All language subtitles for Die.verlorene.Welt.S03E06[de]

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Original subtitles

Der Fluss symbolisiert das Leben, die Reise von

der Geburt bis zum Tod.

Anfang und Ende in einem.

Naturgemäß führt die Reise flussabwärts und endet im

Unendlichen, könnte man sagen.

Bewegt man sich jedoch flussabwärts, kehrt man zum

Ursprung zurück, zum Augenblick der Schöpfung.

Was ist wohl aus diesen Menschen geworden?

Keine Ahnung, leider kann ich nicht alle ihre

Schriftzeichen entziffern.

Sie sind von Überschwemmungen heimgesucht worden.

Es gibt Hinweise, dass die Ufer oft überflutet

waren.

Eine genaue Auskunft kann ich aber erst nach

der Bodenanalyse geben.

Glaubst du, Marguerite kann das hier entziffern?

Ja, da bin ich mir ziemlich sicher, sowas

kann sie.

Ich finde es sowieso schade, dass sie nicht

mitkommen wollte.

Hätte ihr gut getan, glaube ich.

Zwei Tage im Dschungel, auf der Suche nach

einem alten Stein.

Ich denke nicht, dass ihr das gefallen hätte.

Es sei denn, sie könnte dadurch hier wegkommen.

Was dieser Fluss offensichtlich auch nicht kann.

Er entspringt in den Bergen und mündet hier

im See.

Habt ihr das gehört?

Ja, der Wind.

Das ist nicht der Wind.

Das sind Pfeile.

In Deckung!

Seht ihr was?

Ich seh nur Pfeile.

Helgen!

Was macht der auf einmal hier?

Ich weiß nicht, aber offenbar sind sie hinter

ihm her.

Wir müssen was unternehmen, los!

Wo willst du hin?

Veronika, bleib hier!

Sie werden ihn umbringen, George!

Du hättest dabei draufgehen können, Ned.

Was hätte ich denn machen sollen?

Hilft mir.

Ganz ruhig.

Ganz ruhig, ohne eure Hilfe.

Geht Fluss aufwärts.

Zwei Tage bleiben uns noch.

Ich hole ihm Wasser.

Nein, nein, nein.

Biers und Reis.

Ihr müsst ihn finden sonst.

Biers und Reis?

Oh, mein Gott.

Wird es zu spät sein?

Uns bleiben noch zwei Tage.

Wer ist Biers und Reis?

Ein Forscher, den Roxton mal in Afrika kennengelernt

hat, aber der gilt inzwischen seit mehr als

zehn Jahren als vermisst.

Das wird er jetzt offenbar nicht mehr.

Nichts wie weg hier!

Zurück!

Zu Beginn des 20.

Jahrhunderts begibt sich eine Expedition auf die Suche

nach einer vorzeitlichen Welt.

Getrieben von Ehrgeiz, geheimen Wünschen, Abenteuerlust und journalistischem

Eifer, stoßen sie in den Tiefen des Urwalds

auf eine Verbündete.

Zwischen archaischen Kulturen und den Räubern des Urwalds

suchen sie einen Weg zurück nach Hause, denn

niemand außer ihnen kennt den Weg in die

verlorene Welt.

Kommt, die schnappen wir uns!

Hallo!

Was soll denn das?

Lass sie gehen!

Die wollten uns töten!

Sie haben aufgegeben!

Lass sie laufen!

Wir hätten sie fertig machen können!

Also, Ned, ich weiß nicht, seitdem du wieder

unter den Lebenden walzt, glaubst du wohl, du

seist unverwundbar?

Ich fühl mich zumindest so.

Und wer sagt denn, dass ich's nicht bin?

Du bist ein Mensch, genau wie wir auch,

Mellon.

Du bringst dich nur unnötig in Gefahr, Ned.

So, und was ist nun mit diesem Biers

und Reis?

Wenn er hier in der Nähe war, dann

ist er inzwischen wahrscheinlich längst tot.

Möglich wär's, aber ich frage mich, was der

Mann damit gemeint hat, dass uns noch zwei

Tage bleiben würden.

Dass sie ihn dann töten, vielleicht opfern.

Veronica, was weißt du von diesem Volk?

Mein Vater hat nie viel über sie erzählt.

Sie leben von der Jagd und bleiben angeblich

am liebsten unter sich.

Kann ja sein.

Nur wenn es stimmt, dass Biers und Reis

in ihrer Gewalt ist, dann müssen wir ihn

herausholen.

Was ist mit Roxton und Marguerite?

Die wären frühestens in zwei Tagen hier.

