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Also?
Nettes Makeover.
Tut mir leid, ich sehe in dem Design nicht wirklich etwas kraftvoll Neues.
Ah, interessant.
Sind Sie alle seiner Meinung?
Nein, ich sehe das anders. Ich finde es sehr gelungen.
Die Struktur aus Metall, die beschützt wird durch diese monumentale Glaswand -
- das ist doch sehr klar. - Ja, mag sein. Doch das,
wovon du sprichst, also Interieur, Exterieur, Aufhebung der Grenzen,
Öffnung hin zur Natur, das war schon 1.000-mal da.
- Originell geht anders. - Okay, wenn du meinst.
Aber ist...
- diese Einfachheit nicht gut? - Oh ja, Einfachheit ist pure Noblesse,
nichts ist schwieriger zu erschaffen.
Hier ist alles puristisch und luftig, man geht durch Luft,
die einst Luftschiffe füllte.
Räume neu zu beleben und damit Grenzen abzuschaffen,
ist unsere Aufgabe als Architekten.
- Okay, ich gebe auf. - Ja, ist auch besser so.
Ich habe bei diesem Kurs lange gezögert,
da ich eigentlich kein Lehrer bin und Sie nicht für Studierende halte.
Für mich sind Sie schon Architekten. Sie haben Ihr Diplom, Erfahrung,
Fertigkeiten - nehme ich jedenfalls an. Meine einzige Bedingung lautet:
In den nächsten 20 Wochen arbeiten Sie an einem realen Projekt, so wie diesem hier.
Jeder von Ihnen sucht sich ein denkmalgeschütztes Gebäude
und bereitet einen Entwurf vor, so wie jeder andere Architekt.
Einen vollständigen Entwurf, bereit zur Einreichung?
-Über Ihre Agentur? - Zum Beispiel.
Letztes Jahr hat's keiner geschafft, aber vielleicht sind Sie ja besser.
Ich erwarte Ihre ersten Vorschläge in drei Wochen.
In... in drei Wochen?
- Drei Wochen. - Okay.
Was mir wichtig ist: Einfache Formgebung, eine reduzierte Materialpalette
und die Einhaltung aller Umweltstandards.
- Alles klar? - Ja.
Danke. Schönen Tag noch.
Sei nicht so fasziniert von ihm.
Trotz seiner Awards ist er nicht Gott.
Okay, vielen Dank.
- Oder? - Ja.
Du bist nicht von hier, oder?
- Wieso sagst du das? - Weiß nicht.
Man sieht's halt, tut mir leid.
- Ich komme aus Lille. - Echt? Cool.
- Ja. - Hör zu, heute Abend, wenn du Lust hast,
da schmeiße ich 'ne Party zum Beginn des Workshops. Bist herzlich eingeladen.
Äh, danke, aber ich muss Kartons auspacken, bin eben erst eingezogen.
- Was für 'ne billige Ausrede. - Was?
Hört mal, Emilie kommt nicht zur Party, weil sie Kartons auspacken muss.
- Zählt nicht, oder? - Willst du alleine bleiben?
- Bist doch neu hier. - Schon, ja.
- Ach ne... - Komm, der erste Abend.
- Wenigstens auf einen Drink. - Kennt ihr euch alle schon?
- Nicht alle, nur Solal und Maeva. - Ja, wir waren zusammen in La Villette.
- Ach so, alles klar. - Das ist schon 'ne Ewigkeit her.
Keine Sorge, ich kenne auch niemanden.
- Okay. - So können wir uns kennenlernen.
- Kein Stress. - Ganz zärtlich.
Ach? Das wäre ja ganz was Neues.
Äh, ich habe ein Stipendium beantragt, doch das wurde abgelehnt.
Und wieso?
Ich habe letztes Jahr ein Einkommen gemeldet.
Das war von einem Nebenjob in Lille, aber... aber hier habe ich keine Zeit mehr.
Ich mache eine Ausbildung zur Restauratorin.
Ach wirklich? Das ist ja schön, herzlichen Glückwunsch dazu.
- Danke. - Ah, Sie haben Stufe zwei,
für ein Stipendium verdienen Sie leider zu viel.
Zu viel? Aber was... was soll ich denn jetzt machen?
Nicht mehr arbeiten und dann Nothilfe beantragen.
