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Ich habe Angst. Wir müssen klar denken.
Wir töten uns noch gegenseitig.
Bewegung! Schnell, schnell!
Der Everest.
Der höchste Berg der Welt.
Er liegt im Himalaya, zwischen Nepal und China.
Ein legendärer Gipfel,
der Bergsteiger schon lange fasziniert.
Und so extreme Höhen zu erreichen,
birgt viele Risiken in sich.
Es gibt riesige Gletscherspalten,
eiskalte Temperaturen, die einen Gliedmaßen kosten können.
Lawinen.
Und natürlich die Höhe.
Je höher man geht, desto schwächer wird der Körper.
Über 7500 Metern befindet man sich in der sogenannten Todeszone.
Wenn der Körper schlecht reagiert, riskiert man ein Lungenödem,
ein Hirnödem oder den Verlust seiner Sehkraft.
In der Todeszone ist man auf sich gestellt.
Keine Rettung, kein Helikopter,
und es ist fast unmöglich, die Leichen zurückzuholen.
Trotzdem starteten vor mehr als einem Jahrhundert
die ersten Expeditionen an die Spitze des Everest, ohne Erfolg.
1953 erreichten Tenzing Norgay und Edmund Hillary
zum ersten Mal den Gipfel.
Ich bin beeindruckt von denen, die über sich hinaus wuchsen,
vielleicht auch durch die Manga, die ich seit meiner Kindheit lese,
diese Geschichten von Helden mit unmöglichen Träumen,
die nicht wissen, wie sie sie verwirklichen sollen.
Aber damals war der einzige Weg, wie ich große Abenteuer erleben konnte,
in Videospielen.
Erleben wir ein Abenteuer!
Eigentlich verfolgt man bei Minecraft kein Ziel.
Man ist mit Freunden zusammen und erlebt Abenteuer.
Wir haben es geschafft, Leute!
Ich wollte diese Abenteuer teilen und erstellte meinen YouTube-Kanal.
Gleich erscheint mein erstes Video auf Youtube.
Mein Name ist Inoxtag. Habe ich genug gesagt?
Ich erfüllte mir meinen Traum, YouTuber zu werden.
Danke an alle, die bisher auf dem Kanal waren.
Es gibt 100.000 von euch. Wie schön!
Und nach all dem dachte ich: "Warum nicht im echten Leben?"
Ich fordere mich heraus.
Wir machen Survival-Training.
Ich habe Konzepte entworfen.
Zum Beispiel 48 Stunden in einer Zombie-Invasion zu überleben.
Beim Werwolf-Kartenspiel dachte ich:
"Wie wäre es im echten Leben?"
Ihr werdet in diesem Dorf überfallen.
Wir verbringen sieben Tage allein auf einer Insel.
Ihr seid mir bei diesen Abenteuern gefolgt.
Durch YouTube konnte ich meine Träume erfüllen.
Das Projekt meines Lebens
Vor einem Jahr wollte ich ein besonderes Abenteuer erleben.
Inoxtag verkündete es auf seinem Kanal.
Er will den Everest besteigen.
Den höchsten Gipfel der Welt.
Er scheint etwas verrückt zu sein.
Nach der Ankündigung sah ich, dass alle darüber sprachen.
Es gab positive Nachrichten,
aber auch viele Beleidigungen.
Ich hoffe, du stirbst, Arschloch.
Das stört die Bergwelt, die ich liebe.
Was noch? Nur, um sagen zu können: "Ich war dort"?
Nein, du hast den Everest verletzt. Du hast nichts gesehen.
Die Kontroverse hinter YouTuber Inoxtags Everest-Besteigung
Ich verstehe diese Leute.
Das ist nicht meine Welt.
Aber ich dachte: "Warum nicht?"
Wenn ich nicht bereit bin, gehe ich wieder heim.
Im schlimmsten Fall versage ich, aber ich habe was gelernt.
Eines ist sicher, ich muss mich ändern,
denn mein echtes Leben ist eine Katastrophe.
Willkommen in meinem Zuhause, in meinem Badezimmer.
Keine Ahnung. Es ist eine Schande. Ich schäme mich.
Ich musste umziehen. Es dauerte länger, als ich dachte.
Ich kam zu meinen Eltern.
Ich sagte: "Ich kann im Bad schlafen,
ich bin bald wieder weg."
Und jetzt bin ich seit einem Jahr hier.
Es ist ungewöhnlich, im Bad zu leben.
Und sie renovieren gerade.
Ich zeige euch alles.
Ich bin um 2 Uhr fertig mit dem Stream und bin kaputt.
Ich öffne die Tür und mache so.
Ich ziehe meine Socken aus, putze meine Zähne,
dann hüpfe ich hier rüber und tschüss! Ich gehe schlafen.
Ich wache auf. Keine Klamotten mehr im Schrank!
Ich gehe zur Wanne.
Ich ziehe mich an, geh mit dem Hund Gassi,
dusche oben und gehe wieder.
Das war's. Ich wohne nicht mal hier.
Ich bringe bloß meine Sachen und hole ein paar neue,
dann bin ich wieder weg.
Los, auf geht's!
Wenn ich es zusammenfassen muss, mein Lebensstil ist ein Desaster.
Ich schlafe nicht gut, ich habe keinen Rhythmus.
Ich esse nur Mist.
Ich passe nicht auf.
Und meine körperliche Gesundheit … Vergesst es.
T-365 52 WOCHEN - 12 MONATE
Ich folge dir, Kumpel.
Als das Projekt angekündigt wurde, stand es nicht gut um seine Fitness.
Wie schnell laufen wir?
Wirklich langsam. Meine Cardio ist scheiße.
Er hat noch nie Cardio gemacht.
IDRISS INOXTAGS TRAINER
Das hat er nie gelernt.
Jetzt geht er.
Es klingt beeindruckend, aber eigentlich mache ich gar nichts.
Nicht nachlassen.
Wie viele BPMs jetzt?
Da steht 143.
Das Training, das in diesem Jahr nötig ist,
um das Ziel zu erreichen, ist massiv.
Manche brauchen fünf Jahre für diese Art von Ziel.
Also war ich etwas besorgt.
Dieses Jahr gebe ich ihm ein hartes Programm,
aber wenn er es schafft, kann er sein Ziel erreichen.
Mir geht's nicht gut.
Ich dachte, mein Herz hält an.
Als du am Ende "Tempo!" sagtest,
das war schrecklich.
Das ist echt scheiße.
In Rot ist der Drehplan.
Das ist total daneben.
Was sagen die Leute, wenn wir sie so bombardieren?
"Trainiert er für Everest oder macht er Videos?
Er macht weiter wie bisher."
Du sagtest: "Ich kann Youtube pausieren für den Everest."
Wir stehen an einem Punkt,
an dem wir die Videoproduktion um die Hälfte reduzieren müssen.
Du streichst jedes zweite Video, also nur zwei pro Monat.
Also von vier Videos pro Monat auf zwei Videos pro Monat.
Das Training musste seinen YouTube-Plan berücksichtigen.
Ein gutes, solides Training,
ohne ihn zum Burnout zu drängen.
Idriss ist wichtig für meine körperliche Vorbereitung,
aber ich brauchte jemanden, der sich mit Bergsteigen auskennt.
Aber ich kannte niemanden.
Also rief ich Nico Mathieux an, einen Kumpel von mir,
der mir von Mathis erzählte.
Mathis ist Bergführer, Fotograf, Regisseur,
und er ist erst 29.
Die neue Bergsteigergeneration. Er macht so viele Dinge.
Als ich zum ersten Mal von dem Projekt hörte, dachte ich:
"Der Typ ist ein YouTuber, der auf den Everest will."
Damals hatte ich noch echte Bedenken wegen des Projekts.
Ich dachte: "Der Typ macht die Challenge, um berühmt zu werden.
Hat er die richtige Motivation?"
Aber ich wollte ihn treffen.
Ich sagte ihm, er solle drei Wochen nach Chamonix kommen,
um das Bergsteigen zu erfahren, und dann sehen wir weiter.
T-327 46 WOCHEN - 10 MONATE
EISMEER CHAMONIX - FRANKREICH
45°53 22 NORD 6°5 10 E - 1500 M
Geh runter mit deiner Hand, geh runter, führe es zurück.
- Ich führe es zurück. - Na bitte.
Ich lege meine Hand hierher. Ich hole es hier unten
- und führe es zurück. - Genau.
Aber du musst Vertrauen haben.
Woher weiß ich, ob ich dir trauen kann?
Wenn du fällst, sterbe ich.
Glaubst du, ich vertraue dir?
Ich werde nicht fallen.
Hat er den Knoten gut gemacht?
Ich zeige dir, wie man einen Knoten macht. Schockierend.
Ein schlechter Anfang.
Gibt es das nicht in Minecraft?
Ich habe versagt. Der verdammte Knoten!
Kann ich damit klettern?
Ja, das kannst du. Aber …
Deshalb sind wir nicht zusammen.
Mach einen einfachen Achterknoten, bevor du den zweiten machst.
Ok, der ist gut. Jetzt muss ich dem Seil folgen.
Wow! Mein erster Knoten!
Weiter nach vorn, halte die Fersen unten.
Du hebst deine Fersen zu sehr.
So ist es besser.
- Warum rutsche ich? - Bleib unten, Inox.
Er hat Angst.
Jetzt fühlt er sich clever.
Easy …
Oh, verflucht! Das war gruselig!
Bei meinem ersten Bergerlebnis lachten sie richtig gut auf meine Kosten.
Es lief gut mit Mathis.
Er brachte Léo Slemett mit, den Skiweltmeister.
Der Druck steigt für meinen ersten Trainingstag.
Von hier oben ist es gruselig.
Es sieht unmöglich aus.
Inox, pass auf das Abseilgerät auf.
Gut.
- Verdammt! - Mein Gott!
Hey, sei vorsichtig.
Das Abseilgerät ist runtergefallen.
Wir flippen aus!
Mein Fehler!
Ich habe das Abseilgerät fallen lassen. Ich bin so dumm.
Jetzt kann ich nicht mehr runter.
Mathis, wie komme ich runter, wenn ich es fallen ließ?
Wir kriegen das schon hin.
Ich bin so hoch oben! Das ist verrückt.
- Ich bin so verdammt dumm. - Warum?
Das Abseilgerät. Ich habe Mist gebaut.
Du musst vorsichtig sein.
Verdammt! Ich habe es für uns beide versaut.
Es gibt Techniken, um ohne runter zu kommen, aber sie sind schwierig.
Ohne wird es schwer.
Ich bin so dumm. Tut mir leid.
Schon gut.
So einen Fehler kann ich mir nicht leisten.
- Nie wieder. - Vorsicht.
Das Tolle an Mathis ist, dass er verschiedene Bergsportarten kennt.
Willkommen in der hochalpinen Welt.
Das ist der echte Anfang!
Es ist unglaublich.
Aber es ist beängstigend, so hoch …
- Die Bergwand ist 1000 m tief. - Wären wir nach einem Sturz tot?
- Wir wären auf jeden Fall tot. - Ok.
Beruhigend für meine erste Expedition!
Wenn ich hinfalle, ist es finito.
- Wäre ich tot? - Ja, du wärst tot.
Wir kommen dem großen Sérac sehr nahe. Er ist über uns.
Séracs sind große Eisblöcke am Berg,
die jeden Moment einstürzen können.
Manchmal muss man unter einem Sérac durch.
Egal ob man Kilian Jornet, Nimsdai
oder jemand ist, der das zum ersten Mal tut,
es ist für alle das gleiche Risiko.
Er könnte einstürzen, wenn man Pech hat.
Zwei Tote bei Sérac-Einsturz
Sechs Tote, viele Vermisste
Michel Canac von Sérac getötet
Diese Gefahren werden oft übersehen,
aber mit etwas Pech kann man zerquetscht werden.
ZURÜCK IN PARIS
Stopp! Hör auf, du nervst so!
Er ist so ein Miesepeter. Er kam gerade erst. Geht es dir gut?
Er kam gerade aus den Bergen: "Ich will Bergsteiger werden."
Bergsteiger.
Sie wollen mir die Kunst des Bergsteigens beibringen.
Es ist eine Kunst, eine Disziplin.
Sie öffneten sich mir, um mir beizubringen, wie man es richtig macht
und ein echter Bergsteiger wird.
Es war eine nette Überraschung, dass er so fit ist.
Er lernte schnell alle Bergsteigtechniken.
Er ging schnell zum Klettern und Steigeisen-Techniken über.
Das war wirklich toll.
Ich hacke, mache einen Schritt.
Du hast dich mit deinem Eispickel abgehackt.
Nach einer Weile habe ich zugestimmt, ihn zu führen,
aber wir wussten nicht,
wie sein Körper auf große Höhen reagiert.
Wir waren noch nicht über 4000 Meter.
Bei einem so großen Ziel, ohne zu wissen, wie der Körper reagiert,
riskiert man, dass man nicht einmal den Mont Blanc erklimmt.
Damit kann man Everest vergessen.
Inès hatte keine Ahnung, wie sein Körper auf die Höhe reagieren wird.
