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(Musik: "Hot Love" von T. Rex)
(stumme Szene)
(Mann) I told him the sad truth, that I've never even been to any.
That we have 42 million acres of it
and you can't throw a stone in Asia without hitting a cultivation,
and I haven't even touched one fucking palm fruit.
No seriously, I'm not joking.
Ian, you want to know what he answered?
"Who needs to know how to build a car to sell it?"
(lachend) Ja!
I told you, everything is perfectly fine. 50 million.
Ja. No, I can't do a conference call because I'm already in the Black Forest.
Where the famous Black Forest ham comes from?
You're investing in agriculture
and you don't know Black Forest ham,
you uncultivated Irish prick?
You get what you give, man. You get what you give.
(Schrankenglocke)
Forget it, I won't do it today.
I didn't have one day off for a whole fucking year and this is important.
Fahren Sie schnell herum.
I've got to end the call. Talk to you tomorrow.
Wäre es möglich, dass wir um die Schranke herumfahren? Ich hab's eilig.
(badischer Akzent) Des is net erlaubt.
Ist mir schon klar.
Es ist nur so... Wissen Sie, mein Vater ist gestorben und...
die Trauerfeier beginnt in zehn Minuten.
(Glockenläuten)
Ich gehe zu denen, die mich liebten, und warte auf die, die mich lieben.
Was isch'n jetzt mit'm Christian?
(leise orientalische Musik)
Wie lange braucht denn der Zug?
Des isch immer unterschiedlich.
Koa scho a Viertelstunde dauern. - Eine Viertelstunde?!
Wir können doch nicht 'ne Viertelstunde hier rumstehen.
Ich glaub's nicht.
(Ziegenblöken und Vogelzwitschern)
Geben Sie sich doch einen Ruck und fahren Sie einfach hier vorbei.
Ich koa mei Lizenz verliere. - Wie denn? Wir sind doch ganz alleine.
Ich hab die letzten 15 Jahre im Ausland gelebt. Das passiert auch nur hier.
Würden Sie in Ihrem Land vor so einer Minischranke stehen bleiben? Sicher nicht.
Wo kommen Sie her? - Aus Villingen-Schwenningen.
Nein, wo Sie geboren sind. - Na, in Villingen-Schwenningen.
(Pastor) Vor fascht 50 Jahr bist du, lieber Erich, als Fremder daher komme,
der Lieb zu deiner Johanna bischt g'folgt.
Und hascht dich g'fragt:
Was welle die Leut mit Striebele,
Nonnenfürzle und Brägele.
20 Minuten. - Ich weiß.
Höre Sie das?
Ja, I glaub, i hör was.
Das können Sie?
Noi, i dacht nur, weil Sie's doch so eilig ham.
Jetzt hör ich auch was.
Des isch a Rattern. - Ja!
Des isch der Zug. Jetzt aber schnell. - So schnell, wie i darf.
Aber nix, wo nachher die Lizenz weg isch. - Aber bis ans Limit gang i scho.
Amen.
(Pastor) Georg, bitte.
(leises Rumpeln)
(Georg) Ich bin kein großer Redner.
Ihr kanntet meinen Vater ja alle.
Und wenn ich mich so umschaue, dann...
zum Teil länger als ich ihn kannte.
Weil er ja schon hier gelebt hat, bevor ich geboren wurde.
Du bist zu spät.
Ja, ich weiß. Tut mir leid.
Nicht mal zur Beerdigung kannst du pünktlich sein.
Da war 'ne Bahnschranke.
30 Jahre, und du kannst ihm nicht mal diese letzte kleine Ehre erweisen.
'tschuldigung.
P-Papa...
'tschuldigung, es geht so nicht.
Georg!
(beschwingte Musik)
Georg!
Georg!
Georg, jetzt hör auf!
(Handysummen)
It's the fucking funeral of my father and you call me every fucking hour.
I know I'm your slave, but please not today.
I don't care, I'm not his nanny!
(schreit) And tell him to fuck off with his stupid money.
Hat sich ja nichts verändert.
Oah, der Geruch...
Das ist echt Kindheit.
Georg, jetzt... Willst du das echt den ganzen Abend durchziehen?
(kurzes Lachen)
Willst du auch deine "Georg"-Tasse?
"Willst du auch ein Bier, Christian?" Oh, sehr gerne, Georg. Wie aufmerksam.
"Und 'n kleinen Schnaps dazu?" Ja, wieso nicht.
(Klirren)
Nick-nick-nick.
Schau mal.
Ja, es war Scheiße.
Ich könnte alle Gründe aufzählen, weshalb ich zu spät war,
aber ich lass es jetzt und sage nur, es tut mir wirklich leid.
Weil wir uns auch nicht den ganzen Abend anschweigen wollen, oder?
(Grummeln)
War das jetzt ein Ja oder ein Nein oder ein "leck mich am Arsch"?
Ein "leck mich am Arsch".
Gut. Sehr gut. Damit komm ich klar.
Wahnsinn.
Wie niedrig die Decken in Wirklichkeit sind.
Du hast hier die ganze Zeit mit Papa gewohnt?
Nee, nur die letzte Zeit, als es ihm so richtig scheiße ging.
(Handysummen)
(Christian ächzt.)
Stress?
Ja, ist immer Stress.
Jeden Tag. Aber das ist okay.
Ein Typ will Geld investieren und mein Chef hat Angst, ihn zu verlieren.
Wo wohnst du eigentlich gerade? - Singapur. Ungefähr ein Jahr.
Und wie ist das da so in Singapur?
Keine Ahnung, hab's mir noch nicht angeschaut.
Als ich ankam, hatte meine Firma schon ein Apartment gemietet,
aber da ich nur zum Schlafen da war,
hab ich erst nach drei Monaten gemerkt, dass es einen Balkon hat.
Wann fährst du wieder? - Ganz früh morgen. Erste Maschine.
Und bei dir?
Wie immer.
Was macht die Tischlerei? - Läuft.
Verheiratet? - Nee.
Kinder? - Nee.
Schwul?
Freundin?
Ach, Georg! Ja, auf dem Land wird nicht so viel geredet, aber...
Momentan keine Freundin.
Ich auch nicht.
Unglaublich, ha?
Ich hab das so riesig in Erinnerung. Jetzt ist es so klein.
Gibt's den Dachboden noch?
Wirklich? - Na ja, klar.
Wie geil!
Du bist wahrscheinlich noch da, wenn ich wiederkomme, oder?
(rhythmische Musik)
Wahnsinn.
Das gibt's ja nicht.
(schreit) Das gibt's ja nicht!
Hier war ja ewig niemand.
Georg! Komm hoch!
(gedämpft) Ist das geil!
(Türklingel)
(Christian johlt.)
Das gibt's doch nicht!
Georg, komm mal!
(gedämpfte Popmusik)
Der Schornagel war so betrunken, der hat alles liegen lassen.
Es isch noch Essen übrig bliebe.
Du hascht eh eben grad was anderes zum tun wie koche.
Danke.
I tu's in den Kühlschrank, gell?
War doch 'ne schöne Trauerfeier.
Bis auf den Ringkampf.
Ja, des war bissl überraschend.
Aber... geht's dir wieder gut? - Ja, ja, ist alles okay.
(Christian) Nein, ist das geil!
Komm hoch, du Feigling!
Ich rasier dir die Beine. - Der hat sich net verändert.
