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Guten Morgen.
Guten Morgen.
Sie gestatten, ich glaube, Sie haben den falschen Platz.
So, habe ich das?
Das tut mir leid. Danke.
Nun ist er ja angewärmt, aber nicht, dass Sie glauben.
Also, da habe ich bei Ihnen keine Bedenken. Trotzdem herzlichen Dank.
Ich weiß nicht, aber irgendwie kommen Sie mir bekannt vor.
Ich glaube, ich hatte noch nicht das Vergnügen.
Sehr gut.
Total unmusikalisch. Politiker.
Total unbegabt.
Schauspieler. Sehe ich so aus?
Eigentlich nicht.
Jetzt habe ich es.
Natürlich. Der Reporter aus den sechs Schnulzen.
Sechs Schnulzen, sagen Sie?
Sie vergessen ganz, dass unsere Befragungen der wissenschaftlichen
dienen. Die aber doch sehr fragwürdig sind.
Entschuldigen Sie, dass ich mich einmische, aber von einer
Arbeit kann doch wohl kaum die Rede sein.
Haben Sie denn schon mal einen unserer Reporte gesehen?
Ich höre nur von Kollegen.
Also ich glaube nach wie vor, dass diese Filme auf labile Zeitgenossen einen
destruktiven Einfluss ausüben. Aber jetzt muss ich Ihnen widersprechen.
Die labile Zeitgenossen sind doch auch nur ein Produkt Ihrer verklemmten
Umgebung.
Fragen Sie doch mal den Experten, was der dazu zu sagen hat.
Ich glaube, wir sollten das Thema nicht nur theoretisch behandeln.
Lassen Sie mich mal von meiner letzten Reportage erzählen.
In Berlin steht nicht nur der Punktturm.
Da steht noch mehr.
Die Siegessäule, früher wurde noch gesiegt.
Die Gedächtniskirche, das Europacenter.
Halb Berlin geht, sitzt oder steht am Kurfürstendamm.
Und dann stehen noch die alten Häuser in einem der bekanntesten Stadtteile
Berlins, in Wedding.
Und hier wohnt ein Ehepaar mit dem bemerkenswerten Namen Krause.
Fritz Krause ist Werkzeugmacher. Und seine Frau Gerda führt seit ihrer Heirat
vor fünf Jahren den kinderlosen Haushalt.
Zuerst waren sie, den Nachwuchs betreffend, sehr aktiv.
Nachdem sich aber nichts derartiges einstellte, wurde es mit Fritzchens
ehrlichen Pflichten immer ruhiger.
Vielleicht liegt es auch an der Eintönigkeit des täglichen Lebens, die
gewissen Frustration geführt hat.
Gerda will das allerdings nicht gelten lassen.
Jeden Tag überlegt sie sich aufs Neue, was sie anstellen soll, damit ihre
Beziehungen in etwa wieder so werden, wie sie früher waren.
Nein, Schätzchen.
Fein, dass du da bist. Grüß dich.
Sag mal, hast du schon wieder ein neues Parfum?
Ich verstehe ja nichts davon, aber meine Schmatt ist es nicht.
Abgesehen von den Mäusen glaube ich, dass du sowas ja nicht nötig hast.
Aber Fritzchen...
Das hat mir doch so eine Kosmetikvertreterin kostenlos
Ich dachte mir, ich könnte ihr damit eine Freude machen.
Mir macht es am meisten Freude, wenn ich endlich ein Bier kriege.
Luft für meinen Schatz.
Hast du einen schönen Tag, Johan?
Wie immer.
Du denk nicht mehr dran.
Du trink erst mal einen kleinen Schluck und versuch die frischen Schritten.
Dann bist du gleich nicht als anderer Mensch versehen, Schätzchen.
Ja, ist ein Tipp noch zum Feierabend. Ja, schon.
Krause? Ach ja, richtig, Herr Grabowski.
Ich hätte da einen hier zu entrümpeln.
Kann schon sein. Natürlich gibt es viele andere Kollegen.
Aber eine Bekannte hat sie mir als ganz besonders zuverlässig empfohlen.
Ja, ja, die Adresse stimmt.
Wiedersehen, Herr Grabowski.
Wer war denn?
Na, du weißt doch.
Wird all die Lumpe auf dem Boden willig endlich loswerden.
Morgen kommt der Entrümpler und will sich das Zeug holen.
Übrigens, heute weit mit der Krusewitz. Na, du weißt doch, vom Patare in der
Stadt einkaufen. Und weißt du, wo wir da gelandet sind? Wieso eken das nicht?
Ich hab's doch ja ackert.
Ach, sehr gut, Schätzchen.
Stell dir vor, wir waren im Sexshop.
Weißt du eigentlich, wie viel Stellung das gibt?
Naja, für uns gibt es ja immer nur zwei.
Aber deine Jadermaus wird das jetzt schon ändern.
Die wird dem Kleinen und dem großen Fritz schon ganz schön auf die Sprünge
helfen. Das willst du doch auch, oder? Ja, aber nun lass doch den Quatsch. Wir
haben das seit 14 Tagen nicht übernummern geschoben.
Nein, nun lass mal. Deine kleine Jada, die will schon, wie sie das macht. Und
deshalb war dein Liebling heute nicht nur bummeln, sondern hat dir auch was
Schönes mitgebracht.
Voilà, Monsieur.
sehen Sie unser zauberhaftes Modell Yerda mit unserer letzten Kreation,
Reizwäsche Wonderful Night.
Verstehend aus dem Perlonhängerchen, das spielend leicht zu öffnen ist. Und
voilà, schon ist es putz.
Herrliche Wüstenstütze, tote Ruge, bezaubert alle Männer, spielend leicht
öffnen. Und voilà.
Schon ist sie weg.
Und zum Schluss unsere Besonderheit. Das Reizhöschen namens Schreib zu mit
Rüschen und mit einer echten Erfolgsgarantie. Und nun bitten wir um
unsere reizende Gerda.
Scheiß wundervoll, nein.
Moin, Frau Krause. Ich hoffe, ich habe Sie nicht bei Ihrer Moin -Andacht
gestört, wa?
Hier statten Paul Grabowski von der Entrümpelungsfirma Krumke.
Wo sind denn die Klamotten?
Nur nicht so hektisch, lieber Herr Grabowski.
Sie werden schon noch zu Ihren Sachen kommen.
Ich bin zwar noch nicht gesellschaftsfähig, aber für Sie bereit.
Na, dann steht doch unser Glück ja nicht mehr im Wege. Wie gesagt, Nächste,
Krumkes Entrümpeler leisten immer und überall perfekte Arbeit.
Na, dann wollen wir mal.
Weil Sie meinen Aufzug nicht stören? Mir stören grundsätzlich nur Frauen, die
angezogen sind. Was ich bei Männern nicht immer behaupten kann.
So, lieber Herr Grabowski, darf ich Sie mit dem Antiquariat der Familie Krause
bekannt machen? Die Kiste bleibt hier.
Das alte Werkzeug, die Lupe, das können Sie mitnehmen. Na, herrlich.
Die Klamotten? Die auch.
So,
und hier ist die Haushaltskiste derer von Krause.
Die gibt es mit inbegriffen.
Das ist ein Angebot.
Na, davon sehen Sie doch täglich mehr als genug.
Na, schön wär's.
Das hier können Sie auch mitnehmen. Außerdem den Vogelbauer, die Wiege und
Himmelbett von Oma Krause. Na, und was sagen Sie nun zu dem Angebot? Also,
einmalig.
