All language subtitles for 2016_Jonathan.deu

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Original subtitles

.

* Prasselnder Regen *

* Husten *

* Donnergrollen *

Eine Hälfte für dich, eine Hälfte für mich.

Komm. Hey.

Bald hast du deine Ruhe.

Red nicht so 'nen Scheiß.

Du bist bald wieder auf den Beinen und dann hilfst du mir gefälligst.

Du lässt mich nicht allein mit deiner verklemmten Schwester.

Sie hat gesagt, dass sie dich bald besuchen kommt.

Siehst du hier die Narbe?

Ihr Werk.

Hat mir fast ein Auge ausgestochen.

Dein Opa hat immer zu mir gesagt:

Deine Schwester ist nicht so eine Memme wie du.

Aber wer hat denn das hier alles aufgebaut, hä?

Das war ich. Ich hab das alles gemacht.

Für dich und deine Mutter, oder etwa nicht?

Das machst du toll, mit den Tieren.

Das macht mich froh, Jona.

Und jetzt hau ab da.

Wie war Mama eigentlich so?

Kann mich gar nicht an sie erinnern.

Ich will schlafen.

Papa. Komm.

Ich weiß gar nichts über sie. - Ist lange her, Jona.

Ist so lange her.

Er hat nach dir gefragt.

Wieso redet ihr nicht miteinander?

Ist gerade viel. - Ja, ist immer viel.

Aber viel Zeit ist nicht mehr.

Gibt nichts zu Reden.

Er ist dein Bruder verdammt!

Kümmer' dich bloß nicht.

Kannst du aufhören damit?

Alter was is' denn?

Maik gib' mal ein bisschen Gas.

Kann nicht sein, dass nur die anderen hier arbeiten.

Selbst die Mädchen hier sind ja schneller als du.

Was soll das denn jetzt heißen?

Ich krieg ja auch immer die mit dem kurzen Stiel.

Guck mal, wie klein der ist.

Ja, ist schon scheiße, wenn man den kleinsten Stiel von allen hat!

Pass mal auf du Spast!

'Ne Kuh hat mehr Haare am Euter, als du am Sack.

Jungs es reicht. - Alle beide.

Hey, es reicht!

Kaum im Stehen pinkeln und hier schon die Sprüche rausklopfen.

Ich fass' es nicht.

Kommst du klar, Lasse? - Na klar.

Was?

Komm sag.

Ich geh studieren.

Kein Scheiß, ich hab 'ne Zulassung bekommen.

Guck nicht so, Mann.

Mit dem scheiß Abitur? - Ja, Theologie.

Theologie. - Ja.

Nebenfach Afrikawissenschaften. Keine Zulassungsbeschränkung.

Ich greif schön BAföG ab und lass so was von die Puppen tanzen.

Einfach mal raus hier!

Raus aus diesem scheiß Funkloch.

Wenn’s vorbei ist ...

dann ist es eben vorbei.

Halt mir nur diesen verdammten Krankenhausgestank vom Hals

Schöne Frau.

Mm ... Scheiße.

Das wird schnell wieder heilen.

Willst du auch eine? - Nee, ich rauch' eigentlich nicht.

Morgen bring ich dir 'ne Salbe mit.

Kennen wir uns?

Anka.

Ich bin hier um dir ein wenig unter die Arme zu greifen mit deinem Vater.

Martha?

Die hat mich angerufen.

Ich hab' geträumt, von 'nem Engel,

der mir hilft einzuschlafen.

Sie ist wirklich schön.

Ja. Ist meine Mama.

Ist gestorben bei 'nem Autounfall.

Tut mir leid ich bin müde.

Morgen komm ich und helf dir.

Morgen. - Hey.

Der ist für dich. Passt überall.

Deine Sachen kannst du da drüben im Schrank ablegen.

Und nimm dir alles, was du brauchst

Geh ruhig.

Anders als in der Stadt, oder?

Frische Luft.

Ah, ich könnt' nicht in der Stadt leben.

Der viele Lärm. Diese ganze Hektik.

Wie heißt es so schön: einmal Bauer immer Bauer.

