All language subtitles for 1971 - Hausfrauen-Report 1

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Original subtitles

Nun, meine Damen und Herren, tja, ein Wort möchte ich Ihnen allen noch mit auf

den Weg geben. Merken Sie sich bitte, Sie sind keine Staubsaugervertreter.

Stellen Sie also nicht Ihren Fuß zwischen die Tür, sondern versuchen Sie

sich auf Ihren Gesprächspartner einzustellen.

65 % der deutschen Hausfrauen haben die Frage nach einem außerehelichen

Geschlechtsverkehr mit Nein beantwortet.

20 % gaben nur mit Einschränkungen zu.

Ich muss es daher Ihrem Fingerspitzengefühl überlassen.

Wie Sie bei diesen heiklen Fragen die Wahrheit herausfinden.

Und jetzt wünsche ich Ihnen und uns viel Glück.

Clara, machen Sie mir einen Kaffee.

Bitte schön.

Danke.

Na, du?

18 -Mark -Probe -Fragung.

Zwei schafft jeder von uns pro Tag. Dann muss ich meinen Seminar ausfallen

lassen. Ich mache 360, ohne Samstag und Sonntag. Vielleicht reicht es für einen

neuen VW.

Das sind Ihre Adressen. Sie haben hier schon den Fragebogen. Die Fragen, die

verifiziert werden sollen, sind angekreuzt.

Du, das lässt sich alles ganz gut verbinden.

Schade, ich habe einen ganz anderen Stadtteil. Frau Brigitte Mitter, Sie

studieren Soziologie. Ja, im vierten Semester. Dann wird es Ihnen ja nicht

schwer, die sozialen Aspekte bei ihr zu retten und festzustellen. Komm.

Herr Bernd Mittler, Student der politischen Wissenschaft?

Ja. Mit der Dame verwandt?

Nur verheiratet.

Ich möchte, wir werden gleich unseren ersten größeren Ehekrach haben. Wer

den Wagen? Ich oder du?

Ich, ja.

Die Hürde gibt nach.

Kann ich dich ein Stück mitnehmen? Nein, lass nur. Ich gehe zu Fuß.

Wenn du erst nach Hause kommst, wäschst ab. Okay, tschüss.

Halt! Deine Frage kommt. Ja, danke. Tschüss. Die erste Befragung führt uns

eine moderne Trabantenstadt.

Hier leben hauptsächlich junge Ehepaare mit Kindern, in meist noch nicht

schulpflichtigem Alter.

Nur 20 % sind kinderlos.

Die Ehen sind glücklich, wirtschaftlich fundiert und die Partner sind sich treu.

Als Hausfrau und Mutter ist in den meisten dieser Familien der Tag reich

ausgefüllt.

Bei den wenigen kinderlosen, isoliert lebenden Paaren sind die Frauen oft

Stunden am Tag in ihren vier Wänden allein.

Eine von diesen sogenannten grünen Witwen ist Frau Bechthold.

Der Mann ist Angestellter einer Versicherungsgesellschaft und verdient

im Monat. Der Fall ist, wie alle in diesem Film gezeigten Beispiele, nicht

exemplarisch. Unter Tausenden ein Einzelfall. Aber ihre Handlung...

entsteht aus der Frustration, bedingt durch die Lebensführung unserer Zeit.

Wenn ich morgens aufräume, bin ich in ein, zwei Stunden fertig.

Und was mache ich dann den ganzen Tag?

Haben Sie nicht irgendein Hobby?

Fliesen oder sich hübsche Kleider nähen?

Ich wäre ja so gern wieder ins Büro gegangen, aber mein Mann möchte das

Andererseits, so interessant ist das ja nun auch wieder nicht.

Trinken Sie einen Kaffee mit Milch und Zucker? Schwarz, bitte.

Erzählen Sie, wenn ich so direkt frage, haben Sie einen Freund?

Was denken Sie sich? Ich verstehe mich mit meinem Mann sehr gut.

Aber das bewirkt natürlich nicht viel. Ich sehe nämlich meinen Mann praktisch

nur zum Abendbrot.

