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Ich habe keinen Plan.
Ich habe gerade keine Ahnung, wer diese VerrÀter sind.
Ich bin es nicht. Wie soll ich es beweisen?
Es hat eine böse Fahrt aufgenommen.
Wem vertraue ich? Kann ich nicht beantworten.
(Zietlow) Das Morden geht in die nÀchste Runde.
Oh, oh.
(Zietlow) Elf Loyale und drei VerrÀter.
Ich will nicht reden.
(Zietlow) Misstrauen.
Alle fangen an zu taktieren, zu lĂŒgen.
Es ist das Spiel, dass wir uns alle misstrauen.
SpÀtestens jetzt beginnt der Kampf.
(Zietlow) Zweifel.
Das macht dich sehr verdÀchtig.
Du verÀppelst uns gerade alle.
Stimmt, du hast recht. Der. Du hast vollkommen recht.
(Zietlow) Und: Intrigen unter den VerrÀtern.
Du hast mich genannt.
Ich habe gehört, dass du sie genannt hast.
-Die verbergen was. -Was fĂŒr ein Move.
Wer auf meine Sneaker tritt, wird verbannt.
So blöd bin ich nicht.
Wenn Florian die Chance hÀtte,
wĂŒrde der uns VerrĂ€ter auf jeden Fall killen.
Ganz gerade. Bamm.
Somit hat das Spiel noch mal eine andere Dynamik.
(Zietlow) Wer wird verbannt?
Und wer ĂŒberlebt die nĂ€chste Nacht?
Da bin ich mit meinem Latein am Ende.
Und ich habe das groĂe Latinum.
(mystische Titelmusik)
(Zietlow) Bisher bei "Die VerrÀter":
Der erste Runde Tisch.
(Zietlow) Ihr seid die VerrÀter.
-(Zietlow) Der erste Mord. -Wir wÀhlen Susan.
"Susan, du wurdest ermordet."
Warum bin ich so gefÀhrlich?
(Zietlow) Erste VerdÀchtigungen.
Aber was ist denn,
wenn die ChrisTine VerrÀter wÀre?
Er ist es.
-(Zietlow) Die erste Verbannung. -Es ist Sebastian.
(Zietlow) Sebastian, deine Mitspieler haben dich verbannt.
Ich bin ein Loyaler.
Oh, shit.
(Zietlow) Und dann schlagen die VerrÀter wieder zu.
-(Florian) Schreiten wir zur Tat? -Ja.
(Zietlow) Dunkle Wolken ĂŒber dem Chateau de Beguin.
Das Schloss, in dem die VerrÀter nachts
ihr zweites Opfer gefunden haben.
(melancholische Popmusik)
(Zietlow) Nach Susans Tod
und Sebastians Verbannung
wird heute schon der dritte Loyale
nicht mehr zum Morgenkaffee erscheinen.
Die FrĂŒhstĂŒckspolonaise der Ăberlebenden wird diesmal von Claude eröffnet.
Und wieder lautet die bange Frage:
Was gibt es zum FrĂŒhstĂŒck?
Und noch viel wichtiger:
Wen hat es diesmal erwischt?
Das Spiel ist sehr psychologisch,
aber auch ein bisschen wie frĂŒher auf der Kirmes.
Da gab es Wagen mit einer Wahrsagerin.
FĂŒr fĂŒnf Mark hat die dir KĂ€se erzĂ€hlt.
Bei einem blau-weiĂ-gestreiften Hemd sagte sie:
"Sie werden bald eine Seereise machen."
So ist das jetzt auch: Alles, was wir erzÀhlen,
ist GlaskugelgewÀsch und aus dem Kaffeesatz-Lesen.
-(Klopfen) -Herein.
-(Irina) Oh. Ist leer. -Oh.
-(Irina) Guten Morgen. -Guten Morgen.
Oh Gott, du sitzt ja ganz alleine hier.
Na, das wird ja spannend heute. Wow.
(freudig) Ja, ich lebe noch. Noch.
Deswegen: Einerseits natĂŒrlich Erleichterung,
dass es mich nicht getroffen hat in der Nacht.
Aber andererseits die Ungewissheit: Wen hat es getroffen?
Es mĂŒssten ja noch viele kommen.
(mysteriöse Musik)
Habt ihr schon eine Vermutung, wen es getroffen haben könnte?
Nee.
-Wir freuen uns, dass wir noch leben. -(Mariella) Ja.
Oh, darauf einen Orangensaft.
Ja, dass wir ĂŒberlebt haben.
Schwierig, wenn man nachts nicht weiĂ, was passiert.
Wird man auserwÀhlt oder nicht?
Ich bin die NĂ€chte sehr unruhig und ich schlafe sehr schlecht.
Ich hoffe, dass mein Gehirn trotzdem funktioniert.
Wenn diese Morde passieren, ich kann da nicht schlafen.
Man könnte ruhig sein, aber ich kann es nicht.
(angespannte Musik)
(Klopfen)
-Guten Morgen. -Hurra, wir leben noch.
(Mariella) Ja. Hurra, sie leben noch.
(Anna-Carina) Guten Morgen.
Seit ich weiĂ, dass ich VerrĂ€ter bin, muss ich die Leistung erbringen,
kein VerrÀter zu sein.
Aber da reinzugehen, auch noch gemeinsam mit Jalil,
wir zwei Bösewichte...
war schon speziell.
-(Claude) Moin. Na? -Na?
-Hast du ĂŒberlebt, ja? -Ja. Gott sei Dank.
(Jalil lachend) Schön, dich zu sehen.
Gestern wolltest du mich rauswerfen und heute?
Nein. Das war nicht persönlich.
Da bin ich mit meinem Latein am Ende.
Und ich habe das groĂe Latinum.
Nicht jeder kann das hier als Spiel sehen.
Ihn habe ich im Fokus.
-Wer ist "ihn"? -Der Timo.
-Der weg ist? -VerrÀter.
Der hat sich schauspielerisch schlecht verteidigt.
-Ist das dann Show unterm Strich? -Ich glaube, er wollte ablenken.
(Klopfen)
-(freudig) Guten Morgen, Vincent. -Yeah.
(hoffnungsvolle Musik)
(Anna freudig) Du lebst.
Anna ist da: Erleichterung.
Wir kennen uns schon, auch auĂerhalb, seit ĂŒber sechs Jahren mittlerweile.
Ich habe mir heute auch gedacht:
Ey, ScheiĂe, wenn die weg ist,
hĂ€tte ich einen wahnsinnig wichtigen Anker fĂŒr mich verloren.
-(Klopfen) -Hab ich mich erschrocken.
-Och Gott. -Herein, wenn es kein Schneider ist.
(geheimnisvolle Musik)
-Pommes! -Hab ich euch erschreckt?
Ja, aber richtig.
-Guten Morgen. -Good morning.
(Mariella) Meine Fresse. Morning.
(Anna-Carina) Wir leben noch.
Ich bin erleichtert, noch zu leben.
Vielleicht warten aber die VerrÀter nur noch eine Nacht,
um mich dann zu töten.
Also man merkt schon: Es rattert sehr. Bei jedem Einzelnen.
Dass gerade die NĂ€chte fĂŒr die Loyalen...
schon sehr viel Kopfkino sind.
Die VerrÀter haben eine ruhige Nacht.
Die Gefahr fĂŒr die droht am Runden Tisch.
Aber in der Nacht, wenn getötet wird,
können die VerrÀter gut schlafen, sie töten sich nicht selber.
-Und? Gut geschlafen? -(Jalil) Geht. (lacht)
Ich frage mich, was heute im Laufe des Tages passieren soll,
was uns so Clues geben könnte.
Dass wir nicht immer sagen: "Bist du loyal oder ein VerrÀter?"
"Ich habe es an seinen Augen gesehen."
Aber es macht einen schon fertig, immer ĂŒberlegen zu mĂŒssen, was man sagt.
Ich hÀtte nicht gedacht, dass es emotional so anstrengend wird,
weil man den Leuten die LĂŒge als Wahrheit verkaufen muss.
-Hey. -Morgen.
(Applaus und freudige Ausrufe)
(Ulrike) Ich bin so froh, dass ich das ĂŒberlebt habe.
Ich bin froh, dass ich noch lebe.
Ich bin glĂŒcklich, froh, erleichtert...
und hoffe, dass es so weitergeht.
-Hattest du Sorge, es erwischt dich? -Hatte ich. Sehr sogar.
Ich hoffe. Hey. Schön, dich zu sehen. Alles gut?
-Wie geht's dir? -Alles gut. Und selbst?
(spannungsvolle Musik)
Ich hatte ein bisschen Angst, dass du ihn meuchelst in dieser Nacht.
Wenn ich VerrÀter wÀre? Ein bisschen auffÀllig, ne?
Aber da habe ich mir jetzt auch gedacht:
Wahrscheinlich ist Timo doch kein VerrÀter.
Ich habe mir ĂŒberlegt: Es ist absurd, wenn alle auf einen gehen. Das ist so...
Du musst immer davon ausgehen, dass es drei sind,
die zusammenhalten und das im Laufe des Tages hinkriegen,
uns auf die falsche FĂ€hrte zu locken.
(Klopfen)
-(ĂŒberraschte und freudige Ausrufe) -Morgen.
Wo sitze ich?
-Wie machen wir das jetzt? Guten Tag. -Hallo.
Hallöchen.
Hallöchen.
Den Florian habe ich auch begrĂŒĂt.
Der kam mir sehr mĂŒde vor.
Da dachte ich mir: "Der hat bestimmt wenig geschlafen."
Dachte ich mir so.
Spontan.
Dem VerrÀter gebe ich auch die Hand.
(lacht) UnverschÀmtheit.
(angespannte Musik)
(lautes Klopfen)
(erleichterter Seufzer) Good morning, everybody.
Das war ein schönes GefĂŒhl, als ich heute zum FrĂŒhstĂŒck reinging,
und es waren doch alle sehr beglĂŒckt, mich zu sehen.
Und dann der Blick auf unsere Essenstafel:
Wer ist noch nicht da?
Und: Wer fehlt? Und es fehlte nur noch eine Person.
Es gab zwei Möglichkeiten.
(Pascal) Timo und Sabrina.
(spannungsvolle Musik)
Jetzt wird es spannend. Ich bin schon so aus dem Konzept.
Da bin ich gespannt, also wenn Timo jetzt gekillt wurde,
dann... sind wir echt wieder verwirrt.
Die Frage ist jetzt: Wer kommt und wer kommt nicht?
Es wÀre schade, wenn Sabrina nicht kommt.
-(Florian) Also Sabrina... -Ganz schade. Ganz schade.
Also fĂŒr Timo, wenn der nicht kommt, wĂ€re es doppelt traurig.
Also die VerrÀter wÀren doch blöd,
jetzt Timo rauszuwÀhlen.
Die nehmen jetzt Sabrina raus, weil sie denken:
"Timo ist immer noch unter Verdacht."
Ich denke, dass Sabrina nicht kommt, wenn ich ehrlich bin.
Das kann ich mir vorstellen, oder?
(ChrisTine) Sabrina, Àh...
Ich war... Ich war ziemlich sicher,
dass Timo reinkommen wĂŒrde und Sabrina nicht.
Alle starren auf diese TĂŒr...
und wissen nicht, wer kommt.
Es ist immer eine groĂe Ăberraschung.
Wer darf eintreten und wer wurde von den VerrÀtern ermordet?
(spannungsvolle Musik)
Wenn am Ende nur noch zwei Personen fehlen...
dann ist die Spannung natĂŒrlich extrem hoch.
(Klopfen)
(Musik steigert sich)
(Florian) Ah.
-(Jubelrufe) -Bin ich die Letzte?
(Claude) Sehr schön. Sehr schön.
