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Veronica!
Hierher!
Ned?
Komm hier lang!
Ned!
Warte, geh nicht!
Warte auf mich!
Du bist in
Sicherheit.
Du bist in Sicherheit.
Ned, du warst so schnell.
Ich kam ja kaum mit.
Ich lass dich doch nicht im Stich.
Komm jetzt, wir müssen allmählich zurück.
Ich wollte vorher noch kurz mit dir reden.
Ich weiß jetzt, wie wir zurückkommen, aber dafür
brauche ich deine Hilfe.
Was meinst du mit zurück?
Veronica, weißt du, wo wir hier sind?
Ned, das ist mir egal.
Ich weiß nur, dass du mir gefehlt hast.
Alles ist irgendwie anders seit...
seit du...
Sag es.
Seit ich da...
Du fehlst mir so sehr.
Veronica!
Hilf mir!
Ned?
Zu Beginn des 20.
Jahrhunderts begibt sich eine Expedition auf die Suche
nach einer vorzeitlichen Welt.
Getrieben von Ehrgeiz, geheimen Wünschen, Abenteuerlust und journalistischem
Eifer, stoßen sie in den Tiefen des Urwalds
auf eine Verbündete.
Zwischen archaischen Kulturen und den Räubern des Urwalds
suchen sie einen Weg zurück nach Hause, denn
niemand außer ihnen kennt den Weg in die
verlorene Welt.
Es geht los, Challenger, sie kommt.
Guten Morgen, Marguerite.
Dann beginnen wir diesen bildschönen Tag doch mal
mit...
frischem Toast.
Also ich muss sagen, dass jemand während des
Winterschlafs seine Höhle verlässt, ist mir neu.
Wenn du nichts sagst.
Ist das wissenschaftlich nicht interessant, George?
Eine seltene Spezies mit wundersamen Gewohnheiten.
Und gefährlich, wie sich herausstellt...
Kaffee!
Es ist kein Kaffee da!
Ach, Liebes, du findest Kaffee im Vorratsschuppen und
zwar jede Menge davon.
Die Bohnen sind grün, Robson, sie müssen noch
geröstet werden.
Das ist nicht meine Aufgabe.
Ich nähe hier für uns alle.
Challenger schmiedet Werkzeug zum Tausch mit den Zengers
und Veronica hält den Garten in Ordnung.
Du räucherst das Fleisch und röstest den Kaffee.
Und gieße die Projektile und stelle die Hülsen
her.
Armer Kerl, für den Kaffee sorgst du trotzdem.
Du weißt doch ganz genau, solange Melone nicht
bei uns ist, müssen wir uns eben etwas
anders einrichten.
Ich bitte euch.
Wieso tun wir eigentlich immer noch so, als
ob Ned noch am Leben wäre?
Marguerite, tut mir leid, aber du und Veronica,
ihr wart einverstanden, euch um die Nahrungsmittel zu
kümmern.
Ja, nur Kaffee ist...
Er ist eine Voraussetzung.
Und du trinkst davon am meisten.
Schon allein deshalb wünsche ich mir, Melone wäre
nicht tot.
Wie auch immer.
Er hat auf jeden Fall mehr davon getrunken
als ich.
Durch ihn bin ich überhaupt erst zur Kaffeetränkerin
geworden.
Er ist nicht tot.
Guten Morgen, Veronica.
Dschungel Darjeeling ist wirklich kein Ersatz für Zenger
-Espresso.
Ich habe ihn heute Nacht gesehen.
Nun, wir alle träumen von Melone, Veronica.
Nicht dieselbe Art von Träumen, die wir von
Summerley hatten, aber...
Er war hier.
Erst habe ich von ihm geträumt, aber...
Als ich dann aufgewacht bin, da stand er
hier in diesem Raum und hat mich um
Hilfe angefleht.
Und was ist dann geschehen?
Veronica!
Professor Challenger!
Das ist Asai.
Asai!
Professor Challenger!
Wir brauchen Ihren Rat, bitte kommen Sie schnell!
Du wirst nirgendwo hingehen, dein Testballon ist noch
nicht fertig, daran wolltest du heute arbeiten.
