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Der Besitzer des Hotels ist also Mr Oleson?
Ja, Sir.
Bringen Sie mein Gepäck zur Rezeption.
- Sagen Sie, ich komme gleich nach. - Danke, Mr Reed.
Junge, wo kann ich mir einen Wagen mieten?
Da drüben bei den Stallungen.
Ich brauche eine kleine Kutsche.
- Sorge dafür, dass sie sauber ist. - Das müssen Sie leider selbst tun.
- Ich habe zu tun. - Zehn Minuten und der Rest gehört dir.
- Guten Tag, was kann ich für Sie tun? - Gehört Ihnen das Hotel?
Oh ja. Ich bin Harriet Oleson und das ist mein Ehemann Nels.
Das Restaurant gegenüber gehört uns und auch der Gemischtwarenladen.
Uns gehören alle Geschäfte, die in der Gemeinde angesehen sind.
Ich brauche ein Zimmer mit großem Bett und eigenem Bad.
Hester-Sue, die Frau, die für mich arbeitet, zeigt Ihnen die Unterkunft.
Ich gebe mich für gewöhnlich nicht mit den Angestellten einer Einrichtung ab.
- Ich brauche Schreibtisch und Telefon. - Keins der Zimmer hat einen Anschluss.
Nun, vielleicht deckt das ja die Installationskosten.
Ja, natürlich. Wir sind mehr als glücklich darüber, Sie einzuquartieren.
Wie heißen Sie noch mal, Mr...
Reed, Elliott Reed.
Reed...
Reed, Reed, Reed, Reed...
Ach, Reed. Sind Sie vielleicht mit den Reeds in Mankato verwandt?
Bis zu dieser Reise war ich in meinem Leben noch nie in Mankato, Mrs Oleson.
- Na so was. - Wissen Sie, wo John Carter wohnt?
Die Straße runter, auf der anderen Seite der Brücke.
- Danke. - Elliott Reed.
Der Name kommt mir so bekannt vor.
Mrs Oleson, haben Sie je vom New Yorker "Globe Telegram" gehört?
Aber ja, natürlich.
- Es gehört mir. - Es... Es...
Es gehört ihm. Was wollen Sie dann von John Carter?
Ich bin Sarahs Vater.
5 Cent die Stunde ist viel Geld für dein Alter.
- Bist du das wert? - Mrs McAndrews findet ja.
Sie hat dich noch nie arbeiten sehen.
Doch, das hat sie, oft. Deshalb verdiene ich ja so viel.
Es reicht. Ich will weder Gezänk noch Eifersüchteleien beim Abendbrot.
- Klar? - Jason, du willst immer Vater helfen.
- Jetzt hast du die Möglichkeit dazu. - Er bezahlt mich nicht so gut.
Das muss Almanzo sein. Ich versprach ihm, mir seinen Wagen anzusehen.
- Das Essen hat toll geschmeckt. - Danke.
Elliott.
Hallo, John.
Pa.
Jeb, Jason.
Begrüßt euren Großvater.
- Hallo. - Hallo.
Ich glaube nicht, dass sie sich an mich erinnern.
Jungs, hier ist ein Kennenlerngeschenk für jeden von euch.
- Was für tolle Angeln. - Das sind Spinnruten.
- Was sagt man da, Jungs? - Danke.
Nun raus mit euch und lehrt die Fische das Fürchten.
Für meine Tochter habe ich eine Flasche des feinsten Parfüms Frankreichs.
Ich verstehe nicht.
Was tust du denn hier? Und wo ist Mama?
Und das hier ist für John.
Es ist nur eine Pelzmütze, aber ich dachte, du könntest sie brauchen.
Es heißt, Minnesota sei der kälteste aller Staaten.
Ja. Danke sehr.
Warum setzen wir uns nicht?
- Jeb, hol deinem Großvater einen Stuhl. - Ja, Ma.
Also...