Naja, als ich jung war, da hatt' ich noch Flausen im Kopf.

Da wollte ich unbedingt Schwimmer werden,

zusammen mit Ron, meinem besten Freund.

Wir haben immer gemeinsam trainiert.

Ah, Ron war ... ein Idealist.

Deswegen hat er auch diesen Job an- genommen, als Minenaufklärer.

Ich war immer auf'm Hof.

Und ich hab ja den Hof geerbt, von meinem Vater ...

Krieg' ich was davon?

Irgendjemand musste sich ja um alles kümmern ...

Sorry. Spezialanfertigung für Burghardt.

Ich hatte gar keine Wahl. - Okay, dann machen wir 'nen Deal.

Du gibst mir was davon, was auch immer das ist

und dafür darfst du mit unter meine Decke.

Ich mach' dir was davon und dafür muss nicht mit dir unter eine Decke.

Was'n los Papa? - Was’n los Papa. Hier ...

jeden Tag diese Pillen.

Jetzt krieg dich mal ein.

Diese Pillen. Dieser ganze Scheißdreck.

Ich will die nicht mehr. Ich kann nicht mehr.

Dann bist du mich endlich los.

Scheißdreck krieg ich mich ein.

Musst auch mal an dich denken, Mann. Mehr sag' ich dazu nicht.

Ich mein', dann komm doch mit nach Berlin.

Wir holen uns so 'ne geile Wohnung.

Mit Badewannenlandschaft und so 'nem fetten Balkon

und da laufen wir den ganzen Tag so im Bademantel 'rum,

mit Zigarre im Maul

und die Mädels dürfen nur im Bikini rein.

Jo! - Is' klar.

Ich mein's ernst, Jona.

Die Frauen da, die sind so versaut.

Die sind alle rasiert. Und wie die laufen.

Läuft da eigentlich was?

Hast du schon was klar gemacht? Sscht!

Oh Mann, du machst mich fertig, echt. Lad sie ein.

Wenn du’s nicht machst, dann mach ich’s.

Ich hab sie schon eingeladen.

Lasse!

Nie im Leben. - Lasse! Ich hab' ...

Bleib hier!

Nein, was' denn los?

Kannst sie haben. Ich will die gar nicht.

Ja. Krieg ich auch.

Martha.

Wie kann das denn sein? Wie kann so was passieren?

Du hast mitten auf'm Weg geparkt.

Und jetzt steht er besser?

Ja klar.

Hey, bleib mal stehen. Ich red' mit dir.

Martha.

Die, die Anka ist doch jetzt da, die hab ich organisiert.

Die begleitet, ja. - Die begleitet? - Ja!

Ich will aber noch ... - Morgen, Martha!

Morgen, nicht heute.

Ich will Drachen steigen lassen wie früher.

Jetzt geh'n wir erst mal schlafen. - Och, nee.

nie wird hier was so gemacht, wie ich es will.

Martha, bitte.

Oh schau mich an.

Wenn das hier noch so weiter geht,

dann ende ich noch wie deine Mutter.

Nee ... och.

Was hast du gesagt, Martha?

Papa! Papa, hörst du mich?

Kannst du dich aufrichten?

Du dummer alter Mann! Du dummer alter Mann!

Setzen Sie sich bitte hin.

Nimmt er irgendwelche Medikamente?

Ist er in Behandlung?

Ja. Er ist mitten in der zweiten Chemo.

Er hat Hautkrebs, hat sich überall im Kopf ausgebreitet.

Bitte setzen Sie sich hin.

Hey, komm ... komm.

Du bist heute deutlich weniger hässlich als gestern.

Fast vorzeigbar.

Danke.

Wow.

Ist nur 'n Hobby.

Bist du verrückt?

Ich kauf dir eine ab.

Ich kauf sie dir alle ab. Wenn ich mal genug Geld hab.

Ich kann dir Ratenzahlung anbieten.

Was willst du hier?

Zu Burghardt.

Es geht ihm schlecht. - Er ist nicht hier.

Nach all den Jahren.

Was ist passiert?

Martha, bitte! - Für mich bist du tot.

Das soll auch so bleiben.

