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Ich bin langsam an dem Punkt, dass es zermürbend ist.
Wer manipuliert? Wer lügt? Wer intrigiert?
Je mehr Leute ausgemerzt werden,
desto größer ist die Chance, ins Finale zu kommen.
(Zietlow) Acht Loyale und zwei Verräter.
Die bringen sich gegenseitig um.
Ich bin immer noch der Überzeugung,
dass sie mich ans Messer liefern wollte.
Ich kann ihr nicht mehr vertrauen.
Unglaublich.
-Ich sage, du hast gelogen. -Und ich, du hast gelogen.
Wir lügen beide.
(Zietlow) Aber wer lügt besser?
(Anna-Carina) Ich muss dem Verräter trauen können.
-Ein Verräter muss heute gehen. -Richtig. Du.
Du bist zutiefst manipulativ.
Wieder mein Namen, wieder mein Name.
Es spitzt sich zu.
Und sofort kommt natürlich die Frage: Warum?
(Zietlow) Am Runden Tisch
eskaliert das erste offene Duell der Verräter.
Du bist aggressiv, lässt mich nicht drei Sätze reden.
-Warum aggressiv? -Sehr aggressiv.
Wer lügt?
Ich bin so schockiert.
Ich muss mit allen Waffen dagegen ankämpfen.
(Zietlow) Wer überzeugt die Loyalen?
Jalil oder Anna-Carina?
Einer von beiden lügt.
(mystische Titelmusik)
(Zietlow) Was bisher geschah:
Ein neues Gesicht im Kreis der Verräter.
-Euch beide hätte ich nicht erwartet. -Schön.
Man fühl sich dann ja direkt verbündet.
Wir haben uns entschieden, ChrisTine aufzunehmen,
die wir im Zweifel opfern müssten.
(Zietlow) Und wenn es eins genug gibt,
dann sind es Zweifel.
Ich habe gehört, du hast initiiert, meinen Namen ins Spiel zu bringen.
Das macht dich verdächtig.
Ich weiß nicht, ob ich das durchstehe bis zum Schluss.
(Zietlow) Ein Schluss, der schneller kommt als erwartet.
Ich habe auch dich aufgeschrieben, ChrisTine.
ChrisTine.
ChrisTine, du hast die meisten Stimmen.
Adieu, ich bin eine Verräterin.
(sie jubeln)
Sie dachte nicht, dass Jalil und ich ihren Namen aufschreiben.
Ich lade euch heute zu einer kleinen Cocktailparty ein.
(alle) Yay!
Danach kehrt Ruhe im Schloss ein.
Denn heute Nacht
werden sich die Verräter nicht treffen, um zu morden.
Denn sie morden am helllichten Tag.
"Verräter: Auf der Cocktailparty kann einer von euch
einen anderen Mitspieler vergiften."
(Zietlow) Doch auch bei den Verrätern ist die Stimmung vergiftet.
Wir sollten uns absprechen. Ich bin kein Fan von ihrer Entscheidung.
Weil ich die Entscheidung zu kurzsichtig fand.
Und zweitens, weil sie mich in eine Falle locken wollte.
(dramatische Streichmusik)
(Zietlow) Aus dem teuflischen Trio
ist ein diabolisches Duo geworden.
Und das kämpft auch mit seinen eigenen Dämonen.
Der erste Mord ohne Absprache
könnte zur Zerreißprobe für die Verräter werden.
Und die Loyalen wissen ja noch gar nicht,
dass gemordet wurde.
Wer hat den Giftkelch geleert?
Vincent? Ulrike? Irina? Shermine?
Aufklärung bringt wie immer
unsere umgekehrte Reise nach Jerusalem.
Wessen Stuhl bleibt beim Frühstück frei?
(Klopfen)
(Anna-Carina) Ich kam rein und habe Gott sei Dank
den Jalil gesehen.
(sie pustet durch) Da war ich erleichtert.
-Alles gut? -Servus. Alles passend.
-Alles passend, ja. -Setz dich.
(spannungsvolle Musik)
(Tropfen)
Ich fand's dumm von dir.
Bisher hat dich keiner im Fokus gehabt oder verdächtigt.
Mein Bauchgefühl sagt mir, es war nicht falsch von mir.
Wir sind einer weniger.
(Jalil) Die Verräter müssen zusammenhalten,
aber Anna-Carina hat komplett in Eigenregie
und komplett in eigenem Interesse gehandelt.
Ich kann ihr nicht mehr trauen.
(Anna-Carina) Jalil und ich sind ein Team.
Wir haben Menschen manipuliert
und haben es geschafft, zu lügen.
Wir sind in der Lage zusammenzuarbeiten.
Da habe ich bei ihm wirklich ganz großes Vertrauen.
Stimmt. Ulrike stand sehr oft alleine rum.
Und Ulrike ist bisher auch nicht wirklich irgendwo auf dem Schirm.
Niemand hat Ulrike im Fokus bisher gehabt.
Vielleicht wiegt die sich da halt echt im Vertrauen.
(mysteriöse Musik)
(Jalil) Anna-Carina hat sich in eine Zwickmühle gebracht.
Wenn sie jetzt geht und einen Namen streut
und einen Loyalen ans Messer liefert, ist sie danach raus, das weiß sie.
Das heißt, das Einzige, was sie machen kann,
um sich jetzt aus der Schusslinie zu nehmen,
ist, einen Verräter zu offenbaren.
-(Klopfen) -(Anna-Carina) Herein.
-Guten Morgen. -Guten Morgen.
Das ist ja noch nicht viel, was hier sitzt.
(Ulrike) Bestimmt sind wir naiv.
Aber ich gehe jetzt total entspannt in dieses Frühstück,
weil ja keiner umgebracht wurde in dieser Nacht.
Jetzt haben wir eine ganze Woche hinter uns.
Und gefühlt stehen wir wieder am Anfang.
Wir haben zwei Verräter rausgeschmissen.
Gehen wir mal davon aus, dann haben sie zwei Neue, aus unseren Reihen.
(angespannte Musik)
(Klopfen)
(Jalil) Hereinkommen.
Guten Morgen.
(Anna-Carina) Oh, zwei kommen rein.
Es ist ja eigentlich keine Überraschung, ne? Heute keine.
Morgen.
(angespannte Musik läuft weiter)
Ich bin nach wie vor auf Vincents Seite.
Ich wäre sicher nicht so blöd und würde ihn vergiften.
Was einem hier in diesem Schloss eigentlich widerfährt,
ist die Schlaflosigkeit, weil du die ganze Zeit am Überdenken bist.
Du bist am Reininterpretieren in alles.
Und wir müssen vertrauen in einem Spiel...
wo es darum geht, nicht zu vertrauen.
(Klopfen)
-Yes, herein. -Come in.
(nervenaufreibende Musik)
Sensationell, so einen schönen Arbeitsplatz zu haben.
In so einer Ausstattung, so einem Format.
Das ist nicht Urlaub im Schloss
in der Auvergne.
Das ist hier Arbeit.
Ich bin so schnell eingeschlafen.
Da war was in den Cocktails.
Ich hatte so das Gefühl...
Sabrina meinte gestern zu mir: "Du hast mir voll Panik gemacht."
Vielleicht over-acted,
weil du schaukelst dich hier irgendwie...
kein Scheiß, in Paranoia hoch.
Achtung, das Croissant könnte vergiftet sein.
-Nein. -Man soll sich nicht verrückt machen.
(Klopfen)
(Mariella) Hello.
-(Ulrike) Der Klassensprecher. -(Pascal) Morgen.
-Warum freuen wir uns so? -Es ist eigentlich eh klar.
-Heute ist ja keiner gestorben. -Ja, eben.
Heute ist keiner umgekommen.
(unbehagliche Musik)
(Klopfen)
Morgen.
Je weniger wir werden,
desto aufgeregter ist die ganze Gruppe.
Und deswegen ist es noch schwieriger zu sehen:
Wer manipuliert? Wer lügt? Wer intrigiert? Wer taktiert?
(Zietlow) Und wer wurde exekutiert?
Aktuell fehlen noch Shermine und Irina.
Und noch rechnen so gut wie alle mit beiden.
Auftritt der letzten Überlebenden.
(Klopfen)
(leichter Jubel und Applaus)
(Irina) Hello.
(angespannte Musik)
Quatsch, dass sich alle freuen. Klar wurde keiner umgebracht.
Ich, ähm... Ich glaube da noch nicht dran.
Irgendwas muss es mit der Cocktailparty auf sich gehabt haben.
Das wäre sonst zu schön gewesen.
Wenn ich hier Sätze anfange, höre ich manchmal ganz anders auf.
Weil einfach im Kopf sehr viel Verwirrung,
Hin-und-Her-Überlegerei steckt.
Shermine fehlt noch, hm?
-Aber der Platz ist... -Ja.
Nur noch Shermine fehlt?
(düstere Musik)
-(Klopfen) -Oje.
(spannungsvolle Musik)
Nein.
Oh.
Schade, dass ihr euch nicht freut, wenn ihr mich seht.
Es sollte doch keiner getötet werden.
-Oh, Ulrike, das habe ich nicht gesagt. -(Ulrike) Hat sie nicht gesagt.
Kein Mord.
Ich bin etwas enttäuscht von euch. Ihr müsst mir ganz genau zuhören.
Ich habe gesagt, nach der Cocktailparty...
wird Ruhe herrschen und wird niemand ermordet.
Es wurde während...
-Nein. -...der Cocktailparty gemordet.
Und tatsächlich hat es...
Shermine getroffen.
-Was? -Was?
Damit habe ich nicht gerechnet.
Und ausgerechnet Shermine, mit der ich mich super verstanden habe.
Traurig.
Und sofort kommt natürlich die Frage: Warum?
(treibende Musik)
(Anna-Carina) Ich habe mein Gift in Shermines Glas getröpfelt.
Es gab nur diese Möglichkeit.
Ich habe überlegt, hätte es eine andere gegeben? Nein, hätte es nicht.
Dann hätte ich mich super auffällig gemacht.
(Jalil) Die Entscheidung war leichtsinnig.
Es war keine taktisch kluge Entscheidung, in meinem Kopf.
Hallo.
"Shermine, du wurdest ermordet.
Wir haben dich auf der Cocktailparty vergiftet.
Die Verräter."
Mir hat das gestern schon jemand gesagt.
Dass das eine Möglichkeit ist, dass das passiert ist mit meinem Glas.
(leise) Ich habe das Gefühl, Anna-Carina hat an deinem Glas rumgefummelt.
Bitte?
Anna-Carina hat vorhin an deinem Glas rumgefummelt, als wir rauskamen.
-Hast du es gesehen? -Nee.
Ich kann mir gut vorstellen, dass Jalil das gesagt hat,
um auf Carina die Aufmerksamkeit zu richten.
Um von sich abzulenken.
Ich weiß nicht, ob es Jalil ist oder Anna-Carina. Also einer von beiden.
(Zietlow) Die Verräter spielen...
ein gutes Spiel.
Wir reden hier von einem heimtückischen Ding,
dass man da Tropfen ins Glas gibt.
