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Kalila.
-Was? -Du siehst richtig gut aus.
[Ali] Kalila!
[Arzt] Wir konnten Ihrer Frau leider nicht helfen.
Papa, was ist denn?
Bis auf Weiteres wird Ihnen das Sorgerecht
für Ihre Tochter Serin entzogen.
Entschuldigung, sind Sie Toni? Toni Hamady?
Ich bin nicht Toni Hamady. Ich bin Ali. Bleib sauber.
In letzter Zeit vermisse ich echt meinen Bruder.
Warum akzeptierst du nicht, dass ich raus bin?
[Ali keucht]
[Arabisch] Warum enttäuschst du mich?
[Arabisch] Ich halte mich an die Vereinbarung und liefere monatlich.
[Arabisch] Seit drei Monaten kommt aber nicht mehr alles Geld bei mir an.
[Arabisch] Ich komme nach Berlin.
[Arabisch] Und wenn ich da bin, wirst du mir den Verräter liefern.
Soll er kommen, der Hund. Denkst du, ich hab Angst?
Dieser Mann ist Gift für mich. Ich will nur meine Tochter.
In Anbetracht der vergangenen 14 Monate
sehe ich keinen Grund, dem Antrag des Kindsvaters nicht stattzugeben.
Du kannst jetzt jedes Wochenende zu mir kommen.
Nächste Woche gibt's 'nen Ausflug mit Überraschung.
Okay, wir machen das so:
-Wir verfolgen das Geld. -Das Verfolgen überlass mir.
-Ja? -Herr Hamady. Wollte meine Kinder abholen.
-Herr Hamady, Ihre Frau war schon da. -Was?
Wir haben starken Grund zur Annahme,
dass Ihrem Mann Ihr Aufenthaltsort bereits bekannt ist.
Sie sind in Gefahr.
Ich glaub, sie hat's geschluckt.
[Arabisch] Hey, Maruf!
-Du hast doch Berlin-Verbot. -Toni gibt's nicht mehr.
Ich will was Großes starten, und zwar mit dir.
-Wie sieht's aus? -Nein.
Toni hat sich zurückgezogen, deswegen bin ich hier!
Das hier ist für Onkel Wanja.
Das sind 150. Ich möchte mit Ihnen Geschäfte machen.
Das Mädchen hat für uns gearbeitet.
Der Mann, der das getan hat, heißt Muharrem, ist 'n Friseur.
Beseitigt ihn. Dann sprechen wir weiter.
-Ja, Jamal? -An dem Auto war diesmal keiner dran.
Der Wagen wird jetzt verschifft nach Beirut.
Wenn was geklaut wurde, war's die Werkstatt.
[Fahrstuhlsignal]
[Karami telefoniert auf Arabisch]
[Karami telefoniert weiter]
Salam.
Salamu alaikum.
Alaikumu s-salam.
[Arb.] Du bist alt geworden in dem einen Jahr, Ali.
[Arabisch] Hat dir der Ausstieg aus dem Geschäft nicht gutgetan?
[Arabisch] Es war richtig. Nichts geht über ein anständiges Leben.
[Arb.] Nun, was hast du für mich?
[Arabisch] Dein Geld, das wir dir schulden.
[Arabisch] Und noch etwas mehr als Wiedergutmachung.
[Arabisch] Und der zweite Teil unserer Abmachung?
[Arabisch] Abbas hat die Sache geregelt.
[Arb.] Das Geld wird ab sofort über eine andere Route nach Beirut gehen.
[Arb.] Du hörst mir nicht richtig zu, Ali.
[Arb.] Was sagte ich dir letztes Mal?
[Arb.] Du sollst mir den Verräter bringen.
[Arabisch] Ich sage dir, wir haben das Problem gelöst,
und hier ist dein Geld.
[Arabisch] Bitte schön.
[Arb.] Was nützt mir Geld, wenn ich nicht respektiert werde?
[Arabisch] Gott bewahre. Wir respektieren Sie, Herr Karami.
[Arabisch] Dein Geld zeigt mir nur,
dass du deinen eigenen Leuten nicht traust.
[Arabisch] Das ist nicht gut.
[Arabisch] Ich will den Verräter.
[Arabisch] Lebend.
[Arb.] Auf den Knien, vor mir.