Was ist denn, Asai?
Was ist passiert?
Das ist es, Herr Professor.
Wir wissen es nicht.
Es könnte ein Zeichen des Himmels sein oder
von woanders.
Wenn das so ist, sollten wir sofort los.
Wenn du meinst.
Sie ist wohl sehr unglücklich, wegen Melone.
Sie leidet seit Wochen.
Meistens bleibt sie den ganzen Tag in ihrem
Zimmer und liest immer wieder Melones Tagebücher.
Vielleicht hätte sie mitkommen sollen.
Mit einer guten Freundin zu reden, hätte ihr
gut getan.
Veronica ist stark.
Und dass sie leidet, macht sie nur noch
stärker.
Wenn du es vielleicht auch nicht glauben magst,
ich möchte mich bei dir entschuldigen, Veronica.
Du hast ja recht.
Es ist nur schwer zu akzeptieren.
Weißt du, ich habe auch schon einige Menschen
in meinem Leben verloren.
Familie, Freunde, mehr als Freunde.
Ich weiß, wie weh das tut.
Kannst du dir wirklich nicht vorstellen, dass mir
nicht nur Gold und Diamanten wichtig sind, sondern
auch noch was anderes?
Nein.
Es tut zwar bisweilen weh, aber du bist
zumindest immer ehrlich.
Das schätze ich an dir.
Ich habe dich aber auch noch nie angelogen.
In Bezug auf die wichtigen Dinge.
Ich möchte dir ja nur sagen, was dir
offensichtlich nicht klar ist, dass Melone uns allen
sehr viel bedeutet hat, nicht nur dir.
Gut, jetzt hast du es gesagt.
Und jetzt?
Was ist das?
Das ist ein Ouija-Board.
Das kennt in London inzwischen jeder.
Und was ist das?
Das ist so eine Art Telefon für Ferngespräche
der besonderen Art.
Die Fremden wollen uns helfen.
Gestern war es ein normales Feld.
Doch sehen Sie, was vergangene Nacht geschehen ist.
Ja, aber wer schafft das in einer Nacht?
Ja, wer?
Oder was?
Ich habe schon mal was über Telefone gelesen.
Und damit können wir Kontakt mit Ned aufnehmen?
Um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht.
Du musst deine Hände auch hier rauflegen.
Eine Frage, hast du das schon mal gemacht?
Ja, schon ein paar Mal in London.
Und, hat es funktioniert?
Schauen wir doch mal, ob es jetzt funktioniert.
Und was machen wir jetzt?
Mit den Fingern nur ganz leicht berühren.
Wir wollen Kontakt zu Edward T.
Melone.
Hörst du uns, Ned?
Melone, wir wissen, dass du Veronica erschienen bist,
also hab dich nicht so.
Kannst du mich hören?
Du warst das.
Nein, du hast es doch schließlich auch berührt.
Frag ihn einfach irgendwas.
Melone?
Wo bist du?
Ach, lass das, hat kein...
E...
R...
P.
Help.
M...
Hilf mir.
Das hat er zu mir auch gesagt.
Also war das eben wirklich Melone?
Ich weiß nicht, wenn er dasselbe schon mal
gesagt hat, naja.
Wie wäre es, wenn wir ihm noch eine
Frage stellen?
Ja.
Ich glaube, das hat sich erübrigt.
G...
O...
T...
O...
G...
H...
E...
W...
P...
H...
Wer ist da?
Ich...
Marguerite?
Wenn das ein Telefon ist, wie legt man
auf?
Weiß ich doch nicht, keine Ahnung.
Wie lange haben wir hier geärgert?
Na los, das kannst du auch haben, los,
komm!
Marguerite, was hast du getan?
Ich weiß es nicht!
Ganz ruhig.
War das in London damals auch so?
Ich wäre froh, wenn ich wüsste, was...
Was?
Was?
Was ist...
Was ist das?
Was?
Musst du für den Challenger wohl dazu sagen?
Es ist ein Aggregif.
Genau, George, das ist es.
Was sollte es sonst sein?
