All language subtitles for Race.Across.The.World.Germany.S01E04.Folgenschwere.Entscheidung.am.Checkpoint

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Original subtitles

* Vogelzwitschern, Panflötenklänge *

(Sprecher) Einmal quer durch Südamerika, den Kontinent entdecken.

Vom Amazonasgebiet in Peru bis ans Ende der Welt:

der südlichsten Stadt Argentiniens.

Fünf Teams stellen sich einer unglaublichen Herausforderung.

In einem einzigartigen Wettlauf.

Wir sind superehrgeizig. Es geht ums Gewinnen.

Es gibt nur ein Siegerteam und das sind wir!

Wer schafft es,

diesen anspruchsvollen Wettlauf bis zum Ziel durchzuhalten?

Es wird die Reise ihres Lebens.

Ohne Handy und mit sehr kleinem Budget.

12.000 Kilometer, sechs Wochen Zeit, aber Fliegen ist verboten.

Auf jeder Etappe warten atemberaubende Highlights.

* Jubel *

Mit Jobs können sie ihre Reisekasse aufbessern.

Das Team, das das Ende der Welt als Erstes erreicht,

gewinnt 25.000 Euro.

"Terra X - Der Wettlauf um die Welt" geht weiter.

Etappe 2 startet in Chile.

Jill und Jamie haben Etappe zwei gewonnen.

Für Mario und Dana ging die Reise zu Ende.

Leider müssen wir aus persönlichen Gründen

den Wettlauf um die Welt beenden.

Lile und Dilara sind unterwegs in Brasilien.

Während Timo und Marcus

Probleme beim Geldwechseln an der Grenze zu Paraguay haben.

Wir hatten auch Muffensausen. - Ja.

Für die Zwillinge ist Paraguay gerade ihr großes Ziel, um weiterzukommen.

Paraguay ist ein Binnenstaat,

Landessprachen sind Spanisch und die indigene Sprache Guarani.

Das Geldwechseln hat bisher nicht geklappt.

Dafür ist die Einreise überraschend einfach.

Wir sind über die Grenze gelaufen. - Haben's nicht mal gemerkt.

Wir dachten, es ist ein Toilettenhäuschen oder so.

Und das war eigentlich schon die Grenze.

(Sprecher) Endlich in Paraguay.

Vielleicht lässt sich hier Geld wechseln.

(Timo) Can you change money?

Sí. - Okay.

Okay. Also, warte mal kurz.

(Sprecher) Für ihre 200 Dollar

bekommen die Zwillinge nun 1,3 Millionen Guaranis.

Die Währung Paraguays

ist nach dem gleichnamigen indigenen Volk benannt.

Thank you. - Zähl noch mal nach.

Eins, zwei, drei...

Vorteil ist: Wir kommen hier weg.

(Sprecher) Und das so schnell wie möglich - per Taxi.

(Sprecher) Weiter geht's nach Asunción -

mit kurzem Tankstopp auf paraguayische Art.

Am besten war's dann, als wir ein Hotel gefunden haben.

Also, wie in Deutschland: alles sauber und sicher war's auch,

weil der Präsident hat dort auch übernachtet.

(Sprecher) Los Esteros del Iberá -

das größte Naturschutzgebiet im Norden Argentiniens.

1990 kaufte ein US-Milliardär große Teile des Gebietes auf

und ließ es renaturieren.

Heute ist diese geschützte Sumpflandschaft

wieder Heimat einer beeindruckenden Artenvielfalt.

Wie konnten die anderen das liegen lassen?

Das ist so cool und wird noch besser:

Wir fahren gerade nur dahin, zu unserem Highlight.

(Sprecher) Als Highlight im Highlight wartet ein Ausritt,

der Carlo aber vielleicht an seine Grenzen bringen könnte.

Es ist das erste Mal, dass wir zusammen reiten!

Das hab ich mir schon so lange gewünscht.

Ich weiß.

Ich hab mich sehr auf dieses Reiterlebnis gefreut,

weil ich hatte das bis jetzt noch nie so.

Vor allem mit der Prothese -

ich wusste gar nicht, ob das funktioniert.

Ich lieb's! Das ist das erste Mal Carlo auf einem Pferd.

Okay, stop. Okay.

Shit! Okay.

Ich hab schon 'n bisschen Respekt.

Man sitzt sehr hoch.

Die eine Seite ist nicht so stabil, da bin ich ehrlich,

weil ich kann mich nicht wirklich festhalten, also...

Andere machen das mit den Beinen, ich mach das mit einem Bein.

(Lykka) Vamos. - Vamos, okay.

Es geht los. Ich bin gespannt.

Shit!

Okay, hier? - Jetzt einfach nach rechts.

Und so 'n bisschen treiben.

Ja! Carlo!

Okay, auf geht's in die Wetlands.

* Ruhige Musik *

(Sprecher) In den Feuchtgebieten, auch Wetlands genannt,

ist ein Pferd eigentlich das ideale Fortbewegungsmittel.

Doch für Carlo ist der Ritt eine extreme Herausforderung.

(Carlo) Das Problem mit der Prothese beim Reiten war,

dass sie sehr schwer ist.

Und da sie nicht gerade, sondern so angeschrägt im Steigbügel ist,

hingen die die ganze Zeit an meinem Bein

und es war sehr schwer, ständig mein Bein hochzuhalten.

