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(spannungsvolle Musik)
Das Spiel bricht uns.
Es ist psychisch... hart.
Ich traue im Moment keinem.
Boah, das ist wirklich intensiv.
(Zietlow) Ein Spiel voller Lügen.
Holy Shit.
Ich kaufe dir deine Naivität nicht ab.
Krass, einer von beiden lügt.
(Zietlow)Voller Intrigen.
-Das sind Psychospielchen. -Es ist ein Schauspieler muss.
Das finde ich etwas billig.
(Zietlow)Voller Morde.
-Ich mag der Bösewicht sein. -Traumbesetzung.
Das ist zu einfach.
Ich weiß nicht, wen ich töten soll.
(Zietlow)Ein Schloss, 16 Prominente.
Drei handverlesene Verräter.
Nur die Zuschauer und ich
kennen das heimtückische Trio.
Hallo? Glasklare Geschichte.
Die Verräter morden im Verborgenen.
Ich möchte meine böse Seite auspacken.
(Zietlow)Am runden Tisch versuchen die Loyalen,
die Verräter zu enttarnen und zu verbannen.
Jeder will hier jeden überwinden,
und am Ende geht es um den Riesenschatz.
(Zietlow)Silberbarren im Wert von bis zu 50.000 Euro,
wenn die Promis spektakuläre Missionen bestehen.
Spätestens jetzt beginnt der Kampf.
(Zietlow)Gut gegen Böse.
No risk, no fun.
(Zietlow)Wer spielt ein falsches Spiel?
-Einer von uns ist tot. -Du bist aggressiv.
-Aggressiv? -Du bist eine Verräterin.
Das ist höchste Kunst des Böse-Seins.
(Zietlow) Wer behält den Durchblick?
-Arschloch-Move. -Es geht nicht um Freunde.
-So blöd kann ich nicht sein. -Das war so gespielt.
Du bist ein manipulativer Verräter.
(Zietlow)Und wer überlebt
das mörderische Spiel?
Jetzt brennt bei manchen die Sicherung durch,
das merke ich.
Und damit herzlich willkommen
zu "Die Verräter: Vertraue Niemandem."
(mystische Titelmusik)
(Vogel krächzt)
(Mann)Ich habe schon etwas Angst davor.
(Frau)Ich weiß nicht, ob ich das schaffe.
(Mann)Wir müssen die Messer wetzen. So ist es eben.
(Frau)Ich gehe voll in die Offensive,
konfrontiere die Leute direkt.
(Frau)Es wird viel falsch gespielt.
-Oha. -Oh mein Gott.
(Zietlow)Das Chateau de Beguin.
Seit knapp 850 Jahren
Schauplatz von vielen Geheimnissen und Intrigen.
Eine Tradition, die wir nur zu gerne fortsetzen.
Mit 16 sehr bekannten Zeitgenossen,
die wir uns jetzt genauer ansehen.
Cool.
Mein Name ist Pascal Hens.
Ehemaliger professioneller Handballspieler.
Ich bin Europameister und Weltmeister 2007 geworden.
Generell bin ich als Sportler sehr ehrgeizig.
Bei Spielen eigentlich immer richtig am Platz.
Ich bin echt gespannt, was mich hier alles noch erwartet
und welcher Charakter ich sein werde.
Ich bin Susan Sideropoulos.
Die meisten kennen mich als Schauspielerin.
Ich freue mich und bin gespannt auf dieses Spiel.
Gute Frage, ob ich gut lügen kann.
Ich weiß es nicht, weil ich im echten Leben eigentlich nie lüge.
Also nicht eigentlich. Ich lüge nie.
Ich bin Sebastian Klussmann. Ich komme aus Berlin.
Ich bin Profiquizzer, unter anderem als Jäger
in der ARD-Quizshow "Gefragt - Gejagt".
Ich würde von mir selbst behaupten,
dass mein IQ oft überschätzt
und mein EQ, emotionaler Intelligenzquotient, unterschätzt wird.
(überrascht) Uh. Bonjour.
Ich bin Irina Schlauch und war die erste Princess Charming.
Das war die erste lesbische Datingshow.
Und... dann bin ich auch noch Juristin.
Ich bin die Richtige für das Spiel,
weil ich eine gute Menschenkenntnis habe
und hoffentlich schnell weiß, wer Verräter ist.
Ladys, kennt ihr euch da aus?
(Susan) Ich wäre bei Orangensaft.
Ich würde damit starten.
Ja, ich bin schwanger.
-(Irina) Oh. -Wirklich?
Wir sind jetzt schon misstrauisch.
-Ich weiß nicht... -(Susan) Wie geil.
Ich wollte testen, wie gut ich lüge.
-Ihr habt es echt geglaubt. Wow. -Ich schon.
Vielleicht schlummert in mir eine gute Lügnerin.
(Zietlow)Die Ersten schwindeln sich warm.
Beste Voraussetzungen für das Spiel.
Auch wenn man nicht alles gleich zugeben sollte.
Hast du einen Celebrity Crush?
-Wenn du... -Meinst du, ich sollte das jetzt sagen?
-Ja. Vielleicht ist sie ja dabei. -Ach so.
(Susan) Oh, wow.
Das ist ganz schlimm.
Ich bin schlecht im Lügen. Ich werde rot.
-(Susan) Ah, siehst du. -Schlechte Voraussetzungen.
Was ich meine, erkannt zu haben,
ist, dass man ihn leicht in Verlegenheit bringen kann.
Vielleicht kann man das nutzen in der ein oder anderen Situation,
um ihn so aus der Reserve zu locken.
Vielleicht hilft es.
-ChrisTine Urspruch. Aus dem Tatort. -Oh. Tatort.
Ich bin ChrisTine Urspruch.
Und ich bin von Beruf Schauspielerin.
Ich spiele vor allem im Tatort.
Ich kann natürlich gut in...
andere Rollen schlüpfen und liebe das auch sehr.
Aber hier, bei den Verrätern,
gibt es ja kein Drehbuch.
Das wird eine sehr, sehr große Herausforderung sein,
auf die ich mich total freue.
(erhabene Streichmusik)
Ich bin Timothy Boldt und ich bin Schauspieler.
Ich bin der Richtige für dieses Spiel.
Hi, Susan.
Weil ich, egal was passiert,
bis zum Ende genau mein Ding machen werde.
Danke.
Ich bin Ulrike von der Groeben.
Ich moderiere den Sport in der Nachrichtensendung "RTL Aktuell".
Und das nun schon seit... mehr als 30 Jahren.
(freudig lachend) Ah, ist das schön.
In meinem normalen Leben ist es Bestandteil meines Jobs,
die Wahrheit zu sagen
und das nach bestem Wissen und Gewissen.
Aber wenn man Lügen als Spiel begreift,
dann bin ich ehrgeizig zu beweisen,
dass doch mehr in mir steckt als nur die liebe Ulrike.
Mein Name ist Jalil. Ich bin geboren in Berlin, Rapper.
Ich bin sehr aktiv im Deutschrap-Bereich.
-Sebastian. -(Jalil) Freut mich.
Ich habe auf jeden Fall ein Pokerface.
Ich kriege immer das Feedback, wenn ich mit Freunden Poker spiele,
dass die nicht damit rechnen, dass ich geblufft habe.
Ich glaube, du warst schon bei uns. Also "Gefragt - Gejagt".
-Ich bin einer der Jäger da. -(erstaunt) Nein.
-Das ist eine super Sendung. -Vielen Dank.
Aber ich würde mir überlegen, ein zweites Mal dahin zu kommen,
weil es ist echt anspruchsvoll.
Ich finde das eine total spannende Zusammensetzung.
Und, ja, und man
checkt sich schon total ab.
Sebastian ist sehr smart
und hat sich, glaube ich, auch schon ein paar Taktiken zurechtgelegt.
Also, Sebastian: Da bin ich besonders auf der Hut vor.
So. Danke schön.
Ich bin Friedrich Liechtenstein.
Ich bin "the German Ad Man",
Advertising-Man, ich mache ganz viel Werbung.
Im Fernsehen, aber auch im Internet.
Meine Kinder haben mich gewarnt davor:
"Papa, das ist nichts für dich" und so.
Aber vielleicht ist es doch was für mich.
Ja, kann man mal machen.
Wir alle kennen dich. "Supergeil" und so.
Ich bin der Timo und hätte einen Drink.
Oh, das ist aber schön.
Du schleimst dich schon ein.
Ich mag, wenn jeder ein Getränk hat. So. Ohne Scheiß.
Ich glaube schon, dass einige sehr probieren,
die anderen abzuchecken, wie ist wer drauf.
Ich glaube, das ist definitiv etwas,
was immer mehr stattfinden wird.
Ich bin Shermine Shahrivar. Ich lebe in Berlin.
Man kennt mich
aus Boulevard, aus dem deutschen Entertainmentbereich.
Ich bin Model, Schauspielerin.
Ein bisschen von allem in den letzten Jahren.
Jetzt geht es los, und das macht einen nervös.
Und man muss sich bewusst sein:
Was ist, wenn ich niemanden mag? Da kommt ja einiges auf einen zu.
-Cheers. -(alle) Cheers. Prost.
Ich habe Lust zu schauen: Wer ist der Verräter?
Vielleicht bin ich es ja. Wer weiß?
Ich bin Florian Fitz, Schauspieler.
Ich habe das "Traumschiff" gedreht oder gerade "Bettys Diagnose".
Das ist eine Serie im ZDF. Da spiele ich den Professor.
-Hallo. Guten Tag. -(Timothy) Guten Tag.
Bis jetzt bin ich Florian.
Und das bleibe ich auch hoffentlich.
Also, ich bin Florian
und ich versuche, mich zu geben, wie ich bin.
Ob man loyal oder Verräter ist:
Das Verhalten bleibt im Grunde das gleiche.
Ich habe nicht vor, hier eine Rolle zu spielen.
Ich bin Anna-Carina Woitschack.
Man kennt mich als Schlagersängerin und als Moderatorin.
Hallo.
Ich bin selbst in meinem Privatleben
leider sehr oft schon angelogen worden.
In den letzten Jahren durfte ich sehr viele Menschen erleben
und Menschenkenntnisse sammeln.
Von dem her denke ich, dass ich hier gut aufgehoben bin.
Ich glaube, egal welche Taktik du dir zurechtlegst...
-Ich habe wirklich keine. Weil was denn? -Es bringt nichts.
Du machst dich nur verrückt.
Du wirst umso enttäuschter sein,
es wird dir den Boden unter den Füßen wegziehen,
wenn es genau anders kommt.
Ich habe etwas Angst in dem Spiel hier vor den Schauspieler:innen.
Aber ich weiß, dass ich alles daran setze,
das gut durchzuziehen
und eine andere Seite zu zeigen.
Ich werde eher unterschätzt
und habe eher so ein liebes Image.
Aber ich würde auch gerne mal meine böse Seite auspacken.
