All language subtitles for Antonieta.1982.German.SDH.DVDRip.Retail

af Afrikaans
ak Akan
sq Albanian
am Amharic
ar Arabic
hy Armenian
az Azerbaijani
eu Basque
be Belarusian
bem Bemba
bn Bengali
bh Bihari
bs Bosnian
br Breton
bg Bulgarian
km Cambodian
ca Catalan
ceb Cebuano
chr Cherokee
ny Chichewa
zh-CN Chinese (Simplified)
zh-TW Chinese (Traditional)
co Corsican
hr Croatian
cs Czech
da Danish
nl Dutch
en English
eo Esperanto
et Estonian
ee Ewe
fo Faroese
tl Filipino
fi Finnish
fr French Download
fy Frisian
gaa Ga
gl Galician
ka Georgian
de German
el Greek
gn Guarani
gu Gujarati
ht Haitian Creole
ha Hausa
haw Hawaiian
iw Hebrew
hi Hindi
hmn Hmong
hu Hungarian
is Icelandic
ig Igbo
id Indonesian
ia Interlingua
ga Irish
it Italian
ja Japanese
jw Javanese
kn Kannada
kk Kazakh
rw Kinyarwanda
rn Kirundi
kg Kongo
ko Korean
kri Krio (Sierra Leone)
ku Kurdish
ckb Kurdish (Soranî)
ky Kyrgyz
lo Laothian
la Latin
lv Latvian
ln Lingala
lt Lithuanian
loz Lozi
lg Luganda
ach Luo
lb Luxembourgish
mk Macedonian
mg Malagasy
ms Malay
ml Malayalam
mt Maltese
mi Maori
mr Marathi
mfe Mauritian Creole
mo Moldavian
mn Mongolian
my Myanmar (Burmese)
sr-ME Montenegrin
ne Nepali
pcm Nigerian Pidgin
nso Northern Sotho
no Norwegian
nn Norwegian (Nynorsk)
oc Occitan
or Oriya
om Oromo
ps Pashto
fa Persian
pl Polish
pt-BR Portuguese (Brazil)
pt Portuguese (Portugal)
pa Punjabi
qu Quechua
ro Romanian
rm Romansh
nyn Runyakitara
ru Russian
sm Samoan
gd Scots Gaelic
sr Serbian
sh Serbo-Croatian
st Sesotho
tn Setswana
crs Seychellois Creole
sn Shona
sd Sindhi
si Sinhalese
sk Slovak
sl Slovenian
so Somali
es Spanish
es-419 Spanish (Latin American)
su Sundanese
sw Swahili
sv Swedish
tg Tajik
ta Tamil
tt Tatar
te Telugu
th Thai
ti Tigrinya
to Tonga
lua Tshiluba
tum Tumbuka
tr Turkish
tk Turkmen
tw Twi
ug Uighur
uk Ukrainian
ur Urdu
uz Uzbek
vi Vietnamese
cy Welsh
wo Wolof
xh Xhosa
yi Yiddish
yo Yoruba
zu Zulu

Original subtitles

Wir sind fertig. Fertig mit der Maske. - Alles auf die Plätze!

Kameras in Stellung! Ruhe! Ruhe im Atelier!

Kameras Achtung! Kameras ab! Bitte!

Guten Tag, meine Damen und Herren. Live aus dem Studio jetzt Carina Arnell.

Mal sehen, was sie uns heute vorstellt. Was werden Sie Schönes für uns kochen?

Heute gibt es eine Vychissoise. - Ein Rezept aus unserer Region!

Nur dem Namen nach. Eigentlich ist es eine amerikanische Spezialität.

Man kann sie warm oder kalt servieren. - Hm, sieht köstlich aus! Liebe Zuschauer,

ich werde es jetzt Carina überlassen, Ihnen dieses wunderbare Rezept zu zeigen.

Die Suppe ist schnell zubereitet. Alles, was Sie dazu brauchen,

sind 3 Stangen Porree. Mittlerer Größe, man verwendet nur das Weiße.

Ferner 3 größere Kartoffeln, gut 4 Gläser Hühnerbrühe,

und einen Becher Crème Fraîche. Dazu, ganz nach Ihrem Geschmack,

Salz, Pfeffer und gehackte Zwiebeln.

Das Gemüse haben wir schon vorbereitet.

Wir haben es ganz klein geschnitten. Dazu geben wir jetzt die kalte Brühe...

Petersilie. Und nicht den Deckel vergessen!

Zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten kochen lassen.

So lange, bis das Gemüse richtig gar ist.

Da wir nicht so viel Zeit haben,

haben wir die Suppe schon vorgekocht. Die vichè-soirs-Suppe ist schon

fix und fertig. Es ist ja so einfach! Es fehlt jetzt nur noch etwas Crème,

das Salz,

der Pfeffer,

und etwas gehackte Petersilie. Gut umrühren, und fertig!

Das ist alles! Sie können sie warm oder kalt servieren.

Finden Sie das nicht einfach? So, das war das Rezept von heute.

Und nun hab ich etwas Besonderes für Sie. Was Sie noch nie erlebt haben.

Etwas, das Sie nie vergessen.

Schauen Sie.

Wann war das? - Ich hab alles darüber hier.

Soweit wir wissen, ist das der einzige, live gesendete Selbstmord.

Hatten Sie einen besonderen Grund, sich aus dem Fenster zu stürzen?

Hatten Sie vorher lange darüber nachgedacht?

Sie wohnen im 6. Stock. Warum sind Sie in den 3. hinuntergegangen,

um aus dem Fenster zu springen?

Ich bereite ein Buch über Selbstmörderinnen im 20. Jahrhundert vor.

Ich hoffte, dass Sie mir dabei helfen könnten.

Verzeihen Sie bitte.

An welchem Tag war das? - Am 11. Februar 1931.

Vor Ihrer Geburt. - Wie ist der volle Name?

Rivas. Antonieta Maria.

"Selbstmord mit einer Feuerwaffe. Eben benachrichtigte uns die Gendarmerie,

dass eine Frau Selbstmord verübt hat in der Kathedrale Notre-Dame.

Und dass die Leiche überführt worden..." - Zentralkrankenhaus.

Weiß man, warum? - Die Berichte sagen wie, aber nie, warum.

Es war eine Mexikanerin, wissen Sie.

Ich kümmere mich darum. - Soll ich Ihnen eine Spende geben?

Das ist nicht nötig. - Ich möchte Ihnen etwas geben, Pater.

Einen Moment. - Wissen Sie, wo sich das Archiv befindet?

Das Archiv? Gleich links. Den Gang runter. Es wird aber zur Zeit umgebaut.

Die Dokumente sind ausgelagert. - Und wann wird es wieder eröffnet?

In 2, 3 Monaten.

Sag mal, was machst du heute Nachmittag? - Nichts Besonderes.

Ich gehe ins Büro. Möchtest du Kaffee?

Ich hab keine Zeit. - Gehst du weg?

Ja.

Wohin? - Ich flieg nach Mexiko.

Soll das ein Witz sein? - Nein.

Fährst du allein? - Ja.

Ist es für dein Buch? - Ja, ja.

Warum hast du mir nichts gesagt? - Ich hab mich spontan entschlossen.

Gestern Abend.

Eine Mexikanerin beging gestern in Notre-Dame um 12 Uhr Selbstmord.

Die Geschichte interessiert mich sehr.

(Telefon)

Ja? - Ist es mein Taxi?

Ja, danke. Es wartet. Für wie lange fährst du?

Weiß ich noch nicht. Kümmere dich um die Katze, ja?

Das ist Porfirio Díaz. Er war 35 Jahre lang Diktator in Mexiko.

