welt

rumläuft. Ein windiger Scheißkerl, ein Schnappschwanz.

Dabei fällt mir ein, hat es den Jim diesmal mit dir getrieben?

Ach was, wenn das so weitergeht, dann habe ich überhaupt keine Hoffnung mehr.

Das arme Würstchen kommt ja nicht mehr richtig hoch.

Irgendwann werden schon noch bessere Tage kommen.

Ob diese Hoffnung nicht sehr trügerisch ist?

Die Männer der Frauen aus Coxville, die in New York täglich vom frühen Morgen

bis zum späten Nachmittag angestrengt arbeiten, um ihren Familien einen hohen

Lebensstandard bieten zu können, haben sich, obwohl sie amerikanische Männer

sind, noch nicht an den American Way of Life gewöhnen können, den die

amerikanische Frau diktiert.

Das ist Bobs Sekretärin.

die ihn selbstverständlich ganz anders behandelt als seine Frau Sheila.

Fragen Sie ihn 14 Tagen noch mal nach.

Ja, hallo, bitte?

Ja, aber was?

Das ist eine Unverschämtheit, fristlos entlassen.

Hallo?

Wo ist denn mein Stift?

Schönen Tag.

Nein, nein, da habe ich schon reizvollere Sachen in der Hand, also

die Finger davon.

Bitte? Ja, aber bitte, wenn Sie mal was Besseres anzubieten haben, dann kommen

wir ja vielleicht zusammen, aber so hat es gar keinen Sinn. Nicht so einseitig,

Chef.

Ach je.

Warum hatte er nicht statt Sheila solch ein bezaubernd williges Geschöpf

geheiratet? Aber so kann nur ein Mensch fragen, der seine Lektion noch nicht

gelernt hat.

Sobald diese Süßen einen Mann ergattert haben, entwickeln sie sich ganz genauso.

Die einzige in Coxville, die nicht frustriert scheint, ist Sheila.

Im Gegensatz zu ihren anderen Freundinnen, wie zum Beispiel Mabel, die

seit Stunden mit allen Damen in der Nachbarschaft telefoniert, wird Sheila

frisch und ausgeglichen.

Hallo?

Ach, er ist mal wieder zu müde gewesen, der Ernste.

Natürlich, meiner auch. Aber das macht fast gar nichts. No kidding.

Ich habe einen fantastischen Psychiater.

Ja, Mr. Goodfellow.

Er hilft mir wirklich sehr.

Ich komme auf Empfehlung von meiner Freundin Sheila.

Ah, hat sie Ihnen von mir erzählt.

Nehmen Sie bitte Platz.

Ja.

Eigentlich wollte ich erst das Psychogramm aufnehmen, aber das können

später nachholen.

Schließen Sie die Augen und entspannen Sie sich.

Legen Sie sich einfach hin.

Woran denken Sie?

An einen Mann.

Er ist nackt und ungeheuer kräftig und hat Haare auf der Brust.

Verfolgt er Sie?

Leider nein.

Hat er ein Gesicht?

Nein.

Aber er hat ein Glied.

Ja, es ist groß und steif und sprüht förmlich Fugen.

So wie dieses?

Ist das gut, Professor.

Toll.

Das beste Mittel, Zwangsneurosen zu beseitigen, ist Ihre Umsetzung in das

Geschehen.

Oh.

Ich werde Sie bestimmt heilen.

Ich hoffe es.

Ich habe gehört, dass Sie sehr tüchtig sind.

Ja, man sagt es mir nach.

Ich habe die Ursache Ihres Leidens erkannt.

Und wie werden Sie mich heilen?

Es fehlt Ihnen an menschlichen Kontakten. Sie brauchen etwas, das Sie

Voll und ganz.

Toll, Ihre Behandlungsmethode.

Gut.

Einmalig, Herr Professor.

Ganz entspannen.

Völlig locker. So wie...

Doktor,

nimmst du das Thermometer?

Ja.

Ja.

Ganz fantastisch.

Hier in diesem Wolkenkratzer hat Jim, Bobs Zwillingsbruder, sein

Büro.

