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Original subtitles

Wann lernst du endlich fahren?

Alles klar, Mama.

Von der anderen Seite.

Leuchte mal.

Mach schon.

Wow, was für ein schönes Haus.

Sei leise!

-Los, aber kein Chaos machen! -Nein.

Sie dürfen nichts merken.

Señora Edelina?

-Lass uns abhauen! -Nein.

Hallo?

Sind Sie schon zurück?

Lass uns abhauen.

Antonio!

Drüben zum Hain hin brauchen wir auch eine neue Glühbirne.

IN SEINEN HÄNDEN

BASIEREND AUF DEM ROMAN VON HARLAN COBEN

Bruno.

Es ist spät. Wo sind meine Schuhe?

-Wann warst du zurück? Wo warst du? -Am See.

Deine Tür war zu. Ich dachte, du schläfst.

Und wann willst du aufräumen?

-Ich bin spät dran! -Ja, und?

Du räumst auf, egal wie lange es dauert.

-Nein, ich muss zum Sozialkundetest. -Ein Test? Und ohne richtigen Schlaf?

Ok, wir machen es so.

Geh, schreib den Test, und dann kommst du zurück.

Wozu?

Wozu schon? Zum Aufräumen, Bruno!

Bruno, bitte.

Du darfst hier wirklich nach Herzenslust Partys feiern.

Besser ihr feiert hier, als einzubrechen oder durch die Straßen zu ziehen.

Ok.

Du hörst nicht zu, Bruno.

Doch, ich bin spät dran. Ich werde aufräumen.

Hier sind sie.

Junge.

Ich weiß, dass es gerade schwer ist und deine Gefühle verwirrend sind.

Ich war auch mal jung und weiß, was du gerade durchmachst.

Du darfst treten, schreien und rebellieren.

Das ist alles ok.

Aber das hier ist nicht in Ordnung. Das nicht.

Super. Kann ich jetzt gehen?

Ich wusste, dass das passiert.

Was meinen Sie damit?

Ich lernte Martina an dem Tag kennen.

Fran brauchte mich in Buenos Aires. Zumindest sagte er das.

Ich flog dann zusammen mit Martina.

Warum sagten Sie nichts beim Leichenfund?

Es geht hier um Fran Briguel. Muss ich da mehr erklären?

Hallo.

Hallo.

Kennen wir uns nicht?

Nein, ich glaube nicht.

Ist Fran Ihr Freund?

Keine Sorge, ich bin nicht deinetwegen hier.

Ich wollte einen Linienflug nehmen. Fran bot mir diesen Platz an.

Entspann dich, wir müssen nicht reden.

Haben Sie sie nach der Ankunft irgendwohin begleitet?

Nein, wir verabschiedeten uns.

Ein Auto wartete auf sie. Sie wollte wohl zum Theater Colón.

Wie erklären Sie sich das?

Erinnerst du dich an das nette Ding im Flugzeug?

Sie ist in diesem Zimmer. Kümmere dich bitte um sie.

-Was soll ich machen? -Keine Ahnung.

Deaktiviere sie. Bring sie weg. Was auch immer.

Bitte.

Martina?

Martina, bist du da drin?

Was wollen Sie hier?

Ich will helfen. Komm.

Hat Fran Sie etwa hergeschickt?

Komm raus und wir reden in Ruhe.

Hauen Sie ab, ich bin ruhig.

-Was ist passiert? -Was kümmert Sie das?

Martina, du musst nach Hause.

Du bist allein in Buenos Aires, und ich will dir helfen.

Bitte komm raus.

Bitte.

Was ist passiert?

Dieser Typ ist ja krank.

Es ging nur um den Videodreh.

Dachte er, ich wäre jung und blöd?

Wissen deine Eltern davon?

-Wissen sie, wo du bist? -Sie würden mich umbringen.

Kommen Sie mit aufs Revier?

-Wohin? -Zur Polizei.

Hat er dir was getan?

Das hätte er gern.

Dieser Typ ist widerlich.

Ich schloss mich im Bad ein und drohte, ihn bloßzustellen.

Scheißkerl!

Kommen Sie mit mir zur Polizei.

Kommen Sie mit!

Weißt du überhaupt, wer Fran Briguel ist?

Das ist doch egal. Wen kümmert das?

