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Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen mit den tagesthemen.
Herzlich willkommen zur Live- Untertitelung des NDR (19.04.2018)
Heute im Studio: Caren Miosga
Guten Abend.
Er hat lange auf sie gewartet - braucht er sie doch
zur Verwirklichung seines Herzensprojekts.
Doch auch nachdem die Regierung in Deutschland steht,
schlagen die Herzen dieser beiden nicht im selben Takt.
So innig die Begrüßung auch war.
Frankreichs Präsident kam nach Berlin,
um Kanzlerin Merkel von seinen EU-Reformen zu überzeugen.
Grundsätzlich sind beide nah beieinander.
Da dieses Europa immer mehr wackelt und auseinanderzubrechen droht,
soll die EU stärker zusammenrücken.
Doch wenn's ums Geld geht, ist es mit der Nähe nicht so weit her.
Ein gemeinsamer Haushalt, wie Macron ihn will,
würde von Deutschland mehr Geld abverlangen.
Wie es sich wohl anfühlt, wenn große Projekte ins Stocken geraten?
Die Kanzlerin schien Solidarität zu verspüren
mit den Handwerkern am Stadtschloss, die ihre Arbeit unterbrechen mussten.
Merkel und Macron suchen noch ihre Ziele
beim Mauern und Mörteln für Europa.
Deutschland und Frankreich müssten ihre Gemeinsamkeiten wiederfinden,
meint Merkel.
Unsere Vielfalt sollte uns bereichern und nicht stören.
Wir haben noch wichtige Probleme zu besprechen.
Wir brauchen Debatten und die Fähigkeit zum Kompromiss.
Kompromisse bei der Gestaltung des europäischen Hauses
schienen zuletzt unerreichbar:
Merkel steht im eigenen Lager unter Druck.
Macrons Vorschläge
zu einer EU-Bankenlandschaft und einem gemeinsamen Haushalt
bergen laut Union zu viel finanzielles Risiko.
Das Wichtigste ist, nicht bei jedem Vorschlag überzureagieren.
Sondern über dieselben Ziele zu reden
und ein politisches Motiv haben.
Unsere Minister haben viele Ideen, aber die Frage ist:
Haben wir die gleichen Ziele?
In der Stiftung Genshagen tauschen sich Wissenschaftler und Diplomaten
zu Deutschland, Frankreich und Europa aus.
Im ungleichen Duo Merkel-Macron sieht Leiter Martin Koopmann Potenzial.
Merkel ist nicht die Dynamikerin, die europapolitische.
Aber wenn sie jemanden hat, der Initiativen auf den Tisch legt,
wird sie damit gut umgehen und keine destruktive Rolle einnehmen.
Ausgleich unterschiedlicher Interessen ist gefragt:
Wenn Deutschland sich bei Banken und Finanzen auf Zugeständnisse einließe:
Dann könnte Frankreich den deutschen Wunsch unterstützen
nach mehr Solidarität bei der Flüchtlingsverteilung.
Es wird davon abhängen,
wie Merkel das Thema in Deutschland moderiert.
Ob sie Ängste und Sorgen und die Kosten in den Vordergrund stellt.
Oder ob sie darauf auf die Chancen in einer funktionierenden EU
für Deutschland abhebt.
Bis Ende Juni soll ein deutsch- französischer Reformvorschlag stehen.
Zeitdruck herrscht bei Bauprojekten wie dem Humboldtforum meistens.
Macron, Merkel und der "Marche" nach Europa -
ein Kommentar von Marion von Haaren vom Westdeutschen Rundfunk.
Treffender gewählt konnte das Symbol kaum sein.
Merkel empfängt Macron auf einer Baustelle.
Dabei dachte man weniger an den Kosmopoliten Humboldt -
mehr an den Turmbau zu Babel.
Die Bundesregierung hat zu Europa nicht viel mehr zu bieten
als krasse Stimmen, wenig Planung und kaum Perspektive.
So wird das nichts mit der von Macron angemahnten Sanierung der EU.
Vor Kurzem klang das anders:
"Erneuerung der EU" verspricht der Koalitionsvertrag.
"Mehr sozialer Ausgleich."
"Mehr Mittel" für den Ausgleich zwischen Arm und Reich.
"Mehr Demokratie."