[Arb.]Wenn du ihn nicht lieferst,
hole ich mir deine Leute, einen nach dem anderen.
[Arabisch] Ich hoffe, meine Worte sind diesmal klar.
[Arabisch] Ich bin hergekommen, aus gutem Willen und in Frieden.
[Arabisch] Ich habe das Geld zur Versöhnung mitgebracht.
[Arabisch] Und du sagst, du willst meine Leute töten?
[Arabisch] So redet man nicht.
[Arabisch] So redet man nicht.
[Arabisch] Das Gespräch ist beendet.
Salamu alaikum.
[Titelmusik]
Zeina. Komm mal her.
Komm, wir machen mal deine Hände sauber jetzt.
Komm.
Achtung, Vorsicht, Stufe.
Genau.
Komm her. Komm her.
Kannst noch mal rutschen, Schatz.
Ist gut.
Zeina…
Adam!
Komm da runter jetzt!
Komm.
Da. Lauf, lauf, lauf, lauf! Zieh dich an.
-[Baby weint] -Schh…
Okay, los, zieh dich an jetzt!
[Baby weint lauter]
Okay. Okay, alles gut.
Entschuldigung.
Okay, komm her. Komm zu mir, ich helf dir. Komm her.
[Rumpeln]
[eilige Schritte im Treppenhaus]
[Tür fällt zu]
[Baby weint]
Hey, Nevin, ich wollte fragen,
ob du für 'n paar Tage auf Adam und Zeina aufpassen kannst,
weil ich nach Berlin fahre.
Sag mir doch bitte Bescheid, ob's für dich passt.
Bis dann.
Ich hab dich überall gesucht, ich konnt nicht schlafen.
Was ist los?
Geht es immer noch um das Geld?
Ich hab dir schon mal gesagt, dass so was passieren kann.
Guck, wie wir leben. Weißt du, wie viele es gibt, die es einem nicht gönnen?
Überleg doch mal, wer's gewesen sein könnte. Toni?
Niemals. Was redest du da?
Okay, weißt du noch…
Damals, als Toni dir die Führung übergeben hat.
Wer hat sich verarscht gefühlt?
Jamal.
Ich mein, vielleicht geht es ihm nicht ums Geld.
Vielleicht will er, dass du verkackst,
er will der Boss sein, ich weiß es nicht.
Ist dir bei ihm schon mal was aufgefallen?
Na ja.
Das mit dem Geldtransport.
Er wollte die Überwachung alleine machen.
Siehst du?
Wir können keinem mehr trauen. Wir haben nur uns.
Ich steh immer hinter dir.
Und ich hinter dir.
[Waffe klickt]
[Waffe klickt]
[Waffe klickt]
[Handy vibriert]
[Waffe klickt]
[Waffe klickt]
[Männer reden Arabisch]
-Ist das der Laden? -Das ist er.
Sieht aus wie 'n scheiß Tribal-Tattoo-Laden, Digger.
-Da steht "Friseur" drauf, Mann! -Und ist der Typ da drin?
Ja, ist er. Das ist so 'n Typ ohne Bart.
-Check das einfach aus. -Ein Typ ohne Bart?
Alle drei von den Typen haben 'nen Bart! Der eine sieht aus wie der andere!
Fick jetzt nicht meinen Kopf, ist doch scheißegal!
-Geh rein und check das aus! -Ist nicht scheißegal, wer das ist.
Könnte ein Familienvater sein, du Idiot!
Geh rein, check das aus, der Typ heißt Mohammed oder so.
-Mohammed? Der hieß Mahmud, Alter! -Nein, Mohammed!
Du weißt nicht mal den Namen, alle haben 'nen Bart!
Ich hab keinen Bock auf diesen Stress! Check das einfach aus.
Organisier dich einfach mal logistisch,
wenn wir schon 'n Mord begehen müssen, Digger, Alter!
Warte jetzt hier! Scheiße!
Idiot, ey.
-[Arabisch] Hallo. -[Arabisch] Hallo.
Ich will mir die Haare schneiden lassen.
Na klar. Nehmen Sie ganz kurz Platz.
Haben Sie auch einen Mahmud hier?
Nein.
-Mohammed? -Nein.
-Also, er hat keinen Bart. -[Telefon klingelt]
-Ist wohl der falscher Laden. - Salam.