Du hast meine Frage noch nicht beantwortet.
Was führt dich her? Sicher nicht das Zeitungsgeschäft.
Nein, ich wünschte, es wäre so.
Deine Mutter starb letzten Monat. Einen Brief fand ich unangemessen.
- Woran ist sie denn gestorben? - An Grippe.
Sie musste nicht lange leiden.
Eines Morgens wachte sie mit Fieber auf und am Abend war sie tot.
Oh mein Gott.
Ich wollte sie immer besuchen.
Es tut mir leid, Ma.
Entschuldigt mich für einen Moment.
- Bleibst du zum Essen? - Ja, darauf habe ich gezählt.
Das gibt mir die Möglichkeit, meine Enkel kennenzulernen.
Gut. Jason, lege bitte noch ein Gedeck auf.
Ja, Pa.
John...
Pa.
Ich dachte, du hast erst später Zeit.
Für eine Kollegin im Zeitungsgeschäft habe ich immer Zeit.
Geht es dir gut?
Du siehst etwas blass aus.
Ich habe nicht sehr gut geschlafen.
- Die Nachricht über Ma traf mich sehr. - Das dachte ich mir.
- Ich bin froh, dass ich hier sein kann. - Ich auch.
Nun ja, gib mir doch einen Überblick über die "Walnut Grove Gazette".
Ich fürchte, du siehst sie vor dir.
Das ist mein gesamtes Verlagsimperium.
Ich bin überrascht, dass du überhaupt ein Imperium hast.
Als kleines Mädchen hast du dich stets ferngehalten von meinem Verlag.
- Vielleicht zu weit. - Du kannst immer noch zurückkommen.
Nein.
Das glaube ich nicht.
- Das ist jetzt mein Zuhause. - Dein Zuhause?
Ohne Museum, die vielen Theater und den Central Park.
Erinnerst du dich noch?
Ja, und ich vermisse all diese Dinge.
Aber ich mag die frische Luft und die Kornfelder im Frühling.
Die Kühe, die ausbrechen und durch die Stadt laufen.
Ein Ort wie dieser hat etwas Magisches an sich.
Wie denken Jeb und Jason darüber?
Ach, für sie ist es der Himmel auf Erden.
Du klingst sehr überzeugend.
Aber ich habe gesehen, wie du lebst.
Ich kann nicht glauben, dass du hier glücklich bist.
Doch, das bin ich.
Ich habe meine Familie und Freunde hier, und außerdem meine Zeitung.
Ich sah ein Exemplar deiner Zeitung heute Morgen im Hotel.
Sag nicht, dass dich Geschichten
über Kirchenbasare und Scheunenfeste ausfüllen.
So leben wir hier. Die großen Nachrichten schreibst du.
Das kaufe ich dir nicht ab.
Wenn du eine Zeitung willst, mach es richtig.
Woran hast du gerade gearbeitet?
An einem Artikel über eine Buchsammelaktion. Willst du ihn lesen?
Nein, und deine Leser wohl auch kaum.
Wann gehst du in Druck?
- Mitte der Woche. - Gut, vielleicht retten wir noch was.
Gib mir etwas Schmierpapier.
Ich zeige dir mal, wie richtige Zeitungsverleger arbeiten.
Und, was meinst du?
Sieht gut aus.
- Was ist das? - Das ist eine Bremsstange.
Damit reparieren wir Doktor Bakers Kutsche.
Wie viel muss er dafür bezahlen?
- Warum stellst du mir so eine Frage? - Ich frage mich, wie viel du verdienst.
Jeb verdient 5 Cent die Stunde. Großvater ist reich. Sind wir reich?
Guten Morgen.
Morgen, Elliott.
- Jeb verdient also 5 Cent die Stunde? - Ja.
Wahnsinn, ein Vierteldollar. Danke, Großvater.
Geh und füttere die Kasse in Olesons Gemischtwarenladen.
Das hättest du nicht tun sollen.