-Ich habe ihn unschuldig verdÀchtigt. -Sehr schön.
(Mariella) Timo fehlt.
Ich schlage vor, dass wir... Pascal umbringen.
Wir mĂŒssen es nutzen, dass jeder verdĂ€chtig sein könnte.
Und der Einzige, den ich jetzt aktuell sehe,
der bei keinem auf dem Radar sein wird, ist Timo.
Wahrscheinlich ein guter Move.
Jalil und mir war eigentlich klar, dass wir Timo ermorden,
weil der war zu 100 Prozent safe.
Mehr kann man sich nicht rechtfertigen oder sagen.
Und wÀre Timo ein VerrÀter,
ich glaube, er hÀtte sich selbst ermordet.
(dramatische Musik)
Jalil hatte sich dann schlussendlich durchgesetzt.
Es hat sich nicht gut angefĂŒhlt.
(dramatische Musik steigert sich)
Timo...
tut mir leid.
Ich glaube, es war ein strategisch cooler Mord,
um einfach zu schauen, welchen Schritt wir als NĂ€chstes machen
und um sicherzugehen, dass wir erst mal sicher sind.
Na, was haben wir denn da?
"Timo, du wurdest ermordet.
Die VerrÀter."
(gespielt enttÀuscht) Oh. Schade.
(dramatische Popmusik)
Am Ende ist es Spekulation.
Aber ich glaube, die VerrÀter haben mich ermordet,
um die Gruppe... noch mal psychologisch zu treffen.
Um alle Loyalen komplett zu verwirren.
Denn das spielt denen am meisten in die Karten.
Und... deshalb ist es natĂŒrlich
ein ziemlich guter Move, jetzt mich zu ermorden.
Weil jetzt fangen die wieder bei null an.
(dramatische Popmusik klingt aus)
Timo... heute Nacht ermordet worden.
Das gibt mir schwer zu denken.
Weil wir den demnÀchst auf dem Plan gehabt hÀtten,
als VerrÀter zu brandmarken.
Jetzt ist der selber umgebracht worden.
Das heiĂt, wir mĂŒssen neu umdenken, wer in diesem Verbrecher-Team sein kann.
-Das verstehe ich nicht. -(Jalil) Krass.
-Ich verstehe es gar nicht. -(Jalil) Einfach raus.
Ich verstehe es nicht. Ich bin zu blöd fĂŒr das Spiel.
Ich habe es gar nicht verstanden, warum Timo sterben musste.
Ăhm... Aber gut, ich glaube, das ist auch Ziel der VerrĂ€ter.
Jemanden rauszunehmen, mit dem man nicht rechnet,
um wieder Verwirrung zu stiften.
-Okay, Leute. -Es wandelt sich wieder.
-Die neue Strategie. -Ja.
Ein Schlag gegen den Kopf, um zu zeigen, wie blöd wir sind.
Die, die ihr am meisten nominiert habt, sind beide raus.
Ja.
Das Ding ist aber auch...
dass die jetzt natĂŒrlich einen weniger haben,
weil wir dachten, er sei VerrÀter.
So hÀtten sie noch mal eine Runde gewonnen.
Ich glaube, das ist reine Provokation.
Ich hÀtte nicht gedacht, dass Timo noch im Fokus steht.
Aber wir haben erreicht, dass wieder Chaos ist
und sie sagen: "Wir wissen nicht, wen wir verdÀchtigen sollen."
Wir mĂŒssen reden, was wir heute machen.
-Mit dem Raus... -(Florian) Ach, mit dem RauswÀhlen.
Ich weiĂ, du bist es nicht. Ich weiĂ nicht, wieso. Aber ich weiĂ es.
Also, pass auf: Ich denke eher...
Ich denke, wir haben zwei Frauen.
Ich bin ja nach wie vor bei Irina, ne?
Und entweder ist es Shermine
oder es ist, Àhm...
(leise) Das ist Jalil. Jalil ist sicher.
-Wer? -Jalil ist sicher.
(angespannte Musik)
-Ich meine aber jetzt VerrÀter. -Ja, meine ich ja.
Nein, das kann der nicht durchhalten.
WĂ€re ich mir nicht so sicher.
Ich habe jetzt eine neue Strategie, um Pepp in dieses Spiel reinzubringen.
Und zwar werde ich heute,
oder bei der nĂ€chsten Runde, meinen MitverrĂ€ter Jalil rausschmeiĂen.
Ich wollte Pommes. Ich wollte Timo nicht rausschmeiĂen.
Ich fand es falsch.
Das ist jetzt meine Rache an Jalil, dass ich ihn rausschmeiĂe.
(bedrohliche Musik)
(Zietlow) Nicht nur die Loyalen verfolgen sie,
jetzt jagen sich die VerrÀter auch schon selbst.
(Applaus)
(angespannte Musik)
Einen wunderschönen, guten Morgen, mes amis.
-Guten Morgen. -Morgen, Sonja.
Ihr werdet immer weniger. Hm.
Tja, jetzt seid ihr nur noch 13.
Schnell geht's, oder?
Hm, Timo...
ist jetzt auch an einem besseren Ort.
Zumindest in den Augen der VerrÀter.
Er kann ihnen nicht mehr gefÀhrlich werden.
Die gute Nachricht:
Ihr könnt heute wieder Silberbarren in einer Mission erspielen.
-Super. -Gestern wart ihr ein wunderbares Team.
Heute...
werdet ihr zwei Teams sein und gegeneinander spielen.
(angespannte Musik)
Dem besseren Team
wird ein Gang in die Waffenkammer gewÀhrt.
Und damit die Chance
auf einen Schutzschild.
Einen Schild, der fĂŒr eine Nacht
einen Mitspieler von euch
unsterblich macht.
Also, Ă tout Ă l'heure.
(Claude) A tout Ă l'heure.
Heute ist ganz spannend.
Heute gibt es zwei Gewinne: viel Geld, also Silber,
und diesen Schutzschild wie bei Asterix und Obelix,
der einen retten kann, das finde ich ganz klasse.
Ich finde beides gut, Silber und Schild.
Ist doch was wert, dafĂŒr zu kĂ€mpfen.
Ich hĂ€tte gerne ein Schutzschild. Logisch. Das beschĂŒtzt einen.
(Zietlow) Aber nur vor Mord. Nicht vor Verbannung.
Selbst mit Schutzschild
kann man also Timos Schicksal folgen.
Wir hatten den als VerrÀter, weil der einen auf Schlaumeier macht.
Dann haben die den genommen, damit er sie nicht verrÀt.
So macht es Sinn. Aber dann mĂŒssten sie mich auch umbringen.
-Genau. -Mich hat keiner umgebracht.
Jetzt mĂŒssen wir ĂŒberlegen,
wer dessen Position einnehmen kann.
Ich fand ja heute Morgen dann doch
die Sabrina ein bisschen seltsam.
Sie sah sehr mĂŒde aus.
Und sie war so: "Ah, bin ich wirklich die Letzte?"
-Also, es war ein bisschen gespielte... -(Claude) Ja.
...Unschuld, sage ich mal.
Und dann war sie sehr still und sehr nachdenklich,
wo ihr die Geschehnisse der letzten Nacht noch durch den Kopf gingen.
-Das war meine Interpretation. -(Claude) Ja? Na gut.
Lasst uns nach vorne schauen.
Ich habe mir Jalil genau angeguckt.
-Wen? -(leise) Jalil.
-(Florian rÀuspert sich) -Jalil?
Ui.
Nein. Komm rein, komm rein. Kommen Sie rein.
-Wir haben ĂŒber dich gesprochen. -Einer darf noch.
Ich habe das GefĂŒhl, die sind definitiv sehr angespannt.
Der Florian gibt mir gerade das GefĂŒhl,
dass er auf mich lenken wollte.
Aber ich muss jetzt alles daran setzen, dass ich das ganze Spiel umdrehe.
(Florian) Heute Nacht muss ein VerrÀter her.
Aber ich finde, dass der Florian ganz schön mĂŒde ist.
-Ja, stimmt. -Nur, um mal das Spiel anzuheizen.
Er hat zu wenig geschlafen.
Ich glaube, wir sind alle Leichen, bevor wir einen VerrÀter enttarnen.
Die lachen sich nachher ins FĂ€ustchen und sagen: "Die sind so doof. So doof."
-Doof sind die VerrÀter auch. -Bis jetzt nicht.
Anscheinend cleverer als wir. (er lacht)
-Genau. -(Vincent) Ja.
-Ich gehe zu den VerrĂ€tern rĂŒber. -Mach mal.
(angespannte Musik)
Ich finde das Spiel schon spannend.
Wenn ich VerrÀter wÀre, hÀtte ich Pascal umgebracht.
-(Sabrina) Warum? -Na ja, weil ich dann gesagt hÀtte...
"So blöd, kann ich ja nicht sein, den umzubringen, der mich nominiert."
Das ist doch ein bisschen doof, oder?
Ich habe immer die Angst, dass bei Florian
das GefĂŒhl kommt, doch irgendwo was anstupsen zu mĂŒssen
oder irgendwo was inszenieren zu mĂŒssen, dieses Schauspielerische halt.
Ich glaube, manchmal ist weniger mehr.
Aber was ist, wenn Pascal ein VerrÀter ist?
-Was ja auch viele sagen. -Ach.
-(lachend) Nein. Kein Einziger. -Das höre ich zum ersten Mal.
Im Endeffekt könnte es ja auch sein, dass Pascal und du... VerrÀter seid.
Gemeinsame Sache machen? "Hey, Buddy. Danke."
Ja. Und so: Ich komme zu dir
und wir sprechen noch mal drĂŒber, ha, ha, ha.
Wir wohnen auch auf dem gleichen Flur. TĂŒr an TĂŒr.
-Könnte doch sein. -Da sind schon mal zwei.
(lautlos)
ErzÀhl mir nicht... ErzÀhl dem Bauern nichts von den Kartoffeln, wa?
Aber warum sagst du denn, dass er ein VerrÀter sein könnte?
Weil ich es merke, es rieche.
(angespannte Musik)
Ich werde versuchen, Mitspieler so zu manipulieren,
dass sie auch Jalil nominieren.
Und dann werden wir sehen, ob es genug Stimmen sind,
um ihn als VerrÀter zu enttarnen.
Macht ihr doch, was ihr wollt.
Ich hole mir den Rapper.
-Echt? -Ich schnappe mir den...
Das ist zu einfach.
Genau. Und so einfach ist es nÀmlich. Es ist gar nicht so kompliziert.
Ich glaube, es ist ganz gerade. Bamm.
(traurige KlavierklÀnge)
Ich habe gar keine Ahnung, was da...
Du, Irina. KlÀr uns doch mal auf, Irina, warum er den umgelegt hat.
(lacht) Meine Theorie ist, dass...
Guck mal, so. (Ă€fft Irina nach) Hihihi.
Stimmt. Das hat dich jetzt ĂŒberrascht.
Ich weiĂ, was du versuchst. Das wird nichts.
Es ist schon komisch, verdÀchtigt zu werden.
Obwohl du ja weiĂt: Ich bin unschuldig.
Ne? Ich werde... Ich muss nicht lĂŒgen.
Meine Theorie ist, dass die VerrÀter sich sehr sicher sind
und es deswegen eine reine Provokation war.
Und bei mir klappt es.
Ich fĂŒhle mich gerade dumm.
Aber der ist doch ein Schlaumeier, dieser Timo.
-Ja. -Das war keine Ablenkung.
Die haben das gemacht, weil sie dachten, der ist schlau
und kann denen auf den Leim... auf die FĂ€hrte kommen.
Keiner kann richtig nachvollziehen,
was die Entscheidung der VerrÀter war und warum sie das gemacht haben,
weil Timo die Person ist, mit der jeder gerechnet hÀtte,
dass sie ein VerrÀter ist.