In den Augen der Bürger mangelt es daran.
Die Rechtspopulisten sind erfolgreich.
Der europäische Geist versteckt sich im Koalitionsvertrag
hinter deutscher Kleinkrämerseele.
Vor allem die CSU verharrt im Wahlkampfmodus.
Von SPD-Vizekanzler Scholz kommt lautes Schweigen
zu Frankreichs Plänen.
Die SPD hatte sich an Frankreichs Elan angehängt
und das Finanzministerium an Land gezogen.
Doch Union und SPD wirken wenig motiviert,
Frankreich entgegenzukommen.
Zu groß ist wohl die Angst vor der AfD.
Merkel und Macron wollen Reformvorschläge auf den Tisch legen.
Hoffentlich so klar und greifbar,
dass die Bürger Lust haben, zur Europawahl 2019 zu gehen.
Da geht es um etwas.
Wie bei den Franzosen 2017:
Da hatten sie Wahl zwischen Macron und der rechtsnationalen Le Pen.
Marion von Haaren kommentierte.
Die EU muss sich neu sortieren.
Allein deshalb, weil ihr ein sehr solventes Mitglied abhanden kommt.
Auch die Briten müssen sich überlegen,
wie sie wirtschaften, wenn die EU als Handelspartner wegfällt.
In seiner Brexit-Not scheint sich Großbritannien
auf historische Bande zu besinnen.
Auf Zeiten, in denen die junge Queen wie hier in Australien
die ehemaligen Kolonien bereiste.
Die Länder, die sich im Commonwealth zusammengeschlossen hatten.
Die hatte man zuletzt nicht nach feiner englischer Art behandelt.
Nun braucht man sie wieder.
Prächtig geschmückt ist die "Mall" zum Buckingham Palast.
Alles ist rausgeputzt.
Das Königreich präsentiert sich im vollen Glanz.
Es bietet den ehemaligen Kolonien einen prunkvollen Empfang.
Die Umgarnung alter Vertrauter in Brexit-Zeiten.
Das Staatsoberhaupt des Commonwealth gibt in ihrer Rede die Richtung vor:
Handel.
Die Vorteile sind klar erkennbar.
Immer engere Handelsbeziehungen zeigen aufregende Möglichkeiten auf,
gemeinsam Geschäfte zu machen.
Seit 1952 hält die Queen den Verbund aus 53 Staaten zusammen -
mit ihren stetigen Besuchen in die abgelegensten Gegenden.
Hier ist sie auf Tonga - zu Beginn ihrer Regentschaft.
Ohne militärische und wirtschaftliche Macht
wurde der Verbund immer mehr verspottet:
Ein kauziges Relikt des britisches Imperialismus.
Mit der Loslösung von der EU träumt die britische Regierung
von einer neuen goldenen Ära und der Auferstehung des Empires:
Dank neuer Freihandelsabkommen.
So mancher Ökonom reibt sich staunend die Augen.
50 Prozent des Handels betreibt das Königreich mit der EU,
9 Prozent mit den Commonwealth-Staaten.
Wenn das Commonwealth unsere Zukunft darstellen soll,
dann haben wir größere Probleme.
Der Verbund hat ein kleines Budget.
Die Ausrichtung geht gen nationale Selbstständigkeit.
Eigenes Interesse will kein Staat hinter das des Commonwealth stellen.
Manch ehemalige Kolonie sorgt sich vor einem neuen Imperialismus.
Die Premierministerin bemüht sich um Augenhöhe.
Doch harmonische Bilder werden kontakariert.
In der Windrush Affäre geht es um Nachfahren karibischer Zuwanderer.
Die kamen mit dem Passagierdampfer "Windrush Empire"
als willkommene Arbeitskräfte erstmals 1948 nach Britannien.
Vor ein paar Jahren wurden Einwanderungsgesetze verschärft.
Manche werden seitdem wie Illegale behandelt.
Es droht die Abschiebung.
Theresa May war als Innenministerin verantwortlich.
Beim Treffen mit zwölf Karibikstaaten leistet sie jetzt Abbitte.
Ich möchte mich entschuldigen.
Uns tun die Ängste leid, die wir erzeugt haben.
Inmitten der Feierlichkeiten ist das ein absolutes PR-Desaster.