Na ja, also ein bisschen arbeite ich schon.
Bitte?
Wissen Sie, ich... ich arbeite von Zuhause.
Aber ich höre auf, mir fehlt die Zeit... und ich verdiene auch nicht genug damit.
Was ist das für Arbeit?
Ich verstehe nicht. Entweder Sie arbeiten oder Sie arbeiten nicht.
Die Nothilfe ist für mittellose Studierende.
- So besser? - Ja, ist besser.
- Hast du nicht gesagt, du hörst auf? - Lass die Fragerei.
Na los, steh auf, dreh dich um.
- Hast du zugenommen? -Äh, was? Nein, i-ich glaube nicht.
Warum müssen Frauen auf sich achten und Männer nicht?
Ja, du hast recht, Lili. Ich sollte aufpassen.
Gut, also, erzähl. Wo bist du hingezogen?
Ich wohne im Internet.
Hör auf, mir Fragen zu stellen.
Hol dir einen runter.
Ich will, dass er schön hart ist.
Kann ich deine Füße sehen?
Lass 'n Trinkgeld springen.
Ja, 15 Euro.
- Gefällt's dir? - Oh ja, und wie.
Los, sag was.
Sag was, das mich anmacht.
Du befiehlst mir nichts.
Oh ja.
Mach weiter, nicht aufhören.
- Oh ja, oh ja. - Ja...
Oh ja!
Das war gut.
- Ja. - Ja...
- Nächsten Donnerstag wieder? - Ja, gleiche Zeit.
Du bist ja doch gekommen.
- Ja. - Das ist cool.
- Und? Bereust du's? - Nein.
Ist das wirklich deine Wohnung?
Natürlich, ja. Warum?
Ich weiß nicht, sie... ist groß.
Wir haben 'nen Haufen Kohle. In meiner Familie sind nur Militärs und Katholiken.
Kann nichts dafür, sorry.
Tut mir leid, so hab' ich's nicht gemeint.
- Was hast du denn gemeint? -Äh, dass ich's so nicht gemeint habe.
Ich verarsch' dich nur.
Mit Architektur bin ich eh' das schwarze Schaf.
Olivier, Lucie geht es nicht gut. Komm.
Ich komme gleich zurück.
- Bist du Oliviers neue Eroberung? - Nein.
Ich hab' dich noch nie gesehen. Gehörst du auch zu der Architekturelite?
Werden wir sehen.
Und du?
Ich habe zwei Jahre studiert, aber mein Ding ist die Musik.
Lebst du davon?
Ja. Ich lege regelmäßig auf.
Und was für Musik?
Das, was gerade läuft.
- Ich geh' rauchen, kommst du mit? - Was?
Minouche, hast du 'ne Kippe?
Hier. Sag ihm bitte, dass vor jedem großen Entwurf eine gute Idee kommt.
- Genau. - Okay, danke.
Hey Mann, du hast recht...
Gefällt's dir?
Was denn?
Die Musik.
Ich weiß nicht.
Aber ja, doch, du... du bist gut.
Du denkst an irgendwas.
Nein.
Ich denke an nichts.
Doch, man denkt immer an irgendwas.
Nein, es ist...
Es, es ist deine Musik.
Das kommt dir bestimmt seltsam vor, aber...
sie erinnert mich an einen Helikoiden.
Okay, red' weiter.
- Dich kann man nicht alleine lassen. - Wieso, was ist denn?
Ja, Mina, sicher.
Sie lässt das, was sie interessiert, genauso schnell wieder fallen.
- Das ist nicht wahr. - Natürlich.
Sei vorsichtig mit ihr, sie sieht ziemlich zerbrechlich aus.
- Keine Sorge. - Sie ist irgendwie anders.
- Du passt gut hier rein. - Ich weiß nicht...
Komm, alle warten auf dein Set.
Na los.
- Zerbrechlich, hm? - Na los.
Nein.
Du sahst dort etwas verloren aus.
Ich bin's nicht gewöhnt.
Was bist du nicht gewöhnt?
Gruppen.
Die haben Codes, die ich nicht verstehe.
Codes? Die haben keine Codes.
Keiner würde sagen, meine Musik sei helikoidal.