Das war schon echt hart mit den Tropfen.
Und wir sehen uns bei der nächsten Mission.
À très bientôt.
Ich weiß nicht, warum sie umgebracht wurde.
Anscheinend war sie kein Verräter.
-Ich bin auf der völlig falschen Fährte. -Ich auch, ich auch.
Boah, ich bin total überrascht.
Vor allem, weil ich die arme Shermine von Anfang an auf meinem Zettel hatte.
Und das tut mir auch wirklich leid.
Aber ich bin froh, dass ich sie nicht rausgewählt habe.
Man täuscht sich halt, ne? Nicht nur als Einzelperson.
Manchmal täuschen sich ganze Bevölkerungsgruppen,
vielleicht sogar der ganze Planet.
Aber der Klassensprecher ist natürlich auch... Ne?
-Was ist der? -Verdächtig.
Sehr. Weil du mit allen dufte bist.
(Pascal) Ja, der Claude ist halt... Der schießt wild durch die Gegend.
Da kommt mal der Name, dann der. Jetzt war meiner dabei.
(Claude) Ich habe schlechte Menschenkenntnis.
Ich habe Verhaltensforschung studiert.
Also mit Tieren.
Frag mich was mit Mäusen, Ratten, Katzen, Hunden.
Kann ich dir eine gute Antwort geben. Bei Menschen...
Also wenn Claude denkt, es ist Pascal, dann ist es Pascal auf jeden Fall nicht.
-Claude lag immer falsch. -Um von dir abzulenken.
So kommen wir nicht weiter.
Was bei Jalil cool ist, ist, dass er eine Macht auf die Gruppe hat.
Und auch wenn es darum geht, dass die mich ins Kreuzverhör nehmen,
dass er ein Machtwort sprechen kann und wird, das glaube ich.
Ich bin mir sicher, dass sie mich ans Messer liefern wird.
Ich bin mir supersupersicher.
Da muss ich auf ihn vertrauen, dass er mich da auch in Schutz nimmt.
Weil Anna-Carina mich auch sehr offensiv gestern an der Bar gefragt hat,
dass ich ihr was einschütten soll.
Hast du was für mich? Ein Sekt wäre cool.
Damit sie sagen kann: "Jalil hat mir Trinken eingegossen", und so weiter.
Und mich so ans Messer liefert, damit sie sicher ist.
(Zietlow) Und schon wieder ein Duell der Verräter.
Aber aktuell weiß nur einer von beiden, dass es schon läuft.
Was, wenn die Verräter...
jemanden tatsächlich was in den Drink mixen mussten?
(Sabrina) Und dann ist ihr ein Horn gewachsen, oder was?
-(Lachen) -Ich glaube, es geht eher um das...
Es geht um das Zeichen,
dass irgendjemand irgendeinem einen Drink gegeben hat, vielleicht.
Meintest du nicht, dass jemand was mit Shermines Glas gemacht hat?
Was denn?
(angespannte Musik)
Wir standen an der Bar.
Dann haben wir zu Anna-Carina gesagt, dass wir rausgehen.
Wir drehten uns rum und gingen raus.
Ich habe mich umgedreht, weil sie nicht hinterherkam.
Sie hat ihr Glas die ganze Zeit in der Hand.
Daran erinnere ich mich.
(Anna-Carina) Das ist nicht meins, nee.
War das...
Du hast eins mit Eiswürfeln gehabt, oder? Ja.
(Irina) Ich fand es jetzt nicht superauffällig.
Ich würde auch nachfragen: "Mist, was war mein Glas?"
Also ich muss ganz ehrlich sagen, ich finde beide im Moment verdächtig.
Es könnte natürlich auch sein, dass beide Verräter sind.
Und Jalil versucht jetzt, die andere Verräterin auszuschalten.
Das ist auch möglich.
(Vincent) Wenn Anna eine Verräterin ist...
dann muss ich ganz ehrlich sagen...
Boah.
Aber wenn das stimmt, ist das aber wirklich komisch.
(unruhige Musik)
Es müssen zwei Verräter noch mindestens im Spiel sein.
-Das ist klar, oder? -Ja.
Ähm, und das heißt, die müssen sich doch gestern abgestimmt haben.
Sie ist eine Teamplayerin.
Sie braucht, um allgemein aufzugehen, glaube ich,
einen Partner à la Bonnie und Clyde, sage ich jetzt mal.
Sprich, es gibt noch einen anderen.
(Klopfen)
(Friedrich) Oh, wir dachten, du wurdest umgebracht.
Auf dem Weg zum Klo bin ich umgebracht worden.
Jetzt was anderes: Weil ich ja viermal falschlag, hat Irina ja recht,
nicht auf mich hören.
Aber passt mal auf. Wer ist denn völlig unbedarft?
Wer ist mit allen dufte
und wird verhätschelt, obwohl er ein großes Riesenbaby ist?
-Alle streicheln ihm über den Kopf. -Der Klassensprecher?
(Claude) Nein, den anderen.
-Den Football-Profi. -Jalil?
Jalil.
Wenn das so ist... Boah.
Spieltechnisch Respekt, also...
(Ulrike) So ganz unrecht hast du ja nicht.
Vor allem kann er ja auch neu angeworben worden sein.
Wir sprechen ja von zwei Verrätern.
Wenn ich darüber nachdenke... Macht Sinn, ja.
Jalil hat immer sehr schön argumentiert. Aber auf die Richtigen.
Und da habe ich immer gesagt: Jawoll, alles gut. Das ist ein Loyaler.
Aber ich glaube, die beiden haben Florian wie auch ChrisTine...
den Löwen zum Fraß vorgeworfen.
Und ich habe mitgegessen.
Holy fuck-a-moly.
(Mariella) Aber Jalil... Oh.
-Kann ich mir nicht vorstellen. -Fragt mich.
Jalil, wir reden gerade über dich.
(Anna-Carina) Claude brachte dich ins Spiel.
(Mariella) Dich kann ich mir nicht vorstellen, wollte ich sagen.
(Jalil) Ich will, damit das nicht so...
kommt, als ob ich hinterrücks geredet habe, einfach offen sagen:
Anna-Carina, ich habe in der Runde gesagt, dass ich vorhin...
gestern gesehen habe,
wie du Shermines Glas in der Hand hattest.
Ich will nur, dass du das auch hörst, dass ich das offen ausgesprochen habe.
-Okay. -Und das im Raum ist.
-Okay. -Ja?
Okay.
Unglaublich.
Ich bin immer noch der Überzeugung, dass sie mich ans Messer liefern wollte.
Ich bin gerade in einer Lose-lose-lose-Situation,
außer ich bin offensiv.
(Anna-Carina) Das hat mich so enttäuscht.
Der Typ kommt da rein, eiskalt...
Warum hält er nicht zu mir?
Es gab doch gar keinen Grund.
Das macht mich echt sehr, sehr traurig.
Mein Verdacht ist, vielleicht hast du ein Zeichen gegeben,
indem du das Glas genommen und wieder hingestellt hast.
-Also... -Was soll das für ein Zeichen sein?
Ich bin so schockiert. Jetzt muss ich mit allen Waffen dagegen ankämpfen.
Was sagst du denn dazu, dass Shermine weg ist?
Ja, wie ihr. Keine Ahnung. Ich weiß nicht, wie es zustande kam.
Ich finde es krass und überlege, wie das sein kann.
(Sabrina) Ich frage nach den Gründen.
Nicht, wie es passiert ist, sondern warum.
Es gibt keinen Grund.
Irgendwie kommt mir das so vor,
als wäre sie eine Verräterin.
Scheinbar naiv, aber eigentlich hat sie es faustdick hinter den Ohren.
Die Naivität oder... Du bist so straight.
Also klar und einfach, denke ich mal.
Sie wusste nicht mal... Sie wusste gestern nicht mal, welches ihr Glas ist.
(spannungsvolle Musik)
Ich glaube, für Anna wird es gerade schwierig,
sich aus der Situation rauszuwinden.
(Anna-Carina) Das ist kein Teamplayer.
Er will, wie bei Florian, und das macht mich traurig,
die Macht an sich reißen.
Ja.
Jetzt wird es haarscharf, für beide. Das ist jetzt echt...
Mal schauen, was die Mission bringt.
(Zietlow) Die Karten liegen auf dem Tisch.
Und in diesem Zweikampf kann es nur einen Sieger geben.
Vielleicht den, der seinen Wert für die Gruppe beweist.
Zum Beispiel in der heutigen Mission.
Definitiv der letzten in dieser Besetzung.
So, Spieler. In eurer Mission geht es um Weinfässer.
Das ist schon das erste Weinfass. Da steht eine Tausend drauf.
Das bedeutet, dieses Fass steht für stolze 1000 Euro.
Das heißt, zwei Silberbarren für euren Schatz.
Aber nur, wenn ihr es schafft,
das Fass innerhalb von 45 Minuten ins Ziel zu bringen.
(Claude) Geld und Mission ist mein Höchstes.
Ich habe immer Bock auf Mission. Das ist doch ganz klar.
Den Weg zum Ziel müsst ihr selber finden.
Folgt einfach den Hinweisen.
Auf dem Weg werdet ihr auf Hindernisse treffen
und auf weitere Fässer.
Mein Tipp: Schaut euch diese Fässer ganz genau an.
Ihr spielt in einem Team, und es gelten zwei Regeln.
Regel Nummer eins kennt ihr schon:
Vertraut niemandem.
Außer mir.
Und Regel Nummer zwei: Bleibt immer zusammen.
Entfernt sich auch nur einer vom Team, dann verliert ihr das ganze Silber.
Sicherlich habt ihr noch Fragen. Die klären sich im Laufe der Mission.
Eins kann ich euch schon beantworten: "Sonja, wann starten die 45 Minuten?"
Jetzt.
(dynamische Musik setzt ein)
Wir hatten endlich Auslauf. Aber was für einen Auslauf.
(dynamische Musik läuft weiter)
(Mariella) Wir müssen zusammenbleiben.
(Jalil) Halt fest, halt fest.
(Mariella) Alle da.
(dynamische Musik läuft weiter)
-(Jalil) 1000 Euro. -(Mariella) Nehmen wir.
Da ist ein Riesenfass.
Kleine Fässer, 500, große Fässer, 1000.
Riesenfässer, 3000. Kann man ja einfach rechnen.
Da war meine Mission und mein Ansporn:
Lass uns große Fässer nach Hause bringen.
Bringt am meisten Kohle.
-Wie schwer ist das? -Das ist tragbar für eine Person.
Ich kann auch eins nehmen.
Vincent, gehen wir hier an die große... Kanone?
-Ja, nehmen wir... -Und los geht's.
(abenteuerliche Musik setzt ein)
Lass mal dagegen.
Mach mal dagegen. (er ächzt)
Okay, warte, warte. Vorsichtig.
-(Jalil ächzt) -(Claude) Vorsicht!
Und fallen.
-Sehr gut, zweites. -Let's go.
(Jalil) Ich habe Gas gegeben.
Ich habe mich einfach nur schlau angestellt,
mich kräftig angestellt, versucht, nach vorne zu gehen.