Jetzt ist wieder Chaos in der Villa
und alle versuchen rauszufinden, was der nÀchste Step ist.
(bedrohliche Musik) (Stimmengewirr)
Ich verwette mein FrĂŒhstĂŒck, dass Florian um die Ecke ist.
-(Lachen) -Komm raus, du bist umstellt.
Ich gehe mal kurz auf die Toilette.
Nicht ĂŒber mich reden. Ich bin gleich wieder da.
(extra laut) Also, der Florian...
Den fand ich ja...
-Heute sehr mĂŒde. -MĂŒde.
-(ChrisTine) So Ringe unter den Augen. -(Jalil) So hibbelig.
Florian hat versucht, den Raum zu belauschen.
Ich habe dann natĂŒrlich im Gegenzug angefangen,
das an die Leute weiterzutragen.
Einfach um sicherzugehen,
dass er nicht derjenige ist, der Unruhe stiftet.
(Jalil leise) Habt ihr...
Habt ihr gerade auch gesehen...
wie Florian so gehorcht hat, als er im Flur stand?
Dass er an der Wand war und gehorcht hat?
-War das so? -(Vincent) Aber... Ja? Ja.
Der war so ganz komisch.
Ich muss den SpieĂ jetzt umdrehen, das heiĂt fĂŒr mich:
Ich muss gucken, dass sie auf Florian aufmerksam werden
und ihn hinterfragen.
Du hast uns ja gestern alle gefragt:
"Wer war das, der das angestoĂen hat?"
Ăh, bei mir war es Florian.
"Als der die Augenbinde abgenommen hat, war der so rot. Das ist er."
Ja, aber wenn er Sebastian als Erstes gestreut hat...
WeiĂ ich nicht. Ich finde es komisch.
Ich glaube, Shermine hatte von Anfang an Florian ein bisschen im Auge.
Ich habe das GefĂŒhl, dass ich jetzt schon
ein bisschen Touchbase mit Irene und mit Vincent hatte.
Die waren auf jeden Fall mit am Start.
Und jetzt werden wir sehen.
Ich denke halt taktisch.
Es muss einer von den Schauspielern dabei sein.
Ein Schauspieler muss es sein.
(Irina) Aber es sind so viele.
Und es muss auch einer von den Àlteren MÀnnern sein.
Was sagt ihr zu Friedrich?
-Nach wie vor absolut keine Ahnung. -WĂŒsste ich nicht.
(Irina lachend) Aber es ist halt die Frage...
-Ich wollte nicht stören. -Du lauschst die ganze Zeit.
Ich wollte horchen, ob ihr ĂŒber mich redet.
Nein, er war so... Mister Nonchalant ist Friedrich die ganze Zeit.
Also es kann sein, dass er diese Art ein bisschen spielt.
Komm her, mein Engel.
Einerseits denke ich, das Spiel interessiert ihn nicht,
aber vielleicht auch doch.
(Irina) Florian, was denkst du?
Weil gerade kursiert ja auch schon bei anderen so ein bisschen dein Name,
weil du gestern Sebastian ins Spiel gebracht hast.
Ich habe Sebastian ins Spiel...
So kam das vorhin zumindest an.
Das Sorgenkind der VerrÀter ist Florian.
Ich glaube, das Feld wird jetzt immer enger.
Also, Sabrina kam damit zu mir.
Und da habe ich gesagt... Ich habe das nur bestÀtigt.
Also... War ich das? Ja?
Ich hatte nicht den Eindruck.
-Gerade schwer nachzuvollziehen. -Ja, ja.
-Ich hatte halt bloĂ... -Wo fĂ€ngt es an?
(Florian) Irgendwo fÀngt es ja immer an.
Wir sollten heute was anders machen.
Wir sollten lieber jeder fĂŒr sich... vielleicht mal.
Ich will hier nicht die FĂŒhrung ĂŒbernehmen.
Ich werde heute fĂŒr mich stimmen und mich von keinem...
Das ist auch richtig so.
(Zietlow) Florian oder Jalil? Wer gewinnt das Duell der VerrÀter?
(dramatische Popmusik)
(Zietlow) Oder erwischt es am Ende einen anderen?
Machen wir doch mal die Nagelprobe.
Wem trauen denn aktuell die Wenigsten?
Hey. Ich habe eine kleine Ăberraschung. Und zwar folgendermaĂen...
Ich rufe euch nacheinander auf, ihr stellt euch bitte auf dieses Podest.
Dann sagt ihr:
"Ich bin kein VerrÀter, weil..."
Und dann möchte ich bitte Argumente hören.
Und dann seht ihr einen Hammer
und eine Kiste, darin sind NĂ€gel.
Ihr nehmt einen Nagel, den Hammer und geht zu dem Spieler...
schlagt einen Nagel in das Namensschild des Mitspielers,
dem ihr am wenigsten traut.
Ohne BegrĂŒndung, ohne Entschuldigung, ohne Kommentar.
Also mein Kopf
ist noch ein bisschen nervös.
Auch einfach gegeben der ganzen Situation gerade mit Florian.
(Zietlow) Dann fangen wir an mit Ulrike.
Ich hatte es befĂŒrchtet. Ich hatte es befĂŒrchtet.
Hört genau zu und macht euch eure Gedanken.
(dynamische Klaviermusik)
Ich bin kein VerrÀter...
weil ich eine ehrliche Haut bin
und mir kein Mensch zutraut, dass ich in der Lage bin,
mich so zu verstellen.
Wem traust du am wenigsten?
Da muss ich einen Augenblick drĂŒber nachdenken.
(Ulrike lacht unsicher)
(angespannte Musik)
-(lachend) Nein. -Ich hab schon gedacht...
-HĂ€ltst du mal eben? -NatĂŒrlich.
(Zietlow) Sie nagelt Anna-Carina.
(Anna-Carina) Boah, das ist nicht...
Wow, spÀtestens jetzt...
beginnt der Kampf.
(anschwellende dramatische Musik)
Ich habe mich fĂŒr Anna entschieden,
weil sie... so wahnsinnig naiv
und sĂŒĂ und lieb rĂŒberkommt.
Und ihr traut es keiner zu.
Irina.
(angespannte Musik)
Ich bin keine VerrÀterin, weil ich als Loyale auserkoren wurde
und alles daran setzen werde,
die VerrÀter oder VerrÀterinnen unter uns zu entlarven.
(spannungsvolle Musik)
(Zietlow) Claude ist ihre Wahl.
Gute Wahl.
Ich habe ihn aus taktischen GrĂŒnden gewĂ€hlt.
Es ist wichtig, die VerrĂ€ter zu ĂŒberraschen,
einen Namen zu wÀhlen,
der nicht die ganze Zeit die Runde macht.
Weil das natĂŒrlich auch heiĂt, dass die sich weniger vorbereiten können.
(Zietlow) Vincent.
Ich bin kein VerrÀter,
weil ich wahnsinnig schlecht im LĂŒgen bin.
Ich verrate euch meine Strategie.
Ich bin ehrlich,
weil dann muss ich mir keine Muster merken, wie man sich loyal verhÀlt,
und kann dabei denken, beobachten und, ja, konstruktiv handeln.
Vincents Rede...
fand ich sehr detailliert.
Und man sagt ja: Wenn man lĂŒgt, geht man sehr ins Detail.
Da habe ich ein bisschen gestutzt.
(Claude) Ja, bitte. Bitte, bitte.
-Auch hier wird bei Claude genagelt. -Klar.
(lautes HĂ€mmern)
Ich habe Claude den Nagel gegeben, weil ich wahnsinnig verwirrt bin.
Ich habe keinen Plan.
Wirklich.
Ich habe keine Ahnung, wer die VerrÀter sind.
Das ist auf der einen Seite sehr ehrenvoll,
weil ich mag ja der Bösewicht sein.
Zum anderen ist es gefÀhrlich,
weil wenn die sich zusammenrotten und mehr Stimmen kriegen,
heiĂt es: "Adieu, salut la compagnie".
-Mariella. -(Mariella) Uh.
Ich bin loyal, weil ich im wahren Leben auch loyal bin
und auch im wahren Leben niemals jemanden verraten wĂŒrde.
-(Friedrich nachdenklich) Hm. -Hm.
(Mariella) Claude.
(Zietlow) Ihr macht Claude zum Jesus.
Dass Mariella mir einen Nagel gibt.
Also so ein Quatsch, ey.
Die ist die Einzige, die ich lÀnger kenne.
Jetzt fÀhrt die mir in die Parade. Verstehe ich nicht.
Er zeigt keine Emotionen. Das habe ich ihm aber auch schon gesagt.
Das ist natĂŒrlich auch schwierig, ihn dann irgendwie einzuordnen.
(Zietlow) Jalil.
Ich bin kein VerrÀter,
weil ich gar nicht die Energie habe,
mich die ganze Zeit zu verstellen und auch keine Lust.
Ich bin jemand, der so ist, wie er ist.
Ich verheimliche im echten Leben nicht gerne was
und auch nicht im Spiel.
(rockige Musik)
Wenn sich die Kleinen, Schwachen zusammentun und mich nominieren,
kann ich nach Hause fahren.
Ich bin kein VerrÀter.
(rockige Musik)
Also, ich meine: Claude polarisiert. Hundertprozentig.
(Zietlow) Jalil.
Florian.
Ich bin kein VerrÀter,
weil ich zu unkontrolliert bin
und oft nicht aufpasse, was ich sage und ich euch alle...
wirklich alle...
viel zu liebhabe.
(drollige Musik)
Was ich lustig fand, ist, dass er ausgerechnet die Phrase
von einem der gröĂten deutschen VerrĂ€ter wĂ€hlt.
Herr Mielke hat bei seinem Abgang gesagt: "Aber ich liebe euch doch alle."
Dass die verwendet wurde, das fand ich lustig.
(drollige Musik)
(Zietlow) Irina.
Das war eine Inszenierung. Es hĂ€tte ĂŒberall sein können.
Ich benutze diese Dinge nur, um meine Position zu festigen.
Ich brauche niemanden zu verdĂ€chtigen, weil ich weiĂ: Alle sind Loyale.
Also, ich bin auch kein VerrÀter, wie ihr alle nicht,
und ich schwöre auch, ich schwöre.
(vereinzelte Lacher)
Du wĂŒrdest nie jemanden verraten?
-Das glaubt ja kein Schwein. -Wieso? Sehe ich so aus?
-(Mariella lacht) -Shermine.
Ich bin kein VerrÀter leider. Ich wÀre es gerne geworden.
Habe aber jetzt groĂen SpaĂ daran,
mit euch allen die VerrÀter ausfindig zu machen.
(angespannte Musik)
Shermine hat mir einen Nagel gegeben.
Und ich habe es als Warnschuss verstanden.
Ich bin kein VerrÀter und es macht mich so richtig stinkesauer,
aber ich habe einen Nagel.
(angespannte Musik)
(Zietlow) Friedrich.
Ich habe meinen Nagel Friedrich gegeben.
Weil er hat es einfach so faustdick hinter den Ohren.
Sabrina.
Also, ich bin keine VerrÀterin,
weil die liebe Sonja mich nicht ausgewÀhlt hat
und auĂerdem ist das gar nicht in meiner Natur,
manipulativ zu sein.
-Und ja, ich liebe euch auch alle. -(jemand lacht)
(Zietlow) Anna-Carina.
Ganz genau vor meiner Rede...
bekomme ich dann von Sabrina den zweiten Nagel.
Dann musst du dich da auch noch als VerrÀter hinstellen
und alle Anwesenden vom Gegenteil ĂŒberzeugen.
Eigentlich...
Schlimmer geht es nicht. Schlimmer geht es wirklich nicht.