Nein, ich weiß, was du meinst. Ich wollte so dringend hier sein,
aber eigentlich habe ich total Angst.
Olivier, den kenne ich schon seit der Schule.
Und Solal ist mein Bruder.
Dem kannst du vertrauen.
Kennst du ihn?
Hat braune Haare, ein vorstehendes Kinn so wie ich, große Zahnlücken.
Keine Ahnung, wen ich meine, hm?
Doch, ich kenne ihn.
- Der Freund von Maeva. - Ja, das perfekte Architektenpärchen.
Ich weiß genau, wie das Leben der beiden verlaufen wird.
Bereit?
Freitag lege ich auf.
Kommst du?
Ja, wenn du willst.
Nein, nicht wenn ich will. Wenn du willst.
Ich werde da sein. Versprochen.
- Tut mir leid, ich... ich muss jetzt gehen. - Wieso "Tut mir leid"? Bleib.
Nein, es ist nur... Ich muss noch...
arbeiten, auspacken, arbeiten...
Das gibt dem Ganzen etwas Düsteres, aber gleichzeitig Grafisches.
- Aber das ist doch Benthams Panoptikum. - Ja, das ist die Inspiration.
Hier passt keine Gefängnisanlage, wir sind aber im Süden fündig geworden.
Zeig mal das Bild. Ja, das ist es. Das würde alles funktionieren...
- Moment, macht ihr das nur zu zweit? - Ja.
- Das könnten wir doch zu dritt machen. - Ach nein. Wir arbeiten so oft zusammen,
- das wäre unfair gegenüber den Anderen. - Okay, vergiss es.
Yael vielleicht?
Äh... Meinst du nicht, das könnte zu Konflikten führen?
Hm, ist doch nicht schlimm. Aus einem Konflikt kann Transformation entstehen.
Kommt, machen wir weiter. Wer hat noch kein Gebäude gefunden, außer Olivier?
Ich. Ich suche nach einer verlassenen Fabrik.
Äh... So eine wie die hier.
Könnt ihr es sehen?
- Ja. - Wow.
- Ja. - Das ist im Ruhrgebiet in Deutschland.
- Wird da gerade eine saniert? - Nein, keine Ausschreibungen im Moment,
- die werden oft abgerissen. - Ja, ich weiß, ist bei mir auch so.
Ich finde nur bereits renovierte Bauwerke oder Ruinen.
NÄCHSTE LIVE-SHOW IN 5 MIN Tut mir leid, ich muss los.
- Ah, okay, alles klar. - Tschüss.
Du musst schon bezahlen, um mehr zu sehen.
Das ist cool.
Salut.
Salut.
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- Guten Abend. - Guten Abend.
- Ihren Code, bitte. - 6328.
- Wie kann ich Ihnen helfen? - Ich habe eine Zahlung von einem Kunden
direkt auf mein Handy bekommen. Können... können Sie mir erklären,
- wie das überhaupt möglich ist? - Das geht nicht,
Ihre Daten sind verschlüsselt. Haben Sie vielleicht Ihre Nummer weitergegeben?
Oder ein Foto geschickt, auf dem Informationen waren?
- Nein... Das ist unmöglich. - Nur Sie haben Zugriff auf Ihre Daten,
sonst niemand.
- Und wo soll es dann herkommen? - Ich denke von jemandem, den Sie kennen,
außerhalb der Plattform. Ist das zum ersten Mal passiert?
Ihr könnt euch mit relativ präzisen Gesten,
so wie dieser hier, frei im Raum bewegen.
Ihr könnt nach Objekten greifen und ganze Sektionen verschieben.
Dank der Metaversen können wir eure Entwürfe hochladen und nutzen.
Ich habe auf unseren Servern einen Space eingerichtet, um euch remote zu helfen.
Auf Wiedersehen, Leute.
Emilie. Ich habe noch keinen Entwurf von Ihnen bekommen. Sie sind spät dran.
Äh, ja, ich habe mich auch jetzt erst entschieden,
- für ein Gebäude aus den fünfziger Jahren. -Äh, ist es denkmalgeschützt?
Nein, aber es... es gibt eine Ausschreibung für ein angrenzendes Kulturzentrum.
- Verstehe ich nicht. - Ich kann's Ihnen mal zeigen.
Danke, Basile.
Hier, das ist es.