Sie haben ja so starke Arme. Das ist nicht alles, was bei mir stark ist. Sie
meinen das Gefühl?
Das auch.
Aber da war doch nur was anderes, was ich Ihnen zeigen wollte zum Entrümpeln.
Guten Abend, Schatz.
Willkommen zu Hause.
Liebling. Ach, du hast ja schon wieder so ein stinkendes Zeug an dir.
Aber Schätzchen, was kümmert mich neuerdings mein Parfum?
Du kommst mir doch für die gute Jahr nicht zu nahe, stimmt's?
Du gehst noch weg heute?
Warum sollte ich denn nicht? Marika hat mich eingeladen. Und außerdem ist ja
heute Abend sowieso deine Handkegelpartie.
Hier ist das gewünschte Kassler mit Kartoffelsalat.
Ich selber werde bei Marika eine Kleinigkeit essen.
Also, Liebling, tschüss. Und mach dir einen vergnügten Abend.
Du siehst heute besonders lecker aus.
Da wird sich die Marike aber freuen.
Der Erde hat ein verführerischer Duft, verspricht mehr als die große weite
Ich will auch nicht die weite Welt, Pauli. Mir ist schon ein kleiner.
Du nennst Paul Grabowskis Wunderkerze. Einmal entflammt, nie mehr erloschen.
Weißt du denn eigentlich, wie viele Stunden wir vor uns haben?
Für mich auf jeden Fall zu wenig.
Du gibst da nicht so an. Du bist doch schließlich auch kein Dauerbrenner,
Wer den Paul nicht kennt, hat die Zeit verpennt. Ich werde so bestimmt nicht
verpennen. Mit dir pennen.
Paul und Paulchen Grabowski machen das schon. Verlass da drauf.
Ich habe auch eine kleine Überraschung für dich.
du bist vielleicht eine Wucht.
Komm.
Wirklich?
Ja.
Du sei doch nicht
so hektisch, Liebling. Wir haben da noch eine ganze Menge Zeit.
Guten Abend allerseits. Entschuldige, dass ich so früh schon reinplatze. Aber
war so ein mieser Geschäftsjunk heute. Du weißt ja, so kurz vor dem Monatsende
hat keiner mehr Mäuse in der Tasche. Da bin ich einfach abgedampft.
Ein paar Penner kann unser Boss auch alleine versorgen.
Du weißt ja, wen ich getroffen hab?
Die Sissy, die in Paris als Aktmodell gearbeitet hat.
Die Konkurrenz war zu groß.
Da ist sie eben einfach wieder abgedampft. Und jetzt zieht sie mit
nach dem Wedding. Ein toller Kerl, dieser Jimmy, sag ich dir.
Auto und Haschhandel, da braucht er sich für die Kinder mehr zu rühren. Nur noch
zu bumsen.
Apropos, lasst euch durch mich nicht stören.
Ich heiße Collie, ich bin Polsterlobster. Wie eine Unordnung ist
kann ich auf den Tod nicht ausstehen.
Das sind doch ihre Sachen.
Hübsch sind die.
Du? Du könntest dir auch mal wieder was Neues zum Anziehen zulegen.
Deine Sachen haben ja schon antiquarischen Wert.
So was nimmst du ja nicht mal beim Entrümpeln mit.
Und damit willst du einen feinen Maxi spielen?
Eigentlich wollte ich ja heute Abend Buletten richten.
Aber Heinkes hatten keine Haktis mehr. Und da habe ich gedacht, Kassler hatten
wir auch schon lange nicht mehr.
Und das ist ja auch eigentlich dein Leibgericht. Sind aber bloß zwei. Wenn
das hier wusst hätte... Ja, dann will ich nicht länger stören. Warum denn so
plötzlich? Wir hätten es doch mit einem flotten Dreier versuchen können. Danke,
machen Sie sich keine Mühe.
Ich muss sowieso nach Hause nach dem Rechten sehen.
Schönen Abend noch.
Ja, Moment, Moment. Ich bringe sie raus.
Ich danke dir für deine Mühe.
Kann er wieder? Und auf.
Tschüss. Tschüss.
Mensch, Conny, du hast da prima hingekriegt, kann ich nur sagen.
Wieso denn?
Ich hab doch gar nicht gemacht.
Mit der kann ich's doch immer noch aufnehmen, oder?
Mensch, ist doch nur, weil in letzter Zeit so viel Überstand gemacht hat.
Sind denn du ein Kassler oder nicht?
Ich sage immer, diese Dinge passieren nicht, wenn die Frau einen richtigen
gehabt hätte.
Herr, das ist ja nicht überheblich.
Ich jedenfalls finde diese ganze Geschichte äußerst dekutant.
Wo kämen wir dahin, wenn sich jede Frau neben ihrem Mann noch einen Liebhaber
hält? Und Sie glauben, das wäre nicht gut?
Was darf ich denn nicht machen?
Wer von den Männern hat denn keinen Spuße neben seiner alten?
Sie vielleicht nicht, oder Sie, oder Sie.
Bei Ihnen können Sie sich eigentlich nur mal Küchen handeln.
Sie sind aber sehr schnell mit Ihren Vorurteilen. Reden Sie nicht lang. Hören
Sie mal lieber meinen Klumpen da rauf hin. Oder nein, bleiben Sie ruhig
Jetzt kann der Jüngling da aufmachen.
Aber selbstverständlich, gnädige Frau.
Reden Sie nicht so geschwollen. Ich bin keine Gnädige. Ich bin der Eichbichler,
Marie.
Ist gut, Frau Eichbichler.
Was heißt denn da Frau?
Fräulein, wenn ich bitten darf.
Und immer noch Jungfrau.
Keine Wunder.
Sieh, das möchte ich vielleicht nicht gehört haben.
Froh bin ich, dass ich noch unbefleckt bin.
Ach, das wäre ja noch schöner.
Sicher mit so einem Mannspieler -Klumpen rummerken müssen.
Mir klang es schon, wenn ich an meine Nichte denke.
Was die für ein Schlamassel gehabt hat mit ihrer Scheidung.
Entschuldige, Madame.
Nichts schuldig, Madame.
Zwei Kinder daheim, Hausarbeit und kein Geld.
Aber der Herr Ehemann.
Hat durch die ganze Gegend gebumst.
Versteht's?
Seitensprünge.
Das wäre direkt ein Fall für Sie, verehrter Sexexperte.
Ich würde sagen, mehr ein Fall für den Herrn Pfarrer. Und ich sage immer, man
muss auch die andere Seite hören.
Da gibt es keine andere Seite.
Wir Frauen sind immer im Recht.
Soweit die Meinung von Frau Maria Eichbichler.
Wir kehren zurück zum Ausgangspunkt unserer Reise.
Nach Hamburg.
Schifffahrt und Handel haben den Charakter der Stadt geprägt. Und auch
Einwohner.
Hanseaten, so nennt man sich.
Wer was auf sich hält, und das sind viele, zeigt sich dort, wo man gesehen
werden muss, auf dem Jungfernstieg.
Aber es gibt auch noch das andere Hamburg.
Hier arbeiten und wohnen die Hanseaten, denen noch etwas Romantik anhaftet.
Hier wird Be - und Entladen importiert und exportiert.
Zum Letzteren braucht man Kaufleute und derer gibt es viele.
Weitaus mehr als auf anderen Gebieten des Stellenmarktes.
Und das ist auch das Problem des In - und Exportkaufmannes Herbert Jensen und
seiner Frau Elke.
Aber ich fürchte, das wird auf die Dauer nicht genügen.