Versucht, das ganze Ding voranzutreiben.
Ich bin gespannt, ob es was gebracht hat
und die gesehen haben: "Der war schnell, der bringt uns was."
(keuchend) Warte, warte, warte.
Geht. Let's go.
(Anna-Carina) Ich bin noch sauer. So weit hätte es nicht kommen dürfen.
Und ich verstehe nicht, warum. Das ist für mich ein Riesenfragezeichen.
Ich möchte ihn schütteln: "Warum hast du das gemacht?"
Und wenn jetzt nur durch den Move von Jalil
das Kartenhaus zusammenfällt...
verstehe ich die Welt nicht mehr.
Ich mache das, ich mache das.
-Das hier ist schwer. -(Anna-Carina) Ich rolle.
Ich habe mich heute Morgen vielleicht auch verdächtig gemacht.
Ich habe vielleicht einige Leute jetzt sehr stutzig gemacht,
warum ich genau in dieser Situation Anna-Carina so auf dem Schirm hatte.
Ich kann die Leute und die Situation nicht einschätzen und... pff.
Es ist schwierig gerade.
(drollige Musik)
In meinem Schrank habe ich nur schicke Sachen.
Ich bin nicht sportlich.
Ich bin ein guter Tänzer und Entertainer.
Aber ich bin kein sportlicher Typ.
-Kann einer noch ein kleines nehmen? -Vielleicht Friedrich.
Friedrich kann das kleine nehmen.
Oh, danke schön. Oh, sorry. Aber ich muss trotzdem hinten laufen.
Ich dachte mir: Schön, ich habe so ein kleines Fass, 500er.
Ich bin so gelaufen. Ist auch anstrengend.
Und habe so geguckt. War ein sehr schönes Erlebnis.
Schöne Natur, Sonne sogar.
Herrlich.
Oh, da ist ein Riesenteil jetzt.
-Nein. -(Mariella stöhnt)
(spannungsvolle Musik)
Das ist ein Code.
-Code? -Ich wette, wir müssen uns das merken.
(Friedrich) 6-3-8-2.
-(Irina) Ich probiere mal, warte. -(Anna-Carina) Oh ja.
(Irina) Auf der Rückseite ist auch eine.
-Wer kann sich Zahlen merken? -(Pascal) Hat jemand einen Stift?
Oh, ich habe tatsächlich meinen Lippenstift.
-Kann ich dein T-Shirt benutzen? -7-4-6-1.
-(Vincent) Und es steht kein Geld drauf? -Nein.
(Claude) Schön, dass Frauen bei einer Mission
mitten im Wald im Südwesten Frankreichs einen Lippenstift dabeihaben.
Kann man das lesen?
-(Vincent) Sehr clever, meine Fresse. -(Anna-Carina) Geil.
Tut mir leid, Pascal.
Kannst dir gerne ein T-Shirt von mir leihen.
(Anna-Carina) ...8-2.
Fuchs.
Also sind wir uns alle einig, dass wir das hierlassen?
(Friedrich) Ja.
-Steht kein Geld drauf. -Ja.
Gott, Jalil ist unser Held. Warte, ich räume es aus dem Weg.
(heroische Musik)
Hier sind Schlösser. Komm mal.
-Pommes. -Hier.
7-6-3...
Fuck.
7-4-6-1.
Fuck. Andersrum vielleicht?
(Sabrina schreit auf)
(Pascal) 6-3-8-2.
Warte, hast du?
(Sabrina) Aufgemacht, yay.
(Ulrike) Geil.
-Und jetzt kommt die Sonne. -Wuh!
Während dieser Mission waren alle so in diesem Teamspirit,
dass für eine kurze Zeit vergessen wurde,
dass ein Verräter unter uns weilt.
In dem Moment gab es wirklich nur den Teamgeist.
Das war wunderschön.
Für ein paar Sekunden war es einfach... friedvoll.
It's a game. Alles trügt.
Ach du Vater.
Das meiste geht darum, sich gegenseitig zu verdächtigen, ja?
Du willst die ganze Zeit Verräter finden.
-Kurze Überlegung... -Ja?
Wir parken die 500er hier und gehen ohne sie weiter.
Wenn wir da sind und Zeit haben,
können wir sie noch holen.
Völlig richtig. Sonst verlieren wir alles, wenn wir zu langsam sind.
-(Irina) Okay. -Wir können noch mal zurück.
Wenn wir Zeit haben, holen wir uns die noch mal.
-(Friedrich) Ich würde es anders machen. -Sag.
Ich würde das große hierlassen. Ich würde die 3000 hierlassen.
-Wo ist das Ziel? -Das wissen wir eben nicht.
Gas geben. Wir haben nicht mehr viel Zeit.
(lebhafte Musik)
Kommt.
(Jalil) Die Lemminge arbeiten für mich.
Wir haben jedes Fass geschleppt.
Ich bin ein Teamplayer und brauche das Team, um die Mission abzuschließen.
Aber ich bin auch ein Verräter,
weil ich das Geld natürlich am Ende einheimsen will.
Und das nicht umsonst gemacht haben will.
(drollige Musik)
(Friedrich) Ich habe mich geschont.
Ich kam auch nicht so richtig ins Schwitzen.
Das fand ich auch gut.
(Anna-Carina) Langsam muss das Ziel kommen.
(Zietlow) Spieler, beeilt euch!
Eure Zeit läuft ab.
Noch zwei Minuten.
(Irina) Zwei Minuten!
(dynamische Musik setzt ein)
-(Jalil) Oh Shit. -(Pascal) Oh Scheiße.
(sie ächzen)
Komm, auf, du musst dabeibleiben.
Allez, allez, allez!
(Irina) Der Wagen. Die müssen noch auf den Wagen.
Jalil, Claude,
die Fässer gelten nur, wenn sie auf dem Wagen stehen.
(Claude) Ja.
(Zietlow) 1000.
-Ulrike, geh du hinten holen. -Ja.
4000.
-5000. -Weg, weg, weg.
Dieses Scheißfass.
(Zietlow) Zehn, neun,
acht, sieben,
sechs, fünf...
vier, drei...
zwei, eins.
-(Pascal) Hoch damit! -(Zietlow) Nein.
Das letzte Fass kann ich leider nicht gelten lassen.
(sanfte Musik)
-Puste weg. -(Friedrich) Puste weg.
Ich muss sagen, ich bin völlig kaputt, aber sehr happy.
8500!
(sie jubeln)
(Sabrina) Geiles Team, vielen Dank.
-Ihr wart richtig geil. -(Pascal) Du auch.
Nein, echt, alle. Aber jeder einzelne.
Das war verflucht anstrengend.
Da kann ich nicht analysieren: da hat sich einer rausgehalten,
oh, der sah aus wie ein Verräter.
Wir waren alle so angestrengt
und auf die Mission bedacht, klasse.
(Zietlow) Unfassbare 8500 Euro
hat die Gruppe in der Mission erspielt.
In 45 harmonischen Minuten
voller Teamgeist statt Misstrauen.
(Friedrich) Immer, wenn ich im Spiel bin,
kann ich nicht über die Verräter nachdenken.
Ich kann nicht während des Spiels überlegen, wer ist der Verräter?
Meint ihr, dass es zwei oder drei Verräter sind?
-Zwei oder drei? -Und wenn es nur einer ist?
Glaube ich nicht.
Alleine kannst du so viel Scheiße nicht bauen.
(sie lacht)
-Wahrscheinlich zwei. -Ich glaube auch.
Was sagst du zu Jalil?
Jalil ist, glaube ich, ein ruhiger, intelligenter,
was das Spiel vor allen Dingen angeht...
Spieler, und da muss man aufpassen.
-Meine Idee ist immer noch Anna-Carina. -Echt, immer noch?
Das war heute Morgen auch zumindest eine Idee von dir.
Ich sage gar nichts mehr dazu.
(sie lacht weinerlich)
Ich habe den heute beobachtet. Hatte ich bisher noch nie.
-Wen? -Jalil.
-Jalil? -Na hier, unseren Jalil.
Aber dann muss das ein neuer sein.
Jalil kann ich nicht einschätzen.
Ich habe ihm bis heute auch vertraut.
Aber jetzt kommt bei mir so ein Fragezeichen.
Es kann ja sein, dass er neu von den Verrätern dazugeholt wurde.
Weil er benimmt sich schon ein bisschen anders.
Er hat heute gegen dich geschossen.
-Ja, extrem. -Was hat er gesagt?
-Also, es war so... -Ja, mit dem Glas.
Aber das war auch für mich absolut kein Indiz.
Ich sage euch, das hat damit nichts zu tun.
-Ist das Paranoia? -Ja, das ist Paranoia.
(Anna-Carina) Warum macht Jalil das?
Wir sind beide gerade alleinige Verräter.
Und verraten uns hier gegenseitig. Wo ist da der Sinn des Spiels?
(angespannte Musik)
Die Story war super mit dem Glas. Ich habe es verstanden.
Ich habe es nicht verstanden.
Die hat Irina auch bestätigt.
-Jalil und Irina haben sie bestätigt. -Aber die hat doch kein Gift reingetan.
Dass sie was in das Glas getan hat.
Was soll sie denn reingetan haben?
-Schlafmittel? -Das weiß man nicht.
Also angenommen, Jalil...
würde jetzt so einen Verdacht gegenüber Anna-Carina äußern,
und sie wäre eine Loyale...
dann weiß er doch, dass er als Nächstes voll unter Beschuss steht.
Deswegen kann er es nur deshalb machen, weil er weiß, sie ist eine Verräterin.
Das habe ich auch gedacht.
Ich kam als Zweite zum Frühstück, und er war ganz alleine als Erstes drin.
Wir haben geredet, was könnte gestern passiert sein?
Ist irgendwas passiert?
Und dann sagt er: "Ja, ich glaube die Ulrike
stand an der Bar und hat an den Gläsern rumgewühlt."
Er ist für mich heute auffällig.
Er hat bis jetzt nichts gestreut, außer...
Er hatte die Richtigen mit Fakten. Was ja eigentlich gut ist.
(angespannte Musik)
Mir kam der Jalil heute abwesend vor.
Ich denke, der wurde neu dazugeholt.
-Sagte ich doch. -Das ist ein neu Dazugeholter.
Der wiegt sich komplett in Sicherheit, weil den keiner auf der Kette hat.
Und warum macht er bei mir dir Ulrike mies?
Das werden wir sehen.
Weil Jalil ist vom Wesen her ein lieber Mensch.
Und wenn er als Verräter dazugeholt wurde,
wird ihm das wahrscheinlich Unbehagen bereiten.
-Richtig. -Das werden wir merken.
-Genau. -Da bin ich sicher.
(Zietlow) Zurück im Chateau de Beguin,
in dem die Spieler für die Dauer der Mission alles Misstrauen,
Taktieren und Belauern geparkt hatten.
Aber in den heimischen Mauern
geht der Verräter-Triathlon sofort weiter.
-Wo gehen wir hin? Zur Bar? -Zur Bar.
(spannungsvolle Musik)
(er seufzt) Wieder zurück im Gruselschloss.