Deshalb habe ich sie irgendwann abgemacht.

Dann war's auch deutlich leichter, die ganze Angelegenheit.

Der Guide hat's auch gut gehandelt,

denn er hat gesagt, dass sein Vater selber zwei Prothesen hatte.

Deswegen hat er sie ganz locker ohne Kommentar mit aufs Pferd genommen.

Sah auch ganz cool aus. - Ja, voll.

(Lykka) Das ist der Hammer. Das ist so cool.

Also... Uh!

Es war einfach schön, mit Carlo in den Wetlands zu reiten.

(Carlo) Es hat viel Spaß gemacht und ich bin froh um diese Erfahrung.

(Sprecher) In Asunción steuern Jill und Jamie ihren Job an -

in einem Friseursalon.

Eine Kundin des Salons stellt sich den Anfängern zur Verfügung.

Ich färbe die Haare und Jamie macht sich an das Schneiden ran.

Ich hab ihm das Leichtere gegeben.

Oder? - Ja...

Was soll ich machen? Es ist mein Job hier.

Ich dachte, wir putzen paar Spiegel und räumen etwas auf.

Aber das sieht hier alles schon aus wie 'ne Eins.

Ich hab keine Ahnung, was sie da macht.

Ich hab nix mit Haaren zu tun.

Ich mach meine Haare seit Jahren so, wie sie sind.

Mach du mal.

Ich verbringe wahrscheinlich etwas mehr Zeit im Bad als sie,

je nachdem wie die Haare mitmachen.

Ich hab dickes Haar und sitzt es nicht, krieg ich schlechte Laune.

Oh, oh. Jetzt kommt Chef.

Oh! - Oh, oh.

Mir fiel es nicht schwer

und den Ansatz hab ich schon öfter gefärbt bei meiner Mutter.

* Sie sagt etwas auf Spanisch. *

Ich bin sehr nervös.

Ja, weil ich oft gesagt hab, dass nicht viel in unserer Hand liegt.

Aber jetzt liegt alles in meiner Hand.

Hat sie zu kurze Haare, ist das mein Problem.

Deswegen muss ich zusehen, dass ich auch mal...

das richtig mache.

Warte. Warte, warte, warte. Okay.

Oh, mein Gott!

Ey, oh, mein Gott!

Ist nicht so einfach, wie man denkt. - Uno, dos, tres.

(Sprecher) Schneiden,

waschen,

föhnen.

Für Jill und Jamie gibt's heute

eine Friseurausbildung im Schnelldurchlauf.

Schönheit hat einen enorm hohen Stellenwert hier in Südamerika.

Selbst, wenn du nicht viel verdienst:

Denen ist es wichtig, sich wohlzufühlen in ihrem Körper.

Denen ist es wichtig, für sich was zu tun.

Die gehen jede Woche zum Friseur oder lassen sich die Nägel machen.

Die essen lieber etwas weniger und gönnen sich was.

Adios. - Adios.

Bye-bye.

(Jill) Es war witzig. Mir hat es im Friseursalon viel Spaß gemacht.

Guck mal, das sind die Grills von der Straße.

(Sprecher) Lile und Dilara sind in Foz do Iguaçu angekommen.

Hier steht am nächsten Morgen das Highlight für die beiden an.

Wir sind in Brasilien und wir schlafen heute hier.

Irgendwo. Wir haben irgendein Hotel ausgesucht.

Und es wird diese Nacht hier sein. Wir sind absolut am Arsch.

(Sprecher) 20. Tag im "Wettlauf um die Welt".

Auch auf Jill und Jamies Route liegt heute ihr Etappenhighlight:

die Iguazú-Wasserfälle.

Wir haben uns jetzt Tickets zum Highlight gebucht

und haben pro Person knapp 16 Euro umgerechnet gezahlt, was okay ist.

Es ist günstiger als in Argentinien. Ein Vorteil.

Der Bus geht fünfeinhalb Stunden ungefähr.

Um 07:30 Uhr kommen wir dann relativ früh an der Grenze an.

Beim Grenzübergang hat man ja manchmal Probleme.

Damit sind wir also top... - Pack mal das Geld weg.

(Sprecher) Etappenziel ist Curitiba.

Jill und Jamie reisen von Asuncion ins brasilianische Foz do Iguaçu.

Lile und Dilara sind bereits dort.

Lykka und Carlo sind auch auf dem Weg nach Brasilien

und auch die Zwillinge

wollen Asunción in Richtung Brasilien verlassen.

Hey, guten Morgen. - Guten Morgen.

Habt ihr gut geschlafen? - Ja, haben wir.

(Jill) Wir haben die Twins getroffen

und haben mit denen über das Highlight in Asunción...

Die hatten Sightseeing in Asunción.

Leider sind sie verspätet dort angekommen,

konnten die Stadt nicht richtig wahrnehmen, waren etwas traurig.

Und wir haben erzählt von unserem Highlight.

Und wir dachten, vielleicht können wir das zusammen machen.

Habt ihr Bock? - Gerne.

Ay, caramba! - Machen wir, oder?

Dann machen wir das so. - Super.

Geil.

Wir haben beschlossen, mit ihnen die Wasserfälle zu besuchen.

