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Original subtitles

(Musik)

(Musik)

(House-Musik)

(Sonia) "Für mich ist Berlin keine Stadt, sondern ein Rhythmus."

"Dieser Rhythmus ist so stark, dass du den eigenen ganz leicht verlieren kannst."

"Das bin ich... Sonia."

"Mathe-Studentin... eigentlich."

"Jeder Mensch, den du triffst, ändert deinen Beat."

"Wir werden zu 'nem Song."

"Oder wir bringen uns aus dem Takt."

(Kirchenglocken läuten)

(Tür wird aufgeschlossen)

(Eine Frau spricht Französisch)

(Eine Frau spricht Französisch)

(Schlüssel fällt zu Boden)

(Musik von Alle Farben - "Leaves") ♪ Sometimes I...

do wonder why

These leaves keep fallin' ♪

Bonjour, ma petit fée.

♪ Sometimes I...

do wonder why

Leaves keep fallin'

Leaves keep fallin'

(Musik von Alle Farben - "Leaves")

♪ Keep searchin'

Keep searchin'

Keep searchin'

Keep searchin' ♪

(Sonia) "In Berlin kannst du sein, was du willst."

"Aber die meisten haben längst vergessen, was sie hier eigentlich wollten."

"Ich wollte meinen Abschluss. Und 'n Freund."

"Und das weit weg von meinen Eltern."

"Ich hab gekellnert, kaum Kohle."

"Aber dafür war endlich keiner mehr da, der mir sagte, was ich tun sollte."

"Ich hatte so viel Freiheit, wie noch nie zuvor in meinem Leben."

"Und keine Ahnung, was ich damit anfangen sollte."

(Straßenlärm)

Hey. - Hey.

Äh... kann ich meine Zahnbürste wiederhaben?

Äh... keine Ahnung, wovon du redest.

Was hältst du davon, wenn wir tauschen?

Äh... mein Portemonnaie. - Ist ganz schön, ne?

Danke.

(Sonia) "Ich hatte nicht gedacht, den verheirateten Barkeeper noch mal zu sehen."

"Egal."

(Professor) Ein Drittel...

Eins, ein Viertel...

und so weiter.

Konvergiert diese Folge auch gegen Null und...

Guten Morgen!

Wollen Sie sich jetzt hinsetzen oder bleiben Sie hier stehen?

Nur damit ich's weiß. - Entschuldigung, ich... ich setz mich.

(Professor) Um diese Frage präzise beantworten zu können,

brauchen wir eine genaue Beschreibung der Konvergenz.

Eine mathematische Definition.

Konvergenz. So wie der mathematische Konvergenzbegriff im Moment definiert ist,

lautet die Antwort: Nein! - (flüstert) Ist meine Schultüte.

Willst du nicht mitschreiben? - Ist ja nur die Einführungsveranstaltung.

Die schicken uns das alles auch per Mail.

Echt? - Ja.

Ey, Mathe bei Dr. Brenner.

Für 'ne gute Note würd ich dem ja auch...

Oh, Gott! Oh, Gott!

Das wirst du noch lernen. Kiffen ist wie Sex, es wird immer besser.

Das ist Berlin, Mann! Die geilste, dreckigste Stadt der Welt.

Ich bin übrigens Jule. - Sonia.

Du bist noch nicht so lange hier, oder? - M-m.

Du musst einfach...

die Augen zumachen...

die Arme ausbreiten...

und gleiten.

(Stimmengewirr)

(Stimmengewirr)

(Sonia) "Es war der 11. September."

"Ich war 5 Jahre alt, als die zwei Flugzeuge in New York ins World Trade Center flogen."

"Für die Nachrichten war das immer ein großer Tag."

"Für mich nur einer wie jeder andere."

"Ich bin mit dem Ground Zero aufgewachsen."

"Ich lehnte mich zurück und ließ mich einfach treiben."

"So wie der 11. September damals die ganze Welt veränderte,"

"hat dieser 11. September meine Welt verändert."

Hast du schon mal die Zeit angehalten? - Was?

Wenn dieses Flugzeug jetzt in einen Wolkenkratzer fliegen würde

und wir würden hier auf dieser Wiese liegen, denkst du, wir könnten's aufhalten?

Nein.

Schau mich mal an.

Jetzt sieh mir so lange in die Augen,

bis du denkst, die Kondensspur des Flugzeugs hat sich aufgelöst.

Okay...

(Sonia) "Der Typ hatte einen Beat, der mich sofort umhaute."

Siehst du? Wir haben die Zeit angehalten.

(Sonia) "Ich nahm Ladja direkt mit nach Hause."

"Er kam aus Polen und lebte hier auf der Straße."

"Alles, was er besaß, war 'n Rucksack,"

"seine zerkratzte Gitarre,"

" 'n Paar Socken,"

"ein Kreuzberg-T-Shirt..."

"und einen Schraubenzieher."

"Er zog an diesem Tag noch bei mir ein, als wär's das Selbstverständlichste."

"Er sprach nie von seiner Vergangenheit und lebte einfach in den Tag hinein."

Was willst du schauen? - Was?

Das ist unsere neue Couch, das ist der Couchtisch,

jetzt besorg ich uns noch 'n Kühlschrank.

(Sie seufzt)

(Sonia) Ich hör nix.

Ich glaub, das Teil ist kaputt. - Ist ja auch schon alt.

(Ladja) Was willst du noch? (Sonia) Mmh...

'ne Gulasch-Kanone.

Wir könnten jeden Abend Gulasch essen aufm Dach und 'n Sonnenuntergang angucken.

(Sonia) "Vor uns lag eine Zeit mit einem krachenden Beat."

(Musik)

Ich will Riesenrad fahren. - Was?

Na ja, du hast mich gefragt, was ich will.

Und das ist das. Riesenrad fahren mit dir.

Ich biete dir die Welt und du willst 'ne Gulasch-Kanone

und ein Mal Riesenrad fahren, oder was?

Ja. Mehr nicht.

(Professor) Und nun der Beweis:

Es seien N, Element von N.

X-1 bis X, N, Y und Z...

Element von R.

Zeigen wir zuerst die Hinrichtung. Sie wissen,

ich liebe eine unstrukturierte Hinrichtung.

Sch...

Guten Morgen.

Guten Morgen. Ähm... Entschuldigung.

Zeigen wir zunächst die Hinrichtung.

(flüstert) Was machst du hier? - Ich hab Sehnsucht.

Und ich hab zu tun! - (Professor) Betrag von X...

Kann ich mal deinen Kuli haben, bitte?

Du hast nicht mal 'n Blatt. - Gib her.

...Y.

Wegen Betrag von X größer-gleich Null... - Sch...