Charmeoffensive kommt von den Royals.
Prinz Harry wird Jugendbotschafter des Commonwealth.
Und die Queen schlägt ihre Nachfolge vor.
Prinz Charles soll das Commonwealth eines Tages in die Zukunft führen.
Deutschland krankt an zu vielen Krankenhäusern,
sagen Experten seit Jahren.
Kassen und Gesundheitspolitiker wollen schon lange
die Zahl der Betten reduzieren und Krankenhäuser zusammenlegen.
Passiert auch schon.
Ein Gremium aus Ärzten, Kassen und Kliniken beschloss,
die kleineren Notaufnahmen nicht mehr zu fördern.
Zu hoch seien die Kosten, zu ineffizient der Betrieb,
weil es zu wenig Fachärzte gibt und zu wenig notwendiges Gerät.
Das klingt ökonomisch vernünftig, doch in der Folge heißt das wohl:
Viele Notaufnahmen machen zu.
Das besorgt Kommunen, Beschäftigte und Patienten.
In Bad Schwalbach in Hessen soll das Krankenhaus geschlossen werden.
Es gibt Protest.
Deutschland ist reich und ich habe Probleme damit,
dass man an der Gesundheit der Bevölkerung sparen möchte.
Nicht nur in Bad Schwalbach
kämpfen kleine Krankenhäuser ums Überleben.
Heute stellte der Bundesausschuss von Ärzten, Kassen und Kliniken
ein Konzept vor, um Notaufnahmen von Krankenhäusern zu zentralisieren.
Von den 1600 sollen 500 Häusern Gelder gestrichen werden.
Das politische Ziel: mehr Konzentration und Spezialisierung.
Wir wollen eine flächendeckende Versorgung mit Krankenhäusern,
aber auch gute Qualität.
Wenn Patienten im Krankenhaus als erstes hören:
"Diese Erkrankung hatten wir lange nicht."
Dann gibt das Patienten kein gutes Gefühl.
Die Nähe zu einer Notaufnahme ist für das Überleben nur ein Kriterium.
Wichtiger ist die Kompetenz der Ärzte und die Ausstattung des Hauses.
In Kliniken mit vielen Patienten sterben ein Viertel weniger Menschen
als in denen mit weniger Patienten, von denen es leider viel mehr gibt.
Yilmaz Kahriman meint erfahren zu haben, was es bedeutet,
wenn nicht gleich ein kompetenter Arzt auf einen Notfall schaut.
Mit Lähmungen kam er ins Krankenhaus, ein Wirbel drückte auf die Nerven.
Das hätten die Ärzte in der Notaufnahme checken müssen.
Haben sie verpasst.
Jung, unerfahren oder unterbesetzt ...
In Deutschland gibt es nicht genügend Personal,
um in jeder Notaufnahme rund um die Uhr einen Facharzt haben.
Doch die Notaufnahme ist für die finanzielle Situation
der Krankenhäuser wichtig, weiß der Ex-Chefarzt einer Notaufnahme.
Ein leeres Bett kostet Geld.
Die Geschäftsführung dringt drauf,
möglichst jedes freie Bett zu belegen.
In Bad Schwalbach ruht die Hoffnung auf den Landespolitikern.
Egal welche Abschläge in Berlin beschlossen wurden:
Die Landesregierung kann Geld zuschießen
oder eine Schließung verhindern.
Ad-Blocker werden häufig genutzt:
Kostenlose Programme, die Internet-Werbung unterdrücken.
Verlagen sind sie ein Dorn im Auge.
Die Nachrichten mit Judith Rakers.
Der BGH hat entschieden,
dass Werbeblocker im Internet zulässig sind.
Der Axel-Springer-Konzern hatte geklagt:
Solche Ad-Blocker hinderten ihn,
sein journalistisches Angebot mit Werbung zu finanzieren.
Die Richter ließen das nicht gelten.
Der Konzern will Verfassungsbeschwerde einlegen.
Er sieht die Pressefreiheit bedroht.
Die deutsche Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs.
Führende Forschungsinstitute haben ihre Prognose angehoben:
Im Vergleich zum Herbst wäre das ein Plus von je 0,2 Prozent.
Risiken seien der Fachkräftemangel und der Handelskonflikt mit den USA.
