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* Musik *
Es wird geteilt.
Guten Morgen. - Guten Morgen, Maisie.
London Joint Stock Bank kann Kunden nicht mehr ausbezahlen.
Hier der Bericht! Lesen Sie jetzt!
Gib schon. Danke.
London Joint Stock Bank kann ihre Kunden nicht mehr...
Ich will auch eine davon haben. - Du kannst ja noch nicht mal lesen.
Du kleine Ratte. Komm zurück.
Geb sie wieder her!
Vater, was ist los?
Hast du deinen Lohn gekriegt?
Mr. Pilaster ist bankrott.
Maisie Robinson, bist du verrückt geworden? - Er schuldet uns Geld.
Mein lieber Sohn.
Bitte verzeih mir.
Du wirst jetzt nicht nur ohne Mutter, sondern auch ohne Vater sein.
Du wirst mein Erbe verfluchen, und das zurecht.
Das Erbe eines Mannes, der zu schwach war, zu seinen Gefühlen zu stehen.
Und zu seinen Schulden.
Aber du bist viel mehr als nur mein Nachkomme.
Viel mehr.
Also sei mutig, mein Sohn.
Mutiger als ich es war.
Konzentration.
* Schuss * (Alle) Ja.
* Dramatische Musik *
Niemand hat deinen Bruder gezwungen, sein Kapital aus der Bank zu nehmen,
um irgendwas herzustellen. - Textilien.
Er kann seine Arbeiter nicht mehr ausbezahlen.
Thomas wird einen Weg finden, und wenn er keinen Weg findet...
Morris?
Er hat den letzten Ausweg gewählt.
Wir hätten ihm helfen können.
Brrr.
Willkommen, Hugh.
Du wirst für's Erste hierbleiben, Hugh.
Bis weitere Entscheidungen über deine Zukunft getroffen sind.
Was dein Vater getan hat...
Was dein Vater getan hat, ist unverzeihlich.
Wieso hat er das getan?
Frühstück ist um 8 Uhr.
Tante Augusta!
Hat mein Vater nichts für mich hinterlassen? Keinen Brief?
Gar nichts? - Nein.
Mutter? - Ja, Edward?
Wird Hugh jetzt bei uns wohnen?
Wir werden sehen.
Wo gehst du hin?
Ich gehe nach Amerika, Maisie.
Vielleicht habe ich dort mehr Glück und kann euch etwas Geld schicken.
Ich dachte, du glaubst an Gott.
Nicht an Glück.
Können wir nicht mitkommen? Bitte, Papa. Papa, bitte.
Dafür habe ich kein Geld.
Du hast eine starke Seele, Maisie. Du bist ein gutes Mädchen.
Du wirst allein durchkommen.
Und Rose und Nellie?
Auf Wiedersehen, Papa. Und viel Glück.
* Musik *
Langsam runter!
Und hier die neuesten Nachrichten! Greifen Sie zu!
Thomas Pilaster ist tot.
Hey.
Thomas Pilaster ist tot.
Wir sind hier in diesem stillen Moment zusammen gekommen,
um Thomas Pilaster in die Hände unseres Allmächtigen Vaters
zu übergeben. Im Moment des Todes verspüren wir Christen Hoffnung.
Und sogar Freude.
Weil Jesus Christus sein Leben für uns gegeben hat,
und wir für immer unter den Lebenden weilen werden.
Es ist großmütig von euch, dass ihr ihn bei euch aufnehmt.
Aber ich wünsche keinen Kontakt zu dem Jungen.
(Pfarrer ) ...ein würdiges Angedenken bereiten.
* Friedhofstür quietscht. *
Ist das dein Vater?
Weißt du, warum er's getan hat?
Weil er ein Feigling war.
Er war kein Feigling.
Nimm das zurück!
Er war mehr als ein Feigling, er trieb die Menschen in den Ruin.
Wir haben nichts mehr, absolut gar nichts.
Ich hab auch nichts.
Du hast einen warmen Mantel.
Da hast du ihn.
Das macht die Welt auch nicht besser.
Wie dir vielleicht bekannt sein mag,
hat dein Vater dir nichts hinterlassen.
Dein Onkel Joseph hat sich bereit erklärt,
dich in Whitehaven aufzunehmen, wo du bis zur Volljährigkeit wohnst.
Darüber hinaus haben wir beratschlagt, über deinen Werdegang.
Und beschlossen, dir hier eine Banklehre zu ermöglichen.
Eine Perspektive.
Ah, verdammt.
Hugh, wir bieten dir eine Zukunft.
Also, was sagst du?
Das nennt man wohl Schicksal. - Was?
Wenn einem das Leben keine Wahl lässt.
Ich danke Ihnen für das Angebot.
* Musik *
Haltung!
* Unverständlich *
Wieder einer von denen, die in die Schornsteine klettern müssen.
Ja. - Hast du den Weg zu Jesus gefunden?
Nein.
Warum sperrst du dich nur immer?
Warum lässt du Jesus nicht in dein Herz?
Zaubert mir dein Jesus dann jeden Abend einen gedeckten Tisch?
Du weißt, wo du uns findest, Maisie.
Eines Tages wirst du kommen.
Ich hätte dir auch welche gegeben, Maisie Robinson.
* Sie macht pfeifende Geräusche. *
Tada.
