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Original subtitles

- Die Tomaten sind toll geworden. - Ja, stimmt.

John, bleib doch einfach hier.

Nein. Ich wurde nun einmal zum Vorsteher unseres Bauernbundes gewählt.

Almanzo und ich teilen uns die Kosten,

aber wir müssen uns stark einschränken.

Tja, das war doch schon immer so.

Ich möchte nur nicht unter einer Brücke schlafen.

Besonders nicht in San Francisco.

Da kommt sie, pünktlich auf die Minute.

- Es ist so weit weg. - Mach dir keine Sorgen deswegen.

Dann wollen wir mal.

Danke.

Guten Morgen. Ich bin Reverend Hale.

- Wo finde ich Reverend Alden? - Wahrscheinlich in der Kirche.

Danke.

Ob wir euch hier allein lassen können?

- Sei nicht albern. - Er ist ein Priester.

Es wird Zeit, dass wir fahren.

Passt auf euch auf, ihr beiden. Diese Stadt ist voll von Dieben.

Kein Problem, Isaiah. Ich war schon oft in großen Städten.

Aber nicht in San Francisco.

Wir müssen jetzt wirklich los.

Denkt dran, was ich euch gesagt habe. Kommt.

- Alles klar, kann losgehen. - Vorwärts.

Los!

Also sind Sie unterwegs zu allen Kirchen unserer Diözese?

Ja. Unser Bischof hat nicht die Zeit es selbst zu tun.

Aber er sucht Kontakt zu den Pastoren.

- Wegen ihrer Bedürfnisse. - Wir brauchen nicht viel.

Wir kommen ganz gut zurecht.

Unser größtes Problem sind die überalterten Gesangsbücher.

Was für ein Zufall.

Bitte?

Uns wurden kürzlich viele Bücher gespendet. Die werden ausreichen.

- Das würde uns sehr freuen. - Ich lasse sie heute noch absenden.

Reverend Alden, wäre es möglich die Predigt morgen zusammen zu halten?

Darüber würde ich mich sehr freuen.

Danke.

Da ich für die Diözese arbeite, habe ich keine eigene Gemeinde.

Also, dann geh ich mal ins Hotel.

John.

- Ich wollte dich nicht wecken. - Warum tust du es dann?

Ich bin so furchtbar aufgeregt.

Stell dir vor, ich gewinne einen Preis für eine Erfindung.

Wir sollten beide einen gewinnen.

Wieso?

Dann würde meine Fahrt auch bezahlt werden.

Ja, ich weiß, was du meinst.

Ich frage mich, ob es in San Francisco wirklich so wild zugeht.

Ich hab viele Geschichten gehört.

Sicher alle übertrieben. Jede Stadt hat Besonderheiten.

Almanzo, wir haben noch fünf Tage Fahrt vor uns.

Ich würde gern ein paar Stunden davon schlafen.

Ja, natürlich.

Also, es war einfach nur wunderbar.

- Danke. - Beeindruckend.

- Verlassen Sie uns bald wieder? - Nein, ich bin noch eine Weile hier.

Tatsächlich? Wie schön.

Dürfen wir Sie zum Abendessen einladen?

Sie auch, Reverend Alden.

Oh, ja natürlich.

- Morgen Abend? - Reverend?

- Gern. - Wir werden da sein.

- Wunderbar. - Wann wäre es Ihnen recht?

Sechs Uhr?

- Sechs Uhr ist gut. - Das ist wirklich wundervoll.

- Komm jetzt. - Gut... Ich komm ja schon.

Sie haben recht.

- Das war eine schöne Predigt. - Danke.

- Nicht zu lang, hoffe ich. - Wohl eher nicht lang genug.

Bekomme ich noch eine Chance, nächsten Sonntag?

- Sind Sie denn dann noch hier? - Ich denke schon.

Reverend Alden, Sie können sich glücklich schätzen.

Sie haben eine tolle Gemeinde.

Familiär, sehr persönlich...

Mit einfachen,

aufrichtigen, ehrfürchtigen Menschen.

- Ich bin zufrieden. - Aus gutem Grund.

Wenn Sie eine eigene Gemeinde wollen, sollten Sie eine haben.

Zum einen sind derzeit alle Stellen besetzt

und zum anderen will der Bischof mich in der Position halten.

Betriebswirtschaft.

Ich studierte, um den Familienbetrieb zu übernehmen. Doch eh ich fertig war,

ereichte Gottes Ruf mich.

