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* Stimmengewirr *
* schnelle Schritte *
* Keuchen *
* angestrengte Laute *
* Er keucht. *
Hier entlang. Wir sind fast da.
* spannende Musik *
Wilhelm. Nicht bewegen.
Halt. Wer ist da?
Tapferkeit und Weisheit.
Ist der Grundsatz unseres Hauses der Normandie.
Ich vertraue Ihnen jetzt Wilhelm an. Was? Nein.
Ich will kämpfen, Osbern. Ich bleib bei dir.
Du und ich? Ganz allein gegen die blutrünstigen Barone?
Ich räume uns keine großen Chancen ein, junger Herzog.
Nimm dir Zeit, erwachsen zu werden. Sei stark. Vergiss eines nicht:
Du bist Wilhelm der Normandie.
Na los. Wir sollten uns beeilen.
Nein.
Wir werden uns bald wiedersehen. Hier.
Ich vertraue dir den Bogen deines Vaters an. Achte gut auf ihn.
* Pferde wiehern. *
* Stimmengewirr *
Geht schnell. Ich halte sie auf.
Richten Sie der gnädigen Frau aus, dass ich ihren Sohn
wie meinen eigenen beschützen werde. Das ist ein Versprechen. Osbern.
* Stimmengewirr, spannende Musik *
Alles in Ordnung?
* magische Klänge *
* Titelmusik *
* Titelmusik *
Hugo Alice
Es ist nicht mehr weit.
Ab jetzt bist du nicht mehr Wilhelm.
Ab jetzt bist du Hugo, wie besprochen.
Wiederhole noch mal deine Geschichte.
Man nennt mich Hugo.
Meine Eltern sind bei einem Brand gestorben.
Meine Tante Cécile hat mich aufgenommen.
Seither lebe ich bei ihr und ihren Töchtern.
Du klingst wie ein Herzog. Du musst besser aufpassen.
Deine Identität muss geheim bleiben.
Deine Feinde suchen dich, und wenn sie dich finden, ist das dein Tod.
Ich habe keine Angst. * Schrecklaut *
Es war nichts. Sicher nur ein Fuchs. Los, beeilen wir uns.
Osbern hat gesagt, ich kann Euch vertrauen.
Ich weiß nicht, wer Ihr seid.
Deine Mutter hinterließ eine Nachricht, dass du in Gefahr bist.
Und sie dich nicht beschützen könnte. Ihr helft uns? Wieso?
Deine Mutter und ich sind zusammen aufgewachsen.
Wir sind wie Schwestern. Wir kommen sozusagen aus derselben Familie.
Den müssen wir verstecken. Du bist jetzt ein Bauer.
Ich kenne keinen Bauern, der so eine schöne Waffe bei sich trägt.
Da sind wir.
Mein Hof ist ein friedlicher Ort, dort wirst du in Sicherheit sein.
* Rascheln *
* Hahn kräht. *
* Er stöhnt. *
Bist du endlich mal wach? Spielen wir?
* Sie lacht. *
Woher kommt dieser neue Cousin? Aus einem Dorf an der Küste.
Wie lange wird er bei uns bleiben? Ich weiß es nicht, Alice.
Für eine gewisse Zeit. Ach, Hugo.
Kinder, das ist euer Cousin, Hugo. - Tag, Hugo.
Er ist heute Nacht angekommen und wohnt eine Weile bei uns.
Guten Tag. Hugo, das sind Alice und Hilda.
Ich verlasse mich darauf, dass ihr nett zu ihm seid.
Sag mal, isst du morgens viel? Ich nämlich schon.
Soll ich dir aufzählen, was ich alles esse?
* Tür schließt. *
* Hühner gackern. *
* Gackern, er stöhnt. *
Äh, bist du dir sicher, dass du schon mal ein Huhn gefangen hast?
Natürlich. Schon zahlreiche. Äh. Ich meinte, schon öfter.
* aufgeregtes Gackern *
Grüß dich, Turstin. Tag.
Musst du nicht deinem Vater in der Schmiede helfen?
Später. Ich bringe die hier deiner Mutter.
Ihr werdet sie sicher für die Ernte brauchen.
Vielen Dank, das ist nett.
Oh, grüß dich.
Ich bin Hugo. Ich bin der Cousin von Alice. Wo kommst du her?
