All language subtitles for Scharf wie Chili[de]

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Original subtitles

So was habe ich noch nie erlebt.

Nein, so was habe ich wirklich noch nie

erlebt.

Ich habe mich oft gefragt, ob sie nicht

gerade Kapitalismus und Kommunismus verwechseln, nur weil beide

mit K anfangen.

Ihr Wissensstand ist der von Einzelnern.

Ihr Niveau!

Ich wusste, dass du sie kriegst.

Mein Grips und dein Talent.

Sie wissen über die Weltöffnung ungefähr so viel

wie ein Frosch über Fischzucht.

Ich sage dir, das ist unschlagbar.

Herr Röhler, was habe ich gerade gesagt?

Sie, Sie, Sie, Sie züchten zu Hause Frösche.

Quatsch, Fische.

Oder Vögeln.

Was geht bei Ihnen allen überhaupt im Kopf

vor?

Wenn es nach mir ginge, würden Sie jetzt

gleich bei Ihrer mündlichen Zwischenprüfung fast alle durchfallen.

Aber zum Glück geht es ja nicht nach

mir.

Zum Glück wird sie jemand anders prüfen.

Da ist sie ja schon.

Meine Damen, meine Herren, Dr. Hanna Fleischer.

Oh Gott, die harte Hanna.

Also werden alle durchfallen.

Auch nur eine Frau.

Sie werden mir jetzt einzeln in den Prüfungsraum

folgen.

Möchte jemand freiwillig den Anfang machen?

Ihr habt jetzt eine halbe Stunde, um euch

die Aufgaben zu machen.

Gut, der junge Mann bitte.

Alle bestanden.

Unglaublich.

Der beste Jahrgang, den ich je erlebt habe.

Gratuliere, Professor Brügger.

Tino, woher hattest du eigentlich die Aufgaben?

Sind mir im Schlaf zugeflogen.

Im Beischlaf?

Tino, du bist einmalig.

Du bist ein Naturtalent.

Du bist das Wunder der Evolution.

Tino, wo bleibst du denn?

Komme gleich, Britta.

Bettina.

Boah, niedlich.

Ja, super niedlich.

Aber sag mal, heiratet dein Bruder heute und

ich muss nicht los?

Ach, eins nach dem anderen.

Du meinst, eine nach der anderen.

Bist du mal auf die Idee gekommen, alle

zu zählen, mit denen du was hattest?

Nein, wozu?

Zahlen war noch nie mein Ding.

Findest du darüber nichts?

Ach, Quatsch, nein.

Ja, Bettina, hast du schon was vor?

Ja, mit dir, oder?

Ja, super.

Das ist die 30.

in diesem Semester.

Das ist pro Monat 6.

Das sind in der Woche 1,5.

Das sind ungefähr am Tag ein Sechstel.

Das ist bis zum Staatsexamen.

Unglaublich.

Ja.

Ich ruf dich an, Bettina, okay?

Aber du hast doch gar nicht meine Nummer.

Bettina, ich vergesse dich nicht.

Ciao.

Ciao.

Wow.

Wow.

So, jetzt kommt der Auftritt.

Bilderbuchsohn, Bilderbuchbruder.

Bilderbuchcousin.

Ja, ist das nicht unser kleiner Tino?

Hallo, Tante Wild.

Hallo.

Du kannst dich bestimmt noch an Tekla erinnern.

Ihr habt doch als Kinder immer so süß

gespielt.

Sie hat gerade keinen Freund.

Tekla, das ist ja toll.

Du siehst einmalig aus.

Stopp.

Mann.

Machst du bitte ein Foto von Tino und

mir?

Entschuldigt, ich bin gleich wieder da.

Ich muss nur mal kurz nach Stefan suchen,

okay?

Tino.

Ich gebe dir eine Minute.

Tino.

Mein Knuddel.

Schön, dass du da bist.

Du hast dich rumgetrieben.

Alle warten hier auf dich.

Wir könnten längst beim Standesamt sein.

Aber Stefan sehe ich auch noch nirgends.

Dein Bruder hat auch alle Hände voll zu

tun.

Stefan war heute Morgen noch in der Firma.

Stefan weiß, was Verantwortung bedeutet.

Stefan, Stefan, Stefan, Stefan.

Ich habe auch eine Menge zu tun, ja?

Tino, Tino, bitte, bitte, bitte.

Es wäre so schön, wenn es mit keinem

Schleim geht.

Reiß dich doch ein bisschen zusammen.

Kann er dir das nicht auch mal versprechen?

Schließlich heiratet dein Bruder.

Mach's für mich, für die Familie, hm?

Na gut.

Ich verspreche, ich gehe allen Ärger aus dem

Weg.

Ich wollte euch eigentlich eine gute Nachricht überbringen.

Er hat sein Zwischendiplom geschafft, Mama.

Woher weißt du das?

Informiert sein ist alles, wenn man ein Familienunternehmen

führt.

Mein Knuddel.

Das ist ja großartig.

Ich erzähle es sofort deinem Vater.

Gratuliere dir.

Hätte ich dir gar nicht zugetraut.

Bei deinem Tempo machst du in zehn Jahren

vielleicht sogar mal einen Abschluss, hm?

Gratuliere dir zu deiner Frau.

Bei deinem Tempo hast du in zehn Jahren

vielleicht sogar Sex.

Wo versteckst du denn deine Braut?

Du, meine Braut braucht man nicht verstecken.

Schicker Anzug.

Jetzt was ist das Geschäft?

Verkauft Hochzeitskleidung.

Tino.

Tino.

Oh Gott.

Ich ziehe mich mal kurz zurück, hm?

Aber sei rechtzeitig zum Familienfoto wieder da.

Und wir fahren danach sofort zum Standesamt, okay?

Dann kriegen wir das schon mal.

Oh Gott, Micha.

Ich habe es tatsächlich geschafft zu spät zu

meiner eigenen Hochzeit zu kommen.

Ich muss mich jetzt nur noch schnell umziehen.

Hoffentlich geht diesmal alles gut.

Ja, ja, ich weiß.

Stefan ist ein ganz fantastischer Mann.

Aber was mache ich, wenn ich immer noch

ich bin?

Bleib einfach ruhig.

Es sind eigentlich deine Eltern gekommen.

Meine Eltern an einem und demselben Ort?

Träumst du?

Nach der Scheidung können die keine fünf Minuten

mehr miteinander verbringen.

Raten sie, warum ich so vermoxt bin.

Du bist überhaupt nicht vermoxt.

Nicht?

Na ja.

Denk an Regel sechs.

Regel sechs, ja danke Micha.

Ich passe einfach auf, dass ich vor der

Traufe keinem anderen Mann alleine bin.

Ich muss hier wohl zu schaffen sein.

Wo soll er auch herkommen?

Hallo.

Oh.

Na, versuchst du aus dem Stress da draußen

zu entkommen?

Micha, ich muss Schluss machen.

Dein Freund?

Nein, nein, nur ein Bekannter.

Na, das ist ja mal eine gute Nachricht.

Jetzt sag nur noch, dass du ohne deine

Mutter hier bist.

Ja, bin ich, aber ich muss mich jetzt

so schnell umziehen.

Wieso umziehen?

Du siehst fantastisch aus.

Regel sechs, konzentriere dich einfach nur auf Regel

sechs.

Regel sechs?

Vergiss es.

Schon vergessen.

Aber sag mal, wie kommt jemand wie du

auf diese Hochzeit?

Wieso?

Jemand wie dich haben sie doch auch eingeladen.

Stimmt.

Hast du schon die Braut gesehen?

Ja.

Und?

Wie sieht sie aus?

Schön.

Wie eine Braut halt so aussieht.

Ich muss jetzt.