Martha ich wollte ... Hey!

* Gewehrschuss *

Was war das denn jetzt?

Macht mal weiter.

Was ist denn mit der los?

Keine Ahnung.

Scheiße, echt.

Martha.

Ja. Ich muss los. Zur Kirche.

Solltest du auch mal wieder.

Papa.

Ja, ja. Es geht schon.

Ja ... ich weiß.

Ich dachte heute Morgen,

ich wach nicht mehr auf nach der Dosis gestern.

Kommst du, um mir den Rest zu geben

mit deiner pharmazeutischen Großoffensive?

Nein, Anka hat gekocht. Sie hat leckere Hühnersuppe gemacht.

Dazu gibt’s frisches Brot von zwei Ex-Junkies.

Siehst du was Martha denen alles beibringt?

Martha, Martha, immer nur Martha!

Aber, dass ich dich brauche, das spielt überhaupt keine Rolle?

Die Natur wandelt ihre Seelen.

Okay, komm. - Gut

gehen wir Suppe essen, du nervst.

Du nervst.

Das hab ich gehört.

Was machst du da? - Angeln.

Komm da raus, du holst dir 'ne Entzündung.

Mach dir mal keine Sorgen,

Entzündungen kriegen nur Frauen, die chronisch untervögelt sind.

Anka, du hast 'nen Knall.

Nein! Nein!

Und du hast ziemlich schöne ...

Titten?

Ja.

Okay ...

Ich glaub, ich brauch sie doch nochmal.

Nein, bitte, gib' mir meine Angel. - Willst sie wieder haben?

Dann will ich aber auch 'nen Fisch. - Warte. Warte!

'Nen großen Fisch.

OK, Hecht oder Forelle?

Oh, ich hätt' gern 'ne Forelle.

Wer war denn der Typ neulich? - Was?

Wer der Typ war, mit dem du dich so gestritten hast.

Niemand.

Alter Verehrer.

Aha und so geht man mit alten Verehrern um?

Misch dich nicht in mein Leben ein.

Muss dir gar nichts erklären.

Ihr könnt mich alle mal.

Hey - Hi.

Und, viel zu tun?

Ich bin fast fertig für heute.

Mm was machst du mit deiner ganzen freien Zeit?

Werd ich mir die Zeit schon irgendwie vertreiben.

Mm. Wie denn?

Au, au, au!

* Stöhnen *

Papa!

Es tut mir leid. - Ist nicht schlimm, is' okay.

Komm hoch, komm hoch ich helf' dir.

Papa. Ich ruf jetzt 'nen Arzt Papa! - Nein, tust du nicht!

Doch, tue ich!

Ich kann das nicht mehr, Jona. - Doch!

Ich will das nicht mehr. - Doch!

Okay alles gut. Okay.

Ich ruf 'nen Krankenwagen, okay?

Okay, gleich ist jemand da. Gleich ist jemand da.

Ja hallo, ich hätte gern 'nen Krankenwagen.

Kannst du noch?

Hast du noch Kraft Papa?

Traust du dich nicht?

Ich kann nichts machen.

Steig aus.

Sofort.

Martha, ich ... - Hier!

Boskop, mag er am liebsten.

Es tut mir leid.

Oh, Entschuldigung.

Machst du dich zum Ausgehen fertig?

Wie geht’s dir?

Bin gerade ein bisschen mit sterben beschäftigt.

Ich muss mich hinsetzen.

Das is' Ron. Das ist mein Sohn, Jonathan.

Ron, ja? - Ja.

Wir haben 'ne Sau im Stahl, die Ronja heißt.

Jona bringst' mich nach Hause?

Kann ich was helfen? - Geht schon, danke.

Oh, nein. - Na komm lass, ich mach schon.

In letzter Zeit ...

ist Papa irgendwie ...

anders unglücklich.

Ich weiß nicht, wenn er tot ist, dann ...

Die Handtücher sind da. - Danke.

Ich hatte wieder 'nen Albtraum.

Es war bei Gertis und meiner Hochzeit.

Jonathan war auch da.

So groß wie jetzt, obwohl es ihn damals noch gar nicht gab.

