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ZOOHANDLUNG DAVIDSON
- Hallo, Mrs. MacGruder. - Hallo, Miss Daniels.
Sahen Sie je so viele Möwen? Was meinen Sie, woran das liegt?
Auf See muss es einen Sturm geben. Das kann sie landeinwärts treiben.
Ich hoffte, Sie kämen später. Er ist nämlich noch nicht gekommen.
- Aber Sie sagten 15 Uhr. - Ich weiß.
Ich weiß. Ich rufe schon den ganzen Morgen an.
Oh, Miss Daniels, Sie haben ja keine Ahnung.
Die sind so schwer zu bekommen. Wirklich.
Wir kriegen sie aus Indien, wenn sie geschlüpft sind und...
Es ist aber kein Küken, oder?
Gewiss nicht. Oh, ganz gewiss nicht. Es wird ein ausgewachsener Beo sein.
- Und er wird sprechen? - Ja, selbstverständlich wird er...
Nun ja, nein, das müssen Sie ihm beibringen.
Ich schätze, ich rufe besser mal an. Es hieß 15 Uhr.
Vielleicht liegt es am Verkehr. Ich rufe an.
- Würden Sie warten? - Vielleicht liefern Sie ihn besser.
Ich gebe Ihnen meine Anschrift.
Oh, nun, in Ordnung,
aber ich bin sicher, sie sind unterwegs.
Sie haben nichts dagegen, wenn ich anrufe?
Nein. In Ordnung.
- Könnten Sie mir vielleicht helfen? - Was?
Könnten Sie mir vielleicht helfen?
- Ja. Was suchen Sie, Sir? - Sperlingspapageien.
Sperlingspapageien, Sir?
Ja. Angeblich gibt es viele Arten.
- Stimmt das? - Ja, gibt es.
Sie sind für meine Schwester zum Geburtstag, verstehen Sie,
und da sie erst elf wird, möchte ich kein Pärchen,
das wäre zu anschaulich.
Verstehe ich völlig.
Zugleich sollten sie auch nicht zu träge sein.
Nein, natürlich nicht.
Haben Sie zufällig zwei Vögel, die nur freundlich zueinander sind?
Oh, ich glaube schon. Mal sehen.
Sind das keine Sperlingspapageien?
Nein. Das sind Rotspatzen.
Ich dachte, das wären Erdbeerfinken.
Ja. So nennen wir sie auch.
Bitte schön. Sperlingspapageien.
Das sind Kanarienvögel.
Ist das kein furchtbares Gefühl?
Wieso furchtbar...
All die kleinen Geschöpfe in diese Käfige eingesperrt?
Wir können sie ja nicht im Laden herumfliegen lassen.
Nein, vermutlich nicht.
Gibt es einen ornithologischen Grund, sie in separaten Käfigen zu halten?
Natürlich. Um die Arten zu schützen.
Ja, das ist wichtig, besonders während der Mauser.
Das ist eine gefährliche Zeit.
- Haben sie jetzt die Mauser? - Oh, einige von ihnen.
Woran sehen Sie das?
Sie machen dann so einen niedergeschlagenen Eindruck.
Ja, verstehe. Und was ist mit den Sperlingspapageien?
Wollen Sie nicht lieber Kanarienvögel?
Diese Woche haben wir einige sehr schöne.
Gut.
Gut. Dürfte ich sie bitte sehen?
Was ist los?
Das hätten wir.
- Na also. - Wunderbar.
Zurück in deinen goldenen Käfig, Melanie Daniels.
Was sagten Sie?
Ich zog nur eine Parallele, Miss Daniels.
- Woher wussten Sie meinen Namen? - Ein kleines Vögelchen sagte es mir.
Guten Tag, Miss Daniels. Madam.
Moment mal. Ich kenne Sie nicht.
- Ach, aber ich kenne Sie. - Woher?
- Aus dem Gericht. - Ich kenne Sie weder von dort noch sonstwo.
Stimmt. Ich sage es anders. Ich sah sie dort.
Wann?
Erinnern Sie sich an einen Ihrer Scherze,
der zu einer zertrümmerten Scheibe führte?
- Ich zerbrach sie nicht. - Aber durch Ihren Streich zerbrach sie.
- Der Richter hätte Sie einsperren sollen. - Was sind Sie, etwa ein Polizist?
Ich glaube nur an das Gesetz, Miss Daniels. Von Spaßvögeln halte ich nicht viel.
- Und das mit den Sperlingspapageien... - Oh, die wollte ich wirklich.
Sie wussten, ich arbeite nicht hier. Sie haben absichtlich...
Richtig. Ich erkannte Sie, als ich reinkam.
Ich dachte mir, Sie wüssten gerne, wie es ist, wenn einem ein Streich gespielt wird.
- Was halten Sie davon? - Sie sind ein Scheusal.
Das bin ich. Guten Tag, Miss Daniels. Madam.
Ich bin froh, dass Sie die Vögel nicht bekamen.
Oh, ich finde etwas anderes. Wir sehen uns vor Gericht.
- Wer war das? - Ich habe keine Ahnung.
Der Beo kommt heute am Spätnachmittag,
wenn Sie nochmal kommen wollen.
Nein, schicken Sie ihn mir.
- Dürfte ich mal telefonieren? - Aber sicher.
Daily News? Hier ist Melanie Daniels. Geben Sie mir bitte die Lokalredaktion.
Einen Moment, Mrs. MacGruder.
Hallo, Charlie. Melanie.
Kannst du mir einen Gefallen tun?
Nein, das ist ein kleiner Gefallen.
Ich dränge dich? Warum, Charlie, Schatz, wieso sollte ich dich drängen?
Würdest du für mich die Zulassungsstelle anrufen?
Finde heraus, wem dieses Kennzeichen gehört.
W-J-H-0-0-3.
Ja, ein kalifornisches Kennzeichen.
Nein. Ich komme nachher vorbei. Ist Daddy in seinem Büro?
Nein, ich will nicht in die Konferenz platzen. Sage ihm, ich sehe ihn später.
Danke, Charlie.
Haben Sie Sperlingspapageien?
Nein, nicht im Laden, aber ich kann sie bestellen.
- Wie schnell? - Wann bräuchten Sie sie denn?
Sofort.
Ich könnte sie bis morgen früh hier haben.
- Wäre Ihnen das recht? - Das wäre sehr gut.
- Miss, ist das für Mitch Brenner? - Ja.
- Er ist nicht da. - Das macht nichts.
Er kommt erst am Montag wieder, falls die Vögel für ihn sind.
- Montag? - Ja.
Sie wollen die Vögel sicher nicht hier lassen?
Nun ja... Wo ist er hin?
Bodega Bay. Da fährt erjedes Wochenende hin.
Bodega Bay. Wo ist das?
Die Küste hoch, etwa 100 Kilometer nördlich von hier.
100...
Anderthalb Stunden auf dem Freeway oder zwei Stunden auf der Küstenstraße.
Ich würde nach ihnen sehen, fahre aber selbst weg.
Tut mir furchtbar leid.
POSTAMT WAREN FÜR DEN TÄGLICHEN BEDARF
EISENWAREN - LEBENSMITTEL
- Guten Morgen. - Guten Morgen.
- Vielleicht können Sie mir helfen. - Ich werde mich bemühen.
Ich suche einen Mann namens Mitchell Brenner.
- Kennen Sie ihn? - Ja.
- Wo wohnt er? - Hier, in Bodega Bay.
- Ja, ich weiß, aber wo? - Drüben auf der anderen Seite der Bucht.
Wo?
- Sehen Sie, wohin ich zeige? - Ja.
Sehen Sie die beiden großen Bäume?
- Auf der anderen Seite der Bucht? Ja. - Und das weiße Haus?
- Ja. - Dort wohnen die Brenners.
Die Brenners? Mr. und Mrs. Brenner?
- Nein. Nur Lydia und die zwei Kinder. - Die zwei Kinder?