Einem Dorf an der Küste,
meine Eltern sind bei einem Brand gestorben.
Das tut mir leid.
* Hühner gackern. *
Ach, Turstin, wir gehen angeln. Kommst du mit?
Ich werde euch dann bei der Rückkehr eures Ausfluges wiedersehen.
Willst du nicht mitkommen?
Das ist nett, aber ich bin kein guter Angler.
Ich dachte, du wohntest an der Küste.
Hast du nie mit deinen Eltern geangelt?
Doch, wir haben sogar oft geangelt. Ich habe nur gerade keine Lust.
Ich sollte mal deiner Mutter helfen. Ich habe mich an der Hand verletzt.
Ein komischer Cousin.
Hugo? Was machst du da, so allein?
Alice ist mit Turstin angeln gegangen.
Wieso bist du nicht mit?
Ihr könntet euch dabei kennenlernen. Ich kann nicht angeln.
Im Schloss hatte ich nur Reitunterricht.
Ach so, verstehe. Ich werde es dir zeigen.
Sonst wird noch einer misstrauisch.
Alice sieht mich schon seltsam an. Weil sie sehr schlau ist.
Du bist aber auch ein kluges Köpfchen.
Ich bin mir sicher, dass du dich schnell hier einleben wirst.
Ich finde, Adliger zu sein, ist deutlich einfacher.
Findest du? Das Leben im Schloss hat sicher Vorteile.
Aber warte noch ein paar Tage.
Du wirst die Freiheit hier noch schätzen lernen, vertraue mir.
Jetzt gehst du zu Algythe. Sie ist unsere Heilerin.
Sie hat einen Trank zubereitet, mit dem Hilda besser schläft. Gut.
Siehst du den Fluss? Folge ihm. Du kannst es kaum verfehlen.
Ihr Haus steht ganz allein oben auf einem Felsen.
Ach. Und geh nicht über die Brücke. Sie führt zum Schloss von Baligan.
Baronin Néel, die dort herrscht, ist keine Verbündete der Normandie.
Ich will nicht, dass du dich dort aufhältst.
Ich gehe nicht zum Schloss. Versprochen.
* Lachen *
* Vogelzwitschern *
* Wasserrauschen *
* ruhige Musik *
* Flattern, Schrecklaut *
* Wasserrauschen *
* Möwen schreien. *
Das Schloss von Baligan.
* Möwe schreit. *
* ruhige Musik *
* Schrecklaut *
* angespannte Musik *
(Frau) Eldr... Blao... Vindr...
Beim Odin, es scheint zu klappen.
Guten Tag, Frau Algythe.
Eldr, Vindr, Blao, Eldr. Eldr, Blao, Vindr.
Beim Odin, ja das muss es sein. Eldr, Blao.
* magische Klänge *
Was ist hier los?
Sag, warst du das etwa? Ich hab nichts getan.
Oh. * Sie lacht. *
Das, das ist doch einfach unglaublich. Du warst das.
Nein, nein, das kann nicht sein. Doch, du bist es. Die Runen sagen es.
Ich bin ein Cousin von Alice,
meine Eltern sind bei einem Brand gestorben.
Du bist derjenige, dem ich helfen muss.
Vorher musst du eine Höhle für mich suchen.
Eine Höhle? Welche Höhle?
Nein, nein. Nein, Ihr täuscht Euch.
Warte doch. Komm zurück.
* Sie seufzt. *
* Tür schließt. *
* Keuchen *
* Schrecklaut *
Hugo?
Hey.
Was ist mit dir los? Äh. Nichts. Gar nichts. Alles gut.
Ach, ja? Du wirkst aber nicht so.
Es ist nichts los.
Hm. Zuerst willst du nicht angeln gehen.
Jetzt rennst du hier rum,
als hättest du einen Geist gesehen. Was verheimlichst du?
Nichts. Du bildest dir das ein. Ich war bei Algythe, das war's.
Sie ist seltsam. Wieso? Was hat sie getan?
Sie hat unverständliche Worte wiederholt.
Sie wollte, dass ich eine Höhle finde, dann schrie sie.
Ja, klar. Übertreibst du nicht ein wenig?
Algythe ist eine Art Druidin, eine Seherin.
Gab es bei dir zu Hause so etwas nicht? Nein. Zum Glück.