Als Ruhestellung akzeptabel. Aber damit aktivierst du deine Partnerin.
Wie lange soll es denn noch dauern? Bis du wieder voll da bist.
Wir haben heute schon die dritte Position durchprobiert. Nun hab dich
so. Mit deinen 0815 -Positionen kannst du heute nirgends mehr landen.
Na ja, also pass mal auf. So, jetzt steh mal auf, ja.
So, Bein rüber, ja.
Na ja, aber das hält doch kein Mensch lange aus.
Keine Müdigkeit, Herr Ward. Und ein bisschen mehr Anteilnahme, wenn ich
darf.
Das sagst du so leicht.
Ich bin doch kein Übermensch.
Ja, nicht nachlassen, Herbert.
Nicht nachlassen, Herbert.
So, und zur Belohnung darfst du jetzt ein bisschen in die Missionarstellung.
Ja, komm.
Ja,
Missionar mache ich am liebsten. Ja, das denke ich mir.
Aber nicht zu lange, das wird einschläfernd.
Stellungswechsel.
So.
Aber alles ein bisschen feuriger.
Ich mache ja alles, was du willst.
Aber nicht genug, nicht genug, Herbert.
Ein bisschen mehr Anstrengung, bitte.
Du weißt doch, was auf dem Spiel steht. Also komm, reiß dich zusammen.
Du machst es doch gern, oder?
Mit dir schon.
Ja, dann müssen wir doch mal zum Endspurt ansetzen.
Aber mit viel Hingabe, Wildheit und möglichst variantenreich.
Nun komm, zieh dich nicht.
Was ist denn? Also, wenn du meinst.
bist aber zufrieden mit mir. Ja, hoffentlich kannst du es dann auch, wenn
drauf ankommt. Du weißt, Dienstpersonal ist knapp.
Und mit Apart, mit Fernseher und Kleinwagen und zwei freien Tagen in der
ist es nicht getan.
Bunzen musst du können.
Und Herbert Jenten denkt an den Personalmangel. Auf das Zeitungsinserat
auch Bewerberinnen. Die erste ist Ingegret Farmsen.
Ihre Erfahrungen auf dem Dienstleistungssektor sind groß und sie
Blick dafür, ob die neue Herrschaft auch ihren Vorstellungen entspricht.
Also, mein liebes Fräulein Farmsen, das also wären so ungefähr meine
finanziellen Vorschläge. Ich kann nur hoffen, dass das ungefähr Ihren
Erwartungen entspricht. Da steht sie im Raum. Darüber kann man reden. Und
weiter?
Appartement. Eigenes Bad.
Toilette. Fernseher. Das bekommt man heute überall.
Und was bieten Sie sonst noch?
Ein Kleinstwagen nur für Ihren persönlichen Gebrauch.
Kleinstwagen, sagen Sie? Und wo soll ich da sitzen?
Ja, dann sollten Sie vielleicht meinen Dienst wagen.
Automatik? Na, was meint Sie denn?
Akzeptiert. Es stört Sie doch nicht, wenn ich mir ein bisschen Luft mache.
was die freien Tage angeht, darüber sind wir uns ja wohl einig. Sonnabend,
Sonntag ganz und Mittwochnachmittag frei.
Mittwochnachmittag hatten wir eigentliche... Gut, Herr Jensen, dann
auch in diesem Punkt einig. Na, dann wollen wir mal.
Auf gute Zusammenarbeit.
Ja, das hoffe ich auch.
Da ist also nur noch der eine Punkt.
Welcher Punkt?
Ihr Sexualleben.
Mein Sexualleben? Da bin ich völlig unkompliziert.
Oh, das macht mich ja froh. Es gibt nichts Schlimmeres als eine
Raumfliegerin.
Ja, jetzt.
Nun, glaube ich, sollten Sie Herbert zu mir sagen.
Na, mit Küssen ist ja bei dir nicht viel los.
Okay, Herbie.
Nun, Herbie, mach schon. Runter mit die Klamotten. Mal sehen, was dein Kleiner
alles kann.
Montag die Sekretärin, Dienstag die Freundin, Mittwoch Herrenabend mit St.
Besuch, Donnerstag die Frau, Freitag wieder die Sekretärin, Samstags nochmal
Freundin, Sonntag Ruhetag.
Gewesen, lieber Herbert.
Sonntag Ingegret, Montag Ingegret, Dienstag Ingegret, jeden Tag Ingegret.
Deine Ingegret ist fertig, mein Liebling. Ach du, stehst ja drauf, dass
auszieht. Na komm, dann mach ich das für dich.
Was ist denn hier los?
Was soll schon los sein? Ich lasse mich doch nicht vergewaltigen.
Als zweite Bewerberin hat sich Isolde Plümbüttel gemeldet. Ob sie die Richtige
ist, entscheidet nicht mehr Herbert Jensen, er hat ja bereits gepasst,
seine Frau Elke.
Natürlich kommen Sie in den Genuss aller Vorzüge eines modernen Zwei -Personen
-Haushalts. Sie werden ein abgeschlossenes Apartment mit Bad,
Fernseher haben. Das ist gut, Neliste. Dann kann ich mir schon alle meine
Lieblingssendungen ansehen. Am Nachmittag laufen immer Filme, die mich
interessieren. Schweinchen dick, dick und doof und der ganze lustige Quatsch.
Das braucht der Mensch zum Leben. Finden Sie nicht auch? Natürlich, natürlich.
Und was haben Sie sonst noch für besondere Wünsche?
Oh, gar nichts.
Wenn die Arbeit nicht überhand nimmt und was Trinkbares zu Hause ist, dann bin
ich der zufriedenste Mensch. Und viel Ruhe. Ja, die brauche ich auch. Sie
Nachtruhe? Ja, die natürlich auch.
Aber auch tagsüber überfällt mich manches Mal die Müdigkeit. Dann muss ich
schlafen, ob ich will oder nicht.
Also, auf gute Zusammenarbeit, gnädigste. Tja, und was halten Sie von
Arbeitseinteilung? Och, das ist ganz einfach, gnädigste.
Morgens, wenn ich wach werde, mache ich den Kaffee. Und nach dem Frühstück, tja,
überfällt mich dann die Müdigkeit.
So in zwei Stunden bin ich weg vom Fenster. Und in dieser Zeit müssen Sie
einkaufen. Auf Ihr Spezielles, gnädigste.
Ja, und wie sieht dann der Nachmittag aus?
Also, wenn ich in Stimmung bin und es ist genug Alkohol zu Hause, dann bin ich
immer gut.
Ja, und wann sind Sie in Stimmung?
Ja, wenn ich vom Trinken müde bin.
Aber irgendwie schaffe ich meine Arbeit immer.
Ja, das wäre auch sehr schön. Der Haushalt will ja irgendwie versorgt
Tja, und was ich Ihnen sonst noch zu bieten hätte, wäre ein Kleinwagen für
Stadtbesorgungen, natürlich auch für Ihren privaten Gebrauch.
Ach, haben Sie überhaupt einen Führerschein?
Hallo, Frau Plumbüttel.
Frau Plumbüttel.
Na, du lieber Gott, jetzt schläfst du ja schon.
Nun ruht die Hoffnung Elke Jensens auf der Nummer drei der Bewerberinnen.
Carola Vierhaus, 21 Jahre jung, ist eines der wenigen Dienstmädchen, die
augenblicklich noch stellungslos sind.