Ja, Mitch und das kleine Mädchen.
Oh, ich verstehe. Wie komme ich dorthin?
Sie folgen der Straße um die Bucht herum. Da kommen Sie direkt bis zur Haustür.
Zur Haustür. Gibt es noch eine andere Straße?
- Nein. Das ist die einzige Straße. - Ich will sie nämlich überraschen.
- Sie sollen mich nicht kommen sehen. - Oh.
Es ist eine Überraschung.
Sie könnten ja mit einem Boot über die Bucht bis zu ihrer Anlegestelle fahren.
Wo bekäme ich ein Boot?
Unten am Tides Restaurant.
- Können Sie mit einem Motorboot umgehen? - Natürlich.
- Soll ich Ihnen eines bestellen? - Ja, danke.
- Auf welchen Namen? - Daniels.
Gut.
- Vielleicht könnten Sie mir... - Ja. Augenblick, bitte.
- Den Namen des Mädchens sagen? - Das kleine Brenner-Mädchen?
- Ja. - Ich glaube, Alice.
Harry, wie heißt das kleine Brenner-Mädchen?
- Lois. - Alice, oder nicht?
- Nein, Lois. - Sie heißt Alice.
Sind Sie sich sicher?
Nicht ganz, wenn Sie das meinen.
Ich brauche ihren genauen Namen.
Oh, noch einen Moment, bitte.
In dem Fall sage ich Ihnen, was Sie tun.
Sie fahren durch die Stadt, bis Sie links ein Hotel sehen.
Dort biegen Sie rechts ab.
- Haben Sie das verstanden? - Ja.
Fast schon auf dem Hügel sehen Sie die Schule und dahinter
ein kleines Haus mit rotem Briefkasten.
Da wohnt Annie Hayworth, die Schullehrerin.
- Fragen Sie sie nach dem Brenner-Mädchen. - Danke.
Ersparen Sie sich die Umstände. Sie heißt sicher Alice.
Kann ich das Boot in 20 Minuten haben?
- Was kosten die Telefonate? - Oh, gar nichts.
Danke.
BODEGA-BAY-SCHULE
- Wer ist da? - Ich.
Wer ist "ich"?
- Miss Hayworth? - Ja.
Ich bin Melanie Daniels. Verzeihen Sie die Störung, aber...
- Ja? - Der Mann vom Postamt schickt mich.
Er sagte, Sie wüssten den Namen des Brenner-Mädchens.
Cathy?
Die drüben in dem weißen Haus wohnt?
- Genau. Cathy Brenner. - Er schien unsicher, ob Alice oder Lois.
Deshalb kommt die Post in dieser Stadt nie richtig an.
- Tut mir leid. Rauchen Sie? - Danke.
Wollen Sie Cathy wegen etwas sprechen?
Nicht so ganz.
Sind Sie eine Freundin von Mitch?
Nein, eigentlich nicht.
Ich will seit 20 Minuten eine Zigarette rauchen.
Ich konnte mich nicht durchringen, damit aufzuhören.
Das Umgraben kann zwanghaft werden.
Das ist ein sehr schöner Garten.
Oh, danke. Na ja, das kann man in seiner Freizeit machen.
In Bodega Bay gibt es sehr viel Freizeit.
Haben Sie vor, lange zu bleiben?
Nein, nur ein paar Stunden.
Dann gehen Sie wieder, nachdem sie mit Cathy gesprochen haben?
So in etwa.
Tut mir leid. Ich wollte nicht geheimnisvoll klingen.
Eigentlich geht es mich ja nichts an.
Ich gehe dann besser mal.
- Vielen Dank. - Keine Ursache.
Kamen Sie über die Küstenstraße aus San Francisco?
Ja.
- Nette Strecke. - Es ist wunderschön.
Lernten Sie dort Mitch kennen?
Ja.
Da lernt wohl jeder Mitch kennen.
Nun klingen Sie geheimnisvoll, Miss Hayworth.
Ach ja?
Wollte ich nicht. Ich bin leider eher wie ein offenes Buch.
Oder eher ein geschlossenes Buch.
- Oh, hübsch. Was sind das für welche? - Sperlingspapageien.
Verstehe. Viel Glück, Miss Daniels.
Danke. Komme ich hier wieder zurück?
Einfach dort herum. Dann kommen Sie wieder zur Hauptstraße.
Danke.
An Cathy.
The Tides BOOTSVERLEIH.
- Haben Sie ein Boot für Miss Daniels? - Ja, Madam.
Gleich das da unten.
- Alles ok? - Ja, denke schon.
- Warum hat sie das wohl gemacht? - So etwas habe ich noch nie gesehen.
Keine Ahnung. Sie schien sich bewusst auf Sie zu stürzen. Oh, Sie bluten.
Das versorgen wir. Ok?
So ist es gut.
Kommen Sie.
Was ist passiert, Mitch?
- Eine Möwe attackierte sie. - Eine Möwe?
Gehen wir zum Restaurant, ok?
Vielleicht ist eine Tetanus-Spritze nötig.
Ich hatte eine Auffrischung, bevor ich im letzten Mai verreist bin.
- Was ist passiert? - Hallo, Deke. Die junge Dame verletzte sich.
- Soll ich einen Arzt rufen? - Nein, so ernst ist es wohl nicht. Mal sehen.
Helen, hole etwas Watte und Alkohol.
Haben Sie sich draußen verletzt, Miss?
Keine Angst, Deke. Es geschah in einem Boot.
Auf dem Parkplatz fiel mal ein Mann hin.
Bevor ich michs versah, verklagte er mich.
Miss Daniels wird niemanden verklagen.
Da.
- Nun ja, Sie sind ja Anwalt. - Danke.
- Was ist das? - Nur etwas Peroxid.
Ich säubere die Wunde.
Sie sind also Rechtsanwalt.
Ganz recht.
Gewöhnlich verteidige ich Leute, Miss Daniels, wäre ich aber Ankläger...
- Ist hier Ihre Kanzlei? - In San Francisco. Was tun Sie hier?
- Was für ein Gebiet? - Strafrecht.
Wollen Sie deshalb jeden hinter Gittern sehen?
Oh, nicht jeden, Miss Daniels.
- Nur Gesetzesbrecher und Spaßvögel. - Genau.
Oh, tut mir leid.
- Was machen Sie hier? - Sahen Sie nicht die Sperlingspapageien?
Sie kamen den ganzen Weg hierher, um mir die Vögel zu bringen?
Um sie Ihrer Schwester zu bringen. Sie sagten, es sei ihr Geburtstag.
- Außerdem kam ich sowieso hierher. - Wozu?
Um eine Freundin von mir zu besuchen. Vorsicht.
Entschuldigung. Wer ist Ihre Freundin?
Annie Hayworth, die Schullehrerin.
Annie Hayworth.
Nun ja, die Welt ist klein.
Ja.
Woher kennen Sie Annie?
Wir gingen zusammen zur Schule. Aufs College.
Ach ja? Sieh an. Wie lange bleiben Sie hier oben?
Das Wochenende.
Die Blutung scheint aufgehört zu haben. Halten Sie das mal fest.
- Sie wollten also Annie besuchen, was? - Ja.
Ich glaube, Sie kamen wegen mir.
Warum sollte ich gerade wegen Ihnen kommen?
Ich weiß nicht, aber Sie machten sich wohl viel Mühe,
um herauszufinden, wer ich bin und wo ich wohne.
Es war gar keine Mühe. Ich rief meines Vaters Zeitung an.
Außerdem kam ich sowieso hierher. Das sagte ich bereits.
- Sie mögen mich wirklich, was? - Ich kann Sie nicht ausstehen.
Sie haben keine Manieren. Sie sind arrogant, eingebildet und...
Darüber schrieb ich Ihnen sogar einen Brief, zerriss ihn aber.
- Was stand drin? - Das geht Sie nichts an.
Und Ihre Möwen mag ich auch nicht.