Hugo, pass auf. * Hufe schlagen. *
* Er schreit. Pferd wiehert. *
Gnädiger Herr.
* Pferd schnaubt und wiehert. *
Für wen hältst du dich, Tölpel?
Ich bringe dir bei, dich vor deinem Herrn zu verneigen.
Was ist mit dir? Verneige dich.
Ich, äh, bitte um Entschuldigung, gnädiger Herr.
Nun geht mir aus dem Weg.
* Schrecklaut *
Vorwärts. * Wiehern *
Wieso hast du dich nicht verneigt?
Deinetwegen wären wir beinahe in Schwierigkeiten gekommen.
Der Soldat? Wer ist er?
Ulrich, Befehlshaber der Garde von Baligan.
Glaub mir, du willst keinen Ärger mit dem haben.
* angespannte Musik *
* Vogelzwitschern *
* Hunde bellen. *
* Tür knarrt. *
Ulrich.
Gnädiger Herr.
Da seid Ihr ja endlich.
Ich habe keine guten Nachrichten, Baronin.
Dann sprecht jetzt. Wo ist er?
Er ist uns entwischt.
Es scheint, als hätten seine Mutter
und sein Mentor seine Flucht arrangiert.
Aber natürlich habt Ihr ihn dann wieder aufgespürt?
Habt Ihr Euch etwa zum Gespött von Baligan gemacht?
Seit dem Tod des Herzogs
suchen sämtliche Barone der Normandie seinen Thronfolger.
Ich habe meinem Ehemann versprochen,
dass wir bei seiner Rückkehr über das Herzogtum herrschen.
Wir müssen diesen Jungen finden. - Natürlich.
Zur Unterstützung habe ich meinen Besuch im Schloss genutzt,
um einige Wertgegenstände sicherzustellen,
die die Kassen von Baligan wieder auffüllen können.
Oh, Mutter, seht Euch das an.
Nur ein Kind. Und Ihr seid zu unfähig, es zu fangen.
Bringt ihn mir, Ulrich.
Sonst könnt Ihr Euch von allem verabschieden, was wir Euch gaben.
Eure Ländereien, Euer Vermögen.
Ich finde Wilhelm. Ich verspreche es Euch.
* Knarren *
Hugo? Was hast du mit dem Bogen vor?
Osbern steckt in Schwierigkeiten, ich muss helfen.
Warte, wovon sprichst du?
Der Befehlshaber der Garde hat seinen Ring. Er muss in Gefahr sein.
Denkst du, Osbern würde zulassen, dass du in die Höhle des Löwen gehst?
Tut mir leid, ich versprach deiner Mutter,
dich zu beschützen. Du bleibst jetzt hier.
Ich kenne Osbern seit meiner Geburt. Mein Vater ist tot.
Mutter versteckt sich und kann mich nicht bei sich haben.
Ich muss wissen, was ihm zugestoßen ist.
Ich habe Freunde im Schloss Baligan.
Ich versuche, etwas darüber zu erfahren.
Und du wirst nichts unternehmen, in Ordnung? In Ordnung.
* Knarren *
* Brodeln *
* angestrengte Laute *
* Er lacht. *
Guten Tag, Cécile.
Algythe.
Ich wollte euch den Trank für Hilda bringen.
Vielen Dank.
Ich gehe Wasser holen.
* Tür knallt. *
Ich hätte ihn auch ihrem Cousin gegeben.
Aber er war noch nicht fertig.
Und da ich schon mal da bin, bleibe ich zum Abendessen.
* Sie lacht. *
* Vogelzwitschern, Wasser rauscht. *
Entschuldige wegen vorhin.
Ich habe nicht so oft mit Menschen zu tun.
Und noch weniger mit Kindern. Ich mag sie nicht mal.
Du hingegen bist was Besonderes.
Ich weiß nicht, wovon Ihr redet. Wie gesagt, ich bin Hugo,
der Cousin von Alice. Meine Eltern sind bei einem Brand um...
Bei dem Brand eures Bauernhofs. Ja. Ich hörte bereits davon.
Aber wir wissen beide, dass das nicht die Wahrheit ist.
* Plätschern * Bleib hier. Keine Angst.
Ich weiß, wer du bist, und ich werde dein Geheimnis hüten.