(Sprecher) Gemeinsam passieren die Teams die brasilianische Grenze.

Brasilien - das größte Land Südamerikas

und von der Fläche her der fünftgrößte Staat der Erde.

In kaum einem anderen Land gibt es eine solche Artenvielfalt.

In Rio thront die Christusstatue und es lockt die Copacabana.

Brasilien steht auch für Karneval - und Fußball als Lebensgefühl.

Im Süden des Landes ist eines der sieben Weltwunder der Natur:

die atemberaubenden Iguazú-Wasserfälle.

Sie sind das Ziel von Jill und Jamie und den Zwillingen.

Ich spüre schon dieses Humide. - Ja, dieses Wasserparkfeeling.

Oh, mein Gott! - Wow!

(Jill) Oh, geil!

Oh, mein Gott!

(Sprecher) Die Iguazú-Wasserfälle sind ein spektakuläres Naturwunder

an der Grenze von Brasilien zu Argentinien.

2013 wurden sie zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt.

(Jamie) Ey, Gänsehaut gerade! - Mega!

Danke, dass wir mitkommen durften.

Hör auf! Sag so was nicht! Quatsch, hört auf.

(Sprecher) Auf einer Breite von 2,7 Kilometern

stürzt das Wasser aus über 80 Metern in die Tiefe.

(Timo) Den schönsten Blick im Leben eigentlich abgehakt.

Das ist ein prägendes Ereignis. - So was werden wir nie mehr sehen.

Oh, ist das geil!

* Jamie jubelt. *

* Alle jubeln. *

Das ist eine enorme Kraft, die von diesem Ort ausgeht.

Also, es ist...

Lässt man es auf sich wirken und ist dafür bereit,

dann ist das ein sehr, sehr warmes Gefühl.

(Jamie) Ich zieh mich aus.

* Treibende Musik *

Es gibt für mich ein Wort, das das gerade beschreiben kann:

Ich fühle mich wie Tarzan!

Das ist mein Dschungel, mein Wasser!

Ich bin oben ohne - ohne Sixpack!

* Treibende Musik *

Solche gemeinsamen Momente mit Jamie zu haben ist wunderschön.

Wir haben das so genossen zusammen.

Wir haben uns die Zeit genommen und uns gedrückt

und einfach den Wasserfällen unsere Wünsche hingeschmissen.

Ich hab Jamie gesagt,

er soll all seinen Frust und alles Negative hierlassen.

Wir nehmen nur das Gute und Starke vom Wasser mit.

Das hat uns schon wieder ein Stück mehr zusammengeschweißt.

Ich weiß nicht, wie nah man miteinander kommen kann,

aber wir sind schon so ein Herz

und das wird immer mehr.

(Sprecher) Lile und Dilara besuchen heute das Ocoy-Reservat.

Hier lebt eine Gruppe des indigenen Volkes der Guarani.

In Brasilien gibt es 305 indigene Völker.

1,7 Millionen Menschen haben indigene Wurzeln

und müssen teilweise noch 500 Jahre nach der Kolonialisierung

um ihre Rechte kämpfen.

(Lile) Wir sind gerade bei den Guarani angekommen.

Keine Ahnung, was uns erwartet. Ich war noch nie im Reservat.

* Trommeln und Gesang *

(Dilara) Als wir ankamen, haben sie uns mit einem Tanz begrüßt.

Und dieser Tanz hatte dann auch eine sehr tiefe Bedeutung.

(Sprecher) Die Ocoy erzählen ihre Geschichte bewusst Touristen,

um auf ihre Situation aufmerksam zu machen.

Worum geht's in den Songs?

Es geht um den Kampf der Guarani, der indigenen Völker.

Aktuell erleben wir einen Konflikt.

Viele Indigene sterben.

Wir bleiben hier.

Wir werden um dieses Territorium kämpfen.

Solange ich lebe

werde ich der Regierung Kopfschmerzen bereiten.

Das ist meine Heimat und ich werde hier nicht weggehen.

(Sprecher) Im Ocoy-Reservat leben heute etwa 1.000 Guarani

auf dem zugewiesenen Gebiet.

Sie bauen größtenteils Mais, Erdnüsse und Süßkartoffeln an.

Über Jahrzehnte waren die Guarani

in kleineren, verteilten Reservaten eingepfercht.

Für ihre Rechte und die Erweiterung des Ocoy-Reservates

haben sie erbittert gekämpft.

Dadurch, dass es hier in der Gemeinde

eine differenzierte Ausbildung gibt,

bevorzugen die meisten, hier im Dorf zur Schule zu gehen.

Draußen sind sie oft vielen Vorurteilen ausgesetzt.

Man begegnet Vorurteilen, weil man indigener Abstammung ist.

Weil man indigen ist, glauben sie, dass man nichts kann,

dass man zu nichts in der Lage ist,

dass man zu nichts nutze ist und man wirklich nur stört.

Man wird auf die gleiche Stufe gestellt wie ein Tier.

Die Vorurteile sitzen tief.

Ich habe es selbst schon erlebt, weil ich ein Indigener bin.

(Lile) Die erleben richtigen Rassismus und Diskriminierung,

wenn sie rausgehen.

Sie können dort nicht auf die Schulen oder studieren,

weil man sagt: "Ihr seid anders."