Sieh mal, das ist Mexiko-Stadt zu Anfang des Jahrhunderts.

Erkennst du den Zocalo? - Ja.

Díaz sprach gern über Wissenschaft und Fortschritt. Er war sehr frankophil.

Er las Auguste Comte, Jules Verne. Er war Positivist.

Der französische Einfluss war damals in allen Bereichen bedeutend.

Er prägte das Leben in jeder Form. Zur Hundertjahresfeier der Unabhängigkeit

lud Díaz 1910 bedeutende Persönlichkeiten aus aller Welt ein.

Aber das Land konnte sich aus seinen archaischen Strukturen nicht befreien.

Auf der einen Seite die Viehzüchter, die riesige Ländereien besaßen.

Auf der anderen das Volk, ein Opfer der Korruption, Unwissenheit und Armut.

In dieser Zeit wuchs Antonieta auf. Man führte die Gäste über den...

Paseo de la Reforma, unsere Champs-Élysées,

hinunter bis zur Unabhängigkeitssäule. Die von dem Architekten Rivas Mercado,

dem Vater Antonietas, errichtet wurde.

Das Gesicht des Engels war das Gesicht Antonietas.

1957 fiel der Engel beim Erdbeben herab und musste eine neues Gesicht bekommen.

Ich hoffe, dass du lange bleiben kannst. - Das hoffe ich auch.

Hier ist das Buch, das Sie haben wollten. - Vielen Dank, Louis.

Das Buch ist für dich. - Wirklich?

Das ist sie, nicht? 87 Liebesbriefe.

An wen? - An Manuel Rodriguez Lozano.

Einen Maler. - War es Selbstmord aus Liebeskummer?

Es hat nie jemand erfahren, warum.

Sie wurde geboren, als das Jahrhundert begann.

Wie war ihre Familie? - Sehr reiche Leute.

Ihr Vater war ein großer Architekt. Die berühmtesten Künstler seiner Zeit

verkehrten bei ihm. Er liebte vor allem die Bildhauerei.

Als Kinder standen Antonieta und ihre Schwestern ihm Modell.

Außerdem wuchs in diesem Schloss ein Jüngling auf, den die Natur

mit dem sanftmütigsten Wesen ausgestattet hatte. Sein Antlitz

spiegelte seine Seele wieder. Er war von schlichtem Gemüt,

aber er äußerte seine Meinung sehr direkt. Aus diesem Grunde, nehme ich an,

wurde er Condit genannt. Langjährige Diener des Hauses vermuteten,

dass er der Sohn der Schwester des Barons und eines gutherzigen Edelmannes

aus der Nachbarschaft sei. Das Fräulein hatte ihn jedoch nicht haben wollen,

weil er nur 71 adlige Vorfahren nachweisen konnte.

Der Rest seines Stammbaumes war in den Wirren der Zeit verloren gegangen.

Der Herr Baron war einer der bedeutendsten Edelmänner Westfalens.

Denn sein Schloss besaß ein Portal und Fenster.

Der große Saal war sogar mit einem Wandteppich geschmückt.

Die Hunde der Bauernhöfe dienten ihm bei Bedarf als Jagdhunde.

Die Stallburschen dienten als Hundeführer. - Beweg dich nicht, Antonieta.

Der Dorfkaplan war sein Hausgeistlicher. Alle redeten ihn mit "Euer Gnaden" an...

und lachten, wenn er seine Geschichten zum Besten gab.

Die Frau Baronin wog an die 350 Pfund.

Wodurch sie ganz besonders hohes Ansehen genießt.

(Musik)

Der Hauslehrer war das Faktotum des Hauses. Und der kleine Condit

folgte seinem Unterricht mit dem ganzen Vertrauen seines Alters und seiner Natur.

Herr Präsident. Eine schöne Überraschung. - Ich mag die Unabhängigkeitssäule sehen.

Aber gewiss. Wenn Sie mir folgen wollen.

Darf ich Ihnen meine Modelle vorstellen? Meine Töchter.

Guten Tag, Antonieta.

(Schüsse)

Ist Ihnen was passiert, Herr Präsident?

Die Ordnung ist wieder hergestellt, Herr Präsident.

Seht doch, er blutet! Wie schrecklich! - Nein, nein. Seht nicht hin.

Am 24. Mai 1911 sammelt sich das Volk vor dem Präsidentenpalast...

und erhebt sich gegen Porfirio Díaz. Noch am selben Tag tritt dieser zurück.

Und flüchtet nach Veracruz. Dann nach Paris.

Wo er bis an sein Lebensende bleibt. Und so wurde Madero empfangen.

Nach seiner Rückkehr aus den USA. Eine Begeisterung ohnegleichen

begleitete ihn von der Nordgrenze bis in die Hauptstadt.

Es gelang ihm aber nicht, die Kluft zwischen der neuen Regierung

und der Landbevölkerung zu überbrücken. - Das ist Zapata!

Ja, das ist Emiliano Zapata. Die Kluft war so tief, dass sich gleich

nach Maderos Antritt Männer wie Zapata, unterstützt von der Landbevölkerung,

gegen ihn erhoben. Zapata im Süden und Orozco,

da ist er, im Norden. General Victoriano Huerta

wurde Oberbefehlshaber der Einsatztruppen Maderos gegen die Rebellen.

Das sind die Konföderierten-Truppen. Die Truppen von Huerta.

Da sind die Frauen! - Ja. Das sind phantastische Aufnahmen!

Die mexikanischen Landfrauen haben aktiv an der Revolution teilgenommen.

Man nannte sie die "soldaderas" oder "adelitas", nach einem Lied,

das damals in Mode war. Der Name fällt mir nicht mehr ein.

Diese Frauen, die sich mit ganzer Kraft für die Revolution einsetzten,

kämpften wie die Männer. In Mexiko-Stadt wurde der Kampf zwischen Anhängern

und Feinden Maderos immer härter. Victoriano Huerta, von dem ich sprach,

ließ Madero und Pino Suares verhaften. Sie kamen nicht einmal mehr ins Gefängnis,

sondern wurden sofort hingerichtet. Ich glaube,

das ist der offizielle Einzug Huertas in den Regierungspalast. Ja, genau.

Nach der Ermordung Maderos. Venustiano Carranza,

damals Gouverneur von Coahuila, rebellierte 1913 seinerseits gegen Huerta.

Mit Unterstützung weiterer Gouverneure. Die regulären Truppen Carranzas

wurden im Norden von Pancho Villa und im Süden von Zapata unterstützt.

Alle vereint gegen Huerta.

Nach 1 1/2 Jahren ziehen die regulären Truppen im Mexiko-Stadt ein.

Pancho Villa? - Ja. Und siehst du den Mann neben ihm?

Das ist José Vasconcelos, der im Leben und wohl auch im Tod Antonietas

eine große Rolle spielen wird. - Vasconcelos?

Vasconcelos.

Carranza wird ermordet.

Dann wird Emiliano Zapata überfallen und getötet.

Orozco wird von Rangers erschossen. Nordamerikanischen Rangers.

Pancho Villa, der Zentaur des Nordens. Die mystische Figur

der mexikanischen Revolution wird wie die anderen durch feigen Verrat

in seinem Wagen getötet.

Man schätzt, dass 500.000 Mexikaner in dieser Revolution

ihr Leben gelassen haben.

Diese Bilder, die du gerade gesehen hast, begleiteten Antonieta vom zehnten...

bis zum zwanzigsten Lebensjahr. Und für sie war das die tägliche Realität.

So, das war's.

Antonieta war verheiratet? - Ja.