- Ich kam den ganzen Weg her... - Sie kamen doch sowieso, nicht?
Mitch?
Ich sah dein Auto. Was tust du in der Stadt?
- Ich musste eine Lieferung bestätigen. - Von was?
Mutter, das ist Melanie Daniels. Miss Daniels, meine Mutter.
Guten Tag.
Guten Tag, Miss Daniels. Was bestätigen?
Eine Lieferung. Miss Daniels brachte uns Vögel aus San Francisco.
Für Cathy zum Geburtstag. Wo ist sie?
Drüben bei Brinkmeyer.
Miss Daniels bleibt sogar übers Wochenende,
deshalb habe ich sie heute Abend zum Essen eingeladen.
Sie nahmen die Mühe auf sich, die Vögel zu bringen.
Das ist doch nicht nötig.
- Hast du Vögel gesagt? - Ja, Sperlingspapageien.
Oh, ich verstehe.
Ohne einen kleinen Dank können wir Sie nicht gehen lassen.
Und Cathy sahen Sie noch nicht und Sie bleiben am Wochenende.
- Ja, aber... - So ist es doch?
- Gewiss, aber... - Dann wäre das geregelt.
- Wann gibt es Abendessen, Mutter? - 19 Uhr, wie üblich.
- Ich hole Sie ab. Wo wohnen Sie? - Bei Annie natürlich.
Oh, natürlich. Wie dumm von mir. 18:45 Uhr?
Annie hat vielleicht etwas anderes vor. Ich muss erst sehen.
Außerdem finde ich den Weg selber.
Sicher? Sie wollen kein Boot mieten?
- Ich bin mir sicher. - Dann um 19 Uhr.
Vielleicht.
Wir warten auf Sie. Wie geht es dem Kopf?
Viel besser, danke.
Eine Möwe verletzte mich, Mrs. Brenner, sonst nichts.
- Oh, hallo. Haben Sie sie gefunden? - Ja.
Ich habe mich gefragt...
Das Schild da.
ZIMMER ZU VERMIETEN
Könnte ich das Zimmer für eine Nacht bekommen?
Ich wollte es für länger vermieten...
Ich wüsste es zu schätzen.
Ich versuchte es in der Stadt. Alles ausgebucht.
Na gut. Haben Sie Ihr Gepäck im Auto?
Also, das ist wirklich praktisch.
Ich habe einige Sachen im Haushaltswarengeschäft gekauft.
Ich hatte nicht vor, lange zu bleiben.
Ja, ich weiß. Ist etwas Unerwartetes passiert?
Ja. Darf ich Ihr Telefon benutzen? Ich möchte zu Hause anrufen.
Ich habe etwas Kaffee aufgesetzt.
Hören die nie auf mit ihrer Wanderung?
Hallo!
Hallo!
- Miss Daniels? - Ja.
Ach, die sind so schön.
Genau so etwas wollte ich. Sind das ein Männchen und ein Weibchen?
- Ich kann sie nicht unterscheiden. - Ich denke schon.
- Hallo. Annie hatte nichts vor, was? - Nein.
Gut. Schön, dass Sie kommen konnten. Hungrig?
- Einigermaßen. - Das Abendessen ist gleich fertig.
Wir sahen nach den Hühnern.
Mit denen stimmt was nicht.
Mit denen ist alles in Ordnung, Mitch.
- Ich rufe gleich Fred Brinkmeyer an. - Was soll das bringen?
Die Hühner fressen nicht.
Er hat mir das Futter verkauft, nicht?
Caveat emptor, Mutter. "Kauf ohne Gewähr."
Auf wessen Seite stehst du?
- Ich zitiere nur das Gesetz. - Das Gesetz ist mir egal.
Es wird nicht lange dauern, Miss... Hallo, Fred? Lydia Brenner.
- Ich störe doch nicht beim Essen? - Einen Drink?
- Danke, sehr gerne. - Fred, dieses Futter taugt nichts.
Das Hühnerfutter.
Nun ja, es taugt nichts. Die Hühner fressen es nicht.
Die haben stets Hunger.
Als ich heimkam, gab ich ihnen Futter, aber sie rührten es nicht an.
Ich weiß bei Hühnern Bescheid. Wenn sie nicht fressen,
stimmt was mit dem Futter nicht. Mehr nicht.
Nein, es sind keine wählerischen Hühner.
Wer? Was hat er damit zu tun?
- Ist das Ihr Vater? - Bitte setzen Sie sich.
Fred, es ist mir egal, wie viele Säcke Sie ihm verkauft haben. Meine Hühner...
Oh, verstehe.
Dan Fawcett.
Heute Nachmittag? Das beweist, dass ich recht habe! Das Futter, das Sie uns...
Vielleicht gehe ich besser rüber und rede mit ihm.
Es geht doch keine Krankheit um, oder?
Nein, niemals!
Nein, Fred, sie scheinen gesund zu sein. Sie fressen nur nicht.
Ich werde rübergehen und mit ihm reden. Vielleicht...
In Ordnung. Danke.
Dan Fawcett hat ihn vor kurzem angerufen.
Auch seine Hühner fressen nicht.
Es ist, wie du gesagt hast, Mom. Mr. Brinkmeyers Futter taugt nichts.
Nein, Cathy. Er hat Mr. Fawcett eine andere Sorte verkauft.
Du denkst doch nicht, dass sie krank werden, oder, Mitch?
Woher wussten Sie nur, dass ich Sperlingspapageien wollte?
Dein Bruder sagte es mir.
Dann haben Sie Mitch in San Francisco kennengelernt? Richtig?
Nein, nicht ganz.
Mitch kennt viele Leute in San Francisco.
Natürlich sind es meist Ganoven.
- Cathy! - Mom, er sagt es doch selbst.
Er verbringt den halben Tag in den Haftzellen im Justizgebäude.
In einer Demokratie, Cathy, hat jeder das Recht auf einen fairen Prozess.
- Die Kanzlei deines Bruders... - Mom, bitte!
Ich kenne mich mit der Demokratie aus. Dennoch sind es Ganoven.
Jetzt hat er einen Mandanten, der seine Frau sechsmal in den Kopf schoss.
Sechsmal! Ist das zu fassen?
Selbst zweimal wäre mehr als genug, meinen Sie nicht auch?
- Warum erschoss er sie? - Er sah sich eine Sportsendung an.
- Was? - Seine Frau wollte keinen Sport sehen.
- Kommen Sie morgen zu meiner Party? - Ich glaube nicht.
Ich muss zurück nach San Francisco.
- Mögen Sie uns nicht? - Natürlich.
- Gefällt Ihnen Bodega Bay nicht? - Das weiß ich noch nicht.
Mitch gefällt es sehr. Er kommt jedes Wochenende,
obwohl er eine Wohnung in der Stadt hat.
Für ihn gleicht San Francisco einem Ameisenhaufen an einer Brücke.
Manchmal ist es ein wenig hektisch.
Wenn Sie kommen wollen, dann sagen Sie nicht, dass ich Ihnen davon erzählte.
Es soll eine Überraschung sein.
Sehen Sie, die haben sich was Kompliziertes ausgedacht.
Ich soll nachmittags zu Michele gehen,
und Micheles Mutter wird sagen, sie habe Koptweh.
Ob es mir was ausmache, wenn sie mich heimbringt?
Wenn ich dann heimkomme, springen alle Kinder heraus!
Ach, wollen Sie nicht doch kommen? Kommen Sie doch, bitte.
Ich glaube nicht.
- Ein charmantes Mädchen, nicht, Mitch? - Ja.
Und wirklich hübsch.
- Wie lange kennst du sie schon? - Wie ich dir sagte, ich traf sie gestern.
- In einer Zoohandlung. - In einer Zoohandlung.
Sie hat Vögel verkauft?
Nein, nein. Ich ließ sie im Glauben, dass ich das glauben würde, und...
Es ist sehr kompliziert.
Aber sie kaufte die Sperlingspapageien und fuhr hierher.