(Sprecher) Ihr Begleiter zeigt den Freundinnen,

wo seine Familie früher einmal gelebt hat.

Wow. Boah.

Wenn wir den Fluss anschauen,

dann sieht er so schön und wundervoll aus.

Aber ebenso spüren wir eine tiefe Traurigkeit.

(Sprecher) Hier lagen früher die Dörfer der Guarani.

Mitte der 70er-Jahre

beschlossen die Militärregierungen Paraguays und Brasiliens

den Bau eines gemeinsamen Wasserkraftwerks.

Dafür musste ein Staudamm errichtet werden.

Alles wurde überflutet.

Die Dörfer verschwanden.

Unser Dorf ist jetzt überflutet.

Jedes Mal, wenn ich daran denke, werde ich sehr traurig,

weil ich dieses Dorf nie wieder besuchen kann.

Ich kann vor allem nie wieder auf den Friedhof gehen.

Mein Großvater ist dort begraben und er ist dort geblieben -

unter dem Fluss.

Das ist sehr traurig.

Oh, okay.

(Lile) Ich hab nicht damit gerechnet,

dass die so vertrieben werden.

Ich glaube, uns beide berührt das so extrem,

weil wir beide Migrationshintergründe haben.

Es gab irgendwann in unser beider Leben eine Identitätskrise:

Zu Hause sieht das so aus, Freunde machen das,

ich darf das aber nicht.

Ja. - Ja, ich glaube, das ist es.

(Dilara) Sie haben ein Ritual für uns vorbereitet.

Allein die Musik jetzt gerade ist einfach nur Gänsehaut.

Ich verstehe so sehr,

dass man die eigene Identität nicht aufgeben möchte und warum.

Wir dachten auch erst:

Wir sind in Deutschland und möchten voll deutsch sein.

Dann haben wir verstanden: Das macht uns aus,

dass unsere Eltern aus einem anderen Land kommen

und dass wir noch 'ne andere Sprache sprechen

und auch stolz darauf sein können.

Deswegen... Die leben die Kultur und das ist wunderschön.

So! Gute Nacht.

(Dilara) Leute, ihr seht, worin wir schlafen werden, wo wir sind.

Ja, ich bin nicht begeistert, aber okay. Mal schauen, wie's wird.

(Sprecher) Tag 21:

Nach einer kurzen Nacht sitzen Lile und Dilara schon früh im Bus.

Jede Minute zählt.

Heute ist Checkpointtag.

(Sprecher) Alle Teams müssen heute Curitiba erreichen.

Es wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen,

denn alle starten aus der Region Foz do Iguaçu

und jeder will den Etappensieg.

Lile und Dilara sind bereits um 08.00 Uhr gestartet.

Um 09.15 Uhr fährt der nächste Bus Richtung Curitiba.

Die Zwillinge sind am Terminal angekommen,

doch die Stimmung ist gedämpft.

Leider geht's mir immer schlechter seit der Nacht. Ich hab so gehustet.

Ich hab gefühlte 100 Lutschtabletten gelutscht gestern.

Aber irgendwie will's nicht weggehen.

(Sprecher) Und dann treffen sie auch noch ihre Kontrahenten.

Wisst ihr nicht, wo's langgeht?

Oh, Moin! Na? - Guten Morgen!

Ideen hab ich, wie ich sie ausschalten kann,

bevor es weitergeht.

(Jamie) Es ist heute 'n bisschen so auf Buddys, 'n bisschen lustig.

Aber wenn wir aussteigen, ist wieder Ernst.

Dann ist Pokerface angesagt: Wir kennen euch nicht! Adios!

(Sprecher) Auch Lykka und Carlo kaufen gerade Tickets für Curitiba,

verfolgen dabei aber eine andere Strategie.

Der Bus um 09.15 Uhr ist so ein Hoppingbus

über jede kleine Stadt und der hält überall an.

Daher haben wir uns für den um 12.00 Uhr entschieden,

der gleich mit dem anderen ankommen soll, aber eben...

ja, viel weniger Zeit braucht für die gleiche Strecke,

weil er nicht überall hält.

(Sprecher) Und hier müssen alle hin: zum Checkpoint in Curitiba.

Fast zwei Millionen Menschen leben hier.

Sie gilt als eine der innovativsten und nachhaltigsten Städte der Welt.

Berühmt ist Curitiba

auch für das effiziente und moderne Bussystem.

Lile und Dilara sind schon dort angekommen und fast am Ziel.

Nun warten sie auf die letzten Hinweise per GPS-Tracker.

"Geht zum Mercado Municipal.

Nehmt von der Tubo-Station den Bus zum Platz..."

"Rui Barbósa."

Okay.

Wir fragen Sicherheitsleute. - Ja, geh!

Äh, uma pergunta: Mercado Municipal?

Runter, weiter und dann noch mal hoch, okay.

Obrigado!

Let's go!

Rüber, rüber, rüber!

Okay, nach da.

Tubo! - Tubo-Station.

Sucht die Statue mit den Feuerwehrmännern.

"Bombeiros" heißt das.

Ah, Rui Barbósa? - (Frau) Sim.

Ah, okay! - Ah!

Nein, nein, nein!

(Sprecher) In Foz do Iguaçu steigen nun auch Lykka und Carlo in den Bus.