Aber sie hat ihren Mann bald verlassen. - Ich weiß, dass ich Fehler gemacht habe.

Ich werde nicht mehr so oft weggehen. Das versprech ich dir. Du bist zu viel...

allein gewesen. Daher hast du diese Ideen. Und durch die vielen Bücher,

die dich völlig durcheinander bringen. Du gehörst hierher. Zu mir.

Ich werde dir schon helfen, diese Krise zu meistern.

Verzeih mir, aber ich bin... Ich liebe dich nicht mehr.

Ich bin unglücklich. - Das meinst du doch nicht im Ernst!

Ich will, dass wir uns trennen. Ich will nicht mehr mit dir leben.

Hast du einen Liebhaber? - Nein.

Ich kann einfach diese Komödie nicht mehr weiterspielen!

Ich begehre dich nicht, liebe dich nicht mehr. Und möchte dich verlassen.

Du hast einen Geliebten! Wer ist es? - Lass mich los!

Was war ich für ein Idiot! Du hast deine Zeit damit verbracht, mich zu betrügen!

Und ich armer Trottel war ahnungslos! Ich war dumm und blind!

Diese ganzen Scheißbücher! Diese miese Homo-Clique um dich herum!

(Spanisch)

Bitte, wo wohnt Señor Vargas? - 3. Stock links, Señorita.

Der funktioniert nicht. Der Fahrstuhl geht nicht.

Moment! Und wo kommen Sie her?

Na, was gibt's Neues? Hat Puebla gewonnen? - Na klar.

Wo stehen sie jetzt? - Auf Platz 2.

Entschuldigen Sie, Señor Vargas. Ich komme von Juana Caitano.

Es ist Viertel nach 12. - Bitte?

Da es Viertel nach 12 ist, haben Sie sich genau um 15 Minuten verspätet!

Ich gehe. - Aber wohin denn?

Ich weiß nicht, aber ich warte nicht gerne und Sie haben sich verspätet.

Ich möchte über Antonieta sprechen.

Nein. Er funktioniert nicht. Nicht für mich jedenfalls.

Kommen Sie.

Juana sagte, Sie hätte sie gut gekannt.

Es ist sinnlos, über sie zu reden.

Einen Brandy? - Ja, bitte.

Wieso ist es sinnlos, über sie zu reden?

Wenn ein Mensch gestorben ist,

oder auch nur alt geworden ist,

kann man sich nicht mehr vorstellen, wie er früher war.

Das ist unmöglich.

Die Frauen von heute sind unfähig zu verstehen,

was das für eine Frau war.

Sie war einfach brillant.

Und sie war sehr schön.

Sie vergeudetete keine Minute, ohne etwas zu tun. Sie schrieb sehr gut.

Hat Bücher veröffentlicht. Und übersetzte Kafka, Rilke,

die Surrealisten. Sie spielte sogar Theater.

Sie heißen? - Jean.

Und weiter? - Jean Cocteau.

C-c-c? - C-O-C-T-E-A-U.

Cocteau. - Na, mit so einem Namen

kann man gut draußen schlafen. Sie werden wirklich draußen schlafen,

wenn Sie uns nicht Ihre Adresse angeben. - Rue D'Anjou, 10.

Er wird vernünftig. Die Unterschrift? - Einen Federhalter, bitte.

Kommen Sie. Kommen Sie näher. Sie werden nicht gefressen. Hm?

Was ist denn? - Der Angeklagte ist verschwunden.

Das ist ja phantastisch! - Das ist doch nicht phantastisch!

Das ist unerträglich. Unerträglich! - Ein Verschwinden ist ein Verschwinden.

Unerträglich! Erbärmliches Geschwafel!

(Vargas) Sie erbt, als ihr Vater 1927 stirbt.

Sie zieht sofort aus und verlässt endgültig ihre Familie.

Mit ihrem Geld gründet sie ein Theater, in dem sie und ihre Freunde spielen.

Das Theater "Odysseus". Sie übersetzte alle Stücke selber.

Und spielte dort Stücke von O'Neill, Vildrac, den "Orpheus" von Jean Cocteau.

Wir danken dir für die Rettung Eurydikes, die dabei starb, als sie aus Liebe

den Teufel in Gestalt eines Pferdes töten wollte.

Auch für meine Rettung danken wir dir. Weil ich die Poesie verehre.

Und die Poesie bist du. Amen.

Soll ich einschenken? - Nein. Eurydike.

Es ist Zeit zum Abendessen.

Ich bin gut befreundet mit Antonieta. Sie hat mir vom nächsten Stück erzählt.

"Geliebte Stimme" von Cocteau. Vielleicht kennen Sie es?

Ich hab's gelesen. Ich find es wundervoll. - Ich muss wirklich sagen, das Stück

ist so ungeheuer phantasievoll! - Hat Ihnen die Aufführung gefallen?

Oh ja, sehr!

Ich hatte es noch nicht gesehen. Ich gratuliere dir. Es war fabelhaft!

Nur die Kritiker konnten nicht bis zum Schluss durchhalten!

Kritiker sind nur Kritiker. Unfähig, einen Schritt ins Phantastische zu wagen!

Aber es ist schwer, Schlafende zu wecken, wenn sie nicht wissen, dass sie schlafen.

Mit dem Orchester wird es genauso sein. Spielt man Debussy, Strawinsky, Satie,

provoziert man Beschimpfungen. - Aber man muss sie spielen.

Antonieta, wollen wir tanzen? - Ja.

Antonieta! Ich finde Ihr Haus hinreißend, wissen Sie? Ich dachte nicht,

dass es hier so etwas gibt. Man glaubt sich in Frankreich. Sagen Sie,

ich war bei der Unabhängigkeitssäule. Haben Sie wirklich Modell dafür gestanden?

Mit meiner Schwester. Ich finde sie aber abscheulich. Wenn ich vorbeigehe,

kuck ich nicht hin. (Vargaz) Sie hatte gerade...

den Maler Lozano kennen gelernt. Manuel Lozano. Ein sehr guter Maler.

Antonieta hatte sich sehr in ihn verliebt. Lozano war mit...

Carmen Mondragon verheiratet. Ihr Vater war General.

Er hatte eine Kanone erfunden. Eine gefährliche Frau.

Carmen, wie geht's? Ich glaub, ich begrüß dich wieder im falschen Moment.

Ich bin zurückgekommen. Man muss hier arbeiten.

Ich will nur mein Land und das Volk malen. Wissen Sie, die Pariser Maler

imitieren nur vage die Japaner. Und kopieren die afrikanische Kultur.

Und wir imitieren die Europäer.

Ich komme in diesen Salon und sehe keinen Unterschied zu Paris.

Was können wir erhoffen, Antonieta?

Wir verstecken unsere Realität.

Wir schauen uns in einem Spiegel durch eine Maske an.

Ich tue, was möglich ist. Aber wir leben in schwierigen Zeiten.

Es sieht nicht danach aus. Sie wollen ein ganzes Sinfonieorchester finanzieren.

Ja. Das durchfallen wird!

Und das zurecht.

Wenn Sie erlauben?

Ich habe ein paar Gedichte geschrieben. Ich möchte sie Ihnen schenken.

Taugen sie was? - Nein.

Würde Sie der Apparat stören? - Ja.

War sie Katholikin? - Ja, aber keine praktizierende.

Sie war wohl nicht wirklich gläubig. Aber... wer weiß?

Hatte sie indianisches Blut? - Ach, ein bisschen.

Wie wir alle hier in Mexiko.

Hier...

Das sind Fotos,

Zeitungsausschnitte, Briefe.

Nicht anfassen! Hier, auf diesem Foto,

können Sie Lozano sehen. Den Maler.