- Mutter. - Ja?
Wo hast du Jura studiert?
Vergib mir.
Ich bin wohl nur neugierig, was so ein Mädchen angeht.
Sie ist sehr reich, nicht?
Ja, vermutlich.
Ihr Vater ist Miteigentümer einer großen Zeitung in San Francisco.
Man sollte meinen, er könnte ihren Namen aus der Presse raushalten.
Sie steht fast ständig in den Klatschspalten, Mitch.
Ja, ich weiß.
Sie war es doch, die letzten Sommer in Rom in einen Springbrunnen sprang?
Ja.
Vermutlich bin ich altmodisch.
Es soll ja sehr warm gewesen sein, aber...
In den Zeitungen stand, sie sei nackt gewesen.
Ja, Ich weiß, Liebes.
Natürlich geht es mich nichts an, aber wenn du so ein Mädchen...
- Liebes? - Ja?
Ich glaube, ich komme gut selbst mit Melanie Daniels klar.
Nun ja, solange du weißt, was du willst, Mitch.
Ich weiß genau, was ich will.
- Sie finden den Weg zurück? - Oh, ja.
- Sehe ich Sie wieder? - San Francisco ist weit weg.
Ich bin fünf Tage die Woche in San Francisco und habe viel Zeit.
Ich träfe Sie gern.
Vielleicht könnten wir schwimmen gehen. Meine Mutter sagte, das mögen Sie.
- Woher will Ihre Mutter das wissen? - Wir lesen wohl dieselben Klatschspalten.
Oh, das. Rom.
Ja, ich schwimme gern, wir könnten uns gut verstehen.
Falls es Sie interessiert, ich wurde in den Brunnen geschubst.
Ohne Kleider?
Mit allen Kleidern. Die Zeitung, die darüber berichtete,
war ein Konkurrenzblatt meines Vaters.
Sie waren ein armes, unschuldiges Opfer der Umstände?
Ich bin weder arm noch unschuldig,
doch die Wahrheit hier...
Die Wahrheit ist, Sie ziehen mit einem wilden Haufen herum.
Ja, das ist die Wahrheit, aber ich wurde geschubst,
das ist auch die Wahrheit.
Kennen Sie Annie Hayworth wirklich?
Nein. Zumindest nicht, bevor ich hierher kam.
- Sie gingen nicht zusammen zur Schule? - Nein.
- Sie wollten sie nicht besuchen? - Nein!
- Sie haben gelogen! - Ja, habe ich.
Und der Brief an mich? Auch eine Lüge?
Nein, den schrieb ich.
- Was stand drin? - "Lieber Mr. Brenner.
"Ich glaube, Sie brauchen doch die Sperlingspapageien, zur Charakterbildung."
- Das stand drin. - Aber Sie zerrissen ihn?
- Ja. - Warum?
Weil es mir dumm und albern vorkam.
- Wie in Rom in einen Brunnen zu springen. - Ich wurde reingeschubst!
Und das soll ich glauben?
Mir doch egal, was Sie glauben!
- Ich würde Sie dennoch gern treffen. - Warum?
Es könnte Spaß machen.
In Rom wäre das vielleicht gut genug, aber nicht jetzt.
- Für mich schon. - Nicht für mich.
- Was wollen Sie? - Ich dachte, das wüssten Sie.
Mein Leben genießen und nackt in Springbrunnen hüpfen. Gute Nacht.
- Miss Daniels, sind Sie das? - Ja.
Hallo.
Stimmt etwas nicht? Macht sich die Verletzung bemerkbar?
Nein, die Verletzung stört mich nicht.
- Möchten Sie gerne einen Brandy? - Wenn Sie einen haben, sehr gerne.
Ich hole ihn. Setzen Sie sich doch, Miss Daniels.
Oh, möchten Sie einen Pulli oder eine Decke?
Nein. Nein, danke.
- Sagen Sie doch Melanie zu mir. - Gut.
Danke.
Nachts wird es hier manchmal etwas kühl,
besonders wenn man nahe der Bucht wohnt.
Wie lief der Abend?
Haben Sie Lydia kennengelernt?
Oder soll ich das Thema wechseln?
Ich glaube, ja.
- Wie gefällt Ihnen unser Dorf? - Einfach abscheulich.
Für den kurzen Besucher bietet es wohl nicht viel,
es sei denn, man findet den Anblick einiger Hütten aufregend.
Es dauert etwas, bis man es gewöhnt ist.
- Wo kommen Sie her, Annie? - Aus San Francisco.
Wie sind Sie dann hier gelandet?
Vor langer Zeit hat mich ein Freund übers Wochenende eingeladen.
Ich sehe keinen Grund für Heimlichtuerei.
Es war Mitch Brenner. Aber das wussten Sie wohl schon.
Ich habe es vermutet.
Nun ja, nur keine Sorge.
Das ist schon lange vorbei.
Annie, zwischen Mr. Brenner und mir ist nichts.
Wirklich?
Na ja, vielleicht nicht.
Vielleicht war nie etwas zwischen Mitch und einem Mädchen.
Wie meinen Sie das?
Ich brauche auch einen Drink.
Ich traf mich in San Francisco oft mit ihm.
An einem Wochenende lud er mich zu Lydia ein.
Wann war das?
Oh, vor vier Jahren, kurz nach dem Tod seines Vaters.
- Heute liegen die Dinge vielleicht anders. - Anders?
Mit Lydia.
- Schien sie etwas distanziert? - Etwas.
Vielleicht liegen die Dinge doch nicht so anders.
Ihre Einstellung machte mich fast verrückt.
Zurück in San Francisco versuchte ich tagelang herauszufinden,
womit genau ich sie verärgert hatte.
- Und was hatten Sie getan? - Nichts.
Es gab mich einfach. Und die Antwort? Eine eifersüchtige Frau, richtig?
Eine besitzergreifende Mutter?
Falsch.
Bei allem Respekt für Ödipus, das war wohl nicht der Fall.
Was war es dann?
Lydia mochte mich. Das war das Seltsame.
Nun, wo ich keine Bedrohung mehr bin, sind wir befreundet.
- Warum lehnte sie Sie ab? - Weil sie Angst hatte.
Angst, Sie nähmen ihr Mitch weg?
Angst, ich würde Mitch etwas geben.
Ich verstehe nicht.
Angst vorjeder Frau, die Mitch das Einzige gäbe, das Lydia ihm geben kann, Liebe.
Also doch eine eifersüchtige, besitzergreifende Frau.
Nein, glaube ich nicht.
Sehen Sie, sie hat keine Angst, Mitch zu verlieren.
Sie hat Angst, dass man sie allein lässt.
Jemand sollte ihr sagen, sie bekommt eine Tochter.
Nein. Sie hat bereits eine Tochter.
Und was ist mit Mitch? Hat er gar nichts dazu gesagt?
Ich kann seine Haltung verstehen.
Er hat nach dem Tod seines Vaters viel mit Lydia mitgemacht.
Das wollte er nicht nochmals riskieren.
Oh, ich verstehe.
Es war also aus. Natürlich nicht sofort.
Wir gingen nach San Francisco zurück, trafen uns gelegentlich,
wussten aber beide, es war aus.
Was machen Sie dann in Bodega Bay?
Ich wollte in Mitchs Nähe sein.
Oh, es war alles vorbei, und ich wusste es, aber...
Dennoch wollte ich in seiner Nähe sein.
Ich mag ihn immer noch sehr,
und ich will diese Freundschaft niemals verlieren.
Hallo.
Hallo.
Nein, nein, ich habe nicht geschlafen.
Ja, vorhin.
Klar. Bleib dran.
Es ist Mitch.
Für Sie.
Hallo? Oh, ja, hier spricht Melanie.
Gut, danke.
Nein, keinerlei Probleme. Ich bin einfach der Straße gefolgt.
Nun ja... Sie müssen sich nicht entschuldigen.
Ich verstehe das.