In der ganzen Kirche wuchs Weizen.

Da war ein Feld in der Kirche.

Wir sollten zum Altar vortreten

und der Priester guckte gerade so mit dem Kopf aus'm Gras,

so klein war der.

Und wie ich Gerti zum Altar führe,

da, da stoß ich unten gegen jemanden, der da im Gras am Boden liegt.

Da liegt Ron,

in seinem Schutzanzug

und fingert da an so einer Mine rum.

Er dreht sich langsam herum,

öffnet das Visier von seinem Helm

und schüttelt nur mit'm Kopf.

Ja, das war’s. Und dann ...

Peng!

Ich hab Leute erlebt,

bei denen war fast jedes Organ dahin und die konnten nicht gehen.

Irgendwas hat sie zurückgehalten.

Mm ... war unerledigt.

Wenn du sterben willst, dann ...

musst du's Leben zulassen.

Und wenn’s nur für 'nen Tag ist.

Gerti hatte auch so'n Kleid.

Aber mit Blumen.

Es so anders zu leben, wenn man mal tot war.

Der Tod ist überwältigend.

Ich hatte 'nen Unfall, es war ziemlich knapp.

Da war so viel.

Es war abartig schwer, wieder zurückzufinden.

Riech mal.

Wonach riecht das?

Gras?

Ich weiß nicht, wonach riecht’s?

Ursprung.

Zu Hause.

Was?

Ich hab Martha gesehen. - Ach was.

Hat mir fast den Arsch weggeschossen.

Hast du auch verdient, Ronald.

Sie hat dich geliebt.

Denkst du noch dran, manchmal?

Ich hab all die Jahre an nichts anderes gedacht.

Hat mich krank gemacht, was passiert ist.

Was wir angerichtet haben.

Ich hab mich dafür gehasst

und ich hab versucht, dich dafür zu hassen.

Hass kostet Kraft.

Die hab ich nicht mehr.

Hey! - Was?

Früher fand'ste das lustig.

Du, nicht ich.

Arschloch. - Selber.

Ja aber es is' so.

Da hatte ich schon jede Menge verdient.

Hallo. Komm her.

Jona, setz dich.

Ron erzählt gerade vom Irak. - Das' ja super.

Spannende Geschichten und Schnaps. Passt bestens zu deinen Medikamenten.

Gib mir die Flasche wieder Jona, bitte.

Wo wir grad beim Geschichten erzählen sind:

Erzähl doch mal was von Mama. - Bitte, nicht jetzt.

Doch jetzt.

Ich weiß nämlich gar nichts, Papa.

Sie hat in 'nem Kiosk gearbeitet und ich hab' Eis bei ihr gekauft.

Jeden Tag, viel Eis, Wochen lang, bis sie mich bemerkt hat.

Dann hat sie irgendwann diesen Witz erzählt, den ich nicht kapiert habe.

Ich stand da wie’n Volltrottel.

Total peinlich.

Ah, na da hab ich sie mir geschnappt und hab sie geküsst.

Und das hat funktioniert?

Nein, nicht wirklich.

Und dann?

Nix dann.

Ende der Geschichte.

Er ist nicht so gut in so was.

Hast du deine Tabletten genommen? - Erst später.

Möchte jemand Kaffee? - Papa,

du musst die nehmen.

Was soll’n das noch bringen?

Ich bin den ganzen Tag am Kotzen und fühl mich nur elend.

Jonathan mach' dir keine Sorgen. Ich kümmer' mich darum.

Ach, du kümmerst dich, ja?

Ja.

Na ein Glück, dass wir dich haben.

Jona, bitte. - Ron.

Dann zeig doch mal, wie toll du dich kümmern kannst.

Ich hab dich noch nie gesehen.

Du stehst hier auf einmal auf der Matte und ...

Und was, du kümmerst dich?

Ich möchte nur helfen. - Vielen Dank.

Ich will keinen Streit. - Das ist gut.

Bin hier wegen Burghardt.

Verstehe.

Der alte Freund kommt und übernimmt das Kommando.

Das ist super.