Drüben in dem Block wohnt auch seine Frau, die den ganzen Tag allein ist.

Möchten Sie Kuchen? Ja, bitte.

Vor ein paar Tagen hat sie das Überfallkommando angerufen.

Als die Funkstreife dann kam, stand sie da, nackt.

Und hat sich den Beamten angeboten.

Sie hatte einfach durchgedreht. Einfach durchgedreht.

Und Sie?

Haben Sie manchmal auch das Gefühl, wenn Sie so allein sind?

Zu Anfang, da bin ich noch in die Stadt gefahren, aber... Das wird einem dann

mit der Zeit auch über.

Ja, hin und wieder mal ein Schaufenster bummelt.

Das ist ganz interessant.

Macht Spaß.

Es lenkt auch ein bisschen ab.

Aber wissen Sie, alles was einem dann...

Ja, alles, was einem richtig gefallen würde, das kann man sich dann wieder

leisten.

Ja, und immer nur alleine ins Kino gehen.

Manche von diesen Sexfilmen sind ja ganz interessant und man lernt ganz neue

Sachen kennen.

Aber wenn Sie dann merken, was rechts und links von Ihnen vorgeht...

Oh, was ist das?

Oh, was ist das? Oh, was ist das?

der draußen auf der Straße ist, dann merkt man erst richtig, wie allein man

Naja, und in dieser Stimmung ging ich in ein Café.

Eigentlich wollte ich nur ein Stückchen Torte essen.

Ich merkte gleich, dass dies ein ganz besonderer Laden war.

Gut gekleidete Damen und Herren, die mehr oder minder unauffällig einander

musterten.

Geschäftsleute und sicher auch einige Leute aus der Film - und Werbebranche.

Fotografen, das Angebot textieren, Vergleiche anstellen.

Also ehrlich gesagt, anfangs hatte ich direkt Komplexe.

Aber dann spürte ich, dass ich mit der Konkurrenz doch ganz gut mithalten

konnte.

Verzeihung, gnädige Frau. Hätten Sie was dagegen, mit einem sympathischen

Endzwanziger ein Martini zu trinken?

Und wen wollen Sie mir vorschlagen?

Ich würde sagen, nehmen Sie ans Geheimnis, wie Ihr vorliegt.

Fräulein, zwei Martinis und Chips, bitte.

Ja, sofort. Zwei Martinis.

Ihre Figur ist mir gleich aufgefallen. Gleich als Sie zur Tür hereinkamen,

Sie schon mal daran gedacht, Filmaufnahmen zu machen?

Wollen Sie mir eine Hauptrolle anbieten?

Vielleicht in einem Pornofilm?

Sowas ähnliches, nur in kleinerer Besetzung.

Ich drehe gerade einen Werbespot für eine Zigarettenmarke. Hoffentlich nicht

dieselbe, die mein Mann raucht.

Heutzutage muss man sich eben ausziehen, selbst wenn man für Babykost werbt.

Für Babys möchte ich nun nicht gerade Reklame machen.

Die Martinis.

Bitte.

Bitte schön.

Danke.

Also dann, Prost.

Prost?

Ich mache Ihnen einen Vorschlag.

Reden wir doch in meinem Büro weiter.

Sehen wir uns morgen?

Übermorgen?

Mein Gott, ich muss mir das Abendbrot machen.

Mein Mann hat sich Lachs gewünscht.

Gibt es hier irgendwo in der Nähe ein Delikatessengeschäft?

Ich habe dich was gefragt.

Vielleicht komme ich mal wieder in das Café.

Bist du auch einer von denen, die denkt, einmal ist kein Mal?

Ich hoffe nicht.

Ich würde dir gern was Nettes schenken.

Schätzchen, bist du schon da?

Ich war in der Stadt. Ich habe dir den Lachs besorgt und die Meerrettichsal.

was ist in der großen Tüte?

Ah, rate mal, wen ich in der Stadt getroffen habe. Eine alte Schulfreundin.

ist gerade mit einer Modenschau auf der Durchreise hier. Da bin ich hingegangen.