Ja, der Frachtbrief ist bereits unterwegs.

Auch Jim hat eine feine Sekretärin. Wir haben schon gesehen, dass es bei Bob

genauso ist. Die Jim von Zeit zu Zeit bei Bedarf aus seinen Nöten hilft.

Le Bob, alter Junge. Wie wäre es, wenn wir heute einen draufmachten?

Kurzfristig anberaumte Generalversammlung oder sowas.

Stimmt, heute ist ja Shilas langweilige Party.

Ach, wenn nur der Abend schon vorüber wäre. Das können wir nur wieder

überstehen, wenn wir uns volllaufen lassen, mein Lieber.

Shila!

Shila!

Hier bin ich.

Hallo, Shila.

Hi, Pam.

Hier ein kleiner Beitrag zu deiner Party. Oh, wunderbar.

Russischer Wodka, da werden sich die Jungs wieder volllaufen lassen.

Lass sie doch, wenn es ihnen Spaß macht.

Du hörst gut singen.

Wenn das so weitergeht, wie fertig, pack sie dich da unten noch zu.

Hallo, ihr Schönen. Gibt es schon einen Drink? Ich habe einen Durst.

Ja, bedien dich.

Du warst wohl gerade beim Seelenmaster, ha?

Sieht man mir das an?

Du hast recht gehabt, der Mann ist toll.

Allein schon die Sicherheit, mit der er seine Diagnose stellt.

Ich finde vor allem seine Behandlungsmethode angenehm.

Spricht er von einem Psychiater, Professor Goodfellow?

Wieso, gehst du auch hin?

Nein.

ebenfalls empfohlen, etwas für ihren Seelenfrieden zu tun.

Was meinst du?

Sollen wir mal selbstlos sein?

Tja, wenn noch genug für uns übrig bleibt.

Ja, denke schon.

Leider habe ich heute sehr wenig Zeit, Professor. Ich muss zu einer Party.

Aha, ich verstehe. Haben Sie etwas dagegen, wenn Sie die Diagnose stellen

gleich mit der Behandlung anfangen?

Dann darf ich wohl voraussetzen, dass es sich bei Ihnen ebenfalls um den

Normalfall handelt.

Sie dürfen.

Einen Moment bitte.

Wie man sieht, braucht man bei diesem Beruf, wenn man ihn so, auf diese Art

eigenen Ideen ausübt, eine gute Konstitution, um allen Anforderungen

zu sein.

Das ist ein toller Doktor.

Das wird er sicher gut bekommen. Du, apropos bekommen, ich habe alles von mir

gemacht. Also, ich trete den Gashebel durch. Der andere hat 50 Pferde mehr

der Haube.

Der Fasti entscheidet.

Da fällt mir ein, hast du dir mal das Fahrgestell von der neuen Lehrerin

angesehen? Alles dran.

Die zwei niedlichsten Kotflügel, die du dir vorstellen kannst.

Wo ist denn eigentlich Pamela?

Sie hat noch etwas zu erleben. Sie hat gesagt, es sei sehr wichtig.

Zwei Oinufen treffen sich auf der Straße. Sagt der eine, ei, ei, wie

Hallo, entschuldigt, dass wir jetzt kommen. Da bin ich mal so beschäftigt.

Hallo, Pupps.

Familie hat doch noch etwas Dringendes zu erledigen.

Ei, ei, ei, wie spitze ich denn mein Mäuschen? Habt ihr noch ein Armechen

für mich?

Da bin ich endlich.

Na, wie war's?

Das siehst du doch, sie ist ja jetzt noch außer Atem.

Also ich finde, im Grunde habe ich gar nichts Unrechtes getan.

Ich weiß gar nicht, wie diese verdammte Luft über die Gläser kommt.

Ich sage ja immer, Gesetz und Ordnung. Jetzt gehen die ganzen verfluchten

Staaten noch in den Eimer.

Hauptsache in dem Eimer ist noch Wodka.

Man muss das verstehen. Die Jungs müssen ja den ganzen Tag schuften.

Kein Wunder, wenn sie abends fertig sind.

