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Original subtitles

Glaubst du, das stimmt, was Samira letzte Woche gesagt hat?

Was?

Das mit den Seelen...

dass sie manchmal nicht begreifen wollen, dass sie tot sind.

Und umherirren.

Ja.

Und dass sie Geleit brauchen...

um aus ihrer Verirrung herauszufinden?

Ja.

Was heißt das, Geleit?

Jemanden, der an ihrer Stelle sein könnte.

Sie müssen sich spiegeln können...

um loszulassen.

Warum?

Naja - es ist eine Art Gleichnis.

Was bedeutet es?

Wir müssen begreifen...

dass wir niemals ganz allein sind.

Djamila, komm.

Guten Morgen.

Frühstück.

Frühstück ist fertig. Kommt ihr?

Ich nähe noch dein Kleid fertig.

Danke dafür.

Frühstück.

Kommst du?

So ihr Lieben.

Uns allen Gesundheit und Glück. Guten Appetit.

Guten Appetit.

Ich muss heute zum Jobcenter.

Du auch?

Ich warte noch.

Und wie lange willst du noch warten?!

Bis es soweit ist.

Na hoffentlich.

Bist du meine Mutter?

Bis später!

Ok Leute, ich bin soweit.

Besorgen wir es ihnen.

Bewachst du die Queen?

Ja klar.

Ich decke die Queen.

Oh, nein!

Ausgerechnet jetzt!

Hallo Abdu!

Ich hab nicht viel Zeit. Worum geht's?!

Hey, hier läuft gerade eine Vorstellung!

Leute!

Vorsicht, Vorsicht, Vorsicht!

Das war das Ministerium.

Die, die den Bau hier finanzieren.

Gut.

Nein, überhaupt nicht gut.

Seit fünf Wochen sollte hier...

eine Baustelle in vollem Gange sein.

Mit allem Drum und Dran.

20 Arbeiter, Betonmischer, Fördergeräte.

Aber wir haben doch angefangen.

Sie meinen das?

Sie haben doch gesehen, was da draußen los ist.

Die Kinder brauchen ihr Gebäude.

Was wollen Sie?

Ich möchte, dass Sie mich nicht mehr anlügen!

Wenn wir die Termine nicht einhalten...

können wir nicht im Januar das Theater eröffnen.

Und dann gibt es keine Finanzierung mehr.

Und dann bekommen Sie auch kein Geld.

Was ist passiert?

Ich weiß nicht. Sie wollen die Finanzierung aufschieben.

Haben wir noch genug Geld, um mit dem Projekt weiter zu machen?

Nicht viel. Definitiv nicht genug.

Was ist mit mir?

Sei unbesorgt...

ich packe dich auf eine andere Gehaltsliste.

Ich mache das schon.

Endlich.

Was ist mit dir?

Ich hab nicht gut geschlafen, entschuldige.

Ich hab geträumt...

...ich wär ein Pferd.

Ich rannte.

Ich fand es schön...

Ich hatte gar kein Ziel.

Und dann saß ich plötzlich drauf auf dem Pferd...

...und wollte es beruhigen,

- aber es wurde immer wilder. - Und dann war da ein sehr gutes Restaurant.

Der Chefkoch stand höchstpersönlich vor der Tür und rief:

'Hierher! Hierher! Lecker!'

Und das Pferd...

Wann ist der Termin?

Hat doch noch nie geklappt.

Wir bleiben hier...

bis in alle Ewigkeit.

Nicht ewig.

Ewigkeit ist relativ.

Kann schon sein...

Aber heute hab ich Hoffnung.

Warum?

Der Sturm gestern Nacht hat etwas mitgebracht.

Ich habe keine Wahl.

Kennst ihn ja. Das wird schon.

Wird schon.

Alles wird gut.

Was machst du hier?

Schau.

Ich halte deine Hände, als wären wir tief vertraut...

...aber ich kenne dich doch gar nicht mehr.

Wir kennen uns schon immer.

Das weißt du doch.

Uns kann nichts trennen.