Nein. - Komm endlich!
Setz deinen beleidigten Arsch in Bewegung und stell dich!
Hallo, Christian.
Hallo.
Ich geh mal wieder. Ihr habt sicher viel zu bereden.
Nee, wir haben gar nix zu bereden.
Gute Nacht.
Und danke noch mal.
Für heute. - Ja.
Ade, Christian. - Ade.
Jetzt komm. Ich nagel dich an die Wand.
Und bring die Würste mit. Ich hab Hunger.
Wer war denn das noch mal? - Tanja.
Ist mit dir in eine Klasse gegangen. Hier.
Das Tännle, stimmt.
Ist noch ein echtes Brett, das Tännle, muss ich sagen.
Hier. Komm schon, nur ein paar Ballwechsel.
Was hast'n da am Finger gemacht?
Nix. - Nix?
Ja, geht doch.
Yes! Nice!
Du und das Tännle also, ja? - Was? Nein!
Sah aber so aus. - Sie hat mir bei der Beerdigung geholfen.
Und beim Leichenschmaus. - Musst dich nicht rechtfertigen.
Schlag auf. - Wunder Punkt?
Jetzt mach.
Guter Ball.
(Musik: "Close To Me" von The Cure)
Na? So ist das.
(Beide brüllen.)
Yes!
Yes!
(Musik klingt aus.)
(Musikmoderator leise im Hintergrund)
"Auf Platz Nummer 10, eine nagelneue Gruppe..."
Georg? Guck mal, komm mal her.
Komm mal her. Kennste noch?
Da hängt die Karte noch.
"Regel Nr. 1: Die Reise beginnt am Brunnen des Marktplatzes von Löchingen
und endet, wenn die Teilnehmer am Timmendorfer Strand
in die Ostsee pinkeln.
"Regel Nr. 2: Die Reise muss auf dem Mofa gemacht werden.
"Regel Nr. 3: Die Teilnehmer verpflichten sich, während der Reise zu trinken,
Drogen zu nehmen, Sex zu haben,
eine Arschbombe vom Zehner zu machen,
Sex zu haben...
"Die gesamte Karte auf einmal beim Griechen zu essen."
(lallend) War das deine Idee? - Nee, das war deine.
"Einen 20-Meter-Wheelie hangabwärts zu machen.
"Eine schlafende Kuh umstoßen." - Und das?
Das war meine. Die find ich noch ziemlich gut.
Gibt's die Mofas eigentlich noch?
(Christian) Wegwerfen war nicht so seine Stärke, oder?
(Fahrradklingel)
Geil.
(entferntes Hundebellen)
(Ächzen)
Fuck!
(Knattern) Ja!
(Christian johlt.)
(Gelächter und Johlen)
Ist das geil!
Los, komm!
Komm, wir fahren beim Tännle vorbei.
Jetzt komm!
(Georgs Mofa springt an, er johlt.)
(Musik: "I Have Been To The Mountain" von Kevin Morby)
(Johlen)
(Johlen)
(Grölen)
Geil.
(Die Musik klingt aus.)
(Christian) Der Brunnen!
Ja und?
Die Reise beginnt am Brunnen des Marktplatzes von Löchingen.
Komm, wir fahren jetzt los. Auf der Stelle.
Wir sind doch total blau.
Ja, ich weiß, aber das ist genial.
Nee, das ist Schwachsinn.
Ich weiß. Warte mal, halt mal an!
Halt doch mal an.
Halt mal an!
Jetzt nicht lachen.
Wir fahren jetzt einfach.
Und dein Flug morgen früh? - Ich erzähl denen irgendwas.
Sag mir, dass du's nicht bereust.
Sag mir, dass du nicht bereust, dass wir damals nicht gefahren sind.
Natürlich bereu ich das. Trotzdem Schwachsinn.
Ich muss diese Woche noch 'ne Scheune richten.
Lass uns einfach fahren.
Georg!
Ich hab die Garage nicht abgeschlossen. - Die Garage!
Mann, Georg! Sei mal ein bisschen abenteuerlustig.
(Musik: "Boys Don't Cry" von The Cure)
(Grölen und Johlen)
(Grölen)
Wie heißt die nächste Stadt noch mal? - Villingen-Schwenningen.
Villingen-Schwenningen, Baby!
No stop till Villingen-Schwenningen!
Yeah!
(Beide johlen.)
(Musik stoppt und Auslöser)
Georg!
Georg!
(leises Stöhnen)
Alles okay? - Ja.
Ich hab nur kurz die Augen zugemacht.
(Ächzen)
Lass uns mal 'ne Pause machen. - Ja.
Oder 'n Kaffee.
Ich schreib's aufs Spesenkonto.
Mir tut mein Po weh, als ob ich die Strecke geritten wäre.
Ich kann gar nicht mehr richtig gehen, so tut mir der Po weh.
Als wenn man so richtig schön durchgefickt worden wär.
Habt ihr hier 'nen ordentlichen Wellnessbereich? - Ja.
Mit Blick über den Schwarzwald. - Ausgezeichnet.
Schau mal. Du hast es einfach nicht mehr drauf, mein Lieber.
(leises Schnarchen)
(Handysummen)
Und?
Es fängt an mit...
(irischer Akzent) "Your cellphone is off, probably you're already on the plane."
Beep.
"Jesus, call me immediately when you've arrived, will ya?" Beep.
"Christian, switch your bloody cellphone back on." Beep.
"What the fuck do you think you are? What is goin' on, Christian?
"Put your fuckin' cellphone back on!" Beep.
"Who do you think you are, you cunt?
Can you imagine what's going on here at the office? Feisigh leat, bod!"
Das war Anruf Nr. 12 von... ungefähr 30.
Hast du schon zurückgerufen?
Nee, noch nicht.
Ich glaub, ich muss zurück.
Das ist nicht dein Ernst. - Ist gerade richtig Stress.
Ich dachte, du hast immer Stress. - Ja, aber diesmal Stress im Quadrat.
Und unsere Reise?
Machen wir, versprech ich dir. Ich nehm mir Urlaub und dann...
holen wir's nach.
Quatsch.
Wenn wir's jetzt nicht machen, dann machen wir's nie.
Weißt du was? Mach, was du willst. Ich fahr weiter.
Georg.
Ich brauch meinen Schlüssel. - Sie verlassen uns schon wieder? - Ja.
Waren Sie denn zufrieden? - Ja, ganz toll. - Georg!
Jetzt warte doch mal.
Du sagst zu mir "Sei mal ein bisschen abenteuerlustig". Und du?
War doch klar, dass die dich anrufen. - Ja, ich weiß.
Immer nur reden, und dann einfach abhauen.
Stimmt doch nicht. - 'türlich stimmt das!
Hör auf, mir die Salami wegzufressen!
Das ist Schwarzwälder Schinken. - Scheiße!
(Moped geht aus.) Ach, Mann!
(lautes Knattern)
Georg!
Jetzt warte doch mal!
(rhythmische Instrumentalmusik)
Hätten wir nicht wenigstens aufessen können? Das Frühstück war arschteuer.
Schrei mich nicht so an.
(Die Musik klingt aus.)
Ah, fuck.
(Mutter) Jetzt geht mal beide kurz raus. Dalli, dalli!
Da ist ja wieder alles voller Krümel.
Hallo.
Na, ihr?
