All language subtitles for Feste.Freunde.-.Ein.Hoch.Auf.Uns.2024

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Original subtitles

(sanfte Klaviermusik)

(Frau) Ihr Lieben, ich hoffe, ihr lest diesen Brief gemeinsam.

Es ist nämlich bewiesen, dass Menschen am Ende ihres Lebens glücklicher sind,

je mehr Zeit sie mit ihren Freunden verbracht haben.

Und sie leben auch länger. Also, es sei denn, man stirbt.

Und das ist 'ne echte Scheiße. Weil, dann ist nichts mehr da, vermutlich.

Außer die Erinnerung an die gemeinsamen Momente.

Und darum muss man so viele davon sammeln wie möglich,

damit sie einen für immer begleiten, wenn man geht.

Ich muss... Ich muss wirklich los zum Dienst.

Doch, ich weiß.

Mann, ich hasse Silvester. - Was, warum?

Ja, weil... immer diese ganzen Erwartungen

und nie was zum Anziehen und immer elektrische Haare.

Hey, was denn für Erwartungen?

Es gibt keine Erwartungen.

Wir haben uns. Außerdem freust du dich ein bisschen auf die Party.

Bisschen.

Kleines bisschen? - Nur wegen dir.

(er) Hm? - Ja.

(Sie lachen.)

(beschwingte Popmusik)

Hey, Baby. - Hey.

Wow! - Was sagst du?

Richtig gut. - Na?

Zieh dich um, die Gäste kommen gleich. - Ja.

Hast du ein neues Kleid? - Ja.

Kein Schnäppchen,

aber dann habe ich es anprobiert und wusste, dass ich es nehmen muss.

Steht dir nicht.

Wirklich? - Ja.

Das Kleid?

M-m. - Im Ernst? Hm?

Musst du sofort ausziehen.

(sie) Also? - Was, also?

Wer fährt später? - Wir können ein Taxi rufen.

An Silvester? Hast du eins bestellt, oder was?

Mensch, Adam! Das darf nicht wahr sein!

(Adam) Schiete, Maus. - Scheiße.

(Türklingel)

Das ist hundertpro Adam. - Die schöne Deko.

Hey! Herzlich willkommen.

Komm rein, Finn. Was hast du denn alles dabei?

Der hat was.

Leder.

Nee, ich trink heute nicht. Ich fahre.

Rauch. So Tabaknoten.

Ach du, ich rauche eigentlich auch gar nicht.

Stopp!

Entschuldigung, kennen wir uns? Du siehst super aus. Was hast du denn vor?

Guck mal da.

Hey. - Hey.

(Lied: "The One" von Jeff Meegan & David Tobin feat. Louise Marshall)

(gefühlvolle Ballade)

(Die Frau flüstert etwas.)

Oh, Ellen! - Hey, Eva.

Wie schön, hallo. - Hallo.

Jacob! Du bist riesig geworden.

Hey. - Hallo, na?

Wir haben uns ewig nicht gesehen. - Ja.

Wann war das? Bei Natalies Geburtstag? Schatz, kann das sein?

Ja, wahrscheinlich, oder? - Das ist ja ewig her.

Ja. Ich muss mich mal hinsetzen. Meine Schuhe bringen mich um.

Memory-Foam-Einlagen. Da tut gar nichts mehr weh.

Ja? Okay. Merk ich mir, ja.

Ja, cool. - Warte mal ganz kurz.

Probier die jetzt mal.

Nee, Eva. Eva.

Doch, meine Füße sind das gewöhnt. Ich trag die Dinger jeden Tag.

Und im Krankenhaus habt ihr ja diese Latschen.

Ist nicht böse gemeint. - Nee.

Die sind wirklich gut. - Cool. Vielen Dank.

Danke. - Ja, gerne.

Was ist das? - Einlagen.

Was? - Eva will, dass ich die anziehe.

Aha. - Ja. Ja.

Und? Was Schönes geschenkt bekommen? - Ja, das hier. Von Sebastian.

Wow.

Das mit euch geht immer noch. Okay.

Wie findest du das? - Doch, recht hübsch.

Nein, ich meine das mit mir und Sebastian. - Ich freue mich, wenn es dir gut geht.

Mir geht's super.

Das passt doch perfekt, dass du zu Hause bist,

wenn deine Frau Karriere macht.

Das hab ich genau so, seit die Kinder da sind.

Sebastian ist ja nicht zu-Hause-zu-Hause.

Er schreibt das Buch. Das ist das wirkliche Großprojekt.

Ja, das Buch! Wie weit bist du denn? Du wolltest lange was geschickt haben.

Das geht nicht so schnell. Das ist ein Roman.

Aber zu Hause kann ich mich schwer konzentrieren.

Deshalb fahr ich meistens in die Eifel, und da läuft es gut.

(Eva) Er ist heute erst wiedergekommen. Warst ganz schön fleißig, oder?

(vereinzelte Böller)

(Ellen) Du hast einen Knall. - Ich weiß.

Weißt du, wo ich jetzt gerne mit dir wäre?

Auf Hawaii.

Da wollte ich schon immer hin.

Versprich's mir. Wir fahren nach Hawaii. - Ja. Aber jetzt musst du wieder rein.

Ich will... Ich will nicht. - Du musst wieder reingehen.

(empört) Es ist nicht dein Ernst.

Sebastian?

Sag mal, bist du bescheuert? - Leise! Nathalie, Mann.

Wie lang geht denn das schon? - Weiß ich nicht. Vier Monate?

Vier Monate? Warum?

Ich weiß es auch nicht. Irgendwie ist da was passiert.

Gott, ich bin viel zu high für den Scheiß.

Ist das dein Ernst?

Das geht nie gut, wenn Freunde im Freundeskreis heimlich vögeln.

Es knallt immer.

Außerdem... Sebastian? - Ja.

Was hat der Typ? Ist es der Blick? Den Blick kann ich auch machen.

"Ich bin mit der schönsten und erfolgreichsten Frau verheiratet."

Hör auf! Also, ich brauch jetzt einen Drink.

"Ellen, kannst du mir einen blasen? Ich bin ein Poet.

Bitte, sag mir, wie talentiert ich bin." Du Holzkopf!

Du musst schon ein bisschen ausstrahlen, dass du Single bist, oder?

Versteh ich nicht.

Hast du die schon gesehen? - Nein.

Wie auch, wenn du die ganze Zeit in deinen Rotwein glotzt?

Du bist genau wie Mama.

Weißt du, ich meine es gut. - Ich weiß. Danke.

Aber ich habe einen tollen Abend.

Ich brauche keine Hilfe.

(Frau) Braucht er wirklich nicht.

Also, wir haben uns gerade ganz nett unterhalten, bevor du...

Wirklich? - Mhm.

Entschuldigung. Das habe ich nicht bemerkt.

Weitermachen.

Danke.

Hast aber echt ganz schön lange in dein Rotweinglas geguckt.

Maya und Natalie kennst du schon? - Mhm. Maya kenn ich schon voll lange.

Ich bin ihre Friseurin.

Irgendwann habe ich gesagt, wir können Freundinnen sein,

ich kenn ja eh alle ihre Geheimnisse.

Ah, okay.

Und wie kommst du hierher?

Meine Schwester und Natalie waren zusammen in der Grundschule.

Wir sind quasi miteinander aufgewachsen. Da. Sie. Mareike mit Adam, ihrem Mann.

Und wer ist das?

Das ist Sebastian. Er war mit meiner Schwester und Natalie in einer WG.

Ist mit Eva verheiratet. Architektin, sehr erfolgreich.

Wer ist sie?

Das ist Ellen. Hey.

Jugendfreundin.

Na ja, und darüber kam sie dann zum Rest. Aber ich war der Erste.

Nee, nee, nee, nicht so, nicht so.

Also, der Erste, der sie quasi mit den anderen...

Mit dem Freundeskreis...

Schon okay, ich hab's verstanden. - Okay.

Und mit wem ist sie? - Mit niemandem.

Hm?

Darf ich näherkommen?

Hör zu. Sie ist... Sie ist in so einem Zwischending.

Ah, verstehe, zwischen den Bänken.

Stühlen. Zwischen den Stühlen, sagt man.

Aber das ist vollkommen egal.

Und du?

Keine Stühle. Ich bin ganz normal allein.

Ich meinte, wer du bist. - Rolf.

Ich bin Rolf. Lehrer, Bio und Deutsch.

Ja.

Hi, Rolf, Lehrer, Bio und Deutsch.

Ich bin Dina. - Hi.

(Knall)

(Tuten)

Okay, Leute, Vorsatzspiel.

Ja! Sehr gut!

Vorsatzspiel. - Ich fang an. Burning Man 2020.

Wow! Burning Man! - Okay, ja.