Bitte. - Nein.
Bitte, du fliegst mir sonst weg.
Und ich müsste dir hinterherfliegen.
In ein Land voller Affen und Bananen.
Affen und Bananen.
Das klingt schön.
Solltest du nicht die Zeichnungen der russischen Anleihe zählen?
Leicht unterzeichnet.
Um wieviel?
100.000. - Ah. 100.000?
Keiner will russische Anleihen,
wo der Bosporus mit einem Bein im Krieg steht.
Sobald die Emission auf dem Markt ist, wird der Preis weiter sinken.
Auf 92 Pfund, die Bank wird den Rest aufkaufen müssen. Mit Verlust.
Du brauchst mir nicht das Bankgeschäft erklären, Hugh.
Ich beeindrucke dich nicht, oder?
Ich weiß nicht.
Ich werd aus Ihnen nicht so recht schlau.
Vielleicht, weil wir uns ähnlich sind.
Wir zeigen uns nicht.
Guten Tag, die Herren.
Tag.
Guten Tag, Mr. Greenbourne. - Einen wunderschönen guten Tag.
Ich führe dieses Unternehmen seit 30 Jahren,
und wir gehören zu den traditionsreichsten...
(Maisie) Na los. Ihr müsst keine Angst haben.
Wie viele von euch können lesen?
Seht ihr? So halten sie uns klein.
Uns Arbeiter und vor allem uns Frauen.
Aber wir lassen uns nicht länger dazu zwingen,
im Dienste der Reichen ihren Reichtum zu mehren.
Wir lassen uns nicht länger ausbeuten. Wir haben Rechte.
Wir legen die Arbeit nieder, bis ein angemessener Lohn...
Maisie Robinson!
Raus!
Oh.
Miss.
Verzeihung.
Miss. Verzeiht.
Solly. Solly Greenbourne.
Ihre Rede eben. Fantastisch.
Wenn ich etwas für Sie tun kann.
Was sollten Sie für mich tun können?
Ich könnte selbstredend mit dem Fabrikbesitzer reden.
Meine Bank erwägt einen Kredit zu vergeben...
Ihre Bank?
Die Bank meines Vaters, ich selber wollte Schriftsteller werden.
Mein Vater meint, dass ich nachts im Keller bei Kerzenschein
der Schriftstellerei... Was ich sagen wollte,
Wenn Ihnen an Ihrer Arbeit liegt...
Haben Sie den Inhalt meiner Rede verstanden? - Mmh.
Warum sollte mir dann an dieser Arbeitsstelle gelegen sein?
Und jetzt?
Ich hab noch andere Arbeit. - Die wäre?
Nichts für Bankiersohren.
Oder Bankiers-Sohns-Ohren.
Aber für Schriftstellerohren.
Es ist hoffentlich illegal.
Dürfte ich Sie bei Gelegenheit zum Lunch einladen?
Dann erzählen Sie mir alles über ihre aufregenden illegalen Machenschaften.
Wenn Sie menschliches Elend aufregend finden,
kann ich Ihnen 'ne Menge Gesprächspartner vermitteln.
Mir fehlt dazu leider die Muße.
Zwei süße Mäuse für 15 Pence...
* Stimmengewirr *
Du siehst gut aus, Fanny, aber zieh' dir um Gotteswillen was an.
* Musik *
Zuckerrohr-Ratten,
das sind die besten Viecher der Welt. Groß und kräftig!
Der Junge ist neu?
Kommt von Dean. Die haben seinen Laden dicht gemacht,
deswegen ist heute so voll hier.
N' bisschen Konkurrenz wird Victor gut tun.
Ist doch wahr, wirst immer fetter.
Meine Herren, wetten Sie bei mir!
Victor macht die besten Quoten!
* Laute Unterhaltungen. Geschrei. *
Vergesst die Gambia-Ratten aus der Vorrunde!
Diese Bestien werden den Hund zerfetzen!
Los! Ratten!
Interessante Wette. - Eine sichere Sache.
Das sind... - Kanalratten aus Soho.
Die werden untergehen wie das ganze Viertel.
Die Männer hier werden dich lynchen.
Es sei denn?
Fifty-fifty.
Ja, da ist die Sau! - Hey! - Da!
Lauft hinterher!
Bleib stehen!
* Unverständliche Schreie *
Wir wollen unseren Einsatz zurück!
Ich sagte, die werden dich töten.
Dein Gewinn wäre bei mir sicher gewesen.
Ich wäre klar gekommen. - Hab ich gesehen!
Ich bin Ihnen keinen Dank schuldig. - Aber die Hälfte des Gewinns.
Was meinen wir, wenn wir von Abbitte sprechen?
Im alltäglichen Leben bedeutet es Wiedergutmachung für das Unrecht
oder Leid, das man einem anderen zugefügt hat.
In der Religion meint Abbitte das Opfer,
das Jesus Christus dargebracht hat,
um unsere Sünden mit seinem Tod zu sühnen.
Und Gott mit den Menschen zu versöhnen.
Und so ist es auch im täglichen Leben.
Dass wir manches Mal aufgerufen werden,
die Sünden eines anderen Menschen ungeschehen zu machen.
Um aus ihrem Schatten, der sich wie ein Fluch über uns legt,
herauszutreten ins ewige Licht.
Edward?
Allmächtiger!