Sie hatte praktisch ihr ganzes Leben in seine Hände gelegt.

War sie seine Geliebte? - Nein, ich glaube nicht.

Er hat es nicht gewollt. - Wirklich?

Sie meinen, er war nur eine romantische Liebe für sie?

Ja und nein. Sie dürfen uns nicht mit Europäern vergleichen.

Hier ist Romantik Luxus. Das werden Sie mit dem praktischen Denken nie verstehen.

Aber es gibt in uns, tief drinnen, eine dunkle und gewalttätige Welt.

Wir vergessen sie manchmal. Aber sie ist immer da.

Und könnte jeden Tag erwachen.

Und der da? Ist das der junge Dichter? - Ja.

Das war ich.

Guten Tag. Ist Manuel da? - Ja.

(Gesang)

Guten Tag. Guten Tag!

Ein bisschen näher ran! Noch etwas.

Danke.

Jésus?

Stell sie ins Wasser.

Ich hab vom Tod Ihres Kindes erfahren.

Wie geht es Ihrer Frau?

Ich weiß nicht. - Wieso nicht?

Sie spricht seit Tagen nicht mit mir.

Was ist passiert, Manuel?

Nichts. Ich kann Ihnen nichts sagen. - Bin ich nicht mehr Ihre Freundin?

Manuel!

Manuel, durch Sie ist mein Leben hell geworden. Ich bin ganz für Sie da.

Aber Sie weisen mich misstrauisch zurück. Wenn ich allein bin,

fühle ich mich Ihnen oft näher als bei Ihnen.

Sie haben Kummer. Und sagen mir nichts.

Wenn Sie wüssten, wie furchtbar das für mich ist!

Meine Frau hat unser Kind ermordet.

Sie hat es ertränkt. Mit eigenen Händen.

Was sind wir Menschen, Manuel?

Was sind wir Menschen?

Sind wir besessen?

Wollen Sie weitermachen? - Nein.

Heute nicht.

(Musik)

Wer ist das?

Wenn wir nicht allein sind, kann ich nicht mit Ihnen reden.

Und wir sind niemals allein. Niemals.

Ich komme, um Ihre Wünsche zu erfüllen. Auch wenn Sie es vielleicht nicht wissen.

Ich weiß es, Antonieta.

Was sollen wir tun?

Unseren eigenen Weg gehen.

Ohne zu imitieren, oder es zu versuchen. Immer suchen.

Suchen nach dem Ursprung der Dinge, die uns wichtig sind.

Die uns inspirieren. Und die uns zerstören.

War er homosexuell? Hat Antonieta es gleich gemerkt?

Sie hat's nie wahrhaben wollen. Sie liebte ihn über alles. Und war bereit,

alles zu akzeptieren. - Es kommt mir einfach unglaublich vor,

dass sie einem Mann 87 Liebesbriefe geschrieben haben sollte,

ohne mit ihm geschlafen zu haben. - Das überrascht Sie?

Ja. Ich finde das unbegreiflich. - Es gibt heute so viele Dinge,

wissen Sie, die man nicht mehr begreifen kann. Diesen jungen Mann,

der ihm manchmal Modell stand, hat man eines Morgens tot aufgefunden.

Im Schwimmbecken von Lozano. Es hieß, er wäre nachts versehentlich

vom Sprungbrett gesprungen. Und mit dem Kopf aufgeschlagen. Vielleicht war's Mord.

Vielleicht stand er unter Drogen. - Hat man je die Wahrheit erfahren?

Wer kennt schon die Wahrheit?

Guten Tag. - Guten Tag. Kommen Sie rein.

Von allen Opfertempeln ist dieser der Wichtigste.

Man nennt ihn "Templo Mayor". Die Menschen, die vor der Ankunft

der Konquistadoren hier lebten, glaubten, dass die Sonne kurz vor dem Untergang

mit Menschenblut und menschlichen Herzen gestärkt werden müsste.

Um die Mächte der Finsternis besiegen zu können.

Den Mond und die Sterne.

Erst, wenn sie den Sieg errungen hatte, konnte die Sonne von neuem aufgehen.

Um Licht zu spenden. Und Leben.

Das ist der Opferstein.

Darauf streckten 5 Priester den Mann, der zum Tode bestimmt war,

von Norden nach Süden aus. Dann schnitt ihm ein anderer

mit einem Dolch aus Obsidian das Herz heraus, um es dem Sonnen-

und Kriegsgott zu opfern. Huitzilopochtli.

Das sind mit Sicherheit die Fundamente eines Tempels, der dem Tode geweiht war.

Ein Ehrentempel für alle, die geopfert wurden,

damit uns die Sonne erhalten bleiben wird.

Wozu mussten so viele sterben?

Wollen Sie wirklich wissen, warum Antonieta gestorben ist?

Ja. - Weil sie etwas anderes glaubte...

als diese Menschen. Sie träumte davon, diese Welt zu verändern.

Sie vollkommen zu verwandeln. Wie durch Zauberei.

Erzählen Sie mir mehr von Antonieta.

Ein andermal.

Meinen Schlüssel, bitte. - Ja, sofort.

Ein Anruf aus Paris.

3. Etage bitte.

(Musik)

(Antonieta) Manuel, ich habe nichts mehr, was ich Ihnen geben könnte.

Alles gehört schon Ihnen. Aber sagen Sie mir, stimmt es,

dass ich Ihnen die Freiheit nehme? Die Luft zum Atmen?

Ich fühle, dass Sie Abstand von mir brauchen. Manuel,

ich würde alles dafür geben, Sie heute nicht zu lieben. Was soll ich tun?

Sagen Sie es mir! Sie haben sich geirrt. Ich bin keine moderne Frau,

wenn damit gemeint ist, dass ich das sexuelle Problem virtuos beherrsche.

Ich bin nicht modern, weil die Liebe allgemein, und die körperliche

im Besonderen, eine andere Bedeutung für mich hat als Zähne putzen und baden.

Ich könnte niemals einem Mann meine Zuneigung schenken

und meinen Körper einem anderen. Das wäre sicher sehr bequem.

Aber allein der Gedanke ist mir widerlich. Ich will mich nicht teilen.

Sie haben mich in eine ausweglose Lage gebracht. Was kann ich tun?

Außer arbeiten? Mein Leben ist in Ihrem eingeschlossen,

wie eine chinesische Elfenbeinkugel in einer anderen.

Unabhängig. Und doch gefangen.

Was kann ich tun, außer arbeiten?

(Musik)

Das perverse Regime des General Calles will verhindern, dass unsere liebe Frau

von Guadeloupe und Christus hier regieren. Aber das werden wir nicht zulassen!

Wir sind bereit, unser Blut zu vergießen. Um der katholischen Kirche treu zu sein!

Lasst uns gegen den Teufel und Calles zusammenstehen. Es lebe Christus,

der Herr! Es lebe die Jungfrau von Guadeloupe!

Kniet nieder.

(Lateinisches Gebet)

(Gesang)

Halt!

Regierungstruppen!

(Vargaz) Es war die Zeit des Aufstandes der Christeros.

General Calles übernahm die Macht von Obregón.

Ihr Antiklerikalismus führte zu blutigen Zusammenstößen.

Die Kirche leistete Widerstand. Die Priester weigerten sich,

ihr Amt auszuüben, und verließen ihre Kirchen.

Die Christeros, wie die Rebellen hießen, zogen sich in die Berge zurück

und kämpften unter dem Banner Christi gegen die Regierungstruppen.

4 Jahre lang verbreitete dieser schreckliche und grausame Krieg

Trauer und Elend und verwüstete das Land.