Es wäre direkt drohend zu verlangen, dass sie sich auch noch abends im Bett

abstrampeln.

Scheiß auf die unterentwickelten Länder.

Scheiß drauf.

Wir müssen zuerst mal an uns denken. Stimmt.

Sonst gehen die ganzen verfluchten Staaten total in Eimer. Genau.

Ist das der einzige Eimer, den ihr habt?

Dann hole ich noch einen Eimer. Oh, wir haben genug.

Wann geht's denn wieder zu unserem Psychiater?

Morgen. Gleich nach dem Präsent bin ich bei ihm angemeldet. Das geht doch gar

nicht. Um fünf Minuten bin ich bei ihm vorgemerkt. Da bin ich längst fertig.

Das stimmt doch was nicht.

Wie soll er mich dann um 16 Uhr noch schaffen? Lange hält er das sowieso

mehr aus. Wäre aber ein Jammer.

Ich bin doch ganz New York gelaufen, um dir etwas mitzubringen. Die Platten

waren doch das Beste.

Du, Bernd, ich habe mit deinem Chef gesprochen.

Ja?

Er will dich nach Paris schicken.

Das ist aber schlimm. Damit hast du mich für alle Zeiten verloren.

Wahnsinnig komisch.

Du, Brigitte, wenn ich dich betrügen wollte, dann könnte ich das auch in

tun.

Darum dreht es sich doch gar nicht. Verstehst du denn nicht, wie mir zumut

wenn ich allein hier in der Wohnung sitze und die vier Wände anstarre?

Warum gehst du da nicht aus oder triffst dich mit Freunden?

Oder lädst sie ein? Und nachts?

Wenn ich im Bett liege und grüble, was machst du jetzt und mit wem triffst du

dich? Sind sie hübsch, die Frauen? Haben sie Charme?

Verstehen sie einen Mann zu fesseln?

Brigitte, das ist ja fantastisch. Sag mal, seit wann hast du Toilette

-Eifersucht? Es geht ja nicht darum, ob du mit ihnen ins Bett gehst.

Verstehst du denn nicht? Ich komme mir abgemeldet vor wie ein Heimchen am Herd,

das man am besten nicht vorzeigt. Es gibt aber auch sehr viele Leute, die das

Heimchen vernaschen möchten.

Eine Frau braucht eine gewisse Selbstbestätigung, sonst holt sie sich

woanders. Wenn du mit so massiven Drohungen kommst... Denk an die

Hausfrauenreporter 1 bis 3.

Also gut.

Paris ist Ende der Kletterstange, dann werde ich es deshalb.

Wieder gut?

Paris, die Französin gilt als besonders tüchtige Hausfrau und Mutter. Auch ist

ihre Küche sehr bekannt.

Wollen Sie zu einem neuen Haushaltsartikel einführen?

Außerdem sagt man ihr nach, sie wäre besonders temperamentvoll in der Liebe.

Fragt sie mit wer sie verheiratet ist. Wenn der Typ in Ordnung ist, soll sie es

nicht eine Weile aushalten. Aber Sie geben doch zu, dass ein Franzose vor

schönen Frau nicht Halt macht, bloß weil sie verheiratet ist.

Sehen wir uns einmal das Ehepaar Dutour aus Abbeville an. Die beiden holen

endlich ihre Hochzeitsreise nach, die sie drei Jahre lang verschieben mussten,

nämlich bis die Möbel für ihre zweieinhalb Zimmerwohnung abgezahlt

Es ist doch das erste Mal, dass wir verreisen.

Wären wir zu meinem Onkel gefahren, dann hätten wir uns den Fernseher leisten

können. Aber es musste ja Paris sein.

Ich pfeife auf den Fernseher, es ist mir Schnuppe.

Wenigstens einmal im Leben möchte ich in Paris gewesen sein. Danach kann ich

immer noch in der Provinz versauern. Ach, Abbeville ist nicht mehr gut genug

dich. Ich bin Provinz und meine ganze Familie.

Nein, Mon Cherie, das habe ich nicht sagen wollen.

Aber Paris ist Paris.

