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Bisher...
Maddie hat nicht in ihrem Bett geschlafen.
- Sie ist verschwunden. - Ich suche sie.
Du blutest.
Eher würde ich noch mal sterben, als diese Schule zu betreten.
Simon sagt, Dawn ist übergetreten.
- Ich habe Beweise versprochen. - Was?
Wenn Janet kommen soll, überleg dir was.
- Sie sind verbunden. - Es ist ein Weg.
Der Weg in Dawns Narbe.
Ich wünschte, du würdest für immer mit mir festhängen.
Hab ich dich.
Janet?
Janet!
Scheiße.
Janet!
- Was ist los? - Sie ist weg.
Oh nein. Janet!
Janet! Wo zur Hölle ist sie?
Wenn ich das wüsste, würde ich nicht so blöd rumschreien.
Janet!
- Janet? - Janet!
Janet!
Janet!
Woher wissen die deinen Namen?
Was hast du ihnen erzählt?
Du kannst ihnen nicht trauen. Das weißt du.
Ansonsten wärst du nicht mit mir in dieses Boot gestiegen.
Maddie ist also nicht weggelaufen, sondern nur ihr Körper?
- Ja. - Claire, das klingt völlig gaga.
Für so was haben wir keine Zeit.
Ich habe meinen Teil erfüllt. Jetzt fahr bitte.
Na schön, aber ich habe trotzdem noch ein paar Fragen.
Lächele doch mal, Janet.
Wir sind frei.
Ich weiß, das hier ist genau die Art von Freiheit,
die wir uns vorgestellt hatten,
aber wir haben jetzt die Chance auf ein neues Leben.
Die Zukunft, die du immer wolltest.
Aber das hier ist nicht mein Körper.
Es ist nicht mein Leben.
Aber das kann es sein.
Das wird es sein.
Dann gehen Sie doch.
Fangen Sie ohne mich neu an.
Allein?
Wir waren immer ein Team.
66 Jahre lang haben wir versucht, gemeinsam überzutreten, ohne Erfolg.
Aber das hier...
Das hier...
Vielleicht ist das hier sogar besser.
Ich habe immer gesagt, wir brauchen mehr Zeit.
Jetzt haben wir sie.
Und können sie auch nutzen.
Wir zwei können die Welt verändern.
Wir verdienen diese Chance.
Dawn ist übergetreten.
Sie hat es geschafft.
Aber darum geht es doch gar nicht mehr.
Und selbst wenn, ist dir klar, was dich dann erwarten würde?
Sagen Sie das nicht.
Ich habe dich schon mal vor schlechten Entscheidungen bewahrt.
- Du kommst mit. - Nein.
Vergiss nicht, Janet, du stehst in meiner Schuld.
Nein. Nein.
Her damit!
Da waren so viele Blumen. Ich habe meinen Augen nicht getraut.
War doch bestimmt schön.
Ja. Es war gar nicht düster, es war...
Keine Ahnung, friedvoll.
Denkst du, es ist wirklich so einfach?
Man läuft einfach durch eine Tür, über der "Ausgang" steht?
Ich meine, in den anderen Narben habe ich so eine Tür nicht gesehen.
Du etwa?
Also in meiner auf jeden Fall nicht.
Vielleicht muss man ja irgendwas machen,
damit sie plötzlich erscheint.
Hey.
Es tut mir leid, dass ich die Reunion verpasst hab.
Das macht nichts.
Für unser erstes Date
würde ich uns sowieso
einen viel schöneren Ort aussuchen.
Wie den da.
Jetzt verstehe ich, was das hier wird.
Wir sind auf einem Date.
Ich dachte nur, es könnte dir nicht schaden,
mal an was anderes zu denken.
Bist du schon mal an einem dieser Orte gewesen, als du gelebt hast?
Nein.
Ich war aber immerhin mal für ein Auswärtsspiel in Minnesota.
Wie traurig,
dass wir diese Orte nie zusammen besuchen werden.
Wie meinst du das?
Wir sind doch gerade dort.