Ich fand die Struktur interessant, da steckt Potential drin.
- Es ist aber nicht denkmalgeschützt. - Nein, aber das ist der alte Heizraum
einer Textilfabrik - in gewisser Weise also ein Kulturerbe.
Schon weit hergeholt. Das ist unfair, für Sie gelten auch die Vorgaben.
Ich kann aber die Struktur erhalten, so als wäre es denkmalgeschützt.
Wie auch immer. Die Präsentation wird zeigen, ob Sie hier richtig sind.
Yes! Komm schon, bitte nicht wieder anziehen.
Was machst du hier?
Pass mal besser auf dein Handy auf.
Jetzt weiß ich, wieso du nie Zeit hast.
- Such dir eine Andere. - Warum sollte ich?
Ich habe dich 'ne Stunde gesucht.
Hör auf. Ich mache gar nichts mit dir.
- Ich arbeite hier. - Ich, ich habe bezahlt, Lili.
Und außerdem ist das doch aufregend. Wir könnten Dinge tun,
die wir nirgendwo sonst tun.
Darüber will ich nicht mal nachdenken.
Mach dir keine Sorgen wegen der Anderen, ich werd's niemandem sagen.
Das macht mich gar nicht an.
Moment, musst du denn erregt sein? Ich hab' doch 25 Euro bezahlt.
Schluss jetzt, kapiert? Und wenn du redest, sag ich allen,
- dass du vor Mädchen wichst! - Soll ich allen erzählen, was du tust?
Willst du das? Pass bloß auf, was du sagst, sonst...
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Okay.
Wie ist Ihre Meinung dazu?
Wir wussten nicht, dass wir jedes Gebäude nehmen können.
Was denken die Anderen darüber?
Also ich finde es gewagt und mutig,
doch mal ganz konkret: Steht das Gebäude denn unter Denkmalschutz?
Ehrlich gesagt nein, aber ich...
habe die Neugestaltung so geplant, als wäre es denkmalgeschützt.
Also hast du die Vorgaben geändert.
Gibt es noch einen konstruktiveren Beitrag?
Ja, die Vorgaben wurden nicht eingehalten, aber wir sind nicht mehr in der Schule
und wenn ihr Entwurf für das Gebäude das soziale Erbe hervorhebt,
dann finde ich das sehr interessant.
Ja, interessant ist es wirklich.
- Das war ja klar. - Wie bitte?
Wisst ihr, es war schon immer Leben in dem Gebäude und...
sogar heute treffen sich dort Jugendliche, um Graffitis zu sprühen
oder Paintball zu spielen.
Sogar Pärchen treffen sich da. Ich will diese Lebendigkeit bewahren
- und ihr sogar noch Raum geben. - Das kaufe ich dir nicht ab.
Das ist doch alles selbstverliebt. Wenn wir da konstruktiv rangehen wollen,
ergibt es rational keinen Sinn. Reiß gleich alles ab,
dann gibst du Menschen auch einen Raum.
Schon, aber offene Räume sind nicht unbedingt das, was Leute wollen.
- Sie wollen Räume mit einer Geschichte. - Das ist elitär und selbstgerecht.
Stopp, das führt zu nichts.
Emilie hat ganz klar die Aufgabenstellung ignoriert und alle wissen das.
Die Anforderungen an die Sanierung werden hier anders sein.
- Kommt darauf an. - Nein, glauben Sie mir.
Davon ab ist Ihr Entwurf der ausgereifteste,
den wir bisher gesehen haben. Er wirft Fragen auf,
was -Entschuldigung, Olivier- besser ist, als keine aufzuwerfen.
Die Bewahrung des Erbes steht im Zentrum,
aus territorialer, urbaner und sozialer Sicht.
Er ist unvollendet, aber vielversprechend und kohärent.
Besonders die Untergeschosse faszinieren, man möchte mehr darüber erfahren.
Vielen Dank, Emilie. Wer will als Nächstes? Dann los.
- Ich fand deine Idee super. - Wirklich?
- Was hat der für 'n Problem? - Du bist paranoid.
Warum nimmt er mich in sein Seminar auf, wenn er mich dann fertigmacht?
Mein Entwurf sei "oberflächlich", schon klar.
Ach komm, zu mir war er heute auch nicht allzu nett.