Also musste er dringend einen Hypoxie-Test machen.
T-298 42 WOCHEN - 9 MONATE
HYPOXIE-TEST - INSEP
Heute machen wir einen Hypoxie-Test,
der testet, wie der Körper auf Sauerstoffmangel reagiert.
Je höher man steigt, desto weniger Sauerstoff ist vorhanden.
Das zeigt sehr gut, ob man dafür gemacht ist.
Da hilft kein Training.
Fällt der Test negativ aus, ist das Abenteuer vorbei.
Selbst wenn ich hart trainiere, ändert sich der Parameter nicht?
Du bist erledigt. Du musst nach Hause.
Auf geht's!
Hier fährst du hoch, du fährst runter,
hoch, runter und so weiter.
In der zweiten Phase fährst du so schnell wie möglich.
Zeig dein wahres Können. Los.
Jetzt musst du alles geben.
Los! Das ist gut. Jawohl!
- Gut! - Du machst das toll.
Nicht aufhören! Gib alles!
Inès, dein Herz beschleunigte auf 195 Schläge pro Minute,
und du hast zweimal das Maximum von 51,7 VO2 erreicht,
was gut ist. Du kannst problemlos alles geben,
aber in großer Höhe ist das kein großer Vorteil.
Was sind die größten Vorteile?
Eine gute Atmungsreaktion auf Hypoxie,
gute Chemorezeptoren,
die in der ersten Phase getestet wurden.
Ich brauche gute Resultate.
Die Ergebnisse sind in dieser Tabelle,
die deine Höhentoleranz zeigt.
Du liegst bei drei und fünf, die Normalwerte sind unter 5,5.
Du bist also in beiden Fällen gut drin.
Vergiss nicht, dass der Everest trotzdem gefährlich ist.
Da ist die Höhe, die Kälte,
das Risiko einer Lawine, kollabierende Séracs.
Es gibt viele Dinge zu berücksichtigen.
Das macht es zu einem gefährlichen Ziel.
Verstanden.
Jetzt, wo du den Test bestanden hast, musst du meinen bestehen.
ZAHN DES RIESEN FRANKREICH - CHAMONIX - 4013 M
- Wir klettern da hoch? - Ja.
Willst du mich umbringen?
Nein, nicht sofort.
Der Fels ist beängstigend.
Wovor hast du Angst?
Er ist so steil. Und auch hoch.
Gut so, Bro.
Es ist alles in meinem Kopf.
Sieh mal.
- 4000 Meter gerade runter. - Wir sind wirklich hoch oben.
Ich habe 80 % Angst um mein Leben.
Du wolltest das tun, also haben wir es getan.
Aber das ist ein Anfängerniveau.
Bro …
- Hast du das schon mal gemacht? - Noch nie.
- Machst du Witze? - Das erste Mal zusammen.
- Du machst Witze. - Mein erstes Mal.
- Du warst noch nie da oben? - Noch nie. Ist das wichtig?
Der Typ ist verrückt.
Er war noch nie da oben und nimmt mich mit.
Bro, sieh dir die Felswand an. Wie flach die Wand ist.
Ja, sie … Sie ist steil, ja.
Wir werden froh sein, wenn es geschafft ist.
Ja.
Danach gehen wir Burger essen.
Wenn wir noch am Leben sind.
Und jetzt?
Wir haben es geschafft, Bro!
Gut gemacht, ich freue mich für dich.
- Das hast du toll gemacht. - Gut gemacht.
Danke, Mathis.
Gut gemacht, Mann. Du hast Eier, wie man so schön sagt.
- Verdammt! - Ich bin stolz.
- Dank dir. - Du hast dich sehr bemüht. Das ist cool.
Das ist wirklich beängstigend. Mein Bein zittert.
Pass auf, Bro.
Komm schon! Sachte!
Sachte, Bruder! Sachte!
Verdammt. Ich will nicht sterben!
Der Gipfel war das Schlimmste.
- Schrecklich. - Es wird immer schlimmer.
Diesen Sommer wird es nicht aufhören.
Der Mont Blanc ist der höchste Gipfel der Alpen.
Auf geht's!
Nicht in den roten Bereich.
Bei dir kann ich nicht langsamer werden.
Na?
Ich habe Tränen in den Augen.
Dieses Gefühl ist verrückt.
Pack deine Sachen, wir fahren in die Schweiz.
Besteigen wir noch einen Berg?
- In der Schweiz. - Sehen wir es jetzt?
Normalerweise schon.
Es ist ein Monster!
MATTERHORN - SCHWEIZ 4478 M
Der Berg macht mir Angst.
TOUBKAL - MAROKKO 4167 M
Ich brachte Amine und Idriss nach Toubkal.
- Toubkal! - Tupac?
Der höchste Berg Nordafrikas, 4200 Meter.
Das Ziel ist keine Beschwerden.
Ich höre nicht auf.
Also schläfst du jetzt?
Nico Mathieux lud mich ein, Korsika zu Fuß zu überqueren.
Die Überquerung von Korsika.
Das ist der Anfang des GR20-Pfads. Fünf Tage nonstop wandern mit Nico.
Für den Everest
gibt es nichts Besseres als das, um dranzubleiben.
Und wir machen weiter, immer weiter, wir geben nicht auf.
Er rennt, ich halte es nicht aus.
Keine Sorge, das wird schon.
Wir haben viel getan. Sogar meine Mutter kam mit uns mit.
- Ich ermüde dich nicht, Mama? - Nein.
Du hast mich erschöpft, als du nicht aus dem Haus gingst.
- Als ich am Computer saß? - Ja.
Als ich 13 war.
Er wollte immer am Computer sitzen.
Rechtsklick!
Wie lange spielst du schon?
Als meine Mama mir einen Computer kaufte, bekam ich Minecraft.
Den Kauf hat sie bestimmt bereut.
Nein, ich hätte es bereut,
wenn du nicht hier wärst, hier draußen.
Ich bereue nichts, weil du endlich das Leben entdeckst.
Wunderschön! Es ist unglaublich hier!
Ist das das Ende?
Der Gipfel!
Auf geht's!
Danke, Mathis. Du hast mein Leben bereichert.
Im Ernst, ich sage es dir. Ich habe eine Leidenschaft entdeckt.
In letzter Zeit stand ich meinen Eltern nicht besonders nahe,
also machte ich meiner Mama ein Geschenk.
Wir sind da.
Ich fasse es nicht.
Du wolltest fliegen, also fliegen wir.
- Gehen wir alle zusammen? - Ja.
Oh, das ist wunderschön, danke!
Mathis, warum hast du eines Morgens gesagt:
"Ich nehme dieses kleine YouTuber-Arschloch mit."
Alter, warum hast du dir plötzlich gesagt:
"Hey, ich folge dem Kerl in den Wahnsinn."
Als wir uns kennenlernten, sah ich, was du tun wolltest.
Ich dachte: "Dieser Typ will nicht nur den Everest besteigen,
er will die Berge in jeder Hinsicht erleben."
Ich dachte: "Das Projekt ist aufregend",
denn du wolltest die Berge entdecken
und weiter gehen, als nur den Gipfel von der Liste zu streichen.
Der Weg, den du gewählt hast und dem du zugestimmt hast,
ist der richtige, denke ich.
Ich bin sehr zufrieden mit unserer bisherigen Reise,
Aber das ist erst das Ende der ersten Phase.
Wir haben die höchsten Gipfel der Alpen erklommen.
Wir müssen zur zweiten Phase übergehen, in Nepal,
und der schwierigste Teil kommt noch.
"Der schwierigste Teil kommt noch"?
Wir nehmen uns die Ama Dablam vor. Sie ist 6812 Meter hoch.
Viele halten sie für den schönsten Berg der Welt.
Um dieser extremen Höhe zu widerstehen,
muss sich der Körper akklimatisieren.
Wir machen eine zehntägige Wanderung von Dorf zu Dorf,
um uns an die Höhe zu gewöhnen,
und dann gehen wir zum Basislager,
von wo aus wir den Gipfel ohne Sauerstofftanks erreichen wollen.
Nach nur sechs Monaten Training
ist das Besteigen der Ama Dablam vielleicht etwas zu ehrgeizig.
Wir reisen morgen ab.
- Freust du dich? - Wir freuen uns sehr.
Gestern habe ich mit meinen Eltern in einem Restaurant gegessen.
Mein Dad flippt aus. Er flippt echt aus.
Er hielt eine 50-minütige Rede.
Ich dachte: "Ich muss das aufnehmen."
Eines Tages, wenn ich Ärger habe, wenn ich Motivation brauche, höre ich mir das an.
Ich dachte: "Ich stecke mir das in die Ohren,
und es wird mich daran erinnern, was er zu mir sagte."
Wenn ich es abspiele …
- Du hast deinen Vater aufgenommen? - Ja.
Er wusste es nicht?
Alter, das ist nicht kompliziert.
Er bringt mich um, wenn er erfährt, dass ich das Gespräch aufgenommen habe.
Er hat geredet, er hatte eine Träne im Auge.
Ich spürte es, seine Stimme zitterte.
Ich dachte: "Sie haben Angst um mich."
Und hast du Angst?
Ich? Bist du irre? Ich kann es kaum erwarten.
Hab dich lieb.
Ich schicke dir Nachrichten.
Mein Telefon ist nicht immer an.
Mach dir keine Sorgen.
- Kein Stress. - Melde dich bei mir.
Wir sind in einem Monat wieder da.
Sie war etwas gestresst.
Ja, sie sagte: "Man weiß nie, ob etwas passiert …"
Alles wird gut.
KATHMANDU - NEPAL 1400 M
Was für ein Chaos.
Wie mein Zimmer, aber eine ganze Stadt.
Überall laufen Kühe rum.
Was ist los? Hast du die Kuh gesehen, die feststeckte?
Short, short.
Oh, Scheiße!
Marion macht ihn fertig, wenn er heimkommt.
Oh, Scheiße!
Oh, Mathis!
Wie sehe ich aus?
Sieht gut aus. Er hat sich Mühe gegeben.
Gehen wir, Schweizer.
Du siehst aus wie Tim, wenn er von der Rakete zurückkommt.
Wir fliegen so nah am Boden! Das ist irre!
Auf geht's, Mathis!
Ich fasse es nicht! Die ganze Stadt ist unter uns.
Wir sind von Kathmandu nach Lukla geflogen.
Wir sind immer noch im Dschungel. Wir sind noch nicht besonders weit oben,
auf 2800, und wir fahren nach Namche, dem Sherpa-Dorf.
Mein Akku ist zu 100 % geladen.
Ich bin bei 100 % und ich bleibe bei 100 %.
Das brauchen wir.
Bis zum Berg! Und sobald ich die Ama Dablam sehe …
Das sind Gebetsmühlen.
Gebetsmühlen?
Wenn man sie dreht, sprechen sie Gebete.
Immer im Uhrzeigersinn.
Ich liebe es hier. Es ist spirituell.
Ich fühle mich gut, ich lade auf.
An Orten wie diesem kann ich meinen Kopf freikriegen.
Ich kann an nichts denken.
Ich bin nicht hier, um zu überlegen, was ich morgen tue,
soll ich ein Video machen, die ganze Zeit an YouTube denken …
Es ist mir endlich egal. Einfach alles, Mann.
Sobald ich hier in den Bergen bin …
… ist alles andere egal.
Das Gehirn konzentriert sich nur auf die Gegenwart.
Ich denke, dazu ist das Leben da.
Man muss es herausfinden, man muss lernen wollen.
Ich will nicht in meiner Blase bleiben, in meinem Kokon.
Um herauszufinden, was du liebst, deine Leidenschaft,
musst du aufstehen, den Fernseher ausschalten,
rausgehen und vieles ausprobieren.
Es gibt Dinge, die nichts kosten, um sie auszuprobieren.
- Hallo. - Hallo.
- Alles gut? - Ja, klar.
- Du besteigst den Everest? - Ja.
- Er hat es 12 Mal gemacht. - Zwölfmal?
- Zwölfmal. - Zwölfmal nach oben?
Ja.
Er hat seine Finger verloren.
Dieser bewegt sich nicht.
Er kann ihn nicht bewegen.
Die sind auch weg.
Alle vier.
Hast du noch ein Gefühl?
Er fühlt nichts mehr.
Mit weniger Sauerstoff kommt das Blut nicht bis in die Extremitäten.
Zuerst kommen die lebenswichtigen Organe.
Wenn man wieder runterkommt, verliert man die Finger.
- Gehst du zurück zum Everest? - Ja.
Ja, er wird versuchen, weiterzumachen.
Wird er es wieder versuchen? Er geht wieder zurück?
Er geht im Frühling zurück.
So ernährt er seine ganze Familie.
Aber er würde nie zum Vergnügen gehen.
Es geht nicht ums Vergnügen.
- Er ernährt damit seine Familie. - Sie haben keine Wahl.
Es ist eine gute Einkommensquelle, also macht er es.
Wir im Westen haben ein luxuriöses Leben.
Wir träumen von diesen Aufstiegen, weil wir es uns leisten können.
Aber er tut es, um zu überleben.
Wir tun es zum Spaß, und er tut es, um zu überleben.