Die Welt ist dein Königreich, groß sind deine Taten und Wunder.
Groß auch deine Weisheit, deine Güte, deine Gerechtigkeit und deine Gnade.
* Schnarchen *
Für all dies danken wir dir und loben deinen Namen.
Auf immer und ewig. Amen.
Amen. - Amen.
Amen.
Edward.
Edward.
Mickey.
Mickey Miranda. - Ja.
Wie hab ich dich herbeigesehnt. - Hey. Ist gut.
Ich bin mit meinem Vater in London.
Ich brauche deine Hilfe.
Ist das neu? - Fantastisch, nicht wahr?
Es ist verdammt blutrünstig für ein Esszimmer.
Vermutlich soll es mir den Appetit verderben.
Clara, du bist entschuldigt.
Ohne Dessert?
Es gibt kein Dessert.
Du siehst aus wie ein Kaninchen.
Wie ein kleines, fettes.
Gott, erinnerst du dich, die Puppe?
Die Fingerpuppe, die ich hatte...
Er ist wieder da.
Er ist zu mir zurückgekehrt. Mickey Miranda, mein Freund.
So darf dich keiner sehen. - So bin ich!
Ich bin so.
Mehr Milde würde Clara gut tun. - Das Gleiche gilt für Edward.
Edward nutzt die Bank für ein Mittagsschläfchen.
Er ist noch jung.
Er ist ein Jahr älter als Hugh und besitzt keinen Ehrgeiz.
Warum protegierst du nur deinen Neffen?
Und warum hasst du ihn so?
Weil er ihr Sohn ist? Weil mein Bruder sie dir vorgezogen hat?
Und du mit mir Vorlieb nehmen musstest?
Cheers.
Heben wir noch einen.
* Münzen klingeln. * Oh.
Du bittest mich wieder um Geld für deine Spielsucht?
Hm?
Du hast Glück, dass dein bester Freund
noch seinen schriftstellerischen Ambitionen frönt.
Und gerade sein Herz verloren hat.
An die einzige Frau, die ihn glücklich machen kann.
So, dass die Tinte nur so fließt.
Mmh.
Sie hat meine Brieftasche geklaut.
Dieses elende Dreckstück hat mich beraubt!
Pscht.
Ohh.
Mh?
Wo hast du das aufgetrieben?
Iss.
Erst musst du die zurückbringen.
Du hast mir doch versprochen, nie wieder zu klauen.
Sonst werden sie dich hängen.
Wie Tante Rosie und Tante Nellie.
Aber du musst essen.
Aber nur, wenn du sie zurückbringst.
Ich glaub es nicht!
Ich glaub es wirklich nicht!
Arbeitet denn niemand hier?
Ich warte geschlagene 20 Minuten!
Werden treue Kunden heutzutage so behandelt?
Guten Tag, Sir John.
Darf ich Ihnen behilflich sein?
Ich habe einen Termin mit Edward Pilaster.
Aber wie ich gerade erfahre, hat er das Haus bereits verlassen.
Um drei Uhr nachtmittags. - Darf ich fragen, worum es sich handelt?
Wer sind Sie? Sind Sie ein Mitglied des Direktoriums?
Hugh Pilaster, Sir John.
Ich gedenke, einen Scheck einzureichen.
Da ich eine meiner Kupferminen veräußert habe,
handelt es sich um eine beträchtliche Summe.
Ihr werter Cousin ist mit den Zinsen stets sehr großzügig gewesen.
Selbstverständlich schreiben wir diesen Betrag zu 4 % Zinsen gut.
Darf ich fragen, haben Sie Interesse an russischen Anleihen?
Russland ist ein rohstoffreiches Land und der Bergbau ist sehr erfolgreich.
Da werden die Zinsen selbstredend bedeutend höher.
Russische Anleihen?
Im Augenblick reißt man sie uns förmlich aus den Händen.
Wieviel Prozent? - Ich könnte Ihnen 5,35 anbieten.
Mmh.
Edward.
Du weißt das Herz deiner Mutter zu erfreuen.
Florence Stalworthy wird uns heute mit ihrer Anwesenheit beehren.
Mmh. Die Tochter von dem fetten Weihnachtsbaum?
Florence ist schlank wie ein Reh.
Und ich möchte, dass ihr heute deine ganze Aufmerksamkeit gilt.
Einen adligen Mann.
Lady Stalworthy wettet auf Pferde und ihr Konto bei der Pilaster Bank
ist stets überzogen.
Ach Gott, warum habe ich diese Einladung nur angenommen?
(Augusta) Sie gehört sozusagen schon dir.
Ich erwarte Mickey. - Mickey?
Mickey Miranda. Ein Schulfreund. Du erinnerst dich?
Er ist wieder in London.
Edward. - Mickey!
Darf ich vorstellen?
Senor Carlos Raul Xavier Miranda. Mein Vater.
Sehr erfreut!
Wer ist diese hässliche Frau?
Queen Victoria, Sir.
(spanisch) Die Königin. - Grauenvoll.
Ist unser Geschäft unter Dach und Fach?
Sicher. Kommen Sie.
Mickey Miranda. Edwards Schulfreund.
Ich erinnere mich.
Sie sind noch schöner als damals.
Darf man das nicht sagen?
Zu einer Frau, die Ihre Mutter sein könnte?