Macht nichts.
Das passiert den Besten.
Sorry, Moment, ich will dir noch was sagen.
Ja?
Ich bin gerade einfach überglücklich.
Menschen zu beobachten, die tun, als würden sie schlafen,
ist gesellschaftlich verpönt.
Was ist? Warum guckst du mich so an?
Ich habe was gefunden.
Etwas ganz Furchtbares.
Was ist denn passiert?
Als klar war, dass mein Mellophon nicht mein Schlüssel ist,
habe ich weiter nach ihm gesucht.
Du hast ihn gefunden?
Es ist mein Field Marker.
Ich hatte ihn total vergessen.
Er war noch in der Tasche meiner Uniform.
Bist du etwa reingegangen?
Alles okay?
Es war...
so furchtbar wie erwartet.
Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, aber...
nicht das.
Willst du darüber reden?
Da ist noch was anderes.
Das hier habe ich im Bus gefunden.
Woran denkst du gerade?
An das, was mich zu Hause erwartet.
Deine Mom?
Das.
Und natürlich auch daran, was ich hier zurücklassen müsste.
Weißt du,
ich kann dir Pfannkuchen machen, wenn es hell wird.
Magst du Pfannkuchen?
- Ja. - Ich auch. Ich stehe voll drauf.
Ich kann dir jeden Morgen welche machen.
Ich kann für immer Pfannkuchen für dich machen.
- Wally... - Schon gut.
Schon gut.
Ich weiß, wie egoistisch das ist,
aber lass es mich bitte nur einmal sagen.
Darf ich es nur einmal sagen, Maddie?
Ich möchte, dass du hierbleibst.
Ich wünschte, du würdest bleiben.
Kannst du mir in dieser Welt auch Blaubeerpfannkuchen machen?
Ich persönlich stehe zwar mehr auf Banane,
aber du bist der Boss.
Oh Gott.
Könntet ihr euch voneinander lösen und runter in die Bib kommen?
Zackig.
Was soll das sein?
Weißt du noch, die fehlende Seite aus Janets Tagebuch?
Unsere liebe kleine Janet hat wohl eine sadistische Ader.
Sie wollte uns doch glatt einsperren und foltern für ihr Experiment.
Das war ihr letzter Plan.
Und das habt ihr aus der Busnarbe?
Aus dem Bus, ja.
Wahrscheinlich haben sie gedacht,
dass niemand von der Band dort reinkommt und es findet.
Sie wollte uns benutzen, um sich und Mr. Martin zu befreien.
Und wir sollten hier elendig versauern.
Zu ihrem Nutzen.
Und Mr. Martins.
- Sie ist ein Monster. - Ja.
Und wenn ihr zwei die Körper tauscht,
sind wir auf ewig mit diesem Monster gefangen.
Scheiße.
Janet!
"Geben wir ihr kurz Zeit, das Leben zu genießen."
- Das war so was von... - Ich fühle mich schlecht genug.
Ich wollte nur ein guter Mensch sein.
Janet!
Schrei weiter. Bringt ja auch so viel.
- Komm mal wieder runter, Junge. - Ja, genau. Danke, Nicole.
Du hältst auch die Klappe.
Ich wette, jetzt bist du froh über meinen Taser.
Janet?
Bringt mich zur Schule.
Sofort.
- Das ist doch total krass, oder? - Was genau?
Maddie kriegt ihren Körper zurück.
Ja. Das ist kein sehr gewöhnlicher Satz.
Weißt du...
ich wünschte, ich könnte Shredhead99 schreiben und ihm...
Na ja, dir erzählen, was passiert ist.
Fänd ich auch cool.
Was war das eigentlich mit diesem Fischer?
Von dem du mir als Letztes geschrieben hast.
Ich habe Maddies Dad gesehen.
- Was? - Im Krankenhaus.
Als ich kurz tot war.
Ich habe es erst gerafft, als ich dieses Foto bei ihr zu Hause sah,
aber ich bin ganz sicher, das war er.
Ich wusste nicht, wie ich das...