Egal was er sagt, du himmelst ihn trotzdem an.
Bullshit. Aber selbst wenn, warum nicht? Der Typ ist erfolgreich, er ist supersexy.
- Was, sexy? - Doch, klar ist er das.
- Sexy? - Er ist sexy, aber auch dafür bekannt,
- fremde Ideen zu klauen. - Keiner bleibt länger als 'n Jahr bei ihm.
Immerhin trägt die Agentur seinen Namen, keiner wird dazu gezwungen.
Zu dir hat er ja eh eine besondere Beziehung.
Was willst du damit sagen? - Nichts, ich versuch's nur zu verstehen.
Bezahlt er oder kriegt er's umsonst?
- Hör auf. -"Hör auf." Was habe ich gesagt,
wo ist das Problem?
Ist es dir peinlich? Dürfen es die Anderen nicht hören?
- Hör auf, sagst du? - Lass es.
- Was habe ich denn gesagt? - Olivier.
- Schämst du dich? Ist doch nicht schlimm. - Olivier, hör auf jetzt, wirklich.
Wundert ihr euch nicht, wieso sie von ihm 'ne Sonderbehandlung bekommt?
- Nein,... - Was denn?
- Nein, warte, nicht! - Was habe ich gesagt?
Wir trinken noch was und du schläfst bei mir, ja?
Bitte, reg dich nicht auf...
- Na toll, Olivier. - Was sollte das denn?
Emilie, warte!
Warte, verdammt!
Warte! Warte, warte.
Bist du besessen von mir oder was? Lass mich.
Ich weiß, ich...
Ich sollte mich entschuldigen, wir sind ja erwachsen.
- Also, ich entschuldige mich. Okay? - Okay.
Tut mir leid, ich bin zu weit gegangen.
- Verpiss dich, du Arschloch. -"Verpiss dich"?
Ich bin ein Arschloch? Was stimmt nicht mit dir?
Was hast du für 'n Problem?
- Wie redest du mit mir? - Du kippst gleich um.
- Red' nicht so mit mir. - Halt, was soll das?
Was ist denn? Hast du etwa Angst, hm?
Ich mach' dir Angst, ist es das? Brauchst du doch nicht zu haben.
Wie viel bezahlt Richard, hm?
Mach weiter. Na komm schon, ich liebe das.
- Lass mich los! - Du Schlampe...
Hör auf!
Lass mich los!
Hör auf! Stopp!
Bonsoir.
Bonsoir.
Danke fürs Kommen.
Es tut mir wirklich leid, Sie so spät noch einzubestellen.
Schon okay. Das Projekt lässt sowieso keinen schlafen.
Treten Sie ein.
Ich war nie davon angetan, soziales Erbe wie normales kulturelles Erbe anzusehen.
Für mich ist das nicht das Gleiche.
Aber ich mag, was Sie mit dem Keller gemacht haben.
Das ist sehr innovativ, ambitioniert,
nicht alltäglich.
Wir haben die Ausschreibung des Grundstückseigentümers überprüft
und wollen das Projekt hier weiterentwickeln.
Äh, Sie wollen sich mit meinem Projekt bei der Ausschreibung bewerben,
über Ihre Agentur?
Wenn das in Ordnung ist, ja.
Ja.
Sie werden weiterhin am Seminar teilnehmen
und gleichzeitig hier mit unserem Team arbeiten.
- Sind Sie einverstanden? - Ja.
Gut, es gibt noch ein paar technische Fragen, vor allem zum Bau.
Ich habe mir ein paar Notizen gemacht. Können wir die jetzt gemeinsam durchgehen?
- Was, jetzt? - Wenn Sie wach genug sind, ja.
- Niemand wird uns stören. - Aber ich habe die Pläne nicht dabei...
Die haben wir. Ich habe sie ausdrucken lassen.
Also, die Fußgängerbrücke...
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- Ich bin's. Ich bin's, ich bin's... - Du hast mir Angst gemacht.
Tut mir leid.
Ich wusste nicht genau, wo du bist.
- Ich wollte dich wiedersehen. - Wie... wie hast du mich gefunden?
Solal. Er hat mir gesagt, du wärst hier.
Und er hatte recht. Ganz schön creepy hier.
Hab' gehört, du hattest 'ne geniale Idee.