-Arbeiten Sie schon länger hier? -Ja, zehn Jahre.
Muharrem.
[reden Arabisch]
[reden Arabisch]
Danke auf jeden Fall. Ich komm vielleicht noch mal.
-Danke schön. -Ciao.
[reden Arabisch]
-Das ist der Typ ganz rechts außen. -Bist du sicher?
Ja! Muharrem, mit Wald in der Fresse! Nicht zu übersehen, ganz außen!
-Okay. -Was machst du denn jetzt?
[Angstschreie]
[Angstschreie]
Weißt du, wer der Verräter ist? Jamal ist der Verräter.
Warum wollte er alleine den Transporter verfolgen? Erzähl mal.
Jamal ist treu und gehört zur Familie, okay?
Treu zu dir, nicht treu zu mir.
Das ist immer noch dein Asker , nicht mein Asker .
Aber was willst du schon wissen? Du bist doch raus aus den Geschäften.
Kannst du's beweisen?
Ich brauch keine Beweise.
Abbas, hat Ewa dir das gesteckt?
Ich brauch keine Ewa, um zu wissen, was los ist.
Misch meine Frau nicht ein.
-Das ist nicht deine Frau. -Doch.
-Das ist nicht deine Frau. -Ist sie, ich werde sie heiraten.
-Du willst sie heiraten? -Ja! Hörst du mich nicht, oder was?
Abbas. Ich bin dein großer Bruder.
Wenn du sie in unsere Familie lässt, machst du einen Fehler.
Sie ist schon in der Familie.
Als ich im Knast war, als es mir scheiße ging.
Sie war auf der Flucht da. Sie war immer da.
Aber was weißt du schon? Du hast sie nie akzeptiert.
Sie hat Vergangenheit, bald will sie Kinder.
Schon passiert. Sie ist schwanger.
Herzlichen Glückwunsch, du bist Onkel.
Keine Freude?
Alaikum salam, Ali.
Kümmere dich um deinen Mann, Jamal.
Mal schauen, ob er die Ratte ist oder nicht.
Die Idee find ich super, aber ich bräuchte noch mehr Stühle und Tische,
die Familie meines Mannes ist riesig, da kommen drei Millionen Leute.
Und die Familie aus Polen usw.
Ist es möglich, vielleicht mehr Stühle und Tische…
Ich würde sagen, wir können die Personenzahl gerne etwas erhöhen.
Wir könnten Sie an eine Tafel in die Mitte setzen, wir könnten…
Liebe Dame, ich unterbreche Sie ungerne. Kann ich mit dir kurz alleine sprechen?
-Ja. -Danke.
Was ist los, gefällt es dir hier nicht?
Doch.
Aber wir können die Feier nicht machen.
Du weißt, was draußen los ist.
Willst du mir sagen, dass du mich nicht heiraten willst? Ist es das?
-Doch, ich möchte dich heiraten. -Was ist es dann?
Ist der falsche Zeitpunkt, Schatz.
Falscher Zeitpunkt? Weißt du, wie lange man auf diesen Raum wartet?
Zehn Monate. Bis man 'ne ganze Hochzeit plant, ein ganzes Jahr.
-Weißt du, wie groß deine Familie ist? -Ewa. Ewa!
Weder meine Familie noch deine Familie kommt.
Keiner geht auf 'ne Araber-Polacken-Hochzeit.
Checkst du das?
Dein Bruder will das nicht, hm?
-Das hat nichts mit ihm zu tun. -Du scheißt dir vor ihm in die Hose.
Halt deine Fresse, rede vernünftig.
Entweder ich heirate richtig oder gar nicht.
Hey. Hey!
Pass auf.
Ich hab 'ne Idee.
Ich mach mit dir Standesamt, und wir heiraten noch dieses Jahr in Polen, hm?
Was sagst du dazu?
Schau, wir laden deinen Opa ein, deine Oma ein,
deine Mama, deinen Papa,
deine fette Cousine Magda.
Die hat mich nicht zu ihrer Hochzeit eingeladen.
-Dann scheiß auf sie. -…so hässlich.
Diese Band, was du wolltest…
Wie hieß die noch mal? Tropski? Tapski?
Trzy kozaki.