Tesla wird in den USA unter die Lupe genommen.
Es geht um Vorwürfe gegen den Elektro-Autobauer,
er habe Arbeitsunfälle verschwiegen.
Die für Arbeitssicherheit zuständige Behörde ermittelt.
Mehr dazu von Markus Gürne in Frankfurt.
Tesla galt als Schreck für die deutsche Auto-Industrie.
Schick, unter Strom, mit großen Reichweiten.
Aber nur erschwinglich mit dem nötigen Kleingeld.
Mit dem Modell 3 sollte sich das ändern.
Aber die Produktionszahlen bleiben hinter den Erwartungen zurück.
Nun gibt es Ärger mit den Behörden in Kalifornien.
Tesla soll Statistiken über Arbeitsunfälle geschönt haben.
Das nagt am Image.
Dies schlägt auf die Laune von Anlegern.
Das schadet dem Aktienkurs kaum.
Problematisch ist die Stimmung, davon profitierte Tesla besonders.
Analysten hatten Tesla als mutig und fortschrittlich bewertet.
Nun sinkt Tesla in deren Gunst.
Im Kommen sind die ab 2019 erhältlichen Elektro-Modelle
von Daimler, BMW und VW.
Als dieses Foto entstanden ist, wurde er geboren:
Der neue Staatspräsident von Kuba, der heute gewählt wurde.
Zum ersten Mal seit Langem heißt er nicht Castro.
Fast 60 Jahre lang haben Fidel und Raul
ihr Kuba nach sozialistischem Bild geformt.
Bildung und Gesundheit.
Gleiche Rechte für alle.
Am Ende sind die meisten Kubaner vor allem gleich arm.
Es wird für den Neuen nicht reichen, den Castro-Mythos zu beschwören.
Kuba bräuchte vielmehr eine neue Revolution,
von der die Kubaner leben und in Freiheit leben können.
Viele Kubaner wünschen sich,
dass es mit Miguel Diaz-Canel vorwärts geht.
Und nicht zurück in die Zukunft.
Guillermo hat Geduld, die braucht er auch.
Ein koloniales Haus zu restaurieren, braucht Monate.
Aber der 29-Jährige meint: Es ist jede Mühe wert.
Der kubanische Stil soll erhalten bleiben.
Das Kaputte wird restauriert. Die Fassade bleibt erhalten.
Havanna.
Überall in der Hauptstadt wird restauriert.
Altes Bewahren und doch modernisieren.
Symbolisch für den Machtwechsel im Parlament.
Miguel Diaz-Canel ist der erste Staatschef,
der nicht für der Revolution gekämpft hat.
Er zeigt sich kämpferisch, das Erbe zu erhalten.
Wir werden dem Erbe von Fidel Castro treu bleiben.
Und auch den Lehren des Generals Raul Castro Ruz.
Fidel Castro und sein Bruder Raul haben mit der Revolution
den Sozialismus in Kuba etabliert und verteidigt.
Vor zehn Jahren übernimmt Raul die Staatsführung.
Er erlaubt das Internet, gewährt Reisefreiheit.
Auch gegen die Kritik von Fidel, der 2016 verstirbt.
Hasta la Victoria ... (alle) Siempre!
Streng limitiert dürfen kleine, nicht staatliche Geschäfte öffnen.
Die Gelegenheit hat Idania del Rio genutzt.
Die 36-Jährige hat einen Designladen eröffnet.
Wir haben junge Talente. Wir sind modern.
Es gibt nicht nur Che Guevara, Rum und Tabak.
Sie hat Präsident Obama getroffen, als der 2016 die Annäherung suchte.
Nun gibt es Trump statt Obama und Diaz-Canel statt Castro.
Ich habe gehört, Diaz-Canel macht so weiter wie Raul.
Für meine Arbeit wäre das gut. Ich hoffe, dass wir voranschreiten.
Ich hoffe auf eine gesündere und zugängliche Wirtschaft.
Guillermo auf dem Bau hatte nichts von diesen Reformen,
weil er nicht mit Touristen arbeitet.
Die zahlen mit einer anderen Währung.
Die lokale Währung reicht, um seine Familie zu ernähren.
Vom neuen Präsidenten etwas fordern? Lieber nicht.
Von Politik verstehe ich nichts.