Wo geht's hin? - In den Taunus.
Urlaub? - Ja.
Wir auch. Wir haben uns extra schick gemacht.
Falls wir ein Vorstellungsgespräch haben.
Wo fahren Sie hin?
Wir nehmen jede 2. Ausfahrt links und lassen uns überraschen.
Wirklich.
Tach. - Los jetzt.
(Mutter) Und passt jetzt bitte auf, ja? - Ja, ja.
Ja, passt 'n bisschen auf mit den Krümeln, ne?
(Motor springt an.)
Gute Reise!
Viel Spaß im Taunus!
Hab ganz vergessen, dass man sich in Deutschland nicht grüßt.
Jede 2. links? - Wieso nicht?
Tüftelst du an dem Plan schon lang? - Mal sehen, wo wir hinkommen.
Vielleicht führt uns das zu was Tollem. - Ja, im Kreis.
Ach, Georg, du bist so ein Pessimist. So eine Regenwolke.
Du hast den Fallschirm vorm Flugzeug erfunden.
Lass doch das Glas mal halbvoll sein.
Wir machen das so:
Heute entscheide ich, wie wir fahren, dann du.
Immer abwechselnd. Ich sage, wir nehmen jede 2. Ausfahrt links.
Kann ich einen Kompromiss vorschlagen? - Ich bitte darum.
Ist das Glas immer noch halbvoll,
wenn wir erst mal jede 2. rechts und dann jede 2. links nehmen?
Sarkasmus ist echt nicht dein Ding, Georg.
(Musik: "I'll Be Around" von Yo La Tengo)
Links.
Hier links, oder?
Was, links? Okay.
(Georg) Rechts.
Ey, hier niemals rechts!
Das ist das zweite Mal.
Oh, hier wird's sumpfig.
Rechts. - Nee, links.
Dann die nächste rechts. - Die nächste rechts wieder.
(unverständliche Rufe)
Danke schön.
Was bekommen Sie? - Die Dame war vor mir dran.
Zwei weiße, bitte.
Das find ich ja nett.
Ich dachte, die Sorte Mann ist längst ausgestorben.
Ich nehm auch zwei.
Was hast du denn an der Hand gemacht? - Arbeitsunfall. Nichts Wildes.
Fünf Bier für die Männer vom Sägewerk?
Den hab ich ja noch nie gehört. Richtig lustig.
Prost. - Prost.
Wie geht's deinem Po? - Ich gewöhn mich dran. Und du?
Bei mir bildet sich langsam eine Hornhaut.
Was machst du jetzt mit deinem Chef?
Ich lass es aus und denk mir 'ne Ausrede aus.
Vielleicht hatte ich einen Unfall
und erst durch Musiktherapie ist mir wieder eingefallen, wer ich bin.
Vielleicht aber auch nicht.
Was ist denn da? - Nicht umdrehen!
Beobachtet die dich? - Glaub ich nicht.
Doch! Die beobachtet dich.
Die will, dass du dich zu ihr setzt. - Wieso?
Es blinkt in Neonschrift auf ihrer Stirn: "Mach Liebe mit mir,
fremder Mann aus dem Schwarzwald."
Wir gehen rüber. - Nein!
Wieso denn nicht? Findst nicht gut?
Doch, aber ich kann das nicht. - Wieso denn nicht?
Weil ich so was nicht kann. Ich bin nicht gut in so was.
Lass deinen natürlichen Charme spielen. - Hab ich nicht.
Du hast ein ganzes Fass voll von natürlichem Charme.
Ich kann ja nicht einfach 'ne wildfremde Frau ansprechen.
Die ist doch eh verheiratet.
Hör doch mal auf zu denken, dass dir irgendwas nicht zusteht.
Das geht die ganze Zeit so.
Sei doch mal egoistisch. Der Abenteuer-Georg.
Geh rüber und quatsch sie an. Komm!
Los! - Christian!
Komm jetzt!
(Blasmusik im Hintergrund)
Ist das der Tisch der Weinköniginnen? - Eher der Tisch ihrer Mütter.
Selbst das ist eine gewagte Behauptung.
Das letzte Exemplar. Hallo.
Ute, übrigens. - Georg.
Hab ich was verpasst? - Ein Gentleman ist das.
Wollt ihr euch setzen?
Ja.
Ich bin Christian. - Ingrid.
Hallo. - Ute.
Hi, Ute. - Schicke Anzüge. Wo kommt ihr her?
Aus dem Schwarzwald.
Ich kann gut am Flughafen auf den letzten Drücker einchecken.
Ich kann gut, ähm... - Nicht nachdenken!
Hetz mich nicht. Ich kann gut... mit Holz umgehen.
Mit Holz? - Ja, ist mein Beruf.
Weiter! Das muss schnell gehen.
Ich kann gut Dinge kaufen, die ich weder brauche noch will.
Kann ich viel besser! - Ute, hop, hop!
Letztes Wochenende... - Weiter!
Ja, ja, ja. Okay...
Ich kann gut einparken. - Oh, okay. Ich kann gut massieren.
Da wollen wir den Beweis sehen. - Später.
Ah!
Georg, was kannst du? - Ich, äh...
Ich kann gut... Tischtennis spielen. - Wir waren berüchtigt.
Die Schneider-Brüder, Legenden im Schwarzwald. - Legenden?
Ich kann gut streiten. - Gute Fähigkeit. Wichtig.
Ich kann gut Sachen rückwärts sagen.
Weinfest. - Tsefniew.
(Ingrid lacht.)
Ja. - Timmendorfer Strand.
Dnarts refrodnemmit.
Du bist ja der Knaller, Ute. - Etu, rellank red aj tsib ud.
Gibt's doch gar nicht!
Fotografisches Gedächtnis. - Okay...
Lagerregal. - Ja, du mich auch. Hö-hö.
Trug Tim eine so helle Hose...
...nie mit Gurt. Ja, der ist berüchtigt.
Wenn Grillen Grillen grillen, grillen Grillen Grillen.
(Christian) Ja! (Ute) Geil!
Ich kann gut stepptanzen. - Stimmt.
Wir waren Stepptanzlegenden.
Im Schwarzwald. - Ja.
Was?
Das sind ganz schön viele Legenden auf einmal, Tischtennis und Stepptanz.
Wieso kennen wir euch nicht? - Weil ihr in einem Kaff wohnt,
wo sich alle anziehen wie in "Heidi".
Was? - Aber gut, ihr zweifelt? Dann haben wir keine andere Wahl.
Was machst du da? - Oh Gott.
Entschuldigen Sie die Unterbrechung, wir haben gerade erfahren...
dass heute zwei Stepptanzlegenden aus dem Schwarzwald anwesend sind.
Georg, kommst du mal? Meine Damen und Herren...
Georg "Happy Feet" Schneider!
(Johlen und Applaus)
One... two...
Vereinzeltes Lachen.
Okay.
One, two, three, four...
(langsame Blasmusik)
(Musik nimmt Tempo auf und Johlen)
Wow.
Bravo!
Tisch frei!
(Trommelwirbel)
(schnelle Blasmusik)
Kann der auch Blasen machen?
Klar, der kann verschiedene Farben. - Nicht er.
(Rauschen) Wow!
Ich sitze genau drauf. - Ist ja geil!
Bitte! Wir müssen wirklich leise sein wegen der Nachbarn.
Stimmt ja, die Nachbarn.