(Natalie) Ja, wir. Na klar!

Nee, alleine. - Ja...

Du bist so frech. Rolf, was ist denn dein Vorsatz?

Okay, ähm...

Ich würde gerne, äh...

(alle) Äh...

Musik machen.

(Adam) Gut! - Ausgerechnet du?

Das ist so gemein. - Warum nicht?

Das ist ja nur für mich.

Mach einfach. Ich meine, ich kann keinen Bauchtanz, und ich mache es trotzdem.

Das musst du uns zeigen! Dina!

(alle) Zeigen! Zeigen! Zeigen! Zeigen! Zeigen!

Mareike und Adam! Drei, zwei, eins.

Me-Time! - Mehr mit der Familie sein.

(Adam) Maus! - "Maus! Maus!"

Das ist doch nichts gegen dich. Das ist doch was für mich.

Was sind denn da die Prioritäten? - Mensch. Sebastian!

Äh, äh...

Ich wünsche mir nichts. Ich möchte glücklich sein, glücklich werden.

Ich möchte glücklich werden, ja. - Das sind wir doch, Schatz.

Was wünschst du dir für nächstes Jahr?

Also, ich will auf jeden Fall...

dass es Sinn macht, im Gegensatz zum...

Die ist so frech! - Kinder oder so.

(Alle seufzen.)

Oder so.

"Kinder oder so." - Ja.

Das sagst du, damit du tiefsinnig klingst. - Nein, ich mag... Was?

Ich finde, Ellen ist mal dran mit Kindern.

(Gäste) Ja, Ellen. - Ellen?

(Natalie) Nicht jede Frau will Kinder. - (Sebastian) Was? Wieso Ellen?

Man kann ja mal sagen, wenn eine Frau 'ne gute Mutter...

Hallo. Ich bin anwesend.

(Mann) Hallo!

(Dina) Ja. Sag doch bitte, sag.

Ach so, ähm... Ich, ähm...

Kommt ihr jetzt? - Kommt, wir wollen böllern.

(Sebastian) Scheiße! Flaschen, Gläser, Feuerzeug!

(alle) Neun, acht, sieben,

sechs, fünf,

vier, drei,

zwei, eins...

(Lied: "You've Got The Love" von Florence + the Machine)

(Jubel)

Gesundes Neues!

(energiegeladene Popmusik)

Frohes neues Jahr.

Dir auch.

(Musik geht weiter.)

(Musik klingt aus.)

Hallo, ich brauche einen Schnaps.

Ich mache gerade zu.

Okay. Frohes neues Jahr.

Danke.

(er) Ich hasse Silvester. - Ich auch. Vor allen Dingen heute.

Warum?

Ich trag die alten Einlagen von der Frau meiner Affäre.

Siehst gar nicht aus wie 'ne Frau für 'ne Affäre.

Sorry.

Sind die Einlagen denn bequem?

(er) So weich.

Als würde man in einem Pudding gehen. - Ja, oder?

(er) Was findest du besser, Pudding oder Porridge?

Pudding. Und du? "Liebe Grüße" oder "viele Grüße"?

Ähm, wahrscheinlich "liebe Grüße", aber nicht "LG".

Warum nicht?

14.000 Zeilen schreiben, Emoji, Emoji, Emoji und dann "LG".

Was machen die Menschen mit all der gewonnenen Lebenszeit?

Danke. Du hast mir vielleicht ein bisschen den Abend gerettet.

Du mir vielleicht auch.

(Nachrichtenton)

Hast du vielleicht Lust... - Warte mal ganz kurz.

Ich muss los.

Es war nett, dich kennengelernt zu haben.

Frohes neues Jahr. - Frohes Neues.

Ähm... Ich hatte übrigens heute auch 'ne Einladung.

Das war nicht das Einzige, was ich vorhatte.

Und ich stehe noch in deinen Einlagen!

Frohes Neues. - (Fahrer) Frohes Neues.

(Nachrichtensprecher, unverständlich)

Was ist das? - Irgendeine Krankheit, aber nur in China.

Okay.

Wo müssen Sie hin?

(ruhige Musik)

(Frau) Wohin mit dem Sauerstoff? - Ja, wo es gebraucht wird.

Oh, mein blaues Baby. - (lacht) Oh Gott.

Wie man schwitzt in diesen Scheißplastiksäcken!

Ja, ich weiß. Wahnsinn.

Happy Birthday!

Gillian-Anderson-Kalender. - Nein! Oh Gott, Gillian. Mega!

Den muss ich aber richtig gut verstecken. Maya ist so krass eifersüchtig.

Die hat mich mal beim "Akte X"-Gucken erwischt...

Was? - Als ich...

Ach so!

Mann, so schade, dass wir nicht feiern können.

Ja, voll.

Maya hat für heute einen Hund ausgeliehen,

damit wir wenigstens im Park spazieren gehen können.

Ich hätte auch so gern gefeiert. - Das holen wir nach.

Ich muss leider los.

Okay, ciao. Mach's gut.

(Sebastian) Ich sitze fest im Zimmer von Jacob.

Mann, du Armer.

Eva hat mich hier eingesperrt, damit ich niemanden anstecke.

Sobald ich wieder gesund bin, fahren wir gemeinsam weg.

Au ja, das machen wir.

Ich vermisse dich schrecklich. - Ich dich auch.

(ruhige Musik)

Richtig geil, ich habe Geburtstag und lauf mit einem kackenden Pudel durch den Park.

Er ist ein Malteser-Mix. Total tolle Hunde.

Und voll kinderlieb.

Boah, Maya, bitte.

Ist das Ellen?

Da ist Ellen!

(singen) Wir zünden dir 'ne Kerze an Weil heut' dein Geburtstag ist

Du spinnst ja!

Come on.

Natürlich gibt's 'ne Party Genau wie letztes Jahr

Du wirst heut' eins, zwei, drei oder vier Fünf, sechs, sieben oder acht

Du wirst heute neun, zehn, elf oder zwölf Oder 13 oder 43 vielleicht

Ich flipp aus! Geburtstag feiern im Park!

Nicht küssen! Nicht, nicht! - (Rolf) Scheißegal.

Von hinten darf man!

Wie süß, heimlich feiern im Park. Wie mit 15!

Danke, Schatz. Erzähl, was gibt's Neues?

Sebastian hat Corona. Deswegen können er und Eva nicht kommen.

(Mareike) Woher nur? Du hattest es ja auch, Ellen.

(Ellen) Was?

Das ist ja egal. Er ist ja bald wieder gesund. Prost!

(Mareike) Wir müssen auseinander.

Danke. Aber Überraschung gelungen, oder? Hast du irgendwas geahnt?

Null. Nichts. Alles perfekt. - Ich liebe das.

Maya hat mir 'ne Reise nach Kopenhagen geschenkt.

Wieso? Ist doch super. - Zum Besamungsgespräch.

Ich bin noch nicht so weit. - Du bist 43.

Ja, eben.

Homeschooling kann persönlichen Kontakt...

Nicht ersetzen, nee, nee. Jetzt wo alles dicht ist.

Aber IT! - In der IT ist das natürlich anders.

Jetzt, wo sich alle online treffen. Also, für mich läuft es richtig gut.

Na, ist doch super.

Es könnte sogar sein,

dass ich mir dieses Jahr vielleicht einen kleinen Extrabetrag rausnehmen kann.

(Rolf) Hast du auch verdient.

Mensch, verdammt!

Hatte die Maske noch an. - Komm.

(Mareike) Überall! Als wären es zwei Liter.

Wollen wir es sagen? - Okay.

Ähm...

Ihr Lieben, ähm...

Dina und ich, wir würden euch gerne...

Hi! - (Natalie) Nee!

Hallo. Alles Liebe. - Das gibt's ja nicht.

(Mareike) Hallo?

Oh Gott, sorry, das habe ich voll vergessen.

Aber ich krieg auch kein Corona. Blutgruppe null.

Ey, Becky war mal Schauspielerin.

Als ich meinen Facharzt gemacht habe, hat sie eine Patientin gespielt.

Ich war die Krebsdiagnose. Hallo. - Kennst du schon alle?

Ich bin Ellen. - Hi, freut mich.

Ich bin nicht Blutgruppe null. - Oh, sorry.

(Rolf) Ich bin Lehrer, deswegen...

Rolf. - Ich bin Becky. Freut mich trotzdem.

Ich unterrichte auch im Kindergarten.

Na? Wie geht's ihm?

Hast du meinen Cousin Max schon kennengelernt?

Max ist gerade aus Amerika zurück.

Der war auch an Silvester eingeladen, aber der hatte krass Liebeskummer,

weil seine Frau ihn verlassen hat.

Die wollte nämlich kein Kind, und jetzt ist sie vom Nachbarn schwanger.