Ob dieser wirklich gleichzeitig mit dem 09.15-Uhr-Bus ankommt?

Mein Gott, dauert das lange.

Wir haben so viele Kleinigkeiten, die mit in den Bus müssen:

Thermosachen, Wasser, Nackenhörnchen...

Ich stand dann da mit 15 kleinen Beutelchen.

Die Kontrolle war schlimmer als bei jedem Flug.

Jede einzelne Kleinigkeit hat jetzt 'n Zettelchen, Carlo.

Ich hätte fast aufs Nackenhörnchen ein Schild bekommen.

(Sprecher) Jill und Jamie und die Zwillinge

sind schon rund drei Stunden unterwegs.

Timo geht es nicht gut. Seine Erkältung verschlimmert sich.

In Curitiba erreicht Lile und Dilara inzwischen

der zweite Trackerhinweis.

Okay. - Vamos!

Wenn jetzt das Hotel hier ist...

Nachricht:

"Geht Richtung Kirche und findet das Hotel in..."

Siehst du irgendein anderes Team? - Nein.

Mercado Municipal?

Komm! Jetzt lauf!

Komm! Komm, Mama! Lauf, lauf! Zieh durch!

Meine kurzen Beinchen!

Wir pushen uns gegenseitig, wenn wir denken, es geht nicht,

bis es dann funktioniert.

Jamie! Da zu dem Bus!

Hey! Hey, hier steht's doch. - Das ist doch der.

Mercado Municipal. - Also doch wieder da rüber.

"Sucht die Statue mit den Feuerwehrmännern und wartet." Hä?

Aussteigen Feuerwehrstatue? - Ey, ich schwitze!

Aussteigen Feuerwehrstatue?

Guck mal, da sind die anderen.

Wo? - Da!

Da kommen die Twins. Oh, nein! Bus, komm!

Mach zu. Ist voll. Ausgebucht.

No! - No entrada!

No entrada!

Im Final Race mit den Twins, egal wie wir sie mögen -

wenn's um den ersten Platz geht, da kennen wir gar nix.

* Spannungsvolle Musik *

Komm!

Wir sind die Ersten!

Ja!

Scheiße!

Platz 1! - 1!

Boah! Erste Woche Platz 5, dann Platz 2 und jetzt Platz 1.

5, 2, 1 - ist 'ne geile Steigerung.

Raus, raus. - Geh zuerst. Du brauchst länger.

So!

(Jamie) Oh, Digga! Zieh! Zieh! Lauf!

Zieh, zieh, zieh, zieh!

Wo sind die?

* Jamie lacht. *

Zieh, Mutter!

(Jill) Geschafft.

(Jamie) Okay. * Klingeln *

(Sprecher) Der nächste Tipp vom Tracker.

(Jill) Jamie!

(Jamie) Sprinten!

(Jill) Ja, lauf.

(Jamie) Uff, uff, uff!

So, Freunde! Jawoll!

* Jamie lacht. *

Ich hatte immer das Gefühl, Jamie ist hinter mir.

Ich hab schon gedacht, ich spüre seinen Atem im Nacken,

hab mich aber nie umgedreht und wollte nur noch rennen.

(Jamie) Ich kann nicht mehr. - (Jill) Noch zwei Minuten.

(Timo) Ich kann nicht.

Ja!

Oh!

Trag schnell ein.

Ich muss erst gucken, wo ich das Bild hab.

Hast du's?

(Sprecher) Sekunden später.

Hab's! - Okay.

Ich hab 'nen blauen Fleck, aber es hat sich gelohnt.

Wir sind immerhin Platz 2. - Ja, wir sind wieder Platz 2.

Zum zweiten Mal. - Ja, und auch halbtot.

So ein Scheiß.

Wenn du sie vor dir wegsprinten siehst

und du hinterherläufst und alles gibst...

und es nicht reicht, das ist ärgerlich.

Sehr ärgerlich.

(Sprecher) Um 00.30 Uhr,

mit sechs Stunden Rückstand, laufen Lykka und Carlo ins Ziel.

Der Schnellbus war dann doch zu langsam.

(Carlo) Boah, krass, 18.30 Uhr.

(Carlo) Der Bus hatte leider Verspätung.

Aber jetzt sind wir hier und sind einfach froh, angekommen zu sein.

(Sprecher) Lile und Dilara sind fast vier Stunden vor den Zwillingen

und Jill und Jamie angekommen.

Lykka und Carlo sind mit knapp sechs Stunden Verspätung die Letzten.

In Curitiba erholen sich die Teams von der aufregenden dritten Etappe.

Timo kämpft nach wie vor mit seiner Erkältung.

Glaubst du, das packst du noch? Die nächsten Wochen.

Das hab ich auch schon gedacht.

Gestern hast du mir Angst gemacht.

So hab ich dich in 30 Jahren nicht gesehen.

Ja.

(Sprecher) Die Brüder suchen das Gespräch mit den anderen Teams.

Wir müssen euch leider was mitteilen.

Wir haben lange überlegt.

Weil's mir immer so schlecht ging, Marcus geht's auch nicht gut,

haben wir lange überlegt:

Machen wir weiter? Machen wir nicht weiter?