Ich hatte klargestellt, dass es keinen Körperkontakt gibt.

Er stimmte zu.

So funktioniert die Welt nicht.

Wenn du zur Polizei willst, gehen wir. Ich mache, was du willst.

Aber das Beste, was du tun kannst, ist heimzufliegen…

…und dieses schreckliche Erlebnis…

…hinter dir zu lassen.

Als eine schlechte Erinnerung.

Warum sollte sie niemandem etwas sagen?

Ja, das frage ich mich seitdem auch.

Ich hielt es damals für das Beste.

Aber seit man sie gefunden hat, frage ich mich, ob es richtig war.

Gab es danach Kontakt?

Ja, ich rief sie an.

Ein paar Tage später. Sie klang ok.

Sie hatte ein Vorspiel, auf das sie sich vorbereitete.

Machen Sie immer solche Jobs für ihn?

Nein.

Warum fragen Sie das? Nein.

Das war das einzige Mal. Hören Sie, ich kenne Fran.

Unsere Familien kennen sich schon lange.

Ich zog früh nach Buenos Aires und sah ihn nie wieder.

Als wir wieder herzogen, meldete er sich und bot mir die Mitarbeit am Projekt an.

Sie können nicht einfach rein, Señora.

Hallo, Kommissar.

-Tut mir leid, Señor… -Raus, und Tür zu.

Das ist sicher kein Anstandsbesuch.

Warum wurde wegen Martina nicht gegen Briguel ermittelt?

Weil es keinen Grund dafür gab.

Kann ich die Aussage sehen?

Briguel verhält sich manchmal wirklich fragwürdig,

aber mit Martinas Tod hatte er nichts zu tun.

Er wollte Martina missbrauchen. Und sie drohte damit, ihn anzuzeigen.

Dafür gibt es keine Zeugenaussagen.

Wir müssen gegen Briguel ermitteln. Er ist mindestens ein Kinderschänder.

Und Sie decken ihn gerade.

Setzen Sie für so einen alles aufs Spiel?

Sie scheinen eher etwas aufs Spiel zu setzen.

Fabian Ramos. 38 Jahre alt.

Er wurde in Neuquén gefasst.

Olivia Freire, 13 Jahre alt.

Camila Costa, 16 Jahre alt.

Samantha Silva, 14 Jahre alt.

Er lockte sie über ein Onlinespiel an und missbrauchte sie brutal.

Leo Mercer war nicht der Vergewaltiger.

Es ist unklar, warum er Martina umbrachte.

Hätten Sie ihn nicht allein gejagt, wäre sie noch am Leben.

POLIZEI

Bruno!

Geht es dir gut?

Es ging mir nie besser.

Ich habe tausendmal angerufen. Ich war besorgt.

-Warum gehst du nicht ran? -Keine Ahnung, tut mir leid.

Wo ist Bruno?

Ich dachte, mir passiert das nicht.

Jetzt ist es offiziell. Mein Sohn hasst mich.

Erzähl doch keinen Mist.

Sein Verhalten ist verständlich, findest du nicht?

Angeblich höre ich ihm nicht richtig zu.

Dabei denke ich nur an ihn.

Ich überlege, was er braucht, was los ist, wie es ihm geht.

Er wird darüber hinwegkommen.

Gib ihm einfach etwas Zeit.

Halt still!

Hör auf!

Brauchst du noch lange?

Nur wenn du dich bewegst. Wenn nicht, dann nicht.

-Da muss ich rangehen. -Nein.

-Nein. -Doch, das ist Arbeit, Schatz.

-Nein. -Ich muss rangehen.

Komm schon, Papa.

Lass Papa telefonieren. Er kommt zurück.

Setz dich.

Fran, wie geht es dir?

Wie läuft alles?

Gut, es geht voran.

Vorangehen soll es nicht. Du sollst Parzellen verkaufen.

Ja, ich arbeite daran.

Hör mal, war heute eine Journalistin da und hat dir Fragen gestellt?

-Ema Garay. -Was hast du ihr gesagt?

Nichts. Was sollte ich sagen?

-Wenn sie wiederkommt, sag Bescheid. -Ja, na klar.

Sie wohnen hier, es ist ihr Zuhause.

Hier sind sie mehr als eine Nummer.