Stell dir doch bloß vor, dass wir auf den Champs -Élysées sitzen.

Und die ganzen Berühmtheiten kommen vorbei.

Die Bardot.

Und womöglich Belmondo.

Und dann Pompidou.

Meinst du, ich zahle die Wahnsinnspreise, nur um Pompidou zu

ich auch im Fernsehen sehen können.

Das ist der Gare du Nord.

Endlich ist Janine in Paris.

Und schon beginnt sie zu träumen.

Sie kennen sich doch sicher in Paris aus. Ja, natürlich.

Ich möchte zu meinem Hotel in Montmartre.

Können Sie mir vielleicht sagen, wie ich da hinkomme?

Ja, wo liegt es denn?

Pigalle, Pichy oder Rue de Pic?

Das weiß ich nicht.

Aber es fällt mir ganz sicher wieder ein, wenn ich den Namen höre. Es gibt

sehr viele Hotels.

Vielleicht kann ich Ihnen helfen. War es eins von den großen?

Bestimmt nicht. Mein Mann gibt nicht gern viel Geld aus.

So schwierig. Am besten Sie nehmen ein Taxi. Vielleicht kann Ihnen der Fahrer

helfen.

Und wohin in Momarca?

Das weiß ich eben nicht.

Ich habe meinen Mann verloren.

Oh, mein Beileid.

Nein, ich meine nur, wir haben uns auf dem Bahnhof verloren.

Und jetzt weiß ich nicht mehr, in welchem Hotel er das Zimmer bestellt

Na, wenn schon. Da gibt es ja kaum ein paar hundert Möglichkeiten.

Am besten gehen wir in ein Café und gehen das Branchenverzeichnis durch.

Vielleicht finden wir es, wenn Sie ganz langsam fahren.

Da wird sich die Polizei freuen.

Lieber Gott, setzen Sie mich bitte an der nächsten Ecke ab. Mitten auf dem

Nuttenstrich? Nein, Madame, kommt nicht in Frage.

Aber ich will raus.

Ich habe nämlich nur noch zehn Frauen.

Was Sie da veranstalten, ist restlos verkehrt.

Warum überlassen Sie die Suche nicht der Polizei?

Kommen Sie, ich fahre Sie zum Revier.

Vielen Dank, aber Sie kennen meinen Mann nicht.

Wenn der meinetwegen mit der Polizei zu tun trägt.

Schon gut, war ja ein Hundvorschlag. Ich werde mir schon weiterhelfen. Vielen

Dank. Vielleicht sehen wir uns wieder mal.

Es kann doch nicht sein, dass niemand nach mir gefragt hat. Dutour, Gérard

Dutour. Bitte gehen Sie vor das Komfortpult.

Hören Sie zu, das gibt es nicht. Es muss jemand nach mir gefragt haben. Ich

möchte wissen, hat sich meine Frau gemeldet?

Sollte Madame sich melden, sage ich Ihnen sofort Bescheid. Kann ich sonst

was für Sie tun, Monsieur?

Danke, bei den Preisen.

Der Lift ist kaputt.

Mich wundert nichts mehr.

Na, immer noch Stroh, bitte?

Ja, was soll ich nur machen? Tja, das ist schwierig.

Wenn Ihr Mann sich bei der Polizei nicht blicken lassen darf.

Bitte? Ach so, Sie meinen... Sie raten genau das Gegenteil von einem

Kriminellen. Das kapiere ich alles nicht.

Er meint bloß, ein ehrbarer Bürger darf auch nicht das Mindeste mit der Polizei

zu tun kriegen.

Sie verstehen, er arbeitet bei einem Notar.

Wie heißen Sie eigentlich? Janine.

Janine? Und ich Jeannot.

Passt doch ganz gut. Ja.

Ich wollte eigentlich telefonieren, aber ich habe kein Geld mehr.

Fahren Sie mich bitte zur Polizei?

Aber gern, worauf warten wir noch? Kommen Sie.

Am besten ist es, Sie rufen alle zwei bis drei Stunden im Revier an.

Warten Sie, ich schreibe Ihnen die Nummer auf.