Nein, das schickt sich nicht.
Mir gehen noch unschicklichere Dinge durch den Kopf.
Ich hoffe auf bald.
Sie handeln also mit Rindfleisch?
Ja. Wir züchten Gir-Rinder.
Die kann man überall halten.
Sie haben gutes Fleisch, sind die Besten.
Investieren Sie in Kühlung, dann können Sie Ihr Fleisch
ungepökelt verschiffen. Das ist die Zukunft.
Ich habe eine große Pökelanlage.
Wir sollten auf das Geschäftliche zu sprechen kommen.
Ja, danke sehr.
Also ... mein Sohn und ich waren in Birmingham
und haben dort Hinterlader bestellt.
Kurzläufige. 2000 Stück.
Ideale Gewehre zu Pferd.
Ja. Ich habe ihnen eine Finanzierung zugesagt.
Du hat was? - (Seth) Wie bitte?
Nein.
Es muss sich um einen Irrtum handeln.
Nein, ganz im Gegenteil.
Das ist ein ... ein hervorragendes Geschäft.
Wir sind Methodisten. Wir finanzieren keine Waffengeschäfte.
* Musik *
Clara!
Den gibst du besser mal mir.
Lady Stalworthy!
Stets so elegant.
Nicht so elegant wie Ihre ... grünen Kreaturen.
Ich wollte Sie nur wissen lassen, dass das Bankhaus Pilaster
sich stets großzügig zeigen wird, was die Kontoführung
seiner besonderen Kunden anbetrifft. - Ah.
Du meine Güte.
Sie wird wirklich immer schöner!
Mrs. Pilaster!
Wie arm bliebe das Repertoire dieser Gesellschaft
ohne die ambitionierten Manöver ihrer verehrten Mutter.
Napoleon hätte einen würdigen Gegner in ihr gehabt.
In Frankreich hätte es keine Revolution gegeben,
wenn sie als Marie Antoinette geboren wäre.
Sie hätte sich nicht mit der Barockbühne von Versailles begnügt.
Nein, sie wäre direkt auf die Bühne der Weltgeschichte gegangen.
Amish Bowles von der Times.
Ist das nicht Ihr werter Neffe?
Mein wertloser Neffe. Er besitzt keinen Penny. - Oh.
* Lachen *
Du bist ein kleines Pferdchen.
Was bekümmert Sie, meine Liebe?
Den Blick kenne ich.
Den Blick der Schlange bevor Eva in den Apfel beißt.
Darf ich offen reden?
Natürlich.
Ich mache mir Sorgen, dass mein Schwager Mr. Merrit überall mitnimmt.
Es könnte ein falscher Eindruck entstehen.
Ich verstehe.
Das heißt, der junge Mann ist also kein Verwandter?
Nein.
Mr. Merrit ist Samuel Pilasters Privatsekretär.
Tatsächlich? - Mmh.
Also zu mir war sie bisher immer ganz reizend.
Noch ein Grund zur Sorge.
Wenn Sie mich kurz entschuldigen!
Du schaust ihr freundlich in die Augen und denkst daran,
dass ihr Mann sie seit 16 Jahren nicht mehr angerührt hat.
Hallo, Augusta! Was für ein lustiges Fest.
Trotzdem hast du dir Arbeit mitgebracht?
Ich kann Arbeit und Vergnügen genauso wenig trennen wie du, Verehrteste.
Sieh mich an!
Sieh mich an!
Sieh mich an, wenn ich mit dir rede.
Ich erwarte, dass du das Geschäft zu meiner Zufriedenheit abschließt.
Si, Senor.
Si, Senor.
Hey.
Wo ist der neue Buchmacher?
Du kennst sie.
Was willst du von ihr?
Sie interessiert mich.
Maisie will aber keinen Mann.
Was dann? - Die Welt verändern.
Maisie wird die Welt verändern.
Oh ja.
Werter Freund, ich bin zu allem bereit. Was schlägst du vor?
Hier findet noch ein Boxkampf statt, bei dem es hoch her gehen wird.
Unser neuer Buchmacher wird auch erscheinen.
Jemand hat deinem Freund das Herz gestohlen.
So? - Nur meine Brieftasche.
Die hast du hier gestern Nacht wohl verloren.
Ich bin glimpflich davongekommen.
Er hat mir gnädig eine zweite Chance gewährt.
Uns.
Dein Vater bekommt seine Waffen.
Und wenn nicht, ich hab genug Geld für uns beide.
In was für einer Welt lebst du, Pilaster?
20 auf den Kleinen.
Ich halte dagegen. 20?
Ich fasse es nicht. Das ist sie. Der Grund meines überquellenden Herzens.
Maisie Robinson.
Das ist sie? - Ja. Ja, ja, ich weiß, mein Vater wünscht eine Jüdin
mit einem gebärfreudigen Becken, aber ist sie nicht fantastisch?
Hier ist Mickey!
* Er spricht Spanisch. *
Gehen wir nach oben? - Sir. Das heißt: Gehen wir nach oben, Sir?
Ja. Sir.
Eduardo.
Hallo! Nehmen Sie kein Mädchen mit auf's Zimmer?
Das da!
Die ist noch Jungfrau. Das kostet extra.
Du lässt deinem Freund den Vortritt?
Wenn Maisie schlau ist, hält sie sich an Solly.