(spannungsvolle Musik)
Hallo.
(Florian) Ah, Frau Setlur.
Hi. Ich bin Sabrina Setlur und ich bin Musikkünstlerin.
Ah, guck mal.
Ich glaube, dass dieses Spiel
viele an die Grenzen bringen wird.
Ich habe wirklich großen Respekt.
Hoffentlich werde ich richtig agieren.
Ich bin Mariella Ahrens, Schauspielerin.
Man kennt mich aus vielen, vielen Jahren TV.
Aus "Rosamunde Pilcher"-Filmen,
"Bergdoktor".
Und jetzt bin ich gerade auf den Theaterbühnen unterwegs.
Ich kenne eigentlich fast die Hälfte.
Aber um jemandem zu vertrauen,
müsste ich die Person besser kennen.
Zumindest sind sie mir schon mal sympathisch.
Vertrauen ist ja noch mal eine andere Stufe.
Ich bin Vincent Gross, ich bin 26 Jahre
und ich liebe es zu singen.
Das ist auch mein Beruf: Ich bin Sänger und schreibe auch Songs.
Meine Strategie ist: Ich bin ein schlechter Schauspieler.
Ich bin einfach so, wie ich bin.
Aber ich bin so nervös wie noch nie.
Oh, da ist der Vincent. Das gibt's nicht.
-Wie geil. Hi. (lacht) -Hallo.
-Alles klar? -Jemand Gleichgesinntes. Cool.
Krass. Damit hätte ich nicht gerechnet.
Ich war riesig erleichtert, weil...
wir hatten ja alle keine Ahnung, wem wir begegnen.
Und ich kannte schon Anna-Carina.
Das ist schon eine Erleichterung vom Druck her.
(Vincent) Hey, richtig cool. Ich freue mich.
(Krähen krächzen)
(geheimnisvolle Streichmusik)
Das ist der Bösewicht.
Da ist der Bösewicht.
Da ist er, der Verräter. (lacht)
-Oh, Dr. Klein. Hallo. -Grüß Gott. Hallo.
Na klar, Claude-Oliver Rudolph,
der bringt natürlich den Bösewicht mit sich.
Aber dann wäre es ja auch vielleicht zu einfach.
Oder auch nicht, das ist ja das Spiel damit
und die Strategie vielleicht auch.
Das finde ich schon spannend.
Eieiei, Claude-Oliver Rudolph.
Also wenn man einen Ruf hat, ist das ja schon mal die halbe Miete.
Dann wird man den sicherlich nicht
von heute auf morgen aufs Spiel setzen.
Aber... vielleicht kann man ja
noch eine weitere Facette zeigen,
die über das rein Böse,
das Schwarz-Weiß-Gemale hinausgeht.
Schauen wir mal.
(spannungsvolle Musik)
(ein Glöckchen läutet)
Mesdames et Messieurs.
Ihre Gastgeberin.
(freudiger Jubel und Applaus)
Herzlich willkommen in Frankreich, mes amis.
In einer Welt voller Täuschung
und Hinterlist.
Noch seid ihr alle vertrauenswürdig
und loyal.
Bis das Spiel beginnt.
Einige von euch werden Verräter sein.
Verräter, die heimlich morden.
Die gilt es natürlich zu entlarven,
bevor sie euch eliminieren.
Als Loyale müsst ihr diese Verräter enttarnen.
Wer clever spielt, schafft es bis ins Finale...
und hat dann die Chance auf einen Silberschatz
in der Höhe von bis zu 50.000 Euro.
Aber...
Sind dann noch Verräter im Spiel, schnappen sie euch alles weg.
Das... ist das Spiel.
Ich hoffe,
ihr seid dazu bereit.
Das Schloss gehört euch.
-(ChrisTine) Uh. -(Johlen und Applaus)
Wow.
(bedrohliche Musik)
Ich finde alle 15 Mitstreiter wirklich super sympathisch
und möchte nicht daran denken,
dass, wenn ich ein Verräter werde,
jemanden ermorden zu müssen.
Ich habe wahnsinnige Lust auf dieses Spiel.
Vor allem, wenn jetzt die Rollen verteilt werden.
Dann gibt es eine klare Aufgabe:
Nämlich, sollte ich Loyaler sein, den Verräter entlarven
oder eben andersrum eben auch einen guten Verräter spielen.
(Zietlow)Aber noch sind alle Loyale.
Bevor ich die Verräter bestimme,
werde ich genau beobachten, wer das Zeug
und die Nerven dazu hat.
Das ist auch ein bisschen gruselig. Das haben Schlösser ja an sich.
Ah. (lacht teuflisch)
-Ob es hier Geheimtüren gibt? -Hoffe ich.
Wunderschön. Gemütlich. Hübsch. Passt zu mir irgendwie.
(pompöse Orchestermusik)
Ich glaube, hier werde ich mich viel aufhalten.
(lacht verschmitzt) Sieht gemütlich aus.
Das Schloss fand ich faszinierend, richtig toll.
Ich habe schon ein Gefühl, wer hier der Verräter sein wird.
-Echt? -Ja.
Ja. Hier. "Jalil ist der Verräter."
Ich glaube, dass das Spiel schon begonnen hat.
Ich glaube, das jeder schon versucht, sein Gegenüber zu checken
und zu gucken, wie ist wer drauf.
Mental haben wir schon gestartet.
Uns wird nachgesagt: "Ihr seid Schauspieler. Voll einfach."
Aber das ist eine ganz andere Nummer.
-Im echten Leben lüge ich schlecht. -Ist das das echte Leben?
-Yeah. -(Mariella) Oh!
-(Timothy) Nice. -(Irina) Glückwunsch.
Good job.
Im Moment ist alles noch so Friede, Freude, Eierkuchen.
Ich glaube, ab dem Moment,
wo die Verräter auserkoren sind,
fängt es an, dass man sich im Zwiespalt befindet.
Auch, mit wem man spricht und wie.
-Im Moment traut man es keinem zu. -Nein.
Oh, ich traue es sehr vielen zu.
-Genau. Wahrscheinlich bist du es. -Ich wäre es gerne.
Wenn man damit am Ende das ganze Silber klaut.
(Anna-Carina lacht)
(Zietlow)Denn das Silber klauen können nur Verräter.
Und wer die sind...
(Lied: "Where Is My Mind" von Safari Riot)
...das wird sich jetzt entscheiden.
(dramatische Popmusik)
Ich erinnere mich nicht, wann ich zuletzt so aufgeregt war.
Vom Aufregungslevel war das bisher am härtesten.
Weil ich wusste:
"Okay, jetzt gleich bekomme ich meine Rolle zugeteilt,
weiß, ob ich Verräterin oder loyal bin."
(Timothy)Man merkt diese Aufregung, diesen Nervenkitzel.
Und du kannst an jedem Gesicht sehen: Jetzt ist Showtime.
(Zietlow)Showtime am runden Tisch:
dem Altar, Pranger und Schafott dieser Show.
Hier werde ich gleich die Verräter festlegen.
Die drei mit der höchsten Qualifikation im Lügen,
Verschleiern und Betrügen.
Also ab zum Bewerbungsgespräch.
-Wie geht's dir? -Ich bin sehr aufgeregt.
Hast du Angst vor dem, was auf dich zukommen könnte?
Angst nicht. Ich bin freudig erregt.
Ich muss ja später entscheiden, wer Verräter wird.
(bedrohliche Musik)
Könntest du dir vorstellen, einer zu sein?
Auf gar keinen Fall. Ich kann gar nicht lügen.
Jetzt wissen alle, dass du wahnsinnig intelligent bist,
dass du alles analysierst.
Hast du nicht Angst, dass du sofort eliminiert wirst?
Ich habe große Angst davor. Ich weiß nicht.
Soll ich mich ein bisschen blöder machen?
(intensive Streichmusik)
Verräter müssen lügen...
-Ja. -Betrügen.
Hintergehen.
Morden, verraten.
Lügst du manchmal?
Wenn ich muss, ja. (lacht)
Ja, lügen kann ich ganz gut.
-Du bist Juristin. -Ja.
Ist das nicht eigentlich gegen deinen... Berufsethos?
Ja, aber das ist ein Spiel für mich.
Wie schätzt du dich denn ein? Weil du bist halt der Nette.
Ich bin nicht hier, um Freunde zu finden.
(dramatische Popmusik)
Wärst du ein guter Verräter?
-Auf jeden Fall. -Gerade mir würde es keiner zutrauen.
Ich fände es ganz interessant, mal auf der guten Seite zu stehen.
Das andere kann ich aus dem Effeff.
-Ich glaube, ich wäre gerne Verräter. -Du glaubst?
Nein, ich wäre gerne Verräter.
Der ganze Rest macht Jagd auf die Verräter
und möchte sie eliminieren und verbannen.
Wärst du auch eine gute Loyale?
Der Druck wäre geringer.
Man muss nicht lügen, kann sich konzentrieren.
Hast du überlegt, wie du reagierst,
wenn du beschuldigt wirst, Verräter zu sein?
Ich meine, man muss sich ja als Loyaler
und als Verräter rechtfertigen.
(unheilvolle Musik)
-Darum geht's, oder? -Natürlich.
50.000 Euro.
Ja, das ist verlockend, ne?
-Du willst gewinnen. -Natürlich.
Ich bin gespannt, ob ich dich erwähle zum Verräter.
(lachend) Ja, ich auch. Ich hoffe es.
Herzlich willkommen, Spieler.
Am runden Tisch.
Das Herzstück dieser Sendung.
Hier wird sich zeigen, wer das Spiel besser spielt:
Loyale... oder Verräter?
Hier am runden Tisch entscheidet sich eigentlich alles.
Euer Schicksal.
Euer Überleben.
Und heute auch... eure Rolle.
Jeder hat sich gegenseitig angeschaut: Was passiert jetzt?
Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so angespannt war.
Als wir dann am Tisch saßen, habe ich tatsächlich
ein Mantra gesagt die ganze Zeit.
Ich habe gesagt: "Das, was jetzt passiert,
ist das Beste, was mir passieren kann."
Natürlich habt ihr alle
das gemeinsame Ziel, zu gewinnen.
Aber...
die Verräter haben auf dem Weg zum Ziel eine entscheidende Waffe mehr:
Mord.
Und jetzt ist der Moment gekommen.
Diese Verräter werde ich jetzt bestimmen.
Zieht bitte eure Augenbinden auf.
(Musik schwillt dramatisch an)
(unheilvolle Musik)
Wenn ich euch an der Schulter berühre...
dann seid ihr ein Verräter.
(dumpfer Herzschlag)
Sobald dir der Sinn des Sehens genommen wird,
werden alle anderen Sinne automatisch intensiver.
Ich habe meinen Herzschlag gehört.
(ansteigende dramatische Musik)
Als ich die Augenbinde aufhatte, habe ich gedacht:
"Ja, bitte, bitte. Ich muss es sein." (sie lacht)
(Musik schwillt dramatisch an)
Oh Gott, was passiert denn jetzt? Bitte lass es endlich zu Ende sein.