Pawełs Polkaband aus Polen, ich hab dir davon erzählt.
Was auch immer.
Schwör.
Ich schwöre. Und guck mal, wie ich schwöre.
Rot, rot, rot, wenn ich lüge, bin ich tot.
-Okay. -Komm.
Aber ich muss meine Oma einladen, kommt deine Oma auch?
Wenn die wüsste, dass du keine Jungfrau bist, wär ich tot.
[Englisch] Kann ich Ihnen helfen?
-Weiß ich nicht. -Welche Company ?
Gar keine Company .
Suchst du wen, oder…
Ja, ich bin hier eingeladen. Djamila hat mich eingeladen.
-Ach, du bist Maruf? -Ja.
Es freut mich mega. Ich bin Bini.
Ah, Bini? Ja, cool.
-Servus. Schön, dass du da bist. -Ja, freut mich auch.
-Ist dein Laden? -Ja.
-Sieht nice aus. -Heute ist Launch-Party.
-Was für 'ne? -Wir haben Launch-Party.
-Ach, das ist 'ne Party? -Ja, kommen später noch mehr.
Wir haben noch 'n Fireside-Chat, kommt noch ein DJ.
Ah, cool. Was für 'n Chat?
Fireside-Chat. 'n Buddy von mir aus LA kommt.
-Dann redet man über das Produkt? -Genau.
Was man so erlebt hat, lessons learned .
Bleib noch, wird cool.
Ja, vielleicht. Gutes Wetter, geile Terrasse.
-Ja, ist mega nice. -Ja.
Witzig, weil Mili… Ich bin ja bei ihr eingezogen.
Ja?
-Du bist also ihr Freund, oder… -Ja.
Ah, okay, verstehe.
Du bist quasi zu mir gezogen, das ist eigentlich meine Wohnung.
Wieso zu dir?
Meine Familie hat Djamila diese Wohnung zur Hochzeit geschenkt.
-Zu welcher Hochzeit? -Hat sie das nicht erzählt?
-Nee. -Djamila und ich haben mal geheiratet.
Religiös gesehen sind wir immer noch verheiratet.
-Djamila und du, ihr seid verheiratet? -Genau.
Also, ihre Familie und meine hatten sich gestritten.
Und als Versöhnung haben wir geheiratet, sie bekam die Wohnung geschenkt,
dann haben die sich wieder gestritten, und mein Onkel hat ihren abgeknallt.
-Aber ich muss sagen… -Erschossen?
Ja, aber ihr Onkel war ein Arschloch, vertrau mir.
-Den hättest du auch abgeknallt. 100 %. -Ja, also… Krass.
-Ja, das war ein richtiger Wichser. -Hey! Maruf.
-Hi. -Na, jetzt bist du gekommen.
-Habt ihr euch schon kennengelernt? -Ja, grad ein bisschen gequatscht.
-Ja, cooler Typ. -Ja.
Du auch. Ich hab noch 'n Call .
-Ja. -Und, ich komm dann wieder.
-Alles klar. -Hat mich gefreut.
Ja, freut mich auch.
Wallah , der ist schwul,
der weiß es bloß noch nicht. Hör auf.
Was "hör auf"? Seit wann stehst du auf so Deutsche?
-Willst du was trinken? -Nein, danke.
-Und wie geht's dir? -Ganz gut.
Gut.
-Was hast du? -Ist nicht so mein Ding hier.
Was machst du am Freitag? Ich hab frei.
Ruf mich an, wir gucken.
Ich bin bestimmt in der Gegend. Wenn ich Zeit hab, komm ich vorbei.
Okay?
[Arabisch] Okay, tschüss.
Amu, kannst du mir Geld leihen?
Wie viel?
So 15, 20.000.
20.000?
Hast du Probleme, oder was?
Nein.
Wozu brauchst du 20.000?
Ich hab Djamila wieder getroffen.
Wer ist Djamila?
Wie, "wer ist Djamila"? Wie viele gibt's denn?
Das Mädchen, das ich geheiratet habe, die von den Saafis.
Habibi, Djamila ist nichts für dich.
Die kannst du dir nicht leisten, Habibi.
Denkst du, die machst du mit 20.000 glücklich?
Du weißt, wie sie aufgewachsen ist, da reichen 20 nicht.