Ich habe echt gedacht: "Shit,
das könnte der Moment sein, der dich auffliegen lÀsst."
(Zietlow) Nagelprobe bei "Die VerrÀter".
Wem vertrauen die wenigsten?
Aktuell Claude und Anna-Carina.
Ich bin keine VerrÀterin.
Leute, die mich kennen, wissen,
ich bin manchmal tollpatschig und naiv.
Ich könnte so lange
nicht die Rolle des VerrÀters spielen.
Ich werde fĂŒr die Loyalen kĂ€mpfen und alles geben.
Ich habe diese Reise mit Leidenschaft begonnen
und ich liebe euch auch alle.
(Anna-Carina) Danke.
Ich habe ihr das nicht abgenommen, dieses Naiv-Sein.
Das war zu aufgesetzt. Das nehme ich ihr nicht ab.
Das kam bei mir ĂŒberhaupt nicht an. Es hat in mir keine Emotionen ausgelöst.
(Zietlow) Sabrina.
Hallo, Freunde.
-Hallo, Florian. -(alle lachen)
(Florian) Hallo. Schön, dass du noch da bist.
Ich bin kein VerrÀter,
glaube, dass man das zumindest gestern am groĂen Tisch auch mitbekommen hat,
weil ich mich fĂŒr die, die jetzt tot sind, eingesetzt habe.
Ich glaube, mehr Beweis gibt es nicht.
(bedrohliche Musik)
-I'm coming back. -(Kuss) I missed you, honey.
-(Zietlow) Florian. -(Florian, gespielt) Au.
Dieses Spiel verÀndert jeden so ein bisschen,
dass man plötzlich anfangen muss,
sehr genau zu ĂŒberlegen:
(stammelnd) Wie verhÀltst du dich?
Wie lĂŒgst du auch?
Was uns das Wetter mit diesem Regenguss mitteilen möchte:
Man weiĂ es nicht. Denkt darĂŒber nach.
Ăber das, was ihr gehört, gesehen habt
und vor allem, was jetzt vielleicht passiert.
-Au revoir. -(Donnergrollen)
(dramatische Popmusik)
"Traut euch." "Schau mal, passiert nichts."
Ich habe mit neun gerechnet, aber es gab nur vier.
Die, die Claude einen Nagel gegeben haben,
die haben irgendwas zu verbergen.
Claude ist ehrlich und hÀtte wirklich Probleme,
sich zu verstellen, dem wĂŒrde der Arsch auf Grundeis gehen.
-Das glaubst du doch selber nicht. -Ich kenne Claude.
Gerade bei solchen Leuten. Warum macht der Kampfsport?
Warum macht der sich so eine dicke HĂŒlle, ja?
Weil er einen ganz verletzbaren Kern hat,
der eigentlich offenliegt.
Du verĂ€ppelst uns alle, und das weiĂt du.
-Nein. -Ich nehme das total ernst.
-Ich meine es vollkommen ernst. -Ja, wirklich.
Claude ist auĂen ganz hart.
-Aber innen noch hÀrter. -(lacht) Genau.
Also ich glaube,
es wird immer psychologischer.
Man braucht psychologisches Handwerkszeug.
FĂŒr mich ist Anna-Carina jemand, dem ich nicht vertraue.
Und ich nehme ihr ihre naive Art nicht ab.
-Das ist... alles gespielt. -Ich habe das GefĂŒhl bei Florian.
Ich weiĂ nicht, inwiefern ich dir vertrauen kann,
aber er probiert gerade, die Leute auf mich zu polen.
-Mhm. -Und er macht ganz komische Moves.
Der hat sich hinter den KameramÀnnern versteckt,
um zu hören, was wir reden.
Ich meinte: "Komm doch dazu."
Er: "Ich wollte gucken, ob ihr ĂŒber mich redet."
Ich: "Wer hat das mit Sebastian angefangen?"
Und dann hat er zu mir gesagt: "Ja, das war Sabrina."
-Ich? -Pass auf. Er hat sich verhaspelt.
Er meinte: "Sabrina hat mir das GefĂŒhl gegeben,
weil sie meinte, sie hat auch das Gleiche gedacht."
Dann habe ich gecheckt: Ah.
Er war das und hat sich versprochen. Er hat das auch gesagt.
Aber er polt es auf dich.
Ich habe mit Jalil noch nicht ein einziges Mal...
ĂŒber dieses Spiel, beziehungsweise ĂŒber Personen gesprochen, Ă€hm...
die infrage kommen könnten.
Und diesmal war es wirklich...
Out of the blue kam er auf mich zu:
"Hast du mal zwei Minuten?"
Das war vorher noch gar nicht.
Das hat mich schon sehr, sehr stutzig gemacht.
Das ist krass. Aber danke.
-Aber das bleibt unter uns, ne? -Ja, ja.
Vier Leute haben mich gewÀhlt.
Von 13 sind das ĂŒber 30 Prozent.
Wenn du diese Stimmen auch kriegst,
könnte es gefĂ€hrlich werden, wenn ich nicht die anderen fĂŒnf kriege.
Also die von Pascal hast du.
Die habe ich ja sicher. Da bin ich froh, dass ich die habe.
Was ich super finde: Es sind viele Namen dazugekommen.
-Wo wir offen drĂŒber sprechen dĂŒrfen. -Genau.
-Wo NĂ€gel jetzt drinstecken? -Ja. Sonst haben wir rumgeeiert.
AuĂer die VerrĂ€ter, die nachmittags hingegangen sind,
um Spitzen zu setzen, damit wir drĂŒber nachdenken.
Die Frauen haben sich heute gegenseitig...
Die haben sich gegenseitig genagelt.
Ein bisschen stutenbissig.
Ich glaube. Ich glaube, das entwickelt sich so was.
Alle fangen an zu taktieren, zu lĂŒgen, sich zu verstecken
und ganz anders miteinander umzugehen, als man es im normalen Leben tÀte.
Ich habe keinen extremen Verdacht. Florian war auffÀllig.
Auch dass der dir den Nagel gesetzt hat,
weil er uns vorhin reden gehört hat, hundertprozentig.
Ich habe das GefĂŒhl, Florian hĂ€lt sich auffĂ€llig
bei den Ălteren auf,
bei den Leuten in seinem Alter.
-Um da so eine Garde zu schaffen. -Deswegen mĂŒssen wir zusammenhalten.
Das ist halt auch das Wichtige.
Ich denke mir: Einer von den Àlteren Schauspielern,
muss es sein.
-Und Anna war heute auf dem Podest... -Nein. Anna nicht. Quatsch.
-Aber das spielt uns in die HĂ€nde. -Es sind die drei, die da saĂen.
-Meinst du, es sind nur Frauen? -Nein.
Der Jalil saĂ doch da mit dabei.
Claude vertraut mir.
Und ich kann Claude gut einsetzen
als eine Figur... in meinem Spiel,
um ihn... davon zu ĂŒberzeugen,
dass er jemanden nominiert...
von dem ich möchte, dass er nominiert wird.
Und zwar mache ich das folgendermaĂen:
Ich suggeriere es irgendwie unterbewusst,
lasse es so aussehen, als wÀre es seine Idee,
und er sagt zu mir: "Der."
"Stimmt, du hast recht. Du hast vollkommen recht."
-Wir sind nicht mehr so viele. -Nee. Vor allem nicht viele MĂ€nner.
13 sind wir noch, verstehst du? Ich habe es geahnt.
-13 ist keine gute Zahl. -Ja.
Das hat jetzt eine böse Fahrt aufgenommen,
weil einerseits geht es um Befindlichkeiten, Antipathien
und zum anderen geht es um richtig Geld.
Gestern haben wir 10 Mille angeschafft en plus.
Und jetzt brennt bei manchen
die Sicherung durch, merke ich schon.
Sorry, darf ich jetzt mal einen Namen einwerfen?
ChrisTine. Sie ist so unauffÀllig.
Wir waren drĂŒben, das war, nachdem klar war: Timo ist raus.
Und Pascal hat gesagt:
"Das war ziemlich dumm von den VerrÀtern und VerrÀterinnen.
Wieso Timo? Den hatten wir eh auf dem Kicker."
Und als er sagte: "Das war dumm", hat ChrisTine richtig...
(sie kichert) ...sich ins FĂ€ustchen gelacht.
-FĂŒr einen kurzen Moment. -Habe ich auch gesehen.
-Sie war so... -Du saĂt daneben.
Aber nur fĂŒr einen Moment.
Dann habe ich sie angeguckt, und das hat sie gemerkt.
Du hast sie auch angeguckt.
Und dann hat sie im Nachgang, kurz danach...
nur noch zustimmend genickt, als Pascal weitergesprochen hat.
Ich denke, wir sollten das jetzt mal etwas sacken lassen
oder auch wegstecken
und sollten uns eher auf das Spiel konzentrieren.
Vor allem hat Sonja gesagt, dass wir in diese Schatzkammer können.
Das ist fĂŒr jeden, der um seinen Status quo Angst hat,
wichtig, sich einen Schild zu besorgen.
Also von daher wĂŒrde ich sagen: Friede, Freude, Eierkuchen.
Lasst uns auf das Spiel konzentrieren. Was immer es ist.
(ansteigende angespannte Musik)
(Zietlow) Ich kann verraten:
Die Mission findet nicht im Schloss statt.
Und sie beginnt mit der Frage: Wer fÀhrt mit wem?
Bei der Autoverteilung gab es keine spezifische Taktik fĂŒr mich.
Ich bin einfach ins Auto eingestiegen und wollte schauen,
wer sich dazusetzt, den Kontakt zu mir sucht.
Es war fĂŒr mich wichtig, dass Anna-Carina mit im Auto saĂ,
weil ich das GefĂŒhl hatte, sie ist auf meiner Seite.
(Zietlow) Den besten Platz hat einer, der gar nicht mehr dabei ist.
Timo.
Der wird nÀmlich aus dem Grab
seinen Mitstreitern noch mal jede Menge Silber bescheren.
Und einem sogar eine sorgen- und mordfreie Nacht.
(sakraler Gesang)
Als wir da reinkamen, waren wir alle doch sehr ehrfĂŒrchtig,
demĂŒtig nahezu.
(weiter sakraler Gesang)
Ich war sehr beeindruckt. Die Menschen. Mit dem Gesang auch.
Es war erst mal so, dass die Anspannung steigt.
Amen...
Boah, es war...
ein bisschen gruselig irgendwie.
(unheilvolle Musik)
(elektrischer Beat setzt ein)
Man hatte das GefĂŒhl, das ist eine Sekte, die da sitzt
und auf uns wartet, um uns umzubringen.
Das war natĂŒrlich schon makaber auch,
das Bild vom Timo zu sehen in Schwarz-WeiĂ.
Und es ging mir dann schon ein bisschen nahe
und es war eine ganz spezielle, dĂŒstere Stimmung.
Herzlich willkommen
zum Trauergottesdienst von Timo.
(andÀchtige Musik)
Ein wertvoller Loyaler...
der von einigen von euch letzte Nacht
heimtĂŒckisch ermordet wurde.
Das ist auch dreist, ne?
Die VerrÀter, die Mörder von Timo kommen zu Timos Beerdigung.
Ich hoffe, sie haben ein schlechtes Gewissen.
Zur Zeremonie kommt ihr etwas spÀt, aber gerade noch rechtzeitig,
um den Klingelbeutel rumgehen zu lassen,
in dem sich am Ende hoffentlich sehr viele Silberbarren sammeln werden.
Ihr spielt in zwei Teams
gleichzeitig gegeneinander.
Die erspielten Silberbarren sind fĂŒr euch alle.
Aber nur das Team, das die meisten Silberbarren erspielt...
wird spÀter Zugang zur Waffenkammer erhalten.
Und hat dort die Chance auf einen Schutzschild gegen die VerrÀter
und damit eine Nacht der Unsterblichkeit.