(die Musik schwillt an und stoppt)
Ich wurde ausgewählt. Ich bin eine der Verräter.
Irgendwie war das ein kurzer...
Ich kann den Moment nicht genau beschreiben.
Es war Adrenalin, aber es war auch...
Jetzt weiß ich um meine Rolle.
(düstere Musik)
Ich bin einerseits... froh über die Wahl,
weil ich das Gefühl habe, dass man das Spiel
leichter steuern kann.
Aber andererseits bin ich definitiv auch ein bisschen angespannt,
weil es jetzt viel Verantwortung ist.
(dramatischer Bass setzt ein)
Die Verräter sind bestimmt.
Das Spiel hat begonnen.
Nehmt bitte eure Augenbinden ab.
(spannungsvolle Musik)
Puh. Schwierig.
Etwas enttäuscht, ja,
dass ich nicht ausgewählt worden bin.
Und ich habe Angst, dass ich rausgewählt werde.
(unheilvolle Musik)
(Zietlow) Schaut euch um.
Schaut euch an.
Und schaut euch in die Augen.
Alles ist anders.
Sie sind unter euch.
Die Verräter.
Jeder hat den anderen so angeschaut...
Und es war so ein ganz, ganz...
krasser Augenblick.
So was habe ich selten erlebt in meinem Leben.
Mir war heiß, kalt.
Alles gleichzeitig. Die Hände haben gezittert.
Ich dachte, ich muss jetzt cool bleiben,
darf meine Mimik nicht verziehen.
Der erste Moment ist ausschlaggebend.
Für den ersten Eindruck nach der Information gibt es keine zweite Chance.
Loyale.
Ab morgen habt ihr die Möglichkeit,
an diesem runden Tisch
die Verräter zu entlarven und zu verbannen.
Verräter.
Noch heute Nacht werdet ihr euch treffen...
kennenlernen...
und den ersten Mitspieler eliminieren.
Ich wünsche euch eine geruhsame und gute erste Nacht.
Und für einen die letzte.
(bedrohliche Musik)
Der links neben mir saß,
Vincent, ist ein Verräter.
Weil ich glaube, ich habe es gehört...
dass die Sonja da was gemacht hat.
Mir ist aufgefallen, dass Pascal
zum einen einen sehr roten Kopf hatte.
Ähm, das war schon auffällig.
Anna wusste gar nicht, wo sie hingucken soll,
als sie die Binde abgezogen hat.
Mein erster Gedanke war tatsächlich...
ähm, Shermine könnte ein Verräter sein.
Ich weiß nicht, warum.
Claude...
Keine Regung at all.
Er saß da einfach: I don't give a fuck.
Es traut sich keiner, was zu sagen, oder?
-Wirklich. -Die Stimmung ist im Eimer.
-Haben wir uns das alle gut überlegt? -Ich weiß auch nicht.
-So was habe ich noch nie erlebt. -War schon Gänsehaut, ne?
Ich glaube, ich habe es unterschätzt.
Aber es geht mir gut
und ich bin nach wie vor... sehr motiviert.
Ich glaube bloß, ich muss sehr aufpassen.
(Zietlow)Alle kannten die Spielregeln.
Aber keinen hat es auf das vorbereitet,
was sie hier erwartet.
Habt ihr schon eine Idee oder eine Vermutung?
Entweder eine Person,
von der man es gar nicht denkt,
oder jemand...
von dem man es denken würde.
Sag mal was dazu.
Du weißt gar nicht mehr, mit wem du redest,
wem du in die Augen gucken kannst, ob der dich heute Nacht umlegt.
Du weißt dein Gegenüber gar nicht mehr einzuschätzen.
Er ist es. (betonter) Er ist es.
Ich versuche, einfach zu verdrängen, dass ich Verräter bin,
mir die ganze Zeit vorzustellen: Ich bin Loyaler.
Ein paar von euch habe ich mir danach genau angeguckt.
-Und hast was festgestellt? -Das werde ich dir nicht sagen.
Bei Susan oder Sabrina bin ich mir sicher.
Weil die haben beide so sehr
den Finger auf alle gezeigt,
das war sehr dubios, das war schon zu viel.
(Sabrina) Da. Da kommt er, der Judas.
Na, ich möchte ja eine Reaktion von ihm sehen.
Ich komme rein, direkt das Kreuz.
Ich dachte, ich komme rüber, mache entspannt.
Drüben ist die Bar, alle trinken.
Ich komme hier rein, direkt...
Ich bin definitiv angespannt, weil es ein Katz-und-Maus-Spiel sein wird,
wo man aufpassen muss, dass man nicht auffliegt.
-Warum hast du zwei Gläser? -Das weiß ich auch nicht.
Der ist einfach nervös. Wäre ich auch an deiner Stelle.
Ich glaube, ich stehe ein bisschen, wie soll ich sagen,
im Fokus der anderen.
Ich glaube, ich muss sehr aufpassen,
dass sie mich nicht enttarnen.
Vielleicht kann man es ja auch riechen. Den Angstschweiß.
-Das habe ich auch gedacht. -Hast du auch gedacht?
Als jemand neben mir saß.
Vollgeschwitzt. Ich so: Okay.
Vielleicht bist... Er.
Ich meine, Florian, der begutachtet jetzt alle,
hat so einen penetranten Blick.
Ich kann mir nicht vorstellen, wenn er Verräter wäre,
dass er es so machen würde.
Ich denke, für alle, egal ob Loyal oder Verräter,
wird es eine unglaublich spannende Nacht und eine schlaflose.
Bei Anna-Carina bin ich nach wie vor sehr froh, dass sie mit dabei ist.
Ich glaube, ich kann ihr vertrauen.
Das ist mein Bauchgefühl.
Und ich habe gelernt: auf das sollte man hören.
Es hat niemand Verdacht geschöpft
Irina meinte noch zu mir: "Du bist es auf keinen Fall."
Jetzt ist ein Moment, der nicht so unwichtig ist,
weil die Verräter untereinander noch nicht wissen, wer zusammen ist.
Keine Ahnung, wer meine Mitstreiter sein könnten,
weil jeder gerade versucht, ein Pokerface aufzusetzen
und entweder extrem so tut, als ob er es nicht ist,
oder so tut, als ob er es ist.
Man darf sowieso niemandem trauen.
(Zietlow)Wenn der Mond die Geisterstunde einläutet,
werden alle in ihren Zimmern eingeschlossen.
Außer den Verrätern.
Denn während die einen auf den Schlaf warten,
schleicht der Tod zum ersten Mal durch das Schloss.
Auf sechs leisen Sohlen.
(Jalil)Ich hatte das Gefühl, als ich hergekommen bin,
dass ich ein Loyaler sein wollte.
Aber als ich gesehen habe, dass ich keine Verbindung zu niemandem habe,
wollte ich sofort Verräter werden.
(Anna-Carina) Ich freue mich auf die Nacht.
Darauf, die anderen Verräter kennenzulernen.
(Zietlow)Das Kennenlernen muss leider bis zum Konklave warten.
Im Turm der Verräter.
Obwohl du Täter bist...
bin ich auch sofort Opfer, ein potenzielles Opfer.
Weil mich wollen sie stellen, mich wollen sie raus haben.
(dramatische Musik)
Du stehst kurz davor, den Turm der Verräter zu betreten.
Okay.
Dort werden dir deine Mitstreiter enthüllt.
Und ihr fällt euer erstes Todesurteil.
Aber vorher
musst du natürlich noch den Schwur der Verräter ablegen.
Leg bitte deine rechte Hand auf diesen Umhang.
Versprichst du, das ganze Spiel über
zu lügen, zu täuschen
und zu hintergehen?
Ja.
Bist du bereit, jeden Tag aufs Neue...
zu morden?
Ja, ich bin bereit zu morden.
Schwörst du, deine eigene
und die Identität deiner Mitverräter
immer geheim zu halten?
Ja, das schwöre ich.
Dann bist du ab jetzt ein echter Verräter.
-Frohes Morden. -(Jalil) Vielen Dank.
(Jalil)Unser Job als Verräter ist es,
heute Abend eine Person zu ermorden.
Das ist etwas, was wir heute machen werden.
Bin gespannt, was passiert,
wenn ich die anderen Verräter treffe.
(dramatische Musik schwillt an)
Als ich in dem Raum stand, mit meinem Cape,
wusste ich nicht, wer mich als Nächstes erwartet.
Ich war schon den ganzen Abend aufgeregt,
fragte mich, wer als Nächstes reinkommt.
(unheilvolle Klänge)
(die Musik verstummt)
-(lachend) Hallo. -Mit dir habe ich nicht gerechnet.
Ich mit dir auch nicht. Tatsächlich nicht.
Der Moment, als ich Anna gesehen habe, war ein Riesenschock.
Sie war super unscheinbar. Ich habe sie nicht verdächtigt.
-Hui. -Krass. Doch die Unscheinbaren.
Wer könnte jetzt die dritte Person sein? Hast du...
Ich habe keine Ahnung. Ich habe echt keine Ahnung.
Ich glaube, wir waren beide sehr verwundert,
dass wir beide die Verräter sind.
Aber ich habe mich gleichzeitig auch gefreut,
weil er ist schon ein cooler Typ,
der ein sehr gutes Pokerface sehr lange durchhalten wird
und eine gute Art hat, ein Verräter zu sein.
(bedrohliche Musik)
Sehr sicher, dass ich auf Sebastian treffen werde.
Man hat versucht, am Schritt was zu erkennen.
Kommt jetzt ein Pumps rein oder ist es ein Turnschuh?
Ist es eine Frau, ist es ein weiterer Mann?
(bedrohliche Musik schwillt an)
(lachend) Okay.
Ich war sehr überrascht.
Mit Anna und Jalil habe ich nicht gerechnet.
Ich wart sehr gut, muss ich sagen. Ich war nicht so gut.
Ich war kurz... Mir schoss plötzlich das Blut in den Kopf.
-Ehrlich? Ja? -Ja, ja.
Ich habe noch gesagt: "Florian könnte es sein."
-(Klopfen) -Oh mein Gott.
(Zietlow) Nach dem Schwur
haben sich die Verräter kennengelernt.
Jetzt müssen sie ihn zum ersten Mal erfüllen und morden.
-Schönen, guten Abend. -Guten Abend.
Guten Abend.
Ihr drei seid die Verräter.
-(Jalil) Mhm. -(Florian) Hm.
Ihr habt geschworen zu lügen,
zu täuschen, zu hintergehen...
und zu morden.
Aber keine Angst.
Bei uns fließt natürlich kein Blut, sondern nur Tinte.
Aber das Ergebnis wird das gleiche sein:
Morgen wird ein Loyaler nicht mehr unter uns weilen.
Das hier... ist das erste Todesurteil für einen eurer Mitspieler.
Wählt weise.