Das darfst du Maddie nicht erzählen.
Wieso nicht?
Wir wollen, dass sie zurückkommt,
und dann würde sie vielleicht bleiben wollen.
So einfach ist das nicht.
Nein, bitte, behalt's für dich. Das würde sie nur verwirren.
Hat er nach Maddie gefragt?
Nein.
Er hat mich nur gefragt,
ob ich bleibe.
Und was hast du gesagt?
Wolltest du bleiben?
Gut.
Nur damit du es weißt... Ich bin auch froh, dass du es warst.
Ich bringe den Müll nicht raus. Bei den Riesenkäfern hier.
Janet?
- Was hast du auf dem See gemacht? - Gar nichts.
Ist das Blut?
Bist du verletzt?
Ich lasse euch nicht mit so jemandem hier.
Aber wir bringen sie hierher zurück,
damit du deinen Körper zurückbekommst.
Aber wir wissen nicht mal, wie das funktioniert.
Das finden wir schon raus. Und mit Janet kommen wir klar.
Wenn du irgendwie wieder in deinen Körper kommen kannst,
musst du es versuchen.
Stimmt's, Wally?
Hallo?
Hey, Maddie...
Komm bitte in die Cafeteria.
Sofort.
AN DIE ELTERN VON SIMON ELROY
SUSPENDIERUNGSBESCHEID
Hi.
Willkommen zurück.
Ihr alle.
Wieso kann sie uns sehen?
Weil sie theoretisch noch ein Geist ist.
Sie kann euch hören.
Sprecht mich gern direkt an.
Was ist mit ihr passiert?
- Warum hat sie Blut an den Händen? - Will sie nicht sagen.
Du musst uns was erklären.
Fangen wir damit an.
Ihr solltet das niemals finden.
Und ich habe mich für dich eingesetzt.
Dabei hast du die ganze Zeit gelogen.
Gott, sogar über die Art deines Todes.
Warum hast du über deinen Tod gelogen?
Niemand sollte es wissen.
Was wissen?
Dass ich es war.
Ich habe den Brand gelegt.
Was?
Den Brand, der das Chemielabor zerstört hat?
Ich bin der Grund, warum wir beide hier festhängen.
Ich habe Mr. Martin getötet.
Was?
Vielleicht zweimal.
Der Brand war ein Unfall.
Zuerst hatte ich furchtbare Schuldgefühle,
aber Mr. Martin war total lieb und verständnisvoll.
Wir haben versucht, das Beste aus der vielen Zeit zu machen.
Dann hat Mr. Martin einen verborgenen Raum entdeckt.
Erst wollte er ihn mir nicht zeigen, aber dann gingen wir rein,
und es war entsetzlich.
Wir wollten verstehen, welche Bedeutung er hatte.
Wir wollten Antworten.
Doch nach fünf Jahren hatten wir immer noch keine Erklärung.
- Alles in Ordnung? - Ja.
Also haben wir uns anderweitig beschäftigt.
Mist, Janet, schalt bitte das Licht an.
Und das Gefühl,
sicher und geborgen zu sein, war ab diesem Tag war vorbei.
Was war das?
Plötzlich waren wir nicht mehr allein.
Du warst es, Rhonda.
Du sahst so verängstigt aus.
Ich wollte dir einfach nur helfen.
Geht es dir gut?
Wer seid ihr?
Was ist hier los?
Willkommen.
Im Jenseits der Split River High.
Ich...
Ich fürchte, du bist tot.
Das ist sicher ein riesiger Schock,
aber es wird mit der Zeit leichter.
Wir sind auch tot.
- Wir... - Ich...
Ich bin Everett Martin, ein Lehrer hier,
und das ist Janet.
Hi.
Weißt du, ich bin zuerst hier gelandet.
Und Janet kam dann...
ein paar Jahre später dazu.
Was ist dir passiert?
Sie ist auf üble Weise die Treppe runtergestürzt, nicht wahr, Janet?
Er hat gelogen, um mich zu schützen.
