All language subtitles for Otto - Der Film[de]

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Original subtitles

Hallo, meine Heti!

Kann mich jemand sehen?

Kann mich jemand hören?

Ich befinde mich nämlich in Seenot.

Ja, das heißt, Sie können mich sehen.

Aber ich kann Sie nicht sehen.

Seenot, S.O.S. S.O.S. Das

aber, liebe Brüder und Schwestern, wirft die Frage

auf.

Ein Otti allein im Meer wie Kompass.

Nun, das ist eine lange Geschichte, ich werde

sie euch erzählen, von Anfang an.

Am Anfang schub ich Himmel und Erde.

Oh, Entschuldigung, Entschuldigung, ich weiß, das war ein

anderer, schon gut, schon gut.

Das ganze Unglück begann mit meiner Geburt in

meiner friesischen Heimat.

Das ist mein Elternhaus.

Ist es nicht prächtig?

Ist es nicht wunderschön?

Das ist mein Opa.

Ist er nicht stattlich?

Ist er nicht wunderschön?

Und das sind meine Eltern.

Sie lieben mich wie ihren eigenen Sohn.

Ist er nicht niedlich, unser Otti?

Und seine Füßchen, sind die nicht wunderwunderschön?

Nun, guckt doch ein.

Naja, verglichen mit seinem Gesicht.

Mein Vater, er wollte immer nur mein Bestes

und das war mein Bargeld.

Und das ist Opa.

Ist er nicht...

ach, das hatten wir schon.

Muttis kleinster, das bin ich.

Und dahinter, das ist meine Mutter.

Uns verband das stärkste Band, das es auf

Erden gibt, die Mutterliebe.

Och Mutti, ich bin wirklich groß genug, ich

kann alleine essen.

Ach, klein Ottili kann alleine essen?

Dann probier's man mal.

Alleine essen, ja, ja.

Ein für Tante Lisbeth.

Ein für Onkel Karl.

Ein für Tante Anna.

Ein für Opa.

Meine Mutter, sie merkt es mir wirklich nicht

leicht, von dir loszukommen.

Aber jetzt war der Zeitpunkt gekommen.

Ich musste sofort weg aus diesen kleinkarierten Verhältnissen.

Ein Mann wie ich gehört dahin, wo das

große Geld gemacht wird.

Ein Mann wie ich gehört in die große

Stadt.

Ein Mann wie ich.

Aber hab ich mich überhaupt schon vorgestellt?

Mein Name ist Opo.

Das war sie, die Großstadt.

War sie nicht riesig?

War sie nicht wunderschön?

Hier gab's alles.

Allerdings auch Probleme.

Ich hatte gleich drei davon.

Ich hatte keinen Job, kein Geld und keine

Ahnung, wie es weitergehen sollte.

Kein Job, kein Geld, keine Ahnung, wie es

weitergeht, kein Problem?

Na, mein Kleiner.

Kein Job, kein Geld, keine Ahnung, wie es

weitergehen soll?

Da sind Sie genau richtig bei mir.

Hier ist Ihr Vertrag.

Vertrag.

Vertrag.

Hiermit bestätige ich den Erhalt von viel Geld.

Dafür verpflichte ich mich unwiderruflich zu...

Wer ist das?

Das Kleingedruckte sollten Sie besser nicht lesen, mein

Freund.

Ja, aber warum denn nicht?

Das ist schlecht für die Augen.

Ach so, das ist prima.

Ja, und jetzt?

Jetzt?

Jetzt bekomme ich noch eine schöne, gut leserliche

Unterschrift von Ihnen.

Oh, das ist prima.

Das mache ich gern.

Unterschrift.

Hey, junger Freund.

Ach so, ja klar, sonst hieß es ja

Oberschrift.

Otto?

Otto U.

Nur Otto.

Meine Eltern waren so arm, Nachnamen konnten wir

uns nicht leisten.

Sie sehen mich zu Tränen gerührt.

Aber diese Zeiten sind ja nun vorbei.

Ihr Geld.

So viel?

Nicht ganz.

Dann ist gehen ab.

Bearbeitungsgebühr.

Stempelgeld.

Tja, und dann noch ein.

Und dann natürlich meine treue Prämie.

Ja, aber das ist alles für mich.

Ja, für Sie und Ihr kleines Unternehmen.

Und wenn ich Ihnen noch einen guten Rat

geben durfte, seien Sie erfolgreich.

Das ist ein guter Tipp, den werde ich

mir merken.

Haben Sie denn schon einen Namen für Ihre

Firma?

Ja, ähm, Ossi.

Ottis Superservice International.

Ach, den werde ich mir merken.

So, mit meinem neuen Startkapital fühlte ich es.

Die Welt lag mir zu Füßen.

Hallo, Taxi!

Drei Dinge sind es, die den großen Unternehmen

auszeichnen.

Der Einsatz mobilster Technologie, der unbedingte Wille, ganz

nach oben zu kommen und der zielstrebige Aufbau

eines umfangreichen Kundenstammes.

Kaum drei Monate nach Gründung meines Unternehmens erfüllte

ich auch die letzte Voraussetzung.

Ich erwartete meinen ersten Kunden.

Ich erwartete meinen ersten Kunden.

Ja, kommen Sie rein, ich komme gleich raus.

Ich bin gleich bei Ihnen.

Guten

Tag!

Du und dein Erfolg im Leben.

Fräulein Schröder, Fräulein Schröder, warum haben Sie stehen

geblieben?

Aber ich saß doch in Ihrem Schoß, Herr

Direktor!

Ach ja!

Also, Fräulein Schröder, ich merke Ihnen die Witze.

Nun lesen Sie mal vor.

Sehr geehrter Herr Bumskanzler, Bumskanzler, haben Sie Bumskanzler

gesagt?

Das heißt doch Bundeskanzler.

Und außerdem duzen wir uns doch.

Ja, aber doch nicht hier im Büro, Herr

Direktor.

Wir doch nicht.

Herr Bumskanzler, also schreiben Sie.

Lieber Stubbsi, ja?

Ja, und das Ganze lesen Sie ganz unterschiedlich

vor.

Also, diese Sekretärin.

Voila!

Ottis Superservice International.

Was darf's denn sein?

Also, ich erwarte nämlich für morgen eine Lieferung

30 Springböcke.

Das ist gut.

Ja, ja, aber nun weiß ich nicht, wohin

damit.

Das ist schlecht.

Ich habe zwar einen Garten.

Das ist gut.

Aber mein Zaun ist zu niedrig.

Und die springen doch so hoch, die Springböcke.

Ja, das ist schlecht.

Na ja, und dann dachte ich, dass Sie

vielleicht eigentlich meinen Zaun bis morgen so auf

drei, vier Meter hochziehen können.

Nee, das kann ich nicht.

Oh, das ist schlecht.

Das ist gut.

Ich kann nämlich aus Ihren Springböcken Standböcke machen.

Passen Sie genau auf.

Hier ist der Bock.

Und hier sind Eimer.

Das ist aber schlecht mit den Eimern.

Da springt er doch aus, der Springbock.

Nicht mit Ottos Geheimrezept.

Und in die Eimer kommt Zement.

Ah, das ist gut.

Sehr gut.

Aber haben Sie denn Zement?

Noch nicht.

Ja, das geht in Ordnung.

Ja, das wird erledigt.

Ja, darauf können Sie sich verlassen.

Ja, das wird sofort erledigt.

Hey, du da.

Würde mir schicken.

Würde mir schon lecker.

Hurgi, Hurgi.

Bitte?

Hurga, Hurga.

Können Sie mir die Richtung nicht ein bisschen

präziser angehen?

Du gehe da rüber.

Ach so, der menschliche Ausländer.

Hurga, Hurga.

Ach.

Ja, Silvia.

Und das wird unser kleiner Salon.

Hier werden wir alle sehr, sehr glücklich sein.

Wer denn noch alles?

Na, ich und du und deine Mama, meine

Freundin.

Bitte, bitte schwindelig.

Vor Glück.

Vor Glück.

Wo ich dich verstehe, mein kleiner Gott Fasan.

Aber Silvia, wir wollen doch jetzt nicht von

deinem Geld reden.