Sobald er sich meldet, werden wir Sie vertreten.

Danke, Monsieur.

Wir tun nur, was wir müssen.

Ja, okay, geht in Ordnung.

Also, vielen Dank, Jeannot.

Keine Ursache. Was halten Sie von Omeletten mit Gänseleber und

haben doch bestimmt noch nicht zu Abend gegessen.

Nein, aber... Verkommen Sie, meine Schicht ist sowieso zu Ende. Hören Sie,

können mich doch nicht einfach so mitschleppen. Ist doch kein Problem, ich

ganz in der Nähe.

Na los.

Da oben ist meine Hütte, gleich unterm Dach.

Mein Gott, ich bin hübsch hier.

Erschrecken Sie nicht, bei mir ist nicht aufgeräumt.

Die Aussicht ist das Beste an der Wohnung.

Sauberhaft. Leider habe ich keine Trüffeln. Das macht doch nichts.

Sehen Sie sich ruhig ein bisschen um.

Gern, wenn ich darf.

Was ist denn das?

Das da?

Das ist ein Hobby von mir.

Ich bin Amateurfunker. Und wozu ist es gut?

Das werde ich Ihnen gleich erklären.

Sehen Sie die Morse -Taste da? Damit unterhalte ich mich mit Freunden in der

ganzen Welt.

Einer sitzt im Saskatchewan.

Einer fährt als Bordfunker auf einem Eisbrecher.

Und dann ist da ein Minen -Ingenieur im Theorate -Pack.

Mit dem spiele ich Schach.

Und da waren Sie überall?

Keine Spur, die Kollegen habe ich nie gesehen.

Geben Sie her, das mache ich.

Also, darin muss man das im Letcher auf Raten machen.

Haben Sie denn keine Freundin?

Sie meinen eine Feste?

Wissen Sie, da warte ich lieber, bis die richtige kommt.

Steckt sie denn nur.

Oh, haben Sie Telefon? Ich hätte nämlich schon vor einer Stunde anrufen sollen.

Ah, neben der Tür.

Ich habe direkt ein schlechtes Gewissen.

Die ganze Zeit habe ich kein einziges Mal an Gérard gedacht.

Hallo?

Hier Janine Dutour.

Sie wissen doch, ich war vorhin bei Ihnen.

Hat sich mein Mann inzwischen gemeldet? Nein, bedauere.

Bisher haben wir noch nichts von ihm gehört.

Versuchen Sie es später nochmal.

Das werde ich tun.

Obermadam.

Was ist denn das?

Wenn er wirklich so ein Spießbürger ist, dann muss man ihm schon ein bisschen

Zeit lassen. Und ich habe nicht gesagt, dass er ein Spieß ist.

Natürlich nicht.

Nun? So schön hatte ich es mir nicht vorgestellt.

Manchmal frage ich mich, was wird aus den Wünschen, die in Erfüllung gehen.

Wenn ich wirklich nach Saskatchewan gekommen wäre und nach Teotihuacan.

Dann legen Sie sich jetzt unter einer Palme und ließen sich von einer kleinen

Eingeborenen verwöhnen. Nicht schlecht.

Aber dann hätte ich Sie nicht kennengelernt.

Wäre denn das so schlimm?

Verbinden Sie mich bitte mit der Vermisstenzentrale.

Ja.

Einen Moment bitte. Hier.

Ist da Vermisstenzentrale?

Hallo, hier Dutour.

Gérard Dutour.

Ja, es handelt sich um eine Vermisstenanzeige. Meine Frau, Janine.

Seit wann? Seit heute Nachmittag.

Am Gare du Nord.

Was? Nach drei Tagen? Hören Sie, als Steuerzahler habe ich das Recht.

Vielleicht ist sie verunglückt.

Meinen Sie nicht?

Ja, ich bin im Hotel Select zu erreichen.

Hier bin ich.

Ach so, ich habe an Gérard gedacht.

Wie schade.

Jetzt sind wir schon fast seit drei Jahren verheiratet.

Und plötzlich ist er so weit weg.

Lieben Sie ihn?

Sowas dürfen Sie mich nicht fragen.