Die Kirchen waren geschlossen. Aber man hielt Messen im Verborgenen ab.

Eine sehr tatkräftige Nonne, Mutter Conchita,

versammelte die Gläubigen um sich. Unter ihnen...

war ein junger fanatischer Katholik, José de Léon Toral.

Zeichner und Drucker von Beruf. Nach seiner Wahl zum Präsidenten

wurde General Obregón von Toral ermordet. Am 18. Juli 1928.

Gegrüßt seiest du, Maria, voll der Gnade. Der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit

unter den Frauen. Und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder.

Jetzt, und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Gegrüßt seist du, Maria, voll der Gnade. Der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit

unter den Frauen. Und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

So viel vergebliches, sinnloses Leid! - Obregon hasst uns.

Solang er und Calles an der Macht bleiben, wird man uns verfolgen.

Gegrüßt seiest du, Maria, voll der Gnade. Der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit

unter den Frauen. Und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

General Alvaro Obregón ist angekommen. - Gut.

Wie viel schulde ich Ihnen? - Gar nichts.

Präsentiert das Gewehr!

Viva Obregón! - Viva!

Zurück!

(Musik)

Jetzt!

Darf ich bitte durch? Ich möchte Señor Obregón porträtieren.

Sie kommen nicht durch. Geben Sie's auf. - Kommen Sie.

Lassen Sie ihn durch.

(Musik)

Abteilung!

Gewehre durchladen!

Anlegen! - Es lebe Christus, der Herr!

Abteilung, stillgestanden!

(Musik)

Wurden nach Obregóns Tod neue Wahlen ausgeschrieben?

Ja. Bis zu den Präsidentschaftswahlen war Calles Interimspräsident.

Damals beschloss Vasconcelos, für das... - Wer war Vasconcelos?

Vasconcelos war ein Politiker. Ein Intellektueller. Von 1921 bis 1922

war er Minister für das öffentliche Schulwesen. Er hat viel getan.

Für die Alphabetisierung, die Schulen, die Verbreitung von Büchern.

Man nannte ihn den Ritter des Alphabets. Er hasste die Militärdiktatur.

Und wollte nach Los Angeles ins Exil gehen.

Aber er liebte Mexiko leidenschaftlich. Die Ermordung Obregóns

ermutigte ihn zu dem Abenteuer, als Parteiloser für die Präsidentschaft

der Republik zu kandidieren.

Er gewann die Jugend und die Mehrheit des mexikanischen Volkes für seine Ziele.

Hat Antonieta ihn aufgesucht? - Ja. Um genau zu sein, in Toluca.

Ich war dabei.

(Menge) Viva Vasconcelos!

Woher bist du? - Weiß ich nicht.

Wie heißt dein Dorf? - Weiß ich nicht.

Aber jeder weiß doch, woher er kommt. - Aus San Andrés, glaube ich.

Was für Bücher haben wir denn? - Shakespeare, Balzac, Dante...

Geben Sie Dante. "Die göttliche Komödie". Was soll man gegen Unwissenheit tun?

(Jubelrufe)

Hallo! Ich bin Antonieta Rivas Mercado. Ich hab mit Interesse den Beginn

Ihrer Kampagne verfolgt. Ich möcht helfen. Haben Sie Geld, Förderer?

Nein. Wir haben praktisch nichts. Nur, was die Leute bezahlen,

um zur Versammlung zu kommen. Nur das. - Ich verspreche, Ihnen zu helfen.

Und ich möchte mit Ihnen herumfahren. Ich möchte als Wahlhelferin arbeiten.

Ich hab nur billige Hotels, Schmutz und verirrte Kugeln zu bieten.

Etwas anderes erwarte ich auch nicht. Mein Freund Manuel Lozano. Er ist Maler.

Freut mich. - Ein Freund, der Musiker ist.

Und mein Freund Vargas. Schriftsteller. Sie sind ebenfalls bereit, mitzufahren.

Wir möchten Sie alle unterstützen. - Künstler, hm?

Ein Feuer muss man entfachen. Und es sind die Künstler, die das Feuer entfachen.

Oder die es tun sollten. - Wir sind hier, um Sie zu unterstützen.

Ich versichere Ihnen, dies ist keine vorübergehende Laune kapriziöser Snobs.

Kultur muss politische Funktion haben. - Das wissen Sie besser als jeder andere.

Und unsere Kultur ist hier. Sie haben es selber gesagt.

Das hab ich. - Wie gut, dass Sie zurückgekommen sind!

Oben im Norden gibt es rothaarige Männer, die beim Reden Füße auf den Tisch legen.

Und sich Protestanten nennen.

Ihre und unsere Kultur prallen seit Jahrhunderten aufeinander.

Ja, seit 2 oder 3 Jahrhunderten.

Wenn wir eine eigene Zivilisation wollen, müssen die beiden Kulturen verschmelzen.

Dann wird ein neuer Geist geboren. - Rivas Mercado. Sind Sie die Tochter...

des Architekten? - Ja.

Ich hab ihn gut gekannt. Sind Sie verheiratet?

Ja. Aber wir leben getrennt.

Kommen Sie.

(Jubelrufe)

Sie dürfen nie vergessen, Amerika ist das Land der Synthese.

Hier könnte eine Zukunft möglich sein. Die menschliche Zwietracht...

könnte ein Ende finden. Europa fällt zurück in die Barbarei.

Wie, um sich selbst zu zerstören, werden immer neue Kriege ausgebrütet.

Nicht die alten, sondern die neuen Völker scheinen die Zivilisierten zu sein!

(Jubelrufe)

Er wurde in der Hauptstadt triumphal empfangen. Das war am 10. März.

Ein unvergessliches Fest. Wir glaubten, es sei möglich, alles Elend zu beenden.

Ein Sieg war erreichbar. Aber es war ein ungleicher Kampf

gegen einen Mann wie Calles, der einen anderen Kandidaten unterstützte.

Und dabei vor nichts zurückschreckte. Dann fuhren wir wieder in den Norden.

Um dort die Wahlkampfreise fortzusetzen. Eine Stadt pro Tag.

Das war ein ungeheures Arbeitspensum. Aber wir waren damals jung.

Antonieta, eine Gruppe von Freunden und ich arbeiteten mit Enthusiasmus mit.

(Musik)

Wo ist das Hotel? - Da lang!

(Durcheinander)

Sind alle da? - Arminio und Giuseppe fehlen!

Die Schweine hätten uns fast erwischt. Das war von oben angezettelt.

Calles hat das alles eingefädelt! - Wozu?

Sollen die Leute eingeschüchtert werden? - Sie wollen uns mit Gewalt...

in Zusammenhang bringen. Mit Aufruhr! Wir sollen die Schuldigen sein.

Ist das Zimmer reserviert? - Ja. Unterschreiben Sie.

Bringen Sie sie rein!

Wir möchten Señor Vasconcelos sprechen! - Sie können hier nicht reinkommen!

Seht doch! Er blutet! Wie schrecklich!

Das geht nicht. Tut mir Leid.

Señor? - Ach ja, ja.

Bitte, Señor Vasconcelos. Eine Delegation von Bauern möchte Sie unbedingt sprechen.

Sie warten draußen seit 2 Tagen. - Um was geht es?

Das weiß ich nicht. - Sie können kommen.

Hierher? - Ja.

Ja, ist gut.

Ich sag dir, wann. - Ist gut.

Jetzt!

Das da ist der Kandidat. Sagen Sie ihm, was Sie zu sagen haben.

Und verschwinden Sie! Nehmen Sie die Hüte ab!

So, Señor. Zu Diensten, Señor.

Sprechen Sie! Haben Sie keine Angst!