Ihr habt doch noch eure Yacht und eure

Grundstücke, eure Werften.

Ja, wieso?

Ja, dann habe ich natürlich auch etwas für

dich.

Ich habe dir nämlich etwas mitgebracht.

Von meiner letzten Safari-Anne.

Kleine Überraschung.

Noch nicht umdrehen.

Noch nicht.

Moment.

Jetzt.

Jetzt.

Silvia.

Silvia.

Mein Schatz.

Der hat mir das Leben gerettet.

Halt, warten Sie.

So bleiben Sie doch stehen.

Wie soll ich Ihnen nur danken?

72, 72, 66.

Hallo?

Hallo?

Immer diese abschönen Anrufe.

Absoluter Rekord.

Das wird ein guter Tag.

Hallo?

Hallo?

Ich Idiot.

Hallo?

Hallo?

Hallo?

Hallo?

Ich rufe wegen der Springböcke an.

Oh, das ist gut.

Die Sache hat sich erledigt.

Oh, das ist schlecht.

Springen Sie nicht?

Und wie.

Sie sind schon im Hafen über Bord gesprungen.

Oh, das ist scheiße.

Tja, da waren Sie wieder, meine drei Probleme.

Keine Springböcke, kein Auftrag und viel zu viel

Zement.

Warum hatte ausgerechnet ich keinen Erfolg?

Was hatte ich nur falsch gemacht?

Die Antwort wusste nur mein Buch.

Der erfolgreiche Unternehmer beginnt seinen Arbeitstag mit einem

jubelnden Ja zu seinem Leben.

Ein jubelndes Ja.

Der erfolgreiche Unternehmer greift nach jeder sich bietenden

Gelegenheit und was er einmal angepackt hat, lässt

er nie wieder los.

Stop.

Der erfolgreiche Unternehmer ist bei allem, was er

tut, hoch konzentriert, hellwach und jederzeit Herr der

Lage.

Das gefällt mir.

Merke, ein Chef, der für jedermann jederzeit am

Telefon zu erreichen ist, ist kein Chef.

Aussi, Opti-Super-Service International, was kann ich

für Sie tun?

Ich suche einen Ihrer Mitarbeiter.

Einen?

Wir haben hier 100.

Ich suche einen bestimmten, den von der Baustelle

am Alsterdam.

Nee, nee, da war keiner.

Doch, da war einer.

Ich bin ganz sicher.

Sind Sie sicher?

Dann verbinde ich Sie lieber mit unserer Sicherheitsabteilung.

Kleinen Augenblick.

Sicherheitsabteilung, Aussi, was kann ich für Sie tun?

Ich suche...

Sagen Sie gar nichts, gnädige Frau.

Der Zemententwender wurde von mir persönlich zur Verantwortung

gezogen und in die Wüste geschickt.

Hören Sie, der Zug fährt gerade ab.

Sahara-Express, alle einsteigen und Türen schließen, zurücktreten

von der Bahnsteigkarte.

Hören Sie mal, der Mann hat meiner Tochter

das Leben gerettet.

Da fällt mir hier ein Stein vom Herzen.

Dann verbinde ich Sie gleich mit unserer Rettungsabteilung.

Kleinen Augenblick.

Rettungsabteilung, Aussi, ich bin's persönlich.

Na endlich, kommt man immer so schwer an

Sie ran.

Heran, äh, herein.

Ja, ein Mann in meiner Position ist nicht

jederzeit für jedermann zu sprechen.

Mit wem spreche ich denn?

Ich bin die Konsulin von Kohlen und Reibach.

Ah, Kohlen und Reibach.

Was können Sie für mich tun?

Wir möchten uns gern persönlich bei Ihnen bedanken.

Und ich würde mich freuen, Sie heute so

gegen 17 Uhr bei uns begrüßen zu dürfen.

17 Uhr, kleinen Augenblick, da muss ich erst

meinen Terminkalender fragen.

17 Uhr, oh, das sieht schlecht aus, wie

wär's, nachmittags um 5?

Ja, Hauptsache Sie sind pünktlich.

Ja, ich bin pünktlich, ich komme.

Ja, aber wohin?

Parkallee 25 bis 29.

Parkallee 25.

Nun aber etwas ganz anderes.

Sie wissen, welcher Tag heute ist?

Da muss ich erst meinen Terminkalender fragen, kleinen

Augenblick.

Heute ist Stichtag.

Die Rückzahlung ist fällig.

Nach Ablauf eines Monats beträgt die Rückzahlungssumme einschließlich

der Zinsen, Zinsen, Zinsen, Zinsen, Zinsen, Zinsen und

Zinsen, Zinsen, Zinsen, Zinsen, Zinsen, 9876 Mark und

50.

Die 50 Pfennig können Sie jetzt schon haben.

Aber, aber wo

soll ich den Rest herbekommen?

Von der Familie Kohlen und Reibach.

Hä?

Und morgen, junger Freund, liegt das Geld hier

auf dem Tisch, sonst...

Seien Sie erfolgreich.

Da waren Sie wieder, meine drei Probleme.

Ich hatte eine Einladung, ich hatte nichts Passendes

anzuziehen und nicht einmal 50 Mark für eine

Fliege.

Das Einzige, was mich jetzt noch retten konnte,

war ein Neger.

Hey, du Neger.

Hä?

Ähm, du Neger.

Hä?

Ähm, Neger, ähm, schwarzer Kopf, schwarzer Bauch, schwarze

Füße.

Schwarze Füße?

Ja, schwarze Füße, pass auf, ich zeig's dir.

Da.

Ah, schwarze Füße.

Du Neger.

Nein, aber mal ganz im Ernst, hast du

nicht Lust, schnell mal 50 Mark zwischendurch zu

verdienen?

Ich hab da einen traumhaften Plan, wir beide

sind doch ein tolles Team.

Pass auf, wenn du zum Beispiel...

Na, meine

Kleine, ist deine Mutti da?

Mami, Mami, hier steht ein Mann mit einem

ganz hässlichen Gesicht vor der Tür.

Sag ihm, wir haben schon eins.

Wir haben schon eins.

Haben schon eins.

Fitzig.

Meine gnädige Frau.

Nein, danke, ich lese keine Illustraten.

Ach, dann wissen Sie auch nicht, dass übermorgen

Stichtag ist?

Wie bitte?

Ja, übermorgen ist Stichtag, ab übermorgen ist bei

uns der Sklavenhandel verboten.

Wussten Sie das nicht?

Nein.

Ach, dann haben Sie auch keinen Sklaven?

Nein, nein, woher denn?

Aus dem Erzeugerland.

Dann kämen allerdings für Sie die Transportkosten dazu,

plus Zoll, plus Versicherung.

Nein, danke, das kommt für uns nicht infrage.

Ich bin ja hier im Haus beschäftigt und

tagsüber ist mein Mann im Ministerium.

Na ja, da gibt es ja Gottlob noch

den Zwischenhandel, das ist denn weitaus günstiger für

Sie.

Ach, das ist dann günstiger für mich?

Ja, Frau, ich mache Ihnen mal ein Angebot,

gnädige Frau.

Wasser habe ich gerufen.

Das ist er, Bimbo.

Was soll er denn kosten?

Herr gnädige Frau, darüber reden wir später.

Ich lasse Ihnen Bimbo erst mal zur Anricht.

Hier, Bimbo, das ist deine neue Herrin.

Mach mir keine Schande.

Auf Wiedersehen.

Auf Wiedersehen, Meister.

Bitte, wenn Sie näher treten wollen, Herr, Herr

Bimbo.

Danke, Miss.

Möchten Sie ablegen?

Das lohnt nicht.

Ja, dann kommen Sie doch bitte weiter.

Ja, was machen wir denn jetzt?

Sie müssen nämlich wissen, wir hatten doch nie

einen Sklaven.

Ein bisschen ungewohnt ist es ja doch, aber

kann ich Ihnen vielleicht einen Kaffee anbieten?

Danke, Miss.

Wie trinken Sie denn als Sklave so Ihren

Kaffee?

Schwarz?

Na ja, natürlich.

Hätte ich mehr denken können.

Guten Tag.

Guten Tag.

Hatten Sie Sklaven?

Ja, Ihnen hier.

