All language subtitles for Die.Verraeter.Vertraue.Niemandem.S01E05.GERMAN.1080p.WEB.h264-RUBBiSH.de

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Original subtitles

Hat euch schon mal jemand gesagt,

dass ihr fantastische Mitspieler seid?

Es ist nicht das echte Leben. Es ist ein Spiel.

(Zietlow) Nur noch neun Spieler, darunter zwei Verräter.

Anna könnte schon ins Kreuzfeuer geraten.

Ich halte sie für von Grund auf

verdorben und verlogen.

Mich bringt nichts aus der Fassung.

(Sprecherin) Ein Virus namens Misstrauen.

Oft weinen ja Leute aus Freude über den Sieg.

Gehen wir wieder auf Irina.

Je kleiner der Kreis, desto intensiver.

(Zietlow) Der Kreis der Verdächtigen wächst.

Ich würde sagen, wir gucken uns Anna-Carina an,

Claude

und Ulrike.

Ich traue keinem mehr.

(Zietlow) Eine Verbannung, ein Mord

und eine Vorentscheidung.

Das für mich Wichtigste wäre, diese Nacht zu überleben.

Denn dann bin ich im Finale.

(mystische Titelmusik)

(Zietlow) Zuletzt im Chateau de Béguin:

Verrat bei den Verrätern.

Und ein Eigentor von Jalil.

-Du... -Ich habe niemanden verdächtigt.

Doch, du hast gesagt, sie war anders.

-Du fragtest, ob was verdächtig war. -Ja, genau.

-Ich sagte: "Ich weiß es noch nicht." -Egal.

In meinen Augen sind beide Verräter.

Ich kann nicht mal ihm vertrauen. Er muss gehen.

(Zietlow) Jalil, du hast die meisten Stimmen bekommen.

Ich habe die Kontrolle verloren. Das war mein Verhängnis.

(Jalil) Ich bin ein...

-Verräter. -Ja!

(Zietlow) Ein Loyaler wechselt die Seiten.

Vincent.

Möchtest du Verräter sein?

Ja.

(Vincent) Mal gucken, wie mir

das Gewand des Teufels steht.

(Zietlow) Runde fünf im Psychospiel des Jahres.

Mit Anna-Carina und Vincent steckt hinter den roten Kutten zum ersten Mal

eine harmonische Schlagertruppe.

Nachdem Jalil über seine eigene Intrige gestolpert ist,

muss der neue Verräter zeigen,

dass er nicht nur morden, sondern auch lügen kann.

Hm. Das ist auch zum ersten Mal, dass ich alleine bin.

(Irina) Ich glaube, dass wir gestern, nachdem Jalil verbannt wurde,

nur noch einen Verräter hatten unter uns.

Dass dieser Verräter einen neuen Verräter bestimmen musste.

Und, klar, eine Person getötet wurde.

(Klopfen)

(Zietlow) Wer das nicht ist, erfahren wir jetzt.

Spieler für Spieler.

(Sabrina) Irina.

(Friedrich) Irina saß da.

-Geht's dir gut? -Ja.

(Friedrich) Und dann dachte ich mir: Ah.

Dann ist sie ja eine Verräterin.

(Sabrina) Ich dachte, ich wäre definitiv raus.

Heute Nacht? Ja.

-Ich habe angefangen zu packen. -Ich habe gepackt.

Meine Koffer stehen bereit. Ich dachte so: Okay.

Es war für mich nur logisch.

Ich hatte Anna-Carina ja schon immer auf dem Kieker.

Ich hatte sie ja auch nominiert. Dann dachte ich: Okay.

Wenn sie es ist, wird sie mich rauskicken.

So habe ich gedacht.

Also wenn Anna-Carina eine Verräterin ist,

deswegen hatte ich Angst, erpresst zu werden.

Man könnte schon darauf achten, wen sie als Nächstes auf dem Kieker hat.

-Das könnte ja der andere Verräter sein. -Ich dachte, dass du...

Weil jeder gesagt hat, du bist ja so intelligent und bla.

Anna würde ihren Freund nehmen, den Schlagersänger.

-Der ist vielleicht schon rekrutiert. -Ist er?

Nee, das weiß ich nicht.

Ich meine, wenn sie das wäre...

Meine derzeitige Vermutung ist, dass Anna-Carina die letzte Verräterin ist.

Und ich schätze sie als taktisch klug ein.

Deswegen denke ich,

dass sie eine Person nimmt, die niemand auf dem Schirm hat.

(Klopfen)

(Friedrich) Verräter.

-Morgen. -Morgen.

Eieiei.

Bei Mariella bin ich mir noch nicht sicher.

Sie ist auch Schauspielerin, sie kann das gut verstecken.

Es geht darum, dass wir die Verräter enttarnen.

Und da kann es natürlich auch bei Irina und Mariella sein,

dass die beiden Verräter sind und ich es nicht sehe.

Von daher muss ich da auch vorsichtig sein.

Hm. Was glaubst du?

-Wer... -...der Verräter ist.

Ach so. Es gibt ja mehrere Versionen der "Was glaubst du"-Frage.

"An was glaubst du?" hätte ich fragen sollen.

Ich habe überlegt: Wie denken Verräter?

Ich bin auf keine Meinung gekommen.

-Es wird immer ekliger, finde ich. -Ja.

Das darf man nicht an sich ranlassen.

Das nicht. Aber jetzt kann ich den Scheiß wieder auspacken.

(Klopfen)

(aufgeweckte Streichmusik)

Herein.

Ulrike. Oh!

(singt) Tada.

(Vincent) Ich habe gut geschlafen,

weil man weiß, man wird nicht ermordet.

-Guten Morgen. -Guten Morgen.

Partnerlook, was die Farbe angeht.

-Morgen. -Wie geht es dir?

-Gut. -Schön, dich zu sehen.

(Vincent) Strategie: Go with the flow.

Das ist die beste Tarnung, so habe ich ja schon gehandelt,

als ich damals Loyaler war.

Will jemand außer mir Rührei?

Darf ich das essen? Nee, ich bleibe beim Kaffee.

(dramatische Musik)

Ich fand ihn ein bisschen komisch in dem Augenblick.

(Klopfen)

(spannungsvolle Musik)

Guten Morgen.

Guten Morgen.

-Die tapfere Anna. -Einen wunderschönen.

(Anna) Das Frühstück war schon sehr speziell.

Zum einen, wenn man selbst weiß, wer fehlt,

und auch, wer dazugekommen ist, wer mein neuer Verräter ist.

Gut geschlafen. Vor dem Wecker aufgewacht.

Hoffentlich verhalte ich mich nicht verdächtig.

Hätte sie gefehlt, wäre meine Theorie falsch.

Ja, das stimmt.

(Mariella) Es fehlen nur noch zwei.

Stimmt, die Runde wird immer kleiner. Es fehlt Claude und...

-Pascal. -Claude und Pascal fehlen.

-Unvorstellbar, dass die tot sind. -Für mich auch.

Die können nicht tot sein.

Ich glaube, beide leben noch.

Es kann auch sein, dass keiner ermordet wurde.

-Das ist jetzt interessant. -Was?

Die beiden. Beide leben auf jeden Fall.

Da ist keiner von beiden tot.

Das bedeutet, dass es heute einen Anschlag

auf einen Loyalen mit Schutzschild gab.

(Friedrich) Ich habe nicht gesagt, dass ich einen Schutzschild habe,

um ein strategisches Mittel als Spiel zu haben.

Etwas, was man weiß, was die anderen nicht wissen,

um da einen Vorteil beim Zuhören und so zu haben,

um vielleicht rauszukriegen, wer der Verräter ist.

Hat jemand einen Schutzschild?

-Ich sowieso nicht. -Das hätte man schon gesagt.

-(Klopfen) -Jetzt geht's los.

(spannungsvolle Musik)

Oh! Guten Morgen, Claude!

Ausgerechnet ein Verräter.

Wie jetzt, und Pascal?

Ja, du bist der Vorletzte.

Als ich in den Frühstücksraum gekommen bin,

habe ich eigentlich nur Sympathien mir entgegenblicken sehen.

Dann haben mich alle umarmt, was sie sonst nie machen.

Wie bei Schiffbrüchigen.

Durch die Angst rückt man näher zusammen.

"Wir sitzen in einem Boot", ja.

(Sabrina) Als ich Claude gesehen habe,

und es wäre ja dann nur noch Pascal übrig geblieben,

ist mir schlecht geworden.

Wir gehen jetzt mal davon aus, dass Pascal noch kommt, oder nicht?

Sieht schlecht aus, was?

-Wir dachten, es sind doch beide... -Oder er hatte einen Schutzschild.

Ja. Bitte, Pascal, komm rein.

(Claude) Dann ist ja keiner von uns verloren gegangen.

Interessant, wenn keiner verloren gegangen ist,

gab es einen Attentatversuch bei einem, der einen Schutzschild hat.

-Wie lang hält ein Schutzschild? -(alle) Eine Nacht.

Aber derjenige würde uns das jetzt erzählen können.

Von den Anwesenden hatte ja keiner den Schutzschild,

also kann es ja nur Pascal sein.

(Irina) Außer, die Verräter haben ihn. Dann wissen sie ja...

-Genau. -Das stimmt.

Trotzdem, wenn keiner fehlt, bleibt es doch dabei,

dass dann ein Mordversuch bei einem mit Schutzschild war.

(Klopfen)

-Oh, das ist doch Pascal. -Das ist Pascal.

-Das ist Pascal. -Jaja, das ist Pascal, natürlich.

-Pascal. -Mach's nicht so spannend.

Komm rein.

(dramatische Musik)

-Ach nee. -Das gibt's doch nicht.

Ich habe gesagt, nee.

(traurige Musik)

(Friedrich) Gibt's doch nicht.

Ich bin tatsächlich die Letzte.

Es kommt niemand mehr.

(Zietlow) Ein großer Schock für die Gruppe

und damit schon mal ein kleiner Sieg für die Verräter.

Das "Wer" ist geklärt.

Fehlt nur noch das "Warum".

Wenn wir Pommes umbringen... Lass mich... Ja, ich weiß.

Lass mich alle Eventualitäten durchspinnen.

Ich weiß, es ist ganz mies. Aber Pommes mag jeder.

-Ja. -Da hat noch nie jemand was gesagt.

Mhm.

Wir haben Pommes ermordet...

um maximale Verwirrung zu erreichen.

Ich glaube, sie funktioniert, denn in mir funktioniert sie auch.

Und ich war bis vor ein paar Minuten noch loyal.

Ich denke, beim Frühstück wird es Fragezeichen regnen.

Ich versetze mich wieder in den loyalen Modus.

Wenn der Pommes fehlt, ich wäre außer Rand und Band.