Ach du Scheiße, der Arme. - Ja.

(Ellen) Boah, ist das gemein.

Wäre der was für dich?

Max?

Max, komm mal ganz kurz.

Max, das ist meine Ellen. Meine Ellen, das ist Max aus Amerika.

Hey. - Ich hol uns mal was zu trinken.

Au ja. - Ja.

So sieht man sich wieder. - Ja. Und du bist Max aus Amerika.

"Mäx".

Aber jetzt wieder aus Deutschland.

(Ellen) Boah, kalt. - Echt? Bei mir geht's.

Gute Einlagen.

Weich und warm. Aber ich kann sie dir nicht zurückgeben.

Wenn Einlagen den Träger wechseln, kann der Besitzansprüche geltend machen.

Ja, stimmt. Das steht ja auch so im Bundeseinlagengesetz, oder?

Dina und ich, wir wollten euch eigentlich was sagen.

Ja.

Ihr wisst ja, Dina und ich kennen uns noch nicht lange.

Wir heiraten. - (alle) Nein!

Wann?

Im Sommer, wenn Corona vorbei ist, dann heiraten wir.

(Natalie) Gratuliere. - Schön!

(Dina) Vielen Dank.

Entschuldige, du wolltest es sagen. - Ist egal.

(Mareike) Wir müssen Abstand halten.

Ellen, wenn du ihn nicht nimmst, geb ich ihn Becky.

Bist du ein Gebrauchtwagenhändler?

Leute, Polizei. Polizei! - Achtung, die Bullen!

Okay, wie besprochen, ihr da lang. Ihr bleibt sitzen.

Spiel mit! Gib mir einen Kuss.

(Mareike) Was machst du? - Schlangenlinien verwirren sie.

(Lied: "Bitter Herbs" von Mechanical Bird)

(energiegeladene Gitarrenmusik)

Esther, Homeschooling!

Willst du das anlassen? - Hm?

Willst du das anlassen? - Was?

Und der Sommeranzug, den ich dir geschenkt hab?

Es ist viel zu heiß.

Der ist aus Leinen, der kühlt doch.

Oder hast du schon mal einen Beduinen im Hawaiihemd gesehen?

Esther!

(Musik geht weiter.)

(Musik verstummt.)

Hey.

Becky, ich habe keine Ahnung, ob man über die Dünen abkürzen kann.

(Natalie) Hallo!

Na? - Hi.

Voll schön, dich zu sehen. - Schön, dich zu sehen.

Wie geht's dir? - Ach ja, ganz okay.

Ganz schön viel los in der neuen Klinik. - Echt?

Und dich vermisse ich.

(Eva) Hey, Ellen! - Oh, hi.

Eva ist doch schon da?

Ja, die ist mit Sebastian gekommen. Mit ihrem Ehemann.

Ich dachte, die kommt erst morgen. - Der wird sich niemals scheiden lassen.

(Ellen) Hey, Esther. Hallo. Na?

(Mareike) Ellen, hallo.

Wer lässt sich scheiden?

Ach, ein Kollege von der Arbeit. - Der hat's gut.

Fräulein, Gleichung mit drei Unbekannten. - Was soll das überhaupt sein?

Ist das ein Kriminalfall? - Esther!

(Becky) Hi. - Hey.

Über die Dünen geht es auch.

Hast du sie eingeladen?

Ja, sie gehört jetzt praktisch zu Max' Haushalt.

Guck mal, wie gut ich im Verkuppeln bin. Das ist echt 'ne Gabe.

Was denn? Du wolltest den nicht.

Hast du schon ein Zimmer?

(rasante Musik)

(Sie lachen.)

(Natalie) Boah, bist du link!

(Ellen) Nein!

Gewonnen! Gewonnen!

Herrlich. - Okay, dann schlafen wir hier zu dritt.

Ich wollte schon immer mal... (brummt)

Und, musst du in mein Kinderzimmer? - Nein, aber ich geh freiwillig.

Tut mir leid, dass ihr eure Hochzeit verschieben müsst.

Ist schon okay. Wenigstens können wir uns im kleinen Kreis sehen.

Dafür feiern wir nächstes Jahr besonders groß.

Auf jeden Fall.

Und du meine Trauzeugin, wenn du willst.

Ja, natürlich will ich.

(Seufzen und Küsse)

Entschuldige, Dina hat Kopfschmerzen. - Ja.

Hat Mama Sonnencreme eingepackt? - Oh, hi. Hallo, Jacob.

Hi.

Hey. - Hey.

Hallo.

Stell dir mal vor, das wäre unser Ferienhaus.

Wäre schön, oder?

Papa, hast du kurz Zeit?

Papa! - Ja, ich komm gleich.

(Eva) Hast du den Kleinen eingecremt? - Nein, ich habe ihm die Creme gegeben.

Komm mal her. - Eva...

Wir haben den ganzen Tag noch nicht...

Nein, Jacob war gerade hier drin. - Das ist doch egal.

Eva, bitte. - Jetzt hab dich doch nicht so.

Onkel Rolf, schau mal, was wir mit Papa gebastelt haben.

Die ist ja toll!

(brüllt)

Was ist das? - Das ist eine Hexe.

(mit hoher Stimme) Ich trage deine Bluse.

Das seh ich. Was passiert mit ihr?

Wir machen ein Lagerfeuer unten am Wasser und verbrennen die.

Seit wann werden hier Hexen verbrannt? - Das machen in Dänemark im Sommer alle.

Aber wir sind ja nicht in Dänemark.

Ich habe das früher dauernd gemacht.

Früher war es ja auch okay, Frauen auf den Arsch zu hauen.

Oder die Ehefrau zu vergewaltigen.

Ehefrau-Vergewaltigung, bis '97 legal!

Ich dachte, das wär Tradition, Papa.

Aber das ist ja nur Spaß. - Spaß?

Jeden dritten Tag wird eine Frau ermordet, weil sie eine Frau ist.

Das ist oft. - Ja.

Es wird nicht besser, wenn Väter mit ihren Kindern wieder Hexen verbrennen.

(Prusten) - Findest du das lustig, Sebastian?

Sag mal, ist dir nicht warm in dem Ding?

Nee, nee. Ist ja Leinen.

Sag mal, mit dem Buch, wie läuft's?

Sehr gut. Mein Agent sagt, es wird kein Problem, einen Verlag zu finden.

Schön.

Das ist ja Quatsch. Ich kann es dir erklären.

Nee, okay? Ich habe mir ein Tutorial angeguckt.

Ich hab's jetzt verstanden.

Lass dich nicht ärgern, Maus.

Du bist total schwitzig.

Machst du zu wenig oder zu viel? Ich kapier's irgendwie nicht.

Ich auch nicht. Zu wenig, oder?

Ich glaube, zu wenig. Was glaubst du?

(fröhliche entspannte Musik)

Wie viel krieg ich dafür?

Vier, fünf, sechs, sieben.

Moment, stopp! - (Ellen) Was ist denn, Mareike?

Mareike, ich mache jetzt weiter.

Ja!

(Mareike) Leute, ich bin raus. Adam! Kinder! Eincremen.

Schon wieder?

Guck mal. Guck mal.

Sie kann auch nett zu ihm sein.

Butterbrot und Peitsche.

Was?

Was? - Das heißt anders, ne?

Nee, nee. - Doch. Zuckerbrot und Peitsche.

Bitte versprich mir, dass du mich heiratest.

Dass du mich immer noch heiraten willst, wenn es wieder geht, bitte.

Versprochen.

(Musik geht weiter.)

(Natalie) Leute, Drinks! Kommt mal alle. - Ja, ich komme!

Du rauchst schon wieder. - Ja.

Hier, Becky. - Nee, für mich heute lieber nicht.

Na, schöne Frau? - Na?

Wie, für dich heute nicht? Hey? Becky?

Max?

Okay, ja. Ich bin schwanger.

Ist nicht dein Ernst! - Doch.

(Natalie) Wie bitte? - Ja. Es ist noch total früh.

Max, warum weiß ich nichts? - Erste Nacht.

Ich bin Familie, ich muss so was wissen.

Das ist also irgendwie deine Schuld. - Ja, ganz offensichtlich.

Max möchte nicht, dass wir das schon erzählen,

aber es ist nicht gut fürs Kind, das zu unterdrücken.

Ihr habt ein Tempo drauf. Das ist schon ein Job.

Finde ich nicht. Muttersein ist doch das Schönste.

Bis du das Zweite kriegst. - (Adam) Beim Zweiten wird es einfacher.

Wir bleiben bei einem. Wir wollen Zeit für uns haben.

(Natalie) Ihr habt jetzt schon kaum Zeit füreinander.

Doch, Homeoffice tut uns richtig gut. Wir sind wie frisch verliebt.