-Deshalb schreibst du bei Latif an. -So ein Quatsch.
[Arabisch] Hör zu.
Wenn du heiraten willst, ich hol dir eine Frau.
Ich hol dir die Beste aus Libanon, Habibi.
Eine, die sauber ist, eine, die kochen kann.
Djamila gibt nur Geld aus, die ist nichts für dich.
Ah, die ist nichts für mich?
Aber damals sollte ich sie heiraten, für eure Geschäfte.
Da hatte sie keine Warzen, war schön und hatte Geld.
Und jetzt bin ich nicht gut genug für sie?
Ja, nee, ich bin ein Esel, und ein Esel soll einen Esel heiraten. Hm?
Einmal bitte ich dich um einen Gefallen, einmal frag ich dich,
und du machst mich zum Kind.
Wärst du ein Mann, würdest du nicht hier sitzen und nach Geld fragen,
du hättest dein eigenes Geld.
Willst du 20?
Ich geb dir 20.
Bitte schön, zahl die Rechnung hier. Pfui!
Latif.
Wo sind meine Kinder?
Bei einer Freundin, beruhig dich.
Wir müssen eine Lösung finden, das geht so nicht weiter.
Die Kinder brauchen ihren Vater.
Das fällt dir nach einem Jahr ein?
Nach einem Jahr?
-Gib mir meine Kinder und hau ab. -Das ist doch keine Lösung.
Unsere Kinder brauchen uns beide, und das weißt du.
Die Kinder gehören mir und nicht dir.
Ach ja?
Aber nicht nach deutschem Recht.
-Ich scheiß auf dein deutsches Recht. -Los, tu es, tu es.
-Schlag mich. -Gib mir meine Kinder.
Es geht doch um unsere Kinder, Mann!
Wir müssen uns einfach mal wie zwei anständige Menschen hinsetzen und reden.
Das ist alles, was ich will.
Ich bin hier, denk darüber nach.
Es war 'ne hirnverbrannte Kackidee, sich mit dieser Gulag-Prinzessin einzulassen!
Miss Botox-gespritzte Scheiß-Latschenka, Alter.
Ohne Rückversicherung gehen wir zu irgendeinem Friseurladen
und ballern Waldemar weg, obwohl der vielleicht Kinder hat!
Der hat keinem was getan, Alter!
Du bist jetzt offiziell ein Mörder! Überleg dir das mal!
Nicht mal mein Opa, der Faschist war, war so radikal wie du!
Du bist der Radikalste, den ich je getroffen hab!
Und ich verlier die Fassung, obwohl ich die ganze Zeit ruhig war…
-[Türklingel] -Pst!
Halt die Fresse, setz dich hin.
Setz dich da hin.
Ja!
Alter, geil!
Wie geil ist das denn? Hau mir eine, Alter!
Scheiße.
Ja!
[Laute Clubmusik]
Mit 'ner ganz Neuen, Alter!
[Arabisch] Schneller, Jamal.
[Arb.] Mama, das ist deine eigene Schuld. Mit Diabetes isst man kein Baklava.
-[Arabisch] Da schwellen die Füße an. -[Arabisch]Unsinn.
[Arb.] Das macht den Bauch dick, nicht die Füße.
-[Arb.] Warum gehst du nicht zum Arzt? -[Arb.] Ich geh zu keinem deutschen Arzt.
[Arabisch] Ich habe dir vier arabische Ärzte vorgeschlagen.
[Arabisch] Nein, der letzte war deutsch.
[Arb.] Der war der beste. Geh doch zu ihm.
[Arabisch] Ich gehe zu keinem deutschen Arzt.
[Arb.] Soll ich einen aus dem Jemen holen?
[Arb.] Ja, das wäre besser.
[Arabisch] Möge Allah mir verzeihen.
[Türklopfen]
-[Arb.] Erwartest du jemanden? -[Arb.] Nein.
-[Arb.] Bedeck dich. -[Arb.] Ja.
- Salamu alaikum. - Wa-alaikumu s-salam.
[Arabisch] Bitte komm rein.
[Arabisch] Grüß dich, Tante.
-[Arabisch] Willkommen, wie geht's? -[Arabisch] Danke, gut.
-[Arb.] Was ist mit deinem Auge? -[Arb.] Es ist nichts.