Nein, das ist herrlich Ron. Weil dann hab ich doch eigentlich frei.

Oder, ich kann eigentlich machen, was ich will.

Ich könnt ins Kino gehen.

Ja, geh ins Kino. - Ja, Anka wir können ins Kino gehen.

Ich war nämlich drei Jahre nicht mehr im Kino, weißt du wieso?

Weil ich drei Jahre jeden Morgen um fünf Uhr aufgestanden bin und

mich um meinen Vater gekümmert hab. - Jona, jetzt ...

Jeden Morgen, ich gab ihm die Tabletten und hab mich

um ihn gekümmert - Es geht hier um Burghardt.

Und was machst du, du kümmerst dich? - Was er will und was er braucht.

Jona jetzt hör' doch mal auf damit!

Du hast doch keine Ahnung. Wie lange willst du hier bleiben?

Jonathan, jetzt hör doch mal auf!

Es geht doch hier überhaupt nicht um euch.

Warte.

Anka, wo willst du hin?

Ich glaub, ihr müsst da erst mal was klar kriegen,

in eurer kleinen Familie.

Du kannst jetzt nicht einfach gehen. - Dein Vater hat mich drum gebeten.

Ja, er will mit Ron sein. Will seine Medikamente nicht nehmen,

ob ich das richtig finde oder nicht, ob du das verstehst oder nicht.

Er weiß nicht was er redet.

Hör auf, deinen Vater wie ein kleines Kind zu behandeln!

Der weiß sehr gut, was er will.

So einfach ist das?

Dann war ich nur ein kleiner Bonusfick, oder?

Krieg du erst mal dein Leben auf die Reihe, okay?

Kommet.

Vaddi, komm doch in die Gänge!

Ja, aber was soll ich denn jetzt machen?

Hier, geh dem Kleinen hinterher. - Wie hier, da runter oder was?

Kommet, hey. Kommet. - Los, hier. Hier.

Kommt. Kommet. - Ihr Steaks. Wandelnde Steaks, ihr.

Kommet. Kommet.

Is' doch wat für Pussies.

Geh mal weg. Du hast keine Seele. - Soll ich dich mal weghauen?

Du kommst zu spät. Hast deine Arbeit nicht im Griff.

Sagt die Richtige.

Dein Bruder stirbt da drin, wie wär’s, wenn du dich

um deinen Scheiß kümmerst, bevor es zu spät ist, Martha.

Du hast doch keine Ahnung. - Dann sag was.

Oder du gehst einfach weg, wie immer.

Du und dein Vater.

Ihr seid nicht für die Wahrheit gemacht.

Rede mit mir, Martha. - Hey!

Hör auf mit deiner Scheiße. - Hör auf.

Hau ab Jona. Geh!

Hör auf. Jona!

'Ne romantische Vorstellung,

dass man plötzlich reden kann, nur weil jemand stirbt.

Wenn du reden willst,

warum fragst du nicht deinen Vater?

Deine Mutter war 'ne wunderbare Frau.

Er hat sie zerstört.

Und nicht nur sie.

Ich wollte einfach, dass alles irgendwann vergessen ist.

Papa?

Ich konnte nicht anders.

Ich ... Ich war ein Feigling.

Das bist du immer noch.

Sie hat so gelitten, Ron.

Aber, dass sie so weit gehen würde. Ihr Leben einfach wegschmeißt, ...

Wir sind die größten Arschlöcher.

Die größten Arschlöcher von der Welt!

Hey, hey!

Jonathan.

Ron. Ron ... bitte nicht.

Bitte.

Verpiss dich.

Verpiss dich!

Jona. Es tut mir leid. - Was tut dir leid?

Dass du schwul bist?

Dass Mama sich umgebracht hat?

Dass du mich angelogen hast, mir irgend'nen Scheißdreck

von 'nem Autounfall erzählst? Was genau tut dir leid?

Du hast sie nie geliebt. - Das ist nicht wahr.

Ooh, du hast so'n großes Herz. Da haben alle 'nen Platz drin, oder?

Weißt du, ich scheiß' auf deine Liebe.

Meinst du, für mich war das leicht?