Ja. - (Eva) Ja.

Jetzt hat mir Sebastian auch noch einen Urlaub geschenkt.

Sobald es wieder geht, Hawaii. - (alle) Wow!

Verrückt, er will unbedingt nach Hawaii.

Ihr beide so...

Voll schön.

(Adam) Wovon zahlst du das? - Mach dir mal keine Sorgen.

Baby, hier kommt doch bald ein Kind, um das du dich dann kümmern kannst.

Maya?

Maya!

Weißt du, wie weh das tut? - Was denn? Ich habe nichts gemacht.

Wenn alle weiterziehen, und du trittst auf der Stelle.

Ey. Hier tritt niemand auf der Stelle. Wir haben ein super Leben.

Dann kommen solche Sprüche von dir. Ich will ein eigenes Kind.

Ist das so schwer?

Eins, das uns gehört!

Maya, "gehören" ist wirklich nicht die richtige Haltung.

Das ist ja kein Ding. - Ich hasse Burning Man!

Du bist Mitte 40. Du musst nicht im BH in der Wüste stehen und Elektro hören.

Da kannst du auch Kindergeburtstag feiern.

Maya, Maya...

Maya, Baby, mach dich doch mal locker.

Nein, das funktioniert bei uns nicht!

Das muss man planen und Termine machen. - Ich weiß!

Ich weiß.

Trotzdem.

Entscheide dich, Natalie.

Entscheide dich.

(Mareike) Adam!

(unverständliche Gespräche und Gelächter)

(dumpfe Stimmen)

(Becky) Worüber schreibst du eigentlich? - Den "einsamer Wolf"-Mensch.

Zweite Runde!

(alle) Oh!

(alle) Adam, Adam, Adam!

(Mareike) Das kann er.

(Eva) Warst du schon mal auf Hawaii? - (Rolf) Hm?

Warst du schon mal auf Hawaii? - Nee.

Wart ihr schon mal auf Hawaii? - Nee.

Keiner. Ich weiß gar nicht, ob es Hawaii überhaupt gibt.

Ich habe schöne Fotos.

Ich würde sehr gerne nach Hawaii,

aber wir sind immer hier, egal wie scheiße das Wetter ist.

Letztes Jahr waren wir woanders. - Spiekeroog.

Was ist mit Maya? Weg?

Mhm.

Ich hatte mal 'ne Affäre auf Hawaii. - (Jubel)

Wow! - Gute Frau.

Affären darf man nix glauben.

Denen darf man nicht trauen. Das ist ganz gefährlich.

Wann kommt denn eigentlich das Baby?

Ende Januar. Ich hoffe, es wird ein Steinbock und nicht Wassermann.

Bei Affären ist einer ein Arschloch und der andere ein Idiot.

Das ist totaler Bullshit.

Ah ja? Was sind denn deine Erfahrungen mit Affären?

Meine Erfahrungen? - Hör auf.

Ich will's ja nur wissen. - Spannende Themen.

Wenn beide wissen, in welcher Lebensphase der andere ist,

dann weiß jeder, worauf er sich einlässt.

Aber was ist, wenn die eine Person immer davon spricht,

ein Ferienhaus zu kaufen und zusammen in den Urlaub zu fahren

und die Zukunft plant,

und die andere dann irgendwann merkt, dass das ganze Hoffen und Warten

und die ganze Sehnsucht sich überhaupt nicht gelohnt hat?

Okay, kurze Frage. - Kann ich mal die Bohnen haben?

Hat der andere während der Affäre gesagt,

dass er sich mehr erhofft oder unglücklich ist?

Eine Affäre muss immer so tun, als sei alles easy.

Sonst funktioniert das nicht. - (Eva) Wieso?

Wieso denn, was? - (Ellen) Was?

(nachäffend) "Was? Was? Was?"

Mann, du bist so süß, du bist echt so schön.

Danke, Ellen. - (Sebastian) Ellen.

Eva ist super schön. - (Eva) Du bist auch schön.

(Adam) Ihr seid beide schön. - (Sebastian) Ellen.

Sogar deine Ohren sind schön! - (Rolf) Hör auf jetzt.

Ja, ja, ich...

(Eva) Die Shrimps sind wirklich köstlich.

Ganz einfach. Natürlich kommt es auf die Qualität an.

Dann nur ein bisschen Salz, und dann machst du ein bisschen Olivenöl...

Du schmeckst bestimmt auch wie ein Shrimp. - Bist du heute ein bisschen bescheuert?

(Adam) Ich weiß überhaupt nicht, wie du schmeckst.

Ich habe diesen Fisch-Frau-Vergleich nicht gemacht. Das waren Männer.

Ja!

Nur Männer denken sich so 'ne Scheiße aus.

Und ich bin kein Mann, ich bin eine Frau. - Das wissen wir.

Das kann ich zur Not auch beweisen. - (Rolf) Nee, das wissen wir, Ellen.

Ich habe nämlich eine sehr schöne Scheide.

Das stimmt, ja.

Und das... zeige ich euch jetzt.

(Sebastian) Das macht sie jetzt nicht. Ellen.

Ich habe nämlich dieses Problem, dass meine Scheide so schön ist

und man ja immer erst mit Äußerlichkeiten überzeugt.

Aber bei mir ist ja das Highlight die Scheide.

Das heißt, bevor ich jemanden überzeuge,

muss ich erst mal durch die ganzen anderen nicht so guten Sachen,

bis dann endlich meine Scheide zu sehen ist.

Das ist nicht schön.

Was? Glaubst du mir nicht?

Schamlippen wie gemalt. Super schöne lange Schamlippen.

(Mareike) Ellen! - Ja.

Ellen, das ist vollkommen egal. Wir lieben dich für deine inneren Werte.

(Dina) Ja. - (Ellen) Ach so.

(Gelächter) - Na ja...

Rolf! - (Ellen) "Die inneren Werte."

Ich würde deine Yoni gerne sehen. - Ach komm, Becky, was ist los?

Wer ist Yoni denn? - Kommen wir zurück zu Hawaii.

(Becky) Soll sie sie doch zeigen. - (Mareike) Ich will Fotos sehen.

Du kannst ein richtiges Arschloch sein. - Ich?

Kauf dir einfach ein Fixie-Bike, wenn du 'ne Midlife-Crisis hast.

(Eva) Schaut mal, das ist das Zimmer. Das ist so toll.

(Adam) Wahrscheinlich fünf Sterne. - Ja. Da können wir hinten rausgehen.

(Mareike) Ist das toll! Wie lange? - Drei Wochen.

Oh mein Gott!

(Eva) Sag mal, spinnst du?

Was ist denn los mit dir? Bist du bescheuert?

(Mareike) Die ist komplett irre. - (Eva) Da ist mein ganzes Leben drauf.

(Adam) Die ist auch ganz feucht. Hier ist alles voll.

Hey.

Danke.

Wusstest du, dass Fische depressiv werden können?

Und wusstest du, dass Otter

zwischen ihren Vorderbeinen eine Hauttasche haben,

in der sie Werkzeug verstecken?

Um Schalentiere aufzubrechen. Das ist praktisch.

Ah ja.

Tja...

Ja.

Ich glaub, du hattest recht an Silvester.

Ich bin einfach nicht der Typ für 'ne Affäre.

(Frau) Hat sich denn die Braut irgendwo bei euch versteckt?

Schaut doch mal unter euren Stühlen nach.

Doch, ich bin hier.

(Jubel)

(Frau) Diese bereits glücklich verheirateten Damen

werden gleich zwei Zuckerhüte gegeneinander reiben.

Eure Ehe wird so mit der Süße gesegnet.

(träumerische Musik)

...dann antworte bitte mit "Ja, ich will".

Ja, ich will.

Ja, ich will.

Somit erkläre ich euch zu Mann und Frau,

zu Frau und Mann.

Und nun dürft ihr euch gerne küssen.

Yes! - Das war's.

(gefühlvolle Musik)

Wie schön! Hast du...

Mareike ist immer noch sauer auf mich?

Die ist ja hier die große Zeremonienmeisterin,

und es war jetzt orgamäßig alles nicht so einfach.

Wieso? Ich habe den beiden nicht verboten zu kommen.

Aber ist doch klar, dass Eva keinen Bock drauf hat.

Hast du gerade jemanden? - Nein. Das bleibt auch so.

Hey, Ladys.

(Natalie) Was ist denn mit dem? - Ich bleib schön alleine.

Du bumst wieder mit Sebastian.

Hä? Du weißt doch ganz genau, dass ich das beendet habe.

Kann ja sein, dass es wieder angefangen hat.

Maya. Maya.

Mann, Maya, du siehst wirklich so gut aus!

Ja. "Fett" ist das richtige Wort. - Nein.

(Maya) Fett schwanger. - Nein.