Namaste.
Kennst du YouTube?
- YouTube? - Ja, ja.
Sie verarscht mich.
Hast du gesehen, wie sie mich verarscht hat?
Oh, Manish!
Manish ist unser nepalesischer Kameramann.
Fühlst du dich gut? Kennst du das?
Mir geht's gut.
Mir geht's gut.
Mir geht's gut.
So, dir geht's gut.
Und dann ist da noch Ila Nuru, unser Guide.
Ila Nuru hat mir seine Brille geliehen.
Und Dorji, der Sherpa-Anführer.
Er hat den Everest 19 Mal erklommen. Er hat uns zum Essen eingeladen.
Das ist sein Haus.
Vorsicht mit dem Kopf. Vorsicht!
Es tat kaum weh.
Er macht uns Kartoffeln aus seinem Garten.
- Bist du Vegetarier? - Ja.
Du kannst nichts töten?
Ja, weil alles Leben kostbar ist.
- Du bist also Vegetarier. - Ja.
Du auch, Ila Nuru, Gemüse?
Gemüse und Fleisch.
Der Typ ist lustig. Er ist so lustig, Ila Nuru.
Halb, halb.
Das ist die beste Antwort.
Wie immer bin ich hier mit Mathis
und Jordan, der hier ist, um mit Manish zu filmen,
und mit Samy, dem Produzenten.
Und mit Léo Slemett, dem Skiweltmeister,
der bei meiner ersten Bergtour dabei war.
Wir fahren zur Ama Dablam!
Als ich dich das erste Mal sah,
dachte ich nicht, dass ich mit dir die Ama Dablam mache.
Du Bastard!
- Bro, klettern wir da hoch? - Das …
Wir klettern da hoch?
Nein, ist es das? Alter, es ist wie eine Pyramide.
Von hier sieht der Gipfel der Ama Dablam beängstigend aus.
- Ja, er ist beängstigend. - Sehr!
Ich habe viele Berge gesehen, aber der macht mich nervös.
Der hier macht mich nervös!
Chamonix ist schwer für Europa, aber das ist eine ganz andere Geschichte.
Es macht mich …
Ich habe Angst vor einer Sache, nicht da oben zu sein.
Ich weiß nicht, ob ich Kopfschmerzen
oder Durchfall kriege.
- Willst du wirklich da hoch? - Ganz sicher.
Aber du weißt nicht, ob dein Körper mitmacht.
- Richtig. - Ja, ich auch.
Ich mache lieber das als den Everest.
Sie ist wirklich schön.
Als du deine Everest-Besteigung angekündigt hast …
Ich lag falsch, ich postete das.
Das ist ein Zeichen, wir müssen da hoch.
Viele Leute sagen, das sei der schönste Berg der Welt.
Unter dem letzten Hang ist ein sehr bedrohlicher Sérac,
der letzten Frühling einstürzte.
Sie waren im Basislager. Was für eine Lawine.
Oh, dieser Lärm!
- Das ist beängstigend. - Ja.
Dorji, hast du im Basislager gefilmt?
Ja.
Das ist verrückt!
Manchmal kommt der Wind vom Schnee.
Er bewegt eine Luftmasse, die das Basislager zerstören
und Menschen töten kann.
Es ist beängstigend.
Wir erklimmen die Ama Dablam, 6800 Meter!
Mein bisher höchster Berg.
Das ist unglaublich!
Mir geht's gut!
Manish, wieder ein Rekord!
Der Gipfel.
Gut! Alles gut?
Hat jemand Fashion gesagt?
Er freut sich, er hat acht geschafft.
Eine letzte Nachricht.
Schaut, ich lasse ihn hüpfen.
- Wie lief es? - Er ist oft gehüpft.
Mir geht's gut!
Es ist fast zu warm hier drin.
Ich bin krank. Es ist ein Virus.
- Es könnte die Höhe sein. - Nein.
Ich hatte das in Paris auch schon.
Ich komme wieder.
- Wir gehen zum Gipfel. - Jawohl, Sir.
- Niemand wird mich aufhalten. Niemand. - Niemand.
- Ich komme wieder. - Er kommt zurück.
- Ich komme zurück. - Zeig mir dein Lächeln.
Ja!
Ich wusste, ich werde krank.
Es musste so kommen.
Ich musste am Tag davor krank werden.
Ich wurde nicht vor sechs Tagen krank,
als ich Zeit hatte, um mich zu erholen.
Ich bin einen Tag vorher krank
und das nervt so.
Ich bin so traurig.
In vier Tagen wird es nicht besser.
Es nervt total.
Wir sind für eine Nacht hier. Wir sehen morgen, wie es dir geht.
Wenn es dir nicht gut geht, nehmen wir uns frei.
Wenn es nicht besser wird, sehen wir, was wir tun können,
ob wir runtergehen, oder ob wir es abblasen.
Wir dürfen uns nicht für einen Berg in Gefahr bringen,
der in 20 Jahren noch da sein wird.
Es ist, wie es ist.
Manchmal klappt es, manchmal nicht.
Manchmal gibt der Körper auf. Manchmal ist es das Wetter.
Es gibt 1000 Gründe.
Eine Milliarde Expeditionen gingen schief.
Du darfst nicht niedergeschlagen sein, wenn es nicht klappt.
Es wird alles gut.
Wir tun alles, damit es klappt.
Schwer zu sagen.
Wir sind gerade aufgestanden, und Jordan geht es wirklich schlecht.
Er ist wirklich krank.
Ich hatte Halsschmerzen und Jordan Kopfweh.
Ihm geht's schlimmer als gestern.
Wir kriegen keine Bestätigung für den Hubschrauber.
Warte, sie antworten auf WhatsApp.
- Es geht schnell. - An einem Tag.
- An einem Tag. - Ein Tag.
Heute Morgen, als ich ihn sah. Ich dachte: "Er ist krank."
Leider läuft es nicht immer nach Plan.
Wenn ich daran denke, dass ich umsonst hier bin …
Ich werde zurückkommen, Manish.
Ich weiß nicht, was ich habe, aber ich will nichts essen.
Verdammt nervig.
Jordan hat COVID.
- Er hat COVID? - Er hat COVID.
Vielleicht haben wir alle COVID.
Wir haben alle COVID, wenn er es hat.
Wir alle haben COVID.
Scheiße! Verdammtes COVID!
Der Helikopter.
Er ist abgestürzt.
Nein!
Verdammte Scheiße.
Ich hoffe, da war niemand drin.
- Einer muss drin gewesen sein. - Zumindest der Pilot.
Wir haben Neuigkeiten vom Piloten. Der Pilot ist ok.
Er konnte abspringen.
Ich habe noch nie einen Absturz gesehen.
Hier oben haben Helikopter kaum Auftrieb.
Wenn sie abheben,
da wir auf 5000 Meter sind, kommen sie nicht weit vom Boden weg.
Sie fliegen nahe am Boden, bis sie weiter unten sind,
und manchmal berühren sie die Felswand und … Bumm.
Das hätte gestern Jordans Helikopter sein können.
Jetzt sind wir total schlecht gelaunt.
Mir geht es hundeelend.
Jordan ist weg.
Der Hubschrauberabsturz.
Das ist eine riesige Tortur. Eine wahre Tortur.
Sobald es mir besser geht, gehen wir auf diesen Gipfel.
Wir rocken das.
Sonst wäre ich jetzt schon zu Hause.
Bevor ich ankam,
dachte ich: "Ich schaffe das nicht."
Ich bin entschlossen, jetzt denke ich, es ist möglich.
Natürlich ist es möglich.
Unser Ziel, Erholung.
Es ist Samstag, der 14.
Wann ist die Erholungsfrist?
Wir können nicht hier einschlafen.
Wir können nicht drei Tage lang nichts tun.
Glaubst du, wir gehen in zwei Tagen?
Ja.
Bis dahin bin ich nicht gesund.
In ein, zwei Tagen geht es dir besser.
Nein, Leute, lasst mich ausruhen. Ich kann nicht.
Wozu ausruhen? Wir gehen.
Mein Hals brennt.
Lass deine Gefühle nicht im Weg stehen. Du gehst da rauf.
- Léo ist ein Arschloch. - Bin ich nicht.
- Du hast COVID … - Konzentrier dich nicht auf den Hals.
Hör nicht auf dich.
Wir setzen einen Fuß vor den anderen und gehen hoch.
BASISLAGER AMA DABLAM
Basislager, wir sind da, Leute!
Wir schaffen es.
Ich bin total aufgeregt.
Ich war noch nie so aufgeregt, einen Berg zu erklimmen.
Willkommen zurück!
Überraschung, du Arsch!
Ich bin zurück!
Willkommen zurück!
Wie war Kathmandu? Hast du Luft bekommen?
- Klar! - Wirklich?
Ok, kein Pech mehr. Ich bin gut gelaunt.
Wir klettern wie Titanen. Das ist die Zielgerade.
Wir haben 2200 Meter zum Klettern, einfach so.
Nichts hält mich auf. Ich gehe nach oben, da bin ich mir sicher.
Ich bin mir sicher.
Vom Basislager aus gehen wir ins Camp 1.
Dann müssen wir das Camp 2 erreichen und übernachten dort.
Um 2 Uhr morgens stehen wir auf und gehen ins Camp 3.
Der letzte Schritt ist der Gipfel.
Verdammt, wir erklimmen den schönsten Berg des Himalaya.
Ist euch das schon bewusst?
Ama Dablam.
Mal sehen, ob jemand wach ist.
Ja, er ist wach. Sie sind wach, Freunde.
- Was hast du gesagt? - Alles klar?
Wie geht es dir?
Hast du gut geschlafen?
Ich habe gut geschlafen. Der große Tag.
- Der große Tag! - Auf geht's!
BEGINN DES AUFSTIEGS
Wir sind im Camp 1 angekommen. Wow! Das war hart.
Echt hart.
Ohne Witz.
Wir brauchten viereinhalb Stunden dafür.
- Das ist viel. - Ja.
Mental ist es schwer.
Ich höre hier nicht auf.
Wir gehen weiter ins Camp 2.
WIEDERAUFNAHME DES AUFSTIEGS
- Das ist Klettern. - Ja.
- Es ist steiler als das Matterhorn. - Ja.
- Gut so? - Perfekt.
Dorji hat 30 Kilo auf dem Rücken. Der ist irre!
Wie viel haben wir? Zehn?
Fünfzehn oder 20.
Hält dieser Stein?
Komm schon.
Wie hoch wir sind!
Das ist viel Luft.
Ich sah noch nie so viel Luft.
Da ist viel Luft.
GELBER TURM
- Bist du Schweizer? - Ja.
Sogar hier am Ama Dablam treffen wir Abonnenten.
- Warst du oben? - Ja.
- Und? - Heute Morgen, verdammt.
Als ich deine Story sah und die von Mathis,
dass ihr das macht,
dachte ich: "Oh, Scheiße!"
Die Hater sagen, der Everest sei eine Touristenmaschine.
Alles, was man vor dem Everest getan hat, ist 1000-mal schlimmer.
Gibt es etwas Schlimmeres als das?
Nach Camp 2 und 3 wird es schwieriger.
Aber es ist nicht so steil?
Doch, ist es! Es ist endlos, aber es ist nur Schnee.
Von Lager 2 ist es nonstop senkrecht bis zur Spitze.
Das ist beruhigend.
Alles ok, Mathis?
Das Seil gibt nicht nach!
Ja, es ist zu sehr gespannt.
Ich scheiß mich ein.
Ja!
Camp 2!
Camp 2, hier sind wir.
Was zur Hölle mache ich auf diesem verdammten Felsen?
Wer weiß, wie viele Meter hoch, und in einem Hängezelt?
Ja, es hängt.
Das Zelt ist kultig.
Es ist kultig.
Mit drei von uns sollte es gehen.
Es ist wunderschön.
Unglaublich!
Wirklich schön.
Samy an Inès, hörst du mich?
Ich bin im Camp 2, Bro.
Wir gehen bald schlafen. Wir essen und gehen dann schlafen.
Wie ist die Moral? Bist du müde?
Mir geht's gut, Bro. Ich kann nicht aufgeben.
Ich sehe den Gipfel, aber er ist noch weit weg.
- Es ist hart. - Ist es so hart?
Ja.
Es ist hart, aber nur vorübergehend. Es geht vorbei.
Wir müssen durchhalten und …
Wir werden es schaffen.
Funktioniert die Air-Up-Flasche auf 6000 Meter?
Ja, sie funktioniert super.
Es gibt heißes Wasser.
Ich hoffe, ich schaffe das, Jordan.
Natürlich schaffst du das. Du bist auf 6000. Es sind noch 800 Meter.
Weshalb solltest du es nicht schaffen?
Achthundert Meter.
Nicht mal, es sind 700 Meter.
Siebenhundert.
Wir dürfen nicht aufgeben, Bro.
Nein, wir geben nicht auf.
Es ist jetzt 2:30 Uhr.
AM NÄCHSTEN TAG
2:30 Uhr morgens.
Wir steigen langsam zum Gipfel auf.
- Gut geschlafen, Inès? - Ja.