Mit denen war ich im Auto. Das wäre albern.
Bevor jetzt alle irgendwie in die Bar rennen,
habe ich gedacht, setze ich mich mal in die Bibliothek und lese ein Buch.
Prost.
Ich bin selber gespannt, wie es jetzt laufen wird.
(Anna-Carina) Das ist ein mieser Move gewesen zu verraten,
dass ich was an den Gläsern gemacht habe.
-(Claude) Der ruhige... -Jalil?
...kommt euch nicht irgendwie komisch vor?
Gestern, kurz vorm Ende von diesem Cocktailempfang, sagte er mir,
wenn Shermine morgen nicht beim Frühstück ist,
dann ist Anna-Carina der Mörder... äh, ein Verräter.
Aber wenn er es am Abend vorher schon gesagt hat,
macht er sich ganz schön verdächtig.
(nervenaufreibende Musik)
Was mir persönlich komisch vorkam...
Ich war ja heute alleine mit Jalil beim Frühstück.
Er war der Erste, ich war die Zweite.
Wir redeten über den Abend gestern.
Eigentlich hat Jalil bisher nicht Verdächtigungen ausgesprochen.
Er hat sich immer ein bisschen...
-Der ist auch da. -Ach so. Alles cool.
-Kannst gern dazukommen. -(Pascal) Er hat sich versteckt.
Ich finde Pascals Ansatz, offen ansprechen...
Mega, ja.
Ich habe kein Problem damit.
Wir hatten auch keine Möglichkeit, seitdem darüber zu sprechen.
Und du hast ja bisher nicht wirklich gestreut,
das Wort zu sagen, dass man irgendeinen Namen reinbringt.
Und du meintest,
dass wir uns mal Ulrike ein bisschen genauer ansehen sollten,
weil dir gestern eine Situation komisch vorkam.
Und zwar, dass Ulrike sehr oft alleine war und an der Bar...
-Wann hat er das gesagt? -Heute beim Frühstück.
-Ach so. -Wir waren alleine beim Frühstück.
Dass sie eine Situation nimmt, wo wir alleine waren,
dass sie versucht, diese Wort zu drehen,
mir dadurch eine Lüge aufzutischen, et cetera, et cetera...
Es spitzt sich zu.
It's going down.
Was mich stutzig gemacht hat:
Dass du gesagt hast, dass sie hektisch an den Gläsern
an der Bar was gemacht hat.
-Okay, also ganz kurze Frage. -Du sagtest, sie war hektisch.
-Wir sind allein beim Frühstück. -Ja.
-Ich verdächtige Ulrike. -Ja.
Stimmt, Ulrike stand oft alleine rum.
Warum würde ich mit dir mutmaßen,
ob irgendjemand verdächtig ist, ob irgendjemand...
Das ist aber die Aufgabe des Frühstücks.
Ja, wenn jemand nicht da ist.
Ich wusste nicht, wer reinkommt.
Das Einzige, was ich als Anhaltspunkt hatte, als Shermine nicht reinkam,
war, dass du hier...
Ich kann das gerne noch mal nachmachen.
Irina stand auch da, dann drehte ich mich um,
guckte Irina an, sah in meinem Augenwinkel,
und du standst die ganze Zeit, mit deinem Glas so in der Hand.
Ich sah im Augenwinkel, wie du an die Bar gegangen bist.
Du hattest Shermines Glas in der Hand.
Und dann hast du auf einmal gesagt: "Oh, welches ist mein Glas?"
Dann hat Irina gesagt: "Ja, das mit den Eiswürfeln."
Dann hast du gesagt: "Ah ja, stimmt." Und bist rausgelaufen.
Das stinkt, die Situation. Das ist, glaube ich, allen ganz klar.
Boah.
Uiuiui. Es war richtig...
Es war eine richtig unangenehme Situation für alle.
Ich denke, dass die Verräter eher die sind,
die Sachen ins Spiel bringen.
Namen droppen...
Vielleicht, wenn sie sich so durchschleichen.
Weißt du, so eine Ringelnatter.
-(Sabrina) Ja. -Ulrike ist mit jedem gut.
Und tut auch keiner Fliege was zuleide.
Irina.
(angespannte Musik)
Sie ist schon sehr aufgeregt, meine ich.
Wenn sie sich verteidigt.
Die Hände sind auch immer dabei,
wenn sie redet, weißt du?
Und ihre Stimme zittert.
Die ist nicht so, wie ich jetzt spreche.
So wie du ist ja niemand.
Ja.
-Das stimmt. -Oh, ihr zwei.
(angespannte Musik)
Du hast mich nicht verdächtigt.
Als wir alleine beim Frühstück waren, hättest du mich auf die Aktion...
-Hast du aber nicht. -Ich habe niemanden verdächtigt.
Doch, du hast gesagt, dass sie anders war.
Du hast mich gefragt, ob ich gestern was verdächtig fand.
-Sagte ich gerade. -Ich sagte dir, ich weiß es nicht.
Ich habe zu dir gesagt, dass ich es nicht weiß, weil Sonja...
Egal.
Mir platzte der Kragen. Und wo ist da eine Strategie dahinter?
Jalil... Das hat mich so getroffen und so enttäuscht.
Wir haben uns am Tisch einen Plan überlegt.
Gehen wir gegen Ulrike? Gehen wir gegen Claude?
Und der Typ kommt da rein, eiskalt...
und sagt, er hat da was gesehen mit den Gläsern.
Wenn ich nicht mal dem Verräter trauen kann...
Ich bin sehr enttäuscht von Jalil.
Nur ihr beide wart da.
Alle anderen können es nicht nachvollziehen.
Du sagst, du hast es nicht gesagt, Anna-Carina sagt...
Ich kann euch hundertprozentig sagen, du hast Ulrike ins Spiel gebracht.
Aber warum sollte ich Ulrike ins Spiel bringen? Was ist der Sinn?
-Ja, was ist der Sinn? -Das wissen wir alle nicht.
-Ich war nicht an den Gläsern. -Die zerfleischen sich gegenseitig.
Er lügt. Ich war nicht an der Bar. Das ist interessanter.
Er sagt doch nicht, dass du an der Bar warst.
Ach so, das sagt sie ja.
In meinen Augen sind beide Verräter.
Und der eine hat den anderen Verräter heute Morgen angeklagt.
Anna weiß, dass sie jetzt unter Beschuss steht und hat versucht, sich zu wehren.
Ich schaue mir das mal in Ruhe an.
(düstere Musik)
Es macht keinen Sinn, dass ich zu dir komme,
über Ulrike rede,
dann im gesamten Raum sage, dass ich einen Verdacht habe.
Wo ist der Sinn?
Für mich machte es gestern auch keinen Sinn,
dass du zu mir kamst und gesagt hast, da war eine Situation.
Die ich nicht als auffällig empfand.
Aber ich habe die Situation offen angesprochen.
Dass er gestern Abend schon auf der Party meinen Namen gestreut hat...
Er muss gehen. Ich werde alle Hebel in Bewegung setzen.
Das ist eine Aktion...
Finde ich richtig mies, mich da schon ans Messer zu nageln.
Wow.
Jalil, Jalil. Hätte ich nicht gedacht.
Du willst von dir ablenken.
Vielleicht wusstest du nur als Verräter, was an dem Abend nicht stimmen kann.
Warum soll ich morgens "Ulrike" gesagt haben...
-Weiß ich doch nicht. -Und zehn Minuten später deinen Namen?
Ich hätte das schon wieder vergessen. Das ist ja der Punkt.
Nur, du standest in der Bibliothek und sagtest,
das mit mir war auffällig, und sonst fällt dir nichts auf.
Dann dachte ich, warum sagst du das nicht mehr von Ulrike?
Und dann habe ich vor versammelter Mannschaft...
-Ja, okay. -Krass, einer von beiden lügt.
Das haben wir ganz klar das erste Mal,
wo eindeutig ist, einer lügt.
(treibende Musik)
Ich glaube, das sind zwei Lügner im Raum.
(Zietlow) Das Duell der Verräter eskaliert.
Nachdem jetzt auch Anna-Carina
gegen Jalil in die Offensive ging,
steht Aussage gegen Aussage.
Zeit, dass alle Spieler mal Farbe bekennen.
Ich hoffe, ihr habt euch von eurer Mission gut erholt.
Man kann wirklich eins sagen:
Dieses Spiel macht vielleicht mit dem ein oder anderen doch mehr,
als er es erwartet hat.
Den ganzen Tag wird man verdächtigt.
Den ganzen Tag muss man sich verteidigen.
(Jalil) Es ist wichtig, mich jetzt zu retten
und Anna-Carina ins Ziel zu bringen.
Und die Leute davon zu überzeugen, dass ich kein Verräter bin.
Und was, glaube ich, auch nicht sehr schön ist,
wenn man in einer Gruppe einfach niemandem vertrauen kann.
Und deswegen haben wir jetzt ein Spiel,
wo es darum geht,
zu gönnen und zu geben.
Etwas Schönes, denn es geht um den Schutzschild.
Um den Zugang zur Waffenkammer.
Ihr könnt entscheiden,
wem gönnt ihr den Gang in die Waffenkammer am meisten?
Ihr seid zehn Vogelscheuchen.
Und jeder bekommt zwei Wurf.
Ihr versucht also quasi,
mit euren Würfen die zu eliminieren,
die nicht in die Waffenkammer gehen sollen.
Und die, die dann übrig bleiben, mit null oder maximal einem Treffer,
denen wird heute noch der Gang in die Waffenkammer gewährt.
Der Einzige, der richtig Druck hat, bin ich.
-Warum? Ach, wegen dem Handball. -Wenn ich vorbeiwerfe...
(Zietlow) Jeder hat zwei Wurf. Wir machen zwei Durchgänge.
Also immer einen Wurf nacheinander.
Ich sage an, wer der Nächste ist. Und wir fangen an mit Claude.
(Claude) Bei mir ist immer ein Thema vorherrschend,
wie ich es schaffen kann, möglichst lange zu überleben
oder überhaupt so weit zu kommen, den Silberschatz zu heben.
Je mehr Leute ausgemerzt werden, desto größer ist die Chance,
ins Finale zu kommen.
(Zietlow) Sage uns, wem gönnst du
den Schutzschild am wenigsten?
(schwelende Musik)
(Claude) Ich sage einfach...
Jalil.
(Pascal) Jawoll.
Claude, der war ja mitten rein.
(Jalil) Das ist normal,
dass die Leute mittlerweile nur noch über Sympathie und Zugehörigkeit
versuchen, sich zu schützen.
Und die Logik außer Acht lassen.
Sabrina.
Ich werde den Ball auf Anna-Carina... werfen.
Weißt du Bescheid, ne?
Alles gut.
Es ist kein Geheimnis, dass ich ihr ihre Naivität oder was weiß ich
nicht abnehme.
-Oh. -Oh fuck.
-Das zählt nicht, oder? -Ist Farbe drauf.
-Ja, ist Farbe dran. -Blut zählt.
Du hast nicht getroffen.
Glück gehabt.
That's the game. Also das hat mich wirklich null berührt.