Das ist mein Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung hier.
Ich habe heute sehr früh aus meinem Fenster gesehen.
Du warst schon kurz nach Sonnenaufgang da.
Ich habe zu viele Aufträge und schicke meine Kundschaft nach Sleepy Eye.
Du bist wirklich sehr fleißig, John.
Das muss ich schon zugeben, du warst nie faul.
- Willst du $ 40 die Woche verdienen? - Aber klar.
- Und wie soll ich das anstellen? - Das weißt du genauso gut wie ich.
Mit der Verlagsarbeit, die ich dir schon seit Jahren anbiete.
Die, die ich immer wieder ablehne?
Sarah und die Jungs sollen ein besseres Leben haben.
Soweit ich das beurteilen kann, bist du der Einzige, der sie davon abhält.
Hat dir das Sarah so gesagt?
Nein, Sarah ist eine Frau. Sie hat keinen klaren Blick dafür.
Wenn du dich entscheidest, nach New York zu ziehen,
kannst du Gift drauf nehmen, dass sie mit dir geht.
Sicher nicht. Wir lieben unser Leben hier.
Sei doch einmal in deinem Leben vernünftig.
Für die Stelle würden andere töten!
Dann solltest du so einem die Stelle geben.
Elliott, die Antwort lautet nein.
Walnut Grove.
Ich würde gern mit Linda McAndrews sprechen.
- Hier spricht ihr Bruder aus St. Louis. - Einen Moment.
Hallo?
Andy.
Mir geht's gut, und wie geht's dir?
Seitdem ich hier bin, habe ich keinen Tropfen getrunken.
Ich habe nichts im Haus, nur etwas Rum zum Backen.
Nein, was Walnut Grove anbelangt, da halten mich alle
für die Witwe McAndrews.
Und das soll auch so bleiben.
Sarah, findest du das nicht besser?
Der Skandal am Rohstoffmarkt steht oben,
darunter der Artikel über das Einwanderungsproblem der Deutschen.
Wo ist mein Artikel über die Simpsons und die Hilfen nach ihrem Hausbrand?
Seite vier, untere linke Ecke.
- Das war meine Titelgeschichte. - Aber Sarah.
Letztes Jahr kam der Chef der "London Times" den weiten Weg nach New York,
um mich zu meinem Verlagsstil zu befragen.
Wenn meine Ratschläge für ihn gut genug sind, sind sie es auch für dich.
- Guten Morgen, Mrs Oleson. - Guten Morgen.
- Wir sind sehr beschäftigt. - Es dauert nur einen Moment.
Nach der Unterhaltung gestern ging ich nach Hause und schrieb diesen Artikel.
Ich dachte mir, Sie könnten ihn vielleicht verwenden.
- Vielleicht. - Worum geht es darin?
- Kommen Sie doch rein. - Ja.
Da, wo ich herkomme,
trennen wir keine Infinitive.
Das muss ich wohl übersehen haben... Elliott.
Ist es in Ordnung, wenn ich Sie Elliott nenne?
Nein.
Du kriegst noch einen Sonnenstich.
Na ja, Sie bezahlen mich gut.
Pausen kann ich mir nicht leisten bei all der Arbeit.
Das ist mein Geld, und ich mache damit, was ich will.
Komm her und lass uns reden.
Was machst du um die Zeit zu Hause?
- Hast du das hier gesehen? - Pa...
Mein Vater hat es erst heute Nachmittag gedruckt.
"Geflüster" von Harriet Oleson.
"Linda McAndrews, die junge Witwe,
die kürzlich das Campbell-Haus kaufte und alles tut, um dazuzugehören,
ist nicht die, für die sie sich ausgibt.
Seit Monaten verbirgt sie ihre wahre Identität vor den Bürgern der Stadt.
Sie geht in die Kirche und zu Wohltätigkeitsveranstaltungen.