Ich würde die Welt nicht mehr verstehen und hoffe, dass morgen so passiert.

Ich bin mir da ziemlich sicher, es wird nur Verwirrung herrschen.

(dramatische Musik)

Es tut mir leid.

"Du wurdest ermordet. Die Verräter."

Hier steht es. Schwarz auf weiß.

Mir geht es schlecht damit.

Ich versuche, cool zu wirken, aber es ärgert mich.

Vielleicht war ich eine zu große Gefahr jetzt für die Verräter.

Einer davon heißt sicher Anna-Carina,

und der andere heißt,

tippe ich mal, Vincent.

Ich hoffe, die Loyalen erwischen sie.

(melancholische Musik)

(Zietlow) Pascal Hens, so heißt er tatsächlich,

hat gestern noch mit euch gejubelt, als ihr alle Jalil verbannt habt.

Und in der Nacht

haben dessen Komplizen ihn dann eiskalt ermordet.

Er war ein wertvoller Mitspieler, er war euer Klassensprecher,

er hat gute Ideen gehabt, eine starke Wurfhand, aber...

(sie seufzt) Hier ist er ganz unten.

Doch jetzt ist er ganz oben im Himmel...

der Loyalen.

Einen Dienst hat er uns tatsächlich erwiesen,

und zwar seid ihr jetzt nur noch zu acht.

Und das bedeutet, ihr könnt euch in zwei Teams aufteilen.

Denn ihr spielt wieder in zwei Teams in eurer nächsten Mission.

(düstere Musik)

Hat jemand Verwendung hierfür?

-Möchte es jemand? -Ich würde es mitnehmen.

Oh, du siehst sehr traurig aus.

Danke.

(Zietlow) Das ist das Spiel.

Und es geht immer weiter. A très bientôt.

A bientôt.

Ich stelle ihn nachher in Ruhe in mein Zimmer.

Ich fand, dass Ulrike übertrieben reagiert hat

mit diesem Bild, dass sie das praktisch an sich riss.

Das fand ich over the top.

So dicke habe ich die beiden jetzt nicht wahrgenommen.

Irina war natürlich sehr bestürzt.

Ja, es ist wieder auffällig am Ende.

Oft weinen ja Leute aus Freude über den Sieg.

Und Irina sagt ja, dass sie sehr ehrgeizig ist.

Und vielleicht hat sie da vor Ehrgeiz geweint,

dass sie einen Schritt weiter ist.

Ach nee, das ist echt sehr, sehr, sehr...

schade.

(erwartungsvolle Musik, Vogelzwitschern)

-Wo hätten wir ihn denn gerne? -Auf dem Kamin.

(Sabrina) Na ja, was soll's? So, und nun?

Keine Ahnung. Ich bin komplett perplex.

(Mariella) Ich habe nicht mit Pascal gerechnet.

Also die Verräter schaffen es echt, mich immer wieder zu überraschen.

Hut ab.

(Sabrina) Vom jetzigen Stand würde ich,

ich weiß, du magst sie, ich ja auch, Anna-Carina auf dem Schirm haben.

Und erpresst wurde...

Claude.

Ich fand ihn heute ganz anders, auch selbstsicher.

-Der hat so ein Pokerface. -Nein.

-Soll ich euch ein Geheimnis verraten? -Ja.

Dass ihr sehen könnt, dass ich auch gut lügen kann.

-Du hast gar keine Bar. -Doch.

Aber ich habe den Schutzschild.

(Vincent) Ja?

Oh.

Ich habe es jetzt gerade erst in der Bibliothek gesagt, dass ich ihn habe.

Ich wollte auch mal sehen, wie es sich anfühlt,

wenn man nicht die Wahrheit sagte.

Ich bin gut durchgekommen. Bin nicht aufgeflogen.

Fand ich schon ganz gut.

Wenn der Verräter den Schutzschild hat, bringt er nichts.

-Es bringt ihm nichts. -Und er kann es zur Verwirrung zeigen.

(Ulrike) Eigentlich wird die Sache nur noch komplizierter,

weil es ja jetzt keineswegs klar ist dadurch, dass du kein Verräter bist.

Gott sei Dank, die Anstrengung war es wert,

dass ich gerade Immunität genieße

und so einen Schutzschild habe, den zwar keiner sieht,

aber der sich bei den Leuten unterbewusst im Kopf eingespeichert hat.

Ich glaube, es ist eher Claude oder Ulrike, glaub mir.

Und Ulrike hat so krass das Bild an sich genommen.

-Die war gut gelaunt. -Die war richtig gut gelaunt.

-Und ich fand das so ein bisschen... -Over.

"Ich nehme Pascal." So dicke war sie nämlich auch nicht mit Pascal.

Man kann auch sagen, das ist zu offensichtlich,

wenn sie Verräterin wäre.

Aber wir haben ja in den letzten Tagen gesehen,

dass meistens das Offensichtliche genau das ist.

Vielleicht hat sie damit versucht, abzulenken.

Ich frage mich jeden Tag: Wem vertraust du denn hier rückhaltlos?

Dann sage ich immer: Ja, dem Pascal.

Jetzt ist er tot.

(Ulrike) Also jetzt ist es wirklich so:

Ich traue keinem mehr.

Denn der eine, dem ich getraut habe, ist weg.

Zu Anna-Carina kann ich sagen:

Ich glaube, dass das einfach ein Schauspiel ist.

(Mariella) Es würde dafür sprechen, dass ChrisTine

zum Schluss noch mal Anna-Carina nominiert hat.

Ach, es fällt mir ehrlich echt schwer.

Ich habe ein Loyalitätsproblem, weil ich sie mag.

Ich mag sie auch gern. Ich mag jeden hier.

Aber darum geht es nun mal nicht.

-Ich finde es schwierig, auszusortieren. -Ich auch.

Weil heute Nacht ja jemand rekrutiert worden ist.

Ach so, stimmt. Heute Nacht hatten wir noch nicht.

-Das ist das Schwierige. -Stimmt.

Wenn es Anna-Carina ist, wen hätte sie gewählt?

-Wen? -Für was ausgewählt?

Als weiteren Verräter.

Wen würde sie... Vincent ist am naheliegendsten.

Ja, aber das wäre zu offensichtlich.

(Irina) Vincent vertraue ich mit am meisten.

Was mich bei Vincent zweifeln lässt...

Das geht mir tierisch auf den Nerv.

Immer dieses: "Darf ich das Rührei essen?"

Da könnte ich ihm eine knallen.

Der sieht ja in allem irgendwas Böses.

Ja, aber das war ja zu Recht.

Ja, aber nicht morgens beim Rührei.

Oder was weiß ich, irgendwo, der sieht ja wirklich schon weiße Kaninchen.

Und ich glaube, wenn er Verräter wäre, würde er damit aufhören.

Ich würde sagen, wir gucken uns Anna-Carina an,

Claude

Vincent, wenn er hierherkommt, und Ulrike.

Hello. Wie sieht es mit den Teams aus?

(Vincent) Hattet ihr eine Idee? Haut raus.

Wir hatten gesagt, dass wir drei gerne in einer Gruppe wären.

Ich war mit euch beiden noch gar nicht in einer Gruppe.

Und wenn wir, um es aufzuteilen, Claude nehmen? Falls er mit mir spielen will.

Auf keinen Fall.

Weil er mit mir schon verloren hat. Das wäre eine Idee, wir vier.

-Ich wollte sowieso mit Irina. -Ach echt? Gut.

Ja.

Also, die Teams bestehen aus Mariella, Claude, Irina und Sabrina.

Das andere Team besteht aus

Vincent, Anna-Carina, der lieben Ulrike und dem wunderbaren Friedrich.

-Können wir gerne so machen. -Das finden wir schön.

(Zietlow) Diese Einteilung könnte spannend werden.

Denn in der nächsten Mission hilft es den Teams,

wenn alle mit der Wahrheit rausrücken.

Mit der Wahrheit, was sie übereinander denken.

(aufgeweckte Streichmusik)

(Zietlow) Ihr seid ja nur noch acht.

Und ihr habt euch schon eingeteilt in Blau und Rot.

Ulrike hat es gestern am Runden Tisch sehr schön angesprochen:

Ihr habt euch immer besser kennengelernt hier.

Und das wollen wir heute doch einmal austesten.

Ihr acht habt einen Fragebogen ausgefüllt

mit Charakterfragen zu den anderen Mitspielern.

Und daraus haben wir ein kleines Quiz gebastelt.

Ihr werdet in zwei Teams gleich starten, nacheinander,

mit dem Auto zu einer kleinen Schnitzeljagd.

Die richtige Antwort zu den Fragen

bringt euch direkt zur nächsten Frage und einen Silberbarren.

Die falsche Antwort bringt euch auf den Holzweg.

Nur das Team mit den meisten richtigen Antworten

bekommt dann heute noch Zugang zur Waffenkammer.

Ich nehme jede Mission, wenn es um einen Schutzschild geht, sehr ernst.

Deswegen, klar, der Druck ist da.

(Sabrina) Ich würde mich sehr über den Schutzschild freuen,

um mich einfach für die nächste Mordnacht zu schützen.

Team Blau startet zuerst. Ab in die Autos.

-Gut. Bis gleich. -Bis gleich. Tschüss, viel Glück.

(Sabrina) Okay.

-Dann lasst uns das gut machen. -Ja, check.

Wir machen das.

(Claude) Ich war in einem Dreamteam.

Mein Rallye-Co-Fahrer war Sabrina.

Hier oben an. Erst mal an.

Und jetzt D.

Mein Streckenwart hinter mir war Irina.

Ah, du bist smart, du hast dir Wasser mitgenommen.

Und Mariella.

War prima, hat sich alles gut ergeben.

(Irina) Let's fetz.

So, und jetzt startet das rote Team.

Ab in die Autos, et bonne chance.

-(Friedrich) Dann mal los, ne? -(Vincent) Ja.

(Friedrich) Die Mission hat mir gefallen. Ich durfte fahren.

Ich habe einen tollen Führerschein.

Ich kann mit allem Möglichen fahren.

Ich fahre gern Auto, habe aber keins, weil ich in Berlin wohne.

Wann bist du das letzte Mal Auto gefahren?

Oh, das kann ich gar nicht sagen.

-(Vincent) Schwierig. -Aber schon in diesem Jahrtausend?

Ihr seid solche Idioten.

Oh Gott, ich freue mich auf die erste Frage.

Wenn wir die erste Frage haben, wissen wir ungefähr, was es ist.

-Es muss was sein mit Ja oder Nein. -Genau.

(spannungsvolle Musik)

(Claude) Da ist ein Briefkasten.

Lüge, Wahrheit.

Blauer Zettel. Los, raus.

Ich bin gespannt.