[Arabisch] Sehr gut. Bitte setz dich.
[Arb.] Ich mache euch Tee.
-[Arb.] Und deine Füße? -[Arb.] Mir fehlt nichts.
-[Arabisch] Danke. -[Arabisch] Bitte schön.
[Arabisch] Okay, ihr beiden, ich lasse euch allein.
[Arabisch] Ich gehe schlafen.
[Arabisch] Gute Nacht.
Kann ich dir vertrauen?
Was soll diese Frage?
Abbas sagt, du bist der Verräter.
Bist du der Verräter?
Glaubst du, dass ich der Verräter bin?
Ist Abbas der Verräter?
Nein. Aber Abbas weiß nicht, wie man das Familiengeschäft führt.
Toni, er ist nicht der richtige Mann dafür.
Okay, das ist der Plan.
Das ist der Platz, wo das Flugzeug hält, hier hinten lasse ich euch rein.
-Hier wird ein Follow-me-Fahrzeug stehen. -Was ist ein Follow-me-Fahrzeug?
Ein Follow-me-Fahrzeug bringt das Flugzeug zur Parkposition.
Das ist ein gelbes, großes Auto mit schwarzen Streifen.
-Gelbe Autos und schwarze Streifen? -Genau.
Dann sag das doch so.
Okay, das gelbe große Auto mit schwarzen Streifen wird an dieser Stelle stehen.
Der Weg bis zum Flugzeug dauert etwa 20 Sekunden mit dem Auto.
Da steigen zwei schwere Jungs aus dem Flugzeug aus mit 'nem Koffer,
die bringen den Koffer in den Geldtransporter.
"Schwere Jungs" heißt, die sind bewaffnet?
Da sind Diamanten drin, klar sind die bewaffnet.
-Ich frag nur. -Okay.
An dem Tag wird keine Bundespolizei vor Ort sein.
Das heißt, ihr habt insgesamt vielleicht einen Zeitrahmen von 10 Minuten,
aber dann müsst ihr da raus sein.
[Telefon vibriert]
-Was gibt's? - Abbas.
Ich glaube, Jamal ist nicht der Verräter.
Aber wenn du willst, prüf ihn.
Okay, mach ich. Yalla, bye .
Okay.
Wir haben gesagt, 50 Prozent im Vorfeld, 50 Prozent danach.
Du kriegst deinen Anteil.
Aber eins noch.
Nicht falsch verstehen.
Ich brauch deinen Ausweis.
Ich muss wissen, wo du wohnst, muss wissen, wer deine Familie ist.
Nur zur Sicherheit.
Das ist 'ne große Sache.
Es tut mir leid, dass ich nicht für dich da war
und mich von Kalila nicht verabschieden konnte.
Amara, du hast die Kinder genommen und bist einfach abgehauen.
-Du hast keinem Bescheid gesagt. -Ich bin nicht abgehauen.
Latif hat mich ausgesetzt, ich hatte gar keine andere Wahl.
Was willst du jetzt hier?
Jemand vom LKA war bei mir und hat gesagt, dass Latif weiß, wo ich bin,
und dass ich in Gefahr bin.
Mann, Amara, die lügen.
Latif weiß gar nichts, keiner von uns weiß was.
-Hast du mit dem LKA geredet? -Nein, habe ich nicht.
Aber ich hab Latif getroffen.
Ich hab versucht, das mit ihm zu klären,
aber er will nichts mit mir zu tun haben.
Ali, bitte rede mit ihm.
Ich mache jetzt mal ein Bett fertig, und du schläfst dann hier, okay?
Ja?
[Clubmusik]
Abudi , Bruder, ich weiß, ihr wartet auf das Material,
aber wir können diesen Monat nicht liefern.
-Abbas, wir hatten 'ne Abmachung. -Wir haben immer noch 'ne Abmachung.
Es gibt nur 'ne Situation in Beirut.
Aber das wird geregelt.
Und dann, dann gibt's die Diamanten.
Abbas, wenn's irgendwas gibt, wobei wir helfen können, sag Bescheid.
Bei uns ist Loyalität sehr wichtig. Wir sind da für unsere Brüder.
Schäm dich nicht.
Schöne Worte, Abudi. Bester Mann, wallah.
Aber wenn dein Bruder Abbas sich schämen würde, dann wärst du nicht hier.