Ich habe nicht geschlafen. Nicht eine Minute.
Ich auch nicht.
Ich war selten so nervös, einen Gipfel zu erreichen.
Aber wir müssen trotzdem los, wir müssen durchhalten.
Wenn du dich nur beschwerst, schaffst du es nie.
Also mach weiter und halt den Mund.
WIEDERAUFNAHME DES AUFSTIEGS
Ich habe null Energie. Ich verstehe es nicht.
PILZGRAT
Wir gehen zum Camp 3.
Wir machen einen großen Halt, eine große Pause.
Die Sonne kommt. Das ändert die Lage.
Das ist immer der schwierigste Teil. Das Ende der Nacht, der Sonnenaufgang.
Das ist scheiße.
Wir sind vor vier Stunden losgegangen.
Wir haben Camp 3 erreicht.
Wir haben nicht mal die Hälfte geschafft.
Wir sind krank.
Es ist COVID.
Das habe ich noch nie erlebt. Wir klettern seit heute Morgen!
Wir haben das nicht umsonst gemacht, Mathis.
Wir müssen klar denken. Wir bringen uns um.
Es sind noch 500 Meter.
Außerdem sind sie so steil.
Warum haben wir keine Energie?
Das ist ein schreckliches Gefühl, Mathis. Es ist ein beschissenes Gefühl.
Verdammt nervig!
Ich wollte unbedingt da hoch.
Leute, ich sehe, dass wir zu langsam sind.
Wir schaffen es auf keinen Fall da hoch.
Wir haben weder die Energie noch das Tempo.
Es ist so frustrierend.
AMA DABLAM - BASISLAGER
Jordan an Mathis. Gibt es Neuigkeiten?
Jordan fragt nach Updates.
Mathis an Jordan. Wir sind erschöpft. Wir kommen wahrscheinlich runter.
Hast du deinen Dad im Restaurant aufgenommen, ohne dass er es wusste?
Ich dachte, ich sollte ihn aufnehmen.
Eines Tages, wenn ich in Schwierigkeiten bin,
wenn ich Motivation brauche, höre ich sie mir an.
Ich stecke sie mir in die Ohren und erinnere mich an seine Worte.
- Ich bin dein Vater. - Keine Sorge.
Du bist kein Kind mehr.
Sag nicht "keine Sorge".
Ich sorge mich immer um dich. Deine Mutter genauso.
Ich wollte wissen, ob du mir vertraust.
Siehst du, wie weit du gekommen bist?
Glaubst du, ich habe Zweifel?
Wenn ich dich reden höre, fühlt es sich so an.
Ich muss es tun.
Weißt du, was du tust?
- Ist dir klar, was für ein Glück du hast? - Das ist mir nicht klar.
Sollte es aber. Du tust Dinge, die wir nie taten.
Ich sage dir nur, sei vorsichtig.
Hör auf deinen Körper.
Hör auf ihn, wenn es nicht geht, wenn es sich gut anfühlt, tu es.
Komm schon, Bro.
Scheißegal, ich versuche es.
Es ist mir scheißegal. Wir machen das, Mathis.
Bro, ich bin die 2000 Meter nicht hochgeklettert, um hier umzukehren.
Ich sag's dir.
Wenn wir 100 schaffen, schaffen wir es.
Inès, folgst du mir?
- Ich folge dir? - Ja.
Langsam.
- Glaubst du, wir schaffen das, Dorji? - Ja. Tu es.
Wir schaffen es, mein Freund.
Hey, Mathis! Wir machen das, Bro.
Wir wachen auf und tun es.
AUFSTIEG ZUM GIPFEL
Ich bin stolz auf dich.
Und bei jedem Schritt, den du machst, sind wir bei dir.
GIPFEL
Dorji, wir haben es geschafft, verdammt. Ich hab's geschafft, verdammt.
Ich hab's geschafft!
Ich hab's geschafft, verdammt!
Verdammte Scheiße!
Jedes Mal hab ich Schiss, es nicht zu schaffen.
Du bist innerlich gestresst.
Du hast Angst.
Wenn du oben bist, fühlt es sich so gut an!
Es ist so verdammt schön.
- Danke, Dorji! Danke, mein Freund. - Gern geschehen.
- Alles ok? - Ja.
Wir haben es zusammen geschafft. Da kommt Mathis.
Jawohl!
Wir haben es geschafft, Leute! Der Gipfel!
- Der Gipfel! - Der Gipfel!
Du Bastard! Wir haben es geschafft!
Wir haben es geschafft!
Ich dachte, wir schaffen es nicht.
Wir glaubten es am Ende nicht, aber wir haben es geschafft.
Gib niemals auf.
Wir haben es uns verdient.
Manish, Mann!
Wir haben es geschafft, Bro.
Wir wollten gerade aufgeben.
Unten im Camp 3 dachte ich, es wäre vorbei.
Verdammt, ja.
Ohne ihn wäre ich nicht nach oben gegangen.
Er drängte uns so sehr. Ohne nachzudenken, sagte er:
"Ich klettere, ist mir scheißegal."
"Ich bin seit 20 Tagen hier,
ich gehe auf den Berg und dann zurück nach Paris."
Ich kann es nicht glauben.
Ich hätte nicht die mentale Kraft gehabt, um weiterzumachen.
Das Comeback ist jetzt!
- Alles klar? - Jetzt geht es mir gut.
Als Nächstes kommt der Everest.
Das ist der Nächste, Mathis!
ZURÜCK IM BASISLAGER
- Der Gipfel! - Der Gipfel, Leute!
Und ihr kamt am selben Tag runter.
Oh, Scheiße! Sind die Schweizer da?
Die Schweizer sind hier. Das konnten wir nicht verpassen.
Hey, Mann.
Alter, ich habe eine verrückte Story.
Ich habe seit zwei Tagen Hämorrhoiden. Es tut so weh.
Alter, das macht mich … Leute, mein Arsch brennt.
Es tut so weh. Ich muss eine Lösung finden.
Ich habe die Ama Dablam mit Hämorrhoiden bestiegen. Unglaublich, oder?
Wir sehen furchtbar aus.
Wir sehen wirklich schrecklich aus.
Wie haben wir das geschafft?
Das sage ich nach jeder Gipfelbesteigung.
Aber heute hast du mich beeindruckt.
Wäre es nach mir gegangen, wäre ich zehnmal umgekehrt.
Für mich ist das in so großer Höhe überhaupt nicht mein Ding …
Ich bin kein Sherpa.
Ich war vor der Reise zweimal im Himalaya.
Du bevorzugst das technische Zeug in den Alpen.
Es ist mehr meine Leidenschaft. Das kann ich besser.
Da wird mir klar, dass es mental ist.
Wir dachten, das war's, aber dir wurde klar,
dass wir schon 800 geklettert waren.
Darum geht es in dieser Höhe.
Du musst akzeptieren, dass du leidest.
Die letzten 200 Meter tun weh.
Ein größerer wartet auf uns. Das wird noch mehr wehtun.
- Ja, ja. - Nicht vertikal,
- aber was den Sauerstoff angeht … - Ja.
Fünf.
Vier.
Drei.
Zwei.
Eins.
Yo, Team!
Yo, Leute.
Heute gibt's ein neues Video.
Ein neues Video.
Nach einem Monat ohne YouTube musste ich mich melden.
Ist alles ok?
Inoxtag ist bei uns!
Auf geht's!
Wer wird der letzte Überlebende sein?
Ihr müsst je vier Fahrzeuge inspizieren.
Unglaublich! Das Ziel der Patrouillen ist es, rauszukommen.
Los. Hier ist Michous Live.
Inox streamt!
- Wie geht's, Inox? - Großartig!
Es ist nach 2 Uhr morgens. Ich drehe morgen um 9 Uhr.
Inox!
Ich mache mir Sorgen.
Inès ist nicht da, aber bei ihm läuft so viel.
Ich bin wie ein Vater, der besorgt ist.
Er lebt so viele Leben. Ich habe Angst um ihn.
Da stimme ich dir zu.
Seit er von der Ama Dablam zurück ist, ist Inès erschöpft.
Er ist geistig ausgebrannt, müde.
Geist und Körper sind krank.
Er hat acht Kilo abgenommen.
Ich habe meine Muskeln verloren.
Alter, ich bin jetzt schlank, alles weg, ich sehe aus wie der Inès von 2013.
Jetzt muss er seine körperliche Form wiedererlangen.
Sind alle hier?
Ich bin Subway Surfer. Ich will mithalten.
Inox, du musst mitkommen.
Ich bin verdammt müde.
Ich bin erschöpft und überlebe den Tag nicht.
Sobald etwas fertig ist, kommt etwas anderes.
Das ist beschissen.
Ich halte keine 30 Minuten live durch. Ich bin kaputt.
Ja, ich bin … gesättigt.
Ich bin überfordert.
Ich habe zu viele Sachen angenommen, die ich jetzt tun muss.
Wir müssen die Ideen anpassen, das Modell, die ganze Operation.
Nur du hast das letzte Wort.
Ich bin nur …
Ich erscheine wie ein verwöhntes Kind. Das nervt.
Hör auf!
Obwohl ich ein schickes Video mache,
denke ich: "Ich habe zu viele Sachen."
Man darf unglücklich sein, ein Video zu machen.
Ich bin verwöhnt.
Die Leute müssen um 6 Uhr aufstehen
und um 20 Uhr ins Bett gehen,
ich beschwere mich, weil ich jeden Abend live bin und jeden Tag drehe.
Ich bin ein verwöhntes Kind.
Du denkst, deine Verpflichtungen …
Ich fürchte, ich werde faul.
Weil ich Dinge tue, die ich so liebe,
dass ich das, was ich früher tat, nicht mehr liebe.
Ein Video, in dem ich 24 Stunden im Auto verbrachte.
Das lieb ich nicht mehr. Ich habe es 40 Millionen Mal getan.
Ich will nur an den Everest denken.
Wenn diese Erfahrung mich nicht mental verändert hat …
Ich hätte den Gipfel erreicht, aber wie bei jedem anderen Projekt
hätte ich gesagt: "Ok, ich war auf dem Gipfel. Was jetzt?"
Der größte Misserfolg.
Ich muss ein neuer Mann sein.
Nehmen wir den Inès vom Anfang des Projektes
und den vom Ende, das sind zwei verschiedene Typen.
Ob für mich oder für die anderen.
Hätte ich mich nicht geändert, wäre es nur ein weiteres Projekt.
Und was nimmst du daraus mit?
Er macht zu viele Dinge gleichzeitig.
Sein Leben als YouTuber und Sportler macht ihn verrückt.
Ich sagte: "Du musst dich entscheiden.
Du kannst nicht alles gleichzeitig machen und alles haben.
Konzentrier dich auf deine Vorbereitung oder deine Pläne."
Ich schicke eine Sprachnachricht, weil ich nicht viel von dir höre.
Ich weiß nicht, was los ist, aber es wird langsam etwas dringend.
Aber jetzt ist keine Zeit für Allüren.
Du scheißt auf unsere Arbeit dieses Jahr.
Das war so nicht abgemacht.
Als wir damit anfingen, dachten wir: "Dieses Jahr gilt der Vorbereitung."
Du hast mir bewiesen, dass du es kannst,
und jetzt rührst du keinen Finger.
Jetzt musst du dich
auf dieses Projekt konzentrieren, auf die letzte Zielgerade.
Wenn das Training zu schwer ist, finde etwas.
Mach Musik an, aber gib nicht auf.
Ich bitte dich, alles zu vergessen, außer des Trainings.
Deine einzige Priorität ist, zu trainieren, das ist dein Beruf.
Also wach auf.
Unmöglich. Es ist noch kein Jahr her.
So schnell kann die Zeit nicht vergehen.
Die sechs Monate zwischen der Ama Dablam und jetzt
können nicht so schnell vergangen sein.
Auf geht's.
Die Zeit ist so verrückt.
Der Everest ist schon hart.
Aber ich musste die Herausforderung steigern.
Ich lasse mein Handy im Studio.
Niemand glaubt mir hier. Ich lasse mein Handy hier.
- Du bringst kein Handy mit? - Ich nehme keins mit.
Alter, du bist völlig abgeschnitten.
Konzentrier dich aufs Ziel.
Hör auf, auf mich einzureden. Ich nehme es nicht mit.
Mathis glaubte mir nicht. Er sagte:
"Nein, er schafft es nicht. Er tut es für die Kameras."
Ich nehme kein Handy mit. Ein komisches Gefühl.
Ich wollte es schon rausholen. Ich hab so gemacht.
Da ist nur mein Pass.
Tschüss, Studio. Das ist das letzte Mal.
Alter, das ist so verrückt. Nach einem Jahr ist es so weit.
Und jetzt gehen wir zehn Tage zur Akklimatisierung.
TAG 1 - NAMCHE 3440 M
TAG 2 - NAMCHE 3440 M
TAG 3 - PANGBOCHE 3985 M
TAG 4 - DINGBOCHE 4410 M
TAG 5 - DINGBOCHE 4410 M
TAG 6 - NANGKARTSHANG 5083 M
Mir geht's nicht gut.