"Keiner aus der Gruppe würde sein größtes Geheimnis mit Ulrike teilen."

-Ob das Lüge oder Wahrheit ist. -Genau.

Wahrheit. Oder hat jemand von uns...

-Ich habe "niemand". -Ich auch nicht Ulrike.

Was hast du? Auch keinen Namen?

-Keine Ulrike? -Mit wem du dein Geheimnis teilst.

-Mit niemandem. -Habe ich auch.

-(Mariella) Also Wahrheit. -Wahrheit.

Hoffentlich war das richtig.

-Jetzt los. -Warnblinker?

-Mach ich. -Sag mal...

-So. -Okay.

"Keiner aus der Gruppe würde sein größtes Geheimnis mit Ulrike teilen."

(spannungsvolle Musik)

Keiner aus der Gruppe.

-Das ist eine Lüge. -Kann ich mir nicht vorstellen.

-Ich glaube nicht, dass man... -Das ist eine Lüge.

Ich habe sogar angegeben, dass ich dir vertraue.

Das wäre dann eine Lüge, wenn ich dir kein Geheimnis anvertraue.

Ich würde ja niemandem mein größtes Geheimnis anvertrauen.

Heidenei.

-Fahren wir geradeaus. -Wahrheit.

Es ist Wahrheit. Ja, ja, ja.

(Ulrike) Ich glaube, dass die meisten gar keinem vertrauen wollten.

Das habe ich nicht auf mich persönlich bezogen.

-Ah, es ist richtig. -Ja!

-Wohin? -Weiter. Geradeaus.

Das werden die anderen auch richtig haben.

-Ja, weil Ulrike... -Ist ja gemein mit ihr im Auto.

Juhu, bäm.

-Wir sind richtig. -Jawoll, klar.

-Tut mir leid, Ulrike. -Nein.

Ganz ehrlich, es war noch relativ einfach.

Da werden schwerere Fragen kommen.

Ich finde, so 50 können wir schon fahren.

-Also nicht bei Kurven. -Ja, bitte.

Ich denke an die Tiere. Man kann ja hupen.

Friedrich fährt bestimmt nicht so schnell, oder? Ich weiß es nicht.

Claude fährt auch nicht schnell.

-Ich fahre doch sehr moderat. -Ausgezeichnet.

Perfekt. Geschmeidig.

(Sabrina) So, da ist das Nächste.

(Mariella) Oh mein Gott.

-Sehr gut. -Lies, lies, lies.

So, "Die meisten aus der Gruppe denken,

dass Sabrina das größte Selbstvertrauen hat."

-Ich würde Ja sagen. -Ich würde Nein sagen.

Da müssten mehr als 50 Prozent Sabrina getippt haben.

-Ich habe dich nicht. -Ich mich auch nicht.

-Ich habe Claude. -Lüge.

-Ich sage auch Lüge. -(Claude) Bei Claude wäre es einfach.

(Sabrina) Ich hoffe, es war richtig.

Ich glaube nicht.

Viele trauen Sabrina ein großes Selbstvertrauen zu.

Das größte Selbstvertrauen. Da müsste ich ja mit einer Gorillabrust rumrennen.

"Die meisten aus der Gruppe denken, dass Sabrina das größte Selbstvertrauen hat."

Glaube ich nicht.

Ich glaube, Sabrina hat Selbstvertrauen.

Aber sie hat auch den einen oder anderen Schicksalsschlag gehabt.

Und ich glaube, dass so was nach wie vor Spuren hinterlässt.

-Lüge. -Lüge.

-Oh, das Hündchen. -Oh, wie süß.

Oh, schau, sind die süß.

Richtig!

-(Ulrike) Ach du Scheiße, ein Hund. -Oh, der ist süß.

-Noch einer. -Nein, nein!

Was ist denn hier los? Wir fahren doch vernünftig, schimpf doch nicht so.

Bist ja wie ein alter Opa.

-Richtig. -Ja, geil.

Du kannst schneller fahren. Wir gucken nach dem Pfeil.

Ob wir die Pfeile umstecken dürfen?

Na ja, dafür bin ich ja doch zu ehrlich.

Noch läuft es, ne?

-Noch, ja. -Wenn es so weitergeht...

Wir dürfen schon 50 fahren.

50 können wir fahren, oder 70...

50 innerorts, 70 außerorts.

(Sabrina) Ich habe mich über Claude geärgert.

Er ist unter langsam gefahren.

-Also hier ist 70. -Ja, pff...

Ich frage mich tatsächlich: Warum ist er immer langsam gefahren?

Immer nur, wenn wir kurz vor den Briefkasten kamen,

ist er schnell gefahren, das hat mich tierisch genervt.

-Soll ich euch mal noch was erzählen? -Ja.

Ich bin mal Rennfahrer gewesen.

-Oh. -So richtig mit Zulassung und allem.

Ich habe beim Bruder vom Schumacher gelernt.

(Sabrina) Und eben gerade hatte ich so das Gefühl,

dass er das vielleicht hätte extra tun können, um...

dafür zu sorgen, dass gewisse Menschen nicht an den Schutzschild kommen.

(Zietlow) Oder weil wir alle ermahnt haben, sich ans Tempolimit zu halten.

Man kann es allerdings auch übertreiben.

"Die meisten glauben, Mariella mag es, die Strippenzieherin zu sein."

Ich habe Ja gesagt.

-Dass du es magst. Das heißt nicht... -Ich habe Nein gesagt.

-Ich auch. -Ich auch.

-Lasst uns Nein sagen. -Sagen wir Lüge.

-Ich habe auch selber Nein gesagt. -Jetzt wird es interessant.

Ich habe den Begriff erst gar nicht begriffen.

So was kommt nicht in meinem Wortschatz vor,

weil ich nicht jeden so installieren würde,

damit er funktioniert, wie ich es mir wünsche,

weil ich nicht weiß, wie das hier laufen soll.

(Vincent) "Mariella mag es, die Strippenzieherin zu sein."

-Glaube ich nicht. -(alle) Nein, ich auch nicht. Lüge.

(Friedrich) Obwohl, sie schätzt sich falsch ein.

-Ja. -Ja! Yes!

Oh, geil.

-Ja! -Ja!

"Die meisten..."

"...finden Irina am neugierigsten."

-Habt ihr das auch? -Ja. Wahrheit. Ja, alle.

-Ich finde Irina schon neugierig. -Ja, doch. Ja, doch, doch.

Das war am Runden Tisch. Du stellst so viele Fragen, bla, bla, bla.

-Yes! -Oh, wir sind so gut.

-Wir sind richtig! -Bingo.

(dramatische Musik)

"Die meisten halten Claude-Oliver für den besten Lügner."

-Ja. -Ich würde sagen, Wahrheit.

-Ich würde auch sagen, Wahrheit. -Wahrheit.

-Das glaube ich. -Ich auch. Wahrheit.

Okay.

(Claude) Habe ich bei mir auch geschrieben.

Tausch mal "Lügner" mit "Schauspieler" aus.

Yes!

Ah, richtig!

Da habe ich auch gesagt: Sind wir eigentlich alle auch ein bisschen crazy?

Dass offensichtlich die meisten sagen, er ist der beste Lügner.

Trotzdem taucht er als Verdächtiger nie auf.

-Den besten Lügner... -Sabrina auch nicht.

Die ja mich immer auf dem Schirm hat und die gestern nicht Jalil gewählt hat.

Ulrike hat sich zum ersten Mal verdächtig gemacht.

-Mit dem Bild? -Mit ihrer Mutter-Theresa-Rolle.

Habe ich doch gesagt.

Warum hast du dir das Bild von Pommes geholt?

Das glaubst du doch nicht... Die Frage kann man nicht ernst nehmen.

Wenn der Einzige, dem ich vertraue, genommen wird,

und dann wird gefragt: "Möchte jemand das Bild mitnehmen?"

Das war der Grund.

Und ich mag ihn. Ich kenne ihn am längsten.

-Er fehlt natürlich richtig. -Er fehlt mir.

Ich fand ihn richtig sympathisch.

Das habe ich auch gesagt. Er fehlt ja einigen.

-Irina fing ja sogar an zu weinen. -Ja.

(Anna) Natürlich sind wir alle Konstellationen durchgegangen

und waren dann auch bei Sabrina, dass es genial wäre, wenn sie Verräter wäre.

Und ich glaube, jetzt sind alle ein bisschen bei Ulrike,

die momentan unter Verdacht steht.

Wen sollen wir jetzt verdächtigen? Anna, dich wieder?

-Ja, macht weiter. -Das ist ja lustig.

-Gerne. -Aber ist auch langweilig.

(Zietlow) In der Mission geht es darum,

die Gruppenmeinung zu Spielern genau einzuschätzen.

Vor der letzten Frage liegen beide Teams gleichauf.

Geil, dass du es immer zumachst.

-Damit die anderen das machen müssen. -Ja.

"Die Hälfte der Gruppe glaubt, dass Anna-Carina..."

"...ihr Image wichtiger ist als die Wahrheit."

-Ja. -Ich habe Ja gesagt.

Ich habe gesagt... Nein.

-Ja. -Ja. Ich würde Wahrheit sagen.

Ich würde selber über mich sagen,

dass mir das Image auch wichtiger ist als die Wahrheit.

Außer Vincent ist keiner dabei, der... Das ist ja nicht böse gemeint.

-Der es wissen könnte. -Ja, und der so an ihr hängt.

-Ich habe Nein gesagt. -Ich auch.

-(Vincent) Was sagt ihr? -Das haben schon einige angekreuzt.

-Die Hälfte? -Lass es uns ankreuzen.

Die Hälfte ist nicht alle.

-Ist richtig. Sehr gut. -Yes.

-Yes. -Sehr gute Intuition.

-Yes! Bingo. -Ja?

Sehr, sehr gut. Das gibt sich.

Ja, und ich habe mich selbst gut eingeschätzt.

-Ja. -Sehr gut.

(Anna) Logisch, dass die Gruppe denkt,

dass mein Image mir wichtiger ist als die Wahrheit.

Im Endeffekt wird hier so viel gelogen,

dass mir mein Image wichtiger ist in dem Fall.

-Ist da was? -Heuballen.

Was ist das hier?

Das ist nicht das Ziel.

-Müssen wir Heuballen wegtun? -(Claude) Ich fahre durch.

-Nein, mach das nicht. -Warum nicht?

(packende Musik)

Wir müssen die wegmachen, schnell.

-Sicher? -Hä, nein.

Das kann doch nicht sein.

-Heuballen wegmachen? Schwachsinn. -Schnell.

-Das kann doch nicht sein. -Doch, bestimmt.

-(Claude) Alle drin? -Ja.

-War da was an Hinweisen oder so? -Nein, ich habe nichts gesehen.

Da ist ja auch kein Schild.