(Professor)...ist dann Y...

Na, komm her, komm her. - (Professor)...größer-gleich Null.

Größer-gleich Null. (Sonia atmet schwer)

(Sonia stöhnt)

Du bist also Ladja? Schön, dich kennenzulernen

Jule.

(Sonia stöhnt)

Und da müssen wir jetzt zwischen zwei...

Entschuldigung! Die Damen dahinten in der Ecke?

Langweile ich Sie etwa? - Nö, nö, das ist alles wirklich sehr stimulierend,

was Sie da erzählen. Stimmt's, Sonia?

Sehr.

(Sonia) "Genau so hatte ich's mir vorgestellt, genau so."

"Und nie wieder anders."

(Ladja) Du kiffst schon ganz gut.

Oh Gott, ich hab so 'n Hunger. Ich könnt 'n ganzes Schwein fressen.

(beide johlen)

(Musik)

♪ Dreckige Gedanken, dreckige Straßen,

dreckige Passagen, dreckige Masse,

dreckige Vermummung und dreckige Cops,

dreckiges Berghainche mit dreckigen Tops.

Find mich in der Menge, ich bleib heut nicht allein.

Das Zeug, es zerfrisst dich bei lebendigem Leib.

Fick dich und deinen Ratschlag, wir gehen zusammen schreien.

Berlin, du willst es heute! Heute!

Heute hab ich Zeit. ♪

(Stimmengewirr)

Oh, mein Gott...

Meister! Ich brauch einen Falafel für diese unglaublich hungrige Frau.

Ich brauch einen Falafel, unbedingt.

Na, alles gut? Schön, dich zu sehen.

Darf ich vorstellen? - Das muss dein neustes Opfer sein. Thomasz.

Ich bin Sonia, hi.

(unverständliches Gespräch)

(Thomasz) Setzt euch. - Oh, der Chef nimmt sich Zeit, oder was?

So gefällt mir das! - Yeah...

Das ist Shahin! Das ist Schnaps! Los geht's! - Ich bin Sonia, hi.

(Mädchen) Hey, was redest du da?

Was meinst du? - Ja, das Komische da, was ihr redet.

Was ist das? - Meinst du die Sprache? Ja, was ist das?

Hebräisch. Die Sprache spricht man in Israel. - Äh, Israel?

Was ist das? - Sag mal, wo kommst du denn her?

Ich? - Ja. Ich komm aus Türkei.

Das sind nur 300 km Luftlinie zu uns. - Laber nich! Lass mal besuchen,

ich schwör, Mann!

Die junge Liebe. So naiv! - (Junge) Was machst du hier so?

Ich hab 'n bisschen Tee getrunken, und dann hab ich so euer süßes Hibischisch angehört,

so richtig schön. Deine Haare sind schön weich. - Danke schön.

Wieso naiv?

Du kannst nichts lieben, was du nicht wirklich kennst. - Das ist doch Quatsch!

Das ist doch der Grund, warum wir alle so...

Jeder auf diesem scheiß Planet hat 'n Problem. Keiner kennt den andern.

Die Türken kennen die Deutschen nicht! Die Christen die Moslems nicht!

Die Männer die Frauen nicht! Und die Juden... (er lacht),

die kennt überhaupt keiner! - L'Chaim!

Cheers!

Shahin, was ist mit dem Bauch? Was ist mit dem Bauchgefühl?

Das zählt doch! - Dein Bauch ist 'n Dummkopf, mein Freund!

Du kannst nichts lieben, was du nicht kennst.

Na, dann sind wir im Arsch.

Er hat recht! Ladja, ich muss dir was beichten.

Die ganzen Zahnbürsten in der Kiste, die hab ich...

von Männern geklaut, bei denen ich mal übernachtet habe.

Na, so 'n wildes Leben kann Ladja kaum noch toppen. Oder, Ladja?

Ich war...

Ich kenn Thomasz vom Strich. - Von welchem Strich?

(Thomasz) Na ja, von welchem Strich denn? - Jetzt halt dein Maul!

Hey, was labert 'n ihr für 'ne Scheiße? - Ich, ich war...

Moment, Moment, Moment! Du fickst Typen?

Nee, die Typen ficken ihn. (Shahin lacht)

Ladja, das ist nicht witzig. - Ich hab mit Typen gefickt. Na und?

Wenigstens hab ich damit Kohle gemacht.

Dürfte 'n Typ dich in 'n Arsch ficken?

Die bist du los. Aber weißt du was? Du hast noch mich!

Dich hat jeder, der 'n Fuffie hat. - Du Ficker.

Sag mal, willst du mich verarschen?

Was wolltest du damit erreichen? - Man kann sich nur lieben,

wenn man sich kennt. Ich hab dir gerade Monate erspart.

Ich hab dich angelogen.

Jetzt kannst du gehen. Du bist frei.

Meinst du, das ist, was ich will, ja?

Glaubst du, ich hau jetzt einfach ab?

Meinst du, ich hau jetzt ab? Ich hab meinen Arsch nicht verkauft!

Du hältst jetzt deine Fresse! (Sie stöhnt)

Halt dein Maul! - Ladja! Halt dein Maul!

Hör auf! Stopp!

Stopp!

Sag nichts.

(Sonia) "Man kann sich nur lieben, wenn man sich kennt."

"Hätte ich mir das mal gemerkt."

(Musik)

Versprochen?

Was?

Dass du das nicht mehr machst.

Hey...

Versprich's mir.

Indianer-Ehrenwort.

Das ist jetzt deine neue Identität.

(House-Musik)

(Sonia) "Auf jede Clubnacht folgte ein kalter Morgen."

Sorry.

Hey, na?

Ah, fuck!

(Sonia) "Sich treiben lassen, hatte seinen Preis."

"Die Mahnungen verstopften den Postkasten." Das ist nichts.

"Meinen Kellnerjob war ich los."

Wie viel hast du?

Eins, zwei...

Vier. - Gut.

Und du? - Sechs.

Was ist? Rufen wir an?

Ja. Jetzt.

(House-Musik)

(unverständliches Gespräch)

Was waren 'n das für Typen? Was war 'n da grad los? - Alles gut.

Hey, Thomasz, was war 'n das grad für 'ne Aktion?

Money, money.

Hey! - Mann, das Geld für all die Drogen,

die deiner von mir gekriegt hat. Denkst du, der Scheiß wächst auf Bäumen?

Fuck!

Der Pole muss echt mal wieder seinen Arsch hinhalten. - Was? Nein! Hey.

Ich kann das doch machen. Also, ich bin doch echt gut in Mathe,

und ich geb Nachhilfe und so was. - Ist ja der Hammer.