(mysteriöse Klaviermusik)
Ich habe das GefĂŒhl, ich gerate langsam
ins Visier der VerrÀter.
Deswegen wusste ich,
ich werde alles daran setzen, den Schild zu gewinnen.
Ich glaube, jeder, der loyal ist, hÀtte schon gerne ein Schutzschild,
um sich zu schĂŒtzen, um nicht ermordet zu werden.
Alles, was ihr macht, hat Konsequenzen.
Und deshalb habt ihr euch jetzt schon
unterbewusst selbst in die Gruppen eingeteilt.
Die sechs Spieler auf der linken Seite sind Team Rot.
Und die sechs Spieler auf der rechten Seite sind Team Blau.
Und du, mein lieber Vincent, du kannst entscheiden.
Möchtest du ins blaue Team...
oder ins rote Team?
Dann kommt bitte hier zu mir nach vorne.
(ruhige, getragene Musik)
Beide Teams spielen dieselbe Mission.
Vor euch ist das Buch der VerrÀter.
(Zietlow) Darin haben sich RĂ€tsel versteckt.
Die Antwort dieser RĂ€tsel ist jeweils ein Accessoire,
das ein Mitglied eurer eigenen Trauergemeinde...
offen trÀgt.
(melancholische Popmusik)
Glaubt ihr, die Antwort zu wissen, tretet ihr zu dieser Person
und fragt nach dem Silber.
Aber Obacht geben: Ihr habt tatsÀchlich nur eine Chance,
pro Runde einmal eine Person nach dem Silber zu fragen.
Eine Runde startet und endet immer dann,
wenn die Glocke schlÀgt.
Wo ihr das RĂ€tsel findet,
das erfahrt ihr bei mir... im Beichtstuhl.
(Zietlow) Beim Trauergottesdienst
kÀmpfen die Hinterbliebenen um Silber
und um die Chance auf einen Schutzschild
fĂŒr die kommende Nacht.
(dramatische Musik)
-(Vincent) Hello again. -Hello.
Meine Kinder, das RĂ€tsel findet ihr in Kapitel drei.
Seite 155.
Zeile fĂŒnf.
(Vincent leise) 155, Kapitel drei...
-Zeile fĂŒnf. -(Anna leise) Sagt es mir.
(Irina leise) 155. (betont) 55.
-Zeile... -Welche Zeile?
(Shermine liest vor)
Das ist das Wort, das wir entschlĂŒsseln mĂŒssen.
Ach so.
Das Wort mĂŒssen wir rausfinden, was das hier...
Da mĂŒssen wir irgendwas addieren oder...
Was heiĂt denn "darfst nicht addieren"?
Durcheinander ist das.
Entweder ist es ein Wort, das sich aus allen Buchstaben ergibt...
-Was ist der erste Buchstabe? -Ein T.
-Was gibt es als GegenstÀnde? -Das ist nicht "Time", nein.
-Ach, wenn Sebastian noch hier wÀre. -Ja. Aber echt.
Ich glaube, von uns macht keiner gerne KreuzwortrÀtsel.
Ich glaube, die Buchstaben sind verrutscht.
-(Anna-Carina) Ja. -Ich hab das versucht. Eins nach hinten.
Ich hÀtte doch die Lesebrille anziehen sollen.
Man musste das Wort entschlĂŒsseln. Da bin ich sehr schnell draufgekommen.
Am hinteren Ende waren zwei S. Was kann man verdoppeln?
P, Q, R, S, T, Doppel-t. Aber Doppel-r... R-R.
Was ist der erste Buchstabe?
-T, glaube ich. -S, T. Doch. "Silberbarren".
-(Florian laut) K. -Sch.
-L. M, L. -Frag sie. Frag sie.
(Florian) Silberbarren.
A, B, C, D, E...
"Silberbarren". Immer ein Buchstabe mehr.
Q, R, S. H, I...
-Hab ich. Hab ich. -Hast du? Hat sie.
-Okay. Bist du sicher? -Ja, ich bin sicher.
-Sicher? -Sicher.
Hast du den Silberbarren?
-(Shermine) Yes. -(Irina) Oh, geil.
Total simpel war einfach die Lösung,
dass man immer den Buchstaben davor nehmen musste.
Wir waren dann diejenigen, die das RÀtsel gelöst haben.
Und wir waren megastolz.
(Glockenschlag)
Habt ihr heute schon gebeichtet? Habt ihr?
Euer RĂ€tsel findet ihr in Kapitel zwei.
Seite 91.
Zeile acht.
(Mariella) Ey.
Alles gut, ja? Alles gut.
Das ist wie dieses Spiel.
Die Schwierigkeit lag darin,
dass man erst mal auf des RÀtsels Lösung kommen muss.
Und dann gucken muss: Zu welchem Gegenstand passt das?
GlĂŒck ist es auch nicht.
-Hier, der GlĂŒcksklee. -GlĂŒcksklee.
Geh mal zum GlĂŒcksklee.
Hast du das Silber?
-(Irina) Ah, falsch. -(Vincent) Okay. Weiter. Los.
Ihr dĂŒrft fĂŒr diese Runde nicht mehr weiterraten.
-Was? -Nicht weiterraten.
ScheiĂe.
-Vielleicht eine Uhrzeit. -Also...
"Der, der es trÀgt, behÀlt es nicht."
Deswegen meinte ich "Zeit". Man behÀlt keine Zeit.
-Eine Uhr. -Er weiĂ, dass er die trĂ€gt.
Ich bin gar nicht so schlecht in RĂ€tseln, aber bei Wortspielen
bin ich einfach die totale Niete.
Das war sehr verwirrend, weil man einfach
in dem Moment so viele GegenstÀnde hat.
Es war sehr schwierig.
Ich glaube, das ist ein uraltes RĂ€tsel.
Aber mir fÀllt es nicht ein.
-Ich stehe auf dem Schlauch. -Ich auch.
-Ich hab das schon mal gehört. -Wir haben nicht mehr viel Zeit.
-(Glockenschlag) -(Claude) Keiner weiĂ es, guck.
(enttÀuschtes Murmeln)
Anna-Carina war auf der richtigen Spur.
Es war ein Sarg.
-Es war der Sarg. -Der was?
-Ein Sarg. Aber der Sarg war... -Ach, stimmt.
-Steht es 1:1? Nein. -Nee.
-1:0? -Mhm. FĂŒr die anderen.
(Glockenschlag)
Hallo, meine HĂŒbschen.
Das nÀchste RÀtsel findet ihr in Kapitel vier.
Seite 209.
Zeile 21.
-(Vincent leise) 209. -(ChrisTine) 209, Seite 21.
-209? -209.
209.
21.
-(Jalil) Ein Kreuz. Wer hat ein Kreuz? -Da.
Der an der Blume steht. Ja.
-Frag ihn. -Hast du das Silber?
(Anna-Carina) Zackig.
-Ja. -(Friedrich) Jawoll.
-Jawoll! -Ja.
-Sehr gut. -Danke, danke.
Es war das Kreuz.
(Glockenschlag)
Das nĂ€chste RĂ€tsel findet ihr in Kapitel fĂŒnf.
Seite 277.
In Zeile zwölf.
(Anna-Carina) Komm hier, Vincent.
(sie tuscheln)
Wir waren alle chaotisch unterwegs.
Jeder hat irgendwie versucht, ein bisschen was rauszufinden.
Geduld und Bedacht. Das mĂŒssen Blumen sein.
Mit Geduld blĂŒht sie prachtvoll.
Pscht. Pscht.
(Gemurmel)
Da fehlen Buchstaben.
Das eine RĂ€tsel lag mir.
Es war ein Rechtschreibfehler in dem Vers drin.
Und es ging darum, die fehlenden Buchstaben zu finden.
Das ist eine Berufskrankheit als Juristin,
Fehler zu entdecken.
(Shermine leise) Was? Nee. S, E, I, R.
-"Seir". -Nein, andersrum.
-(Irina) "Steir". -(Shermine) Wechselt mal die Buchstaben.
-Was? -"Stier".
-Gibt es was mit "Stier"? -Ja.
(leise) Soll ich? Ja?
Hast du das Silber?
-Yes. (lacht) -Yes. Whoo.
-(Glockenschlag) -(Zietlow) Es war ein Stier.
Denn auch, wenn wir in Frankreich sind, sind wir der Rechtschreibung mÀchtig.
-Ah, ScheiĂe. -(Sabrina) Ach, da fehlt ein S.
Ich habe die ganze Zeit gedacht, das ist Altdeutsch.
(Glockenschlag)
Mein Sohn, du hast so viel zu beichten.
-Ja. Na ja, katholische Familie, ne? -Verstehe.
Euer nĂ€chstes RĂ€tsel findet ihr in Kapitel fĂŒnf.
Seite 255.
Zeile 23.
(Shermine und Vincent) 255, Zeile 23.
-Kompass. -"Nicht nur..." Der Kompass.
-Echt? Sicher? -Ja.
-Ja. -Hast du das Silber?
(Irina) Oh nein.
-(Jubelrufe) -(Irina) Ja. Geil. Whoo.
(Zietlow) Liebe Gemeinde, das war das letzte RĂ€tsel.
-Das war es schon? -(Claude) Yeah. (lacht)
(Friedrich) Sehr gut.
-Vielen Dank. -Sehr gut.
(Zietlow) So, Team Rot... und Team Blau.
Ihr habt gemeinsam vier Silberbarren erspielt.
Allerdings hat das Team Rot davon drei,
und damit mehr Silberbarren erspielt und geht als Sieger hervor.
Das sind halt Deppen.
Wie kann man denn so hoch verlieren?
Also bitte, ey.
Das ist ja wie 1860 MĂŒnchen, so spielen die ja.
Ihr sechs bekommt heute Zugang zur Waffenkammer
und damit die Chance
auf einen Schutzschild,
der fĂŒr eine Nacht unsterblich macht.
Jemand wird sehr gut schlafen,
wenn er vorher nicht verbannt wird.
Denn der Schutzschild hilft nicht gegen Verbannung.
(Florian) Hm. Ach so.
Bitte schön. Wir sehen uns spÀter beim Runden Tisch.
Timo, ruhe in Frieden.
(Zietlow) Auf der RĂŒckfahrt bekommt Florian
eine Extramission im Multitasking.
Kann er gleichzeitig Auto fahren und lĂŒgen?
In den anderen Autos, da wird jetzt... Es wird jetzt kleine Teams geben.
-Upsala. -Konzentrier dich bitte.
-Ich bin der VerrÀter. -Nimm uns nicht alle mit.
Ich nehme euch alle mit.
Nee, also, ich glaube schon, dass dann auch vielleicht...
ein bisschen abgesprochen wird: "Wir mĂŒssen einen Richtigen erwischen,
einen VerrÀter erwischen" und so kleine Absprachen.
Da mĂŒssen wir drauf vorbereitet sein.
Ich finde, es geht bei mir auch ein bisschen nach Sympathie.
Wen ich mag und wen nicht.
Aber das ist ja... Entschuldigung.
Dann wÀrst du der schlechteste Loyale.
Ihr könnt mich auch auffordern, das oder das zu wÀhlen.
Deswegen spiele ich trotzdem Loyaler. WeiĂt du?
Dann habe ich mich dummerweise so ein bisschen verplappert kurz.
(Zietlow) Im Auto unterlÀuft Florian ein kapitaler Versprecher.
Kann er sich da wieder rausreden?
Dann war kurz eine peinliche Pause.
Und ich dachte: Oh, oh.
Du spielst Loyaler? Das habe ich verstanden.
-Nee. -(Pascal) Hast du gesagt.
Das hast du tatsÀchlich gerade gesagt.
-Du spielst den Loyalen. -Das hast du gesagt.