Die Diözese wollte jedoch lieber einen Finanzberater als einen Pfarrer.

Als der Bischof von meiner Ausbildung erfuhr,

versprach er mir bald eine Gemeinde.

Und bis dahin bin ich eher ein Finanzberater, als ein Pfarrer.

Deswegen sind Sie auch hier?

Ja.

Die Kirche ist immer an Immobilien interessiert.

Daher schau ich mir Grundstücke an.

Mister Edwards...

wird mir heute noch einige zeigen.

Es war ein gutes Gefühl,

hier vor der Gemeinde zu predigen.

Ja wirklich. Ein sehr gutes.

Das nächste Haus ist schön, aber etwas heruntergekommen.

Die alten Besitzer konnten es nicht mehr instand halten. Sie waren zu alt.

- Warum zogen sie aus? - Ihre Ernte war ruiniert.

Es kam zu einer Zwangsversteigerung.

Das sieht vielversprechend aus.

Wie gesagt, man muss viel daran machen, aber es ist ein schönes Haus.

Wasser und Seife wirken manchmal Wunder.

Das Haus sieht jedenfalls sehr solide aus.

Ja.

Vielleicht genau, was ich suche.

Es gibt mehr zu tun, als ich dachte.

Und dreckiger ist es auch. Was denken Sie?

Ich sehe viele Möglichkeiten.

Entschuldigung.

Isaiah hatte wohl recht mit seiner Warnung.

So etwas habe ich noch nie erlebt.

- Guten Tag. Was kostet ein Zimmer? - Einzel- oder Doppelzimmer?

- Doppel. - Eineinhalb Dollar.

- Hat es zwei Betten? - Ja.

- Wir nehmen es. - Das ist nicht möglich.

- Wieso denn nicht? - Weil wir total ausgebucht sind.

Warum sagen Sie das nicht gleich?

Weil Sie mich nicht danach gefragt haben.

Wissen Sie, wo wir ein Zimmer kriegen?

Nein.

Die Stadt ist voll wegen dem Bauernkongress.

Wir suchen weiter. Danke für die Mühe.

- Danke. - Nichts zu danken.

- Guten Tag. - Guten Tag.

- Wie viel kostet ein Zimmer? - Für eine oder zwei Personen?

- Warum halten wir hier? - Das werden Sie gleich sehen.

Sehen Sie.

Ja, Reverend Hale hat das alte Haus gekauft.

- Er hat mir einen Scheck ausgestellt. - Das Kirchenbüro hat ihn beauftragt.

- Isaiah, warum verstecken wir uns? - Weil da etwas faul an der Sache ist.

- Faul? - Und wie.

Der Kerl tut so, als ob er ein öffentliches Amt annehmen will.

- Die Frauen kochen sogar für ihn. - Er ist wohl sehr beliebt.

Ja, und er arbeitet an dem Haus, als müsste es morgen fertig sein.

Er ist eben ein ehrgeiziger Mann.

Dachte ich auch erst, aber dann hat er Möbel bestellt.

Wenn das Haus verkauft wird, bringen die Käufer doch ihre eigenen Möbel mit.

- Da haben Sie recht. - Sicher hab ich das.

Wissen Sie was? Ich denke, dass er hier selbst einziehen will.

- Aber wieso? - Ja.

Wieso?

- Und jetzt? - Diese Straße hier.

Und wenn hier auch nichts frei ist?

Dann schlafen wir vor der Kongresshalle.

Sind japanische Hotels anders als andere?

Almanzo, alles was ich heute brauche, sind Bett und Badewanne.

Und Essen, ich bin halb verhungert.

Das hier ist es.

Immerhin ist die Hausnummer lesbar.

- Auf was zeigt sie denn da? - Auf mich.

- Kann ich helfen? - Wir suchen einen Mister...

- Agashi. - Agishi, jawohl.

Ich bin Agishi.

Ein Hotelportier sagte uns, dass Sie noch etwas frei haben.

Ein Zimmer ist noch frei.

Warum zeigt sie auf unsere Füße?

- Ziehen Sie die Stiefel aus. - Was?

Ein japanischer Brauch.

Es ist nicht Sitte, japanische Häuser mit Stiefeln zu betreten.

- Wie lange Sie bleiben? - Zwei Nächte.

Das macht einen Dollar.

Pro Kopf. Im Voraus.

- Das ist eine Menge Geld. - Ja, aber mit Badewanne und Essen.