In Wahrheit ist sie geschieden und auf der Flucht vor ihrer Alkoholsucht."
Oh mein Gott!
Die arme Frau.
Hallo, Mrs McAndrews.
Darf ich heute Morgen freinehmen?
Ich habe nichts dagegen.
Gegen Mittag bin ich wieder zurück.
Nicht nötig, ich möchte dich hier nicht mehr sehen.
Aber ich bin noch nicht fertig.
Hast du nicht die Zeitung deiner Mutter gelesen?
Ich will nicht, dass du noch mal mein Grundstück betrittst!
Lass uns gehen, bei mir hat noch nicht einer angebissen.
Und Jeb? Er sollte uns doch hier treffen.
Er ist zu spät. Wir lassen seine Angel hier. Dann kann er angeln, wo er will.
Gib mir den Angelkasten.
Ja.
Da ist er!
Weißt du was, Jeb? Großvater hat uns Angelwürmer besorgt.
Das sind die besten Köder der Welt. Nicht wahr, Großvater?
Wieso sagen du und Mrs Oleson solche Sachen über Mrs McAndrews?
- Wir haben die Wahrheit gedruckt. - Ihr habt sie grundlos gekränkt.
Du kennst sie nicht einmal.
Die kannst du behalten. Ich will nie wieder was von dir haben.
Jeb, komm sofort zurück. Ich lasse nicht zu, dass du so mit mir redest!
Hast du was Böses über Mrs McAndrews in der Zeitung geschrieben?
- Ich habe nur die Wahrheit gesagt. - Sie ist sehr nett.
Na los, dann geh doch und renn hinter deinem Bruder her.
Er schenkt mir weder einen Vierteldollar noch Angelruten!
Was ist denn los?
Nichts.
Bist du dir da sicher?
Freut mich, das zu hören.
Wie war dein Großvater so?
Meinen Großvater mütterlicherseits kannte ich nicht.
Aber Großvater Carter war ein Bär von einem Mann. Er war Hufschmied.
Als er in deinem Alter war, baute er mit am Eriekanal.
Er grub eine Tonne Erde pro Tag aus.
Hat er dir deinen Beruf beigebracht?
Er brachte mir bei, mitfühlend zu sein.
Großvater Carter hat einem nie die Hand gegeben.
Er hat dich in die Arme genommen und ganz fest gedrückt.
Wie er aussah und wie er gelacht hat...
Klingt, als habt ihr euch gut verstanden.
Ja.
Aber wenn er richtig wütend war, haben die Wände gewackelt.
Er sagte immer, man solle mehr lachen, denn Wut würde einsam machen.
Dann bin ich wohl sehr einsam im Moment.
Solltest du nicht gerade mit Elliott angeln sein?
Ich hasse ihn. Ich wünschte, er wäre nie hergekommen.
Das sind sehr harte Worte.
Und Mrs McAndrews? Sie war meine Freundin.
Jetzt darf ich wegen ihm nicht mehr zu ihr.
Mrs McAndrews ist eine gute Frau.
Dein Großvater hätte es nicht drucken dürfen.
Ich verstehe nicht, wie Ma das zulassen konnte.
Dein Großvater führt seine Geschäfte so, wie er es für richtig hält.
- Wann fährt er zurück nach New York? - Bald.
Aber in der Zwischenzeit vergiss eines nicht:
Er ist dein Großvater.
Ich werd's nicht vergessen, aber mögen muss ich ihn trotzdem nicht.
Guten Tag, Sarah.
- Hallo, Pa. - Lass uns spazierenfahren.
Zeig mir die Natur, die du so sehr liebst.
Ich kann nicht. Ich... hab noch was zu erledigen.
Gut, dann fahre ich dich. Steig auf.
Wo fahren wir hin?
Zu Linda McAndrews.
Was willst du denn bei ihr?
Ich muss mich bei ihr entschuldigen.
- Ich habe schon viel zu lange gewartet. - Dich entschuldigen? Unsinn.