Jetzt werde ich wieder krank.
Aber es ist normal, es ist die Höhe. Das geht vorbei.
Ich kenne meinen Körper. Gebt mir 24 Stunden.
TAG 8 - CHUKHUNG RI 5546 M
Gib mir jede Krankheit der Welt,
ich gehe trotzdem da hoch.
TAG 9 - LOBUCHE 6119 M
TAG 10 - EVEREST-BASISLAGER
- Mathis! - Jawohl.
Das Basislager ist in Sicht!
EVEREST-BASISLAGER - SAGARMATHA HIMALAYA - 5364 m
Das ist eine Stadt.
Ja, es ist ok. Nicht so schlimm.
Toll! Das ist das Basislager.
Da ist es.
Ich versprach:
"Was auch passiert, wir treffen uns 2024 am Fuße des Mount Everest."
Das Versprechen hast du gehalten. Du hast alles gegeben.
Du hast nicht aufgegeben.
Wir haben ein Jahr durchgehalten.
Ein ganzes Jahr. Du hast nicht aufgegeben.
Bereust du etwas?
Nein. Das war die beste Entscheidung meines Lebens.
Ich fühle mich so gut. Ich bin glücklich.
Danke, dass du bei mir bist, Mathis.
Gern geschehen, Bro. Es ist ein Vergnügen. Wir schaffen das.
Unser Camp ist großartig! Ich bin so froh, Mann, wir sind hier!
Mit Sonnenbrille auf dem Gipfel, Bro.
NAMCHE NOCH 7 TAGE
Hey, Manish!
Die Akklimatisierung läuft noch.
- Manish! - Yo.
- Bist du Basketballfan? - Ja.
Ich bin ein großer Fan und habe viel gespielt.
- Du warst im Team? - Ja.
Ich vertrat Nepal 2011
in Rimini, Italien.
Ein früherer Champion.
Eine Hommage an Kobe Bryant.
Auf seinen Schuhen ist Kobe Bryant eingraviert.
- Er ist ausgestattet. - Auf Kobe!
Ich habe eine Überraschung. Er weiß es noch nicht.
Manish, was ist dein Lebenstraum?
Im Moment ist der Traum,
auf dem Gipfel des Sagarmatha zu sein, dem Everest.
- Wir haben denselben Traum. - Ja.
Machen wir es.
Ich versprach Manish etwas.
Letztes Jahr konnte er den Gipfel nicht erreichen.
Er hielt in Camp 4 an, weil sein Kunde
keinen Sauerstoff mehr hatte, um mit ihm weiter zu klettern.
Er sagte: "Du bleibst hier. Du kannst nicht weiter gehen."
Ich versprach ihm, er kann mit uns kommen.
Sie gehen alle mit uns hoch.
Es wird genug für alle geben. Wir gehen alle zusammen.
Sonam kommt auch mit uns mit.
Er stammt aus dem Langtang-Tal.
War das Erdbeben 2015?
Sein ganzes Dorf stürzte ein.
Sein Haus stürzte ein.
Dein ganzes Haus?
Er hat kurz aufgehört, zu arbeiten,
um seiner Familie beim Wiederaufbau zu helfen.
Als ich die Guide-Prüfung machte, sprachen wir oft mit Nepalesen.
Sonam sollte mitkommen, aber er konnte nicht,
weil er seiner Familie beim Wiederaufbau helfen musste.
Wir mussten das Haus für meine Familie wieder aufbauen.
Danach konnte ich wieder Expeditionen machen.
Wir arbeiten gerne mit dem Team,
denn ihr seid viel besser als meine Anfänger-Kunden.
Manche Kunden wissen nicht, wie Steigeisen funktionieren.
Oh, Scheiße!
Es gab sogar jemanden, dem wir die Stiefel anziehen mussten.
Was? Nein, das glaube ich dir nicht.
Manchmal will einer pinkeln,
aber er sagt, seine Hände sind taub,
also müssen wir …
Nein, das glaube ich dir nicht.
- Unmöglich. Wirklich? - Ja.
Manchmal sind die Kunden so alt, also sagen wir ok.
Sie helfen den Leuten beim Pissen. Er hält ihren Schwanz zum Pinkeln.
Das ist wirklich übertrieben.
Tendi!
Pathan!
Milan!
Sama!
Wir können nicht alles selbst tragen.
Diese nepalesischen Träger halfen uns ins Basislager.
Sie gehen runter. Sie sind fertig.
Wenn wir nach oben kommen, verdanken wir es ihnen,
weil sie Maschinen sind.
Ihr seid die Besten, Bro.
In den Kommentaren, wünscht ihnen Kraft.
Das sind die wahren GOAT des Himalaya.
Glaubst du, wir erreichen den Gipfel des Everest?
Nein.
Oh, Inès, er ist nur ein Junge. Wir schaffen es.
Ich glaube nicht, dass es möglich ist.
Wie kommt man da hoch? Er ist zu hoch.
Oh, wow.
Der Everest ist auf einem anderen Level als das, was ich bisher tat.
Wir gehen durch vier Camps mit großen Herausforderungen.
Wir beginnen mit dem Eisbruch,
einer der gefährlichsten Passagen.
Wir überqueren den Gletscher
mit Gletscherspalten und riesigen Séracs.
Nach dem Camp 1 überqueren wir riesige Gletscherspalten
und das Tal des Schweigens, das der Sonne ausgesetzt ist
und wo die Temperatur gefährlich ansteigen kann.
Nach dem Camp 2 müssen wir uns der steilen Lhotse-Flanke stellen,
um das Camp 3 zu erreichen, dann das Camp 4.
Da betreten wir die Todeszone.
Über dieser Höhe stirbt man langsam.
Unter diesen extremen Bedingungen
versuchen wir den letzten Aufstieg bis zum Gipfel des Everest
auf einem Bergkamm mit tiefem Abgrund auf beiden Seiten.
Bereitet euch auf den Everest vor.
Ich bin nicht zu 100 % zuversichtlich.
- Ich habe das nicht … - Du darfst nicht zweifeln.
Wir müssen vertrauen und ernsthaft an der Vorbereitung arbeiten.
Und das wird reichen.
Louis ist hier, um mit Manish zu filmen. Außerdem war er letztes Jahr am Everest.
Er ist eine Bereicherung für uns.
Wie lange zwischen dem Südpass und dem Gipfel?
Wir brauchten 10 Stunden.
Das ist nicht so lange. Nun …
Es ist ziemlich lange.
Wie der Aufstieg vom Matterhorn, von Camp 4 bis zum Gipfel.
Das ist schon ziemlich lange.
Wir bleiben einen Monat im Basislager, um uns zu akklimatisieren,
und warten auf den richtigen Moment,
wenn das Wetter gut genug ist.
Das passiert nur einmal im Jahr.
Ich zeige euch, wo wir einen Monat wohnen.
Willkommen im Basislager!
Es ist eine Ministadt am Fuße des Everest, auf 5200 Metern.
Sie ist über 50 Jahre entstanden.
Es gibt viele Probleme, Verschmutzung, Überbelegung …
Im Moment ist das Basislager sauber,
aber da oben ist es wohl schlimmer, und wir werden es zeigen.
Aber wie Mathis mich lehrte, müssen wir den Berg so verlassen,
wie wir ihn vorgefunden haben.
Wir bringen den Müll runter und lassen nichts auf dem Berg.
In der Zwischenzeit warten wir im Camp.
Willkommen zu Hause.
Willkommen zu Hause.
Willkommen zu Hause.
Das ist mein Basislager-Zuhause.
Hier schlafe ich jede Nacht mit einem Schlafsack für bis zu -40 °.
Und ich habe eine Decke, damit es mir wirklich warm wird.
Moment, ich räume das weg.
- Nein, das ist Pisse. - Du machst mich krank.
Das ist meine Pisse.
Ich habe einen Liter gepinkelt.
Das ist mein Rekord.
Nachts muss man aufstehen, denn hier oben trinkt man viel,
aber man will nicht raus, da es so kalt ist,
also nimmt man die Flasche und los geht's. Du kennst die Geschichte.
Ich muss sie leeren.
- Du hast mein Pipi berührt. - Das ist ekelhaft.
Meine Air-Up-Trinkflasche, um in großer Höhe zu trinken.
Hier sind meine Toilettenartikel.
Mundspülung, Zahnbürste und Hautpflege.
Ich benutze diese Creme, weil die Sonne hier sehr stark ist.
Wenn du das auf dein Gesicht tust, erreichst du den Gipfel.
Klar.
Gipfel.
Jawohl!
Ihr fragt euch sicher, wo ich aufs Klo gehe.
Ja, nachts pinkle ich in die Flasche. Aber tagsüber?
Ist jemand hier?
Da ist der Thron.
Der Stuhlgang fällt in einen blauen Eimer. Wenn er voll ist, wird er verschlossen,
aus dem Tal gebracht
und unten am Berg deponiert.
Hey, Mathis!
Ich will meine Sachen aufräumen, weil es etwas chaotisch ist.
Du versuchst es, Mann.
- Ich bin außer Atem. - Hm?
- Bro, ich bin außer Atem. - Er sollte auch trainiert sein.
Verdammte Scheiße!
Er ist der Regisseur der Doku.
Er kam ohne Training ins Basislager, um zu filmen.
Schau mal, wer da ist.
Wow! Sieh dir das Outfit an!
Oh, wow!
Was ist das für Musik?
Manish, ich bin nicht akklimatisiert.
Ich habe keine Energie. Apropos, die Küche ist hier drüben.
Der Koch ist seit Tagen gut zu uns. Wir sind nett zu ihm.
Französischer Käse. Willst du?
- Gut. - Ok, los.
Tomme de Savoie, mein Lieblingskäse.
Hat der Käse von Frankreich bis hierher überlebt?
Oh, wow.
Oh, Scheiße.
Lecker!
Nein, normalerweise sieht er nicht so aus.
Er riecht wie … Ich muss mich übergeben!
Schau, wie hässlich der Käse ist!
- Los, ich probiere ihn. - Versuchen wir ihn.
Moment.
Er ist nur etwas warm geworden, aber er sieht gut aus.
Oh Gott, er schmeckt vorzüglich!
- Ist er gut oder was? - Er ist gut.
Oh, wow! Frankreich! Jawohl!
- Schmeckt er dir? - Ja.
Ist er gut oder nicht? Ja. Er ist gut.
Das Feuer!
Wir können besprechen, welches Datum besser ist.
Ich bete zu Gott, dass wir Erfolg haben. Keine Verletzungen, keine Probleme.
Wir versuchen den Gipfelstoß am 18.
Das heißt, wir gehen in drei Tagen.
Das Wetter ist sehr gut.
Wenn das Wetter gut ist, passt das, kein Problem.
- Heute Abend bringen die Sherpas … - Den Sauerstoff?
- Was hältst du vom Stau? - Am 18. ist weniger.
- Gut. - Ja.
- Ist der Plan ok? - Ja.
Ich mache mir in die Hose.
Alles gut, dank euch. Danke, Subash, danke, Team.
Jetzt ist es so weit. Der lang ersehnte Moment.
- Ein Jahr … - Mindestens.
Jetzt sind es bloß noch drei Tage.
Ich rufe den Wetterfunk an und sage ihm:
"Die Sherpas sagen am 18. Was denkst du?"
Ich glaube …
Ich weiß nicht, ob es am 18. gut ist.
Samstag, der 18., schön am Morgen und dann Schnee.
Windiger Nachmittag bis in den Abend. Nachtnebel in allen Höhen.
Ich will nicht am Everest sein und nichts sehen.
Wenn man da oben ist, will man den Boden sehen.
Wichtig ist nur der vorherrschende Wind.
Wenn es Nebel hat …
Der Nebel … Ich will alles sehen können.
Ich sorge mich mehr um den Stau.
Das ist meine Phobie.
Ja, es gerät etwas außer Kontrolle.
Ich will nicht pessimistisch sein, aber …
Ich will nicht in der Schlange stehen.
Er will keine Menschen, keinen Nebel, keinen Wind.
Ich besteige den Everest einmal in meinem Leben.
Ich will nicht nur den Gipfel des Everest sehen.
Setz dich nicht zu sehr unter Druck.
Sonst wirst du nie gehen.
Du sagst: "Es wird zu voll sein, es wird starken Gegenwind geben.
Es wird Nebel geben." Du wirst noch drei Jahre warten.
Ich kann nicht sagen, was wir jetzt tun sollen.
Ich vertraue dem Team.
Im Basislager warten 400 von uns auf ein Fenster zum Klettern,
und so entsteht der Stau.
Man sieht die Bilder und so in den sozialen Medien
mit diesen riesigen Schlangen.
Es gibt vier oder fünf Tage ohne Wind.
Alle Bergsteiger gehen während des Fensters.
Wir haben Angst, dass wir im Stau stecken.
Ich habe einen Knoten im Magen.
Wir brauchen das für den Aufstieg,
denn dort enthält die Luft kaum Sauerstoff.
- Damit überleben wir da oben. - Oh, ja.
Das ist verrückt.
Wir testen die Sauerstoffmaske, ob alles funktioniert.