Wieso sollte ich Euch vertrauen?
* magische Klänge *
* Schrecklaut *
Ich kenne die ganze Geschichte deiner Vorfahren.
Auf dich habe ich gewartet.
(Hilda) Essen ist fertig.
Komm schon, Algythe.
* magische Klänge *
* Tür knallt. *
* Vogelzwitschern *
* Sie gähnt. *
Sagt, kennt ihr denn die Legende von Rollo?
Eine Geschichte.
Vor sehr langer Zeit lebten wir in Baligan im Einklang
und völliger Harmonie mit sagenumwobenen Wesen.
Die Wächter des Runenzaubers, die Zauberkunst der Götter.
Jeder hatte seinen Platz.
Und es herrschte vollkommener Frieden in der Normandie.
Doch eines Tages nahm Loki, der Gott des Chaos und der Zwietracht,
da er diese Harmonie mit den Menschen nicht mehr ertrug,
die Gestalt eines riesigen Drachen an und beschloss,
die bestehende Ordnung zu vernichten.
Die sagenumwobenen Wesen flohen und Loki herrschte mittels Feuer
und Schrecken über die komplette Normandie und deren Bewohner.
Doch zum Glück versammelte vor 300 Jahren Rollo,
der tapferste aller Wikingeranführer, seine Truppen,
um unser Stück Erde aus dem eisernen Griff des Drachen zu befreien.
Die Schlacht war grausam und erbarmungslos,
denn Loki war mächtig und sein Hass gegenüber den Menschen grenzenlos.
Unser großer Wikingerherzog hatte keine andere Wahl.
Er war gezwungen, den Runenzauber heraufzubeschwören.
Mit Hilfe des mächtigen Zaubers gelang es ihm,
den Geist des unheilbringenden Gottes in einer Höhle einzusperren.
Den Eingang der Höhle verbarg er.
Bis heute bleiben die sagenumwobenen mythischen Wesen verschwunden
und die Zauberkunst der Runen ist vergessen.
Doch wenn man die Ohren spitzt,
kann man noch heute den dröhnenden Atem von Loki hören.
Aus den Tiefen seines alten verborgenen Gefängnisses,
der Höhle von Baligan.
Baligan? Das ist ja hier.
Eine Höhle? Weißt du, wo sie ist, Algythe?
* Sie lacht. *
Leider kann das keiner wissen, Kinder.
Rollo hat den Eingang zur Höhle wirklich gut versteckt.
Wir müssen sie unbedingt finden.
Es ist nur eine Legende. Und nichts davon ist wahr.
Hm.
* Eulenlaute *
Wo gehst du denn hin?
Ich bin gleich zurück, keine Sorge.
Ich mach einen Spaziergang im Wald.
Und gehe etwas Feuerholz sammeln. Ja?
* spannende Musik *
* Schnarchen *
Wie Ihr wünscht, Baronin.
Sie wissen, was Sie zu tun haben, Jorg.
Schmelzen Sie alles aus Gold ein
und entsorgen Sie dann das Wertlose.
Ich verlasse mich auf Ihre Diskretion.
Natürlich.
Gebt ihm auch den Ring, den Ihr am Finger tragt.
Dort, wo sein Eigentümer vor sich hin rottet, braucht er ihn nicht.
Ihr seid seiner nicht würdig.
* Krachen *
Warten Sie.
Welch wunderschöner Stein.
* magischer Klang *
* Vogelzwitschern *
* Schrecklaut *
Mamá. Hugo ist verschwunden.
Was? Er ist ganz sicher in Gefahr.
Wir müssen ihn finden, bevor ihm was zustößt.
Wieso? Was ist denn los? Psst. Du weckst noch Hilda auf.
Es sind viele hungrige Wölfe im Wald unterwegs.
Wir sollten sehr vorsichtig sein.
* spannende Musik *
Ich werde dich finden, Osbern.
* Knurren *
* Schrecklaut *
* Knurren *
* dramatische Musik, Knurren *
* Knurren *
* Jaulen * Schnell. Hier entlang.
* dramatische Musik *
Ich habe so ein Verhalten bei Wölfen noch nie gesehen.
* Knurren *
* Schrecklaute *
* magische Klänge, Jaulen *
(Beide) Was ist das?
* dramatische Musik *
* Schreien *
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2023
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