Entschuldige dich nicht für die Wahrheit.
Die Geschichte tat ihr weh.
Grover Cleveland war wütend über etwas, das ich vor zwei Wochen druckte.
Seither verlangt er eine Entschuldigung.
Wenn ich mich nicht beim Präsidenten entschuldige,
dann entschuldigst du dich auch nicht bei einer gewöhnlichen Frau,
die log, um in die Gemeinde aufgenommen zu werden.
Und, willst du mir nun die Gegend zeigen?
Sarah!
Sarah Carter, komm sofort hier raus!
Ich will mit dir reden!
Hast du etwa Angst, mir ins Gesicht zu sehen?
Sieht aus, als hab ich euch aus dem Bett geholt.
Wie schade.
Linda, es tut mir so leid.
Ihr wolltet doch eure Besoffene sehen. Nun, hier ist sie.
Ich gratuliere, Frau Verlegerin.
Kommen Sie rein. Wir reden.
Kommt mir ja nicht zu nahe!
Mrs McAndrews, bitte.
Bist du das, Jeb?
Erzähl deiner Mutter doch von meinen zahllosen Bootsausflügen.
Ich bin mir sicher,
dass sie daraus genügend Geschichten für die nächsten Wochen machen kann.
Verflucht.
Ich verfluche euch alle!
- John, ich muss mit ihr reden. - In ihrem Zustand bringt das nichts.
Komm wieder zurück ins Bett.
Sarah.
Hallo, Laura.
Wo ist denn Rose?
Jenny passt auf sie auf.
Hast du einen Augenblick?
Ja.
Ich habe alle Zeit der Welt.
Setz dich doch.
Ich kann an nichts anderes denken, als an Linda McAndrews.
Sie ist der Grund, warum ich hier bin.
Ich wollte nicht, dass du es von jemand anderem hörst.
Sie hatte wohl eine ziemlich harte Ehe.
Ich schätze, deshalb hat sie angefangen zu trinken.
Der Artikel in der Zeitung hat wohl sein Übriges dazu getan.
Sie hat gestern Abend die Stadt verlassen.
Sie hat sich betrunken und ihre Einrichtung zerstört.
Das ist alles meine Schuld.
Niemand macht dir einen Vorwurf.
Es ist meine Zeitung, nicht die meines Vaters und sicher nicht Mrs Olesons.
Ich weiß nicht, warum ich zuließ, dass er mir das antut.
Ich fühle mich wie ein Kind, wenn ich in seiner Nähe bin.
Ich weiß nicht, ob es dir hilft...
aber ich fühle mich genauso, wenn ich bei meinem Vater bin.
Meine Ma hat mir gesagt,
dass das wohl nie anders sein wird.
Leider habe ich Charles nie richtig kennengelernt.
Aber er scheint... so liebevoll zu sein.
Und offen.
Dein Vater nicht?
Ganz und gar nicht.
Er...
Er war immer so... bedeutend.
Er war immer so eingebildet.
Irgendwann glaubte ich, alle Männer sind so.
Doch dann lernte ich John kennen.
Aber Pa hat ihn nie akzeptiert.
Er versuchte alles, um uns auseinanderzubringen.
Irgendwann sind wir durchgebrannt.
Ich brauchte Jahre, um Vater von Almanzo zu überzeugen.
Selbst nachdem er Ja gesagt hatte...
wusste ich, dass er tief im Inneren...
noch nicht bereit war loszulassen.
Ich fürchte, Pa wird John bis zu seinem Tode ablehnen.
Magst du Elliott?
Er ist mein Vater, natürlich mag ich ihn.
Nur, weil er dein Vater ist?
Ach, Laura.
Ich habe solche Angst.
Er ist mein Vater.
Es ist, als hätte er mich vergiftet.
- Jason, machst du bitte die Tür auf? - Ja.
- Großvater, komm rein. - Jason, Jeb, Sarah.