Nur dann ist unser Freund vielleicht schon tot.

Dann machen wir's eben ohne sie.

Wenn wir uns einig sind, es könnte gefährlich

werden.

Es geht nicht anders.

Ich werde ihnen eine Nachricht senden.

Und wenn sie vielleicht ein Kanu auftreiben und

auf dem Fluss herkommen, dann könnten sie's in

einem Tag schaffen.

Marguerite wird begeistert sein.

Ich mache mir eher Sorgen um Roxton.

Roxton.

Ein Vogel im goldenen Käfig ist sie und

wundervoll anzusehen.

Du meinst wohl, sie könnte kaum glücklicher sein,

aber die Irrsprache ist wie ein Vogel im

goldenen Käfig.

Und jetzt, Marguerite?

Besser geht's nicht, John.

Nur noch etwas mehr.

Dein Wunsch ist mir Befehl, Marguerite.

Bitte hör auf zu singen, ja?

Blödes Rohr.

Gott, ich hasse deine Erfindung.

Da ist immer ein Haken dran.

Hey, was ist denn los?

Jetzt.

So früh?

Wie kommt das denn?

John, ich war noch nicht fertig!

Den Fluss aufwärts.

Ein feindliches Gebiet.

Das Dorf der Hagens.

Kommt nach.

So schnell ihr könnt.

Glauben, Pearson Rice ist in Gefahr.

Pearson Rice?

Warum machst du denn nicht weiter?

Was ist denn?

Pearson Rice ist hier.

Wo?

Nein, nicht hier, aber ganz in der Nähe,

wie George eben gemeldet hat.

Und wer bitteschön ist dieser Pearson Rice?

Was?

Oh, jemand, den ich mal bewundert habe.

Nur er war ein eitler, arroganter und überheblicher

Mensch.

Selbstgerecht und überaus egozentrisch.

Klingt interessant.

Na, wie auch immer.

Ich dachte, er wäre tot.

Er verschwand vor zehn Jahren in den Bergen

von Peru.

Ich habe nie wieder von ihm gehört.

Und wie kamt ihr zusammen?

In Kenia.

Ich hatte schon viel über ihn gelesen.

Und mein Bruder und ich haben uns seiner

Expedition angeschlossen.

Ich war noch jung.

Ich bin ihm damals hinterhergelaufen wie ein kleiner

Schoß.

Und das mit deinem Bruder.

Ich meine, ist es dabei passiert?

Ja.

Weißt du, als dieser Affe plötzlich auftauchte und

auf meinen Bruder losging, da wusste ich nicht,

was ich tun sollte.

Ich griff zum Gewehr und ich habe gespürt,

dass Rice mich beobachtet hat.

Er hat mich regelrecht angefeuert.

Und als ich ihn dann in meinen Armen

hielt und spürte, dass er sterben würde, da

konnte Rice nur von diesem gottverdammten Affen schwärmen.

Von unserer Trophäe.

Was für ein unglaublicher Schuss rief er aus,

aus 100 Schritten Entfernung direkt ins Herz.

Nur, dass es mein Bruder auch erwischt hätte.

Es war nicht deine Schuld.

Und du hast deswegen inzwischen schon genug gelitten.

Ja, aber jetzt sind Challenger, Veronica und Malone

gerade unterwegs, um ihn zu retten.

Und wir müssen ihnen helfen.

Und obwohl du ihn hast, willst du ihnen

helfen?

Die Hagen sind hier gewesen.

Und mit ihnen wahrscheinlich Vertreibung und Mord.

Ich muss euch ehrlich sagen, dieses Völkchen wird

mir immer unsympathischer.

Diese Burschen richten nichts als Unheil an.

Mein Vater sagte, sie wären Nachkommen von Holländern,

die sich vor über 150 Jahren hierher verirrt

hatten.

Sie sind zwar nicht besonders gastfreundlich, aber meine

Eltern haben sie in Ruhe gelassen.

Vermutlich fühlten sie sich ihnen aufgrund ihrer Vorfahren

verbunden.

Aber das hat dem Mann, den sie ermordet

haben, auch nichts genutzt.

Auf jeden Fall sind sie ziemlich aufgebracht.

Kann sein, aber weshalb?

Sie hatten früher einmal eine Königin.

Sie sind abergläubisch und misstrauisch gegenüber Fremden und

allem, was ihre Ordnung gefährden könnte.

Keine gute Voraussetzung für einen Gefangenen wie Pearson

Rice.

Er ist nicht gerade der geborene Diplomat.

Aber im Gegensatz zu Ihnen sind wir gut

bewaffnet, wenn Sie es also darauf anlegen wollen.