Sprechen Sie doch! Was kann ich für Sie tun?

Wir haben eine Frage, Señor Vasconcelos. - Ja?

Unser Bürgermeister stiehlt uns alles, was wir haben.

Er vergewaltigt unsere Frauen und Töchter. Und wenn wir wagen, zu protestieren,

schießt er uns nieder wie Hunde. - Weiter?

Wir möchten wissen, ob wir das Recht haben, ihn zu richten.

Nein. Das haben Sie nicht.

Es gibt eine Justiz. Ob gut oder schlecht, es ist die legale Justiz,

an die man sich wenden muss. - Das ist das Problem.

Seit Jahren haben wir versucht, ohne Erfolg, ihn zu verklagen.

Niemand hört uns an. Deshalb haben wir uns gesagt: "Wir könnten vielleicht selbst

ein Gericht bilden." Warum ist das nicht möglich?

Weil Sie nicht das Recht dazu haben.

Also kann niemand sie verteidigen?

Es hat in allen Revolutionen Volkstribunale gegeben.

Weil die offizielle Justiz auf Seiten der Macht stand.

Meinen Sie, Sie können ein Gericht bilden? - Das glaube ich schon.

Ein Gericht, das gewissenhaft urteilt. - Ja, nach bestem Wissen und Gewissen.

Na ja, in dem Fall könnten Sie ihn vielleicht vor Gericht stellen.

Aber ich hab nicht das Recht, das zu entscheiden. Es wäre möglich.

Und wenn dieses Gericht ihn zum Tode verurteilt?

Er hat furchtbare Verbrechen begangen.

Wenn sie ein ordentliches Gericht bilden, und nach bestem Gewissen urteilen,

könnten sie ihn vielleicht auch zum Tode verurteilen. Nicht wahr?

Vielen Dank, Señor! Vielen Dank, Señorita! Danke! Vielen Dank, Señores!

Warum sind sie so erfreut?

Wir haben ihn schon vor einem Monat aufgehängt!

Sie werden erwartet. Kommen Sie bitte. - Danke. Gehen wir!

Jede Revolution ist zum Scheitern verurteilt,

sobald sie ihre Propheten umbringt. Aus diesem Grund...

heißen wir dich willkommen, Vasconcelos. Durch dich wird Huitzilopochtli,

der Gott des Blutes und des Todes, dem Gott Quetzalcoatl weichen.

Dem Symbol der Ordnung und des Lichtes.

Señores, erheben wir nun die Gläser auf Vasconcelos!

Bravo! Bravo!

(Musik)

Ist da irgendwas im Gange? - Keine Ahnung!

Wir möchten Sie bitten, hinauszugehen. - Hinaus?

Ja. Gehen Sie eine Weile hinaus. Und kommen Sie dann wieder rein.

Wieso? - Das hat etwas mit unserem Spiel zu tun.

Was für ein Spiel? - Ein Spiel, was wir immer spielen,

wenn wir zusammenkommen. Man nimmt einen Revolver.

Der Hahn wird gespannt. Und dann wird er so in die Luft geworfen,

dass er auf den Tisch zurückfällt. Dabei kann es passieren,

dass sich ein Schuss löst. Wissen Sie, ehrlich gesagt, spielen wir immer...

so lange, bis sich ein Schuss löst. - Dabei können sie sich doch verletzen!

Natürlich. Das ist ja der Witz bei dem Spiel.

Wollen Sie das jetzt spielen? - Ja, das ist bei uns so Tradition.

Und wer nicht mitspielt, ist ein Feigling!

Wenn sie auf solche Weise Ihren Mut beweisen wollen,

dann ist es besser, wir gehen. Gute Nacht! - Gute Nacht!

Setzen Sie sich, Señores, setzen Sie sich!

Wir beginnen jetzt unser Spiel.

Sind alle bereit? - Wir warten nur auf Sie.

Gut, Señores. Dann können wir also anfangen, Señores.

Wer beginnt? - Sie!

Ich bin dran.

Jetzt sind Sie dran, Guerrero.

Hallo, gibt's was Neues? - Guttierez geht's sehr schlecht.

Transparente und Plakate sind fertig. - Ich informiere die Zentrale über das,

was heute passiert ist. - Wann möchten Sie morgen abfahren?

Am Vormittag, wenn's geht. Gute Nacht. - Gute Nacht.

Wir müssen noch die Rede vorbereiten. - Antonieta wird mir helfen.

Ich hab schon angefangen. (Schuss)

Was ist passiert? - Wir brauchen einen Arzt.

Schnell, einen Arzt! Beeilen Sie sich... (Durcheinander)

Außer uns tragen hier alle eine Revolver. - Sie vielleicht nicht, aber ich.

Oh! - Die hohen Herren von der Regierung

können uns nicht mehr beklau'n. Denn Vasconcelos ist gekommen,

um sie alle zu verhau'n! - Bravo, Vasconcelos!

Ich freue mich, Sie zu begrüßen!

Vasconcelos, Vasconcelos, siege für das Vaterland.

Denn das Schicksal unseres Volkes liegt in deiner Hand!

Gute Nacht!

Ich habe Sie gewarnt. Etwas Besseres habe ich nicht zu bieten.

Außer dieser Blume.

Danke. Ich schau mir sowieso nie mein Zimmer an.

Morgen sind wir woanders. - Wir leben wie die Gaukler.

Manchmal frage ich mich, ob das alles...

überhaupt Zweck hat.

Was ist mit Ihnen? Zweifeln Sie an sich? - Ich bin unsicher.

Um uns herum so viele Tote. Das macht mir Angst.

Das Fest wird zu einer Tragödie. Das erschreckt mich.

Sie dürfen all die, die an Sie glauben, nicht enttäuschen! Es werden immer mehr!

Wir sind schon Millionen! Wir müssen die Wahlen einfach gewinnen.

Und das werden wir! - Calles muss die Wahlen fälschen.

Wir werden dagegen kämpfen! - Wie denn? Wie viele sollen noch sterben?

Mexiko soll aus freien Menschen bestehen, nicht aus betrunkenen Kampfhähnen!

Sollen wir Unrecht hinnehmen? Genau das haben Sie den Bauern doch eben gesagt!

Ich verspreche, was ich nicht halten kann! Ich verrate meine Ideale!

Das ist traurig, Antonieta. Ich hätte damit zufrieden sein sollen,

meine Bücher zu schreiben. Meine Metaphysik zu beenden,

die Korrekturfahnen zu lesen.

Aber mitten im Wahlkampf an einem Buch über Metaphysik zu arbeiten?

Den Politikern fehlt oft eine Philosophie.

Und Philosophen fehlt am meisten politischer Instinkt.

Glaubst du, es ist möglich, mit schönen Worten dies Land zu verändern?

Nein. Aber wenn man was tun will, muss man die Wahlen gewinnen.

Es gibt nur diese Lösung. Es geht nur über die Politik! Wir müssen siegen!

Dann wirst du Erziehungsministerin! - Nein.

Ich möchte so weitermachen wie jetzt. Nur dir zur Seite stehen.

Ohne dich könnte ich nicht mehr leben, Antonieta.

(Musik)

Manuel! Im Kampf gegen die Sinnlosigkeit meines Lebens bin ich der...

politischen Leidenschaft verfallen. Aber wenigstens lebe, existiere ich.

Eine Frage. Sie haben mich abgewiesen. Trotzdem frage ich Sie,

was wäre, wenn ich einen Geliebten hätte?

(Vargas) Ich glaube, das berührte den Maler wenig, als er erfuhr,

dass sie mit Vasconcelas schlief. Sie sollten sich nie wieder sehen.

Aber trotzdem hat sie ihm bis zum Schluss geschrieben.