Sehen Sie! Ich fass es nicht!
Hugh Pilaster guckt arrogant und alle Frauen verfallen ihm.
Pilaster? Wie die Bank?
Hhm. Sein Vater hatte seine eigene Fabrik eröffnet. Pilaster & Co.
Ging tragischer Weise bankrott.
Und hat sich feigerweise erschossen, ohne seine Leute zu bezahlen.
Muss gehen. Entschuldigung.
Miss Robinson, ich hoffe auf bald.
Und ich gelobe feierlich, "Das Kapital" zu lesen.
Dafür müssen Sie Oscar Wilde eine Chance geben.
Er ist mein großes frivoles Idol. - Versprochen.
* Boxschläge *
Nun macht schon!
Miss, hey.
Bitte warten Sie. - Fassen Sie mich nicht an.
Sie sind das Mädchen.
Das Mädchen vom Friedhof, das meinen Vater einen Feigling nannte.
Und wieder nennen würde. - Damit hätten Sie recht.
Den Mantel habe ich immer noch.
Er hat mir und meinen Schwestern gute Dienste geleistet.
Ich hab mich oft gefragt, was aus Ihnen geworden ist! - Tada!
Und aus Ihnen? - Gar nichts.
Ich bin nichts und habe nichts.
Wollen Sie Ihren Mantel wieder?
Wenn Ihnen nicht mehr kalt ist?
Sie halten sich für unwiderstehlich, nicht?
Nein.
Aber für die meisten Frauen reicht's.
* Eine Frau schreit. *
Vermutlich ihr erstes Mal.
Mhm.
Hier werden zehnjährige Mädchen angeboten und Sie betrachten
dieses Pflaster als Ihren persönlichen Spielplatz.
Leute wie Sie haben keine Ahnung vom Leben.
Leute wie Sie denken, Sie könnten die Welt vom Elend befreien.
Leute wie Sie wissen nicht, wie man Elend buchstabiert.
Ich will meinen Mantel zurück.
Eduardo.
* Lilli schreit. *
Erste Lektion: Die Frauen wollen wie Nutten behandelt werden.
Zweite Lektion! Schau mich an!
Zweite Lektion: Es gibt keine Tabus.
* Lilli stöhnt. *
Dritte Lektion: Die Frauen sind nur ein Mittel zum Zweck.
Und der Zweck heiligt alle Mittel.
In ungeduldiger Hoffnung auf ein Wiedersehen
stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung.
Bitte. Bitte, Sir.
Miss April.
Auf ein Wort.
Ja. Macht mal Platz.
Sei still.
Dein Verehrer steht vor der Tür mit einem Korb voller Köstlichkeiten
und großen Erwartungen.
Solly Greenbourne? Wie kommt der hierher?
April.
Wer ist Solly Greenbourne?
Der reichste Mann Londons.
Nach seinem Vater.
Vielleicht könnte ich seinen Vater nehmen?
Sag ich kann nicht. - Und ob!
Ich hab nichts anzuziehen.
So.
Jetzt hast du zumindest keine Ausrede mehr.
Hm?
Und ich, ich pass auf Rachel auf. Ich kenn 'ne Menge schmutziger Witze.
Wehe.
Zieh dich an.
Es mag naiv klingen, ja, natürlich habe ich Dickens gelesen
und wusste, dass es viel Armut in London gibt.
Aber heute, heute hat das Elend ein Gesicht bekommen.
Ich glaube Ihnen. - Was?
Sie sind ein feiner Mensch, Solly Greenbourne.
Das klingt nach Abfindung.
Bei mir klappt das nie.
Sie müssen aufhören zu denken und dann werfen.
Haben Sie das gesehen? - Können Sie auf zwei Fingern pfeifen?
Verzeihung.
Verzeihen Sie bitte, das war ganz und gar unangebracht. - Schon vergessen.
Erzählen Sie mir von Ihrem neuen Theaterstück.
Worum geht's?
Um Liebe.
Ja, in all meinen Stücken geht es um Liebe.
Glauben Sie an die Liebe?
Ich glaube, dass Liebe hilflos macht und unfrei
und deswegen meist auch unglücklich.
Mit anderen Worten, Sie glauben nicht an die Liebe.
Nicht an Ihre Art von Liebe. - Mist.
Ich liebe meine Tochter. - Sie haben eine Tochter?
Schockiert Sie das? - Ja.
Ja und nein.
In der Hauptsache bin ich voller Bewunderung.
Heiraten Sie mich, Maisie Robinson.
Sie müssen nicht sofort antworten. Sie haben alle Zeit der Welt.
Aber Sie müssen Ja sagen.
Sie haben mir beigebracht, wie man einen Stein zum Hüpfen bringt.
Es wäre schön, wenn Mutter jemanden hätte, der für sie sorgt.
Sie weiß es nicht.
Aber ich weiß es.
Was weißt du?
Ich werde nicht mehr gesund. - So'n Unsinn.
Und dann wär's besser, sie hat jemanden.
Natürlich wirst du gesund.
Die russische Anleihe hat sich verdoppelt!
Die Herren aus der Direktion bitten Sie zu einem Gespräch.
Unser Chefbuchhalter geruhte uns gestern Abend die Auswertung
der russischen Anleihe vorzutragen.
Ich denke, du weißt, dass Geschäftsabschlüsse
allein der Direktion vorbehalten sind.