(Irina) Nicht zu lange nachdenken, einfach machen.

Gut, dass Sabrina das in die Hand genommen hat.

Sonst hätten wir Zeit verloren.

(Vincent) Was ein Zufall, die Straße ist versperrt. Wir müssen alle anpacken.

Auf geht's.

Da waren wir langsam, ich habe zu spät reagiert.

-Weiter geht's. -Hat jemand gestoppt.

Uiuiui.

Da haben wir wertvolle Sekunden reingeholt.

Das war echt schnell, bitte.

Hier ist das Schloss, oder?

Der Druck, die Mission zu gewinnen, ist natürlich da und er ist groß.

Denn wir sind nur noch vier, und zwei davon sind Verräter.

Das heißt, wir haben eine Fifty-fifty-Chance

auf einen Schutzschild.

Und wenn wir den haben, Vincent und ich,

nehmen wir das automatisch einem Loyalen von den zwei anderen weg.

Für uns ist es die Chance, zu sagen, wir haben freies Morden

und müssen nicht mehr überlegen, wer den Schutzschild hat.

Schön, dass ihr alle wohlbehalten zurück seid.

Team Blau, ihr habt zuerst gestartet, seid auch zuerst wieder hier angekommen.

Ich kann euch sagen, ihr habt...

alle Fragen richtig beantwortet.

Und das bedeutet sechs Silberbarren im Wert von 3000 Euro.

Team Rot.

Ihr seid als Zweites gestartet und als Zweites wieder zurückgekommen.

Und ihr habt...

auch alle Fragen richtig beantwortet.

Weitere 3000 Euro.

Das bedeutet 6000 Euro mehr

bei eurem Schatz.

Gleichstand. Wer bekommt Zutritt zur Waffenkammer?

Es ging darum, wer schneller antwortet.

Es war sehr knapp.

Es ging um 55 Sekunden.

Boah.

Schneller war...

Team...

-Rot! -Ja!

Wir haben gewonnen.

Juhu! Komm her.

(Ulrike) Ich habe mich mega gefreut. Die ganze Gruppe.

Jetzt wird es schon sehr knapp.

-Endlich. -Claude kann nicht verlieren.

Das kann doch nicht sein.

55 Sekunden, das sind bestimmt diese Sekunden, wo wir Claude gesagt haben:

"Fahr doch mal ein bisschen schneller. Du darfst hier auch 50 fahren."

Das hätte ich in einer Kurve rausgeholt.

Ich bin ja Rennfahrer. Also ich habe aufgehört.

Das wäre ein Witz gewesen für mich.

Einer von euch wird den Schutzschild bekommen.

Aber er schützt nicht vor Verbannung.

Wir sehen uns später am Runden Tisch,

denn einer von euch wird heute noch von seinen Mitspielern verbannt.

Mhm. Bis später.

(Sabrina) Man fängt an, an verschiedenen Menschen zu zweifeln.

Man sieht überall irgendwelche bösen Absichten.

Und das war der erste Gedanke, den ich hatte,

dass er das extra gemacht hat, weil er nicht wollte,

dass wir den Schutzschild bekommen.

Meine Schuld, mea culpa.

Und die Mädchen hatten recht, so einfach ist es.

(dramatische Popmusik)

Zum dritten Mal nicht in der Waffenkammer.

Ja.

Ja, aber im Endeffekt, es war die Zeit. Wir haben alles richtig gemacht.

Es war ja nicht so, dass wir falsch gefahren sind.

(Sabrina) Ich befürchte,

dass ich in der nächsten Mordnacht auf jeden Fall fällig bin.

Von daher hätte ich mich schon sehr über den Schutzschild gefreut.

Die Blauen sehen schlecht gelaunt aus.

-Mhm, sehr. -(Friedrich) Die tun mir richtig leid.

Da hätte ich lieber verloren, als das hier...

Oh nein, das hättest du mir nicht antun können.

Ich habe zweimal verloren. Ich will wenigstens einmal gewinnen.

(Anna) Wunderbar, dass wir gewonnen haben,

dass wir die Waffenkammer besuchen,

denn in unserem Team sind wir zwei Verräter, zwei Loyale.

Das heißt, die Chance ist 50:50, dass einer von uns Verrätern

einem Loyalen das Schutzschild klaut.

Reihenfolge? Es ist doch nur Lotto.

Schnell, kurz und herzlich, eins, zwei, drei, vier.

-Super. -Wo war eins? Ah, ich.

-Ja. -Geh runter.

(Zietlow) Eine 25-prozentige Chance auf den Schutzschild.

Besser war die Quote noch nie.

Wenn das kein Grund zur Freude ist

vor der letzten Nacht, dann weiß ich es nicht.

Wollen wir Ulrike nominieren?

-Ulrike? -Mhm.

-Nach dem Affentheater da. -Welches Affentheater?

-Mit dem Bild. -Ach so. Ja.

Das fand ich so schlecht, schauspielerisch, und übertrieben.

Das heißt, er tut ihr so leid, dass er gestorben ist, unausgesprochen:

"Ich bin so eine gute Seele, ich kann nie Verräter sein."

-Oh ja. -Fand ich auch komisch.

Wie der Wolf, der Kreide frisst im Märchen.

Also, sie hat ihre Rolle als...

RTL-Fernsehmutter verlassen und ist Mutter Theresa geworden.

Da stimmt was nicht.

Oh, Ulrike ist sauer.

-Bist du derselbe Honk wie ich? -Wieso?

Ich habe das Törchen von der falschen Seite aufgemacht.

Ja, aber das stimmt, die gehen mal so, mal so.

Der Blick von Ulrike sagte mir, dass sie es nicht hat.

Von daher wird das spannend.

Ich bin mir nicht sicher,

ob Anna-Carina nicht doch ein Verräter ist.

Mir fehlen da noch ein paar Argumente für sie.

Dieses Diskutieren kann ich so noch nicht sehen.

Vielleicht möchte auch jemand die Aufmerksamkeit auf Anna-Carina lenken.

Ich habe echt so überlegt: Wo könnte der Schutzschild drin sein?

Satz mit x, das war wohl nix.

Für mich ist Anna-Carina eine, die gerade nach gestern

auch wieder so sicher ist.

Das stimmt. Die hat aufgebaut wieder.

Wenn wir davon ausgehen, sie ist es,

wen würde sie auswählen?

-Vincent, oder vielleicht... -Vincent ist zu naheliegend.

(Sabrina) Das wäre zu naheliegend. Bei Vincent ist es halt so:

Er hängt sehr an Anna-Carina.

Ich habe das Gefühl, egal, was Anna-Carina sagt, tut,

es ist richtig.

Keine Ahnung, ob die sich abgesprochen haben,

aber er ist mit Vorsicht zu genießen.

Wobei, er ist vielleicht einfach ein Mitläufer.

(spannungsvolle Musik)

(Vincent) Ich freue mich, ich habe zum zweiten Mal einen Dolch gefunden.

Den werde ich aber nur benutzen,

wenn ich Anna verteidigen kann.

-Wir wollten schon rüberkommen. -Wir wollten ihn nicht allein lassen.

-Ich komme kurz zu euch. -Ich habe eine Frage.

-Warum wart ihr so niedergeschlagen? -(Ulrike) Ja.

Warum? Das ist ja eine komische Frage.

Weil wir alle den Schild haben wollen.

Ja, das mit dem Schild verstehe ich.

Du hattest ihn ja schon einmal.

-Ich will ihn auch mal haben. -Ich gehe mal mit rüber.

(Ulrike) Lass die älteren Herrschaften mal alleine.

(Mariella) Da hat sich Friedrich aber ins Straucheln gebracht.

Warum sollen wir uns nicht ärgern? Klar will jeder diesen Schild haben.

Also... hä?

Alles, was den Fokus auf einen anderen Menschen lenkt,

nimmt den Fokus ein bisschen von mir, und das tut mir sehr gut.

(er imitiert rhythmische Posaunenklänge)

Das ist auch nur gerecht. Nichts drin.

Das ist ja auch nur fair.

Wenn da schon wieder der Schild drin gewesen wäre,

dann wäre es langsam komisch geworden.

Aber sag mal, was glaubst du denn, wer so...

auf der Liste stehen könnte?

(spannungsvolle Musik)

Mir fällt es schwer, die Ulrike in den Fokus zu nehmen.

Es kann jeder sein, und man muss sich über jede Konstellation Gedanken machen.

Friedrich, was meinte Ulrike, als du sie gefragt hast,

warum sie sich das Bild so gekrallt hat von Pascal?

Sie hat nichts Genaues gesagt. Nicht: "Weil ich ein Erinnerungsstück brauche."

Auch nicht: "Weil ich mich verdächtig machen wollte."

-Aber komisch war es schon. -Ja.

(Irina) Ich fand Ulrike auffällig, ich fand Mariella auffällig,

ich finde Friedrich auffällig.

Meine Vermutung ist, dass einer von den dreien ein neuer Verräter ist.

Und dass Anna-Carina Verräterin ist.

Deswegen werde ich gerade so Anna-Carina

im Zusammenspiel mit allen anderen beobachten.

(Zietlow) Und wo könnte man seine Mitspieler besser beobachten,

als bei einem zwanglosen, entspannten und festlichen Dinner?

Ob sie zwanglos und entspannt hinkriegen, weiß ich nicht,

aber festlich, das beherrscht unsere hochkarätige Promi-Elite in Perfektion.

Wunderschön, schöner Raum, Kerzenlicht.

Es war sehr angenehm, ja.

Bonsoir, mes amis.

Ihr acht steht jetzt kurz vor dem Finale

in einem Spiel, das euch sehr viel abverlangt,

körperlich sowie seelisch.

Und deswegen möchte ich euch heute ganz herzlich einladen

für die nächste Stunde die Seele baumeln zu lassen.

Einfach mal das Spiel vergessen.

-Oh. -Essen, trinken.

Und ich verspreche euch wirklich,

es gibt keine Hintergedanken,

keine Hinterlist

und keinen Twist.

-Ihr traut mir nicht? -Auf keinen Fall.

Könnt ihr aber.

Ich lasse euch alleine genießen. Wir sehen uns hinterher beim Digestif.

Und der könnte ein paar Umdrehungen haben.

Beim Digestif, da gibt es einige Umdrehungen

und möglicherweise auch den einen oder anderen Twist.

(Mariella) Irgendwas liegt in der Luft, was noch passiert.

-Bon appétit. -(alle) Merci.

(Zietlow) Beim "Dinner for all" haben alle Angst vor dem Digestif.

Und das zu Recht.

Dieser Verdauungsschnaps könnte einem schwer im Magen liegen.

(Sabrina) Ich bin sehr dankbar für das Essen.

Das war sehr nett von Sonja.