Ihre intimsten Gedanken teilte sie nur Lozano mit.

Während sie mit Vasconcelas eine physische und leidenschaftliche Liebe erlebte.

Wahrscheinlich fühlte sie sich zum ersten Mal im Leben wirklich als Frau.

Sagen Sie bitte, haben Sie ein Zimmer frei?

Ich seh mal nach.

Einen Moment.

(Vargas) Vasconcelas beschränkte seinen Wahlkampf auf die nördlichen Staaten.

Ich weiß nicht warum, aber irgendwie fürchtete er den Süden.

Obgleich er aus Hoaca stammte. Er zog von Ort zu Ort.

Und wurde oft herzlich empfangen. Trotz aller Beschimpfungen,

gelegentlichen Kugeln und Angriffen der offiziellen Presse.

Er war immer von einer Gruppe junger Leute umgeben, die keine Angst...

Verzeihen Sie bitte. Sie interessieren sich für Vasconcelos?

Ja. Wieso?

Das ist ziemlich ungewöhnlich. Für diesen Abschnitt unserer Geschichte

interessiert sich sonst kaum einer. Schreiben Sie eine Doktorarbeit?

Nein, es ist etwas komplizierter. - Aha.

Ach, leider bleibe ich nur 2 Tage hier. Aber wenn Sie wollen,

können wir uns mal unterhalten.

"Licenciado." Sagen Sie, was heißt das eigentlich?

Bitte, Ihr Zimmer ist fertig. - Ich komme.

Hier nennen sich fast alle "Licenciado". - Wir sehen uns später.

Gut.

(Vargas) Viele Oppositionelle boten ihm Waffenunterstützung an.

Aber er antwortete stets: "Wir müssen die Schlacht legal gewinnen.

Wir brauchen ein legitimes Oberhaupt."

Antonieta folgte ihm blind.

Bitte, Ihr Schlüssel. - Danke. Vielen Dank.

(Vargas) Sie beantwortete Briefe. Sie teilte sein Leben.

(Schreibmaschinentippen)

(Musik)

Ich fürchte, Vasconcelos Abenteuer ist hoffnungslos.

Selbst, wenn wir gewinnen. Aber es wird ihnen nichts anderes übrig bleiben,

als ihn zu töten. - Denn wenn sie ihn nicht töten,

tritt er über die Ufer wie ein Fluss. Und wird alles, was am Weg liegt,

mitreißen.

(Menge) Viva Vasconcelos!

Meine Freunde! Ich bin nicht Kandidat aus eigenem Willen,

sondern aus Pflichtbewusstsein. Man muss den Caudillos die Macht entreißen.

Und das Land aus der nordamerikanischen Umklammerung befreien! Wenn nicht,

wäre unsere Revolution nutzlos gewesen!

Was bedeutet in diesem Land Wahlfreiheit?

Die Leute werden in Waggons gezwängt. Die Schrift auf dem Papier,

dass sie bekommen, können sie nicht lesen. So karrt man sie zur Wahl.

Mit dem einzigen Ziel, sich an ihnen zu bereichern.

Unter Missachtung aller Versprechungen der Revolution, hat eine Oligarchie...

von Generälen das Volk seiner Souveränität beraubt!

Wie sollen wir sie bekämpfen? Es gibt nur einen Weg.

Der Weg heißt Wissen, Bildung.

Ein kostenloses Bildungswesen für alle. Das es jedem ermöglicht,

nachzudenken und zu verstehen. Bildung ist ein Garant der Freiheit.

Man muss Vertrauen in das Volk setzen. Anstatt es zu verachten und auszubeuten.

Vor allem muss man Katholiken, Protestanten und Buddhisten...

volle Glaubensfreiheit gewähren. Diejenigen, die sie versagen,

haben Angst vor den Menschen. Haben Angst vor sich selbst.

Ich weiß, dass ich jede Sekunde mein Leben riskiere. Dass man jetzt,

wo ich hier rede, auf mich schießen kann. Denn die Leute, die unser Land...

konfisziert haben, schrecken vor nichts zurück!

Ich verspreche nichts. Außer, dass ich nicht stehlen werde.

Und ich werde mir nicht das Recht nehmen, in eurem Namen zu sprechen.

Ich habe meine Fehler. Aber ich bin ehrlich. Denn ich bin arm.

Danke.

Guten Tag.

Sehr schön, dass Sie zugestimmt haben, mich hier zu treffen.

Ich hab nicht viel Zeit. - Oh, ich auch nicht. Mein Name ist Lloyd.

Ich bin Sonderbeauftragter des amerikanischen Botschafters in Mexiko.

Ja, ich hab von Ihnen gehört. - Sie ist meine engste Mitarbeiterin.

Sie kann alles hören. - Ah ja, man hat mir von ihr erzählt.

Zur Sache. Der Schicksalstag der Wahlen nähert sich.

Sie haben Recht. - In Ihren Wahlreden haben Sie mein Land

aufs Schwerste attackiert. - Ihr Land mischt sich bei uns sehr ein.

Ich habe gesagt, was nötig ist. - Aber haben Sie nicht auch das Wort...

"Kolonisation" benutzt? - Wenn man hohe Steuern für Wein erhebt,

um die Überschwemmung des Landes mit Coca-Cola zu fördern,

was ist das anderes als Kolonisation? - Sie wissen doch ganz genau,

dass Sie die Wahlen verlieren werden.

Nein. Wenn die Wahlen frei wären, würde ich haushoch gewinnen.

Warum haben Sie sich nicht mit den Generälen alliiert,

die gegen Calles sind? Sie haben sich gar nicht bemüht, den Süden zu gewinnen.

Sie haben sich keinerlei politische Verbündete gesucht.

Sie haben nicht die geringste Chance, die Wahlen zu gewinnen. Das wissen Sie.

Oder etwa nicht?

Weshalb sind Sie gekommen? - Ich komme in einer wichtigen Mission.

Offiziell? - Fast alle Missionen sind offiziell.

Es geht um folgendes: Während Ihrer Zeit als Erziehungsminister

haben Sie ein großes Werk begonnen. Und es wäre doch wirklich bedauerlich,

es aufzugeben. Also, wenn Sie Ihre Kandidatur zurückziehen,

wäre der neue Präsident, sobald er gewählt worden ist, bereit,

sich erkenntlich zu zeigen und Sie bitten, Ihr Werk fortzuführen.

Sie würden Minister mit viel Vollmacht. - Warum wollen Sie ihn kaufen,

wenn er keine Chance hat? - Ich bin beauftragt,

nur mit Ihnen zu sprechen. - Man hat Sie präzise etwas gefragt.

Was ist Ihre Antwort? - Mexiko hat es sehr schwer,

die Folgen von 20 Jahren Bürgerkrieg zu überwinden. Mexiko braucht Ruhe.

Es braucht Eintracht. Nicht Zwietracht. - Das ist ganz genau meine Meinung!

Könnte es nicht möglich sein, in diesem Land 2 Parteien zu gründen,

die zwar unterschiedliche politische Standpunkte vertreten,

aber die sich dennoch alle beide auf die Revolution berufen?

Es würde so aussehen, als bekämpften Sie sich in fairer Weise, während Sie sich

eigentlich die Macht teilen würden. Das ist ganz einfach

eine Art Wechselspiel. Phantastisch, nicht?

So wie in Ihrem Land. - Mehr oder weniger, ja.

Fliegen Sie wieder ab. Das Benzin für Ihren Flug

kostet das mexikanische Volk sehr viel Geld. Und umsonst!

Vasconcelos war der brillanteste Schriftsteller Mexikos!