Haben Sie Angst zu antworten?

Ich muss jetzt die Polizei anrufen.

Da hinten links.

Moment.

Na,

was ist?

Wartet auf mich.

Im Hotel Selick.

Gehen wir.

Das war ja nur kurz. Warten Sie.

Ich muss Ihnen noch das Geld bringen.

Da bist du ja schon.

Darf man fragen, wo du gesteckt hast?

Du warst plötzlich weg und da... Erzähl mir doch keine Märchen.

Das war doch Absicht, dass du mich verloren hast.

Das war doch ganz genau eingeplant.

Nein, das ist nicht wahr.

Wie heißt der Kerl, mit dem du dich rumgetrieben hast? Lass mich los!

Du, deshalb wolltest du unbedingt nach Paris.

Es reicht nicht, was ich zu bieten habe. Gera... Das ist doch alles Unsinn. Von

wegen. Aber darüber reden wir noch.

Und zwar zu Hause.

Wir fahren zurück.

Nein, du fährst.

Gute Reise.

Janine!

Janine.

Sag mal.

Fahren wir zu dir, dann werde ich dir alles erzählen.

Wohin hast du eigentlich gemerkt, dass du mich liebst? Das Omelette.

Es war völlig misslung.

Und ich, weil ich eifersüchtig geworden bin?

Auf wen?

Auf die Richtige, auf die du warten wolltest.

Übrigens, da fällt was ein für dich.

Wir müssen unbedingt eine neue Omelette -Sanne kaufen, nicht?

Ich bin so glücklich schon.

Das hast du mir mitgebracht?

Das ist aber lieb von dir, Bernd. Komm, zieh es doch gleich mal an. Ja, warte.

Ich glaube, es passt mir ganz genau. Ich kenne doch deine Maße.

Sag mal, hast du das allein ausgesucht? Wer wird denn so neugierig sein? Und

jetzt noch die Kette, komm.

So.

Es ist wirklich totschick, du Bernd. Du hast so viel ausgegeben. Ich mache mir

wirklich Vorwürfe. Na, so viel hat es wieder nicht gekostet. Das war blöd von

mir zu maulen, dass du mich so viel allein gelassen hast. Soll das heißen,

möchtest jetzt doch den Kimon aus Tokio und den Elefanten aus Thailand?

Quatsch, ich habe nur Angst, dass du mir eines Tages Vorwürfe machst, dass du

nicht überall hinfahren konntest.

Schönen Liebling.

Du, Bernd.

Ja?

War mir wirklich ernst mit dem, was ich vorhin gesagt habe. Wenn du wieder mal

weg musst, ich mach dir bestimmt keine Szene mehr.

Wie großzügig.

Wenn du genau weißt, dass der nächste Reporter aus München kommt.

München ist bekannt für sein Fräuleinwunder.

Hier wachsen die hübschesten Mädchen und täglich ziehen neue zu, um ihr Glück zu

versuchen. Was wird aus ihnen, wenn sie geheiratet haben?

Wie sehen sie aus?

So?

Oder so?

Empfindsam?

Oder robust?

Ist Musiker.

Es war ein langer Weg zum Glück. Sie sehnte sich nach einer gleichgestimmten

Seele.

Selbstverständlich männlichen Geschlechts. Das Heiratsinstitut

einer Auswahl vom Typ Kunstliebend mit Herzensbildung.

Darunter befand sich auch ein gewisser Herr Kirchhofer.

Keine besonders eindrucksvolle Erscheinung, aber bekanntlich kommt es

Innere an.

Kirchhofer war nicht nur bildungsbeflissen, sondern

Schöne.

Als er ihr in der Pause mitteilte, er sei Sänger vom Beruf, hatte er gewonnen.

Ja, was ist nachher jetzt?

Ich lege noch rasch eine Platte auf. Wagner wirkt wahnsinnig anregend auf

Nullich, mit Musik geht alles besser, gell?

Xaver, wir werden schrecklich glücklich sein.

Ich bin es doch jetzt schon.

Xaver!

Jetzt kommt's.

Wieso?

Das kommt doch noch gar nicht.