(laut) Die lieben Nachbarn. - Pst!
(schreit) Die lieben Nachbarn dürfen nicht gestört werden! - Hey!
Lass ihn doch.
Kommt, das tut echt gut. Das ist echt befreiend, Ingrid.
Lass es mal raus, Ingrid.
Los. - A.
Was war das denn?
Lass mal los. - Aaa!
Sehr gut. Sehr gut.
Lass es raus.
Los, lass es richtig...
Ja, sehr gut!
Scheiß auf die lieben Nachbarn!
Scheiß auf die Nachbarn! - Scheiß auf immer leise sein!
Scheiß auf immer leise sein! - Mach weiter!
Scheiß auf eure Nachtruhe bis 22 Uhr!
Scheiß auf eure gestutzten Hecken und eure bescheuerte...
Scheißkehrwoche! Scheiß auf meinen Scheißmann
und seine Scheißassistentin mit den gemachten Titten!
Und auf dich scheiß ich auch, du Scheißmond!
Ja, scheiß auf dich, du Scheißmond!
Lieferst seit Jahren nichts Neues!
Kannst auch nur vor dich hinleuchten. Das ist doch keine Haltung!
Wow!
(Christian) Das war doch mal 'ne Ansage.
Jetzt alle!
(Christian schreit.)
Kommt hoch! Los, alle hochkommen.
(lautes gemeinsames Schreien)
Ja.
Warte, warte, warte.
Warte.
Wir können Sex haben, aber Ficken ist nicht drin.
Verstehst du, ne?
Willst du anfangen oder ich?
Ähm... du?
Okay.
Leg dich hin.
Auf den Bauch. Dreh dich um.
Ist alles okay? - Weiß nicht genau. Ich glaub ja.
Okay.
(tiefes Atmen und Stöhnen)
(lautes Stöhnen)
Was machst du genau? - Was?
Was machst du genau?
Nach O-Town reiten.
(Sie stöhnt weiter.)
Das hat gutgetan.
Das muss ich öfters machen.
(leise Smooth-Jazz-Musik)
Wohnt dein Mann auch hier?
Der wohnt in Darmstadt bei seiner Assistentin.
Die Schlampe mit den gemachten Titten? - Ja.
Bei der Schlampe mit den gemachten Titten.
(Sie seufzt.)
Gute Nacht.
(Sie stöhnt wild.)
Du bist danach dran.
(Handyklingeln)
Fuck! Das ist mein Mann.
Wie, der ruft jetzt an?
Na, in China ist jetzt morgens.
Scheiße, da muss ich jetzt ran.
Bleibst du so? Wartest du, ja?
Hallo, Schatz.
Ich bin auch noch gar nicht zu Hause.
Ich bin bei Ingrid.
Ja.
Wir graben gerade den Garten um. Der Boden ist ganz fest.
(harmonische Saxophonmusik)
Alles okay? - Ja.
Telefoniert grad mit ihrem Mann in China.
Papas Lieblingsmusik.
Ja, ich weiß.
Das ganze Harte und Jähzornige ist mit der Krankheit weggegangen.
Ist richtig so... weich geworden am Ende.
Konnte mir gar nicht mehr in die Augen schauen,
als ob er sich schämen würde.
Ist zum Ende sogar noch witzig geworden. - Das kann nicht sein.
Doch.
Als wir wussten, dass es zu Ende geht, als Papa nichts mehr gegessen hat,
ist der Pfarrer gekommen, um ihn zu unterstützen.
Er meinte: "So, Herr Schneider,
wir ganget jetzt auf eine lange Reise ans andere Ufer."
Da guckt Papa ihn so an: "Ach, Sie kommen mit?"
Der Pfarrer war so ganz hektisch:
"Ha noi, sie ganget vor, i komm dann später nach."
Papa hat dich wirklich geliebt.
Ich weiß, dass du das nicht glaubst, aber es ist so.
Er war einfach überfordert ohne Mama.
Die letzte Zeit hat er ständig nach dir gefragt.
"Hat der Christian sich gemeldet? Hat er angerufen? Was ist mit Christian?"
Du hast dich nie gemeldet.
(Schniefen)
Hast du nie überlegt wegzuziehen?
Na klar. - Warum hast du's nicht gemacht?
Einer musste sich ja um Papa kümmern.
Ich meine, bevor er krank wurde.
Ja, das mein ich auch.
Trotzdem hat Papa im Dorf immer nur von dir geredet.
Dass sein Christian Karriere macht.
In der Welt rumreist und ganz viel Geld verdient.
(Ute) Ich könnt den umbringen.
Ruft mitten in der Nacht an, damit man ihm seine Manschettenknöpfe nachschickt.
Was ist denn hier los? - Hm? Nix.
Komm, wir sind noch nicht fertig.
(Musik: "Love Survive" von Michael Nau)
(Eine Frau ächzt.)
(Christian) Das muss ja 'ne Nacht gewesen sein mit der Ute.
Wieso?
Weil du schon den ganzen Tag so irritierend gute Laune hast.
Ja, war ziemlich gut.
Komm schon!
(Georg) Klappt nicht mehr einfach immer so auf Kommando, ne?
Neulich der Urologe hat gesagt, das ist ganz normal in unserem Alter.
Warst du schon mal bei der Vorsorge? - Lass mich mal konzentrieren.
(Georg lachend) Ich hab 'ne Idee.
Untersteh dich! - Regel 3.
Georg! - Komm mir einfach hinterher.
Georg.
(Georg) Komm!
(leise traditionelle griechische Musik)
Nick-nick-nick.
Ach, komm schon. Ist doch nur konsequent.
Wir hatten Sex.
Also... Ja, wir hatten Sex.
Wir hatten Alkohol, und jetzt... Calimera.
So, für unsere hungrigen Gäste.
Einmal Suflaki und die Weinblätter.
(Mann spricht Griechisch.)
So, was haben wir noch? Einmal Suflaki, Tarama, Zaziki, Moussaka.
Bifteki spezial, Gyros spezial,
Rhodes-Teller, Hercules-Grill, Poseidon-Spieß.
Und die...
(Griechisch)
Ah, da kommt sie.
Und die Venus-Platte.
So, haben wir alles?
(Griechisch)
Guten Appetit. - Efharisto.
Efharisto - Guten Appetit.
Ich weiß nicht, ob wir jede dämliche Idee machen müssen,
die wir als 15-Jährige hatten. - Doch.
(beschwingte Musik)
Spitze.
Zum Wohl.
(Die Musik wird ausgeblendet.)
(traditionelle griechische Musik im Hintergrund)
Ein kleinen Dessert. Auf Kosten des Hauses, natürlich.
(alle Mitarbeiter, sich langsam steigernd) Oh...
Hey!
Bravo!
(Griechisch)
(Vogelzwitschern, leises Lachen und wohliges Ächzen)
(Christian) Darf ich dir mal was Persönliches sagen?
Ja, klar.
Dein Mofa ist echt hässlich.
Ja, ich weiß.
Aber früher hast du behauptet, es sei nicht hässlich.
Die Wahrheit ist, es war gelogen.
Es hatte diese lange Rückbank,
und ich hatte mir ausgemalt, dass Tanja mitfahren kann.
Du hast extra das hässliche Mofa gekauft,
und dann ist das Tännle gar nicht mitgefahren?
Das ist ja beschissen gelaufen.