Ich glaub nicht, dass Mathe euch so schnell 600 € einbringt. Quasi bis übermorgen.

Abgesehen von den 80 Euro, die er mir noch schuldet.

Bis dahin brechen die dem Kleinen seine Tanzbeine.

Hey, es muss doch irgendwas geben.

Ich kenn da einen...

der kann so jemanden wie dich gut gebrauchen.

Ist 'n guter Job. Und vielleicht gibt er dir 'n Vorschuss.

(House-Musik)

Hallo, ich rufe an wegen der Stelle als...

Ich bin 20.

Okay, gut. Tschüs.

Und?

Willst du wohin? - Ich gucke, ob ich noch 'n paar von denen kriege.

Ich bin hungrig.

Ja, hallo, hier ist Sonia Rossi. Ich rufe an wegen der Stelle...

Okay, alles klar, danke schön, schönen Tag noch. Tschüs.

(Sonia) "Ich brauchte fast eine Stunde mit dem Bus."

"Kaum zu glauben, dass es so viele verschiedene Berlins gab."

"War ja klar, wenn Thomasz mir einen Job besorgte, war es kein 9 to 5,"

"aber wie weit ich gehen konnte, wusste ich da noch nicht."

"Ich war aufgeregt. Ich war skeptisch. Aber ein Teil von mir war total gespannt."

Tach. Ich bin Sandro, hey.

Sonia. - Mhm. Na, immer rin in die gute Stube.

(Frau stöhnt) So, hier mal durch, Fräulein.

Setz dich dahin. Ja, hier. (Frau stöhnt)

(Stöhnen wird lauter)

(Frau stößt spitze Schreie aus)

(Computer-Signal)

Und?

Hast du so wat schon mal gemacht?

Nein.

Irgendwie, ähm, besondere Kenntnisse?

Sprachen?

Ja. Ähm. Ich kann Italienisch und Englisch.

(Frau) Mmh... ja...

Kommst du rin? - (Frau) Du machst mich so heiß...

Ihr könnt ja erst mal 'n bisschen fummeln und so...

und den Rest zeigt dir Jeanette schon.

Die Typen zahlen mir zwei Euro die Minute, sind satte 84 Cent für dich, also...

halt mal die Jungs bei der Stange.

Oh, ist sie nicht süß? - (Mann) Ja...

So siehst du sie besser.

Komm, Baby, zieh deine Jacke aus, es ist so warm hier drin.

Ouh, ja...

(Mann) Fass sie an. - Das gefällt dir, hm?

Na, komm. Ziehen wir das auch noch aus. Ja...

Oh ja...

(flüstert) Genau so, du bist der Boss, du lenkst seine Blicke.

(Mann) Oh, ja... ja!

Komm, gib deine Hand! (Stöhnen)

Oh, ich bin schon total feucht!

(Mann stöhnt)

Oh, ja...

Oh, ja, Baby! Oh, ja... (Computer-Signal)

Mann, jetzt hätt ich fast den Orgasmus verpasst.

Sie lieben die Idee, zusammen zu kommen. Vor allem die alten Typen.

Oh Gott, Entschuldigung. - Ich bin Jeanette.

Ich bin Sonia. Witzig, dass wir uns erst an die Brust fassen,

bevor wir uns die Hand geben. - (lacht) Du hast echt Talent.

Aber immer dran denken: Rücken gerade, Brust raus.

Lass dich von diesem Möchtegern-Unternehmer nicht verarschen.

Du bist 'n hübsches Ding, du bist noch jung.

Mit deinem Talent kannst du woanders zehnmal so viel in der Stunde machen.

Das weiß der.

(Sonia) "Und so ging's für mich los."

"Vor der Kamera nannte ich mich Mascha." - Scheiße, die Kamera ist kaputt.

Beweg dich mal, Mädchen, hm? - "Ich war selber überrascht,"

"wie leicht es mir fiel, mich vor diesen Typen auszuziehen."

(Stöhnen)

Oh, ja... whoo... (Mann stöhnt)

Ja, ja, ja...

...in Erinnerung zu rufen, in Bezug auf den Absolutbetrag...

(Sonia) "Es gab nur noch das Chathouse und die Uni."

"Manchmal auch beides zusammen. Auch wenn Sandro das nicht gut fand."

"Das Geldproblem war erst mal vom Tisch. Aber dafür ergab sich ein neues..."

(unverständlich)

"Ich hatte keine Zeit mehr für Ladja."

(Computer-Signal) Hey, Mascha, da bin ich wieder.

Und potent wie ein Ochse.

(Sonia) "Zum Glück weiß er nicht, dass ein Ochse ein kastrierter Bulle ist."

(Musik)

(Sonia) "Während Ladja immer noch tanzen ging, blieb ich zu Hause."

"Ich arbeitete bis zu 14 Stunden."

(Mann/PC) Lutsch dir am Finger, Mascha.

(Mann/PC) Und jetzt steck dir den Finger in den Arsch und dann riech dran.

(Sonia) "Ladja dachte, dass ich in einem Callcenter arbeite."

"Doch so wirklich interessierte ihn das nicht." Ladja!

Pass auf, pass auf.

Boom!

Jetzt mach doch mal! - Warte.

Mach doch. (Lachen)

Oh, fuckt mich das ab, Alter, ich hab keinen Bock, Mann!

(PC-Stimme) Game over!

(Sonia) "Wie war das? Man kann sich nur lieben, wenn man sich kennt."

"Eine Beziehung kann nicht funktionieren, wenn man das Leben nicht miteinander teilt."

"Ladja und ich lebten aneinander vorbei."

"Wir wurden uns fremd."

(Summen)

Hm... kannst du mir erklären, was ich damit machen soll?

Oh, ja...

(Stöhnen)

(Computer-Signal)

Oh, ja!

Oh, ist das gut, ja.

(Sonia) "Wir sahen uns immer weniger. Ladja blieb immer länger weg."

(Ladja) "Das ist die Mailbox von Ladja. Sprecht nach..."

(Sonia) "Und dann kam er gar nicht mehr nach Hause."

(Tür wird geöffnet)

Sag mal, willst du mich verarschen, Fräulein? Wir hatten das Thema, he?

Mann, Sandro, ich schreib übermorgen Prüfung.

Willst du mich verarschen? Was ist, wenn sich hier einer einloggt

und du bist hier am Rumstudieren?

Sag mal, spinnst du? - Ich hab dir gesagt,

du sollst dich entscheiden. - Lass mich los!

Ey, das geht nicht. Ist das klar?

(Computer-Signal)

Uh! Mein Gott!

Ich find's am geilsten, dass du so 'n schlaues,

dreckiges, unartiges Schulmädchen bist.

Kleine Mascha!