Wir sind nur zu dritt, darauf würde ich

es nicht ankommen lassen.

Ich schätze, da hätten wir nicht die geringste

Chance.

Da ist es.

Nett von den Senga, dass sie uns ein

Boot leihen.

Jetzt bräuchten wir eigentlich nur noch jemanden, der

das Boot für uns rudert.

Du weißt, was der Schamane gesagt hat.

Die Senga fürchten sich vor den Hagans und

nur Narren würden in ihr Gebiet eindringen, hat

er gesagt.

Das hat er gesagt, ja.

Bist du auch der Ansicht, dass wir Narren

sind, ja?

Ich würde behaupten, wir sind auch mutig.

Mutig, weil wir unseren Freunden helfen und andererseits

auch närrisch, weil wir unser Leben riskieren für

einen Mann wie Pearson Rice.

Trotzdem ist er hier auf dem Plateau und

weiß vielleicht auch, wie man hier wegkommt.

Vielleicht, aber warum sollte er mehr wissen als

wir, solange wie wir schon hier sind?

Du sagtest, Roxton kennt diesen Pearson Rice aus

Afrika.

Sie waren in Kenia zusammen auf Safari.

Doch nicht etwa auf der, bei der Roxton

seinen Bruder erschossen hat.

Es war ein Unfall, eine wahre Tragödie.

Ich nehme an, dass er sich das niemals

verzeihen wird.

Deswegen warst du so besorgt um ihn, ja?

Tja, und als sie dann wieder in England

waren, hatte Rice seine helle Freude daran, diese

Geschichte wieder und wieder zu erzählen.

Er schrieb sogar einen langen Artikel darüber, sehr

sarkastisch.

Oh, armer Roxton.

In der Tat.

Und dann starb sein Vater, es war schrecklich.

Roxton war am Ende und wusste nicht mehr,

wie es weitergehen sollte.

Naja, so kam es, dass er allein durch

Asien gereist ist, durch den Himalaya und am

Ende in Tibet in einem Kloster Zuflucht fand.

Roxton war in einem buddhistischen Kloster?

Er hat diesen Glauben zumindest eingehend studiert.

Offenbar hat es ihm auch geholfen.

In Tibet entspringen ja vier der weltweit längsten

Flüsse.

Der Yangtze, der Mekong, der Indus und der

Ganges.

Ja.

Die Quellen des Lebens sozusagen.

Auch für Roxton begann dort ein neues Leben.

Was ist denn?

Helgen.

Ist er tot?

Womöglich eine Falle.

Werfen Sie die Waffen weg.

Melon, was soll das?

Na los, weg mit den Waffen.

Tötet sie.

Weg mit den Waffen oder du bist der

Erste, den ich erschieße.

Das wird Ihnen nicht helfen.

Ned, jetzt mach keinen Unsinn.

Melon, hör auf sie.

Lass uns versuchen, darüber zu reden.

Ich will nicht darüber reden, George.

Los, legt sie um.

Melon.

Ned, mach keinen Unsinn.

Nein.

Fass sie nicht an.

Ich sollte sie auf der Stelle töten.

Wer sind Sie?

Gehören Sie zur Rise-Expedition?

Offenbar kennen Sie Rise, ja?

So könnte man sagen.

Was hat Ihnen der Mann am Fluss getan?

Verraten hat er uns und das ist nicht

nett.

Und wer gibt Ihnen das Recht zu richten?

Na ich.

Wir wollen keinen Ärger.

Tja, das glaube ich Ihnen gern, nur das

nützt Ihnen nichts.

Na los.

Schafft sie weg.

Der perfekte Tag, um eine Bootsfahrt zu machen,

stimmt's?

Und auch ein schöner Tag, um zu sterben.

Musst du eigentlich immer gleich den Teufel an

die Wand malen?

Ich bin einfach realistisch, nichts weiter.

Und mir wäre wohler, wenn wir schon bei

Challenger und den anderen wären.

Hast du nicht selbst gesagt, wir sollten öfter

mal allein sein?

Ja, aber ich meinte, ich meinte das in

einem anderen Zusammenhang.

Was ist das?

Erinnert entfernt an eine Vogelscheuche.

Es ist vermutlich eine Warnung.

So markieren die Hagans ihr Gebiet.

Ah ja?

Dann ist der Spaß wohl jetzt vorbei.

Hey, sieh einfach nicht hin, Marguerite.

Echt gut.

Das Ding beißt nicht, du wirst sehen.

Wie viel Munition haben wir dabei?