Ja, das kann man wohl sagen. - So lange geht das schon?
Wieso hast du denn nie gefragt? - Was?
Na, ob sie mitfahren will.
Gab irgendwie nie den passenden Moment.
Frag sie doch jetzt.
Sie ist verheiratet.
Ich weiß, in deiner Welt zählt das nicht, aber in meiner schon.
Glücklich verheiratet? - Nee, im Gegenteil.
Einige Sachen sollen einfach nicht sein.
Mit der Einstellung fliegst du aber auch nicht zum Mond.
Aber du hast schon Beziehungen gehabt, also...?
Zu Frauen, meine ich.
Wahrscheinlich nicht so viele wie du, aber ja. - Das definitiv nicht.
Angeber. (Rülpser)
Komm, wir gehen rein. - Nee.
Doch! - Nee, da geh ich unter.
Nach dem Griechen ist vor dem Griechen. - Ich will nicht. Nein!
Arschbombe!
(Musik: "Death With Dignity" von Sufjan Stevens)
(Georg brüllt etwas.)
(Johlen und anerkennendes Grölen)
Noch mal!
Huhu!
Mann, ey!
(Knattern)
(Pfiff)
Willste mitfahren?
Ist besser, als es aussieht. - Wo fahrt ihr denn hin?
An die Ostsee.
Und du willst nach Paderborn? - Ja, Richtung Paderborn.
Was macht man da? - Ich geh auf ein Wurzelfestival.
Auf was? - Ein Wurzelfestival.
Also, das Festival, wo man zurück zu den Wurzeln geht.
Und was macht ihr an der Ostsee? - Ins Meer pinkeln.
Ah. Okay, cool.
Adam!
(Pfiff)
Ich bin Willie. Das ist Adam.
Hallo.
Ich bin Georg. - Hi, Georg. Und du?
Christian. - Hi, Christian.
Ja, cool, danke. - Steig auf.
(Christian) Basteln wir auch Traumfänger?
Du kannst auch Ausdruckstanz machen.
Oder Blumen aus Müll bauen. - Das geht auch.
(Christian) Ich glaub, ich mach Lachyoga. - Ey!
Das gibt's echt. Hab ich in Singapur gesehen.
Und um was geht's hier? Habt ihr eine Art gemeinsame Agenda?
In erster Linie geht's darum, gemeinschaftlich Dinge zu erleben.
Das können auch einfache Sachen sein, zum Beispiel Zuhören.
Da drüben ist ein Zuhörzelt. Oder gemeinsam Natur erfahren.
Rituale machen. Und einfach zusammen feiern.
Back to the roots.
Wir nennen uns die Wurzelfamilie. - Das hat aber nichts Religiöses?
Doch, schon. Aber eher im spirituellen Sinn.
Also, was Aktiveres.
Das heißt, ihr glaubt an Gott?
Ich kann nicht für die anderen sprechen,
es gibt ja keinen Vertrag, aber ich schon.
Vielleicht eher sowas wie an eine... an eine Energie, die alles zusammenhält.
Ich glaube an ein Leben nach dem Tod. - Ja? Ich auch.
Wirklich? - Ich glaube, die Seele ist unendlich
und wandert von Körper zu Körper. Und je nachdem, was sie lernen will,
sucht sie sich andere Seelen.
Du hast dir zum Beispiel deinen Bruder und deine Eltern gesucht.
Mein Leben-nach-dem-Tod-Glaube ist eher egoistisch.
Eher eine Kosten-Nutzen-Rechnung. Der Jahresbonus.
Wäre ja schön blöd, das nicht auszunutzen.
Aber du bist ein außergewöhnlicher Typ. Könntest sofort bei mir anfangen.
100.000 flat im ersten Jahr.
100.000? Dann hock ich allein in Singapur?
Sind ja noch ganz viele andere. - Okay, von mir aus.
Alleine mit den anderen, die da einsam Geld verdienen.
Nee, danke.
Vielleicht besser, wenn du bei deiner Wurzelfamilie bleibst. - Ja.
Und du?
Du bist über 40 und fährst mit 'nem Mofa durch Deutschland.
Erzähl mir nicht, dass das nichts mit deinem Leben zu tun hat. - Stimmt.
Da hast du recht. Ich nehm grad 'ne Auszeit von meinem Leben.
Aber Georg auch, und der führt ein ganz anderes Leben.
Ich brauch keine Auszeit von meinem Leben. - Doch, er weiß es nur noch nicht.
Da nimmt man zufällig zwei Tramper mit und kriegt 'ne Lektion fürs Leben.
Okay, jetzt keine dummen Kommentare.
Einverstanden? - Ja.
Ich glaub ja nicht, dass ihr zufällig an uns vorbeigefahren seid.
Sind wir nicht? - Nein.
Die Dinge passieren, weil wir sie wollen und nicht einfach so aus Zufall.
You believe in this too, Adam? - Sure, that's why we sit here.
Das heißt, wir haben uns getroffen, weil du das wolltest? Oder...
weil's einen bestimmten Grund gibt?
Du wolltest es auch.
Und was ist der Grund?
Wart's ab.
You guys have family? Any kids? - No.
And you? - No family, but I have a kid.
Was? - Ja, einen Sohn.
But the mother and I we split up before he was born.
Habt ihr Kontakt?
Ich hab ihn, ehrlich gesagt, noch nie gesehen.
Du hast ihn noch nie gesehen? - Nee.
Und warum hast du davon noch nie was erzählt?
Ist ja keine so ruhmreiche Geschichte.
(treibende Trommelmusik und Johlen)
Erfahrung mit Drogen?
Ich nehm Crystal Meth für die Arbeit in der Tischlerei.
War ein Scherz.
Wirklich, war echt ein Scherz.
You want some?
Du hast doch gesagt, ich soll abenteuerlustiger sein.
Ich weiß aber nicht, ob ich damit MDMA auf dem Wurzelfest gemeint habe.
Oah!
(Didgeridoo- und Trommelmusik verschwimmen)
(Johlen und verzerrte Stimmen)
(treibende Technomusik)
(leise Technobeats im Hintergrund)
Christian?
Christian?
Na?
Ich hab's ihm echt gegönnt.
Als du mir geschrieben hast, dass Papa Krebs hat...
Das Erste, was ich gedacht habe...
Das Erste, was mir durch den Kopf gegangen ist, war:
"Das geschieht ihm recht."
Ist nicht schlimm.
Geht's dir gut?
Mhm.
Du hast einen Sohn.
Das ist so schön.
Ich hätte auch gern einen Sohn.
Oder eine Tochter.
Das ist mir ganz egal. - Kriegst du schon noch.
(tränenerstickt) Ich hab dich so vermisst.
Echt.
So doll.
Ich liebe dich.
Jetzt ist aber Schluss. - Ich will das jetzt mal einfach sagen.
Ich liebe dich.
Georg, jetzt reicht's.
(Schniefen)
Das ist so gut, dass wir die Reise machen.
Das ist so gut.
Ja.
(Musik: "Happiness" von Jonathan Jeremiah)
Scheiße.
(Musik klingt aus)
Das macht dann 15 Euro für jeden von Ihnen für das Fahren ohne Helm.
(Christian murmelt etwas.)
Wie bitte?
Da haben Sie ja zwei Schwerverbrecher zur Strecke gebracht.
Machen Sie so weiter, dann seh ich mir Ihre Kennzeichen an.