Nein, nicht, da drunter ist 'n Loch.
Entschuldige, ich...
Tut mir leid.
Nein, schon okay. Ich hätte nicht herkommen sollen.
Warte.
Ich war bei deinem Live-Set.
Ich war da.
Aber ich...
Ich weiß nicht, wie ich's sagen soll...
Ich bin nicht gut in so was.
Ich meine Beziehungen, ich... kann so was nicht.
Das klingt danach, als hätte ich bei dir keine Chance.
Nein, es liegt nicht an dir.
In mir drinnen fühlt es sich an,
als wäre da nichts mehr.
Erklär' es mir.
Es...
Darüber reden bringt nichts.
Das...
Das ist schon so... vielen Mädchen passiert.
Verlass mich nicht.
Nein. Komm her.
Gefällt's dir?
Das ist verrückt. Mein ganzer Körper vibriert.
Körper vibriert, mein ganzer Körper vibriert, Körper. Körper.
Mein ganzer Körper vibriert...
- Darf ich? - Ja.
Tut mir leid. Ich habe immer das Gefühl, dass ich beobachtet werde.
Ich beobachte dich.
KEIN BEKANNTER KONTAKT ZAHLUNG AKZEPTIEREN / ABLEHNEN
SIE HABEN EINE NEUE ZAHLUNG ERHALTEN.
Scheiße, hast du mich erschreckt. Was machst du hier?
Ich... ich suche Coddy.
Okay. Dann komm mit.
Hab' ich doch gesagt.
Sie ist ungefähr...50 Zentimeter breit.
Und sie hat Flügel, die sich ausbreiten - auf beiden Seiten.
- Darf ich? - Klar.
- Ich habe so 'ne Drohne noch nie gesehen. - Wirklich?
Ja, wirklich. Äh, hey, Leute!
Kommt euch das bekannt vor? Spioniert in den Banlieus.
Zeig mal her. Welches Modell ist das?
'N Protoyp?
- Muss 'n Prototyp sein. - Seid ihr sicher?
Also ich weiß von 'nem Team in Korea, die bauen eigene Prototypen.
Deren Verkleidung sieht ähnlich aus wie die hier.
- Das ist schon ziemlich advanced. - Ja, voll.
Das ist auf keinen Fall ein gelangweilter Teenager, der 'n bisschen rumspielt.
Da ist noch was, das Ding macht praktisch keine Geräusche,
nicht wie eure Drohnen. Meine ist super leise.
"Super leise"... Was heißt "super leise"?
Wenn dich nicht der Geheimdienst ausspioniert, dann weiß ich auch nicht...
Nein, ehrlich gesagt glaube ich, du denkst dir das nur aus.
Okay, kommt.
Lass uns weitermachen.
Nimm's nicht persönlich.
Nein, keine Sorge.
Weißt du, die Wahrheit ist, solche Legenden hat es schon immer gegeben.
Was meinst du?
Na Stories über Drohnen, die Typen ausspionieren
oder einfach random Leute abknallen.
Solche Fake-Videos gab's schon immer.
- Bist du denn sicher, dass sie fake sind? - Glaubst du an Dinge,
die du nicht selbst gesehen hast?
Ich dachte an Cortenstahl für die Oberlichter und verzinkten Stahl
für die Treppengeländer, die außen sind.
- Okay, und was kostet das? - Das Angebot steht noch aus,
- müsste heute kommen. - War's das?
Ja.
- Ist doch super. - Gefällt's dir?
- Ist das für alle okay? - Ja.
Gut. Und was ist mit den Stufen zur Fußgängerbrücke - und der Brücke selbst?
- Was denkst du? - Wir sollten sie loswerden.
- Zeig's uns. - Okay.
Gefällt mir besser. Ist viel cleaner
und man nimmt das ursprüngliche Gebäude besser wahr.
Gefällt mir auch besser.
Alle d'accord? Andere Ideen?
-Äh, nein. - Dann war's das für heute.
Basile, lade bitte die letzten Versionen hoch. Fotos, Videos, Skizzen - alles.
Wir sehen uns morgen wieder. Vielen Dank.
- Bis morgen. - Okay.
- Bis morgen. - Danke.
Können wir noch mal kurz über die Treppe sprechen?