Und ich habe es zugelassen,
weil es eine Last von mir nahm.
Du bist nicht allein.
Wir passen aufeinander auf.
Du musst das nicht mitansehen.
Gehen wir.
Das fühlt sich jetzt so an, als wäre alles anders,
aber du wirst sehen,
es hat sich zu unserem Fluch und Segen nichts verändert.
Komm, folge mir einfach.
Du wirst dich dran gewöhnen. Es dauert nur ein bisschen.
Dann habt ihr unsere Schlüssel von unseren Leichen geklaut?
Bis zu diesem Moment wussten wir nichts davon.
Als wir in diese Hölle gerieten, konnten wir es uns nicht erklären.
Doch dann sahen wir Rhondas Brief, und es hat plötzlich Klick gemacht.
Mr. Martin und ich mussten einen gemeinsamen Schlüssel haben.
Seine Armbanduhr.
Die hatte er beim Sterben in der Hand.
Und so...
hat uns nicht nur der gemeinsame Schlüssel verbunden, sondern auch
die Lüge über unseren Tod.
Er wollte mich beschützen.
In all den Jahren, die wir in diesem Kreis saßen,
konntest du uns nicht die Wahrheit anvertrauen?
Mr. Martin hat mich überredet, die Sache geheim zu halten.
Die Schlüssel, wie wir gestorben sind, alles.
Und was hältst du sonst noch geheim vor uns?
Was zur Hölle?
Wo stecken die alle?
Simon?
Xavier?
Nicole?
So ein Mist.
Ich rufe sie noch mal an.
Viel Glück dabei.
Xavier?
Simon?
Komm schon...
Nicole?
Simon?
Verflucht!
Oh, Nicole.
- Ich kann ihn nicht finden. - Wen, Simon?
Nein, Simon ist mit Janet zur Schule gefahren.
Xavier hat den Müll rausgebracht, und jetzt ist er weg.
Scheiße.
Nicole, ich habe Anderson gesehen, als wir Bier kaufen waren.
- Was? - Er war auf dem Weg hierher.
Scheiße, Scheiße, Scheiße.
Hey, hey, hey, Panikschieben bringt nichts.
Wir müssen einfach Xavier finden und von hier abhauen.
Und wenn ihm etwas zugestoßen ist? Wenn er da draußen ist und...
Anderson war sicher nicht vor uns hier, okay?
Xavier geht's bestimmt gut. Wir müssen ihn nur finden.
Ja. Ja, alles gut.
Los, gehen wir.
Und die Gruppe?
Hatte dieser Selbsthilfe-Scheiß überhaupt einen Zweck?
Es war nie eine Selbsthilfegruppe.
Es war eine Kontrollgruppe. Das war auch nur Teil des Experiments?
Mit der Zeit kamen immer mehr Schüler und Räume dazu,
aber es gab noch Variablen.
Dinge, über die wir keine Kontrolle hatten.
Alles gut?
Ja, mir geht's gut, Dawn. Danke.
War es so schlimm?
Du warst wieder da drin.
Ich habe dich schon mehrmals gesehen und bin auch mal in meinen gegangen.
Voll abgefahren, wie genau das alles ist.
Sogar der Kaffeeduft.
Wie bist du...
Ich bekomme viel mehr mit, als die Leute mir zutrauen.
Die Lichter haben verrücktgespielt. Da wurde ich neugierig.
Warum ist das so?
Was?
Der Strom hier drin.
Wieso spielt er verrückt, wenn jemand in diesen komischen Räumen ist?
Du warst wirklich da drin?
Hattest du keine Angst?
Doch.
Aber die Highschool macht mir auch Angst.
Ich denke an das, was meine Mom mir sagte,
wenn ich in der Schule vor etwas Angst hatte, wie vor anderen reden.
Oder Badminton.
Sie sagte:
"Schließ deine Augen und stell dir vor,
du stehst auf einer Blumenwiese."
Ich stelle mir immer Ringelblumen vor.
Diese Unterhaltung hat mich zu meiner Theorie geführt.