Ich weiß nur, wie man arbeitet.
Der wirtschaftliche Fortschritt ist die drängendste Aufgabe.
Gut, wenn der neue Präsident diese Aufgabe kraftvoll angeht.
So, wie den ewigen Ruf nach dem Sieg des Sozialismus:
Socialismo o muerte! Venceremos!
Xenia Böttcher in Havanna.
Wir hören immer wieder,
der neue Präsident macht so weiter wie Raul Castro.
Ist das wirklich zu erwarten?
Grüße aus dem windigen Havanna.
Es ist zu erwarten.
Er will Kontinuität.
Er will das Erbe der Castros bewahren.
Es ist anzunehmen, dass er sich systemtreu verhalten wird.
Raul Castro ist immer noch Parteichef.
Er kann seine Macht immer noch ausüben.
Diaz-Canel wird vielleicht
in ein paar Jahren eigene Wege gehen.
Der wirtschaftliche Wandel hängt auch vom Verhältnis zu den USA ab.
Präsident Obama hatte eine Annäherung geschafft,
die Trump wieder stoppte.
Die Annäherung unter Obama war für Kuba wichtig.
Das war gut für den Tourismus.
Trump hat Sanktionen erlassen gegen Militärs, die Hotels führen.
Hier ist das ganze Geld, hier kamen die ersten Sanktionen der USA.
Auch andere Partner sind weggebrochen.
Das löst in Kuba eine neue Krise aus.
Es bleibt nur, neue Partner zu suchen.
Und den Markt privatwirtschaftlich zu öffnen.
Kuba braucht wirtschaftlichen Fortschritt.
Außer im Tourismus geht alles zurück.
Zurück ins Inland.
Deutschland will Flüchtlinge aus Nordafrika und dem Nahen Osten
im Rahmen eines EU-Umsiedlungsprogramms aufnehmen.
Noch einmal Nachrichten.
Die Bundesregierung hat zugesagt, dass von den 50.000 Flüchtlingen
des EU-Programms 10.200 nach Deutschland kommen dürfen.
Das sagte Innenminister Seehofer
bei einem Treffen mit EU-Innenkommissar Avramopoulos.
Die Zahl soll auf die im Koalitionsvertrag vereinbarte
Gesamtzuwanderung angerechnet werden.
Im ersten Prozess um den Missbrauch eines Jungen im Raum Freiburg
ist ein Mann zu zehn Jahren Haft verurteilt worden.
Das Gericht ordnete anschließende Sicherheitsverwahrung an.
Eine Gruppe von Männern hatte den heute Neunjährigen
über mehr als zwei Jahre hinweg vergewaltigt.
Polen hat erinnert an den Aufstand im Warschauer Ghetto vor 75 Jahren.
Damals hatten dort Juden zu den Waffen gegriffen,
um sich gegen NS-Herrschaft und Deportationen zu wehren.
Der Aufstand wurde blutig von der SS niedergeschlagen.
Er ist bis heute ein wichtiges Symbol
des Widerstandes gegen Nazideutschland.
Ein Sinfoniekonzert zu Ehren der Ermordeten.
Unter den Gästen sind auch Überlebende des Aufstands.
Sie wurde als Kind gerettet.
Ich war in zwei Ghettos.
Alle meine Angehörigen sind ums Leben gekommen.
Nur ich habe überlebt.
400.000 Menschen waren in Warschau eingeschlossen.
Sie lebten unter katastrophalen Bedingungen.
Von hier führte der Weg in die KZ.
750 Kämpfer wehrten sich 1943.
Der Aufstand wurde nach vier Wochen blutig niedergeschlagen,
das Ghetto niedergebrannt.
Polens Präsident kam auch zum Denkmal.
Er verteidigte das Holocaust-Gesetz:
Bestraft werden soll, wer Polen die Mitschuld am Holocaust gibt.
Israel fordert Änderungen am Gesetz.
Der Streit darüber dauert an.
Drei Jahre nach Ende des Holocaust wurde ein langgehegter Traum wahr
und die Juden gründeten im gelobten Land einen eigenen Staat.
70 Jahre ist das her.
Ein Leben in Würde und Freiheit versprachen die Gründerväter.
Doch von Beginn an war Israel von Feinden umgeben.