Wie Sie schon aus dem Inserat entnehmen konnten, handelt es sich hier um einen
Zwei -Personen -Haushalt. Mein Mann ist als Industriekaufmann sehr viel auf
Reisen und deshalb sehr wenig zu Hause.
Neben Ihnen, Fräulein Vierhaus, Sie müssten sich hauptsächlich mit meinen
persönlichen Dingen beschäftigen, kommt noch eine aufwachte Frau, die die
Grobarbeit erledigt. Und wie sind nun Ihre finanziellen Vorstellungen?
Ich habe keine Vorstellung.
Ja, viel kann ich Ihnen auch nicht anbieten.
Das genügt mir auch.
Aber Sie wissen doch noch gar nicht, was ich Ihnen anbiete.
Das interessiert mich auch gar nicht.
Ich bin kein materieller Mensch.
Gut, das Finanzielle können wir auch noch später erledigen.
Sie haben also...
Zwei freie Tage in der Woche?
Die brauche ich nicht.
Aber Sie müssen sich doch entspannen.
Das kann ich auch hier.
Also gut, dann werde ich Ihnen also jetzt Ihr Zimmer zeigen. Das will ich
sehen.
Aber was wollen Sie denn dann?
Nur Sie, gnädige Frau.
Ich will ihm stets zu Diensten sein.
Aber ich bin doch verheiratet. Das macht nichts. Ich auch.
Vielen Dank.
Verzeihung, ist die Stellung schon besetzt?
Ja, aber Elke, was soll denn das bedeuten?
Ganz einfach.
Wenn du nicht in der Lage bist, unsere Bewerberinnen zufriedenzustellen, muss
ich es eben tun.
Und wer macht den Haushalt?
Na, du natürlich.
Aber Schätzchen, wo gehst du denn hin?
Wummelchen. Ach, und wenn du mit dem Saugen fertig bist, in der Küche steht
eine Menge Geschirr zum Abspülen. Du kannst uns ja dann aus der Stadt
Also, tschüss.
Übrigens, steht dir gut, die Schürze?
Sie
als
Staatsanwalt müssten uns doch eigentlich darüber Auskunft geben können, warum
die Ehescheidungsquote von Jahr zu Jahr eine Steigerung erfährt.
Da gibt es viele Gründe. Das lässt sich in einem Satz gar nicht beantworten.
Was glauben Sie, was man da manchmal von Kollegen zu hören bekommt?
Die machen es nicht so spannend.
Erzählen Sie lieber so eine Geschichte.
Ich bin ja schließlich kein Sensationsreporter. Und da götze ich
sexuellen Problemen anderer.
Wie wäre es denn mit Ihnen, Frau Eichbichler?
Vielleicht können Sie uns eine Geschichte aus Ihrer Jugend beisteuern.
Wenn Sie meinen.
Also da, wo ich aufgewachsen bin, im Oberbayerischen, da war das noch anders
heute. Da haben die Eltern die Mädel dem Breitigermaus zu.
Ja. Aber wie das so ist im Leben, gell?
Die, wo meine Eltern mir ausgehört haben, die haben mir nicht gefallen. Und
wo ich mich nicht habe, habe ich nicht gekriegt.
Bei Ihrer Aktivität ist das doch gar nicht vorstellbar. Na, lass uns halt
ausleben. Ich bin ja noch nicht fertig.
Einer war dabei, der hätte mir so gut gefallen. Einer vom Kirchenchor. Mei,
der schön.
Und Sänger hat der können.
Also noch höher wie unsere Vorsängerin.
Bei dem hätte ich es wissen wollen.
Aber leider war das einseitig.
Denn der war nicht auf mir gestanden, sondern auf dem Kaiser Pauli, weil der
schöner war als ich.
Ja. Und später sind sie dann alle zwei in den Kloster gegangen.
Köstlich, köstlich. Und für Sie war dann das Problem Mann beendet? Ja, so kann
man es auch sagen.
Ich bin dann später zu hoch wie ein Grunzler im Stellunggang.
Es hat Ihnen sicher viel Kummer erspart, Fräulein. Von der leiblichen Freude
ganz zu schweigen.
Was sind denn Ihre Erfahrungen bezüglich des Problems der Frustration in der
Ehe?
Also ich meine, zu einer Gemeinschaft gehören eben gegenseitiges Verständnis
Toleranz. Ach, Sie meinen, jeder kann bumsen mit wem er mag?
Nein, nein, nein. Ihren Wortschatz in Ehre, liebes Fräulein Eipfichler. Aber
einfach, wie Sie das formulieren, ist das jetzt auch wieder nicht.
Man kriegt ja langsam direkt das Gefühl, dass in der Ehe nur noch Gedanken wie
Seidesprung, Gruppesex und andere Absonderlichkeiten vorherrschen.
Ich sage immer, wenn ein Mann ein richtiger Kerl ist und Frauen nicht ganz
fantasielos, dann sind das überhaupt keine Probleme.
Das ist gut, Hochwürden.
Wo sind wir denn jetzt eigentlich?
Mainz ist die Hauptstadt von Rheinland -Pfalz.
Neben dem Mainzer Karneval gibt es noch Folgendes zu erwähnen.
Das Johann Gutenberg Museum, den Mainzer Dom, den Mainzer Käse und
das ZDF.
Die Bevölkerung setzt sich außer den Kulturschaffenden der letztgenannten
Institution eben aus Mainzern zusammen. Einem lebenslustigen Volk, das neben
seiner Arbeit auch noch anderes kennt. Zum Beispiel das einheimische Gemüse und
den Wein. Aber auch dort soll es Ausnahmen geben.
Betrachtet man als Beispiel die Familie des Professors Dr. Walzel.
Dr. Walzel zählt 40 Lenze, ist etwas kurzsichtig und, wie alle geistig
Schaffenden, auch vergesslich.
Er ist Dozent für Entomologie an der hiesigen Universität, leitet eine
Forschungsgruppe, die sich mit der Mutation der Gliedertiere beschäftigt.
Frau Dorothea, Tochter eines Apothekers, wurde ihm damals vor zehn Jahren mit
dem Segen bei der Elternteile zugesprochen. Die standesgemäße Heirat
Leben danach verliefen standesgemäß, aber nicht mehr.
Und Hildegard, sie geht in die zweite Klasse, wird von beiden natürlich
Sie ist eine wohlerzogene Tochter, Vorzugsschülerin und mit allen positiven
Dingen ausgestattet, die man als Tochter eines Dozenten zum Leben braucht.
Zeit, meine Damen, die Schule und das Institut warten.
Übrigens, Dorothee, sei doch so gut und ruf bei mir im Institut an, wenn ich
fort bin und sage, dass ich ein bisschen später erscheine.
Ich muss nämlich noch einige Fachbücher in der Stadt beförschen.
In Ordnung, Herr Professor.
Sonst noch Wünsche? Nein.
Das heißt doch, das hätte ich jetzt beinahe bald vergessen. Ich habe nämlich
biologischen Magerquark für unsere Diätkur bestellt.
Zehn Kilo, weißt du, zum Vorzugspreis.
Der wird heute geliefert. Also bitte nicht vergessen.
Magerquark -Lieferung. Ist gut, Friedebert. Bitte, Marge.
Wiedersehen, Mutti.
Adieu.
Was hat er als jetzt schon wieder vergessen, der Traumpenze?
Entschuldigen Sie die Verspätung, gnädige Frau. Ich bin mit dem Herrn
verabredet. Leider ist mein Nuckelpin unterwegs stehen geblieben, darum komme
ich jetzt erst.
Machen Sie sich nichts draus, Herr... Hirsch, Hermann Hirsch.