Sehr nett von Ihnen. Nein, ich bin nicht verärgert.
Das geht nicht. Ich muss nach San Francisco zurück.
Nein, ich würde Cathy nicht enttäuschen wollen, aber...
Ich verstehe.
In Ordnung. Ja, ich komme.
Gute Nacht, Mitch.
Ich soll morgen Nachmittag zu Cathys Party kommen.
Ich sagte zu.
Wird sicher Spaß machen.
Ich werde auch da sein, um zu helfen.
Ach, es scheint so sinnlos.
Ich gehe mal schlafen. Es war ein anstrengender Tag.
Mein Gepäck.
Hübsch. Wo haben Sie das her? Von Brinkmeyer?
Meinen Sie, ich soll hin?
Das liegt ganz an Ihnen.
Nein, es liegt doch an Lydia, nicht?
Vergessen Sie Lydia. Wollen Sie hingehen?
Ja.
- Dann gehen Sie. - Danke, Annie.
Wer kann das denn sein?
Ist jemand da?
- Wer ist da? - Sehen Sie.
Das arme Ding. Hat sich wahrscheinlich im Dunkeln verirrt.
Aber es ist nicht dunkel, Annie.
Es ist Vollmond.
Cathy, das ist sehr gut. Sehr gut.
Gut. Und los.
Gutes Mädchen. Lass dich nicht fangen.
Ich sollte nichts mehr trinken. Ich muss fahren.
Ich will Sie eigentlich zum Essen dabehalten.
Es ist viel Braten übrig.
- Nein, ich kann unmöglich. Ich muss zurück. - In Ordnung.
- Prost. - Prost.
Im Ernst, warum die Eile? Was ist in San Francisco so wichtig?
Zum einen muss ich morgen früh zur Arbeit.
- Sie haben eine Arbeitsstelle? - Ich habe mehrere.
- Was tun Sie? - Verschiedenes an verschiedenen Tagen.
Und das wäre?
Montags und mittwochs arbeite ich an der lnformation am Flughafen.
Sie helfen Reisenden?
Nein, ich führe sie in die Irre. Ich dachte, Sie kennen mich.
Dienstags habe ich einen Kurs in Berkeley in Semantik,
wo es um neue Schimptwörter geht.
- Das ist keine Arbeit... - Sie müssen also nicht...
Und donnerstags habe ich ein Treffen und Mittagessen.
In der Unterwelt, schätze ich.
Da muss ich Sie enttäuschen.
Wir schicken einen kleinen koreanischen Jungen auf die Schule.
Wir sammeln dafür Geld.
Sehen Sie, Rom...
Den ganzen Sommer tat ich nichts außer...
Dort konnte man sich leicht verlieren.
Als ich dann zurückkam, glaubte ich, es sei Zeit, dass ich...
Ich weiß nicht, ich wollte etwas tun.
Also bin ich montags und donnerstags beschäftigt.
- Und was ist an Freitagen? - Freitags? Da habe ich frei.
Freitags gehe ich manchmal in Zoohandlungen.
Darüber bin ich sehr froh.
Ein netter, harmloser Tag.
Oh ja.
Ich habe eine Tante Tessa. Haben Sie auch eine?
Meine ist sehr steif und sittenstreng.
Ich schenke ihr einen Beo, wenn sie aus Europa zurück ist.
Beos sprechen ja. Stellen Sie sich Tante Tessas Gesicht vor,
wenn dieser ein oder zwei Worte sagt, die ich in Berkeley aufgeschnappt habe.
Sie brauchen die Fürsorge einer Mutter, mein Kind.
- Nicht die meiner Mutter. - Oh, tut mir leid.
Was soll Ihnen leid tun?
Meine Mutter? Vergeuden Sie Ihre Zeit nicht.
Sie verließ uns, als ich elf war, und brannte mit einem Mann durch.
Wissen Sie, was Mutterliebe ist?
- Ja, allerdings. - Finden Sie es besser, verlassen zu werden?
Nein. Ich glaube, es ist besser, geliebt zu werden. Sehen Sie sie je?
Ich weiß nicht, wo sie ist.
Vielleicht gehe ich besser zu den anderen Kindern zurück.
Gut. Und los. Eins...
Zwei...
Drei...
Und los.
Seht! Seht!
Hey! Anfassen ist nicht erlaubt!
Helfen Sie, die Kinder reinzubringen.
Rein mit dir.
Sind sie weg, Mitch?
- Ich glaube schon. - Jemand verletzt?
Jenny hat einen Kratzer an der Wange, aber nichts von Belang.
Das ist das dritte Mal.
Mitch, das ist nicht normal, oder?
Die Möwe, als ich gestern in dem Boot saß, die bei Annie gestern Abend und jetzt...
Gestern Abend? Was heißt das?
Ein Möwe krachte gegen Annies Haustür. Mitch, was ist da los?
Ich weiß es nicht. Müssen Sie zu Annie zurück?
Nein. Ich habe meine Sachen im Auto.
Bleiben Sie noch zum Essen, bevor Sie fahren. Da würde ich mich besser fühlen.
- Möchten Sie etwas Senf dazu? - Nein, danke.
Wieso blieb Annie nicht zum Essen?
Sie wartet auf einen Anruf von ihrer Schwester.
Was ist nur mit ihnen los?
- Was ist mit all den Vögeln los? - Wo willst du den Kaffee haben?
- Auf dem Tisch, Schatz. - Beeile dich damit, Mitch.
Ich bin sicher, Miss Daniels will fahren.
Ich glaube, Sie sollten über Nacht bleiben, Melanie.
Wir haben oben ein extra Zimmer.
Und die Straße kann nachts schwierig zu fahren sein.
Wenn ich über Santa Rosa fahre,
komme ich früher auf den Freeway, nicht?
Ja, und auf dem Freeway geht es viel schneller.
Aber sie kommt in den starken Verkehr auf dem Weg nach San Francisco.
Hört nur die Sperlingspapageien.
Mitch.
Schützt das Gesicht! Schützt die Augen!
Das ist ein Spatz.
- Das wissen wir auch, Al. - Hatten Sie vielleicht ein Licht an?
Ja, aber es käme kaum genug Licht den Kamin hinauf.
Denn manchmal zieht Licht Vögel an. Schon eine seltsame Sache.
Ok, aber man muss etwas dagegen tun!
Ich verstehe Sie nicht, Mitch. Was wogegen tun?
Die Vögel drangen ins Haus ein.
Eher verirrten sie sich herein und gerieten in Panik. Mehr nicht.
Ok, ein Vogel reagiert panisch in einem Zimmer,
aber sie kamen nicht einfach herein. Sie kamen direkt durch den Kamin.
Meine Frau fand mal einen Vogel auf dem Rücksitz.
Erzähle ihm von der Party.
Genau. Wir hatten nachmittags ein Geburtstagsfest für Cathy.
- Wie alt ist sie? - Elf! Mitten bei der Party
stürzten sich einige Möwen auf die Kinder!
Miss Daniels wurde erst gestern von einer Möwe attackiert.
Ja. Störten die Kinder die Vögel?
Denn wenn man Vögel stört,
verfolgen sie einen.
Al, die Kinder spielten ein Spiel. Die Möwen attackierten uns.
Lydia, "attackieren" ist ein starkes Wort, meinen Sie nicht auch?
Vögel greifen ja nicht einfach Menschen
ohne Grund an.
Die Kinderjagten ihnen wohl nur Angst ein, das ist alles.
Diese Vögel griffen an.
Ich muss sagen, Sie haben ein ziemliches Chaos.
Vielleicht sollten Sie den Kamin abdecken.
- Brauchen Sie Hilfe beim Aufräumen? - Nein. Es geht schon.
Es sollte nicht lange dauern.
Ich bringe Cathy ins Bett.
Ich glaube, ich sollte bleiben, nicht?
Es wäre nett, wenn das geht.
Meine Sachen sind im Auto.
- Willst du mitkommen? - Ok.