Wo sind die Betten?

Kopfkissen?

Für den Nacken. Sehr entspannend.

Ziehen Sie die Kimonos an. Ich warte draußen.

Worauf?

- Worauf? - Bad.

Meine Güte.

Ja.

- Sieht doch nicht schlecht aus. - Ja.

John!

Ich dachte, das ist ein Männerbad.

- Sie sprechen mit uns. - Das höre ich.

- Was machen sie mit uns? - Almanzo.

Mädchen, Mädchen.

- Bitte... tun Sie das nicht. - Wir wollen das lieber selbst machen.

- Ja. Aber trotzdem vielen Dank. - Ja, danke.

- Hallo. - Freut mich.

Ich glaube, ich kriege das hier nie hin.

Ich weiß nicht, ich glaub ich hab's jetzt.

Ich hab geschlafen wie ein Murmeltier.

Ja, ich auch. Nur mein Genick fühlt sich an wie gebrochen.

- Hast du den Holzblock benutzt? - Ja, probeweise...

Dann bin ich eingeschlafen. Japaner haben seltsame Bräuche.

- Das Essen war lecker. - Trotzdem hab ich Hunger.

Ich auch.

Vorschlag: Wir holen uns jetzt ein großes Steak

mit Gemüse, Schinken und Tomaten...

Nichts wie los.

- Dort gibt's was. - Sehr gut.

Verzeihung. Könnten Sie mir über die Straße helfen?

Ich bin behindert und fast blind.

- Aber sicher, Ma'am. - Ich stoppe den Verkehr.

Okay, hier geht's eine Stufe runter.

Danke.

Vielen Dank. Entschuldigen Sie.

- Gleich haben wir es geschafft. - Okay.

Nur noch die eine Stufe.

- Vielen Dank, meine Herren. - Gern geschehen, Ma'am.

Und jetzt unser Steak.

- Hey! - Was ist los?

Meine Brieftasche ist weg.

Hey Sie!

Kommen Sie zurück!

Wir haben sie. Rücken Sie den Geldbeutel raus!

Diebe! Räuber! Hilfe!

Helfen Sie mir! Man will mich berauben!

Hilft mir denn keiner? Bitte, Hilfe!

Hilfe, Hilfe!

Sie wollen mich bestehlen. Hilfe!

Was ist hier los?

- Die wollen mich berauben. - Alles Lüge.

Mich arme, alte Frau.

- Sie hat meine Brieftasche. - Sicher?

- Ja, Sir. - Gehören Sie zusammen?

- Ja. - Sie haben mich zu zweit verfolgt.

Ich will nur meine Brieftasche zurück.

- Durchsuchen Sie sie. - Mich untersuchen?

Beschämen Sie mich doch vor allen.

Einen halb-blinden alten Krüppel.

Nehmen Sie den letzten Rest Stolz und werfen Sie ihn in den Dreck.

Gibt es Zeugen?

- Sie liefen hinter ihr her. - Sie versuchte nur, wegzulaufen.

- Ich sage Ihnen... - Mein Arm.

- Er ist fast ausgekugelt. - Officer, ich bitte Sie.

- Ich beschützte mich vor den Dieben. - Das stimmt. Unmöglich, so etwas.

Okay, Sie beiden kommen jetzt mit.

- Sie glauben nicht... - Ich nehme Sie fest.

- Sie machen einen großen Fehler. - Der ist nicht halb so groß wie Ihrer.

- Ich bitte Sie. - Wir wollen auf den Bauernkongress.

Mein Arm tut mir so weh.

Kommen Sie. Setzen Sie sich hier hin, Ma'am.

- Setzen Sie sich. - Ja, ist gut.

So, ruhen Sie sich mal aus.

Danke sehr. Das ist sehr nett von Ihnen.

Was für ein Mist.

Du kannst nichts dafür. Das wäre auch mir passiert.

Verpasst du jetzt den ganzen Kongress?

Sie überprüfen unsere Namen. Vielleicht nur den halben Tag.

- Du hast doch die Einladungen, oder? - Na klar.

Oh nein.

Sie waren in der Brieftasche mit...

Womit?

Mit unseren Fahrkarten.

- So, das sollte halten, Reverend. - Danke, Isaiah.

Danke.

- Guten Tag. - Guten Tag, Reverend.

- Was für ein schöner Tag heute. - Allerdings.

- Hat er was gesagt? - Wegen der Gemeinde?