-Das habe ich nicht gesagt. -Hast du.
Dann habe ich mich versprochen.
Ein unglĂŒcklicher Versprecher.
Ich habe gehört, es haben sich welche gegen Florian zusammengetan.
Da mache ich auch nicht mit. Florian ist lustig.
-Also wir sollten ihn noch behalten. -Ich will auch, dass wir Flo behalten.
-Ich habe das GefĂŒhl... -Florian?
...dass der sehr prÀzise Namen streut.
Der kommt zu uns in die Runde, dann sage ich: "Du, Florian,
woher hast du gehört, dass Sebastian der VerrÀter ist?"
Dann sagt er: "(gestottert) Ja, von Sabrina."
Der war so nervös und so hibbelig.
Und es ist doch kein Zufall,
dass er der Erste ist, der Sebastian gestreut hat
und vor allem jetzt sofort auf Sabrina lenkt.
Auf dich ist er auch schon gegangen. Er ist es.
Da hat sich bei mir auch der Verdacht erhÀrtet,
dass der Florian ein VerrÀter sein könnte.
Die haben ganz viele Sachen erzÀhlt, und da dachte ich: "Das ist ja lustig."
Dann klang das fĂŒr mich sehr plausibel.
Wisst ihr, was ich glaube? Das ist einfach der SpaĂ an der Sache.
Ăh...
So zu tun, als wenn man VerrÀter wÀre, weil man gerne einer wÀre.
-Und das ist es. Und das nervt mich. -Aber das ist ja Mist.
-Hör doch auf. "Das nervt mich." -Doch, das nervt mich.
-Sei nicht spieĂig. -Das ist nicht spieĂig.
-Doch. -Ich bin eine Loyale.
HeiĂt: Ich will die VerrĂ€ter rausfinden. Das ist meine Rolle gerade.
Ich habe nicht geschworen, dass ich loyal bin und alles dafĂŒr tue.
Ich mache es mir so nett, wie es geht.
Entweder... ist er halt kein guter VerrÀter,
weil er sich auffÀllig verhÀlt,
oder er ist kein guter Loyaler, den man fĂŒr den weiteren Spielverlauf braucht.
Ich glaube, es sind die Stillen. Hunde, die bellen, beiĂen nicht.
-Das heiĂt? Was waren deine Namen? -Jalil.
Jalil.
Anna... Ja, nee. Die ist nicht zu still.
ChrisTine.
-Dich hatte ich auch lange, Irina. -Und Shermine?
Aber jetzt, wenn ich dir so zuhöre,
das mĂŒsste schon ein sehr refine acting sein, was du da betreibst.
(angespannte Musik)
Diese Art und Weise, wie Irina sich verhÀlt.
Sie ist ĂŒberall immer so mit jedem ein bisschen.
-Und sehr reflektiert. -(Claude) Eine linke Ratte.
(ChrisTine) Sie wirkt sehr altklug. Sie lÀchelt selten und so.
Das macht es fĂŒr mich sehr verdĂ€chtig, weil sie nicht sehr locker ist.
Sie scheint irgendwie einen Stock im Arsch zu haben.
(Mariella) Wie so ein Pokerface. Du siehst keine Emotionen. Gar nichts.
Also nominieren wir heute Irina?
Ich wollte eigentlich den...
Bleibt das wenigstens zwischen uns, was wir hier reden?
-DrauĂen sagst du nichts. -Nee.
-Es gibt immer Leute, die plappern. -(Claude) Ja. Mariella.
-Also bitte. -(Sabrina lachend) Ihr zwei.
(sanfte Musik)
(Zietlow) Im Gegensatz zu Timo ist eins noch nicht begraben:
die Hoffnung auf den Schutzschild
fĂŒr einen aus Team Rot.
Und den gibt es in der Waffenkammer.
Sechs verschlossene KĂ€stchen.
Nacheinander darf jeder Spieler eins davon öffnen.
In einem versteckt sich der Schild.
Wer den bekommt, darf es den anderen enthĂŒllen,
muss aber nicht.
Die Gewinner des Spiels,
die können ja diesen Schutzschild bekommen.
Aber das kann nur einer.
Die Wahrscheinlichkeit... bei sechs FĂ€chern
und jeder kann sich eins aussuchen, bleibt gleich.
Wir brauchen alle den Schild. Keiner weiĂ, wer der NĂ€chste ist.
Also können wir gucken, wer als Erster geht.
-(Irina) Ich wĂŒrde gerne als Erste. -Dann geh du.
-Ich gehe als Zweite. -Ich gehe als Dritte.
-Dann... Ja, bitte. -(Irina) Bis gleich.
-So machen wir das? -Viel SpaĂ. Viel GlĂŒck.
Schwachsinnig.
Wenn sie jetzt VerrÀter ist und hat ein Schild, dann...
Sie ist VerrÀterin. Sowieso.
-Mir ist das so klar geworden. -Wann?
Ich habe mal einen Film gedreht, da kam der Satz drin vor:
"Die Königin und der König der LĂŒgner und des Wahrheitsverdrehens,
das sind Juristen."
(ChrisTine) Genau.
Das werde ich am Runden Tisch noch mal zum Besten geben.
Das ist ein guter Spruch fĂŒr den Runden Tisch.
Also auf jeden Fall werden wir heute...
exekutiv Irina nominieren.
(dramatische Bass)
Wenn ein VerrÀter ein Schild bekommt,
könnte er aus taktischen GrĂŒnden, um zu verwirren, sagen:
"Ich bin nur gerettet worden
oder ich bin verschont worden, weil ich dieses Schild habe."
Nur, damit ihr das wisst:
Nicht jeder, der jetzt den Schild bekommt
und heute Nacht nicht getötet wird, ist automatisch ein Loyaler.
Es kann ein VerrÀter sein.
-Dass ihr das im Hinterkopf habt. -Ja.
(Zietlow) Kluges PlÀdoyer von Sabrina.
Aber wie clever hat Irina sich selbst anwaltlich beraten?
Denn scheinbar macht sie sich
mit ihrem Vorpreschen selbst zum HauptverdÀchtigen.
(spannungsvolle Musik)
Dass ich das Schutzschild gewonnen habe, gibt mir das erste Mal
das GefĂŒhl, durchatmen zu können.
Ich merke, dass ich langsam in den engeren Kreis der VerrÀter gerate.
Darum wusste ich, wie wichtig das war,
mich zumindest jetzt fĂŒr die nĂ€chste Nacht zu safen.
Und... deswegen bin ich dem Schicksal sehr dankbar.
(Irina) So. Die nÀchste Person.
-Viel Erfolg. -Vielen Dank. Hast du es bekommen?
(dramatische Musik)
Ich bin gerade etwas im Zwiespalt,
ob ich es fĂŒr mich behalte oder ob ich es doch sage,
weil ich mit Leuten in einem Team bin, denen ich nicht vertraue.
(dramatischer Musik schwillt an)
Leer.
Ja. Nichts.
WĂ€re interessant zu wissen, wer es hat,
um dann bei der Entscheidung,
wen wir eliminieren werden als VerrÀter...
Dann wĂŒsste ich halt, wer den Schild hat.
-Keiner von uns wird den Schild haben. -Nein.
Ich will die Chance reduzieren, dass wir aufwachen...
-Und einer von uns ist tot. -Einer ist tot.
Ja, genau.
Weil es fĂŒr die drĂŒben viel leichter ist,
aus dieser Gruppe einen zu nehmen, weil der kein Schild hat.
Es sei denn...
dass der Loyale, der jetzt da drĂŒben das Schild kriegt
das kommuniziert.
Wenn er kommuniziert, dass er den hat,
dann wissen die VerrÀter:
Der hat den Schild,
dann können wir auch einen aus unserer Gruppe nehmen.
(dramatische Musik)
-Ich saĂ ja mit Florian im Auto. -Ja.
Und nicht alleine. Irina war ja dabei.
Und sie sagt: "Ich kann nur eins sagen:
Wenn du Loyaler bist, bist du der beschissenste Loyale."
-(Sabrina) Florian? -Ja.
Denn du verhÀltst dich so.
Ich will von euren Autofahrten erfahren.
-Wir sagen es dir ja auch. -Sonst... Wir wollen ja vorankommen.
Von dir kenne ich noch keine Vermutung.
-Von mir? Also, du bist eine Vermutung. -Mhm.
Ăh... Das ist ja das Spiel.
-Das ist das Spiel. -Dass wir uns misstrauen mĂŒssen.
Aber es fÀngt ja schon da an: Wem vertraue ich?
Und "Wem vertraue ich" könnte ich nicht beantworten.
Bei mir wechselt das tÀglich.
Wer war der erste Impuls fĂŒr Sebastian?
Der Einzige, der von der Art und Weise, wie er hier stolziert ist.
-Wie er uns abgehorcht hat. -Stimmt.
-Es kommt aber kein neuer Name dazu. -Ja.
Wir haben uns vorgenommen, bei einem zu bleiben.
Im Augenblick glaube ich,
dass schon die Argumente am stĂ€rksten fĂŒr Florian sprechen.
Ich bin mir aber nicht sicher,
ob ich nicht noch ausscheren soll, weil ich habe nach wie vor
Anna in Verdacht und auch ChrisTine.
Also, bei euch ist nicht viel rumgekommen.
Ich habe meine Wahl.
AuĂer dass ihr euch locker auf Florian geeinigt habt.
(Anna-Carina) Nicht locker.
(angespannte Musik)
Ich bin gespannt, was ich am Runden Tisch höre.
Ja. Es ist jetzt echt...
Bei mir ist echt Kopfkarussell.
Also, weil ich hatte eigentlich...
Aber ihr habt ja diskutiert in eurem Auto.
-Haben wir. -Und ihr wart da alle in eine Richtung?
Ich habe gesagt, ich wĂŒrde gerne noch gucken.
-Wer war denn WortfĂŒhrer bei euch? -Ach, das wĂŒrde ich so nicht...
Also, jeder hatte mal das Wort.
Ob das Shermine war oder... ChrisTine auch.
Man muss irgendwann anfangen,
auch Leuten ein bisschen zu vertrauen.
Wenn man immer alles fĂŒr sich behĂ€lt, wird es schwierig.
Also, wir mĂŒssen ja irgendwann die VerrĂ€ter enttarnen.
Da muss man jetzt auch etwas mutiger werden.
Wie war denn das bei euch im Auto?
Ich kriege irgendwie nur so schwammige Antworten.
Man kann doch sagen, was die Kommunikation im Auto war.
Es wurden viele Namen genannt.
Aber es wurde jetzt nicht...
Es wurde halt diskutiert und jeder hat was gesagt.
-Ja und? -Ja, die Tendenz ging zu Irina.
Ich werde Irina rauswÀhlen.
Wenn sie eine Loyale ist,
dann ist das echt blöd, weil sie schlau ist.
Wenn du das immer geheim hÀltst und...
-Haben wir doch nicht. -Na, doch.
Es hÀtte keiner gesagt. Immer diese Kleingruppen.
Und jetzt schreiben wir zu fĂŒnft diesen Namen auf.
-Und auf einmal ist er raus. -Ja.
Als Loyale, wenn ihr welche seid,
aber wir mĂŒssen mehr reden.
Meine Erwartungen fĂŒr den Runden Tisch sind sehr groĂ.
Jetzt sind, glaube ich, einige ein bisschen angeschossen
und werden auch mehr reden.
(Zietlow) Fast alle Namen sind heute gefallen.
Aber worauf lÀuft es hinaus?
Trifft es tatsÀchlich Irina?
Waren die vier NĂ€gel, die Claude bekommen hat,
schon die NĂ€gel zu seinem Sarg?
Oder kommt es zum groĂen Showdown
der VerrÀter Florian und Jalil?
Ring frei am Runden Tisch.