Und zu meinen Fehlern.
Was für Fehler?
Schmerz als Energiequelle.
Was sie über den Strom gesagt hat. Die Lichter.
Mir ist klar geworden, dass die Räume, die Narben,
von Traumata angetrieben werden.
Dadurch existieren sie und setzen sich nicht zurück.
Wie kamst du von flackernden Lichtern und Tontöpfen dazu,
deine Freunde in einem Albtraum einzusperren?
Xavier!
Xavier?
Xavier?
- Xavier! - Xavier?
Xavier!
Xavier!
Mist, ich hätte mit ihm gehen sollen.
Ihm ist schon nichts passiert.
Was war das?
Xavier?
Da. Ich glaube, das kam von dort.
Wie ist der dahingekommen?
- Geh schon. - Was, ich?
Du bist doch die Schwimmerin.
Na schön.
Kann sie nicht mal was halbwegs Brauchbares sagen?
Entspann dich, Rhonda, wir sind ja dabei.
Motzt mich nicht an.
Ich gebe keine halbherzigen Entschuldigungen von mir.
- Was hast du denn beigetragen? - Seid still.
Du hast gesagt, dass du für alle einen Ausweg finden wolltest.
Warum hast du es dann geheim gehalten?
Das musste sie.
Auf wessen Seite stehst du?
Sobald ein Proband merkt, dass er beobachtet wird,
ändert er sein Verhalten.
- Ist das tatsächlich so? - Das nennt sich Hawthorne-Effekt.
- Woher weißt du das? - Habe drüber gelesen.
Und Mr. Martin hat ihn genauso auf sie angewendet wie sie ihn auf euch.
Ja, aber nichts davon erklärt euren bösen Plan.
Er ging schnell in die Hose.
Es gab eine neue Variable.
Und? Wer will zuerst?
Gerne. Ich fange an.
Also...
An Heiligabend sind wir erst in die Kirche gegangen,
und dann gab es bei meiner Oma Austerneintopf.
Igitt.
- Reine Gewöhnungssache. - Eine hübsche Erinnerung.
Muss das sein, Mr. Martin?
Es ist jedes Jahr dasselbe Trauerspiel.
Wir reden über unsere Traditionen, und dann klauen wir alte Plätzchen
aus dem Lehrerzimmer, und am Ende fühlen wir uns noch miserabler.
Warum miserabel?
Ist es nicht schön, dass wir zusammen feiern?
Es erinnert uns nur daran, wo wir heute Abend nicht sind.
Zu Hause. Bei unseren Familien.
Falls die überhaupt noch am Leben sind.
Tja, so alt sie auch schmecken mögen, ich gehe mal die Plätzchen holen.
- Janet, würdest du mir bitte helfen? - Gerne.
Schön.
Und frohe Weihnachten, Charley.
Er hat sie mir gegeben.
Sie haben recht. Diese Tradition stimmt alle traurig.
Nun, Gefühle sind nützlich, Janet.
Auch die negativen. Das weißt du besser als jeder andere.
Sie haben es gelesen? Ergibt es Sinn?
Es ist eine faszinierende Hypothese, "Trauma als Energiequelle".
Das war jetzt etwas vereinfacht, aber es klingt doch ganz nett.
Das Betreten der Räume erzeugt einen Energieschub.
Und wir nehmen an, dass der Zaun, der uns daran hindert,
das Grundstück zu verlassen, eine elektromagnetische Barriere ist.
Wenn das Betreten dieser Räume diese Energie verstärkt,
könnte man vielleicht, wenn man all diese Räume gleichzeitig aktiviert,
eine unglaubliche Energiemenge erzeugen.
Wir könnten das hypothetische System überfordern, hinter den Zaun kommen.
Wir könnten ihn sogar verschwinden lassen.
Das ist brillant, Janet. Das ist wirklich sehr schlau.
Wir müssen überlegen, wie wir sie alle auf einmal da reinkriegen.
- Was meinen Sie? - Dein Plan.
Oh nein, das war kein Plan, das war rein theoretisch.