Und wieso?
Na, weil sie den Besuchern erlaubt, das Gebäude von oben zu sehen.
Das... das ist doch wichtig.
Nein.
Nein, ich halte das für überflüssig.
Sollten wir nicht machen.
Aber können... können wir das nicht trotzdem besprechen?
-Über Alternativen reden? - Es gab doch Vorschläge, andere Ideen.
Das Projekt wächst. Wir sind eine Agentur.
- Vielen Dank. - Ich brauche noch die Telefonnummer.
Ja, mach' ich.
Nimm's nicht persönlich, das wird super.
Wirklich?
Nett geht anders, aber er ist gut.
Wie meinst du das?
Erst saugt er dir das Mark aus
und dann macht er genau das, was er will.
Er mag dich, das sieht man.
Aber er wird dich trotzdem auffressen.
Und was, wenn ich das nicht will?
Dass er mich benutzt, ist mir egal. Solange ich ihn auch benutzen kann.
Mina?
Alles in Ordnung?
Es ist Olivier.
Er ist tot.
Was?
Ich werde es ihnen sagen und melde mich dann bei dir. Okay.
Das... das war sein Bruder.
Er sagt, dass er... dass er schon
seit... seit zwei Tagen vermisst wurde.
Sie dachten nur, er hätte einfach sein Handy abgeschaltet und wäre abgehauen.
Sie... sie haben ihn heute Morgen gefunden.
Er... er ist in der Seine ertrunken.
Oh Mann...
Äh, ich denke, es wäre gut, wenn wir die Familie besuchen.
Ich habe gesagt, wir kommen so gegen 18 Uhr.
- Alles klar? - Ja, alles gut.
Ich muss immer... an das letzte Gespräch mit ihm denken.
Er war total paranoid.
Er hörte nicht auf zu sagen, dass Richard ihn hassen würde.
Er war so eifersüchtig auf dich.
Meinte, dass du weird bist.
Ich weiß gar nicht, warum ich dir das erzähle.
Sorry. Ich gehe mal Luft schnappen.
PAPIERKORB LEEREN
- Entschuldigung. - Bonsoir.
- Bonsoir. - Was willst du?
- Kannst du das abkassieren? - Nein, ich habe nur eine Frage.
- Ich habe nur eine Frage. - Ja?
Weißt du was über den Jungen, der gestorben ist, nachdem er hier war?
Wer bist du?
Eine Freundin.
Ich habe schon alles der Polizei gesagt.
- Was hast du denen denn gesagt? - Na ja, halt die Wahrheit -
die da lautet, dass dein Freund total betrunken war.
Tut mir leid.
- Er wurde vielleicht umgebracht. - Bullshit, er konnte kaum stehen.
- Ich hab' ihm nett gesagt, er soll gehen. - Und was dann?
Was weiß ich? Ich habe hier weitergearbeitet.
Da drüben hat er vom Quai gepinkelt.
Was hast du gesehen? Wo genau hat er hingeguckt?
Was weiß ich, wahrscheinlich halt auf seinen Schwanz.
War da was vor ihm in der Luft? Hast du nichts gesehen?
-Äh... Nein. Was soll da gewesen sein? - Eine Drohne.
- Eine was? - Ein, ein Fluggerät, eine Drohne.
Ernsthaft?
BETRAG: 400 € ZAHLUNG AKZEPTIEREN ODER ABLEHNEN
Fuck.
Hör auf!
Verpiss dich!
Geht's Ihnen gut?
- Ich habe Sie nicht gesehen. Alles okay? - Ja. Ja, alles okay.
- Brauchen Sie Hilfe? - Nehmen Sie mich mit.
Mina.
Jetzt geh schon ran.
Oh nein...
Hier ist Mina, hinterlass' eine Nachricht. Danke.
Mina...
BETRAG: 400 € ZAHLUNG AKZEPTIEREN ODER ABLEHNEN
Zena, wo sind die Modelle der Kellerräume?
Emilie macht gerade die letzten Scans. Sie kam zu spät heute.
Diese Kelleräume sind verrückt.
Und es gibt mehr, als auf den Plänen steht.
Verzeihung. Habe ich Sie erschreckt?
Ja. Diese Gänge machen mir Angst.
Die warten auf Sie.
Alles okay?