Lass es uns auf deinen Schulbüchern treiben.

Und ich war sehr, sehr unartig.

Du mieses, kleines Arschloch.

Das bin ich. - Du liebst es, hier einfach reinzukommen

und mich beim Lernen zu stören, oder?

Du Wichser! Du Drecksack!

Du Pisser! (Mann stöhnt)

Verpiss dich, ich bin fertig mit dir. (Mann stöhnt)

(Musik von Amphibious Zoo DJ Crew - "I was")

(Musik von Amphibious Zoo DJ Crew - "I was")

(Musik) Amphibious Zoo DJ Crew - "I was"

(Sonia) "Mir hat's gereicht. Wir hatten den 24.12.,"

"und damit Weihnachten für mich daraus werden würde, musste ein Neuanfang her."

"Was hat die im Chathouse noch mal gesagt?"

""Mit deinem Talent kannst du woanders zehnmal so viel in der Stunde machen.""

"Okay."

(Frau) "Oase, hier die Anja."

Mein Name ist Sonia. - "Na, schöne Weihnachten, Sonia."

Ja, Ihnen auch frohe Weihnachten. - "Kleene, wenn du wegen des Jobs anrufst,"

"da kannst du gleich heut vorbeikommen." - Heute? Ähm, ja.

"Ja, prima, dann sehen wir uns später." - Okay, tschüs.

(Hundegebell)

Ja, schön brav, schön brav. So ist's fein, so ist's fein, mein Kleines.

Ah, du musst Sonia sein. Ist diese scheiß Klingel wieder kaputt.

(Klingel, Hundegebell) Na ja...

Na, komm mal rin, meine Kleene. Ach, hallo, Yusuf, lass mal durch. So.

Wir haben hier 'ne kleine Weihnachtsfeier,

wir trinken 'n bisschen Schampus, ganz gemütlich. Ich bin übrigens Anja.

(Musik, Lachen, Jubeln) - Mädels!

Na komm.

Mädels, darf ich euch Sonia vorstellen?

Die guckt sich heute mal 'n bisschen um, ne?

Ich bin die Mama hier von dem Ganzen.

Na, nun nehmt sie mal in die Mitte, wa? - Komm her, Baby, komm her.

Hey. - Hey.

Warum können Nutten nicht bis 70 zählen? - Keine Ahnung.

Weil sie bei 69 schon den Mund voll haben.

Der ist gut.

(Vera) Gib mir auch Sekt. - Na, erst mal sie.

(Anja) Prost, wa? (Klingel)

Mädels, anziehen. Hopp, hopp.

Ach, ich komm in die Dinger nicht rein.

Ach... so!

Seid ihr hübsch? Gut.

(Sie öffnet die Tür) Mensch, Karl-Heinz!

Det ist ja 'ne Weihnachtsüberraschung! Na, komm mal rein!

Hallo, die Damen. - (alle) Hallo.

Ich nehm die in der Mitte. - Nee, dat geht nicht, du.

Die hat noch Welpenschutz.

Die da.

Du weißt aber, dass ich 'n Schnipie hab?

Dann die links außen. - Links außen, ja.

Solche Überraschungen hatte ich nämlich schon genug.

(Lachen) - Oh, Mann!

Es riecht schon wieder nach Sperma! - So, Freunde...

jetzt spielen wir 'n Spiel. Auf wen die Flasche zeigt, macht den Bleistifttest.

Und wo der Bleistift hängen bleibt, der muss aufn Balkon rennen

und schreien: "Ich hab Hängetitten."

Also, wenn es mich trifft, dann renn ich gleich raus.

Und... hui...

(Mandy) Die Neue. - Ey, das war geschummelt!

(Anja) Nee! Nee, nee, nee.

Nee, das hätt ich gesehen.

Komm! - Ausziehen. - Na, jetzt aber!

Jetzt wollen wir wat sehen.

Uh, sexy Tittchen.

(alle) Uh...

Bestanden! Jawoll! - Ich wünschte, ich hätte auch so Toblerone-Titten.

Ist ja auch schon fertig... - Na denn, tschüs, die Damen, wa?

Tschüs... - Und der Herr.

(Mandy) Ja, genau, frohes Fest! - Das ging aber schnell.

Der Typ hat zwei Mal zugestoßen und ist dann gekommen,

dann hat er sich entschuldigt, weil er so schnell war,

aber seine Frau würde unten 'n Parkplatz suchen, letzte Weihnachtseinkäufe...

(unverständliches Durcheinander)

(Anja) Berlin wird ja immer verrückter, wa? - Frohe Weihnachten, sag ich da nur!

Los, noch mal! Los, noch mal!

Und... alles aufgepasst! - (Anja) Ja.

Oh! - Och, nö!

Ja, ich geh ja schon.

(schreit) Ich habe Hängetitten! (Sie lacht)

Wat war 'n ditte? - Wieder irgend so 'ne Bekloppte.

Allet verlorene Seelen, wenn du mich fragst.

Na, kleenet Fräulein? Wat globste, wat ick für Hängetitten hab?

Aber ick verdien ja och keen Geld damit. - Dir och schöne Weihnachten, Rosie.

Det wünsch ick dir och. - Bis später, wa?

Bis später, Anja.

(Musik)

(Sonia) "Okay, Weihnachten im Puff."

"Aber, hey, so ist Berlin halt, oder?"

(Musik von Alle Farben - "Far away")

♪ Far away, far away

in the land where the sun will never rise ♪

(Mann) Danke! Danke.

Schöne Weihnachten, ne? ♪...in the place with marmalade skies

Far away, far away

in the land where the sun will never rise ♪

Du hast vergessen, mir deine Nummer zu geben.

Die steht im Telefonbuch.

Ich hab deinen Namen vergessen. - Der steht daneben.

Was war 'n das gerade?

Ich hab dich gesehen. Von außen... so... - Aha.

Und dann wollt ich dich 'n bisschen mehr sehen,

also...

bin ich eingestiegen.

Sag mal, mischt sich deine Frau auch ab und zu in deine Ehe ein?

Die wohnt bei ihrer Mutter in Frankreich.

Mh, na dann. Joyeux Noel!

Ich steig hier aus.

Ich noch nicht.

♪ Carry on, carry on

until you reach the hallway made of gold

All alone she moves

Into a broken paradise surrounded by the colored lights

On and on she moves

Into a paradise without day and without night ♪

(Sonia) "Wenn ich ehrlich bin, wäre ich gerne mit meinem Barkeeper ausgestiegen."

♪ All alone she moves

Into a broken paradise... ♪

Oh, mein Gott...

'ne Gulaschkanone.

Frohe Weihnachten.

Oh, lecker.

Schmeckt's?

Sehr!