Ich bin gespannt.
Ich würde jemanden nehmen,
der gefährlich werden kann, das würde ich machen.
Also ich würde... Susan.
Irina.
Und Timo auch, der kam mir zu gefährlich vor.
Die drei wären meine Nominierungen.
Bei mir wäre es Sabrina...
Oder vielleicht Mariella.
Ulrike ist... finde ich, sehr, sehr unscheinbar.
-Und sehr ruhig. -Ja.
In der ersten Runde sollte man die Gefährlichsten rausnehmen.
-(Jalil) Mhm. -Und dann... Ja.
Das wäre jetzt so mein Bauchgefühl.
Mhm.
-Wir müssen Chaos stiften. -Richtig.
Die Gruppe spalten.
(Zietlow)Die Verräter fällen jetzt ihr erstes Todesurteil.
Wen es trifft, das erfahren alle erst beim Frühstück.
(Anna-Carina) Wollen wir uns einigen?
-Okay. -Okay. Ist beschlossen.
Alright.
(dramatische Popmusik)
-Der erste Mord. -Und nicht der letzte.
-Wie geht es euch damit? -Ich habe es mir schwerer vorgestellt.
Es klebt Blut an meinen Händen.
Manchmal muss man tun, was man tun muss.
Jetzt heißt es, sich den Mord nicht anmerken zu lassen
und als Gruppe zu agieren,
ohne dass die anderen merken, dass wir ein Team sind.
(Zietlow)Am Morgen geht die Sonne nur für 15 Spieler auf.
Aber wem wurde das Urteil zugestellt?
Die Antwort wird mit dem Frühstück serviert.
Auch bei uns die wichtigste Mahlzeit des Tages.
Denn wer hier nicht erscheint, der hat den Löffel abgegeben.
-Noch keiner da? -Fuck, wir sind die Ersten.
Was eine Ehre. (er lacht auf)
Ich bin natürlich sehr froh, dass ich noch am Leben bin.
Oh Gott.
-Ich dachte, das ist... -Guck dir das an.
-So. Wo sollen wir hin? -Ja, puh. Such du aus, ey. Ich...
Ich bin froh, hier zu sein.
Wenn die Verräter gut gearbeitet haben,
dann haben sie einen ausgewählt,
der gut fürs Team war.
Das wird jemand sein, bei dem viele sagen:
"Nein, nicht der, nicht die."
Weil du möchtest die Schafe in der Herde nicht als Herde haben,
sondern du möchtest, dass die in einzelne Richtungen laufen
und jeder gegen jeden, das wäre das Paradies für die Verräter.
(Klopfen)
Oha.
(begeistert) Hey!
-(Sabrina) Hey. -(Mariella) Juhu!
(Timothy) Guten Morgen.
Es ist ein komisches Gefühl, wenn jetzt einer fehlt.
Wir sind als Gruppe toll zurechtgekommen.
Wir haben zu wenig Stühle. Habt ihr die Stühle gezählt?
-14, 15. -Also wird einer definitiv nicht kommen.
Jetzt kann ich nicht mehr essen.
Sie haben Jalil umgebracht.
-Warum? -Weil der so still war.
Jetzt merke ich: Ich kann mich entspannen.
Wenn wir zusammen sind,
hatte man gute Möglichkeiten zu verwirren
und sich eindeutig als Loyaler zu outen
und keinen Verdacht auf sich zu lenken.
-(Shermine) Eieiei. -(Florian) Hey.
Nice to see you. (er lacht)
-Everlast. -Wer fehlt?
Wissen wir noch nicht. Wir überlegen die ganze Zeit.
Ich habe wunderbar geschlafen,
weil ich hundertprozentig sicher war, dass ich nicht umgebracht werde.
Deswegen war ich seelenruhig wie in Abrahams Schoß.
(Sabrina) Was glaubst du, wer von dem Bild fehlt?
Das habe ich schon den ganzen Morgen überlegt.
Schwierig. Jalil?
Jalil, sagst du? Warum?
(Florian) Hab ich auch gesagt.
Weil er so unscheinbar war und irgendwie...
-Glaube ich nicht. -Ich auch nicht.
(Klopfen)
(Jubelrufe und Applaus)
Hallo.
Hello.
-Hey, mein Lieber. Na? -Na? Freust du dich?
Alles gut? Ja, ich freue mich, dich zu sehen.
-Dich zu sehen, freut mich auch. -Bonjour.
Ich versuche, mich, so gut es geht, trotzdem selbstsicher zu bewegen,
den Leuten das Gefühl zu geben,
dass sich an meiner Aura nichts geändert hat.
Ich versuche einfach, mit demselben Vibe fortzufahren wie vorher
und hoffe, damit gut zu fahren.
Sag, Sebastian: Wie geht's dir?
-Gut. -Hast du gut geschlafen?
Eigentlich nicht, nein.
Ich bin wie so ein Tiger irgendwie morgens rumgelaufen.
-Morgens? -Ich bin früh aufgewacht.
Weil man weiß ja nicht, was der nächste Morgen bringt.
-Oder ob man ihn noch erlebt. -Ja, genau.
-Du? -Du, ich habe ganz gut geschlafen.
-Aber mich hat das Getrampel aufgeweckt. -Joa.
Da war ich schon im Halbschlaf.
Wann war denn das?
(lachend) Nee.
Nee, so funktioniert das nicht, glaub mir.
(Shermine lacht amüsiert)
Wenn man Sprüche macht, wird der ganz rot.
Also ich glaube nicht, dass der gut lügen kann.
So, wer fehlt jetzt noch?
Sebastian überlegt noch, ob er darauf antworten darf
oder ob das auch wieder auffällig ist.
-Du hast eben wie ein Auto geguckt. -Wie ein Auto?
-Wie guckt ein Auto? -So.
-Ich bin einfach müde. -(alle) Ah.
Jetzt kommt es raus. Der Arme.
Ich habe schlecht geschlafen.
Ich glaube, drei haben ganz gut geschlafen, ne?
(Klopfen)
(alle) Hey.
(Anna-Carina) Oh.
Hallo. Guten Morgen.
Ulrike.
-Ulrike haben sie umgebracht? -Susan fehlt auch noch.
-Zwei fehlen noch. -Ich hatte Susan nicht auf dem Schirm.
Ich bin gespannt, wer jetzt nicht mehr da sein wird.
Ich kann es mir überhaupt nicht vorstellen,
dass jetzt schon jemand gegangen ist.
(dramatische Musik)
Ich habe echt keine Ahnung.
Man lässt sich alle Szenarien durch den Kopf gehen.
Dass du noch dabei bist.
(Anna-Carina) Ich habe gedacht, ich werde ermordet.
Als ich da diese große Frühstückstafel gesehen habe,
habe ich mir gedacht:
Okay, Anna, verhalte dich einfach ganz normal,
einfach ganz ruhig.
Ich wusste nicht: Soll ich jedem Guten Morgen sagen?
Ist das schon wieder auffällig?
(Anna-Carina) Ich werde nicht ermordet, ich sterbe vor Hunger.
Als ich die Augenklappe abgenommen habe, war der erste Gedanke,
ich weiß nicht, warum...
Ich dachte, okay, Ulrike.
Also wenn jetzt Ulrike reinkommt,
bin ich meinem Verdacht näher, dass sie Verräter ist.
Weißt du, was ich meine?
Ja, stimmt.
-(Klopfen) -Oh.
-Uh! -(Shermine überrascht) Nein.
-(Shermine) Nein. -(Ulrike lacht fröhlich)
-(Ulrike) Na, guten Morgen. -Morgen.
Mein Gott, es sind ja schon fast alle da.
-Wer fehlt? -Du bist die Letzte.
-Sind alle da? -Dann wissen wir ja, wer weg ist.
(Zietlow)Aber noch nicht, warum.
Hören wir doch mal in die schwarzen Gedanken der roten Kutten.
Ich würde auch eher Susan oder Timo favorisieren.
Meine Sorge ist nur, dass wenn wir Timo rausnehmen,
der nächste Finger auf dich zeigt.
Ich würde den Offensiveren drin lassen.
Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass die sich rauswählen, größer.
-Einigen wir uns auf Susan? -Würde ich sagen.
(Anna-Carina) Susan ist unsere Wahl.
(melancholisches Klavierspiel)
"Susan, du wurdest ermordet.
Die Verräter."
Wow.
Ähm...
Warum bin ich so gefährlich?
(Käutzchen ruft)
Das gibt's ja nicht.
-Ich habe gedacht, Susan wäre... -Warum? Warum?
-Die ist doch ganz lieb und harmlos. -Ja.
Verstehe ich nicht.
Ihr Lieben, schön, dass ihr alle da seid.
Aber habt ihr euch... Dass Susan fehlt... Oder?
Ulrike, die kam ja rein
und war auch total überrascht, dass Susan ermordet wurde.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich ihr das abnehme.
Also, ob das wirklich Surprise war.
Dieses "Oh Gott, nein." und "Warum Susan?"
Das werde ich auf jeden Fall weiter beobachten.
Anhand der unruhigen Reaktionen der Leute
bin ich der Meinung, dass der Plan aufgegangen ist
und dass wir etwas Unruhe und leichtes Chaos gestiftet haben.
Jetzt sind alle verwirrt. Keiner weiß, warum.
Einige sind traurig, schockiert, dass Susan raus ist.
Und ich glaube, wir haben einen guten ersten Stein geworfen.
-(Klopfen) -(erschrockenes Einatmen)
Um Gottes willen.
(ChriTine) Susan? Nein.
-Du lebst noch, wie schön. -(alle lachen amüsiert)
-Einen wunderschönen guten Morgen. -(Anna-Carina) Guten Morgen.
Ist es nicht ein herrlicher Tag?
-(Ulrike) Ja. -Finde ich auch.
Ihr seid alle noch da und am Leben.
Und ihr seid immer noch im Rennen um 50.000 Euro, nicht vergessen.
-(Zietlow) Hm? -(unsicheres Gemurmel)
Wen wir auch niemals vergessen werden...
Hm, Susan.
Das arme Ding.
Ruhe sie in Frieden.
-(Zietlow) Na ja! -Boah.
-Holy Shit. -Einer weniger, oder?
Das erste Opfer der Verräter.
-Ach, die Verräter waren es. -Mhm. Die Verräter waren es.
Langsam verstehst du das Spiel.
Nicht so schnell. Ich glaube, es dauert noch ein bisschen.
(Zietlow) Aber warum Susan? Hm...
Das haben wir uns auch gefragt.
Ist sie den Verrätern vielleicht auf die Schliche gekommen? Hm?
Oder haben sie sie nur getötet,
um euch zu verwirren?
Quasi als Nebelkerze.
(Zietlow) Hm.
Auf jeden Fall könnt ihr heute Abend zurückschlagen.
Am runden Tisch.
Und mit ein bisschen Glück und einem guten Riecher
könnt ihr einen Verräter verbannen.