- Ja. - Nicht ein Wort.

Ich glaube, wir waren zu voreilig.

Möglich.

- Vielen Dank. - Ich habe eine Bitte...

- Ja? - Wissen Sie...

Ich werde mich Ihnen anvertrauen müssen.

- Worum geht's? - Sehen Sie...

Mein Auftrag von der Diözese hat etwas zu bedeuten.

- Ich habe nicht gelogen... - Reverend Hale.

- Was wollen Sie uns sagen? - Es geht um Reverend Alden.

Hat er etwas Verbotenes getan?

Die Diözese will ihm für die hervorragende Arbeit

sein eigenes Haus schenken.

- Du meine Güte. - Das ist wundervoll.

Es ist streng vertraulich.

Ich dachte, ich schaffe das alleine, aber ich schaffe es nicht.

Das Haus ist noch nicht sauber und die Möbel kommen am Samstag.

- Wir brauchen neue Vorhänge. - Sie brauchen also unsere Hilfe.

Ich muss am Sonntag abreisen.

Ich möchte ihm das Haus direkt nach dem Gottesdienst überreichen.

- Das sind ja nur noch zwei Tage. - Ja.

- Oh je. - Was ist denn?

Ich muss noch für die Zeitung schreiben.

- Ich gebe Samstag Nachhilfe. - Also...

So viel ist es gar nicht.

Wenn Sie morgen kämen und Mrs Carter am Samstag...

- Das ist eine Möglichkeit. - Sicher. Das ist so aufregend.

- Was hat das zu bedeuten? - Keine Ahnung.

Er hat irgendetwas vor. Ich sag Ihnen, den lasse ich nicht mehr aus den Augen.

Dass sie sich nicht mal erkundigt haben.

Dann hätten sie von uns doch keine zwei Dollar Strafe verlangen können.

- Zum Glück hattest du die. - Ja.

- Ihre Einladungen, bitte. - Sie wurden geklaut.

Das ist zu schade. Sie brauchen nämlich welche.

- Wir sind Mitglieder. - Die Einladungen sind der Nachweis.

- Aber ich erhalte... - Hören Sie.

Ich repräsentiere ein Gebiet in Südwest-Minnesota.

Almanzo Wilder hier ist einer der Preisträger.

- Herzlichen Glückwunsch. - Danke.

Sie brauchen dennoch die Einladungen.

- Fragen Sie doch nach. - Hören Sie.

Ich kann hier nicht weg und die Sitzung unterbrechen.

Geht das endlich in Ihren Schädel? Ohne Einladung kommen Sie nicht rein.

Oder brauchen Sie das schriftlich?

Das war's dann wohl.

Eins ist sicher. Ich brauche dringend etwas zu Essen.

Im Hotel ist nichts zu holen bis auf unser Gepäck.

Hast du noch Geld?

Zehn Cent. Und du?

- Fünf Cent. - Das ist nicht gerade viel.

- Bei deinem Appetit sicher nicht. - Ja, ja.

Mal sehen, was wir dafür bekommen.

Ich hasse diese Stadt. Ich werde nie mehr herkommen, solange ich lebe.

- Guten Morgen. - Guten Morgen. Früh dran.

Wir sollten so viel Zeit haben, wie wir brauchen.

- Ein Picknickkorb? - Wir brauchen sicher mal eine Stärkung.

Kommen Sie. Fangen wir am besten gleich an.

Das gibt's doch nicht.

Das kann doch nicht sein.

Das nehme ich. Da sind Putzmittel drin. Die werd ich wohl auch brauchen.

Als erstes messen wir die Fenster aus für die neuen Vorhänge.

"Ausgesuchte Werke von Ralph Waldo Emerson?"

Ich habe es immer dabei, wie meine Bibel natürlich.

- Er hat mich sehr beeinflusst. - Was für ein Zufall. Mich auch.

- Tatsächlich? - Ich habe mal eine seiner Reden gehört.

Das ist wunderbar. In Harvard habe ich ihn oft erleben dürfen.

Seine Gedichte sind leider nicht so erfolgreich wie seine Essays.

Ich muss leider sagen, dass ich seine Gedichte nicht kenne.

Dann möchte ich Ihnen einige vorlesen.

"Gib alles der Liebe und achte auf dein Herz.

- Verlasse alles für die Liebe." - Das gibt's nicht.

- Doch nicht Laura. - "Doch hör mich an.