(alle raunen)

Boah, das riecht auch so gut. Wow.

-Bon appétit. -Guten Appetit.

Ich weiß nicht, ob das jetzt so eine Verräter-Krankheit ist.

Man ist dann doch am Zweifeln, ob das alles wirklich so...

entspannt ist.

Bisher war immer ein Haken dabei.

Aber bei dem Rind hätte es ja schon auch ein Rotwein sein dürfen.

Sagt die Biertrinkerin.

Wir können gar nicht mehr abschalten.

Keine hundertprozentige Entspannung hier.

Nee, ich überlege gerade einfach...

-Du, weißt du... -Was jetzt noch kommt, hm?

-Entspannt euch doch mal. -(Sabrina) Ich bin entspannt, aber...

Nee, hier ist keiner entspannt.

Man sagt einen harmlosen Satz,

und alle sitzen wie versteinert.

(Friedrich) Herrlich. Wir sollen einfach den Moment genießen.

Herausfordernd, dass man mit diesem Spiel so viel Zeit verbringt.

Ich verstehe, wenn man das einen Abend macht, aber die ganze Zeit...

Und du bist ja voll drin. Isoliert.

Das finde ich schon anstrengend.

Das Spiel lässt mich nicht los. Hier ist eine gewisse Anspannung.

Es geht dem Ende zu.

Du kannst es nicht abstellen.

-Was denn? -Das Beobachten.

Aber vielleicht solltest du doch, wenn du schon nicht entspannen kannst,

dich lieber auf die Aufgabe konzentrieren.

-Mhm. -Auf die Mitspieler gucken.

Es war ja bei Tisch so eine doch etwas merkwürdige Stimmung.

Je kleiner der Kreis wird, desto intensiver wird das alles.

Es ist irgendwie so ein Zusammenhalt.

Trotzdem muss man immer im Hinterkopf behalten,

irgendwas stimmt hier trotzdem nicht.

Man vergisst das so schnell.

Es lässt einen auch gar nicht mehr los.

Klar, man versteht sich gut,

aber man weiß ja, dass unter diesen guten Menschen um einen herum

dann doch ein, zwei, drei Verräter sind.

-Je weniger, desto schwieriger. -Natürlich.

-Im Moment könnte man alle nominieren. -Ja.

Außer mir natürlich.

(Friedrich) Das wäre wirklich schade, wenn du auffliegst.

-Aber du hast Irina eher auf dem Plan. -Ich bleibe dabei, aus Sportsgeist.

Ich fand die Tränen...

-Ich kann nicht auf Kommando weinen. -Ich weiß.

Aber wenn jemand sehr ehrgeizig ist...

-Das bin ich, stimmt. -Und etwas gelingt...

Dann weint man vor Freude, nicht vor Schmerz.

-(Irina) Er ist mir ans Herz gewachsen. -Das glaube ich nicht.

Das war, weil dir was gelungen ist.

So wie sie ja auch Tränen in den Augen hatte,

als der Kelch an ihr vorübergegangen ist.

Als sie im Spiel blieb, hat sie auch geweint vor Freude.

-Vor Freude weinen macht keinen Sinn. -Doch, vor Freude.

-Ich meine, dass Pascal tot ist. -(Claude) Ach so, nee.

Schwachsinn.

Du hast dich auf mich eingeschossen und siehst alles in dieser Lupe.

Auf jeden Fall.

Ich glaube nicht, dass du der Verräter bist.

Ich fand eher dann das von Ulrike mit dem Bild nach wie vor komisch.

Das fand ich auch komisch.

Da muss ich echt sagen, das war so gespielt. Also...

Ich habe gemerkt, sie ist viel mehr in sich gekehrt,

sie ist viel ruhiger geworden, sie ist auch sehr oft abw... äh...

Abwesend.

Aber eine haben wir doch, oder sind wir davon abgerückt?

-Ja, Ulrike. -Ich denke...

Auch.

Man kann jetzt einfach nur vom Bauchgefühl ausgehen.

Wobei, guck die anderen an. Friedrich kann ich nicht einschätzen.

Ein Toast.

-Das könnte länger werden. -Ja.

Hat euch schon mal jemand gesagt,

dass ihr fantastische Mitspieler seid?

Nein? Das wundert mich gar nicht.

(Applaus)

(Irina) Sonja kommt.

-(Zietlow) Geht es euch gut? -Ja.

-Habt ihr gut gespeist? -Ausgezeichnet.

-Seid ihr entspannt? -Nein.

(Gelächter)

Ihr solltet doch einfach mal loslassen.

Dann versuchen wir mal was anderes.

Wer mag Partyspiele?

-Ich liebe Partyspiele. -(Mariella) Ich auch.

Toll.

Dann möchte ich euch jetzt alle mal bitten, aufzustehen.

(mehrere) Oje.

-Jetzt nicht Stuhltanz. -Reise nach Jerusalem.

Ja, und ich habe die High Heels an.

Und jetzt brauche ich gerne einen Freiwilligen.

-Ich. -Sabrina.

Du weißt nicht, worauf du dich einlässt.

-Ich wusste es. -Bei uns wird Mut belohnt.

Oh.

Du hast hier sicherlich ein paar Leute kennen und mögen gelernt.

Vielleicht hast du den ein oder anderen ins Herz geschlossen.

Sabrina, sag mir:

Wem hier am Tisch vertraust du am meisten?

Claude.

(Gelächter)

Wenn ich niemandem vertraue, wen soll ich denn da nennen?

Deswegen dachte ich, dann fange ich einfach am Tischanfang an.

Dann machen wir das reihum und schauen mal.

Danke, Sabrina. Du darfst dich setzen.

Claude, von denen, die noch stehen:

Wem vertraust du am meisten?

Mariella.

Ich hätte nie gedacht, dass Claude mir so vertraut.

(Claude) Mariella. Die ist solide, grundehrlich.

Und denkt anders als wir alle.

Mariella.

Wem von denen, die noch stehen,

vertraust du am meisten?

Vincent.

Du darfst dich setzen.

(Mariella) Ich habe Vincent gewählt, weil er am authentischsten rüberkommt.

Wogegen andere immer wieder Fragezeichen aufwerfen.

(Zietlow) Vincent, jetzt sag mir bitte:

Wem vertraust du am meisten?

Anna.

(Vincent) Ich habe auch meine Strategie befolgt.

Ich vertraue Anna. Zack, ohne nachzudenken.

Du darfst dich setzen, Vincent. Anna-Carina?

Auch du hast sicherlich

Menschen ins Herz geschlossen.

Wem von denen, die noch stehen,

vertraust du am meisten?

Irina.

(Zietlow) So.

Irina. Es stehen noch Friedrich und Ulrike.

Wem von den beiden

vertraust du am meisten?

Auch wenn er mir nicht vertraut...

-Ich vertraue dir aber, Friedrich. -Oh Mann.

Dir wurde Vertrauen ausgesprochen. Du darfst dich auch setzen.

Ja.

Ulrike.

Dich hat keiner gewählt und dir sein Vertrauen ausgesprochen.

Ja.

Ich bin halt nicht vertrauensvoll.

Ulrike, Ulrike. Sie hat heute zu viele Fehler gemacht.

(Sabrina) Ich habe Ulrike seit dem letzten Frühstück

ganz, ganz weit oben auf meiner Liste.

Als sie als Letztes dastand, habe ich richtig Gänsehaut bekommen.

Ich dachte, das kann doch kein Zufall sein.

Ich habe allen Ernstes gedacht:

Oh, wie blöd.

Das ist jetzt vielleicht so eine Art vorgezogener Runder Tisch.

Zeit für den Digestif.

Das hier...

sind 18 Silberbarren.

In den Missionen habt ihr neun Silberbarren bisher nicht erspielt.

Ich habe sie verdoppelt,

und hier liegen jetzt 18 Silberbarren

im Wert von 9000 Euro.

Ulrike, du bekommst jetzt

ein exklusives Angebot von mir.

Du kannst diese 18 Silberbarren für dich behalten,

nehmen und das Spiel sofort verlassen.

Es wartet draußen ein Wagen auf dich.

Oder...

diese Silberbarren gehen in euren gemeinsamen Schatz.

Und du bleibst im Spiel

und überlegst, was wohl am nächsten Runden Tisch passiert.

(Zietlow) Ulrike steht vor der Gewissensfrage.

Steigt sie mit 9000 Euro aus dem Spiel aus

oder packt sie das Geld in den Teamschatz

mit allen möglichen Konsequenzen am nächsten Runden Tisch?

Auch wenn ihr es nicht verdient habt.

Die Tage davor...

haben mich schon überzeugt,

dass wir eine gute Truppe sind.

Ihr alle wisst,

dass ich das Zeug nicht nehmen werde,

sondern mit euch es zu Ende bringen möchte.

(Ulrike) Als ob ich mit der Kohle abhauen würde.

Um dann für ewig als geldgieriges Weib, Hexe, dazustehen.

Du hast diesen Schatz jetzt größer gemacht, euren Topf.

(Anna) Wenn ich Ulrike wäre, ich hätte das Geld genommen und wäre weg.

Ich glaube, es wird heute sehr eng für sie.

Respekt. Dann sehen wir uns alle am Runden Tisch.

Ach Mensch, ich dachte, es geht jetzt weiter.

Ich habe drei Kinder zu ernähren, zwei Ex-Frauen.

(lachend) Das kostet richtig Geld, das könnt ihr euch nicht vorstellen.

Tja, mir hättest du das Angebot nicht zweimal machen müssen.

Da wäre ich ab durch die Tür.

Ich mache dir ein Angebot, das du nicht ablehnen kannst.

-In welchem Mafia-Film war das? -"Pate".

(spannungsvolle Percussions)

-Ich gehe mal hierrüber. -Ich gehe mal hierhin.

-Hier ist es nämlich wärmer. -Mariella.

Wobei, das bringt mir nichts. Hier gibt es ja kein Bier.

-Kein Bier, ne? -(singt) Es gibt kein Bier auf Hawaii

-Ich soll mit euch alleine bleiben? -Ja.

Oh Gott. Okay.

Ich sage dir eins, es hat mich nicht überzeugt,

was Ulrike da gesagt hat.

Es wäre doof, wenn sie es genommen hätte, ja?

-Also, ich... -Da bin ich auch gerade, bei dem Gefühl.

Falls es jemanden von erster Stunde gibt, wären es Claude und Friedrich.

Aber da habe ich keine... Da ist keine Abweichung.

(Irina) Ich würde Claude nicht unterschätzen.

Nicht, dass man ihn vergisst.

-Das nicht. -Man muss ihn immer aufm Schirm haben.

-(Ulrike) Bei wem seid ihr? -Claude.

-Wen immer auf dem Schirm haben? -Ich glaube, Claude.