(Ellen) Wunderschön. - Essen... Entschuldigung?

(Adam) Du isst jetzt zwei... - Nein, Papa, lass mich in Ruhe.

Du isst jetzt zwei Auberginen. - So, nimm du doch.

(Es läuft beschwingte Popmusik.)

(stumme Szene)

Okay, du hast es geschafft.

Was?

Wir können zusammen nach Hause, wenn du willst.

Ich sehe ja, wie du mich anguckst. Außerdem will jedes Mädchen was vom DJ.

Ich bin aber ja kein Mädchen.

Genau das finde ich an dir so heiß. Du bist so... So reif.

So erfahren. - Danke.

(seufzt) Du sitzt am Restetisch, ne? - Nee, Quatsch, ist ein cooler Tisch.

Kann ich noch Wein, Hans-Peter? - Ob du kannst, weiß ich nicht. Du darfst.

(Gelächter) - (Frau) Hans-Peter!

Okay, fuck, ich bin am Restetisch. - Mhm.

Wo ist'n eigentlich dein Mann?

Der ist nicht tot oder so, oder?

Was denkst du eigentlich, wie alt ich bin?

Willst du meinen Bauch anfassen?

Nee.

Okay.

(Glasklirren)

Keine Angst, keine Rede.

Guten Appetit!

(stumme Szene)

Einen Moment noch. Ich habe auch was gelernt.

Nämlich "Prost" auf Persisch.

Das heißt, ähm... Sim-simi...

Sib-simi... - (Mareike) Gut, also, auf alle! Prost!

Prost!

(Mareike) Was war das?

Mhm. Ja, ich weiß, aber ich kann hier jetzt schlecht weg.

Mhm. Mhm.

Hi, Sebastian.

Die Ellen will nicht mehr mit dir sprechen und auch nicht mit dir vögeln.

Sorry.

Sorry.

Ja, Martina, leg sie auf C4. Ja, ich melde mich noch mal. Sorry.

Sorry, ich dachte, dass du mit Sebastian...

Selbst wenn. Es geht dich nichts an, mit wem ich was habe.

Mich geht es nichts an? - Nee.

Ich setze deine Einzelteile danach wieder zusammen.

Und wo warst du, als mit Sebastian Schluss war?

Ich habe mich bei dir gemeldet? - Ja, super.

Du hast dich einfach weiter mit ihm getroffen.

Ja, klar habe ich mich mit ihm getroffen. Er ist ja auch mein Freund.

Wenn du damit nicht klar kommst, dann bums halt nicht im Freundeskreis.

Ich hatte mich verliebt, mein Gott! - Oh Gott.

Da kann ich doch nichts für!

Ellen, war das höhere Gewalt? Du konntest nichts dafür?

Du hast unseren gesamten Freundeskreis riskiert.

Mareike war sauer auf Sebastian.

Maya war sauer auf mich, weil ich es wusste.

Eva hat versucht, Maya auf ihre Seite zu ziehen.

Ist das ein Kindergarten, oder was? - Maya und ich haben uns gestritten.

Sebastian hat sich Rolf anvertraut, und Rolf hat nur zugehört,

weil ich du dich verpisst hast.

Verpisst? - Ja!

Madame hinterlässt ein Riesenchaos und ist weg.

Es wäre schön, wenn du dich um dein eigenes Leben kümmern würdest.

Dann würdest du jetzt nicht zwei Kinder bekommen, die du nie wolltest.

Du tust immer nur so taff, und ruck, zuck hast du ein Leben, was du nie wolltest.

Ah ja?

Und du hast jetzt das Leben, was du wolltest, ja?

Du kannst mich so gediegen am Arsch lecken!

Ey! Du hast mich nicht als Partnerhaushalt genommen im Lockdown!

(festliche orientalische Musik)

Ich kann nicht mehr.

Ganz kurz.

Nee, nee, nee, nee.

Doch. - Ellen. Wir sind gerade im Timing.

Ich weiß, das nervt jetzt, aber es ist wichtig.

Ähm, hallo.

Wir sind ja auf einer Hochzeit, und da feiert man,

dass zwei Menschen sich gefunden haben und alles super läuft.

Und, ja, ungefähr 70 Prozent der Leute hier wissen,

dass ich nicht so eine Expertin darin bin.

Eher das Gegenteil.

Worin ich aber Expertin bin, ist im Suchen der Liebe.

Das habe ich ziemlich gut trainiert,

und als ich das letzte Mal die Liebe gesucht habe

und dachte, ich hätte sie gefunden,

da habe ich ein ziemliches Chaos angerichtet

und Freundschaften durcheinandergebracht, weil ich dachte, es ist was Echtes.

Wahrscheinlich war es idiotisch, und alle haben es schon vorher gewusst,

aber ich glaube, in Wirklichkeit weiß das keiner vorher.

Und ich glaube, dass es sich immer lohnt, bei jedem kleinen Gefühl

ganz genau hinzugucken...

um rauszufinden, ob's was Echtes ist, und ich würd's wieder machen.

Also, immer wieder.

Aber es tut mir trotzdem leid für das Chaos.

Aber okay, jetzt...

(lacht) Ich hör auf, über mich zu reden, denn es geht um das Brautpaar

und darum, dass ihr euch gefunden habt, obwohl ihr euch gar nicht gesucht habt.

Und das hat niemand so sehr verdient wie ihr beide.

Und ich weiß, dass ihr auf eure Liebe aufpassen werdet.

Ich hab euch sehr lieb.

Euch alle übrigens.

(gefühlvolle Musik)

(Mareike) Ich dich auch.

(energiegeladene Clubmusik)

Willst du nicht tanzen? - Nee, es geht nicht. Füße.

Schade. - Und die Musik ist scheiße.

Kann ich ein Bier?

Alles gut? - Geht so.

Ich hab mich ziemlich mit Ellen gestritten.

Hier, nimm den, ich rauch den nicht mehr.

Krieg ich ein Wasser?

Geht ihr? - Was, wir gehen schon?

Ja, dann muss ich auch wohl gehen.

Tschüss. Viel Spaß.

(Clubmusik geht weiter.)

(Max) Und bei dir so?

Alles gut? Ja.

Prost.

(Schritte nähern sich.)

Hey. - Hey.

Keine Lust mehr zu tanzen?

Ich muss mal durchatmen, aber ich habe hier ein wahnsinnig tiefsinniges Gespräch.

(lacht) Gut. - Cool.

Herzlichen Glückwunsch zum Baby übrigens.

Danke.

Filippa ist großartig.

Und dir und Becky geht's gut, oder?

Mir geht's gut und Becky auch. Es geht uns beiden gut.

Jedem für sich einzeln gesehen zumindest.

Ähm...

Hast du Lust zu kiffen?

(Donnergrollen)

(Ellen) Ich mag die kleinen süßen. - Ich auch.

Hm! Aus.

Weißt du, in einem Moment...

da wohnt plötzlich ein Obdachloser bei uns, den Becky irgendwo aufgegabelt hat.

Und im nächsten Moment ruft eine Familie aus Windhuk an

und fragt, wie wir es mit der Schlüsselgabe...

Schlüsselübergabe. - Übergabe.

...organisieren...

weil Becky uns bei so einem komischen Wohnungstausch-Ding angemeldet hat.

Das ist doch nicht normal, oder?

Keine Ahnung, aber ich find's nett, dass du mich fragst, was normal ist.

Ich glaube, du hattest total recht mit deiner Rede.

Ich glaube, man muss einem Gefühl...

folgen, wenn man es hat.

Weil es sowieso viel zu selten passiert, dass man weiche Knie kriegt.

(DJ) Ellen, wo bist du?

Ich kann dich riechen.

Dein Parfum! Das riecht sehr, sehr gut.

Ich glaub, meine Tante hat genau das gleiche.

(Ellen) Wir müssen weg. Komm.

(Lied: "Our House" von Madness)

(fröhlicher Synthiepop)

Ich habe da andere Erfahrungen gemacht. Nicht "Karriere und Kinder".

Das geht nicht beides. - Ganz kurz.

Tut mir leid.

Mann, ich bin im Gespräch.

Es ist 'ne Party. Party.

(Mareike) Ja, 'ne Party.

Ja, gut. Komm hoch, bitte.

Mach das nicht.

Hör auf, bitte. Ich will nicht. - Warum nicht?

Weil es peinlich ist. Niemand tanzt so!

Ich tanz so. - Ja, ich seh das.

Ich hol dir mal ein Wasser. - Nee, ich trinke heute Wein.

Und ich fahr auch heute nicht. Und ich bin auch nicht peinlich.

Und ich bin auch nicht schuld an deiner Meckerei.

Und daran, dass du keine Karriere gemacht hast, bin ich auch nicht schuld.