Also, Herr Hirsch, mein Mann ist in die Stadt gefahren. Er wollte etwas
besorgen.
Dass er abgeholt werden sollte, das hat er längst vergessen.
Aber sagen Sie mal, wohin wollten Sie als Gemeinsam hinfahren?
Na, zum Kurbus Fasilidis hat er gesagt.
Wohin? Na, zum Kurbus Fazilidiskäfer in der Stadtwahl, gnädige Frau.
Der männliche Kurbus ist nämlich gerade in der Brunft. Ein einmaliges
Schauspiel. Das Liebesspiel zu beobachten, gnädige Frau, ist einfach
hinreichend. Das Liebeszirpgestöhn des weiblichen Kurbus beim Akt, ein ganz
zartes, wenn auch lustvolles Piii, Piii, Piii.
Während der männliche Kurbus mit männlichen Frohlauten seinen Gefühlen
gibt, tak tak.
So hört sich das an. Aber leider ist der männliche Kurbus nur drei Tage
prünftig. Deshalb die Eilgnädigste.
Fangen Sie sich mal wieder. Der Tag fängt doch erst an.
Aber wenn ich mir so recht überlege, warum soll ich nicht auch in den Genuss
dieses seltenen Schauspiels kommen?
Liebesspiele haben mich schon immer interessiert. Würden Sie mich denn
mitnehmen, Herr Hirsch? Aber natürlich können Sie mir bei der Forschungsarbeit
assistieren. Haben Sie Ihr Deck bei der Hand?
Der männliche Kurbus -Facilities -Käfer, das...
Faultier unter die Käfergruppen.
Die Nahrung besorgt ihm das Weibchen.
Wird in der Liebes - und Begattungszeit im Allgemeinen
in den Monaten Mai und Juni zu
einem der Aktivsten unter seine Artgenossen.
Für das Liebesvorspiel
nimmt er sich sehr viel Zeit.
Er umkreist das Weibchen, stößt als Lockrufe aus
und erst als sich das Weibchen
bereitwillig zeigt.
Beginnt er mit dem Liebesvorspiel, während er kangarooartige Sprünge...
In Richtung Weibchen vollführt, macht sie Wegeschaukelbewegungen, was ihre
vollständige Bereitschaft für den Begattungsakt andauert.
Für den Begattungsakt andauert, ja.
Und nun beginnt der eigentliche Liebesakt.
Der eigentliche Liebesakt.
Dabei erklingt beim Weibchen ein lustvoller...
Ton. Während der männliche Kurs fasziniert, ist der
Begattungsakt mit einem kräftigen Taktakt.
Nein,
nein, das schaffe ich nicht mehr.
Das ist kein Kobus, das ist ein Koitus.
Verdammt nochmal.
Jetzt habe ich doch tatsächlich meine Fernbrille wieder im Haar vergessen.
Du brauchst ja nicht alles zu sehen. Genüge ich dir denn nicht?
Doch. Schon wieder? Der Kobus Fazilidis ist auch in seiner Liebeszeit ein
ängstlicher Springer, weißt du?
Na komm schon, mein kleiner Kobus.
Dann da, ui. Das ist viel schöner, als der Corpus Facilitis.
Ui, komm.
Ui.
Ach,
hast du goldig Milch geschätzt.
Mädchen, Mädchen. Du machst mich ja ganz verrückt.
Ach,
ich werde ganz nervös.
Was machst du bloß mit mir?
Oh, ja.
Schön.
Tag, Tag, Tag, Tag.
Komm auf die Bude runter.
Wie? Wie?
Wie?
Wie? Wie? Wie? Wie? Wie?
schon geliefert?
Schönen guten Tag auch. Morgen.
Ich rechne an, dass der Platz hier noch frei ist.
Aber bitte.
Unterhalten immer. Sie haben keine Kavaliere mehr.
Danke vielmals, meine Herren.
Ich hoffe sehr, ich habe Sie in Ihrer angerichteten Unterhaltung nicht
Worum ging es denn?
Ums Bumsen.
Ach, ums Bumsen.
Das finde ich aber gut. Das interessiert mich auch. Dann machen Sie mal ruhig
weiter. Das, was Frau Eichbichler meint, ist mehr eine Randerscheinung des
Generalthemas. Die Frustration der Frau in der Ehe. Was heißt denn da
Randerscheinung? Das ist doch das Hauptproblem, ob eine Ehe funktioniert
nicht. Da wäre mir bei Ihnen nicht bange. Sie glauben aber doch nicht im
dass man dazu verheiratet sein muss.
Im Gegenteil.
Ich bin ja auch mehr für die moderne Form der Zweisamkeit.
Das ist wieder ganz was anderes.
Während sie ihn eben ausgehen wollte, ist die junge Dame hoffentlich noch
ungewohnt. Ach, das stört mich nicht. Für mich kommt es darauf an, ob ein Mann
was taugt.
Nicht, was Sie wieder denken, nur im Bett? Nein, überhaupt.
Ich habe doch gar nichts gedacht.
Noch schlimmer. Für einen Staatsanwalt wäre es aber notwendig, ab und zu
Ach, Sie sind ein Jurist? Ja, da habe ich auch so meine Erfahrungen gemacht.
Was man für Erfahrungen sammelt hat, so glaube ich jedenfalls, nichts mit einer
Berufsgruppe zu tun.
Ja, wer sind Sie denn? Ach, jetzt erkenne ich Sie erst. Sie sind doch der
Bumselore aus den Reportfilmen. Wie geht es denn eigentlich Ihrer Frau und den
lieben Kinderchen? Oh, danke der Nachfrage. Der Hausstand weckt.
Was sind Sie?
Bumseloge. Und so lassen wir mal studieren.
Und ob, ein Beruf mit guten Aussichten. Es ist doch landauf, landab bekannt.
Bumsener Zukunft.
Erstaunen Sie, gell?
Die junge Dame bleibt Ihnen keine Antwort schuldig. Aber beruhigen Sie
Es gibt ein altes Sprichwort, das heißt, Hunde, die bellen, beißen nicht.
Das wäre bei Ihnen auch nicht sehr sinnvoll, Hochwürden.
Auch wenn es das Zölibat nicht geben würde.
Sie würden bestimmt nicht beißen.
Da war Herr Hochwürden grundsätzlich anderer Ansicht.
Eine hessische Kleinstadt. Nennen wir sie Neustadt.
Davon soll es in der Bundesrepublik einige Orte dieses Namens geben.
Hier ist die Welt noch in Ordnung.
Man lebt in der Tradition.
Das Gesellschaftsleben beschränkt sich auf die Familie, abgesehen von den rein
männlichen Privilegien wie Schützen, Gesangs, Philatelisten, Schach - und
Taubenzüchterverein. Für die Frau gelten die althergebrachten Richtlinien,
Heirat, Kinder, Sorge für die Familie, ein gemütliches Heim, Lebens - und unter
Umständen Liebespartnerin ihres Mannes. Ihre Hauptbeschäftigung ist die
Hausarbeit. Eine dieser Neustädter Bürgerinnen ist Karin Brauner, 26 Jahre
und seit vier Jahren mit Heinz Brauner verheiratet. Er ist Fernfahrer. Das
bedeutet, seine Anwesenheit zu Hause beschränkt sich auf die Wochenenden.
Kein Fleisch?
Bella, Signorita, Sie wissen das bestimmt?
Was soll das sonst sein?
Kennt man das bei Ihnen daheim nicht?
Bei uns in Spanien, Signorita, heißt langes Ding mit Köpfchen anders.