Ich hab nicht gedacht, dass wir uns heute noch sehen.
Nun, ich hatte eine Menge zu tun.
Geht raus spielen. Eure Mutter und ich haben eine Menge zu bereden.
Na los. Eure Hausaufgaben könnt ihr später zu Ende machen.
Na komm, Jason. Wir haben sowieso noch einiges zu tun.
Geht nicht weit weg. Das Essen ist in einer Stunde fertig.
Ich sprach mit Mr Fordwick an der Rutledge-Jungenschule in Westhampton.
Er erwartet Jason in einem Monat.
Jeb wird eine Woche später in die Militärakademie eingeschrieben.
John und du, ihr wohnt bei mir, bis ihr was Eigenes gefunden habt.
Ich habe nichts von dem zugestimmt.
Du hast doch sicher deinem Mann von unserer kleinen Unterhaltung erzählt.
- Nein. - Dann muss ich wohl mit ihm reden.
Pa, ich weiß, was er sagen wird.
- Elliott. - John, ich bin froh, dass du da bist.
Vielleicht bringst du meine Tochter zur Vernunft.
Was ist los?
Wir sprachen darüber, dass ihr nach New York zieht.
Ausgezeichnete Schulen für die Kinder, gute Arbeit für euch beide,
mit Zukunft, ein angemessenes Zuhause.
- Was stimmt nicht an diesem Zuhause? - John.
Ich habe gefragt: Was stimmt nicht an diesem Zuhause?
Nun, das ist doch offensichtlich.
Diese Hütte, die du Zuhause nennst, ist menschenunwürdig.
Die Jungs schlafen auf dem Speicher, ihr pumpt euer Wasser per Hand rauf.
Ich bin froh, dass ich Emma abgeraten habe, euch zu besuchen.
Ma... wollte uns besuchen kommen?
Ja, als sie hörte, dass ihr nach Walnut Grove zieht.
Es passte zeitlich nicht. Sie war nicht in der Verfassung zu reisen.
- Wieso hast du uns nichts davon gesagt? - Ich hielt es nicht für wichtig.
Und ich dachte, wir seien ihr egal.
Monate vergingen ohne ein Wort von euch.
Du weißt ja, wie New York ist: schnelllebig, alles ist in Bewegung.
Pa...
Wie lange war Ma krank?
Ich will die Wahrheit wissen.
Vor einem Jahr musste sie in ein Sanatorium in Connecticut,
wegen Tuberkulose.
Sie starb also nicht an Grippe?
Ich hätte sie also besuchen können?
Du hättest nichts für sie tun können.
Die arme Frau war sehr krank.
Ich sah keinen Grund, dich zu belasten.
Du hast keinen Grund gesehen?
Du hast sie nach Connecticut geschickt
und mich absichtlich von ihr ferngehalten...
als sie mich am meisten brauchte?
Dazu hattest du kein Recht.
Doch, das hatte ich. Ich bin dein Vater.
Du bist unser aller Vater, nicht?
Mamas, meiner, Johns, jedermanns! Alle müssen tun, was du sagst!
Hat dir dieses Provinznest diesen Unsinn beigebracht?
Es bringt mir Unabhängigkeit bei
und dass ich nicht mehr dein kleines Mädchen bin!
Ich bin eine Frau mit einem Mann und zwei Kindern.
Du kannst mit deinen Redakteuren und Reportern so reden,
und sogar mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten,
aber nicht mit mir. Nie wieder!
Sarah, ich habe dir alles gegeben, was du hast,
alles, was du je wolltest.
Aber ich werde dich enterben, wenn ich mir das weiter anhören muss!
Du solltest jetzt gehen.
Seitdem sie dich kennengelernt hat, ist sie rebellisch und eigensinnig.
Ich habe eure Ehe nicht gebilligt, aber du hast sie trotzdem geheiratet.