Sie hier rauszuwerfen, ist unerträglich grausam.

Wenn Sie und Lado Bariloche diesen Ort verteidigen,

wäre die Wirkung viel größer.

Genau das brauchen wir.

Wohin ziehen Sie um?

Momentan nirgendwohin. Wir lagern alle Sachen ein.

-Und die Kinder? -Das ist das Problem.

Sie stehen im Regen.

Wann kam der Räumungsbescheid?

-Gestern. Wir haben 48 Stunden. -Darum haben wir Sie gerufen.

Es gibt eine Auflösungsklausel für bestimmte Fälle.

Begeht ein Gründer oder Vorstandsmitglied eine für die Stiftung relevante Straftat,

ist es aus mit ihr, dem Stiftungsstatus und der Grundstücksnutzung.

Hey, das kommt auf den Lkw.

Ich bräuchte eine Kopie der Schreiben, die man Ihnen geschickt hat.

Und die Satzung der Stiftung.

Im Grunde alle Unterlagen, die mir helfen können,

über all das und die Zukunft der Kinder zu schreiben. Wir machen es publik.

Ok, wir bringen alles in die Redaktion.

-Super. -Danke.

Nicht der Rede wert.

Noch eine Frage. Hatte Leo eine Verbindung zu Fran Briguel?

Zur Familie Briguel?

Soweit ich weiß, nicht.

-Leo war nicht für solche Dinge zu haben. -Was für Dinge?

Probleme mit Nachbarn. Die hatten wir nie.

Was für Nachbarn?

Schauen Sie.

Sehen Sie diese Halbinsel?

Von dort bis zur großen Straße gehört alles der Familie Briguel.

Was passiert ohne die Stiftung mit dem Land?

Ich weiß nicht, wahrscheinlich wird es versteigert.

Estela!

Ich muss gehen. Vielen Dank.

Hier ist sie.

Das Warten tut mir leid.

Die Akte war im Archiv, nicht auf dem Digitalisierungstisch.

-Super. -Der Strudel ist sehr gut.

Darf man hier essen, Araceli?

Solange ich hier arbeite, darf Ema Garay tun, was sie will.

-Ich bin dann nebenan. -Das ist alles logisch.

Das hat uns gefehlt, sieh mal!

-Das ist Stiftungsland. -Die Spende der Browns.

Genau, aber diese Parzellen und die hier gehörten früher auch mal den Browns.

Irgendwann verloren sie sie.

Die hier verloren sie 1992.

Diese im Jahr 1995.

Diese 1998. Diese 2002.

Und die Briguels bekamen alles.

Ein Teil wurde versteigert, sicher zu einem Schnäppchenpreis.

-Die Eigentümerin ist Edelina Briguel. -Die Mutter.

Ihre Kinder sind Fran und Catalina, die in der Schweiz lebt.

Dieses Grundstück fehlt noch.

Und wenn wir falsch liegen und Briguel es statt auf Martina auf Leo abgesehen hatte?

Wie meinst du das?

Wenn Leo von Martina zu dem Haus gerufen wurde,

war er nicht mit mir im Chat.

Ich chattete mit jemandem, der all das vielleicht geplant hat.

Du meinst, Briguel…

Briguel könnte Leo mit Martina in eine Falle gelockt haben.

Dann wollte er nach der Anklage das Land weit unter Wert ersteigern.

Das ergibt Sinn. Leo wollte ja nicht verkaufen.

Ich habe auf dich gewartet.

Komm mit.

Nicht hier. Komm mit mir mit.

Sie spionieren mir nach.

Sie wollen mir alles wegnehmen, aber das wird schwer.

Wer ist "sie"?

Wer wohl? Wie dumm bist du denn?

Komm, geh da rüber.

Señora Edelina?

-Señora Edelina? -Auf "Los" rennst du los.

-Señora Edelina. -Los!

Señora Edelina.

Señora Edelina.

Lass mich los. Fass mich nicht an!

Kommen Sie.

-Ich will nicht ins Haus gehen. -Kommen Sie. Bitte.

-Ist alles in Ordnung? -Was wollen Sie hier?

Sie ist meine Freundin. Sie will mich retten.

-Warum sind Sie hier? -Tut mir leid. Ema Garay.

-Ich kenne Sie. -Catalina, benimm dich.