Weißt du, was jetzt noch fehlt?

Mhm... - Nein!

Perfekt.

Warte.

Ähm...

ich will, dass du mir was vorspielst.

Was? Ich trag da nur mein Weed drin rum.

Gut...

(Er räuspert sich)

(singt) Wir sind jung,

wir sind hier,

unendlich Zeit, uns zu verlieren.

Wo du auch steckst,

ich bin da,

ich atme dich ein, ganz warm und klar.

Denn heut Nacht sehen wir,

was ist, was war und sein wird.

Wir lassen uns treiben durch die Nacht und durch Berlin.

Ganz egal, was ist, was war und jemals sein wird.

Ich bin da, du bist bei mir und wir sind eins.

(Musik)

♪ Ganz egal, was gestern war,

wir leben diesen Tag.

Ganz egal, was morgen ist,

wir leuchten durch die Nacht.

Ganz egal, was gestern war,

wir leben diesen Tag. ♪

(Sonia) "Das waren die schönsten Weihnachten meines Lebens."

"Ladja versprach, sich zu bessern und sich einen Job zu suchen."

Da...

Das hatte ich beim ersten Mal an. - Das ist doch 'n Fummel.

Das Wort Fummel heißt ja nicht zwangsläufig was Schlechtes.

Ich dachte, das heißt so, weil die Absicht damit klar wird.

Hier. Zieh dat mal an.

Kann ich gar nicht glauben, dass ich da mal reingepasst hab.

Warum hast 'n du eigentlich angefangen? - Ach... nur so.

Ick komm halt hier ausm Block. Anja war meine Babysitterin.

Kannst du dir dat vorstellen?

Na ja, und jetzt spar ick halt auf Australien.

Oh, super.

Det ist 'n ganz normaler Job.

Toll... Dat dacht ich zuerst.

Aber dat ist mehr, viel mehr. Verstehst du?

Du bist ja nicht gleich 'ne Nutte.

Du bist ja in gewisser Weise auch viel mehr als 'ne Frau, die nur fickt.

(Vera) Das ist Spargelpizza von heute. - Vera, ich hab hier grad 'n Moment.

Du bist Schauspielerin, du bist Diplomatin, du bist Psychologin...

Du stehst über allem.

Wir sind hier alle Feministinnen.

Hey, Mann, aber ich möchte gar nicht ficken, ich möchte einfach nur...

Massagen und Hand-Entspannungen geben.

Na ja, det ham wir alle gesagt am Anfang.

Ich hab mal gehört, nur eine von 1.000 schafft's wieder raus.

Nur eine von 1.000 schafft es wieder raus? Ja, ja. Aber hast du mal überlegt, wieso?

Da steht keiner mit der Knarre an der Tür. Es gibt gutes Geld. Fertig. Aus.

Da sagt keiner nein. - Also, mein Flug nach Australien ist ja so gut wie gebucht.

Guck mal. Die waren damals übersäht mit Einstichen.

Und guck mich heute an. Ich hab's geschafft.

Ich bin die eine von 1.000.

Ich bin glücklich und clean.

Komm...

Das ist Sonia... - Und das...

...ist Mascha.

Nur für den Fall.

Keinen Scheiß machen, ja?

Weißt du, es gibt sicher schönere Zeiten...

aber diese ist die unsere.

Woher ist das? - Fernsehzeitung.

(Musik)

(Sonia) "Alle Mädchen hier hatten eine Geschichte hinter sich."

"Manche waren sehr tragisch, andere relativ harmlos."

"Ich wusste noch nicht, wie meine Geschichte ausgehen würde,"

"jetzt, da hinter dieser Tür mein erster Freier saß."

"Aber ich wusste, dass sich mein Beat in diesem Moment für immer verändern würde."

Willst du mich nicht bestrafen?

Ich war ein ganz böser Junge.

Bestraf mich.

Bestraf mich! Bestraf mich!

Bestraf mich! Bitte. Bitte, bestraf mich...

Du Böser! - Ja, ja, ja, ja...

Seidenstofftaschentuch?

Danke.

Entschuldigung, dass ich dich getroffen hab.

Kann passieren, ne?

Und...

vielen Dank, ich hatte einen...

ganz wunderbaren Orgasmus.

Ganz viel Spaß.

Gern.

Und, wie... war dein Weihnachten?

Waren alle da?

Mama, Papa, Oma, Opa, Kinder... Hast du Kinder?

Nee, nee. - Es ist schön, Kinder zu haben.

Sehr schön sogar.

Und, äh, denk dran, es soll stürmen heute noch.

Okay.

Ähm, ja, die Kerze. - Was?

Die Kerze. - Ach so, äh, hier.

Das kitzelt.

Meiner ist größer als deiner.

Und was bedeutet das jetzt für mich?

Dass du eine großartige Mathematikerin wirst.

(Sonia) "Neuer Job, alte Probleme."

"Ich ging in den Puff, es lief super mit Ladja,"

"aber irgendwas kam immer zu kurz."

"Diesmal war's die Uni."

(Musik)

(Er schluchzt) Soll ich irgendwas anderes machen?

Nein. Du machst alles richtig.

Ich steh auf Schwänze.

Hey...

Ist doch voll okay. Ich steh auch auf Schwänze.

(Sonia) "Ich war immer noch oft allein zu Hause,"

"aber nur, weil Ladja sich endlich 'n Job gesucht hat."

(Milan) Sonja?

Hey!

Schönes neues Jahr. - Ja, wünsch ich dir auch.

Hast du grad bei mir geklingelt?

Gerade? Nein. Nee.

Nein. - Du wolltest doch zu mir!

Nein, ich war zufällig hier und wollte gucken, ob dein Haus noch steht.

Es steht. - Ja, es steht.

Du, äh, du hast mein Portemonnaie noch. - Stimmt, das Portemonnaie.

Also, du kannst auch ohne Portemonnaie vorbeikommen. Jederzeit.

Berlin macht einen manchmal so wahnsinnig einsam.

Ich bin nicht einsam.

Also dann... - In meinem Portemonnaie ist auch meine Telefonnummer,

also, du kannst mich anrufen.

Dann behalt ich's noch kurz, ja?

Baby, ich hab dir doch gesagt, du sollst was trinken, hm?

Hab ich doch. - Ja, was denn?

Vier Flaschen Mate. - Na also, dann entspann dich!

Wie soll ich mich denn entspannen auf Mate? - Na, komm schon.

(Er lacht) Ja, geht doch!

Ah, ist das geil!

Ist das geil!

Super, super...