Ich habe es nicht gebilligt, dass sie nach Westen geht. Nun ist sie hier.
Sie hat stets meine Ratschläge und Angebote negiert!
Elliott, du gibst keine Ratschläge, sondern Befehle.
Sie will nicht mehr von dir rumgeschubst werden, ich auch nicht.
Du hast ihr nur Sorgen bereitet, seit du hier bist.
Vielleicht ist das eine Hütte, aber es ist unsere Hütte!
Und du bist hier nicht willkommen.
Ich werde morgen die erste Kutsche nehmen.
Alles in Ordnung?
Ja.
Alles gut.
Guten Abend, Mr Reed. Ich...
Ich habe hier was, das Sie interessieren könnte.
Meinen nächsten Artikel für die Zeitung.
Bitte nicht heute Abend.
Nun, es hat mit dieser McAndrews zu tun.
Was ist mit ihr?
Sie werden es kaum glauben,
aber Reverend Alden war in Sleepy Eye.
Da fand er sie und überzeugte sie, nach Walnut Grove zurückzukehren.
Können Sie sich vorstellen,
dass ein Geistlicher so einer... so einer...
Einer Frau diesen Kalibers hilft?
Völlig richtig.
Nun haben Sie also auch den armen Reverend im Visier?
Der arme Reverend, wie Sie sagen,
steht sicher nicht über Sitte und Anstand.
Das gilt auch für Zeitungsverleger, Ausnahmen ausgenommen.
Darum tue ich Walnut Grove, meiner Tochter und Ihnen den Gefallen
und reiße diesen Fetzen Papier in Stücke!
- Was... - Gute Nacht, Mrs Oleson!
Wann fährt die Kutsche ab?
In einer halben Stunde.
Er ist sicher froh, dass er fährt.
Minnesota ist jedenfalls nichts für ihn.
Wir werden ihn sicherlich nie wieder sehen.
Wohl nicht.
John...
Bitte...
Ich mach den Wagen fertig.
Also gut, wir fahren weiter. Der Sturm ist bald hier.
Pa, ich...
Ich bin überrascht, euch hier zu sehen.
Wir konnten dich nicht fahren lassen, ohne dir Auf Wiedersehen zu sagen.
Ich hatte Angst, der Abschied gestern war endgültig.
Gestern ist Vergangenheit.
Du kennst unsere Meinung und wir kennen deine.
Ich wünschte, ihr würdet mit mir nach Osten kommen.
Ich weiß, dass du nur das Beste für uns willst.
Nein,
ich wollte nicht das Beste für euch, sondern nur für mich.
Wenn man älter wird, merkt man,
dass man nicht so stark und unabhängig ist, wie man denkt.
Man sieht sich um und merkt plötzlich, dass man ganz allein ist.
Die oberste Etage des "Globe Telegram"
ist manchmal ein sehr einsamer Ort.
Du besuchst uns doch wieder, oder?
Nächstes Mal seid ihr mit dem Besuch dran.
Fahren wir dann nach Coney Island?
Ja... Da fahren wir als allererstes hin.
Und Jeb... Die Sache mit Mrs McAndrews tut mir leid.
Ich hoffe, dass mit ihr alles wieder in Ordnung kommt.
Ich auch.
John, ich wünsche dir das Allerbeste.
Um ehrlich zu sein: Das einziges Mal, dass du mir wehgetan hast,
war, als du meinen Platz eingenommen hast.
Ich erwarte von dir, dass du gut auf sie aufpasst.
Sie ist alles, was ich noch an Familie habe.
Wir sind doch alle deine Familie.
Du bist doch unser Großvater, oder?
Ich kann eine Kutsche voller Menschen nicht warten lassen.
Auf Wiedersehen, Sarah.
Ich schreibe dir, wenn ich in New York bin.
Ist das ein Versprechen?
Pa...
Ich hab dich lieb.
Sarah...
Ich hab dich auch lieb.
Can't find what you're looking for?
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