Was da wohl drin versteckt haben?

Stripper?

Willst du dich anbieten?

Ich kann dir reinhelfen.

Hilfst du mir mal ausziehen?

Nee.

Okay.

Ich hab auch schon was viel Besseres.

Was denn?

Eine Überraschung fürs gemeinsame Schlafzimmer des glücklichen Paares.

Sieht merkwürdig aus.

Darf ich es mal sehen?

Du bist aber neugierig.

Ich will es doch nur mal sehen.

Es bleibt ein Geheimnis fürs Brautpaar.

Zeig mal.

Oh.

Eingeweiht.

Ja.

Ich dachte es passt.

Damit es wenigstens einen wilden Hirsch im Raum

gibt.

Oh, ich bin ein verzauberter Prinz.

Komm, küss mich.

So, und bitte die ganze Gruppe ein Stück

nach rechts.

Das andere rechts.

Und die Dame ganz rechts.

Ein Müh zu.

Ein Müh.

Stopp.

Stehen bleiben.

Das war sehr schlimm.

Das war ein Fehler.

Warum?

Komm, bitte bleib.

Oh, Moment.

Ich helfe dir.

Nein.

Geh bitte weg.

Bleib doch eine Sekunde still.

Bitte.

Ich...

Ich hab's gleich, Prinzessin.

Warum nicht sofort?

Lächeln.

Sind alle da?

Wo ist denn Esther?

Und Tino?

Esther, ich geh mal gucken.

Ja, wo

bleiben die denn?

Moment.

Der muss doch da drin sein.

Esther?

Esther?

Was ist das?

Was macht ihr denn da?

Esther.

Tino!

Du bist Esther?

Und die Braut?

Ja.

Tino, guck mal.

Nein!

Tino, bleib sofort stehen.

Ich muss mit dir reden.

Den Text kenn ich doch.

Tino, dir wird nie was.

Du bist die Schande der Familie.

Was du ja auch ausreichend bewiesen hast.

Hast du auch nur eine Minute an deinen

Bruder gedacht?

An deine Mutter?

Mir ist es völlig egal, ob du dein

eigenes Leben ruinierst.

Aber ich werde es nicht länger zulassen, dass

du auf unserem Leben rumtrampelst.

Mama, ich weiß, ich hab dir versprochen, mich

zusammenzureißen.

Und ich hab's nicht geschafft.

Aber ich kann's schaffen.

Nächstes Mal werde ich's schaffen.

Soll ich dir einen Rat geben?

Nein, ganz ohne deinen Rat.

Dann aber auch ohne unser Geld.

Und ohne den Wagen, den ich bezahlt hab.

Weißt du was?

Ich krieg's auch ohne dein Geld hin.

Esther!

Esther!

Tür auf, Esther!

Esther, wir müssen doch miteinander reden.

Esther, ich hol dir ein Bildchen, mach die

Tür auf, ja?

Die ganzen Gäste sind da.

Esther!

Wir wollten doch heiraten.

Wir wollten doch heiraten.

Esther, warte!

Esther!

Warte noch ein bisschen!

Warte!

Warte!

Sie ist weg.

Mama!

Mami!

Micha, ich schwör dir, es war seine Schuld.

Ich hab überhaupt nichts damit zu tun.

Er hat sich mir einfach in den Weg

gestellt.

Ja, ich hab an Regel 6 gedacht.

Komm rein, Junge.

Siehst aus, als wärst du in den Sturm

gekommen.

Danke.

Ja, hab sie gerade im Wald gefunden.

Ah, ich bin Bernd, Bernd Meisel.

Ich hab ein Tierheim.

Wir hatten gerade einen der üblichen anonymen Anrufe,

dass jemand hier im Wald ein herrnlosen Hund

angewunden hat.

Also, du bist ja eingesammelt.

Und, was treibst du hier so?

Ach, das ist zu kompliziert.

Mir geht's fast so ähnlich wie dem Hund.

Hast jemand gebissen?

Hunde werden oft ausgesetzt, wenn sie häufig beißen.

Ja, das passt ganz gut.

Was macht man an ihnen?

Einschläfern?

Bei Hunden will man erst mal wissen, wie

der Charakter ist.

Hat ein Hund einen guten Charakter, dann ist

Hoffnung.

Der kann sich ändern.

Wie finden wir das raus mit dem Charakter?

Man besucht eine Hundeschule.

Sieht, wie er sich unter Artgenossen verhält.

Ob alles friedlich bleibt.

So eine Art Hundeschule könnte ich gut gebrauchen.

Kannst ruhig mal die Hand reinstecken.

Ich hab Nadel und Faden und eine Tetanusspritze

dabei.

Das ist ja erstaunlich.

Wer ist denn das gemacht?

Mann, oh Mann, oh Mann.

Ey, Tino, das ist echt der Hammer.

Du hast wirklich die Braut von deinem Bruder

genadelt?

Sei leise.

Warum, ey, Tino?

Junge, du bist Gott, du bist der Meister.

Und wir sind deine Schüler.

Aber sag mal, wie hast du das hingekriegt?

Ich wollte einfach in Ruhe mit dir über

mein Problem reden.

Unter Freunden.

Problem?

Bist du verliebt?

Quatsch, ich hatte schon Angst.

Aber erzähl doch mal, wie lange hast du

gebraucht, bis du sie so richtig eifertest?

Ich weiß, und deshalb brauche ich unbedingt ein

paar Tipps von dir, damit ich endlich mal

einen rumkriege.

Das ist doch keine Kunst, lächel einfach.

Alter, jetzt mal im Ernst.

Ich wollte es nicht wahrhaben, aber ich habe

ein Problem.

So viel Sex ist doch nicht normal.

Diesmal habe ich wirklich einen Fehler gemacht.

Das kann nicht so weitergehen.

Vielleicht brauchst du eine Selbsthilfegruppe.

Was?

Naja, habe ich vom schwarzen Brett, weil ich

ein Zimmer suche.

Seit wann suchst du ein Zimmer?

Ey, das ist meine neue Taktik.

Dann ziehe ich eine Frauen-WG und dann

geht es endlich mal rund.

ALG, anonyme Lustgefährdete.

Spinnst du?

Zahn, ich gehe rein.

Adler, ich verschwinde.

Mist.

Adler.

Heute ist so schlechtes Wetter.

Hallo, kann ich Ihnen helfen?

Nein, nein.

Oder vielleicht doch die Selbsthilfegruppe?

Die ist da unten.

Danke.

Kommen Sie doch einfach mit, ich muss auch

dorthin.

Okay.

Warum eigentlich nicht?

Soll ja alles halb so schlimm sein.

Ich bin die Anna.

Lutz.

Auf zum ersten Mal hier?

Nicht ganz.

Ich habe die Selbsthilfegruppe gegründet.

Hallo.

Hallo.

Ja.

Schluss mit Sex.

ALG.

Setz dich doch.

Ich kenne dich doch.

Bist du nicht der Fussballer?

Der berühmte Fussballer.

Genau, Carlos.

Entschuldige, wir nennen uns hier nur mit Vornamen,

wegen der Privatsphäre.

Oh, nicht einfachste Mädchen, ja?

Nur einen Namen ist etwas weit.

Super.

Danke, Carlos.

Lasst uns jetzt anfangen, ja?

Also, wie ihr seht, haben wir heute neun

bei uns in der Runde.

Hallo.

Und ich würde vorschlagen, ich erkläre nochmal ganz

kurz, warum wir hier sind.

Also, die ALG, die hat sich vor einigen

Monaten gegründet, weil einige von uns gemerkt haben,

dass wir unserer Lust hilflos ausgeliefert sind.

Wir waren nur noch auf der Suche nach

Befriedigung.

Bei allen mit dem selben Resultat.