Die hab ich vergessen, verdammt.

Was?

Das war nur ein Scherz.

Das war aber sehr witzig.

Nicht doch, wir haben verstanden, ist ja schon

gut.

Waren das Freunde oder Feinde der Hagen?

Das dürfte denen inzwischen völlig egal sein.

Oh Gott.

Du machst mich wirklich nervös, John.

Ich?

Niemals.

Aber du willst auch nicht umkehren, schätze ich.

Ich?

Nicht, solange wir die anderen nicht gefunden haben.

Der Ort ist viel größer, als ich erwartet

hatte.

Hier wohnen bestimmt mehr als tausend Menschen.

Und was glaubst du nun ist mit Pearson

Rice?

Zumindest hängt er hier noch nirgendwo am Galgen.

Ist ein gutes Zeichen, nehme ich an.

Was ist mit dem da?

Denkst du, er gehört zu den Hagen?

Auf jeden Fall hat er was zu sagen.

Werden die Hagen noch von ihrer Königin regiert?

Sie lebt in diesem Haus.

Wir würden gern mit ihr sprechen, um den

Vorfall aufzuklären.

Da gibt es nichts aufzuklären.

Hier, die Treppe runter.

Nach ihnen.

Ich werde es genießen, ihre Aufzeichnungen zu lesen.

Sie schreiben ja jetzt nicht mehr.

Ach so.

Alles in Ordnung, Matt?

Na, aber sicher.

Und hier befindet sich auch Pearson Rice?

Ihr Quartier für den Rest ihres Lebens.

Richtig romantisch, der Fluss, oder?

Erinnert mich an die Thämse.

Nur, dass London etwas anders aussieht.

So sah es früher vielleicht aus, vor 2000

Jahren.

John, mir schwankt Böses, wenn du so redest.

Das lässt vermuten, dass du nicht vorhast, hier

wegzukommen.

Abgesehen von einigen Unannehmlichkeiten ist die Challenger-Expedition

unzweifelhaft die schönste Erfahrung in meinem Leben.

Da kommt jemand.

Ein Kanu.

Da ist niemand drin.

Niemand, den wir sehen können.

Könnte ein Kanu der Senga sein.

Aber der Schamane hat doch gesagt, dass die

Senga niemals den Fluss raufkommen würden.

Es sei denn, es wären Narren.

Hallo?

Ist jemand an Bord?

Nimm das Gewehr und ziel aufs Boot.

Ja, was glaubst du, was ich hier mache?

Diese Hegel verstehen anscheinend keinen Spaß.

Vielleicht beobachten sie uns ja schon.

Wir müssen trotzdem weiter.

Und Vorsicht.

Oh, ja.

Das ist ja fast wie eine Grabkammer.

Steinwände, Steinböden.

Rausgraben können wir uns hier nicht.

Wie ein Traum.

Wie eine mittelalterliche Folterkammer.

Es erinnert mehr an eine Werkstatt.

Womöglich eine Schmiede, wie es aussieht.

Besteck haben wir.

Interessanter Fund, George.

Nur der bringt uns leider auch nicht hier

raus.

Nun, die Hegel haben trotz ihrer langen Isolation

offenbar einiges ihrer Vorfahren bewahren können.

Und wenn es auch nur die zivilisierten Essgewohnheiten

sind.

Was glaubst du ist nun mit Pierson Rice?

Kommen wir zum Thema zurück, ja.

Ich muss immer wieder an diesen sterbenden Mann

denken und an seine letzten Worte.

Zwei Tage hat er gesagt.

Er war sich sicher, dass dann etwas passieren

würde.

Vielleicht war er schon im Wahn.

Gestern waren es zwei Tage, also bedeutet das

morgen.

Diese Eisenringe hier sind interessant.

Und diese Kette könnte vielleicht sehr hilfreich sein.

Ja, wir könnten uns damit anketten und so

den Helgen einige Mühe ersparen.

Ich denke, da wird uns schon noch was

Besseres einfallen.

Weißt du, wovon er spricht?

Nein, aber das ist doch ein gutes Zeichen.

Was hast du denn vor, George?

Eine spanische Spindel.

Da denke ich doch gleich an die spanische

Inquisition.

Hör auf damit.

Tja, das kann man bestimmt als Folterwerkzeug benutzen.

Aber normalerweise benutzt man einen Flaschenzug für schwere

Lasten.

Ich weiß nur noch nicht, ob diese Kette

für unseren Zweck auch lang genug ist.

Probieren wir es aus, Professor.

Ein Vogel im goldenen Käfig ist sie und

wundervoll anzusehen.