Aber der Sklavenhandel ist noch bis übermorgen erlaubt.

Das ist richtig.

Aber er ist doch ein angemeldeter Sklave, oder?

Ich weiß nicht.

Sind Sie angemeldet, Herr Bimbo?

Nichts angemeldet, Miss.

Ach du meine Güte.

Was machen wir denn jetzt?

Kein Problem, dann melden wir ihn gleich hier

an.

Dazu bin ich ja da.

Zahlen Sie gleich die Jahressumme 1000 D-Mark.

Was?

So viel habe ich doch gar nicht da.

Ich bin heute noch gar nicht zur Bank

gekommen.

Wie viel haben Sie denn da?

100 Mark.

Ja, das reicht.

Das nehme ich als Anzahlung.

Ich bin ja kein Unmensch.

Geht denn das?

Und der Rest?

Den zahlen Sie später.

Und den Herrn Bimbo nehme ich mit als

Sicherheit.

Das ist aber nett von Ihnen.

Herr Bimbo, wollen Sie nicht erst Ihren Kaffee

austrinken?

Muss gehen, Miss.

Muss gehen.

Auf Wiedersehen.

Bis bald, ja?

Hier ist ein Anteil.

Sag mal, wofür brauchst du eigentlich das Geld?

Für was Schwarzes.

Nicht schon wieder.

Tatsächlich.

Sie öffnete mir alle Türen.

Meine neue Fliege.

Das war es also.

Das Reich der Reichen.

Nun sollten Sie den starken Arm des Armen

kennenlernen.

Ich hatte diesem Luxuszementsack das Leben gerettet.

Nun waren Sie dran.

Mein Gott, war ich heute wieder käuflich.

Für Geld hätte ich sogar meine Seele verkauft.

Wir kaufen nichts.

Wir haben alles.

Na, ist ja prima.

Ich bin nämlich hier eingeladen.

Ihre Karte, bitte.

Tritt ein, bringt Geld herein.

Ich werde Sie den Herrschaften melden, Herr Pixim.

Bargeldlacht, unbekannter Meister.

Schön, dass Sie da sind.

Sie sind jung.

Sie sind verliebt.

Sie brauchen eine Brille.

Mein Freund, wie ich mich freue, in die

offenen und edlen Züge jenes Mannes blicken zu

dürfen, dem er das Kostbarste gerettet hat, was

ich auf Erden besitze.

Meine Sylvia.

Geben Sie mir Ihre Hand.

Geben?

Ich denke, ich soll etwas kriegen.

Was soll das?

Und zwar etwas Abholbargeld, denke ich doch.

Eine Chemie.

Die Kochin hat mich doch angerufen.

Wo ist es denn, meine Frau?

Langsamement.

Ausgezeichnet schon.

Vom Besten.

Und vom Teuersten.

Chateau Reibach, 1899.

Gerade gut genug für den Retter meiner Tochter.

Oh, Bescherung.

Oh, die fröhliche.

Wieso singt denn keiner mit?

Ach ja, ich kriege ja auch nichts.

Ich kriege ja was.

Oh, Baby.

Wir haben uns lange überlegt, wie man einem

Retter danken kann, dessen gehobene Position ihn weit

erhebt über schnöde finanzielle Interessen.

Geld, so haben wir uns gesagt, kann solch

einem Mann natürlich nichts bedeuten.

Wir haben uns daher für ein Geschenk entschieden.

Ja?

Mein Gott, dann nehmen Sie es schon.

Aber wo ist es denn?

Mein Gott, wo haben Sie es denn versteckt?

Das haben Sie aber sehr gut versteckt.

Wo ist es denn?

Dort.

Das ist es?

Das Geschenk?

Das kann ich doch nicht annehmen.

Ich kann doch nicht annehmen, dass das schon

alles sein soll.

Meine liebe Silvia, heute soll nicht nur der

Retter beschenkt werden, nein, auch die Gerettete.

Denn kein Retter ohne Gerettete.

Und als glücklich Gerettete tätest du gut dran

in Zukunft, besser auf dich Acht zu geben.

Und daran soll dich ein Leben lang dies

Ringlein erinnern.

Aber Ernesto, der muss ja ein Vermögen gekostet

haben.

Nicht der Rede wert.

9876 Mark 50.

Da lag sie.

Die Lösung meiner drei Probleme.

Aber ich hatte schon wieder drei neue.

Da standen sie.

Ich musste sie loswerden.

Das Dumme war nur, sie wollten mich loswerden.

Und jetzt freue ich mich auf deine Dia

-Vorführung.

Sie wollen jetzt sicher gehen.

Ach, Sie wollen schon gehen?

Wir können uns deine Dias doch auch zusammen

anschauen.

Och ja, Dias, Dias, buenos Dias.

Ich möchte euch mit diesen bescheidenen Bildern einen

kleinen Eindruck von meiner Heimat vermitteln, die auch

bald die deine sein wird, meine liebe Silvia.

Mein Privatflugzeug.

Mein erster Jaguar.

Mein zweiter Jaguar.

Mein Diener.

Und als letztes meine Mama.

Bravo, Ernesto, bravo.

Wundervolle Dias.

Ähm, ich hab da ein Foto mitgebracht, wenn

Sie da mal reingucken wollen.

Nein, danke.

Wir wollen Sie wirklich nicht länger aushalten.

Ach, ich würde es ganz gerne mal sehen.

Mich interessiert es.

Ja?

Das Liebste, was ich habe.

Das?

Das ist mein Fahrrad.

Schau mal, wie es sich aufbäumt.

Hui!

Hui!

Ich war der Einzige, der sich 40 Sekunden

lang im Sattel halten konnte.

Im Krankenhaus kam ich wieder zu mir.

Ich war übrigens der Einzige, der nach zwei

Wochen wieder zu mir kam, wenn man sich

alles selber macht.

Schauen Sie doch mal, das Fahrrad.

Hier.

Mit dem fuhr mein Vater mich immer zum

See, um mir das Schwimmen beizubringen.

Er hat mich immer ins Wasser geworfen, während

die anderen Kinder Schlittschuh liefen.

Schauen Sie sich doch mal das Fahrrad an.

Hier.

Das müssen Sie doch gesehen haben.

Hinten ist unser Bauernhof.

Der ist ziemlich klein.

Wir waren ziemlich arm.

Wir waren sehr arm.

Wir hatten nur ein Schaf.

Und das war 50 Prozent Synthetik.

Silvia, es wird Zeit.

Denk dran, dass wir in die Oper müssen.

Meine kleine Singlrosse.

Ja.

Dann wollen wir mal alle, alle, alle gehen.

Ja, geht nur ihr in eure Opern.

Lauscht den Klängen.

Berauscht euch an den Arien.

Liebt euch in den Logen.

Was machen Sie denn?

Ich dachte, Aber Sie haben ja recht.

Warum in fremden Häusern fremden Menschen zu hören?

Denn Sie haben ja mich, die Gitarre und

das Meer.

Oder weniger zweifelhafte Vergnügen, dass Sie sich jetzt

was wünschen dürfen.

Ich wünsche, dass Sie sofort mein Haus verlassen.

Komisch, das kenn ich gar nicht.

Ja, sehen Sie denn nicht, dass ich todmüde

bin?

Na, ist doch wunderbar.

Da singe ich Ihnen gleich das Schlaflied.

Oh Gott.

Sie können ruhig Otto zu mir sagen.

Halt noch nicht einschlafen.

Erst kommt doch das Schaflied.

Das erste Schaf hieß Friederich.

Das war erschreckend niedrig.

Das zweite Schaf hieß Dörte.

Weil es so gern röhrte.

Das dritte Schaf hieß Gunter.

Wollt nie von Dörte runter.

Das 306.

Schaf hieß Eberhardt.

Dem wurde schon die Leber hart.

Das 307.

Schaf hieß Jochen.

Hat ständig nur gebrochen.

Das 720.

Schaf hieß...

Weil man's gern auf den Schädel haut Das

721.

Schaf hieß Winfried Weil man es gern am

Kinn sieht Das 990.

Schaf hieß Ferdinand Dem hat der Blitz den

Schwanz verbrannt Das 1000.

Schaf hieß Harald Und das war 100...