Die gibt's nur noch im Technikmuseum.
Sie müssen ab jetzt Ihre Kraftfahrzeuge schieben.
Wie bitte? - Sie haben richtig verstanden.
Sie schieben, bis Sie Helme haben. - Das können Sie doch nicht machen.
Wir sind hier mitten in der Pampa. - Doch.
Und wie wollen Sie kontrollieren, ob wir schieben oder nicht?
Wollen Sie uns bis zur Landesgrenze eskortieren oder was?
(zweimaliges Hupen)
Fick dich, Niedersachsen! Fick dich!
Du hässliches, beschissenes Bundesland!
Ich hoffe, du gehst beim nächsten Länderfinanzausgleich leer aus!
Das war Nordrhein-Westfalen. - Ist mir scheißegal.
Das Deprimierende ist, als ich...
Das ist wirklich frustrierend: Keiner fragt sich, ob mir was passiert ist.
Auf den Gedanken kommen die gar nicht.
Wie alt ist eigentlich dein Sohn?
15 oder vielleicht sogar 16.
Du weißt nicht genau, wie alt dein Sohn ist? - M-m.
Und wir teilen uns eine DNA. Schockierend.
Aber du weißt, wie er heißt?
Sehr witzig.
Konrad.
Konrad.
Sieht er dir ähnlich?
Du weißt noch nicht mal, wie er aussieht?
Wie gesagt, es ist keine Heldengeschichte.
Du hast kein Foto? - Georg, ich wollte kein Kind.
Ich bekam einen Job in London, Lisa wollte das Kind, also haben wir uns getrennt.
Ehrlich gesagt, bin ich mehr oder weniger einfach gegangen.
Und hast du das nie bereut?
Ich weiß nicht.
Ich weiß ja nicht, was ich bereuen kann. Ich hab's ja nicht erlebt.
Ich glaub, Willie hat recht.
Du bist nicht glücklich mit deinem Leben.
Bist du denn glücklich? Ziemlich dehnbarer Begriff, Glück.
Ich verdiene viel Geld, du nicht.
Du bekommst körbeweise Essen von deinen Nachbarn. Wer ist glücklicher?
Hast du mal dran gedacht, aufzuhören? - Klar, daran denken alle.
"Noch vier Jahre, dann hab ich genug Geld und arbeite pro bono bei einer NGO."
Aber keiner hört auf, weil... man sich nicht mehr ändert in dem Alter.
Ich finde, wir besuchen deinen Sohn. Wo wohnt der?
Berlin. - Liegt fast auf unserem Weg.
Das liegt voll nicht auf unserem Weg. - Ich bin dran mit Entscheiden.
Berlin liegt genau auf unserem Weg. - Das sind 250 km Umweg.
Das ist totaler Schwachsinn.
Ach so, Fallschirm oder Flugzeug gilt nur für die anderen?
Hör zu, Georg, wir werden meinen Sohn nicht besuchen.
Christian... - Nicht "Christian".
Das ist eine beschissene Idee, und ich mach da nicht mit.
(Musik aus dem Fernseher)
Wieso willst du ihn denn nicht kennen lernen? - Och, Georg!
(Fernseher ist wieder ausgeschaltet.)
Also du willst deinen Sohn nicht kennen lernen? - Doch, natürlich.
Aber an irgendeinem Punkt geht das nicht mehr.
Wieso denn nicht? - Ist das so schwer?
Der hat sicher keinen Bock, dass ich nach 15 Jahren plötzlich dastehe.
Das weißt du doch gar nicht. - Jetzt hör auf!
Mit dem Tännle läuft nichts, du hast keine Kinder, schrecklich,
aber zwing mich nicht, meinen Sohn zu treffen.
(Stöhnen)
Du bist echt ein Arschloch.
(Christian) Ey!
Du hast dich bei Papa nicht gemeldet, bei mir nicht,
und jetzt machst du dieselbe Scheiße bei deinem Sohn.
Jetzt halt mal den Rand! - Nee!
Du hast vielleicht viel Geld, und du hast die ganze Welt gesehen,
aber du hast es immer noch nicht kapiert: Mann, du hast 'n Sohn!
Hör auf! - Nee!
Sag erst, du bereust, ihn nicht kennen gelernt zu haben.
Sei doch einmal ehrlich zu dir selber. - Ja.
Was, ja? - Ja, ich bereu's.
Dein Penis liegt auf meinem Bauch.
Was?
Dein Glied liegt bei mir auf dem Bauch.
Ich weiß, wir sind Brüder, aber das ist trotzdem irgendwie pervers.
(Musik: "Green Mountain Road" von Adam Torres)
Nach 15 Jahren kommt es auf eine Nacht auch nicht an.
Du wolltest, dass ich meinen Sohn besuche.
Aber nicht, dass wir nachts übermüdet nach Berlin fahren.
Das war deine Idee, ich hab damit nichts zu tun.
Hier, das ist es.
Was, hier?
Nee, ey, Georg! - Ja, komm.
Lass uns mal warten und schauen.
Warten?
Ich bin nicht die ganze Nacht gefahren, um dann zu warten.
Jetzt nicht rumdiskutieren, Georg.
Lass uns mal hier hinsetzen.
Bitte mach doch einmal das, was ich dir sage.
Das ist doch albern. Ich bin doch kein Privatdetektiv.
Ich geh da jetzt rüber. - Ey!
Der sieht aus wie du.
Findest du?
Das bist du in klein.
Ich erkenn da gar nichts. Ist doch viel zu dick.
Vielleicht, weil er keinen Vater hat.
Noch mal: Ironie ist nicht deine Sache.
Willst du nicht mal zu ihm gehen? (Frau schreit) Hugo!
Hörst du auf mit dem Gedaddel und kommst in die Gänge!
Mann, jeden Morgen das gleiche Theater!
Mein Sohn heißt Konrad, nicht Hugo. Sieht aus wie ich, ja?
Fand ich schon. - Am Arsch.
Woher weißt du, dass die hier wohnen?
Ist halt die letzte Adresse, die ich habe.
Und wie lang ist das her?
Na, wie gesagt: 15, 16 Jahre.
15, 16 Jahre, und wir sitzen hier und warten? Ich geh da jetzt rüber.
Georg!
Ja nix "Georg". Ich guck mir das jetzt mal einfach genauer an.
(stumm)
(Durchsage) Schlesisches Tor. Ausstieg rechts.
(Christian) Und?
Ja nix "und". Spielt Fußball. - Spielt er gut?
Ja, ist ganz gut. - Spielt er sehr gut?
Ja, spielt sehr gut.
(Georg) Und bei dir? - Ja...
Können Sie uns den Ball zurückschießen? - Ja, klar.
(Aufschrei)
Scheiße! Warte.
Ah, gibt's doch nicht! - Sie können ihn auch werfen.
Ja, klar.
Sorry. Habt ihr Lust, gegen uns zu spielen?
Ja. - Georg.
Kommt ihr von 'ner Beerdigung? - Ja.
Ist aber schon ein paar Tage her.
Und warum tragt ihr dann immer noch eure Anzüge?
Weil wir besoffen auf unsere Mofas sind und einmal quer durch Deutschland waren.
Irgendwelche Regeln? - Nö. Nur wer sich beschwert, muss raus.
Aber nicht, dass ihr nachher heult. - Mal sehen, wer hier heult.