(Sonia) "Anfangs fragte ich mich immer, was die Kerle wohl"

"für prägende Erlebnisse hinter sich hatten, um diese abstrusen Fetische zu entwickelnd,"

"aber da diese Fetische alle so verschieden waren,"

"erinnerte ich mich an einen Satz, den Mandy mal sagte: "Berlin ist bunt, wa?""

Wo hast 'n du die Klamotten her?

Na ja, von meiner Oma natürlich, was denkst du denn?

Ich weiß, was du jetzt denkst, aber da musst du dir keine Sorgen machen.

Weißt du, die hat so 'ne Krankheit, die vergisst immer alles.

Also... stört sie das gar nicht.

Ist er schön pelzig?

Oh, ich bin so geil.

Steck ihn mir tief rein.

Komm schon.

Komm, komm.

(Meerschweinchen quiekt)

Komm schon. (Meerschweinchen quiekt)

(Meerschweinchen quiekt panisch)

Hey, Wolfgang. - (Wolfgang) Hallo, Mascha.

Soll ick dir bei wat helfen?

Och, das ist ganz lieb, aber ich glaub, ich krieg das alleine hin.

Geh doch schon mal vor und mach dich frei, ja? - Jawohl, Frau Doktor.

(Musik) ♪ It's a beautiful day

I wish you could feel it through my live

I keep my head in the clouds

and feel the sun breaks through the brain

It's a beautiful day

I wish you could feel it through my live

I keep my head in the clouds... ♪

(flüstert) Sag mal, kommst du heute Abend zur Lerngruppe?

Dieser süße blonde Jakob, der kommt auch. (Kichern)

Stehst du auf den, oder was? - n' bisschen.

So?

(Musik)

(Sonia johlt)

(Musik und Stimmengewirr) - Mein Bruder.

Zum Wohl.

(Sonia) "Ich hatte nicht drüber nachgedacht, wie schnell das alles auffliegen konnte."

...wirst du von den Kunden nur so richtig, richtig gefickt. Hey!

Ja, kennst du schon Jenny? Sie ist 'ne Kollegin von der Arbeit.

Ich weiß.

Wir gehen uns mal ganz kurz die Nase pudern, ja? - Bis gleich...

Bist du bescheuert? Du kannst doch nicht einfach so...

Was hast du ihm gesagt? Ladja weiß doch nicht, dass ich...

Ladja weiß, dass du... im Callcenter arbeitest.

Nicht dein Ernst, ja? Puh...

In zwei Welten leben, das ist nicht einfach. Und Lügen haben kurze Beine.

Im Gegensatz zu mir. Kommst du?

(House-Musik)

(House-Musik)

Guck mal, hier! Wahnsinn, die Kohle ist weg! - (Sonia) Was, das kann doch gar nicht...

Was glaubst 'n du, wer die Drinks bezahlte? Wie haben wir das denn sonst gemacht, hm?

(Sonia) "Und da war er wieder, der Morgen danach. Und wieder keine Kohle."

(Mann) 3,50. Guten Appetit.

Oh, Scheiße! Ich hab nur...

2,35. - M-m.

Keene Kohle, keen Chicken.

Kannst du da nicht vielleicht 'n Bein abreißen und ich ess den Rest?

Läuft das bei euch Nutten so?

Ohne Beene ist billiger?

Oder was? - Mascha, Liebes.

Hallo, Wolfgang.

Wir vermissen dich bei uns, Wolfgang. - Ach, Kleene,

ich hab grad mal 1.200 Euro Rente. Die brauch ich zum Essen und für dich.

(Kamera klickt)

Und wenn dann mal irgendwann so 'ne Arztrechnung ins Haus flattert,

steh ich im Wald.

Ich würd dir so gern Rabatt geben, aber bei uns ist grad voll die Flaute.

Ist schon okay, wir zwei sind doch starke Seelen, wir schaffen das schon, oder?

Das Leben ist fürs Überleben gemacht.

Das ist so lecker, Wolfgang.

Komm jeden Samstag und ich mach Rouladen. - Versprochen?

In meinem Alter...

geht die ganze Liebe in die Kulinarik

oder in Erinnerungen, liebe Mascha.

Ich heiß eigentlich Sonia.

(Vera) Willst du auch einen Kaffee? (Sonia) Ja.

Na, auf jeden Fall... - Due Kaffee per favore.

Äh, ja, Mädels, was wollt ihr nun? - Zwei Kaffee.

Ah... zwei Kaffee.

Auf jeden Fall haben wir Jenny dann getroffen und ich dachte,

sie steckt es Ladja vielleicht mit dem "Callcenter".

Na, ich hatte richtig Schiss, dass das rauskommt. - Ja, und dann?

Na ja... - Bitte schön, zwei Euronen.

Bitte. - Zwei schöne Damen, zwei Euronen.

Schönen Tag noch. - Dir auch.

Na ja, ich mein... okay...

Ladja... - Sonia...

ich steig aus.

Was? - Ich such mir 'n anständigen Job.

Ich hab keinen Bock mehr auf dieses ewige Doppelleben.

Ich hör auf mit dem Scheiß.

Ich geh zur IHK und mach eine Ausbildung. Ich hab auch schon Ideen.

Ich brauch nur noch ein Praktikum, wenn ich das habe,

kann ich nämlich Chemielaborantin werden und dann von morgens bis abends

in einem Labor... und mach so mit Pipetten und...

Ja, guck mal. Der Fernsehturm. - Weißt du, das ist mein Traum.

Ganz schön groß, ne? - Wer ist denn das?

Äh, niemand eigentlich. - (Vera) Eigentlich?

(Sonia) Was hast du gerade gesagt? (Vera) Ach, das ist gar nicht so wichtig.

Los, komm, wer als Erster da ist. Komm!

(Musik)

Meine Lieben! Det is Alexa. Unser neues Familienmitglied.

Hey. - Hallo.

Hi.

(Sonia) Wow!

Bist du nervös?

Das wird dir helfen.

Du bist 'ne ganz andere Frau.

Dadurch bekommst du viel Freiheit.

Sieht toll aus.

In der Drei will jemand vögeln. Wer übernimmt det?

(Musik von Alle Farben - "Sometimes")

♪ Whenever you're feeling lonely

in our whacking world ♪ Ich bin Mascha.

Ich bin Carl.

Kennen wir uns?

Nein. Ich denke, noch nicht.

(Sonia) "Der erste Freier, mit dem Mascha es trieb,"

"war also tatsächlich mein Professor." ♪ And all that's left is bare,

your feelings start to storm

Sometimes you're feeling stronger

Sometimes you're feeling week

Sometimes you're feeling colder,

but the light will bring the heat

Sometimes you're feeling lucky

Sometimes you're feeling on

But if you don't start believing... ♪

(Sonia) "Als Mascha erst mal begonnen hatte, mit den Freiern zu vögeln,"

"blieb es nicht bei diesem einen Mal."