-Weil man es nicht weiß. -Der, dem du am meisten vertraust.

Ehrlicherweise dachte ich, ihr würdet verstehen, was ich mache.

Ich wollte reihum gehen.

(Irina) Das habe ich nicht gecheckt.

(Anna) Ich auch nicht.

Claude hat sich geschmeichelt gefühlt, nachdem er sonst immer der Notnagel ist.

Du glaubst doch nicht, dass er Mariella am meisten vertraut.

-Doch, das klang ehrlich. -Das glaube ich auch.

Was?

(Friedrich) Claude, dann fang mal an.

Nummer eins ist Anna-Carina,

Nummer zwei ist Ulrike.

Sag mir mal, warum Anna-Carina.

-Hast du die gerade mal beobachtet? -Ja.

So pathetisch und so, und "Guckt nach da, und ich nehme etwas mit."

Das Ganze ist verlogen.

Ich halte sie für von Grund auf

verdorben und verlogen.

-Die ganze Schlagerwelt ist verlogen. -Die müssen das können.

-Ulrike wäre interessant. -Vielleicht beide.

(Claude) Wir können aber nur einen wählen.

Vier-vier bringt auch nichts. Wir brauchen eine Mehrheit.

Ulrike oder Anna.

-Du sagst, Anna ist besser. -Ja.

Ich glaube, Friedrich ist auf meiner Seite.

Also Anna-Carina muss gewählt werden.

Sonst legen sie uns wieder um.

-Was denkst du denn? -Also, ich bin ja raus für mich.

Dann Claude, Friedrich.

Friedrich hat sich irgendwann total gedreht.

Was deutlich wurde, als er plötzlich anfing, Verräter zu nennen.

Das fällt mir zu Friedrich ein. Ich bin ja raus für mich.

Dann Claude. Alle sagen, der kann am besten lügen.

Aber er wird kein Verräter sein,

deswegen kommt er nicht dazu, sein Geschick als Lügner unterzubringen.

Bei dir...

Ich sehe, dass du mega aufdrehst, nachdem Jalil gehen musste.

Und da frage ich mich natürlich,

ist es einfach nur die Erleichterung, dass dieser Spuk vorbei ist?

Ja, war es tatsächlich.

Oder ist es auch, weil du denkst...

"Jetzt haben die mich endlich nicht mehr im Fokus."

Weiß ich nicht.

(Vincent) Ich glaube, Anna könnte schon ins Kreuzfeuer geraten.

Ganz ehrlich, sie ist nach wie vor bei allen auf dem Schirm.

Wenn Anna eine Verräterin wäre, das wäre wirklich krass.

Diese doch naiv anmutende Person.

Naiv sehe ich sie überhaupt nicht.

Die ist tollpatschig, denkt manchmal nicht nach,

aber sie hat eine gewisse Gerissenheit, die mich stutzig macht.

Ich sage euch was, ich hätte sie auch darauf angesprochen,

aber ich möchte das jetzt, glaube ich, nicht tun.

Ich hoffe, du sagst, was ich denke.

Habt ihr gemerkt, sie redet ganz anders.

-Sie betont immer alles. -"Ich nehme mich ja raus."

"Ich nehme mich jetzt wieder raus."

Seit dem Frühstück hat sie sich für mich in Person total geändert.

Ich kann sie gerne fragen.

Ich finde es diesmal so schwierig.

(Irina) Ich bin das erste Mal in der Position,

dass ich merke, dass ich mich von Leuten beeinflussen lasse.

Es ist so, dass es wenige Indizien gibt,

die dafür sprechen, dass Ulrike eine Verräterin ist.

Ich hadere gerade mit mir,

mich dem dann anzuschließen.

Wenn man davon ausgeht, wie die letzten Verräter sich verraten haben...

Wodurch denn?

Durch extremes Gerede.

-Durch Emotionalität. -Ja.

Und, was würdest du noch sagen?

Widersprochen haben sie sich doch immer mal wieder.

Wir überlegen gerade, wodurch sich Verräter verraten haben.

Da seid ihr schon deutlich weiter als die Runde dahinten.

-Wo sind die denn? -Eher bei irgendwie... abschweifen.

-Ach, die schweifen ab? -Mhm.

(Ulrike) Das Verrückte ist, dass ich nach wie vor denke,

dass dieses Spiel von Sonja

eher nichts mit dem Runden Tisch zu tun hat.

Sollte es aber so sein, dass die anderen mich deshalb für einen Verräter halten,

dann werde ich es gleich erfahren.

Schade für die, denn ich bin es ja nicht.

Meine Strategie jetzt weiter

ist es, mich so zu verhalten, wie ich mich als Loyaler verhalten habe.

Ich bin ganz, ganz stolz auf mich, weil ich hier genau das bin,

was ich im normalen Leben nicht bin und darf.

Hier darf man die Regeln brechen, lügen, die Leute manipulieren.

Das gelingt mir auf der Bühne.

Das ist ja auch eine Art Manipulation. Wir ziehen das Publikum in unseren Bann.

(grelle spannungsvolle Musik)

Guten Abend

und herzlich willkommen zum vorletzten Runden Tisch.

Der Schatz. Er wächst und wächst.

Wird immer größer.

Ihr habt heute gemeinsam in eurer Mission

zwölf Silberbarren erspielt.

Und dank Ulrikes Selbstlosigkeit

habt ihr anstatt 63

81 Silberbarren

in eurer Schatztruhe.

Das heißt, es ist ein Gegenwert von 40.500 Euro.

Tja, wer wird sich an diesem Schatz bereichern können?

Deswegen auch heute wieder die Frage:

Wer unter euch mordet?

Überlegt euch gut,

was ihr in den letzten Stunden erfahren habt,

was ihr gemeinsam erlebt habt,

wie euch andere angesehen haben

und wer ein falsches Spiel spielt.

Der Tisch gehört euch.

(düstere Musik)

Nun gut. Dann eröffne ich heute mal den Runden Tisch.

Ich schmeiße jetzt mal einen nicht so neuen Namen in die Runde.

Anna-Carina, du weißt, du bist auf meiner Liste, wahrscheinlich...

auf Lebzeit.

Aber mir ist beim Frühstück, als...

Pascal ermordet wurde, etwas aufgefallen,

was mir verdächtig vorkam.

Ich habe dich auch drauf angesprochen, liebe Ulrike.

Du hast das Bild von Pascal so an dich gerissen,

und das war für mich zu viel Drama.

Vor allem habe ich aber auch, und das finde ich viel wichtiger,

bemerkt, dass du in den letzten paar Stunden,

seitdem Pascal weg ist, dich irgendwie verändert hast.

Also, ich finde, du bist oftmals abwesend.

Du bist auch nervöser geworden.

Und wenn man dich darauf anspricht,

dann...

Du suchst nach Entschuldigungen, das war früher nicht so.

Du bist nicht die Ulrike, die ich am Anfang gesehen habe.

Also, der Verdacht von dir gründet sich ja darauf,

dass Sonja dann die Frage stellte:

"Möchte jemand das Foto haben?"

Da habe ich gesagt: "Ja. Ich würde es gerne nehmen."

Na, es war ein bisschen mehr als "Ich würde es gerne nehmen."

(Ulrike) Ähm, okay.

Du hast es wirklich an dich... Und es war einfach so, dass ich dachte...

Ja, und es ist vielleicht sogar noch zu wenig gewesen.

Vielleicht hätte ich theatralischer damit umgehen sollen.

Ich begreife nicht, was daran so merkwürdig ist, wenn man gefragt wird:

"Möchte einer das Bild?"

Dass mir das jetzt zum Verhängnis wird, ist auch ein Treppenwitz irgendwie,

aber das gehört auch zu diesem Spiel.

Wirklich, mehr kann ich ehrlich nicht dazu sagen.

Seit dem Frühstück empfinde ich dich als...

als nervöser, als unruhiger als sonst.

Sie hat, nachdem ich sie angesprochen habe

und gesagt habe, was mir komisch vorkam,

war es so, dass sie sich schon verteidigt hatte.

Aber es wurde dann immer weniger.

Und dann dachte ich auch so:

Warum?

Na ja, gut, sie weiß jetzt, dass sie aufgeflogen ist,

sie braucht sich nicht mehr zu verteidigen.

Darf ich nur eine kurze Nachfrage dazu noch stellen?

Hattest du mitbekommen, dass ich geweint habe?

Oder ist dir das nicht aufgefallen?

Ich habe das nachher gemerkt, dass du geweint hast.

Ich habe mich nur gefragt,

weil du sofort auf das Bild los bist:

Warum fragst du nicht kurz mich?

Aber vielleicht ist das auch too much.

Ich glaube, ja.

Das war ein bisschen viel verlangt.

Also, es ist ja ein Konstrukt aufgemacht worden...

Geschickt.

Vielleicht ging es ja schon los mit den Tränen von Irina,

der ich auch nicht traue.

Daraufhin wurde das so aufgebaut:

Ich, rücksichtslos, und Bild... Ich weiß es nicht.

Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Auf der anderen Seite, muss ich ganz ehrlich sagen, finde ich es...

fast schon cool.

Wenn ich Verräter wäre...

dann dürfte ich stolz auf meine Leistung sein,

dass ich euch doch so viele Tage komplett an der Nase herumgeführt habe.

-Hast du ja gar nicht. -Ja, offensichtlich.

Keiner kann ja wirklich greifen,

wie die Konstellation von ein, zwei oder drei Verrätern gerade ist.

Ich denke nur gerade:

Ich gehe immer von einem aus, der schon länger dabei ist,

und von einem, der halt dann erpresst worden ist.

Also, von dem her...

Ich habe nicht das Gefühl,

dass du irgendwie von Anfang an... Verräter gewesen wärst, überhaupt nicht.

Ganz ehrlich, I feel like a monster.

Weil ich genau wusste, dass Ulrike unschuldig ist.

Strategisch super, toll gemacht.

Super, Anna, super, Vincent. Trotzdem ist da dieser fade Beigeschmack...

Weil ich weiß, dass sie sogar eine fantastische Loyale ist,

die so gut beobachtet hat, so scharfsinnig.

Das tut doppelt weh.

(düstere Musik)

Weil ich fixiert war auf Irina, habe ich weitere Sachen für Irina gefunden.

Aber ich würde sie nicht auf das Schild schreiben.

Ich bin auf dem letzten Meter zwischen Ulrike und Anna.

Da guckst du schon so, als würdest du es zugeben.

Bei Anna würde ich es besonders witzig finden.

Klingt vielleicht jetzt unglaublich,

aber ich habe so ein dickes Fell entwickelt,

dadurch dass ich wirklich von der ersten Stunde an

hier im Spiel Verräter bin.

Mich bringt nichts aus der Fassung.