Wie findest du die? Sind die nicht schick?

Sind sie nicht ein bisschen klein für dich? Ach was, das trägt man jetzt. Ich

habe mir gleich zwei gekauft.

Schau mal.

Ich möchte wissen, was die wieder gekostet haben. So gut wie nichts,

Es waren so viele Modelle, weißt du.

Die werden quasi verschenkt.

So, ich mache uns jetzt das Abendbrot.

Eine Frage, was halten Sie von der Porno -Welle?

Gar nichts.

Prägt das Sie an oder auf? Nein, regt mich nicht an.

Was halten Sie von der Porno -Welle?

Ja, ich finde es nicht schlecht.

Prägt Sie das an oder auf?

Nein, es gefällt mir.

Wie finden Sie Sex -Boutiquen?

Auch nicht schlecht.

Sind Sie verheiratet? Ja. Haben Sie Spaß am Sex?

Ja, warum nicht? Haben Sie Spaß am Sex?

Haben Sie Spaß am Sex?

Nein. Wie finden Sie Sex -Boutiquen?

Sex -Boutiquen verderben die Menschen.

Haben Sie Spaß am Sex?

Kommt drauf an. Haben Sie Spaß am Sex?

Selbstverständlich.

Ja. Was halten Sie von der Porno -Welle?

Großartig. Was ich von der Porno -Welle halte? Nein, wirklich.

Großartig. Regt Sie das an oder auf?

Das regt mich weder auf noch an.

Höchstens an, auf keinen Fall.

Regt Sie das an oder auf?

Ja, beides. An und auf.

Das regt mich höchstens ab.

Ja, es stimmt mich etwas lächerlich, würde ich sagen.

Wie finden Sie Sex -Boutiquen?

Sex -Boutiquen? Wer es notwendig hat. Na, Geschmacksherber. Lustig.

Sind Sie verheiratet?

Ja. Haben Sie Spaß am Sex?

Ja. Haben Sie Spaß am Sex?

Natürlich. Haben Sie Spaß am Sex? Was heißt am Sex? Ja. Man muss eine

Ethik wahren. Ich habe auch einen Sohn. Das ist uninteressant.

Ich habe also kein Interesse, meinen Sex öffentlich zur Schau zu tragen.

Dankeschön. Haben Sie etwas dagegen, wenn wir das in einem Film zeigen?

Unser zweites Beispiel ist keinesfalls allgemeingültig für die deutschen

Hausfrauen. Obwohl die angespannten wirtschaftlichen Verhältnisse mancher

Ehepaare zur Zerrüttung der Ehe führen können.

Durch allzu leicht gemachte Ratenkäufe und leicht fertig aufgenommene Kredite.

Die Schuldenlast wächst.

Und die Frau muss mitverdienen.

Um es zu wiederholen, auch die hier gezeigte Befragung von Frau Kroffmann

ein Sonderfall.

Und eigentlich kaum entschuldbar.

Sie arbeitet als Relaisleiterin in einem Grotenwerk der Elektroindustrie.

Ihr Mann ist Maschinensetzer bei der Zeitung. Wie haben Sie sich denn mit

Mann geeinigt? Können Sie über Ihr Geld selbst verfügen?

Früher war es so, dass mein Mann alles bekommen hat.

Er hat bestimmt, was damit gemacht wurde.

Ich habe nicht mehr als 20 Mark.

Pro Woche behalten.

Das reichte gerade fürs Fahrgeld und für den Friseur.

Und jetzt hat sich das geändert?

Wird auch bestimmt mein Name nicht genannt. Aber das ist doch nur für rein

wissenschaftliche Zwecke, Frau Kossmann.

Erstmal habe ich die Stellung gewechselt.

Seitdem kriegt er höchstens noch 10 % von meinen Einnahmen.

Aber das ist immer noch mehr, als ich vorher verdient habe.

Und ich kann nebenbei noch das eine oder andere für die Wohnung anschaffen.

Zum Beispiel das.

Spanisch. Wirklich hübsch.