Harald Na los, greif

zu!

Halt mein Freund, was du da tust ist

unrecht!

Ach Unsinn!

Schnapp dir den Ring und mach, dass du

rauskommst!

Aber nicht mit dem Ring!

Womit denn sonst?

Mit einem guten Gewissen!

Damit soll er seine Schulden bezahlen?

Besser Schulden haben, als schuldig werden!

Sprüche!

Nichts als Sprüche!

Das sind keine Sprüche!

Sind sie doch!

Nein, nicht!

Doch!

Nein!

Doch!

Nein!

Harald!

An diesem Abend war ich reicher geworden.

Reicher um die Erfahrung, das Gute getan und

den Einflüssen des Bösen widerstanden zu haben.

Lieber Schulden haben, als schuldig werden.

Das waren nicht nur goldene Worte, das war...

Scheiße!

Eine riesen Scheiße war das!

Wenn ich den Ring hätte, wäre ich jetzt

aus allem raus!

Ich Idiot!

Ich Arsch!

Ich Arsch!

Jetzt muss ich das Geld mit ehrlicher Arbeit

verdienen!

hätte nie gedacht, dass ehrliche Arbeit so gefährlich

sein kann.

Man müsste die Menschen davor warnen, ihr Leben

bei ehrlicher Arbeit sinnlos aufs Spiel zu setzen.

Gab es denn kein Gesetz, das unschuldige Menschen

vor ehrlicher Arbeit schützt?

Nein, es gab nur einen Ort, wo man

sicher war.

Die eigenen vier Wände.

Erfolg gehabt?

Erfolg?

Nun, da möchte ich eine grundsätzliche Frage aufwerfen.

Was verstehen Sie unter Erfolg?

Na ja, frage ich Sie was leichteres.

Was stellen Sie sich unter einer Brücke vor?

Können Sie sich nichts darunter vorstellen?

Nicht so einen schönen, großen, weißen Dampfer mit

einer schönen, großen, weißen, nackten Frau?

Na gut, frage ich Sie was leichteres.

Ähm, ähm, ähm, ähm, ähm.

Was verstehen Sie unter einer Brücke?

Gar nichts, weil er doch so laut tute,

dieser große, weiße Dampfer mit der schönen, nackten

Frau.

Wissen Sie, was ich verstehe?

Keinen Spaß.

Ich will mein Geld.

9876 Mark und 50 Pfennig.

Ja, aber die 50 Pfennig habe ich Ihnen

doch schon gegeben.

Hallo?

Nein.

Aha.

Aha.

Das werde ich Ihnen ausrichten.

Morgen.

Auf Wiedersehen, Fräulein von Kohlen und Reibach.

Glück gehabt, Kleiner.

Ich höre gerade, du hast was vergessen in

der Parkallee.

Dein Geschenk.

Mein Geschenk?

Ach so, mein Geschenk.

Es ist ziemlich wertvoll, wie ich höre.

Ja, ja, ja, ja, wertvoll.

Ist tierisch wertvoll.

Ich gehe sofort los und hole es, klar.

Morgen ist der letzte Tag.

Halt, ich bin unschuldig.

Aber das ist doch für Sie.

Niedlich.

Na, na?

Flasche.

Silvia, willst du dich nicht von deiner Mutter

verabschieden?

Wart mal Zeit, Mutti.

Weidmanns-Heiland-Geschenk.

Weidmanns-Dank.

Ja, jagt das neuer Wild, wirkt es mit

bloßen Gewehren, schießt auf alles, was sich bewegt.

Wir machen inzwischen dieses Fläschchen auf Ja.

Ist das ein guter Vorschlag?

Das ist eine Unverfrorenheit.

Silvia, du kommst mit.

Aber Mutti, du weißt doch, wie leiden die

armen Tiere zu.

Silvia, du steigst da jetzt ein.

Und Sie, gnädige Frau?

Herr Otto?

Ja, bitte?

Ich fahre mit Ihnen.

Ja, aber wohin denn?

Zur Jagd.

Zur Jagd, das ist meine Welt.

Schifferheu, Petri Heil, der Berg ruft.

Alles einsteigen, Hals und Bein.

Da brauchst du sie davon, die schöne Tochter.

Aber der Weg zum Herzen der Tochter führt

über das Ohr der Mutter.

Und alle Mütter dieser Welt verstehen die Sprache

der Musik.

Wir sagen, ein kleiner grüner Kaktus steht draußen

am Balkon.

Was brauch ich, rote Hosen?

Was brauch ich, roten Mohn?

Und bin ein böse Wicht, was Ungezogenes spricht.

Dann hol ich meinen Kaktus und er sticht,

sticht, sticht.

Mein kleiner grüner Kaktus steht draußen am Balkon.

Heute um vier klopft an die Tür.

Na nun, besuchst du früh ein Paar?

Es war Herr Krause vom Nachbarhausen.

Er sagt, verzeihen Sie, wenn ich frage.

Sie haben doch einen Kaktus auf ihrem kleinen

Balkon.

Halloi, halloi, hallo.

Der fiel soeben runter.

Was halten Sie davon?

Halloi, halloi, hallo.

So, so, so, so, so, so, so.

Hätt' ihn ja aufs Gesicht, aufs Laum oder

nicht.

Nun weiß ich, dass hier kleiner grüner Kaktus

sticht.

Nur wahnsinnig, ein Kaktus, hier fiel nichts anderes

hoch.

Halloi, halloi, hallo.

Fa, fa, fa, fa, fa, fa, fa.

Liebe Weidgesellen und Weidgesellinnen.

Wie jedes Jahr sind wir heuer hier in

meinem Revier zusammengekommen, um ihm den Wohlverdienten gar

auszumachen.

Ihm, Rudolf dem Rammler, dem Kapitalsten und Kriminellsten,

dem Reißensten und Gerissensten, dem Wildesten und Widerlichsten,

dem Stärksten und Stolzesten, dem Größten und Grausamsten,

dem Gemeinsten und Gesuchtesten, dem Gefürchtesten und Gefährlichsten

Nager westlich von Völferrode.

Kann man um solche armen Tiere schießen?

Und wie jedes Jahr, so wartet auf Feuer,

auf den, der mir Rudolf den Rammler bringt.

Tod oder unlebendig, dieser wertvolle Pokal im Werte

von 9876 Mark und 50 Pfennigen Otto?

Otto, wo bist du?

Wo ist er?

Ihm soll unser Signal gelten, Haas tot!

Halt!

Ich kenn auch ein Signal.

Das heißt, Moment mal.

Haas doch nicht tot.

Und das hier heißt?

Haas ist weggelaufen.

Und das hier?

Aber Herr Oberförster!

Wo ist er?

Wie bitte?

Mistfink!

Hände hoch!

So Hase, deine Zeit ist abgelaufen.

Mach deine Rechnung mit dem Himmel.

Na los, nun mach doch!

Komm, nun mach doch!

Mach du doch!

Na los, drück ab, schieß!

Tu's nicht, es ist ein Lebendwesen, so wie

du.

Ach was?

Denk an das Geld und schieß!

Lieber ein Leben im Nöten, als ein Leben

zu töten.

Jetzt reimt er auch noch.

Und schlecht, du und deine Sprüche.

Bist ja bloß neidisch.

Bin ich nicht.

Bist du da?

Sei doch mal ruhig!

Silvia, ey!

Ich weiß es nicht, der geeilte Moment eines

jungen Mannes, der gerade einem alten Hasen das

Leben gerettet hat.

Was?

Dem jungen Mädchen, das ihm und dem alten

Hasen das Leben gerettet hat.

Was ist los?

Sehen wir uns heute Abend?

Nein, ich muss ins Tränen der Lakräm.

Was ist denn das für ein Ding?

Mann!

An diesem Morgen hatte ich eine unendlich beglückende

Erfahrung gemacht.

Lieber ein Leben in Nöten, als ein Leben

zu töten.

Ja, ein dankbarer Blick aus den Augen der

geretteten Kreatur war mehr wert als irgend so

ein Pokal im Wert von 9876,50.

Miststück!

Otto, Frühstück wie immer?

Wie immer.

Hier.

Sie sind mein Mann.