Atme ich gerade Sauerstoff?
- Nein, es ist noch nicht an. - Oh.
- Druck. - Ja.
- Hier kommt der Sauerstoff durch. - Ja.
- Mein Bauch kribbelt. - Es kribbelt?
Was zum Teufel?
Alter, man spürt es sofort.
Siehst du, wie viel Energie ich hab?
- Ich habe es nie probiert. - Warte, du wirst schockiert sein.
Ist das Atmen nicht einfacher?
Ich spüre kein Kribbeln.
- Geht es dir nicht gut? - Doch.
- Geht's dir besser? - Wirklich gut.
Es ist so anders. Eine riesige Veränderung.
Wenn du das den ganzen Aufstieg hast, bist du so.
Du hältst fünf Stunden durch.
Der Sauerstoff ist ein unglaublicher Vorteil.
Manche schaffen es ohne und sollten Lob bekommen,
denn der Everest ohne Sauerstoff ist wirklich großartig.
Ohne Sauerstoff ist es 100-mal schwerer.
Wirklich 100-mal härter.
War das nicht ein Helikopter? Kein Helikopter, eine Lawine.
Sieht groß aus. Nicht so weit weg.
Die Lawine ist nicht weit weg!
Scheiße, sie kommt weiter auf uns zu.
Séracs stürzen ein.
Da willst du nicht reingeraten, wenn wir hoch gehen.
Es ist besser, wenn sie heute abgeht, nicht morgen.
- Mathis hat mir das gegeben. - Wenn es kalt ist,
damit man sich bei -30° Grad nicht verbrennt.
Wenn man das benutzt, behält man
- die Feuchtigkeit und Hitze im Hals. - Es tut mir nicht weh,
also gehe ich damit ins Camp 2.
- Morgen. - Bitte sehr.
Scheiße, ich mache mir in die Hose.
Wir hören Tag und Nacht Blöcke fallen.
Es macht mich etwas nervös, aber wir tun es. Kein Grund.
Ja, geht es dir gut?
Du fehlst mir.
Es ist zu lange her, Mann.
Hast du Neuigkeiten?
Ich ließ mein Handy vor anderthalb Monaten in Paris.
Mathis gab mir sein Handy, um dich anzurufen.
Es ist gut, dass du dich auf den Everest konzentrierst.
- Morgen geht's los. - Das ist irre!
- Wie lange wird es dauern? - Vier Tage. Ab morgen!
Gib alles und du schaffst es. Es ist verrückt, was du durchmachst.
Genieß es, Bro. Behalte den Shonen-Geist wie immer.
Deine Stärke ist im Kopf.
Inès hat das Richtige getan. Wir haben ein Jahr lang trainiert.
Er hat hart an diesem Projekt gearbeitet.
Ein Jahr der Vorbereitung mag kurz erscheinen,
aber er war so engagiert. Er war extrem diszipliniert,
er gab alles über 360 Tage. Er hat nur daran gedacht.
Er hat seine Diät geändert, er hat dafür trainiert.
Das entspricht fünf oder sechs Jahren Vorbereitung.
Und heute ist er topfit.
Ich kann es kaum erwarten.
Es war ein Jahr Arbeit für vier Tage Klettern.
Er weiß, wie man klettert, er vertraut seiner Ausrüstung,
er weiß, wie man Knoten bindet, wie man das Seil benutzt.
Er kennt sich mit Sicherheit und Tempo aus.
Ich bin so gestresst.
Der Magen dreht sich, bevor es losgeht.
Das wird schon. Ich hoffe, alles wird gut.
Das Wichtigste ist, lebend zurückzukehren.
Oder überhaupt zurückzukehren.
Du bist verrückt, dass du das machst. Wir gehen Risiken ein.
Du gehst Risiken ein. In den Bergen ist das immer so.
Viele Dinge kommen zusammen.
All die Erfahrungen, die du gesammelt hast, zählen jetzt.
Inès hat mich beeinflusst, seine Art, Dinge zu tun, seine Energie.
Er ist sehr inspirierend.
Wir konnten es kaum glauben.
Wir sind beide reifer geworden.
Ich freue mich so, heute bei dir zu sein und den Gipfel zu erreichen.
Bevor ich hochgehe,
möchte ich allen danken,
die mich unterstützt haben. Jeden Tag hörte ich:
"Viel Glück." Ich höre das seit einem Jahr.
- Viel Glück. - Danke.
8800 Meter, sicher.
Ja! Selbst er ermutigt mich, es zu tun.
Bevor ich hochgehe, danke ich euch. Ich danke allen,
meinem Team, das an mich und das Projekt glaubte.
Danke auch an alle, die mich kritisierten. Das half mir,
viele Dinge zu hinterfragen und noch besser zu werden.
Am Sonntag um 6 Uhr bist du da oben.
Ja, wenn alles gutgeht.
- Du wirst vorsichtig sein, oder? - Ja.
Ich bin hier, um dich zu ermutigen, und ich stehe mit einer Umarmung bereit.
Falls etwas passiert, solltest du wissen, dass ich ein tolles Leben hatte.
- Wie läuft es? - Und bei dir?
- Ja, ich habe gute Neuigkeiten. - Geht es dir gut?
- Gute Neuigkeiten. - Ja?
- Ich gehe heute Abend los. - Oh, es ist so weit!
- Es geht los. - Heute?
Es ist der große Abend.
Oh, das ist toll.
Ich wollte dir Bescheid sagen, bevor ich gehe.
Das ist lieb von dir, mein Schatz. Ich bin bei dir.
Ich weiß nicht, ob es schwer wird, ich weiß nicht, wie … Keine Ahnung.
- Ehrlich, ich weiß es nicht. - Das ist gut. Du solltest nicht
mit Angst losgehen. Nimm die Dinge, wie sie sind.
Such nicht danach, was du fühlen wirst.
Du spürst es zur richtigen Zeit, und das war's.
Beweg dich, beobachte, hör zu, atme ruhig.
Denk am 19. an mich. Ich werde leiden.
Ich denke jeden Tag an dich.
Jeden Tag.
Hab dich lieb, Mama.
Ok, auf geht's. Jetzt müssen wir loslegen, Mann.
Jetzt wird es ernst.
Was auch passiert, bereue nie etwas.
Der Eisbruch ist eine der gefährlichsten Phasen des Aufstiegs.
Ein instabiler Gletscher, der sich einen Meter pro Tag bewegt.
Riesige Eisblöcke, die jederzeit auf uns fallen könnten.
Heute überqueren wir dieses Minenfeld, um ins Camp 1 zu kommen,
wo wir heute Nacht schlafen werden.
EISBRUCH
Sieh dir das an.
Es ist ein Gebäude. Wenn es auf dich fällt, bist du erledigt.
Wenn du darunter vorbeigehst, steh nicht herum.
So bist du schneller wieder raus.
Los! Wir sollten nicht zu lange bleiben.
Ab jetzt fangen wir an, das feste Seil zu benutzen,
weil es riesige Spalten gibt.
Alter, da ist zu wenig …
Was zum Teufel ist das für ein Loch?
Oh, wow!
- Oh, wow! - Wow!
Das ist beängstigend, Bro.
- Wir müssen zuerst die Spikes setzen. - Ja.
Ja, genau.
- Siehst du? So. - Klar.
Toll, Sonam! Das ist mein Bruder!
Jetzt sind wir an einem Übergang, wo es viele Leitern gibt.
Erst die Spikes.
WIEDERAUFNAHME DES AUFSTIEGS
- Sieh dir die Leute an. - Welche Leute?
Was soll das denn?
Unglaublich. Ich dachte nicht, dass es so viele sind.
Ich kann es nicht glauben.
Ganz oben bringt dich das um.
Und du kannst nicht warten.
Das sahen wir im Internet, bevor wir herkamen, Mathis.
Wir sind mittendrin.
Da diese Passage sehr technisch ist, muss man viel ziehen.
Es braucht etwas Zeit.
Es gibt einen Engpass, also müssen wir eine Stunde warten.
Verdammt!
Wir sind die Ersten, das ist das Schlimmste.
Hinter uns ist es noch schlimmer.
Oh, wow.
Was ist hier los? Unfassbar.
- Das ist die Hölle. - Unglaublich.
Es ist der Anfang eines Horrorfilms.
Es ist die Hölle auf Erden.
Über uns ist ein Sérac. Stürzt er ein, ist es aus.
- Keine Sorge, ich hab ihn gesehen. - Wow.
- Ich schaue lieber nicht hin. - Ich auch nicht.
Sieh nur, Mann.
Unter Sonams Füßen könnte sich jederzeit eine Spalte öffnen.
Mathis ist irre. Ich klettere erst seit einem Jahr,
aber Mathis kennt sich damit aus. Er ist schockiert.
Wären die Jungs vorbereitet,
hätten sie die nötigen Kenntnisse, wären sie schnell weiter.
- Es würde schnell gehen. - Ja.
Sie wissen nicht mal, wie man das Seil benutzt.
Sie können nicht klettern, sie können keinen Jumar benutzen,
sie können nichts, jeder braucht zehn Minuten.
Das ist das Problem.
Wie lange warten wir schon hier unter dem Sérac?
Wir sind seit einer Stunde hier. Er könnte jeden Moment einstürzen.
Wenn er einstürzt, trifft er uns alle.
Ist das dein erstes Mal?
- Nein. - Nein?
- Ist es immer so? - Immer.
Ich hab uns das eingebrockt, tut mir leid.
Keine Sorge. Vielleicht hatten wir es zu eilig.
Wir bleiben im Camp 2.
- Möglich wär's. - Möglich wär's.
Ich gehe nicht mit so vielen Leuten hoch.
Ich will keine Finger verlieren, ich will nicht sterben.
Ich auch nicht.
Wir laufen seit sechs Stunden. Wir kommen im Camp 1 an.
Camp 1! Die erste Etappe ist geschafft!
Ich bin hier. Ich bin im Camp 1.
Noch drei übrig.
Bist du müde?
- Ich will schlafen. - Bist du am Ende?
Nicht am Ende, aber ich will schlafen.
Los geht's. Wir bauen das Zelt auf, ein aufblasbares Zelt mit der Luft von …
Es gibt schon so nicht viel Sauerstoff …
Schau, der Gipfel des Everest.
Ich lege mich auf meine Matratze mit Blick auf den Everest.
Ist das nicht wunderschön?
Die Camps sind nicht gut, was Sicherheit angeht.
Ja, besonders jetzt, wo sind wir? Wie sieht der Schnee aus?
- Wir liegen auf riesigen Löchern. - Auf riesigen Löchern.
Solche Löcher habe ich noch nie gesehen.
Jederzeit könnte sich ein Loch öffnen.
- Aber sie sind wie Canyons. - Canyons!
Morgen gehen wir ins Camp 2. Wir brauchen etwas weniger Zeit.
Bis zum Camp 2, zwei oder drei Stunden.
Hey! Ich bin aufgewacht, weil draußen ein Sturm wütet.
Ich hab die ganze Nacht nicht geschlafen.
Oh, hey!
Was für ein Chaos.
Mathis sagte mir, Manish sei schwer krank.
Manish!
Geht es dir gut?
Wie geht es dir, Bruder?
Ich übergebe mich, aber das ist normal für mich.
- Was wirst du tun? - Ich nehme Medizin.
Kommst du mit oder gehst du zurück?
- Ich komme mit. - Ganz sicher?
Ja.
Wenn du auf dich achten musst, geh zurück.
- Schon gut. - Gehen wir ins Camp 2.
Wir sind auf dem Weg zum Camp 2.
WIEDERAUFNAHME DES AUFSTIEGS
TAL DES SCHWEIGENS
Es ist nicht einfach.
Danke! Scheiße!
Das war ein großer Schritt zurück.
Wir erholen uns nicht auf 6500 Meter.
Das ist verrückt.
Das ist erst der Anfang. Ich kann das nicht.
Mental ist es zu schwer.
Das kann nicht nur der Anfang sein. Ich leide jetzt schon.
Meine Stimme ist weg.
Sobald man über 6000 ist, erkennt man, was es ist.
Man ist auf einem anderen Planeten.
Das ist kein Ort für Menschen.
Wie geht es Manish?
Er hat die Höhenkrankheit. Er übergibt sich.
Hat er Sauerstoff?
Ich gab ihm Sauerstoff.
Mein Bruder, du wirst zurückkommen, da bin ich sicher.
Ja.
- Alles klar? - Ja.
- Komm zurück, Bruder! - Ja, Bruder.
- Ich bin sicher, du kommst zurück. - Ja, das hoffe ich.
Manish ist krank. Wir bleiben noch einen Tag hier.
Morgen früh, wenn sein Körper bereit ist, gehen wir weiter.
- Wenn nicht … - Kein Gipfel?
Ja.
Verdammt, das ist so nervig.
Wenn er sich schlecht fühlt, riskieren wir nichts.
Ja.
Ich wollte den Gipfel mit ihm erreichen.
Ich bin sehr, sehr müde.
Hoffentlich geht es ihm morgen besser.
Aber es ist verrückt, weil …
Ich weiß nicht, ob ich es schaffe.