Und wie ist es zu dem Wechsel gekommen?

Ja, das war so.

Eines Tages bekam mein Mann Magengeschwüre.

Bei der Zeitung, da muss ja immer alles hopp hopp gehen.

Und dann, und dann noch die vielen Überstunden.

Vorher ist ja auch nicht gerade viel mit ihm los gewesen.

Und wenn ich von der Arbeit nach Hause kam, dann war ich meistens genauso

wie er.

Ich lasse dir ein Bad ein.

Was

ist

denn?

Wird es für dich gut?

Der Arzt hat mich krankgeschrieben.

Er sagt, ich muss wieder präpariert werden.

Wenn du auf Krankengeld gesetzt wirst und keine Überstunden mehr machen

was soll dann mit den Raten werden?

Das weiß ich auch nicht. Was soll ich denn machen?

Ich wusste es erst recht nicht.

Natürlich kamen wir mit allem in Rückstand.

Wir sollen bedarf machen.

Moment.

Ja doch, ich komme ja schon.

Ja, bitte?

Guten Tag, ich bin der Gerichtsvollzieher. Darf ich eintreten?

Guten Tag, bitte.

Diese verfluchten Abzahlungsgeschäfte, auf die sich mein Mann da eingelassen

hatte.

Jeden Tag Mahnungen, Zahlungsbefehle.

Es wird an mir so leicht gemacht.

Und dann kommt das dicke Ende nach.

Können Sie zahlen?

Ich muss Ihnen eine Pendung vornehmen.

Die Nähmaschine brauchen Sie zur Arbeit.

Eine Musikprobe, die ist auch noch nicht bezahlt.

Die Sessel, die sind nicht mehr ganz einwandfrei.

Ach hier, den Teppich.

Der ist noch so gut wie neu.

Ja, da wollen wir mal anfangen.

Das Zelt und das Schlauchboot hatten Sie schon abgeholt.

Sie sind nicht ein einziges Mal dazu gekommen, damit in Urlaub zu fahren.

Als dann der Gerichtsvollzieher wiederkam, war ich so verzweifelt, dass

liebsten aus dem Fenster gesprungen wäre.

Aber dann traf ich eines Tages Hannelore, eine frühere Kollegin.

Hannelore!

Ja, grüß dich.

Wie machst du das bloß? Habt ihr mal eine Bank ausgeraubt oder habt ihr im

gewonnen? Weder noch, ich hab nur meinen Arbeitsplatz gewechselt.

Ach so, dann musst du aber eine ganze Menge verdienen.

Wenn ich dich so ansehe, bei dir ist doch genauso noch alles drin.

Wie meinst du das?

Als was arbeitest du?

Vielleicht ist es gut, die Dame?

So was ähnliches.

In einem Ballon.

Geh mal hin und sprich mit der Dame.

Ich melde dich an.

Aber zieh dir was Hübsches an.

Und geh vorher zum Friseur.

So kannst du da nicht hingehen. Tschüss.

Auf Wiedersehen. Auf Wiedersehen. Am liebsten schon morgen.

Bitte, ich möchte zu Frau Lidova. Bitte schön, Frau Lidova erwartet Sie.

Augenblick, da muss ich mal in meinem Terminkalender nachsehen.

Es würde mir Dienstag 14 .30 Uhr passen. Geht das?

Vielen Dank.

Guten Tag, Frau Lidova.

Ah, Frau Kossmann.

Ihre Freundin hat mir schon viel von Ihnen erzählt. Bitte nehmen Sie Platz.

Also, Sie wollen bei uns arbeiten?

Ja, vielleicht.

Ich muss Sie natürlich erst einmal anschauen.

Ach, Sie tragen einen Büstenhalter?

Ja, bitte schön.

Hallo?

Ja, ich habe im Moment wirklich keine Zeit.

Ja, bitte ziehen Sie sich doch aus.

Doch, doch.

Einen Termin können Sie schon mit mir vereinbaren.

Sagen wir kommenden Mittwoch, 17 Uhr.

Geht das in Ordnung?

Ja.