Ein Wort, das dein Herz erwärmt. Ein Pulsschlag, der dich festhält.

Heute, morgen,

für immer."

Ach, Reverend Hale.

Das ist wunderschön.

Hallo, Mister Edwards. Warum stehen Sie mitten auf der Straße?

- Willst du vielleicht etwas loswerden? - Worüber?

- Über Reverend Hale. - Ich war gerade dort.

Ich weiß.

Ich versteh nicht ganz, aber es gibt ein Geheimnis.

Sarah Carter ist auch eingeweiht. Sie ist morgen bei ihm.

Sarah Carter ist... Sie ist...

- Sie ist morgen bei ihm? - Ja, genauso wie ich heute.

- So wie du heute? - Ganz genau.

Du solltest mir davon erzählen.

Tut mir leid, das geht nicht. Aber Sie erfahren es bald.

Am Sonntag ist Bekanntgabe.

Ich würde gern noch bleiben, aber ich muss jetzt einkaufen.

Auf Wiedersehen.

Bekanntgabe?

Sie und Sarah Carter?

Bin ich verrückt? Sind denn alle hier verrückt?

Geheimnis...

- Hallo, Isaiah. - Ich hoffe, ich störe nicht.

Nein. Ich schließe nur gerade.

- Gibt's was? - Oh ja.

- Was? - Kann ich nicht sagen.

- Du willst es mir nicht sagen? - Es ist einfach zu schlimm.

- Wie soll ich dann helfen? - Ich habe ein paar Fragen.

Du bist doch Akademiker.

Wär ich noch ein Trunkenbold, würd ich jetzt einen heben.

- Isaiah, du bist nicht... - Ich weiß, ich bin noch durcheinander.

Na gut, setz dich doch.

Was ich wissen will, ist...

Kann ein Mensch einen anderen Menschen dazu bringen,

etwas zu tun, was der andere sonst nie getan hätte?

- Was denn zum Beispiel? - Schlimme Dinge.

- Wie wenn jemand einen anderen verhext? - Ganz genau das meine ich.

Ich habe schon einige wirklich interessante Fälle

in meiner Laufbahn erlebt, aber...

dass jemand tatsächlich verhext wurde...

So was ist selten.

Aber ich denke, es gibt solche Menschen.

- Ich wusste es doch. - Kennst du so jemanden?

Oh ja. Ich bin aber noch nicht ganz sicher.

Morgen habe ich Gewissheit. Und dieser jemand...

wird dann deine Verarztung bitter nötig haben.

- Danke für die Hilfe. - Erzählst du es mir nicht?

- Nein. - Isaiah!

- Guten Morgen. - Guten Morgen, Reverend.

Danke.

Danke.

- Ach, ich kann's kaum erwarten. - Dann mal schnell los.

Ja.

- Bitte, nach Ihnen. - Danke.

Sie und Laura haben ganze Arbeit geleistet.

Das stimmt. Viel ist nicht mehr zu tun.

Da kennen Sie mich aber schlecht.

- Was sagen Sie? - Wundervoll.

- Meisterhaft. - Schön, dass es Ihnen gefällt.

Ja, sehr sogar.

Passt genau.

- Reverend Hale? - Ja.

- Kann ich Sie mal etwas fragen? - Bitte, fragen Sie.

- Sind Sie verheiratet? - Nein.

Das Glück hatte ich bisher noch nicht.

- Das kann ich kaum glauben. - Warum nicht?

Sie sind doch ein sehr netter Mann.

- Sie sind intelligent und einfühlsam. - Ich bitte Sie.

Und ganz abgesehen davon sehen Sie sehr gut aus.

Mrs Carter, gleich werde ich rot.

- Ich wollte Sie nicht verlegen machen. - Das haben Sie nicht.

Mrs Carter, eines können Sie glauben.

Ich wünsche mir nichts mehr, als eine Gemeinde

und die Liebe einer guten Frau.

Dieser Kerl... Der ist doch verrückt.

Kommt einfach so her und will das Haus, die Gemeinde

und die Frauen noch dazu. Aber nicht mit mir.

- John? - Ja.

Gibst du mir noch einen Apfel?

- Wir haben noch einige Tage vor uns. - Ich weiß, ich bin aber so hungrig.

Gut, an der nächsten Wasserstation essen wir jeder einen.

Kommen wir so echt auf einen Zug?

Ich hab keine Ahnung.

Aber ich denke schon.