Was Sie meinen, ist wieder ein anderes Ding.
Signorita, bitte, ich Ihnen helfen tragen.
Nicht gut für eine kleine Frau, so schwere Paket.
Sie sind ja ein richtiger Kavalier alter Schule. Wo kommen Sie dann her?
Aus Sevilla, Signorita.
Die schönste Stadt in Andalusia.
Und ich, Juan Romero.
Bin ich Spanisch -Caballero mit mucho Temperamento.
Stark wie beste Toro.
Sie nicht verstehen Toro?
Großer Spanischer Ochse mit grande Spargel.
Saludos, Senora.
Die Senora können sich doch sparen. Karin, ist einfacher.
Oh, Karin, du bist die Schönste, das Beste, Frau. Mehr noch ein Senorita in
Andalusia. Machitita, mon querito bonbon.
Nun fang dich wieder und schenk dir ein. Ich zieh mir bloß mein Hauskleid auf.
Oh, caramba.
Caramba. Spargel mucho grande.
Adelizioso, adelizioso.
Ein kleiner Turm.
Ich habe dir auch ein schönes Liedchen von daheim aufgelöst, damit du dich
so einsam fühlst.
Was haben wir denn da alle?
Fisch?
Stangenspargel? Gut, Spargel?
Das ist Bündel.
Doro hat viel Zeit mit seinem Stangenspargel.
Anziehen und nichts wie weg, sonst passiert ein Unglück. Mein alter Kind.
Und was ist mit dem Spargelbündel?
Konserviere bis zum nächsten Mal.
Tag, Schatz.
Schätzchen, ist das eine Überraschung. Wenn ich gewusst hätte, dass du schon so
früh kommst. Die Koks in der Ladung in Kassel benehmen mich erst am nächsten
Dienstag. Und so bin ich direkt... Karin, was ist denn mit dir?
Ich war doch erst vier Tage weg.
Vier Tage, Liebling, das ist so verdammt lang Zeit.
Du kommst immer unter Leute, aber dein Karin -Mäuschen denkt pauselos an das
Heinz -Sie -Spinnschen.
Ich bin doch da.
Weiß ich überhaupt nicht, wie ich das verstehen soll.
Du brauchst nichts zu verstehen. Du musst dich bloß völlig entspannen. Mir
doch gar nichts. Nur das alles geht mir ein bisschen zu schnell.
Du kennst doch mein Temperament. Oder kennst du es nicht? Schon, aber so
von der Arbeit.
Vergiss die Arbeit, Liebling. Denk an dein Mäuschen.
Kenn ich dich ja gar nicht.
Das kommt mir richtig spanisch vor.
Liebling, lass uns spanisch leben. Da stehe ich heute so drauf.
Was sind denn das für neue Sätze?
Sechs Heftsche gelesen bei der Nachbarin.
Unwahrscheinliche Stellung.
Oh, die Südländer.
Weißt du, wie die das treiben?
So.
Ich bin Deutscher und wir machen das so.
Und was ist mit mir?
Ich bin zu temperamentvoll für die Skarin. Mir geht eben der Gau zu schnell
durch.
Horschema, kann ich dir nicht helfen, Juan? Du verlässt mir zu viel Kraft.
Ah, Juan el Toro, nichts verlieren Kraft.
Toro immer gut essen. Ist gut für Spargelgemüse.
Aber was nicht Spargel.
Wenn dein Mann kommt und bricht Spargel ab. Mein Mann kann heute gar nichts
brechen, weil er auf Tour im Rheinland ist.
Verstehst? Stumpffreie Bude.
Nichts als den, aber gut für Amore. Was heißt gut?
Bombisch ist das.
Hallo, Karin.
Was ist denn das, dass du deinen Hausfreund von mir versteckst?
Und dazu noch so eine dufte Ausgabe.
Was heißt der Hausfreund? Der Freund hilft mir nur mal, Sachen zu besorgen.
Geld, Toro?
Si, si, Signora. Ich Juan Romero aus Sevilla.
Sonst besorgt er dir nichts?
Ah, klar, ab und zu setzt er Dübelchen.
Ich hätte auch ein paar zum Setzen.
Könnte sie nicht bei mir auch dübeln?
Dübeln?
Dübeln? Naja, intelligent ist der ja gerade nicht.
Aber du kennst ja das alte Sprichwort, dumm bummst gut.
Oder klein, aber fleißig, gell? Richtig, Senor? Si, si, Senorita, si.
Also dann, ich grüße mir den Heinz.
Und wenn du mal umsteigst, dann überdest du mir den Torero.
Ich möchte auch mal sehen, was der Dejo von einem Matador wert ist.
Bundesstraße Frankfurt -Köln.
Frau Hildegard Schmidt kommt gerade vom Sanatorium, wo sie ihrem Mann Cäsar
Schmidt, zurzeit stressgeschädigt, den obligatorischen wöchentlichen Besuch
abgestattet hat.
Cäsar ist Fabrikant, nicht krankenkassenpflichtig. Was bedeutet,
Hildegard keine Not zu leiden braucht?
Im Gegenteil.
Seitdem der Haushaltsvorstand zur Kur ist, hat sie besonders viel Zeit für
und ihre Wünsche.
Und um sich diese Wünsche zu erfüllen, hat sie sich eine eigene Taktik
zurechtgelegt. Wie gesagt, das passiert jede Woche und an derselben Stelle.
Tja, wer sagt's denn? Schon sind die Witzkräfte zugegen.
Na, schöne Frau?
Will er nicht mehr?
Wissen Sie, wollen tut er schon, aber kann tut er nicht mehr.
Ach, das soll schon vorgekommen sein.
Tja, dann will ich mir die Sache mal aus der Nähe betrachten.
Na, das ist aber sehr reizend von Ihnen, dass Sie mir so hilfreich beistehen.
Was soll ich sonst machen, gnädigste?
Sehen Sie?
Ich warte immer, bis die Frau Mutterschade hat. Dann mache ich eine
Reparatur und aus Dankbarkeit lassen sich die Damen dann gern vernaschen.
So einfach ist es.
Und wissen Sie, ich habe immer das Glück, dass ich bei einem Motorschaden
einen Fernfahrer stoße, der nie den Schaden fand, mich aber dafür
hat. Komisch, was?
Da liest es auch bei mir richtig.
Sendung. Bei Ihnen?
Nee, bei mir ist alles in Ordnung. Aber bei Ihnen habe ich keinen Kontakt.
Aber das kann doch ja nicht sein.
Das haben Sie aber klasse gemacht, Herr... Braune, gnädigste.
Braune. Schließt und ergreifen Braune.
Heinz Braune.
Und was bin ich Ihnen schuldig?
Herr Heinz Brauner?
Na, heuschen Sie mal.
Ich bin doch nicht käuflich.
Und außerdem, Zündkerze verpasst Ihnen jeder, der was davon versteht.
Das Talent ist bei Ihnen besonders ausgeprägt. Das dürfen Sie nicht
lassen. Meinen Sie?
Übrigens, wenn Sie mal nach Köln kommen, müssen Sie mich unbedingt besuchen. Sie
sind immer mein Ja. Ich möchte mich gern revanchieren.
Das hört sich gut an. Da können Sie immer mit mir rechnen.
Köln liegt nämlich direkt auf meiner Tour.
Ja, wirklich?
... ... ...
... ... ...
Ich wollte mich wie verabredet melden.
Ich wollte mal gucken, wie es dir geht.
Ich bin hier in der Fernfahrerkneipe in Köln.