Unglück, Chaos, Hilflosigkeit.

Hier suchen wir jetzt gemeinsam nach Lösungen, um

in Zukunft weder uns, noch die Menschen, die

wir lieben, weiter zu verletzen.

So, ich würde sagen, jetzt stellt sich jeder

mal kurz selbst vor.

Ich bin der Michael, ich bin Standesbeamter und

ich liebe meinen Beruf.

Und so frage ich Sie, Kraft meines Amtes,

ob Sie einander in guten wie in schlechten

Tagen in Reichtum und in Armut lieben und

ehren.

Ich meine, lieben und die Treue halten.

Okay, du willst die Braut?

Nein, den Bräutigam.

Oh.

In letzter Zeit kommt es öfter vor, dass

ich noch vor Ende der Trauung einfach weg

muss, weil ich es vor lauter Sehnsucht einfach

nicht aushalte.

Und ich bin in der Gruppe, weil ich

sonst meinen Job los bin.

Verstehe.

Hallo, ich bin die Tatjana und ich arbeite

in der Sexartline.

Oh, du hast so schöne Hände.

Halt mal die Stiefel, los, auf die Knie.

Schneller, jetzt bald, du Missersklave.

Und du fühlst dich erniedrigt und ausgebeutet?

Naja, nicht ganz.

Oh Gott, oh, bitte hör nicht auf.

Du bist so nervös und fest.

Hör nicht auf.

Oh Gott, so mache ich das noch nie.

Ich bin andauernd geil und habe einen Orgasmus

nach dem anderen.

Aber es kann doch nicht alles sein, immer

nur am Telefon, oder?

Nein, nein.

Ich bin hier in der Gruppe, um zu

lernen, mich am Telefon zurückzuhalten.

Aber wie soll ich denn jemals so einen

richtigen Mann finden aus Fleisch und Blut?

Genau, Tatjana.

Ich bin Carlos, ich bin hier völlig falsch.

Ah, ja.

Carlos?

Carlos!

Was machst du da?

Das Spiel fängt in einer Minute an.

Ich bin doch gleich fertig.

Es sind Frauen, na und?

Frauen wollen nicht.

Wo ist das Problem?

Aber dein Trainer hat damit ein Problem, oder?

Er hat ihn zu uns geschickt, weil er

von lauter Frauen im Kopf keine Tore mehr

schießt.

Was ist dein Problem?

Naja, ich bin Ärztin.

Die Hosen auch.

Ja, aber ich habe doch hier oben an

der Schulter...

Bin ich Ihre Arzt oder Sie.

Und manche meiner männlichen Patienten beeindrucken mich sehr.

Oh mein Gott, das ist ja unglaublich.

Naja, es ist die Größe, die macht mich

einfach schwach.

Und ich engagiere mich dann so sehr in

diesen Fällen, dass ihre Schmerzen im Nu weg

sind.

Wie weggeblasen.

Leider sind meine Patienten immer etwas unvorbereitet darauf.

Sommerfeld, bitte.

Ja, allmählich spricht sich das natürlich auch rum.

Ich benutze meine Patienten, ich verletze meinen hypokratischen

Eid.

Und wenn ich so weitermache, verliere ich noch

meine Zulassung.

Ich muss meine Triebe unter Kontrolle bringen.

Ja, möchtest du uns vielleicht jetzt sagen, wie

du heisst und was dein Problem ist?

Ich bin Lutz.

Und ich habe das Problem, dass sich mir

die Frauen um den Hals werfen, obwohl ich

nicht das geringste tue.

Dabei will ich eigentlich nur mein Studium so

schnell wie möglich fertig machen und dann weiter

in die Firma meines Vaters.

Und genau da ist mir mein Problem dazwischen

gekommen.

Ich war auf der Hochzeit meines Bruders.

Die Braut habe ich vorher noch nie gesehen.

Das war so ein kleines, blasses Pummelchen.

Überhaupt nicht mein Typ.

Aber sie hat mir aufgelauert und konnte es

überhaupt nicht erwarten, bis wir alleine waren.

Und dann hat sie sich mit ihrem ganzen

Gewicht auf mich geworfen.

Das war fürchterlich.

Ja, das klingt nach einem ziemlichen Problem.

Gut, dann wollen wir mal abstimmen.

Also, wer ist dafür, dass wir Lutz aufnehmen?

Ich bin dagegen.

Du?

Ihr kennt euch?

Ist das eine unserer ersten Mitglieder?

Ihr wollt diesen Typen doch nicht ernsthaft bei

uns aufnehmen.

Ihr merkt doch, dass er lügt wie gedruckt.

Jeder von uns musste doch erstmal seine Hemmschwelle

überwinden.

Hemmschwelle?

Dieser Typ kennt keine Hemmschwelle.

Der passt nicht zu uns.

Wir nehmen unser Problem ernst.

Ich auch.

Nee, du spielst nur mit ihm.

Ja, das stimmt.

Glaubst du wirklich, ihr habt es nötig, mich

mit Typen wie euch einzulassen?

Ihr seid doch kranke.

Ich bin nicht so wie ihr.

Hm.

Irgendwie kam mir seine Geschichte so bekannt vor.

War er etwa der Bruder deines Bräutigams?

Hattest du nicht erzählt, er hätte dich flachgelegt?

Ja, genau.

Wie ein Neandertal.

Es fallen so Stimmser ja gar nicht aus.

Esther, findest du nicht, dass du das Ganze

einseitig siehst?

Ich meine, da gehören immer zwei dazu.

Vielleicht hätten wir Lutz nicht einfach so gehen

lassen sollen.

Nicht nur wegen Lutz, sondern auch wegen dir,

Esther.

Ja.

Musik Aufpusten

jede Stunde, Siebesäume zweimal am Tag, Toilettenputzen dreimal

am Tag, Duschewischen viermal am Tag.

Klar?

Klar.

Musik Ja?

Kommen Sie mal bitte in mein Büro.

Klar.

Musik Du

bist aber ein süßer Hase.

Musik Hallo

Mama.

Es tut mir leid.

Wie geht es dir?

Es geht schon Tino, es geht.

Aber deinem Bruder geht es richtig schlecht.

Seit der Hochzeit vergräbt er sich nur noch

in der Firma.

Tino, ich kann dir nicht mehr helfen, du

musst jetzt selber zurechtkommen.

Verstehe.

Ja, ich schaff das schon.

Tschüss.

Ich bin dir nicht böse, ruf mich an,

deine Teckler.

Hallo, mein wirklicher Name ist Tino.

Es tut mir leid, was ich neulich gesagt

habe, ihr seid keine Spinner.

Oder ich bin auch einer.

Mir geht es genauso wie euch.

Ich vermassle mir mein Leben, weil ich die

ganze Zeit nur an Sex denken kann.

Aber ich will, dass es anders wird.

Gut, dann wollen wir also nochmal abstimmen, ob

wir Tino bei uns aufnehmen.

Er wird es nicht schaffen.

Ist er?

Er hat sich entschuldigt, also gib ihm eine

Chance.

Was soll ich schaffen?

Unser Gruppenziel.

90 Tage ohne Sex.

90 Tage?

Hat das jemand schon mal geschafft von euch?

Ich werde es schaffen.

Ausgerechnet du?

Du schaffst doch noch nicht mal neun Tage,

wo wir wetten.

Wette angenommen.

Um was wettet ihr?

Wenn er die Wette verliert, dann wird er

die Gruppe verlassen und zwar sofort.

Okay, wenn sie die Wette verliert, muss sie

90 Tage mit mir Sex haben.

Jeden Tag.

Verlierst du.

Das ist super.

Da wette ich es auch drauf.

Habt ihr völlig den Verstand verloren?