Nur einen Tag nach seiner Gründung wurde es angegriffen.
Das Land durchlebte mehrere Kriege mit arabischen Nachbarn.
Auch heute ist Israel, wie der gesamte Nahe Osten,
von einem dauerhaften Frieden weit entfernt.
Der 70. Jahrestag wird trotzdem gefeiert - oder gerade deshalb.
Am besten nähert man sich der Geschichte Israels
mit Dieselduft über einen Traktor an.
Davon ist Eres Milsthein überzeugt.
Seine Argumente präsentiert er restauriert und herausgeputzt
in einer ehemaligen Hühnerfarm zwischen Haifa und Tel Aviv.
Der Porsche ist ein Geschenk von Konrad Adenauer.
Im Rahmen der Wiedergutmachung Deutschlands.
Sie haben uns Traktoren gegeben, um Israel aufzubauen.
Auch die anderen Fahrzeuge kamen als Aufbauhilfe aus der ganzen Welt.
Im Ruhestand sollen sie die Kleinen daran erinnern,
dass Israel nicht immer diese hochentwickelte Nation war.
Ich bin 1942 geboren.
Als Kind wohnte ich mit meinen Eltern in diesem Zelt.
Damals war Palästina britisches Verwaltungsgebiet.
Bis 1948 David Ben-Gurion die Unabhängigkeit Israels ausrief.
Möglich geworden durch einen Teilungsbeschluss der UN.
Damit sollte für die Juden der Wunsch nach Sicherheit Realität werden -
nach Ausgrenzung, Verfolgung und der Shoa.
Nachts greifen arabische Staaten unter ägyptischer Führung an.
Dieser Traktor habe einen Anteil daran,
dass Israel den Unabhängigkeitskrieg gewonnen habe.
Damit hat der Kibbuz Yad Modechai einige Festungsanlagen errichtet.
Der Traktor ist ein Held.
Mit seiner Hilfe konnte Ägyptens Armee aufgehalten werden.
Für die Israelis ist heute ein Feiertag.
Ein Highlight:
Die Flugshow am Strand von Tel Aviv, mit der sie den Stolz
auf die Entwicklung des Staates wie die militärische Stärke präsentieren.
Für die Palästinenser aber 70 Jahre "die Katastrophe".
In Atlit bei Haifa erinnern 5000 israelische Araber daran,
dass im Krieg 700.000 Palästinenser vertrieben wurden oder flohen.
Und dass das palästinensische Westjordanland
seit 50 Jahren von Israel besetzt ist.
Premier Netanyahu erklärte:
Arabischen Nachbarländern, die zum Frieden bereit seien,
reiche er die Hand.
Aber wir schrecken nicht vor Krieg gegenüber denen zurück,
die uns zerstören wollen.
Auch im Traktormuseum haben sie 70 Jahre Israel gefeiert
und hohen Besuch bekommen.
Der Staatspräsident zollte ihnen Anerkennung.
Aus Stolz auf die Gründerväter Israels.
Dass hier Politik, aktuelle Kriege und Konflikte,
mal kein Thema waren, genießen alle.
Bleibt der Blick aufs Wetter
mit noch mehr Sommer im April, Claudia Kleinert?
Ja, noch bis zum Wochenende.
Das Wochenende wird warm und sonnig.
Im Norden bis zu 14 Stunden Sonne.
Über der Mitte zehn bis zwölf Stunden Sonne.
Im Norden etwas kühler als zuletzt.
Sonntag erst sehr warm, so bleibt es auch im Osten.
Dann kommen dicke Wolken aus Westen.
Am späten Abend erste, teils heftige Schauer und Gewitter.
Am Montag deutlich kühler und wechselhafter.
In der Nacht sternenklar, an der Ostsee Seenebel.
Morgen sonnig.
Ein paar Quellwolken im Westen.
An der See morgen kühler.
Samstag dickere Quellwolken.
Im Osten und Süden sonnig warm.
Hier geht's weiter mit Kabarett in der Ladies Night.
Danach mit der Story im Ersten.
Die beschäftigt sich nach dem Eklat um die Echo-Verleihung
mit der "dunklen Seite des deutschen Rap".
Um 0.15 hat das nachtmagazin die neuesten Nachrichten.
Copyright Untertitel: NDR 2018
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