Die Nummer kann ich Ihnen noch durchgeben.

448286.

Okay. Danke.

Na also.

Sie sehen ja ganz reizig aus.

Wozu denn diesen dummen Büstenhalter?

Den haben Sie doch gar nicht nötig.

Na gut, jetzt werden wir erst einmal alles aufnehmen.

Nächste Telefon bitte. Ich habe kein Telefon.

Sie haben kein Telefon?

Ich könnte auch nur nachmittags zwischen zwei und fünf.

Spätestens halb sechs.

Das ist kein Hinderungsgrund.

Die meisten Kunden bevorzugen diese Zeit.

Ich brauche noch ein Foto von Ihnen.

Ein Foto haben Sie doch hoffentlich.

Ich habe nur ein Urlaubsfoto von mir im Bikini.

Reizend. Das veranlasse ich schon.

Viele von unseren Kunden haben Spezialwünsche.

Verstehen Sie?

Kann ich mich da auf Sie verlassen?

Das kommt ganz darauf an.

Wir verständigen uns dann eben von Fall zu Fall.

Ich möchte in meinem Salon keine Schwierigkeiten bekommen.

Die bringen die meisten Kunden schon von selbst mit.

Wie wär's damit?

Ja.

Ja.

Bitte geben Sie mir den.

Bitte.

Ziehen Sie das bitte auch raus.

Bitte.

Also, bitteschön.

Charmant.

Also, wie finden Sie unsere Neuerwerbung?

Ist die Dame nicht perfekt?

Könnte ich vielleicht den Herrn haben, gnädige Frau?

Nein, nein, das ist im Augenblick unmöglich. Ich bin in einer wichtigen

Besprechung, also dann bis morgen. Ihr schattelt zwei Blaue für die

Spezialmassage.

Ich könnte mir vorstellen, dass so ein Doppel eben ziemlich anstrengend für Sie

ist. Haben Sie noch eine Entscheidung gedacht?

Scheidung?

Ehrlich gesagt, nein. Ich kann nicht mehr allein leben.

Ich brauche meine Familie.

Mein Mann und ich gehören zusammen.

Wollen Sie damit sagen, dass Ihr Mann Bescheid weiß?

Na, Sie sind gut.

Das darf er doch nie erfahren.

Er denkt ja, ich arbeite als Vorfährdame.

Und das belastet Sie nicht?

Am Anfang schon, jetzt weniger.

Es gehört eben zu meinem Beruf.

Schließlich gehöre ich ja nicht zu denen, die sich an jeden ranschmeißen.

Man schätzt, dass mit gewerblicher oder gelegentlicher Prostitution in

Deutschland jährlich mehrere Millionen Mark umgesetzt werden.

Was meinen Sie, wie viel davon in die Taschen von Amateurinnen fließt? Was

ich? Jedenfalls machen die uns in der letzten Zeit ganz schön kaputt.

Jetzt gehören auch nicht zu uns. Gut, dass denen aus Vögeln Spaß macht.

Also ich möchte bloß wissen, ob die einen Remandsbilder sich herschicken

sie überhaupt gar nichts wissen davon.

Was denn mit uns zwei?

Frag damit zu Deppert. Mhm.

Gut.

Mit Anfang 30 sind die meisten schon aus dem Geschäft.

Viele holen ihre minderjährigen Töchter aus den Pensionaten und vermitteln sie

an reiche Kunden.

So schwierig es manchmal sein mag, Kontakte zum anderen Geschlecht

hier bei Sport und Spiel in Luft und Sonne ergibt sich alles auf natürliche

Weise fast von selbst.

Und auch wer schnell ein kleines kurzes Abenteuer sucht, Hier kann er in Ruhe

das Angebot sondieren und seine Wahl treffen.

Die freie Konkurrenz lässt das älteste Gewerbe der Welt um seine Existenz

bangen. Auch die im Weiteren noch gezeigten Befragungen sind ebenfalls

Sonderfälle, deren gezielte Auswahl als warnende Beispiele dienen sollen.