(Zietlow)Was für die Verräter das Konklave ist,
ist für die Loyalen der runde Tisch.
Hier können sie Gegner aus dem Spiel nehmen.
Auge in Auge.
Vorher werden wir den Grundstein für euren Silberschatz legen
in eurer ersten Mission.
-(ChrisTine) Ja. -(Mariella) Endlich.
-Wurde auch Zeit. -Bei Kohle bin ich dabei.
(Zietlow)Der Silberschatz wird in gelungenen Missionen aufgebaut.
Im besten Falle auf 50.000 Euro.
Das ist eine ordentliche Menge.
Ihr könnt Silberbarren gewinnen...
oder verschleudern.
Achtung, in diesem Satz steckt schon ein Hinweis.
Denn alles, was ich sage, hat eine Bedeutung.
Und alles, was hier passiert...
hat seine Konsequenzen.
So, dann freue ich mich doch. Wir sehen uns alle gleich.
Mit festem Willen und am besten auch mit festem Schuhwerk.
-Oh Gott. -Oh.
Tschau.
(Zietlow)Die Verräter haben ihr erstes Opfer.
Am runden Tisch können sich die Loyalen revanchieren.
Wenn sie die richtigen Schlüsse ziehen.
Ich spreche über sie wie eine Tote.
Aber sie ist ja gewissermaßen von uns gegangen.
Also sie war schon super aufmerksam.
Ja.
Ich glaube, dass sie gut beobachtet hat.
Mhm.
Das wird den Verrätern nicht entgangen sein.
Ich finde, es ist einfach noch viel zu früh,
dass Susan auf die Idee hätte kommen können, wer es ist.
Ich glaube eher, es war eine taktische Entscheidung.
Dass gesagt wurde: "Pass auf.
Auf die kommt keiner."
Was mich beruhigt, ist,
dass aus den Gesprächen, die ich mitbekommen habe,
unsere getroffene Entscheidung anscheinend eine kluge war.
Denn es hat für eins gesorgt, nämlich für Verwirrung in der Gruppe.
Weißt du, was komisch ist?
Da kommt keiner drauf.
Aber was ist denn zum Beispiel,
wenn die ChrisTine Verräter wäre?
Ne? Die würde uns ja alle auflaufen lassen.
-Weil wir denken: Ach, die ist so süß. -Redest du über mich?
-Dich? Ja. Genau. -(Shermine lacht)
Ein interessantes Gedankenspiel.
Man hat ChrisTine nicht so
als Täterin im Visier.
Aber gerade, weil man diesen Gedanken hat,
könnte sie vielleicht
eine aus dem Hinterhalt Mordende sein.
Was ich schade finde, ist,
dass das heute so sein wird, glaube ich,
wenn wir in die Situation kommen,
wo jeder einen Namen aufschreiben muss...
Dann wird irgendjemand das Wort ergreifen in dieser Runde
und versuchen, sich auf Leute einzuschießen.
Und dass alle Leute, die unentschlossen sind,
nur um ihren eigenen Arsch zu retten,
dem folgen werden.
Damit irgendeine Mehrheit zustande kommt,
die möglichst groß ist, dass man sagen kann:
"Na ja, das haben ja alle gedacht."
Es wäre fahrlässig, sich keine Sorgen zu machen.
Da steht jeder auf der Abschussliste.
Und vor allem auf der der Verräter.
Weil die es natürlich lieben,
wenn die Loyalen sich gegenseitig aus dem Spiel nehmen.
Dein Name ist auch schon mal im Nebenraum gefallen.
-Nicht bei mir. -Mein Name? Im Nebenraum?
Ich versuche, immer so ein bisschen Leute zu provozieren
oder auch einfach so das Unschuldslamm zu geben.
Ich weiß nicht, ob es schlau ist zu sagen, wen man verdächtigt.
Besser, man weiß es und sagt es aber nicht.
-Dann hat man... -Nie? Sag das bloß nicht.
Na ja, aber irgendwie musst du dich ja...
Also ich gehe jetzt mal davon aus, ihr seid alle Loyale.
Wir müssen ja heute Abend jemanden verdächtigen.
Darüber musst du sprechen.
Das Spiel ist auf jeden Fall...
sehr, sehr spannend.
Man merkt schon bei einigen die Paranoia und Unruhe.
Wenn das jetzt drei Verräter wären:
Die würden sich nie so zu dritt dahin setzen.
-Stimmt. -Aber einer könnte es sein.
Man manipuliert. Man guckt: Wer hört einem zu?
Da muss man aufpassen, dass man nicht zu viel macht.
Aber auch nicht zu wenig.
Aber habt ihr einen konkreten Verdacht?
Pf, das ist ja... wie aus so einer Glaskugel lesen, ne?
-Es kann... -Wie wäre es denn mit dir?
Du darfst hier keine Freunde machen.
Jeder will hier jeden überwinden,
und letztendlich geht es um diesen Schatz.
Nicht vergessen: Freundschaften sind hier nicht angesagt.
(Zietlow)Freundschaften nicht,
aber Seilschaften schon.
Manche Hindernisse auf dem Weg ins Finale
sind nur im Team zu überwinden.
Unsere modernen Musketiere mit ihrem eigenen Slogan:
"Alle für einen und jeder gegen jeden."
Denn zwischen Mord und Verbannung gibt es einen Strang,
an dem alle gemeinsam ziehen und an dem hängt ein Silberschatz
von bis zu 50.000 Euro.
Los geht es mit der ersten Mission. Und da kommen sie auch schon.
(Lied: "Survivor" von Destiny's Child)
Ich freue mich auf die erste Mission. Ich bin gespannt.
Ist auch cool, dass jetzt endlich die Action anfängt.
Muss man sportlich was beweisen...
muss man Mut zeigen, habe ich da Bock drauf?
Ich freue mich drauf. Ist doch was Spannendes.
(epische Musik)
(Zietlow) Hallo und herzlich willkommen zur ersten Mission.
(sie johlen)
Jetzt freuen wir uns drauf, dass wir was zu tun kriegen
und nicht nur reden und unser Gehirn strapazieren.
Vielleicht müssen wir das gleich auch, aber mal rauskommen.
Ihr wisst, worum es in den Missionen geht: um den Silberschatz.
In Höhe von bis zu 50.000 Euro.
Und heute könnt ihr schon mal Silberbarren gewinnen
im Wert von 10.000 Euro.
Was müsst ihr dafür tun?
Ihr müsst dieses Katapult in 30 Minuten
fertigbauen, dass es schussbereit ist.
Ihr teilt euch gleich selber in drei verschiedene Gruppen ein.
Gruppe eins ist das Team "Köpfchen".
Das findet dahinten an den Tafeln statt.
Vier Mitglieder in Team "Köpfchen".
Dann gibt es das Team "Füßchen" bei diesen Kisten.
Acht Mitglieder.
Und dann gibt es noch hier das Team "Händchen".
Mit drei Mitgliedern.
Team "Händchen" ist hier am Katapult. Teilt euch bitte auf.
Das werde ich mir jetzt zu Herzen nehmen,
dass ich mich eher unter den Frauen aufhalte.
Die anderen Verräter sind männlich.
Das fällt dann nicht auf.
Jetzt werden wir sehen, ob ihr euch clever aufgeteilt habt.
Team eins, Team "Köpfchen" fängt an.
An der Tafel müsst ihr Fragen beantworten
und wenn diese richtig sind, habt ihr einen Code erlangt.
Diese Codes braucht dann Team "Füßchen".
Und zwar, um diese Kisten hier der Reihe nach
zu befreien und dann zu diesem Stamm mit dem Schlüssel zu tragen.
Um sie dann zu öffnen.
(Zietlow)Jede Frage ist einer Kiste zugeordnet.
Aber es kann mehrere richtige Antworten geben.
Je nach Anzahl der Schlösser.
Das ist wichtig für Team "Händchen",
denn sie brauchen die Utensilien, die in den Kisten sind,
um das Katapult und das Geschoss fertigzubauen.
Team eins, macht euch bereit.
Eine halbe Stunde läuft ab jetzt.
-"Bauchmausi". -"Bauchmausi".
-Tja. -"Bauchmausi".
Ja, hätte ich auch gesagt.
-Oder hier, er hatte einen Bauch. -Oh.
-Aber schon als... Ja? -Das würde ich auch sagen.
Wir haben drei, die sofort darauf zeigen.
(spannungsvolle Musik)
-So. -8313.
-...13. -Ah, shit. Ah, fuck, jetzt, jetzt.
-Genau. So. -Los geht's.
Entschuldige mal, Team "Köpfchen".
Ist doch alles klar. So läuft es.
Ich war vor Kurzem mit meinem Freund im Hallenbad.
Ich bin ein Schisshase, wenn es um Wasserrutschen geht.
Er hat die ganze Zeit gesagt: "Bitte, Schatz.
Du musst so rutschen auf dem Bauch." Ich habe das nur kurz ausgehalten.
Da hat er gesagt: "Du bist ein Mausi." Dann war ich "Bauchmausi".
-Die ist offen. -Ja.
-Da ist ein... Dings. -Hepp!
-Ja, bring sie... -Nächster Code.
Also pass auf, wer könnte so einen Quatsch gesagt haben?
Boah. "Sehr, sehr gut."
Das ist lustig, also muss es einer sein, der etwas...
Das kann nur ich oder Friedrich sein.
-41... -4109!
-Yes! -Okay, vorwärts!
Wenn man selber zu sich sagt: "Ich bin sehr, sehr gut",
gibt das einem Selbstbewusstsein.
Wenn man sagt: "Ich bin richtig scheiße", schwächt das einen.
Und deshalb habe ich gesagt: "Ich bin sehr, sehr gut."
-Achtung, eins, zwei, drei. -Wo ist das Schloss?
-Wo ist das Schloss? -Hier! Bei dir!
-Rum, rum, rum! -Nach links!
-Die ist hier. -Zack, auf geht's.
-Und rüber. Zack. -Eins.
-Langsam, okay. -Pass auf.
Ihr hebt, ich stecke das Rad rein. Eins, zwei, drei.
Nee, fünf haben wir gesagt. Egal.
Dritte Frage. Ab zur Drei.
Also: "Wer bezeichnet sich als inoffizielle:n Weltmeister:in
im Drücken der Schlummertaste?"
-Das klingt... -Das bin ich nicht.
-Das kann sie auch sein. -Ja, ja, ja.
-Oder Mariella? -Ah, Mariella!
-Ja, Weltmeisterin. -Nee, da ist dieses Doppelpunkt.
Außerdem klingt das, sorry, stereotypisch.
Probieren wir.
7226.
Zwei Antworten, guys. Zwei Antworten, zwei Codes.
-Aber da ist nur eine Dings drauf. -Was?
Ein Code.
Anscheinend trifft es auf verschiedene Personen zu!
Das kann nur eine Frau sein, so was zu sagen.
Okay, lass uns den versuchen. 3469.