Null. Macht nichts mit mir.
-(Zietlow) Pascal. -Oh ja.
Wenn du nicht triffst, dann ist aber was los.
Ich sagte schon, Ich bin der Einzige, der Druck hat.
Also.
Es gab ja vorhin ein kleines Hin und Her zwischen Jalil und Anna-Carina.
Woraus hervorgeht, dass einer von beiden lügt.
Jalil hat schon eine Stimme. Ich gehe auf Anna-Carina.
Die Verräter sollten nicht in die Waffenkammer,
aber alle anderen schon.
Oh Gott, ist der leicht.
-Ja! -(alle) Ja!
-(Zietlow) Mariella. -(leise) Oh fuck.
(Zietlow) Wer soll den Schild nicht bekommen?
Einer von beiden muss ja lügen.
Also werde ich mich für einen entscheiden.
Und das ist leider Jalil.
(Anna-Carina) Jalil, es wird eng für dich.
Und er ist wirklich sehr, sehr auffällig ruhig.
Mit ihm macht das schon ganz schön viel, dass wir beide da stehen
und wir beiden Verräter uns gegenseitig verraten.
Friedrich.
Die Loyalen brauchen ja einen Schild.
Den gönne ich allen.
Und die Verräter, die brauchen keinen Schild.
Und Irina ist ein Verräter.
(Irina) Ich dachte, ich könnte durchatmen.
Aber ich habe Angst, wieder in den Fokus zu geraten heute am Tisch.
Ich weiß, dass das anstrengend sein wird,
und ich kaum Kraft habe, mich zu verteidigen.
Oh, so ermüdend, immer wieder den eigenen Namen zu hören.
Da muss man sich dran gewöhnen als Verräter.
(Irina) Ich habe Angst vor Friedrich. Er kann gut reden, überzeugend sein.
Viele Leute vertrauen ihm.
Ich kann mir vorstellen, dass die ein oder andere Person sich
am Runden Tisch dann auf seine Seite stellt.
Und mit seiner Idee mitgehen wird.
Ulrike.
Verräter brauchen keinen Schild.
Also muss ich mich nur zwischen zweien entscheiden.
Dadurch dass die sich gegenseitig der Lüge bezichtigen,
ist ganz klar, einer von beiden lügt.
Und der ist der Verräter.
Jalil.
Die anderen haben erzählt, was passiert ist.
Ich muss meine Entscheidung nicht begründen.
Somit werfe ich auf Anna-Carina.
Ja, ist ja klar.
(Sonja) Anna-Carina wurde getroffen.
(Anna-Carina) War nicht überraschend.
Das habe ich ganz easy weggesteckt.
(Jalil) Das ist mein einziges Ticket.
Wenn ich nicht auf Anna gehen würde, wäre das schon sehr, sehr komisch.
Und die Leute hätten das Gefühl, dass ich mir widerspreche,
oder dass meine Wort doch nicht so viel Gewicht haben.
Also ich muss einfach das jetzt machen.
Claude.
-(Sonja) Anna-Carina. -Jep.
Ich muss nicht viel dazu sagen.
Sondern einfach werfen.
(Ulrike lacht)
Nicht getroffen.
Diejenigen, die keinen Treffer oder nur einen haben,
dürfen in die Waffenkammer.
Das bedeutet, Jalil und Anna-Carina dürfen nicht in die Waffenkammer.
Es geht aber weiter, ihr könnt entscheiden,
wem ihr es noch nicht gönnt, vielleicht.
Vincent?
Oh.
Da ich kein Handballer bin,
muss ich keinen guten Ruf verteidigen.
Jalil.
Vincent.
-Ah, fuck. -(er stöhnt)
Ich bleibe bei Jalil.
(Sonja) Ja, fast zwischen die Beine.
Irina.
Ulrike.
Der Wurf geht auf meine ewige Freundin, Irina.
(Irina) Vor Kurzem sagte er, ich stehe nicht auf seiner Liste.
Jetzt stehe ich drauf.
Entweder ist er ein Fähnchen im Wind
oder er weiß vielleicht doch mehr.
Und könnte ein Verräter sein.
Ich möchte nicht schuldig sein, wenn sie ein Verräter ist.
Anna-Carina.
Jalil und Irina.
Ihr drei werdet heute keinen Zugang zur Waffenkammer bekommen.
Der Rest wird Zugang zur Waffenkammer bekommen.
Und die Chance damit auf den Schutzschild
und die Unsterblichkeit für eine Nacht.
(Irina) Ich hoffe, ich werde nicht verbannt.
Aber ich habe natürlich unfassbare Angst vor der Nacht,
weil ich weiß, dass ich oben mit auf der Abschussliste stehe.
(Sonja) Wir sehen uns beim Runden Tisch.
Ich habe schon eine Ahnung, wie es weitergehen könnte.
Aber wer weiß, wir sind immer für Überraschungen gut.
Das ist ja, glaube ich, gerade ganz klar, dass es um Jalil und mich geht.
Mein Gefühl ist momentan, dass Jalil ein bisschen mehr im Fokus ist als ich.
Und dass man mir mehr glaubt als ihm.
Man merkt, es belastet ihn.
Aber das hat er sich selbst zuzuschreiben.
Das war keine große Überraschung,
aber die Überraschung kommt gleich in der Waffenkammer.
Denn zusätzlich zum Schutzschild gibt es noch einen Dolch für einen Spieler.
Wenn dieser Spieler am Runden Tisch den Dolch zückt,
dann zählt dessen Stimme doppelt.
Stand jetzt scheinen beide Verräter so gut wie enttarnt.
Ihre einzige Hoffnung ist die paranoide Grundstimmung in der Gruppe.
(Jalil) Der Ausgang war offensichtlich.
Irina haben noch ein paar auf dem Schirm.
Weil die ihr einfach nicht vertrauen.
Und Anna-Carina, durch die Situation der letzten Tage,
stehen wir beide natürlich im Rennen.
Ich sage dir ganz ehrlich, was mein Gefühl ist.
Beides Verräter.
Ja, gell? Habe ich auch gedacht.
Habe ich tatsächlich auch gedacht.
Und jetzt mal angenommen, mein Gedanke wäre richtig,
und die beiden, Jalil und Anna-Carina wären beide Verräter,
dann wäre für Irina die Nacht heute wirklich sehr, sehr gefährlich.
Weil sie die einzige Person ist, die keinen Schild haben kann.
Deswegen kann es schon gut sein, dass die Verräter Irina wählen werden.
Weil sie dann sicher sein können, dass sie sich nicht verteidigen kann.
Jedes Mal fällt wieder mein Name, wieder mein Name.
Andauernd habe ich das Gefühl, auf der Abschussliste zu stehen.
Und ich kämpfe und kämpfe.
Ich bin langsam an dem Punkt, wo es wirklich zermürbend ist,
immer, immer wieder genannt zu werden.
Also ein Verräter muss heute gehen.
Das ist richtig, du.
Für mich ist eine neue Etappe in diesem Spiel.
Meinen normalen Style habe ich verlassen.
Und bin auch jetzt in der Welt der Spekulationen
und der etwas aggressiveren Denunziationen.
Ich habe mir jetzt jemanden ausgesucht, wo ich denke, die ist es.
Du bist einfach nicht loyal.
Du bist zutiefst manipulativ.
Und du bist die Person mit der meisten Energie für die Manipulation.
-Aber... -Und die Inszenierung.
Wenn wir uns jetzt gegeneinander da reinsteigern, das vernebelt alles.
Friedrich, Friedrich, der ist mir nach wie vor auch suspekt.
Es tut mir wahnsinnig leid für Irina.
Weil die macht sich echt Sorgen.
Oder er macht einfach nur Verwirrung.
Wenn ihr meine Reaktion seht, als ich diesen Schutzschild gewonnen habe.
Das war richtig deep fake.
Sie ist tatsächlich da sehr emotional und manipulativ.
Und so heftig, dass man sich tatsächlich persönlich angesprochen fühlt.
-Aber... -Erklär doch mal diese Rhetorik.
Also wirklich, tut mir leid,
du bringst mich wirklich in so komisches Fahrwasser.
Ja, aber es macht es auch verdächtig.
Und wenn du jetzt wieder, auch so dieses...
"Ja, das müsst ihr verstehen, wenn man immer wieder beschuldigt wird,
dass das irgendwann alles zu viel wird", dann...
Dann denke ich: "Oh, ist das nicht ein Tick zu dick aufgetragen?"
Und da frage ich mich, warum tust du das?
Warum brichst du dieses Spiel wieder runter, auf die arme Irina?
Für die auch wirklich mal alles zu viel ist.
Ganz schön unsympathisch finde ich dich.
Nein, aber irgendwann nimmst du es persönlich, und dann wird es emotional.
-Ja, bei dir jetzt. -Ja, weil ich das persönlich nehme.
Ich ärgere mich, weil ich in eine Falle von Friedrich getappt bin.
Ich habe mich provozieren lassen von seiner Art.
Und bin deswegen emotional geworden.
Und natürlich mich dadurch verdächtig gemacht habe.
Jetzt ärgere ich mich, dass ich mich nicht zurückhalten könnte.
Na ja, jetzt ist es zu spät.
(Jalil) Dass Irina wieder in den Fokus gerät, ist gut für mich.
Aber ich glaube in erster Linie muss ich erst mal gucken,
dass ich mich selber rette.
(Sonja) Plötzlich ist aus dem Duell ein Dreikampf geworden.
Mit Irina, die wieder in den Fokus gerückt ist,
steigt die Chance für Anna-Carina und Jalil,
doch noch einen Runden Tisch zu überleben.
Ich weiß auch nicht, irgendwie bin ich gerade in einer Phase,
wo ich denke: Macht doch, was ihr wollt.
-Ich hätte gern einen Powernap. -Ja?
(Irina) Langsam merke ich, dass die Kräfte nachlassen.
Dann waren wir jetzt gerade noch im Zimmer der Loser, wie ich es nenne.
All die, die nicht in die Waffenkammer durften.
Ich bin so durch.
Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb.
Die Situation zwischen Anna-Carina und mir ist sehr angespannt.
Ich weiß echt nicht, wie ich das gerade aushalte.
(zittrig) Boah.
(Sonja) Ein kleiner Teilsieg für die Loyalen.
Zumindest haben sie erreicht, dass kein Verräter den Schutzschild bekommen wird.
Und noch wichtiger: Auch der Dolch wird garantiert bei einem Loyalen landen.
(spannungsvolle Musik)
Risiko.
Oh, es war so klar.
Ist leider nix drin.
(Sabrina) Die Waffenkammer wäre eine große Chance gewesen,
zu überleben heute Nacht.
Denn ich hätte in der Waffenkammer den Schutzschild ergattern können.
Ja!
Ich fasse es nicht.
Das gibt es doch nicht. Na, da kann ich richtig auf die Kacke hauen.
Yeah.
(Vincent) Ich war in der Waffenkammer.
Und ich habe was gefunden. Und zwar:
Einen Dolch, der meine Stimme heute Abend verdoppeln kann.
Werden alle langsam so ein bisschen verrückt hier.