Herr Fehrenbach, der hier befragt wird, ist auch angetan von den Möglichkeiten,

die sich ihm hier bieten.

Sie sind gestiegen.

Haben Sie die Absicht, sich wieder zu verheiraten?

Nein, so schnell nicht wieder.

Ich bin von Beruf Reisemonteur, deshalb bin ich oft wochenlang nicht zu Hause.

Und außerdem, das hier geht besser.

Und dann brauche ich mir keine Flöhe ins Gehirn zu setzen, was meine Frau so

alles allein zu Hause treibt. Ist Ihre Ehe deswegen kaputt gegangen, weil Sie

Ihre Frau betrogen hat?

Oder wollte Sie nur mehr von Ihnen haben? Nein, sie wollte jetzt von allen

haben. Das war der Grund.

Dankeschön.

Und zufällig wurde auch seine geschiedene Frau befragt.

Inge Fehrenbach, 26 Jahre alt.

arbeitet freiberuflich, vorwiegend als Hostess auf internationalen

Messeveranstaltungen. Vielleicht rührt ihre Einstellung daher, dass sie in

Ehe nie eine tiefe, festere Bindung zu ihrem Mann entwickeln konnte.

Ja, ja, das wäre schon sehr interessant für mich. Für Sie als Freiberufliche

ganz bestimmt. Wir haben da auch noch verschiedene Sondertarife und

Zusatzversicherungen. Ich müsste mir das alles mal in Ruhe geben. Sie müssen

schon entschuldigen, aber Sie sehen ja selbst.

Warum ich geschieden wurde, möchten Sie wissen? Wenn Sie jetzt keine Zeit haben,

kann ich heute Abend trinken. Nein, nein, da habe ich was vor. Aber wir

uns ja gleich an der Kaffeebade ertrinken. Ja, dann frage ich dann.

Auf Wiedersehen. Auf Wiedersehen. Auf Wiedersehen.

Auf Wiedersehen.

Bis heute Nachmittag.

Da will ich wieder.

Ja, also das war so.

Mein Mann, das war ein richtiger Supermann.

Der schlug auch mal zu, wenn ihm was nicht passte. Das war so seine Art von

Liebe. Dafür war die Versöhnung hinterher auch so schöner.

Na, ich weiß nicht. Sie vergessen hoffentlich nicht unsere Verabredung.

ich sagen wollte, das Furchtbare war, er behandelte mich wie

eine Sexpuppe, die man in den Schrank sperrt, wenn man sie nicht mehr braucht.

Und wehe, wenn ich nur irgendjemand mal angesehen habe. Dann war es aus, aber

gleich restlos.

Und da haben Sie ihn eben betrogen. Was wollte ich denn machen? Zu Hause die

Wände anstarren? Wir haben eben nicht zueinander gepasst.

Jetzt habe ich einen interessanten Job, eine Menge Leute um mich rum. Man ist

nur einmal jung.

Wenn Sie mich fragen. Ich finde es einfach andermal, wenn jemand verlangt,

soll bis an sein Lebensende mit dem gleichen Partner schlafen. Haben Sie

festen Freund? Einen festen?

Wozu? Ich habe eine Freundin.

Mit der ich mich sehr gut verstehe. Das ist sie.

Sie heißt Elisabeth Ehrlich und ist seit vier Jahren mit einem Handelsvertreter,

der viel auf Reisen ist, verheiratet.

Was die beiden Freundinnen verbindet, ist die Entschlossenheit, ihr Leben zu

genießen. Und ein Campingbus.

Herr Ehrlich ist leidenschaftlicher Campingfreund. Er hat keine Ahnung, wozu

seine Frau den Wagen benutzt, wenn er geschäftlich unterwegs ist.

Ja, Pumpen ist schön.

Ach, bis Pumpen.

Man kann es im Sitzen und im Stinken.

Sogar im Regen soll es gehen.

Von mir mit Pflaume? Von mir mit Pflaume? Oder?

Nein, nein, ohne Pflaume. Na bitte, dann ohne Pflaume. Na bitte.

Willst du einen Schluck? Nein, nein, dann fahre ich.