Ja, jetzt, aber beginnen so nicht alle Experimente?
Wir können sie doch nicht darin einsperren.
Das wäre Folter.
Wir sind Wissenschaftler, Janet.
Jonas Salk hat sich für den Polio-Impfstoff
nicht von Zweifeln aufhalten lassen.
Aber wir leben mit ihnen zusammen. Wir feiern Weihnachten mit ihnen.
Sie haben vorhin gesagt, wie dankbar Sie ihnen wären.
Kontrollierte Experimente dienen dem Allgemeinwohl.
Vielleicht liegt die Antwort auf unsere Frage vor dieser Tür.
Wenn wir es schaffen, das Schulgelände zu verlassen,
könnten wir mit unseren Familien Weihnachten feiern.
Sie würden uns nicht sehen.
Aber wir können sie sehen.
Und vielleicht finden wir heraus, was uns davon abhält,
die nächste Ebene zu erreichen, den Übergang zu schaffen.
- Mr. Martin... - Ich habe es dir doch versprochen.
Zeit für eine kleine Stärkung, meine Lieben.
Was hast du dir bei dieser Theorie gedacht?
Keine Ahnung.
Ich habe wohl...
nicht mehr auf mich selbst gehört.
Ich habe mit Mr. Martin meinen inneren Kompass verloren.
Unser gemeinsamer Tod, unser Geheimnis...
Ich habe mich total von ihm beeinflussen lassen.
So ist es nun mal.
Wo will er denn hin?
Moment mal, wo ist Quinn?
Quinn?
Quinn!
Hallo?
Lass den Scheiß.
Reagier doch. Du hängst gar nicht in der Schleife.
Na und?
Geht's noch? Was ist mit dir los?
Alles geht den Bach runter, und das nur wegen mir.
- Es hat nichts mit dir zu tun. - Doch. Ich habe die Seite gefunden.
Und jetzt geht ihr alle aufeinander los.
Quinn...
Das ist mir schon mal passiert.
Ich habe mich der Band angeschlossen.
Weil ich den Wunsch hatte...
irgendwo dazuzugehören.
Nicht mehr so allein zu sein.
Aber schon bald gab es Spannungen unter den Blechbläsern wegen mir.
Und die Holzbläser hatten einen richtigen Hass auf mich,
weil ich der Meinung war, dass sie das Xylophon übertönten.
Aber ich musste was sagen, weil das Xylophon...
Und dann sind wir alle gestorben.
Und ich starb mit dem Gefühl, dass alle sauer auf mich waren.
Quinn, du bist nicht schuld, wenn wir uns fetzen.
Ich wollte nur dazugehören.
Das hatte ich im Leben nie.
Und anscheinend...
ist es im Tod auch nicht anders.
Darum bin ich wieder hier
und marschiere mit.
Wenn man in der Schleife hängt, spürt man nichts.
Jetzt hör mir mal zu.
Du bist nicht allein, Quinn.
Und du musst es auch nie wieder sein.
Ich kenne das Gefühl,
nie jemanden richtig...
an mich ranzulassen.
Aber irgendwie...
ist es bei dir anders.
Also wehe, du lässt mich jetzt allein.
Was ist los mit dir?
Was ist los mit dir?
Ich habe sie hergebracht, wie du es wolltest,
aber wir sitzen nur rum und labern.
Worauf warten wir?
- Ich muss meine Freunde beschützen. - Wie bitte?
Deine echten Freunde,
die lebendigen, atmenden Freunde,
geben da draußen alles für dich.
Vielleicht sind sie sogar in Gefahr.
Ich habe keinen Kontakt zu ihnen,
weil ich hier festhänge, um dir zu helfen.
Willst du...
denn gar nicht zurückkommen?
Es ist nicht so einfach.
Ist es wegen Wally?
Was?
Willst du wegen Wally nicht zurück?
Ich fasse es nicht.
Maddie, ich freue mich ja, dass du jemanden gefunden hast.
Ganz ehrlich, aber...
du fehlst mir.