Nicht doch, Marguerite.

Man könnte denken, du kennst kein anderes Lied.

Das Einzige, das mir in den Sinn kommt,

macht dir doch Wachs in die Ohren.

Das hat Odysseus Männern auch geholfen.

Aber ihm leider nicht.

Und lass uns bitte nicht vergessen, dass diese

bildhübschen Sirenen wirklich gut singen konnten.

Was für eine inspirierende Tragödie.

Und so hört sich auch dein Gesang für

mich an.

Äußerst tragisch.

Was glaubst du, was das ist?

Ein Fisch?

Dann aber ein ziemlich großer.

Ist wohl eher ein Krokodil.

Entschuldige, ein Kraimhahn.

Bestimmt ein richtiges Ungetüm.

Es kommt direkt auf uns zu.

Wo ist es hin?

Wen interessiert's?

Lass uns weiterfahren.

Das ist ein verdammter Plesiosaurier.

George hat doch gesagt, dass diese Kücher ausschließlich

im Salzwasser leben.

Er hat sich wohl geirrt, das sollten wir

ihm sagen.

Er wird uns rammen, John!

Aus dem Boot, los!

Na los doch, beeilung!

Ach, auf einmal habt es eilig!

Und wie kommen wir den Fluss rauf ohne

Boot?

Wir sind leichte Opfer für die Helgen.

Ich schätze, du wirst mir verzaubern müssen.

Wie wär's denn, wenn du ihm was vorsingen

würdest?

Die Länge ist ausreichend, so weit so gut.

Na gut, und was jetzt?

Wir brauchen ein Stück Holz oder eine Eisenstange

oder sowas.

Hier, wird das gehen?

Oh ja, das ist ganz hervorragend.

Mach die Tür auf!

Da kommt jemand!

Los, weg mit dem Zeug!

Ihr Gastgeber wird Sie jetzt empfangen.

Die Königin will uns sehen?

Das Essen ist angerichtet.

Kommen Sie!

Sieht aus, als wären Sie hier lang gekommen,

oder?

Ich finde, Sie hätten auf uns warten können.

Immerhin sind wir hier richtig.

Ihr Vorsprung kann eigentlich auch nicht mehr groß

sein.

Sehr tröstlich.

Es wird bald dunkel.

Wir werden uns einen Lagerplatz suchen müssen.

Hauptsache, wir können ein Feuer machen.

Das ist keine gute Idee, Margaret.

Ein Feuer könnte Sie anlocken.

Wir werden uns wohl gegenseitig wärmen müssen.

Ich wusste, du würdest sowas sagen.

Was hat das zu bedeuten?

Das ist das Bankett eines Königs.

Wie recht Sie haben, Professor Challenger.

Und ich?

Ich bin der König.

Rice?

Sie sind hier das Oberhaupt?

In kürzer Jahr.

Ist das derselbe Pearson Rice, den Roxton kannte?

Wo ist die Königin?

Ihre Verwunderung amüsiert mich.

Wie haben Sie das geschafft?

Oh, bitte nehmen Sie doch Platz.

Dann erzähle ich Ihnen von meiner Eroberung und

von meinem Aufstieg an die Macht.

Oh, und das ist Joma, die Tochter der

Königin.

Und meine zukünftige Frau.

Im Übrigen glaube ich nicht, dass man sich

dafür entschuldigen sollte, das eigene Schicksal selbst bestimmt

zu haben.

Und was ist Ihr Schicksal, Pearson?

Aber das sieht man doch.

Haben Sie nicht die Größe dieser Kommune gesehen?

Das ist ein absolutes Potenzial.

Was wir hier gesehen haben, war Mord und

Totschlag.

Ah, der kritische Geist.

Ich habe Ihre Werke gelesen.

Nun, vermutlich werde ich ein Kapitel hinzufügen müssen,

damit Sie in Amerika nicht in Vergessenheit geraten.

Oh, das denke ich nicht.

Verbrennt diesen Müll.

Sehen Sie, Sie kommen leider nicht mehr runter

von diesem Plateau.

Keine Chance.

Ich denke doch.

Nein, Professor.

Ich bin etwas länger hier als Sie.

Und zwar acht Jahre schon.

Und wenn es einen Ausweg gäbe, dann, das

versichere ich Ihnen, hätte ich ihn inzwischen gewiss

gefunden.

Ich bin davon überzeugt, Sie fühlen sich hier

ganz wohl.

Oh, Sie kann sprechen.

Ich dachte, Sie wären Challengers Spielzeug.

So wie Joma das meine ist.