Ein Aggregif ist ein unerklärbares Zeichen oder Muster
in einem Vegetationsfeld.
Es gibt verschiedene Aggregifen.
Zum Beispiel gibt es einfache Kreise oder auch
wesentlich komplexere Darstellungen oder Pyroglifen, wenn die entsprechenden
Muster scheinbar eingebrannt sind.
Und hast du sowas schon mal gesehen?
Niemals.
Nichtsdestotrotz gibt es einige davon in der Gegend
von Elvebury, bei uns in England.
Da kennt man das seit Generationen.
Das Anwesen meiner Familie liegt auch dort in
der Gegend.
In der Nähe stehen so große Säulen, die
angeblich von den Druiden errichtet wurden.
Aber ich weiß nicht, was das hier sein
soll, diese Pyroglifen.
Die Bauern reden nicht gern drüber.
Sie glauben nämlich, dort sei eine übernatürliche Macht
am Berg.
Die aufgestellten Säulen, die Kreise in den Feldern.
Angeblich gibt es dort kosmische Kräfte.
Verschiedene Kräfte, die in gebündelter Form diese Zeichen
hinterlassen.
Auf jeden Fall wurde dieser Brand nicht mit
Kerosin entfacht.
Also weiß niemand, wie das hier zustande gekommen
ist.
Unser Schamane weigert sich, das Feld zu betreten.
Er sagt, er wisse, warum es heimgesucht wurde.
Unser Schamane sagt, Saros werde zurückkehren.
Dies sei ein Zeichen.
Saros?
Er soll ein Barbar gewesen sein.
Ein furchterregender Stammesfürst, der das Blut seiner Opfer
getrunken haben soll.
Sein Nachname ist nicht zufällig Co, oder etwa
doch?
Saros hat vor vielen hundert Jahren gelebt und
starb dann im Feuer.
Er verfluchte alle, die gegen ihn waren.
Er schwor, er würde aus dem Jenseits zurückkehren
und sich an seinen Feinden rächen.
Aus dem Jenseits?
Glauben Ihre Stammesgenossen, dass man aus dem Reich
der Toten zurückkommen kann?
Unser Schamane sagt, Beweise gäbe es genug.
Bezogen auf Saros seien sie unbestritten.
Sagt er, ja?
Wenn diese Farbe hier aus dem Jenseits stammen
soll, dann würde ich gern das Pigment analysieren.
Götiger Himmel.
Habt ihr ein bisschen umgeräumt, oder was?
Nein, wir haben eine kleine Sionce abgehalten.
Marguerite, das ist doch nur was für Scharlatane.
Vielleicht bei euch in England.
Aber das ist doch Humbug, Veronica.
An so etwas zu glauben ist doch völlig
absurd.
Ich bin im Labor, falls ihr mich brauchen
solltet.
Alles in Ordnung?
Wie geht's?
Und, was ist wirklich passiert?
Der Poltergeist war wieder da.
Ein Poltergeist also.
Na bitte, du musst ja nicht darüber reden.
Solange dabei niemand zu Schaden gekommen ist und
ihr zwei euren Spaß hattet...
Glaubst du, wir machen das alles hier kaputt,
nur um uns zu amüsieren?
Na ja, wer weiß schon, wozu du fähig
bist, Marguerite, ohne deinen Kaffee.
Ich meine, wenn du mit so einem Brettchen
schon so viel Spaß hast, dann wirst du
bei einer richtigen Sionce nicht zu halten sein.
Was ist eine Sionce?
Waage, Reagenzgläser, Messgerät, PH-Teststreifen.
Ich glaube, wir haben alles.
Schön, der Picknickkorb ist also gut gefüllt.
Und, sollen wir euch noch eine Drosch gerufen?
Nein, nicht nötig.
Nur lasst die Wände stehen, seid so lieb.
Gut.
Komm, John.
Auf Wiedersehen.
Auf Wiedersehen.
Das war's, sie sind weg.
Warum hast du nicht erzählt, dass da jemand
im Spiegel war?
Weil wir jetzt eine richtige Sionce abhalten werden
und dabei sollten Nichtgläubige keineswegs anwesend sein.