Das ist anstrengend in alle Richtungen.
Die Situation, wo wir hier waren, ich fand die entscheidend.
Ich habe nicht gedacht, dass mein Stein,
den ich ins Rollen bringe, so eine Lawine auslöst.
Wo du da standest, ging es nur um uns beide.
Ja, und ich sage immer noch, dass du gelogen hast.
Ich bleibe dabei, dass du gelogen hast.
(Irina) Ich habe beide Storys jetzt mehrmals gehört.
Richtig glaubwürdig finde ich beide nicht.
Es gibt auch noch Punkte, die werde ich am Runden Tisch ansprechen.
Ich will nicht, dass du versuchst, dass zu takten.
Was soll ich denn daran...
Jalil, was soll ich denn daran takten?
Du bist so krass in einem schauspielerischen...
Was für ein Schauspiel? Ich... Nein. Man ist emotional, genau.
Ich weiß, was ich gehört habe,
und wenn ich heute als Loyaler hier gehe, dann gehe ich.
Aber dann bist du sowieso demnächst dran.
Aber von dir habe ich noch gar keinen Verdacht gehört.
Ich fühle mich auch in einer schwierigen Situation.
-Wir alle. -Aber bei mir speziell.
Es ist ja wirklich Aussage gegen Aussage.
-Ach so, Jalil und Anna. -Ja.
Und Anna kenne ich nun mal aus dem echten Leben.
Und wir sind echt befreundet.
Ja, aber was, wenn sie es ist? Fühlst du dich dann hintergangen?
Ja, umbringen.
(Sabrina) So musst du es auch betrachten.
Es ist ein Spiel, es geht nicht um Freundschaft.
Aber jetzt mal ehrlich, sicher ist doch eins:
Wenn zwei gegensätzliche Aussagen haben,
dann ist doch einer von beiden definitiv einer.
Ja, natürlich, aber das ist unser Problem.
Du verteidigst dich mit einer Lüge.
Mit einer Sache, die du zusammenschusterst.
Es kommt mir so vor, und das ist meine Menschenkenntnis:
"Ich habe mir üble Sachen zurechtgelegt, die ich der an den Kopf werfe."
Du denkst, ich bin naiv, bin ich aber nicht.
(Pascal) Mein Gefühl aktuell ist,
ich kann mir gut vorstellen, dass es beide sind, wenn ich ehrlich bin.
(Sonja) Zwei Verräter sind noch im Spiel
und beide stehen ganz oben auf der Abschussliste.
Auch gegenseitig.
Durch Vincents Doppelstimme könnte es aber auch Irina treffen.
Das ist der schwerste Runde Tisch, den wir hier bisher hatten.
(Anna-Carina) Ich gehe mit einem sehr emotionalen
und aufgeregten Gefühl an den Runden Tisch.
(dramatische Musik)
(Jalil) Die Situation zwischen Anna-Carina und mir ist angespannt.
Weil wir beide den anderen als Verräter verdächtigen,
und dass sich jetzt hochschaukelt, und es um die Stimmen der Leute geht.
(Irina) Ich habe Angst, dass Friedrich meinen Namen erwähnt.
Und dass er ein Plädoyer gegen mich auspacken wird.
Dann könnte es auch wieder für mich eng werden.
(Claude) Heute geht es wieder ans Messer, muss man die Messer wetzen.
Ist ja im richtigen Leben nicht anders.
Im richtigen Leben ist es so, dass man ab und zu jemandem vertraut,
das werden wir hier nicht tun.
Ich traue im Moment keinem.
Guten Abend.
Da sitzt sie, die spannendste Pokerrunde hier in Frankreich.
Die Spieler am Tisch werden immer weniger,
die Einsätze steigen.
Der Pott wird immer größer.
Vor euch liegen 51 Silberbarren, die ihr gemeinsam erspielt habt,
und das ist ein Gegenwert von 25.500 Euro,
bis jetzt.
Und wir wissen, das Spiel ist noch lange nicht zu Ende.
Wer hier am Tisch hat denn das beste Blatt?
Wer blufft? Wer setzt alles auf eine Karte?
Überlegt noch mal. Schaut den anderen in die Augen.
Seht ihr irgendwo ein kleines Zeichen?
Einen Tick? Ein verräterisches Blinzeln?
Ein Lächeln, ein Zittern.
Irgendetwas, was euch verrät,
wer hier am Tisch falsch spielt?
Und wie viele?
Der Tisch gehört euch.
(beklemmende Musik)
Ich weiß nicht, wer hinter mir steht.
Ich weiß auch nicht, wer zu mir steht. Ich habe keine Ahnung.
(Anna-Carina) Es kann heute für mich eng werden.
Es kommt darauf an, wer die Lüge glaubwürdiger rüberbringt.
Um es mal so zu sagen.
Ich fange heute einfach mal an.
Einfach, weil ich es noch nicht gemacht habe,
und vor allen Dingen, weil ich auch hoffe,
je schneller wir anfangen, je schneller ist es vorbei.
Alle wissen, dass zwei Namen heute garantiert als die...
großen, verdächtigen Verräter auf den Tisch kommen,
(Pascal) Einen von beiden erwischt es.
Was anderes ist gerade nicht denkbar.
(Sabrina) Es fielen zwei Namen.
Ich bin komplett verwirrt.
Anna-Carina, dir hatte ich ja schon gesagt,
die Naivität nehme ich ihr nicht ab.
Und ich muss sagen, ich habe heute im Laufe des Tages gesehen,
dass du dich wirklich sehr stark wehren kannst.
-Absolut. -Das ist nicht naiv.
Nein.
Und bei Jalil, dir...
Mir geht einfach nicht aus dem Kopf, wie es sein kann, dass du wusstest,
dass Shermine an diesem Cocktailempfang ermordet wird.
(Anna-Carina) Ich merke, dass Jalil sich was zurechtgelegt hat.
Er wird jetzt versuchen, mich mit den Worten einfach runterzubuttern.
Wer lügt hier?
Anna-Carina versucht, sich mit allen Mitteln zu verteidigen.
Versucht, diese Situation irgendwie für sich noch zu retten.
-Darf ich kurz? Ladys first? -Darf ich kurz antworten?
Weil das eine konkrete Frage ist, bevor wir umschweifen.
Es gab einige an dem Abend, die den Verdacht hatten, dass was passiert.
Wir sind hier bei "Die Verräter". Wenn Sonja was ankündigt...
Sie hat an dem Abend auch gesagt:
"Seid vorsichtig bei dem ein oder anderen Glas."
Für mich war in dem Moment klar, okay, irgendwas muss hier heute passieren.
Aber warum Shermine?
Es hätte ja auch rein theoretisch mich treffen können.
-Oder... Oder... -Darf...
Dieser Verdacht kam, weil ich, wie gesagt, in dieser Situation,
was ich auch schon mehrfach gesagt habe, Anna-Carina gesehen habe,
ihre Reaktion gesehen habe, das Verhalten in dem Moment.
Und ich fand das einfach komisch,
dass da jemand mit seinem Glas in der Hand steht,
das Glas von jemand anderem nimmt und dann: "Oh, welches ist meins?"
-Ich habe nicht... -Und das war, was ich gesagt habe.
Dass ich die Situation komisch fand.
Dieses mantramäßige Wiederholen von Gläsern,
die mit Eis und auf einmal eins und zwei in der Hand waren...
Kann ich ehrlich gesagt auch schon nicht mehr hören.
Andererseits es ist einfach so, dass wir wissen, dass einer der beiden lügt.
Ich habe eine krasse Vermutung, und die äußere ich jetzt.
Dass du diesen Moment sehr wohl gesehen hast, in meiner Manier,
"Oh, was ist mit dem Glas? Eiswürfel, ja, nein?", keine Ahnung.
Und dass du diesen Moment gescannt hast und jetzt für dich nutzt.
Wenn ich so einen Moment mitbekomme,
dann gehe ich nicht zufällig zu Irina und tuschle dann...
Ich bin nicht zufällig hin, Irina ist mit mir raus,
und ich habe sie gefragt, ob sie es gesehen hat.
Warum hast du dann nicht, auch für die anderen...
"Hey, hier passiert was". Ich wäre so gewesen.
-Okay, ja. -Zu 100 Prozent.
Jalil lügt, ich lüge.
Wir haben natürlich als Verräter über die Situation gesprochen.
Wir wollten eigentlich Ulrike verdächtigen,
weil die an den Gläsern rumgemacht hat.
Ulrike stand sehr oft alleine rum.
Ich bin an der Bar, als wir geredet haben, superwütend geworden,
weil ich das frech von dir fand,
die Situation, dass wir allein beim Frühstück waren,
dafür auszunutzen, dass ich dir auf einmal was mit Ulrike erzählt habe.
Jalil, doch.
-Das ist meine Meinung, kein Geheimnis. -Warum fällst du mir ins Wort?
Die Emotionen in mir müssen auf jeden Fall raus.
-(Anna-Carina) Sollen wir trinken? -Du bist aggressiv.
-Du hast mich kaum reden lassen. -Aggressiv?
-Ganz ruhig. -(Anna-Carina) Das ist nicht aggressiv.
Du fällst mir ins Wort.
Du kannst mir kaum in die Augen schauen.
-Doch, kann ich. Ich sage nur... -Ich bin nicht aggressiv.
Doch, du bist sehr aggressiv.
Es wird anstrengend, den Verräter zu spielen
und die Leute hinters Licht zu führen.
Es ist sehr auslaugend.
Mal denkt man, ah ja, Jalil, für den spricht dies oder jenes.
Dann denkt man, doch nicht, eher die Anna.
Es ist dann schon wieder schwer.
Ich bin im Moment im Zwiespalt.
Ich kann jetzt nicht mal sagen, Anna-Carina traue ich nicht.
Mir kommen auch ein paar Sachen bei Jalil nicht logisch rüber.
Das geht so in meinem Kopf gerade durch.
Also ich fand es sehr aufschlussreich.
Keiner weiß Bescheid.
Ich bin sehr verwirrt und durchgeknetet von eurer Argumentation.
Ich muss es ja auch kurzfassen: Ich habe Irina jetzt entdeckt.
Und habe ein Argument nach dem anderen gefunden
und war mir am Schluss sicher, ja, sie ist es.
Der ausschlaggebende Punkt war, dass ich sie bei diesem...
-Fassrollen. -...da habe ich sie gesehen.
Wie sie da vorbeiging, frisch geduscht mit langen nassen Haaren
und grauem Sweatshirt, sie ging an mir vorbei und hat mich angeguckt.
Da dachte ich: "Ups."
Eine Verräterin. Ist ja eine Verräterin.
So, und da habe ich überlegt, wie kommt das eigentlich?
Ich musste über die Argumente... Die waren eher süß.
Also ich musste schmunzeln.
Und dann hatte ich am Ende dieses Gespräch mit dir in der Bar,
was zu den unangenehmsten gehörte, die ich hier geführt habe.
Und da habe ich auch gedacht, mein Gott, die ist ganz schön unter Feuer.
Und du hast auch versucht, mich zu beeinflussen, da beim Spiel.