"Für Sex gab's immerhin 50 Euro extra."

"Anfangs hat Mascha nur mit Typen gefickt, mit denen ich auch"

"nach einer durchzechten Nacht nach Hause gegangen wäre."

"Dann ließ sie sich auch von denen vögeln, die noch gegangen wären,"

"wenn ich komplett besoffen gewesen wäre."

"Und am Ende war es Mascha und auch Sonia quasi egal."

Fuck, fuck, fuck...

(Klingel)

Echt jetzt?

(Räuspern)

(Sonia) Echt jetzt? - Hi, Sonja.

Hi, Jakob.

Ich muss los, ne?

Sag mal, stör ich? - Nein.

Ich bin dann wohl zu spät zur Lerngruppe, oder? - Vier Stunden.

Ciao.

Ciao.

Der hat echt 'n Knackarsch. - Ja.

Aber da gibt's so 'n Typen.

So 'n Kellner ausm 'Bad Days', und...

der hat ganz tolle Augen und 'n hammer Körper.

Und so 'n Lächeln.

Aber der nimmt mich gar nicht wahr.

Weißt du was? Wenn ich 'n Typ wär, dann wär ich verliebt in dich.

Ich auch in dich.

Du hast so 'n Geheimnis. Da steh ich drauf.

Ich bin 'ne Nutte. - Ja, ich auch.

Fuck!

Echt jetzt?

Aber ich dachte, du arbeitest in diesem Callcenter.

Das Callcenter gibt's gar nicht.

Okay...

Aber ich bin's nicht, die sich prostituiert.

Und wer sonst?

Mascha. - Ja, und wer ist das?

Die Frau, die sich meinen Körper ausleiht, wenn Sie anschaffen geht.

Ist schon so 'n bisschen schizo, oder? So 'n anderes Ich.

Ist ja eigentlich ganz geil.

Haben die auch mal was miteinander?

(Kreischen) Wo ist denn meine kleine Transe?

(Sonia) "Mir wurde klar, dass es längst nicht mehr nur das Geld war,"

"warum ich in die Oase ging. Ich hatte hier so was wie eine Familie gefunden."

Ja, dat mach ick. Knetest du die Hoden?

(Sonia) "Hier wurde ich weder für das verurteilt, was ich war,"

"noch für das, was ich machte." Meine Eier sind Bombe. - Ick brauch Stärke.

(Frauen lachen)

Ach so, da hat eben so 'n Typ nach Vera gefragt.

Ja, wo ist 'n die eigentlich? (Sonia) "Wir ließen uns alle so sein,"

"wie wir waren. Mit falschen Namen..."

Na, du bleib mal bei Muttern. (Sonia) "...aber mit echten Seelen."

Wie nennen wir den denn? Hm? - Zäpfchen.

(Mandy) Ah, ich hab die Transe!

(Sonia) "Und inzwischen war ich fast lieber Mascha als Sonia."

(unverständliches Durcheinander)

Mädels.... Mädels, ick muss euch mal wat sagen.

Die Oase ist verkooft worden.

Ja, war wohl 'ne Flaute zu viel, wa?

Mh, macht doch nicht so 'n Gesichte.

Dat Leben geht doch weiter.

(Sonia) "Flaute war gut."

"Das Geschäft lief so schlecht, dass wir nehmen mussten, was kam."

Du hast mich grad fast umgebracht! - Ach, Quatsch, so schnell geht das nicht.

Pass auf dich auf.

Baby, hast du Feuer?

In meiner Tasche.

Wo ist 'n die? - Da.

Da.

Kannst du das machen? Hier ist nur Schminkzeug...

und Kondome.

Feuer?

Ich...

Weißt du, ich hab Bock zu tanzen.

Können wir das nicht machen nach deinem Callcenter?

Ja, klar. - Bisschen...

Das sind auch nicht meine Freunde. Also, nicht so richtig.

Hi, Mascha. Hey. Schön, dich hier zu treffen.

Hey. Und, was geht?

Ich wollte morgen... - Ähm, das ist übrigens mein Freund Ladja.

(Russisch)

Ich bin Ukrainer.

(Russisch)

(Russisch)

(Russisch)

Habt einen schönen Abend.

Was hat er gesagt?

Er meint, ihr kennt euch von der Arbeit. Seid ihr Kollegen, oder was?

Ja, so was in der Art.

(Disco-Musik)

(Musik von Tangowerk feat. Lulu Schmidt "Innocent")

(Musik von Tangowerk feat. Lulu Schmidt "Innocent")

(Musik von Tangowerk feat. Lulu Schmidt "Innocent")

Sag mal, stalkst du mich?

Ist das hier das Frauenklo?

Hey... - Was willst du?

Mann, Milan, du hast doch alles.

Du hast 'ne Wohnung, du hast 'ne Frau, du hast 'n Kind, du hast 'n Leben!

Das will ich alles nicht mehr!

Ich will...

Das ist Jule, meine beste Freundin.

Oh, hey.

Milan.

Ich weiß.

Mann, Scheiße, Jule, ich wusste nicht, dass du...

Bist du auch einer von ihren Freiern?

Oh... sorry.

'tschuldigung!

Hey...

In zwei Stunden bin ich hier raus.

(House-Musik)

Ladja, mach auf! Du hast den Schlüssel stecken lassen.

Ladja? Mach mal auf.

Mach mal auf, Baby.

Mach auf, Mann!

Scheiße.

(Musik von Alle Farben - "Far away")

♪ Far away, far away

in the land where the sun will never rise

Far away, far away

in the place where the sun will hide it's eyes

Far away, far away... ♪

(Milan) Ärger?

(Sonia) Ich bin irgendwie gefangen.

Weißt du, als ich nach Berlin kam, war ich die freieste Frau der Welt, und jetzt...

jetzt komm ich nicht mal von mir weg.

Das kenn ich.

Und ich spring dann einfach.

So ausm Flugzeug. 10.000 Meter.

Lass einfach alles los.

Ich hab kein Flugzeug.

Aber du fliegst doch schon längst.

Was wird das? - Zieh mal die Schuhe aus.

Wieso?

Wieso nicht?

Und? Fühlst du dich freier?

(Musik) ♪ I don't want to change the world tonight

I just want to blow my mind

Blow my mind

Blow my mind

Blow my mind

Blow my mind

Blow my mind

Blow my mind... ♪

(Milan) Was hältst du davon?

Lass uns...

barfuß über jede Straße...

in jeder Stadt dieser Welt laufen.

Und in jedem Brunnen baden.

Kommst du mit?

(Musik)

Ich liebe dich.