Hier wird doch nicht gewettet.

Wir sind hier da, um unsere Probleme in

den Griff zu kriegen.

Wir sind doch hier nicht im Kindergarten.

Tut mir leid.

Mir auch.

Tino, du hast ab heute ein strenges Programm

vor dir.

Das Leben, das du bisher geführt hast, ist

vorbei.

Und zwar in jeder Beziehung.

Du wirst künftig einen Entreizamkeitskalender führen, der deine

Fortschritte festhält.

Und dann gibt es noch ein paar Regeln,

die du befolgen solltest.

Was machst du denn da?

Die ganze Sache nicht mehr.

Brauchst ein kleines Mal mehr geben.

Regel Nummer eins.

Verbanne alles aus deinem täglichen Leben, was dich

an deinem Körper befindet.

Pfeffer, Chili und andere scharfe Sachen sind tabu.

Mein Gott, nicht das Bild.

Tino, du kannst das Bild doch nicht einfach

wegschmeißen.

Ich meine, das Bild ist doch schön.

Dein Adressbuch.

Kann ich das haben?

Nein, tu es nicht.

Bitte, Tino, überleg dir, was du tust.

Regel Nummer zwei.

Bewältige jeden Tag für sich und sei stolz,

wenn du stark geblieben bist.

Strahl um zwei, neun, neun, sechs, sechs, neun,

neun.

Eins, zwei, drei, vier.

Und Tino, wie war deine erste Woche?

Oh, gut.

Fragt mich nicht, wie, aber ich habe durchgehalten.

Glückwunsch.

Und Esther, wie war deine Woche?

Was geht dich das an?

Ich kenne nicht mal dein Problem.

Alle anderen haben mir ihre Probleme erzählt.

Esther, er hat recht.

Du kennst die Regeln.

Tino gehört jetzt zu uns.

Einverstanden.

Esther ist ein Romantik-Junkie.

Ja, ich bin verrückt nach Romantik.

Ich mache mir einen romantischen Abend und ich

werde ganz scharf.

Am romantischsten ist natürlich die Hochzeit.

Ich glaube nur mal an die wahre Liebe

und an den einzig richtigen.

Oh, davon merkt man aber nicht viel.

Du weißt ja überhaupt nicht, wovon ich rede.

Aber mein Problem fängt ja auch erst an,

wenn ich wieder einen gefunden habe.

Wenn ich dann kurz vor der Hochzeit bin,

wenn es dann so richtig romantisch ist, dann

fange ich an zu zweifeln, ob es mich

vielleicht irgendwo doch einen besseren gibt.

Das war jetzt schon die dritte Hochzeit, die

in die Hose gegangen ist.

Nur weil ich im letzten Moment ausgerutscht bin.

Die dritte?

Ja, weil in letzter Sekunde wie immer so

ein unglaublich süßer Typ über den Weg läuft.

Das eine Mal war es der Taxifahrer und

das andere Mal war es einer der Trauzeugen.

Wow, das ist eine starke Geschichte.

Wie machst du das bloß?

Das musst du mich gerade fragen.

Ich gaukel den Frauen jedenfalls nicht vor, dass

ich sie heiraten will.

Hochzeiten sind doch albern.

Was ist so toll daran, sich für den

Rest seines Lebens festzulegen?

Warum?

Manche Menschen wissen warum.

Ja, so naive Menschen wie Stefan vielleicht.

Nicht so emotionale Grippe wie du.

Kinder, ich glaube, das ist der richtige Zeitpunkt

für eine Atemübung.

Okay?

Hört mal ihr mal.

Das erinnert mich an etwas.

Sind das Vögel?

Das ist ja wohl ein Ding.

Werner, das sind keine Vögel.

Komm, komm Werner.

Okay, das war's dann für heute.

Das nächste Mal treffen wir uns nicht hier.

Es ist Zeit für Tinos erste Aufgabe.

Was für eine Aufgabe?

Ich dachte, es gibt noch Regeln.

Naja, und nach den Regeln kommen die Aufgaben.

Die Gruppe hilft einem dabei.

In diesem Monat suchen wir die Orte auf,

die uns mit unseren größten Versuchen konfrontieren.

Und was habt ihr euch für mich ausgedacht?

Was muss ich jetzt machen?

Einmal durch und wieder zurück.

Aber ohne dabei ein Mädchen abzuschleppen.

Oder dich abschleppen zu lassen.

Wir warten an der Bar.

Na, wenn das alles ist, falls du Hilfe

brauchst, ich kann mitkommen.

Nein, Carlos.

Nein, aber...

Hey.

Hast du bei mir zugehört?

Ja, hätte ich gesagt.

Sorry, nicht rauchen.

Willst du mein T-Shirt nass spritzen?

Ein andermal.

Hi, willst du tanzen?

Nein, ich tanze nicht.

Hallo, du bist doch der Tino.

Ein andermal.

Hey, Tino!

Ich wusste nicht, dass du mir das hier

entgegenlässt hast.

Wir sehen uns später.

Frau Professor Kehl, ich würde dir vorstellen, mein

bester Kumpel Tino.

Herr Köster, schade, dass Sie diesmal meinen Kurs

nicht besucht haben.

Nein, Frau Professor.

Ja, natürlich ist es schade.

Entschuldigung, ich muss lernen.

Alter.

Entschuldigung.

Entschuldigung.

Hey, bleibt doch mal hier.

Entschuldigung, darf ich mal durch?

Wohin denn so schnell?

Hey!

Du hast es geschafft!

Hey, das war fantastisch!

Das gibt mir fast keiner bei so einem

ersten Mal.

Ach, echt?

Nächste Woche ist dann Esther mit ihrer Aufgabe

dran.

Hey, allmählich machen wir alle Fortschritte.

Hier, hab ich dir mitgebracht.

Tino, ich brauch noch mal deine Hilfe für

mein Zwischendiplom.

Ich muss noch einen einzigen Schein machen.

Nächste Woche in Soziologie bei der KETA.

Wenn du wieder die Aufgaben besorgst und ich

...

Diesmal geht das nicht.

Und wie sollen wir dann unser Beton schaffen?

Lernen!

Lernen?

Was soll das denn?

Ich bin jetzt in dieser Gruppe.

Bei mir läuft jetzt alles anders.

Tino, du bist schwanzgesteuert.

Das warst du schon immer, da kannst du

gar nichts machen.

Ach ja?

Jetzt hör mal zu, du notgeiler Trottel.

Wenn du die Aufgaben brauchst, dann besorg sie

dir selbst von deiner Professorin.

Wenn du das sagst, du alter Klugscheißer, notgeiler

Trottel, dann werde ich dir mal zeigen, was

so ein notgeiler Trottler alles kann.

Hey!

Stopp!

Das hier reicht völlig.

Esther!

Und was willst du mit meinen Brüsten machen?

Nein!

Alles wunderbar.

Du willst mir jetzt die Schuhe ablecken?

Ach, ganz klasse.

Ich zieh mir jetzt das Racket aus.

Und hiermit erkläre ich sie zu Mann und

Frau.

Das Spiel fängt gleich an.

Wo steckst du?

Hier, Trainer.

Danke dir.

Ich hätte nie gedacht, dass du es so

weit schaffst.

So Rollerbläden kann doch jeder.

Das meine ich gar nicht.

Ich meine die Tage, die du durchgehalten hast.

Siehst du, hättest du die Wette glatt verloren.

90 Tage Sex.

Dann hätte ich sie halt verloren.

Esther, jetzt warte doch mal!

Esther!

Hey!

Esther, Entschuldige.

Ich wollte dir eigentlich die ganze Zeit schon

was sagen.

Nämlich, dass es mir leid tut mit Stefan.

Tino, überschätz dich nicht.