Sie ist doch, sie ... sie war krank.

Du, du warst so klein, was, was hätte ich dir denn sagen sollen?

Die Wahrheit! Sag mir die Wahrheit.

Du bist schuld, an ihrem Tod. Du bist schuld!

Und wenn der Typ nicht gekommen wäre, was wär' dann?

Dann hättest du es mit ins Grab genommen?

Ich hab ihn nie wieder gesehen.

Warum hast du dich nicht einfach verpisst?

Das hab' ich.

Deine Mutter wurde krank.

Es war mir egal. Ich konnte nicht mehr.

Ich hab die Koffer gepackt und bin einfach gegangen.

Einfach so, Jona.

Ich hab gehört, wie du geweint hast.

Ich bin ins Auto gestiegen und davon gefahren.

Du willst die Wahrheit?

Das ist die Wahrheit.

Wie hat sie es getan?

Ich will’s wissen, wie hat sie es getan? Sag’s mir!

Wie? Sag’s!

Tabletten. Sie hat Tabletten genommen.

Ich will, dass er geht.

Ich hab vielleicht noch zwei Wochen und ich ...

Ja, und? Was und?

Da wolltest du gern? Was?

Mit ihm alleine sein?

Wollt ihr eure Flitterwochen nachholen?

Das sind meine zwei Wochen.

Burghardt!

Der Hautkrebs hat sich durchgefressen.

Burghardt hat Metastasen im Gehirn.

Dein Vater hat nichts falsch gemacht, Jonathan.

Er konnte es nicht richtig machen, verstehst du das?

Er hat sich 'n Leben lang selbst be- straft für das Unglück deiner Mutter.

Weil er schuld war an ihrem Unglück.

Es war auch ihre Entscheidung zu bleiben.

Komm jetzt. Er fragt dauernd nach dir.

Willst du mich heiraten?

Du weißt doch, erst wenn du Haare auf der Brust hast.

Ich ... Ich hatte schon meine zweite Chemo.

Komm her. Komm hoch.

Geht das?

Warte.

Mit Socken kommste mir nicht ins Bett.

Was ist? - Schlauch.

Vorsicht.

Soll ich aufhören? - Nein, nein.

Weiter.

Tut mir leid.

Nein, nein.

Is' okay. Es ist okay.

Es ist okay.

Hi.

Was ist passiert?

Hm?

Mein Vater ...

Is' schwul. - Echt?

Oh mein Gott!

Die haben mir 'ne Lüge vorgelebt. Mein ganzes Leben lang.

Die haben sich nicht geliebt.

Nee, die haben sich gehasst.

Ich will dir was zeigen.

Komm.

Ich hab ihr alles von dir erzählt.

Jedes Detail.

Aber sie wird schweigen wie ein Grab.

Hat sie mir versprochen.

Ist alles gut, ist nur gestorben.

Mach’s gut.

War ganz allein.

Keine Angehörigen, kannste’s dir vorstellen?

Wirklich keinen Einzigen.

Sie ist trotzdem so gut gegangen.

Beinahe geglitten.

Morgen. Langschläfer.

Komm. Vitamine.

Gut für die Gesundheit.

Hast du gegessen?

Oh ja,

Schleim deluxe.

Danke.

Äh. Besteck.

Seit wann kannst du kochen?

Jona. Er hat’s doch nur gut gemeint.

Jonathan, bitte. Bitte.

Jetzt sei mal ehrlich.

Wenn ich nicht gewesen wäre,

dann wärst du ...

dann wär ich ...

dann gäb’s das nicht.

Ich hab dich abgehalten von deinem Leben.

Jona was redest du? - Ich hab' dich abgehalten.

Du bist der beste Teil von Mama und mir.

Du bist mein Großer.

Ich hab dich verdammt lieb. Du sturer Bock.

Arschloch.

Selber.

Das Morphium hilft ihm nicht mehr.

Hast du mich gehört?

Hilfst du mir?

Ich ... ich hab Angst.

Bald hast du's geschafft.

Martha.

Es ... tut ... mir ... leid.

Ich ...

Ich ... ich liebe euch.

Papa.

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