Du hingegen bist einfacher Buchhalter und verkaufst Anleihen an Sir John.
Wie dem auch sei ...
immerhin gereichte der Bank mein Handeln zum Vorteil.
Die Anleihe hat ihren Wert verdoppelt.
Du wirst mit sofortiger Wirkung
deinen Dienst als Buchhalter quittieren.
Sehr wohl.
Man soll ihm oben ein Büro frei räumen lassen. - Oben?
In der Direktion? - Der Junge hat Instinkt bewiesen.
Das kann nicht euer...
Sei froh, dass ich ihm nicht dein Büro gebe.
Mir ist nämlich nicht klar, ob du überhaupt eins brauchst.
Man bat mich, dir dein neues Büro zu zeigen.
Mein...
Gibt es etwa noch einen Keller unter dem Keller?
Dein Großvater hat das angeordnet. - Nein.
Möchtest du mir danken?
Wenn ich wüsste, wofür? Oder warum?
All die Jahre haben Sie kaum ein Wort mit mir gesprochen.
Und plötzlich werde ich befördert.
Warum? - Schenk mir was ein.
Wenn ich Jonas rufe, wird er Nein sagen.
Er gestattet mir nur ein Gläschen am Tag,
behandelt mich wie ein rohes Ei.
Dabei kenne ich meinen Tod.
Die Zeit ist noch nicht reif.
Die Zeit ist noch nicht reif.
Und man wird nicht älter, wenn man weniger Sherry trinkt.
Glauben Sie, mein Vater trug dieses Wissen in sich?
Von seinem eigenen Tod.
Dein Vater hat sich sein eigenes Grab geschaufelt. Warum, weiß ich nicht.
Dein Vater ist tot.
Und entscheidend ist einzig, was wirst du mit deinem Leben machen?
Willst du ein Pilaster sein oder nicht?
* Klaviermusik *
Miss Clara.
Verehrte Miss Pilaster, ersparen Sie sich das Schicksal von Emma Bovary.
Die Rolle einer braven Ehefrau bliebe weit unter Ihren Möglichkeiten
und Ihre frustrierten Ambitionen würden keine Kriege nach sich ziehen,
aber Ihr inneres Land dennoch still und leise vernichten.
Tanzen Sie auf den Tasten.
Machen Sie Ihre eigene Musik.
Ergebenst und aufrührerisch, Ihr Amish Bowles.
Mutter.
Hat die Ehe Sie je glücklich gemacht?
Ich werde nicht heiraten. Niemals.
* Lachen. *
Du bist dir im Klaren darüber, worum es hier geht?
Das wirst du mir gleich sagen, nehme ich an?
Erinnerst du dich als sie uns
zum Osterlauf haben gegeneinander antreten lassen?
Immer warst du schneller.
Obwohl ich der Ältere war.
Obwohl dir eigentlich gar kein Platz in unserer Familie zustand.
Weil du ein Versager bist.
Weil dein Vater ein Versager war.
Weil dein Vater ein Versager...
Kein Tag vergeht, an dem ich mich nicht frage, warum er es getan hat.
Kein einziger Tag.
Ich hab ein Bild von deinem Vater.
Ich sitz bei meiner Mutter auf dem Schoß,
ich fühl mich geborgen.
Sicher.
Dann kommt dein Vater.
Und ich spüre was.
Ich spüre eine Bedrohung.
Wie ein schwarzes Tuch, das über mich geworfen wird.
Leidenschaft.
Hugh.
Leidenschaft ist eine Bedrohung.
Für jeden von uns.
Brrr.
Sie verfolgt uns wie ein Schatten, sie wartet nur darauf,
dass wir schwach werden, um dann über uns herzufallen.
Und am Ende gibt es nur noch einen Ausweg.
Bumm.
Hüah.
Mr. Miranda! Wie sehen Sie denn aus?
Ein bisschen Karamba. - Und gar keine Blumen?
Die scheinen keinen Eindruck gemacht zu haben.
Vermutlich haben Sie ein Dutzend Verehrer,
die ebenso einfallslos sind wie ich. - Womit kann ich Ihnen dienen?
Meinem Vater wurde das Geschäft verwehrt.
Edward hat's bereits erwähnt.
Ich schätze Sie als eine Frau mit Einfluss ein.
Ich höre.
Solange Ihr Schwiegervater regiert, sind mir die Hände gebunden.
Nun hat er auch noch Hugh in den Direktionsstand erhoben,
es müsste auch in Ihrem Interesse sein,
eines Tages Ihren Sohn an der Spitze der Bank zu sehen.
Und nicht Ihren Neffen.
Im Falle Seth Pilasters Tod wird mein Schwager Sam sein Nachfolger.
Man munkelt aber, dass Samuel Pilaster eine sehr enge Beziehung
zu seinem Privatsekretär pflegt.
Ruiniert man den Ruf eines Mannes, ruiniert man den Mann. - Ja.
Sehen Sie, wie nützlich wir einander sein können.
Ich fühle mich beobachtet.
Ich beobachte dich auch. - So meine ich das nicht.
Alles andere muss dich nicht kümmern. - Doch es kümmert mich aber, Sam.
Es kümmert mich, dass ein Mann, der mit Leib und Seele Bankier ist,
bereit ist, seinen Ruf zu ruinieren.