Ja, bumsen ist schön, man kann's im Liegen und im Stehen.

Ja, bumsen ist schön, man kann's im Sitzen und im Stehen. Sogar beim Baden

es gehen.

Die Zeit ist ziemlich lang und wir müssen die ganze Zeit nur hier im

sitzen. Dem wollen wir mal ein Ende machen.

Platzwechsel, Kilometerstand 106.

Ich glaube, das schaffe ich noch.

Jetzt wollen wir beide es auch mal wissen.

Also räumen Sie die Matratze, jetzt sind wir dran.

Wenigstens gibt es bei den beiden Damen keinen Futterneid.

Auf der Rückfahrt übernimmt Frau Fehrenbach das Lenkrad.

Die Autobahn München -Augsburg wurde gewählt, weil sie die wenigsten

hat. So werden nicht programmierte Stoß - und Schaukelbewegungen weitgehend

vermieden. Untertitelung des ZDF, 2020

Ich glaube, ich habe ihn mir genommen.

Was sage ich, meine Frau muss zu Hause.

Ich glaube, Sie sind die Erste, die ehrlich gewesen

ist. Haben Sie keine Angst vor eventuellen Folgen? Wenn man regelmäßig

nimmt, was soll schon sein?

Ich glaube, die meisten Männer wissen nicht, was ihre Frauen so treiben.

Das ist auch gut so, wenn sie es wissen, wenn sie in ihrem Leben heiraten.

Du nicht so überlegen, du hältst dich wohl für die Krone der Schöpfung.

Fiel dir das vielleicht nicht?

So was Eingebildetes. Du kommst wohl niemals auf den Gedanken, dass ich auch

Lust haben könnte, dich zu betrügen.

Du hast also Lust dazu?

Hast du etwa schon?

Schließlich muss man doch Vergleichsmöglichkeiten haben.

Das habe ich gern.

Mit Gewalt ist ja keine Kunst.

Der Verkauf der Pille ist im letzten Jahr um 200 % gestiegen.

Vielleicht können Sie diesen Punkt bei Ihren Befragungen berücksichtigen.

Natürlich, bloß hat das noch mit unserem Thema zu tun?

Die Pille macht sorglos. Sie verleiht den Frauen eine gewisse Sicherheit.

Das ist doch kein Fehler, oder?

Damit übersehen die meisten eine andere Gefahr.

Die Ansteckung mit venerischen Krankheiten.

Dieser Liebestreffpunkt an der Autobahn ist nicht nur den Prostituierten

bekannt. Auch verheiratete Frauen kommen hierher, um sich ein bisschen Sex...

ein bisschen Abenteuer von den Kapitänen der Landstraße zu holen.

Im letzten Jahr wurden in der Bundesrepublik über 100 .000 neue Fälle

registriert. Dabei erfolgte die Ansteckung nur zum geringsten Teil durch

Prostituierte. Denn sie unterliegen der Gesundheitskontrolle und wissen sich zu

schützen. Schon ihr Verdienstausfall durch Krankheit wäre erheblich.

Hauptursache für die Zunahme sind die gelockerte Sexualmoral, Unerfahrenheit

Leichtsinn.

Was willst du denn sonst hier?

Das ist Frau Gassner, 28 Jahre alt, vor einem Jahr geschieden.

Seit der Enttäuschung, die sie in ihrer Ehe erlebt hat, hält sie nichts mehr von

einer festen Bindung.

Hallo, schöne Frau.

Ich heiße Georges.

Ich komme aus Zagreb.

Aus Zagreb? Ich war letztes Jahr ins Blatt.

Du warst ins Blut? Ich bin dort geboren.

Ja, ich habe Fotos. Du musst ansehen. Komm, verstehe.

Bilder.

Du, du sehr, sehr schöne Frau.

Ihre Papiere sehen.

Lassen Sie doch die armen Mädchen in Ruhe. Dann kommen Sie, ich muss Ihre

Papiere sehen.

Nicht mal die armen Mädchen. Aber Einkommenssteuer, die verlassen Sie von

So eine Schweinerei.