- Kann ich noch was tun, Mitch? - Nein, danke, Al.
- Wir kommen schon klar. - Gute Nacht, Lydia.
Wirklich seltsame Sache.
Mitch. Mitch. Mitch!
- Ja, Mutter? - Ich werde Cathy mitnehmen.
Dann fahre ich wahrscheinlich noch zur Fawcett-Farm.
Gut.
Morgen.
Guten Morgen, George. Ist Mr. Fawcett da?
Ich glaube schon, Madam.
Habe ihn heute Morgen noch nicht gesehen, aber er müsste da sein.
Danke.
Dan, sind Sie da?
Mutter!
Was ist denn? Was ist los?
Hilfssheriff Al Malone rief an. Ich soll zu Fawcett kommen.
Ein paar Polizisten aus Santa Rosa werden da sein.
- Wird es gehen? - Ja.
Ich wollte deiner Mutter eben Tee bringen.
Oh, sei vorsichtig, bitte.
Und du auch.
Mitch?
Nein, ich bin es, Mrs. Brenner.
- Ich dachte, Sie möchten einen Tee. - Oh. Danke.
Wo ist Mitch?
Al Malone wollte ihn auf der Fawcett-Farm haben.
Warum? Glaubt mir Al nicht?
Er rief von der Farm an.
- Dann hat er es gesehen. - Oh, ganz sicher.
Sie forderten die Polizei aus Santa Rosa an.
Was soll das bringen?
Glauben Sie, Cathy ist sicher in der Schule?
Ja, ihr geht's sicher gut.
Klinge ich albern für Sie?
Oh, nein.
Ich sehe immer noch Dans Gesicht.
Und in der Schule gibt es so große Fenster.
In Dans Schlafzimmer waren alle Fenster zerbrochen.
- Alle Fenster! - Versuchen Sie nicht darüber nachzudenken.
Ich wünschte, ich wäre stärker.
Ich verlor meinen Mann vor vier Jahren.
Es ist furchtbar, wie sehr die eigene Stärke von einem anderen abhängen kann,
und plötzlich ist dann die Stärke weg und man ist allein.
Ich würde mich gerne manchmal entspannen.
Ich würde gerne schlafen können.
- Glauben Sie, Cathy ist sicher? - Annie ist dort.
Es wird ihr gut gehen.
Gewöhnlich bin ich nicht so, wissen Sie.
Ich mache wegen meiner Kinder kein Aufhebens.
Als Frank starb...
Er verstand die Kinder. Er verstand sie wirklich.
Er wusste, wie man sich in sie hineinversetzt und ein Teil von ihnen wird.
- Das ist eine sehr seltene Gabe. - Ja.
Ich wünschte mir sehr, ich könnte so sein.
Ich vermisse ihn.
Manchmal wache ich sogarjetzt noch auf und denke:
"Ich muss Franks Frühstück machen."
Und ich stehe auf, weil es ja einen guten Grund gibt,
bis ich mich
natürlich erinnere.
Ich vermisse die Gespräche mit ihm.
Cathy ist ein Kind, natürlich, und Mitch...
Nun ja, Mitch hat sein eigenes Leben.
Ich bin froh, dass er da ist.
Mit ihm fühle ich mich hier sicherer.
- Wollen Sie sich nun ausruhen? - Nein.
Nein, gehen Sie nicht.
Ich spüre, dass ich Sie nicht verstehe,
und ich will Sie so gerne verstehen.
Warum, Mrs. Brenner?
Weil mein Sohn Sie anscheindend sehr mag,
und ich bin mir über meine Gefühle im Unklaren.
Ich weiß nicht mal, ob ich Sie mag oder nicht.
Ist es so wichtig, dass Sie mich mögen?
Ja. Ich glaube schon.
Mitch ist mir wichtig.
Ich möchte das Mädchen mögen, das er wählt.
Und wenn nicht?
Dann wird es außer für mich wohl kaum fürjemanden von Belang sein.
Oh, ich glaube, für Mitch wäre es auch wichtig.
Mitch hat immer genau das gemacht, was er wollte.
Ich will aber nicht allein bleiben.
Ich könnte das nicht ertragen!
Oh, verzeihen Sie mir.
Oh, verzeihen Sie mir.
Die Sache mit den Vögeln hat mich aufgeregt.
Ich weiß nicht, was ich täte, wäre Mitch nicht hier.
Warum versuchen Sie nicht etwas zu schlafen, Mrs. Brenner?
Ich wünschte, ich wäre stärker.
Meinen Sie, sie ist sicher?
Meinen Sie, sie ist in der Schule sicher?
- Soll ich nach ihr sehen? - Das kann ich nicht verlangen.
- Es macht mir wirklich nichts aus. - Würden Sie?
- Dann würde ich mich besser fühlen. - Ich gehe sofort.
Melanie?
Danke für den Tee.
Gut, Kinder. Legt nun bitte die Liederbücher weg.
Dann stellt euch an eure Tische.
Sobald jeder fertig ist, gehen wir raus in die Pause.
Wir gehen erst auf den Spielplatz,
wenn alle leise sind.
- Machen Sie die Tür zu. Rasch. Bitte. - Was?
- Was ist los? - Sehen Sie.
Wir müssen die Kinder wegbringen.
Gut, Kinder. Still jetzt.
Still. Miss Daniels möchte sehen, wie wir uns
bei einem Feueralarm verhalten.
Ich möchte ihr zeigen, wie still und folgsam ihr sein könnt.
- Wir verlassen jetzt die Schule. - Die Schule verlassen?
Die in der Nähe wohnen, gehen direkt nach Hause.
Nach Hause?
Der Rest geht den Hügel hinunter bis zum Hotel. Also, ist das klar?
Ja, Miss Hayworth.
Melanie?
Ich will, dass ihr so leise wie möglich geht.
Macht kein Geräusch, bis ich euch sage, dass ihr rennen sollt.
Dann lauft so schnell wie möglich. Hat das jeder verstanden?
Ja, Miss Hayworth.
Gut, John, du gehst voran.
Cathy! Cathy!
Daddy, da waren Hunderte von ihnen.
Nein, ich bin nicht hysterisch.
Ich sage dir das so ruhig, wie es mir möglich ist.
In Ordnung, Daddy. Ja, Daddy.
Gerade eben. Vor 15 Minuten.
Bei der Schule.
Nein, weiß ich nicht. Moment. Wie heißt die Schule?
- Einfach Bodega-Bay-Schule. - Die Bodega-Bay-Schule.
Ich weiß nicht, wie viele Kinder, 30 oder 40.
Nein, die Vögel griffen erst an, als die Kinder aus der Schule waren.
- Was darf's sein, Mrs. Bundy? - Wechselgeld, Mr. Carter.
Krähen, glaube ich.
Ich weiß nicht, Daddy.
Gibt es einen Unterschied zwischen Krähen und Amseln?
- Es gibt ganz sicher einen Unterschied, Miss. - Danke.
Sie sind unterschiedlich, Daddy.
Ich glaube, dass es Krähen waren.
Ja. Hunderte von ihnen.
Ja, sie griffen die Kinder an. Griffen sie an!
Ich weiß nicht, wann, aberjetzt kann ich hier nicht weg.
In Ordnung. Ja. Wiederhören.
Es sind natürlich beides Sperlingsvögel, aber recht unterschiedliche Arten.
Die Krähe ist Corvus brachyrhynchos,
die Amsel ist Euphagus cyanocephalus.
Danke.
- Haben Sie die Nummer der Fawcett-Farm? - Hier im Telefonbuch, Miss.
Ich sehe da keinen Unterschied, Mrs. Bundy.
Ob Krähen oder Amseln,
die Schule wurde angegriffen, das ist ernst.
Ich glaube kaum, dass diese Arten
ausreichend Intelligenz für einen Massenangriff besitzen.
Ihre Hirnschalen sind nicht groß genug.
Ich komme eben von der Schule, Madam.