Dafür hättest du einfach zu Ende studieren müssen.

Und wenn du wirklich glaubst, dass du es woanders besser hast,

dann mach!

Ich glaub's nämlich nicht.

Du bist nämlich selbst nicht Hawaii.

Nee. Du bist Hannover.

Du bist so blöd.

Du bist so 'ne blöde Scheiß...

Maus! - Gott.

(Elektronische Musik fängt an.)

(sehr schnelle Breakbeats)

(sanfte Musik)

(Lied: "Thinking About You" von Ocie Elliott)

(gefühlvolle Musik)

Zu eurer Hochzeit alles Gute. Möget ihr ewig leben.

In guten wie in schlechten Zeiten immer wieder zueinander finden.

Liebste Grüße aus Hawaii. - Hawaii.

(Sebastian) Dicken Kuss an euch.

(Musik geht weiter.)

(Musik klingt aus.)

(Handy vibriert.)

Guten Morgen.

Du musst gehen.

Was?

Es tut mir wirklich leid, aber du musst gehen.

Warum?

Weil, ähm...

Weil ich immer Fehler mache.

Und weil das hier leider auch ein Fehler war.

Sorry. Tut mir wirklich leid.

(bedrückende Musik)

Wo ist meine Hose?

Ellen!

(Musik geht weiter.)

(Pfiff)

(Musik geht weiter.)

Mhm?

Oh ja, Maya, Entschuldigung. Kann ich mich bitte betrinken?

Ich habe gleich 'ne Taufe auszurichten. - Die totale Tortur.

Guck mal, ob ich Adam und Mareike nicht nebeneinander gesetzt habe.

Mann, diese Stilldemenz. - Mareike, Adam...

Du hast Ellen eingeladen? - Ja.

Die hat sich total gewünscht zu kommen, hat sie gesagt.

Du gehst hin. - Nee.

Komm, Maya hat doch auch gesagt, dass Natalie sich eigentlich freuen würde.

Vergesst den blöden Streit.

(Musik dringt aus Ohrhörern.)

Gehst du denn hin? - Nee.

Dina ist irgendwie schwindelig, übel. Wahrscheinlich irgendein Virus.

Falls ich es auch habe, hat Maya Angst, dass ich die Babys anstecke.

(Rolf) Warum macht sie das? - Ich weiß nicht. Sie ist deine Schwester.

Sie ist deine Mitbewohnerin. - Ja.

(fröhliche Samba-Musik)

(Mann) Und?

Ja, negativ. - Ja!

Party!

Hallo, wer sind Sie denn?

Die halten alle 'nen Raubfisch. Ist das normal?

Ja. Die könnten auch was anderes in der Hand halten.

(Niesen)

Cool. Danke, Mareike. - Bitte.

Kannst du die Maske aufsetzen? - Gibt's Corona überhaupt noch?

Ja. - Hallo.

Hi.

(Mareike) Was ist IPN?

"I'm posting naked." Der will wissen, ob du Nacktbilder verschickst.

(Natalie) Wie geht's? - Gut.

Dir? - Auch gut.

Meistens.

Nicht immer.

Mir auch nicht immer.

Mach ich das? - (beide) Ja.

So was von.

Oh Maya, die sind wirklich so niedlich.

(Pupsen)

Ja... Du schon wieder.

Hi.

Riech mal.

Oh. - Ja.

Das ist irre. Ich bin so was von mit Scheuklappen durchs Leben gelaufen.

Ich muss ganz kurz.

Finni! Hey!

Ich bin auf so 'ner "lame" Feier.

Mach das Handy aus und sag der Mama Hallo, ja?

Sorry, Miri, warte mal kurz. Hi. - Hey.

Na? - Na?

Du siehst... Also, anders, also, gut...

Also, anders... Also, gut anders.

Du auch. - Danke.

Ich habe eine Piñata gemacht für die Kinder.

Findest du wahrscheinlich blöd. Ist kulturelle Vereinigung.

Kulturelle Aneignung.

Das ist ja auch 'ne schöne Tradition eigentlich.

Wie geht es Ihnen sonst so?

Gut.

Adam. Hey. - Hey.

Wo hast du den Kuchen hin? - Welchen Kuchen?

Welchen Kuchen? - Scheiße.

Du hast ihn wirklich vergessen? - Ja.

Es macht gleich zu. - Ich hol ihn.

Nein, du fährst nirgendwo hin. - Ich kann ihn holen.

Du fährst jetzt nirgendwo hin! - (Baby schreit.)

Du machst mich wahnsinnig.

(Baby weint.) - (Natalie) Ist gut.

Ihr beide könnt doch fahren.

Max fährt, Ellen steigt aus. Da kann man nicht parken.

Ja. - Ja, okay. Klar.

Okay, Max, es tut mir leid.

Ist okay. - Nee, das war aber ein böses Okay.

Ich warte hier. - Kein Okay-Okay.

Da kannst du den Kuchen holen.

Es ist eher so ein "Ich will, dass du dich richtig entschuldigst"-Okay.

Hol einfach den Kuchen, okay? Ich bleib hier stehen.

Hier ist Halteverbot. - Kommt ja keiner.

Doch, hier kommen voll oft Leute vorbei. - Ich bin kein Idiot, okay?

So, hier wäre Ihr Kuchen. Der ist sehr schön geworden.

Nee. Entschuldigung, schreiben Sie mich gerade auf?

(ironisch) Nee, das ist meine Telefonnummer.

Warten Sie kurz. - Max, warte.

Ich regele das. - Nee, ich regele das. Halt mal kurz.

Entschuldigen Sie. - Bitte?

Ihre Kollegin hat uns gerade aufgeschrieben.

Schauen Sie mal, wir haben... Komm.

Wir haben gerade diesen Kuchen abgeholt. Das sind die Zwillinge von Freunden.

Heute ist die Taufe, da wollten wir schnell wieder zurück sein.

Sie sind doch bestimmt auch Vater. - Nee, keine Kinder, keine Frau.

Wie? Nee, das kann ich gar nicht glauben.

Ich hätte schwören können, dass Sie vergeben sind.

Sie sehen doch toll aus. Und Sie kommen doch bestimmt viel rum in Ihrem Beruf.

Ja, schon. Danke. - Ja, klar.

Ich schau mal, was ich machen kann. - Okay, ja.

Moment. - Ja.

Warum machst du das?

Weil es klappt.

Du spielst mit seinen Gefühlen. Er denkt, du findest ihn super.

Ist das irgendein krankes Ding von dir?

Spinnst du jetzt?

(Polizist) Also...

Meine Kollegin war ein bisschen streng. Es war ja nicht lang.

Sie dürfen weiterfahren. - Danke.

(Max) Das macht sie immer.

Sie lächelt. Man hat das Gefühl, man ist was Besonderes.

Aber sie fühlt es gar nicht.

Man glaubt's nur, weil sie so guckt...

Kannst du aufhören zu reden? - Ach so, ja, klar.

Du bestimmst, wann geredet wird und wann man sich tot stellt,

wie so ein Opossum in Schockstarre.

Das machen die nämlich. Zack, bumm, tot.

Als wenn nichts gewesen wäre. Wie du.

Du hättest mir wenigstens meine Hose wiedergeben können.

Das war nämlich 'ne gute Hose.

Ich hab dich 1000-mal anrufen. Du hast nicht zurückrufen.

Boah, Ghosting. Das ist richtig mies.

Ja, es gab nichts zu reden.

Du hast ein Baby. Du hast eine Freundin. Die war auch auf der Party.

Und die hat am nächsten Morgen angerufen.

Ich hatte genau so eine Geschichte gerade vorher.

Ich bin fast verrückt geworden.

Ich hab genug von Frauen, die sich verpissen, weil sie denken,

vielleicht kommt da was Besseres, und dann machen sie es mit dem Nächsten.

So bist du nämlich. So seid ihr nämlich alle.

Tut mir leid, dass deine Frau abgehauen ist.

Aber vielleicht war der Nachbar netter als du.

(empörtes Stöhnen)

Au weia, mit dem Nachbarn.

Darf ich Ihnen... - (Polizistin) M-m.

(Türklingel)

(Natalie) Jetzt kommt die Torte.

Na endlich. - Warte. Natalie!

Kuchen!

Es ist eine Ganache aus weißer Schokolade und Haselnussnougat.

Das Foto der Mäuse wurde nicht gedruckt, sondern handgemalt und...

Ja.

Das war ein Unfall.

"Gan-Arsch".

Weißt du, in wie vielen Konditoreien ich gewesen bin?

Nur damit du das lustig findest?

Ich finde es gar nicht so schlimm.

Auf dem Foto sahen die Mädels sowieso aus wie geklont.

Warum hast du dich dann nicht selbst drum gekümmert,

wenn du dieses Foto scheiße findest?