Mir fehlt
unser normales Leben.
Unser stinknormales langweiliges Leben.
Denkst du, du fehlst mir nicht?
Ich weiß, was du durchgemacht hast. Ihr alle.
Aber...
diese Menschen haben sonst niemanden.
Okay?
Ich muss an ihre Zukunft denken.
Und was ist mit meiner Zukunft? Hartmann wird mich suspendieren.
Die Northwestern kann ich auch vergessen,
nachdem ich mein Gespräch vergeigt habe, um dir zu helfen.
Ich habe dich nicht darum gebeten.
Ich wollte dich aufhalten, aber du konntest mich nicht hören.
Ich würde nie verlangen, dass du deine Zukunft wegwirfst.
Wenn du gehen willst, meinetwegen. Geh.
Das Studierendensekretariat ist derzeit geschlossen.
Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht nach dem Piepton.
Hi, hier ist Simon Elroy. Ich war neulich bei Ihnen.
Tut mir leid, dass ich Sie jetzt anrufe.
Ich hoffe, Sie hören das hier gleich morgens ab.
Also, ich rufe an,
weil ich Sie um ein erneutes Gespräch bitten wollte.
Ich hatte eine schwere Zeit
aufgrund des Todes einer guten Freundin.
Darum wäre es toll, wenn Sie mich zurückrufen würden.
Ich würde diese Chance ungern verpassen,
weil sie mir viel bedeutet, darum...
Rufen Sie mich bitte zurück. Danke.
Xavier, alles gut?
Hilf mir.
Komm schon.
Anderson ist hier.
Ja, haben wir uns schon gedacht. Wir müssen abhauen.
Keine Bewegung.
Beim kleinsten Mucks steche ich ihm in die Halsschlagader.
Nein, nicht.
Ich will niemandem wehtun. Gib mir deinen Autoschlüssel.
Gut so.
Wehe, ihr folgt mir.
Ihr habt also darauf gewartet,
uns, sobald wir gestorben sind, die Schlüssel abzunehmen?
Dann habt ihr ja dauernd gehofft, dass jemand stirbt?
Wie viele Tote habt ihr benötigt, um deine Theorie zu überprüfen?
Hättest du uns je die Wahrheit erzählt?
Alles gut?
Ja, Mann.
Alles gut.
Dachtest du, du würdest uns beschützen...
Du weißt, dass sie das für dich tut, oder?
Was?
Sie überlegt, für immer hierzubleiben.
Wegen dir.
Findest du das in Ordnung?
Komm.
Lag es an mir oder an irgendetwas, das ich gesagt oder getan habe,
das dich dazu gebracht hat, uns allen zu misstrauen?
Nein.
Charley, es hatte nichts mit dir zu tun, ehrlich.
Okay, du hast gesagt,
du wolltest Mr. Martin aufhalten, richtig?
Deswegen der Streit an deinem Geburtstag?
Rhonda hat ihn mitgehört. Du warst sauer wegen seines Geschenks.
Es war kein Geschenk.
Es war eine Drohung.
Eine Erinnerung daran, was auf dem Spiel stand.
All die Jahre harter Arbeit.
Da erkannte ich, dass ich ihn nicht dazu überreden kann,
den Plan hinzuschmeißen.
Aber ich hoffte, dass er sich auf eine leichte Kursänderung einlässt.
Ich überzeugte ihn, klein anzufangen.
Anstatt alle auf einmal in ihre Narben zu schicken,
schlug ich vor, länger als sonst in meine eigene zu gehen.
Und öfter als sonst.
Wir sagten, ich sei übergetreten, um keinen Verdacht zu erwecken.
Nichts durfte die Ergebnisse beeinflussen.
Ich kann das nicht mehr.
Aber nach einer Weile fühlte ich mich nicht mehr als Teil des Experiments,
sondern wie eine Gefangene.
- Ich weiß, ich weiß. - Ich will da nicht rein. Bitte!
Es schien, als würde die Sache scheitern.
Bis zu einem bestimmten Moment.