-Gehen wir. Ich bin Margarita. -Nein.

Wir ruhen uns jetzt aus.

Ausruhen? Ich gehe doch nicht mit dir ins Bett!

-Hilfe! -Das sagt man nur so.

Sie essen Ihr Dessert, nehmen die Arznei…

In meinen Nachrichten hatte ich ja schon erwähnt,

dass ich über neue Unternehmen bei uns schreibe.

Ich dachte, es wäre schön, Sie kennenzulernen.

-Vielleicht wird aber nichts veröff… -Schon gut, das kenne ich.

-Setzen Sie sich. -Danke.

In Buenos Aires half mir jemand damit. Ich weiß, wie die Dinge laufen.

Übrigens fand ich Haus-Makeover in 3, 2, 1 super.

-Voilà. -Voilà.

-Machen Sie das hier auch? -Ja, ich fange ganz allmählich an.

Und wie leben Sie sich nach Buenos Aires in Bariloche ein?

Soll ich ehrlich sein?

Es ist verwirrend. Ich bin hin- und hergerissen.

Für Ihren Mann muss der Druck doppelt so hoch sein.

-Er ging ja sehr früh in die Großstadt. -Mit 18.

Und die Familie Brown hat ihn sein Leben lang nicht unterstützt.

Sie gewöhnen sich daran.

Hier in der Stadt hat eine Handvoll Familien das Sagen.

Und alle reden ständig über sie.

Wir lieben und hassen sie, als wären sie unser Königshaus.

Eine dieser Familien sind die Briguels.

Für Marcos ist die Arbeit mit Fran sicher nicht leicht.

Es ist schwer, mit ihm mitzuhalten, aber ich beklage mich nicht.

Ohne ihn wären wir verloren gewesen.

Warum sagen Sie das?

Es gab da ein Problem in der Firma, in der Marcos gearbeitet hatte.

Irgendjemand verlor eine Menge Geld, und Marcos nahm alles auf sich.

Sie machten ihn zum Sündenbock.

-Deine Mutter? -Ja.

Was wirst du tun?

-Kann ich bei dir schlafen? -Ja, solange du willst.

Aber hol dir Sachen von zu Hause. Du stinkst.

Hallo.

Guten Tag.

-Einen Kaffee, bitte. -Kommt sofort.

Die Zeichnungen sind toll.

Darf ich ein Foto machen?

Meinetwegen.

Ist das die Freundin deiner Mutter?

Sie ist nicht Mamas Freundin, sie war Leos.

Das wusste ich nicht.

Und was ist ihr zugestoßen?

Armando, hilf drinnen.

Warum reden Sie mit meinem Sohn?

Wenn ich falsch lag, muss ich es beweisen. Ich recherchiere weiter. Für die Beweise.

Dafür ist es zu spät.

Sie kannten Leo von allen am besten.

Hatte er mit den Briguels zu tun?

Wollten die Briguels das Stiftungsland kaufen?

Natürlich wollten sie das, so wie andere auch.

Leo ließ sie abblitzen. Wissen Sie, warum?

Der Ort gehörte nicht ihm, sondern den Kindern.

Leo kümmerte sich immer nur um andere.

Sie ahnen gar nicht, wie sehr wir ihn vermissen.

Wegen Ihrer falschen Anschuldigung wurde er wie ein Hund getötet.

-Nichts, was Sie erfinden, ändert das. -Ich will nichts…

Trinken Sie Ihren Kaffee, er wird kalt. Gehen Sie dann, für immer.

Bruno, stimmt's?

Ja.

-Ist deine Mutter zu Hause? -Nein.

Darf ich kurz reinkommen?

Weißt du, wann sie kommt?

Nein.

Spielst du viel?

Du bist noch in der Oberstufe, oder?

Ja.

Und was willst du danach machen?

Du bist doch nicht so einer, der in die Fußstapfen der Eltern tritt,

damit sie stolz auf ihn sind, oder?

Ich sage dir mal was.

Weißt du, was mich an Journalisten immer stört?

Sie denken, sie hätten Privilegien, die der Rest nicht hat.

Wenn ich als Geschäftsmann meine Kunden betrüge,

wenn ich Falschinformationen verbreite, um irgendeinen Deal zu bekommen,

wenn ich jemandes Privatsphäre verletze, um davon finanziell zu profitieren…

…kreuzigt man mich.