-Geht nicht. -Geht auch nicht.
Das ist die Nummer drei, ne?
Versuch mal 8698.
-Keiner hat funktioniert. -Geht nicht.
Keiner hat bisher gestimmt?
Mir hat nicht gefallen, dass wir irgendwann
einfach alle wahllos aufgezählt haben.
Da wäre ich mit mehr Köpfchen rangegangen.
2065.
2065.
Geht auch nicht!
-Die hatten wir noch nicht. -Doch.
Ich hatte das Gefühl bei Team "Köpfchen",
dass es drunter und drüber ging.
Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass intern
die Leute sich nicht perfekt abgesprochen haben,
was die Reihenfolge angeht.
Ist doch egal. Trial and Error. Solange, bis es passt.
-4264. -Yes!
-Weiter! -Noch eins, noch eins!
8698.
-Dreh die nächste Zahl um! -Okay.
Geht nicht!
-Dreh doch einfach die Zahl um! -Die Zeit läuft!
Zweimal die 58.
-Was? -Eins nach dem anderen.
-Ja, du willst es schnell, Mann. -5858.
Die eine Gruppe denkt über die andere bestimmt:
"Sind die zu blöd, die Zahlen richtig einzugeben?"
Die anderen: "Sind die zu blöd, die Zahlen durchzugeben?"
Die dritte Gruppe denkt: "Guck dir die an. Wie dumm sind die?"
Auf mich machten sie einen hektischen, chaotischen Eindruck.
War aber auch sehr lustig.
-Deck doch einfach eine... -Haben wir. Wir haben alle umgedreht.
Ihr habt definitiv noch nicht alle.
Haben wir ihn aufgenommen? Ah, ja. Haben wir.
-Nein, das haben wir schon. -0815 habe ich aber nicht gesagt.
-Aha. -0815!
0815 hatten wir noch nicht.
(alle) Ja!
(ChrisTine)Ich war in Team "Köpfchen".
Warum wohl?
Ich bin einfach kein Morgenmensch. Ich liebe schlafen.
Ich schlafe auch hier einigermaßen. Mein Schlaf ist mir heilig.
"Wessen liebstes Schulfach war u. a. Mathematik?"
-Meins nicht. -Flo vielleicht?
Nein.
5858!
-Geht nicht. -Nächstes.
Okay, dann nimm die hier, Irina.
8698!
Ja!
Warte, warte, warte!
-Und Achtung, wieder zu! -Okay.
"Wer würde seine:ihre Biografie
'Mein ganz normaler Größenwahnsinn' nennen?"
Ich, ich. Ich bin das.
Natürlich ist es eine Wortspielerei.
Mit Größenwahn und Wahnsinn.
Ja, und natürlich mit meiner Größe.
(sie jubeln) Let's go, Team. Let's go.
(epische Musik)
Ulrike! Ah, jedes Mal.
Oh, er hat es. Das brauchen wir. Danke. Da haben wir es.
-"Wer kann nach dem Aufstehen..." -Claude.
-Aber ist ja egal, ich bin es. -Okay.
Sport macht gesund, hält schlau,
auch die zerebralen Zellen.
Wir rollen.
Vorsicht, mein Fuß.
-0446! -Haben wir noch was?
Letzte Kiste!
Doch, die ist richtig rum. Nee, die ist falschherum.
-Oh. -Achtung.
-Das piekt ja. -Kann man hier...
Ah, ja.
Glaubt ihr, das Katapult ist fertig und schussbereit aufgebaut?
-Yes, it is. -Dann stoppen wir jetzt die Zeit.
Die Frage ist jetzt, habt ihr es innerhalb der Zeit geschafft?
Wir haben eine Zeit auf der Uhr stehen.
48 Sekunden.
Oh Gott.
Die Frage ist: Ist es die Restzeit oder die Zeit, die drüber ist?
-Restzeit! -(sie jubeln)
(sanfte Klaviermusik)
So. Noch habt ihr die Silberbarren nicht in der Tasche.
Wir werden gleich das Katapult spannen.
Ihr müsst den Ballon mit einem scharfen Schuss
von dem Katapult mit einem Feuerball abschießen.
Dann habt ihr...
die 10.000 Euro sicher.
Komm. Jetzt aber. Auf.
(spannungsvolle Musik)
Olympia.
Drei, zwei, eins!
-Boom. -Yes.
10.000 Euro.
(Zietlow)10.000 Euro haben die Spieler
in ihrer ersten gemeinsamen Mission erkämpft.
Doch dieses Miteinander wird gleich enden.
Spätestens bei der Verbannung am runden Tisch.
Wen wir heute nominieren müssen wir absprechen.
-Sonst dauert das ewig. -Aber jeder kann einen benennen.
Am Ende muss man es begründen. Du musst es ja begründen.
-Ich habe wen im Auge mit Begründung. -Sag doch mal, wer.
-Nee, ich möchte nicht mit allen. -Hier sind doch nicht alle.
Also der- oder diejenige ist nicht hier.
Also Priorität Nummer eins von den Verräter:innen
ist ja Verwirrung stiften und dass sie aber auch versuchen,
das Narrativ zu übernehmen.
Das bedeutet, die versuchen schon, mal Leuten einen Floh ins Ohr zu setzen.
(geheimnisvolle Musik)
-Ich habe tatsächlich jemanden... -Echt?
...im Auge.
Ich meine, mein Blick geht Richtung Tür.
Timo, der ist halt heute,
vielleicht weil er enttäuscht ist, dass er kein Verräter ist,
stark verändert und ich habe versucht,
die Gruppe, die um mich rumsaß, auf die Seite zu kriegen,
dass sie ihn rauswählen.
Dass wir möglichst viele Stimmen für einen haben,
den eh alle verdächtigen, und ich mich damit save.
Normalerweise hat der viel mit mir geredet
oder mich auch angeschaut und seit heute Morgen
kaum ins Gesicht geguckt.
-Kaum Guten Tag gesagt. -Ja, so ganz komisch.
So bloß nicht irgendwen anschauen. Das fand ich auch komisch.
Er hat sich total verändert.
Und deswegen dachte ich, wäre der Timo eigentlich mein Kandidat heute.
Ich habe heute gemerkt, dass er angespannt ist.
Müde, angespannt und zurückhaltend.
-Vielleicht ist er auch sauer. -Müde sind wir alle.
Ich kann es nicht einschätzen, weiß nicht.
Man muss jetzt auch als Verräter gucken, was für ein Gefühl gibt man den Leuten.
"Der war komisch, der hat das gemacht,
da war er so und so."
Dann sagen andere: "Das habe ich auch beobachtet."
Ich denke schon an Sebastian. Ich glaube...
Ich bin auch an Sebastian dran, daher denke ich, er wirft mich raus.
-Deswegen müssen wir den... -Rauswerfen.
-Der riecht schon, dass wir... -Ich glaube auch.
Ich habe auch gedacht: "Fuck, der riecht das."
Ich stelle ihm immer Fragen und er guckt mich an:
"Ich bin es nicht." Der weiß, dass ich ihn beobachte.
Das ist wichtig, sich in kleineren Gruppen zu treffen,
um gemeinsam oder für mich
sie auf die Spur zu bringen, wie ich sie haben will.
Ich habe kein Bild mehr von dir vor Augen vom Tisch.
Ich habe nur den Flo gesehen, wie der quasi jeden... so angeguckt hat.
Wie fandest du das?
-Ich habe auch schnell hingeguckt. -Aber so ist er überall.
So quasi...
Ich fand schon, in dem Moment hat er komisch geguckt.
Ich finde, es gibt einen merkbaren Unterschied
im Vergleich zu nachdem die Verräter ausgewählt wurden.
Weil er ist zu jedem Einzelnen hin
und hat seine Psychospielchen gespielt.
Zum einen ist mir Florian aufgefallen, zum anderen jemand anders.
Wo der Blick erst mal so, äh...
Anna.
Als wir die Masken ausgezogen haben und ich geguckt habe, wie reagiert jeder,
da war bei Anna sehr viel:
"Wo muss ich hingucken, was kann ich machen, ohne aufzufallen?"
Und... (er seufzt)
Ja, jetzt wird es... Der Dritte ist echt schwierig.
Da weiß ich noch nicht so genau. Aber...
Sehr abgezockt, und ich weiß nicht, ob er so ist,
aber sehr abgezockt...
wirkt für mich auch Jalil.
(spannungsvolle Musik)
-Setz dich. -Wir haben Sie erwartet.
Wir haben gerade so ein bisschen Strategien leicht besprochen.
Was habt ihr da besprochen?
Wir haben eine Theorie, wo wir uns, glaube ich, hier relativ einig sind.
Bei Sebastian bin ich mir ziemlich sicher.
-Sebastian? -Ja.
-Warte mal. -Das kann ich nicht...
-Warte... -Wir reden über jemand anderen.
Also ich sage, was ich gesehen habe, wenn ich mit ihm spreche, ähm...
Das ist dieses kurze... so ein kleiner...
Ja, der ist mir auch aufgefallen.
Diese Gruppengespräche bieten sehr viel Möglichkeit zu manipulieren.
Und das macht...
Das macht schon Freude, aber man muss trotzdem wachsam sein
und darf eben nicht übertreiben.
(spannungsvolle Musik)
Ich bin echt eigentlich hart im Nehmen, aber das geht echt an die Substanz,
wie jeder über jeden redet.
Und dieses Überlegen, wem kann man jetzt trauen und wem nicht.
Also bei mir ist das echt ein Wirrwarr im Kopf im Moment, das ist echt krass.
Sobald du es hier schaffst, eine Mehrheit zu bilden,
ist ja der runde Tisch schon entschieden.
(Zietlow) Ja, so ist das halt in der Demokratie.
(sanfte Popmusik)
(Zietlow)Sie hat auch ihre Tücken.
Heute ist die erste Verbannung und...
da werden wir hoffentlich
den ersten Verräter enttarnen und verbannen.
Man weiß natürlich nie, was einen erwartet.
Das kann auch die Stunde sein, wo man auf einmal rausfliegt.
Man ist angespannt.
Zur ersten Verbannung
bin ich mit einem Kribbeln im Bauch gegangen.
Man weiß, okay, gleich wird es ernst.
(dramatische Popmusik)
Guten Abend, Spieler.
Herzlichen Glückwunsch
zu diesen 20 Silberbarren im Wert von 10.000 Euro,
die ihr alle zusammen heute
in einer fulminanten Mission gemeinsam erspielt habt.
Zurecht schaue ich jetzt in viele glänzende Augen.
Ist es Stolz?
Ist es Gier?
Ist es Heimtücke... was da so funkelt?
Denn einige von euch spielen falsch.
Und jetzt wird sich zum ersten Mal zeigen,
wie gut sie dieses Spiel beherrschen.
Denn ihr habt zum ersten Mal die Chance, hier am runden Tisch
einen Mitspieler zu verbannen.