"Da machst du dich aber ganz schön verdächtig."
Habe ich noch nie gehört.
Dachte ich mir, hm, krass, die ist auf Krawall gebürstet.
Das ist für mich so, wo ich denke...
Das ist eine Verräterin.
Die Art, wie sie sich verteidigt hat.
Das war extrem unbehaglich. Das bin ich nicht gewohnt von Loyalen.
Das muss ich auch sagen, dass ich da etwas emotional reagiert habe.
Das Einzige, was ich mir vorwerfen kann,
ist, dass ich dieses Spiel mit zu viel Ehrgeiz spiele.
Aber ansonsten muss ich mir nichts vorwerfen, was die Loyalität angeht.
Wenn ich die Argumente vorher gewusst hätte, wäre ich entspannter gewesen.
Aber ich weiß auch, dass er sehr eloquent ist,
dass er andere auch gut überzeugen kann, wenn er möchte.
So, es sind viele Worte gefallen.
Bitte notiert jetzt den Spieler, den ihr verbannen möchtet.
(dramatische Musik)
Claude, wen hast du aufgeschrieben und warum?
Ritter der Tafelrunde, Frau Vorsitzende, ich mache es ganz kurz.
Jemand, der so verwirrend erzählt und dieselbe Geschichte durchwurstet,
dem kann ich nicht vertrauen.
Und deswegen habe ich Jalil aufgeschrieben.
(Sonja) Anna-Carina, wen möchtest du verbannen?
Warum, wissen wir wahrscheinlich.
Lange Rede, kurzer Sinn, Jalil.
Irina, wen möchtest du verbannen und warum?
Ich bin immer noch verwirrt, irgendwie ist an beiden Geschichten was faul.
Deswegen kann ich nur auf mein Bauchgefühl hören.
Und habe mich deswegen entschieden, dass der Verräter Jalil ist.
-(Sonja) Wer steht auf deiner Tafel? -Ich muss nicht viel sagen.
(Sonja) Danke schön.
Sabrina, wer glaubst du,
ist ein Verräter und warum?
Also ich...
bin auch jetzt gar nicht so zufrieden mit meiner Entscheidung.
Wie Irina schon gesagt hat, einer von euch beiden lügt.
Und wer es ist, werden wir erst später erfahren.
Ich habe jetzt mein altes Bauchgefühl genommen.
Du warst auf meiner Liste, deswegen habe ich dich genannt.
Ich sage nicht, dass du lügst, kann ich nicht.
-Es ist verwirrend. -Nicht persönlich nehmen.
Ja, tut mir leid.
-Pascal? -Ich bin alles durchgegangen.
Alle Eventualitäten.
Ich bin dann zu dem Gedanken gekommen,
da ist irgendwie an der ganzen Geschichte was faul,
Ihr habt euch zerfleischt.
Diese Geschichte mit Ulrike kam für mich etwas zu spät.
Das hat mich sehr stutzig gemacht.
Friedrich, wen hast du denn notiert und warum?
Bei Irina bin ich geblieben, aus Loyalität.
(Sonja) Vincent, für wen hast du dich entschieden und warum?
Ich habe geschworen, dass ich faktisch handle.
Ich hoffe nicht, dass ich falsch liege.
Darum habe ich dich gewählt,
und ich hoffe, ich habe dich richtig geschrieben.
-Danke schön. -Und...
Trotzdem ist mir Freundschaft wichtig.
Und deshalb muss ich den heute einsetzen.
(Sonja) Oh.
-Das ist ein Dolch. -Wo hast du den her?
Den ich vorhin in der Kammer bekommen habe.
-(alle raunen) -Ach, krass.
Es bedeutet, dass seine Stimme doppelt zählt.
Ich war ehrlich gesagt geschockt, ich habe nicht damit gerechnet.
Damit war allen schon klar, okay, es wird eng für Jalil.
Also ich stehe auf Lebzeiten in Vincents Schuld.
Der hat da diesen Dolch der Freundschaft gezogen für mich.
Momentan hat Jalil fünf Stimmen.
Und Anna-Carina drei.
Zwei haben wir noch.
Mariella, wen hast du auf deiner Tafel stehen?
Und warum?
Also ich tue mich auch sehr schwer.
Aber diesmal haben mich deine Argumente leider nicht überzeugt.
(Sonja) Vielen Dank. Von dir möchten wir auch noch wissen, Ulrike.
Ich habe mich sehr schwergetan,
ich bin nach wie vor der Meinung, da ist was faul.
Ich glaube, dass ihr beide lügt.
Also mit anderen Worten, ich habe dich gewählt.
Jalil, komm bitte zu mir, du hast die meisten Stimmen bekommen.
(Jalil) Ich habe die Kontrolle verloren.
Wo das mit Anna-Carina und Shermine kam,
und ich dachte, Anna-Carina verdächtigt mich.
Ich habe zu schnell mit einer Kurzschlussreaktion gehandelt.
Und das ist mir zum Verhängnis geworden.
Stell dich in den Kreis der Wahrheit.
Es ist sehr anstrengend, ständig zu lügen.
Es ist sehr anstrengend, ständig zu manipulieren.
Und vor allem auch sehr anstrengend, ständig aufzupassen.
Anna-Carina, viel Glück.
Vielleicht habe ich dir ein Ticket gegeben, dass du es ins Finale schaffst.
Vielleicht haben die anderen dich auch mehr auf dem Schirm.
Was immer passiert,
ich bin mehr als froh, aus dem Spiel raus zu sein.
Und nach Hause zu gehen und normal mein Leben zu leben.
Du wurdest von deinen Mitspielern verbannt.
Bitte offenbare uns: Bist du ein Loyaler?
Oder bist du ein Verräter?
Ich bin ein... Verräter.
(alle jubeln)
(Applaus)
Ist das nicht großartig?
Wir haben schon wieder einen Verräter erwischt.
Juhu, Sieger!
(Sabrina) Jalil hat einen verdammt guten Job gemacht.
Kompliment an ihn.
(Pascal) Jalil war ein Verräter. Überrascht mich nicht.
Ich glaube nach wie vor, dass Anna auch Verräterin ist.
(kraftvolle Popmusik)
Es ist schön, dass ich noch da bin, deshalb könnte ich heulen.
Ich bin wirklich ein bisschen stolz auf mich.
Darf ich das sein?
(Sabrina) Ich bin dumm, ich war bei Jalil... Weil ich cool mit ihm war.
Ich war so von ihm überzeugt, weil er zu mir immer so obernett war.
Ich bin auf Jalil reingefallen. Er hat mich manipuliert.
Verdammt, nicht jeder der nett ist oder cool zu dir ist,
ist loyal.
Ja.
Ich habe nur ihn heute etwas beobachtet.
Er war so geknickt, das wollte ich am Tisch nicht sagen.
Der hing ja so rum.
Normalerweise hat er nie gestreut und hatte immer nur coole Argumente.
Wenn er von Anfang an war...
-Dann hat er... -Der hat sich richtig gut loyal...
Der hat uns alle verarscht.
Jalil.
Wow, respect, man.
Dem sollte man einen Oscar verleihen.
(Anna-Carina) Was da in den Köpfen los ist.
Wahrscheinlich bin ich auf Lebzeiten da raus aus der Nummer.
Ich weiß es nicht, es ist doch Wahnsinn.
-Pascal, ne? -Einer von euch ist heute Nacht dran.
-Dann wäre Anna-Carina Verräterin. -Richtig.
Ich habe echt langsam das Gefühl, dass ich echt gefährdet bin.
-(Pascal) Ich sagte, beide sind es. -(Claude) Ja.
Erst mal hat sie triumphiert, die Anna.
Und war auch sichtlich erleichtert.
Aber andererseits...
Meine Theorie, dass sie auch Verräterin ist.
Ich glaube, die bringen sich gegenseitig um.
Und danke für diesen Dolch.
-Aber das war auch wieder krass. -Richtig krass.
Und ich will sagen, da dachte ich, ich habe den Schild.
Habe ich auch gedacht, so von wegen, "Jalil, wenn du nicht rausfliegst,
ermorden kannst du mich nicht."
So habe ich gedacht, und als er "Dolch" sagte,
dachte ich, auf Wiedersehen, der ist weg.
Sabrina, ich glaube, die ist ein Fan von mir, mittlerweile.
Ganz ehrlich, Jalil,
du hast mich noch weiter aus dem Kreuzfeuer rausgenommen.
Letztendlich, danke, Jalil.
Ich lasse mir einen Dolch tätowieren als Zeichen der Verbundenheit.
Auf dass du überlebt hast.
(bedächtige Klaviermusik)
Wenn ich mich in Anna-Karina täusche, wäre das ein Schock.
Dann wäre für mich die Welt nicht mehr in Ordnung.
Ich glaube immer noch, dass es Anna-Carina ist.
-Das wäre lustig, ja. -Ich glaube, es ist Anna-Carina.
Du glaubst immer noch an Irina?
In mein Bild würde es gut reinpassen, wenn sie eine wäre.
Würde ich denken, "Traumbesetzung".
Bevor ich hier ankam, dachte ich, "Oh, es gibt drei Verräter,
und irgendwann haben wir die rausgewählt."
So ist das ja nicht.
Wie viele jetzt noch da sind, wissen wir alle nicht.
Ob Jalil zum Beispiel neurekrutiert war.
Oder dass einer, der von Anfang an Verräter war, immer noch da sitzt
und sich kaputtlacht.
Das alles ist ein großes Fragezeichen und es bleibt demzufolge spannend.
(bedächtige Musik)
(Sabrina) Wir haben drei Verräter plattgemacht.
Gehen wir davon aus, dass es vier gab,
ist ja einer von der alten Riege noch da.
Also könnte eine Erpressung stattfinden.
Ich gehe davon aus, dass eine stattfindet.
-Echt? Ja. -Gehe ich auch von aus.
-Du weißt, was eine Erpressung ist? -Dann muss derjenige das annehmen.
-Nee, aber du wirst ermordet. -Du stirbst.
Du musst es annehmen. Es gibt nichts. Außer den Tod.
Die heutige Nacht...
die wird schwierig.
Und laut meiner Rechnung
gibt es nur einen Verräter, und damit heute eine Erpressung.
Es wird auf jeden Fall jemand ermordet heute Nacht,
und ich hoffe, dass ich es nicht bin.
Ich glaube, mich werden sie nicht umbringen, sondern erpressen.
Deswegen bin ich völlig entspannt und ruhig.
(Irina) Ich habe Angst vor der Nacht.
Ich weiß nicht, wer die Verräter sind,
oder auch ob jetzt ein neuer Verräter nachrückt.
Ich glaube schon, dass ich von manchen als gefährlich eingestuft werde.
(Sonja) Die Spieler haben die Regeln im Kopf.
Heute könnte tatsächlich eine Erpressung stattfinden.
Und im Gegensatz zur Verführung wie bei ChrisTine,
gibt es nur eine Möglichkeit, das Angebot abzulehnen:
auf Kosten des eigenen Lebens.
Aber mit einem liegt Pascal wieder mal komplett richtig.
Heute Nacht wird auf jeden Fall gemordet.