Und dann haben wir gesagt, wir räumen das Feld freiwillig

und gehen aus dem Wettrennen raus. - Ja.

Aber...

Ey, Brudi, chill! Ey, ey! Chill, chill, chill!

Chill dich mal einfach. Nicht weinen. Hey, alles gut.

Das war schon sehr emotional. - Fühlst du dich jetzt besser?

Auf jeden Fall. - Nach deinem Heulausbruch.

Du hast doch auch geheult. - Nur ein bisschen.

Das gehört dazu. Wir haben uns jetzt drei Wochen lang...

getroffen, gesehen, mitgespielt. - Ja.

Das Team war super.

Wir haben die so ins Herz geschlossen.

Die sind gegangen, als es am schönsten wurde,

aber die Gesundheit ist am wichtigsten.

(Jill) Ich find's schade.

Wir haben uns gut verstanden. Ist 'n cooles Duo gewesen.

Mir geht's genauso. Ich kann's noch nicht so glauben,

dass sie jetzt nicht mehr Teil der ganzen Reise sind.

In Bezug auf das Rennen ist es gut. Es ist jetzt eben ein Team weniger.

Aber menschlich echt schade, dass sie nicht mehr dabei sind.

Man merkt, der Race ist härter, als man denkt.

Der geht an die Substanz.

Der Konkurrenz wünschen wir für die nächste Wochen alles Gute.

Die sollen das Ding rocken. - Ja.

(Sprecher) Der 24. Tag im "Wettlauf um die Welt" beginnt.

Start in Etappe 4.

Wir dürfen als Erste Travelguides auswählen.

Wir haben uns so gut eingespielt, aber wir haben echt Bange.

Ja.

Okay.

Am Ende des Tages müssen wir am schnellsten ankommen.

Oh, mein Gott! - Auwei!

(Dilara) Routeninfo.

Argentinien, Brasilien, Uruguay, Argentinien - okay.

(Sprecher) Drei Routen stehen zur Auswahl:

entlang der Atlantikküste und durch Uruguay

oder durchs Landesinnere in Brasilien.

Route A bietet als Highlight das Strandressort Punta del Este

und als Job Mitarbeit beim Wiederaufbau eines Spielplatzes.

Route B hat eine Zugfahrt als Highlight

und als Job müssen Flyer verteilt werden.

Auf Route C ist das Highlight Tangotanz

und gearbeitet wird auf dem südamerikanischen Oktoberfest.

(Dilara) Hier steht: "Landesinnere durch Brasilien".

Landesinnere...

"Durch Brasilien, Uruguay, Atlantikküste,

verspricht Sandstrände."

Okay, das geht am Strand entlang, das durchs Landesinnere. Und das?

"Landesinnere", okay.

Wir gehen immer am Meer entlang. - Ja.

Diese Route scheint echt nicht schlecht zu sein.

Wir haben noch nix mit Wasser gemacht.

Das wäre cool. - Ich wäre auch dafür.

"Zaubert Kindern ein Lächeln ins Gesicht."

(Lile) Okay, ich hab alles gelesen.

Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern -

was Schöneres kann's nicht geben, vor allem für mich.

Das ist safe. Wir nehmen die.

Dann machen wir das.

Wir haben unsere Route ausgesucht: C!

Äh... B.

Egal was ist - wir werden racen.

(Sprecher) Als Sieger von Etappe 3 dürfen Lile und Dilara

vier Stunden vor Jill und Jamie starten.

Während sie sich schon auf den Weg machen,

suchen sich Jill und Jamie ihre Route aus.

(Jill) Tigre? - Tigre? Was ist das denn?

Das sag ich, glaube ich, bei jedem Dings.

(Jill) Hol mal die Karte raus.

(Jamie) Wären wir auf 1, hätten wir weniger Druck.

Jetzt gibt es zwei Routen

und wenn die blöd sind und die anderen die guten nehmen...

Das liegt im Auge des Betrachters.

"Eine idyllische Stadt im Süden" - guck mal, das sieht bayrisch aus.

Gar kein Bock. Ich bin doch extra im Ausland.

"Deutschland mitten in Südamerika". - Nee! Ich bin einmal im Ausland...

(Jill) Okay.

Highlight: Tango tanzen? - Hm...

Job: Oktoberfest arbeiten.

Highlight...

Highlight hier ist die Zugfahrt irgendwie.

Ich hab mir eher diese Route ausgemalt.

Wir nehmen den Zug.

Für A hab ich mich entschieden, weil Jamies Tendenz auch zu A ging.

Und dass wir mal 'ne Zugfahrt drin haben -

sonst immer nur die Busse - das war ausschlaggebend eigentlich.

Wir freuen uns auf die Etappe. - Nur dass wir nicht Dritter werden.

Sondern wir werden Erster.

So. - Ja, ja.

So, und dann...

(Sprecher) Die Highlightzugfahrt durch den Regenwald

startet genau hier in Curitiba.

Trotzdem planen sie schon die anschließende Busfahrt

und wollen sich vorab die Tickets dafür besorgen.

Um 01.30 Uhr morgens, Jamie. Wie lange fährt...

Kommt für mich gar nicht infrage! Dass du nur überlegst!

Mama hat sich schon sehr auf ein Busunternehmen festgelegt.

Das fand ich nicht so gut.