(Christian lacht dreckig.)
1:0.
(Musik: "All The Luch In The World" von Never)
Damn!
Georg!
Nein!
Schnell, Linie!
Ich mach's alleine.
Ja-haha!
Geil!
Nein!
(Christian) Der kann nix!
Das macht keinen Sinn, vier gegen zwei. Einer kommt noch zu uns.
Du kommst zu uns. - Wenn's sein muss.
Wie heißt du? - Konrad.
Konrad. - Und ihr?
Ich bin Georg, das ist mein Bruder Christian. - Hallo.
(Christian) Mach ihn!
Yes! Geht doch.
Nein!
Ja! - Yeah!
Ja!
Spielt ihr im Verein? - Ja.
Welcher? - Schöneiche.
Du auch? - Ja, aber nicht bei so einem schlechten.
Pisser. - Und warum malst du dir die Fingernägel an?
Ich musste die Nachbarskinder babysitten.
Macht man so in Berlin, ja? - Schaut mal die beiden da.
Die sind ja süß.
Die sind richtig berühmt hier. - Wieso?
Die waren über 30 Jahre verheiratet,
und dann hat er Alzheimer bekommen, sie hat sich ewig um ihn gekümmert.
Irgendwann musste sie ihn im Altersheim da anmelden.
Ein Jahr später hat sie auch Alzheimer bekommen und kam ins selbe Heim.
Die kennen sich halt nicht mehr, und das Geile ist,
der Mann steht jeden Morgen auf und verliebt sich neu in seine Frau.
Ach Quatsch. - Doch! Er geht zum Frühstück,
und sie verliebt sich auch in ihn. Wie 'ne chemische Reaktion.
Dann sind sie hier im Park, halten Händchen, sind total verliebt,
aber am nächsten Morgen wissen sie nichts mehr davon.
Das stimmt nicht. - Doch.
Das hast du dir ausgedacht. - Das ist so.
Ach komm. - Wie soll ich mir denn so was ausdenken?
Stimmt die Geschichte? - Ja.
(Aufschrei)
Sie stimmt nicht! - Doch.
Aber richtig gut erzählt. Ich bin voll drauf reingefallen.
Gibt's ja nicht.
Okay, wir müssen jetzt los, glaub ich. Oder?
Ihr hab euch ganz gut geschlagen.
Ciao.
Tschüss.
Den Vaterschaftstest kannst du dir sparen.
Stell dir mal vor, das würd's wirklich geben,
dass du immer wieder alles vergisst, und jeder Tag ein neues Leben wäre.
Wie geht's denn jetzt weiter? - Was meinst du, "wie geht's weiter"?
Na ja, was willst du jetzt machen?
Jetzt fahren wir an die Ostsee.
Das war's jetzt? Ein Mal Fußballspielen reicht?
Ich weiß, du meinst es gut, aber das geht mir so auf den Sack.
Wenn du jetzt gehst, siehst du sie doch nie wieder.
Hör auf jetzt!
Ich kann es nicht. Verstehst du das nicht?
Hast du nicht gesehen, dass sie glücklich sind?
Wenn ich jetzt klingel, mach ich das wieder kaputt, wie vor 15 Jahren.
Das stimmt nicht. - Doch, das stimmt.
Das hier ist meine eine Woche Freiheit, meine Woche NGO.
Aber in ein, zwei Tagen geh ich nach Singapur zurück
oder wo auch immer sie mich noch wollen.
Ich hab nicht die Kraft und bin auch zu alt, um daran noch was zu ändern.
Du bist so feige.
Ich bin feige? Ich sag dir mal, wer feige ist: Du bist das.
Wir hätten damals gemeinsam gehen können. - Du bist abgehauen!
Ich hab dich so oft gefragt, ob du mitkommst.
Ja, der Georg übernimmt Verantwortung, kümmert sich um Papa.
Das ist ganz toll, aber niemand hat dich je dazu gezwungen,
also mach niemand anderen dafür verantwortlich.
Denn dieses "Ich musste und hatte keine Wahl" ist so viel feiger.
Geh aus deinem Kaff weg oder bleib da, aber mach es, weil du es willst,
nicht weil irgendjemand es von dir erwartet.
Du kannst nicht mal dem Tännle sagen, dass du sie seit fucking 30 Jahren liebst,
nur weil ihr beschissener Noch-Ehemann
oder irgendjemand aus deinem Kaff das irgendwie falsch verstehen könnte.
Ich soll anrufen? Dann ruf du sie zuerst an.
Und zeig nicht nur mit dem Finger auf andere.
So siehst du das. - So sieht das jeder, Georg.
Ist vielleicht ganz gut, dass wir uns 30 Jahre nicht gesehen haben.
Ja, ist vielleicht ganz gut.
Viel Glück in Singapur oder wo sie dich noch wollen.
(leise) Oh Mann.
Olli!
Bis morgen. Schlaf gut.
Tschüss.
Hallo?
Hallo, Lisa... Hallo, ich bin's, Christian.
Welcher Christian? - Ch-Christian Schneider.
Christian.
Ich weiß nicht... Stör ich gerade?
Du, ich bin grad beim Essen mit Freunden. Ist grad schlecht.
Ja? Ich kann grad nicht telefonieren. Mach's gut.
Lisa? -Ähm, ich bin nicht beim Essen mit Freunden.
(lachend) Ich weiß nicht, warum ich das gesagt hab.
Tut mir leid.
Wie geht's dir?
(räuspernd) Mein Vater ist gestorben, ich bin grad in Deutschland.
Das tut mir leid.
Bist du im Schwarzwald?
Äh... ja und nein.
Ist kompliziert.
Okay.
Wie geht's dir?
Gut.
Sehr gut. - Und Konrad?
Christian, das geht nicht.
Wirklich nicht. Du kannst nicht...
einfach... hier anrufen...
Ja, ich weiß.
Soll... Soll ich lieber auflegen? - Weiß ich nicht.
Vielleicht.
Nein.
Das ist so komisch, deine Stimme zu hören.
Find ich auch. Total.
Hast du deinen Doktor eigentlich gemacht?
Wie kommst du denn jetzt da drauf?
Keine Ahnung, einfach so.
Weil du dir damals so unsicher warst.
(Räuspern)
Ja, ich hab ihn gemacht.
Es hat zwar 'ne Weile gedauert, eine ziemlich lange Weile,
aber ich hab ihn, ja.
Na, herzlichen Glückwunsch.
Freut mich, echt.
Was willst du, Christian?
Warum rufst du an?
Ich weiß nicht.
Ich... Ich wollte mich einfach mal melden.
Du wolltest dich einfach mal melden?
Du rufst mich nach 15 Jahren an,
weil du wissen willst, ob ich mein Studium beendet habe?
Ist dein Ernst, ja?
Das kann's doch nicht sein, Christian.
Weißt du, wann Konrad das letzte Mal gefragt hat, wo du bist?
Das ist zehn Jahre her.
Hier braucht dich keiner, um dich einfach mal so zu melden.
Hast du das verstanden?
Ich leg jetzt auf.
Ja.
Mach's gut.
(Musik: "Cormorant Bird" von Fionn Regan)
(Knattern)
(Muhen)
(Johlen)
(erregte Männerrufe im Hintergrund)
(Tischtennisgeräusche und Johlen von Männern)
Ja! - Sehr gut.