Er ist so weit weg, dass ich denke: "Es liegt noch so viel vor uns?"
Ich denke: "Kann ich es schaffen?"
Besonders nach dem heutigen Tag.
Es ist nicht leicht.
Das ist kein Ort für uns.
Jetzt sind wir auf 6400 Meter.
Und alles über uns ist noch schlimmer.
Ich habe Angst, Mann.
Wir haben ein Problem.
- Was ist los? - Das Wetter schlägt um.
- Ursprünglich war der 20. gut. - Ja.
- Aber jetzt sagen sie, am 20. … - Vergiss es.
Starker Wind, ja.
Sie gehen jetzt hoch, um es am 19. zu schaffen.
Was machen wir? Müssen wir jetzt hoch? Sofort?
Alter, das ist keine Option.
Angesichts der Leute bleibe ich lieber hier.
Ich sage dir, der Stau da oben ist gefährlicher als der Wind.
Jetzt loszugehen wäre ein großer Fehler.
Was meinst du? Willst du jetzt gehen?
Wir haben beschlossen, mit all den Leuten, ist der 20. besser.
Also können wir hier warten.
Stimmt, aber es gibt sicher keinen Stau?
Am 19., 20., 21., am 22. und am 23. wird sich nichts ändern.
Ich bin nach einer miesen Nacht im Camp 2 aufwachen.
Hier kommt die Sonne.
Wir warten darauf, dass die Sonne aufgeht.
Das ist bloß der Wind, der seit gestern bläst.
Wenn die Sonne aufgeht, kommt meine gute Laune wieder.
- Es hat gestern richtig gestürmt. - Ja.
Es gab Momente …
Der Wind.
Es gibt verrückte Windstürme im Camp 2.
In dieser Nacht sind ein Dutzend Zelte in den unteren Camps weggeweht.
Wir hatten Glück, aber wir schliefen nicht gut. Es traf uns die ganze Nacht.
Wie sie die ganze Zeit sagen,
das Wetter ist auch ein Faktor des Gipfels.
Das kann auch einen Gipfelanstieg zum Scheitern bringen,
was Auswirkungen auf unsere gesamte Expedition haben kann.
Sobald das Wetter besser wird, gehen wir zum Gipfel hoch.
Wir fragen uns: "Was machen wir hier?"
Während wir zu Hause sein könnten,
in unserem Bett, mit einer Dusche. Oh, wow!
Es stimmt, wir sind dumm, das zu tun.
Zwei Idioten in einem Zelt.
Zwei Idioten in einem Zelt.
- Wer ist heute Morgen wach? Alles ok? - Mir geht's gut.
- Dein Comeback ist … - Mein Comeback ist echt.
- Es ist echt, Bruder. - Ja.
Mein Bro Manish ist wieder da!
- Das Comeback! - Comeback!
Manish, gestern Abend warst du nicht so!
Du sagtest: "Gute Nacht, Bro."
Wie geht es dir, Charles?
Das ist Charles. Er hat sich uns angeschlossen.
Kurz vor 11 Uhr heute Morgen.
Als ich oben ankam, fing mein Bauch an, sich aufzublähen.
Ich dachte, ich scheiß mir in die Hose.
Ich nahm fünf Schritte und ruhte mich zehn Sekunden aus.
Dann wieder fünf Schritte. Ich hätte mich fast eingeschissen.
Du hast es geschafft, nicht zu scheißen?
Ich kam her, und der Typ gab mir eine Tasse Tee.
Ich trank den Tee aus, kam aus dem Zelt und sagte: "Notfall!
Ich muss auf die Toilette."
Er suchte nach der kleinen Toilette.
Er zeigt mir das kleine Zelt, das sie als Toilette
- benutzen. - Ist das die Toilette?
Aber das ist zum Pissen, oder?
Ich gehe rein und ziehe meine Hose runter.
Aber ich war so und setzte mich nicht ganz hin.
- Und dann, Mann … - Er kackte auf den Stein.
- Er kackte auf den Stein! - Nein, es kam raus.
- Du hast dich eingeschissen. - Eine Bombe, Mann.
Das Zelt …
Alter, ich habe das Zelt zerstört.
Die Jungs hatten es gerade aufgebaut.
Ich kam zur Toilette, als sie noch die Seile befestigten.
Und ich habe das Zelt zerstört.
- Fünf Minuten, nachdem es aufgebaut wurde. - Ich sterbe.
Was sollte ich machen?
Ich blieb eine Stunde da drin und putzte.
Was für eine Story.
Ich stelle mir vor, wie er seine Scheiße wegputzt.
Da war Wasser von der Toilette.
Es ist in Ordnung.
Jetzt, wo der Wind nachgelassen hat, können wir losgehen.
Der Sauerstofftank. Wir legen ihn jetzt nicht an, erst später.
Der Tank ist bereit. Bereit.
Wir müssen 700 Höhenmeter überwinden, um zum Camp 3 zu kommen.
Camp 3 morgen früh. Camp 4 morgen Abend.
Der Gipfel morgen Abend. Wir gehen zum Gipfel.
Mein Gott, der Gipfel.
Ich bin so glücklich, wenn ich daran denke.
Es ist morgen!
Der Gipfel! Morgen Abend!
Der Gipfel!
Jetzt denke ich ans Camp 3.
Danach werden wir sehen.
Jedenfalls gibt es keinen Ruhetag im Camp 3.
Wenn es dir im Camp 3 gut geht, hast du keine Wahl.
Wenn du im Camp 3 bist, gibt es kein Zurück.
Es wird nicht leicht, aber deshalb bin ich hier.
Das weiß ich.
- Jetzt sind wir dran. - Keine Ausreden mehr.
Kein Zurückhalten mehr. Das ist die Zielgerade.
Ich bin etwas nervös.
Da oben sind Windböen.
Los geht's! Wir besteigen den Everest.
WIEDERAUFNAHME DES AUFSTIEGS
Das ist erst der Anfang.
Und es ist jetzt schon schwer.
Immer mit der Ruhe, wir kommen zum Gipfel.
Laufen wir wie ein Hase, kein Gipfel.
Kein Gipfel. Das ist Folter.
Ich versuche, nicht an die Schwierigkeit zu denken.
Jeder Schritt bringt mich dem Ziel näher.
Eine Lawine!
Alles ok, wir haben keine auf unserer Seite.
LHOTSE-FLANKE
Viel Verkehr hoch zum Camp 3. Atme Sauerstoff ein, dann geht es besser.
Wir müssen uns beeilen, heute Nachmittag schlägt das Wetter um.
Oh, ich kann den Sauerstoff spüren, Mann.
Ab jetzt schalte ich den Sauerstoff ein
bis zum Ende, also 48 Stunden.
Heilige Scheiße!
Da ist ein riesiges Loch!
Geh nicht zu nah ran, es ist sehr tief.
Mach einen großen Sprung.
Das Camp 3!
Die gute Nachricht ist, wir sind im Camp 3.
Die schlechte ist, wir sind in 7000 Meter Höhe.
Es ist hart.
Das ist offiziell unser Höhenrekord.
Wir haben die 7000 überschritten.
Wir sind bei 7000.
Der nächste Schritt sind 8000 und danach der Gipfel.
Wie bin ich hierhergekommen? Ich weiß es nicht.
Aber letzte Nacht waren oben Wolken
und es gab viel Wind im Camp 4.
Also drehten viele Leute um.
Hoffen wir, dass es morgen anders wird.
Das Problem ist, dass viele Leute es wieder versuchen.
Viele, die heute umgedreht sind, werden es morgen wieder versuchen.
Wir werden sehen, was passiert.
Wie geht's, Mann?
Mir geht's gut, Mann. Ich bin erledigt.
- Wir sind hier! - Wir sind hier, verdammt!
Ich brauche den Sauerstoff. Wir haben darauf gewartet, jetzt sind wir hier.
Das ganze Jahr hängt von zwei Tagen ab.
Morgen und übermorgen.
Ich mache mir gerade in die Hose.
Der Weckruf im Camp 3.
Das ist der große Weckruf, Mann.
Heute Morgen ist viel Wind.
Uns steht ein langer Tag bevor, wir gehen ins Camp 4.
Dort ruhen wir uns aus und gehen weiter zum Gipfel.
- Was ist los? - Zwei Flaschen fehlen.
Wo waren die Flaschen? Wurden sie uns im Camp 3 gestohlen?
Ja, in der Nacht.
Uns wurden zwei Flaschen gestohlen.
- Sie stahlen zwei Flaschen? - Zwei Flaschen, ja.
Was für Mistkerle.
Das sind sicher Leute, die gestern umdrehten.
Sie wollten wieder auf den Gipfel, aber sie hatten nicht genug Flaschen.
Also haben sie unsere gestohlen.
Das ist unmöglich!
Eine Flasche Sauerstoff bedeutet Überleben da oben.
Man kann keinem Sauerstoff klauen.
In dieser Höhe braucht man ihn, um zu überleben.
Das geht nicht.
Es ist unmoralisch.
Zum Glück haben wir Notfallflaschen.
Aber jetzt können wir uns
keine Zwischenfälle mehr leisten.
Hoffen wir, dass alles gut läuft.
WIEDERAUFNAHME DES AUFSTIEGS
Was ist passiert, Mathis?
Der Typ vor mir ist hingefallen.
- Kannst du aufstehen? - Ja.
- Komm schon, Bruder, steh auf! - Steh auf!
Danke.
- Kein Sauerstoff. - Hm?
Kein Sauerstoff!
- Ich habe keinen Sauerstoff? - Nein.
- Mein Sauerstoff ist leer? - Ja.
Es ist ernst.
Ok.
Hast du einen Sherpa?
- Nein. - Hast du keinen Sherpa?
- Was ist los mit ihm? - Sie fanden ihn.
Die Sherpas bringen ihn runter, damit er per Hubschrauber evakuiert wird.
Schrecklich, das zu sehen.
Sie tun mir zu leid. Ich kann nicht hinsehen.
Jetzt betreten wir die Todeszone.
Das ist die letzte Phase am Everest.
Ich schaffe das.
Für alle, die sagten, es sei unmöglich, werde ich es tun.
Ich tue es, um den Leuten zu zeigen, wie sie an sich selbst glauben können.
Schritt für Schritt mache ich es.
Langsam aber sicher komme ich nach oben.
Ich werde leiden,
aber wir werden es schaffen.
Ich gebe nicht auf.
Auf geht's!
Camp 4!
Wir haben es geschafft, Mann!
Wir sind im Camp 4, Mann.
Du weißt, was uns heute erwartet.
Ich bin so verdammt glücklich, Mann!
Wir sind hier, Mann! Wir waren noch nie so nah dran.
In etwa zehn Stunden sind wir da oben.
Zehn Stunden!
Klar, wir schaffen das!
Glückwunsch!
Wir haben den Ama Dablam geschafft und jetzt den Everest.
- Manish! - Mein Bruder!
Dieses Jahr hast du es geschafft!
- Wir schaffen es. - Dieses Jahr schaffst du es.
Wir alle schaffen es.
Manish weiß es nicht, aber wenn wir oben ankommen,
habe ich ein Geschenk für ihn.
Ein verlassenes Zelt.
Es ist nicht sehr sauber. Überall ist Müll.
Gefriergetrocknetes Essen.
Viele zurückgelassene Zelte.
Verschmutzung. Die Realität ist, dass es hier so extrem ist
und das Wetter sich so schnell ändert,
dass sie nicht mehr bis hierhin kommen.
Die Zelte bleiben hier, sie gehen kaputt,
was Verschmutzung verursacht, aber nicht mutwillig.
Aber es gibt immer Leute, die ihren Müll einfach wegwerfen.
Nach und nach wird es besser,
weil Druck gemacht wird, den Berg aufzuräumen.
Ein Team ist gerade gegangen,
ihr Zelt stand hier.
Schaut, was sie zurückließen. Sie haben den Müll nicht mitgenommen.
Sie haben ihn nicht mitgenommen. Also bleibt er in den Bergen.
Das ist schwer anzusehen. Aber es hängt von der Erziehung ab.
Ob im Camp 4 oder in Paris,
man sammelt den Müll ein, lässt ihn nicht auf dem Boden.
Der beste Sonnenuntergang meines Lebens.
Verdammte Scheiße.
Wir sind so klein.
Wir sind so klein auf dieser Welt.
Der Gipfel ist da oben.
Ich werde meinen Traum erfüllen.
Ich werde meinen Traum verwirklichen.
Das Gefühl, zu erkennen, dass du es schaffen kannst.
Dass du es erreichen kannst … Dieses Gefühl ist besonders.
Ich dachte, ich komme als Pfannkuchen ins Camp 4.
- Als Toter. - Aber es ist alles ok.
Ich dachte, ich wäre schlecht darin.
Und am Ende kam ich her und es geht mir gut.
Ja.
Es gibt nichts Befriedigenderes, als sich bereit zu fühlen.
Die Sicherheit ist wichtig.
Man muss genau wissen, was man tut.
Du verstehst alles, was um dich herum vorgeht.
Das ist das Wichtigste. Du triffst die richtigen Entscheidungen.