Wir sind ineinander gewachsen, wie Bäume...

...die ganz nah beieinander stehen...

...und deren Wurzeln ein unentwirrbares unterirdisches Geflecht gewoben haben.

Aber da ist doch eine Wand.

Eine Wand zwischen uns.

Ich weiß.

Aber ich werde hindurchkommen, durch die Wand. Ich schwöre es.

Ich hab ganz oft geklingelt.

Keine Ursache.

Schnall dich bitte an, Dio.

'UN leiten weitere 30 Millionen Dollar für humanitäre Zwecke an Syrien weiter'

Die begreifen gar nichts.

Sollen sie es sein lassen?

Natürlich.

Die UN ist eine nutzlose durchbürokratisierte Monstrosität.

Sie werfen ein bisschen Geld auf ein Krisenland...

...und entledigen sich aller Verantwortung.

Karim!

Entschuldige.

Es kotzt mich alles an.

Ich weiß.

Wenn nicht bald etwas passiert, drehe ich durch.

Es wird etwas passieren. Ich verspreche es.

Deine Hoffnung reicht uns nicht.

Das muss sie aber!

Warum?

Schau uns an. Wir sind doch tot hier drin.

Schluss jetzt!

Wage es nicht, so etwas zu sagen.

Es ist ein schwerer Weg...

...aber wir werden ihn gehen.

Ich komme voran.

Jolene! Ich habe es dir jetzt schon dreimal erklärt.

Dir, dem Architekten und Sheena!

Wenn ich es bis heute Abend nicht habe, bekommen wir kein Geld.

Nein. Das ist unsere letzte Chance!

Wir haben jede Frist seit dem Beginn des Projekts vor einem Jahr verpasst.

Und ich fühle mich schrecklich dabei.

Keiner im Ministerium wird mich mehr ernst nehmen,

wenn wir es diesmal nicht rechtzeitig hinbekommen.

Danke!

Jolene?

Milena!

Rate, wo ich bin.

Ich weiß nicht, wo bist du?

Ich bin hier.

In Nairobi?

Aber warum hast du nichts gesagt?

Kannst du kommen und wir essen zusammen zu Abend?

Leider kann ich nicht!

Ich bin auf dem Land bei meiner Tante mit Freunden.

Gut, können wir uns dann morgen treffen?

Ich muss dir etwas Wichtiges sagen.

Ich dir auch! Ich dir auch!

Lass uns 9 Uhr am Kamkunji treffen.

Ja, gut.

Gute Nacht!

Gute Nacht, Jolene.

Und hab Spaß!

Milena.

Wusste gar nicht, dass du auch hier bist.

In Nairobi, meine ich.

Ja, ich bin... öfter hier.

Hör zu, ich möchte...

...ich muss mal mit dir sprechen.

Etwas...

...ausführlicher.

Gut.

Worum geht es denn?

Dafür hätte ich gern etwas Zeit.

Ich muss wieder zurück.

Hierher, nach Nairobi, und fest.

Ich krieg einen viel besseren Job, bei der UNESCO.

Ich muss das machen.

Verstehe.

Und Dio?

Das weiß ich nicht.

Das wollte ich besprechen.

Nein,

du willst mir sagen,

dass ich von nun an die volle Verantwortung übernehmen muss.

Nicht wahr?

Er kann auch mit mir kommen.

Aber dann reißen wir ihn aus seiner Welt.

Er liebt seine Schule, seine Freunde, er hat bessere Chancen.

Das weißt du alles.

Ich hab also gar keine Wahl, oder?

Ich hab bisher keine Wahl gehabt.

Du hast unser Kind in Deutschland bekommen

und erwartet, dass ich mich gemeinsam mit dir um Dio kümmere.

Also bin ich nach Berlin gezogen.

Ich habe meine Heimat verlassen,

mein ganzes Leben, für Dio...

und für dich.

Und seitdem stehe ich jede zweite Woche

wie ein Bittsteller vor dir,

der Frau, die mich loswerden will

und deinem Mann, der mich lächerlich findet.