Aber das macht noch keinen Helden. Er war größenwahnsinnig. Er verkündet,

er sei die einzige Ausnahme in einem Land von 14 Millionen Dummköpfen.

Wer so was sagt, ist doch ein Idiot! - Das war er keineswegs. Aber eitel, ja.

Konfus, widersprüchlich. Er rühmte sich, indianisches Blut zu haben.

Aber er hatte Angst vor Indios. Wie viele Intellektuelle fühlte er sich

im Volk nicht wohl. Er zitierte Platon in seinen Diskursen.

Er war ein guter Pamphletist. Mit einem Talent für beißenden Spott.

Aber wenn man die politische Geschichte studiert,

muss man sich vor Vereinfachungen oder Vorurteilen hüten.

Im anderen Lager war nicht alles schlecht. Keineswegs.

Die Tatsache, dass unser Land seit über 50 Jahren stabil ist, beweist es.

Das stabilste Lateinamerikas. Der Bürgerkrieg ist vergessen.

Und wir hatten eine normale Entwicklung. - Hat Calles die Wahlen gefälscht?

Das ist fast sicher. - Und wie?

Auf verschiedene Weise. Da, wo Vasconcelos beliebt war,

sind viele Wahlzettel einfach verloren gegangen.

Wahllokale wurden plötzlich verlegt. Es gab bewaffnete Überfälle.

Und gestohlene Wahlurnen. - Wie viele Stimmen bekam er?

Ich weiß es nicht mehr genau. Jedenfalls lächerlich wenige. Ungefähr 100.000...

im ganzen Land, glaube ich. - Hört mal Kinder, hört mal!

Seht mal die schönen Bücher! Die haben wir von Señor Vasconcelos bekommen.

Was sagt ihr? - Danke! Danke! Viva!

(Durcheinander)

... bis jetzt haben wir 2.000. In Wirklichkeit haben mehr als 30.000...

für Vasconcelos gestimmt.

30.000? Das ist nicht schlecht. - 1.750!

Ja, ist gut. Was sollen wir machen?

Versucht, die Zentrale zu erreichen. Verzeihung.

Haben Sie Mexiko-Stadt erreicht? - Unsere Verbindungen sind alle gestört.

Versuchen Sie es bitte weiter.

Was für Nachrichten haben Sie, General? - Schlechte.

Die Wahlen sind eine ungeheure Farce. Wir haben keine andere Wahl,

als weiter zu kämpfen. - Halten Sie das für richtig?

Jetzt aufzugeben hieße, das Volk im Stich zu lassen.

Es wäre möglich, einen Teil der Armee für die gerechte Sache zu gewinnen.

Das Wahlergebnis zu korrigieren. Mit Hilfe der Waffen.

Nein. Calles hat die Armee mit neuesten amerikanischen Waffen ausgerüstet.

Die Unterdrückung des Aufstandes der Christeros

hat den Widerstandswillen der Unzufriedenen geschwächt.

Ja. Mir scheint es aber nicht unmöglich, Calles' Leute zu schlagen.

Sie kämpfen ohne Überzeugung. Die meisten Offiziere sind korrupt.

Wir haben jetzt viele auf unserer Seite. Viele Soldaten in den Kasernen

wollen ganz sicher für uns kämpfen. - Sie haben die führenden Kräfte

unserer Partei verhaftet! In Tampico, Veracruz und Hermosillo.

Die Presse von New York hat schon jetzt die Ergebnisse der Wahl verkündet!

Die Wahllokale schließen in 7 Stunden! - Ich hab Mexiko-Stadt erreicht.

Medellin und Pellicer sind verhaftet!

Ist das alles? - Nein, Chiapas und Guerrero fehlen noch.

Señores, das Fest ist zu Ende. Wir können die Fahnen einholen

und zu Bett gehen. - Du sagtest, wir greifen zu den Waffen,

wenn die Wahlen gefälscht werden. Oder? - Ich habe zu oft gegen Gewehre gewettert,

um mich heute ihrer zu bedienen. - Du kannst doch jetzt diese Menschen,

die bereit sind, für dich zu sterben, nicht im Stich lassen!

Hör doch!

Morgen jubeln sie einem anderen zu. Gehen Sie bitte schlafen.

Ich wünsche allen eine gute Nacht! - Warum hörst du nicht auf Antonieta?

Wir können nicht einfach aufgeben!

Hör auf mich, Vargas. Geh schlafen. - Gute Nacht!

(Musik, Jubel)

Was machen wir jetzt? - Ich verlasse das Land.

Ich gehe nach New York. Oder Paris.

Ich werde im Untergrund arbeiten. Ich bin nicht der Erste, der das tut.

Ich werde zurückkehren wie Madero. Wie Obregón.

Die Wahrheit wird sich durchsetzen.

Und was soll ich machen, José?

Ich hab kein Geld. Was soll ich tun?

Ich hab nichts mehr. Sogar dich habe ich verloren.

Verstehst du denn nicht? Es sind schon Truppen aus Mexiko-Stadt unterwegs.

Und Mörder, um reinen Tisch zu machen. Es gibt schon zu viele Märtyrer.

Kommst du mit?

Ich weiß nicht.

Ich hab kein Geld. Ich bin krank.

Du kannst hier bleiben. Deine Familie hat Einfluss.

Sie werden dir nichts tun.

Sie werden mich vernichten.

Sie werden nicht vergessen, dass ich mit dir gelebt hab.

Meine Kraft ist erschöpft. Ich kann überhaupt nichts mehr tun.

Ich bin krank.

Ich bin krank.

Ich bin krank.

(Musik)

Das sind die Überschriften. Diese Artikel sind...

Sie müssen auf die erste Seite kommen. - Auf die erste Seite.

Hilfst du mir, die anderen zu redigieren?

Ist die Interpunktion nicht ungewöhnlich? - Na, dann ändere das.

Korrigier die alle. Gib mir den ausführlichen Artikel

über den Fall Villa in Santiago. - Meinst du den Fall Torreón?

Ja, ja. Genau den meine ich.

Kuck mal her! Da ist ein Fehler.

Ja, das stimmt! Die erste Nummer ist fast fertig.

Willst du mal sehen? - Später.

Ich finde deinen Artikel sehr gut.

Wollen wir die Pässe abholen? - Nachher.

Ich möchte dich etwas fragen. - Was denn?

Was ich jetzt machen soll. - Ich versteh dich nicht.

Entschuldige. Ich weiß, ich störe. - Du störst mich doch nicht!

Ich wollte dich nur fragen,

ob du mich wirklich brauchst. - Ich wäre unendlich traurig,

wenn du mich verlassen würdest. Ich kann ohne dich die Zeitschrift nicht machen.

Aber im Grunde braucht keiner wirklich einen anderen. Das weißt du.

Das weiß ich. - Wir brauchen nur Gott.

Willst du mit uns Mittag essen? - Wo?

Bei Raymond? - Ich muss erst zum Konsulat.

Vielleicht später. - Ist gut. Bis nachher.

An welchem Tag, sagten Sie? - 11. Februar.

1931? - Ja.

Am 11. Februar ist hier überhaupt nichts passiert.

Sehen Sie selbst.

Aber bei der Polizei gibt es eine Eintragung darüber.

Und Berichte in der Presse. - Aus Bosheit. Sehen Sie doch selbst.

Ich wollte mich noch mal vergewissern. Aber ich war sicher,

dass hier nichts passiert ist. Außerdem hat noch nie jemand

in der Kathedrale Notre-Dame Selbstmord gemacht.

Auf Wiedersehen. - Auf Wiedersehen.

(Japanisch)

(Musik)

Nein!

Nein!

(Musik)

Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.