Mr. Martin war sich sicher,
dass mein Energieschub den Schulzaun nicht beeinträchtigt,
aber dafür ganz kurz
den Schleier zwischen den Lebenden und den Toten gelüftet hatte.
Von da an kannte er kein Halten mehr.
Du bist also freiwillig da reingegangen?
Ja.
Zu Beginn.
Doch dann hat sich alles geändert.
Als Mr. Martin merkte, dass es halbwegs funktionierte,
gab es gefühlt kein Zurück mehr.
Ich konnte das nur...
durchstehen, weil ich wusste, dass es mir passierte und nicht euch.
Es war meine Bürde.
Es war meine Idee.
Solange ich da drin war, wart ihr in Sicherheit.
Und dann...
Und dann kamst du dazu, Maddie, und ich...
Ich musste da raus.
Okay? Ich wollte keinem wehtun.
Ich wollte nur noch da raus.
Gib ihr den Schlüssel, Maddie.
Es tut mir leid für dich.
Du kannst ihn jetzt nicht nehmen, aber er liegt hier für dich bereit.
Damit du in deine Narbe gehen kannst, wenn wir getauscht haben.
Denkst du immer noch, ich kann übertreten?
Der Ausweg ist der Weg hindurch.
Ich verstehe es, wenn du nicht dahin zurückwillst.
Ich weiß, wie schlimm es ist.
Die verkohlten Wände, das Chaos...
Und diese Frau.
Wer ist das?
- Welche Frau? - Keine Ahnung.
Sie war definitiv aus deiner Zeit.
Sie hat vielsagend auf die Uhr gezeigt.
Nein, bei mir gab es keine Frau.
Oder verkohlte Wände. Nichts davon kommt mir bekannt vor.
Aber deine Narbe befindet sich im Schutzraum, oder?
Wo das Chemielabor war?
- Wo du gestorben bist? - Ja.
Dort ist doch auch Mr. Martin gestorben.
Moment, du warst gar nicht...
Ich war nicht in Janets Narbe.
Es war Mr. Martins.
Wie jetzt?
Womöglich...
Du musst gehen. Du musst da rein.
Womöglich hatte er seine Armbanduhr nicht um,
als er mich hineinschob.
Damit die Tür sich öffnet, muss man seinen Schlüssel haben.
Wenn das nicht dein Schlüssel ist...
Es ist Mr. Martins.
Oh mein Gott.
Und was ist Janets Schlüssel?
Kann es eine Person sein?
Ja! Ich habe Empfang!
- Hallo? - Gott sei Dank. Ich bin's.
Alles okay? Ich habe euch nicht erreicht.
Simon, ja, uns geht's gut.
Quasi. Hör zu, Anderson war hier.
Geht's euch gut?
Er hat uns bedroht. Lange Geschichte.
Aber er ist mit Diegos Auto entkommen.
- Scheiße. - Ja, Scheiße.
Und jetzt laufen wir durch die Pampa.
Okay, ich kann euch nicht abholen. Was, wenn er hier auftaucht?
Scheiße, warte. Du kannst uns nicht abholen?
Simon, ist Maddie zurück? Hat's funktioniert?
Nein. Nein, noch nicht. Lange Geschichte.
Egal. Seht bitte zu, dass ihr so schnell wie möglich herkommt, ja?
Ich muss das Maddie sagen.
Kommt, so schnell ihr könnt.
- Simon? - Maddie, wir müssen reden.
Nein, hör zu, es tut mir leid.
Es tut mir so leid.
Die Wahrheit ist...
Ja, es ist wegen Wally.
Aber nicht nur. Es ist wegen allem, was hier passiert ist.
Alles, was wir durchgemacht haben.
Ich weiß, ich habe schon viel von dir verlangt,
aber du musst Mr. Martin herbringen.
Er ist Janets Schlüssel.
Sie braucht ihn, um überzutreten.
Wenn wir ihn herbringen, gibt sie mir meinen Körper zurück.
Daraus wird vielleicht nichts.
Can't find what you're looking for?
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