Ich bin auch bei der wunderhübschen Anna-Carina.

Seit dieser Streiterei mit Jalil.

Anna-Carina, du bist superaggressiv, du lässt mich nicht drei Sätze reden.

-Ich bin nicht aggressiv. -Doch, sehr aggressiv.

Anna-Carina ist richtig aufgeblüht,

eine ganz andere Persönlichkeit geworden, selbstsicher.

Guckt den Leuten viel länger ins Gesicht.

Gibt mir zu denken.

-Ist meine Nummer eins. -Okay.

Der Claude hat heute so ein bisschen gegen mich gewettert.

Der hatte mich auch von Anfang an auf dem Schirm.

Ulrike...

lügt sich hier um ihren Kopf und Kragen.

Deswegen ist sie Nummer zwei.

Mir ist bei Ulrike aufgefallen, dass du viel gestikuliert hast.

Und irgendjemand hatte mal gesagt, dass solche großen Gesten...

vielleicht auf einen Verräter hinweisen könnten.

-Pass auf, du machst es. -Ja, deshalb.

Mit dem Geld auch, dass man das nicht annimmt, kommt mir unbeholfen vor.

Wie so eine Sache, sich reinwaschen zu wollen.

-"Guckt, wie loyal ich bin." -Dann hätte ich ja gehen müssen.

-Hättest du es angenommen? -Ich? Ja.

Ich hätte es genommen. Schon mal nach Hause fahren, mit Geld.

Dass ich das Geld nicht genommen habe,

ist auch ein Indiz dafür, dass ich ein Verräter bin.

Dem Schritt bin ich gedanklich nicht mehr gefolgt.

Dann habe ich aber auch gemerkt, wie dusselig

die Loyalen da hinterherlaufen.

Ich möchte ganz kurz einen Punkt noch anbringen in der großen Runde.

Ich gehe gerade davon aus, dass wir nicht nur zwei,

sondern eventuell drei Verräter haben.

-Oder sogar vier. -Jetzt noch vier?

-Also sorry. -(Sabrina) Okay, drei.

Entschuldigung, Entschuldigung.

Aber wenigstens drei. So.

Aber es geht ja nun mal darum, dass wir erst mal die enttarnen oder verbannen,

wo wir uns...

sicher sind.

Ich finde es wahnsinnig schwer,

und wir ziehen uns alle an so ein paar Strohhalmen lang,

weil es einfach wirklich wenig Anzeichen sind.

Das mit dem Bild fand ich auch komisch.

Man kann nur von Kleinigkeiten ausgehen. Keiner zeigt was.

Es war für mich eine Veränderung in deiner Art.

Ich hatte das Gefühl, dass du dich mehr zurückgezogen hast, so für dich.

Ich habe das gar nicht so gesehen.

Aber wenn ihr das so wahrgenommen habt, dann ist das so.

Wenn sie dich auf dem Kieker haben, haben sie dich auf dem Kieker.

Wenn sie sagen, du hast dich verändert, dann haben sie das halt so gesehen.

(Zietlow) Das war ein sehr interessanter Runder Tisch.

Jetzt ist es Zeit.

Bitte schreibt auf eure Tafel denjenigen auf,

den ihr verbannen möchtet, von dem ihr denkt,

er oder sie sei ein Verräter.

Ihr habt eure Entscheidung getroffen.

Die Frage ist auch: Wurde eine Entscheidung getroffen?

Mariella.

Wen hast du aufgeschrieben?

Wer, denkst du, ist ein Verräter und warum?

Es ist ein Spiel, und von meinem Gefühl her...

Ulrike.

-Hilft ja nichts. -Nee.

Ulrike, wer steht auf deiner Tafel?

Ich bringe Irina noch mal ins Spiel.

Irgendwie, so ganz runter warst du nie.

Also habe ich dich aufgeschrieben.

Vielleicht ist sie wirklich die Strippenzieherin im Hintergrund.

Claude.

Ich habe mich in letzter Sekunde umentschieden.

Das heißt, Anna-Carina hat überlebt, und Ulrike ist drauf gekommen.

Weil doch die Argumente im Raum mich, wenn schon nicht überzeugt,

dann zumindest überredet haben.

Alle habe mich im Ohr gehabt und fast auf dem Zettel,

aber schreiben es nicht auf.

Das Einzige, wo mein Name öfter fiel, war das mit Jalil, aber das war klar.

Dann muss ich ja eine gute und ehrliche Haltung an dem Runden Tisch haben.

Und mich halt nicht verbabbeln und nicht irgendwas machen.

Das nehme ich sehr als Kompliment.

Ich bin immer stolzer, dass ich immer noch dabei bin.

Anna-Carina, wer, glaubst du, ist ein Verräter und warum?

Es war für mich vom Frühstück her mit dem Bild...

Da fing es an, dass ich dich mehr auf dem Schirm hatte.

Deshalb habe ich dich aufgeschrieben.

Die Entscheidung, die ich getroffen habe, finde ich selber feige,

weil ich nicht zu 100 Prozent überzeugt war.

Trotzdem habe ich auch Ulrike aufgeschrieben.

Ich möchte das jetzt gar nicht mehr lang kommentieren, ich habe...

Ulrike.

Insgeheim habe ich wirklich gehofft, dass Ulrike mir wirklich...

eine krasse Aussage gibt, dass ich sage: "Okay, sie ist nicht die Verräterin."

Aber die kam nicht.

Friedrich, wer steht auf deiner Tafel und warum?

Ich habe auch Ulrike genommen. Sie guckt dauernd zu mir wie eine, die schwindelt.

Ich muss sagen, ich glaube, ich habe schon die ganze Zeit gegrinst.

Deswegen habe ich mich in diesem Punkt auch bewusst nicht mehr verteidigt.

Was willst du da sagen?

Ich habe deinen Namen aufgeschrieben.

Ich hoffe, dass ich richtig liege.

Ulrike.

Du hast die meisten Stimmen bekommen, steh bitte auf

und stell dich hier in den Kreis der Wahrheit.

Ulrike,

du wurdest von deinen Mitspielern verbannt.

Bitte sag uns, bist du ein Verräter

oder eine Loyale?

Die letzten Worte liegen bei dir.

Die Loyalen sind sich hoffentlich darüber im Klaren,

dass sie nur dann das Geld kriegen,

wenn sie vorher die Verräter gekillt haben.

Und wenn sie sich so dusselig anstellen wie heute, wird das nix.

Ich bin natürlich...

eine Loyale.

Tschüss.

Ach, Mist, dass wir Ulrike rausgeschmissen haben.

Dass sie sich als Loyale rausgestellt hat, ist richtig...

doof.

Ja, es ist diesmal schiefgelaufen,

was mir für Ulrike natürlich total leidtut.

Und ich mache auch mir selber Vorwürfe,

dass ich nicht meinem Instinkt mehr getraut habe,

sondern so ein bisschen der Gruppenmeinung nachgegeben habe.

Ulrike hat sich schlecht verteidigt, war persönlich betroffen.

Und das darfst du beim Spiel doch nicht sein.

Es ist nicht das echte Leben. Es ist ein Spiel.

Und es heißt nicht "Wir sind alle lieb zu Ulrike von der Groeben".

Loyale, ihr habt euch selbst geschwächt.

Verräter, gut gespielt.

Ich wünsche euch eine gute Nacht.

Schlaft den Schlaf der Gerechten,

vielleicht auf dem Rücken.

Doch einer

wird morgen nicht mehr beim Frühstück sein.

Diese Nacht

wird gemordet.

Ach, verdammt.

-Die hat so komisch geguckt. -Die hat so gegrinst die ganze Zeit.

(Friedrich) Und komisch geredet. Du hast auch gesagt: "Die lügt nur."

Das hat sich sehr komisch angefühlt. Aber das habe ich ehrlich nicht gedacht.

Ich hätte nicht gedacht, wenn man es nicht ist, dass man dann so grinst.

Ich dachte auch am Ende noch so, dass sie die letzten Worte nutzt,

um sich zu verteidigen.

(traurige Klaviermusik)

Verdammt. Es tut mir so leid.

Die arme Ulrike.

Natürlich bin ich da auch traurig. Ich war ja böse.

Ich bin noch da, das ist ja böse.

Dann habe ich zu Anna-Carina geguckt,

und sie guckte mich wirklich so...

so traurig an, aber ich...

Es war wie so ein kalter Schauer, weil ich irgendwie das Gefühl hatte,

dass sie mir sagen wollte:

"Da bist du auf die reingefallen."

(Zietlow) Am Runden Tisch haben die Loyalen sich geschwächt.

Einstimmig wurde Ulrike weggeschickt.

Mit freundlicher Unterstützung der zwei Verräter.

-Das ist total peinlich. -Ja.

Ich habe mich ja der Gruppendynamik auch gebeugt.

Das war doch keine Gruppendynamik.

Schon wieder danebengelegen. Ich glaube, das fünfte Mal falsch.

Und ich habe mich wieder

dem gruppendynamischen Zwang unterworfen

und wieder falschgelegen, ich könnte mich ohrfeigen.

Ihr wart alle still.

-Ich stehe da... -Wir haben alle was gesagt.

Aber es tut mir jetzt umso...

-Leider. -...mehr leid, leider, dass ich anfing.

Und es ging mir ja... Das Bild war nur noch "the cherry on top".

Ihr seht mich hilflos, weil Ulrike einfach kein Verräter war.

Und das macht mich ganz mürbe.

(Irina) Ich ärgere mich, weil mein Verdacht gegen Anna-Carina

größer ist als der gegenüber Ulrike.

Und ich habe, glaube ich, ein bisschen zu egoistisch heute abgestimmt.

Da waren wir richtig eklig, dass wir ihr die 18 Goldbarren übelgenommen haben.

-Stimmt ja. -Die hat das ernst gemeint.

Ach du lieber...

Aber die Arme tut mir schon leid, sie hat ja nichts verbrochen

und ist von sieben Leuten verdächtigt worden.

Oh, oh.

Und dann hat man ihr noch das mit dem Geld umgedreht,

als Beweis für ihre Schlechtigkeit.

Da sieht man, wie schlecht wir sind.

Jetzt haben wir ihr auch noch in den Arsch getreten, die arme Unschuldige.

Wir müssen wieder zurück zu Irina.

(spannungsvolle Musik)

Also gehen wir wieder auf Irina, ja?

Da tun wir uns alle nicht so schwer wie bei Ulrike.

Claude schiebt den Verdacht auf mich,

weiß ja auch, dass er bei Friedrich da offene Türen einläuft.

Ich glaube, die nächste Entscheidung könnte für mich brenzliger werden.

(Friedrich) Irina ist ganz...

unverdächtig in ihrer Art und Weise.