Bei jeder Entscheidung, die wir treffen,

müssen wir Anforderungsbereich 3 erfüllen.

Hab ich in der Schule gelernt. Über den Moment hinausdenken.

Banane + Banane = Banane. Aber so denken wir nicht.

Banane + Hugo = geiler Smoothie. So musst du denken.

Das ist doch bescheuert! Super Smoothie.

Also, ich gebe Kontrolle sehr ungerne ab.

Es gibt mir Sicherheit, wenn ich weiß, was passiert.

Das kann ich durch Kontrolle beeinflussen.

Und du hast mich dabei. Danke, dass du mich erwähnst.

Ich will auch was kontrollieren.

Es muss doch 'nen anderen Bus... Kann doch nicht wahr sein.

Schreib dir das auf. - Warte doch!

Ich brauche nicht alles schriftlich. Wenn du das brauchst - cool.

Ich bin ein Naturtalent im Kopfdenken.

Hat uns auf Platz 3 gebracht.

Das Unstrukturierte macht mich sauer,

irgendwas in der Luft planen und mit irgendwelchen Parametern.

Das Ergebnis ist trotzdem gleich. Bin ja nicht auf den Kopf gefallen.

Jamie macht das im Kopf aus.

Der Bus fuhr Freitagmorgen um 01.35 Uhr und ich sagte zu Jamie:

"Mit dem Bus kommen wir noch freitags an."

Er dachte, er kommt samstags an.

Nein! Freitagmorgens, ganz früh, fahren wir los.

Das ist Donnerstagnacht. - Ah, okay. Stimmt.

Ich kam auf Samstag. - Nein.

Ich muss ihr Recht geben. Sie hat's geplant.

Wir haben uns 'n bisschen mit den Zeiten...

Du, ja. - Ich war einfach verwirrt darüber.

Irgendwann kommst du nicht mehr hinterher.

Okay, dann machen wir das.

Geht nicht.

Man lernt dazu. Ich bin auch erst 21.

Danke.

Wie lange soll ich noch warten?

Unsere kleine Diskussion haben wir gefühlt jedes Mal an 'ner Busstation.

(Sprecher) Sechs Stunden nach den Ersten

sind nun auch Lykka und Carlo dran.

Sie können nicht mehr auswählen. Nur noch eine Route ist übrig.

"Ein Stück Heimat" - was ist das denn?

Nein... - Das ist das deutsche Dorf, safe!

"Blumenau", oh, mein Gott. Hatten wir auf der Karte gelesen.

Warte.

"Unterstützt das Team im Service und in der Küche."

Warte, warte, warte. "Euer Highlight: der Tango."

"Stellt bei einer Tangostunde in Buenos Aires

euer Rhythmusgefühl unter Beweis.

Seid ihr bereit, das Parkett zu erobern?"

Das passt ja perfekt zu uns, Carlo!

Tanzen und saufen...

Oh, Gott!

Es ist 'ne Challenge für uns,

weil wir einfach durch die Prothese eh keinen Paartanz machen können.

Es ist nicht so möglich. - Aber vielleicht schon.

Wir können das Beste geben und es wird lustig.

Alles klar. Auf geht's.

Gut, es hätte schlimmer kommen können.

Wir wollen jetzt möglichst schnell vorankommen.

Ich bin gespannt auf die deutsche Community.

Ja, ich auch.

Auf nach Blumenau!

(Sprecher) Lile und Dilara sind auch im Sparsamkeitsranking auf Platz 1.

Jill und Jamie haben das meiste Geld ausgegeben.

In ihrer Kasse sind nur noch 1.103 Euro pro Person.

Porto Alegre im Süden Brasiliens.

Aktuell sind hier viele Menschen von Armut und Obdachlosigkeit betroffen.

Die Organisation "Glaube und Freude" unterstützt die Ärmsten der Armen.

Lile und Dilara sollen heute helfen, einen Spielplatz wiederaufzubauen.

Die Chefin Beatrice erwartet sie schon.

Guten Tag. Ich bin Dia.

Hallo, Dia.

Wir tun, was wir können,

um Unterstützung für unser Projekt zu finden.

Unser Ziel ist es, den Platz wiederaufzubauen.

Wir sind dankbar, dass ihr da seid und uns helft.

(Sprecher) Massiver Starkregen führte in der Region

vor einigen Monaten zu verheerenden Überschwemmungen.

85 Menschen starben,

mehr als 100.000 mussten ihre Häuser verlassen.

Porto Alegre war zeitweise komplett überflutet.

Das Wasser zerstörte auch den Spielplatz.

Die Hilfe beim Wiederaufbau ist Liles und Dilaras heutiger Job.

Wir brauchen immer noch Hilfe in den abgelegenen Gemeinden,

wo die Fluten unsere Häuser erreicht und überschwemmt haben.

Die Ärmsten der Stadt leiden immer am meisten.

Das ist die Realität, wie ihr gleich sehen werdet.

Schaut euch das Haus mal an, in welchem Zustand es ist.

Das Haus gehört einer Freundin.

(Lile) Boah...

Der ganze Ort war völlig zermatscht, überschwemmt, kaputt, dreckig.

Das Wasser stand einen Monat.

Man sieht überall die Wasserlinien, in der ganzen Stadt.