Die senden Vibrationen, die die Geister vertreiben würden,
oder sie...
Ach, irgendwas in der Art.
Veronica?
Wer war da im Spiegel?
Weißt du noch, George, vor ein paar Tagen
hast du gesagt, wir sollen Melons Tagebücher mitnehmen,
damit er in unserer Nähe ist.
Und vorhin machst du dich über dieses Ouija
-Board lustig.
Was glaubst du denn nun wirklich?
Na ja, ich bin Wissenschaftler.
Ich darf nicht zulassen, dass mein Glaube meine
Beobachtung trüllt.
Aber vergiss doch mal für einen Moment deine
Wissenschaft und deine Logik und hör nur auf
dein Gefühl.
Was vermutest du dann könnte hier los sein?
Woher denkst du, sollte dieser Pyroglyph kommen?
Rein intuitiv?
Der Pyroglyph ist unzweifelhaft ein ganz und gar
bemerkenswertes Phänomen, das eine chemische Analyse aber womöglich
erklären könnte.
Du hast offenbar keine Gefühle, George.
Ich sage dir, du...
Hey, pass auf!
Oh, Gott, George!
Die fliehen!
Puh, die sind durch irgendetwas aufgeschreckt worden.
Ich frag mich, wodurch sich Saurier aufschrecken lassen.
So, so sah er aus in meinem Spiegel.
Marguerite, haben Sie den auch gesehen?
Ja.
Dann tun Sie es nicht!
Das da, das ist Sarros.
Sarros?
Und der war hier?
Wer ist Sarros?
Ein blutrünstiger Kriegsherr, der bei lebendigem Leibe von
den Sänger verbrannt worden ist.
Aber wir haben Sarros doch gar nicht gerufen.
Wir haben Melone gerufen.
Und Melone hat uns gehört.
Dachten wir jedenfalls.
Du hast doch selbst gesagt, es seien zwei
Geister im Raum gewesen.
So genau weiß ich das nicht, Veronica.
Aber wir haben Sarros im Spiegel gesehen.
Und jemand hat ihn vertrieben, bevor er uns
was antun konnte.
Melone.
Und wenn wir ihn jetzt nochmal rufen, kommt
er sicher ohne Sarros.
Veronica, nicht!
Es ist viel zu gefährlich.
Denkt daran, es geht auch um die Existenz
der Sänger.
Vor Mitternacht können wir sowieso nichts unternehmen, dann
ist nämlich erst Geisterstunde.
Wollen wir da nicht vielleicht erstmal einen Kaffee
trinken, einen frisch gerösteten?
Nicht?
Na dann eben ein Tässchen Tee.
Tja.
Jetzt wissen wir, wovor diese Viecher solche Angst
hatten.
Sieht aus wie ein Kugelblitz oder so ähnlich.
Oder wie ein elektrischer Wirbelwind.
Was auch immer, John.
Nur sieh dir mal diese Form an.
Es ist identisch mit dem ersten.
Es ist also kein natürlicher Prozess.
Was immer es sein mag.
Es hat eine gewisse Intelligenz.
Richtig, George.
Ich glaube kaum, dass wir die Antwort in
einem deiner Teströhrchen finden.
Es gibt noch einen zweiten Pyroglyphen.
Ja, es war unglaublich.
Wir waren dabei, als er entstanden ist.
Wer hat ihn gemacht?
Keine Ahnung.
Das war kein Mensch, vielmehr eine Art Lichtkugel.
Das mit der Seance war übrigens nur ein
Scherz, Marguerite.
Es ist kein Scherz, Roxton.
Veronica und ich, wir haben vorhin beide diesen
Mann im Spiegel gesehen.
Er soll ein Kriegsherr gewesen sein.
Saros.
Und das Zeichen auf seiner Stirn ist dasselbe
wie das im Feld.
Wissenschaftlich genau beobachtet, George.
Wir beginnen mit der Seance.
Eine Stimme der Vernunft, endlich!
Nun, Vernunft und Seance haben nichts gemeinsam, Marguerite.
Nur manchmal gibt es eben Phänomene, die mehr
als menschliche Vernunft von uns verlangen.