Aber eigentlich glaube ich nach wie vor, dass sie eine ist.

Vielleicht täusche ich mich auch. Das ist eine wilde Spekulation.

(Anna) Jeder Verdacht, der von mir weg lenkt,

ist für mich als Verräter perfekt, und dann läuft das wie geschnitten Brot.

Peinlich, peinlich.

Und alle sehen es.

-(Anna-Carina) Bei RTL. -Wie wir uns geirrt haben.

Dass sie sich nicht verteidigt hat.

Die hat noch gelächelt. Das gibt es doch nicht.

-Ich habe ihr ins Gesicht geguckt. -Ja, die hat immer so...

-Geguckt, als würde sie schwindeln. -Ja.

Immer so...

Da dachte ich mir: Okay, die schwindelt.

Und dann lagen wir falsch, das ist natürlich ziemlich peinlich.

(spannungsvolle Streichmusik)

Vielleicht, es wäre ja ganz irre,

dich und Anna-Carina zu sehen, als duftes Team.

Ich muss das mit Friedrich besprechen.

Wieso mit Friedrich?

Weil der gute Argumente hat, dafür oder dagegen.

Hat er nie gesagt.

Also Friedrichs Argumente finde ich schwierig.

Der Vincent...

Hm... Der ist auch immer so hibbelig.

Claude und Friedrich. Die beiden.

Ja. Das sind die, die das Spiel begriffen haben.

Die sind sich auch ziemlich sicher.

Euch beide als Team, ne? Finde ich ganz gut.

Ganz ehrlich, ich habe dich unterschätzt.

Sage ich ganz klar.

Falls ich überlebe,

werde ich meinem ersten Instinkt,

Anna-Carina, nachgehen.

Und dann auch wirklich ihren Helferlein.

Und das ist für mich im Moment Vincent,

der vielleicht der Erpresste sein könnte,

und, das ist ein neuer Gedanke,

Irina.

(düstere Musik)

(Sabrina) Vielleicht muss man gucken:

Wer spielt das Spiel perfide seit zehn Tagen durch?

(Mariella) Und warum Pascal umgebracht wurde.

-Das ist mir immer noch schleierhaft. -Dann bin ich die Nächste.

Wenn ich morgen tot bin, kann es ja nur Anna-Carina sein.

Wenn man danach geht. Weil Pascal ja auch gesagt hat, Anna-Carina.

ChrisTine hat es auch gesagt.

Ich traue einfach niemandem.

Es kann wirklich Mariella auf der einen Seite sein,

es kann auch Irina sein.

Es kann aber auch genau Anna-Carina sein

oder Claude oder Friedrich oder auch Vincent.

Ich traue keinem.

Was ist denn eigentlich hier, mit...

unserer Freundin.

-Meinst du Sabrina? -Bringt immer Namen ins Spiel...

-Alle laufen hinterher. -Das stimmt doch nicht, das ist...

Juhu. Schmeißen die Leute raus.

Und am Schluss...

Also, mein Freund, ich lag bei Jalil falsch.

Ja, da habe ich nicht... Da hatte ich keinen Treffer.

Heute hatte ich keinen, bei Sebastian keinen.

Da hatten wir alle keinen.

Wahrscheinlich doch Irina dann.

Die habe ich noch nie auf dem Schirm gehabt.

Ich muss jetzt auch mal nachdenken.

Ulrikes Wahl war sie ja auch, Irina.

Stimmt.

(geheimnisvolle Musik)

Ich habe gemerkt, vom Gefühl her

war sofort eine Stimmung gegen Irina da.

Und das ist natürlich jetzt schon,

direkt nach dem Runden Tisch,

Gold für mich als Verräter.

Die sind jetzt gegen Irina. Die werde ich natürlich nicht ermorden, logisch.

Ich dachte auch bei Irina,

die Tränen überzeugen mich nicht so richtig.

Alle hatten einen kleinen Zusammenbruch, weil die die Rolle nicht durchhalten.

Ich glaube, dass man emotional wird. Das wurde auch ChrisTine sehr.

Das habe ich bei Irina auch schon gesagt.

Dass sie sehr emotional wird.

(Friedrich) Ich konzentriere mich auf sie.

-Weil du da am meisten gesucht hast. -Ja.

Das Letzte sind die Tränen,

und das waren eher Tränen der Erleichterung...

-Tränen lügen nicht. -...als Tränen des Trennungsschmerzes.

(Mariella) Irina finde ich auch schwierig.

Ich möchte es nicht wahrhaben, weil ich mich mit ihr gut verstehe

und sie für einen lustigen Chaoten halte.

Das für mich Wichtigste wäre,

diese Nacht zu überleben, denn dann bin ich im Finale.

40.500, mhm.

Dafür muss eine alte Oma lange stricken.

Wenn nicht, dann... Salut, la compagnie.

Und das schöne Geld ist...

Den Weg alles Irdischen.

(Zietlow) Finanziell war es ein erfolgreicher Tag

fürs Team und damit auch für die Loyalen.

Personell wird er für sie aber zum doppelten Desaster.

Denn mit Ulrike haben sie nicht nur eine Loyale verbannt,

sondern auch noch die mit dem Schutzschild.

Also wird diese Nacht garantiert gemordet.

(düstere Musik)

-Hallo, lieber Vincent. -Ui.

-Wie geht's dir? -Gut. Ja.

Also bisher haben wir gute Entscheidungen getroffen.

-Hat funktioniert. -Es hat funktioniert.

Du hast gesehen, es ist leicht, den Fokus auf jemanden zu legen,

der drei Sachen falsch macht, und dann die Gruppe dahin zu lenken.

Vincent ist ein toller Verräter, ein loyaler Verräter.

Das war mir so wichtig, und er hat es gut gemacht.

Am einfachsten ist es, genau gleich weiterzumachen.

-Da habe ich Erfahrung. -Du fühlst dich loyal.

Und ich verhalte mich loyal.

Ich bin stolz auf ihn, weil ich weiß, wie schwer es ihm fällt.

Aber ich merke, der hat Blut geleckt, der Vincent.

Die Zielfahne ist in Sicht. Wir können es wirklich schaffen.

Deswegen kann ich dir jetzt ganz im Ernst sagen:

-Es gibt eine Person... -Mhm.

Und der Pate würde sagen:

(verschwörerische Filmmusik)

Er weiß zu viel.

Ja, das ist Claude.

Nein.

-Friedrich? -Ja.

Der hat uns beide und vor allem dich auf dem Schirm.

Ich vermute, der packt erst in der letzten Runde aus.

Die haben wir jetzt.

Ich hatte kurz über Claude nachgedacht.

Der ist ja einer, der Einfluss auf Friedrich hat.

Mein erstes Bauchgefühl, als ich gesehen habe,

dass unser Plan aufgegangen ist mit Ulrike,

war der Claude.

Das Ding ist jetzt: Claude oder Friedrich?

Ich sage Friedrich, weil er mehr Ahnung hat und mehr Vertrauen genießt.

Gleichzeitig, wenn er eliminiert wird, könnte...

...Irina in den Fokus, und sie ist sehr im Fokus.

Und weißt du, von wem? Von meiner Lieblingsfreundin und -feindin Sabrina.

Und sie ist selber auch suspekt...

-Richtig. -In der öffentlichen Runde.

Anna wollte lieber Claude, und...

Ja...

Hand aufs Herz, wenn du Claude anschaust, siehst du gar nichts.

Gar nix.

Er wäre für mich die beste Tarnung. Aber Claude wäre zusätzliche Verwirrung.

Und ein strategischer Silberrücken weniger.

Der Begriff "Silberrücken" steht

für unsere bei der Geburt getrennten Zwillinge Friedrich und Claude.

Das sind zwei, die sich nicht in die Karten schauen lassen.

Ganz clever. Der eine, nämlich Claude, Pokerface.

Der andere, Friedrich, checkt alles, hat alles auf dem Schirm.

Wenn wir Friedrich nehmen... Ich bin mir sicher, Friedrich bleibt bei Irina,

weil er denkt, sie ist es.

Friedrich wird immer Irina auf dem Zettel haben.

Ich auch, du, da sind wir bei drei Stimmen.

Sabrina sind vier Stimmen. Mariella hängt sich immer an Sabrina.

Da sind wir schon bei fünf Stimmen.

Und er hatte mich noch nie.

Glaubst du nicht, wenn Friedrich weg ist...

Alle haben Claude auf dem Kieker. Wirklich effektiv.

Ja, unbedingt.

Claude, die Theorie habe ich auch schon gedroppt,

dass Claude ein Erpresster war

und am Schluss doch noch als Bösewicht gewinnt.

-Richtig. -Das Harte ist... Ja, wie gesagt...

Für und wider. Du verstehst mich.

Bitte, Vincent, verlier nicht die Nerven auf der Zielgeraden.

Es geht nicht darum, den besten Freund zu enttarnen.

Hier werden die Verräter enttarnt.

Und er muss sich sicher sein: Er kann es gewinnen. Er kann "Verräter" gewinnen.

Es geht ja jetzt auch darum, die Stimmen zu sammeln.

Jede Stimme, die nicht für uns kommt und gegen einen Loyalen, ist wertvoll.

Wenn Silberrücken eins weg wäre, wenn das Friedrich wäre,

wäre Claude der Erste, der verbannt wird.

Oder Irina.

Das ist so hochkomplex. Leute, wenn ihr da selber drinstecken würdet, hui.

Wir sind dann nur noch sechs, davon zwei Verräter.

-Da sind nur noch vier Loyale. -Das ist krass.

Das ist echt krass. Die Chancen stehen sehr gut.

-Darf ich den Namen schreiben? -Klar.

Der Plan...

ist wie der Plan des Spiels.

Erwarte das Unerwartete.

Ich weiß nicht, ob ich darauf stolz sein kann, dass ich alle Morde begangen habe.

Ich war von Anfang an dabei und habe nicht nur gemordet,

sondern ich habe mich auch gegen meine Verräter beweisen müssen,

mich gegen sie stellen müssen, für mich als Verräter kämpfen müssen.

Das macht was mit mir.

Und ich kann stolz auf mich sein, dass ich so lange diese...

Fassade auch aufrecht gehalten habe.

(Glockenschlag)

(Zietlow) Und so geht es weiter im Finale von "Die Verräter":

Was ich mich schon die ganze Zeit frage:

Warum mich die Verräter nicht töten.

Weil du eine bist.

-Du weißt, dass du sehr im Fokus bist. -Ja.

-Ich gucke dir in die Augen. -Ja.

Sag mir bitte, dass du eine Loyale bist.

Mariella. Wer steht auf deiner Tafel?

Shit, ich glaube, die wählt Anna.

(Zietlow) Ihr seid die finalen Vier.

Ihr entscheidet, wann das Spiel endet.

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