Ich meine doch die Stelle bei Wagner.

Oh, Xaver, wir werden uns immer lieben.

Aber nach dem ersten Mal musst du vielleicht ein bisschen verbrauchen

gell?

Was singst du eigentlich?

Ich meine, was hast du für ein Repertoire?

Ja, meine, schöne Lieder halt.

Komm, sing etwas, Xaver. Nur für mich.

Was? Jetzt?

Oder geht es nicht ohne Begleitung?

Das ist mir egal.

Ich brauche keine Kleidung. Ich singe nackt.

Dieser Jodler hatte Lindas Liebe beendet.

Restlos. Natürlich war Herr Kirchhofer daraufhin abgemeldet.

Wenige Tage darauf hatte sie eine sehr seltsame Begegnung.

Zuerst glaubte sie an eine Sinnestäuschung.

Das kann doch nicht wahr sein.

Sollte es sich um einen Enkel, nein, einen Urenkel von Richard Wagner

Verzeihen Sie, ich hätte eine Frage.

Möchten Sie auch Karten? Es ist nämlich so, ich hätte eine abzugeben. Das heißt,

wenn Sie in Tristan und Isolde... Tristan?

Ich habe hier zwei Logenplätze. Der eine war ursprünglich für jemand anders

gedacht, aber der... Und wieso sind Sie da ausgerechnet auf mich verfolgen? Sie

erinnern mich an einen Künstler, den ich schrecklich liebe.

Ja, wenn das so ist, ich sage nicht nein.

Zwar vermag Andal, Wagner wenig Geschmack abzugewinnen, aber wenn dieses

Mordstrom -Weibsbild derart auf ihn steht, lässt er auch den Tristan über

ergehen.

Kein Zweifel.

Dieser junge Mann mit Herzensbildung, der so viel Sinn für das Höhere,

für Wagner hat, ist der Richtige.

Ihn. Nur ihn wird sie heiraten.

Herr Wittemeister, Ihnen das?

Wir werden sehr glücklich sein, Andern. Davon bin ich überzeugt.

Weiß, dann gehen wir noch auf ein Bier und reden mit meinem Alten. Der wird

Augen machen.

Ein kleiner Unterschied zu der Musik von vorhin, findest du nicht? Ja, die

Kapelle ist gründlich.

Ja, ich möchte meinen Vater kennenlernen.

Okay, Herr Reeserl.

Meine verehrten Herrschaften, ich gehe gleich wieder zurück.

Ein kleines Helles, bitte.

Bei uns gibt es bloß eine ganze Masse.

Dann eine Kaffee, bitte.

Ja, Sie sagen gut, warum nicht gleich, oder, Milly? Dann bringen Sie mir halt

irgendwas. Ich bitte um Applaus für das beliebte und in der ganzen Welt berühmte

Jodlerpaar Peppi und Anderl.

Mein Gott.

Ja, so war das.

Aber Ende gut, alles gut.

Linda hat nun doch noch den Mann ihres Lebens gefunden.

Ein weiter Weg zum Glück.

Da, das ist der Auserwählte.

Gleich muss sein Einsatz kommen.

Na komm.

Iss noch eine.

Schmeckt doch gut.

Jetzt haben wir auf dich getrunken und auf mich und auf den Junior. Worauf

trinken wir jetzt? Auf den nächsten Hausfrauenrapport.

Muss das sein?

Du, ich habe eine Idee.

Du gehst jetzt raus und klingelst bei mir und ich erzähle dir dann, wie sehr

unter meinem Mann zu leiden habe. Eine gute Idee. Ich bin gleich wieder da.

Guten Tag, niedrige Frau.

Ich komme vom Meinungsforschungsinstitut und möchte Sie etwas fragen, niedrige

Frau.

Sind Sie mit Ihrem Ehemann zufrieden? Oh, im Grunde schon, bis auf eine kleine

Schwierigkeit. Und die wäre? Die Wohnung wird zu klein und ich erwarte in sechs

Monaten ein zweites Baby. Im Ernst?

Na,

Mahlzeit.

Vielen Dank.

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