Professor Challenger, ist es zu gefährlich?
Nicht, wenn Marguerite genau weiß, was sie tut.
Das weiß ich doch immer, oder?
Wir haben noch etwas Zeit bis Mitternacht, dann
beginnt die Geisterstunde.
Ich gehe dann so lange noch ins Labor.
Alles steht hier irgendwie auf dem Kopf.
Du warst die Einzige, die dachte, Melone ist
wirklich tot und ...
Na ja, George glaubte nie an sowas wie
Seance.
John, ich weiß nicht, was mit Melone passiert
ist und George weiß es auch nicht.
Trotzdem scheinen wir hier die einzigen Aufgeschlossenen zu
sein.
Findest du nicht, dass ich auch aufgeschlossen bin?
Doch, du hast ein offenes Herz, John.
Du bist ein Träumer, der glaubt, dass, wenn
man die Hoffnung nicht aufgibt, alles möglich sein
wird.
Stimmt's?
Aber das glaubst du nicht mit deinem Verstand.
Du willst Veronika nur nicht die Hoffnung nehmen,
John.
Du magst recht haben.
Aber glaubst du nicht auch, dass ...
dass mehr zum Leben gehört, als das Hier
und Jetzt?
Tja, manchmal, wenn ich so darüber nachdenke, was
das Leben mir gegeben hat, im Hier und
Jetzt, dann frage ich mich schon, was ich
noch mehr erwarten könnte.
George ist jetzt so weit.
George, das ist jetzt wohl kaum der rechte
Zeitpunkt für ein Gruppenporträt.
Da hast du recht.
Ach, Marguerite, zünde die Kerzen in umgekehrter Reihenfolge
an.
Challenger?
Woher weiß ein Wissenschaftler so viel über Seancen?
Ich bin ein paar Monate in Chicago gewesen,
bei einem Freund von mir, Harry Houdini.
Der alles wissende Houdini?
Der Billigmagier für Arme?
Tja, ich bin mit Harry bei vielen Seancen
gewesen.
Hab mit ihm eine Menge Betrüger entlarvt, die
leichtgläubigen Menschen das Geld aus der Tasche ziehen
wollten.
Tja, ich sehe, du kennst ihn offenbar auch.
Sagen wir mal so, Houdini hat mich bezüglich
meiner Seancen zumindest nicht der Charlatanerie bezichtigen können.
Du hast von trauernden Menschen Geld genommen für
deine Seancen?
Das kann nicht sein.
Nicht doch, John.
Ich gebe den Menschen nur, was sie wollen.
Und vergessen wir nicht, dass diese Seance Challengers
Idee war.
Es war Johns Idee und sie ist nicht
schlecht.
Was?
Sind wir jetzt so weit, dann sollten wir
uns an den Händen fassen und jetzt die
Augen schließen.
Keine Angst.
An nichts mehr denken.
Ich rufe Edward T.
Malone.
Ned?
Kannst du mich hören?
Bist du da?
Fühlt ihr das auch?
Es ist auf einmal unheimlich kalt geworden, oder?
Das heißt, es funktioniert.
Ich bin sicher, dass etwas passieren wird.
Malone, wenn du bei uns bist, dann gib
uns ein Zeichen.
Was für ein ungewöhnliches Zeichen.
Lass uns aufhören.
Komm, frag ihn, ob wir hier in Gefahr
sind.
Ist gut.
Ned, einmal klopfen heißt ja, zweimal nein.
Sind wir in Gefahr, wenn wir auf diese
Weise Kontakt zu dir aufnehmen?
Wenn wir jetzt übertreibst du ein wenig, Malone.
Tja, das waren, das waren unzweifelhaft zwei, also
sind wir nicht in Gefahr.
Versuch jetzt, ihn sprechen zu lassen.
Sag ihm, er möge durch dich sprechen.
Mache ich.
Sprich durch mich, Geist, damit wir alle hören
können, was du uns zu sagen hast.
Es ist gefährlich, auf diese Weise Kontakt zu
mir aufzunehmen.
Sarros wird versuchen, uns zu stören.