Jeder von euch hat eine Stimme.
Einen Namen, den er dann auf sein Täfelchen schreibt.
Der Mitspieler mit den meisten Stimmen
wird das Spiel umgehend verlassen.
Natürlich wird er uns vorher noch enthüllen,
ob ihr gut und weise gewählt habt, ob er ein Verräter ist
oder... ein Loyaler.
Die Diskussion ist eröffnet.
Wer immer anfangen mag, der Tisch gehört euch.
Also ich bin es nicht, auf jeden Fall, der anfängt.
(sie lachen)
Ich kann ganz harmlos anfangen. Bist du einer?
-Nee. -Nee, ne?
Claude?
Bist du es? Du hast so ein Pokerface.
Du könntest mich auf jeden Fall nach Strich und Faden betrügen.
Natürlich.
Aber das Gesicht ist kein Pokerface, sondern 15 Jahre Kampfsport.
-Deswegen jetzt noch mal die Frage. -Ja?
-Bist du Verräter? -Die Antwort ist Nein.
Man will nicht die falsche Person rauswerfen.
Ich muss weise wählen, weil ich Angst habe,
einen Loyalen rauszuschmeißen und unsere Chancen zu minimieren.
Ich fand dich, Sebastian, nach der Entscheidung ruhig.
Das hat mich gewundert.
Dein Verhalten war anders, als das, was du vorher an den Tag gelegt hast.
-Kannst du das erklären? -Klar war ich anders.
Ich war mir sicher, die ganze Zeit gibt es dieses...
dieses Narrativ: "Guck mal, der Schlaue."
Und dann ist klar, dass die Verräter sagen:
"Den müssen wir erst mal beseitigen." Davor hatte ich Angst.
Jetzt muss ich intervenieren.
Als die Augenbinden runter waren, hast du viel gezwinkert,
du hast mit den Händen geknetet und du wirktest nervös.
Es ist schwierig in der Runde, wie man damit umgeht.
Ich hätte eine Verteidigungsrede halten können.
Aber ich glaube, das alles hätte mich verdächtiger gemacht.
Also es wurde heute viel... Überzeugung geleistet,
dass es gewisse Menschen sein könnten.
Gerade Sebastian, ich habe das heute von fünf, sechs Leuten gehört.
Und auch von Timo, dass er das sein könnte.
Und das hat mich... das hat mich wahnsinnig überwältigt.
Dass so viele Leute... Dass ich das von so vielen unabhängig gehört habe.
Als wäre das eine Absprache.
Als kommen alle und wollen mich davon überzeugen, dass das so ist.
Daher muss man sprechen und gucken, was dir aufgefallen ist.
Und wenn mehr als drei Leute den eigenen Verdacht eventuell bestätigen,
dann ist es halt... dann komme ich halt... Ne?
Dann komme ich ins Grübeln und sage: "Vielleicht ist was dran."
Ja, wenn du den Verdacht hattest.
Aber ich habe den Verdacht, was Sebastian angeht, noch nicht gehabt
und bin auch kein Typ, der sagt:
"Fünf Leute machen das, da will ich mit draufspringen."
Man muss sich versuchen, vorher abzustimmen,
und ich hoffe auf die Schwarmintelligenz.
Jetzt ist ein einziger Name genannt worden
und wir lehnen uns, glaube ich, schon entspannt zurück
und laufen genau in diese Falle.
Jetzt sind wir alle wieder raus, schießen uns auf den ein,
und dann ist alles gut.
Das finde ich ein bisschen billig.
Mir ist bei vielen aufgefallen, dass sie sich sehr schnell
an den ersten Verdacht drangehangen haben.
Und da war mir klar: Da sind auch Verräter dabei.
Ganz ehrlich, ich habe gedacht, bis vorhin,
dass ich jemanden hätte, aber seit heute, ganz ehrlich,
hatte ich irgendwie vom Gefühl...
einfach nur, dass du ein bisschen anders warst.
Timo.
Ja, soll ich euch was vorspielen, dass ich das toll finde,
dass wir uns alle an die Gurgel gehen
und ich noch nicht mal irgendwas steuern kann?
Also natürlich finde ich das scheiße.
Ich wollte etwas sagen zu dir.
Dass du nicht magst, ähm, nicht zu steuern,
du bist aber von Beruf Schauspieler.
Darf ich dir da widersprechen?
Das brillanteste Schauspiel entsteht, wenn du 100 Prozent durchlässig bist,
deinen Emotionen freien Lauf lässt
und das in die Rolle gibst, was du fühlst.
Aber wenn du auch sagst: "Ich bin enttäuscht darüber",
das würde ich mir nun mal nach meinen vielen Schauspieljahren
nicht anmerken lassen, ehrlich gesagt.
Also nicht so naiv anmerken lassen.
ChrisTine, das kannst du so handhaben. Ich mache das so.
Ich bin hierhergekommen, um richtig zu zocken.
Zocken, da gehe ich nach Las Vegas.
Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell kippt heute.
Auch jetzt aus der Perspektive eines Loyalen...
zu erleben, wie machtlos man ist,
wenn es eine gewisse Gruppendynamik gibt.
(Zietlow) Nun, Spieler.
Jetzt schreibt bitte jeder einen Namen auf euer Täfelchen...
und legt sie verdeckt wieder vor euch auf den Tisch.
(spannungsvolle Musik)
Pascal.
Wen hast du gewählt und warum?
Also, ich habe mich entschieden, Florian aufzuschreiben.
Für mich war es auffällig, dass du sehr aktiv warst. Das war mein Eindruck.
Weil ich habe mit den beiden gerade, die hier im Fadenkreuz standen,
viel zu tun gehabt, mich unterhalten,
und mein Eindruck war nicht, dass sie es sind.
Vielen Dank, Pascal. Friedrich.
Ich habe Sebastian tatsächlich genommen.
Ich habe gedacht, es wird dadurch effizienter.
Wenn alle einen Namen aufschreiben, kommen wir nicht voran.
Weil dann gibt es ja keine klare Entscheidung.
(Zietlow) Vincent.
Wer, glaubst du, ist ein Verräter und warum?
Ich muss ehrlich sagen, Sebastian hatte ich selber nicht auf dem Schirm.
Und jetzt ist für mich die Frage eben: Claude oder Timo?
Und einfach vom Gefühl...
habe ich deinen Namen draufgeschrieben, Timo.
Fair enough.
-ChrisTine, wen hast du aufgeschrieben? -Es ist auch ein Mann.
Ähm, ich glaube, er trägt ein großes Geheimnis
seit gestern Abend mit sich.
Und das ist eben leider auch der Sebastian.
Mariella.
Mein Gefühl heute beim Frühstück war...
auf jeden Fall auch Timo, weil er sich so extrem verändert hat.
Aber nach einiger Überlegung
hat es sich dann so entschieden, dass ich mich für...
Sebastian entschieden habe.
Es ist schwierig, wenn sich da so eine Dynamik breitmacht.
Zwei, drei fangen damit an.
Ja, und alle sind natürlich froh, wenn der eigene Name erst mal nicht fällt.
Florian.
Ich habe ich mich auch für Sebastian entschieden.
Das mit dem Rotwerden ist ein bisschen ungerecht, das kann jedem passieren.
Es gibt Menschen, die werden schneller rot.
Aber es ist dein Verhalten und dein schlaues Verhalten vor allem.
Ich frage mich bloß...
Mit wem kollaborierst du?
Und wer sind deine...
Mitwisser?
Überall Sebastian, Sebastian. Also es war ein bisschen viel.
Vielleicht hätte ich so schlau sein müssen
und jemand anders nominieren sollen.
Es war ein bisschen auffällig.
Ein Zwischenstand: Sebastian hat momentan vier Stimmen.
Eine hat Florian und eine hat Timo.
Neun Stimmen sind noch offen.
Ulrike.
Wer, denkst du, ist ein Verräter und warum?
Von den vielen, die ich mir als Verräter vorstellen könnte,
muss ich leider heute deinen Namen hier...
Sorry.
Claude.
Wer steht auf deiner Tafel und warum?
Verehrte Ritter der Tafelrunde, Frau Vorsitzende, ich mache es kurz.
Es ist Sebastian.
Aus dem einfachen Grunde, weil er die Intelligenz hat
und das Wissen hat, uns alle hinters Licht zu führen.
Anna-Carina, wen hast du gewählt und warum?
Sebastian, ich kann dir keinen direkten Grund jetzt nennen tatsächlich,
aber ich habe mich auch leider gegen dich entschieden.
Irina. Wer, glaubst du, ist ein Verräter und warum?
Ich habe gerade nur den Maßstab: Wessen Verhalten hat sich verändert?
Deswegen habe ich mich für dich entschieden, Sebastian.
Ich bin enttäuscht und da hilft auch...
das ganze Wissen nichts und da hilft es auch nicht,
irgendwelche Anhaltspunkte zu finden,
wenn da eine Dynamik im Spiel ist und die Leute darüber sprechen.
Ja, ich habe mich wehrlos gefühlt, weil ich nichts anderes machen konnte,
als die Wahrheit zu erzählen.
Die Verbannung hat mich ein bisschen überrascht.
Weil ich das Gefühl hatte, dass sich, als wir in Gesprächen waren,
alle mehr auf Timo eingeschossen haben und dachte so:
"Krass, wie schnell die Dynamik switchen kann."
(Zietlow) Noch ist die Entscheidung nicht gefallen.
Fünf Stimmen haben wir noch zu vergeben.
Als Nächstes Jalil.
Wen hast du aufgeschrieben und warum?
Der Einzige, den ich nach wie vor
nicht so ganz greifen kann und einschätzen kann, ist Claude.
Ähm, deswegen habe ich dich aufgeschrieben.
Auch, weil ich nicht weiß, wie man deinen Namen schreibt.
Von daher... K-L-O-T-H.
(alle lachen)
-In Bochum schreibt man das so. -In Bochum. Dein Rappername.
Timo, wer steht auf deiner Tafel und warum?
Ich möchte eins vorwegschicken:
Es ist klar, dass sich heute Abend
die Leute auf mich und Sebastian eingeschossen haben.
Am Ende ist es ich oder er, daher werde ich mich immer für mich entscheiden.
Und deswegen steht auf meinem Schild Sebastian.
Sabrina.
Ich hatte, wie viele auch, mehrere...
ähm, Verdächtige.
Unter anderem, und das ist wirklich keine einfache Entscheidung gewesen,
und es ist auch keine persönliche Entscheidung,
sondern eine Entscheidung, die ich tatsächlich von Anfang an hatte.
Bei mir steht auch Sebastian.
Es tat mir einfach,
umso mehr Leute dann Sebastian auf der Liste hatten,
richtig leid.
Da habe ich das erste Mal gemerkt,
am heutigen Tage: "Oh Gott.
Anna, du gehörst zu den Verrätern. Ist dir das klar?"
Sebastian, wen hast du aufgeschrieben und warum?