Ja, alles gut.
- Sind Sie hier denn fertig? - Ja.
Sagen Sie es mir, wenn es ein Problem gibt?
Ich weiß, Sie haben kein Stipendium bekommen.
Kann ich Ihnen helfen? Nun, die Agentur könnte helfen.
- Nein. - Und wieso nicht?
D-Doch, ich meine natürlich, das wäre toll...
Dann leite ich das in die Wege.
Das wird Ihnen Luft verschaffen und helfen,
eine zentralere Wohnung zu finden.
Sehen Sie mich an.
Ich bin Ihr Freund, nicht Ihr Feind.
Lächeln Sie.
Lächeln Sie mich an.
Lächeln Sie mich an.
Gehen wir nach oben?
Emilie.
Du warst komplett verschwunden.
Nein.
Weißt du, mir ist egal, was du machst.
Womit du Geld verdienst.
Gehst du mir deshalb aus dem Weg?
Woher weißt du es?
Die Polizei hat alle befragt, die Olivier kannten.
Und bei der Befragung haben Sie auch erwähnt,
dass wohl Fotos von dir auf Oliviers Handy waren.
Lass mich, bitte.
Du hast echt tief geschlafen.
Hab' ich? Fühlt sich nur nach fünf Minuten an.
Hör zu. Nicht aufhören.
Du musst dich umdrehen,
langsam,
und aus dem Fenster sehen.
Jemand beobachtet uns.
Und filmt uns.
Oh fuck.
Steh auf.
- Wir müssen weg. - Und wohin?
Wir gehen zur Polizei.
- Ich weiß nicht... - Los, beeil dich!
Sie ist hinter uns.
Mina.
Mina!
Mina!
Fuck!
Scheiße, verdammt.
Warten Sie, Moment.
Wohin bringen Sie sie?
Und jetzt hoch.
Seid ihr bereit?
WIRD AUSGESCHALTET...
Tut mir leid, mehr habe ich nicht. Einkaufen ist kompliziert für mich
- und meine Mutter arbeitet nachts, also... - Schon in Ordnung.
Weißt du, dein Telefon zu hacken, deine Dateien oder deinen Computer -
so was ist easy, das kriegt man hin.
Es soll aufhören.
Okay. Wenn du mir Fernzugriff auf deinen Computer gibst, kann ich dir helfen.
Und vielleicht finde ich eine Spur.
Es muss eine geben.
Ich war mir sicher, dass es ein Mensch ist,
ein Verrückter oder so 'n Bengel.
Aber was, wenn es einfach nur die Maschine ist?
Und sie völlig autonom handelt.
Du meinst, so was wie künstliche Intelligenz?
Ah, nein, das wäre nicht möglich.
Wenn sie fliegt, steuert sie auch jemand. Selbst die großen Militärdrohnen
haben immer einen Piloten, der sie fliegt. Hier wird es nicht anders sein.
Weißt du was? Lass mich mal suchen und wenn ich was finde, melde ich mich. Okay?
Okay.
Komm schon, lass mich rein.
SERVERANFRAGE VERHANDLUNG MIT SERVER
ZUGRIFF VERWEIGERT
Es ist schwierig, Ihnen das am Telefon mitzuteilen. Es...
lief nicht wie erhofft.
Madame. Hören Sie mich?
Aber wissen Sie denn, wann sie wieder aufwacht?
Ich glaube, Sie haben mich nicht verstanden.
Sie könnte nie mehr aufwachen.
Es tut mir leid.
ZUGRIFF VERWEIGERT
Jetzt komm schon, bitte. Tu mir das nicht an.
SIND SIE EIN NEUER KUNDE? JA / NEIN
IM ECHTEN LEBEN
Oh fuck.
[EMILIE] ARCHITEKTIN IN PARIS
Verdammte Scheiße.
Komm schon, komm schon, komm schon.
Emilie, du bist nicht allein. Es gibt noch Andere, viele Andere.
Das ist alles zu groß, viel zu groß. Lass mich das machen.
UMPROGRAMMIERUNG
[WILMA] WAS IST? [LOLA] SIE IST SO HIGH [SOPHIA] SITZT HERUM [OLIVIA] SCHON WIEDER
Los, komm schon, geh ran.
Geh bitte ans Handy.
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