Ach, Sie wollen mit mir spielen, ja?

Bleiben Sie doch ruhig, Veronica.

Habt Geduld, er wird an seiner eigenen Gier

ersticken.

Schön, Sie haben sich nicht verändert.

Sie gefallen mir, George.

Sie würden doch sicher gern erfahren, wie ich

hier an die Macht gelangen konnte.

Darf ich raten?

Sie haben sich als Gott ausgegeben und haben

mit ewiger Verdammnis gedroht.

Ruhe bitte, das ist meine Geschichte.

Lassen wir doch bitte Gott aus dem Spiel.

Es geht um Industrie, Technik und Fortschritt.

Um die Wunder des Universums.

Nun, als Lawrence und ich und ein unfähiger

Kollege, der Mann, den Sie bereits kennenlernten, hier

ankamen, hatten wir alles verloren.

Der Rest meiner Expedition war der Malaria zum

Opfer gefallen.

Wir hatten die Männer notgedrungen den Kannibalen überlassen.

Alles, was wir hatten, waren Waffen und Schießpulver,

ein Teleskop und ein Alma nach der Sterne.

Sie haben diese Leute missbraucht, ihnen was vorgemacht.

Nun, das hätten Sie auch machen können, Challenger.

Das war leicht.

Die Hagen sind ein abergläubischer Haufen und als

wir ankamen, waren sie Gefangene, genau wie wir.

Aber wissen Sie, als ich erkannte, dass diesen

Menschen jemand fehlte, an den sie glauben konnten,

da war es nicht mehr schwer, sie davon

zu überzeugen, dass ich ein wahrer Gott, ein

Abgesandter des Himmels bin.

Sie sahen meinen Planeten durch das Teleskop.

Alpha Centauri, heißt er meines Erachtens.

Ihres Erachtens?

Vollkommen egal.

Die meisten haben mir geglaubt und so kam

es schließlich zur Revolution.

Nun ja, und morgen werde ich die Macht

endgültig übernehmen.

Ach, morgen.

Der 19.

November, natürlich.

Jumas Mutter ist mir noch im Weg, denn

nicht wenige der Hagen, und zwar vornehmlich die

Alten, sind ihr treu ergeben.

Aber morgen, wenn die Sterne in Aufruhr geraten

und Feuer auf die Erde fällt, werden die,

die an mich glauben, gerettet.

Und die Ungläubigen werden für immer und ewig

verdammt sein.

Er hat vor, sie zu töten.

Nicht ich werde sie töten, Joma.

Vielmehr die kosmischen Kräfte.

Ihre Macht ist wesentlich größer als meine.

Bitte, Sie müssen ihn daran hindern.

Joma, sei bitte so lieb und kümmere dich

jetzt um deine Mutter.

Wie wäre ein kleines Dessert?

Ich kann ihr absurdes Geschwätz auch nicht länger

ertragen.

Ihr Zynismus und ihre Selbstherrlichkeit ekeln mich an.

Tja, morgen werden wir einen Meteoritenschauer erleben können.

Am Ende eines 77-jährigen Zykluses.

So ist es, Challenger.

Nun, und für mich ist es der Tag

meiner Krönung.

Nicht, wenn ich ein Wörtchen mehr zu reden

habe.

Reden?

Sie sind nicht hier, um zu reden.

Ich habe Sie eingeladen, damit Sie mir zuhören,

George, und sich aufs Sterben einstellen können.

Lawrence, wenn unsere Gäste hier fertig sind, bringen

Sie doch bitte in ihr Quartier.

Wir müssten bald das Dorf der Helgen erreicht

haben.

Ja, das hoffe ich doch.

Ich bin total am Ende.

Es reicht.

Was machen wir denn eigentlich, wenn wir da

sind?

Vor allem erstmal rauskriegen, wo sich unsere Freunde

aufhalten.

Ist ja ein toller Plan, John.

Hast du darüber lange nachgedacht?

Der Plan, Margaret, ist, zu überleben und unsere

Freunde zu retten.

Um die Details kümmern wir uns dann vor

Ort, würde ich vorschlagen.

Genial, John.

Was beklagst du dich?

Was ist denn?

Das Letzte, was wir brauchen können, sind ungebetene

Gäste.

Das sind Challengers und Belohnungswaffen.

Das ist nicht gut.

Nein, ganz und gar nicht.

Was wollen die jetzt tun?

Sie ablenken, das könnte funktionieren.

Warte hier, während ich die beiden aufhalte.

Ich soll warten?

Du pfeifst einfach.

Kannst du das?

Ich weiß nicht.