Versucht auf anderem Wege, Kontakt zu mir aufzunehmen,
aber auf keinen Fall hier.
Malone?
An eurem Fleisch werde ich mich weiden.
In eurem Blut werde ich baden.
Das ist Sarros.
Aus euren schrumpfen Leibern werde ich die Herzen
reißen.
Verloren ist euer Kinder und euer Land, werde
ich den Erdboden gleichmaschen.
Das reicht jetzt.
Ist es vorbei?
Wir haben den Kreis aufgelöst.
Ich glaube, das müsste reichen.
Sarros hat sie noch in seiner Gewalt.
Marguerite!
Marguerite!
Marguerite!
Nein!
Nein!
Ich habe nicht gewollt, dass das passiert.
Ich wollte euch nur benachrichtigen.
Euch sagen, wo ich bin.
Wo ihr nach mir suchen müsst.
Aber es ist nicht leicht, Kontakt zu euch
herzustellen.
Was sollte ich machen?
Ich hatte keine Ahnung, dass der Versuch der
Kontaktaufnahme so gefährlich sein könnte.
Ich will nicht, dass ihr euer Leben riskiert.
Ihr bedeutet mir zu viel.
Also lasst mich gehen.
Lebt wohl, Veronica.
Du wirst mir fehlen.
Ihr alle werdet mir fehlen.
Nicht das!
Was ist passiert?
Unser Netz war das bestimmt nicht.
Sarros, der Blutrünstige!
Marguerite!
Alles soweit in Ordnung?
Als hätte mich ein...
ein Pferd getreten.
Du meinst ein Pferdegeist.
Gott sei Dank sind wir alle noch gesund.
Hast du ein Foto davon gemacht?
Tja, ich weiß nur nicht, was drauf ist.
Challenger, du bist wirklich brillant.
Das sagt man mir nach, ja.
Was haben wir denn da?
Seht euch das an!
Das ist einfach unglaublich.
Sie waren beide da, Melon und Sarros.
Ist Ihnen nicht klar, was geschehen ist?
Doch, mir schon.
Wir haben dem Falschen die Tür geöffnet, sozusagen.
Veronica, versprich mir, dass du nie wieder mit
Melon Kontakt aufnehmen wirst.
Asai, das kann ich dir nicht versprechen.
Das kann keiner von uns.
Wenn ich euch nicht umstimmen kann, dann ist
Sarros nicht mehr aufzuhalten.
Ich werde mein Volk warnen müssen.
Suchst du was Bestimmtes?
Ich denke immer wieder darüber nach, was Melon
zu uns gesagt hat.
Dass wir es nicht hier versuchen sollen.
Auf einem anderen Weg, hat er gesagt.
Aber warum steht es hier nirgends?
Es dauert Wochen, alle Tage Bücher zu lesen.
Ich habe alle Bücher gelesen.
Und wenn Melon was über dieses Thema geschrieben
hätte, dann wüsste ich das.
Es ist aber nicht so.
Challenger will, dass wir das Ganze wiederholen.
Wäre möglich, dass es uns beim zweiten Mal
gelingt, ungestört mit Ned zu reden.
Marguerite?
Veronika, da warst du ja ganz schön fleißig.
Das war ich nicht.
Ist Sarros noch hier?
Aber warum sollte Sarros immer wieder dieses Zeichen
dort aufmalen?
Und wenn wir uns nun irren?
Wenn es nicht Sarros war?
Melon?
Das wäre doch immerhin denkbar, oder?
Vielleicht.
Dann hat Sarros also die Pyroglyphen gar nicht
gemacht.
Sondern Ned.
Wenn die Pyroglyphen von Ned geschrieben wurden, dann
nehme ich an, er will uns damit etwas
sagen.
Aber was?
Melon, das finde ich jetzt aber nicht witzig.
Marguerite, lass uns bitte ruhig bleiben.
Was?
Es ist ein Dreieck.
Seht auf die Spitzen, das ist ein Zeichen.
Das ist die Koordinate eines bestimmten Standorts.
Es gibt noch einen dritten Pyroglyphen.