Nehmen wir zum Beispiel deine Mutter.

Angeblich ist sie eine angesehene Journalistin.

Sie war heute im Haus meiner Mutter.

Und zwar ungebeten.

Wenn ich in ihr Haus ginge…

…würden alle sagen, ich verletze ihre Privatsphäre…

…und bedrohe die Pressefreiheit.

Und weißt du was?

Sie hätten recht.

Denn keiner sollte sich mit jemandes Familie anlegen.

Es sei denn, man nimmt die Konsequenzen in Kauf.

Gut, dass du mich reingelassen hast, oder?

Bruno?

Hallo, du bist ja hier.

Ist alles ok?

Was ist los?

Was ist los, Junge?

Du hast ihm aufgemacht?

Ich wollte gehen. Er stand vor der Tür.

Hier, bitte.

Wohin wolltest du?

Zu Fer.

Ich wollte Sachen holen.

Das war's. Es ist vorbei.

Ich sage Diego, dass ich nicht weitermache.

Meinetwegen bitte nicht. Er hat mir nichts getan.

Nein, das ist nicht deinetwegen.

Wenn, dann bin ich schuld.

Ich darf dich nicht gefährden. Du bist mein Ein und Alles.

Das ist die Arbeit nicht wert.

Aber dann gewinnt der Typ. Das verdient er nicht.

Nein.

Wohin fahren wir, Fran?

-Zur Klinik. -Zur Klinik?

Du bist ein Idiot, genau wie dein Vater.

Sie schon wieder.

Was wollen Sie?

Ich will wissen, ob ich benutzt wurde, um Leo reinzulegen.

Und zwar von Fran Briguel.

Ich sah Sie nach dem Videopost in Julianas Restaurant.

Sie hatten es doch gepostet.

Ja, ich hatte es gepostet.

Vor rund 30 Jahren erzählten die Leute, Edelinas Familie wären geflüchtete Nazis.

Angeblich hätten sie hier im Haus ein SS-Insigne versteckt.

Das war ein alter Mythos.

Kennen Sie die Browns?

Marcos Browns Familie?

Ja.

Marcos wollte das Insigne stehlen.

Er dachte, wenn er sie als Nazi-Nachfahren entlarven könnte,

würde er den Ruf der Briguels zerstören.

Das würde sie in einem Geschäftsstreit mit seinem Vater zur Aufgabe zwingen.

Also brach er nachts ein.

Er glaubte, allein zu sein, aber das war er nicht.

Ich war hier.

Hier trafen wir aufeinander.

Sie und Marcos?

Hat er Ihnen das angetan?

Marcos war nicht allein.

Leo war bei ihm.

-Halt, du Mistkerl! -Lass los!

Lass mich los!

Lass ihn los!

-Nein! -Lass ihn los!

Halt ihn fest! Mistkerl!

Na warte, Mistkerl!

Bleib stehen!

Was wolltest du hier, verdammt?

Marcos nahm die Schuld auf sich.

Edelina zwang seinen Vater, einen lukrativen Deal abzulehnen.

Er bezahlte meine Operationen und kam so um eine Anzeige herum.

Sie nutzte meine Tragödie aus.

Marcos' Eltern verziehen ihm nie.

Sie schickten ihn nach Buenos Aires.

Ich war viele Jahre lang verbittert.

Gefangen in meiner Wut.

Ich hasste sie alle.

Als Leo kam, um sich zu entschuldigen, hätte ich ihn am liebsten verprügelt.

Mit der Zeit verzieh ich ihm.

Wer nur hasst, verliert aus den Augen, was wirklich zählt.

Haben Sie Marcos je wiedergesehen?

Er wohnt jetzt mit seiner Familie hier.

Leo wollte, dass er mich besucht.

-Ist er gekommen? -Nein, nie.

Das ist in Ordnung.

Seit den 90ern kaufen die Briguels das Land rund um die Stiftung auf.

Es fehlt nur noch das hier.

Es könnte ihre Masche sein.

Sie ruinieren den Ruf des Eigentümers, um billig zu kaufen.

-Erst Marcos, dann Leo. -Moment. Wir brauchen mehr Beweise.

Wir haben nur diese Chance.