(Sabrina) Man kommt rein
und man merkt richtig die NervositÀt im Raum.
Und man spĂŒrt auch etwas die Angst.
Wenn man an dem Tisch sitzt
und in die Gesichter schaut,
da sieht man schon, dass manche sehr viel Ehrgeiz haben
und fast verbissen sind.
Dann gibt es welche, die gucken etwas mitleidig.
So "Ach Mensch, tut mir leid".
Und dann gibt es welche, die ein LĂ€cheln im Gesicht haben.
Oder welche, die gar nichts machen. Eine bunte Mischung.
Also, seit unserem Reinfall
mit Sebastian am Anfang...
wollen wir einfach, wenn es geht,
wirklich nur VerrÀter rauswerfen und keine Loyalen.
Ich gehe mit einem gemischten GefĂŒhl an den Runden Tisch,
weil ich merke, dass es langsam anstrengend wird,
dieses Spiel und diese zwei Seiten zu spielen,
weil man menschlich gegen seine eigene Moral und seine Vorstellungen geht
und dann in so einer Runde sitzt
und dann den Leuten immer wieder was vorspielen muss.
Das wird eine unglaubliche psychische und auch physische Belastung.
Hoffentlich verplappere ich mich nicht.
Einen wunderschönen, guten Abend
und ganz herzlichen GlĂŒckwunsch zu eurem Silberschatz.
Ihr habt 24 Silberbarren
im Wert von 12.000 Euro bereits erspielt.
Allerdings musstet ihr dafĂŒr einen hohen Preis zahlen.
Ihr habt bereits drei LĂŒcken hier.
Und jede LĂŒcke erzĂ€hlt eine Geschichte.
Zwei davon die Geschichte von heimtĂŒckischem Mord.
Und eine von einer...
fulminanten Fehlentscheidung.
Mit deutlicher Mehrheit
habt ihr mit zehn Stimmen Sebastian verbannt.
Ein Loyaler.
Das Superbrain.
Wie entscheidet ihr euch heute?
3:0 steht es mittlerweile
fĂŒr den FC HeimtĂŒcke und Hinterlist.
Wer schafft denn jetzt den nÀchsten Treffer?
Das ist die Frage. Das alles muss sehr gut durchdacht werden...
und besprochen.
Vielleicht findet ihr heute am Runden Tisch
schlagkrÀftige Beweise und Argumente...
die einen VerrĂ€ter enthĂŒllen.
Der Tisch gehört euch.
Ich wĂŒrde gerne die Konklave eröffnen.
Konklave? Da sind wir gar nicht. Konklave machen nur die VerrÀter.
-(Mariella leise) Keine Konklave. -Oh. Den Runden Tisch.
Ich wĂŒrde heute gerne unseren Runden Tisch eröffnen.
Irina, du verhÀltst dich sehr viel mit Bedacht...
und bist immer so in dieser Gruppe und dann mal in der und dort.
Und du scheinst irgendwie alles genau aufzusaugen und zu verfolgen.
Und das macht dich fĂŒr mich einfach sehr verdĂ€chtig.
Ich glaube...
dass hier viele smart genug sind,
gerade zu durchschauen, wer auf Stimmfang geht und wer nicht.
Ich bin in vielen Gruppen.
Ich finde eher die Leute verdÀchtig,
die sich zurĂŒckziehen und sehr passiv sind.
Weil ich meine, gerade können sich die VerrĂ€ter zurĂŒcklehnen
und darauf vertrauen, dass man sich auffÀllig verhÀlt.
Es ist leicht, sich dann zurĂŒckzuziehen.
NatĂŒrlich versuche ich, viele von euch kennenzulernen,
um euch einschÀtzen zu können, das ist die ErklÀrung.
Ich bin zu 100 Prozent loyal und die meisten wissen das auch.
Sie lauscht da ein bisschen wie ein MĂ€uschen
und stellt sich dann dorthin.
Ich habe die nach wie vor auf dem Schirm.
Nachdem ich mich heute mit Irina beschÀftigt habe
und mir eine Sache vor allen Dingen klar geworden ist...
Die Könige und die Königinnen
der LĂŒgen und der Wahrheitsverdrehung, das sind Juristen.
Ja. Und ich glaube, dass sie das sehr gut kann,
uns hier Dinge vorzulegen, klarzumachen,
die von ihr ablenken.
Und sehr gut das Dasein einer VerrÀterin verdecken kann.
Ich glaube, es wird so sein,
dass wir alle Irina nominieren.
Damit ist dann meine gröĂte Widersacherin raus.
Ich habe das GefĂŒhl, es wird bei mir langsam etwas enger.
Ich hoffe daher,
dass sich doch eine einheitliche Meinung bildet fĂŒr eine andere Person.
Ich lĂŒge in meinem Job nicht. Ich bin keine LĂŒgnerin.
Ich bin dafĂŒr da, meine Mandant:in zu verteidigen.
Aber auch da muss ich bei der Wahrheit bleiben.
Also, zu sagen, dass Juristen gute LĂŒgner sind,
das stimmt schon mal nicht.
Und das muss ich dann zurĂŒckgeben.
Wer ist prĂ€destiniert dafĂŒr, gut zu lĂŒgen, wenn nicht Schauspieler?
Und es sitzen viele am Tisch.
Ja?
(Irina) Das war frustrierend.
Das ist das richtige Wort.
Ich kann jetzt nachvollziehen,
wie Sebastian sich in der ersten Entscheidung gefĂŒhlt hat.
Ich bin es ja nicht, aber wie soll ich es beweisen?
Mein Verdacht, das bist du, Florian.
Bei dir ist es auch so,
dass ich Sachen beobachtet, festgestellt habe,
kurz vor der Wahl, als wir Sebastian rausgeworfen haben.
Wir hatten uns auf Timo geeinigt und dann kamst du:
"Wir haben vier Stimmen fĂŒr Sebastian."
Allerdings wurde da kein konkreter Verdacht geĂ€uĂert,
warum es Sebastian sein sollte.
Dasselbe ist gestern passiert, als wir an der Bar standen.
Wie du den coolsten Rapper Deutschlands beschuldigt hast,
und dann kam er dazu und dann hast du abgebrochen.
Du bist abgehauen, wir haben weiter spekuliert.
Und dann kamst du irgendwie...
standest hinter der TĂŒr und hast gelauscht.
Hm. Ja.
Ich wollte nicht als Erster ĂŒber Florian sprechen.
Das wÀre super verdÀchtig gewesen, somit war ich froh,
dass Vincent das eröffnet hat und ich darauf aufbauen konnte
und das Thema öffnen konnte, ohne verdÀchtig zu sein.
(dĂŒstere Musik)
Es gab zwei Momente,
wo du dich rangeschlichen hast.
Du warst derjenige, der den Namen Sebastian regelmĂ€Ăig gestreut
und in Umlauf gebracht hat.
Und heute...
warst du der Einzige im Haus, der probiert hat...
wieder bei manchen Namen zu streuen.
Du hast Irina genannt, du hast mich genannt.
Ich habe auch gehört, dass du sie genannt hast.
Wenn Florian die Chance hĂ€tte, wĂŒrde der uns VerrĂ€ter definitiv killen.
Der wĂŒrde alleine als VerrĂ€ter dastehen wollen.
Und dass du gestern frĂŒh
beim FrĂŒhstĂŒck sehr oft, also immer wieder leicht betont hast:
Wenn Timo jetzt nicht da ist
und Sabrina reinkommt, ist sie die VerrÀterin.
So, jetzt... kommt die Rechnung. Die Rechnung, bitte.
Ich habe definitiv bei dir das GefĂŒhl,
dass du dir so einen kleinen Schutzwall von Leuten aufgebaut hast,
unter anderem Claude, Ulrike und auch Friedrich betreffend.
Weil das Leute sind, die ein Grundvertrauen zueinander haben.
Ich glaube, dass ich mich definitiv etwas aus dem Fokus gezogen habe.
Ich habe es nicht zu dramatisch oder theatralisch gemacht.
Ich habe vielleicht Vertrauen gewonnen, was ich taktisch aufrechterhalten muss.
Falls ich da gleich irgendwie vorne stehen werde,
werden sich einige Àrgern.
Deswegen wĂŒrde ich gerne wissen, von wem dieses...
Es sind Leute, die auf Stimmenfang gehen.
Ob Florian oder jemand anders, die machen sich extrem verdÀchtig.
-Also wir saĂen ja zu dritt. -(Vincent) Ja.
Vincent, Anna-Carina und ich saĂen in der Bibliothek
und haben ĂŒber Timo gesprochen.
Und wir waren uns eigentlich sehr sicher, dass wir Timo
wahrscheinlich auch wÀhlen werden.
Wir hatten unsere Argumente.
Und dann kamst du, Florian.
-WeiĂt du, was du gesagt hast? -Nein.
Du meintest: "Nein, es ist definitiv Sebastian."
Und im Prinzip hast du uns, uns drei
eigentlich von Sebastian ĂŒberzeugt,
dass wir dann umgestimmt haben.
Du, ist doch egal. Er hat zehn Stimmen bekommen.
Claude, wir versuchen, was zu ermitteln.
Und wir reden darĂŒber, wer Sachen streut.
Wir können jetzt nur aus dem Kaffeesatz lesen.
Das ist keine seriöse Berichterstattung. Ich kann nichts sagen dazu.
Ich habe auch tatsĂ€chlich bei Sebastian einen riesengroĂen Fehler gemacht.
Und es macht die Sache natĂŒrlich nicht leichter, sondern umso schwerer.
Und ich hatte heute Anna-Carina auf dem Zettel,
weil ich gesagt habe, ich kaufe dir deine NaivitÀt nicht ab.
Dann kam Irina auf den Zettel.
Wir mĂŒssen gucken: Wer spielt hier ein Spiel?
Und das habe ich bei Irina nicht gesehen, diese Manipulation.
Gestern und heute habe ich es bei dir gesehen.
Und es tut mir leid, weil du weiĂt: Ich hab dich unfassbar lieb.
Aber wenn du ein VerrÀter bist, musst du gehen.
(angespannte Musik)
(Zietlow) Das waren wirklich
ganz andere Töne.
Wer hat wen ĂŒberzeugt?
Wer hat seine Meinung gefestigt?
Bitte schreibt jetzt den Namen auf die Tafel,
den ihr verbannen möchtet.
(dramatische Musik)
(Zietlow) Sabrina.
Ich hatte ja eben das letzte Wort, deswegen muss ich das nicht wiederholen.
Ich habe dich aufgeschrieben, Florian.
(Zietlow) Shermine.
Ich muss sagen, was besprochen wurde,
was der Jalil auch gut erklÀrt hat, das macht mich einfach stutzig.
Es war fĂŒr mich ganz klar, dass ich Irina wĂ€hle.
Durch seine Verteidigung wurde es schlimmer.
Je mehr er geredet hat, umso mehr hat er sich widersprochen.
(hochdramatische Musik)
(Zietlow) Pascal, wen hast du gewÀhlt und warum?
Also bei mir steht nach wie vor, wie bisher immer dein Name, Florian.
-Friedrich, wen hast du aufgeschrieben? -Ich habe Florian notiert.
Ihr habt so lupenrein dargestellt,
warum der Florian der VerrÀter sein muss,
dass ihr mich ĂŒberzeugt habt.
(Zietlow) Vincent, wen willst du verbannen und warum?
Mein allererster Eindruck vor irgendeiner Entscheidung war:
cooler, lustiger Gentleman, Italo-Charmeur,
aber potenzieller gefÀhrlicher VerrÀter.
Und ich bete, dass ich nicht wie bei Timo falschliege.
Weil es ist ein Spiel, aber, wie gesagt...
es macht mit uns allen mehr als nur ein Abend Spieleabend.