Was hat Ihre Frau dazu?

Sie sind Künstler.

Sie brauchen Publikum.

Ich habe Publikum.

Ich bin Agent.

Herr Agent, es brennt.

Ein Schnitzel für den Spitzel.

Herr Spion, ans Telefon!

Mein Herr, ich leite die renommierte Künstleragentur Flottmann

& Flau.

Wir sind leider momentan die Künstler ausgegangen.

Gehen Sie mir nicht so feige für dieses

reizende Publikum.

Da treten Sie auf.

Flottmann & Flau Programm?

Flottmann & Flau proudly presents großer Galanachmittag im

Seniorenheim mit Ihren Lieblingen von Film, Funk und

Fernsehen?

Und was soll ich da?

Das sind Sie.

Alle Lieblinge?

Das will ich Ihnen geraten, aber ich zahle

auch dafür.

Ich kann auch Goutier-Imitationen.

Hier.

Um genau 16 Uhr geht für Sie der

Vorhang auf.

Um 16 Uhr ist schlecht.

Geht es nicht auch um vier?

Rasend komisch.

Eine absolute Stimmungskanone.

Meine Damen und Herren, ein so reizendes Publikum,

ausgerechnet wie Sie, hat es am wenigsten verdient,

noch länger auf die Folter gespannt zu werden.

Die Stimmung wird gleich den absoluten Höhepunkt erreichen.

Applaus!

Ich bleibe in der Ruhe.

Für einen Künstler, auf den Sie gerade noch

gewartet haben.

Genau wie ich.

Welchen bist du denn wahnsinnig geworden, du Idiot?

Er kommt zu Ihnen.

Sie kennen ihn alle.

Sein Name hat einen guten Klang.

So, mein Junge.

Du hast keine Chance.

Also nutze sie.

Ja!

Das erste Lied, das ich für Sie spielen

möchte, ist ein Lied, das ist meiner Großmutter

gewidmet.

Und die ist beim Gardinenbügeln vor einer Leiter

gefallen und hat sich einen Arm gebrochen und

trägt jetzt einen ganz schweren Gipsverband.

Und der Arzt hat ihr das Treppensteigen verboten

und deswegen macht es unter mich Krach, wenn

sie mal die Dachrinne hochklettert.

Und im Tal, ja, da sitzt das kleine

Ottili.

Holla, wei, do.

Holla, wei, di.

Und das Ottili macht holla, wei, di.

Holla, wei, do.

Holla, wei, di.

Und leo, leo, leo, leo.

Ein Lied mit Niveau.

Man weiß lieber, was ich verkriechen muss bei

dem Jaule.

Also mir gefällt sowas.

Aber der erste Weltkrieg hat mir auch schon

gefallen.

Sie werden lachen, ich kann auch ohne Gesang.

Also weckt mich, wenn's zu Ende ist.

Verdammt!

Ein Vollblutmusiker, wie er im Buch steht.

Im Strafgesetzbuch.

Seid ihr alle da?

Ja!

Ja, aber nicht mehr lange.

Da stand ich nun mit meinen drei Problemen.

Ich war fertig, ich war erledigt, ich war

am Ende.

Ich hatte mich vom Geld zum Narren halten

lassen.

Ich war zum Kaspar des Zasters geworden.

Damit war nun Schluss.

Doch wie sollte es weitergehen?

Gab es denn nichts auf dieser Welt, außer

Raffgier, Bosheit und Brutalität?

Irgendetwas, was das Leben etwas weniger widerlich, ekelhaft

und schwierig machen könnte?

Da musste doch etwas sein.

Etwas, das nicht die Taschen, sondern die Herzen

füllte.

Etwas, das die Menschen nicht trennte, sondern zueinander

führte.

Etwas, das menschliche Wärme in unsere eiskalte, berechnete

Welt brachte.

Etwas, das dauerhafter war als Marmor, Stein und

Eisen.

Da war doch was.

Aber was?

Aber was?

Silvia, ich komme zu dir.

Ins Grim de la Grim.

Äh, ins Krumm de la Krumm.

Nee, ins Krupp de la Krupp.

Krupp de la Krupp.

Nein, Krumm de la Krumm.

Ja, Krumm de la Krumm.

Ah, da ist es.

Krumm de la Krumm.

Ja, Silvia, ich komme, dein Retternat.

Krumm de la Krumm.

Silvia?

Heute, äh, zwei Dinge mögen wir hier gar

nicht.

Leute wie dich und Leute, die aussehen wie

du.

Werner, stell ihm mal die Frage.

Wie pinkelt ein Eskimo?

Weiß ich nicht.

Wie pinkelt ein Eskimo?

Spitzenwitz!

Scheißwitz!

Uralt und außerdem rassistisch.

Werner, noch eine Frage.

Alter, es ist unsichtbar und stinkt nach Hase.

Was ist das?

Es ist unsichtbar und stinkt nach Hase.

Ein Kaninchenfurt.

Ja!

Und hin!

Und hin!

Und hin!

Und hin!

Und hin!

Ah, da ist es.

Krumm de la Krumm.

Danke, Alter.

Heißer Ofen.

Ha, ha, ha.

Kennen Sie den Tipp?

Was ist das?

Es ist unsichtbar und riecht nach Hase.

Ein Kaninchenfurt.

Sylvia!

Sylvia!

Sylvia, du!

Du lieber Himmel.

Verehrte Freunde, ich habe das außergewöhnliche Vergnügen, Sie

mit diesem äußerst gewöhnlichen jungen Mann bekannt zu

machen, der das ungewöhnliche Glück hatte, meiner Tochter

Sylvia das Leben zu retten.

Herr Otto?

Ja?

Herr Oberkirchenrat Melig.

Oh, ein Mann des Glaubens.

Wunderbar, dann sind Sie sicher derjenige, der mir

aus meiner Glaubenskrise helfen kann.

So es mir möglich ist, junger Freund.

Ich glaube nämlich, ich kriege hier nichts mehr

zu trinken.

Ich kriege doch was.

Ein Wunder.

Moni, wo bist du?

Ich schlag dich in Dormino.

Frau Kammersängerin Anneliese Grünenthaler.

Frau Kammersängerin, kann man hier singen?

Ich kann nämlich Gläser zersingen, passen Sie auf.

Nussbutter mit...

Ist wohl zu voll, Moment.

Sehen Sie?

Funktioniert.

Und hier ein Freund Ernestos, General Stussner.

General Stussner.

Na?

Diese Pracht und so viel Lametta.

Wie bitte?

Ein Weihnachtsbaum, der sprechen kann.

An Ihrer Hose klebt ja noch das Blut,

das Blut mutig hingemetzelter Feinde.

Aber da wir gerade vom Krieg reden...

Krieg überhaupt noch was zu trinken oder was?

Danke.

Abtreten!

Diesen Herrn kennen Sie bereits.

Bodo Fürst Markbiss.

Kenn ich, kenn ich.

Aber kennen Sie das hier?

Wenn Sie dieses Tier erkennen, dann darf ich

Ihren Schampus trinken.

Na?

Ferkel.

Das lasse ich gerade noch durchgehen.

Keiner versteht mich.

Aber Ernesto, du verstehst mich.

Was ist los?

Der versteht mich auch nicht.

Keiner versteht mich.

Keiner.

Du, du, Silvia, du.

Ich muss es dir sagen.

Du...

Es reicht.

Sie haben genug gesagt.

Liebe Freunde, lassen Sie uns jetzt zum Dessert

kommen.

Aber ich muss es ihr doch sagen.

Silvia, du...

Es reicht.

Le Dessert, s'il vous plaît.

Le Dessert, le Dessert.

Wo kommt ein Dessert?

Oh, le Dessert.

Kleinen Augenblick.

Ich mach das sofort los.

Pommes de bordel, Kartoffelpuffer.

Nous avons, nous avez, nous avec, nous ayons.

Où sommes-nous?

Ah, da ist er ja.

Et un weng rouge.

Ah, ist ja viel zu weng.

Dann nehmen wir doch lieber gleich eine Cannelloni.

Eine Cannelloni.

Gott steh uns bei.

Ich schaff's.

Keine Panik.

Keine Panik.

Raun und Otti zuerst.