♪ Blow my mind

Blow my mind

Blow my mind ♪

(Kirchenglocken läuten)

Milan?

(Sonia) "Am Ende war Milan doch nur ein weiterer Freier."

"So wie manche auf Pisse standen, stand er wohl auf Romantik."

(Musik)

(Sonia) "Jule konnte die Klappe nicht halten."

"Als ich dastand, guckten sie Mascha an."

(Musik)

So viel zum Thema Freundschaft, ja? - Du redest von Freundschaft?

Hey, das mit Milan tut mir leid. Ich wusste... - Weißt du was, Sonja?

Du bildest dir auf dich selbst sowohl viel zu viel als auch viel zu wenig ein.

Und das macht dich so großartig. So einzigartig.

Aber auch so abstoßend.

Du willst 'ne Nutte sein, also bezahl auch den Preis dafür. - Hey, du Schlampe!

Es klatscht gleich, aber nicht Applaus.

Danke.

(Sonia) "Einige Zeit später machte die Oase wieder neu auf."

"Mit neuem Gesicht und neuem Namen."

""Extase", so 'n Scheiß."

Hi. - (Mandy) Hey. Was ist 'n hier los?

Das ist Sandro. Der hat die Oase jetzt übernommen.

Und als Erstes hat er Anja gefeuert.

Ach, kick mal einer an. Is det nicht unsere kleene Sonia?"

Mascha. - Hab gewusst, dass du wiederkommst.

Na ja, ich hab dir immer gesagt, du musst dich entscheiden.

Bin stolz, dass du dich für uns entschieden hast.

Wir haben vier Zimmer.

Alle vier von euch arbeiten gleichzeitig.

Und die Kunden kommen rein, kicken sich euch an und entscheiden sich.

Ich krieg 'n Hunni Miete, den Rest könnt ihr behalten!

Das ist illegal. - Nein!

Das ist geil! Das ist Berlins erstes Laufhaus, ihr seid selbstständig!

Du weißt schon, dass wir gerade total die Flaute haben?

Ja, dann musst du halt die Preise senken, Mäuschen.

Ja... hättest du mal besser BWL studiert.

(Sonia) 80, Minimum. (Mann spricht Polnisch)

30. - Nein.

(Polnisch)

Okay, okay!

40?

Gut.

(Männer stöhnen)

(Männer schimpfen)

Wie heißt 'n du eigentlich wirklich, Mandy?

Sandy.

(Sonia würgt und übergibt sich) - Nein, nein...

Das war nur 'n Scherz. Ich heiße eigentlich Bernadette.

Du...

Wollen Sonia und Bernadette nächsten Monat nach Australien fahren?

Ich glaub, ich bleib erst mal noch 'n bisschen hier.

Und wenn ich jetzt noch 'n Jahr arbeite oder so,

dann kann ich da unten ja auch mehr ausgeben.

Man weiß ja nie, was kommt, ne?

Hier, jetzt piss da mal drauf.

(Laute Stimmen) (Mandy) Bist du bescheuert, oder was?

Hier gibt's keine Sonia!

Lass ihn. Lass ihn.

(Musik von Alle Farben - "Leaves") ♪ Sometimes I...

do wonder why

These leaves keep fallin'

Leaves keep fallin'

Sometimes I...

do wonder why

Leaves keep fallin'... ♪ - Ladja!

Da ist sie ja. Meine eigene kleine Nutte!

Hey! Wollt ihr meine Freundin ficken? 30 Euro.

Spar-Angebot. All you can fuck!

Ladja, bitte! - Hey! Hey, du!

Willst du ficken? Was guckst du so?

Nein, Ladja!

Ladja...

Es tut mir leid.

Es tut mir leid.

Du hast mich allein gelassen. Es war meine Entscheidung.

Du kommst jetzt nicht hierhin und verurteilst mich. Nicht du!

♪ Keep searchin'

Keep searchin'

Keep searchin'

Keep searchin' Leaves keep fallin'

Keep on fallin' My leaves keep fallin'

Keep on fallin' My leaves keep... ♪

Man kann sich nur lieben, wenn man sich kennt.

Nein, Sandro!

♪ Leaves keep fallin' My leaves keep fallin' ♪

Ladja...

Kannst du die Zeit noch mal für uns anhalten?

Für mich?

Es ist zu spät.

Für uns beide.

Glaub mir.

Einmal Nutte, immer Nutte.

Ich weiß, wovon ich rede.

♪ Keep searchin'

Keep searchin'

Keep searchin'

Keep searchin'

Keep searchin'

Keep searchin'

Keep searchin'

Keep searchin' Leaves keep fallin'

Keep on fallin' My leaves keep fallin'

Keep on fallin' Leaves keep fallin'

Keep on fallin' My leaves keep fallin' ♪

(Sonia) "Fucking Berlin ist ein modernes Babel."

"Wir wollen alle zusammen leben, aber sprechen nicht die gleiche Sprache."

Hey!

Hallo, Sonia, kannst du mir ein bisschen Geld leihen? Nur ganz kurz.

(Sonia) "Es hat angefangen wie ein Rausch."

"Ich wollte meine Grenzen austesten und hab sie überschritten."

"Burnout ist was für Anfänger. Ich hab Fuckoff."

(House-Musik)

"Berlin ist keine Stadt."

"Berlin ist ein Rhythmus."

"In Endlosschleife."

(unverständliches Gespräch)

"Ich weiß nicht, wann ich meinen Rhythmus verloren habe."

(Musik)

♪ Wir sind jung,

wir sind hier,

unendlich Zeit, sich zu verlieren.

Wo du auch steckst,

ich bin da,

ich atme dich ein, ganz warm und klar.

Denn heut Nacht sehen wir, was ist, was war und sein wird.

Wir lassen uns treiben durch die Nacht und durch Berlin.

Ganz egal, was ist, was war

und jemals sein wird... (Klingel)

Ich bin da, du bist bei mir... ♪ - Hey.

Hey, ich hab dir das Geld gegeben, damit du den Job nicht mehr machen musst.

Es ist okay. - Damit du frei bist.

Pass besser auf deine Wertsachen auf, ja?

Ich hab schon 'n neues.

Mach's gut.

(Musik)

(Sonia) "Mein Beat erholt sich gerade von den ganzen Aussetzern."

"Er schlägt wieder ganz allein."

"Na ja... nicht ganz."

(Straßenlärm)

♪ Ganz egal, was gestern war,

wir leben diesen Tag.

Ganz egal, was gestern war,

wir leben diesen Tag.

Ganz egal, was morgen ist,

wir leuchten durch die Nacht.

Ganz egal, was gestern war,

wir leben diesen Tag.

Ganz egal, was morgen ist,

wir leuchten durch die Nacht. ♪

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