Weg mit den Waffen!

Und zwar sofort!

Was haben wir denn hier?

Wer sind sie?

Nur ein paar Nachbarn.

Und wir wollen zu unseren Freunden.

Zurück mit euch!

Los!

Wie lange ist Weiss inzwischen denn schon hier?

Lang genug, wie man sieht.

Man sieht nichts Gutes.

Wir sind da, Gentlemen.

Ganz locker.

Weiss, kommen Sie raus!

Und bitte beeilen Sie sich.

Ah, John Roxton.

Welch seltener Gast in meinem Haus.

Bitte erzählen Sie mir nicht, dass Sie sich

Challenger angeschlossen haben.

Da Sie ihn zufällig erwähnen...

Wo ist er?

Und die anderen beiden?

Und wer ist die hübsche Lady?

Ich habe schon viel über Sie gehört, Weiss.

Ich hoffe, unseren Freunden ist nichts passiert.

Und ich verlange, dass Sie sie freilassen.

Energisch.

Glückwunsch, Roxton.

Sie haben immer noch Glück bei den Frauen.

Ach ja?

Aber Sie haben gar kein Glück.

Wo sind sie?

In sicherem Gewahrsam.

So wie auch Sie es sein werden.

Einmal ein Narr, immer ein Narr.

Kein bisschen schlauer geworden, Roxton?

Ja, das glaube ich schon.

Ich habe sie mal sehr bewundert, aber...

jetzt verabscheue ich sie.

Bringt sie mir ins Haus.

Wann, glaubst du, werden Roxton und Marguerite wohl

hier sein?

Schon bald, schätze ich.

Nur, wie wollen Sie denn mit den Hagen

fertig werden?

Roxton ist nicht dumm, Veronika.

Dem wird schon etwas einfallen.

Abgesehen davon sind wir ja auch nicht untätig.

Immer weiter.

Wenn die Ringe halten, dann sind wir hier

im Handumdrehen raus.

Dein Glaube in allen Ehren, George.

Immer weiter drehen.

Nur ein bisschen noch.

Ja, gleich.

Die anderen, so.

Einer nach dem anderen.

Und möglichst leise, bitte.

Wir wollen ja niemanden auf uns aufmerksam machen.

Wartet.

Wir wollen ihm doch das Handwerk legen, oder?

Irgendjemand muss es ja tun.

Wir sind dabei.

Was hast du vor?

Ich weiß nicht.

Na ja, wir überlegen uns unterwegs irgendwas.

Okay.

Also dann.

Nichts wie raus hier los.

Vorsicht mit den Fässern.

Was geht hier vor?

Keine Ahnung.

Ich brauch mal deine Hilfe.

Wir versuchen's hinten.

Was ist in den Fässern?

Schießpulver.

Aber wieso schaffen sie dieses gefährliche Zeug in

sein Haus?

Um es zu sprengen und die Königin zu

töten.

Die Oma sagte, ihre Mutter stünde dort unter

Arrest.

Ja, natürlich.

Rice versucht mit dem Meteoritenschauer den Mord zu

vertuschen, um sich selbst krönen zu können.

Und offiziell waren's die kosmischen Kräfte, klar.

Wir müssen ins Haus.

Womöglich sollten auch wir die kosmischen Kräfte nutzen,

Ned.

Was haben die wohl vor?

Die wollen offenbar das Haus in die Luft

sprengen.

So viel weiß ich auch, danke.

Aber wieso?

Können Sie sich das nicht denken?

Spielen Sie jetzt also wieder Gott, ja?

Für diese Rolle wurde ich geboren.

Diese Fässer mit Schießpulver werden alle gleichzeitig hochgehen.

Eine Riesenexplosion, eine wahrhafte Apokalypse.

Und bei dieser Explosion werden nicht nur Sie

sterben, sondern und vor allem auch die Königin.

Ein bisschen umständlich, um an die Krone zu

kommen, finden Sie nicht?

Hier geht es um den Schein, meine Liebe.

Man ist nicht das, was man ist, sondern

was man zu sein scheint.

Also wenn ich danach gehe, dann sind Sie

in meinen Augen nichts anderes als ein vollkommen

größenwahnsinniger Irrer.

Sie sind zu sentimental, Roxton.

Es fehlt Ihnen an Fantasie.

Nachdem Sie zum Beispiel Ihren Bruder erschossen haben,

sahen Sie nur das Tragische.

Und dabei hatten Sie sich doch mit einem

einzigen Volltreffer zum alleinigen Erben gemacht, Roxton.

Ich wünschte wirklich, ich hätte Sie an seiner

Stelle umgebracht.