Vielleicht habe ich zwei Seelen?
Aber nur ein Leben.
Tiefgang hat er auch.
Mach dich ruhig über mich lustig. - Darf ich das?
Darf ich mich lustig machen?
Ich werde Ihnen weiter Bericht erstatten und im Gegenzug
bringen Sie meinem Sohn bei, dass er Florence Stalworthy heiraten wird.
Auch das wäre in unserem gemeinsamen Interesse.
Seit wir uns zum ersten Mal begegneten,
spuken Sie mir durch den Kopf.
Hugh.
Hugh.
Ich hab ihr einen Antrag gemacht.
Sie muss Ja sagen, oder? - Ja.
Und du musst mir dabei helfen.
Ich wüsste nicht, wie. - Wir geben ein Fest.
Überlass das mir. Überlass alles mir.
Oh, schau dir das an.
Schau dir das an!
Oh.
Guten Abend.
* Sie lachen. *
Hallo? Wir sind im Wunderland.
Maisie.
Hmhm.
Oh, siehst du.
Er wird dich auf Händen tragen. Er wird dir die Welt...
Ich brauch niemanden, der mich auf Händen trägt. - Nein.
Du würdest dir lieber ein Leben lang die Knie wund schürfen,
als Hilfe anzunehmen.
Noch weniger brauchst du einen Mann, dem du helfen musst.
Und dem man nicht helfen kann.
Er ist'n Spieler, Maisie.
Er hat nichts. Aber Solly.
Denk an die Medikamente für Rachel.
* Musik *
Nichts. Ich bin raus.
Ich fordere Sie hiermit auf, mich zum Tanzen aufzufordern.
Bevor mir die Füße einschlafen.
Dem Angebot kann ich unmöglich nicht nachkommen.
Ich übernehme allerdings keine Verantwortung für Ihre Füße,
denn ich bin bekannt dafür, dass ich gelegentlich darauf steige.
Darf ich bitten? - Aber gern doch.
Na. Verzeihung.
Sie sind ein fantastischer Tänzer.
Und dennoch, ich hab Sie vorgewarnt.
April träumt von einem Mann wie Solly.
Und Solly träumt von einem Mädchen wie Ihnen.
Solly ist ein Träumer. Das Mädchen, von dem er träumt, gibt es gar nicht.
Erzählen Sie mir von ihr.
Ich laufe ihr nicht wieder hinterher.
Maisie.
Maisie.
Haben Sie schon bemerkt, dass Sie mir immerzu hinterher laufen?
Weil Sie mir davonlaufen. - Weil Sie mir hinterherlaufen.
Sie laufen davon, vor mir. - Weil Sie...
Weil Sie das letzte Wort haben wollen. - Das letzte Wort?
Das letzte Wort.
Tun Sie sich einen Gefallen und heiraten Sie Solly.
Das ist das Beste, was einem Mädchen wie Ihnen passieren kann.
* Vergnügtes Summen *
Ich bedaure Mr. Pilaster. So leid es mir tut, wir haben keinen Tisch.
Oh. Der Tisch ist frei.
Bringen Sie bitte die Karte. - Mr. Pilaster!
Bringen Sie uns bitte die Karte!
Samuel. Vielleicht sollten wir gehen. - Ich möchte essen.
Oh, Mr. Coughs!
Michael. Mr. Coughs.
Mr. Pilaster, entschuldigen Sie das Personal.
Der arme Mann wusste sich nicht anders zu helfen.
Im Foyer hat man bereits gefordert, die Polizei zu rufen.
Was sagen Sie da?
Mr. Pilaster, Sie sind immer gern willkommen.
Aber nicht in dieser Begleitung.
Hätten Sie die Güte, das noch einmal zu wiederholen?
Oder erklären Sie mir, was Sie mit dieser Begleitung meinen?
Ich sitze doch keiner Prostituierten gegenüber. - Samuel.
Bin ich dir peinlich?
Ich bin dir peinlich.
Ich bin meiner Begleitung peinlich.
* Lachen *
Kein Wort. Bleib sitzen. Bleib sitzen.
Mach nicht den gleichen Fehler.
Dein Onkel hat soeben seine Zukunft verspielt.
Und ich will Florence trotzdem nicht heiraten.
Ich denke, du willst Teilhaber werden?
Heirate sie!
Mit ihr kannst du hinter der Fassade leben, wie dir beliebt.
Und alles steht uns frei.
* Tür wird geschlossen. *
Verzeih.
Wenn ich dich in deinen Machtfantasien störe.
Findest du die Uhrzeit passend für einen Besuch?
Wie unpassend das Wort passend aus deinem Munde.
Findest du die Gerüchte passend, die du über mich verbreitest?
Gerüchte?
Was ich in meinen vier Wänden mache, das geht niemanden etwas an.
Das sieht die britische Justiz anders.
Ja. Die britische Justiz! Die sieht das anders.
Die ist auf deiner Seite.
Du zerstörst mein Leben.
Joseph kann keine Bank führen.
Er kennt Skrupel.
Dafür hat er mich.
* Eine Tür geht. *
Guten Abend, Liebling.
Meinen Glückwunsch.
Bist du zufrieden?
Und du?
Du bist eine gefährliche Frau.
Ich bin deine Frau.
Ha.
Es tut mir leid.