Hoffentlich hast du recht.

- Kann ich wirklich nichts mehr tun? - Das Haus blitzt und blinkt.

Mr Oleson liefert heute noch die Möbel.

- Danke. - Gern.

Ach, Reverend Hale. Es ist wundervoll, was Sie hier tun.

- Was in aller Welt... - Um Himmels Willen.

Komm, bringen wir's zu Ende.

Mr Edwards, was ist bloß los?

Das werd ich Ihnen sagen. Sie sind ein mieser Hund.

- Was hat er denn getan? - Jetzt tun Sie nicht so.

Mit den zwei am meisten geachteten Damen dieser Stadt...

Wovon reden Sie bitte?

Ich habe Ihre Liebesschwüre gehört.

Los, hoch. Jetzt setzt es was.

Behaupten Sie etwa, dass Reverend Hale und ich...

Ich behaupte nicht, ich weiß es.

Sie Dreckskerl, Sie...

Schwören Sie?

Nur eine Überraschung für Reverend Alden?

Gott ist unser Zeuge. Einen besseren gibt's nicht.

Aber ich hörte doch, wie Sie ihm sagten, wie gut er aussieht.

Es ging nur darum, dass ich noch nicht verheiratet bin.

Und das Liebesgeflüster waren Gedichte.

Oh je.

Ich weiß nicht, was ich sagen soll.

Was soll ich tun?

Sarah, es tut mir wirklich leid.

- Ich hoffe, Sie verstehen... - Einen schönen Tag noch.

Guten Tag, Sarah.

Guten Tag, meine Herren.

Ich bringe die Möbel.

Was ist denn hier los, Reverend?

Nichts, Mr Oleson.

Rein gar nichts.

- John? - Ja?

- Wie viele Äpfel sind noch übrig? - Einer.

- Für jeden? - Für uns beide.

Und den teilen wir erst morgen.

Ist dir klar, wie viele Steaks hier drin sind?

Braten, Rippchen.

Almanzo, Almanzo.

Hör doch auf, dich so zu quälen.

Und mich.

Entschuldige.

Niemand kann von sich aus ein Vermittler von Gottes Wort werden.

Man muss dazu berufen sein.

Es ist eine Berufung, die in dieser Welt wenig materielle Vorteile bringt.

Man darf nicht danach streben.

Man muss bescheiden sein.

Und vielleicht ist niemand bescheidener gewesen,

als Ihr Reverend Alden.

Selbstlos und ohne eigenes Interesse

dient er Gott all die Jahre mit absoluter Hingabe

und Menschenachtung.

Die Diözese möchte daher mehr tun, als nur eine Belobigung aussprechen.

Jetzt lüfte ich das am besten gehütete Geheimnis von Walnut Grove.

Mit der Hilfe einiger Gemeindemitglieder

haben wir das Coldwell-Haus renoviert.

In all der Liebe und Verehrung für Sie...

übergeben wir Ihnen die Schlüssel für Ihr neues Heim.

Was?

- Wusstest du davon? - Ja, ich wusste es.

Das hätte ich mir nie träumen...

Die Idee war von mir. Ich kann nur hoffen, sie war richtig.

Da fehlen sogar mir die Worte.

Dann gehen wir jetzt alle rüber und beginnen mit der Feier.

Das ist einfach wundervoll.

- Und ich habe Sie verdächtigt. - Ich kann es verstehen.

Reverend Hale, er ist da, aber er will nicht reinkommen.

Ein widerwilliger Gast. Ich bin gleich zurück.

Mr Edwards, wir sollten reden.

Ich werd mir das nie verzeihen können.

Ich trage auch einen Teil der Schuld.

Sie?

Diese ganze Geheimniskrämerei

war zwar notwendig, aber sie führte auch zu Missinterpretationen.

Sie wollten uns nur beschützen.

Ja, so könnte man es auch sehen.

Eben.

Natürlich hatte ich nicht so etwas erwartet.

Es sieht eigentlich sehr hübsch aus.

Vergeben und vergessen?

Vergeben und vergessen.

Isaiah.

Kommen Sie. Das Haus ist wundervoll.

Bitte kommen Sie.

- Wären doch John und Almanzo hier. - Ja.

Sie sind sicher auf dem Heimweg, mit vielen Geschichten im Gepäck.

Angenommen, es ginge doch...

Wie würdest du dein Steak wollen?

Medium.

Nein. Noch etwas blutig.

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