Schön, nur alle Felder hier in der Gegend
abzusuchen dürfte ewig dauern, oder?
Vielleicht auch nicht.
George, was denkst du?
Du machst mich nervös, wenn du so guckst.
Noch 50 Fuß etwa und ich habe freie
Sicht ins nächste Tal.
Vorsicht, Marguerite.
Du musst die Leine straff halten.
So, warte, da drüben ist der Fluss und
dort ist das Sengadorf.
Und dazwischen ist der erste.
Es sieht beinahe so aus, als hätte George
mit seiner Gummiformel das Fragilitätsproblem behoben.
Im Prinzip geht es nur um mehr Tragfähigkeit
und größere Reichweite.
Tja, wer weiß, womöglich können wir dann sogar
den Aufwinden am Rande des Plateaus trotzen.
Am Rande des Plateaus sind also Auffinde, ja?
Wie, Marguerite, ich dachte, du würdest dich freuen,
vom Plateau wegzukommen.
Ich freue mich ja auch, ich glaube, nur
Veronica sieht das anders.
Was?
Ach nichts weiter, nur für einen Moment klang
es so, als sorgtest du dich um Veronica.
Nein, ich mache mir nur Sorgen hinsichtlich unserer
Arbeitsaufteilung, sollte Veronica wegen Depressionen ausfallen, das ist
alles.
Das wollte ich hören, danke.
Wir kamen von dort am Riff vorbei.
Und da ist der zweite.
Vielleicht weiter südlich, da hinter dem Hügel.
Die Wasserfälle.
Da ist der dritte.
Challenger, Achtung!
Challenger!
Komm schon.
Oh je.
Du hast es auch noch genossen, George.
Tja, ich hab's überlebt, das trägt natürlich zum
Vergnügen bei, oder?
Jetzt wissen wir, wo der dritte Pyroglyph ist.
Hier, das ergibt ein Dreieck, dessen Mitte genau
hier ist.
Das ist der Punkt, an dem Melon uns
haben will.
Ein sehr felsiges Gebiet, es liegt mitten im
Dschungel.
Aber wenn wir uns beeilen, sind wir vielleicht
noch vormitternacht dort.
Soll ich einen Weg schlagen?
Du und Marguerite.
Ich geh zurück zum Haus und hole Veronica.
Und was wir sonst noch brauchen.
Bis später also.
Was weißt du, was wir noch nicht wissen,
George?
Seit ich weiß, wo Melon uns haben will,
ist mir klar, dass wir hier mehr als
nur geistigen Kontakt aufnehmen müssen.
Wir müssen eine physische Verbindung herstellen.
Aber ist das nicht gefährlich?
Davon sollten wir ausgehen.
Ich nehme an, dass wir gewissermaßen einen Kanal
geöffnet haben, den Saros offenbar zu nutzen gedenkt.
Und je länger er offen ist, umso leichter
wird es für ihn, aus dem Jenseits ins
Diesseits zurückzukehren.
Also müssen wir den Kanal wieder schließen.
Und zwar so schnell wie möglich.
Ja, aber was ist mit Melon?
Wir müssen jetzt Prioritäten setzen.
Wir haben ihn!
Wir haben den dritten Pyroglyphen.
Jetzt wissen wir genau, wo wir Melon kontaktieren
sollen.
Ich wusste, dass er uns etwas sagen wollte.
Aber was hast du mit der Fotoplatte vor?
Diese Fotografie brauchen wir während der Seance.
Sie enthält ein physisches Abbild von Saros, infolgedessen
er gewissermaßen hier real geworden ist.
Wenn die Platte zu einem bestimmten Zeitpunkt zerstört
wird, an einem bestimmten Ort, dann können wir
die Verbindung zerstören.
Aber Melon ist auch drauf.
Wird seine Verbindung dann auch unterbrochen?
Nicht, wenn du etwas Persönliches mitnimmst, was Melon
und dir viel bedeutet.
Denn dieser Gegenstand erhält für ihn die Verbindung
zu unserer realen Welt.
Das ist seine einzige Chance.
Ach.
Ja, da muss es demnach sein.
Was?