Au. - Entschuldigung.
* Husten *
* Husten *
Ich nehme an, das Duell ist aus der Mode gekommen?
* Ein Hahn kräht. *
Zu Unrecht.
* Naturgeräusche *
Du bist genau wie er.
Ich weiß nicht, wie er war. - Aber ich weiß, wie er war.
Aber er hat sich für deine Mutter entschieden,
deine sanfte gutherzige Mutter.
Dann kamst du.
Ich hab dich als kleines Kind schon gehasst.
Wer weiß, was nach ihrem Tod geschehen wäre,
hätte es dich nicht gegeben.
Ich hätte Clara und Edward für ihn zurückgelassen.
Ich hätte alle Schuld auf mich genommen, alle Schande.
Ich habe an Josephs Seite ausgeharrt,
nur um in seiner Nähe zu sein.
Weißt du wie das ist mit einem Gefühl zu leben, was so groß ist?
Was alles will und sich nichts nehmen darf?
Du weißt es nicht.
Du willst es auch gar nicht wissen.
Du bist wie er.
Du bist wie er.
Er kann mich nicht geliebt haben.
Er kann uns beide nicht geliebt haben.
Und ich bin nicht wie er.
Ich bin besser als er.
Nein!
Nein.
Hör doch auf. Lass mich.
Ich will noch einen. Einen noch.
Und trinken!
Ja!
Hey du. Du da. Leg sie hin.
Ja!
Hören Sie, Mister. - Los geht's!
Jetzt ist aber Schluss! Kommen Sie mit!
Ich habe ihm Kredit gegeben, weil ich dachte, er ist ein Pilaster.
Jetzt erfahre ich, dass er überall Schulden hat.
Ist das wahr? - Ja isses.
Du wirst Verständnis dafür haben, dass ein Bankier,
der beim Glücksspiel Schulden macht, für unsere Bank nicht vertretbar ist.
Ebenso wenig wie ein Teilhaber, der mit seinem Privatsekretär diniert.
Der ist für mich auch als Sohn nicht vertretbar.
Ich kann nur sagen, dass ich von meinem Posten zurücktreten werde.
Treffender könnte ich es auch nicht formulieren.
Ich will mich nur verabschieden.
Mhm.
Und wohin geht's?
Nach Amerika.
* Abfälliges Lachen *
Die dumme Nuss hat Sollys Heiratsantrag abgelehnt
und du gehst nach Amerika.
Ich würd dir ja Glück wünschen, aber es gibt Menschen,
die nach dem Glück treten, wenn es ihnen vor die Füße fällt.
Lass ihn April.
Wann fährst du? - Nächste Woche.
Auf Amerika.
Das Land der wahren Männer.
Ich habe keine Wahl. - Man hat immer eine Wahl.
Es ist schlicht einfacher zu gehen.
Auf Wiedersehen, Hugh.
Hallo?!
Auf Wiedersehen. Für immer.
Whoa.
Wein ruhig.
Oder wirf ein paar Gläser.
Warum musst du es einem immer so schwer machen?
Warum frisst du alles in dich rein? Statt zu sagen...
Was?
Ich weiß es nicht. Du musst es wissen!
Ich habe Rachel. Alles andere ist nicht so wichtig.
Wenigstens eine von uns hätte es verdient,
aus diesem Schweinstall rauszukommen.
* Feierliche Musik *
Möget ihr das Glück im Hafen der Ehe finden.
Möge sie dich vor den Schatten der Leidenschaft bewahren.
Edward kann sich glücklich schätzen!
Selten sah ich so viel Unschuld und Schönheit
in einer künftigen Braut vereint.
Man sieht natürlich, wo sie herkommt.
Clara!
Ich möchte, dass du es als Erste erfährst.
Ich habe mich entschlossen, England zu verlassen. - Was?
Und wohin? - Nach Amerika.
Ihr Männer könnt euch glücklich schätzen, ihr könnt einfach so gehen.
Uns bleibt nur die Ehe und dann die Langeweile.
Wie alt bist du?
Alt genug, um gewisse Dinge zu wissen.
Nimm mich mit.
Das kann ich nicht tun. - Und ich kann nicht hierbleiben!
Nicht bei dem, was sie für mein Leben bereithalten.
Ich hasse sie.
Und dich hasse ich auch.
* Lachen *
Mein Schwiegervater hatte heute Nacht einen schweren Anfall.
Deswegen ist er bei den Verlobungs- feierlichkeiten nicht zugegen.
Aber der Arzt sagte, er sei schon wieder auf dem Wege der Besserung.
Denn sein Herz ist stur wie ein Esel. - Ich verstehe.
* Musik und Gespräche *
* Tür wird geöffnet. *
He!
Wie geht es Ihnen? - Blendend!
Und wie geht es Ihrem Herrn Vater und seiner Pökelanlage?
* Lachen *
Ihn interessieren mehr die Waffen. - So sah er aus.
Wir Südamerikaner können
mit ihren methodistischen Prinzipien wenig anfangen.
Was?
Hilfe!
Mr. Miranda?
* Tangomusik *
* Lauter Schrei *
Oh.
Warten Sie!
Raus hier!
Raus.
Rachel?
Ich hab gehört, in Amerika kann man alles werden.
Ja. Wir können uns völlig neu erfinden.
* Musik *
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