- Ist alles in Ordnung? - So gut.
Wann müssen wir los?
Um 21 oder 22 Uhr vielleicht.
Wie lange bis zum Gipfel?
Neun oder zehn Stunden.
Neun oder zehn Stunden bis zum Gipfel?
Je nach Verkehr.
Da sind viele Leute.
- Viele Leute? - Ja.
In 24 Stunden ist es vorbei. Das ganze Projekt geht zu Ende.
Es ist beängstigend.
Was auch passiert, Mathis, ich will dir danken.
WIEDERAUFNAHME DES AUFSTIEGS
Jetzt ist es 21 Uhr abends. Wir haben eine lange Nacht vor uns.
Es gibt keinen Wind, perfekte Bedingungen. Aber es brennt, es ist so kalt.
Alter, es ist so weit!
- Alles gut, Manish? - Ja.
Auf geht's!
Der Gipfel!
Der letzte Aufstieg, mit dem ganzen Team.
Wir schaffen das, Leute.
Ich gebe alles. Ich gebe nicht auf.
DER BALKON
Ama Dablam!
Verrückt, nicht wahr?
Es ist beängstigend.
Ein tiefer Abgrund. Ich dachte nicht, dass es so weit runter geht.
Es ist so steil.
Ich gebe zu, ich habe Angst.
Verdammte Scheiße!
Oh, ich hasse das. Ich hasse es.
Da liegt ein toter Mann.
Wo? Oh, Scheiße!
Wie viele Jahre ist er schon da?
- Fünf. - Fünf Jahre?
Ja.
Oh nein, das ist irre.
Oh, Scheiße!
Ich mache mir in die Hose.
Nein, alles gut.
Ich scheiß mir in die Hose.
Es sind zu viele Leute.
Komm schon, fast geschafft!
Wir sind fast da!
"Atme.
Hör zu.
Beobachte.
Und du wirst einen tollen Aufstieg haben."
Wir haben es geschafft, verdammt!
GIPFEL
Ich hab's geschafft!
Bruder!
Ich gratuliere, Bro.
Danke, Manish.
Wir haben es geschafft.
Verdammt, wir haben es geschafft!
- Du hast es geschafft! - Danke, Mathis.
- Du hast es geschafft. - Danke, dank dir.
Und dank euch, Jungs.
Ohne die Sherpas hätten wir es nie geschafft.
Danke auch an alle, die an mich glaubten, denn …
Mathis, wir haben es geschafft!
Ich habe mich immer gefragt: "Wie ist es, der Beste zu sein?"
Um mich herum sind Typen, die alle besser sind als ich.
Ich bin nicht allein, die Sherpas haben mir geholfen.
Am Ende …
Ich tat es mit Sauerstoff,
aber es gibt Leute ohne Sauerstoff.
Das sind die wahren Asse.
Denen muss man gratulieren.
Man muss nicht der Beste sein, nur besser als gestern.
Man muss versuchen, besser zu sein als gestern,
und man muss Projekte starten. Man muss …
Ihr müsst aufhören, vor Bildschirmen festzusitzen,
zu scrollen und durch andere zu leben.
Geht nach draußen.
Wenn ihr ein Projekt habt, tut es.
Hört nicht auf andere.
Hätte ich auf die Leute gehört, wäre ich nicht hier.
Ich wäre nicht hier.
Hört nicht auf Leute, meine Brüder.
Wenn ihr etwas tun wollt, tut es.
Wenn ihr versagt, ist es ok, ihr werdet etwas lernen.
Das Leben ist gemacht, um zu lernen.
So leben wir.
So …
Alter, dieses Jahr lernte ich, was Leben bedeutet, ich schwöre es.
Endlich lebe ich.
Ohne dich wäre ich nicht hier.
Ohne dich wäre ich auch nicht hier.
Du tust nichts im Leben allein.
Nein.
Und es ist besser, es mit anderen zu tun.
Danke an alle meine Freunde, die immer da waren.
Danke, Driss, der mit mir trainiert hat.
Danke an alle meine Partner, die an mich geglaubt haben.
Danke an alle Abonnenten, die immer hinter mir standen,
egal wobei, bei all meinen Projekten.
Das ist unser Gipfel, nicht nur meiner.
Wir sind zusammen.
Mach das Band auf, da ist eine Überraschung drin.
"Du bist ein inspirierender Mann, ich gab dir das Leben,
und du gabst dir das Leben mit deinem ersten Atemzug.
Deine Mama."
Ich wage es nicht, meinen Eltern zu sagen, dass ich sie liebe.
Aber ich schwöre, als ich auf dem Weg nach oben war,
hatte ich solche Angst.
Ich liebe meine Eltern so sehr, verdammt.
Du hast es echt gerockt.
Danke, Ila Nuru. Danke, Manish.
Das ist für Manish. Manish, Glückwunsch, Bruder!
Du hast es geschafft, Bro! Wir haben es geschafft!
Glückwunsch, mein Bruder! Zusammen haben wir es geschafft.
Und jetzt gehen wir zurück.
Wir sind noch nicht fertig. Wir müssen zurückgehen, ok?
Ich gehe zurück.
Es war außergewöhnlich und gleichzeitig beängstigend.
Bei all den Leuten dachte ich: "Ich riskiere mein Leben."
… erdrückend, auf 8000 Meter festzustecken
und auf Sauerstoff angewiesen zu sein.
So hoch oben ist es beängstigend.
Bewegung! Los!
Wir kommen vom Gipfel runter.
Wir gehen den Kamm entlang.
In der Ferne hören wir Schreie.
Schnell!
Schnell, schnell!
Die Wechte, auf der wir 40 Minuten zuvor standen, war zusammengebrochen.
Sechs Bergsteiger fielen runter.
Vier von ihnen hielten durch.
Die anderen beiden fielen ganz runter.
Sie fielen den ganzen Hang hinunter.
Dreitausend Meter.
Sie starben unten.
Aber in dem Moment wusste ich das nicht. Ich hörte nur Schreie.
Man ist da oben, man hat die Sauerstoffmaske auf, kann nicht reden,
man versteht nicht, was los ist.
Mir wurde klar, dass am Everest
nicht nur der Berg eine Gefahr ist, sondern auch die Menschen.
Sobald es eine technische Stelle gibt und jemand nicht genug trainiert ist,
wird es viel zu eng und gefährlich.
Und so kam es auch.
ABSTIEG
Wir haben einen Mann zwischen Leben und Tod gefunden.
Inès gab ihm den Rest seines Sauerstoffs.
Jetzt wechselt er die Flasche. Und er beendet es ohne Sauerstoff.
Der restliche Abstieg …
Ok, danke. Auf Wiedersehen.
Jetzt bin ich dran, erschöpft zu sein.
Das geht vorbei.
Ich gab ihm meine Flasche, aber ich spüre den Unterschied sofort.
Wir sind seit 24 Stunden unterwegs.
RÜCKKEHR ZUM EVEREST-BASISLAGER
Vielen Dank.
Es war mental und körperlich erschöpfend,
aber ich bin froh, dass wir zusammen sind.
Die Rückkehr in die Realität. Eine sehr gute Energie.
Mein Sohn wird mein Video sehen.
Mein Sohn wird sehen, dass sein Vater
- den Everest bestieg, als er 22 war. - Den Everest mit 22.
Sohn, vergleich dich nicht.
Tu, was du gerne tust, das ist das Wichtigste,
wenn du das jemals siehst.
Vielleicht willst du Cartoonist werden, wer weiß? Das ist das beste Projekt.
Hey, ist das mein Vater?
Ich bin so glücklich über seinen Erfolg.
Als ich ein Teenager war, tat ich, was ich wollte,
und jetzt ist er dran.
Es fühlt sich etwas seltsam an, weil meine Generation und seine
völlig anders sind, aber ich habe es akzeptiert.
Ich war ein Idiot und sagte: "Nein, ich habe recht, nicht du."
Aber jetzt sehe ich das anders.
Ich muss mich daran gewöhnen, aber ich stehe auf seiner Seite.
Ich bin nicht dumm, die Kids von heute sind dran.
Manchmal muss man auch auf sie hören.
Das werde ich tun.
T+89
Nach dem Everest wollte ich nicht das Gleiche tun
wie nach der Ama Dablam.
Ich ging nicht zurück nach Paris.
Ich fing nicht wieder mit Videos an.
Ich ging nicht wieder ans Handy.
Ich musste mich zurückziehen, abschalten
und das Ende dieses Abenteuers genießen.
Hier bin ich von der Welt isoliert.
Es ist irre, ihr seid gerade angekommen, aber ich hüpfe seit drei Wochen
von Farm zu Farm und arbeite auf dem Feld.
Wir sind heute weit gekommen, oder?
Hast du ihm von Nepal erzählt?
Ja, so kam ich auf seine Farm.
Ich war am Vortag auf seiner Farm, stellte mich ihm vor
und er sagte: "Hast du das wirklich getan? Arbeite auf der Farm."
Und ich sagte: "Ok." Am nächsten Tag arbeiteten wir zusammen.
Ich stehe um 6 Uhr morgens auf, melke die Kühe,
schneide die Blätter der Bananenbäume.
Ich pflanze Reis.
Nachmittags habe ich meine Freizeit, ganz ruhig.
Bei jedem Reissprossen, die ich pflanze, sprießen ein oder zwei Büschel Reiskörner.
Alles, was wir seit heute Morgen geerntet haben,
das ergibt nur vier Tüten Reis.
Er ist ein sehr entschlossener Junge.
Er arbeitet furchtlos.
Ehrlich, es ist fantastisch hier.
Da ich kein Handy habe, nicht verbunden bin,
kann ich mir Zeit nehmen, um Dinge zu entdecken, die ich nicht kannte,
wie auf dem Berg.
Ich habe das Klettern genossen und mache damit weiter.
Keine Frage.
Ich kam der Natur nahe, kam den wahren Momenten des Lebens nahe,
den Zweifeln, dass ich nicht genug lebe,
weil mein Leben ständig zu hektisch war
mit Filmen, Videos, Bildschirmen.
In den drei Monaten hier wurde mir klar,
dass wir gesteuert werden, dass unser Handy uns verrückt macht.
Jetzt bin ich komplett frei.
Das Handy ist ein Gift, es ist eine Droge.
Natürlich kannst du an deinem Handy sein.
Es gibt viele coole Sachen auf deinem Handy,
aber wir sind zu oft passiv und tun nichts.
Wir scrollen im Vakuum, und es macht uns dumm.
Ich zähle mich auch dazu, weil ich so bin.
Stell dir vor, du nimmst dir all die Zeit, um dein Handy wegzulegen und zu sagen:
"Ich mache es auch.
Ich werde da rausgehen, ich werde Dinge tun."
Als ich am Fuße des Everest stand, schaute ich zum Everest hoch,
und ich dachte: "Ich schaffe das nicht." Er war so hoch.
Ich dachte: "Ich schaffe es nicht."
Und ich glaube, vielen Leuten geht es so mit ihrem Leben.
Ich glaube, es gibt viele Leute, die so große Träume haben,
dass sie sagen: "Das ist unmöglich, ich schaffe es nicht."
Selbst wenn man denkt, der Berg sei zu hoch, dass man ihn erklimmen kann,
Stück für Stück geht es.
Lass dir Zeit und du kannst ihn erklimmen.
Manchmal wird es verdammt schwer.
Ich hatte eine Scheißangst.
Ursprünglich war ich kein Bergsteiger.
Ich war noch nie auf einem Berg.
Aber ich habe mich in Bewegung gesetzt.
Ich dachte: "Klar, ich finde mehr heraus
und ich werde den Everest besteigen."
Aber als ich sagte: "Ich werde den Everest besteigen",
habe ich all das nicht erwartet.
Was ich davon mitnehme, ist nicht der Everest.
Es ist alles, was ich entdeckte, die Berge, die ich erklommen habe,
die Abenteuer, die ich erlebte, all die Leute, die ich traf.
Ich eröffnete Chancen in meinem Leben.
Das ist Kaizen, der Name der Doku.
Deshalb nannte ich sie Kaizen.
Es bedeutet "jeden Tag nach und nach besser werden."
Schritt für Schritt,
kann man die höchsten Berge erklimmen.
Ich sah diese Frage aus 10.000 km Entfernung.
"Was wirst du nach dem Everest tun?"
Ich habe noch viele Abenteuer vor mir, viel zu tun.
Wen kümmert es, wenn es nicht größer oder beeindruckender ist als der Everest?
Ich will einfach etwas anderes machen.
Hast du noch Zweifel?
Es ist egal, was ich bin. Wichtig ist, was du bist.
Und ich bin seit Beginn deiner Abenteuer bei dir,
um dir zu helfen, sie zu verstehen.
Du weißt es nicht, aber du bist erwachsen geworden, und ich bin stolz auf dich.
Beweg dich weiter in diesem Tunnel, auch wenn du das Licht noch nicht siehst,
denn nicht das Ende zählt, sondern der Weg dorthin.
Dein Weg ist deine Geschichte.
Also schreib sie, egal was passiert, auch wenn sie seltsam ist.
Untertitel von: Simone Pfulg
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