Wahnsinnig schwerer Tag hinter mir.
Was machst denn du gerade?
Fernsehen. Bericht über das spanische Stierkampf.
Ole!
Ja.
Unwahrscheinlich aufregend.
Das muss ja wahnsinnig spannend sein.
Du kannst ja kaum noch...
Ganz, Liebling.
Vermutlich Hexenschutz.
Ach, dann mach den warmen Wickel.
Hab ich schon, mein Schatz.
Und keine falsche Bewegung. Hörst du?
Mach ich.
Du, sag mal.
Wie lange geht denn der Tierkampf noch?
Die Aufregung macht dich ja ganz fertig.
Ja, ich schaff's auch nicht mehr lang.
Dann übernimm dich noch nicht. Denk an deine Nerven. Ich melde mich morgen
wieder um die gleiche Zeit.
Das wird mich wahnsinnig freuen.
Diese Nervosität kenne ich bei Karin überhaupt nicht.
Übrigens, schöne Freunde hast du auch als Gäste gehabt, besonders der Schwule.
Es war meine Karre weiter. Na, na, du willst mir doch nicht etwa untreu
Solange du Zündkerze brauchst, werde ich immer für dich da sein.
Wer kann das denn sein? Doch hoffentlich niemand mehr von der Firma.
Vielleicht schiebt er eine Nachtschicht.
Na, auf jeden Fall ist es dringend, sonst wird doch niemand mehr um die Zeit
klingeln.
Doch, Ma, wir müssen ihn jetzt unbedingt stören.
Ach, stellen Sie sich doch vor, Frau Hilde, habe ich doch meinen Schirm und
Feuerzeug vergessen.
Leider Dinge, die absolut lebensnotwendig sind. Sie gestatten
Ach, ihr Jitt, haben Sie aber große Hände.
Also, lieber Herr Braun... Ist schon gut, Herr Doktor, das glauben wir Ihnen
auch so. Kommen Sie, gehen wir.
Hoffentlich ist der Arm nicht im Arsch.
Ja, machen Sie keine Pessimantente, nun gehen Sie schon raus, ja.
Ich bin neid, ist sie immer da?
Keiler Bock, es gibt so viele Männer auf der Welt, aber ausgerechnet so eine
schwule Jeck, ja, der muss bei uns direkter sein.
So, Schätzchen, kann uns niemand mehr stören.
Ist deine Zündung noch in Ordnung?
Die schwarze Aare dauert Zündung.
Nur nicht übertreiben, mein Heinz, denn auch die stärkste Zündung wird mal
sauer. Ah, was ist denn, Liebling?
Bei mir gibt es keine Panne.
Wie kann man bloß so primitiv sein?
Wie jubelt ihr doch endlich richtig, damit es den Hals vollkrischt.
Arne, die Turnerei, das geht doch auch anders.
Halb müsste man sein.
Halb vier.
Gehen wir doch mal in der Geschichte zurück.
Überall da, wo die Unmoral Einzug hielt, fand gleichzeitig der Untergang eines
Volkes statt.
Das haben Sie aber wieder prächtig formuliert, Herr Staatsanwalt. Als
Sittenrichter sind Sie unschlagbar. Bei Ihnen würde ich gern mal Mäuschen
spielen, wenn Sie mit Ihrer Frau schlafen.
Machen Sie das eigentlich im Talar oder greifen Sie da auf das konservative
Nachdenken zurück?
Ich glaube, das steht nicht zur Diskussion.
Ich frage Sie ja schließlich auch nicht, in welcher Bekleidung Sie den Beischlaf
pflegen.
Vollkommen nackt, Herr Staatsanwalt.
Das könnte ich mir bei Ihnen auch gar nicht anders vorstellen.
Bei Ihnen, Herr Doktor, erübrigt sich die Vorstellung. Ihr Körper steht ja
bereits unter Denkmalschutz.
Ist er gut?
Auch da habe ich bei uns in der Anatomie schon Besseres gesehen.
Ach so, Medizinerin.
Daher die scharfe Beobachtung. Ach, wissen Sie, Herr Pfarrer, das Studium...
Aber vor allen Dingen die Praxis stärkt das Urteilsvermögen.
Und damit wären wir wieder beim Bumpfen.
Schaffe, schaffe, heißle, baue, ist die landläufige Charakterisierung der
Schwaben. In jedem Fall ein emsiges Völkchen.
Natürlich gelingt es nicht jedem, sich eines eigenen Besitzes zu erfreuen. Aber
was nicht ist, kann ja noch werden.
Unter diesem Motto hat Sieglinde Heberle vor fünf Jahren ihren Lambert
geehelicht. Sie ist eine sparsame Frau, wenigstens in Haushaltsfragen, und sie
weiß, eines Tages wird auch sie ein Häuschen besitzen.
Nur so ist der gute Kontakt zu den Hand - und sonstigen Werkern zu verstehen.
Sieglinde ist eine lebenstüchtige und lustige Frau, mit allen Vorzügen
ausgestattet, die sich ein Mann nur wünschen kann.
Nur was ihren Mann Lambert Heberle betrifft, So ist das alles nicht so
wie er sich das vorstellte. Seine Karriere von Buchhalter über
zum Hauptbuchhalter fand nicht statt.
So ist er gezwungen, wegen der fälligen Möbel-, Auto - und Bausparvertragsraten
nach Feierabend noch schwarz zu arbeiten.
Das gefährdet natürlich die Potenz. Und Sieglinde steht nun mit ihren Lebens -
und Liebesgefühlen allein.
Doch wo die Not am größten ist... Ja, bitte?
Einen recht schönen guten Morgen, liebe Frau Häberle. Gestatten, dass ich mich
vorstelle, Otega Nuschke, Student, Flüchtling, 1963 mit der ganzen Familie
Dresden rübergemacht. Was ich Ihnen anzubieten habe, ist sehr viel. Ein
kostenloses Exemplar einer Fernsehzeitschrift. Kein Kaufzwang,
selbstverständlich. Und dann hätte ich noch was Besonderes. Sie haben doch
nichts dagegen, dass ich näher trete.
Dankeschön. So, hier geht's wohl lang, ja.
Klasse Wohnung, muss man schon sagen.
Also, liebe Frau Häberle, Sie haben wirklich Glück, dass ich heute zu Ihnen
gekommen bin.
Aber bitte, nehmen Sie doch Platz.
Also, wie gesagt, man braucht heute eine Fernsehzeitung. Aber wir haben doch
schon eine. Tja, zwei müssen Sie haben. Erst dann kommen Sie der Wahrheit näher.
Glauben Sie dem Akademiker. Und hier mein versprochenes Spezialangebot.
Frisch aus der Druckerei.
Im freien Handel verboten. Eine echte Lebenshilfe für Jung und Alt.
Nun, was sagen Sie jetzt?
Das ist ein starkes Stück, kann ich Ihnen sagen. Auf Seite 5 finden Sie noch
stärkeres. Ich frage mich selbst, wie einem sowas wachsen kann.
Siehst du schon?
Aber da könnten wir ja normalerweise zwei draus machen.
Sehen Sie, da kommen wir der Sache schon näher.
Allzu viel ist ungesund.
Na, wie feinen Sie denn das Heft? Stell dir mal an, Stärkrobatik.
So was könnte ich doch mal in Lampard nie bringen.
Das muss ja nicht immer Lampard sein.
So?
Meinen Sie?
Und so wie die gebaute, brauchst du dich gar nicht zu verstecken.
Glaubst du wirklich?
Ach du.