Diese Wasserlinien entstehen erst, wenn das Wasser lange steht.

Das war so schlimm.

So schlimm.

Das mit eigenen Augen zu sehen war unfassbar.

Wir hoffen darauf, dass alles gut wird.

Das ist unser Boden. Das sind unsere Wurzeln.

Das können wir nicht aufgeben.

Wir müssen für den Wiederaufbau kämpfen.

(Sprecher) Nun wollen Lile und Dilara erst recht mit anpacken.

Wir haben diese Bank geschliffen, dann haben wir die Bank gestrichen.

(Sprecher) Das Ziel:

Nach der traumatischen Zeit sollen die Kinder hier endlich wieder

einen sicheren Platz zum Spielen haben.

Mehr.

Du musst ziehen. - Warte, warte.

Ja. - Ja?

(Lile) Wir haben gemerkt: Mit jeder Minute sieht's besser aus.

Ja, mach von da.

Ja.

Es ist für mich beruhigend zu wissen,

dass es hier einen Spielplatz gibt, wo wir mit angepackt haben.

(Sprecher) Blumenau im Süden Brasiliens

gilt als die deutscheste Stadt Südamerikas.

Sie wurde vom deutschen Apotheker Herrmann Blumenau 1850 gegründet.

Hier finden sich alle deutschen Klischees:

Fachwerkhäuser,

Dirndl und...

ein Oktoberfest.

Oh, mein Gott!

Ich fühl mich wie copy and paste an den falschen Ort versetzt.

Ich kenne das nur aus dem Fernsehen.

Ich lass mich überraschen.

Ja...

Es ist einfach surreal.

Guck, bitte! Komm mal mit!

Komm!

Also, ich finde die Farbe von dem schön.

Und da hinten auch.

Da liefen auch überall deutsche Schlager.

Wir kennen die ja auch noch aus unserer Jugend.

Wenn wir an Karneval feiern waren, liefen die ja auch alle.

"Ein Prosit, ein Prosit..." - das lief so oft.

Ich hab mir keins gemerkt, kein Lied.

♪ Und ich sag: Heut ist so ein schöner Tag.

La, la, la, la, la. ♪

Du köpfst mich hier noch.

Ach, Mann. Oh, Mann, oh, Mann.

Lykka hat eine Persönlichkeit vor mir versteckt, glaube ich.

Sie kann jedes Lied mitsingen! Jedes!

* "Hallo Blumenau" von Banda do Caneco *

(Sprecher) Jetzt geht's auf die Wiesn.

Gastronom Heiko Grabolle erwartet die Studenten schon.

Schön, dass ihr hier seid. - Ja. Wir sind auch bereit.

Das brasilianische Oktoberfest ist aus 'ner Flut entstanden.

Wir hatten eine Hochwasserflut, Jahrhundertflut,

zwei Jahre lang, 83, 84.

Und danach hatte die Stadt kein Geld mehr.

Dann haben sich alle zusammengerauft und mussten irgendwas finden,

um das wieder... Wie sagt man?

Neu zu gestalten, neu aufzubauen,

Ich bin ausgebildeter Koch, hab den Küchenmeister gemacht

und bin 2003 ausgewandert nach Brasilien

und kam dann 2012, 2013 zu dem Oktoberfest.

Und seid ihr bereit? - Richtig bereit.

Los geht's. An die Arbeit. - Vamos, okay.

(Sprecher) Da dem Sauerländer eine Pommesbude fehlte,

hat er einfach eine eröffnet.

Okay! Willkommen in der Pommesbude!

Carlo, es kommt ein Kommando rein:

"Ich brauche Fleischbällchen, ich brauche Maniok, Pommes..."

Du wirst hier arbeiten heute. Du machst die Teller fertig.

Lykka, du wirst vorne arbeiten am Verkauf.

Kein Problem - du wirst schnell Portugiesisch lernen.

Das klappt schon. Okay? - Okay.

(Sprecher) Der absolute Renner sind hier Pommes mit Mettwursttopping.

Ansonsten läuft das Geschäft wie an jeder anderen Pommesbude auch.

* Volksmusik *

In der Stoßzeit war's dann schon etwas anstrengender,

weil man die Sprache nicht versteht.

Portugiesisch ist eben extrem anders zum Spanischen.

(Sprecher) Das führt zu Missverständnissen.

Gracias.

Okay - Danke schön.

Sehr gerne.

(Sprecher) Die Musikuntermalung

kommt größtenteils von Bands aus Deutschland.

Ich muss sagen: Ich bereue den Job nicht.

Im Endeffekt war's wirklich relativ lustig.

Aber, ähm...

Ich denke, uns zieht's nicht auf die Wiesn.

Ich glaube schon.

Ich glaube schon, Lykka hatte mehr Spaß.

Guten Appetit! - Danke schön.

Boah, schmeckt das lecker!

Ja? - Ich find's richtig gut.

(Sprecher) 25 Tage haben die Teams bereits hinter sich.

Zweieinhalb Wochen und über 5.000 Kilometer bleiben ihnen noch,

um das Ende der Welt zu erreichen.

Das ist das, was ich meine. Das wollte ich sehen.

Dilara hat gar keinen Bock mehr.

Sie hat gesagt, wir brechen alles ab.

(Jamie) Geil. Juhu!

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