Ich weiß nichts über ihre Hirnschalen, aber...
Ich schon.
Die Ornithologie ist zufällig mein Hobby.
Vögel sind keine aggressiven Geschöpfe, Miss.
Sie bringen Schönheit in die Welt. Es ist eher die Menschheit, die...
Sam! Dreimal Brathähnchen.
Mit Bratkartoffeln oben drauf.
Ja, kann ich bitte Mitch Brenner sprechen?
Ja, ich warte.
Es ist eher die Menschheit, die darauf beharrt,
es dem Leben auf diesem Planeten schwer zu machen.
- Ginge es nicht um Vögel... - Mrs. Bundy, Sie verstehen nicht.
Die junge Dame sagte, die Schule sei angegriffen worden.
- Unmöglich! - Oh, Mitch?
Gut, dass ich dich erwische.
- Etwas Furchtbares ist... - Das Ende der Welt!
Zwei Bloody Mary, Deke.
Was geschah in der Schule?
Ein Haufen Krähen griff die Schulkinder an.
Das ist das Ende der Welt! "So spricht Gott, der Herr,
"zu den Bergen und Hügeln, zu den Schluchten und Tälern:
"Ich selbst
"werde das Schwert über euch bringen
"und eure Kulthöhen zerstören."
Ezechiel, Kapitel 6.
"Weh euch, die ihr schon früh am Morgen
"hinter dem Bier her seid."
Jesaja, Kapitel 5. Das ist das Ende der Welt.
Ich glaube kaum, dass einige Vögel das Ende der Welt herbeiführen werden.
- Es waren nicht nur einige Vögel. - Ich wusste nicht, dass es in Bodega Bay
so viele Krähen in dieser Jahreszeit gibt.
Krähen sind hier ständig zu finden.
Bei unserer Weihnachtszählung verzeichneten wir...
Wie viele Möwen haben Sie gezählt, Mrs. Bundy?
Welche Möwen, Mr. Sholes? Es gibt verschiedene Gattungen.
Jene, die meinen Fischerbooten übel mitgespielt haben.
- Hatten Sie Ärger mit Möwen? - Eines meiner Boote, letzte Woche.
Die junge Dame wurde am Samstag von einer Möwe attackiert.
Deke, ich warte noch auf die Bloody Marys.
Kommen sofort.
Könnten Sie sie bitten, etwas leiser zu sprechen?
Sie ängstigen die Kinder.
Ein Schwarm Möwen brachte eines meiner Boote fast zum Kentern.
Rissen dem Kapitän fast den Arm ab.
- Sie ängstigen die Kinder. Bitte leiser. - Ok.
Ja, mirjagt er auch Angst ein.
Wollen Sie damit sagen, all diese...
Nein, das ist ausgeschlossen, Sebastian.
Deke, ich sage Ihnen nur, was mit dem Boot passiert ist.
Die Möwen wollten Ihre Fische haben, Mr. Sholes.
Also wirklich, sehen wir es mal logisch.
Was wollten die Krähen bei der Schule?
Was glauben Sie? Miss...
Daniels. Ich glaube, sie waren hinter den Kindern her.
Zu welchem Zweck?
- Um sie zu töten. - Warum?
Ich weiß es nicht.
Das dachte ich mir.
Vögel gibt es auf diesem Planeten, Miss Daniels,
seit dem Archaeopteryx, das war vor 140 Millionen Jahren.
Erscheint es nicht seltsam, dass sie so lang gewartet haben,
um einen Krieg gegen die Menschen zu führen?
- Niemand nannte es einen Krieg. - Scotch, ohne Wasser.
Sie und Mr. Sholes scheinen so etwas anzudeuten.
Wer redet von einem Krieg? Ich sagte nur, einige Möwen...
- Noch etwas Kaffee? - Nein.
...stürzten sich auf eines meiner Boote.
Vielleicht wollten sie die Fische, wie Sie sagten.
Der Kapitän hätte auf sie schießen sollen.
Möwen sind ohnehin nur Aasfresser. Wie die meisten Vögel.
Holt euch Gewehre und rottet sie aus!
- Das wäre kaum möglich. - Warum nicht, Mrs. Bundy?
Weil es heute 8650 Vogelarten
auf der Welt gibt, Mr. Carter.
Schätzungsweise 5,75 Milliarden Vögel
leben allein in den Vereinigten Staaten.
Auf den fünf Kontinenten der Welt...
Tötet das ganze Viehzeug.
...gibt es wahrscheinlich mehr als 100 Milliarden Vögel.
- Das ist das Ende der Welt. - Die Möwen wollten sicher den Fisch.
- Natürlich! - Beeilt euch, Kinder. Esst auf.
Essen uns die Vögel auf, Mommy?
Vielleicht machen wir uns auch etwas verrückt.
Zugegeben, einige Vögel verhielten sich komisch, aber es gibt keinen Grund...
Ich sage doch, es sind nicht nur einige Vögel. Es sind Möwen, Krähen, Schwalben...
Ich sah noch nie Vögel verschiedener Arten in einem Schwarm.
Das ist völlig unvorstellbar.
Würde das passieren, hätten wir keine Chance!
Wie könnten wir sie überhaupt abwehren?
Wir könnten es nicht, das stimmt. Sie haben recht, Mrs. Bundy.
Was ist? Stimmt was nicht?
Wir führen einen Krieg, Sam.
Einen Krieg? Gegen wen?
- Gegen Vögel! - Das finden Sie wohl sehr amüsant?
Sie haben die Kinder völlig verschreckt.
Wenn die junge Dame sagt,
sie sah den Angriff auf die Schule, wieso glauben Sie ihr nicht?
- Angriff? Wer griff die Schule an? - Vögel. Krähen.
Sie sitzen nur herum und reden!
Was sollen sie als Nächstes tun? Durchs Fenster stürzen?
- Mommy! - Zieh deinen Mantel an.
Wieso gehen Sie nicht alle nach Hause und verriegeln Türen und Fenster?
- Wo geht's schnell nach San Francisco? - Auf dem Freeway, Madam.
Wie komme ich dahin?
Da fahre ich hin. Sie können mir nachfahren.
- Dann gehen wir doch sofort. - Muss meinen Scotch noch trinken.
Ich kam, so schnell ich konnte. Wo ist Cathy?
- Bei Annie. Ihr geht's gut. - Al, warum waren Sie nicht in der Schule,
wo der Angriff war?
Weil ich eben von Dan Fawcetts Farm komme, deshalb.
- Er wurde gestern Nacht von Vögeln getötet. - Was?
Moment, Mitch. Das wissen Sie doch gar nicht.
Was sind die Fakten, Mr. Malone?
Die Polizei von Santa Rosa glaubt, es war Mord.
Sie denken, ein Einbrecher hat ihn umgebracht.
Wie erklären Sie die toten Vögel auf dem Boden?
Die Polizei von Santa Rosa meint, sie seien nach seinem Tod reingekommen.
War die Polizei von Santa Rosa heute bei Ihrer Schule?
- Kommen Sie? - Immer mit der Ruhe.
Weit und breit kein Vogel in Sicht!
"Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht.
"Euer himmlischer Vater ernährt sie."
Etwas Ähnliches passierte letztes Jahr in Santa Cruz.
Die Stadt war voller Möwen.
- Würden Sie bitte austrinken? - Richtig, Sir. Ich erinnere mich.
Ein großer Schwarm Möwen verirrte sich im Nebel
und flog zur Stadt, wo die Lichter waren.
Es gab ein großes Chaos, sie krachten gegen Gebäude und so weiter.
Die richten immer ein Chaos an.
Es geht darum, dass sich keiner aufgeregt hat.
Am nächsten Morgen waren sie weg, als wäre nichts gewesen.
- Die armen Dinger. - Ich gehe. Kommen Sie?
Schon gut, schon gut!
Ich hoffe, Sie klären die Lage!
Das ist das Ende der Welt!
Ich gehe besser wieder zur Konservenfabrik. Was kriegen Sie?