Vorsicht, mein Herr.

Liebe Freunde, niemand sollte so tief sinken, dass

er die schönste Gabe der Natur in Zorne

von sich wirft.

Und wenn Sie sich des Weines unbedingt und

jetzt und gleich entledigen wollen, ich steh zur

Verfügung.

Das ist doch ein Schrottwein, hat nicht mal

einen Schraubverschluss.

Aber, aber, pas d'affaire.

Wir haben doch alles mitgebracht.

Man sagt sich, das creme de la creme.

Wir haben in der letzten Zeit etwas nachgelassen.

Wie waren Sie zufrieden?

Sagen Sie mir, was hatten Sie zu Suppe?

Ärger hat nichts als Ärger.

Ja, ja, ja.

Na doch nicht, doch, doch, doch.

Sie sind doch ein gut motivierter Mensch.

Sonst wärst du mir doch nicht hier.

Ah.

Merci.

Ich habe seinerzeit du Jacques und Treflogie Bordelais

sehr geschätzt.

Ja, ja, ja.

Je t'aime, je t'aime chez Solange

Bequem, die kleinen Französinnen.

Votre santé.

Tee?

Ich denke, gibt's Wein.

Hm.

Und was für ein Wein.

Das ist ein Saint-Million.

Chateau Reibach.

Das ist ein Jagdgang.

1902.

Ja, oder?

Keine Ahnung.

1901.

Das darf doch nicht wahr sein.

1899.

Ho, ho.

Dass mein alter Gaume das noch erleben darf.

Hm.

Was es dieser Wein überhaupt noch gibt.

Ah, wissen Sie, was dieser Wein in letzter

Auktion in Bordeaux gebracht hat?

9876 Mark.

Und wenn ich nicht eher 50 Pfennig.

In dieser Nacht hatte ich einen Traum, für

den ich mich bis an mein Lebensende schämen

werde.

Ein Glück, dass nie jemand von ihm erfahren

wird.

Das ging nämlich so.

Die Liniengalerie Katago, Konstantinopel.

Ich hacke voll am Ruder und hinter mir

mein nüchterner Nebenwohner Ernesto.

Und was tut der?

Der singt!

Das muss anders werden.

Wer war das?

Das muss ein schlechter Hasskabel sein.

Denk niemals wieder Ruderlein.

Denk niemals wieder Ruderlein.

Nie wieder Chateaubriand.

Was?

Schon 12.73 Uhr?

Da waren sie wieder, meine drei Probleme.

Ich hatte einen Kater, einen Hasen und ich

war total geschwächt.

Und das ausgerechnet am Tag der Entscheidung.

Er oder ich, sie oder keine, wie oder

was.

Was da half, war nur ein verschärftes Fitnessprogramm.

101?

102?

103?

104?

105?

1360?

1370?

1370?

Nur noch ein Kraftfrühstück und ich war fit

für die entscheidende Schlacht um Liebe und Glück.

Jetzt sollte die Welt mich kennenlernen.

So, jetzt sollte meinem Glück nichts mehr im

Wege stehen.

Nein!

Feuer!

Feuer!

Sehr gutes Augenmaß.

Ja, für ein Ehestandsdarlehen, da brauchen Sie Sicherheiten.

Haben Sie Sicherheiten?

Sicherheiten?

Naja, ob sie mich nimmt, da bin ich

nicht so sicher.

Aber dass ich sie will, da bin ich

tonsicher.

Nein, nein, nein, nein, herzbeiseite.

Was ich meine, sind materielle Sicherheiten, Aktien, Immobilien,

Handgriffe.

Pfandflaschen habe ich eine ganze Menge, aber...

Dies ist ein Überfall!

Nein!

Zuerst kommt...

Hände hoch!

Achso, dies ist ein Überfall!

Alle hinlegen.

Du doch nicht, du Idiot!

Seit wann jutschen wir uns?

Für Sie immer noch Herr Hähnlein, Herr Sonnermann.

Also gut, Herr Hähnlein.

Jetzt setzen Sie mal Ihre 93 Kilo in

Bewegung und reichen Sie mir das Geld herüber.

91 Kilo, Herr Sonnermann.

Ich habe nämlich abgespeckt.

Und zwar, Herr Hähnlein.

Und zweitens scheinen Sie mir mit Ihren 1

,97 Meter genau der geeignete zu sein, dieses

Hindernis zu überwinden.

Herr Hähnlein, selbst Ihre blassblau-grauen Augenwissen bemerken,

dass meine Kriegsverletzung mich, den knapp 45-Jährigen,

verhindert, solche Turnübungen hier zu machen.

Ach, machen Sie doch nicht so ein Gewiese

mit Ihrer fünf Zentimeter langen Narbe unter Ihrem

linken Auge.

Was soll ich denn mit meinem zwar dezenten,

aber überaus störenden Zwergfehler dazu sagen?

Also gut, der Klügere gibt nach.

Ja.

Genau 98.765 D-Mark.

Herr Hähnlein, Sie bringen jetzt diesen Koffer in

meine Sozialwohnung, Thomas-Ballermann-Straße, 50.

Und zwar mit dem Flucht-Mercedes mit dem

von Ihnen gefälschten Kennzeichen SFFS-222.

Auch so eine Gemeinheit von Ihnen.

Räumen Sie mal dieses Paar aus dem Weg.

Ja, doch nicht so.

Ja, wie denn sonst?

Betragen Sie es oder schieben Sie es oder

stoßen Sie es.

Oder glauben Sie, etwas geht von selber zur

Seite?

Na, Sie sehen doch, es geht selber zur

Seite.

Bitte, Herr Sonnemann.

Also dann, wir treffen uns morgen pünktlich um

9.15 Uhr im Flugzeug und fahren eben

nach Rio de Janeiro und nicht nach Südostasien.

Sie sadistische Bestien.

9.15 Uhr, Rio de Janeiro, nicht nach

Südostasien.

Hände hoch!

Keine Bewegung!

Petersen, Sie als alte Streifenhörnchen müssen doch sehen,

dass das Pappkameraden sind.

Mensch, die können doch nicht die Hände heben.

Aber Chef, Sie sehen doch, dass es kann.

Kommen Sie mal raus da!

Herr Kommissar, ich habe alles voll im Griff.

Ich gebe Ihnen eine komplette Täterbeschreibung.

Schreiben Sie mal mit, Petersen.

Und dann machen Sie es doch.

Bitte.

Der eine war so ein halbes Hähnchen und

hatte etwas Sonderbares unter dem linken Auge.

Ein gefälschtes Kennzeichen mit einer riesen Narbe auf

den Nummern stehend.

Wollte ich das wirklich mitschreiben, Chef?

Der zweite war Thomas Ballermann und hatte einen

Sprachfehler in Südostasien um 9.15 Uhr bei

Rio de Janeiro.

Ich habe eine Phantomzeichnung angefertigt.

Ist doch klar.

Na, was sagen Sie jetzt?

Aber Herr Kommissar, zwei Räuber kamen in die

Bank.

Der eine kurz, der andere lang.

FS-SF222, gefälschtes Kennzeichen, Thomas Ballermannstraße, 9.15

Uhr Rio de Janeiro.

Gleich die Polizei anrufen.

Jetzt habe ich es.

Herr Astrid, Sie waren doch Zeuge dieses grausigen

Banküberfalls.

Haben Sie für unsere Zuschauer daheim an Ihren

Fernsehgeräten irgendwelche Informationen?

Was haben Sie denn beobachtet?

Wissen Sie, ich als Friseur kann Ihnen dazu

etwas sagen.

Die Bankräuber werden an diesem Überfall keine Freude

haben.

Wieso?

Ich habe sie doch gesehen.

Mit ihren Nylonstrumpfmasken.

Das ist doch Gift für die Haare.

Haar will atmen.

Haar.

Herr Astrid, ich habe mal eine Frage.

Hier ist Harry Hirsch.

Darf ich bei Ihnen mal telefonieren?

Hinten links.

Hinten links.

Dankeschön.

Ja, und was ist mit dem Fluchtwagen?

Eins will ich dir sagen, Silvia.

Diesen Herrn Otto, den siehst du nie wieder.

Aber Mutti, er hat mir doch das Leben

gerettet.