Huch, okay.
Habe ich jetzt erst mal so nicht mit gerechnet.
Die schwenken jetzt um.
Obwohl wir uns einig waren, dass es Irina ist.
ChrisTine.
Ich stehe, glaube ich, im Augenblick allein auf weiter Flur,
denn ich bleibe bei Irina.
Weil ich dich fĂŒr sehr undurchsichtig halte.
Und ich glaube, dass du mit vielen Wassern gewaschen bist
und uns mehr hinters Licht fĂŒhrst, als wir glauben.
Mariella, wen hast du aufgeschrieben und warum?
Ich habe, Àhm... anfangs auch
Irina auf meinem Zettelchen gehabt.
Nachdem, was ich jetzt hier heute gehört habe, habe ich mir gedacht...
dass sich das fĂŒr mich alles richtig anhört, was hier gesagt wird.
-Ich habe mich fĂŒr Florian entschieden. -Florian.
-Ja, ich habe... -Wen hast du aufgeschrieben und warum?
Ich habe Irina aufgeschrieben.
Meine Intimfeindin.
-Ja, mehr muss ich dazu nicht sagen. -Ulrike.
Wer steht auf deiner Tafel und warum?
Du hast dich nicht gut verkauft, du hast mich nicht ĂŒberzeugt.
Deswegen leider...
-(Florian) Sieht schlecht aus. -Claude.
Wen hast du warum aufgeschrieben?
Vom ersten Moment...
hatte ich im Fokus die Irina.
Und zwar hat sie so eine Art Selbstbewusstsein,
das nur auf der... unsicheren Eisscholle
des VerrĂ€ter-Seins fuĂt.
Und deswegen: Irina.
Ich glaube, dass ich richtig liege.
Anna-Carina, wen willst du verbannen und warum?
-Ich habe auch kurzum Florian gewÀhlt. -Ach, wie nett.
Ein VerrÀter darf die VerrÀter nicht verraten.
Und wenn er das tut, muss er dran glauben.
Das Herz hat schon gepocht.
Ich dachte kurz, das wird nichts mehr.
Aber Florian hat sich das Genick gebrochen.
Irina, wen hast du aufgeschrieben und warum?
Entweder bist du der schlechteste Loyale ĂŒberhaupt
oder du bist ein sehr manipulativer VerrÀter, was ich hoffe.
Deswegen habe ich dich gewÀhlt, Florian.
Jalil, wer glaubst du, ist ein VerrÀter und warum?
Ich habe ja vorhin schon alles gesagt.
Und ich glaube, es kommt nicht ĂŒberraschend: Florian.
Das war fĂŒr mich die leichteste Entscheidung,
weil Florian mir auf die FĂŒĂe treten wollte.
Wer auf meine Sneaker tritt, wird verbannt.
Florian, du hast die meisten Stimmen.
Steh bitte auf und stell dich hier
in den Kreis der Wahrheit.
(Florian rÀuspert sich)
Was fĂŒr ein Move. Unglaublich.
HÀtte man mir das vor ein paar Stunden erzÀhlt,
dass es dann so...
Herzlich willkommen bei "VerrÀter".
Vertraue niemandem, keiner ist sicher, alles möglich.
(dramatische Musik)
(Zietlow) Florian, du wurdest verbannt.
Bitte sag uns jetzt:
Bist du ein Loyaler
oder bist du ein VerrÀter?
NatĂŒrlich bin ich VerrĂ€ter.
-Yes! -Whoo!
Yes, wir haben den ersten VerrÀter entlarvt.
Endlich mal ein Treffer.
-Wir sind doch nicht so blöd. -Und...
Wir werden in der nÀchsten Entscheidung den zweiten entlarven.
(Zietlow) War er zu schlecht?
Seid ihr zu gut?
Wie dem auch sei, ihr habt noch Zeit,
gemeinsam zu feiern.
Allerdings voraussichtlich nicht mehr in dieser Runde.
Denn die VerrÀter treffen sich auch heute Abend wieder...
um einen Mitspieler zu töten...
oder ihm ein unmoralisches Angebot zu machen.
-Oder was? -Unmoralisches Angebot.
Es bedeutet eben wohl,
dass einer von uns Loyalen
zu einem VerrÀter gemacht werden kann
von den VerrÀtern.
Es mĂŒsste jemand sein,
der vorher schon gesagt hat: "Ich wÀre gerne VerrÀter gewesen."
Hoffentlich werde ich nicht dazu auserkoren,
weil ich möchte sehr gerne Loyale bleiben.
(Zietlow) Vertraue niemandem.
Gute Nacht.
(Zietlow) Der erste VerrÀter ist enttarnt.
Mordet jetzt ein Duo weiter?
Oder tritt ein Loyaler Florians Nachfolge an?
(Stimmengewirr)
Jetzt sitzt der arme Kerl im Auto und muss heim.
Ich hÀtte das nicht gemerkt.
Man stellt sich ja einen VerrÀter immer böse vor.
So wie Gert Fröbe oder Klaus Kinski oder von mir aus so wie ich.
Aber doch nicht so, Àhm...
wie der kleine Florian Fitz, der lustige Bonvivant.
Er hat das gut gespielt.
-Ja. Auf Florian, ne? -Probier mal, ob das schmeckt.
Mir ist den ganzen Tag aufgefallen: Er war fertig.
Ich glaube, dass es psychisch viel mit ihm gemacht hat, uns anzulĂŒgen,
auch so zu manipulieren, auch wirklich...
Namen in den Raum zu schmeiĂen, Unwahrheiten zu erzĂ€hlen.
Ich glaube, das macht sehr viel mit einem.
Warum habt ihr mir nie was ĂŒber Florian erzĂ€hlt?
Du wimmelst viel ab und du sagst immer:
-"Ich hab keine Lust, darĂŒber zu reden." -Ja.
Ja, aber wir reden oft darĂŒber.
Und wir haben Florian nicht erst heute auf dem Zettel.
Wir haben schon mal darĂŒber geredet.
-Nicht in meinem Beisein. -Ich habe Pascal gefragt.
"Warum Florian?" und habe mir meine Gedanken gemacht.
Ich habe meine Meinung geÀndert,
weil Jalil das so toll erklÀrt hat.
Wir mĂŒssen reden, nerven, fragen, beobachten.
(Ulrike) Also wirklich trauen tue ich nur Pascal.
Ich habe meine Meinung geÀndert.
-Ja. Und vor allem, es muss ja auch... -Ich hatte ihn ja eh auf dem Schirm.
Ich habe von Anfang an gedacht, das könnte ein VerrÀter sein.
Aber alles, was passiert ist...
FĂŒr Jalil und fĂŒr mich ist das auch... Anspannung auf high level.
Und dass dann dieser Plan, der entstanden ist, auch geklappt hat.
Unglaublich. Somit hat das Spiel jetzt noch mal eine andere Dynamik.
Aber was ist bitte mit Claude los?
Also Claude... ist der Hammer.
Er will, dass man redet und dann: "Du redest nur Quatsch."
Claude teilt aus, aber einstecken kann der gar nicht, ne?
Dieses: "Ja, ich will darĂŒber nicht reden."
"Wieso hat es mir keiner gesagt?" Ja, du willst doch nie reden.
Er redet ja auch selten. Oder mit wenigen.
Du kannst nicht das sagen, aber das wollen.
Es ist gerade echt entspannend,
dass man nicht die ganzen Stimmen hört, sondern nur die Vögel.
(Zietlow) Wenn die Nacht alle Schatten bedrohlich wirken lÀsst,
dann schlÀgt die Stunde der VerrÀter.
Alle Loyalen sind in ihren Zimmern eingeschlossen.
Nur die VerrÀter können sich frei und ungesehen bewegen.
Auf dem Weg zu einem Konklave,
in der die Frage nicht nur lautet, wer getötet wird...
(unheimliches Knarzen)
...sondern erst mal, ob.
(beide atmen erleichtert aus)
Ich habe, Àh... immer noch Adrenalin im Körper.
Wow, was ein Tag, oder?
Das wird jetzt, glaube ich, superschwer fĂŒr uns,
die Tarnung nur fĂŒr uns beide permanent aufrechtzuerhalten,
weil Florian unsere Namen streute.
Und ich bin mir sicher, dass wir in den Köpfen von den Leuten sein werden,
weil unsere Namen schon gefallen sind.
(lautes Klopfen) (Knarzen)
-(Jalil) Hallo. Guten Abend. -(Zietlow) Guten Abend.
-Nur noch zwei VerrÀter. -(Jalil) Ja.
Interessant gespielt.
Nun... gebe ich euch zwei Optionen.
Entweder ihr könnt zu zweit heute Abend morden...
-Mhm. -Oder aber...
Ihr macht einem Mitspieler ein unmoralisches Angebot
und verfĂŒhrt ihn, euer MitverrĂ€ter zu sein.
Möchtet ihr verfĂŒhren,
habt ihr hier das Angebot.
Das heiĂt nicht, dass der Mitspieler das Angebot annehmen muss.
Ăberlegt, beratet euch. Bis spĂ€ter.
-Boah. -(Jalil) Hm, hm, hm.
Was denkst du?
Also mein erstes GefĂŒhl sagt mir...
Wir brauchen drei, weil wenn wir zu zweit sind,
sind die anderen in der Ăberzahl.
Dann wird es schwer, sich gegenseitig zu schĂŒtzen.
Ich vertraue Jalil sehr,
weil Jalil und ich nun mal die...
UrsprungsverrĂ€ter, wĂŒrde ich sagen.
Und wir halten zusammen.
Eigentlich mĂŒssen wir jemanden reinholen,
der fĂŒr uns Kollateralschaden ist, um es auf gut Deutsch zu sagen.
Das Team braucht Erfolgserlebnisse.
Und dementsprechend ist so ein Bauernopfer wichtig.
ChrisTine ist die Einzige, die bei unserem Spiel gesagt hat,
dass sie sauer ist, keine VerrÀterin zu sein.
Und sie ist schon so im Fokus, dass ich glaube,
sie könnte diejenige sein, die als NÀchstes fliegt.
Ich bin voll bei dir.
-ChrisTine will das unbedingt. -Ja.
Wir haben uns entschieden, wir nehmen einen mit in unseren Kreis,
den wir im Zweifel opfern mĂŒssten.
Weil wir somit uns lÀnger am Leben halten können
und quasi immer noch lÀnger
als VerrÀter nicht enttarnt werden.
Das ist unser Plan.
(Zietlow) Und ob der aufgeht, das liegt jetzt an ChrisTine,
die aus dem Schlaf gerissen wurde,
um zu entscheiden, wie sie aufwachen will:
als Loyale oder als VerrÀterin?
"Liebe ChrisTine."
Mit groĂem T.
"Wir möchten dich verfĂŒhren...
und in den Kreis der VerrÀter aufnehmen.
Wir erwarten deine Antwort noch in dieser Nacht.
Die VerrÀter."
(unheilvolle Musik)
Hm. Ach ScheiĂe, ich weiĂ es nicht. Gott, was soll ich tun?
(Zietlow) Spannende Frage. Und spannend geht es auch weiter.
Du warst auch Initiatorin, meinen Namen zu streuen.
Ich fand die Irina sehr hart.
Ich weiĂ auch nicht, ob ich das durchstehe bis zum Schluss.
(hochdramatische Musik)
Heute Nacht
werden sich die VerrÀter nicht treffen, um zu morden.
Warum wird heute keiner ermordet?
Das hat sie nicht gesagt. Nur: Heute Nacht wird es still.
"VerrÀter, auf der Cocktailparty
könnt ihr durch eine Ampulle einen der Mitspieler vergiften."
"Ihr mĂŒsst das Gift unentdeckt ins Glas der auserwĂ€hlten Person trĂ€ufeln."
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