[redet Arabisch]
[Türklingel]
[Türklingel]
Zeki!
Zeki!
[Türklingel]
[Frau stöhnt lüstern]
[Pascal hustet keuchend]
[Stöhnen]
[Matratze quietscht]
[Zeki] Ja!
[Zeki] Oh, ja!
-[Stöhnen] -[Quietschen]
[Zeki] Ja!
[Stöhnen]
Hallo, was macht ihr denn da?
-Pascal, verpiss dich! -Mach weiter!
-Hau ab! -Es hat geklingelt.
-Was? -An der Tür!
Es hat geklingelt.
[Türklingel]
Steh mal auf!
-Geh mal gucken, wer das ist, Mann! -Hallo, ich bin Pascal.
Du bleibst da.
[Pascal] Ist für dich!
Wer ist das?
-Maulwurst. -Wer?
Maulwurf!
-Maruf? -Ja.
-Lass ihn mal rein. -Ja.
[Pascal] Kannst reinkommen.
Na, was los?
Können wir reden?
Ja, geh mal rein, ich komm gleich.
-Ey, was ist denn los? -Du bleibst, wo du bist.
-Ja, war's das jetzt? -Nein, ich muss nur was erledigen.
-Ja, dann beeil dich. -Bin gleich da.
Okay.
-Steh mal auf, lass ihn sitzen. -Nein, vielen Dank, ich bleib stehen.
Ballert die Kleine auch? Soll ich ihr was bringen?
Halt dein Maul, ich brauch dich hier. Bleib da sitzen.
Schieß los.
Ich will einsteigen.
Warum jetzt? Warum nicht vorher?
Du hast recht gehabt. Ich muss mein eigenes Business aufbauen.
Okay.
Aber ich brauch dich nicht, ich hab ihn.
Willst du auch eine ballern? Ich heiße übrigens Pascal.
[schnieft]
Okay, schade.
Ihr verkauft Koks? Mal gucken, was mein Onkel dazu sagt.
Du drohst mir in meiner Wohnung?
Komm mal klar, das ist meine Wohnung.
Halt's Maul, Mann!
[intensive Musik]
Du Wichser drohst mir in meiner Wohnung, hm?
Zeki, ich droh dir nicht. Okay?
Ich will nur Geschäfte machen.
Und ich hab auch Manieren, ich hab ein Geschenk mitgebracht.
Das ist mein Arbeitshandy.
Da sind 500 Kontakte drauf.
Jetzt rechne mal aus: 500 mal 1 Gramm.
Das sind so 500…
Weißt du, was ich hier riskiere?
Hm? Weißt du, was für einen Wert dieses Handy für meine Familie hat?
Was ist, willst du Geld verdienen oder nicht?
Kannst du liefern oder nicht?
Und Latif sage ich einfach, ich wurde abgezogen.
Okay, du sagst also, du wurdest abgezogen, ja?
Dafür siehst du aber ein bisschen zu gut aus.
Und das müssen wir ändern.
[Pfiff]
Schönfließ, das Erste, was ich in meinem Leben geklaut hab, war ein Cornetto-Eis.
Das gab ein bisschen Gänsehaut.
-Danke. -Bitte, bitte.
Ich hab mich bisschen schlau gemacht.
Die Winter bringt richtig Struktur in ihren Laden.
Der Etat für den Bereich Großfamilien wird erheblich aufgestockt,
die richterlichen Genehmigungen ausgeweitet.
Die merken, dass Schwerpunkteinsätze nicht reichen, das sind nur Nadelstiche.
Was hat das mit mir zu tun?
Ich will ein normales Leben mit meiner Tochter.
Ich darf sie ab heute alleine treffen.
Und so 'ne Winter oder irgendein anderer kann mir das nicht kaputtmachen.
Die werden jeden Stein umdrehen.
Und die werden das benutzen, was sie haben.
Seien Sie darauf gefasst, dass man Druck auf Sie ausüben wird.
Die ganzen Fake-Rapper und ihre Uhren, ne?
Der eine hat letztes Mal seine Uhr gepostet, angeblich 200.000.
Die kostet 19.000 Euro, hab ich letztes Mal gesehen.
-Mein Cousin hat eine für 300.000. -Ich kenn die Uhr. Die kostet 18.000.