Aber das sieht man doch.
Du, du bist das reinste Binhap -Girl, du. Du meinst, ich kann es mit Ihnen
aufnehmen.
Aber sicher doch.
Du, du Süße.
Wie bist denn du gebaut?
So wie die Aufseite drei.
Aber du kannst doch selber nachgucken, du.
Apropos Geschäft, Otto, du kommst ja selber zu meinem Kassel.
Da komme ich.
Darf ich dir noch ganz anderes sagen? Bestimmt, Freitagabend.
Weißt du, der schafft immer bis Mitternacht schwarz.
Und nun lasse sie, liebesvolle Herrlein, die Unterlage mal Unterlage sein und
stolze sie erst einmal mit mir an.
Aber Herr Heberle, da werden wir doch beschwebt.
Und wir haben doch noch so viel aufzuarbeiten. Nichts damit aufarbeiten.
Ich schließe den gestrigen Tag noch ab und dann ist aus.
Feierabend mit der Schwarzarbeit.
Bröstle, liebes Herzlein. Auf Ihr Spezielles, Herr Häberle.
Nichts da, Herr Häberle. Ich bin der Lambert.
Und wenn Sie gestattet, sage ich gutruhend zu Ihnen.
Heute, wo mein letzter Schwarzarbeitstag ist.
Das glauben Sie doch selbst nicht, dass Sie ohne Schwarzarbeit sein können.
Mein Hausarzt, der Dr.
Zirngiebel, weiß das besser.
Häberle hat er gesagt, Häberle, wenn Sie nicht bald Schluss machen mit Ihrer
Schwarzarbeit, nur weil Sie Ihrer Frau ein Heißle versprochen haben, dann
brauchen Sie kein Heißle mehr, sondern ein Zerkle. Aber Herr Lambert, bei Ihrer
Kondition kann ich das gar nicht glauben.
Kondition ist schon da, aber ich werde meine Kondition noch verbessern.
Aber das geht nur, wie der Dr.
Zirngiebel sagt.
Wenn man arbeitet, um zu leben und nicht umgekehrt.
Und sehr wichtig wäre dabei der geregelte Verkehr.
Ja, das hat der Herr Doktor zur Bibel gesagt. Na, dann wollen wir auf das
anstoßen, was der Herr Doktor gesagt hat.
Nett hast du das gesagt. Liebe Gudrun.
Und darauf habe ich drei Jahre gewartet. Und ich, Deb, habe nichts davon
gemerkt.
Und dann, mein Liebling, das soll jetzt alles anders werden.
Schön, wenn das jetzt alles anders wird.
Keine Arbeit mehr.
Nur noch Liebe.
Nur, nur mehr mit dir.
Ach, Lammy, du bist der Größte.
Das höre ich nicht zum ersten Mal.
die Beste von allen.
Nein, es ist wirklich so.
Es ist so und das kannst du mir noch öfter beweisen, wenn du willst.
Wann immer du willst, Liebling.
Dann wäre es am besten am Freitagabend und dann bequem in meiner Wohnung.
Freitag ist der beste Tag, denn da geht meine Frau in den Gymnastikus und
anschließend immer einen Hebe, da haben wir dann arg viel, viel Zeit.
Aber, Linnchen, du bist noch hier?
Heute ist doch der Gymnastikkurs.
Eigentlich schon, aber plötzlich habe ich so Kopfweh gekriegt. Fühle mich
sauschlecht. Wollt gerade ins Bett.
Und was machst du denn schon da?
Freitagabends bist du doch immer bei Schladerer zur Schwarzarbeit. Ach, der
Schladerer soll da Arbeit allein machen.
Aber was wird denn dann aus unserem Häusle? Ach, was?
Ich brauche kein Häusle. Ich brauche meine Ruhe.
Aber Lambi.
Was heißt hier Beachhooken gesehen?
Ich bin Ernsthofter Studiosus. Ich beschäftige mich nur mit meinen Büchern
meinen Heften. Ja, dann muss ich mich täuschen.
Jeder weiß ein Dutzend Gesicht, haben Sie nicht? Vielen Dank für die Blumen.
Auch Sie, mein schönes Fräulein, sind wirklich einzigartig. Wirklich einsame
Klasse. Jetzt machen Sie aber Schritt zurück.
Übrigens, wie arbeiten Sie denn mit Ihrem Studiokollege? Das kommt ganz
an, wie lange mein Kommilitone Zeit hat. Aber vielleicht könnten wir uns sehen,
wenn Sie mit Ihrem Besuch bei Ihrem Onkel fertig sind.
Ja, das wäre vielleicht eine Möglichkeit.
Übrigens, ich bin jetzt da.
Ja, hier wohnt auch mein Studiokollege.
Und in welcher Etage bin ich, frage ich da? In der dritten.
Heberle? Heberle.
Aber Liebling, mit deiner Migräne kannst du doch nicht turnen.
Ja, bei einer von uns muss sie aktiv bleiben.
Ich verstehe gar nicht, was du plötzlich hast, dass du nicht mehr zum
Schlatterer schaffen gehst.
Und dein Lambi geht auch nicht mehr zum Metzger Lämmerlein.
Und auch nicht mehr zum Zirngiebel.
Keine Aushilfe mehr im Stehorschank.
Und auch nicht mehr als Kassierer auf dem Fußballplatz.
Ich vergesse die Schwarzarbeit, freue mich auf einen geregelten Verkehr und
schaffe, um zu leben.
Und nicht umgekehrt.
Sag mal, du hast eine volle Meise.
Und wenn ich kein Häuschen kriege, dann geht auch nichts mit dem geregelten
Verkehr.
Du bleibst die CG schon.
Guten Abend, verehrte Familie Heberle. Ich wollte nur sagen, dass das Inkasso
für die Fernsehzeitung in Zukunft von meinem Gelägen durchgeführt wird.
Verstehen Sie, der Kundenkreis ist zu groß geworden.
Ja, und ich, lieber Herr Berle, wollte mich nochmal bedanken dafür, dass ich
mich vor der Betrunkene am letzten Dienstag beschützt habe.
Ja, das wollte ich bloß noch sagen.
Und alles Gute noch.
Danke. Und einen recht schönen Abend.
Guten Abend.
Na,
komm schon, Lambi.
Haben wir mit dir bei uns den Gymnastikkurs nicht auch noch sparen
Komm schon.
Jetzt komm doch schon her zu mir, Lambi.
Ich hab den ganzen Tag so auf dich gewartet.
Mei, du bist ja schon so richtig da.
Ah ja, das war ich immer schon.
Du hast mich nur nie so richtig gefordert.
Das mit dem Mädchen. Ich bin richtig stolz auf dich. Du bist ein richtiger
So, und jetzt bist ruhig und konzentrierst dich ein bisschen auf
Zoe, jetzt reicht es aber, glaube ich. Man bekommt ja langsam das Gefühl, dass
neben der Sexualität nichts anderes mehr existiert.
Solange noch alles funktioniert, ist es doch auch gut, dass sie existiert.
Ihre Ansicht?
Für mich jedenfalls in den negativen Auswirkungen stärker zu bewerten als die
animalische Freude an der Sache.
Also jetzt machen Sie aber einen Punkt.
Negative Auswirkungen, wenn ich sowas so höre.
Bekanntlich hat das Liebesspiel noch keine Kriege ausgelöst. Von Morden ist
auch nichts bekannt.
Es erzeugt keine negative Gedanken.
Also wenn Sie meine Meinung wissen wollen.
Die Liebe hat noch nie Schade an sich.
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