Noch würdest du bei jeder Gelegenheit wieder rückfällig

werden.

Ach ja?

Was ist mit dir?

Du würdest das auch oft wieder tun.

Lass mich einfach.

Warum gibt es da eigentlich immer mir die

Schuld?

Ich war auf der Hochzeit schließlich nicht alleine.

Weil ich Typen wie dich kenne und ihr

macht mich einfach krank.

Warte doch mal!

Wieso kennst du ja nicht so Typen wie

mich?

Ich dachte, du suchst nach deinem Traummann.

Tu ich auch.

Und woran merkst du, dass du ihn gefunden

hast?

Das ist schwer zu sagen.

Zieh dich doch mal um.

Wenn du das hier siehst, berührt dich das

gar nicht?

Hast du nicht auch das Gefühl, dass dir

was fehlt?

Ein Menschchen zum Beispiel, der dich genauso liebt

wie du ihn.

Hast du nicht bei irgendeinem Abenteuer mal das

Gefühl gehabt, du hast deine Traumfrau getroffen?

Eine Frau, die dich so glücklich macht und

bei der du dich so stark fühlst, wie

bei keinem anderen.

Nein.

Wenn ich mit einer Frau zusammen war, war

das wie ein kurzer Rausch.

Und Stefan war also der Mann deines Lebens?

Ja.

Ich hab gedacht, der wäre meine Zukunft.

Und was machst du, wenn die 90 Tage

vorbei sind?

Suchst du dir wieder einen neuen Traummann?

Wahrscheinlich ja.

Vielleicht gibt mir Stefan auch nochmal eine Chance.

Und du?

Was machst du nach den 90 Tagen?

Wie sieht deine Zukunft aus?

Ach, ich versuch erstmal, mit meiner Familie ins

Reine zu kommen.

Dass sie mir verzeihen.

Das ist ein gutes Ziel.

Hey, was guckst du mich jetzt so komisch

an?

Frau, ich guck dich doch nicht komisch an.

Doch.

Nein.

Tino, das dürfen wir nicht.

Lass uns wieder fahren.

Esther, warte doch mal!

Warum?

Ich weiß nicht.

Irgendwas stimmt nicht.

Nein!

Tino, wir dürfen das nicht.

Geh bitte weg.

Tino, so geht das.

Esther, was ist?

Jetzt ist wirklich Schluss.

Esther, bitte.

Ich will dich nicht mehr sehen.

Nie wieder.

Esther!

Hey, Junge.

Was treibst du denn hier?

Ach, Esther.

Alles in Ordnung?

Ja, ja.

Alles wunderbar.

Hast ja wirklich ein Händchen für Tiere, wenn

du mal einen Job brauchst.

Ich brauch einen.

Gibt's da auch Frauen?

Ja.

Okay.

Hast du was von Esther gehört?

Nee, dabei wäre sie morgen eigentlich mit ihrer

Aufgabe dran.

Und wir hatten uns sowas Schönes für sie

ausgedacht.

Sex mit mir?

Nein.

Schließlich sollte sie sich ja ihrer schlimmsten Versuchung

stellen.

Und was sollte das sein?

Ein romantisches Abendessen.

Mit wem?

Du hast also noch nie mit deiner Frau

ein romantisches Abendessen gehabt, ja?

Ich hatte noch nie Zeit für Romantik.

Die wollten doch alle nur mit mir ins

Bett.

Ah, verstehe.

Frauen können ja so gemeint sein.

Eben.

Außerdem geht's bei Esther und mir nicht um

Romantik.

Es geht um ...

um ...

Ah, verstehe.

Also zu meiner Zeit, ja, da hat man

einfach miteinander gesprochen, um sich besser kennenzulernen.

Über Musik, über Sport oder über das Wetter.

Ach komm, Wetter ist doch blöd.

Na, dann bleib einfach du selbst.

Dann klappt das schon.

Entschuldigen Sie, wir schließen.

Gleich.

Esther, ich will dich zu deiner Aufgabe abholen.

Ich geh nicht mehr in die Gruppe.

Ich mach keine blöden Aufgaben mehr.

Gehst du bitte?

Ich muss den Laden schließen.

Esther, das bringt doch jetzt nichts wegzulaufen.

Es muss doch einen anderen Weg gehen.

Ich verspreche dir, wenn du wieder zurückkommst, dann

wird nichts passieren.

Ich hab nur Lust.

Kannst du mich nicht einfach in Ruhe lassen?

Ich war auf dem besten Weg und jetzt

...

Gehst du bitte?

Esther, bitte.

Esther.

Ah, bei diesem Krach.

Entschuldige.

Behalte es einfach.

Esther, warte!

Wenn wir aneinander arbeiten, können wir vielleicht Freunde

werden.

Wer sagt denn, dass ich mit dir befreundet

sein will?

Hey, wer ist das denn?

Das ist doch unser Tino, der mit Frauen

überhaupt nichts mehr zu tun haben will.

Walter, bitte lass das.

So, wenn du jetzt Mönch bist, dann ist

das bestimmt eine Nonne.

Obwohl, du siehst gar nicht aus wie eine.

Walter, das ist Esther.

Ah, die kleine Nymphomanin aus deiner Gruppe.

Na, das ist natürlich was total anderes.

Sie ist keine Nymphomanin.

Hast du Angst, dass ich dir ausspann?

Bitte still, sonst ...

Ja, sonst?

Esther!

Esther!

Esther!

Bist du fertig?

Du blödes Arschloch!

Tino, bist du okay?

Alles bestens.

Ich glaube, ich bring dich am besten zu

Diana.

Die kennt sich mit sowas aus.

Hallo, schönen guten Tag.

Küster, Tino Küster, wir müssen zu Frau Dr.

Rengs, es ist ein Notfall.

Na gut, gehen Sie bitte ins Wartezimmer.

Dankeschön.

Lass uns ganz schnell verschwimmen.

Herr Küster, bitte.

Frau Dr. Oh, ich dachte eigentlich, Sie wären

...

Ja, Küster, genau, das bin ich, Stefan Küster.

Grüße Sie alle.

Und was fehlt Ihnen denn, Herr Küster?

Ich stehe ein bisschen unter Strom.

Ich habe seit Kurzem Probleme in meiner Firma

und ja, seitdem so ein Ziegen hier in

der Leisten ging.

Das klingt ...

unangenehm.

Soll ich mich mal freimachen?

Ja.

Bitte.

Ist das so schlimm?

Das ist einfach unglaublich.

Ist bestimmt gleich vorbei.

Oh mein Gott, hoffentlich ist da nichts gebrochen.

Wenn da was bricht ...

Weißt du eigentlich, dass du der erste Mann

bist, der sich für mich geschlagen hat?

Weißt du eigentlich, dass du die erste Frau

bist, die mir nicht mehr aus dem Kopf

geht, seitdem ich mit dir geschlafen habe?

Deshalb willst du nochmal mit mir schlafen?

Ja.

Ist das Liebe?

Ich weiß nicht.

Aber immer wenn ich vor dir wegrenne, würde

ich mich am liebsten wieder umdrehen und zu

dir gehen.

Dabei kann ich dich nur nicht machtig ausstehen.

Ich dich auch nicht.

Verrückt.

Tino?

Ja?

Was ist die Aufgabe?

Ein romantisches Abendessen.

Das ist richtig hart.

Prost, Madame.

Prost, Monsieur.

Eine Aperitif?

Schatz?

Lass das.

Ein Wasser, bitte.

Für mich auch, bitte.

Danke.

Wasser ist sehr gut.

Alkohol entnimmt.

Madame?

Vielen Dank.

Monsieur?

Das ist der erste Abend zu zweit.

Worüber wir nicht nachdenken sollten.