Weil du dich nie um etwas kümmerst. Noch nie!

Und Lena und Lotte, die sehen nicht aus wie geklont.

Du kannst sie nur nicht auseinanderhalten, weißt du? Weil du nie da bist.

Nie!

Weil irgendjemand die Scheiße hier auch bezahlen muss?

Was machst du denn? - Ich bring jetzt den Kuchen raus.

Wer möchte ein Stück?

(Natalie) Du hattest recht bei der Hochzeit.

So wollte ich das nicht.

Ich arbeite 60 Stunden die Woche, um das alles hier so hinzustellen.

Wir essen um 18 Uhr,

wir sind um 21 Uhr im Bett,

und wir haben für alles eine Liste.

Wir haben sogar 'ne Liste dafür, dass wir andere Listen nicht vergessen.

Wir hatten früher so viel Spaß. Ich fand uns so cool.

Maya ist wie so ein Kontrollfreak. Und die wird immer schlimmer.

Ich bin froh, dass wir uns wieder vertragen haben.

Hey, Ellen.

Irgendjemand hat hier Corona, aber ich kann die Tests nicht mehr zuordnen.

Oh Gott. - Scheiße.

Ich glaube, ich habe was Doofes zu Max gesagt.

Er mag dich wirklich.

Nee, mit Max wäre dasselbe passiert, was immer passiert.

Du hattest auch recht bei der Hochzeit. - Nein, Mann, Max ist anders.

Der hat auch Becky sofort verlassen. Das weißt du, ne?

Der hat es mit ihr beendet. Gleich nachdem das mit euch war.

Noch am selben Tag.

Ich durfte mich ja nicht einmischen, aber ich dachte, das hat er dir erzählt.

Ja, ich bin nicht mehr ans Telefon gegangen.

Das machst du immer noch, ja?

(ironisch) Cool.

(Freizeichen)

(Max) Ja?

Kleiner Scherz. Hier ist die Mailbox von Max.

(Ellen) Hallo, Max. Ich bin's... wieder.

Ich wollte sagen, dass es mir leidtut. Ich fände es schön, wenn du dich meldest.

Und ich glaube, dass du noch ein besseres Opossum bist als ich.

Hier ist die Mailbox von Max.

Hey, Max, ähm...

Bei Rolf und Dina ist heute ein Hoffest vom ganzen Haus.

Das wird bestimmt nett.

Vielleicht hast du ja Lust, auch zu kommen?

Ich würde mich freuen.

Okay, tschüss.

Schön.

Es ist nicht vernünftig.

Die besten Dinge im Leben sind unvernünftig.

Es ist so schönes Wetter. Ich freue mich auf die anderen.

Und außerdem hab ich Hummus versprochen. Eimerweise Hummus.

(sanfte melancholische Musik)

Okay.

Okay.

(Natalie) Hey, Kleiner.

Hey! - Hey!

Hi! - Schön!

Geiles Fahrrad! - Mein neues Fixie-Bike.

Bist du allein? - Ja. Die Kids haben Scharlach.

Und du? - Auch allein.

Eva arbeitet genauso viel wie vor der Pandemie.

Surprise. - Ja. Wem sagst du das?

Und wen bumst du jetzt statt Ellen?

(sanfte Musik)

(Ellen) Rolfi. Rolfi. - Hey! Hey.

Ich bin so froh, dass du da bist. Ich bin so froh.

Es gibt wahnsinnig viel zu essen.

Die Kids aus dem Erdgeschoss haben eine Spendenbox gebastelt.

Und Dina steht seit Tagen in der Küche.

Geht es ihr wieder besser?

Nee. Aber sie besteht darauf. Kennst sie ja.

Ja.

Sie will auch keine neue Chemo machen.

Ich hatte gehofft, dass sie vielleicht eine Runde...

Scheiße.

Okay. - Wenn ich irgendwas für euch...

Ich muss mal eben rein. - Okay, ich komme mit.

Nein, nein, danke. Mareike ist schon da. Lampion höher vielleicht.

Probierst du mal bitte?

Perfekt. - Sicher?

Ich schmeck leider nicht viel.

(Ellen) Ich hab Süßigkeiten mitgebracht. - Baklava.

(Natalie) Hey, Ellen.

Hey.

Hallo.

(Sebastian) Hey. - Ey, hallo. Na?

Ich wusste nicht, dass du kommst.

(Natalie) Au weia.

Ja, so ist das, wenn man im Freundeskreis fickt. Blöd.

Man ist danach immer so ein bisschen... Aber habt ihr nicht anders verdient.

Ich hole mir mal was zu trinken. Macht mal nicht weiter so lange, ja?

Ich vermisse dich.

Und nicht nur wegen...

Auch als Freunde. - Ich, ähm...

Ich wollte dahinten mal spenden.

Ich weiß, ich bin schuld. Ich hab's kaputt gemacht.

Es ist meine Schuld. - Ja, finde ich auch.

(Natalie) Ach krass, echt?

Sag mal, wartest du auf jemanden?

M-m.

Okay.

Du überlegst es dir aber trotzdem vielleicht ein bisschen, hm?

Ah. - Mann!

(Adam) Oh.

Das könnte 'ne Penisstauchung werden, ganz klar.

Der wird's überleben.

Wie geht's deinem Penis? Du siehst super aus!

Come on, das ist ja ein richtiger Schuss!

Ich hab sie beim Stand-up-Paddling kennengelernt.

Wusstest du gar nicht, dass Adam jemanden mitbringt?

Nee, wusste ich gar nicht.

Ist doch schön. Und wie ist sie so?

Keine Ahnung. Wir haben sie auch noch nicht kennengelernt.

Maya will jetzt eine Paartherapie machen. - Ist doch super.

Mhm.

Kannst du denn die Babys mittlerweile auseinanderhalten?

Ich markiere die heimlich mit 'nem Kugelschreiber.

Sehr klug.

Glaubst du, Max kommt noch?

Das weiß ich leider nicht.

Geht er immer noch nicht ans Telefon?

Wir dürfen uns eigentlich gar nicht beschweren.

Woanders sitzen die in Bunkern, weil ein Irrer ihr Land angegriffen hat.

Das ist doch Wahnsinn.

Natalie, wenn bei uns Krieg wäre...

würdest du dann mit mir in den Bunker gehen?

Heiratsantrag 2022?

Können wir das ausmachen?

Wenn jetzt Krieg wäre, wäre ich alleine im Bunker.

Ja, Bunker-Buddys.

Okay? - Ja.

(Dina) Nee, eigentlich stimmt das nicht.

(Mareike) Ich weiß das. (lacht) So habe ich das nicht gemacht.

Mit dem Bauch wackeln und hier wackeln.

(Mareike) Sag mir bitte, wie das gehen soll!

(Ellen) Mach. - Mach du doch. Mach du's doch!

Ich habe nie behauptet... - Und zwar so. Let's do the twist, ey.

(Glasklirren)

Entschuldigung.

Dina... - Ja, mein Herz?

Ich wollte eigentlich auf unserer Hochzeit für dich singen,

aber ich hab mich nicht getraut.

Kannst du mal?

(Gitarre spielt, er summt eine Melodie.)

Das ist jetzt wahrscheinlich nicht besonders gut, aber...

Und unvernünftig, aber sind nicht die besten Dinge... unvernünftig?

Ja.

(singt) Would you dance

If I asked you to dance?

Would you run

And never look back?

(Gitarre setzt ein.)

Would you cry

If you saw me crying?

Or would you save my soul tonight?

Would you tremble

If I touched your lips?

Would you laugh?

Oh, please tell me this

Am I in too deep?

Have I lost my mind?

I don't care, you're here tonight

I can be your hero, baby

(Dina) Ja. - Ja.

I can kiss away the pain

I will stand by you forever

You can take my breath away

I can be your hero

I can kiss away the pain

I will stand by you forever

You can take my breath away

(beide singen) You can take

My breath away

(flüstert) Ich liebe dich.

Ich liebe dich.

Oh, hi.

Hallo.

Hey, na? Ich wusste gar nicht, dass das dein Supermarkt ist.

Ist es nicht. Wir waren bloß auf dem Spielplatz hier.

Ah ja, okay. Lange nicht gesehen. Wie geht's dir?

Ganz gut, wie immer. Bin viel mit Filippa unterwegs.

Wohnst du nicht an der Nordsee? Amrum oder so?

Hat Natalie erzählt.

Ja, ich hab, ähm...

Ich hab gerade gekündigt.

Bin letzte Woche zurückgekommen.

Wie geht's Rolf?

Er arbeitet wieder. Ich glaube, das ist ganz gut.

Okay, ich muss dann mal. - Ja, ich auch.

War aber schön, dich zu sehen.