Nicht mal die Mädchen in Ruhe lassen.

Aufmachen, bitte.

Haben Sie eine gelbe Karte?

Ich bin... Die Dame ist Freund von mir.

Freundin, verstehen?

Verlobt. Also was ist nun? Sind Sie registriert oder nicht?

Ich bitte Sie. Die Landpolizei erstattete Anzeige gegen Frau Gassner,

Paragraf 361.

Wenige Tage später traf sich unsere Mitarbeiterin mit Frau Gassner.

Frau Gassner, als Sie vor einem Jahr geschieden wurden, was für Gründe haben

bzw. Ihr Mann geltend gemacht? Zur Rettung. Und der wirkliche Grund?

Nehmen Sie das Wirtschaftswunder oder den gesteigerten Wettbewerb. Das weiß

Als wir heirateten, damals ging es uns dreckig. Ich musste in die Fabrik, damit

wir die Raten für den Wagen zahlen konnten.

Mein Mann war Vertreter. Da braucht er einen Wagen.

Aber später ging es ihm doch wieder besser. Das war es ja gerade.

Er arbeitete sich zum Bezirksvertreter auf.

Und als er ein neues Verkaufssystem entwickelt hatte, holten sie ihn ins

Als Vertriebsleiter. Da hat er sich ja ganz schön gemacht.

Ja, plötzlich war ich ihm nicht mehr gut genug. Er fing an, an mir rumzumäkeln.

Die Art, wie ich redete, meine Frisur, nichts passte ihm mehr.

Bis zu dem Abend dann, den er einen Kollegen mit nach Haus gebracht hatte.

Danach wusste ich Bescheid.

Möchten Sie noch eins in den Boot?

Dankeschön.

Na, danke.

Na, dann Prost.

Prost.

Versuch mal den hier.

Nein, danke.

Na komm, sie und ich kommen nicht mehr zusammen.

Na gut, Prost.

Prost, Herr.

Nein, lass mal.

Ja?

Die habe ich im Startschrank.

Wie, heute Abend noch?

Willst du die Unterlagen unbedingt sofort noch brauchen?

Also gut, in einer halben Stunde.

Was ist?

Musst du noch mal weg?

Tut mir leid, der Chef hat noch einen wichtigen Kunden zu Hause. Ich muss noch

mal weg, aber es wird nicht lange dauern.

Ich glaube, es wird auch Zeit für mich.

Nein, nein, bleib doch. Du unterhältst meine Frau in der Zwischenzeit. In einer

knappen Stunde bin ich wieder zurück.

Wenn du gestattest.

Na, hör mal.

Also bis gleich. Bis gleich.

Ich wusste ja nicht, dass alles arrangiert war. Der Besuch, der

des Chefs, alles.

Darf ich?

Ja, bitte.

So ist es mit Lena.

Vielleicht noch ein bisschen von der Jagdwurst? Nein, danke.

Plötzlich spielte der Kollege meines Mannes verrückt.

Ich war wie gelähmt. Sind Sie verrückt? Lassen Sie mich los!

Na, na Mädchen. Ein bisschen wehren ist ja ganz schön.

Aber jetzt reicht es.

Na komm schon.

Ich weiß nicht. Hatte mein Mann ihm erzählt, ich wäre so leicht zu haben.

Dann in den Plan eingeweiht.

Jedenfalls stand er plötzlich in der Tür.

Ach, so ist das.

Als ob ich es geahnt hätte.

Ich brauche bloß den Rücken zuzukehren, schon machst du die Beine breiter. Das

ist meine eigene Wohnung.

Ich war wie erstarrt.

Dann kapierte ich auf einmal, er wollte mich los sein.

Seit er den neuen Posten hatte, war ich ihm nicht mehr gut genug.

Du Schwein!

Lass mich los!

Lass mich los!

Lass, lass!

Haben Sie das vor Gericht beweisen können, dass er Ihnen eine Falle

hatte? Wozu? Der Skandal hätte meinem Mann die Stellung gekostet und mich

Abfindung. Vielen Dank.

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