-Hast du Kontakte in Buenos Aires? -Ja.

-Finde heraus, was Marcos passiert ist. -Ok.

Frage die Stiftungsleute, ob das Land wirklich verkauft wird.

Ich rufe Marcos an.

Wir müssen reden.

-Hallo? -Hi, Marcos. Hier spricht Ema Garay.

-Ich war doch schneller hier. -Ja.

Danke fürs Herkommen.

Warum treffen wir uns hier?

Hier trafen Sie sich doch oft mit Leo.

Ja, stimmt.

Seit meiner Rückkehr ruderten wir jede Woche.

Als Kind gewann ich immer, aber ich bin weich geworden.

Jetzt siegte immer er.

Also, worum geht es Ihnen?

Helfen Sie mir, Briguel anzuzeigen.

-Danke dafür. -Ich habe zu danken.

Ja, eine Journalistin Ihrer Zeitung hat mit Mercedes gesprochen.

Aber wir können Ihnen nicht helfen. Vergeuden Sie keine Zeit mit uns.

Finden Sie einen anderen Weg.

Margarita hat mir heute alles erzählt.

Warum haben Sie die Schuld auf sich genommen?

Ihre Familie hat Sie bestraft, Sie mussten weg…

Ich war immer privilegiert durch meinen Namen und meine Familie.

Leo hatte nichts davon.

Sie hätten ihn ruiniert.

Ich tat das für einen Freund.

Und ich bereue es nicht.

Ganz sicher?

-Gibt es Dokumente, die das belegen? -Dein Kontakt?

-Ja, Browns Story stimmt wohl nicht. -Wieso?

Ok, ich warte. Ich schulde dir was.

-Was ist das? -Hier, lies mal.

Was machen Sie mit dem Hotelvideo? Dem mit Martina und mir?

Ich veröffentliche nichts Unnötiges. Keine Sorge.

Meine Frau soll es nicht sehen, falls es doch rauskommt.

Ich habe nichts vor ihr zu verbergen, würde aber Gerüchten gern zuvorkommen.

-Eine Minute. -Ok.

-Ja? -Endlich! Hast du meine SMS gelesen?

Nein, was ist los?

Marcos wurde in Buenos Aires nicht reingelegt, er ist ein Betrüger.

Außerdem haben wir die Stiftungssatzung.

Das Land wird nicht versteigert.

Die früheren Eigentümer bekommen es, also die Browns.

Rate mal, wer Alleinerbe ist?

Marcos Brown.

Ema?

Ema?

Ist er bei dir?

Hau sofort ab.

Ich rufe dich zurück.

Ema?

Ist alles ok?

Alles in Ordnung.

Darf ich Sie noch etwas fragen?

Sie sind stur. Ich kann wirklich nicht helfen.

Ich muss ein paar Dinge verstehen.

In Buenos Aires veruntreuten Sie Geld Ihrer Firma und gingen danach weg.

Nein, so war das wirklich nicht.

Ich wurde reingelegt, war der Sündenbock. Ich gebe Ihnen…

Nein, darum geht es nicht. Ich will etwas klarstellen.

Sie verloren alles und wollten einen Teil zurückgewinnen,

indem Sie das Land Ihrer Familie zurückholten, nicht wahr?

Ich verstehe nicht.

Sie mussten Leo einer Straftat bezichtigen und so die Stiftung ruinieren.

Sie trafen Leo, wo es ihn schmerzte.

Sie machten ihn zum Kinderschänder und benutzten mich und Martina.

-Wie bitte? -Es geriet außer Kontrolle.

Martina wollte gestehen, sie bereute es.

Sie holten sie von der Party ab, brachten sie in den Wald und…

Und was?

Im Wald brachte ich sie um?

Ich bin kein Mörder und habe nichts davon getan. Nichts, hören Sie?

Ich dachte, Briguel wollte das Land. Aber das waren Sie.

Ich lasse nicht zu, dass Sie mich so verleumden.

-Erzählen Sie das vor Gericht, ok? -Von mir aus.

-Ich will Ihre Version. -Mein Ruf steht auf dem Spiel.

-Ich lasse das nicht zu. -Sagen Sie, was passiert…

Nein!

BASIEREND AUF DEM ROMAN VON HARLAN COBEN

Untertitel von: Herdis Engels

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