Schlimm genug.

In unserer Familie lässt man sich von solchen

Leuten nicht das Leben retten.

Etwas mehr Stil hätte ich von meiner Tochter

wohl erwarten können.

Aber Mutti, er ist doch sehr nett, sehr

sympathisch.

Diese Mischung aus Frankenstein und Glöckner von Notre

Dame findest du sympathisch?

Du bist ungerecht.

Er ist doch kein Monster.

Im Gegenteil.

Manchmal hat er direkt was von einem Tänzer.

Tanz?

Tanz der Vampire vielleicht?

Glaub deiner erfahrenen Mutter, der Mann ist kriminell.

Dieser verschlagene Blick, dieses gemeine Grinsen.

Und hast du seine Hände gesehen?

Klauen sind das.

Die Hände des geborenen Mörders.

Du gehst zu weit.

Ich habe seine Hände gesehen.

Es sind die Hände eines Künstlers, eines Dirigenten,

eines Pianisten, eines Geigers, eines Kontrafagottisten.

Ich glaube, dass er unendlich zärtlich sein kann.

Glaub, was du willst.

Ich weiß, was ich weiß.

Morgen um 9.15 Uhr sitzen wir in

der Maschine nach Rio.

Und übermorgen bist du Ernestos Frau.

Und außerdem...

Was machen Sie denn da, maître?

Ja, was ist denn hier los?

Da waren Sie wieder, meine drei Probleme.

Ich liebte dieses Mädchen.

Mir blieben nur noch Stunden, um sie zu

gewinnen.

Und ich wusste nicht, wie ich es anstellen

sollte.

Wusste mein Buchrat.

Die langsame Methode, eine Frau zu gewinnen.

Nee, das ist nicht richtig.

Aha, die schnelle Methode, eine Frau zu gewinnen.

Erstens, begrüße die Angebetete mit einem Geschenk.

Zweitens, lade sie zum Essen ein.

Und drittens, sage ihr, dass du mit ihr

eine Familie gründen willst.

Aha, begrüße die Angebetete mit einem...

Hör mich mal ab.

Erstens, begrüße die Angebetete mit einem Geschenk.

Zweitens, lade sie zum Essen ein.

Und drittens, sage ihr, dass du mit ihr

eine Familie gründen willst.

Sag ihr, dass du mit ihr eine Familie

gründen willst.

Ich möchte ein Kind von dir.

Ist das nicht ein bisschen überstört?

Scheiße.

Lade sie zum Essen ein.

Darf ich dich zum Essen einladen?

Gerne.

Kriegst du ein Kind von dir?

Warte nur, lass mich erst mal reingreifen.

Nee, nee, nee, Moment, Moment.

Und du bringst alles durcheinander.

Erst kommt doch das Geschenk.

Mit das Geschenk hier.

Das ist aber lieb von dir.

So, und jetzt geht's zum Essen.

Otto, wie immer, saure Gurke mit Kartoffelsalat?

Nee, nee, heute das Überraschungsmenü.

Ah, ja.

Nietzsche, bist du bereit?

Otto ist bereit.

Okay, okay.

Als kleine Überraschung habe ich Bulettencocktail für meinen

Freund Otto und seine Begleitung.

Bitte.

Das ist ja traumhaft.

Das habe ich mir immer gewünscht.

Lecker.

Otto, ich möchte so gerne mehr von dir

wissen.

Trink doch erst.

Hattest du nie eine Freundin?

Ach, Freundin, das kann man nicht so sagen.

Das war mehr oder weniger eine Brieffreundin.

Aber ich weiß nicht, ob man das so

sagen kann.

Aber ich will es mal so sagen.

Das war folgendermaßen.

Sie hieß Ilse und ich hatte ihr so

einen schönen Brief geschrieben.

Aber sie hat ihn nie bekommen.

Ach, wie traurig.

Ach, weißt du, es gibt noch andere...

Hauptgericht.

Falscher Hase.

Das sieht ja gut aus.

Ilse, darf ich?

Bitteschön.

Guten Appetit.

Was war mit Ilse?

Hast du es denn nie wieder versucht?

Doch, ich habe es versucht.

Ich schreibe einen...

Ich schreibe einen langen, langen, langen Brief.

Es war der längste Brief, den ich je

geschrieben hatte.

Ich hatte mir die ganze Last meiner großen

Liebe vom Herzen geschrieben.

Da war schon was zusammengekommen.

Und alles steckte in diesem Brief.

Und diesmal war ich Pflüger gewesen.

Ich klebte den Brief zu und hatte das

Fenster natürlich vorher aufgemacht.

Wie schrecklich.

Ach, weißt du, es gibt Schrecklicheres.

Und nun zum Nachtisch.

Mein Leibgericht.

Hackfleischpudding.

Bitteschön.

Oh, das ist auch mein Leibgericht.

Ja, hast du es denn nicht mal mit

der Post versucht?

Natürlich.

Aber ach, in irgendeinem gottverlassenen friesischen Postamt muss

das dann wohl passiert sein.

Ach, Otto.

Ach, Silvia.

Stavros, was ist denn?

Menü leider zu Ende.

Na ja, dann mal los.

Tschüss.

Die Geschichte war so traurig.

Ach, es gibt Schlimmeres.

Was denn?

Es könnte regnen.

Wie gut, dass du einen Schirm dabei hast.

Ja, ein Regenschirm für dich und mich.

Warum weinst du?

Otto, es regnet und ich habe keinen Schirm.

Wieso, es regnet doch gar nicht mehr.

Komm, wir nehmen die Abkürzung und den Friedhof

zu mir ins Warme.

Du hast doch keine Angst, oder?

Nein, nein, nicht wenn du bei mir bist.

Schön.

So, hier geht's lang.

Du, ähm, ich muss dir was sagen.

Ich bin anders als die anderen.

Das weiß ich doch.

Nein, nein, ich bin ganz anders.

Ich

bin

anders als die anderen.

Schwarz-Braun soll mein Mädel sein, gerade so

wie ich.

Schwarz-Braun, Schwarz-Braun, Schwarz-Braun, Schwarz-Braun,

Schwarz-Braun, Schwarz-Braun, Schwarz-Braun.

Was ist denn?

Es regnet doch gar nicht mehr.

Lass uns schnell weg von hier.

Oh ja, gehen wir zu mir.

Bis hierher war alles genauso gelaufen, wie es

in meinem Buch stand.

Aber das Wichtigste kam ja noch, die Nacht!

Was macht man überhaupt in der Nacht?

Ich bin ja so gespannt!

Hast du Hunger?

Nein, hast du ein Handtuch?

Moment!

Das Handtuch hängt im Badezimmer!

Hier hängt nur ein Waschlappen!

Aber das ist doch das Handtuch!

Ach wie niedlich, da kann ich ja mit

der Hand reinpassen!

Deswegen heißt es doch auch Handtuch!

Hast du nass im Lärm?

Ich mache es uns ein bisschen gemütlich!

Das Bad ist frei!

Frei?

Wer hat das Bad denn freigelassen?

Mein Gott, ich hab's doch extra festgewonnen!

Das Bad ist frei!

Ach ja, ist ja ein Freibad!

Bist du aber süß!

Hast du aber weiche Haare!

Hast du aber liebe Augen!

Und wie frech dein Näschen ist!

Und wie lang deine Öhrchen sind!

Ganz schön strammes Bäuchlein!

Und dieses süße kleine Stummelschwänzchen!

Ha!

Von wegen Stummelschwänzchen!

Jetzt zeigst du ihr mal, wo der Hammer

hängt!

Das wirst du nicht tun!

Es ist nicht deine Art, eine solche Gelegenheit

schamlos auszunutzen!

Aber es ist doch die Gelegenheit!

Gelegenheit macht Liebe!

Moment mal!

Die weisen Sprüche hab ich hier gepachtet!

Und die Liebe ist etwas ganz anderes!

Die Liebe, die Liebe ist eine Himmelsmahl!

Oh, jetzt singt er auch noch!

Otto, hör mir zu!

Nein, hör mir zu!

Nein, mir!

Ich hör überhaupt keinem mehr zu!

Jetzt tut er's!

Nein, nein, er tut es nicht!