Los, spiel!
Los, dein Ding! - Sauber.
Hantel! - Mann!
Sauber!
Ball! - "Hantel."
Sie nennen ihn "Hantel". Anscheinend sein Spitzname.
Ha? Wer hat's gemacht?
(alle) Hantel!
Passt.
Noch mal. - Jawoll!
(Hantel) Hast du Pippi in den Augen?
Ja!
(Hantel) Vom Meister gelernt, ne? - Läuft, Dicker.
Was? - Ja was was?
Was guckst du so, du Wachturm?
Du spielst scheiße.
Spielst besser oder was? - 100 Euro besser.
Dann zeig mal die Kohle.
Fuck, ich hab nur 20. Ich geh Geld holen.
Alles klar. Verpisst euch!
20 und die Mofas.
(Hantel) Junior, brauchst du noch Mofas? - Nehmen wir, Papa.
Alles klar.
(Hantel) Schläger!
Ihr seid fertig, tschüss.
(Hantel brüllt) Ha!
So, kommt, Mädels. Noch Beine rasieren oder so?
Also, wir spielen bis 11.
Nach jedem Punkt Aufschlagwechsel. Verlierer fängt an.
Komm.
(Christian räuspert sich.)
Hantel, spiel! - Ja!
Jawoll!
Noch mal so. - Dein Ding, Hantel!
Ja! Ja! Ja! Ja!
Sagt schon mal tschüss zu euren Mofas. 2:0!
Schön!
Ja! - Läuft, Hantel. 3:0!
(Hantel) Jawoll! - Fuck!
Hantel!
4:0!
(brüllt) Ha!
Jawoll!
Das war die 5! - Schön.
(Hantel) 5:0.
Was ist mit deiner Hand? - Nix, mach.
Wir spielen eigentlich nicht gegen Behinderte. Ist ja nicht Paralympics.
Mann, ey! Was ist denn los mit dir?
Scheiße!
(Hantel) Hol den Ball!
(Hantel) Fuck! Fuck, Mann. Was ist denn das?
Weiter geht's. (Hantel) Halt die Fresse!
(Musik: "Maschin" von Bilderbuch über stummer Szene)
(Musik stoppt.) 9:9.
Ja!
10:9. - Was? Der war Kante.
Was? - Ja, 10:9 für uns, Kante.
Der war Außenseite. Ist ja wohl 'n Witz!
100%ig. War der Kante? (alle) Klar!
Ist ja der Witz des Jahrhunderts! - Lass.
Ey! - 'tschuldigung.
10:10, nächster Punkt gewinnt.
(leise) Penner!
(leise) Jetzt reiß dich zusammen. Komm!
(kurzes Brüllen)
(stumme Szene und sich steigerndes Rauschen)
Yes! - Ja! Ja!
Ja, Mann! Ja! Ja! Ja!
(Hantel) Schönes Ding! Jawoll! Herrlich.
Läuft! - Schön. Yes! So,
die Schlüssel.
War doch gar nicht so schlecht, Stephen Hawking.
Man kann übrigens Kühe gar nicht umschmeißen.
Sagt wer? - Sag ich.
Hab's ausprobiert.
Vielleicht braucht man 'ne besondere Technik.
Ja, vielleicht.
Wir müssen sie uns zurückholen.
Die Reise hat einen Sinn, Georg.
Aber nur, wenn wir sie auch wirklich zu Ende bringen.
Und deshalb müssen wir uns die Mofas zurückholen.
(spannungsgeladene Musik)
(Hantel) Niemals, Mann! Niemals!
Das ist nur Anabolika. Das ist nur Proteine.
(Sportmoderator im Hintergrund)
Fett ist das.
(flüstert) Georg.
Oh, Scheiße.
Okay, was ist der Plan?
Der Plan ist, du gehst rein und suchst die Schlüssel.
Nein, ich gehe.
Ich hab den Elfmeter verschlagen. Ich find die schon.
Christian.
Viel Glück.
(Hantel) Nur Masse, aber Schnellkraft ist gefordert.
Na klar.
Wie der schon läuft!
Guck dir mal den Dicken an! - (Junior) Der macht's schon.
Der ist doch nur dick!
50 Meter und der ist platt.
Hol mal 'n Bier.
(imitiert Eulenruf)
Wieder diese Scheißeulen! Mann!
(Hantel) Danke, mein Junge.
Nix haben die drauf. Nix haben die drauf!
Nix dahinter. - Aber der andere?
(Hantel) Da, der Kleene.
Der mit dem roten T-Shirt. Killerblick.
Der? - Ja.
Der hat Arme wie 'n Streichholz. - Wirste sehen.
(spannungsgeladene Musik)
Guck dir mal den Dicken an.
Der ist doch nur dick.
(Kläffen)
(winselndes Kläffen) - Pscht!
(Georgs Mofa springt an.)
(treibende Musik)
Fuck!
Komm!
Komm! - Fahr!
Fick dich! Fick dich, du kleiner Wichser!
Doch ganz geil, die lange Rückbank, oder? - I love it!
Hantel!
Fahr schneller! - Ich fahr, so schnell ich kann.
Ihr Fotzen!
Schütteln wir ihn ab?
Nein. - Was hat er in der Hand?
Ich weiß nicht.
Aber kein Gewehr oder? - Nein.
Scheiße! Was war das?
Der spinnt doch! Der will uns umbringen!
(Musik stoppt.)
Scheiße!
(Motor geht aus.)
Wo isser?
Ich weiß nicht.
(panisch) Fuck! Fuck!
Was ist denn das für ein Mensch?
(treibende Musik)
Fahr! Fahr! Fahr! Fahr!
(winselndes Ächzen, Musik stoppt)
Scheiße. - Wir sind am Arsch.
(Musik setzt wieder ein)
Das Moped geben wir nicht zurück. - Auf keinen Fall.
Was machen wir jetzt? - Fahren.
Da brechen wir uns alle Knochen. - Ich weiß.
Flugzeug oder Fallschirm? - Fuck, Flugzeug!
(langes Schreien)
(Musik stoppt, Vogelzwitschern)
(Hantel) Ihr Wichser!
Ihr Anzugtucken! Ich krieg euch!
Scheiße!
Ich geh jetzt zurück und hol mein Messer.
Georg?
(leises Ächzen)
Geht's dir gut?
Ja.
Und du?
Ja.
(leises Stöhnen)
Zählt das jetzt als 20-Meter-Wheelie hangabwärts?
Ja.
Absolut.
(zärtliche Gitarrenmusik)
(Möwenschreie)
(tiefes Ausatmen)
(Beide lachen leise.)
(Georg ächzt laut.)
(leises Lachen)
Schön, oder?
Ja.
(Möwenschreie)
Ich glaub, ich muss langsam nach Hause.
Die Scheune?
Die Scheune, ja.
Und du?
Mal sehen.
Wenn Willie recht hat, wird schon das Richtige passieren.
(Musik: "When The Poet Sings" von L. A. Salami)
Schau mal.
Nee, hier.
(grummelnd) Ach!
(Kinder) Au revoir! (Tanja) Ade! Tschüss!
Wo kommscht'n du jetzt her? - Von der Ostsee.
Mit dem Ding?
Willste mitfahren?
Jetzt?
Warum nicht jetzt?
(Türklingel)
Hallo.
Hallo.
Untertitel: www.subtext-berlin.com
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