Ich hab keinen Bock mehr, ich hab Hunger.
Bruder, lass mal diese Filme hier.
Seit 4 Stunden folgen wir ihm, und jetzt willst du essen?
Lass uns unsere Arbeit zu Ende machen. Was ist los mit dir?
-Da ist er. -Hm? Siehst du doch, bitte schön.
-Da ist er. -Und du wolltest essen gehen.
Was hat der jetzt schon wieder vor, ey?
Ich glaub, der will noch zu Rossmann.
- Yalla , fahr. -Okay.
Der will bestimmt Haargel kaufen, ne?
[intensive Musik]
Was macht der denn hier, Junge?
Das ist doch dieser Albaner-Puff, oder nicht?
Ja.
Ich ruf mal Abbas an.
-In welchem Zimmer ist er? -Zimmer Nummer 7.
-Er will nicht zahlen? -Ja.
-Sie sind der Manager, oder was? -Raus!
-Verpiss dich, du Schwein. Raus! -Hey, hey, hey!
-Ey, ruhig. -Du willst nicht zahlen?
-Ruhig! -Du willst nicht zahlen?
Machst hier auf Rambo, ja? Verpiss dich, du Schwein!
Ich habe mich noch mal erkundigt wegen der Duschen und Kabinen.
Ich hab da zwei Kollegen in der Handwerkskammer.
Vielleicht lassen die was springen.
Danke dir vielmals.
Ali, was ist los?
Das LKA war bei mir.
Also, was uns angeht, ist da nichts zu finden.
Hör mal, wenn die Kabinen und Duschen, alles renoviert wird,
ich will ein Fest machen für ganz Neukölln.
Grillplatten, Hüpfburg und Massenweise Baklava.
-Neukölln soll feiern. -Und ich lade den Pietsch ein.
-Den Bürgermeister? -Den Bezirks-Bürgermeister.
Der soll mal wissen, was du für den Verein leistest.
Paar Bildchen knipsen mit dem BN, schicken Beitrag in der BZ.
Alles gut, außer BZ, bitte.
Frankfurter Allgemeine?
[lacht]
Pass auf, komm am Sonntag zu mir in den Schrebergarten.
Ich schmeiß ein kleines Grillfest, Pietsch kommt auch.
-Der ist auch da? -Ja.
Guckst du mal, wie die Chemie so ist.
-So. -Jetzt Sonntag?
-Ja. -Bin ich dabei.
Sehr gut.
Hallo, Abbas?
Es ist, wie ich gesagt hab. Jamal beklaut uns, er ist der Verräter!
Was ist passiert?
Er macht Puff-Geschäfte mit Karamis Geld. Komm, sieh selbst!
Wie soll ich jetzt kommen? Ich muss jetzt zu Serin.
Ich kann nicht kommen, auf keinen Fall.
Deine Entscheidung.
Hier, dein Anteil. Geschäfte laufen bombe, ja?
[Abbas] Laufen bombe, ja?
Abbas, was machst du hier?
[Arabisch] Na, Jamal?
Beklaust die Familie und machst Geschäfte im Puff?
Das geht dich gar nichts an.
Schnauze, du hast nichts zu melden.
Verstanden? Ich schau nicht zu, wie du die Familie beklaust.
Vielleicht beklaust du die Familie?
Setz dich hin.
-Ey, Jungs. -Sei ruhig!
-Setz dich hin, Jamal! -Nimm deine Waffe runter.
[Arabisch] Nimm lieber die Waffe runter!
Ey, was soll das!
Nehmt die Waffen runter, beide!
Sag das deinem Verräter hier! Er beklaut uns und macht Geschäfte mit Zuhältern.
[Arabisch] Halt den Mund.
Stimmt das?
Stimmt das, was er sagt?
Toni, denkst du, ich beklau die Familie?
Ich pass nur auf ihn auf, ich hab mit den Geschäften nichts zu tun.
Woher weiß ich, dass du nicht lügst?
[Wählton]
[Wählton]
[Besetzt-Signal]
[legt Telefon weg]
Er geht nicht ran.
Komm, wir gehen rein und backen was Leckeres, ja?
Hayati, er wird nicht mehr kommen.
Aber er hat gesagt, dass er kommt.
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