Melon will, dass wir in eine Hülle spazieren?
Nach ihm.
Wenn du willst.
Ich will.
Melons Taschentuch, gut.
Er hat es am Fluss vergessen, als wir
das erste...
Ach, ähm...
Wir waren schwimmen und...
Er war unglaublich albern und hat andauert.
Ich denke, an diesen Tag wird er sich
immer erinnern.
Wir wissen alle, ihr habt euch, ähm, ihr
steht euch sehr nahe.
Möglicherweise könnte noch mehr daraus werden.
Ach, ich weiß auch nicht.
Aber ich würde es sehr gerne herausfinden.
Was gibt's hier Besonderes, sag's mir!
Ich weiß nicht, das kommt mir irgendwie komisch
vor.
Ich denke, hier sind wir richtig, Marguerite.
Ja.
Diese Steinaltere hier könnten von Druiden sein.
Sie sind viel älter.
Woher weißt du das?
Ich weiß es einfach.
Es ist, als wäre ich schon mal hier
gewesen oder an einem ähnlichen Ort.
Warst du mal in Avebury?
Ja, als ich noch ein Kind war, haben
wir mal ganz in der Nähe gewohnt.
Womöglich hat's mich daran erinnert.
Damals sind wir viel in den Feldern unterwegs
gewesen.
Warum hat sich Ned einen solchen Ort ausgesucht?
Ich nehme an, dass er einen Ort gefunden
hat.
Ein Ort, an dem mehrere außergewöhnlich starke Energiefelder
aufeinandertreffen.
So etwas gibt's vielleicht nur einmal auf dem
ganzen Plateau.
Ich weiß nicht, das macht mir Angst wegen
Saros.
Ich bin mir ganz sicher, dass Melon weiß,
was er tut.
Seid ihr soweit?
Frag Marguerite, schließlich ist sie hier die Expertin.
So, Marguerite, du hattest schon einmal Kontakt zu
Melon.
Also ruf ihn erneut, genau wie bei der
Seance.
Und was ist mit Saros?
Der Manager hat recht, Saros ist ebenfalls anwesend.
Ich rufe Edward T.
Melon!
Mach es uns bitte nicht zu schwer, Melon!
Was geht hier vor, George?
Die Pforte zum Jenseits steht jetzt weit offen.
Es ist soweit, Freunde.
Und wer ist das dort hinten?
Ist das Melon?
Saros!
Er mag nicht, wenn auf ihn geschossen wird.
Er ist immer noch im Jenseits.
So, jetzt kommt die Platte.
Jetzt, Challenger!
Schleif sie kaputt!
Nein, das kann ich nicht riskieren, nicht solange
Melon nicht bei uns ist.
Tu, was du tun musst, aber warte nicht
zu lange!
Ruf Melon!
Komm endlich zu uns, Melon!
Da kommt er!
Komm zurück zu uns, Melon!
Komm zurück!
Konzentriere dich!
Komm zurück, Melon!
Ja, du schaffst es!
Konzentriere dich auf Melon!
Ich werde versuchen, Saros die Energie zu entziehen.
Verschwinde!
Nein!
Ich bin
zurück!
Ned?
Oh, wow!
Willkommen zur Ausbildung.
Ich kann dazu gar nichts sagen.
Es ist mir ein Rätsel.
Das meiste kommt mir inzwischen vor wie ein
Traum oder Halbtraum.
Ich kann mich kaum an was erinnern.
Nun, das Wichtigste ist doch, dass du wieder
bei uns bist, oder?
Wo du hingehörst.
Du siehst besser aus als jemals zuvor, Ned.
Danke.
Ja.
Ich danke euch allen dafür, dass ihr mich
nicht aufgegeben habt.
Wir doch nicht.
Ich weiß, du würdest mich uns nie verlassen.
Du bist sich einfach hungern.
Ja.
Wisst ihr, was ich gerne hätte?
Was?
Eine Tasse Kaffee.
Oh, wir!
Natürlich!
Kaffee ist eine Voraussetzung.
Danke sehr.
Challenger?
Nicht vor dem Rotwein, mein Dank.
Can't find what you're looking for?
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