Wollen wir es nicht tun?

Was denn?

Eine Runde pennen!

Okay!

Achso!

Merke, zeige ihr nie deine Gefühle und sie

wird an dir hängen wie der Fisch an

der Angel!

Zeige ihr nie deine Gefühle!

Na Baby?

Gut gepennt?

Oh Gott, wie spät ist es denn?

Kurz nach acht, falls es dich interessiert!

Das hätte ich schon längst weg sein müssen!

Wieso bist du noch hier?

Otto, du wolltest mir ja noch was sagen!

Was Wichtiges!

Bis du mir jetzt nichts sagst, muss ich

wirklich gehen!

Reisende soll man nicht aufhalten!

Tut es dir nicht leid, wenn ich jetzt

gehe?

Weißt du, Baby, irgendwann müssen wir alle irgendwie

gehen!

Irgendwohin!

Mir tut es nämlich leid, Otto!

Mach dir nichts draus, Baby!

So geht es alle nach einer Nacht mit

mir!

Ich schaue dir in die Augen, Kleines!

Hast du vergessen, Baby?

Na, Weiber!

Ich muss es ihr sagen!

Ich muss es ihr sagen!

Verzeih mir, ich hatte nie den Mut es

dir zu sagen!

Aber du bist wunderbar!

Du bist einzigartig!

Du bist der liebste Mensch, den ich je

kennengelernt habe!

Ich liebe dich und ich werde dich immer

lieben!

Ich...

Ich...

Das...

Das ist der schönste Tag in meinem Leben!

Das...

Das hat noch nie ein Mensch zu mir

gesagt!

Diese Worte!

Ich...

Ich liebe dich!

Mach dir keine Sorgen, ich bin bald wieder

zurück!

Du musst doch zu Silvio!

Du wirst es gut haben hier!

Hallo, Stathof!

Du, ich habe ein kleines Problem!

Ich muss kurz verreisen!

Kannst du so lange auf meinen Rudi aufpassen?

Aber natürlich!

Aber sei lieb zu ihm, ja?

Ja, mache ich!

Ich muss zu Silvio!

Schau!

War nur Spaß!

Kapitän Schlichthoffen und seine Crew freuen sich, sie

als Gäste unseres Fluges nach Rio de Janeiro

begrüßen zu dürfen.

Dantrio ist schon im Karnevalsfieber.

Das Stimmungsbarometer steigt ständig.

Auf sie werden größere Turbulenzen zukommen, aber hoffentlich

erst unter dem Zuckerhut.

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Flug.

Unser charmantes Personal wird Sie mit Erfrischungen nach

Wunsch ertreuen.

Einmal und nie wieder.

Oder?

Du musst mittrinken, sonst fällst du auf.

Seit wann putzen wir uns?

Für sich immer noch Herr Sonnemann, Herr Henlein.

Also gut, dann trinken Sie eben mit.

Sie wissen genau, dass es meine Kriegsverletzung mir

verbietet, Eikugel zu trinken.

Wieso?

Trinken Sie dann mit Ihrer fünf Zentimeter langen

Narbe unter Ihrem Auge oder mit dem Mund?

Frechheit!

Das war der letzte Banküberfall, den ich mit

Ihnen gemacht habe.

Selber frech, Herr Sonnemann!

Herr Kapitän, Herr Kapitän, wir müssen umstürzen, äh,

äh, Notkehren, äh, ablanden.

Wieso denn, was denn los?

Es sind zwei Bankräuber an Bord.

Ich kenne Sie ganz genau von gestern.

Sie heißen Hahnemann und Sonnilein.

Was erzählen Sie mir denn das?

Erzählen Sie das der Interpol in Rio?

Ja, aber wie denn?

Ja, Sie sind doch der Funker.

Ach so, aye aye, Sir!

Hallo?

Hallo Rio, hallo Interpol, wir haben zwei Bankräuber

an Bord.

Bereiten Sie alles vor für eine zünftige Verhaftung.

Und noch ein heißer Tipp, seien Sie ein

bisschen vorsichtig, die beiden könnten ja bewaffnet sein.

Hallo?

Hallo Rio, hallo Interpol, haben Sie mich verstanden?

Hallo Rio, hallo Interpol, haben Sie mich verstanden?

Ja, zwei Räuber, ja, zwei Räuber kamen in

die Bank.

Der eine dick, der andere schlank, ja.

Hände hoch!

Das ist eine Flugzeugentführung und Sie fliegen uns

jetzt sofort nach Kuba.

Nein, nach Argentinien.

Oder Kuba halt.

Das ist mir zu weit.

Dann lieber nach Ghana, das ist mir zu

nah.

Wer ist denn mit Südostasien?

Sie sadistische...

Wie sind Sie denn wahnsinnig?

Jetzt haben Sie den Piloten erschlagen.

Wieso?

Ich habe nur so gemacht.

Ich habe es genau gesehen, so haben Sie

gemacht.

So habe ich nicht gemacht.

Nein, so hat er wirklich nicht gemacht, das

habe ich gesehen.

Natürlich hat er so gemacht.

Wie denn wahnsinnig, so ein Mann.

Der Mann ist unsere letzte Hoffnung.

Einer muss uns doch fliegen.

Aber ich kann nicht fliegen.

Und ich kann keinen Widerspruch ertragen.

Sie fliegen.

Sie können

ja gar nicht fliegen.

Kann ich doch.

Technischer K.O. von der ersten Runde.

Das ist eine Flugzeugentführung.

Die haben den Piloten und den Kurpiloten erschlagen.

Ernesto, du musst fliegen.

Du hast doch ein Flugzeug.

Nein, habe ich nicht.

Ernesto.

Und was ist mit deinen Haarschäden?

Ich habe keine.

Ich habe keinen Jaguar.

Ich habe keine Dina.

Ich habe gar nichts.

Ernesto.

Ich heiße auch nicht Ernesto.

Sondern?

Harald.

Harald.

Hallo, meine Damen und Herren.

Hier spricht der Kapitän Otto.

Ich habe eine wichtige Mitteilung zu machen.

Silvia, ich liebe dich.

Otto.

Da vorne ist schon Rio.

Setz dich schnell hin.

Das soll Rio sein.

Das hatte ich mir viel größer vorgestellt.

Das ist doch nie im Leben Rio de

Janeiro.

Das war eine lange, lange Geschichte.

Und lehrreich.

Wir haben was gelernt.

Rio ist viel größer.

Und spannend.

Werde ich meine Silvia jemals wiedersehen?

Ich will ein Haupt-Rollhaus.

Ein, zwei, super.

Otto.

Ein, zwei, super.

Sie lassen sich.

Ich will ein Hauptrollhaus.

Ein, zwei, super.

Ich will ein Haupt-Rollhaus.

1, 2, zur Fahrt!

1, 2, zur Fahrt!

Ein Bruchrollen auf!

1, 2, zur Fahrt!

Und auf ein lauter Kaufschusslauf!

1, 2, zur Fahrt!

Und auf ein lauter Kaufschusslauf!

Meine Herren!

Wir werden jetzt womöglich als erste Vertreter unserer

abendländischen Kultur dieses jungfräuliche Eiland betreten.

Wir wollen uns dementsprechend benehmen, würdig.

Meine Herren, mehr Würde!

Hier fliegen gleich die Löcher aus dem Käse.

Dann geht's hier los, die polinesische Polonaise.

Hier fliegen gleich die Löcher aus dem Käse,

denn nun geht's hier los, unsere Polonaise.

Von Black in Music bis hinter Wuppertal am

Karbener Kreuzrechtsabend.

Wir ziehen los mit ganz großen Stütten und

Erwin-Faster-Heidi von hinten an die Schulter.

Da seht die Stimmung, Jotter kommt freudig auf.

Los Oma, hakt ein, das Orchester auf der

Bühne macht Wahnsinn.

Der Pianist reißt alle Tassen raus.

Die Tuba bläst dem Trommler das Toupet weg.

Der Dirigent weint, ein Fan schreit.

Willst du mich heute Nacht glücklich machen?

Mhm.

Willst du mich auch zweimal glücklich machen?

Ja.

Auch dreimal?

Da waren sie wieder, meine drei Probleme.

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