Nein.

Und was jetzt?

Konversation.

Gut.

Tolle Angebote hier.

Und alles auf Französisch.

Die Sprache der Liebe.

Tino.

Chérie?

Du sollst sowas nicht sagen.

Wie?

Es gehört doch zur Aufgabe.

Haben mich deine Traummänner so leicht rumgekriegt?

Nein.

Naja, lass uns über was Normales reden.

Okay.

Wir können über Musik reden.

Über Sport.

Oder über das Wetter.

Wetter, klar.

Tolles Thema.

Sie haben gewählt?

Gewitter.

Monsieur?

Es soll heute noch Gewitter geben.

Ich bekomme später noch ein Mal.

Stimmt, das ist schon ganz schön.

Kratzt das Kleid?

Nein, nein.

Was hast du denn?

Das kann ich dir nicht sagen.

Es kratzt.

Nein.

Der Stoff ist ganz angenehm.

Warum guckst du nur auf meine Brust?

Ich schaue nicht auf deine Brust, ich schaue

aufs Kleid.

Aber unter dem Kleid ist meine Brust.

Ich sehe sowas nicht.

Jetzt sehe ich es auch, Mist.

Ist Ihnen ja nicht gut.

Aber Sie haben ja noch nicht einmal gegessen.

Schenken Sie einfach einen.

Dankeschön.

Esther, sei doch nicht traurig.

Ich bin nicht traurig.

Ich bin wütend, weil ich könnte schon wieder

mit dir.

Ich könnte auch jetzt schon wieder mit dir.

Wir werden es aber nicht machen, weil wir

stark sind.

Sind wir?

Ja.

Gut.

Habe ich was falsch gemacht?

Nein.

Ich habe Schenken gepackt.

Ja, das ist ja wirklich gut gelaufen.

Ja.

Gute Nacht.

Ja, okay, gute Nacht.

Du hast es geschafft.

Kommst du jetzt wieder in unsere Gruppe?

Ja, ich glaube, wir kriegen das hin.

Genau, als Freunde.

Wir können alle stolz auf uns sein.

Wir kommen unserem Gruppenziel verdammt nahe.

Bis auf Carlos.

Aber es war unfair.

Die Kleine hat sich von mir ausgezogen.

Das war die Herausforderung.

Ich wollte ihr doch wieder in ihre Kleider

helfen.

Carlos, am Ende wart ihr beide nackt.

Jedenfalls haben wir uns alle unseren schlimmsten Versuchungen

gestellt und wir haben die Aufgabe geschafft.

Jetzt kommt die nächste Aufgabe.

Und die wird richtig schwer.

Wir müssen mit unserer Vergangenheit ins Reine kommen.

Wir werden uns bei allen Menschen, die wir

in unserem Leben verletzt haben, entschuldigen.

Das heißt, bei allen Liebhabern, die wir einfach

fallen gelassen und bei allen Kunden und Patienten,

die wir missbraucht haben.

Naja, und natürlich auch noch bei allen Freunden,

Familienangehörigen, die wir einfach im Stich gelassen haben.

Klar?

Viel Glück.

Anja Ahrendt Anja?

Hier ist Tino.

Erinnerst du dich noch?

Ich wollte mich bei dir entschuldigen.

Hallo Bettina, hier ist Tino.

Erinnerst du dich noch?

Du, es tut mir leid, wie ich mich

damals verhalten habe.

Hast du zufällig die Nummer deiner Zwillingsschwester im

Korb über?

Danke.

Hallo Boris, hier ist Tino.

Du, ich wollte mich bei dir entschuldigen.

Hallo Evelin, hier ist Tino.

Du, ich wollte mich bei dir entschuldigen.

Hallo Franziska, hier ist Tino.

Ich wollte mich bei dir entschuldigen.

Hallo Gabi, hier ist Tino.

Ja, hallo.

Ja, hallo Helga, hier ist Tino.

Ja, hallo.

Isabelle, tschüss Zoe.

Okay, auf wen hätten wir jetzt kommen verwandt?

Stefan.

Tino, was machst du denn hier?

Schön, dass du da bist.

Ich freue mich auch, dich zu sehen.

Ich wollte eigentlich mit Stefan sprechen.

Aber was ist denn los?

Die Firma, sie steht kurz vor dem Ruin.

Wir werden vielleicht das Haus verlieren.

Stefan ist im Wohnzimmer.

Was willst du denn hier?

Später.

Bitte erklär mir erstmal, was los ist.

Wenn du es unbedingt wissen willst, unserer Firma

geht es nicht gut.

Die Aktien sind in den Keller gefallen und

die Banken streichen die Kredite.

Wenn nicht ganz schnell was passiert, dann werden

wir morgen möglicherweise an einen Konkurrenten verkauft.

Gibt es aber gar nichts, was du tun

kannst?

Ich habe alles versucht.

Ich verhandele seit Tagen mit der Anwältin der

Gegenseite, um ihr Angebot an die Banken einzustellen.

Wenn ich es kennen würde, könnte ich natürlich

gegenlenken.

Eine Frau?

Frau Dr. Dominic Meyer.

Sie ruiniert alles, was Papa aufgebaut hat.

Und das hängt alles von diesem Angebot ab?

Tja, leider.

Was willst du überhaupt hier?

Auch wenn das gerade nicht so passt, aber

ich wollte mich bei dir entschuldigen, Stefan.

Es tut mir leid, dass ich deine Hochzeit

ruiniert habe.

Und deine Zukunft mit dieser wunderbaren Frau.

Alles Gute.

Stefan Krister?

Esther?

Ich wollte dich nur kurz anrufen, um mich

bei dir zu entschuldigen.

Du auch?

Ähm, ach nichts, nichts.

Das, was ich dir angetan habe, das ist

wirklich unfassbar.

Unverzeihbar.

Und all die Hoffnung, die ich dir gemacht

habe.

Es war nicht deine Schuld.

War es nicht?

Es war mein Bruder.

Da bin ich mir nicht ganz so sicher.

Esther, ich freue mich wirklich sehr, wieder von

dir zu hören.

Was hältst du davon, wenn wir bei einem

Abendessen Frieden schließen?

Bei einem Abendessen?

Stefan, das halte ich für eine nicht so

gute Idee.

Tschüss.

Naja.

Vielleicht hast du recht.

Das ist keine gute Idee.

Hier arbeitest du also?

Ist es nicht der Hund, der...

Der uns damals gerettet hat, ja.

Was willst du hier?

Die Aufgabe.

Erinnerst du dich?

Wir müssen mit allen reden und uns bei

ihnen entschuldigen.

Ja, aber du musst dich doch hier nicht...

Es tut mir leid.

Alles, was bisher passiert ist und wie ich

dich behandelt habe, und dass ich dir die

ganze Schuld gegeben habe.

Entschuldigung angenommen.

Ich glaube, sind die 90 Tage vorbei und

dann haben wir es geschafft, das Rechenzieher.

Hast du dir schon überlegt, wie übermorgen deine

Zukunft aussehen wird?

Lass uns nur nicht so weit denken.

Es ist nur nicht geschafft.

Denk an Riegel 4.

Nimm dir einen Tag auf einmal vor.

Warum denn so pessimistisch?

Was ist los?

Nichts.

Nichts.

Morgen ist ein neuer Tag.

Wahrscheinlich hast du recht.

Dann sehen wir uns heute Abend in der

Gruppe.

Ja.

Das ist ja merkwürdig.

Als ich klein war, da wollte ich auch

mal so einen Hund haben.

Wirklich?

Das ist ja lustig.

Ich auch.

Ja dann, bis später.

Tschüss.

Entschuldigung, wie dumm von mir.

Kennen wir uns nicht?

Nein.