(Kind) Papa, was machst du?

Das ist 'ne blöde Frage, aber ich habe heute Geburtstag, und die anderen kommen.

Herzlichen Glückwunsch. - Ja, danke.

Ähm... Willst du auch kommen?

Du... Ich schaff's, glaube ich, nicht. Ich habe Filippa.

Ich muss auch noch Haare waschen und so. - Ja.

Ja, klar, versteh ich.

Okay. Bis bald. Feiert schön. - Ja. Ja.

Max, wollen wir nicht einfach mal Kaffee trinken gehen? Demnächst, bald?

Ich melde mich.

Und meldest du dich wirklich?

Wahrscheinlich nicht.

Ich mein's nicht böse, aber ich habe irgendwie das Gefühl,

dass wir... nie den richtigen Moment gefunden haben, weißt du?

Ja, das glaube ich auch.

Ich habe das Gefühl, dass wir uns...

Und ich glaube auch, dass das was zu bedeuten hat, wenn das so ist.

Ja, vielleicht.

(Max) Tschüss.

(Türklingel)

Ja, hallo.

Oh, oh. Heiß, heiß, heiß, heiß, heiß, heiß!

Ich sehe, du hast alles im Griff.

(lacht) Rolf!

Hi. - Na?

Willkommen zu Hause. - Danke.

Herzlichen Glückwunsch. - Oh. Der ist schön.

Du feierst Geburtstag. Ich glaube, zum ersten Mal, seit ich dich kenne.

Ja, irgendwie ist es mal an der Zeit. - Find ich gut.

Willst du einen Wein? - Ja.

Geht's dir gut?

Ja, es ist... Es ist alles so belanglos dagegen.

Belanglos klingt super.

Ehrlich? - Auf jeden Fall.

Ich habe heute Max getroffen vor dem Supermarkt.

Und ich habe ihn gefragt, ob wir mal einen Kaffee trinken möchten.

Aber das wollen wir nicht.

Oh. - Ja.

Na ja.

(Türklingel)

Machst du mal auf? - Ich mach schon.

Super schön, die Blumen. Danke. - Gerne.

(Mareike) Nee, E-Piano mit Kopfhörern.

Genau so haben wir es verabredet. Nein, Sie liefern. Ich kann nicht abholen.

Ich kann ja nicht... Moment. Happy Birthday!

Ich muss ganz kurz wegen Esthers Geburtstagsgeschenk... Ich bin gleich...

Danke. - Happy Birthday.

Nee, das machen Sie.

(Natalie) Hallo? - Hello!

Burning-Bread-Festival.

Happy Birthday. - Danke.

Ich stelle das mal hier hin. - Schön, dass du auch da bist.

(Rolf) Hallo. Wein? - Nee, ich mach 'ne Trinkpause.

(Mareike) Sehr gut. - (Maya) Hallo.

(Rolf) Und du, Wein? - Gerne, meine Trinkpause ist vorbei.

Burning Man muss warten, weil wir erst hinkriegen müssen,

dass die Kinder mit dem Babysitter bleiben.

Ist es so schwer für die Kinder? - (Maya) Nein, für mich.

Ja, tatsächlich.

Aber ihnen geht's gut. - Ja, wirklich?

Ja, Themenwechsel. Wein, bitte. - Okay.

Und dir geht's gut? - Ja. Ich habe Nachricht von der Uni.

Ich mache mein Studium zu Ende. - Machst du nicht.

Doch, doch. - Du willst BaföG kassieren, du Schlingel!

(Türklingel) Warte mal.

Wer kommt denn noch? - Keine Ahnung.

Happy Birthday, Ellen.

Was willst'n du hier?

Wir feiern doch immer alle zusammen. Und ich habe dir ein Geschenk mitgebracht.

Und Eva hat 'ne Affäre.

Ich konnte ihn nicht draußen stehen lassen.

(Natalie) Na, Mensch, Kleiner, mutig!

(Sebastian) Na, Große?

(seufzt) Schön. - Hi.

(Mareike) Na? - Hey!

Ich hätte sie gerne früher kennengelernt.

Ich hätte sie gerne noch länger geliebt. Sie war so toll.

Ein paar Jahre oder ein paar Monate wenigstens.

Ich überlege manchmal, ob ich die Wohnung hergeben sollte.

Es war ja schließlich unsere Wohnung.

Geb dir doch Zeit, Rolfi.

Ich halte es kaum aus, dort zu sein.

Ich schaffe es aber auch nicht loszulassen.

Dasselbe mit dem Brief.

Dina hat einen Brief hinterlassen.

An uns alle.

Ich trag den die ganze Zeit mit mir rum, ich schaff's aber nicht, ihn zu lesen.

(traurige Musik)

Wir könnten es zusammen machen.

(Dina) Ihr Lieben, ich hoffe, ihr lest diesen Brief gemeinsam.

Es ist bewiesen, dass Menschen am Ende ihres Lebens glücklicher sind,

je mehr Zeit sie mit ihren Freunden verbracht haben.

(traurige Musik)

Und sie leben auch länger. Also, es sei denn, man stirbt.

Und das ist eine echte Scheiße.

Weil, dann ist nichts mehr da, vermutlich.

Außer die Erinnerungen an die gemeinsamen Momente.

Und darum muss man so viele davon sammeln wie möglich,

damit sie einen für immer begleiten, wenn man geht.

Ich wünschte, ich hätte euch allen öfter gesagt, wie besonders ihr seid.

Natalie und Maya lieben sich, und ich hoffe, dass sie verstehen,

dass ihre Unterschiedlichkeit eigentlich ihre Superpower ist.

Mareike hat ein großes Herz.

Und es steht ihr gut, auch mal verletzlich zu sein,

so wie es Adam viele Jahre an ihrer Seite war.

Ich bin mir sicher, die beiden werden es schaffen,

nicht nur weiterhin gute Eltern zu sein, sondern auch mal richtig feste Freunde.

So wie Becky und Max, die erkennen mussten,

dass sie als Paar leider überhaupt nicht zusammenpassen,

aber als gemeinsame Eltern und Freunde wunderbar harmonieren.

(Traurige Musik geht weiter.)

Das wünsche ich auch Sebastian und Eva,

dass sie sich mehr Zeit füreinander nehmen und weniger für sich selbst.

Nun zu Ellen.

Sie ist vielleicht die Stärkste von euch, ohne es zu wissen.

Weil es so viel Kraft braucht, immer wieder neu an die große Liebe zu glauben.

Und mein Rolf, der großherzigste Mensch der Welt.

Der alles schafft, und der froh sein kann, ausgerechnet euch zu haben.

"Seid euch wichtig und zeigt es euch

und kämpft darum, wenn es zu zerbrechen droht.

Habt Nachsicht und schert die Menschen nicht alle unter einen Kamm,

auch wenn es einfacher erscheint.

Passt ihr jetzt auf Rolf auf und auf euch

und lasst keinen Moment aus, den ihr zusammen verbringen könnt.

Die Zeit, die wir füreinander da waren, unsere Momente,

merkt sie euch und schafft euch mehr davon.

So viele, wie ihr kriegen könnt. Eure Dina."

Hat sie echt "man soll nicht alle Menschen unter einen Kamm scheren" geschrieben?

(Maya) Das hab ich auch gehört.

(Türklingel)

Ja?

Hier ist Max. Ich war gerade zufällig in der Nähe.

Wir wissen beide, dass das nicht stimmt... - Max, warte.

Nein, ich will dir das jetzt sagen, sonst sag ich es nie.

Ich bin nicht zum Hoffest gekommen, weil ich auch ein Opossum bin.

Irgendwie fühlt sich alles nach Gefahr an, aber ich weiß gar nicht, ob das stimmt.

(beschwingte Musik)

Aber ich weiß, dass es... auf jeden Fall noch viel kompliziertere Tiere gibt.

Ein Fuchs stellt sich tot, um sich zu schützen,

und er wartet, bis Aasfresser kommen, und frisst sie dann selbst.

Was ich damit sagen will...

Vielleicht ist ein Opossum nicht das Schlechteste.

Das müsste man herausfinden.

Zumindest würde ich diesen Kaffee gerne trinken...

Also, wenn du auch noch willst.

Ja.

(gefühlvolle Musik)

(Küssen dringt durch den Hörer.)

(Ellen) Tut mir leid, dass ich deine Hose behalten habe.

Ist okay. Ich habe dir deine Einlagen auch nie zurückgegeben.

Komm, die anderen warten.

(Lied: "You've Got The Love" von Florence + the Machine)

(energiegeladene Popmusik)

(Lied spielt weiter.)

(Lied klingt aus.)

(Lied: "Angst" von Ennio)

(ruhiger Deutschpop)

Untertitel: © 2024 VSI Berlin GmbH

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