Gut, dürfte keine Überraschung sein.
Bei mir steht Timo.
Ja. Ich kann mich da nur anschließen.
Schien ja tatsächlich eine Frage, wer von uns beiden wird es?
-Shermine. -Ich muss mich der Gruppe anschließen.
Ich habe aufgeschrieben: Sebastian.
-Sebastian. -Ja.
Du hast die meisten Stimmen bekommen.
Steh bitte auf und tritt
in den Kreis der Wahrheit.
(dramatische Popmusik)
Es ist schon arg enttäuschend. Kann ich nicht anders sagen.
(Zietlow) Deine Mitspieler haben dich verbannt.
Für dich ist das Spiel sofort beendet.
Bitte enthülle uns vorher:
Bist du ein Loyaler oder bist du ein Verräter?
Ich bin... ein Loyaler.
(leise) Oh, shit.
Manchen der Spieler und Spielerinnen
nehme ich das wirklich auch persönlich übel.
(er räuspert sich) Ich bin...
Das rumort jetzt noch lange in mir.
Das ist einfach ein fieses Bauernopfer gewesen.
Das muss man genauso sehen, wie es ist.
Die Gruppe hat sich zusammengesetzt,
hat das schwächste Tier in der Herde genommen
und hat es gerissen.
Ohne mit der Wimper zu zucken.
Das war eure erste Chance, und die habt ihr nicht genutzt.
Es werden noch viele weitere Chancen kommen, aber...
nicht für jeden von euch.
Denn heute Abend treffen sich bereits wieder
die Verräter.
Ich sehe euch morgen beim Frühstück.
Zumindest die meisten von euch.
Wie kann das sein, dass wir uns so einig sind und uns so täuschen?
Ich habe das Gefühl, dass wir alle Sebastian nominiert haben,
weil die Verräter das versucht haben zu streuen.
Ich brauche jetzt einen Drink.
Eigentlich müsste ich ja so was wie ein Glücksgefühl haben,
dass ich es nicht bin und dass ich dem Tod von der Schippe gesprungen bin.
Aber das habe ich wirklich gar nicht.
Deswegen bin ich direkt aufgestanden, weil ich gedacht habe...
Das... Also es war einfach scheiße.
Es ist das Spiel, und es ist trotzdem erschreckend,
wie schnell sich Dynamiken entwickeln.
Und für mich war es heute den ganzen Tag über auch erschreckend,
wie man es schafft, Menschen zu manipulieren.
(Zietlow)Nach Konklave und rundem Tisch steht es 2:0 für die Verräter.
Susan ermordet, Sebastian verbannt.
Und Timo ist mit drei Stimmen auch schon angezählt.
Wird er das nächste Bauernopfer am runden Tisch?
Ich bin es nicht, okay?
Aber trotzdem gibt es Leute,
die denken, dass ich es wäre.
Die Frage ist, warum denken sie das?
Weil sie wirklich davon überzeugt sind
oder weil sie einen Floh ins Ohr gesetzt bekommen haben
und einfach eine sehr gut ausgewählte Taktik aufgeht?
War jetzt viel, ne? Wir haben alle auch euch geschossen.
Ich würde sagen, man ist da ein bisschen unter Druck.
Ich glaube, es ist besser, wenn man von den Verrätern umgebracht wird.
-Finde ich besser. -Das ist der leichtere Tod, ja.
Das war schon ein Erlebnis,
was ich mir gerne erspart hätte.
Es ist halt so eine komische Stimmung auf einmal im Raum.
Und so eine hetzige Stimmung auf einmal.
-Das spielt sich hoch. -Und das spielt sich hoch.
Dann will der andere auch mit auf den Zug springen.
-Du hattest auch Sebastian, oder? -Nee, du hattest Timo.
-Nein. -Ach, du hattest wen?
-Timo. -Das war eigentlich auch mein...
-Eigentlich habe ich das auch gedacht. -Ich bin so gut wie tot.
-Wer? -Vincent und ich.
Einer von uns beiden... wird ja wohl heute Nacht dran glauben müssen.
Nee, das wäre zu auffällig. Dann wüssten wir ja, um wen es geht.
Das stimmt. Das stimmt, das können die nicht machen.
-Das wäre zu auffällig. -Nee, das ist zu auffällig.
Du bist schon wieder so hibbelig.
Was bin ich? Bin ich rot geworden?
Diesmal weiß ich nicht, wen ich töten soll.
-Genau. -Das wüsste ich schon.
-(Pascal lacht) -Wäre ein bisschen auffällig.
-Ach Gott. Du siehst es mir nach. -Ach Quatsch, natürlich.
Nächste Runde nominiere ich dich.
-Was guckst du so? -Ah, ich überlege.
Ja, wir denken jetzt natürlich alle darüber nach,
ob der spontane Einwand von Pascal
nicht doch vielleicht ein Körnchen Wahrheit hatte.
(sie lacht)
Ja.
Ich habe ein bisschen Angst jetzt. Irgendwie fühle ich mich unwohl.
Als ich sagte, ich möchte wissen, wer die anderen sind.
Du meinst, heute in der Nacht des Todes werden sie dir gegenüberstehen.
Diese drei Verräter haben heute fleißig mit abgestimmt.
Dann müssen sich die drei Verräter
einig gewesen sein.
Die werden schon vorher eine Absprache vorgenommen haben.
Und dann muss man überlegen: "Hm, wer war denn alles dabei?"
Und das hilft einem dann natürlich von Abstimmung zu Abstimmung.
Wobei ich befürchte, dass ich die Nacht nicht überlebe.
(Zietlow)Denn auch in dieser Nacht wird wieder Blut fließen,
wenn die Verräter ihr nächstes Todesurteil unterzeichnen.
Und egal, wen es trifft, es wird zu neuen Spekulationen führen.
Denn nur wir können zuhören,
wie sich die Geschworenen beraten.
Oder besser: die Verschworenen.
Was für ein Tag. Wie geht es euch?
Achterbahn der Gefühle.
-Ja? -Ja.
Ich bin froh, dass "Verräter" nur ein Spiel ist
und dass Loyalität und Ehrlichkeit und Vertrauen
im wahren Leben bei mir eine große Rolle und Riesenbedeutung haben
und ich sie halt hier vergessen kann.
Es ist für die Psyche eine wahnsinnige Anspannung.
Ich bin sehr entspannt, weil wir haben es, glaube ich, zu gut gemeint.
Also diese Art von Manipulation, alles auf Sebastian.
Der Schneeball war zum Schluss so groß und unübersichtlich,
dass niemand mehr wusste, wer ihn ins Rollen gebracht hat.
Gott sei Dank.
Ich glaube, wir müssen aufpassen.
Wir werden uns sicher eine neue Taktik überlegen.
Ich habe einen Plan.
-Wo ihr denkt, ich bin verrückt. -Mhm.
Schlag vor.
Dass wir Pascal umbringen.
Pascal hat mich nominiert.
Meine Angst ist, dass sie durch solche Aktionen
vielleicht wirklich Verdacht schöpfen,
weil es fiel nicht auf, dass er dich gewählt hat.
Florian hat ja die grandiose Idee,
den Pascal rauszuwählen,
weil er sehr gefährlich werden könnte für den Florian.
Ich habe Angst, dass sie dann erst denken, dass du es bist.
Ich traue mir das zu, das so zu performen,
dass ich sage: "Kinder, das ist so eine Veraschung.
Das ist so eine Verarschung.
Fuck, ey.
Die wollen mich fertigmachen."
Und dann bin ich quasi reingewaschen.
-Weiß ich nicht. -Klar, der Schuss kann nach hinten...
Ich könnte ein Opfer sein. Ich könnte mich opfern.
Was ich dementsprechend in Kauf nehmen würde.
Aber no risk, no fun.
Ich weiß nicht, ob er das so super hingekriegt hätte,
dass er alle überzeugt hätte.
Und wenn nicht, weiß ich nicht, hätte es sein können,
dass die anderen dann noch wachgerüttelter werden
und anfangen, uns dann auch mehr zu hinterfragen.
Ich glaube, der nächste Step... In Richtung Claude werden einige gucken.
Ich habe ein bisschen Angst bei Sabrina. Sabrina analysiert schon sehr genau.
Sie könnte wirklich jemand sein,
den man zum einen als böse, also als Verräter verdächtigt,
und zum anderen eine, die viel Manipulation betreiben könnte.
Die könnte uns gefährlich werden.
Aber ich glaube, was uns vielleicht...
helfen würde, weil sie werden ihn nicht mehr verdächtigen,
ist, Timo rauszunehmen.
-Ich habe mit dem Gedanken gespielt. -Er war eh der Zweitnominierte.
Und jetzt ist er so ein bisschen aus dem Kreuzfeuer.
Es ist ein schlauer Schachzug einfach,
weil wir haben dann die Person auch rausgenommen.
Die glauben nicht, dass er es ist. Die wissen, er ist kein Verräter.
Deswegen muss er raus. Dann ist der Raum so offen, dass jeder verdächtig ist.
Alle waren gegen ihn.
Wenn der drinbleibt, haben die einen, wo sie sagen,
das ist ein Loyaler.
-Und der kann gut die anderen so... -Stacheln.
Deswegen ist es wichtig, ihn als Ersten rauszunehmen.
Einfach, um die anderen wieder nervöser zu machen.
Auf der anderen Seite, muss ich sagen, Timo...
Es ist doppelt gemein. Er hat heute schon gelitten.
Er hat gelitten, weil alle gesagt haben: "Du hast dich verändert."
Vielleicht kriegt er die Chance, aufzuwachen.
Und er ist bestimmt kein schlechter Player.
Pascal hat mich nominiert.
Das heißt, er könnte uns auf die Schliche kommen.
Uns auf die Schliche kommen. Somit ist die Säule etwas wackelig.
Das ist der Einzige, wo keiner Hintergedanken hat.
Und der uns gefährlich wird.
Pommes ist auch jemand, der erstens beeinflussbar ist.
Ja.
Und zweitens in den Augen der anderen immer noch schuldig sein könnte.
-Weil er so unschuldig ist. -Umso schlauer ist dieser Move.
Glaubt mir. Das ist die Flucht nach vorn.
(spannungsvolle Musik)
-Wollen wir zur Tat schreiten? -Ja, komm.
Wir haben jetzt einen weiteren Kandidaten
aus unserem Spiel rausnehmen können,
der potenziell ein Verräter sein könnte
und eigentlich auch überhaupt nicht, also perfekte Wahl.
Tut mir leid.
Ich wünsche euch eine geruhsame Nacht, meine lieben Verräter.
(dramatische Musik)
(Zietlow)Und so geht es weiter bei "Die Verräter"...
Nein. Er kann das gar nicht durchhalten.
Claude polarisiert.
-Hundertprozentig. -Ihr macht Claude zum Jesus.
Wenn sich die kleinen Doofen zusammentun
und mich nominieren, kann ich nach Hause fahren?
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