Von einem eiskalten Engel namens Anna-Carina.
Die jetzt schon vier Loyale und drei Verräter auf dem Gewissen hat.
(Anna-Carina) Das Gefühl, allein das Konklave zu betreten,
das hat in mir natürlich einiges ausgelöst.
Weil man lässt dann doch Revue passieren,
was die letzte Zeit dort passiert ist, welche Entscheidungen getroffen wurden.
Ich durfte Verrätern in die Augen blicken,
die danach zu Verrätern geworden sind, und wir uns gegenseitig bekriegt haben.
(Sonja) Die letzte Verräterin steht vor der letzten Chance,
einen Loyalen zu rekrutieren.
(Anna-Carina) Das tat mir gut, dieser Moment allein,
klar in der Konklave für mich zu denken.
-(Klopfen) -Herein?
-Wer kann das sein? -Hallo.
Die Überraschung ist groß, bist du der neue Verräter?
Nein, Anna-Carina, ich bin kein Verräter.
-Wie geht es dir? -Besser.
Ich dachte, dass ich diesen Raum noch mal sehe.
Ich dachte, mein letztes Stündchen hat geschlagen.
Das war ein harter Kampf heute, ja.
Es war ein sehr harter Kampf, aber du hast sehr gut gekämpft.
Es waren bisher vier Verräter anwesend.
-Drei wurden bisher verbannt. -Ja.
-Und du bist die Letzte, die hier steht. -Ja.
Ich bin ein bisschen stolz auf mich und muss auch echt sagen,
niemand wusste am Anfang, wer zum Verräter gekürt wurde,
das habe ich mir nicht ausgesucht.
Aber ich mache nichts halbherzig.
Und ich bin von ganzem Herzen immer noch Verräterin.
Und daran interessiert, das Silber mit nach Hause zu nehmen.
Heute Nacht ist nicht die Frage, wen du ermordest,
sondern mit wem.
Du wählst einen Loyalen aus,
und dem stellst du ein Ultimatum.
Er muss dein Mitverräter werden,
ansonsten wirst du ihn auf der Stelle töten.
Wähle weise, wir sind gespannt,
wen du aussuchst, und noch gespannter,
ob derjenige sagt "Ja" oder "Nein".
Und das bedeutet entweder annehmen oder ablehnen.
Wow.
Es ist in dem Spiel so, du weißt nicht, was kommt.
Alles ist möglich, man muss aber trotzdem zusammenhalten.
Und ich hoffe, dass ich mit meinem neuen Komplizen
jetzt ins Ziel marschieren kann.
Alle Verräter waren nicht loyal zueinander.
Nicht loyal zu mir.
Ich dann auch nicht mehr.
Wir sind so weit im Spiel, ich habe viel verkraften müssen,
ich habe ganz viel Energie reinbringen müssen.
Eine Energie, ich weiß gar nicht, wo ich die hernehme.
Und ich habe überlegt, ich habe überlegt, ich habe überlegt.
Ich wähle...
Vincent.
Ich hoffe sehr, dass Vincent mein Angebot annimmt,
denn sonst muss ich ihn leider ermorden.
Und das wäre ganz, ganz schlimm.
Die Verräter müssen zusammenhalten, solange es geht.
Das Gefühl hatte ich weder bei Jalil noch bei Florian.
Ich kenne Vincent, der wird damit hadern,
aber er wird es nicht bereuen.
Und ich glaube, wir wären ein gutes Team.
(Sonja) Vincent, der noch nicht weiß,
dass das Angebot von seiner Freundin Anna-Carina kommt.
Für ihn stammt es von einem rücksichtlosen,
hinterhältigen und eiskalten Killer.
Vincent, der vielleicht gutmütigste,
gutherzigste und gutgläubigste unter den Loyalen.
(Klopfen)
(Sonja) Würde er lieber sterben, als seine Mitspieler zu hintergehen?
Hm, es würde zu ihm passen.
(bedrückender Frauengesang)
"Lieber Vincent.
Deine Anwesenheit wird bei einem geheimen Treffen verlangt.
Du hast keine Wahl."
Ich weiß nicht, ob ich heulen oder lachen soll.
(er seufzt)
Oh Gott, oh Gott, bin ich gespalten.
Habe ich Bock? Ja...
(er seufzt) So ein moralischer Konflikt.
(erhabener Frauengesang)
(stotterndes schrilles Sirren)
Lachst du mich jetzt an oder aus?
-Hi. -Hallo, Vincent.
Als ich Anna gesehen habe,
war es auf eine gewisse Art eine Riesenerleichterung.
Natürlich auch eine Beschwerung.
Weil ich jetzt mein Team verraten habe.
Weil ich weiß, wie es als Loyaler ist,
wenn du jede Nacht nicht schlafen kannst.
Wie lange bist du schon dabei?
-Von Anfang an. -Respect, boah.
(Anna-Carina) Der war fix und fertig.
Der war fertig mit der Welt.
Ey, du hast ein Pokerface, meine Dame.
Gespalten, erleichtert, es ist einfach...
eine Überladung an Gefühlen, an Emotionen.
Ich habe alle Verräter rausgehauen.
Weil die echt alle nicht loyal waren, tatsächlich leider.
(Vincent) Sie hat die Rolle nicht gewählt, die wurde zugeteilt,
höchsten Respekt und sie tut mir auch leid, für die Belastung.
-Florian, Jalil und ich. -Drei Stück?
Drei.
(Anna-Carina) Man kann viel erreichen als Verräter,
aber nur, wenn sich die Verräter vertrauen
und das kann ich von allen, die noch da sind
und von der Psyche her nur mit Vincent.
Jetzt kommt eine wichtige Frage, wir können es tausendmal drehen.
Vincent.
Möchtest du...
Verräter sein?
(Vincent) Das Problem ist, eigentlich bin als Loyaler geboren.
Deswegen will ich auch am liebsten, dass die gewinnen.
Nun sieht es so aus, als würde man mir eine Waffe an den Kopf setzen.
Und es tut mir von Herzen, Herzen leid.
Aber mal gucken,
wie mir das Gewand des Teufels steht.
Ja.
Dann darf ich dir diese Kutte anziehen. Darf ich dir dabei helfen?
(Vincent) Im Herzen bin ich als Loyaler geboren.
Das werde ich auch immer bleiben.
Aber es ist eine Frage der Priorität, die habe ich gesetzt.
Und als Erstes steht bei mir immer Freundschaft.
(Anna-Carina) Eins muss dir klar sein, du begehst heute deinen ersten Mord.
Vincent ist fähig zu morden.
Aber man muss auch sagen, er kennt nur die Sicht der Loyalen.
Und ich befinde mich nur in der Verräterblase von Anfang an.
Ich muss auch wissen, wie denken die Loyalen über mich?
Dann auf zum Konklave.
(Vincent) Ich glaube, man muss eine Dynamik verfolgen, die da ist,
und nichts konstruieren, weil Leute, die streuen, das wissen wir,
die kommen an den Galgen.
Da muss man auf der Hut sein und wirklich nur mit Fakten begründen.
Und dann auch zum Abschluss bringen.
(Sonja) Mit der roten Kutte hat Vincent das Gewand eines Verräters an
und die ehrliche Haut eines Loyalen abgelegt.
Und getauft wird er jetzt mit dem Blut einer seiner ehemaligen Mitstreiter.
Verräter dürfen nicht dem Tunnelblick oder einer Gruppendynamik folgen.
Wir müssen uns ganz klar sein.
Man muss nicht nur bis drei denken, man muss bis fünf denken.
Ich sage dir ehrlich, was ich glaube, wen wir nehmen sollten.
Die wissen ja, es passiert ein Mord, die wissen ja...
Die sind ja momentan hin und hergerissen, wer der Verräter ist.
Es ist immer noch hart, das zu sagen, aber...
man geht ja in seinen Rollen auf
und natürlich ist es krass, dass auszusprechen.
Mir ist immer wieder klar, es ist ein Spiel.
Aber man gewöhnt sich an dieses Morden.
Was ist mit Sabrina?
Sie hat gesagt: "Wenn ich morgen gehe, ist Anna-Carina der Verräter."
Das wäre extrem auffällig.
Nur mal angenommen, wir würden Irina nehmen.
Weißt du, was dann passiert? Wir beide sind nicht im Kreuzfeuer.
Weil wir gut mit ihr sind.
Irina hat mir viel Vertrauen geschenkt und ist oft mitgegangen.
Ich habe sie auch verteidigt am Runden Tisch.
Und ich glaube, sie hat einen guten Draht zu Vincent.
Aber sie hat heute, und ich weiß, da warst du nicht dabei, sondern andere,
da hat Friedrich so auf ihr rumgehackt, dass sie emotional wurde.
Und da hat sie gesagt: "Leute, wenn ich morgen weg bin,
ist Friedrich der Verräter."
Ich weiß, dass Mariella Friedrich auf der Uhr hat.
Wir müssen weiter denken.
Es war wahnsinnig schwierig, aber auch spannend, wie sie denkt,
was ihre Strategien sind, gnadenlos.
Es ist clever, den Verdacht Richtung Friedrich und Claude zu schieben.
Weil die so zwei ungreifbare Personen sind.
Es gibt noch eine Theorie.
Wenn wir den Pommes umbringen... Lass mich... Ich weiß.
Lass mich alle Eventualitäten durchspielen.
-Ich weiß, es ist mies, aber... -Ja, hau raus.
Pommes mag jeder.
Da hat noch nie jemand groß was gesagt.
Die Unbedarftesten, wo man gar keine Ahnung hat, sind Sabrina und Pommes.
Wer könnte Pommes auf dem Kieker haben?
Ich vermute, Friedrich wäre ein einfaches Ziel, und Claude.
Weil die sowieso auf dem Ticker sind.
Wenn wir Sabrina nehmen...
Sie sagte gestern: "Dann ist Anna-Carina Verräter."
Sie hat mich die ganze Zeit auf der Uhr.
-Pommes hat dich auch auf dem Zeiger. -Okay.
Das Feld wird immer enger, wir werden immer weniger.
Und man muss alle Eventualitäten mal durchspinnen.
(Sonja) Und die lauten offenbar Pommes, Sabrina oder Irina.
-Let's go. -Let's go.
Es ist wie beim Monopoly- oder Schachspielen,
das sind jetzt gewisse Züge.
(dramatische Musik)
(Vincent) Wie werde ich mich verhalten?
Ganz genau gleich.
(Sonja) Und so geht es weiter bei "Die Verräter":
-(Claude) Na! -(Ulrike) Nee.
Ich bin tatsächlich die Letzte.
Die Verräter schaffen es, mich immer wieder zu überraschen. Hut ab.
Keine hundertprozentige Entspannung.
-Entspannt euch doch. -(Sabrina) Tu ich.
-Aber... -(Ulrike) Hier ist keiner entspannt.
-So, und nun? -Keine Ahnung, ich bin perplex.
Ich würde sagen, wir gucken uns an, Anna-Carina und Ulrike.
Ich traue keinem mehr.
No Limits Media 2023 Untertitel: R. Denker, C. Kreibohm
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