Tino.

Dominik Meyer.

Vielen Dank.

Hallo.

Wo ist denn Tino?

Er hat angerufen, er kann heute nicht.

Wir bringen ihn in Verabredung.

Verabredung?

An unserem großen Tag?

Esther, komm, setz dich doch.

Nee, ich hole ihn schnell, wir gleich.

Hallo.

Esther, was machst du denn hier?

Was machst du denn zu Hause?

Wir haben doch heute unser Treffen.

Tino, mein kleiner Stier.

Wo bleibst du denn?

Hallo.

Hallo.

Aha, morgen ist also neuer Tag, ja?

Ist dir wenigstens gut, ist es wert?

Esther, Moment.

Weißt du was, kleiner Stier, du bist ein

Schwein.

Tino?

Tino.

Viel Glück stattdessen.

Tino.

Tino.

Ich muss euch was gestehen.

Ich hab's nicht geschafft.

Ich hab's nicht durchgehalten, 90 Tage ohne Sex

zu leben.

Ich bin letzte Nacht rückfällig geworden.

Und Esther hat mich dabei erwischt.

Deswegen ist sie nicht hier.

Und ich glaube, diesmal kommt sie auch nicht

wieder.

Glaubst du, einem von uns geht's besser als

dir?

Nein.

Wir belügen uns doch alle nur selbst.

Und hiermit erkläre ich sie zu.

Ich, ich erkläre.

Was wollen Sie?

Halt!

Ich habe längst aufgehört, gegen meine Lust anzukämpfen.

Das tut mir leid.

Ich hatte vorgestern Nacht wieder Dienst.

Und da rief dieser Mann mit der erotischsten

Stimme der Welt an.

Okay.

Und jetzt zeige ich dir noch was viel

Besseres.

Holst du die Dusche?

Okay.

Dreh das Wasser an.

Oh!

Ganz kalt.

Oh!

Es ist kalt, kalt, kalt.

Oh ja, schon viel besser.

Wie viele Orgasmen?

Sieben.

Das ist sehr viel, das ist sehr viel.

Und du Diana, wie lief's bei dir?

Och, kaum anders als bei euch.

Ehrlich gesagt, ich habe euch auch belogen.

Vertrauen Sie mir?

Natürlich, Sie sind ja die Ärztin.

Dann legen Sie sich doch mal auf die

Liebe und entspannen Sie sich.

Und?

Jetzt?

Was machen wir jetzt?

Ich fürchte, unsere Selbsthilfegruppe hat niemandem so wirklich

geholfen.

Wahrscheinlich ist es das Beste, wir lösen uns

einfach auf.

Alter, es tut mir leid.

Du hattest recht.

Dann hast du diese komische Gruppe nur besucht,

weil da so tolle Bräute rumhängen.

Wenn ich drüber nachdenke, ja.

Ich wusste es!

Ich wusste es!

Komm, wir können auch wieder Freunde sein.

Klar.

So, jetzt lass mal sehen, was es hier

so gibt.

Hallo?

Hast du Lust, nach der Uni mit mir

mal aus Genossenschaftsmodell zu besprechen?

Verpiss dich doch einfach.

Zu mir oder zu dir?

Ah!

Reicht dir die Antwort, du Wichser?

Das war ja schrecklich.

Was ist denn los?

Ach, was machst denn du hier?

Entschuldige.

Ich hab's zu Hause nicht ausgehalten.

Bist dir die Decke auf den Kopf gefallen,

ja?

Bert, irgendwas ist mit mir passiert.

Ich hab gestern versucht, ein Mädchen aufzureißen.

Was heißt eine?

Fünf oder sechs?

Aber ich war für die nur noch Luft.

Schlimmer noch, die haben über mich gelacht.

Na ja.

Du hast dich halt in letzter Zeit sehr

stark verändert.

Du musst dich jetzt nur noch fragen, bin

nämlich nicht heute lächerlich, oder war das vielleicht

früher?

Stefan Köster?

Hallo, ich bin's, Esther.

Esther?

Wie geht's dir?

Äh, mir geht's gut.

Und dir?

Ja, mir geht's auch gut.

Ja, das hört sich ja toll an.

Find ich auch.

Warum rufst du an?

Ja, weißt du...

Abendessen.

Sollen wir beide Abendessen gehen?

Ja.

Sie haben eine neue Nachricht.

Hallo, Tino.

Bestimmt wunderst du dich, dass ich dich anrufe.

Ich möchte dich zum Essen einladen, und zwar

am Freitag um acht bei uns zu Hause.

Wir feiern die Rettung der Firma.

Schön, dass du gekommen bist.

Wir sind heute Abend nur zu dritt.

Mama und Papa sind eingeladen.

Schatz?

Ihr beide kennt euch ja noch.

Hallo, Tino.

Ja, wirklich schön, dass du kommen konntest.

Das hast du schon mal gesagt.

Willst du es vergessen?

Nein.

Also, nächsten Monat ist unsere Hochzeit.

Entschuldigung.

Ja, ich gratuliere.

Ihr seid ein fantastisches Paar.

Danke.

Ja, dann stoßen wir doch mal an.

So, dann mal zur eigentlichen Überraschung dieses wunderschönen

Abends.

Tino, wie ich dir schon gesagt habe, hat

sich die Situation unserer Firma ja verbessert.

Und ich bin neue Führungsposition, Tino.

Und du wirst es nicht glauben, da habe

ich an dich gedacht.

Also, ich finde, du könntest sich neben deinem

Studium schon mal halb das anfühlen.

Ich danke dir für dein Angebot, Stefan, aber

ich kann es nicht annehmen.

Weißt du, ich habe mal einen Platz gefunden,

im Tierheim.

Im Tierheim?

Du willst den ganzen Tag Hunde füttern?

Tino, das ist doch kein Leben.

Du bist doch ein Köster.

Ich bin zufrieden mit dem, was ich mache.

Tino, aus dir wird nie was.

Vielleicht.

Aber dafür fühle ich mich zum ersten Mal

in meinem Leben geborgen.

Das können nicht viele von sich sagen.

Ich glaube, ich gehe jetzt lieber schlafen.

Nein, nein, lass mal.

Ich gehe.

Wisst ihr was?

Hier bei euch ist sie gut aufgehoben.

Ich schenke sie euch zur Hochzeit.

Prost oder Keule?

Prost, bitte.

Es ist toll, dass ihr gekommen seid.

Warum hast du uns angerufen?

Setzt euch doch.

Ich wollte eigentlich nur wissen, wie es euch

geht.

Gut.

Heißt das, du hast die 90 Tage geschafft?

Was heißt die 90?

100 oder 150.

Mir kommt es eigentlich vor wie Tausende.

Was ist mit dir, Michael?

Bestens.

Wirklich bestens.

Ich habe mich ins Finanzamt versetzen lassen.

Schön ruhig da.

Mir geht es super.

Ich habe einen neuen Job im Supermarkt.

Käsetheke.

Ich wusste gar nicht, dass es so viel

Käse auf dieser Welt gibt.

Carlos, was ist mit dir?

Torschützenkönig der Saison.

Der Ball ist rund.

Dagegen treten kann jeder.

Mir geht es bisschen.

Um ehrlich zu sein, mir auch.

Wir haben es geschafft, unsere Lust unter Kontrolle

zu bringen.

Aber uns geht es nicht besser.

Ich glaube, ich weiß auch warum.

Unser Problem ist nicht, unsere Lust unter Kontrolle

zu kriegen.

Unser Problem ist, dass wir einsam sind.

Ich wollte immer von meiner Familie akzeptiert werden.

Aber hier in der Gruppe war ich das

erste Mal mit Menschen zusammen, die mich akzeptieren.