Sebastian, Moment mal.
- Ich will keine Panik schüren... - Hat keiner gesagt, Mitch.
Wir haben ein Problem. Ich weiß nicht, wann es begann oder wieso,
aber es ist so, und wir dürfen es nicht ignorieren.
- Was ignorieren? Den "Vogelkrieg"? - Ja, den "Vogelkrieg".
Die Attacke, Plage... Wie man es auch nennen will,
sie sammeln sich irgendwo und kommen wieder. Ganz sicher.
- Absurd. - Komm mal.
Wenn wir jetzt nichts tun,
wenn wir Bodega Bay nicht alarmieren, dann...
Hör mal, Mitch.
Selbst wenn es stimmt und all diese Vögel...
- Du hältst es nicht für wahr? - Nein, Mitch, offen gesagt nicht.
- Es gibt keinen Grund, dass ich... - Es passiert. Reicht das nicht?
- Ich mag Bodega Bay wie alle hier... - Gut, dann hilf mir.
Du bist ein wichtiger Mann. Hilfst du, tun es alle.
Wie helfen? Was willst du tun?
Mrs. Bundy erzählte was von Santa Cruz.
Von Möwen, die sich im Nebel verirrten und zu Lichtern flogen.
- Wir haben jetzt keinen Nebel! - Machen wir uns einen!
Und wie?
Mit Nebeltöpfen, wie die Army.
Seht!
Sie greifen wieder an. Melanie, du bleibst hier. Los, Al!
Aufpassen!
Das Benzin! Der Mann zündet sich eine Zigarre an!
Hey, Sie! Aufpassen! Das Streichholz nicht wegwerfen!
Gehen Sie da weg!
- Mister, rennen Sie! - Aufpassen!
Passen Sie auf! Passen Sie auf!
Hey!
Warum tun sie das?
Warum tun sie das?
Es heißt, als Sie kamen, fing das alles an!
Wer sind Sie? Was sind Sie?
Woher kommen Sie?
Sie sind die Ursache für das alles.
Ich glaube, Sie sind böse!
Mein Gott!
Ich glaube, sie fliegen weg!
Dann können wir Cathy bei Annie abholen.
Wieder die Krähen.
Komm.
Oh, nein. Bleibe hier. Bleibe hier.
Cathy! Wo ist Cathy?
Mitch, nicht!
Oh, lass sie nicht da liegen, Mitch.
Kommt.
Als wir Michele heimgebracht hatten, kamen wir zurück
und hörten die Explosion.
Wir gingen raus, um zu sehen, was es war.
Auf einmal waren die Vögel überall!
Sofort stieß sie mich hinein,
und sie stürzten sich auf sie!
Annie... Sie stieß mich hinein!
Noch ein Brett, Liebes.
Wie lange sammeln sie sich schon?
Oh, seit etwa einer Viertelstunde.
Sieht planmäßig aus, nicht?
Sie schlagen zu, verschwinden dann und sammeln sich erneut.
Sieht gar nicht anders aus als sonst.
Etwas Rauch über der Stadt, ansonsten...
Willst du deinen Vater anrufen?
Nein, probierte ich schon. Das Telefon ist tot.
- Strom haben wir noch, oder? - Ja.
Mitch, ich höre was im Radio.
Komm.
Die regionalen Sender kommen nicht rein.
Das ist, glaube ich, San Francisco.
"...die Arbeit von Profis." Zitat Ende.
In Bodega Bay griff heute Morgen ein Krähenschwarm
eine Gruppe Kinder an, die die Schule bei einer Feueralarmübung verließen.
Ein Mädchen wurde schwer verletzt ins Krankenhaus von Santa Rosa gebracht,
doch die meisten Kinder konnten sich retten.
Es soll dort noch einen zweiten Angriff gegeben haben,
doch dies ist nur eine vage lnformation.
Bisher hörten wir nichts davon,
ob es weitere Angriffe gegeben hat.
Überregional gab es in Washington...
Ist das alles?
Ich muss noch mehr Holz holen. Das Feuer darf nicht ausgehen.
- Die Dachbodenfenster sind zu, Mitch? - Ja, alle.
- Wann sie wohl kommen? - Ich weiß es nicht.
Wenn größere Vögel dabei sind, kommen sie rein.
- Das Risiko müssen wir eingehen. - Vielleicht sollten wir fortgehen.
Nein, nicht jetzt! Nicht, während sie sich sammeln.
- Wann dann? - Wir werden sehen, was passiert.
- Wohin gehen wir? - Ich weiß es nicht.
Vorläufig sind wir hier sicher.
- Holen wir das Holz herein. - Und wenn es uns ausgeht?
- Ich weiß nicht! Dann nehmen wir die Möbel. - Du weißt es nicht!
Du weißt es nicht! Wann weißt du es? Wenn wir tot sind!
Wäre doch nur dein Vater hier...
Entschuldige. Tut mir leid, Mitch.
Macht euch etwas Kaffee, ja?
"Als ich die Präsidentschaft übernahm,
"sagte ich, in einigen Generationen..."
- Wo fliegen sie hin? - Irgendwohin landeinwärts.
- Santa Rosa? - Vielleicht.
Los. Holen wir das Holz.
- Kann ich die Sperlingspapageien reinholen? - Nein!
- Aber, Mom, sie sind in einem Käfig. - Es sind Vögel, oder nicht?
Lassen wir sie in der Küche, ok, Schatz?
Mitch, warum tun die Vögel das?
- Das wissen wir nicht, Schatz. - Warum wollen sie Menschen töten?
Ich wünschte, ich könnte dir das sagen.
Mir ist schlecht, Melanie.
- Ich will... - Ich gehe mit dir.
Sie fliegen fort.
Mitch?
Oh, Mitch!
Bringe Cathy und Lydia hier weg.
Melanie! Melanie!
Oh, das arme Ding! Das arme Ding!
Hole mir Wasser, Verbandszeug und Alkohol. Schnell!
Verbandszeug. Das ist schrecklich.
Cathy, bringe mir Brandy.
Nein, nein, nein! Nein, nein, alles in Ordnung.
Nein, alles in Ordnung, alles in Ordnung.
Alles in Ordnung. Alles in Ordnung. Nein.
Cathy, hol die Lampe.
Sie muss in ein Krankenhaus.
- Das geht nicht. Wir können nirgendwohin. - Doch, San Francisco.
- Wir würden es nie schaffen. - Wir müssen es versuchen.
Wir nehmen die Bay-Hill-Straße. So müssen wir nicht durch die Stadt.
Wir können nicht hierbleiben. Sie braucht Hilfe.
Ich habe Angst. Schreckliche Angst.
Ich weiß nicht, was draußen ist.
Wir müssen fahren, bevor sie wieder angreifen.
Wir nehmen Melanies Auto. Das geht schneller als mit dem Pickup.
- Kannst du sie fertig verbinden? - Ich versuch's.
Gut.
Mitch? Schau mal, ob du etwas im Autoradio reinbekommst.
Die Vogelattacken haben vorläufig aufgehört.
Bodega Bay scheint das Zentrum zu sein, obwohl kleinere Angriffe
auf Sebastopol und Santa Rosa gemeldet wurden.
Bodega Bay ist durch Straßensperren blockiert.
Die meisten Einwohner konnten fliehen,
es gibt aber noch einige Personen, die abgeschnitten sind.
Es fiel noch keine Entscheidung, was den nächsten Schritt angeht,
aber es wird erörtert, ob das Militär eingreifen soll.
Die Vogelangriffe erfolgen offenbar
in Wellen mit langen Unterbrechungen.
Der Grund dafür ist nach wie vor unklar.
Hast du was im Radio gehört?
Es ist in Ordnung. Kommt.
Nein. Nein!
Mitch?
Bleibt dort.
Kann ich die Sperlingspapageien mitnehmen, Mitch?
Die haben keinem was getan.
Gut. Nimm sie mit.
German
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