Doch das ist der Unterschied zwischen Ihnen und

mir.

Ich mache nämlich das Beste aus jeder Gelegenheit.

Den großartigen Moment, der uns bevorsteht, verdanken wir

einem wahren Genie.

Ich werde König sein und einen neuen Palast

errichten lassen.

Und welchen großartigen Moment haben Sie gemeint?

Das wissen Sie nicht?

Natürlich nicht.

Sie sind kein Wissenschaftler im Gegensatz zu Ihrem

neuen Idol.

Challenger?

Wo ist er?

Hier im Haus.

Er und die anderen beiden sind...

Sie bleiben vorerst bei Juma und ihrer Mutter.

Und wenn das Spektakel anfängt, bringen Sie Juma

auf den Dorfplatz, damit Sie an den Festlichkeiten

teilnehmen können.

Das wird mir ein Vergnügen sein.

Bon voyage, ihr Lieben.

Der Mann ist ein Genie.

Der Mann ist komplett wahnsinnig.

Wenn Sie ihr was antun, töte ich Sie

auf der Stelle.

Nach der Explosion, sofern Sie sich dann noch

imstande fühlen sollten, können wir das ja in

Ruhe klären.

Fürchtet euch nicht, meine Kinder.

Ich bin die Antwort auf eure Gebete.

Die kosmischen Kräfte werden eine wundervolle Zukunft einleiten.

Und die, die glauben, werden für immer gerettet

und dem Himmel nahe.

Es wird allmählich Zeit.

Wir hier reichen nicht.

Kommt, wir müssen hinters Haus, zum Dienstboteneingang.

Bitte, lasst mich!

Ich sagte, es ist Zeit zu gehen!

Das sind ja die Finger von meiner Tochter!

Ja!

Reis will ich sehen.

Oh nein!

Es will ohne.

Challenger, bringt uns los!

Ich dachte, ihr seid auch hier eingesperrt.

Waren wir auch, nur hat uns das nicht

gefallen.

Ich wusste doch, dass wir dieses Besteck nach

Norden gebrauchen können.

Die Zündschnur!

Wir müssen die Fässer rausbringen, bevor alles in

die Luft fliegt.

Wo ist ihre Mutter?

Oben.

Mach Schuss!

Mächte des Universums, lasst euer Feuer auf uns

herabregnen!

Krönt den wahren Führer zum König dieses Volkes!

An wen dachten Sie da?

Das Spiel ist vorbei.

Sie stören die Zeremonie, Rox.

Kommen Sie.

Ich wollte Ihnen nur gratulieren, da Sie jetzt

zum Volksfeind werden.

Dieser Kampf war längst überfällig.

Hilfe!

Hilfe!

Sagen Sie den Menschen, was für ein Betrüger

Sie sind!

Niemand!

Schon ist es jedenfalls Ausweis.

Sie glauben doch nicht etwa, ich würde das

hier aufgeben.

Ich bin der König!

Ich bin Gott!

Das nenne ich Schicksal.

Hört her!

Die wahren Götter haben unser Schicksal entschieden.

Der Mann, der geglaubt hat, selbst ein Gott

zu sein, wurde am Ende ein Opfer himmlischer

Macht.

Wir wollen dem Himmel dankbar dafür sein.

Aber lasst uns gleichfalls um Vergebung bitten.

Diese Fremden hier wurden uns geschickt, um uns

von unserem Aberglauben zu erlösen.

Um uns zu befreien von der Finsternis, in

der wir so lange gelebt haben.

Nun, im hellen Schein der Wahrheit, lasst uns

in Frieden leben.

Lasst uns willkommen heißen, die Fremden, und ihnen

für ihren Mut danken und sie ehren.

Lasst diese Menschen teilhaben an unserer Auferstehung.

Dir, dir gebührt vor allem unser Dank.

Denn du warst es, der seine Freunde in

diesen Kampf geführt hat.

Findest du das gerecht, John?

Wir wurden von einem Seeungeheuer angefallen.

Ach, stimmt das?

Es war ein Plesiosaurier, wisst ihr?

Der schwamm im Fluss.

Interessant.

Ich dachte, die gibt's nur in Salzwasser.

So viel zur wissenschaftlichen Erkenntnis.

Bei Meteoritenschau war sie richtig.

Seht euch das an.

Das ist fantastisch.

Ach ja.

Jetzt wäre ein Lied angebracht, oder?

Bitte verschone mich ja nicht schon wieder dieses

Lied.

Eigentlich dachte ich mehr an sowas wie God

Save the Queen.

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