Aber er ist unser gemeinsames Kind.

Und nicht ein lästiges Ding, das ich angeschleppt habe.

Aber weißt du, selbst in einer so komplizierten Situation wie dieser hier,

in der niemand wirklich schuld ist,

fühle ich mich immer wie derjenige, der Probleme macht

und du führst dich auf wie diejenige, die sie lösen muss.

Ist doch so.

Ich liebe Dio genauso wie du,

aber mein Leben in Berlin ist, von Dio abgesehen,

einsam und leer.

In Nairobi bin ich ein anderer Mensch,

lebendig,

inspiriert,

sogar humorvoll,

vielleicht sogar immer noch genau der, in den du dich mal verlieben konntest.

Aber wenn ich in Berlin bleibe,

wird dieser Mensch in mir verschwinden.

Also müssen wir überlegen, was getan werden kann.

Wirst du in der Lage sein, mit mir diese schwierige Frage zu klären,

ohne dabei eine gönnerhafte, überhebliche Haltung einzunehmen?

Jetzt bin ich die Kolonialtante?

Ich werde nicht zulassen, dass du mich herablassend oder arrogant nennst.

Die Rechnung bitte.

Ihr seid der Inbegriff

der historischen Verbiegung.

Ihr produziert für euer Gewissen ständig gute Neuigkeiten,

aber am Ende

wollt ihr keine Begegnung auf Augenhöhe.

Ihr wisst gar nicht, was das heißt in Bezug auf diesen Kontinent.

Ihr habt es nie gelernt.

Als wär's in eure DNA gewachsen,

die sich seit Generationen immer mehr festbeißt in die falschen...

und ignoranten Prinzipien.

Insofern

ist das hier auch nicht wirklich ein Gespräch,

sondern einfach nur eine Bestätigung des Status Quo,

der von deiner Seite aus

gar keinen Dialog sucht oder will.

Also schreiben wir uns besser.

Oder du fragst deine Anwälte.

Wie geht es dir?

Gut, gut! Und dir?

Na ja...

Nicht so gut.

Na komm, was ist los?

Jolene, ich habe wirklich schlechte Neuigkeiten.

Wirklich? Ich hab ziemlich gute Neuigkeiten!

Sag nicht, du bist schwanger!

Bist du?

Nein, nein, nein.

Wage es nicht!

Und was jetzt,

zuerst die guten oder schlechten Neuigkeiten?

Die schlechten vor den guten,

damit die guten die schlechten heilen.

Sie haben uns die Finanzierung gestrichen.

Wie bitte?

Meine Finanzierung.

Komplett.

Das macht meine Neuigkeiten sogar noch besser!

Wie meinst du das?

Wir haben das ganze Geld verloren, Jolene!

Ich werde den Bau des Theaters nicht bezahlen können.

Milena! Musst du nicht!

Wir haben einen Geldgeber gefunden! Hier, in Nairobi!

Ihr... was?

Ja!

Eine Zeitlang habe ich doch Networking betrieben, du weißt schon,

unter anderem mit einer Art Club, in dem jüngere Start-up-Typen

in coole Projekte investieren.

Und ich habe diese Frau gefunden,

die eine App-Entwicklungsfirma hat,

und sie hat gerade achtzigtausend Dollar überwiesen.

Achtzigtausend?!

Was? Wann?

Vor zwei Tagen!

Also habe ich gestern dafür gesorgt,

dass wir dich ein bisschen überraschen können...

...mit einer Einweihungsparty!!

Unglaublich!

Begrüßt bitte unsere Freundin!

Lasst uns anstoßen!

Was soll das? Wer sind diese Leute?

Es ist so weit.

- Nein, nein... - Doch.

Sie sind unser Geleit.

Was haben wir uns angetan?

Was? Oh Gott.

Warum?

Was ist los?

Ich muss mal hier raus.

Komm schnell wieder.

Was willst du?

Bist du verrückt? Willst du dich umbringen?

Hilf uns! Mach auf!

Karim! Karim! Alia!

Mama!

Alia!

Mama!

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