Sex hat für mich eine völlig andere Bedeutung

bekommen.

Durch euch habe ich mein Problem in den

Griff bekommen.

Aber ohne euch fühle ich mich einfach verdammt

einsam.

Ich glaube, unser größter Fehler war, dass wir

auseinandergegangen sind.

Ich bin echt froh, dass ich euch wieder

habe.

Ich auch.

Es ist so schön wieder hier zu sein

bei euch.

Mir geht es genauso.

Ich bin total gerührt.

So lange nicht gewesen.

Weißt du was?

Ich darf letztendlich mit der Thiago machen.

Ja, so ungefähr.

Hast du was von Esther gehört?

Esther heiratet morgen.

Aber Tino ...

Wieso?

Ich habe doch euch ...

Wir müssen das übernehmen.

Weswegen?

Wegen Esthers Hochzeit.

Weißt du?

Nein.

Nein, passiert doch nicht.

Esther darf nicht heiraten.

Das ist ein Fehler.

Tino liebt sie.

Und sie Tino.

Wir müssen rauskriegen, wo die Hochzeit stattfindet.

Kein Problem.

Wir brauchen eine Strategie.

Sagte mein Trainer auch immer.

Und?

Was und?

Na ja, welche Strategie ist hier am erfolgreichsten?

Das einfachste?

Hallo, alle mal herhören.

Sind die Trauzeugen schon da?

Ja, hier.

Bitte beide mal zu mir kommen.

Wir müssten mal kurz den Text für die

Zeremonie durchkriegen.

Ja, kommen Sie.

Jetzt wäre es besser, das geht ganz schnell.

Verstanden.

Herr Kollege?

Kann ich Sie mal bitte dringend sprechen?

Ja, bitte.

Bitte vier Augen.

Hast du die Linie?

Ja, klar.

Hier.

Entschuldige, ich komme gleich.

Tatjana?

Was machst du denn hier?

Ich habe einen neuen Job.

Lustiger Zufall, was?

Schatz, können wir?

Ja.

Goldi!

Er ist da.

Michael.

Ja, mein Kollege ist stumme Weise in letzter

Minute ausgefallen.

Lustiger Zufall, nicht?

Wo sind denn die Trauzeugen?

Hier.

Carlos, Diana.

Ich werde, ich werde immer für Sie da

sein, die guten Gäste.

Nein, Carlos, nein.

Das ist nicht dein Text.

Sie sind doch Doktor...

Diana Weider, genau.

Wie geht's Ihnen denn?

Alles wieder gesund?

Ja, danke.

Ihre Behandlung war ja großartig.

Ihre Behandlung?

Mach einfach weiter.

Ja, gut.

Was machst du denn hier?

Was soll das?

Hey, hey!

Hey!

Goldie!

Scheint Ihren Herrn den Marsch zu blasen, was?

Auf!

Ihren Hochzeitsmarsch?

Ich bin nicht Ihr Herrchen.

Stefan ist Ihr Herrchen.

Das sieht Goldie wohl anders.

Ich muss die Ringe zurückbringen.

Was soll das?

Stopp, stopp, stopp.

Gebt mir Waden.

Wir sind eh schon viel zu spät.

Danke, Herr.

Kommt, kommt!

Sie beide, Esther Brandt und Stefan Köster, haben

sich gemeinsam dazu entschlossen und wir fragen uns

auch alle, warum, den Bund der Ehe einzugehen.

Sollte das nicht ein wenig feierlicher klingen?

Ja, natürlich.

Und so frage ich Sie, Kraft meines Amtes

und auch weil es mich persönlich interessiert, Frau

Esther Brandt, wissen Sie eigentlich noch genau, was

wir tun?

Hör auf damit, bitte.

Gut.

Dann gehen wir jetzt alle nach Hause.

Wir gehen niemals nach Hause.

Sag mal, was ist hier eigentlich los?

Keine Ahnung.

Entschuldigung.

Frauen, lassen Sie sofort mal Ihren Platz.

Und wer sind Sie?

Ich bin Ihr zuständiger Standesbeamter.

Ihr habt mich in die Besenkammer eingesperrt.

Jetzt trauen Sie uns, egal wer.

Bitte, Herr Köster, Sie können schon mal die

Ringe herausholen.

Die Ringe sind weg.

Wo sind die Ringe?

Daran haben wir nichts zu tun.

Ich habe sie.

Entschuldige, Stefan.

Grollig hat sie entführt.

Danke dir.

Tino, danke dir auch für alles, was du

für die Familie getan hast.

Ich wünsche euch beiden viel Glück.

Was?

Das war's schon?

Hey, Tino!

Tino!

Tino, warte mal!

Bleib doch hier!

Hab ich doch gewusst, dass er wieder Ärger

machen muss.

Keine Angst, Papa, ich bin gleich weg.

Ich...

Ich wollte nur sagen, dass ich dich zum

ersten Mal in meinem Leben beneide stelle.

Papa, du hast dir eine großartige Frau ausgesucht.

Versprich mir, dass du gut auf sie aufpasst.

Esther, es hat mich gefreut, dass ich mit

dir...

...Holab leiden durfte.

Dieser verdammte Nichtsnutz, warum hält er sich nicht

an die Regeln?

Papa, bitte sei still!

Sag mal, Stefan, wie redest du mit mir?

Du tust Tino diesmal zu.

Ohne Tino wären wir alle nicht hier.

Und ohne Tinos besondere Fähigkeiten hätten wir unsere

Firma verloren und vielleicht sogar unsere Existenz.

Was meinst du?

Tino hat sich um die Anwältin der Gegenseite

gekümmert.

Die Anwältin?

Er hat sie flachgelegt?

Ja, um an die Informationen zu kommen, die

ich brauchte, um die feindliche Übernahme zu verhindern.

Deshalb hat er mit der Frau geschlafen?

Das ändert wohl einiges, Esther, nicht?

Ich verstehe überhaupt nichts mehr.

Ihr gehört zusammen?

Sag's ihm, Esther.

Das ist meine Selbsthilfegruppe.

Und Tinos.

Die hatten alle ein Problem mit Sex.

Mir ging's wie ihm.

Ich wusste lange nicht, wer ich bin und

was ich wirklich will.

Wie ich es schaffe, so zu sein, wie

ich sein möchte.

Und die Kraft dieser Menschen hat mir geholfen.

Jedes Mal, wenn ich von mir selbst weggelaufen

bin, dann haben sie sich mir den Weg

gestellt.

Sie alle.

Aber...

Vor allem Tino.

Vor allem Tino.

Ja, geht es jetzt mal irgendwie weiter?

Worauf wartest du dann noch?

Was?

Lauf.

Aber diesmal in die richtige Richtung.

Tja, ist hier sonst noch jemand, der in

meinen Bruder verliebt ist?

Was machst du denn jetzt hier?

Na, bitte sag nichts.

Geh sofort wieder zurück.

Diesmal spiel ich nicht dein Fluchthelfer.

Ich bin nicht geflohen.

Aber du kannst doch Stefan nicht schon wieder

stehen lassen.

Ich habe Stefan auch nicht stehen lassen.

Er hat mich stehen lassen.

Quasi.

Und wenn dir jemand jemanden stehen lässt, dann

bist du das.

Ich?

Ja.

Heißt das...

Esther, kann das sein, dass das Liebe ist?

Ich glaub schon.

Sie werden auch noch die Richtige finden.

Meinen Sie?

Übrigens, Ihre Behandlung neulich, die war...

Das könntest du jeden Tag haben.

Du weißt schon, was wir die nächsten 90

Tage machen werden, oder?

Du wirst keine Sekunde das Bett verlassen.

Es ist immer nur du und ich.

Immer.

Es ist immer nur du und

ich.

Immer.

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